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1. Ade zur guten Nacht
2. All mein Gedanken die ich hab
3. Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren
4. Als die Römer frech geworden
5. Als wir jüngst in Regensburg waren
6. Am Brunnen vor dem Tore
7. An der Saale hellem Strande
8. Ännchen von Tharau
9. Bald gras ich am Neckar
10. Bolle reiste jüngst zu Pfingsten
11. Bunt sind schon die Wälder
12. Da unten im Tale
13. Das Wandern ist des Müllers Lust
14. Dat du min Leevsten büst
15. Der Frühling hat sich eingestellt & Es steht ein Baum im Odenwald (Hoffmann von
Fallersleben)
16. Der Mai ist gekommen
17. Der Winter ist ein rechter Mann
18. Der Winter ist vergangen
19. Die Gedanken sind frei
20. Ein Jäger aus Kurpfalz
21. Ein Jäger längs dem Weiher ging
22. Es es es und es
23. Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht
24. Es freit ein wilder Wassermann
25. Es geht ein dunkle Wolk herein
26. Es klappert die Mühle
27. Es war ein König in Thule
28. Es waren zwei Königskinder
29. Feinsliebchen du sollst mir nicht barfuß gehen (Johannes Brahms)
30. Gaudeamus igitur
31. Geh aus mein Herz und suche Freud
32. Grüß Gott du schöner Maien
33. Hab mein Wage vollgelade
34. Hab oft im Kreise der Lieben (Frisch gesungen) (Adalbert von Chamisso-Friedrich Silcher)
35. Hejo! Spann den Wagen an (Kanon)
36. Horch was kommt von draußen rein
37. Ich fahr dahin (Johannes Brahms)
38. Ich ging durch einen grasgrünen Wald
39. Ich hab die Nacht geträumet
40. Ich hatt einen Kameraden
41. Ich weiß nicht was soll es bedeuten - Loreley
42. Im Märzen der Bauer
43. Im schönsten Wiesengrunde
44. In einem kühlen Grunde (Joseph von Eichendorff)
45. In einen Harung
46. Innsbruck ich muss dich lassen (Heinrich Isaac)
47. Jetzt fängt das schöne Frühjahr an
48. Jetzt gang i ans Brünnele
49. Kein schöner Land in dieser Zeit
50. Komm lieber Mai
51. Leise zieht durch mein Gemüt (Heinrich Heine-Felix Mendelssohn-Bartholdy)
52. Morgen muss ich weg von hier (Friedrich Silcher)
53. Muss i denn zum Städtele hinaus
54. Nun ade du mein lieb Heimatland
55. Nun will der Lenz uns grüßen
56. O du lieber Augustin
57. O Täler weit o Höhen (Joseph von Eichendorff-Felix Mendelssohn Bartholdy)
58. Papir is doch waiß
59. Sah ein Knab ein Röslein stehn
60. Schön ist die Welt
61. Schwesterlein wann gehen wir nach Haus
62. So treiben wir den Winter aus
63. Stehn zwei Stern am hohen Himmel
64. Verstohlen geht der Mond auf
65. Viva viva la musica
66. Vöglein im hohen Baum
67. Wach auf meins Herzens Schöne
68. Wachet auf es krähte der Hahn (Kanon)
69. Ward ein Blümchen mir geschenket
70. Wem Gott will rechte Gunst erweisen
71. Wenn alle Brünnlein fließen - Heimliche Liebe
72. Wenn ich ein Vöglein wär
73. Widele wedele (Bettelmanns Hochzeit)
74. Wie schön blüht uns der Maien
75. Zum Tanze da geht ein Mädel
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Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2
Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart
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Ade zur guten Nacht
001-1
Win ter schneit’s den Schnee, da komm ich wie der.
ich muss schei den. Im Som mer, da wächst der Klee, im
1 Ade zur guten Nacht
1. A de zur gu ten Nacht, jetzt wird der Schluss ge macht, dass
F C F C F B C F7 7
Gm C F F Gm7 7
C Am Dm Gm C F7 77
2. Es trauern Berg und Tal,
wo ich vieltausendmal
bin drüber ’gangen.
|: Das hat deine Schönheit gemacht,
hat mich zum Lieben gebracht
mit großem Verlangen. :|
3. Das Brünnlein rinnt und rauscht
wohl unterm Holderstrauch,
wo wir gesessen.
|: Wie manchen Glockenschlag,
da Herz bei Herzen lag,
das hast vergessen. :|
Melodie: erstmals bei Gottfried Wilhelm Fink, »Musikalischer Hausschatz der Deutschen«, Leipzig 1843
Text: Anonymus, frühes 19. Jahrhundert; 3. Strophe: Eduard Mörike (1804–1875)
Von Birgid Steinberger für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
4. Die Mädchen in der Welt
sind falscher als das Geld
mit ihrem Lieben.
|: Ade zur guten Nacht,
jetzt wird der Schluss gemacht,
dass ich muss scheiden. :|
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All mein Gedanken, die ich hab
2. Du auserwählter ein’ger Trost,
gedenk daran!
£ Leib und Gut, das sollst du gar zu eigen han.
Dein, dein, dein will ich ewig bleiben.
Du gibst mir Freud und hohen Mut
und kannst mir Leid vertreiben.
3. Die Allerliebst’ und Minniglich’,
die ist so zart.
£ Ihresgleich in allem Reich
findt man hart.
Bei, bei, bei ihr ist kein Verlangen,
da ich nun von ihr scheiden sollt,
da hätt sie mich umfangen.
002-1
Hätt ich al ler Wünsch Ge walt, von dir wollt ich nicht wen ken.
ein’ ger Trost, bleib stets bei mir. Du, du, du sollst an mich ge den ken.
2 All mein Gedanken, die ich hab
1. All mein Ge dan ken, die ich hab, die sind bei dir. Du aus er wähl ter
G Em C G G D
G
G Em6 7
D
C G G D
G
H Em G D A D6
D
7
A
7
G Em Hm C A G D G6 7
D
7
hart: kaum
die ward sehr wein’n: die musste sehr weinen
wenken: wanken
Melodie und Text: Lochamer Liederbuch, 1452–1460, behutsam modernisiert.
Spätere Fassungen ändern den Rhythmus in T. 3 und 6 in Halbenoten.
4. Die werte Rein’, die ward sehr wein’n,
do das geschah.
£ Du bist mein und ich bin dein,
sie traurig sprach.
Wann, wann, wann ich soll von dir weichen
ich nie erkannt, noch nimmermehr
erkenn ich deinesgleichen.
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2. Alle, die Hölle und Teufel nicht fürchten, ...
3. Alle, die mit uns das Walross schlachten, ...
4. Alle, die Weiber und Branntwein lieben, ...
5. Alle, die öligen Zwieback kauen, ...
6. Alle, die mit uns zur Hölle fahren, ...
Melodie: aus Flandern, in: »Chants populaires des Flamands de France«, Gent 1856
Text: nach dem Flämischen »Al die willen te kaap’ren varen« (anonym) von Gottfried Wolters (1910–1989)
© Möseler-Verlag, Wolfenbüttel (deutscher Text)
Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren
003-1
Klaas und Pit, die ha ben Bär te, die fah ren mit.
die ha ben Bär te, die ha ben Bär te, Jan und Hein und
Bär ten sein. Jan und Hein und Klaas und Pit,
3 Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren
1. Al le, die mit uns auf Ka per fahrt fah ren, müs sen Män ner mit
Gm D Cm D Gm Gm Cm7 7 7 7
D Gm B F B E D7 7 6
Cm D D Gm B F7 7 7
B E D Gm Cm Gm D Gm6 6
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7
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Als die Römer frech geworden
2. In dem Teutoburger Walde,
huh, wie piff der Wind so kalte,
Raben flogen durch die Luft,
und es war ein Moderduft,
wie von Blut und Leichen.
3. Plötzlich aus des Waldes Duster,
brachen kampfhaft die Cherusker,
mit Gott für Fürst und Vaterland
stürzten sie sich wutentbrannt
auf die Legionen.
4. Weh, das war ein großes Morden,
sie schlugen die Kohorten,
nur die röm’sche Reiterei
rettete sich noch ins Frei’,
denn sie war zu Pferde.
5. O Quintili, armer Feldherr,
dachtest du, dass so die Welt wär’?
Er geriet in einen Sumpf,
verlor zwei Stiefel und einen Strumpf
und blieb elend stecken.
6. Da sprach er voll Ärgernussen
zum Centurio Titiussen:
„Kamerad, zeuch dein Schwert hervor
und von hinten mich durchbohr,
weil doch alles futsch ist!“
7. In dem armen röm’schen Heere
diente auch als Volontaire
Scaevola, ein Rechtscandidat,
den man schnöd gefangen hat,
wie die andern alle.
täng, schnät te räng täng, schnät te räng täng te räng täng täng.
wau wau wau, Herr Quin ti lius Va rus, schnät te räng
Herr Quin ti lius Va rus, wau wau wau
vor
ritt
ne
Herr Gene
mit Trom
ral feld
pe ten
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schall,
schall,
ta te rä tä tä tä,
Als die Römer frech geworden
1. Als
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7AD E
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33
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Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2
© 2011 C_Carus-Verlag, Stuttgart
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Text: Joseph Victor von Scheffel (1826–1886), ursprünglich auf die Melodie von „Die Hussiten zogen vor Naumburg“
Melodie: Ludwig Teichgräber (1840–1904), nach dem Festmarsch „Kriegers-Lust“ (1860) von Joseph Gungl (1810–1889)
Von Johannes Kaleschke für das Liederprojekt gesungen.
8. Diesem ist es schlimm ergangen,
eh, dass man ihn aufgehangen
stach man ihn durch Zung und Herz,
nagelte ihn hinterwärts
auf sein Corpus Juris.
9. Als das Morden war zu Ende,
rieb Fürst Hermann sich die Hände,
und, um seinen Sieg zu weihn,
lud er die Cherusker ein,
zu nem großen Frühstück.
10. Wild gab’s und westfäl’schen Schinken,
Bier, soviel man wollte trinken,
auch im Zechen blieb er Held,
doch auch seine Frau Thusneld
soff walkürenmäßig.
11. Nur in Rom war man nicht heiter,
sondern kaufte Trauerkleider,
grade als beim Mittagsmahl,
Augustus saß im Kaisersaal,
kam die Trauerbotschaft.
12. Erst blieb ihm vor jähem Schrecken
ein Stück Pfau im Halse stecken,
dann geriet er außer sich:
„Varus, Varus, schäme dich,
redde legiones!“
13. Sein deutscher Sklave, Schmidt geheißen,
dacht: „Euch soll das Mäusle beißen,
wenn er sie je wiederkriegt,
denn wer einmal tot daliegt
wird nicht mehr lebendig.“
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Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart
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Als wir jüngst in Regensburg waren
2. Und vom hohen Bergesschlosse
kam auf stolzem schwarzen Rosse
adlig Fräulein Kunigund,
wollt mitfahren über Strudels Grund.
|: Schwäbische ... :|
3. »Schiffsmann, lieber Schiffsmann mein,
sollt’s denn so gefährlich sein?
Schiffsmann, sag mir’s ehrlich,
ist’s denn so gefährlich?«
|: Schwäbische ... :|
4. »Wem der Myrtenkranz geblieben,
landet froh und sicher drüben;
wer ihn hat verloren,
ist dem Tod erkoren.«
|: Schwäbische ... :|
004-1
Dirn del, juch hei ras sa, muss der Schiffs mann fah ren.
den, die mit fah ren woll ten. Schwä bi sche, bay ri sche
4 Als wir jüngst in Regensburg waren
1. Als
sind
wir
wir
jüngst
ü
in
ber den
Re
Stru
gens
del ge
burg wa
fah
ren,
ren; da war’n vie le Hol
C G CC F7
C G C C G C C7 7
G
F C G C C G C7 7
G
Melodie und Text: Anonymus, bei Kugler-Reinick, »Liederbuch für deutsche Künstler«, Berlin 1833
Melodie allein zuerst 1830 bei Serig, »Auswahl deutscher Lieder«, Leipzig 1830
5. Als sie auf die Mitt gekommen,
kam ein großer Nix geschwommen,
nahm das Fräulein Kunigund,
fuhr mit ihr in des Strudels Grund.
|: Schwäbische ... :|
6. Und ein Mädel von zwölf Jahren
ist mit über den Strudel gefahren,
weil sie noch nicht lieben kunnt,
fuhr sie sicher über Strudels Grund.
|: Schwäbische ... :|
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Am Brunnen vor dem Tore · Der Lindenbaum
2. Ich musst auch heute wandern
vorbei in tiefer Nacht,
da hab ich noch im Dunkeln
die Augen zugemacht.
Und seine Zweige rauschten,
als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
hier findst du deine Ruh!
005-1
Lei de zu ihm mich im mer fort, zu ihm mich im
3
mer fort.
schnitt in sei ne Rin de so man ches lie be Wort; es zog in Freud und
träumt in sei nem Schat ten so man chen sü
3
ßen Traum. Ich
5 Am Brunnen vor dem Tore
1. Am Brun nen vor dem To re, da steht ein Lin den baum; ich
E B E7
E B E7
B E A Fm B B7 7
E E B E E B
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7
G B
Melodie: nach Franz Schuberts (1797–1828) »Der Lindenbaum«, aus der »Winterreise« D 911, 1827, in der Fassung Friedrich Silchers
Text: Wilhelm Müller (1794–1827)
Vom Calmus Ensemble Leipzig für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
3. Die kalten Winde bliesen
mir grad ins Angesicht;
der Hut flog mir vom Kopfe,
ich wendete mich nicht.
Nun bin ich manche Stunde
entfernt von jenem Ort,
und immer hör ich’s rauschen:
Du fändest Ruhe dort.
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An der Saale hellem Strande
2. Zwar die Ritter sind verschwunden,
nimmer klingen Speer und Schild;
doch dem Wandersmann erscheinen
in den altbemoosten Steinen
oft Gestalten zart und mild.
3. Droben winken schöne Augen,
freundlich lacht manch roter Mund,
Wandrer schaut wohl in die Ferne,
schaut in holder Augen Sterne,
Herz ist heiter und gesund.
006-1
Wind streicht durch die Hal len, Wol ken zie hen drü ber hin.
kühn; ih re Dä cher sind ver fal len, und der
6 An der Saale hellem Strande
1. An der Saa le hel lem Stran de ste hen Bur gen stolz und
F C F7
C C F7
C F B F C F7 6
C
7
Melodie: Friedrich Ernst Fesca (1789–1826), 1822.
Die Melodie wurde ursprünglich zum Text des Soldatenlieds
»Heute scheid ich, morgen wander ich« geschrieben.
Text: Franz Kugler (1808–1858), 1826
Von Philip Niederberger für das Liederprojekt gesungen.
(Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
4. Und der Wandrer zieht von dannen,
denn die Trennungsstunde ruft,
und er singet Abschiedslieder,
Lebewohl tönt ihm hernieder,
Tücher wehen in der Luft.
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Ännchen von Tharau
2. Käm alles Wetter gleich auf uns zu schlahn,
wir sind gesinnt, beieinander zu stahn.
Krankheit, Verfolgung, Betrübnis und Pein
soll unsrer Liebe Verknotigung sein.
Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut,
du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut.
3. Recht als ein Palmenbaum über sich steigt,
hat ihn erst Regen und Sturmwind gebeugt:
So wird die Lieb in uns mächtig und groß
nach manchen Leiden und traurigem Los.
Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut,
du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut.
4. Würdest du gleich einmal von mir getrennt,
lebtest da, wo man die Sonne kaum kennt;
ich will dir folgen durch Wälder und Meer,
Eisen und Kerker und feindliches Heer.
Ännchen von Tharau, mein Licht, meine Sonn,
mein Leben schließt sich um deines herum.
007-1
Reich tum, mein Gut, du mei ne See le, mein Fleisch und mein Blut.
rich
Le ben,
tet in
mein Gut
Lieb
und
und
mein
in
Geld.
Schmerz.
Änn chen von Tha rau, mein
7 Ännchen von Tharau
1.
Änn
Änn
chen
chen
von
von
Tha
Tha
rau
rau
hat
ist, die
wie der
mir
ihr
ge
Herz
fällt,
auf
sie
mich
ist
ge
mein
G D G D7
A D A D D A D A7 7
D G D Em Am G G7
D
Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860), 1827; Text: vermutlich Simon Dach (1605–1659);
aus dem Samländischen ins Hochdeutsche übertragen von Johann Gottfried Herder (1744–1803)
Von André Morsch für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
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Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart
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2. Was hilft mir das Grasen,
wenn die Sichel nicht schneidt;
was hilft mir ein Schätzel,
wenn’s bei mir nicht bleibt.
3. So soll ich dann grasen
am Neckar, am Rhein,
so werf ich mein goldiges
Ringlein hinein.
4. Es fließet im Neckar
und fließet im Rhein,
soll schwimmen hinunter
ins tiefe Meer ’nein.
5. Und schwimmt es, das Ringlein,
so frisst es ein Fisch;
das Fischlein soll kommen
aufs König sein Tisch.
6. Der König tät fragen,
wem’s Ringlein soll sein?
Da tät mein Schatz sagen,
das Ringlein g’hört mein.
Grasen: Mähen, Schneiden
Text: nach »Des Knaben Wunderhorn«, 1808, Fassung von Ludwig Erk, »Deutscher Liederschatz«, Leipzig 1859–1872
Melodie: Schnadahüpfel-Melodie, um 1830
7. Mein Schätzlein tät springen,
bergauf und bergein,
tät mir wiedrum bringen
das Goldringlein fein.
8. Kannst grasen am Neckar,
kannst grasen am Rhein,
wirf du mir nur immer
dein Ringlein hinein.
Bald gras ich am Neckar · Das Ringlein
010-1
hab ich ein Schät zel, bald bin ich al lein.
10 Bald gras ich am Neckar
1. Bald gras ich am Ne ckar, bald gras ich am Rhein, bald
C F C F7 7
C CF F77
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Bolle reiste jüngst zu Pfingsten
2. In Pankow gab’s kein Essen,
in Pankow gab’s kein Bier,
war alles uffjefressen
von fremden Leuten hier.
Nicht mal ’ne Butterstulle
hat man ihm reserviert!
Aber dennoch hat sich Bolle
janz köstlich amüsiert.
3. Auf der Schönholzer Heide,
da jab’s ne Keilerei,
und Bolle, jar nicht feige,
war mittenmang dabei,
hat’s Messer rausgezogen
und fünfe massakriert.
Aber dennoch hat sich Bolle
janz köstlich amüsiert.
4. Es fing schon an zu tagen,
als er sein Heim erblickt.
Das Hemd war ohne Kragen,
das Nasenbein zerknickt,
das linke Auge fehlte,
das rechte marmoriert.
Aber dennoch hat sich Bolle
janz köstlich amüsiert.
A ber den noch hat sich Bol le janz köst lich a mü siert.
wühl; ne vol le hal be Stun de hat er nach ihm je spürt.
Bolle reiste jüngst zu Pfingsten
Bol
Da
le
ver
rei
lor
ste
er
jüngst
sei
zu
nen
Pfing
Jüng sten
sten, nach
janz
Pan
plötz
kow
lich
war
im
sein
Je
Ziel.
G C D G
7
G D DA7
DD 7
G GC D7
1.
2.
Melodie und Text: volkstümlich, um 1900 in Berlin
Von Philip Niederberger für das Liederprojekt gesungen.
5. Als er nach Haus jekommen,
da ging’s ihm aber schlecht;
da hat ihn seine Olle
janz mörderlich verdrescht!
Ne volle halbe Stunde
hat sie auf ihm poliert.
Aber dennoch hat sich Bolle
janz köstlich amüsiert.
6. Und Bolle wollte sterben,
er hat sich’s überlegt:
er hat sich uff die Schienen
der Kleinbahn druffjelegt.
Die Kleinbahn hat Verspätung,
und vierzehn Tage druff,
da fand man unsern Bolle
als Dörrjemüse uff.
7. Und Bolle wurd‘ begraben
in einer alten Kist‘.
Der Pfarrer sagte »Amen«
und warf ihn auf den Mist.
Die Leute klatschten Beifall
und gingen dann nach Haus.
Und nun ist die Geschichte
von unserm Bolle aus.
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Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart
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2. Wie die volle Traube
aus dem Rebenlaube
purpurfarbig strahlt!
Am Geländer reifen
Pfirsiche mit Streifen
rot und weiß bemalt.
3. Flinke Träger springen
und die Mädchen singen,
alles jubelt froh!
Bunte Bänder schweben
zwischen hohen Reben
auf dem Hut von Stroh.
Bunt sind schon die Wälder
011-1
grau e Ne bel wal len, küh ler weht der Wind.
und der Herbst be ginnt. Ro te Blät ter fal len,
11 Bunt sind schon die Wälder
1. Bunt sind schon die Wäl der, gelb die Stop pel fel der
G D G G D G7 7
D
A D G H C EA 7 7 7
Am C D D G D G7 7
Melodie: Johann Friedrich Reichardt (1752–1814), 1799
Text: Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1762–1834), 1793
Von Stephan Genz für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
4. Geige tönt und Flöte
bei der Abendröte
und im Mondesglanz;
junge Winzerinnen
winken und beginnen
frohen Erntetanz.
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2. Sprichst allweil von Lieb,
sprichst allweil von Treu,
und a bissele Falschheit
is au wohl dabei!
3. Und wenn i dir’s zehnmal sag,
dass i di lieb,
und du willst nit verstehen,
muss i halt weitergehn.
4. Für die Zeit, wo du g’liebt mi hast,
dank i dir schön,
und i wünsch, dass dir’s anderswo
besser mag gehn.
Da unten im Tale
012-1
kann dirs nit sa gen, i hab di so lieb.
12 Da unten im Tale
1. Da un ten im Ta le läuft’s Was ser so trüb, und i
F C Dm7
B F Gm C FA
77
Melodie und Text: aus Kretzschmer/Zuccalmaglio, »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen«, Berlin 1838–1840
Von Christoph Prégardien für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
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Das Wandern ist des Müllers Lust
013-1
dern, das Wan dern, das Wan dern, das Wan dern.
Wan dern, Wan dern, das Wan dern, das Wan
nie mals fiel das Wan dern ein, dem nie mals fiel das Wan dern ein, das
Wan dern! Das muss ein schlech ter Mül ler sein, dem
13 Das Wandern ist des Müllers Lust
1. Das Wan dern ist des Mül lers Lust, das Wan dern ist des Mül lers Lust, das
G C G G D G
G D G D A DD
7 7
D A D C D G D G7 7
D G C D G C D6 7 6 7
G D G D GG 7
D
Melodie: Carl Friedrich Zöllner (1800–1860), 1844; Text: Wilhelm Müller (1794–1827), 1818
Von Hans Jörg Mammel für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
2. |: Vom Wasser haben wir’s gelernt, :|
vom Wasser!
Das hat nicht Rast bei Tag und Nacht,
|: ist stets auf Wanderschaft bedacht, :|
das Wasser, Wasser,
|: das Wasser, das Wasser. :|
3. |: Das sehn wir auch den Rädern ab, :|
den Rädern!
Die gar nicht gerne stille stehn,
|: die sich mein Tag nicht müde drehn, :|
die Räder, Räder,
|: die Räder, die Räder. :|
4. |: Die Steine selbst, so schwer sie sind, :|
die Steine!
Sie tanzen mit den muntern Reihn
|: und wollen gar noch schneller sein, :|
die Steine, Steine,
|: die Steine, die Steine. :|
5. |: O Wandern, Wandern, meine Lust, :|
o Wandern!
Herr Meister und Frau Meisterin,
|: lasst mich in Frieden weiterziehn :|
und wandern, wandern
|: und wandern und wandern. :|
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Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart
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Dat du min Leevsten büst
2. Kumm du üm Middernacht,
kumm du Klock een!
|: Vader slöpt, Moder slöpt,
ick slap alleen. :|
3. Klopp an de Kammerdör,
fat an de Klink!
|: Vader meent, Moder meent,
dat deit de Wind. :|
015-1
Kumm bi de Nacht, kumm bi de Nacht, segg mi was Leevs!
Kumm bi de Nacht, kumm bi de Nacht, segg mi was Leevs!
15 Dat du min Leevsten büst
1. Dat du min Leevs ten büst, dat du woll weeßt.
F C F C
Gm C F Dm B C F7 6
Gm C F Dm Gm C F7 7
Sachen: sachte
henlank: entlang
lies: leis
Melodie: Hamburg 1778
Text: zuerst bei Karl Müllenhoff, »Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig Holstein und Lauenburg«, Kiel 1845
4. Kummt denn de Morgenstund,
kreiht de ol Hahn,
|: Leevster min, Leevster min,
denn mößt du gahn! :|
5. Sachen den Gang henlank,
lies mid de Klink!
|: Vader meent, Moder meent,
dat deit de Wind. :|
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Der Frühling hat sich eingestellt
Es steht ein Baum im Odenwald
2. Er hielt im Walde sich versteckt,
dass niemand ihn mehr sah;
ein Vöglein hat ihn aufgeweckt;
jetzt ist er wieder da.
3. Jetzt ist der Frühling wieder da!
Ihm folgt, wohin er geht,
nur lauter Freude, fern und nah,
und lauter Spiel und Lied.
4. Und allen hat er, groß und klein,
was Schönes mitgebracht,
und sollt’s auch nur ein Sträußchen sein,
er hat an uns gedacht.
5. Drum frisch hinaus ins freie Feld,
ins grüne Feld hinaus.
Der Frühling hat sich eingestellt,
wer bliebe da zu Haus?
016-1
muss
bin
mit
ich
mir
schon
ins
viel
frei
tau send
e
mal
Feld, ins
bei
grü
mei
ne
nem
Feld
Schatz
nun
ge
gehn.
west.
16 Der Frühling hat sich eingestellt
Es steht ein Baum im Odenwald
1.
1. Es
Der
steht
Früh
ein
ling hat
Baum im
sich
O
ein
den
ge
wald,
stellt;
der
wohl
hat
an,
viel
wer
grü
will
ne
ihn
Äst.
sehn? Der
Da
D A D E A7
A A D A A D7 7
Melodie: Johann Friedrich Reichardt (1752–1814), ursprünglich mit dem Text »Nicht lobenswürdig ist der Mann«, in: »Lieder
für Kinder«, Hamburg 1781. Seit 1810 mit dem Text »Es steht ein Baum« verbunden. Text von »Der Frühling hat sich eingestellt«:
Hoffmann von Fallersleben (1798–1874); Text von »Es steht ein Baum im Odenwald«: »Des Knaben Wunderhorn«, 1808
Von Helene Schneiderman für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
2. Da sitzt ein schöner Vogel drauf,
der pfeift gar wunderschön.
Ich und mein Schätzlein lauern auf,
wenn wir mit’nander gehn.
3. Der Vogel sitzt in seiner Ruh
wohl auf dem höchsten Zweig.
Und schauen wir dem Vogel zu,
so pfeift er allsogleich.
4. Der Vogel sitzt in seinem Nest
wohl auf dem grünen Baum.
Ach, Schätzel, bin ich bei dir gwest,
oder ist es nur ein Traum?
5. Und als ich wieder kam zu ihr,
verdorret war der Baum.
Ein andrer Liebster stand bei ihr,
jawohl, es war ein Traum.
6. Der Baum, der steht im Odenwald,
und ich bin in der Schweiz,
da liegt der Schnee und ist so kalt,
mein Herz es mir zerreißt.
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Der Mai ist gekommen
017-1
Zelt, so steht auch mir der Sinn in die wei te, wei te Welt.
wie die Wol ken dort wan dern am himm li schen
17 Der Mai ist gekommen
1. Der
da blei
Mai ist
be,
ge
wer
kom
Lust hat,
men,
mit
die
Sor
Bäu me
gen
schla gen
zu
aus,
haus;
D A D7
A E E7
A D A D7
2. Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht?
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert,
es gibt so manchen Wein, den ich nimmer noch probiert.
3. Frisch auf drum, frisch auf drum im hellen Sonnenstrahl
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal.
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all;
mein Herz ist wie ’ne Lerche und stimmet ein mit Schall.
4. Und abends im Städtlein, da kehr ich durstig ein:
»Herr Wirt, eine Kanne, eine Kanne blanken Wein!«
Ergreife die Fiedel, du lust’ger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel, das sing ich dazu.
5. Und find ich keine Herberg, so lieg ich zu Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
Im Winde die Linde, die rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Frühe das Morgenrot mich wach.
6. O Wandern, o Wandern, du freie Burschenlust!
Da weht Gottes Odem so frisch in die Brust,
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!
Melodie: Justus Wilhelm Lyra (1822–1882), 1843; Text: Emanuel Geibel (1815–1884), 1842
Von Julia Kleiter für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
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Der Winter ist ein rechter Mann
2. Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
hasst warmen Trank und warmen Klang
und alle warme Sachen.
3. Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich’ und Seen krachen;
das klingt ihm gut, das hasst er nicht,
dann will er sich totlachen.
116-1
Ei sen an; und scheut nicht süß noch sau er.
fest und auf die Dau er; sein Fleisch fühlt sich wie
116 Der Winter ist ein rechter Mann
1. Der Win ter ist ein rech ter Mann, kern
F Dm GmB
C FC F Dm7
Gm F
F
C F7
C 7
6
C Dm
Melodie: Johann Friedrich Reichardt (1752–1814), 1797
Text: Matthias Claudius (1740–1815), 1782
4. Sein Schloss von Eis liegt ganz hinaus
beim Nordpol an dem Strande;
doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.
5. Da ist er denn bald dort, bald hier,
gut Regiment zu führen.
und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren.
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Der Winter ist vergangen
2. Ich geh ein’ Mai zu hauen
hin durch das grüne Gras,
schenk meinem Buhln die Traue,
die mir die Liebste was,
und bitt, dass sie mag kommen
all an dem Fenster stahn,
empfangen den Mai mit Blumen,
er ist gar wohlgetan.
3. Er nahm sie sonder Trauern
in seine Arme blank.
Der Wächter auf der Mauern
hub an ein Lied und sang:
»Ist jemand noch darinnen,
der mag bald heimwärts gahn!
Ich seh den Tag her dringen
schon durch die Wolken klar.«
018-1
sein, da singt die Nach ti gal le und manch Wald vö ge lein.
So fern in je nem Ta le, da ist gar lus tig
18 Der Winter ist vergangen
1. Der
ich
Win
seh
ter
die
ist
Blüm
ver
lein pran
gan gen,
gen,
ich
des
seh
ist
des
mein
Mai
Herz
en
er
Schein,
freut.
G D G Em C D G6 7
Em Am D G C7 6
D G D G Em C D G6 7
Melodie: Erk/Böhme, »Deutscher Liederhort«, Leipzig 1893/94, nach einer Melodie aus dem
Lautenbuch von Adriaen Jorisz Smout (»Thysius luitboek«), um 1600
Text: deutsche Fassung von Franz Magnus Böhme, 1877, nach dem mittelniederländischen Lied
»Die winter is verganghen«, erstmals in einer Liederhandschrift aus dem Jahr 1537
Vom Jungen Vokalensemble Hannover für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
4. »Ach, Wächter auf der Mauren,
wie quälst du mich so hart!
Ich lieg in schweren Trauren,
mein Herze leidet Schmerz:
Das macht die Allerliebste,
von der ich scheiden muss;
das klag ich Gott dem Herren,
dass ich sie lassen muss.
5. Adieu, mein’ Allerliebste,
Adieu, schön Blümlein fein.
Adieu, schön Rosenblume!
Es muss geschieden sein.
Bis dass ich wiederkomme,
bleibst du die Liebe mein;
das Herz in meinem Leibe
gehört ja allzeit dein!«
1.
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Die Gedanken sind frei
2. Ich denke, was ich will
und was mich beglücket,
doch alles in der Still
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei!
3. Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
das alles sind rein
vergebliche Werke.
Denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei!
019-1
Jä ger er schie ßen, es blei bet da bei: Die Ge dan ken sind frei!
bei wie nächt li che Schat ten. Kein Mensch kann sie wis sen, kein
19 Die Gedanken sind frei
1. Die Ge dan ken sind frei! Wer kann sie er ra ten? Sie flie hen vor
C G C C7
G C E Am7 7
G C F C G7 7
G C
Melodie: Bern 1810–1820, obige Fassung nach Hoffmann/Richter, »Schlesische Volkslieder«, Leipzig 1842
Text: aus süddeutschen Flugblättern 1780–1800, 1820 erstmals mit der obigen Melodie gedruckt
Von Jonas Kaufmann für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
4. Drum will ich auf immer
den Sorgen entsagen
und will mich auch nimmer
mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
stets lachen und scherzen
und denken dabei:
Die Gedanken sind frei!
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Ein Jäger aus Kurpfalz
2. Auf, sattelt mir mein Pferd
und legt darauf den Mantelsack,
so reit ich hin und her
als Jäger aus Kurpfalz.
Juja, juja! Gar lustig ist die Jägerei
allhier auf grüner Heid,
allhier auf grüner Heid!
3. Jetzt reit ich nicht mehr heim,
bis dass der Kuckuck »Kuckuck« schreit;
er schreit die ganze Nacht
allhier auf grüner Heid.
Juja, juja! Gar lustig ist die Jägerei
allhier auf grüner Heid,
allhier auf grüner Heid!
023-1
lus tig ist die Jä ge rei all hier auf grü ner Heid, all hier auf grü ner Heid!
schießt das Wild da her, gleich wie es ihm ge fällt. Ju ja, ju ja! Gar
23 Ein Jäger aus Kurpfalz
1. Ein Jä ger aus Kur pfalz, der rei tet durch den grü nen Wald, er
F C B7
C F C F F B F C7 7
F G C F C F7 7
6
F
Melodie und Text: ab 1790 durch Liedflugschriften belegt
Von Dietrich Henschel für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
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Ein Jäger längs dem Weiher ging
2. Was raschelt in dem Grase dort?
Lauf, Jäger, lauf!
Was flüstert leise fort und fort?
Lauf, Jäger, lauf!
3. Was ist das für ein Untier doch!
Lauf, Jäger, lauf!
Hat Ohren wie ein Blocksberg hoch!
Lauf, Jäger, lauf!
4. Der Jäger furchtsam um sich schaut.
Lauf, Jäger, lauf!
Jetzt will ich’s wagen, o mir graut!
Lauf, Jäger, lauf!
lie ber Jä ger, lauf, mein lie ber Jä ger, lauf!
lauf, lauf, lauf, mein lie ber Jä ger, gu ter Jä ger, lauf, lauf, lauf, mein
Däm me rung den Wald um fing. Lauf, Jä ger, lauf, Jä ger,
Ein Jä ger längs dem Wei her ging. Lauf, Jä ger, lauf! Die
G G GC DEm
D D G CA7
G D A D
7
G G G GD C D7
Melodie: in Kretzschmer / Zuccalmaglio, »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen«, Berlin 1838–1840
Text: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1809–1869), 1835
Von Jutta Koch für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 3, Carus)
5. Der Jäger lief zum Wald hinaus.
Lauf, Jäger, lauf!
Verkroch sich flink im Jägerhaus.
Lauf, Jäger, lauf!
6. Das Häschen spielt im Mondenschein.
Lauf, Jäger, lauf!
Ihm leuchten froh die Äugelein.
Lauf, Jäger, lauf!
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2. |: Er, er, er und er,
Herr Meister, leb er wohl! :|
Ich sag’s ihm grad frei ins Gesicht,
seine Arbeit, die gefällt mir nicht.
Ich will mein Glück probieren,
marschieren.
Melodie: in einer etwas anderen Version erstmals belegt in Erk/Irmer, »Die deutschen Volkslieder mit ihren Singweisen«,
Berlin 1838. Obige Melodieversion nach dem »Zupfgeigenhansl«, Darmstadt 1909
Text: ab 1800 in Flugschriften belegt
Von Singer Pur für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
3. |: Sie, sie, sie und sie,
Frau Meist’rin, leb sie wohl! :|
Ich sag’s ihr grad frei ins Gesicht:
Ihr Speck und Kraut, das schmeckt mir nicht.
Ich will mein Glück probieren,
marschieren.
4. |: Ihr, ihr, ihr und ihr,
ihr Jungfern, lebet wohl! :|
Ich wünsche euch zu guter Letzt
ein’n andern, der meine Stell ersetzt.
Ich will mein Glück probieren,
marschieren.
5. |: Ihr, ihr, ihr und ihr,
ihr Brüder, lebet wohl! :|
Hab ich euch was zu Leid getan,
so bitt ich um Verzeihung an.
Ich will mein Glück probieren,
marschieren.
Es, es, es und es
034-1
weiß, wo hin. Ich will mein Glück pro bie ren, mar schie ren.
2.
muss. So schlag ich Frank furt aus dem Sinn und wen de mich, Gott
34 Es ist ein harter Schluss
1. Es,
weil,
es,
weil,
es
weil
und
und
es,
weil,
es
weil
ist
ich
ein
aus
har
Frank
ter
furt
1.
Schluss,
F C F B F F C F
7 7
F Gm C F Dm7 7
G C F C F Dm B C F7 7 76
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2. |: Ein Knabe hatte ein Mägdlein lieb, :|
sie flohen gar heimlich von Hause fort,
es wusst’s nicht Vater noch Mutter.
3. |: Sie sind gewandert hin und her, :|
sie haben gehabt weder Glück noch Stern,
sie sind verdorben, gestorben.
4. |: Auf ihrem Grab Blaublümlein blühn, :|
umschlingen sich zart wie sie im Grab,
der Reif sie nicht welket, nicht dorret.
Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht
Blaublümelein
025-1
blü me lein, sie sind ver wel ket, ver dor ret.
25 Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht
1. Es fiel ein Reif in der Früh lings nacht. Er fiel auf die zar ten Blau
Gm D Gm D Gm Gm D7
D
Gm D Gm D GmD
7
Melodie: nach dem elsässischen Volkslied »Es fuhr ein Fuhrknecht übern Rhein«, 1807
Text: nach »Des Knaben Wunderhorn«, 4. Band, 1854. Dort ohne die 4. Strophe.
Auch Zuccalmaglio (1803–1869) zugeschrieben, 1825
Von Christine Müller für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
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2. Sie hörte drunten die Glocken gehn
im tiefen, tiefen See,
wollt Vater und Mutter wiedersehn,
die schöne, junge Lilofee.
3. Und als sie vor dem Tore stand
auf der Burg wohl über dem See,
da neigt sich Laub und grünes Gras
vor der schönen, jungen Lilofee.
4. Und als sie aus der Kirche kam
von der Burg wohl über dem See,
da stand der wilde Wassermann
vor der schönen, jungen Lilofee.
5. »Sprich, willst du hinuntergehn mit mir
von der Burg wohl über dem See,
deine Kindlein unten weinen nach dir,
du schöne, junge Lilofee.«
6. »Und eh ich die Kindlein weinen lass
im tiefen, tiefen See,
scheid ich von Laub und grünem Gras,
ich arme, junge Lilofee.«
Es freit ein wilder Wassermann
026-1
Kö nigs Toch ter musst er han, die schö ne, jun ge Li lo fee.
26 Es freit ein wilder Wassermann
1. Es freit ein wil der Was ser mann in der Burg wohl ü ber dem See. Des
E A E A B E7
B E F B E7 7
6
7
Melodie: seit dem frühen 19. Jahrhundert aus Nordböhmen (St. Joachimsthal, heute: Jáchymov) überliefert
Text: in verschiedenen Fassungen seit dem frühen 19. Jahrhundert überliefert.
Hier nach Max Pohl (1869–1928), in Selle/Pohl, »Hundert deutsche Volkslieder aus älterer Zeit«, Hannover 1911
Von Margarete Joswig für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
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2. Und kommst du, liebe Sonn, nit bald,
so weset alls im grünen Wald,
und all die müden Blumen,
die haben müden Tod.
3. Es geht ein dunkle Wolk herein,
es soll und muss geschieden sein.
Ade, Feinslieb, dein Scheiden
macht mir das Herze schwer.
Melodie und Text: nach Pater Johann Werlins Liederhandschrift, Kloster Seeon am Chiemsee, 1646. Dort nur die erste Strophe.
Die 2. Strophe erschien erstmals im »Zupfgeigenhansl«, Darmstadt 1909. Die 3. Strophe entstammt – abgesehen von der geän-
derten Schlusszeile – einem Wanderlied des Kuhländchens (Ich waß wohl, wenns gut wandern ist), überliefert bei Kretzschmer/
Zuccalmaglio, »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen, Berlin 1838–1840
Von Monika Mauch für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
Es geht ein dunkle Wolk herein
090-1
Wol ken wohl in das grü ne Gras.
wird ein Re gen sein, ein Re gen aus den
90 Es geht ein dunkle Wolk herein
1. Es geht ein dunk le Wolk he rein, mich deucht, es
Em Am Em H Em6
H
7
Am Em H Em F Hm G6
H
7 7
D G Am H Em7
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Es klappert die Mühle
027-1
hat’s kei ne Not. Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!
mah let das Korn zu dem kräf ti gen Brot, und ha ben wir die ses, so
Tag und bei Nacht ist der Mül ler stets wach, klipp klapp! Er
27 Es klappert die Mühle
1. Es klap pert die Müh le am rau schen den Bach, klipp klapp! Bei
F C F
F FC
F Dm Gm C F B7 7 7
C F C F7
2. Flink laufen die Räder und drehen den Stein,
klipp klapp!
Und mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein,
klipp klapp!
Der Bäcker dann Zwieback und Kuchen draus bäckt,
der immer den Kindern besonders gut schmeckt.
Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!
3. Wenn reichliche Körner das Ackerfeld trägt,
klipp klapp!
Die Mühle dann flink ihre Räder bewegt,
klipp klapp!
Und schenkt uns der Himmel nur immerdar Brot,
so sind wir geborgen und leiden nicht Not.
Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!
Melodie: aus dem 16. Jahrhundert, um 1770 in Verbindung
mit dem Text »Es ritten drei Reiter zum Tor hinaus« bekannt geworden
Text: Ernst Anschütz (1780–1861)
Von Michael Nagy für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
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Es war ein König in Thule
2. Es ging ihm nichts darüber,
er leert’ ihn jeden Schmaus;
die Augen gingen ihm über,
so oft er trank daraus.
3. Und als er kam zu sterben,
zählt’ er seine Städt’ im Reich,
gönnt’ alles seinen Erben,
den Becher nicht zugleich.
4. Er saß beim Königsmahle,
die Ritter um ihn her,
auf hohem Vätersaale,
dort auf dem Schloss am Meer.
031-1
ster bend sei ne Buh le ei nen gold nen Be cher gab.
31 Es war ein König in Thule
1. Es war ein Kö nig in Thu le gar treu bis an das Grab, dem
Dm Am B F Gm B A
Dm C F Gm Dm Gm A Dm7 6
Thule: eine mystische Insel im Norden Europas
Buhle: Geliebte
Melodie: Carl Friedrich Zelter (1758–1832), 1812
Text: Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), 1774
Von Cornelia Kallisch für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
5. Dort stand der alte Zecher,
trank letzte Lebensglut
und warf den heil’gen Becher
hinunter in die Flut.
6. Er sah ihn stürzen, trinken,
und sinken tief ins Meer;
die Augen täten ihm sinken;
trank nie einen Tropfen mehr.
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Es waren zwei Königskinder
032-1
Was ser war viel zu tief, das Was ser war viel zu tief.
lieb, sie konn ten bei sam men nicht kom men, das
32 Es waren zwei Königskinder
1. Es wa ren zwei Kö nigs kin der, die hat ten ei nan der so
F C F C F
C F C Dm B7 6
F C F C F B C F7 76
C
7 7
6. Sie fasst ihn in ihre Arme
und küsst seinen toten Mund:
»Ach Mündelein, könntest du sprechen,
|: so wär mein jung Herze gesund!« :|
7. Sie schwang sich um ihren Mantel
und sprang wohl in die See:
»Gut Nacht, mein Vater und Mutter,
|: ihr seht mich nimmermeh.« :|
8. Da hört man Glocken läuten,
da hört man Jammer und Not:
Hier liegen zwei Königskinder,
|: die sind alle beide tot. :|
2. »Ach Schätzchen, könntest du schwimmen,
so schwimm doch herüber zu mir!
Drei Kerzchen will ich anzünden,
|: und die solln leuchten zu dir.« :|
3. Das hört’ ein falsches Nönnchen,
die tat, als wenn sie schlief;
sie tät die Kerzlein auslöschen,
|: der Jüngling ertrank so tief. :|
4. »Ach Fischer, lieber Fischer,
willst dir verdienen groß Lohn,
so senk deine Netze ins Wasser,
|: fisch mir den Königssohn!« :|
5. Er warf das Netz ins Wasser,
es ging bis auf den Grund.
Der erste Fisch, den er fischet,
|: das war sich des Königs Sohn. :|
Melodie und Text: in verschiedenen Varianten überliefert mit Wurzeln im 15. Jahrhundert.
Text hier nach »Des Knaben Wunderhorn«, 4. Band, 1854, gekürzt; Melodie nach Heinrich Bothe, 1804
Von Juliane Banse für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
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Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart
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2. »Wie sollte ich denn nicht barfuß gehn,
hab keine Schuhe ja anzuziehn?
La la la la, la la la la,
hab keine Schuhe ja anzuziehn.«
3. »Feinsliebchen, willst du mein eigen sein,
so kaufe ich dir ein Paar Schühlein fein!
La la la la, la la la la,
so kaufe ich dir ein Paar Schühlein fein!«
4. »Wie könnte ich euer eigen sein,
ich bin ein arm Dienstmägdelein.
La la la la, la la la la,
ich bin ein arm Dienstmägdelein.«
5. »Und bist du arm, so nehm ich dich doch,
du hast ja Ehr und Treue noch.
La la la la, la la la la,
du hast ja Ehr und Treue noch.«
Melodie und Text: ursprünglich kuhländisches Lied (Mähren), 1814 veröffentlicht. Von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio
(1803–1869) ins Hochdeutsche übertragen und mit der Melodie der westfälischen Ballade »Winterrosen« verbunden.
Fassung nach Johannes Brahms (1833–1897), WoO 33 Nr. 12, 1894
Von Juliane Banse und Olaf Bär für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
6. »Die Ehr und Treu mir keiner nahm,
ich bin wie ich von der Mutter kam.
La la la la, la la la la,
ich bin wie ich von der Mutter kam.«
7. »Und Ehr und Treu ist besser wie Geld,
ich nehm mir ein Weib, das mir gefällt.
La la la la, la la la la,
ich nehm mir ein Weib, das mir gefällt.«
8. Was zog er aus seiner Tasche fein?
Mein Herz, von Gold ein Ringelein.
La la la la, la la la la,
mein Herz, von Gold ein Ringelein.
Feinsliebchen, du sollst mir nicht barfuß gehn
035-1
la, du zer trittst dir die zar ten Füß lein schön.
zar ten Füß lein schön. La la la la, la la la
35 Feinsliebchen, du sollst mir nicht barfuß gehn
1. Feins lieb chen, du sollst mir nicht bar fuß gehn, du zer trittst dir die
Hm G D A Hm
G D A D D A G7
A
D Hm Em Hm F Hm6
F
7
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Gaudeamus igitur
2. Ubi sunt, qui ante nos
in mundo fuere?
Vadite ad superos,
transite ad inferos,
ubi iam fuere.
3. Vita nostra brevis est,
brevi finietur,
venit mors velociter,
rapit nos atrociter,
nemini parcetur.
Deutscher Text
1. Brüder lasst uns lustig sein,
weil der Frühling währet
und der Jugend Sonnenschein
unser Laub verkläret;
Grab und Bahre warten nicht,
wer die Rosen jetzo bricht,
dem ist der Kranz bescheret.
2. Unsres Lebens schnelle Flucht
leidet keinen Zügel,
und des Schicksals Eifersucht
macht ihr stetig Flügel;
Zeit und Jahre fliehn davon,
und vielleicht schnitzt man schon
an unsres Grabes Riegel.
nos ha be bit hu mus, nos ha be bit hu mus.
post iu cun dam iu ven tu tem, post mo les tam se nec tu tem
Gaudeamus igitur
Gau de a mus i gi tur, iu ve nes dum su mus,
A D E A
E E E(A) (A)
A D E
F
D E
Am
Melodie: Studentenlied, ursprünglich mittelalterliches Bußlied, 1788
Text: erste Textspuren im Mittelalter, heutige Fassung von Christian Wilhelm
Kindleben (1748–1786), Halle 1781
Von den Männerstimmen des SWR Vokalensembles Stuttgart
für das Liederprojekt gesungen.
Deutscher Text nach Johann Christian
Günther (1695–1723), 1717
4. Vivant omnes virgines
faciles, formosae,
vivant et mulieres,
tenerae amabiles,
bonae laboriosae!
3. Wo sind diese, sagt es mir,
die vor wenig Jahren
eben also, gleich wie wir,
jung und fröhlich waren?
Ihre Leiber deckt der Sand,
sie sind in ein ander Land
aus dieser Welt gefahren.
4. Wer nach unsern Vätern forscht
mag den Kirchhof fragen:
ihr Gebein, so längst vermorscht,
wird ihm Antwort sagen;
kann uns doch der Himmel bald,
eh‘ die Morgenglocke schallt,
in unsre Gräber tragen!
5. Unterdessen seid vergnügt,
lasst den Himmel walten,
trinkt, bis euch das Bier besiegt
nach Manier der Alten!
Fort, mir wässert schon das Maul,
und, ihr andern, seid nicht faul,
die Mode zu erhalten!
5. Pereat tristitia,
pereant osores,
pereat diabolus,
quivis antiburschius,
atque irrisores!
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Geh aus, mein Herz, und suche Freud
038-1
mir und dir sich aus ge schmü cket ha ben, sich aus ge schmü cket ha ben.
dei nes Got tes Ga ben; schau an der schö nen Gär ten Zier und sie he, wie sie
38 Geh aus, mein Herz, und suche Freud
1. Geh aus, mein Herz, und su che Freud in die ser lie ben Som mer zeit an
D A D Hm F A D7
m 7
A E A Em A D Em AE
7 7 7
D A D A D G Em A D7 7 76
Melodie: Augustin Harder (1775–1813), bearbeitet von Friedrich Heinrich Eickhoff (1807–1880)
Text: Paul Gerhardt (1607–1676), 1653
Von Christiane Oelze für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
2. Die Bäume stehen voller Laub,
das Erdreich decket seinen Staub
mit einem grünen Kleide;
Narzissen und die Tulipan,
die ziehen sich viel schöner an
|: als Salomonis Seide. :|
3. Die Lerche schwingt sich in die Luft,
das Täublein fliegt aus seiner Kluft
und macht sich in die Wälder;
die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall
|: Berg, Hügel, Tal und Felder. :|
4. Die Glucke führt ihr Völklein aus,
der Storch baut und bewohnt sein Haus,
das Schwälblein speist die Jungen,
der schnelle Hirsch, das leichte Reh
ist froh und kommt aus seiner Höh
|: ins tiefe Gras gesprungen. :|
5. Ich selber kann und mag nicht ruhn,
des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;
ich singe mit, wenn alles singt,
und lasse, was dem Höchsten klingt,
|: aus meinem Herzen rinnen. :|
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Grüß Gott, du schöner Maien
2. Die kalten Wind verstummen,
der Himmel ist gar blau;
die lieben Bienlein summen
daher auf grüner Au.
O holde Lust im Maien
da alles neu erblüht,
du kannst mir sehr erfreuen
mein Herz und mein Gemüt.
039-1
Nach ti gall mit Schal le hat die für nehms te Stell.
Die lie ben Vög lein al le, sie sin gen all so hell. Frau
39 Grüß Gott, du schöner Maien
1.
tust
Grüß Gott,
Jung
du
und Alt
schö ner
er
Mai
freu en
en, da
mit
bist
dei
du
ner
wie
Blu men
drum
zier.
hier,
F Dm C F Am C F7 7
F B Gm C F G C C7 7
F Dm C F Am C F7 7
Melodie: niederländisch, 1540
Text: aus Franken, 16. Jahrhundert. Nach Franz Wilhelm Ditfurth,
»50 ungedruckte Balladen und Liebeslieder des 16. Jahrhunderts«, Heilbronn 1877
Von Lydia Teuscher für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
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Hab mein Wage vollgelade
2. Hab mein Wage voll gelade,
voll mit Männern, alten.
Als wir in die Stadt ’neinkamen,
murrten sie und schalten.
Drum lad ich all mein Lebetage
nie alte Männer auf mein Wage.
Hü, Schimmel, hüa hü, hü, Schimmel, hü!
Melodie und Text: aus dem Flämischen »Ik heb een wagen vol geladen«, Gent 1843, Melodie mit deutschem Text von Christiane
Rassow zuerst bei Coenraad V. Bos, »30 niederländische Volkslieder«, Berlin 1898, danach umgesungen. Heute verbreitete Fassung
nach dem »Zupfgeigenhansl«, Darmstadt 1909.
3. Hab mein Wage voll gelade,
voll mit jungen Mädchen.
Als wir zu dem Tor ’neinkamen,
sangen sie durchs Städtchen.
Drum lad ich all mein Lebetage
nur junge Mädchen auf mein Wage.
Hü, Schimmel, hüa hü, hü, Schimmel, hü!
040-1
Wa ge. Hü, Schim mel, hü a hü, hü, Schim mel, hü!
Drum lad ich all mein Le be ta ge nie al te Weib sen auf mein
40 Hab mein Wage vollgelade
1. Hab
Als wir
mein Wa
in
ge
die Stadt
voll ge
’nein
la
ka
de,
men,
voll
hub’n
mit
sie
al
an
ten
zu
Weib
kei
sen.
fen.
G D D G7 7
Hm Am
G C D G7
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Hab oft im Kreise der Lieben · Frisch gesungen!
2. Hab einsam auch mich gehärmet
in bangem, düsterem Mut
|: und habe wieder gesungen,
und alles war wieder gut. :|
3. Und manches, was ich erfahren,
verkocht ich in stiller Wut,
|: und kam ich wieder zu singen,
war alles auch wieder gut. :|
4. Sollst uns nicht lange klagen,
was alles dir wehe tut,
|: nur frisch, nur frisch gesungen,
und alles wird wieder gut. :|
041-1
gut, und al les, al les, und al les war hübsch und gut.
gut, und mir ein Lied lein ge sun gen, und al les war hübsch und
ruht und mir ein Lied lein ge sun gen, und al les war hübsch und
41 Hab oft im Kreise der Lieben
1. Hab oft im Krei se der Lie ben im duf ti gen Gra se ge
G D Em A7 7
D Am E Am C G D7 6
D
G Em Am D E Am A7 7
D D G A D G C G D G7 7 6 7
D
7
7
Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860), Nr. 1 aus op. 34 für Männerchor, 1839
Text: Adalbert von Chamisso (1781–1838), 1829
Von Cornelius Hauptmann für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
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Hejo! Spann den Wagen an
(Kanon zu 3 oder 6 Stimmen)
042-1
3.
Hol die gold nen Gar ben, hol die gold nen Gar ben!
42 Hejo! Spannt den Wagen an
1.
He jo! Spann den Wa
(Kanon)
gen an,
2.
denn der Wind treibt Re gen ü bers Land!
Gm Dm Gm D7
Gm GmDm D7
Gm Dm Gm D
4. 5.
6.
7
Melodie: nach dem englischen Rundgesang »Heigh-ho! Anybody home?
Food and drink and money have I none. Still I will be merry, still I will be merry.«
Text: Anonymus
Von »Wir Kinder vom Kleistpark« für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
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Horch, was kommt von draußen rein?
2. Leute haben’s oft gesagt, hollahi, hollaho,
was ich für’n Feinsliebchen hab. Hollahiaho!
Lass sie reden, schweig fein still, hollahi, hollaho,
kann ja lieben, wen ich will. Hollahiaho!
3. Wenn mein Liebchen Hochzeit hat, hollahi, hollaho,
ist für mich ein Trauertag. Hollahiaho!
Geh ich in mein Kämmerlein, hollahi, hollaho,
trage meinen Schmerz allein. Hollahiaho!
4. Wenn ich dann gestorben bin, hollahi, hollaho,
trägt man mich zum Grabe hin. Hollahiaho!
Setzt mir keinen Leichenstein, hollahi, hollaho,
pflanzt mir drauf Vergissnichtmein. Hollahiaho!
044-1
wirds wohl nicht ge we sen sein. Hol la hi a ho!
bei und schaut nicht rein, hol la hi, hol la ho,
Wird wohl mein Feins lieb chen sein. Hol la hi a ho! Geht vor
44 Horch, was kommt von draußen rein?
1. Horch, was kommt von drau ßen rein? Hol la hi, hol la ho!
D A D7
D A D G7
H Em A D D
G
7 7 7
D H Em A D
D
7 7
Melodie und Text: unbekannter Herkunft, um 1870 entstanden, in vielen Textvarianten überliefert
Von Dorothee Mields für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
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2. Das sag ich ihr und niemand mehr:
Mein’m Herzen g’schah noch nie so weh.
Sie liebet mich je länger je mehr;
durch Meiden muss ich leiden Pein.
Ich fahr dahin, ich fahr dahin!
3. Ich bitt dich, liebste Fraue mein,
wann ich dich mein und anders kein,
wann ich dir gib mein Lieb allein,
gedenk, dass ich dein Eigen bin.
Ich fahr dahin, ich fahr dahin!
4. Halt du dein Treu so stet als ich!
So wie du willt, so findst du mich.
Halt dich in Hut, das bitt ich dich!
Gesegn dich Gott! Ich fahr dahin!
Ich fahr dahin, ich fahr dahin!
Melodie und Text: Lochamer Liederbuch, 1452–1460, in der Fassung von Johannes Brahms, WoO 32 Nr. 17, um 1858
Von Ruth Sandhoff für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
Ich fahr dahin
045-1
soll es sein. Ich fahr da hin, ich fahr da hin!
Liebs ten mein, zu letzt lass ich ihr ’s Her ze mein, die weil ich leb, so
45 Ich fahr dahin
1. Ich fahr da hin, wann es muss sein, ich scheid mich von der
G C G D G Hm F G6
D
7
m
D A D G Em C D G Hm EmA
7 6
G A
D
G D G C D G D G6 7 7 7 7
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Ich ging durch einen grasgrünen Wald
2. Stimm an, stimm an, Frau Nachtigall,
sing mir von meinem Feinsliebchen!
Sing mir es so hübsch, sing mir es so fein:
Heut Abend, da will ich bei ihr sein,
sie halten in meinen Armen.
3. Der Tag verging, die Nacht brach an,
der Knabe kam gegangen,
er klopfte so leise mit seinem Ring:
»Mach auf, mach auf, herzliebstes Kind!
Ich habe schon lange gestanden.«
4. »So lang gestanden, das hast du nicht,
ich habe ja noch nicht geschlafen;
hab immer gedacht in meinem Sinn:
wo ist mein allerliebst Schätzchen hin?
wo bist du so lange geblieben?«
5. »Wo ich so lange geblieben bin,
das kann ich dir, Schätzchen, wohl sagen:
wohl bei dem Bier, wohl bei dem Wein,
allwo die schönen Mädchen sein;
da bin ich auch jederzeit gerne.«
046-1
klei nen Vö ge lein in dem Wald, die hört ich so ger ne wohl sin gen.
sin gen; sie san gen so jung, sie san gen so alt, die
46 Ich ging durch einen grasgrünen Wald
1. Ich ging durch ei nen gras grü nen Wald, da hört ich die Vö ge lein
F C F Dm7
C F Gm C F
C Gm Dm C F C F7
7 7
Am
Am
Am
Melodie und Text: aus Hessen-Darmstadt, nach Ludwig Erk, »Neue Sammlung deutscher Volkslieder« II, Berlin 1841 (1. Fassung).
Alternative Fassung mit zwei neugedichteten Strophen von Hermann Kletke (1813–1886), 1841
Von den Männerstimmen des Dresdner Kammerchors für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
6. Ihr Jungfern nehmt euch wohl in Acht
und traut keinem Junggesellen!
Sie versprechen euch viel und haltens nicht,
sie führen euch alle nur hinter das Licht
und tun sich nur immer verstellen.
Alternative Fassung:
1. Ich geh durch einen grasgrünen Wald
und höre die Vögelein singen;
sie singen so jung, sie singen so alt,
die kleinen Vögelein in dem Wald,
die hör ich so gerne wohl singen.
2. O sing nur, singe, Frau Nachtigall,
wer möchte dich, Sängerin, stören?
Wie wonniglich klingt’s im Widerhall,
es lauschen die Blumen, die Vögel all
und wollen die Nachtigall hören
3. Nun muss ich wandern bergauf, bergab,
die Nachtigall singt in der Ferne.
Es wird mir so wohl, so leicht am Stab,
und wie ich schreite hinauf, hinab,
die Nachtigall singt in der Ferne.
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Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2
Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart
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Ich hab die Nacht geträumet
2. Ein Kirchhof war der Garten,
das Blumenbeet ein Grab,
und von dem grünen Baume
fiel Kron und Blüten ab.
3. Die Blüten tät ich sammeln
in einem großen Krug,
der fiel mir aus den Händen,
dass er in Stücke schlug.
4. Draus sah ich Perlen rinnen
und Tröpflein rosenrot.
Was mag der Traum bedeuten?
Herzliebster, bist du tot?
047-1
wuchs in mei nem Gar ten ein Ros ma ri en baum.
47 Ich hab die Nacht geträumet
1. Ich hab die Nacht ge träu met wohl ei nen schwe ren Traum; es
Fm C Fm D C7
Fm B
Fm
C Fm7Cm
Melodie: vor 1775 bekannt, erstmals gedruckt bei Christoph Friedrich Nicolai, 1777
Text: erstmals bei August Zarnack (1777–1827), 1820
Von Britta Schwarz für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
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Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2
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Ich hatt einen Kameraden
2. Eine Kugel kam geflogen,
gilt sie mir oder gilt sie dir?
Ihn hat es weggerissen,
er liegt vor meinen Füßen,
|: als wär’s ein Stück von mir. :|
3. Will mir die Hand noch reichen,
derweil ich eben lad.
Kann dir die Hand nicht geben,
bleib du im ew’gen Leben
|: mein guter Kamerad! :|
glei chen Schritt und Tritt, im glei chen Schritt und Tritt.
Trom mel schlug zum Strei te, er ging an mei ner Sei te im
Ich hatt ei nen Ka me ra den, ei nen bes sern findst du nit. Die
03
1.
Ich hatt einen Kameraden
G GD GD
D D A DG
G D DEm D GG
7
7
7 7
Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860)
Text: Ludwig Uhland (1787–1862)
Von Philip Niederberger und Johannes Kaleschke für das Liederprojekt gesungen.
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Ich weiß nicht, was soll es bedeuten · Loreley
2. Die schönste Jungfrau sitzet
dort oben wunderbar,
ihr goldnes Geschmeide blitzet,
sie kämmt ihr goldenes Haar.
Sie kämmt es mit goldenem Kamme
und singt ein Lied dabei;
das hat eine wundersame,
gewaltige Melodei.
048-1
Gip
C
fel des Ber
F
ges fun
C
kelt
F6
im
C
A
G
bend son
G
nen schein.
C
Luft
G
ist kühl und es dun
G C
kelt
6
und
G
ru
D
hig
D
fließt
7
der
G
Rhein;
G7
der
Mär
C
chen aus al
F
ten Zei
C
ten,
F6
das
C
kommt
G
mir
G
nicht
7
aus dem Sinn.
C
Die
48 Ich weiß nicht, was soll es bedeuten
1. Ich
C
weiß nicht,was
F
soll es be
C
deu ten,
F6
dass
C
ich
G
so trau
G7
rig
C
bin? Ein
7
Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860), 1837
Text: Heinrich Heine (1797–1856), 1824
3. Den Schiffer im kleinen Schiffe,
ergreift es mit wildem Weh;
er schaut nicht die Felsenriffe,
er schaut nur hinauf in die Höh.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
am Ende Schiffer und Kahn;
und das hat mit ihrem Singen
die Loreley getan.
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Im Märzen der Bauer
2. Die Bäurin, die Mägde, sie dürfen nicht ruhn,
sie haben im Haus und im Garten zu tun;
sie graben und rechen und singen ein Lied
und freun sich, wenn alles schön grünet und blüht.
3. So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei,
dann erntet der Bauer das duftende Heu;
er mäht das Getreide, dann drischt er es aus:
im Winter, da gibt es manch fröhlichen Schmaus.
050-1
eg get und sät und rührt sei ne Hän de früh mor gens und spät.
Fel der und Wie sen in Stand. Er pflü get den Bo den, er
50 Im Märzen der Bauer
1. Im Mär zen der Bau er die Röss lein ein spannt. Er setzt sei ne
F B C F F76
B C F C F6 7
C F Dm B C F7 76
Melodie und Text: Volkslied aus Mähren, seit 1884 nachgewiesen
Von Johannes Grimm für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
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Im schönsten Wiesengrunde
051-1
tau send mal! Da zog ich man che Stun de ins Tal hi naus.
zog ich man che Stun de ins Tal hi naus. Dich, mein stil les Tal, grüß ich
51 Im schönsten Wiesengrunde
1. Im schöns ten Wie sen grun de ist mei ner Hei mat Haus; da
D G D A D G Em A6
A
D D G G D A D A7 6
A
D D D G G D A D7 6
A
7
2. Müsst aus dem Tal ich scheiden, wo alles Lust und Klang;
das wär mein herbstes Leiden, mein letzter Gang.
Dich, mein stilles Tal, grüß ich tausendmal!
Das wär mein herbstes Leiden, mein letzter Gang.
3. Sterb ich – in Tales Grunde will ich begraben sein;
singt mir zur letzten Stunde beim Abendschein:
Dir, o stilles Tal, Gruß zum letzten Mal!
Singt mir zur letzten Stunde beim Abendschein.
Melodie: nach dem Volkslied »Drei Lilien, drei Lilien«, 1830
Text: Wilhelm Ganzhorn (1818–1880), (»Das stille Tal«), 1852, im Original 13 Strophen
Von Peter Schreier für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
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In einem kühlen Grunde
Das zerbrochene Ringlein
2. Sie hat mir Treu versprochen,
gab mir ein’ Ring dabei,
|: sie hat die Treu gebrochen,
das Ringlein sprang entzwei. :|
3. Ich möcht als Spielmann reisen
weit in die Welt hinaus
|: und singen meine Weisen
und gehn von Haus zu Haus. :|
052-1
Liebs te ist ver schwun den, die dort ge woh net hat.
Liebs te ist ver schwun den, die dort ge woh net hat; mein
52. In einem kühlen Grunde
1. In ei nem küh len Grun de, da geht ein Müh len rad; mein
F C Dm C F7
C C Am B F C F7
C
7
C C F B F C F7
C
7
Melodie: nach Johann Friedrich Glück (1793–1840), 1814. Fassung nach Ludwig Erk, »Deutscher Liederschatz«, Leipzig 1859–1872.
Die Originalfassung von Glück ist in kleinen Noten wiedergegeben. Der Volkslieder-Klavierband enthält Sätze zu beiden Fassungen.
Text: Joseph von Eichendorff (1788–1857), 1810
Von Marcus Ullmann für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
4. Ich möcht als Reiter fliegen
wohl in die blut’ge Schlacht,
|: um stille Feuer liegen
im Feld bei dunkler Nacht. :|
5. Hör ich das Mühlrad gehen,
ich weiß nicht, was ich will;
|: ich möcht am liebsten sterben,
da wär’s auf einmal still. :|
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2. Der Harung sprach: »Du bist verrückt«,
zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la,
»du bist mir viel zu plattgedrückt«,
zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la,
»rutsch mir den Buckel runter,
du olle Flunder, du olle Flunder,
rutsch mir den Buckel runter,
du olle Flunder.«
3. Da stieß die Flunder auf den Grund,
zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la,
wo sie ’nen goldnen Rubel fund,
zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la,
ein Goldstück von zehn Rubel,
o welch ein Jubel, o welch ein Jubel,
ein Goldstück von zehn Rubel,
o welch ein Jubel!
Harung = Hering
Melodie und Text: volkstümlich
4. Da war die olle Schrulle reich,
zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la,
da nahm der Harung sie sogleich,
zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la,
denn so ein alter Harung,
der hat Erfahrung, der hat Erfahrung,
denn so ein alter Harung,
der hat Erfahrung.
5. Und die Moral von der Geschicht?
zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la,
verlieb dich in ’nen Harung nicht,
zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la,
denn so ein alter Harung,
der hat Erfahrung, der hat Erfahrung,
denn so ein alter Harung,
der hat Erfahrung.
In einen Harung
053-1
1.
Flun der, ’ne ol le Flun der, ver
2.
Flun der.
ss ta ta, ti ra la la, ver lieb te sich, o Wun der, ’ne ol le
ra la la, der auf dem Mee res grun de schwamm, zwo, drei, vier,
53 In einen Harung
1. In ei nen Ha rung, jung und schlank, zwo, drei, vier, ss ta ta, ti
G D D7 7
G G D7
D G C G7
D G D G7 7
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Innsbruck, ich muss dich lassen
2. Groß Leid muss ich jetzt tragen,
dass ich allein tu klagen
dem liebsten Buhlen mein.
Ach Lieb, nun lass mich Armen
im Herzen dein erbarmen,
|: dass ich muss dannen sein. :|
3. Mein Trost ob allen Weiben,
dein tu ich ewig bleiben,
stet, treu, der Ehren fromm.
Nun muss dich Gott bewahren,
in aller Tugend sparen,
|: bis dass ich wiederkomm. :|
054-1
ich nit weiß be kom men, wo ich im E lend bin.
frem de Land da hin. Mein Freud ist mir ge nom men, die
54 Innsbruck, ich muss dich lassen
1. Inns bruck, ich muss dich las sen, ich fahr da hin mein Stra ßen in
F B FAm Gm Dm C Gm Dm G C Dm7
Gm Dm C Dm Am F Gm Dm
C Gm Dm G C Dm C F
B Gm
C F7
7
C
Buhle: Geliebter
Elend: altdeutsch für »Ausland«
Melodie: Heinrich Isaac (1450–1517)
Text: Kaiser Maximilian I. zugeschrieben, gedruckt bei Georg Forster, »Frische Teutsche Liedlein« I, Nürnberg 1539
Von Franz Vitzthum für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
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Jetzt fängt das schöne Frühjahr an
2. Es blühen Blümlein auf dem Feld
sie blühen weiß, blau, rot und gelb,
es gibt nichts Schöneres auf der Welt.
3. Jetzt leg ich mich in’n grünen Klee,
da singt das Vöglein in der Höh,
weil ich zu mei’m Feinsliebchen geh.
4. Jetzt geht er über Berg und Tal,
da singt so schön die Nachtigall
auf grüner Heid und überall.
055-1
blü hen an auf grü ner Heid und ü ber all.
55 Jetzt fängt das schöne Frühjahr
1. Jetzt fängt das schö ne Früh jahr an, und al les fängt zu
G D G G7
Hm Em C Am D G7
Melodie und Text: vom Niederrhein, Mitte 19. Jahrhundert. Fassung nach Erk/Böhme, »Deutscher Liederhort«, Leipzig 1893/94
5. Und als ich vor ihr Fenster ging,
da klopft ich an mit meinem Ring,
und da war schon ein andrer drin.
6. »Hab ich dich nicht recht treu geliebt
und dir dein Herz niemals betrübt,
doch seh ich wohl, du führst ein falsche Lieb.«
7. Jetzt geh ich in den grünen Wald,
da such ich mir mein Aufenthalt,
weil mir mein Schätzle nimmer g’fallt.
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Jetzt gang i ans Brünnele
2. Do lass i meine Äugele um und um gehn.
Do sieh i mein herztausige Schatz bei ’nem Andre stehn.
3. Und bei ’nem Andre stehe seh, ach, des tut weh!
Jetzt b’hüt di Gott, herztausiger Schatz, di b’sieh i nimmemeh!
4. Jetzt kauf i mir Tinte und Fed’r und Papier
und schreib meim herztausige Schatz einen Abschiedsbrief.
5. Jetzt leg i mi nieder aufs Heu und aufs Moos,
do fallet mir drei Röselein nieder in mein Schoß.
6. Und diese drei Röselein sind blutigrot.
Jetzt weiß i net, lebt mein Schatz, oder ist er tot?
056
such i mein herz tau si ge Schatz, find’n a ber net.
gang i ans Brün ne le, trink a ber net, do
56 Jetzt gang i ans Brünnele
1. Jetzt gang i ans Brün ne le, trink a ber net, jetzt
1. 2.
net,
F C F7
F C F F7
C F B F F
7 6
C7
herztausig: schwäbisch »herzlieb«
Melodie und Text: nach einem Volkslied aus dem Remstal; zuerst bei Friedrich Silcher, 1826
Von Andreas Weller für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
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Kein schöner Land
057-1
zeit,
F
wo wir uns fin
F
den wohl un tern Lin
C7
den zur
F
A bend
C7
zeit.
F
breit,
C
wo wir uns fin
F
den wohl un tern Lin
C7
den zur
Dm
A bend
C7
57 Kein schöner Land
1. Kein schö ner Land
F
in die ser
C
Zeit als hier das
F
uns re weit
G7
und
2. Da haben wir so manche Stund
gesessen da in froher Rund
|: und taten singen, die Lieder klingen
im Eichengrund. :|
Melodie und Text: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803–1869), nach einer älteren Melodie, in: Kretzschmer/Zuccalmaglio,
»Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen«, Berlin 1838–1840
Von Christian Elsner und Tochter Paulina für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
3. Dass wir uns hier in diesem Tal
noch treffen so viel hundertmal,
|: Gott mag es schenken, Gott mag es lenken,
er hat die Gnad. :|
4. Jetzt, Brüder, eine gute Nacht,
der Herr im hohen Himmel wacht;
|: in seiner Güten uns zu behüten,
ist er bedacht! :|
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Komm, lieber Mai · Sehnsucht nach dem Frühling
2. Zwar Wintertage haben
wohl auch der Freuden viel;
man kann im Schnee eins traben,
und treibt manch Abendspiel;
baut Häuserchen von Karten,
spielt Blindekuh und Pfand;
auch gibt’s wohl Schlittenfahrten
aufs liebe freie Land.
3. Doch wenn die Vöglein singen,
und wir dann froh und flink
auf grünen Rasen springen,
das ist ein ander Ding!
Jetzt muss mein Steckenpferdchen
dort in dem Winkel stehn,
denn draußen in dem Gärtchen
kann man vor Kot nicht gehn.
058-1
lie ber Mai, wie ger ne ein mal spa zie ren gehn!
möcht ich doch so ger ne ein Veil chen wie der sehn! Ach,
lass mir an dem Ba che die klei nen Veil chen blühn! Wie
58 Komm, lieber Mai Sehnsucht nach dem Frühling
1. Komm, lie ber Mai, und ma che die Bäu me wie der grün, und
D A D7
D A D7
A D AE7 77
D G
D
A D6 A 7
Melodie: Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791), KV 596, 1791
Text: Christian Adolf Overbeck (1755–1821), 1776
Von Sibylla Rubens für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
4. Am meisten aber dauert
mich Fiekchens Herzeleid.
Das arme Mädchen lauert
recht auf die Blumenzeit!
Umsonst hol ich ihr Spielchen
zum Zeitvertreib herbei:
Sie sitzt in ihrem Stühlchen
wie’s Hühnchen auf dem Ei.
5. Ach, wenn’s doch erst gelinder
und grüner draußen wär!
Komm, lieber Mai, wir Kinder,
wir bitten gar zu sehr!
O komm und bring vor allen
uns viele Veilchen mit!
Bring auch viel Nachtigallen
und schöne Kuckucks mit!
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Leise zieht durch mein Gemüt
059-1
klin ge, klei nes Früh lings lied, kling hi naus ins Wei te.
59 Leise zieht durch mein Gemüt
1. Lei se zieht durch mein Ge müt lieb li ches Ge läu te;
C C F F C7
A A Dm C
C
G C7 7G
Melodie: Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), op. 19 Nr. 5, 1834 (»Frühlingsgruß«); Text: Heinrich Heine (1797–1856)
Von Stella Doufexis für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
2. Kling hinaus bis an das Haus, wo die Veilchen sprießen!
Wenn du eine Rose schaust, sag, ich lass sie grüßen.
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Morgen muss ich weg von hier
2. Wenn zwei gute Freunde sind,
die einander kennen,
Sonn und Mond bewegen sich,
ehe sie sich trennen.
Noch viel größer ist der Schmerz,
wenn ein treu verliebtes Herz
|: in die Fremde ziehet. :|
3. Dort auf jener grünen Au
steht mein jung frisch Leben,
soll ich denn mein Leben lang
in der Fremde schweben?
Hab ich dir was Leids getan,
bitt dich, woll’s vergessen,
|: denn es geht zu Ende. :|
061-1
soll ich dich ver las sen, soll ich dich ver las sen!
Da ich dich so treu ge liebt ü ber al le Ma ßen,
o du al ler höch ste Zier, Schei den das bringt Grä men.
61 Morgen muss ich weg von hier
1. Mor gen muss ich weg von hier und muss Ab schied neh men;
E B E B E7 7
E B E B F B7
F
B B B E B7 7
E A E B EB
7
7
Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860), 1827
Text: aus »Des Knaben Wunderhorn«, 1808
4. Küsset dir ein Lüftelein
Wangen oder Hände,
denke, dass es Seufzer sein,
die ich zu dir sende;
tausend schick ich täglich aus,
die da wehen um dein Haus,
|: weil ich dein gedenke. :|
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Muss i denn, muss i denn zum Städtele ’naus
2. Wie du weinst, wie du weinst,
dass i wandere muss, wandere muss,
wie wenn d’Lieb jetzt wär vorbei;
sind au drauß, sind au drauß der Mädele viel,
Mädele viel, lieber Schatz, i bleib dir treu.
Denk du net, wenn i en andre seh,
so sei mein Lieb vorbei,
sind au drauß, sind au drauß der Mädele viel,
Mädele viel, lieber Schatz, i bleib dir treu.
062
wie drum komm, wie drum komm, kehr i ein, mein Schatz, bei dir.
doch mein Freud an dir; wenn i komm, wenn i komm, wenn i
du,
ein,
mein
mein
Schatz,
Schatz, bei
bleibst hier?
dir. Kann i gleich nit all weil bei dir sein, han i
62 Muss i denn, muss i denn zum Städtele naus
1. Muss
Wenn
i
i
denn,
komm,
muss
wenn
i
i
denn
komm,
zum
wenn i
Stä
wie
dte
drum
le ’naus,
komm,
Stä
wie
dte
drum
le
komm,
’naus, und
kehr i
D A D D7
Em A D A D7
G D D
A D A D Em A D7 7 7
Melodie und Strophe 1 von Friedrich Silcher (1789–1860),
1827 (»Abschied«), vermutlich nach einer älteren Vorlage,
Strophen 2 und 3 von Heinrich Wagner (1783–1863).
Später rhythmisch leicht verändert.
Von Michael Volle für das Liederprojekt gesungen.
(Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
3. Übers Jahr, übers Jahr,
wenn me Träubele schneidt, Träubele schneidt,
stell i hier mi wiedrum ein;
bin i dann, bin i dann dein Schätzele noch,
Schätzele noch, so soll die Hochzeit sein.
Übers Jahr, da ist mein Zeit vorbei,
da gehör i mein und dein,
bin i dann, bin i dann dein Schätzele noch,
Schätzele noch, so soll die Hochzeit sein.
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2. Wie du lachst mit deines Himmels Blau,
lieb Heimatland, ade!
Wie du grüßest mich mit Feld und Au,
lieb Heimatland, ade!
Gott weiß, zu dir steht stets mein Sinn,
doch jetzt zur Ferne zieht’s mich hin,
lieb Heimatland, ade!
3. Begleitest mich, du lieber Fluss,
lieb Heimatland, ade!
Bist traurig, dass ich wandern muss,
lieb Heimatland, ade!
Vom moos’gen Stein am wald’gen Tal,
da grüß ich dich zum letzten Mal,
lieb Heimatland, ade!
Nun ade, du mein lieb Heimatland
064-1
wan dern tut, lieb Hei mat land, a de!
de!
2.
Und
D
so sing
G
ich denn
A
mit
D
fro hem Mut, wie
Hm
man sin
G
get, wenn
A
man
64 Nun ade, du mein lieb Heimatland
1.
Es
Nun a de,
geht
D
jetzt
du mein
fort
lieb
zum
Hei
fer
mat
nen Strand,
land, lieb
lieb Hei
A
Hei
7
mat
mat
land,
land,
a
a
1.
de!
D
6 7 6 7
D Em A D7
Melodie: nach einem westfälischen Soldatenlied, 1853
Text: August Disselhoff (1829–1903), 1851
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Nun will der Lenz uns grüßen
2. Waldvöglein Lieder singen,
wie ihr sie nur begehrt:
Drum auf zum frohen Springen!
Die Reis’ ist Goldes wert.
Hei, unter grünen Linden,
da leuchten weiße Kleid!
Heija, nun hat uns Kinden
ein End all Wintersleid!
065-1
lädt im Fest tags klei de zum Mai en tan ze ein.
wob die brau ne Hei de sich ein Ge wand gar fein und
al len E cken sprie ßen die Blu men rot und blau. Draus
65 Nun will der Lenz uns grüßen
Nun will der Lenz uns grü ßen, von Mit tag weht es lau; aus
G Em A D C D G7
G Em A D C D G7
Hm D G D G C D7 7
H Em A D C D G7
1.
Melodie: Anonymus, gedruckt in
»Sammlung von Volksgesängen«, Zürich 1886
Text: Karl Ströse, »Deutsche Minne aus alter Zeit«, Leipzig 1878,
nach Neidhart von Reuental, 13. Jahrhundert
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2. O, du lieber Augustin ...
|: Rock ist weg, Stock ist weg,
Augustin liegt im Dreck,
o, du lieber Augustin, alles ist hin. :|
3. O, du lieber Augustin ...
|: Und selbst das reiche Wien,
hin ist’s wie Augustin;
weint mit mir im gleichen Sinn,
alles ist hin. :|
4. O, du lieber Augustin ...
|: Jeder Tag war ein Fest,
und was jetzt? Pest, die Pest!
Nur ein groß Leichenfest,
das ist der Rest. :|
O, du lieber Augustin
066-1
al les weg, o, du lie ber Au gus tin, al les ist hin.
Au gus tin, al les ist hin. Geld ist weg, Mäd’l ist weg, al les weg,
66 O, du lieber Augustin
O, du lie ber Au gus tin, Au gus tin, Au gus tin, o, du lie ber
F F C F F7
F C F C F7
C
F F F C F7
1.
Melodie und Text: um 1800 erstmals in Wien nachgewiesen.
Der sprichwörtlich gewordene »liebe Augustin« war
vermutlich Markus Augustin (1643–1685), Sackpfeifer
und Dichter im Wien zur Pestzeit.
Von Kurt Moll für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
5. O, du lieber Augustin ...
|: Augustin, Augustin,
leg nur ins Grab dich hin!
O, du lieber Augustin, alles ist hin. :|
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VOLKSLIEDER
Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2
Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam
ISBN 978-3-15-010794-2 (Reclam) · ISBN 978-3-89948-151-8 (Carus)
© 2010 Carus-Verlag, Stuttgart
www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de www.zeit.de
2. Wenn es beginnt zu tagen,
die Erde dampft und blinkt,
die Vögel lustig schlagen,
dass dir dein Herz erklingt:
Da mag vergehn, verwehen
das trübe Erdenleid,
|: da sollst du auferstehen
in junger Herrlichkeit. :|
3. Im Walde steht geschrieben
ein stilles, ernstes Wort
vom rechten Tun und Lieben
und was des Menschen Hort.
Ich habe treu gelesen
die Worte schlicht und wahr.
|: Und durch mein ganzes Wesen
ward’s unaussprechlich klar. :|
Melodie: Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), »Sechs Lieder im Freien zu singen
für vierstimmigen gemischten Chor« op. 59 Nr. 3 (»Abschied vom Walde«), 1843
Text: Joseph von Eichendorff (1788–1857), 1810
Vom Kammerchor Stuttgart für das Liederprojekt gesungen.
4. Bald werd ich dich verlassen,
fremd in der Fremde gehn,
auf bunt bewegten Gassen
des Lebens Schauspiel sehn;
und mitten in dem Leben
wird deines Ernsts Gewalt
|: mich Einsamen erheben,
so wird mein Herz nicht alt. :|
O Täler weit, o Höhen · Abschied vom Walde
067-1
Zelt, schlag noch ein mal die Bo gen um mich, du grü nes Zelt.
saust die ge schäft’ ge Welt; schlag noch ein mal die Bo gen um mich, du grü nes
We hen an dächt’ ger Auf ent halt. Da drau ßen, stets be tro gen,
67 O Täler weit, o Höhen
1. O Tä ler weit, o Hö hen, o schö ner, grü ner Wald, du mei ner Lust und
C G Am F C C
F G C D G F C7 7 7
C
G Em H G C F G7 7
C C E Am F Dm G C7 7
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Papir is doch waiß
2. Bay nechtn, bay nakht, bin ich oyf a chasene geveyn.
Fil sheyne meydenlech hof ikh dort gezen,
oy fil sheyne meydlech zu dir kimmt nicht goor
zu dayne schwarze eygelekh, zu dayne schwarze hoor.
3. Dayn tale, dayn minne, dyn eydeler fasoon,
in harzn brent a fayer, me zayt es nicht un.
Nidoo a za mensch, vos zol filn vi es brent.
Der toyt un dos lebn iz bay got in di hent.
119-1
ku schn dain sche’in po nim un zu hal tn dain hand.
sten dig ge se ssn drai teg noch a nand, zu
dir, main siß le bn, ziht doch main harz! Ich wollt
119 Papir is doch waiß
Pa pir is doch waiß un tint is doch schwarz, zu
Cm B E Fm G Cm7
Cm A B B E7
E A E Cm B E
E A A FmE G CmB
7
1.
B B
B
Melodie und Text: vermutlich aus dem biblischen Stück »Makhaze Mekhires Yoysef« (Der Verkauf Josefs) von Eliakum Zunser
(1836–1913), 1874, Verbreitung ab dem späten 19. Jahrhundert in verschiedenen Text- und Melodievarianten
Von Helene Schneiderman für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
Freie Übersetzung aus dem Jiddischen (die jiddische Sprache hat sich
im Mittelalter auf der Grundlage mittelhochdeutscher Dialekte entwickelt)
1. Papier ist doch weiß, und Tinte ist doch schwarz.
Zu dir, mein süßes Leben, zieht mich doch mein Herz.
Ich wollte immer dasitzen, drei Tage hintereinander,
um dein schön’ Gesicht zu küssen und deine Hand zu halten.
2. Letztens, des Nachts, bin ich auf einer Hochzeit gewesen;
viele schöne Mädchen habe ich dort gesehen.
Aber die vielen Mädchen kommen in ihrer Schönheit nicht an dich heran,
an dich mit deinen schwarzen Äugelein und deinem schwarzen Haar.
3. Deine Gestalt, dein Ausdruck, deine edlen Züge,
in meinem Herzen brennt ein Feuer, man sieht es mir nicht an.
Kein Mensch soll fühlen, wie es brennt.
Der Tod und das Leben liegen in Gottes Händen.
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Sah ein Knab ein Röslein stehn · Heidenröslein
068-1
Freu den. Rös lein, Rös lein, Rös lein rot, Rös lein auf der Hei den.
mor gen schön, lief er schnell, es nah zu sehn, sah’s mit vie len
68 Sah ein Knab ein Röslein stehn
1. Sah ein Knab ein Rös lein stehn, Rös lein auf der Hei den, war so jung und
D A D G D D
Hm G Em A D
A D G A Hm G D A D
7 7
G
D
DF 7
D
A A
2. Knabe sprach: »Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden.«
Röslein sprach: »Ich steche dich,
dass du ewig denkst an mich,
und ich will’s nicht leiden.«
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
3. Und der wilde Knabe brach
’s Röslein auf der Heiden.
Röslein wehrte sich und stach,
half ihm doch kein Weh und Ach,
musst es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Melodie: Heinrich Werner (1800–1833), 1829
Text: Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), 1771
Von Roman Trekel für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
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Schön ist die Welt
2. Wir sind nicht stolz,
wir brauchen keine Pferde,
|: die uns von dannen ziehn. :| 		
3. Wir steigen hin
auf Berge und auf Hügel,
|: wo uns die Sonne sticht. :|
070b-1
in die wei te Welt, wohl in die wei te Welt.
70b Schön ist die Welt
1. Schön ist die Welt, drum Brü der, lasst uns rei sen wohl
G Em G D
D G D G7 7
Melodie und Text: Gesellenlied aus dem Hessischen, Ende des 19. Jahrhunderts
4. Wir laben uns
an jeder Felsenquelle,
|: wo frisches Wasser fließt. :|
5. Wir reisen fort
von einer Stadt zur andern,
|: wo uns die Luft gefällt. :|
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Schwesterlein, wann gehn wir nach Haus
2. »Schwesterlein, Schwesterlein, wann gehn wir nach Haus?«
»Morgen, wenn der Tag anbricht,
eh end’t die Freude nicht,
Brüderlein, Brüderlein, der fröhliche Braus.«
3. »Schwesterlein, Schwesterlein, wohl ist es Zeit.«
»Mein Liebster tanzt mit mir,
geh ich, tanzt er mit ihr,
Brüderlein, Brüderlein, lass du mich heut.«
4. »Schwesterlein, Schwesterlein, was bist du blass?«
»Das macht der Morgenschein
auf meinen Wängelein,
Brüderlein, Brüderlein, die vom Taue nass.«
5. »Schwesterlein, Schwesterlein, du wankest so matt?«
»Suche die Kammertür,
suche mein Bettlein mir.
Brüderlein, es wird fein unterm Rasen sein.«
071-1
Brü der lein, Brü der lein, dann gehn wir nach Haus.«
»Mor gen, wenn die Hah nen krähn, wolln wir nach Hau se gehn,
71 Schwesterlein, wann gehn wir nach Haus
1. »Schwes ter lein, Schwes ter lein, wann gehn wir nach Haus?«
Am Dm Am E Am7
E
C G C C G C7 7
Am E Dm Am E Am7
E
Melodie und Text: aus Kretzschmer/Zuccalmaglio, »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen«,
Berlin 1838–1840
Von Ingeborg Danz für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
www.liederprojekt.org
Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2
Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart
www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de
So treiben wir den Winter aus
2. Wir stürzen ihn von Berg zu Tal,
damit er sich zu Tode fall.
Wir jagen ihn über die Heiden,
dass er den Tod muss leiden.
3. Wir jagen den Winter vor die Tür,
den Sommer bringen wir herfür,
den Sommer und den Maien,
die Blümlein mancherleien.
096-1
Am
schan
Dm
den, hin weg
F
aus un
Dm
sern Lan
Am
den.
Dm
Dm
uns re Stadt
C
zum Tor
F
hi naus
Dm
und ja
G
gen ihn
Em
zu
96 So treiben wir den Winter aus
1. So
Dm
trei ben wir
G
den Win
Dm
ter aus, durch
Melodie: Mitte des 16. Jahrhunderts, erstmals gedruckt bei Andreas Kellner, »Psalme, geistlike Lede und Gesenge«, Stettin 1576
Text: Teil eines alten Brauchtumsliedes aus dem 16. Jahrhundert, nach »Des Knaben Wunderhorn«, 1805
Von der Pfälzischen Kurrende für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
www.liederprojekt.org
Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2
Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart
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Stehn zwei Stern am hohen Himmel
2. Ach, was wird mein Schätzchen denken,
weil ich bin so weit von ihr,
weil ich bin, weil ich bin,
weil ich bin so weit von ihr.
3. Gerne wollt ich zu ihr gehen,
wenn der Weg so weit nicht wär,
wenn der Weg, wenn der Weg,
wenn der Weg so weit nicht wär.
4. Gold und Silber, Edelsteine,
schönster Schatz, gelt, du bist mein;
ich bin dein, du bist mein.
Ach, was kann denn schöner sein!
072-1
Mond, leuch ten so hell, leuch ten so hell, leuch ten hel ler als der Mond.
72 Stehn zwei Stern am hohen Himmel
Stehn zwei Stern am ho hen Him mel, leuch ten hel ler als der
A D E A D Hm A E7
E
A D Hm A E AAE E
A 7
A 7
1.
Melodie und Text: aus dem Westerwald, 1884 aufgezeichnet, Fassung nach dem »Zupfgeigenhansl«, Darmstadt 1909
Von Christoph Genz für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
1.
www.liederprojekt.org
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Verstohlen geht der Mond auf
2. Er steigt die blaue Luft hindurch,
blau, blau Blümelein!
Bis dass er scheint auf Löwenburg.
Rosen im Tal, Mädel im Saal, o schönste Rosa!
3. O schaue, Mond, durchs Fensterlein!
Blau, blau Blümelein!
Schön Trude lock mit deinem Schein!
Rosen im Tal, Mädel im Saal, o schönste Rosa!
4. Und siehst du mich und siehst du sie,
blau, blau Blümelein!
Zwei treure Herzen sahst du nie.
Rosen im Tal, Mädel im Saal, o schönste Rosa!
073-1
führt sein Lauf; Ro sen im Tal, Mä del im Saal, o schöns te Ro sa!
73 Verstohlen geht der Mond auf
1. Ver stoh len geht der Mond auf, blau, blau Blü me lein! Durch Sil ber wölk chen
Am E F Dm Am E
Am E F E Am C E Am7/5
Hm E 7
DmC
Melodie und Text: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803–1869), möglicherweise nach einer Melodie vom Niederrhein,
in: Kretzschmer/Zuccalmaglio, »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen«, Berlin, 1838–1840
Von Angelika Kirchschlager für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
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Viva, viva la musica (Kanon zu 3 Stimmen)
074-1
3.
vi va la mu si ca!
2.
74 Viva, viva la musica
1.
Vi
G
va,
(Kanon)
vi va la
D
mu si ca, vi va, vi va la mu si ca,
C6
G DC6
G C6
D
deutsch: Es lebe die Musik!
Melodie und Text: Michael Praetorius (1571–1621)
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Vöglein im hohen Baum
2. Blümlein im Wiesengrund
blühen so lieb und bunt,
tausend zugleich;
wenn ihr vorübergeht,
wenn ihr die Farben seht,
freuet ihr euch, freuet ihr euch.
3. Wässerlein fließt so fort
immer von Ort zu Ort
nieder ins Tal:
Dürstet nun Mensch und Vieh,
kommen zum Bächlein sie,
trinken zumal, trinken zumal.
075-1
Leu te gern hor chen und stehn, hor chen und stehn.
singt doch so schön, dass wohl von nah und fern al le die
75 Vöglein im hohen Baum
1. Vög lein im ho hen Baum, klein ist’s, ihr seht es kaum,
C F C G C G7
G D G G C7 7
C C F G C7 7
G7
D
Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860)
Text: Wilhelm Hey (1789–1854)
Von Markus Schäfer für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
4. Habt ihr es auch bedacht,
wer sie so schön gemacht,
alle die drei?
Gott, der Herr, machte sie,
dass sich nun spät und früh
jedes dran freu, jedes dran freu.
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Wach auf, meins Herzens Schöne
2. Ich hör die Hahnen krähen
und spür den Tag dabei.
Die kühlen Winde wehen,
die Sternlein leuchten frei.
Singt uns Frau Nachtigalle,
singt uns ein süße Melodei,
sie meldt den Tag mit Schalle.
3. Du hast mein Herz umfangen
in treu inbrünst’ger Lieb,
ich bin so oft gegangen,
Feinslieb, nach deiner Zier,
ob ich dich möcht ersehen,
so würd erfreut das Herz in mir,
die Wahrheit muss ich g’stehen.
076-1
sin gen, ich mein, es woll des Ta ges Schein vom O ri ent her drin gen.
hör ein süß Ge tö ne von klei nen Wald vög lein. Die hör ich so lieb lich
76 Wach auf, meins Herzensschöne
1. Wach auf, meins Her zens Schö ne, zart Al ler liebs te mein. Ich
D A D G A D7
D D G A D D G D7
Hm F Em A Hm A D G A D7
A
6
m
Melodie und Text: Tagelied aus dem 16. Jahrhundert, Melodie auch Johann Friedrich Reichardt zugeschrieben.
Hier in der Fassung von Johannes Brahms (1833–1897), WoO 33 Nr. 16, 1894
Vom SWR Vokalensemble Stuttgart für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
4. Selig ist Tag und Stunde,
darin du bist geborn!
Gott grüß mir dein rot Munde,
den ich mir hab erkorn!
Kann mir kein Liebre werden:
Schau, dass mein Lieb nicht sei verlorn,
du bist mein Trost auf Erden.
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Wachet auf! (Kanon zu 2 Stimmen)
Son ne be tritt ih re gol de ne Bahn.

Wa chet auf, wa chet auf, es kräh te der Hahn, die
 * 
*
Melodie und Text: Johann Jakob Wachsmann (1791–1853)
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Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart
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Ward ein Blümchen mir geschenket
2. Sonne, lass mein Blümchen sprießen!
Wolke, komm, es zu begießen!
Richt empor dein Angesicht,
liebes Blümchen, fürcht dich nicht!
3. Und ich kann es kaum erwarten,
täglich geh ich in den Garten,
täglich frag ich: Blümchen, sprich,
Blümchen, bist du bös auf mich?
078-1
Vög lein, kommt und ge bet acht! Gelt, ich hab es recht ge macht.
78 Ward ein Blümchen mir geschenket
1. Ward ein Blüm chen mir ge schen ket, hab’s ge pflanzt und hab’s ge trän ket,
F C F F Am C F7 7
F B F D Gm F FC
Dm B Gm6
C7 7
C7
Melodie: aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts; Text: August Hoffmann von Fallersleben (1798–1874)
Von Ruth Ziesak für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
4. Sonne ließ mein Blümchen sprießen,
Wolke kam, es zu begießen;
jedes hat sich brav gemüht,
und mein liebes Blümchen blüht.
5. Wie’s vor lauter Freude weinet,
freut sich, dass die Sonne scheinet!
Schmetterlinge, fliegt herbei,
sagt ihm doch, wie schön es sei!
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2. Die Bächlein von den Bergen springen,
die Lerchen schwirren hoch vor Lust;
was sollt ich nicht mit ihnen singen
aus voller Kehl und frischer Brust?
Melodie: Friedrich Theodor Fröhlich (1803–1836 ), 1833
Text: Joseph von Eichendorff (1788–1857), 1822
Wem Gott will rechte Gunst erweisen
079-1
will er sei ne Wun der wei sen in Berg und Tal und Strom und Feld.
79 Wem Gott will rechte Gunst erweisen
1.Wem Gott will rech te Gunst er wei sen, den schickt er in die wei te Welt, dem
C F C G C G7
G C F C Am G C7 7
3. Den lieben Gott lass ich nur walten,
der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld
und Erd und Himmel will erhalten,
hat auch mein Sach aufs Best bestellt.
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Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart
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Wenn alle Brünnlein fließen · Heimliche Liebe
080-1
ru fen darf, ja, ja, nicht ru fen darf, tu ich ihm win ken.
ich mein Lieb nicht ru fen darf, tu ich ihm win ken, wenn ich mein Lieb nicht
80 Wenn alle Brünnlein fließen
1. Wenn al le Brünn lein flie ßen, so muss man trin ken; wenn
G D G C Am D
G D G C A D D7 7
G D G D G D G7 7 7
Melodie: aus Schwaben, aufgezeichnet von Friedrich Silcher (1789–1860) in op. 65 Nr. 1, 1855
Text: erstmals gedruckt bei Johann Ott, »Hundert und ainundzweintzig newe Lieder«, Nürnberg 1534
Von Franz-Josef Selig für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
3. Warum sollt sie’s nicht werden,
ich seh sie ja so gern;
sie hat zwei blaue Äugelein,
die glänzen wie die Stern,
sie hat zwei blaue Äugelein,
ja, ja, zwei Äugelein,
die glänzen wie die Stern.
4. Sie hat zwei rote Wängelein,
sind röter als der Wein;
ein solches Mädel find’t man nicht
wohl unterm Sonnenschein,
ein solches Mädel find’t man nicht,
ja, ja, find’t man nicht
wohl unterm Sonnenschein.
2. Ja winken mit den Augen
und treten mit dem Fuß;
’s ist eine in der Stuben,
die mein werden muss,
’s ist eine in der Stuben,
ja, ja, der Stuben,
die mein werden muss.
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Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2
Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart
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Wenn ich ein Vöglein wär
2. Bin ich gleich weit von dir,
bin ich doch im Schlaf bei dir
und red mit dir.
|: Wenn ich erwachen tu, :|
bin ich allein.
082-1
weil’s a ber nicht kann sein, weil’s a ber nicht kann sein, bleib ich all hier.
82 Wenn ich ein Vöglein wär
1. Wenn ich ein Vög lein wär und auch zwei Flüg lein hätt, flög ich zu dir,
G G A D7
D G D G D G G D G
C6
7 7
GC C6 7
D
Melodie: Johann Friedrich Reichardt (1752–1814),
»Liederspiel, Lieb’ und Treue«, um 1784
Text: bei Johann Gottfried Herder, »Volkslieder«, Leipzig 1778/79
Von Klaus Mertens für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
3. Es vergeht kein Stund in der Nacht,
da nicht mein Herz erwacht
und an dich denkt,
|: dass du mir tausendmal :|
dein Herz geschenkt.
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  • 1.
  • 2. 1. Ade zur guten Nacht 2. All mein Gedanken die ich hab 3. Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren 4. Als die Römer frech geworden 5. Als wir jüngst in Regensburg waren 6. Am Brunnen vor dem Tore 7. An der Saale hellem Strande 8. Ännchen von Tharau 9. Bald gras ich am Neckar 10. Bolle reiste jüngst zu Pfingsten 11. Bunt sind schon die Wälder 12. Da unten im Tale 13. Das Wandern ist des Müllers Lust 14. Dat du min Leevsten büst 15. Der Frühling hat sich eingestellt & Es steht ein Baum im Odenwald (Hoffmann von Fallersleben) 16. Der Mai ist gekommen 17. Der Winter ist ein rechter Mann 18. Der Winter ist vergangen 19. Die Gedanken sind frei 20. Ein Jäger aus Kurpfalz 21. Ein Jäger längs dem Weiher ging 22. Es es es und es 23. Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht 24. Es freit ein wilder Wassermann 25. Es geht ein dunkle Wolk herein 26. Es klappert die Mühle 27. Es war ein König in Thule 28. Es waren zwei Königskinder 29. Feinsliebchen du sollst mir nicht barfuß gehen (Johannes Brahms) 30. Gaudeamus igitur 31. Geh aus mein Herz und suche Freud 32. Grüß Gott du schöner Maien 33. Hab mein Wage vollgelade 34. Hab oft im Kreise der Lieben (Frisch gesungen) (Adalbert von Chamisso-Friedrich Silcher) 35. Hejo! Spann den Wagen an (Kanon) 36. Horch was kommt von draußen rein 37. Ich fahr dahin (Johannes Brahms) 38. Ich ging durch einen grasgrünen Wald 39. Ich hab die Nacht geträumet 40. Ich hatt einen Kameraden 41. Ich weiß nicht was soll es bedeuten - Loreley 42. Im Märzen der Bauer 43. Im schönsten Wiesengrunde 44. In einem kühlen Grunde (Joseph von Eichendorff) 45. In einen Harung 46. Innsbruck ich muss dich lassen (Heinrich Isaac) 47. Jetzt fängt das schöne Frühjahr an 48. Jetzt gang i ans Brünnele 49. Kein schöner Land in dieser Zeit 50. Komm lieber Mai
  • 3. 51. Leise zieht durch mein Gemüt (Heinrich Heine-Felix Mendelssohn-Bartholdy) 52. Morgen muss ich weg von hier (Friedrich Silcher) 53. Muss i denn zum Städtele hinaus 54. Nun ade du mein lieb Heimatland 55. Nun will der Lenz uns grüßen 56. O du lieber Augustin 57. O Täler weit o Höhen (Joseph von Eichendorff-Felix Mendelssohn Bartholdy) 58. Papir is doch waiß 59. Sah ein Knab ein Röslein stehn 60. Schön ist die Welt 61. Schwesterlein wann gehen wir nach Haus 62. So treiben wir den Winter aus 63. Stehn zwei Stern am hohen Himmel 64. Verstohlen geht der Mond auf 65. Viva viva la musica 66. Vöglein im hohen Baum 67. Wach auf meins Herzens Schöne 68. Wachet auf es krähte der Hahn (Kanon) 69. Ward ein Blümchen mir geschenket 70. Wem Gott will rechte Gunst erweisen 71. Wenn alle Brünnlein fließen - Heimliche Liebe 72. Wenn ich ein Vöglein wär 73. Widele wedele (Bettelmanns Hochzeit) 74. Wie schön blüht uns der Maien 75. Zum Tanze da geht ein Mädel
  • 4. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Ade zur guten Nacht 001-1 Win ter schneit’s den Schnee, da komm ich wie der. ich muss schei den. Im Som mer, da wächst der Klee, im 1 Ade zur guten Nacht 1. A de zur gu ten Nacht, jetzt wird der Schluss ge macht, dass F C F C F B C F7 7 Gm C F F Gm7 7 C Am Dm Gm C F7 77 2. Es trauern Berg und Tal, wo ich vieltausendmal bin drüber ’gangen. |: Das hat deine Schönheit gemacht, hat mich zum Lieben gebracht mit großem Verlangen. :| 3. Das Brünnlein rinnt und rauscht wohl unterm Holderstrauch, wo wir gesessen. |: Wie manchen Glockenschlag, da Herz bei Herzen lag, das hast vergessen. :| Melodie: erstmals bei Gottfried Wilhelm Fink, »Musikalischer Hausschatz der Deutschen«, Leipzig 1843 Text: Anonymus, frühes 19. Jahrhundert; 3. Strophe: Eduard Mörike (1804–1875) Von Birgid Steinberger für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus) 4. Die Mädchen in der Welt sind falscher als das Geld mit ihrem Lieben. |: Ade zur guten Nacht, jetzt wird der Schluss gemacht, dass ich muss scheiden. :|
  • 5. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de All mein Gedanken, die ich hab 2. Du auserwählter ein’ger Trost, gedenk daran! £ Leib und Gut, das sollst du gar zu eigen han. Dein, dein, dein will ich ewig bleiben. Du gibst mir Freud und hohen Mut und kannst mir Leid vertreiben. 3. Die Allerliebst’ und Minniglich’, die ist so zart. £ Ihresgleich in allem Reich findt man hart. Bei, bei, bei ihr ist kein Verlangen, da ich nun von ihr scheiden sollt, da hätt sie mich umfangen. 002-1 Hätt ich al ler Wünsch Ge walt, von dir wollt ich nicht wen ken. ein’ ger Trost, bleib stets bei mir. Du, du, du sollst an mich ge den ken. 2 All mein Gedanken, die ich hab 1. All mein Ge dan ken, die ich hab, die sind bei dir. Du aus er wähl ter G Em C G G D G G Em6 7 D C G G D G H Em G D A D6 D 7 A 7 G Em Hm C A G D G6 7 D 7 hart: kaum die ward sehr wein’n: die musste sehr weinen wenken: wanken Melodie und Text: Lochamer Liederbuch, 1452–1460, behutsam modernisiert. Spätere Fassungen ändern den Rhythmus in T. 3 und 6 in Halbenoten. 4. Die werte Rein’, die ward sehr wein’n, do das geschah. £ Du bist mein und ich bin dein, sie traurig sprach. Wann, wann, wann ich soll von dir weichen ich nie erkannt, noch nimmermehr erkenn ich deinesgleichen.
  • 6. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. Alle, die Hölle und Teufel nicht fürchten, ... 3. Alle, die mit uns das Walross schlachten, ... 4. Alle, die Weiber und Branntwein lieben, ... 5. Alle, die öligen Zwieback kauen, ... 6. Alle, die mit uns zur Hölle fahren, ... Melodie: aus Flandern, in: »Chants populaires des Flamands de France«, Gent 1856 Text: nach dem Flämischen »Al die willen te kaap’ren varen« (anonym) von Gottfried Wolters (1910–1989) © Möseler-Verlag, Wolfenbüttel (deutscher Text) Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren 003-1 Klaas und Pit, die ha ben Bär te, die fah ren mit. die ha ben Bär te, die ha ben Bär te, Jan und Hein und Bär ten sein. Jan und Hein und Klaas und Pit, 3 Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren 1. Al le, die mit uns auf Ka per fahrt fah ren, müs sen Män ner mit Gm D Cm D Gm Gm Cm7 7 7 7 D Gm B F B E D7 7 6 Cm D D Gm B F7 7 7 B E D Gm Cm Gm D Gm6 6 D 7
  • 7. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 © 2011 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Als die Römer frech geworden 2. In dem Teutoburger Walde, huh, wie piff der Wind so kalte, Raben flogen durch die Luft, und es war ein Moderduft, wie von Blut und Leichen. 3. Plötzlich aus des Waldes Duster, brachen kampfhaft die Cherusker, mit Gott für Fürst und Vaterland stürzten sie sich wutentbrannt auf die Legionen. 4. Weh, das war ein großes Morden, sie schlugen die Kohorten, nur die röm’sche Reiterei rettete sich noch ins Frei’, denn sie war zu Pferde. 5. O Quintili, armer Feldherr, dachtest du, dass so die Welt wär’? Er geriet in einen Sumpf, verlor zwei Stiefel und einen Strumpf und blieb elend stecken. 6. Da sprach er voll Ärgernussen zum Centurio Titiussen: „Kamerad, zeuch dein Schwert hervor und von hinten mich durchbohr, weil doch alles futsch ist!“ 7. In dem armen röm’schen Heere diente auch als Volontaire Scaevola, ein Rechtscandidat, den man schnöd gefangen hat, wie die andern alle. täng, schnät te räng täng, schnät te räng täng te räng täng täng. wau wau wau, Herr Quin ti lius Va rus, schnät te räng Herr Quin ti lius Va rus, wau wau wau vor ritt ne Herr Gene mit Trom ral feld pe ten mar schall, schall, ta te rä tä tä tä, Als die Römer frech geworden 1. Als zo A gen die Rö sie nach mer frech Deutsch ge lands Nor wor den, den, sim se rim sim sim sim sim, 7AD E A A F m C D E A AD A AG H E E 3 77 33 A E EA A77
  • 8. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 © 2011 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Text: Joseph Victor von Scheffel (1826–1886), ursprünglich auf die Melodie von „Die Hussiten zogen vor Naumburg“ Melodie: Ludwig Teichgräber (1840–1904), nach dem Festmarsch „Kriegers-Lust“ (1860) von Joseph Gungl (1810–1889) Von Johannes Kaleschke für das Liederprojekt gesungen. 8. Diesem ist es schlimm ergangen, eh, dass man ihn aufgehangen stach man ihn durch Zung und Herz, nagelte ihn hinterwärts auf sein Corpus Juris. 9. Als das Morden war zu Ende, rieb Fürst Hermann sich die Hände, und, um seinen Sieg zu weihn, lud er die Cherusker ein, zu nem großen Frühstück. 10. Wild gab’s und westfäl’schen Schinken, Bier, soviel man wollte trinken, auch im Zechen blieb er Held, doch auch seine Frau Thusneld soff walkürenmäßig. 11. Nur in Rom war man nicht heiter, sondern kaufte Trauerkleider, grade als beim Mittagsmahl, Augustus saß im Kaisersaal, kam die Trauerbotschaft. 12. Erst blieb ihm vor jähem Schrecken ein Stück Pfau im Halse stecken, dann geriet er außer sich: „Varus, Varus, schäme dich, redde legiones!“ 13. Sein deutscher Sklave, Schmidt geheißen, dacht: „Euch soll das Mäusle beißen, wenn er sie je wiederkriegt, denn wer einmal tot daliegt wird nicht mehr lebendig.“
  • 9. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Als wir jüngst in Regensburg waren 2. Und vom hohen Bergesschlosse kam auf stolzem schwarzen Rosse adlig Fräulein Kunigund, wollt mitfahren über Strudels Grund. |: Schwäbische ... :| 3. »Schiffsmann, lieber Schiffsmann mein, sollt’s denn so gefährlich sein? Schiffsmann, sag mir’s ehrlich, ist’s denn so gefährlich?« |: Schwäbische ... :| 4. »Wem der Myrtenkranz geblieben, landet froh und sicher drüben; wer ihn hat verloren, ist dem Tod erkoren.« |: Schwäbische ... :| 004-1 Dirn del, juch hei ras sa, muss der Schiffs mann fah ren. den, die mit fah ren woll ten. Schwä bi sche, bay ri sche 4 Als wir jüngst in Regensburg waren 1. Als sind wir wir jüngst ü in ber den Re Stru gens del ge burg wa fah ren, ren; da war’n vie le Hol C G CC F7 C G C C G C C7 7 G F C G C C G C7 7 G Melodie und Text: Anonymus, bei Kugler-Reinick, »Liederbuch für deutsche Künstler«, Berlin 1833 Melodie allein zuerst 1830 bei Serig, »Auswahl deutscher Lieder«, Leipzig 1830 5. Als sie auf die Mitt gekommen, kam ein großer Nix geschwommen, nahm das Fräulein Kunigund, fuhr mit ihr in des Strudels Grund. |: Schwäbische ... :| 6. Und ein Mädel von zwölf Jahren ist mit über den Strudel gefahren, weil sie noch nicht lieben kunnt, fuhr sie sicher über Strudels Grund. |: Schwäbische ... :|
  • 10. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Am Brunnen vor dem Tore · Der Lindenbaum 2. Ich musst auch heute wandern vorbei in tiefer Nacht, da hab ich noch im Dunkeln die Augen zugemacht. Und seine Zweige rauschten, als riefen sie mir zu: Komm her zu mir, Geselle, hier findst du deine Ruh! 005-1 Lei de zu ihm mich im mer fort, zu ihm mich im 3 mer fort. schnitt in sei ne Rin de so man ches lie be Wort; es zog in Freud und träumt in sei nem Schat ten so man chen sü 3 ßen Traum. Ich 5 Am Brunnen vor dem Tore 1. Am Brun nen vor dem To re, da steht ein Lin den baum; ich E B E7 E B E7 B E A Fm B B7 7 E E B E E B E7 7 G B Melodie: nach Franz Schuberts (1797–1828) »Der Lindenbaum«, aus der »Winterreise« D 911, 1827, in der Fassung Friedrich Silchers Text: Wilhelm Müller (1794–1827) Vom Calmus Ensemble Leipzig für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 3. Die kalten Winde bliesen mir grad ins Angesicht; der Hut flog mir vom Kopfe, ich wendete mich nicht. Nun bin ich manche Stunde entfernt von jenem Ort, und immer hör ich’s rauschen: Du fändest Ruhe dort.
  • 11. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de An der Saale hellem Strande 2. Zwar die Ritter sind verschwunden, nimmer klingen Speer und Schild; doch dem Wandersmann erscheinen in den altbemoosten Steinen oft Gestalten zart und mild. 3. Droben winken schöne Augen, freundlich lacht manch roter Mund, Wandrer schaut wohl in die Ferne, schaut in holder Augen Sterne, Herz ist heiter und gesund. 006-1 Wind streicht durch die Hal len, Wol ken zie hen drü ber hin. kühn; ih re Dä cher sind ver fal len, und der 6 An der Saale hellem Strande 1. An der Saa le hel lem Stran de ste hen Bur gen stolz und F C F7 C C F7 C F B F C F7 6 C 7 Melodie: Friedrich Ernst Fesca (1789–1826), 1822. Die Melodie wurde ursprünglich zum Text des Soldatenlieds »Heute scheid ich, morgen wander ich« geschrieben. Text: Franz Kugler (1808–1858), 1826 Von Philip Niederberger für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus) 4. Und der Wandrer zieht von dannen, denn die Trennungsstunde ruft, und er singet Abschiedslieder, Lebewohl tönt ihm hernieder, Tücher wehen in der Luft.
  • 12. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Ännchen von Tharau 2. Käm alles Wetter gleich auf uns zu schlahn, wir sind gesinnt, beieinander zu stahn. Krankheit, Verfolgung, Betrübnis und Pein soll unsrer Liebe Verknotigung sein. Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut, du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut. 3. Recht als ein Palmenbaum über sich steigt, hat ihn erst Regen und Sturmwind gebeugt: So wird die Lieb in uns mächtig und groß nach manchen Leiden und traurigem Los. Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut, du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut. 4. Würdest du gleich einmal von mir getrennt, lebtest da, wo man die Sonne kaum kennt; ich will dir folgen durch Wälder und Meer, Eisen und Kerker und feindliches Heer. Ännchen von Tharau, mein Licht, meine Sonn, mein Leben schließt sich um deines herum. 007-1 Reich tum, mein Gut, du mei ne See le, mein Fleisch und mein Blut. rich Le ben, tet in mein Gut Lieb und und mein in Geld. Schmerz. Änn chen von Tha rau, mein 7 Ännchen von Tharau 1. Änn Änn chen chen von von Tha Tha rau rau hat ist, die wie der mir ihr ge Herz fällt, auf sie mich ist ge mein G D G D7 A D A D D A D A7 7 D G D Em Am G G7 D Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860), 1827; Text: vermutlich Simon Dach (1605–1659); aus dem Samländischen ins Hochdeutsche übertragen von Johann Gottfried Herder (1744–1803) Von André Morsch für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
  • 13. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. Was hilft mir das Grasen, wenn die Sichel nicht schneidt; was hilft mir ein Schätzel, wenn’s bei mir nicht bleibt. 3. So soll ich dann grasen am Neckar, am Rhein, so werf ich mein goldiges Ringlein hinein. 4. Es fließet im Neckar und fließet im Rhein, soll schwimmen hinunter ins tiefe Meer ’nein. 5. Und schwimmt es, das Ringlein, so frisst es ein Fisch; das Fischlein soll kommen aufs König sein Tisch. 6. Der König tät fragen, wem’s Ringlein soll sein? Da tät mein Schatz sagen, das Ringlein g’hört mein. Grasen: Mähen, Schneiden Text: nach »Des Knaben Wunderhorn«, 1808, Fassung von Ludwig Erk, »Deutscher Liederschatz«, Leipzig 1859–1872 Melodie: Schnadahüpfel-Melodie, um 1830 7. Mein Schätzlein tät springen, bergauf und bergein, tät mir wiedrum bringen das Goldringlein fein. 8. Kannst grasen am Neckar, kannst grasen am Rhein, wirf du mir nur immer dein Ringlein hinein. Bald gras ich am Neckar · Das Ringlein 010-1 hab ich ein Schät zel, bald bin ich al lein. 10 Bald gras ich am Neckar 1. Bald gras ich am Ne ckar, bald gras ich am Rhein, bald C F C F7 7 C CF F77
  • 14. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 © 2011 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Bolle reiste jüngst zu Pfingsten 2. In Pankow gab’s kein Essen, in Pankow gab’s kein Bier, war alles uffjefressen von fremden Leuten hier. Nicht mal ’ne Butterstulle hat man ihm reserviert! Aber dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert. 3. Auf der Schönholzer Heide, da jab’s ne Keilerei, und Bolle, jar nicht feige, war mittenmang dabei, hat’s Messer rausgezogen und fünfe massakriert. Aber dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert. 4. Es fing schon an zu tagen, als er sein Heim erblickt. Das Hemd war ohne Kragen, das Nasenbein zerknickt, das linke Auge fehlte, das rechte marmoriert. Aber dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert. A ber den noch hat sich Bol le janz köst lich a mü siert. wühl; ne vol le hal be Stun de hat er nach ihm je spürt. Bolle reiste jüngst zu Pfingsten Bol Da le ver rei lor ste er jüngst sei zu nen Pfing Jüng sten sten, nach janz Pan plötz kow lich war im sein Je Ziel. G C D G 7 G D DA7 DD 7 G GC D7 1. 2. Melodie und Text: volkstümlich, um 1900 in Berlin Von Philip Niederberger für das Liederprojekt gesungen. 5. Als er nach Haus jekommen, da ging’s ihm aber schlecht; da hat ihn seine Olle janz mörderlich verdrescht! Ne volle halbe Stunde hat sie auf ihm poliert. Aber dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert. 6. Und Bolle wollte sterben, er hat sich’s überlegt: er hat sich uff die Schienen der Kleinbahn druffjelegt. Die Kleinbahn hat Verspätung, und vierzehn Tage druff, da fand man unsern Bolle als Dörrjemüse uff. 7. Und Bolle wurd‘ begraben in einer alten Kist‘. Der Pfarrer sagte »Amen« und warf ihn auf den Mist. Die Leute klatschten Beifall und gingen dann nach Haus. Und nun ist die Geschichte von unserm Bolle aus.
  • 15. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. Wie die volle Traube aus dem Rebenlaube purpurfarbig strahlt! Am Geländer reifen Pfirsiche mit Streifen rot und weiß bemalt. 3. Flinke Träger springen und die Mädchen singen, alles jubelt froh! Bunte Bänder schweben zwischen hohen Reben auf dem Hut von Stroh. Bunt sind schon die Wälder 011-1 grau e Ne bel wal len, küh ler weht der Wind. und der Herbst be ginnt. Ro te Blät ter fal len, 11 Bunt sind schon die Wälder 1. Bunt sind schon die Wäl der, gelb die Stop pel fel der G D G G D G7 7 D A D G H C EA 7 7 7 Am C D D G D G7 7 Melodie: Johann Friedrich Reichardt (1752–1814), 1799 Text: Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1762–1834), 1793 Von Stephan Genz für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus) 4. Geige tönt und Flöte bei der Abendröte und im Mondesglanz; junge Winzerinnen winken und beginnen frohen Erntetanz.
  • 16. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. Sprichst allweil von Lieb, sprichst allweil von Treu, und a bissele Falschheit is au wohl dabei! 3. Und wenn i dir’s zehnmal sag, dass i di lieb, und du willst nit verstehen, muss i halt weitergehn. 4. Für die Zeit, wo du g’liebt mi hast, dank i dir schön, und i wünsch, dass dir’s anderswo besser mag gehn. Da unten im Tale 012-1 kann dirs nit sa gen, i hab di so lieb. 12 Da unten im Tale 1. Da un ten im Ta le läuft’s Was ser so trüb, und i F C Dm7 B F Gm C FA 77 Melodie und Text: aus Kretzschmer/Zuccalmaglio, »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen«, Berlin 1838–1840 Von Christoph Prégardien für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
  • 17. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Das Wandern ist des Müllers Lust 013-1 dern, das Wan dern, das Wan dern, das Wan dern. Wan dern, Wan dern, das Wan dern, das Wan nie mals fiel das Wan dern ein, dem nie mals fiel das Wan dern ein, das Wan dern! Das muss ein schlech ter Mül ler sein, dem 13 Das Wandern ist des Müllers Lust 1. Das Wan dern ist des Mül lers Lust, das Wan dern ist des Mül lers Lust, das G C G G D G G D G D A DD 7 7 D A D C D G D G7 7 D G C D G C D6 7 6 7 G D G D GG 7 D Melodie: Carl Friedrich Zöllner (1800–1860), 1844; Text: Wilhelm Müller (1794–1827), 1818 Von Hans Jörg Mammel für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 2. |: Vom Wasser haben wir’s gelernt, :| vom Wasser! Das hat nicht Rast bei Tag und Nacht, |: ist stets auf Wanderschaft bedacht, :| das Wasser, Wasser, |: das Wasser, das Wasser. :| 3. |: Das sehn wir auch den Rädern ab, :| den Rädern! Die gar nicht gerne stille stehn, |: die sich mein Tag nicht müde drehn, :| die Räder, Räder, |: die Räder, die Räder. :| 4. |: Die Steine selbst, so schwer sie sind, :| die Steine! Sie tanzen mit den muntern Reihn |: und wollen gar noch schneller sein, :| die Steine, Steine, |: die Steine, die Steine. :| 5. |: O Wandern, Wandern, meine Lust, :| o Wandern! Herr Meister und Frau Meisterin, |: lasst mich in Frieden weiterziehn :| und wandern, wandern |: und wandern und wandern. :|
  • 18. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Dat du min Leevsten büst 2. Kumm du üm Middernacht, kumm du Klock een! |: Vader slöpt, Moder slöpt, ick slap alleen. :| 3. Klopp an de Kammerdör, fat an de Klink! |: Vader meent, Moder meent, dat deit de Wind. :| 015-1 Kumm bi de Nacht, kumm bi de Nacht, segg mi was Leevs! Kumm bi de Nacht, kumm bi de Nacht, segg mi was Leevs! 15 Dat du min Leevsten büst 1. Dat du min Leevs ten büst, dat du woll weeßt. F C F C Gm C F Dm B C F7 6 Gm C F Dm Gm C F7 7 Sachen: sachte henlank: entlang lies: leis Melodie: Hamburg 1778 Text: zuerst bei Karl Müllenhoff, »Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig Holstein und Lauenburg«, Kiel 1845 4. Kummt denn de Morgenstund, kreiht de ol Hahn, |: Leevster min, Leevster min, denn mößt du gahn! :| 5. Sachen den Gang henlank, lies mid de Klink! |: Vader meent, Moder meent, dat deit de Wind. :|
  • 19. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Der Frühling hat sich eingestellt Es steht ein Baum im Odenwald 2. Er hielt im Walde sich versteckt, dass niemand ihn mehr sah; ein Vöglein hat ihn aufgeweckt; jetzt ist er wieder da. 3. Jetzt ist der Frühling wieder da! Ihm folgt, wohin er geht, nur lauter Freude, fern und nah, und lauter Spiel und Lied. 4. Und allen hat er, groß und klein, was Schönes mitgebracht, und sollt’s auch nur ein Sträußchen sein, er hat an uns gedacht. 5. Drum frisch hinaus ins freie Feld, ins grüne Feld hinaus. Der Frühling hat sich eingestellt, wer bliebe da zu Haus? 016-1 muss bin mit ich mir schon ins viel frei tau send e mal Feld, ins bei grü mei ne nem Feld Schatz nun ge gehn. west. 16 Der Frühling hat sich eingestellt Es steht ein Baum im Odenwald 1. 1. Es Der steht Früh ein ling hat Baum im sich O ein den ge wald, stellt; der wohl hat an, viel wer grü will ne ihn Äst. sehn? Der Da D A D E A7 A A D A A D7 7 Melodie: Johann Friedrich Reichardt (1752–1814), ursprünglich mit dem Text »Nicht lobenswürdig ist der Mann«, in: »Lieder für Kinder«, Hamburg 1781. Seit 1810 mit dem Text »Es steht ein Baum« verbunden. Text von »Der Frühling hat sich eingestellt«: Hoffmann von Fallersleben (1798–1874); Text von »Es steht ein Baum im Odenwald«: »Des Knaben Wunderhorn«, 1808 Von Helene Schneiderman für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 2. Da sitzt ein schöner Vogel drauf, der pfeift gar wunderschön. Ich und mein Schätzlein lauern auf, wenn wir mit’nander gehn. 3. Der Vogel sitzt in seiner Ruh wohl auf dem höchsten Zweig. Und schauen wir dem Vogel zu, so pfeift er allsogleich. 4. Der Vogel sitzt in seinem Nest wohl auf dem grünen Baum. Ach, Schätzel, bin ich bei dir gwest, oder ist es nur ein Traum? 5. Und als ich wieder kam zu ihr, verdorret war der Baum. Ein andrer Liebster stand bei ihr, jawohl, es war ein Traum. 6. Der Baum, der steht im Odenwald, und ich bin in der Schweiz, da liegt der Schnee und ist so kalt, mein Herz es mir zerreißt.
  • 20. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Der Mai ist gekommen 017-1 Zelt, so steht auch mir der Sinn in die wei te, wei te Welt. wie die Wol ken dort wan dern am himm li schen 17 Der Mai ist gekommen 1. Der da blei Mai ist be, ge wer kom Lust hat, men, mit die Sor Bäu me gen schla gen zu aus, haus; D A D7 A E E7 A D A D7 2. Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt! Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht? Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert, es gibt so manchen Wein, den ich nimmer noch probiert. 3. Frisch auf drum, frisch auf drum im hellen Sonnenstrahl wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal. Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all; mein Herz ist wie ’ne Lerche und stimmet ein mit Schall. 4. Und abends im Städtlein, da kehr ich durstig ein: »Herr Wirt, eine Kanne, eine Kanne blanken Wein!« Ergreife die Fiedel, du lust’ger Spielmann du, von meinem Schatz das Liedel, das sing ich dazu. 5. Und find ich keine Herberg, so lieg ich zu Nacht wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht. Im Winde die Linde, die rauscht mich ein gemach, es küsset in der Frühe das Morgenrot mich wach. 6. O Wandern, o Wandern, du freie Burschenlust! Da weht Gottes Odem so frisch in die Brust, da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt: wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt! Melodie: Justus Wilhelm Lyra (1822–1882), 1843; Text: Emanuel Geibel (1815–1884), 1842 Von Julia Kleiter für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
  • 21. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Der Winter ist ein rechter Mann 2. Aus Blumen und aus Vogelsang weiß er sich nichts zu machen, hasst warmen Trank und warmen Klang und alle warme Sachen. 3. Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht und Teich’ und Seen krachen; das klingt ihm gut, das hasst er nicht, dann will er sich totlachen. 116-1 Ei sen an; und scheut nicht süß noch sau er. fest und auf die Dau er; sein Fleisch fühlt sich wie 116 Der Winter ist ein rechter Mann 1. Der Win ter ist ein rech ter Mann, kern F Dm GmB C FC F Dm7 Gm F F C F7 C 7 6 C Dm Melodie: Johann Friedrich Reichardt (1752–1814), 1797 Text: Matthias Claudius (1740–1815), 1782 4. Sein Schloss von Eis liegt ganz hinaus beim Nordpol an dem Strande; doch hat er auch ein Sommerhaus im lieben Schweizerlande. 5. Da ist er denn bald dort, bald hier, gut Regiment zu führen. und wenn er durchzieht, stehen wir und sehn ihn an und frieren.
  • 22. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Der Winter ist vergangen 2. Ich geh ein’ Mai zu hauen hin durch das grüne Gras, schenk meinem Buhln die Traue, die mir die Liebste was, und bitt, dass sie mag kommen all an dem Fenster stahn, empfangen den Mai mit Blumen, er ist gar wohlgetan. 3. Er nahm sie sonder Trauern in seine Arme blank. Der Wächter auf der Mauern hub an ein Lied und sang: »Ist jemand noch darinnen, der mag bald heimwärts gahn! Ich seh den Tag her dringen schon durch die Wolken klar.« 018-1 sein, da singt die Nach ti gal le und manch Wald vö ge lein. So fern in je nem Ta le, da ist gar lus tig 18 Der Winter ist vergangen 1. Der ich Win seh ter die ist Blüm ver lein pran gan gen, gen, ich des seh ist des mein Mai Herz en er Schein, freut. G D G Em C D G6 7 Em Am D G C7 6 D G D G Em C D G6 7 Melodie: Erk/Böhme, »Deutscher Liederhort«, Leipzig 1893/94, nach einer Melodie aus dem Lautenbuch von Adriaen Jorisz Smout (»Thysius luitboek«), um 1600 Text: deutsche Fassung von Franz Magnus Böhme, 1877, nach dem mittelniederländischen Lied »Die winter is verganghen«, erstmals in einer Liederhandschrift aus dem Jahr 1537 Vom Jungen Vokalensemble Hannover für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus) 4. »Ach, Wächter auf der Mauren, wie quälst du mich so hart! Ich lieg in schweren Trauren, mein Herze leidet Schmerz: Das macht die Allerliebste, von der ich scheiden muss; das klag ich Gott dem Herren, dass ich sie lassen muss. 5. Adieu, mein’ Allerliebste, Adieu, schön Blümlein fein. Adieu, schön Rosenblume! Es muss geschieden sein. Bis dass ich wiederkomme, bleibst du die Liebe mein; das Herz in meinem Leibe gehört ja allzeit dein!« 1.
  • 23. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Die Gedanken sind frei 2. Ich denke, was ich will und was mich beglücket, doch alles in der Still und wie es sich schicket. Mein Wunsch und Begehren kann niemand verwehren, es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei! 3. Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker, das alles sind rein vergebliche Werke. Denn meine Gedanken zerreißen die Schranken und Mauern entzwei: Die Gedanken sind frei! 019-1 Jä ger er schie ßen, es blei bet da bei: Die Ge dan ken sind frei! bei wie nächt li che Schat ten. Kein Mensch kann sie wis sen, kein 19 Die Gedanken sind frei 1. Die Ge dan ken sind frei! Wer kann sie er ra ten? Sie flie hen vor C G C C7 G C E Am7 7 G C F C G7 7 G C Melodie: Bern 1810–1820, obige Fassung nach Hoffmann/Richter, »Schlesische Volkslieder«, Leipzig 1842 Text: aus süddeutschen Flugblättern 1780–1800, 1820 erstmals mit der obigen Melodie gedruckt Von Jonas Kaufmann für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 4. Drum will ich auf immer den Sorgen entsagen und will mich auch nimmer mit Grillen mehr plagen. Man kann ja im Herzen stets lachen und scherzen und denken dabei: Die Gedanken sind frei!
  • 24. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Ein Jäger aus Kurpfalz 2. Auf, sattelt mir mein Pferd und legt darauf den Mantelsack, so reit ich hin und her als Jäger aus Kurpfalz. Juja, juja! Gar lustig ist die Jägerei allhier auf grüner Heid, allhier auf grüner Heid! 3. Jetzt reit ich nicht mehr heim, bis dass der Kuckuck »Kuckuck« schreit; er schreit die ganze Nacht allhier auf grüner Heid. Juja, juja! Gar lustig ist die Jägerei allhier auf grüner Heid, allhier auf grüner Heid! 023-1 lus tig ist die Jä ge rei all hier auf grü ner Heid, all hier auf grü ner Heid! schießt das Wild da her, gleich wie es ihm ge fällt. Ju ja, ju ja! Gar 23 Ein Jäger aus Kurpfalz 1. Ein Jä ger aus Kur pfalz, der rei tet durch den grü nen Wald, er F C B7 C F C F F B F C7 7 F G C F C F7 7 6 F Melodie und Text: ab 1790 durch Liedflugschriften belegt Von Dietrich Henschel für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
  • 25. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 © 2011 Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Ein Jäger längs dem Weiher ging 2. Was raschelt in dem Grase dort? Lauf, Jäger, lauf! Was flüstert leise fort und fort? Lauf, Jäger, lauf! 3. Was ist das für ein Untier doch! Lauf, Jäger, lauf! Hat Ohren wie ein Blocksberg hoch! Lauf, Jäger, lauf! 4. Der Jäger furchtsam um sich schaut. Lauf, Jäger, lauf! Jetzt will ich’s wagen, o mir graut! Lauf, Jäger, lauf! lie ber Jä ger, lauf, mein lie ber Jä ger, lauf! lauf, lauf, lauf, mein lie ber Jä ger, gu ter Jä ger, lauf, lauf, lauf, mein Däm me rung den Wald um fing. Lauf, Jä ger, lauf, Jä ger, Ein Jä ger längs dem Wei her ging. Lauf, Jä ger, lauf! Die G G GC DEm D D G CA7 G D A D 7 G G G GD C D7 Melodie: in Kretzschmer / Zuccalmaglio, »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen«, Berlin 1838–1840 Text: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1809–1869), 1835 Von Jutta Koch für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 3, Carus) 5. Der Jäger lief zum Wald hinaus. Lauf, Jäger, lauf! Verkroch sich flink im Jägerhaus. Lauf, Jäger, lauf! 6. Das Häschen spielt im Mondenschein. Lauf, Jäger, lauf! Ihm leuchten froh die Äugelein. Lauf, Jäger, lauf!
  • 26. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. |: Er, er, er und er, Herr Meister, leb er wohl! :| Ich sag’s ihm grad frei ins Gesicht, seine Arbeit, die gefällt mir nicht. Ich will mein Glück probieren, marschieren. Melodie: in einer etwas anderen Version erstmals belegt in Erk/Irmer, »Die deutschen Volkslieder mit ihren Singweisen«, Berlin 1838. Obige Melodieversion nach dem »Zupfgeigenhansl«, Darmstadt 1909 Text: ab 1800 in Flugschriften belegt Von Singer Pur für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus) 3. |: Sie, sie, sie und sie, Frau Meist’rin, leb sie wohl! :| Ich sag’s ihr grad frei ins Gesicht: Ihr Speck und Kraut, das schmeckt mir nicht. Ich will mein Glück probieren, marschieren. 4. |: Ihr, ihr, ihr und ihr, ihr Jungfern, lebet wohl! :| Ich wünsche euch zu guter Letzt ein’n andern, der meine Stell ersetzt. Ich will mein Glück probieren, marschieren. 5. |: Ihr, ihr, ihr und ihr, ihr Brüder, lebet wohl! :| Hab ich euch was zu Leid getan, so bitt ich um Verzeihung an. Ich will mein Glück probieren, marschieren. Es, es, es und es 034-1 weiß, wo hin. Ich will mein Glück pro bie ren, mar schie ren. 2. muss. So schlag ich Frank furt aus dem Sinn und wen de mich, Gott 34 Es ist ein harter Schluss 1. Es, weil, es, weil, es weil und und es, weil, es weil ist ich ein aus har Frank ter furt 1. Schluss, F C F B F F C F 7 7 F Gm C F Dm7 7 G C F C F Dm B C F7 7 76
  • 27. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. |: Ein Knabe hatte ein Mägdlein lieb, :| sie flohen gar heimlich von Hause fort, es wusst’s nicht Vater noch Mutter. 3. |: Sie sind gewandert hin und her, :| sie haben gehabt weder Glück noch Stern, sie sind verdorben, gestorben. 4. |: Auf ihrem Grab Blaublümlein blühn, :| umschlingen sich zart wie sie im Grab, der Reif sie nicht welket, nicht dorret. Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht Blaublümelein 025-1 blü me lein, sie sind ver wel ket, ver dor ret. 25 Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht 1. Es fiel ein Reif in der Früh lings nacht. Er fiel auf die zar ten Blau Gm D Gm D Gm Gm D7 D Gm D Gm D GmD 7 Melodie: nach dem elsässischen Volkslied »Es fuhr ein Fuhrknecht übern Rhein«, 1807 Text: nach »Des Knaben Wunderhorn«, 4. Band, 1854. Dort ohne die 4. Strophe. Auch Zuccalmaglio (1803–1869) zugeschrieben, 1825 Von Christine Müller für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
  • 28. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. Sie hörte drunten die Glocken gehn im tiefen, tiefen See, wollt Vater und Mutter wiedersehn, die schöne, junge Lilofee. 3. Und als sie vor dem Tore stand auf der Burg wohl über dem See, da neigt sich Laub und grünes Gras vor der schönen, jungen Lilofee. 4. Und als sie aus der Kirche kam von der Burg wohl über dem See, da stand der wilde Wassermann vor der schönen, jungen Lilofee. 5. »Sprich, willst du hinuntergehn mit mir von der Burg wohl über dem See, deine Kindlein unten weinen nach dir, du schöne, junge Lilofee.« 6. »Und eh ich die Kindlein weinen lass im tiefen, tiefen See, scheid ich von Laub und grünem Gras, ich arme, junge Lilofee.« Es freit ein wilder Wassermann 026-1 Kö nigs Toch ter musst er han, die schö ne, jun ge Li lo fee. 26 Es freit ein wilder Wassermann 1. Es freit ein wil der Was ser mann in der Burg wohl ü ber dem See. Des E A E A B E7 B E F B E7 7 6 7 Melodie: seit dem frühen 19. Jahrhundert aus Nordböhmen (St. Joachimsthal, heute: Jáchymov) überliefert Text: in verschiedenen Fassungen seit dem frühen 19. Jahrhundert überliefert. Hier nach Max Pohl (1869–1928), in Selle/Pohl, »Hundert deutsche Volkslieder aus älterer Zeit«, Hannover 1911 Von Margarete Joswig für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
  • 29. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. Und kommst du, liebe Sonn, nit bald, so weset alls im grünen Wald, und all die müden Blumen, die haben müden Tod. 3. Es geht ein dunkle Wolk herein, es soll und muss geschieden sein. Ade, Feinslieb, dein Scheiden macht mir das Herze schwer. Melodie und Text: nach Pater Johann Werlins Liederhandschrift, Kloster Seeon am Chiemsee, 1646. Dort nur die erste Strophe. Die 2. Strophe erschien erstmals im »Zupfgeigenhansl«, Darmstadt 1909. Die 3. Strophe entstammt – abgesehen von der geän- derten Schlusszeile – einem Wanderlied des Kuhländchens (Ich waß wohl, wenns gut wandern ist), überliefert bei Kretzschmer/ Zuccalmaglio, »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen, Berlin 1838–1840 Von Monika Mauch für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus) Es geht ein dunkle Wolk herein 090-1 Wol ken wohl in das grü ne Gras. wird ein Re gen sein, ein Re gen aus den 90 Es geht ein dunkle Wolk herein 1. Es geht ein dunk le Wolk he rein, mich deucht, es Em Am Em H Em6 H 7 Am Em H Em F Hm G6 H 7 7 D G Am H Em7
  • 30. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Es klappert die Mühle 027-1 hat’s kei ne Not. Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp! mah let das Korn zu dem kräf ti gen Brot, und ha ben wir die ses, so Tag und bei Nacht ist der Mül ler stets wach, klipp klapp! Er 27 Es klappert die Mühle 1. Es klap pert die Müh le am rau schen den Bach, klipp klapp! Bei F C F F FC F Dm Gm C F B7 7 7 C F C F7 2. Flink laufen die Räder und drehen den Stein, klipp klapp! Und mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein, klipp klapp! Der Bäcker dann Zwieback und Kuchen draus bäckt, der immer den Kindern besonders gut schmeckt. Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp! 3. Wenn reichliche Körner das Ackerfeld trägt, klipp klapp! Die Mühle dann flink ihre Räder bewegt, klipp klapp! Und schenkt uns der Himmel nur immerdar Brot, so sind wir geborgen und leiden nicht Not. Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp! Melodie: aus dem 16. Jahrhundert, um 1770 in Verbindung mit dem Text »Es ritten drei Reiter zum Tor hinaus« bekannt geworden Text: Ernst Anschütz (1780–1861) Von Michael Nagy für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
  • 31. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Es war ein König in Thule 2. Es ging ihm nichts darüber, er leert’ ihn jeden Schmaus; die Augen gingen ihm über, so oft er trank daraus. 3. Und als er kam zu sterben, zählt’ er seine Städt’ im Reich, gönnt’ alles seinen Erben, den Becher nicht zugleich. 4. Er saß beim Königsmahle, die Ritter um ihn her, auf hohem Vätersaale, dort auf dem Schloss am Meer. 031-1 ster bend sei ne Buh le ei nen gold nen Be cher gab. 31 Es war ein König in Thule 1. Es war ein Kö nig in Thu le gar treu bis an das Grab, dem Dm Am B F Gm B A Dm C F Gm Dm Gm A Dm7 6 Thule: eine mystische Insel im Norden Europas Buhle: Geliebte Melodie: Carl Friedrich Zelter (1758–1832), 1812 Text: Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), 1774 Von Cornelia Kallisch für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus) 5. Dort stand der alte Zecher, trank letzte Lebensglut und warf den heil’gen Becher hinunter in die Flut. 6. Er sah ihn stürzen, trinken, und sinken tief ins Meer; die Augen täten ihm sinken; trank nie einen Tropfen mehr.
  • 32. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Es waren zwei Königskinder 032-1 Was ser war viel zu tief, das Was ser war viel zu tief. lieb, sie konn ten bei sam men nicht kom men, das 32 Es waren zwei Königskinder 1. Es wa ren zwei Kö nigs kin der, die hat ten ei nan der so F C F C F C F C Dm B7 6 F C F C F B C F7 76 C 7 7 6. Sie fasst ihn in ihre Arme und küsst seinen toten Mund: »Ach Mündelein, könntest du sprechen, |: so wär mein jung Herze gesund!« :| 7. Sie schwang sich um ihren Mantel und sprang wohl in die See: »Gut Nacht, mein Vater und Mutter, |: ihr seht mich nimmermeh.« :| 8. Da hört man Glocken läuten, da hört man Jammer und Not: Hier liegen zwei Königskinder, |: die sind alle beide tot. :| 2. »Ach Schätzchen, könntest du schwimmen, so schwimm doch herüber zu mir! Drei Kerzchen will ich anzünden, |: und die solln leuchten zu dir.« :| 3. Das hört’ ein falsches Nönnchen, die tat, als wenn sie schlief; sie tät die Kerzlein auslöschen, |: der Jüngling ertrank so tief. :| 4. »Ach Fischer, lieber Fischer, willst dir verdienen groß Lohn, so senk deine Netze ins Wasser, |: fisch mir den Königssohn!« :| 5. Er warf das Netz ins Wasser, es ging bis auf den Grund. Der erste Fisch, den er fischet, |: das war sich des Königs Sohn. :| Melodie und Text: in verschiedenen Varianten überliefert mit Wurzeln im 15. Jahrhundert. Text hier nach »Des Knaben Wunderhorn«, 4. Band, 1854, gekürzt; Melodie nach Heinrich Bothe, 1804 Von Juliane Banse für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
  • 33. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. »Wie sollte ich denn nicht barfuß gehn, hab keine Schuhe ja anzuziehn? La la la la, la la la la, hab keine Schuhe ja anzuziehn.« 3. »Feinsliebchen, willst du mein eigen sein, so kaufe ich dir ein Paar Schühlein fein! La la la la, la la la la, so kaufe ich dir ein Paar Schühlein fein!« 4. »Wie könnte ich euer eigen sein, ich bin ein arm Dienstmägdelein. La la la la, la la la la, ich bin ein arm Dienstmägdelein.« 5. »Und bist du arm, so nehm ich dich doch, du hast ja Ehr und Treue noch. La la la la, la la la la, du hast ja Ehr und Treue noch.« Melodie und Text: ursprünglich kuhländisches Lied (Mähren), 1814 veröffentlicht. Von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803–1869) ins Hochdeutsche übertragen und mit der Melodie der westfälischen Ballade »Winterrosen« verbunden. Fassung nach Johannes Brahms (1833–1897), WoO 33 Nr. 12, 1894 Von Juliane Banse und Olaf Bär für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 6. »Die Ehr und Treu mir keiner nahm, ich bin wie ich von der Mutter kam. La la la la, la la la la, ich bin wie ich von der Mutter kam.« 7. »Und Ehr und Treu ist besser wie Geld, ich nehm mir ein Weib, das mir gefällt. La la la la, la la la la, ich nehm mir ein Weib, das mir gefällt.« 8. Was zog er aus seiner Tasche fein? Mein Herz, von Gold ein Ringelein. La la la la, la la la la, mein Herz, von Gold ein Ringelein. Feinsliebchen, du sollst mir nicht barfuß gehn 035-1 la, du zer trittst dir die zar ten Füß lein schön. zar ten Füß lein schön. La la la la, la la la 35 Feinsliebchen, du sollst mir nicht barfuß gehn 1. Feins lieb chen, du sollst mir nicht bar fuß gehn, du zer trittst dir die Hm G D A Hm G D A D D A G7 A D Hm Em Hm F Hm6 F 7
  • 34. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 © 2011 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Gaudeamus igitur 2. Ubi sunt, qui ante nos in mundo fuere? Vadite ad superos, transite ad inferos, ubi iam fuere. 3. Vita nostra brevis est, brevi finietur, venit mors velociter, rapit nos atrociter, nemini parcetur. Deutscher Text 1. Brüder lasst uns lustig sein, weil der Frühling währet und der Jugend Sonnenschein unser Laub verkläret; Grab und Bahre warten nicht, wer die Rosen jetzo bricht, dem ist der Kranz bescheret. 2. Unsres Lebens schnelle Flucht leidet keinen Zügel, und des Schicksals Eifersucht macht ihr stetig Flügel; Zeit und Jahre fliehn davon, und vielleicht schnitzt man schon an unsres Grabes Riegel. nos ha be bit hu mus, nos ha be bit hu mus. post iu cun dam iu ven tu tem, post mo les tam se nec tu tem Gaudeamus igitur Gau de a mus i gi tur, iu ve nes dum su mus, A D E A E E E(A) (A) A D E F D E Am Melodie: Studentenlied, ursprünglich mittelalterliches Bußlied, 1788 Text: erste Textspuren im Mittelalter, heutige Fassung von Christian Wilhelm Kindleben (1748–1786), Halle 1781 Von den Männerstimmen des SWR Vokalensembles Stuttgart für das Liederprojekt gesungen. Deutscher Text nach Johann Christian Günther (1695–1723), 1717 4. Vivant omnes virgines faciles, formosae, vivant et mulieres, tenerae amabiles, bonae laboriosae! 3. Wo sind diese, sagt es mir, die vor wenig Jahren eben also, gleich wie wir, jung und fröhlich waren? Ihre Leiber deckt der Sand, sie sind in ein ander Land aus dieser Welt gefahren. 4. Wer nach unsern Vätern forscht mag den Kirchhof fragen: ihr Gebein, so längst vermorscht, wird ihm Antwort sagen; kann uns doch der Himmel bald, eh‘ die Morgenglocke schallt, in unsre Gräber tragen! 5. Unterdessen seid vergnügt, lasst den Himmel walten, trinkt, bis euch das Bier besiegt nach Manier der Alten! Fort, mir wässert schon das Maul, und, ihr andern, seid nicht faul, die Mode zu erhalten! 5. Pereat tristitia, pereant osores, pereat diabolus, quivis antiburschius, atque irrisores!
  • 35. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Geh aus, mein Herz, und suche Freud 038-1 mir und dir sich aus ge schmü cket ha ben, sich aus ge schmü cket ha ben. dei nes Got tes Ga ben; schau an der schö nen Gär ten Zier und sie he, wie sie 38 Geh aus, mein Herz, und suche Freud 1. Geh aus, mein Herz, und su che Freud in die ser lie ben Som mer zeit an D A D Hm F A D7 m 7 A E A Em A D Em AE 7 7 7 D A D A D G Em A D7 7 76 Melodie: Augustin Harder (1775–1813), bearbeitet von Friedrich Heinrich Eickhoff (1807–1880) Text: Paul Gerhardt (1607–1676), 1653 Von Christiane Oelze für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissen und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an |: als Salomonis Seide. :| 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fliegt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall |: Berg, Hügel, Tal und Felder. :| 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen, der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh |: ins tiefe Gras gesprungen. :| 5. Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, |: aus meinem Herzen rinnen. :|
  • 36. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Grüß Gott, du schöner Maien 2. Die kalten Wind verstummen, der Himmel ist gar blau; die lieben Bienlein summen daher auf grüner Au. O holde Lust im Maien da alles neu erblüht, du kannst mir sehr erfreuen mein Herz und mein Gemüt. 039-1 Nach ti gall mit Schal le hat die für nehms te Stell. Die lie ben Vög lein al le, sie sin gen all so hell. Frau 39 Grüß Gott, du schöner Maien 1. tust Grüß Gott, Jung du und Alt schö ner er Mai freu en en, da mit bist dei du ner wie Blu men drum zier. hier, F Dm C F Am C F7 7 F B Gm C F G C C7 7 F Dm C F Am C F7 7 Melodie: niederländisch, 1540 Text: aus Franken, 16. Jahrhundert. Nach Franz Wilhelm Ditfurth, »50 ungedruckte Balladen und Liebeslieder des 16. Jahrhunderts«, Heilbronn 1877 Von Lydia Teuscher für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
  • 37. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Hab mein Wage vollgelade 2. Hab mein Wage voll gelade, voll mit Männern, alten. Als wir in die Stadt ’neinkamen, murrten sie und schalten. Drum lad ich all mein Lebetage nie alte Männer auf mein Wage. Hü, Schimmel, hüa hü, hü, Schimmel, hü! Melodie und Text: aus dem Flämischen »Ik heb een wagen vol geladen«, Gent 1843, Melodie mit deutschem Text von Christiane Rassow zuerst bei Coenraad V. Bos, »30 niederländische Volkslieder«, Berlin 1898, danach umgesungen. Heute verbreitete Fassung nach dem »Zupfgeigenhansl«, Darmstadt 1909. 3. Hab mein Wage voll gelade, voll mit jungen Mädchen. Als wir zu dem Tor ’neinkamen, sangen sie durchs Städtchen. Drum lad ich all mein Lebetage nur junge Mädchen auf mein Wage. Hü, Schimmel, hüa hü, hü, Schimmel, hü! 040-1 Wa ge. Hü, Schim mel, hü a hü, hü, Schim mel, hü! Drum lad ich all mein Le be ta ge nie al te Weib sen auf mein 40 Hab mein Wage vollgelade 1. Hab Als wir mein Wa in ge die Stadt voll ge ’nein la ka de, men, voll hub’n mit sie al an ten zu Weib kei sen. fen. G D D G7 7 Hm Am G C D G7 DE7 Am 7 GD7
  • 38. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Hab oft im Kreise der Lieben · Frisch gesungen! 2. Hab einsam auch mich gehärmet in bangem, düsterem Mut |: und habe wieder gesungen, und alles war wieder gut. :| 3. Und manches, was ich erfahren, verkocht ich in stiller Wut, |: und kam ich wieder zu singen, war alles auch wieder gut. :| 4. Sollst uns nicht lange klagen, was alles dir wehe tut, |: nur frisch, nur frisch gesungen, und alles wird wieder gut. :| 041-1 gut, und al les, al les, und al les war hübsch und gut. gut, und mir ein Lied lein ge sun gen, und al les war hübsch und ruht und mir ein Lied lein ge sun gen, und al les war hübsch und 41 Hab oft im Kreise der Lieben 1. Hab oft im Krei se der Lie ben im duf ti gen Gra se ge G D Em A7 7 D Am E Am C G D7 6 D G Em Am D E Am A7 7 D D G A D G C G D G7 7 6 7 D 7 7 Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860), Nr. 1 aus op. 34 für Männerchor, 1839 Text: Adalbert von Chamisso (1781–1838), 1829 Von Cornelius Hauptmann für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
  • 39. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Hejo! Spann den Wagen an (Kanon zu 3 oder 6 Stimmen) 042-1 3. Hol die gold nen Gar ben, hol die gold nen Gar ben! 42 Hejo! Spannt den Wagen an 1. He jo! Spann den Wa (Kanon) gen an, 2. denn der Wind treibt Re gen ü bers Land! Gm Dm Gm D7 Gm GmDm D7 Gm Dm Gm D 4. 5. 6. 7 Melodie: nach dem englischen Rundgesang »Heigh-ho! Anybody home? Food and drink and money have I none. Still I will be merry, still I will be merry.« Text: Anonymus Von »Wir Kinder vom Kleistpark« für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
  • 40. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Horch, was kommt von draußen rein? 2. Leute haben’s oft gesagt, hollahi, hollaho, was ich für’n Feinsliebchen hab. Hollahiaho! Lass sie reden, schweig fein still, hollahi, hollaho, kann ja lieben, wen ich will. Hollahiaho! 3. Wenn mein Liebchen Hochzeit hat, hollahi, hollaho, ist für mich ein Trauertag. Hollahiaho! Geh ich in mein Kämmerlein, hollahi, hollaho, trage meinen Schmerz allein. Hollahiaho! 4. Wenn ich dann gestorben bin, hollahi, hollaho, trägt man mich zum Grabe hin. Hollahiaho! Setzt mir keinen Leichenstein, hollahi, hollaho, pflanzt mir drauf Vergissnichtmein. Hollahiaho! 044-1 wirds wohl nicht ge we sen sein. Hol la hi a ho! bei und schaut nicht rein, hol la hi, hol la ho, Wird wohl mein Feins lieb chen sein. Hol la hi a ho! Geht vor 44 Horch, was kommt von draußen rein? 1. Horch, was kommt von drau ßen rein? Hol la hi, hol la ho! D A D7 D A D G7 H Em A D D G 7 7 7 D H Em A D D 7 7 Melodie und Text: unbekannter Herkunft, um 1870 entstanden, in vielen Textvarianten überliefert Von Dorothee Mields für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
  • 41. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. Das sag ich ihr und niemand mehr: Mein’m Herzen g’schah noch nie so weh. Sie liebet mich je länger je mehr; durch Meiden muss ich leiden Pein. Ich fahr dahin, ich fahr dahin! 3. Ich bitt dich, liebste Fraue mein, wann ich dich mein und anders kein, wann ich dir gib mein Lieb allein, gedenk, dass ich dein Eigen bin. Ich fahr dahin, ich fahr dahin! 4. Halt du dein Treu so stet als ich! So wie du willt, so findst du mich. Halt dich in Hut, das bitt ich dich! Gesegn dich Gott! Ich fahr dahin! Ich fahr dahin, ich fahr dahin! Melodie und Text: Lochamer Liederbuch, 1452–1460, in der Fassung von Johannes Brahms, WoO 32 Nr. 17, um 1858 Von Ruth Sandhoff für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) Ich fahr dahin 045-1 soll es sein. Ich fahr da hin, ich fahr da hin! Liebs ten mein, zu letzt lass ich ihr ’s Her ze mein, die weil ich leb, so 45 Ich fahr dahin 1. Ich fahr da hin, wann es muss sein, ich scheid mich von der G C G D G Hm F G6 D 7 m D A D G Em C D G Hm EmA 7 6 G A D G D G C D G D G6 7 7 7 7
  • 42. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Ich ging durch einen grasgrünen Wald 2. Stimm an, stimm an, Frau Nachtigall, sing mir von meinem Feinsliebchen! Sing mir es so hübsch, sing mir es so fein: Heut Abend, da will ich bei ihr sein, sie halten in meinen Armen. 3. Der Tag verging, die Nacht brach an, der Knabe kam gegangen, er klopfte so leise mit seinem Ring: »Mach auf, mach auf, herzliebstes Kind! Ich habe schon lange gestanden.« 4. »So lang gestanden, das hast du nicht, ich habe ja noch nicht geschlafen; hab immer gedacht in meinem Sinn: wo ist mein allerliebst Schätzchen hin? wo bist du so lange geblieben?« 5. »Wo ich so lange geblieben bin, das kann ich dir, Schätzchen, wohl sagen: wohl bei dem Bier, wohl bei dem Wein, allwo die schönen Mädchen sein; da bin ich auch jederzeit gerne.« 046-1 klei nen Vö ge lein in dem Wald, die hört ich so ger ne wohl sin gen. sin gen; sie san gen so jung, sie san gen so alt, die 46 Ich ging durch einen grasgrünen Wald 1. Ich ging durch ei nen gras grü nen Wald, da hört ich die Vö ge lein F C F Dm7 C F Gm C F C Gm Dm C F C F7 7 7 Am Am Am Melodie und Text: aus Hessen-Darmstadt, nach Ludwig Erk, »Neue Sammlung deutscher Volkslieder« II, Berlin 1841 (1. Fassung). Alternative Fassung mit zwei neugedichteten Strophen von Hermann Kletke (1813–1886), 1841 Von den Männerstimmen des Dresdner Kammerchors für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus) 6. Ihr Jungfern nehmt euch wohl in Acht und traut keinem Junggesellen! Sie versprechen euch viel und haltens nicht, sie führen euch alle nur hinter das Licht und tun sich nur immer verstellen. Alternative Fassung: 1. Ich geh durch einen grasgrünen Wald und höre die Vögelein singen; sie singen so jung, sie singen so alt, die kleinen Vögelein in dem Wald, die hör ich so gerne wohl singen. 2. O sing nur, singe, Frau Nachtigall, wer möchte dich, Sängerin, stören? Wie wonniglich klingt’s im Widerhall, es lauschen die Blumen, die Vögel all und wollen die Nachtigall hören 3. Nun muss ich wandern bergauf, bergab, die Nachtigall singt in der Ferne. Es wird mir so wohl, so leicht am Stab, und wie ich schreite hinauf, hinab, die Nachtigall singt in der Ferne.
  • 43. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Ich hab die Nacht geträumet 2. Ein Kirchhof war der Garten, das Blumenbeet ein Grab, und von dem grünen Baume fiel Kron und Blüten ab. 3. Die Blüten tät ich sammeln in einem großen Krug, der fiel mir aus den Händen, dass er in Stücke schlug. 4. Draus sah ich Perlen rinnen und Tröpflein rosenrot. Was mag der Traum bedeuten? Herzliebster, bist du tot? 047-1 wuchs in mei nem Gar ten ein Ros ma ri en baum. 47 Ich hab die Nacht geträumet 1. Ich hab die Nacht ge träu met wohl ei nen schwe ren Traum; es Fm C Fm D C7 Fm B Fm C Fm7Cm Melodie: vor 1775 bekannt, erstmals gedruckt bei Christoph Friedrich Nicolai, 1777 Text: erstmals bei August Zarnack (1777–1827), 1820 Von Britta Schwarz für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
  • 44. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 © 2011 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Ich hatt einen Kameraden 2. Eine Kugel kam geflogen, gilt sie mir oder gilt sie dir? Ihn hat es weggerissen, er liegt vor meinen Füßen, |: als wär’s ein Stück von mir. :| 3. Will mir die Hand noch reichen, derweil ich eben lad. Kann dir die Hand nicht geben, bleib du im ew’gen Leben |: mein guter Kamerad! :| glei chen Schritt und Tritt, im glei chen Schritt und Tritt. Trom mel schlug zum Strei te, er ging an mei ner Sei te im Ich hatt ei nen Ka me ra den, ei nen bes sern findst du nit. Die 03 1. Ich hatt einen Kameraden G GD GD D D A DG G D DEm D GG 7 7 7 7 Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860) Text: Ludwig Uhland (1787–1862) Von Philip Niederberger und Johannes Kaleschke für das Liederprojekt gesungen.
  • 45. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Ich weiß nicht, was soll es bedeuten · Loreley 2. Die schönste Jungfrau sitzet dort oben wunderbar, ihr goldnes Geschmeide blitzet, sie kämmt ihr goldenes Haar. Sie kämmt es mit goldenem Kamme und singt ein Lied dabei; das hat eine wundersame, gewaltige Melodei. 048-1 Gip C fel des Ber F ges fun C kelt F6 im C A G bend son G nen schein. C Luft G ist kühl und es dun G C kelt 6 und G ru D hig D fließt 7 der G Rhein; G7 der Mär C chen aus al F ten Zei C ten, F6 das C kommt G mir G nicht 7 aus dem Sinn. C Die 48 Ich weiß nicht, was soll es bedeuten 1. Ich C weiß nicht,was F soll es be C deu ten, F6 dass C ich G so trau G7 rig C bin? Ein 7 Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860), 1837 Text: Heinrich Heine (1797–1856), 1824 3. Den Schiffer im kleinen Schiffe, ergreift es mit wildem Weh; er schaut nicht die Felsenriffe, er schaut nur hinauf in die Höh. Ich glaube, die Wellen verschlingen am Ende Schiffer und Kahn; und das hat mit ihrem Singen die Loreley getan.
  • 46. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Im Märzen der Bauer 2. Die Bäurin, die Mägde, sie dürfen nicht ruhn, sie haben im Haus und im Garten zu tun; sie graben und rechen und singen ein Lied und freun sich, wenn alles schön grünet und blüht. 3. So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei, dann erntet der Bauer das duftende Heu; er mäht das Getreide, dann drischt er es aus: im Winter, da gibt es manch fröhlichen Schmaus. 050-1 eg get und sät und rührt sei ne Hän de früh mor gens und spät. Fel der und Wie sen in Stand. Er pflü get den Bo den, er 50 Im Märzen der Bauer 1. Im Mär zen der Bau er die Röss lein ein spannt. Er setzt sei ne F B C F F76 B C F C F6 7 C F Dm B C F7 76 Melodie und Text: Volkslied aus Mähren, seit 1884 nachgewiesen Von Johannes Grimm für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
  • 47. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Im schönsten Wiesengrunde 051-1 tau send mal! Da zog ich man che Stun de ins Tal hi naus. zog ich man che Stun de ins Tal hi naus. Dich, mein stil les Tal, grüß ich 51 Im schönsten Wiesengrunde 1. Im schöns ten Wie sen grun de ist mei ner Hei mat Haus; da D G D A D G Em A6 A D D G G D A D A7 6 A D D D G G D A D7 6 A 7 2. Müsst aus dem Tal ich scheiden, wo alles Lust und Klang; das wär mein herbstes Leiden, mein letzter Gang. Dich, mein stilles Tal, grüß ich tausendmal! Das wär mein herbstes Leiden, mein letzter Gang. 3. Sterb ich – in Tales Grunde will ich begraben sein; singt mir zur letzten Stunde beim Abendschein: Dir, o stilles Tal, Gruß zum letzten Mal! Singt mir zur letzten Stunde beim Abendschein. Melodie: nach dem Volkslied »Drei Lilien, drei Lilien«, 1830 Text: Wilhelm Ganzhorn (1818–1880), (»Das stille Tal«), 1852, im Original 13 Strophen Von Peter Schreier für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
  • 48. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de In einem kühlen Grunde Das zerbrochene Ringlein 2. Sie hat mir Treu versprochen, gab mir ein’ Ring dabei, |: sie hat die Treu gebrochen, das Ringlein sprang entzwei. :| 3. Ich möcht als Spielmann reisen weit in die Welt hinaus |: und singen meine Weisen und gehn von Haus zu Haus. :| 052-1 Liebs te ist ver schwun den, die dort ge woh net hat. Liebs te ist ver schwun den, die dort ge woh net hat; mein 52. In einem kühlen Grunde 1. In ei nem küh len Grun de, da geht ein Müh len rad; mein F C Dm C F7 C C Am B F C F7 C 7 C C F B F C F7 C 7 Melodie: nach Johann Friedrich Glück (1793–1840), 1814. Fassung nach Ludwig Erk, »Deutscher Liederschatz«, Leipzig 1859–1872. Die Originalfassung von Glück ist in kleinen Noten wiedergegeben. Der Volkslieder-Klavierband enthält Sätze zu beiden Fassungen. Text: Joseph von Eichendorff (1788–1857), 1810 Von Marcus Ullmann für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 4. Ich möcht als Reiter fliegen wohl in die blut’ge Schlacht, |: um stille Feuer liegen im Feld bei dunkler Nacht. :| 5. Hör ich das Mühlrad gehen, ich weiß nicht, was ich will; |: ich möcht am liebsten sterben, da wär’s auf einmal still. :|
  • 49. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. Der Harung sprach: »Du bist verrückt«, zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la, »du bist mir viel zu plattgedrückt«, zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la, »rutsch mir den Buckel runter, du olle Flunder, du olle Flunder, rutsch mir den Buckel runter, du olle Flunder.« 3. Da stieß die Flunder auf den Grund, zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la, wo sie ’nen goldnen Rubel fund, zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la, ein Goldstück von zehn Rubel, o welch ein Jubel, o welch ein Jubel, ein Goldstück von zehn Rubel, o welch ein Jubel! Harung = Hering Melodie und Text: volkstümlich 4. Da war die olle Schrulle reich, zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la, da nahm der Harung sie sogleich, zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la, denn so ein alter Harung, der hat Erfahrung, der hat Erfahrung, denn so ein alter Harung, der hat Erfahrung. 5. Und die Moral von der Geschicht? zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la, verlieb dich in ’nen Harung nicht, zwo, drei, vier, ss-ta-ta, ti-ra-la-la, denn so ein alter Harung, der hat Erfahrung, der hat Erfahrung, denn so ein alter Harung, der hat Erfahrung. In einen Harung 053-1 1. Flun der, ’ne ol le Flun der, ver 2. Flun der. ss ta ta, ti ra la la, ver lieb te sich, o Wun der, ’ne ol le ra la la, der auf dem Mee res grun de schwamm, zwo, drei, vier, 53 In einen Harung 1. In ei nen Ha rung, jung und schlank, zwo, drei, vier, ss ta ta, ti G D D7 7 G G D7 D G C G7 D G D G7 7
  • 50. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Innsbruck, ich muss dich lassen 2. Groß Leid muss ich jetzt tragen, dass ich allein tu klagen dem liebsten Buhlen mein. Ach Lieb, nun lass mich Armen im Herzen dein erbarmen, |: dass ich muss dannen sein. :| 3. Mein Trost ob allen Weiben, dein tu ich ewig bleiben, stet, treu, der Ehren fromm. Nun muss dich Gott bewahren, in aller Tugend sparen, |: bis dass ich wiederkomm. :| 054-1 ich nit weiß be kom men, wo ich im E lend bin. frem de Land da hin. Mein Freud ist mir ge nom men, die 54 Innsbruck, ich muss dich lassen 1. Inns bruck, ich muss dich las sen, ich fahr da hin mein Stra ßen in F B FAm Gm Dm C Gm Dm G C Dm7 Gm Dm C Dm Am F Gm Dm C Gm Dm G C Dm C F B Gm C F7 7 C Buhle: Geliebter Elend: altdeutsch für »Ausland« Melodie: Heinrich Isaac (1450–1517) Text: Kaiser Maximilian I. zugeschrieben, gedruckt bei Georg Forster, »Frische Teutsche Liedlein« I, Nürnberg 1539 Von Franz Vitzthum für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
  • 51. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Jetzt fängt das schöne Frühjahr an 2. Es blühen Blümlein auf dem Feld sie blühen weiß, blau, rot und gelb, es gibt nichts Schöneres auf der Welt. 3. Jetzt leg ich mich in’n grünen Klee, da singt das Vöglein in der Höh, weil ich zu mei’m Feinsliebchen geh. 4. Jetzt geht er über Berg und Tal, da singt so schön die Nachtigall auf grüner Heid und überall. 055-1 blü hen an auf grü ner Heid und ü ber all. 55 Jetzt fängt das schöne Frühjahr 1. Jetzt fängt das schö ne Früh jahr an, und al les fängt zu G D G G7 Hm Em C Am D G7 Melodie und Text: vom Niederrhein, Mitte 19. Jahrhundert. Fassung nach Erk/Böhme, »Deutscher Liederhort«, Leipzig 1893/94 5. Und als ich vor ihr Fenster ging, da klopft ich an mit meinem Ring, und da war schon ein andrer drin. 6. »Hab ich dich nicht recht treu geliebt und dir dein Herz niemals betrübt, doch seh ich wohl, du führst ein falsche Lieb.« 7. Jetzt geh ich in den grünen Wald, da such ich mir mein Aufenthalt, weil mir mein Schätzle nimmer g’fallt.
  • 52. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Jetzt gang i ans Brünnele 2. Do lass i meine Äugele um und um gehn. Do sieh i mein herztausige Schatz bei ’nem Andre stehn. 3. Und bei ’nem Andre stehe seh, ach, des tut weh! Jetzt b’hüt di Gott, herztausiger Schatz, di b’sieh i nimmemeh! 4. Jetzt kauf i mir Tinte und Fed’r und Papier und schreib meim herztausige Schatz einen Abschiedsbrief. 5. Jetzt leg i mi nieder aufs Heu und aufs Moos, do fallet mir drei Röselein nieder in mein Schoß. 6. Und diese drei Röselein sind blutigrot. Jetzt weiß i net, lebt mein Schatz, oder ist er tot? 056 such i mein herz tau si ge Schatz, find’n a ber net. gang i ans Brün ne le, trink a ber net, do 56 Jetzt gang i ans Brünnele 1. Jetzt gang i ans Brün ne le, trink a ber net, jetzt 1. 2. net, F C F7 F C F F7 C F B F F 7 6 C7 herztausig: schwäbisch »herzlieb« Melodie und Text: nach einem Volkslied aus dem Remstal; zuerst bei Friedrich Silcher, 1826 Von Andreas Weller für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
  • 53. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Kein schöner Land 057-1 zeit, F wo wir uns fin F den wohl un tern Lin C7 den zur F A bend C7 zeit. F breit, C wo wir uns fin F den wohl un tern Lin C7 den zur Dm A bend C7 57 Kein schöner Land 1. Kein schö ner Land F in die ser C Zeit als hier das F uns re weit G7 und 2. Da haben wir so manche Stund gesessen da in froher Rund |: und taten singen, die Lieder klingen im Eichengrund. :| Melodie und Text: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803–1869), nach einer älteren Melodie, in: Kretzschmer/Zuccalmaglio, »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen«, Berlin 1838–1840 Von Christian Elsner und Tochter Paulina für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 3. Dass wir uns hier in diesem Tal noch treffen so viel hundertmal, |: Gott mag es schenken, Gott mag es lenken, er hat die Gnad. :| 4. Jetzt, Brüder, eine gute Nacht, der Herr im hohen Himmel wacht; |: in seiner Güten uns zu behüten, ist er bedacht! :|
  • 54. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Komm, lieber Mai · Sehnsucht nach dem Frühling 2. Zwar Wintertage haben wohl auch der Freuden viel; man kann im Schnee eins traben, und treibt manch Abendspiel; baut Häuserchen von Karten, spielt Blindekuh und Pfand; auch gibt’s wohl Schlittenfahrten aufs liebe freie Land. 3. Doch wenn die Vöglein singen, und wir dann froh und flink auf grünen Rasen springen, das ist ein ander Ding! Jetzt muss mein Steckenpferdchen dort in dem Winkel stehn, denn draußen in dem Gärtchen kann man vor Kot nicht gehn. 058-1 lie ber Mai, wie ger ne ein mal spa zie ren gehn! möcht ich doch so ger ne ein Veil chen wie der sehn! Ach, lass mir an dem Ba che die klei nen Veil chen blühn! Wie 58 Komm, lieber Mai Sehnsucht nach dem Frühling 1. Komm, lie ber Mai, und ma che die Bäu me wie der grün, und D A D7 D A D7 A D AE7 77 D G D A D6 A 7 Melodie: Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791), KV 596, 1791 Text: Christian Adolf Overbeck (1755–1821), 1776 Von Sibylla Rubens für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 4. Am meisten aber dauert mich Fiekchens Herzeleid. Das arme Mädchen lauert recht auf die Blumenzeit! Umsonst hol ich ihr Spielchen zum Zeitvertreib herbei: Sie sitzt in ihrem Stühlchen wie’s Hühnchen auf dem Ei. 5. Ach, wenn’s doch erst gelinder und grüner draußen wär! Komm, lieber Mai, wir Kinder, wir bitten gar zu sehr! O komm und bring vor allen uns viele Veilchen mit! Bring auch viel Nachtigallen und schöne Kuckucks mit!
  • 55. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Leise zieht durch mein Gemüt 059-1 klin ge, klei nes Früh lings lied, kling hi naus ins Wei te. 59 Leise zieht durch mein Gemüt 1. Lei se zieht durch mein Ge müt lieb li ches Ge läu te; C C F F C7 A A Dm C C G C7 7G Melodie: Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), op. 19 Nr. 5, 1834 (»Frühlingsgruß«); Text: Heinrich Heine (1797–1856) Von Stella Doufexis für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 2. Kling hinaus bis an das Haus, wo die Veilchen sprießen! Wenn du eine Rose schaust, sag, ich lass sie grüßen.
  • 56. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Morgen muss ich weg von hier 2. Wenn zwei gute Freunde sind, die einander kennen, Sonn und Mond bewegen sich, ehe sie sich trennen. Noch viel größer ist der Schmerz, wenn ein treu verliebtes Herz |: in die Fremde ziehet. :| 3. Dort auf jener grünen Au steht mein jung frisch Leben, soll ich denn mein Leben lang in der Fremde schweben? Hab ich dir was Leids getan, bitt dich, woll’s vergessen, |: denn es geht zu Ende. :| 061-1 soll ich dich ver las sen, soll ich dich ver las sen! Da ich dich so treu ge liebt ü ber al le Ma ßen, o du al ler höch ste Zier, Schei den das bringt Grä men. 61 Morgen muss ich weg von hier 1. Mor gen muss ich weg von hier und muss Ab schied neh men; E B E B E7 7 E B E B F B7 F B B B E B7 7 E A E B EB 7 7 Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860), 1827 Text: aus »Des Knaben Wunderhorn«, 1808 4. Küsset dir ein Lüftelein Wangen oder Hände, denke, dass es Seufzer sein, die ich zu dir sende; tausend schick ich täglich aus, die da wehen um dein Haus, |: weil ich dein gedenke. :|
  • 57. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Muss i denn, muss i denn zum Städtele ’naus 2. Wie du weinst, wie du weinst, dass i wandere muss, wandere muss, wie wenn d’Lieb jetzt wär vorbei; sind au drauß, sind au drauß der Mädele viel, Mädele viel, lieber Schatz, i bleib dir treu. Denk du net, wenn i en andre seh, so sei mein Lieb vorbei, sind au drauß, sind au drauß der Mädele viel, Mädele viel, lieber Schatz, i bleib dir treu. 062 wie drum komm, wie drum komm, kehr i ein, mein Schatz, bei dir. doch mein Freud an dir; wenn i komm, wenn i komm, wenn i du, ein, mein mein Schatz, Schatz, bei bleibst hier? dir. Kann i gleich nit all weil bei dir sein, han i 62 Muss i denn, muss i denn zum Städtele naus 1. Muss Wenn i i denn, komm, muss wenn i i denn komm, zum wenn i Stä wie dte drum le ’naus, komm, Stä wie dte drum le komm, ’naus, und kehr i D A D D7 Em A D A D7 G D D A D A D Em A D7 7 7 Melodie und Strophe 1 von Friedrich Silcher (1789–1860), 1827 (»Abschied«), vermutlich nach einer älteren Vorlage, Strophen 2 und 3 von Heinrich Wagner (1783–1863). Später rhythmisch leicht verändert. Von Michael Volle für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 3. Übers Jahr, übers Jahr, wenn me Träubele schneidt, Träubele schneidt, stell i hier mi wiedrum ein; bin i dann, bin i dann dein Schätzele noch, Schätzele noch, so soll die Hochzeit sein. Übers Jahr, da ist mein Zeit vorbei, da gehör i mein und dein, bin i dann, bin i dann dein Schätzele noch, Schätzele noch, so soll die Hochzeit sein.
  • 58. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. Wie du lachst mit deines Himmels Blau, lieb Heimatland, ade! Wie du grüßest mich mit Feld und Au, lieb Heimatland, ade! Gott weiß, zu dir steht stets mein Sinn, doch jetzt zur Ferne zieht’s mich hin, lieb Heimatland, ade! 3. Begleitest mich, du lieber Fluss, lieb Heimatland, ade! Bist traurig, dass ich wandern muss, lieb Heimatland, ade! Vom moos’gen Stein am wald’gen Tal, da grüß ich dich zum letzten Mal, lieb Heimatland, ade! Nun ade, du mein lieb Heimatland 064-1 wan dern tut, lieb Hei mat land, a de! de! 2. Und D so sing G ich denn A mit D fro hem Mut, wie Hm man sin G get, wenn A man 64 Nun ade, du mein lieb Heimatland 1. Es Nun a de, geht D jetzt du mein fort lieb zum Hei fer mat nen Strand, land, lieb lieb Hei A Hei 7 mat mat land, land, a a 1. de! D 6 7 6 7 D Em A D7 Melodie: nach einem westfälischen Soldatenlied, 1853 Text: August Disselhoff (1829–1903), 1851
  • 59. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Nun will der Lenz uns grüßen 2. Waldvöglein Lieder singen, wie ihr sie nur begehrt: Drum auf zum frohen Springen! Die Reis’ ist Goldes wert. Hei, unter grünen Linden, da leuchten weiße Kleid! Heija, nun hat uns Kinden ein End all Wintersleid! 065-1 lädt im Fest tags klei de zum Mai en tan ze ein. wob die brau ne Hei de sich ein Ge wand gar fein und al len E cken sprie ßen die Blu men rot und blau. Draus 65 Nun will der Lenz uns grüßen Nun will der Lenz uns grü ßen, von Mit tag weht es lau; aus G Em A D C D G7 G Em A D C D G7 Hm D G D G C D7 7 H Em A D C D G7 1. Melodie: Anonymus, gedruckt in »Sammlung von Volksgesängen«, Zürich 1886 Text: Karl Ströse, »Deutsche Minne aus alter Zeit«, Leipzig 1878, nach Neidhart von Reuental, 13. Jahrhundert
  • 60. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. O, du lieber Augustin ... |: Rock ist weg, Stock ist weg, Augustin liegt im Dreck, o, du lieber Augustin, alles ist hin. :| 3. O, du lieber Augustin ... |: Und selbst das reiche Wien, hin ist’s wie Augustin; weint mit mir im gleichen Sinn, alles ist hin. :| 4. O, du lieber Augustin ... |: Jeder Tag war ein Fest, und was jetzt? Pest, die Pest! Nur ein groß Leichenfest, das ist der Rest. :| O, du lieber Augustin 066-1 al les weg, o, du lie ber Au gus tin, al les ist hin. Au gus tin, al les ist hin. Geld ist weg, Mäd’l ist weg, al les weg, 66 O, du lieber Augustin O, du lie ber Au gus tin, Au gus tin, Au gus tin, o, du lie ber F F C F F7 F C F C F7 C F F F C F7 1. Melodie und Text: um 1800 erstmals in Wien nachgewiesen. Der sprichwörtlich gewordene »liebe Augustin« war vermutlich Markus Augustin (1643–1685), Sackpfeifer und Dichter im Wien zur Pestzeit. Von Kurt Moll für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus) 5. O, du lieber Augustin ... |: Augustin, Augustin, leg nur ins Grab dich hin! O, du lieber Augustin, alles ist hin. :|
  • 61. www.liederprojekt.org VOLKSLIEDER Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam ISBN 978-3-15-010794-2 (Reclam) · ISBN 978-3-89948-151-8 (Carus) © 2010 Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de www.zeit.de 2. Wenn es beginnt zu tagen, die Erde dampft und blinkt, die Vögel lustig schlagen, dass dir dein Herz erklingt: Da mag vergehn, verwehen das trübe Erdenleid, |: da sollst du auferstehen in junger Herrlichkeit. :| 3. Im Walde steht geschrieben ein stilles, ernstes Wort vom rechten Tun und Lieben und was des Menschen Hort. Ich habe treu gelesen die Worte schlicht und wahr. |: Und durch mein ganzes Wesen ward’s unaussprechlich klar. :| Melodie: Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), »Sechs Lieder im Freien zu singen für vierstimmigen gemischten Chor« op. 59 Nr. 3 (»Abschied vom Walde«), 1843 Text: Joseph von Eichendorff (1788–1857), 1810 Vom Kammerchor Stuttgart für das Liederprojekt gesungen. 4. Bald werd ich dich verlassen, fremd in der Fremde gehn, auf bunt bewegten Gassen des Lebens Schauspiel sehn; und mitten in dem Leben wird deines Ernsts Gewalt |: mich Einsamen erheben, so wird mein Herz nicht alt. :| O Täler weit, o Höhen · Abschied vom Walde 067-1 Zelt, schlag noch ein mal die Bo gen um mich, du grü nes Zelt. saust die ge schäft’ ge Welt; schlag noch ein mal die Bo gen um mich, du grü nes We hen an dächt’ ger Auf ent halt. Da drau ßen, stets be tro gen, 67 O Täler weit, o Höhen 1. O Tä ler weit, o Hö hen, o schö ner, grü ner Wald, du mei ner Lust und C G Am F C C F G C D G F C7 7 7 C G Em H G C F G7 7 C C E Am F Dm G C7 7
  • 62. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Papir is doch waiß 2. Bay nechtn, bay nakht, bin ich oyf a chasene geveyn. Fil sheyne meydenlech hof ikh dort gezen, oy fil sheyne meydlech zu dir kimmt nicht goor zu dayne schwarze eygelekh, zu dayne schwarze hoor. 3. Dayn tale, dayn minne, dyn eydeler fasoon, in harzn brent a fayer, me zayt es nicht un. Nidoo a za mensch, vos zol filn vi es brent. Der toyt un dos lebn iz bay got in di hent. 119-1 ku schn dain sche’in po nim un zu hal tn dain hand. sten dig ge se ssn drai teg noch a nand, zu dir, main siß le bn, ziht doch main harz! Ich wollt 119 Papir is doch waiß Pa pir is doch waiß un tint is doch schwarz, zu Cm B E Fm G Cm7 Cm A B B E7 E A E Cm B E E A A FmE G CmB 7 1. B B B Melodie und Text: vermutlich aus dem biblischen Stück »Makhaze Mekhires Yoysef« (Der Verkauf Josefs) von Eliakum Zunser (1836–1913), 1874, Verbreitung ab dem späten 19. Jahrhundert in verschiedenen Text- und Melodievarianten Von Helene Schneiderman für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) Freie Übersetzung aus dem Jiddischen (die jiddische Sprache hat sich im Mittelalter auf der Grundlage mittelhochdeutscher Dialekte entwickelt) 1. Papier ist doch weiß, und Tinte ist doch schwarz. Zu dir, mein süßes Leben, zieht mich doch mein Herz. Ich wollte immer dasitzen, drei Tage hintereinander, um dein schön’ Gesicht zu küssen und deine Hand zu halten. 2. Letztens, des Nachts, bin ich auf einer Hochzeit gewesen; viele schöne Mädchen habe ich dort gesehen. Aber die vielen Mädchen kommen in ihrer Schönheit nicht an dich heran, an dich mit deinen schwarzen Äugelein und deinem schwarzen Haar. 3. Deine Gestalt, dein Ausdruck, deine edlen Züge, in meinem Herzen brennt ein Feuer, man sieht es mir nicht an. Kein Mensch soll fühlen, wie es brennt. Der Tod und das Leben liegen in Gottes Händen.
  • 63. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Sah ein Knab ein Röslein stehn · Heidenröslein 068-1 Freu den. Rös lein, Rös lein, Rös lein rot, Rös lein auf der Hei den. mor gen schön, lief er schnell, es nah zu sehn, sah’s mit vie len 68 Sah ein Knab ein Röslein stehn 1. Sah ein Knab ein Rös lein stehn, Rös lein auf der Hei den, war so jung und D A D G D D Hm G Em A D A D G A Hm G D A D 7 7 G D DF 7 D A A 2. Knabe sprach: »Ich breche dich, Röslein auf der Heiden.« Röslein sprach: »Ich steche dich, dass du ewig denkst an mich, und ich will’s nicht leiden.« Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden. 3. Und der wilde Knabe brach ’s Röslein auf der Heiden. Röslein wehrte sich und stach, half ihm doch kein Weh und Ach, musst es eben leiden. Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden. Melodie: Heinrich Werner (1800–1833), 1829 Text: Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), 1771 Von Roman Trekel für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
  • 64. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Schön ist die Welt 2. Wir sind nicht stolz, wir brauchen keine Pferde, |: die uns von dannen ziehn. :| 3. Wir steigen hin auf Berge und auf Hügel, |: wo uns die Sonne sticht. :| 070b-1 in die wei te Welt, wohl in die wei te Welt. 70b Schön ist die Welt 1. Schön ist die Welt, drum Brü der, lasst uns rei sen wohl G Em G D D G D G7 7 Melodie und Text: Gesellenlied aus dem Hessischen, Ende des 19. Jahrhunderts 4. Wir laben uns an jeder Felsenquelle, |: wo frisches Wasser fließt. :| 5. Wir reisen fort von einer Stadt zur andern, |: wo uns die Luft gefällt. :|
  • 65. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Schwesterlein, wann gehn wir nach Haus 2. »Schwesterlein, Schwesterlein, wann gehn wir nach Haus?« »Morgen, wenn der Tag anbricht, eh end’t die Freude nicht, Brüderlein, Brüderlein, der fröhliche Braus.« 3. »Schwesterlein, Schwesterlein, wohl ist es Zeit.« »Mein Liebster tanzt mit mir, geh ich, tanzt er mit ihr, Brüderlein, Brüderlein, lass du mich heut.« 4. »Schwesterlein, Schwesterlein, was bist du blass?« »Das macht der Morgenschein auf meinen Wängelein, Brüderlein, Brüderlein, die vom Taue nass.« 5. »Schwesterlein, Schwesterlein, du wankest so matt?« »Suche die Kammertür, suche mein Bettlein mir. Brüderlein, es wird fein unterm Rasen sein.« 071-1 Brü der lein, Brü der lein, dann gehn wir nach Haus.« »Mor gen, wenn die Hah nen krähn, wolln wir nach Hau se gehn, 71 Schwesterlein, wann gehn wir nach Haus 1. »Schwes ter lein, Schwes ter lein, wann gehn wir nach Haus?« Am Dm Am E Am7 E C G C C G C7 7 Am E Dm Am E Am7 E Melodie und Text: aus Kretzschmer/Zuccalmaglio, »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen«, Berlin 1838–1840 Von Ingeborg Danz für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus)
  • 66. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de So treiben wir den Winter aus 2. Wir stürzen ihn von Berg zu Tal, damit er sich zu Tode fall. Wir jagen ihn über die Heiden, dass er den Tod muss leiden. 3. Wir jagen den Winter vor die Tür, den Sommer bringen wir herfür, den Sommer und den Maien, die Blümlein mancherleien. 096-1 Am schan Dm den, hin weg F aus un Dm sern Lan Am den. Dm Dm uns re Stadt C zum Tor F hi naus Dm und ja G gen ihn Em zu 96 So treiben wir den Winter aus 1. So Dm trei ben wir G den Win Dm ter aus, durch Melodie: Mitte des 16. Jahrhunderts, erstmals gedruckt bei Andreas Kellner, »Psalme, geistlike Lede und Gesenge«, Stettin 1576 Text: Teil eines alten Brauchtumsliedes aus dem 16. Jahrhundert, nach »Des Knaben Wunderhorn«, 1805 Von der Pfälzischen Kurrende für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
  • 67. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Stehn zwei Stern am hohen Himmel 2. Ach, was wird mein Schätzchen denken, weil ich bin so weit von ihr, weil ich bin, weil ich bin, weil ich bin so weit von ihr. 3. Gerne wollt ich zu ihr gehen, wenn der Weg so weit nicht wär, wenn der Weg, wenn der Weg, wenn der Weg so weit nicht wär. 4. Gold und Silber, Edelsteine, schönster Schatz, gelt, du bist mein; ich bin dein, du bist mein. Ach, was kann denn schöner sein! 072-1 Mond, leuch ten so hell, leuch ten so hell, leuch ten hel ler als der Mond. 72 Stehn zwei Stern am hohen Himmel Stehn zwei Stern am ho hen Him mel, leuch ten hel ler als der A D E A D Hm A E7 E A D Hm A E AAE E A 7 A 7 1. Melodie und Text: aus dem Westerwald, 1884 aufgezeichnet, Fassung nach dem »Zupfgeigenhansl«, Darmstadt 1909 Von Christoph Genz für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus) 1.
  • 68. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Verstohlen geht der Mond auf 2. Er steigt die blaue Luft hindurch, blau, blau Blümelein! Bis dass er scheint auf Löwenburg. Rosen im Tal, Mädel im Saal, o schönste Rosa! 3. O schaue, Mond, durchs Fensterlein! Blau, blau Blümelein! Schön Trude lock mit deinem Schein! Rosen im Tal, Mädel im Saal, o schönste Rosa! 4. Und siehst du mich und siehst du sie, blau, blau Blümelein! Zwei treure Herzen sahst du nie. Rosen im Tal, Mädel im Saal, o schönste Rosa! 073-1 führt sein Lauf; Ro sen im Tal, Mä del im Saal, o schöns te Ro sa! 73 Verstohlen geht der Mond auf 1. Ver stoh len geht der Mond auf, blau, blau Blü me lein! Durch Sil ber wölk chen Am E F Dm Am E Am E F E Am C E Am7/5 Hm E 7 DmC Melodie und Text: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803–1869), möglicherweise nach einer Melodie vom Niederrhein, in: Kretzschmer/Zuccalmaglio, »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen«, Berlin, 1838–1840 Von Angelika Kirchschlager für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus)
  • 69. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Viva, viva la musica (Kanon zu 3 Stimmen) 074-1 3. vi va la mu si ca! 2. 74 Viva, viva la musica 1. Vi G va, (Kanon) vi va la D mu si ca, vi va, vi va la mu si ca, C6 G DC6 G C6 D deutsch: Es lebe die Musik! Melodie und Text: Michael Praetorius (1571–1621)
  • 70. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Vöglein im hohen Baum 2. Blümlein im Wiesengrund blühen so lieb und bunt, tausend zugleich; wenn ihr vorübergeht, wenn ihr die Farben seht, freuet ihr euch, freuet ihr euch. 3. Wässerlein fließt so fort immer von Ort zu Ort nieder ins Tal: Dürstet nun Mensch und Vieh, kommen zum Bächlein sie, trinken zumal, trinken zumal. 075-1 Leu te gern hor chen und stehn, hor chen und stehn. singt doch so schön, dass wohl von nah und fern al le die 75 Vöglein im hohen Baum 1. Vög lein im ho hen Baum, klein ist’s, ihr seht es kaum, C F C G C G7 G D G G C7 7 C C F G C7 7 G7 D Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860) Text: Wilhelm Hey (1789–1854) Von Markus Schäfer für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 2, Carus) 4. Habt ihr es auch bedacht, wer sie so schön gemacht, alle die drei? Gott, der Herr, machte sie, dass sich nun spät und früh jedes dran freu, jedes dran freu.
  • 71. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Wach auf, meins Herzens Schöne 2. Ich hör die Hahnen krähen und spür den Tag dabei. Die kühlen Winde wehen, die Sternlein leuchten frei. Singt uns Frau Nachtigalle, singt uns ein süße Melodei, sie meldt den Tag mit Schalle. 3. Du hast mein Herz umfangen in treu inbrünst’ger Lieb, ich bin so oft gegangen, Feinslieb, nach deiner Zier, ob ich dich möcht ersehen, so würd erfreut das Herz in mir, die Wahrheit muss ich g’stehen. 076-1 sin gen, ich mein, es woll des Ta ges Schein vom O ri ent her drin gen. hör ein süß Ge tö ne von klei nen Wald vög lein. Die hör ich so lieb lich 76 Wach auf, meins Herzensschöne 1. Wach auf, meins Her zens Schö ne, zart Al ler liebs te mein. Ich D A D G A D7 D D G A D D G D7 Hm F Em A Hm A D G A D7 A 6 m Melodie und Text: Tagelied aus dem 16. Jahrhundert, Melodie auch Johann Friedrich Reichardt zugeschrieben. Hier in der Fassung von Johannes Brahms (1833–1897), WoO 33 Nr. 16, 1894 Vom SWR Vokalensemble Stuttgart für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 4. Selig ist Tag und Stunde, darin du bist geborn! Gott grüß mir dein rot Munde, den ich mir hab erkorn! Kann mir kein Liebre werden: Schau, dass mein Lieb nicht sei verlorn, du bist mein Trost auf Erden.
  • 72. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Wachet auf! (Kanon zu 2 Stimmen) Son ne be tritt ih re gol de ne Bahn. Wa chet auf, wa chet auf, es kräh te der Hahn, die * * Melodie und Text: Johann Jakob Wachsmann (1791–1853)
  • 73. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Ward ein Blümchen mir geschenket 2. Sonne, lass mein Blümchen sprießen! Wolke, komm, es zu begießen! Richt empor dein Angesicht, liebes Blümchen, fürcht dich nicht! 3. Und ich kann es kaum erwarten, täglich geh ich in den Garten, täglich frag ich: Blümchen, sprich, Blümchen, bist du bös auf mich? 078-1 Vög lein, kommt und ge bet acht! Gelt, ich hab es recht ge macht. 78 Ward ein Blümchen mir geschenket 1. Ward ein Blüm chen mir ge schen ket, hab’s ge pflanzt und hab’s ge trän ket, F C F F Am C F7 7 F B F D Gm F FC Dm B Gm6 C7 7 C7 Melodie: aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts; Text: August Hoffmann von Fallersleben (1798–1874) Von Ruth Ziesak für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 4. Sonne ließ mein Blümchen sprießen, Wolke kam, es zu begießen; jedes hat sich brav gemüht, und mein liebes Blümchen blüht. 5. Wie’s vor lauter Freude weinet, freut sich, dass die Sonne scheinet! Schmetterlinge, fliegt herbei, sagt ihm doch, wie schön es sei!
  • 74. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de 2. Die Bächlein von den Bergen springen, die Lerchen schwirren hoch vor Lust; was sollt ich nicht mit ihnen singen aus voller Kehl und frischer Brust? Melodie: Friedrich Theodor Fröhlich (1803–1836 ), 1833 Text: Joseph von Eichendorff (1788–1857), 1822 Wem Gott will rechte Gunst erweisen 079-1 will er sei ne Wun der wei sen in Berg und Tal und Strom und Feld. 79 Wem Gott will rechte Gunst erweisen 1.Wem Gott will rech te Gunst er wei sen, den schickt er in die wei te Welt, dem C F C G C G7 G C F C Am G C7 7 3. Den lieben Gott lass ich nur walten, der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld und Erd und Himmel will erhalten, hat auch mein Sach aufs Best bestellt.
  • 75. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Wenn alle Brünnlein fließen · Heimliche Liebe 080-1 ru fen darf, ja, ja, nicht ru fen darf, tu ich ihm win ken. ich mein Lieb nicht ru fen darf, tu ich ihm win ken, wenn ich mein Lieb nicht 80 Wenn alle Brünnlein fließen 1. Wenn al le Brünn lein flie ßen, so muss man trin ken; wenn G D G C Am D G D G C A D D7 7 G D G D G D G7 7 7 Melodie: aus Schwaben, aufgezeichnet von Friedrich Silcher (1789–1860) in op. 65 Nr. 1, 1855 Text: erstmals gedruckt bei Johann Ott, »Hundert und ainundzweintzig newe Lieder«, Nürnberg 1534 Von Franz-Josef Selig für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 3. Warum sollt sie’s nicht werden, ich seh sie ja so gern; sie hat zwei blaue Äugelein, die glänzen wie die Stern, sie hat zwei blaue Äugelein, ja, ja, zwei Äugelein, die glänzen wie die Stern. 4. Sie hat zwei rote Wängelein, sind röter als der Wein; ein solches Mädel find’t man nicht wohl unterm Sonnenschein, ein solches Mädel find’t man nicht, ja, ja, find’t man nicht wohl unterm Sonnenschein. 2. Ja winken mit den Augen und treten mit dem Fuß; ’s ist eine in der Stuben, die mein werden muss, ’s ist eine in der Stuben, ja, ja, der Stuben, die mein werden muss.
  • 76. www.liederprojekt.org Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern von Carus und SWR2 Aus dem Volkslieder-Buch von Carus und Reclam © 2010 C_Carus-Verlag, Stuttgart www.liederprojekt.org www.carus-verlag.com www.swr2.de Wenn ich ein Vöglein wär 2. Bin ich gleich weit von dir, bin ich doch im Schlaf bei dir und red mit dir. |: Wenn ich erwachen tu, :| bin ich allein. 082-1 weil’s a ber nicht kann sein, weil’s a ber nicht kann sein, bleib ich all hier. 82 Wenn ich ein Vöglein wär 1. Wenn ich ein Vög lein wär und auch zwei Flüg lein hätt, flög ich zu dir, G G A D7 D G D G D G G D G C6 7 7 GC C6 7 D Melodie: Johann Friedrich Reichardt (1752–1814), »Liederspiel, Lieb’ und Treue«, um 1784 Text: bei Johann Gottfried Herder, »Volkslieder«, Leipzig 1778/79 Von Klaus Mertens für das Liederprojekt gesungen. (Volkslieder-CD, Vol. 1, Carus) 3. Es vergeht kein Stund in der Nacht, da nicht mein Herz erwacht und an dich denkt, |: dass du mir tausendmal :| dein Herz geschenkt.