Ist unser Wirtschaftssystem noch
zu retten?
Ursachen und Bewältigungsmöglichkeiten der
Krise
Pax Christi Vorarlberg
Arbeit...
Unsere Wirtschaft ist teilweise krank,
unsere Finanzwirtschaft ist sehr krank

…wie Henry Ford einst munkelte: "Es ist
gut...
Die „Experten“
„Die Ökonomen haben eine Welt
geschaffen, die sie nicht verstehen.“

Heiner Flassbeck
Chefvolkswirt der Wel...
Realwirtschaft Finanzwirtschaft
• Handelt mit realen
Gütern und
Dienstleistungen
• Daher Anbindung an
begrenzte Güter >
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Symptome der Krise
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Fast keine Guthabenzinsen
Hohe Kreditzinsen (8-13% VKi 2013)
Bankenrettungspakete
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Mitursachen für die Finanzkrise
Ein Geldschö
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Steuerflucht
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Trennbankensystem
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für die
Realwirtschaft
– Bewahren Geld
(Spareinlagen) auf
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Derzeitiges Bankensystem
• Vermischung verschiedener Geschäftsfelder
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Kredite
Devisen- und Wertpapierhand...
Schnittstellen zwischen Real- und
Finanzwirtschaft
• Nahrungsmittelspekulation
• Rohstoffspekulation
• Aufkauf von Immobil...
Ethik 1- Leitbild
• Leitfrage: In was für einer Gesellschaft
wollen wir leben?
• Globales Ziel: Ein gutes Leben für alle
–...
Ethik 2 - Natur
• Natur vor Mensch (Einpassung in das
Ökosystem Erde; nicht Umweltschutz, sondern
Frieden mit der Natur)
–...
Ethik 3 - Beurteilung
• Strukturelle Gewalt (Galtung)
– Bedürfnisse könnten besser befriedigt werden
– Reiche werden reich...
Politische Beurteilung
• Undemokratische (nicht legitimierte)
Entscheidungen über ganze Länder
• Völlig unzureichende
Fina...
Stützen des Unrechts 1
• Als Gesellschaft sind wir reich
– Größerer Handlungsspielraum
– Katastrophenresistenz, Versicheru...
Stützen des Unrechts 2:
Zu hinterfragende Sprüche Teil A
Weiter, höher, schneller

In der Natur hat alles
Grenzen

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Stützen des Unrechts 2:
Zu hinterfragende Sprüche Teil B
Konkurrenz belebt das
Geschäft

Kurzfristig richtig, langfristig
...
Umdenken
Kooperation statt Konkurrenz
• Kooperation
– Mensch neigt von Natur zu
Kooperation1
– Wertschätzung
– Vertrauen
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Nachhaltige Auswege –
gerechtes Wirtschaften
Kooperation statt Konkurrenz
• Interdisziplinarität statt Expertentum:
Grenzü...
Abschied vom Profitstreben
• Es muss nicht immer alles mehr werden
• Sich so viel wie möglich vom Gewinnstreben
lösen
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Gerecht Wirtschaften und
politisches Handeln 1
• Trennung von Geschäfts- und
Investmentbanken
• Geordnete Insolvenzverfahr...
Gerecht Wirtschaften und
politisches Handeln 2
Kapitalsammelstellen nach dem Genossenschaftsoder Gemeinnützigkeitsprinzip
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Gerecht Wirtschaften und
politisches Handeln 3
• Völlige Transparenz bei Stiftungen, Trusts und
Briefkastenfirmen.
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Gerecht Wirtschaften und
politisches Handeln 4
• EU-Finanzausgleich mit klaren, sozial gerechten
und durchsetzbaren Kriter...
Gerecht Wirtschaften und
politisches Handeln 5
Staatliche Regulierungen z.B.:
• Stärkerer Ausgleich zwischen Armen und
Rei...
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Was kann ich machen? 1
• Mir klar werden, was ich wirklich brauche
• Einkaufen wenn möglich bei Fair ...
Gerecht Wirtschaften
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Geld ethisch anlegen
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Oikocredit (AT)
Steyler Bank (AT)
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Gerecht Wirtschaften
Was kann ich machen? 3
Schritte aus der Krise
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Nein zur Ohnmacht!
Ja zur Verantwortung!
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Literatur, Medien
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Doughwaite, Richard: Die Ökologie des Geldes. Forschungsstätte
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Probleme
kann man nicht
mit derselben Denkweise
lösen,
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Ist unser Wirtschaftssystem noch zu retten?

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Die Powerpoint-Unterlagen zum gleichnamigen Vortrag der Arbeitsgemeinschaft "Gerecht Wirtschaften" von Pax Christi Friedensbewegung - Ökumenische Landesgruppe Vorarlberg / Austria

Veröffentlicht in: Wirtschaft & Finanzen
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  • Quelle: 3Sat: Goodbye Bargeld! Sendung vom 4.2.2012http://www.3sat.de/page/?source=%2Forf%2Fuebermorgen%2F159767%2Findex.html
  • Heiner Flassbeck: Zehn Mythen der Krise.
    Berlin 2012, S. 51
  • 30 der in der Finanzindustrie Beschäftigten geben an, dass man nur mit illegalen Mittln dort weiter komme (ORF 3 Videothek: Wieviel Finanzwirtschaft braucht die Realwirtschaft? Forum Alpach). Die Hälfte der Beschätigen vermutet, dass die anderen Banken illegal arbeiten.
  • Überziehungszinsen der Banken lt. Untersuchung des VKI von 22.8.2013 8-13%
    BANKENRETTUNG 2008-2010 1,6 BILLIONEN €
    "Europa - Wohnung dringend gesucht" ORF 2013 http://tvthek.orf.at/programs/1328-Weltjournal/episodes/6777673-WELTjournal/6777675-WELTjournal
  • Roman: „Geldschöpfung praktisch aller Zentralbanken, inklusive FED, BOE, EZB, SNB, BOJ + Riesige Malinvestments der Banken mit geschöpftem Geld + ein Derivatenberg von über 150 Billionen (Trillion $), der interlinked ist und jederzeit explodieren kann + faule und wacklige Kredite, die als AAA verkauft wurden und dann abstürzten + Geld im Umlauf, das mehr als dreifach aller weltweiten Werte übersteigt.“
    Boni: Gut verdienen nur die oberen Angestellten der Bank u.a. durch Pensionsregelungen, Abfertigungen und eben Belohnungen für meist nur kurzfristige Erfolge ihrer Tätigkeiten.
    Steuerflucht: Ca. 15% des Weltvermögens ist der Besteuerung entzogen. Griechenland ist ein Musterbeispiel für ein Land, in dem im großen Stil Steuern hinterzogen werden. Quelle: Zeitbombe Steuerflucht – Wann kippt das System? Dokumentation 90‘ ARTE 2013
  • Sept. 2013: Transaktionssteuer (0,1% auf Börsengeschäfte, 0,01 Derivatehandel) noch nicht realisiert, obwohl 11 EU-Staaten das wollten. Italien beginnt im Alleingang. (Quelle ORF)
    Sept. 2013 (Der Standard): Wissen: Zentrale Bankenaufsicht: Die rund 130 zu kontrollierenden Banken stehen für 85 Prozent der Bilanzsumme aller Institute in den 17 Eurostaaten. Die EZB-Behörde soll gut 1.000 Mitarbeiter zählen, davon 700 Bankenaufseher.
  • *In der Schweiz laufen die zweite und dritte Säule nach dem Versicherungsprinzip. Folge: Unmengen von Geld müssen bis zur Auszahlung gehortet werden. (Die dritte Säule ist u.a. besonders für Selbständige, da sie nicht in die 2. Säule einzahlen.)
  • 3 eins nach vorne
  • Menschenrechte von UNO formuliert ab 1948 inkl. 2. Generation 1966 Zwillingspakt, und die Änderunge bzw Vertiefungen in der Folge
    Nr. xx 22, 23 und 25
  • Pinzgauhilfe 2013
    OÖ 2013
    2007 Jahrhunderthochwaser in Vorarlberg
    Zins evtl. mit Teilen von Kapitel 4 von Max von Bock erklären
  • 1 „Ohne das Gelingen von Kooperation kann nichts entstehen, was lebenstüchtig ist.“ Joachim Bauer: Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren. Hamburg 2006
  • Mythen nach Margit Appel, Melk 2013:
    Die Erwerbsarbeit habe Integrationskraft. Stimmt nicht mehr für Frauen. Sie sind in der erwerbsarbeit nie richtig angekommen, sie waren zu spät. In ihrer Arbeitskraft sind sie schlecht bezahlt und für ihre Reproduktionskraft erhalten sie immer noch nichts.
  • Geordnetes Insolvenzverfahren wird seit 1988 von der Entschuldungsbewegung gefordert. (Publik-Forum: 40 Jahre, Oberursel 2012, S 18f)
    Geordnetes Insolvenzverfahren wird von Wohlmeyer für Griechenland vorgeschlagen
    Was geschieht mit den Geldern der Bankenrettung?
  • Gute Beispiele: allgemeine Krankenversicherungen, staatliche Rentenversicherungen in Deutschland und Österreich mit Generationenvertrag
  • J.M. Keynes hat Weltwährung vorgeschlagen cim Sinne des Bancor
    Doughwaite machte den Vorschlag mit den 4 Währungen
    Evtl weiter Xx aus Paper Handeln in einer ungerechten W. S. 14
    Forschung Huaptanliegen der AGW
  • http://www.n-tv.de/ratgeber/GLS-ist-Bank-des-Jahres-2012-article6548236.html
  • z.B. für Frauen: stets im Dreieck denken
  • Ist unser Wirtschaftssystem noch zu retten?

    1. 1. Ist unser Wirtschaftssystem noch zu retten? Ursachen und Bewältigungsmöglichkeiten der Krise Pax Christi Vorarlberg Arbeitsgruppe Gerecht Wirtschaften 2013 1
    2. 2. Unsere Wirtschaft ist teilweise krank, unsere Finanzwirtschaft ist sehr krank …wie Henry Ford einst munkelte: "Es ist gut, dass die Bürger der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn würden sie es verstehen, gäbe es noch vor morgen früh eine Revolution." 2
    3. 3. Die „Experten“ „Die Ökonomen haben eine Welt geschaffen, die sie nicht verstehen.“ Heiner Flassbeck Chefvolkswirt der Welthandels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD) 3
    4. 4. Realwirtschaft Finanzwirtschaft • Handelt mit realen Gütern und Dienstleistungen • Daher Anbindung an begrenzte Güter > • Begrenztes Wachstum • Beziehung zu Kunden (Menschen) • Handelt nur mit Geld und Geldprodukten • Keine oder wenig Anbindung an die Realwirtschaft > • Potentiell unbegrenztes Wachstum • Hohe Kriminalität • Keine Beziehung zu Kunden 4
    5. 5. Symptome der Krise • • • • • • • • Fast keine Guthabenzinsen Hohe Kreditzinsen (8-13% VKi 2013) Bankenrettungspakete Sparpakete Kreditklemme in der Realwirtschaft Mangel an bezahlter Arbeit Schnell steigende Staatsverschuldung Immer mehr Reiche und Arme (Wohnungsnot, Flüchtlingsproblematik usw.) 5
    6. 6. Mitursachen für die Finanzkrise Ein Geldschö pfungssystem , das für nachh altige Wirtschaft un geeignet ist Steuerflucht Fast alle Staaten haben sich überschuldet Bonussystem für Banker und Broker Große Unwissenheit der Bevölkerung über Finanzen or iker v . olit der P n wollen , in kratie hlt werde emo ine D edergewä E wi allem che politis ige RO lbherz en z.B. EU Ha ng cheidu Ents , Wirtschafts(de)regulierungen die die Krise ermöglichen oder begünstigen Die Rolle der 6Rating-Agenturen
    7. 7. Trennbankensystem • Geschäftsbanken für die Realwirtschaft – Bewahren Geld (Spareinlagen) auf – Geben Kredite – Interesse an langfristigen Beziehungen zu Kunden • Banken der Finanzwirtschaft (Investmentbanken) – Investieren in Geld(produkte) (z.B. Leerverkäufe) ohne Interesse an wirklichen Waren oder Dienstleistungen – Einziges Interesse: Geldvermehrung 7
    8. 8. Derzeitiges Bankensystem • Vermischung verschiedener Geschäftsfelder – – – – – Sparen Kredite Devisen- und Wertpapierhandel Spekulation Nationale und internationale Vernetzung • Fehlende Transparenz – geringes Vertrauen der Kunden und der Banken untereinander – Geringes Wissen der Sparer über die Anlageformen (Rüstung, Kinderarbeit usw.) • Verschleppte Neuregulierungen 8
    9. 9. Schnittstellen zwischen Real- und Finanzwirtschaft • Nahrungsmittelspekulation • Rohstoffspekulation • Aufkauf von Immobilien (Rücklagenbildung oder Spekulation) • Ständige Suche nach Monetarisierung (z.B. Wasser, Luft, Saatgut, Privatisierungen) • Ständige Suche nach neuen Geschäftsfeldern (z.B. Zugrunde richten ganzer Währungen oder Volkswirtschaften, Wetten, ) 9
    10. 10. Ethik 1- Leitbild • Leitfrage: In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? • Globales Ziel: Ein gutes Leben für alle – Die Goldene Regel gilt global • Gerechte Handelsbeziehungen • Solidarität mit allen als Grundhaltung 10
    11. 11. Ethik 2 - Natur • Natur vor Mensch (Einpassung in das Ökosystem Erde; nicht Umweltschutz, sondern Frieden mit der Natur) – – – – – Generationengerechtigkeit Reduzierung des Ressourcenverbrauchs u.a. Energie Sanfter Tourismus Nachhaltige Landwirtschaft Kostenwahrheit im Transport • Leitbild VerwalterInnen: die Erde ist uns anvertraut. Wir sind verantwortlich, dass alle von ihr leben können. 11
    12. 12. Ethik 3 - Beurteilung • Strukturelle Gewalt (Galtung) – Bedürfnisse könnten besser befriedigt werden – Reiche werden reicher, Arme ärmer • Strukturelle Sünde (Johannes Paul II, PXÖ) • Widerspricht den globalen Menschenrechten • Widerspricht dem Gerechtigkeitsempfinden (Folge: Ärger mit sozialen Folgen) • Widerspricht dem Verursacherprinzip: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert • Schafft unnötig großen sozialen Reparaturbedarf und ist damit frauenfeindlich 12
    13. 13. Politische Beurteilung • Undemokratische (nicht legitimierte) Entscheidungen über ganze Länder • Völlig unzureichende Finanzmarktregulierung – Staat schützt Finanzmärkte anstelle von BürgerInnen • Schädigt die Realwirtschaft (Kreditklemme) und Teile des Finanzmarktes (z.B. private Pensionen) 13
    14. 14. Stützen des Unrechts 1 • Als Gesellschaft sind wir reich – Größerer Handlungsspielraum – Katastrophenresistenz, Versicherungen • Geldordnung (Eigentumsbegriff, Geldschöpfung, Zins, Staatsfinanzierung, Wachstumszwang, Geldmenge, exponentielles Wachstum, System“zwänge“) 14
    15. 15. Stützen des Unrechts 2: Zu hinterfragende Sprüche Teil A Weiter, höher, schneller In der Natur hat alles Grenzen Geld arbeitet Menschen arbeiten Meine Kinder sollen es einmal besser haben Kinder haften für ihre Eltern Was nichts kostet, ist nichts wert Die wichtigsten Dinge des Lebens kosten kein Geld Das kann ich mir leisten. Geiz ist geil Eine Schwarzafrikanerin und mein Enkel auch?! Was bringt das wem? Ist das ein gerechtes Gut? 15
    16. 16. Stützen des Unrechts 2: Zu hinterfragende Sprüche Teil B Konkurrenz belebt das Geschäft Kurzfristig richtig, langfristig schafft sie Stress und Monopole Das sind Sie sich wert. Wert und das Glück hängen nicht vom Geld ab Jeder ist seines Glückes Schmied. Das Leben verteilt die Chancen sehr ungleich Wir haben uns das durch den Fleiß unserer Hände erarbeitet. 85% von allem haben wir geschenkt bekommen Es ist alles so kompliziert Wir müssen uns aktiv informieren 16
    17. 17. Umdenken Kooperation statt Konkurrenz • Kooperation – Mensch neigt von Natur zu Kooperation1 – Wertschätzung – Vertrauen – gemeinsame Freude über Zielerreichung (intrinsische Motivation) – Sicherheit • Kooperationsgruppen gründen • Konkurrenz – Wettbewerb führt nicht zu besserer Leistung (extrinsische Motivation) – Druck – Angst – Stress – Selbstzweifel – Scham – Krankheit 17
    18. 18. Nachhaltige Auswege – gerechtes Wirtschaften Kooperation statt Konkurrenz • Interdisziplinarität statt Expertentum: Grenzüberschreitung als Normalfall • Verstehen von und sich auseinandersetzen mit fremden Meinungen • Mitmischen statt resignieren (Beißhemmung verlieren) • Mythen entzaubern (z.B. freier oder sozialer Markt) • Ego- und Selbstkult durchschauen • Fairer Informationsaustausch für alle • Solidarität als Grundeinstellung 18
    19. 19. Abschied vom Profitstreben • Es muss nicht immer alles mehr werden • Sich so viel wie möglich vom Gewinnstreben lösen • Eigene Beteiligung erkennen und beenden • Fehlentwicklungen unseres Wirtschaftssystems fördern die Gier • Viele Bedürfnisse werden ohne Geld und Gewinnmotiv befriedigt • Alternative Organisationsformen kennen: Genossenschaften, Tauschkreise, Fair Trade, Zusammenarbeit im World Wide Web, Solidarökonomien, Gewerkschaften, Klöster 19
    20. 20. Gerecht Wirtschaften und politisches Handeln 1 • Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken • Geordnete Insolvenzverfahren für (Investment-) Banken und Staaten (keine Bankenrettungen mehr) • Überprüfung der Regelung, dass Staaten Geld nicht direkt von der EZB leihen können • Klare ausgewogene Bankenregulierungen (z.B. keine Leerverkäufe, Hebel,) • Wahrnehmung einer effektiven Bankenaufsicht • Finanztransaktionssteuer 20
    21. 21. Gerecht Wirtschaften und politisches Handeln 2 Kapitalsammelstellen nach dem Genossenschaftsoder Gemeinnützigkeitsprinzip • Banken mit Mitspracherecht (kleine Raiffeisenbanken) • Spar(kassen)vereine • Gemeinnützige Versicherungen • Freiwillige Katastrophenhilfe • Gemeinnützige Bausparkassen • Ethisch agierende Banken 21
    22. 22. Gerecht Wirtschaften und politisches Handeln 3 • Völlige Transparenz bei Stiftungen, Trusts und Briefkastenfirmen. • Offen legen von Umsatz, Gewinn, Steuern und Angestelltenzahl • Weltweite Abschaffung des Bankgeheimnisses • Weltweiter automatischer Informationsaustausch der Steuerbehörden über alle Arten von Kapitaleinkommen • Abschaffung von Steuerparadiesen 22
    23. 23. Gerecht Wirtschaften und politisches Handeln 4 • EU-Finanzausgleich mit klaren, sozial gerechten und durchsetzbaren Kriterien • Erforschung von Komplementärwährungen: Unterschiedliche Währungen für unterschiedliche Zwecke: – – – – Weltwährung (Bancor, Terra), nationale Währung zB als Vollgeld, regionale W. und Sparwährung • Unabhängige Erforschung von alternativer Geldschöpfung (zB Monetative, Vollgeld) 23
    24. 24. Gerecht Wirtschaften und politisches Handeln 5 Staatliche Regulierungen z.B.: • Stärkerer Ausgleich zwischen Armen und Reichen (z.B. Reichensteuer, Nord-SüdAusgleich) • Finanztransaktionssteuer • Zurückdrängen von Bankeneinfluss auf die Politik 24
    25. 25. Gerecht Wirtschaften Was kann ich machen? 1 • Mir klar werden, was ich wirklich brauche • Einkaufen wenn möglich bei Fair Trade, Clean Clothes, Weltläden etc. • Regionaler Einkauf: Tauschkreise (z.B. Talente), Konsumenten-ProduzentenKooperationen, Gemüsekiste usw.) • Vorsicht bei Billig-Verkaufsketten 25
    26. 26. Gerecht Wirtschaften Was kann ich machen? 2 Geld ethisch anlegen • • • • • Oikocredit (AT) Steyler Bank (AT) GLS (DE) Alternativbank Schweiz (CH) Bank für Gemeinwohl (AT, im Aufbau) 26
    27. 27. Gerecht Wirtschaften Was kann ich machen? 3 Schritte aus der Krise • • • • Nein zur Ohnmacht! Ja zur Verantwortung! Kleine Schritte setzen – der persönliche Wirkungskreis Alternative Informationen aneignen Sich organisieren • • • • Für mehr Mitbestimmung streiten Bausteine für eine solidarische Gesellschaft entwickeln* Gesamtgesellschaftliche Alternativen anstreben Forschung einfordern 27
    28. 28. Literatur, Medien • • • • • • • • • Doughwaite, Richard: Die Ökologie des Geldes. Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft, November 2002, 92 S. Felber, Christian: Retten wir den Euro. Wien 2012 Flassbeck, Heiner: Zehn Mythen der Krise. Berlin 2012 Huber Joseph: Monetäre Modernisierung. Zur Zukunft der Geldordnung. Metropolis Verlag, Marburg 32013 Kennedy, Margrit: Occupy Money - damit wir zukünftig ALLE die Gewinner sind. Marburg 32012 Lietaer, Bernard et al.: Geld und Nachhaltigkeit - von einem überholten Finanzsystem zu einem monetären Ökosystem ; ein Bericht des Club of Rome. München Europa-Verl. 2013 Plettenbacher Tobias: Neues Geld - Neue Welt. Die drohende Wirtschaftskrise - Ursachen und Auswege. Wien 42010 von Bock, Max: Wie funktioniert Geld? Aachen 2005. Animationsfilm 17 min. (auf youtube.com) Pax Christi Vorarlberg - AG Gerecht Wirtschaften: Artikel auf www.paxchristi-vorarlberg.at 28
    29. 29. Probleme kann man nicht mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. Albert Einstein 29

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