Lingualandeskunde Hamburg

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"Hamburg - Tor zur Welt" - eine Präsentation des Bundeslandes Hamburg, für die deutsche Sprache und Kultur Interessierenden.

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Lingualandeskunde Hamburg

  1. 1. HAMBURG TOR ZUR Welt
  2. 2. HAMBURG VENEDIG DES NORDENS
  3. 3. Geographie <ul><li>Hamburg liegt in Norddeutschland an der Mündung von Alster und Bille in die Elbe, die 110 km weiter nordwestlich in die Nordsee fließt. Der natürliche Tidehafen erstreckt sich über die ganze Breite der Elbe, hauptsächlich auf das Südufer der Norderelbe gegenüber den Stadtteilen St. Pauli und Altona. Die beiden Ufer sind durch Brücken im Osten sowie durch den Alten und Neuen Elbtunnel verbunden. Das Land südlich und nördlich des Flusses ist Geest </li></ul><ul><li>. Die unmittelbar am Fluss liegenden Marschen wurden auf beiden Seiten der Elbe über Jahrhunderte vom Flutwasser der Nordsee überschwemmt und dabei wurden Sand und Schlick abgeladen. Inzwischen ist die Elbe aber beidseitig eingedeicht. Alte Deichanlagen erinnern in den Außenorten noch an die Zeit, als bei Hochwasser ganze Viertel unter Wasser standen. Die Alster ist ein Fluss, der in der Stadtmitte aufgestaut wird, wodurch eine Art Binnensee in der Innenstadt entsteht. Dieser „See“ ist zweigeteilt, in die größere </li></ul><ul><li>. Die unzähligen Fleete, Flüsschen und Kanäle werden von mehr als 2.500 Brücken überspannt. Hamburg ist damit die brückenreichste Stadt Europas und hat mehr als Venedig (400) und Amsterdam (1.200) </li></ul>
  4. 4. <ul><li>Die Freie und Hansestadt Hamburg liegt im Norden Deutschlands, grenzt an die Bundesländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen und ist wie Berlin und Bremen Stadt und Bundesland zugleich. Mit 755 Quadratkilometern Fläche und 1,7 Millionen Einwohnern ist Hamburg nach Berlin die zweitgrößte Stadt Deutschlands. </li></ul>Daten und Fakten
  5. 5. Wirtschaft <ul><li>Wirtschaft in Hamburg- das sind knapp 32000 Firmen, 44000 Kleingewerbetreibende, gut 13000 Handwerksbetriebe, dazu eine Vielzahl von Freiberuflern und knapp 900000 Beschaeftigte. </li></ul><ul><li>Wirtschaftszweige: Mineralöwitschaft, Kupfer- und Aluminiumvehüttung , Futtermittelhersteller,Kaffe-,Tee- und Kakaoverarbeitung, Holzverarbeitung,Stahlerzeugung und Zigarettenherstellung. </li></ul>
  6. 6. <ul><li>Die Freie und Hansestadt Hamburg ist verwaltungsm ä ssig in sieben Bezirke und in 104 Stadtteile gegliedert. Sie entsprechen meist den D ö rfern und St ä dten, aus denen das heutige Stadtgebiet entstanden ist. Jeder Stadtteil hat sein unvewechselbares Erscheinungsbild, seine eigene Pers ö nlichkeit und bildet dadurch die eigentliche >Heimat< der Hamburger. </li></ul>
  7. 7. <ul><li>Bezirk Hamburg-Mitte </li></ul><ul><li>Bezirk Altona </li></ul><ul><li>Bezirk Eimsb ü ttel </li></ul><ul><li>Bezirk Hamburg-Nord </li></ul><ul><li>Bezirk Wandsbek </li></ul><ul><li>Bezirk Bergedorf </li></ul><ul><li>Bezirk Harburg </li></ul>Bezirke
  8. 8. Hamburg- Mitte Innenstadt,Speicherstadt <ul><li>Bezirk Hamburg –Mitte </li></ul><ul><li>Die Innenstadt, am Nordufer der Elbe gelegen, mit der Speicherstadt in den Hafen ü bergehend, durchflossen von den Alster mit ihren Fleeten, umgeben von einem Strassenzug auf dem alten Wallring dieses Areal von 6,4 qkm9 davon 2,1- Altstadt,2,4-Neustadt ,1,9 qkm im Freihafen) war bis ins 19.Jh. hinein Hamburg schlechhin :Wohn-, Arbeits-, Handels- und Verwaltungsort in einem. Nach dem Grossen Brand von 1842 waren grossfl ä chig ganze Viertel neu geordnet und gebaut. </li></ul><ul><li>Das alte Rathaus an der Troestbruecke ist im Grossen Brand 1842 untergegangen. Der 1842 neu ausgelegte Stadtplan der abgebrannten Altstadt wies ihm die Mitte der Stadt zu, zwischen Boerse und Kleiner Alster, mit dem Hauptplatz der Stadt als Rathausmarkt. </li></ul><ul><li>Hier , in der geometrischen Mitte Hamburgs , zwischen Wasser und Stadt , im Bankenviertel und bei der B ö rse war der >handelnde Staat< richtig repr ä sentirt. </li></ul>
  9. 9. Speicherstadt
  10. 11. St.Petri
  11. 12. Das Kontorhausviertel Chilehaus <ul><li>Im Kontorhausviertel hat die Hamburger Citybildung ihren Hoehepunkt erreicht. Hier wohnten kleine Leute in einem dichten >Gaengeviertel< . der Druck der wirtschaftlichen Verhaeltnisse fuehrte dazu , dass hier seit 1921 nur Kontorhauser entstanden darunter die groessten ueberhaupt und mit dem Chilehaus das beruehmteste , ein Wahrzeichen Hamburgs. </li></ul>
  12. 13. <ul><li>Am 21. Oktober 1922 erwarb der Hamburger Kaufmann Henry Brarens Sloman, der sein Vermögen mit Salpeterhandel in Chile gemacht hatte, seinerzeit mit einem Vermögen von ca. 60 Mio. Mark der reichste Mann der damaligen „Republik Hamburg“,, auf den ein Kontorhaus der besonderen Art entstehen sollte: das Chilehaus - in Form eines Passagierschiffs - entstand. </li></ul>
  13. 14. Hamburg wird im 9. Jahrhundert während der Regentschaft Karls des Großen unter dem Namen „Hammaburg“ gegründet. Im 13. Jahrhundert entwickelt sich Hamburg zur Handelsstadt. 1321 tritt Hamburg der Hanse bei. 1510 wird Hamburg freie Reichsstadt und zählt zu den reichsten Europas. Seit 1949 ist die Freie und Hansestadt Hamburg ein selbstständiges Bundesland und wird heute von einem CDU-Senat mit dem Ersten Bürgermeister Ole von Beust an der Spitze regiert. Geschichte
  14. 15. Kultur <ul><li>Hamburg bietet mit drei Staatstheatern und 35 Privattheatern, drei Orchestern und unzähligen Musikbühnen, einer Kunsthalle und 40 öffentlichen und privaten Museen Kultur pur. Herausragend: das Ballett der Hamburgischen Staatsoper unter der Regie von John Neumeier, das Thalia Theater, das Theater des Jahres 2003, und die Hamburger Kunsthalle mit internationaler moderner Kunst in der von dem Architekten Oswald Mathias Ungers geschaffenen Galerie der Gegenwart. </li></ul>
  15. 16. Museen in Hamburg <ul><li>Alstermuseum </li></ul><ul><li>Archäologisches Institut der Universität </li></ul><ul><li>Deutsches Maler -und Lackiermuseum </li></ul><ul><li>Auto-Museum Hillers( Historische Automobile aus der Zeit seit 1903) </li></ul><ul><li>Deutsches Zollmuseum (die Sammlung aus sichergestellter Schmuggelware der Freihafens. Sie bildet einen höchst eindrucksvollen Querschnitt der weltweiten Handelsbeziehungen Hamburgs oder von deren Schattenseiten) </li></ul><ul><li>Dokumentenhaus Electrum ( Technisches Museum der Hamburgerischen Elektrizitätswerke HEW) </li></ul><ul><li>Erotic Art Museum </li></ul><ul><li>Hamburger Schulmuseum </li></ul><ul><li>Hot Spice- Gewürzmuseum in der Hamburger Speicherstadt </li></ul><ul><li>Mineralogisches Museum </li></ul><ul><li>Museum für Post und Kommunikation </li></ul><ul><li>Puppenmuseum </li></ul><ul><li>Speicherstadt </li></ul><ul><li>Tabakhistorische Sammlung </li></ul><ul><li>Taxametermuseum (Einzigartige Sammlung aus der Taxi-Geschichte) </li></ul><ul><li>Museumsschiffe </li></ul><ul><li>Cap San Diego -ist eines der schönsten Schiffe, die je in Hamburg gebaut wurde. </li></ul>
  16. 17. Cap San Diego
  17. 19. <ul><li>Die Hamburgische Staatsoper in Hamburg gehört zu den weltweit führenden Opernhäusern und blickt auf eine über 300-jährige Geschichte zurück. </li></ul><ul><li>Das Haus wurde am 2. Januar 1678 unter dem Namen Opern-Theatrum als erstes öffentliches Opernhaus in Deutschland gegründet. Gespielt wurde in einem länglichen Holzbau am Jungfernstieg, Ecke Gänsemarkt, der 1677 von dem italienischen Baumeister Girolamo Sartorio erbaut wurde. Vom Ende des 17. bis Mitte des 18. Jahrhunderts nimmt die Hamburger Oper eine führende Rolle in der musikalischen Welt Europas ein. Vor allem die Aufführung von Werken der bedeutenden Komponisten Reinhard Keiser, Georg Philipp Telemann oder Georg Friedrich Händel unterstreichen dies. </li></ul>Hamburgische Staatsoper
  18. 20. Wissenschaft und Forschung <ul><li>Werden in Hamburg aus öffentlichen Mitteln mit 1 Milliarde Euro pro Jahr gefőrdert. Die Entwicklung des Wissenschaftsbereichs wurde in den letzten Jahren in starkem Mass durch den Anstieg der Stidentenzahlen geprägt. </li></ul><ul><li>Hamburger Forschungsstruktur sind die Hochschulen mit ihren breit gefächerten Arbeitsgebieten: </li></ul><ul><li>Die Universitaet Hamburg als das grösste wissenschaftliche Einrichtung </li></ul><ul><li>Die Fachhochschule Hamburg </li></ul><ul><li>Die Hochschule für Wirtschaft und Politik </li></ul><ul><li>Die Hochschule für bildende Kunst </li></ul>
  19. 21. <ul><li>Die Universität der Bundeswehr </li></ul><ul><li>Die technische Universit ä t Hamburg-Harburg </li></ul><ul><li>Die Hochschule f ü r Musik und darstellende Kunst </li></ul><ul><li>Die Hochschulforschung wird erg ä nzt durch eigenst ä ndigen Forschungseinrichtungen: </li></ul><ul><li>Die Grossforschungsanlage DESY </li></ul><ul><li>Das Max-Planck-Institut f ü r Meterologie und f ü r ausl ä ndisches und internationales Privatrecht </li></ul><ul><li>Das Hamburger Weltwirtschaftsarchiv-HWWA und 13 weitere Forschungseinrichtungen wie z.B. das Hans-Bredow-Institut f ü r Rundfunk und Fernsehen oder das Geologische Landesamt </li></ul>
  20. 22. <ul><li>“ Die Freie und Hansestadt Hamburg hat als Welthafenstadt eine ihr durch Geschichte und Lage zugewiesene, besondere Aufgabe gegenüber dem deutschen Volke zu erfüllen…”- Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg. </li></ul><ul><li>Unter den deutschen Hafenstädten profilierte sich Hamburg seit dem Mittelalter zur mit Abstand bedeutendsten nach Warenumschlag wie nach Bevölkerung. Der Hafen und die daraus abgeleiteten Handelsfunktionen sind seit je nicht Lebensgrundlage, sondern Staatszweck der Stadtrepublik gewesen. </li></ul><ul><li>Der Hafen als Motor der Hamburger Stadtentwicklung erfuhr gleichzeitig mit der einsetzenden Stadterweiterung eine spektakulaere Modernisierung. Dem Konzept des 1866 eröffneten Sandtorhafens folgte hundert Jahre lang der Hafenausbau: Künstliche Hafenbecken mit landfesten, aber seeschifftifen Kais,der Tide geöffnet und damit jederzeit benutzbar , ausgestattet mit Schuppen , Bahngleisen, Strassen und modernsten Umschlageinrichtungen lösten die althergebrachten Liegeplaetze im Binnenhafen und im Strom ab.Seit 1869 überschritt der Hafenausbau die Norderelbe. Zwischen deren Südufer und der Grenze Wilhelmsburg entwickelte sich in der Jahrhundertwende das Hafengebiet. </li></ul>Hafen ist Spitze
  21. 23. <ul><li>24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr - Hamburgs Herz schlägt im Hafen. Der Hamburger Hafen ist mit Abstand der bedeutendste deutsche Hafen und rangiert mit seinen Container-Umschlagzahlen unter den Top Ten der Weltrangliste. 100 Millionen Tonnen wurden im vergangenen Jahr umgeschlagen. Der Hafen belegt mit 87 Quadratkilometern ein Zehntel der Fläche des Stadtstaates, etwa 140000 Arbeitsplätze hängen von ihm ab. Über 12000 Seeschiffe laufen im Jahr den Hamburger Hafen an. Das Kernstück des Hafens ist der „Freihafen“. Innerhalb dieses Gebietes kann der Schiffs- und Warenverkehr ohne Zollformalitäten abgewickelt werden. Im Zusammenhang mit der geplanten „Hafencity“ werden die Zollgrenzen verändert. Die Speicherstadt wird vom Freihafen getrennt. </li></ul>
  22. 24. Hamburger Küche <ul><li>Zu den bekannten Hamburger Gerichten gehören unter anderen Birnen, Bohnen und Speck, Finkenwerder Scholle, Stint, Grünkohl, Hamburger Aalsuppe, Labskaus, Snuten un Poten, Rote Grütze, Schwarzsauer und Franzbrötchen </li></ul><ul><li>Die Hamburger Küche wurde vormals besonders geprägt durch ein umfangreiches Fisch-Angebot aus der Elbe und der nahen Nordsee sowie auch den weltweiten Handel über den Hafen. </li></ul>
  23. 25. <ul><li>Seit dem 17. Jahrhundert wurde das Bier aus Einbeck über Hamburg exportiert. Die Einbecker unterhielten im Eimbs'schen Haus ein eigenes Lager mit Umschlagmöglichkeiten. Es entstanden in der Folgezeit zahlreiche Brauereien, da Bier ebenfalls exportiert wurde. Hamburger Bier hatte einen guten Ruf und genoss lange Zeit internationalen Ruf. Heutzutage spielt das Hamburger Bier mit der Holsten-Brauerei immernoch eine große Rolle in Deutschland. </li></ul>Getränke
  24. 26. Feste <ul><li>Finden im Sommerhalbjahr ziehmlich statt, in der Innenstadt wie in allen Stadtteilen. Der Hafengeburtstag hat sich zur wohl beliebtesten Veranstaltung der Stadt entwickelt. Er findet alljahrlich um den 7. Mai statt. Das Datum bezieht sich auf den &quot;Freibrief&quot; Kaiser Friedrichs 1. Barbarossa aus dem Jahr 1189. </li></ul><ul><li>Das Alstervergnűgen im Spätsommer verwandelt die Umgebung von Kleiner und Binnen-Alster in eine Budenstadt. </li></ul><ul><li>Auf dem Heiligengeistfeld findet im November und Dezember der Dom statt, das traditionelle Hamburger Volksfest; es führt seinen Namen darauf zurück, dass es aus dem Weinachtsmarkt in und um den längst abgebrochenen Dom in der Innenstadt enstanden ist. Inzwischen gibt es dort auch den Frühlingsdom (März-April) und den Sommerdom Hummelfest(Juli-August). </li></ul>
  25. 30. <ul><li>Wenn man vom Hamburger Dialekt spricht, so gibt es davon eigentlich drei Großdialekte in zwei verschiedenen Sprachen, wobei es sich beim Niederdeutschen um eine eigenständige Sprache, nicht um einen Dialekt handelt . </li></ul><ul><li>Plattdeutsch </li></ul><ul><li>Die ursprüngliche Sprache Hamburgs ist nicht Hochdeutsch, sondern Plattdeutsch (Niederdeutsch). In der Hansezeit waren die nahe verwandten niederdeutschen Dialekte Hamburgs und Lübecks lingua franca Nord- und Mitteleuropas und wurden von England bis Russland verwendet. Insbesondere die skandinavischen Sprachen bewahren noch heute </li></ul>Dialekte
  26. 31. <ul><li>Inzwischen bemühen sich mehr und mehr Hamburger, Plattdeutsch als Zweitsprache zu lernen und zu sprechen, getreu dem Motto Hochdüütsch kann jeden Döösbaddel snacken, Platt is för de Plietschen (Hochdeutsch kann jeder Dummkopf sprechen, Platt ist für die Schlauen). </li></ul><ul><li>Missingsch </li></ul><ul><li>Der hochdeutsch geprägte Hamburger Regiolekt ist Missingsch – nicht zu verwechseln mit Plattdeutsch. Missingsch ist – wie der Name anscheinend (in der Volksetymologie) andeutet – ein Gemisch aus Hochdeutsch und Niederdeutsch. In Wirklichkeit ist Missingsch der Hamburgische Begriff für Meißnerisch , also die Meißner Kanzleisprache, aus der Hochdeutsch hervorgegangen ist. Die Grammatik ist vorwiegend niederdeutsch, das Vokabular eine Mixtur aus Hochdeutsch mit niederdeutschen Ausdrücken. </li></ul>
  27. 32. <ul><li>Hochdeutsch </li></ul><ul><li>Auch in der Aussprache gibt es Besonderheiten, und zwar sowohl im Hochdeutschen, im Missingsch und im Plattdeutschen. So s-tolpern manche Hamburger über den s-pitzen S-tein , trennen also s und t sowie s und p . Im Niederdeutschen wird auch s und w getrennt ( Swien statt Schwien ). Sowohl wird das l ( Miich statt Milch ) und das r ( Kiächä statt Kirche ) gerne verschluckt, als auch eine Verkürzung der Wortenden beim Sprechen herbeigeführt, was in vielen Fällen zur Komprimierung der Sätze führt (z.B. „Du verstehst das nicht!“ wird zu „Du verstehssasnich!“. </li></ul><ul><li>Weiter ist zu beachten, dass ein auf -er endendes Wort plötzlich als Endung ein kaum aufschreibbares -ääh bekommt, bzw. zum a wird (z. B. Lehräh statt Lehrer , Böagamaistäh statt Bürgermeister ). Das Gleiche passiert auch bei den Elternteilen, wobei hier aus dem t oder tt ein dd wird: Muddä und Vaddä . Ein weiteres Phänomen ist, dass Endungen auf »-ig« beim Sprechen zu »-ich« werden (z. B. »eckig« ,sprich »eggich«) </li></ul><ul><li>Grundsätzlich lässt sich sagen, dass viele Konsonanten weicher (oftmals »g« statt »k«, »d« statt »t« etc.) und die Vokale gedehnter gesprochen werden. </li></ul><ul><li>Zudem sei darauf hingewiesen, dass Hamburg in Hamburg wie Hambuich ausgesprochen wird. </li></ul>
  28. 33. Hamburger Witze <ul><li>Es gibt eine Reihe traditioneller Witzgestalten, die in Hamburger Witzen vorkommen, insbesondere die Hafenarbeiter Hein und Fiete sowie die literarisch von Vera Möller geschaffene Göre Klein Erna mit ihrer Verwandtschaft. Die Witze um diese Gestalten neigen dazu, lakonische Pointen zu haben. </li></ul><ul><li>Klein Erna bezeichnet eine fiktive, aber typische Hamburger Deern (Mädchen), Schwester von Klein Bubi und Tochter von Frau Pumeier, deren Geschichten und Erlebnisse in Missingsch (Mischung aus Hochdeutsch und Platt) die Lebensart der breiten Hamburger Bevölkerung charakterisierten. </li></ul><ul><li>Beispiel: Familie Pumeier geht in Ohlsdorf bei Glatteis über den Friedhof, um die Urne mit der Asche einer verstorbenen Tante abzuliefern. Dauernd schlägt Klein Erna hin. Schließlich ruft sie: „Nu is aber Schluss mit die Pietät. Nu wird gestreut !“ </li></ul>

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