Alexandra Krug
Elaine A. Mackanyn

Flyer & Visitenkarten
selber gestalten
Ein nützlicher Ratgeber für die
Do-it-yourself-Gestaltung
berulich oder privat
Bibliograische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliograie; detaillierte bibliograische Daten sind im Internet unter http://dnb.d-nb.
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1. Aulage 2012
Alle Rechte vorbehalten
© A7-24 Aumann GmbH, Edition Aumann, Coburg
Gesamtherstellung und Verlag:
A7-24 Aumann GmbH
Mohrenstr. 26, 96450 Coburg
Tel. (09561) 357 60 88, Telefax (09561) 357 60 80
E-Mail: service@edition-aumann.de,
Internet: www.edition-aumann.de
Titelgestaltung: Alexandra Krug
Foto Titelbild – Quelle: fotolia ©fotograiedk
Fotos Inhalt: © rella images - Fotolia.com
Satz: Elaine A. Mackanyn www.genialesdesign.de
Alexandra Krug, Lichtenfels www.graiar.de
Illustrationen: Elaine A. Mackanyn www.genialesdesign.de
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Kein Teil dieses Werkes darf ohne schriftliche
Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form reproduziert, in eine andere Sprache übersetzt, in eine maschinenlesbare Form überführt oder in körperlicher oder unkörperlicher Form vervielfältigt, bereitgestellt oder gespeichert
werden. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Eigennamen, Warenbezeichnungen oder sonstigen Bezeichnungen in diesem Werk berechtigt auch
ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme,
dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen und Markenschutzgesetzgebung als frei zu betrachten wären und
daher von jedermann benutzt werden dürften.
Das Werk ist sorgfältig erarbeitet worden. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Für Vollständigkeit, Fehler,
Auslassungen u. ä. kann, insbesondere wegen der schnellen
Veränderungen in Gesellschaft, Beruf, Bildung, Wirtschaft
und Technik keine Haftung übernommen werden. Vorschläge zur Verbesserung des Inhalts und der Nutzung werden gerne entgegen genommen. Die dargestellte Meinung
der Autorinnen muss nicht unbedingt die Meinung des Verlags widerspiegeln.

Printed in Germany
ISBN 978-3-942230-77-3
4

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis ...................................................... 4
Vorwort .......................................................................... 6
Für wen ist dieses Buch gemacht?.................................... 6
Feng Shui in der Werbung................................................. 7
I

Flyer & Visitenkarten – Vorüberlegungen .......... 8
1.0 Wie beginne ich? ..................................................... 8
Formatwahl, Flyer- und Visitenkartengrößen,
Falzarten, Papiergewicht, Papierwahl.
Leitfaden A: Papierwahl ......................................... 14
1.1 Welches Gestaltungsprogramm
ist für Druckprodukte geeignet? ............................. 14
1.2 PDF aus Microsoft Word® erstellen ...................... 18
1.3 Alternative: Online-Flyer .................................. 22

II.

Idee und Gestaltung........................................ 23

2.0 Von der Idee zum Flyer ....................................
Zielgruppendeinition .......................................
Leitfaden B: Zielgruppendeinition ...........................
Mind-Map und weitere Kreativtechniken ..............
Entwurf - Layout - Dummy ...............................
2.1 Die goldenen Gestaltungsregeln ........................
Grundelemente in der Gestaltung ......................
Farbe .............................................................
Leitfaden C: Farbwahl ............................................
Harmonische Maße und Spannungsverhältnisse ...
Spannung – Struktur – Dynamik ..........................
Kontraste .......................................................

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46
Inhaltsverzeichnis

Leitfaden D: Gestaltungsregeln ...............................
Schrift ...........................................................
Wirkungsvolle Texte schreiben ...........................
Leitfaden E: Schrift und Text...................................

5
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51
57
59

III. Special Feng Shui in der Werbung ........................... 60
3.0 Die Kunst der Harmonie .......................................... 60
3.1 Feng Shui in der Werbung ....................................... 62
3.2 Die Gegensätze Yin und Yang ................................. 64
3.3 Die Fünf-Elementelehre ........................................... 65
3.4 Was ist zu beachten? ............................................... 70
3.5 Praktische Anleitung ................................................ 71
3.6 Einblick: Logo und Briefbogen ................................ 73

IV. Druckvorbereitung & technisches Know How ..... 81
4.0 Welches Dateiformat für den Druck? .................. 81
4.1 Pixel und Vector .............................................. 81
4.2 Über die Verwendung von Bildern und mehr ........ 89
4.3 Die Daten gehen zum Druck ................................... 91
Leitfaden F: Die Daten gehen zum Druck..................... 101
4.4 Interview mit dem Online-Druckportal ................... 102

Anhang
Die Autorinnen ........................................................ 108
Übersicht der Leitfäden und Tipps .................................... 110
Quickinder ........................................................................ 114
Literatur und Seminare ..................................................... 119
Wissenswertes - Farbtafeln, Papierformate ...................... 120
6

Einleitung

Vorwort

Für wen ist dieses Buch gemacht?
Die Einladung zum Firmenfest mal eben selbst machen. Das
geht doch ganz einfach – da brauchen wir doch nicht extra
einen Graiker zu beauftragen. Ein Mitarbeiter im Büro indet sich und schon kann der Punkt abgehakt werden. Aber
Halt! Es wird ja doch eine größere Aulage benötigt. Hier ist
der hauseigene Drucker nicht mehr rentabel. Also geben wir
die Daten an eine Druckerei.
Geht es wirklich so einfach? Welche Probleme können entstehen und welches Grundwissen ist notwendig, um einen
Flyer zu einer Druckerei zu geben?
Druckportale und Druckereien sind tagtäglich damit
beschäftigt, unzureichend gelieferte Daten entsprechend
aufzubereiten, damit sie druckbar sind. Und dabei ist ein
optimales Ergebnis noch lange nicht garantiert. Ein Punkt,
für den die Druckereien nichts können. Denn auf die Qualität der gelieferten Daten kommt es an. Hier möchte dieser
kleine Ratgeber einhaken und etwas Unterstützung bieten.
Dieser Ratgeber richtet sich an Einsteiger in graisch-gestalterischen Berufen ebenso wie an Entscheidungsträgern in
Firmen, die Unterstützung bei der Ideenindung und der
Kalkulation suchen.
47

II Idee und Gestaltung

Quantitätskontrast Belebung aus der Spannung heraus.
Es geht hierbei um das Flächenverhältnis der Farben zueinander. Man könnte auch Proportionskontrast dazu sagen.
Komplementärkontrast Hier stehen sich im Itten´schen
Farbkreises5 (Darstellung s. Umschlag) gegenüberliegende
Grundfarben (z.B. Rot – Grün) nebeneinander. Sie sind
somit ein Maximum an Gegensätzlichkeit, verleihen sich
dadurch gegenseitig große Leuchtkraft, aber auch Buntheit.
Das erzeugt optische, oft unerwünschte Efekte, Buchstaben bekommen sehr leicht eine Flimmerwirkung.
Simultankontrast Dieser Kontrast bezieht sich auf die
gleichzeitig stattindende Wechselwirkung von nebeneinander liegenden Farblächen. Er wird rein emotional wahrgenommen. Das Gehirn ergänzt simultan, also gleichzeitig, beim Betrachten einer Farbläche diese Farbe auf einer
vorhandenen, neutralen Farbläche, welche darauf hin – je
nach Ausgangsfarbe – wärmer oder kälter erscheint.
Ähnlich funktioniert der „Flimmerefekt“(auch Flimmerkontrast genannt), welcher durch das Aufeinandertrefen
von zwei deutlich unterscheidbaren (im Komplementärkontrast zueinander stehenden), möglichst ungetrübten
Farben gleicher oder ähnlicher Helligkeit, entsteht.
5

Der Farbkreis nach Johannes Itten wurde aus Erfahrung und
nach Anforderungen der Kunstpädagogik entwickelt anhand des
Mischens von Malfarben. Der Farbkreis soll die Beziehungen der
Farben untereinander verdeutlichen, durch das eigene Abmischen wird er „erfahren“. Der Farbkreis besteht aus zwölf „leicht
vorstellbaren“ Farben mit eigenem Charakter und eindeutiger
Beziehung zu den anderen Farben. Quelle: wikipedia
Weitere Infos:http://lehrerfortbildung-bw.de/

kompetenzen/gestaltung/farbe/
systeme/itten/
Kapitel II
48

II Idee und Gestaltung

Farbkontraste (S.46 - 47): Siehe Farbtafeln im
Umschlag. Mehr Infos zum hema Farbkontraste inden Sie auch unter http://lehrerfortbildung-bw.de/
kompetenzen/gestaltung/farbe/kontrast/

Kontrastbeispiele für das Layout:
Formenkontraste
Geradestehende Schrift zu kursiver Schrift.
Sans Serif zu Schrift mit Serifen.

Stärkenkontraste
Fette Schrift zu normalem Schriftschnitt.
Helles Bild auf dunklem Hintergrund.
Dünne Linie neben größerer Bildläche.

Größenkontraste

Großer Schriftgrad zu kleiner Schrift.
Große Abbildung neben kleiner Abbildung.
Breite Textspalte neben schmaler Textspalte.

Kapitel II
IV Druckvorbereitung

89

4.2 Über die Verwendung von
Bildern, Logos und Texten

So gut wie immer kommen in Flyern gestalterische Elemente in Form von Bildern oder Graiken zum Einsatz. Diese
dürfen nicht unkritisch übernommen werden. Es ist deshalb
im Vorfeld zu klären:
Bildrechte
Als erstes natürlich muss geklärt sein, ob das ausgewählte
Bild überhaupt verwendet werden darf. Denn der oder die
Urheber/ in hat ein Recht auf Mitsprache, was mit ihrem
Werk geschehen soll. Es ist also geschützt vor unbefugtem
Gebrauch. Der genaue Verwendungszweck muss klar deiniert sein. Denn es ist ein Unterschied, ob das Bild fürs Web
eingesetzt wird oder ob es zusätzlich noch einmal auf einen
Flyer kommt und dann tausendfach vervielfältigt wird.
Bilder – woher nehmen und nicht stehlen?
Bilder dürfen nicht ohne Genehmigung des Fotografen
aus dem Netz gezogen und verwendet werden. Abgesehen
davon, dass die web-Aulösung für den Druck ziemlich
ungeeignet ist, ist dies auch eine strafbare Handlung, die
abgemahnt werden kann.

Kapitel IV
90

IV Druckvorbereitung

Besser ist es, bei einem Bildportal wie z.B. Fotolia einkaufen zu gehen. Manchmal gibt es Bilder zum Download, die
für die private Nutzung lizenzfrei zu haben sind. Aber auch
für eine kommerzielle Nutzung sind oft Bilder für unter 10
Euro erhältlich.
Professionelle Bilder können zu moderaten Preisen
bei Stock Photo Agenturen wie shutterstock, Fotolia, zoonar oder iStockphoto erworben werden.

Die Verwendung von Texten und Logos
aus dem Internet
Auch hier ist größte Vorsicht geboten! Texte sind das geistige Eigentum ihres Autors. Wenn ein Text aus dem Internet „übernommen“ wird, so muss der Autor um Erlaubnis
gefragt werden. Bei Missachtung kann eine Abmahnung
erfolgen. Es existieren entsprechende Plagiat-Suchmaschinen, die schnell einen Abschreiber entlarven können.
Auch Firmenlogos dürfen nicht ohne Erlaubnis verwendet
werden. Gerade hier sind die Firmen extrem daran interessiert, zu welchem Zweck ihr Logo verwendet wird. Es steht
schließlich ihr guter Ruf auf dem Spiel.

Kapitel IV
Vorschau "WissensQuick. Flyer & Visitenkarten selber gestalten"

Vorschau "WissensQuick. Flyer & Visitenkarten selber gestalten"

  • 2.
    Alexandra Krug Elaine A.Mackanyn Flyer & Visitenkarten selber gestalten Ein nützlicher Ratgeber für die Do-it-yourself-Gestaltung berulich oder privat
  • 3.
    Bibliograische Information derDeutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliograie; detaillierte bibliograische Daten sind im Internet unter http://dnb.d-nb. de abrufbar. 1. Aulage 2012 Alle Rechte vorbehalten © A7-24 Aumann GmbH, Edition Aumann, Coburg Gesamtherstellung und Verlag: A7-24 Aumann GmbH Mohrenstr. 26, 96450 Coburg Tel. (09561) 357 60 88, Telefax (09561) 357 60 80 E-Mail: service@edition-aumann.de, Internet: www.edition-aumann.de Titelgestaltung: Alexandra Krug Foto Titelbild – Quelle: fotolia ©fotograiedk Fotos Inhalt: © rella images - Fotolia.com Satz: Elaine A. Mackanyn www.genialesdesign.de Alexandra Krug, Lichtenfels www.graiar.de Illustrationen: Elaine A. Mackanyn www.genialesdesign.de
  • 4.
    Das Werk einschließlichaller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Kein Teil dieses Werkes darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form reproduziert, in eine andere Sprache übersetzt, in eine maschinenlesbare Form überführt oder in körperlicher oder unkörperlicher Form vervielfältigt, bereitgestellt oder gespeichert werden. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Eigennamen, Warenbezeichnungen oder sonstigen Bezeichnungen in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen und Markenschutzgesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften. Das Werk ist sorgfältig erarbeitet worden. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Für Vollständigkeit, Fehler, Auslassungen u. ä. kann, insbesondere wegen der schnellen Veränderungen in Gesellschaft, Beruf, Bildung, Wirtschaft und Technik keine Haftung übernommen werden. Vorschläge zur Verbesserung des Inhalts und der Nutzung werden gerne entgegen genommen. Die dargestellte Meinung der Autorinnen muss nicht unbedingt die Meinung des Verlags widerspiegeln. Printed in Germany ISBN 978-3-942230-77-3
  • 5.
    4 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis ...................................................... 4 Vorwort.......................................................................... 6 Für wen ist dieses Buch gemacht?.................................... 6 Feng Shui in der Werbung................................................. 7 I Flyer & Visitenkarten – Vorüberlegungen .......... 8 1.0 Wie beginne ich? ..................................................... 8 Formatwahl, Flyer- und Visitenkartengrößen, Falzarten, Papiergewicht, Papierwahl. Leitfaden A: Papierwahl ......................................... 14 1.1 Welches Gestaltungsprogramm ist für Druckprodukte geeignet? ............................. 14 1.2 PDF aus Microsoft Word® erstellen ...................... 18 1.3 Alternative: Online-Flyer .................................. 22 II. Idee und Gestaltung........................................ 23 2.0 Von der Idee zum Flyer .................................... Zielgruppendeinition ....................................... Leitfaden B: Zielgruppendeinition ........................... Mind-Map und weitere Kreativtechniken .............. Entwurf - Layout - Dummy ............................... 2.1 Die goldenen Gestaltungsregeln ........................ Grundelemente in der Gestaltung ...................... Farbe ............................................................. Leitfaden C: Farbwahl ............................................ Harmonische Maße und Spannungsverhältnisse ... Spannung – Struktur – Dynamik .......................... Kontraste ....................................................... 23 23 24 25 28 29 29 30 37 38 41 46
  • 6.
    Inhaltsverzeichnis Leitfaden D: Gestaltungsregeln............................... Schrift ........................................................... Wirkungsvolle Texte schreiben ........................... Leitfaden E: Schrift und Text................................... 5 50 51 57 59 III. Special Feng Shui in der Werbung ........................... 60 3.0 Die Kunst der Harmonie .......................................... 60 3.1 Feng Shui in der Werbung ....................................... 62 3.2 Die Gegensätze Yin und Yang ................................. 64 3.3 Die Fünf-Elementelehre ........................................... 65 3.4 Was ist zu beachten? ............................................... 70 3.5 Praktische Anleitung ................................................ 71 3.6 Einblick: Logo und Briefbogen ................................ 73 IV. Druckvorbereitung & technisches Know How ..... 81 4.0 Welches Dateiformat für den Druck? .................. 81 4.1 Pixel und Vector .............................................. 81 4.2 Über die Verwendung von Bildern und mehr ........ 89 4.3 Die Daten gehen zum Druck ................................... 91 Leitfaden F: Die Daten gehen zum Druck..................... 101 4.4 Interview mit dem Online-Druckportal ................... 102 Anhang Die Autorinnen ........................................................ 108 Übersicht der Leitfäden und Tipps .................................... 110 Quickinder ........................................................................ 114 Literatur und Seminare ..................................................... 119 Wissenswertes - Farbtafeln, Papierformate ...................... 120
  • 7.
    6 Einleitung Vorwort Für wen istdieses Buch gemacht? Die Einladung zum Firmenfest mal eben selbst machen. Das geht doch ganz einfach – da brauchen wir doch nicht extra einen Graiker zu beauftragen. Ein Mitarbeiter im Büro indet sich und schon kann der Punkt abgehakt werden. Aber Halt! Es wird ja doch eine größere Aulage benötigt. Hier ist der hauseigene Drucker nicht mehr rentabel. Also geben wir die Daten an eine Druckerei. Geht es wirklich so einfach? Welche Probleme können entstehen und welches Grundwissen ist notwendig, um einen Flyer zu einer Druckerei zu geben? Druckportale und Druckereien sind tagtäglich damit beschäftigt, unzureichend gelieferte Daten entsprechend aufzubereiten, damit sie druckbar sind. Und dabei ist ein optimales Ergebnis noch lange nicht garantiert. Ein Punkt, für den die Druckereien nichts können. Denn auf die Qualität der gelieferten Daten kommt es an. Hier möchte dieser kleine Ratgeber einhaken und etwas Unterstützung bieten. Dieser Ratgeber richtet sich an Einsteiger in graisch-gestalterischen Berufen ebenso wie an Entscheidungsträgern in Firmen, die Unterstützung bei der Ideenindung und der Kalkulation suchen.
  • 8.
    47 II Idee undGestaltung Quantitätskontrast Belebung aus der Spannung heraus. Es geht hierbei um das Flächenverhältnis der Farben zueinander. Man könnte auch Proportionskontrast dazu sagen. Komplementärkontrast Hier stehen sich im Itten´schen Farbkreises5 (Darstellung s. Umschlag) gegenüberliegende Grundfarben (z.B. Rot – Grün) nebeneinander. Sie sind somit ein Maximum an Gegensätzlichkeit, verleihen sich dadurch gegenseitig große Leuchtkraft, aber auch Buntheit. Das erzeugt optische, oft unerwünschte Efekte, Buchstaben bekommen sehr leicht eine Flimmerwirkung. Simultankontrast Dieser Kontrast bezieht sich auf die gleichzeitig stattindende Wechselwirkung von nebeneinander liegenden Farblächen. Er wird rein emotional wahrgenommen. Das Gehirn ergänzt simultan, also gleichzeitig, beim Betrachten einer Farbläche diese Farbe auf einer vorhandenen, neutralen Farbläche, welche darauf hin – je nach Ausgangsfarbe – wärmer oder kälter erscheint. Ähnlich funktioniert der „Flimmerefekt“(auch Flimmerkontrast genannt), welcher durch das Aufeinandertrefen von zwei deutlich unterscheidbaren (im Komplementärkontrast zueinander stehenden), möglichst ungetrübten Farben gleicher oder ähnlicher Helligkeit, entsteht. 5 Der Farbkreis nach Johannes Itten wurde aus Erfahrung und nach Anforderungen der Kunstpädagogik entwickelt anhand des Mischens von Malfarben. Der Farbkreis soll die Beziehungen der Farben untereinander verdeutlichen, durch das eigene Abmischen wird er „erfahren“. Der Farbkreis besteht aus zwölf „leicht vorstellbaren“ Farben mit eigenem Charakter und eindeutiger Beziehung zu den anderen Farben. Quelle: wikipedia Weitere Infos:http://lehrerfortbildung-bw.de/ kompetenzen/gestaltung/farbe/ systeme/itten/ Kapitel II
  • 9.
    48 II Idee undGestaltung Farbkontraste (S.46 - 47): Siehe Farbtafeln im Umschlag. Mehr Infos zum hema Farbkontraste inden Sie auch unter http://lehrerfortbildung-bw.de/ kompetenzen/gestaltung/farbe/kontrast/ Kontrastbeispiele für das Layout: Formenkontraste Geradestehende Schrift zu kursiver Schrift. Sans Serif zu Schrift mit Serifen. Stärkenkontraste Fette Schrift zu normalem Schriftschnitt. Helles Bild auf dunklem Hintergrund. Dünne Linie neben größerer Bildläche. Größenkontraste Großer Schriftgrad zu kleiner Schrift. Große Abbildung neben kleiner Abbildung. Breite Textspalte neben schmaler Textspalte. Kapitel II
  • 10.
    IV Druckvorbereitung 89 4.2 Überdie Verwendung von Bildern, Logos und Texten So gut wie immer kommen in Flyern gestalterische Elemente in Form von Bildern oder Graiken zum Einsatz. Diese dürfen nicht unkritisch übernommen werden. Es ist deshalb im Vorfeld zu klären: Bildrechte Als erstes natürlich muss geklärt sein, ob das ausgewählte Bild überhaupt verwendet werden darf. Denn der oder die Urheber/ in hat ein Recht auf Mitsprache, was mit ihrem Werk geschehen soll. Es ist also geschützt vor unbefugtem Gebrauch. Der genaue Verwendungszweck muss klar deiniert sein. Denn es ist ein Unterschied, ob das Bild fürs Web eingesetzt wird oder ob es zusätzlich noch einmal auf einen Flyer kommt und dann tausendfach vervielfältigt wird. Bilder – woher nehmen und nicht stehlen? Bilder dürfen nicht ohne Genehmigung des Fotografen aus dem Netz gezogen und verwendet werden. Abgesehen davon, dass die web-Aulösung für den Druck ziemlich ungeeignet ist, ist dies auch eine strafbare Handlung, die abgemahnt werden kann. Kapitel IV
  • 11.
    90 IV Druckvorbereitung Besser istes, bei einem Bildportal wie z.B. Fotolia einkaufen zu gehen. Manchmal gibt es Bilder zum Download, die für die private Nutzung lizenzfrei zu haben sind. Aber auch für eine kommerzielle Nutzung sind oft Bilder für unter 10 Euro erhältlich. Professionelle Bilder können zu moderaten Preisen bei Stock Photo Agenturen wie shutterstock, Fotolia, zoonar oder iStockphoto erworben werden. Die Verwendung von Texten und Logos aus dem Internet Auch hier ist größte Vorsicht geboten! Texte sind das geistige Eigentum ihres Autors. Wenn ein Text aus dem Internet „übernommen“ wird, so muss der Autor um Erlaubnis gefragt werden. Bei Missachtung kann eine Abmahnung erfolgen. Es existieren entsprechende Plagiat-Suchmaschinen, die schnell einen Abschreiber entlarven können. Auch Firmenlogos dürfen nicht ohne Erlaubnis verwendet werden. Gerade hier sind die Firmen extrem daran interessiert, zu welchem Zweck ihr Logo verwendet wird. Es steht schließlich ihr guter Ruf auf dem Spiel. Kapitel IV