Die Geschichte des Sofas

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Von den ersten Sitzmöbeln in der Antike bis zu den heutigen Sofas

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Die Geschichte des Sofas

  1. 1. 1 Die Geschichte des Sofas – von der Antike bis zur Neuzeit Sitzmöbel zum Speisen in der Antike Schon in der griechischen Antike gab es Sitz- und Ruhemöbel, doch diese hatten noch wenig mit unseren heutigen Polstermöbeln gemein. Im 6. – 7. Jahrhundert vor Christus verwendete man die Kline, eine Art Ruheliege aus Marmor, Holz oder Metall. Sie kam hauptsächlich beim Speisen zum Einsatz und war ein wichtiges Möbelstück in privaten Häusern und öffentlichen Orten, an denen gespeist wurde. Eine Variante war das Triclinium, ein Ensemble aus drei Klinen. Sofas, wie wir sie heute kennen, bestehend aus einem Gestell und einer Polsterung, entstanden erst ab dem 16. Jahrhundert. Das Wort „Sofa“ (abgeleitet aus dem lateinischen „suffa“ für Ruhebank) ging erst rund ein Jahrhundert später in den deutschen Sprachgebrauch über. Später, im 19. und 20. Jahrhundert, wurde der Begriff „Diwan“ ebenfalls häufig verwendet. Sofas im 17. und 18. Jahrhundert: Dem Adel vorbehalten Die Möbelstücke wurden ab dem 17. Jahrhundert erstmals in England sowie in Deutschland angefertigt. Sie waren jedoch ausschließlich in den Privatgemächern des Adels zu finden, da die Herstellung der Sofas sowie die verwendeten Materialien sehr kostspielig waren. Ein Sofa bestand damals aus einem Gestell aus Holz, welches von einem Tischler oder Sattler angefertigt wurde. Anschließend umwickelte dieser das Gestell mit Materialien wie Wolle, Rosshaar und Federkissen. Zum Schluss wurde es mit Stoff bezogen. Zu Beginn handelte es sich um sehr massive Holzmöbel, später wurden die Sofas sehr viel filigraner. Gestaltungselemente wie geschwungene Füße, florale Schnitzereien und edle Stoffbezüge waren besonders in Frankreich am Hof von Ludwig XIV. stark vertreten. Ausruhen und Erholen auf dem Sofa Damals dienten die Sofas dem Adel tagsüber zum Ausruhen und Liegen. Daher rührt die Tatsache, dass die Sofas meistens keine Rückenlehne besaßen, sondern hohe und abgerundete Seitenteile für einen besseren Komfort, wenn man sich an die Seitenteile anlehnte. Diese Art von Ruhemöbel ist mit der heutigen Recamière oder dem Ottomanen vergleichbar. Im 19. Jahrhundert wurde dieser Art von Möbel eine besondere Verwendung zuteil: Die sogenannte „Ohnmachtscouch“ diente dazu, dass sich Frauen bei einem Schwächeanfall besser an dem erhöhten Seitenteil anlehnen konnten. Als Vorläufer diese Chaiselongue-ähnlichen Möbelstücke wird die griechische Kline angesehen.
  2. 2. 2 Ein charakteristisches Sofa, das bis heute sehr beliebt ist, gibt es seit 1770: Das Chesterfield-Sofa. Dieses klassische Sofa mit dem unverkennbaren Rautenmuster und den tief liegenden Knöpfen ist immer aus Leder gefertigt. Damals gab der Earl von Chesterfield einem Tischler den Auftrag, ihm ein Sitzmöbel anzufertigen, das Gemütlichkeit und eine Sitzgelegenheit vereint. Polstermöbel in deutschen Haushalten ab dem 19. Jahrhundert Erst im 19. Jahrhundert wurden Sofas so gebaut, wie wir sie heute kennen: mit Rückenlehne und Sprungfedern im Inneren. Damals ließ sich ein Wiener Möbelhersteller die Sprungfedern patentieren. Die Polsterungen wurden massiv verstärkt, damit die Sprungfedern Platz hatten. Damit wurde das Sofa vermehrt als Sitzmöbel genutzt und nicht nur zum Liegen. Im Zuge der Industriellen Revolution wurde auch aus dem Sofa ein Massenprodukt. Immer mehr Menschen wollten ein Sofa besitzen, dennoch galt es nach wie vor als Luxusgut. Aus diesem Grund wurde das Sofa stets einen besonderen Platz aufgestellt, an dem Gäste empfangen wurden. Das Sofa war damals ein Ort für gepflegte Gespräche. Ab 1850 waren Polstergarnituren immer mehr verbreitet. Eine solche Garnitur umfasste meist zwei Sessel oder Polsterstühle mit gerundeten Lehnen und ein Sofa oder Chaiselongue. Vom Luxusmöbel und Designobjekt zum Mittelpunkt der Familie Im 20. Jahrhundert wurden die Sofas immer erschwinglicher. Dank moderater Preise entwickelte sich das Sofa zu einem Familienmöbel, das sich jedermann leisten konnte. Jedoch gab es auch zahlreiche Designklassiker, die sich nur wenige leisten konnten, die aber dennoch in die Geschichte eingingen. An erster Stelle steht hier die schlichte „Swan Couch“ von dem dänischen Designer Arne Jacobsen. Eine weitere Berühmtheit war Andy Warhols „rotes Sofa“, dem er sogar einen ganzen Film widmete. Später wurde es aus seiner Factory gestohlen. Auch das „Mae West Lips Sofa“, entworfen im Jahre 1936 von Salvador Dalí, war sehr bekannt. Es diente später in den 70er Jahren als Inspiration für das auffällige „Bocca Sofa“, ebenfalls ein Designklassiker. Das Leben eines Sofas in Zahlen Heute ist das Sofa ein Entspannungsmöbel und bildet oft den Mittelpunkt im Wohnbereich. Die vielen erhältlichen Formen, Farben und Materialien lassen eine Gestaltung von großen Wohnlandschaften in U- oder L-Form zu. Wie sehr das Sofa in den Alltag eingebunden ist, zeigen folgende Fakten:  Ein Mensch verbringt durchschnittlich vier Stunden am Tag auf dem Sofa.  Ein Sofa wird in Deutschland rund 10 Jahre „alt“, ehe es durch ein neues Möbelstück ersetzt wird.  Ein Sofa dient in seinem Leben rund 800 Mal als bequeme Sitzgelegenheit bei einem Film-Abend.
  3. 3. 3 Impressum / Imprint Möbelhaus Remer OHG Stemwarder Straße 12 21465 Reinbek Deutschland Tel: 040-7106215 E-Mail: service@moebelhaus-remer.de Web: http://www.moebenhaus-remer.de/ Vertretungsberechtigte Gesellschafter / inhaltlich Verantwortlicher: Stefan Remer Registergericht: Amtsgericht Reinbek Registernummer: HRA 1331 Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE223264841 Bildnachweis: Obenstehendes Bildmaterial wurde ordnungsgemäß bei istockphoto.com lizensiert. Nachfolgend finden Sie eine Auflistung über die publizierten Bilder und deren Autoren. "set of sofas drawings sketch style, vector illustration - Illustration" – Nr. 43375800 – Autor: kameshkova “Set of hand drawn sofas - Illustration” – Nr. 56896044 – Autor: Teploleta

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