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Europa in Vielfalt geeint?
  Die Wirtschafts- und Währungsunion 
           auf dem Prüfstand	

     RA Bettina Schmitt	

     Arndt + Schmitt Rechtsanwälte, Düsseldorf München Berlin
Übersicht Webinar


            Europa in Vielfalt geeint?



• Erste Annäherung an die WWU: Vertiefung der
  EU
• Wirtschafts- und Währungspolitik unter der Lupe
• Finanzkrise und Eurokrise: Hintergründe
• Ist der Rettungsfonds eine Handlungsoption?
• Überlegungen von Stabilitätsmechanismen
• Gibt es eine Finalität der Europäischen Union?

       scenario building zur Zukunft der EU
Übersicht Modul 1


 Erste Einblicke in die Wirtschafts- und Währungsunion:
                  Die Vertiefung der EU


• Vertiefung und Erweiterung 	

• Vom EWS zur WWU	

• Verwirklichung der WWU in 3 Stufen	

• Supranationalität, Intergouvernementalität	

• Rechtliche Verankerung von finanzieller 	

  Hilfe
Vertiefung und Erweiterung: „EU auf dem
                  Prüfstand?“


EGKS (1951/52)             Gründungsstaaten (1951)
EWG, EAG (1957/58)         Norderweiterung (1973)
EEA (1989)                 Süderweiterung (1981/86)
Vertrag von Maastricht     Österreich, Schweden,
(1993)                     Finnland (1995)
Vertrag von Amsterdam      Osterweiterung (2004)
(1999)
                           Bulgarien, Rumänien (2007)
Vertrag von Nizza (2003)
Vertrag von Lissabon
(2009)
Vertiefung: „Maastricht-Struktur“
Vertiefung: „Lissabon-Struktur“
„Scheitert der Euro, dann scheitert
                          Europa“


Supranationalität versus   Was ist „europäisch?“
Souveranität
                           Gibt es eine Finalität?
Bundesstaat versus
Staatenbund
Effizienz für 27 +
Mitgliedstaaten?
Vertiefung: Immer weiter und
                   weiter?

„Supranationalität“:

Mehr Macht für die EU-Kommission in der
europäischen Wirtschaftspolitik?

„Bundesstaat“:

Wird es zu einer erneuten Vertiefung kommen?

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Parlaments?
Übersicht über Potentielle und
                  Kandidatenländer




Quelle: http://ec.europa.eu/enlargement/countries/index_de.htm, aufgerufen am 20.10.2011
Vom EWS zur WWU


1957    Unterzeichnung der Römischen Verträge, u.a. über die
        Errichtung einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).

1970    Vorlage des sog. „Werner-Plans“

1973    Einführung flexibler Wechselkurse gegenüber dem
        Dollar (Aufgabe der fixen Bindung)

1979    Europäisches Währungssystem (EWS) als Vorstufe zur
        Währungsunion

1990    (EEA): Einigung der Mitgliedstaaten auf einen Ausbau der
        Wirtschafts- und Währungspolitik

1998    Vertrag von Maastricht: Eines der wichtigsten Ziele ist die
        Errichtung der WWU
WWU: Die drei Stufen
„Vergemeinschaftet“ und
               nationales Instrument“

Geldpolitik

- entfällt als nationales Instrument
- Gemeinsame Währung und gemeinsame Geldpolitik
- durch eine unabhängige Zentralbank,
- die Preisniveaustabilität mit Priorität verfolgt und
- der die Finanzierung von Staatsschulden verboten ist
- Sie handelt nicht im Interesse einzelner Mitgliedsländer

Wechselkurspolitik

-entfällt als nationales Instrument
„Vergemeinschaftet“ und
               „nationales Instrument“
Fiskalpolitik

- bleibt grundsätzlich nationales Instrument,
- unterliegt aber sanktionsbewährten Regeln
  (Stabilitäts- und Wachstumspakt SWP)
- Ein überschuldetes Mitgliedsland kann nicht auf
  Auslösung durch andere oder die EU setzen
 (no-bailout-Klausel)

Lohnpolitik

- bleibt Instrument auf nationaler Ebene
- kommt wegen des Wegfalls der Geldpolitik und der
  Wechselkurspolitik und der eingeschränkten
  Einsatzmöglichkeiten der Fiskalpolitik eine deutlich
  höhere Verantwortung für das Ziel hoher
  Beschäftigungsstand zu.
Rechtliche Verankerung
              finanzieller Hilfe

EFSF:

Gesellschaft nach Luxemburger Recht,
privatrechtlichen Vertrag zwischen den Regierungen

ESM:

Begründung durch Völkerrechtlichen Vertrag zwischen
den Euro-Staaten

Rechteerweiterung von EU-Institutionen:

Vertragsänderung
 
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  • 1. Europa in Vielfalt geeint? Die Wirtschafts- und Währungsunion auf dem Prüfstand RA Bettina Schmitt Arndt + Schmitt Rechtsanwälte, Düsseldorf München Berlin
  • 2. Übersicht Webinar Europa in Vielfalt geeint? • Erste Annäherung an die WWU: Vertiefung der EU • Wirtschafts- und Währungspolitik unter der Lupe • Finanzkrise und Eurokrise: Hintergründe • Ist der Rettungsfonds eine Handlungsoption? • Überlegungen von Stabilitätsmechanismen • Gibt es eine Finalität der Europäischen Union? scenario building zur Zukunft der EU
  • 3. Übersicht Modul 1 Erste Einblicke in die Wirtschafts- und Währungsunion: Die Vertiefung der EU • Vertiefung und Erweiterung • Vom EWS zur WWU • Verwirklichung der WWU in 3 Stufen • Supranationalität, Intergouvernementalität • Rechtliche Verankerung von finanzieller Hilfe
  • 4. Vertiefung und Erweiterung: „EU auf dem Prüfstand?“ EGKS (1951/52) Gründungsstaaten (1951) EWG, EAG (1957/58) Norderweiterung (1973) EEA (1989) Süderweiterung (1981/86) Vertrag von Maastricht Österreich, Schweden, (1993) Finnland (1995) Vertrag von Amsterdam Osterweiterung (2004) (1999) Bulgarien, Rumänien (2007) Vertrag von Nizza (2003) Vertrag von Lissabon (2009)
  • 7. „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“ Supranationalität versus Was ist „europäisch?“ Souveranität Gibt es eine Finalität? Bundesstaat versus Staatenbund Effizienz für 27 + Mitgliedstaaten?
  • 8. Vertiefung: Immer weiter und weiter? „Supranationalität“: Mehr Macht für die EU-Kommission in der europäischen Wirtschaftspolitik? „Bundesstaat“: Wird es zu einer erneuten Vertiefung kommen? „Effizienz“: Besetzung der EU-Kommission und des EU- Parlaments?
  • 9. Übersicht über Potentielle und Kandidatenländer Quelle: http://ec.europa.eu/enlargement/countries/index_de.htm, aufgerufen am 20.10.2011
  • 10. Vom EWS zur WWU 1957  Unterzeichnung der Römischen Verträge, u.a. über die Errichtung einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). 1970 Vorlage des sog. „Werner-Plans“ 1973  Einführung flexibler Wechselkurse gegenüber dem Dollar (Aufgabe der fixen Bindung) 1979 Europäisches Währungssystem (EWS) als Vorstufe zur Währungsunion 1990  (EEA): Einigung der Mitgliedstaaten auf einen Ausbau der Wirtschafts- und Währungspolitik 1998  Vertrag von Maastricht: Eines der wichtigsten Ziele ist die Errichtung der WWU
  • 11. WWU: Die drei Stufen
  • 12. „Vergemeinschaftet“ und nationales Instrument“ Geldpolitik - entfällt als nationales Instrument - Gemeinsame Währung und gemeinsame Geldpolitik - durch eine unabhängige Zentralbank, - die Preisniveaustabilität mit Priorität verfolgt und - der die Finanzierung von Staatsschulden verboten ist - Sie handelt nicht im Interesse einzelner Mitgliedsländer Wechselkurspolitik -entfällt als nationales Instrument
  • 13. „Vergemeinschaftet“ und „nationales Instrument“ Fiskalpolitik - bleibt grundsätzlich nationales Instrument, - unterliegt aber sanktionsbewährten Regeln (Stabilitäts- und Wachstumspakt SWP) - Ein überschuldetes Mitgliedsland kann nicht auf Auslösung durch andere oder die EU setzen (no-bailout-Klausel) Lohnpolitik - bleibt Instrument auf nationaler Ebene - kommt wegen des Wegfalls der Geldpolitik und der Wechselkurspolitik und der eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten der Fiskalpolitik eine deutlich höhere Verantwortung für das Ziel hoher Beschäftigungsstand zu.
  • 14. Rechtliche Verankerung finanzieller Hilfe EFSF: Gesellschaft nach Luxemburger Recht, privatrechtlichen Vertrag zwischen den Regierungen ESM: Begründung durch Völkerrechtlichen Vertrag zwischen den Euro-Staaten Rechteerweiterung von EU-Institutionen: Vertragsänderung