Technokultur
Gliederung Entstehung Entstehung in Berlin Vorbilder Verhältnis zu Familie Techno & Kirche Verhältnis zu Gesellschaft & Politik Sprache & soziale Umgangsform Zeitschriften Musikalische Merkmale Kommerzialisierung Kleidung & Körperkult Drogen
Entstehung zwei verschiedene Ansichten über den Ursprung von Techno: eine Meinung besagt: das Techno ausschließlich als Folge europäischer Entwicklung entstanden ist; Ursprünge der Technomusik wird in Bands wie Kraftwerk oder Musikstilen wie der Electronic Body Music (EBM) gesehen Carsten Böhmert: Techno - eine neue Kommunikationsform, Magisterarbeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Münster 2001.
andere Meinung sieht Ursprünge der heutigen elektronischen Tanzmusik vor allem in den amerikanischen Städten Chicago und Detroit, wo schwarz-amerikanische Stile wie Disco und Soul mit europäischen Stilen wie EBM und Elektro vermischt wurden    wahrscheinlicher Carsten Böhmert: Techno - eine neue Kommunikationsform, Magisterarbeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Münster 2001.
in den 1980er Jahren in Chicago wird von Musikern und DJs die Discomusik der 70er Jahre in Verbindung mit Rhythmuscomputern zu einem  neuartigen Sound weiterentwickelt, vor allem im Gay-Club Warehouse gespielt wird
ab 1985 in Chicago der Rhythmuscomputer TB303, um House-Musikstücke zu produzieren erzeugt neuartiges Klangspektrum mit merkwürdig fiependem & quietschendem Geräusch, das in Verbindung mit blubbernden Viervierteltakten in den Clubs die  Tänzer elektrisiert
Tänzer fasziniert & kreischen wie verrückt, (Wasser in den Clubs mit Droge Acid (LSD)   Leute so ausgelassen & tanzen Gruppe Phuture House-Titel: Acid Trax    Name für diese besondere Form der House-Musik: Acidhouse in Detroit unter Vermischung von Kraftwerk inspirierter Musik, dem europäischen Musikstil Elektro, Soul und Funk eine neue Musik
diese ist dem Alltag in Detroit  sehr ähnlich: technisch, hart, dumpf, düster, stampfend wie Arbeit am Fließband Hauptvertreter sind die drei Afro-Amerikaner: Atkins, Saunderson und May
das Lied „Techno City“, das die schwarze Detroiter Band Cybotron 1984 veröffentlicht, ist eine Anspielung auf den Detroiter Beinamen „Motor City“ Namen bekommt Musik jedoch erst vier Jahre später durch Plattenfirma Virgin   „Techno! The New Dance Sound Of Detroit“, soll auf authentische Szene verweisen, existiert noch nicht in Detroit
enge klanglichen & räumlichen Nähe zwischen Chicagoer House und  Detroiter Techno    anfangs Technohouse, Begriff Techno setzt sich spätestens 1990 durch auch in Deutschland Spuren für Namensgebung dieser Musik: seit 1982 in Frankfurt der Clubabend „Technoclub“, zunächst auf Musikrichtung EBM spezialisiert
seit 1989 steigt Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad der elektronischen Tanzmusik auch in Deutschland an erste Disconächte & Parties mit Technomusik finden in Frankfurt,  Köln und Berlin statt    Konzept großer, meist illegaler Raves aus England übernommen & organisiert
bevorzugte Veranstaltungsorte sind alle ungewöhnlichen Orte: vor allem alte Fabrikhallen, Keller und Abrisshäuser, aber auch Tiefgaragen, U-Bahntunnel und Züge
Entstehung in Berlin Technoszene stark vom Fall der Mauer geprägt überwiegend im Osten der Stadt nach der Wende viele Häuser und Industriehallen leer (keine geklärten Besitzverhältnisse) Aufbruchstimmung vieler Neu- und Ostberliner förderte die Entwicklung der neuen Musikrichtung
erste Acid-House-Clubs 1988, das Ufo1989 & die Turbine Rosenheim in West-Berlin frühe Techno-Clubs, die bundesweit beeinflussten, waren das Planet,  das E-Werk, der Tresor und der Bunker aufgrund nicht vorhandener  Sperrstunde können Veranstaltungen länger gehen als in anderen Regionen
entwickelten sich schnell reine Afterhour-Clubs (Walfisch und später das Exit)
auch erste Techno-Clubs, deren Konzept auf sexueller Freizügigkeit und Fetischismus lagen  (KitKatClub)
1989 zog erstmals die Loveparade über den Kurfürstendamm, später maßgeblicher Ruf Berlins als Techno-Hauptstadt
Vorbilder viele Musiker wollen sich von Starattitüde entfernen gesamte Aufmerksamkeit gelten der Musik und nicht dem Musikproduzenten viele Künstler verwendeten für unterschiedliche Veröffentlichungen auch unterschiedliche Namen    verhinderten so, dass sie als Personen bedeutend wurden
DJ zum Held der tanzenden Menge auffallende Persönlichkeiten wie Sven Väth standen schnell im Mittelpunkt trotz eigentlicher Absicht und Bemühungen der Urväter    entstand Szene mit Personenkult Literatur: http://de.wikipedia.org/wiki/Technokultur
Verh Ä ltnis zu Familie Die Alterstruktur weist eine sehr große Spannbreite auf Laut Shell-Jugendstudie `97: 2/3 der Technofans unter 20 Jahren Das Geschlechterverhältnis ist ausgeglichen: 30% weibliche und 33% männliche Fans Organisations- und Funktionselite nur wenige Frauen
„ In dance we are one nation“ >> Ideologie der Techno-Szene übertragbar  Für die Raver ist „Händchenhalten“ das Horrorszenario schlechthin Lieber hält man sich an die Familie Literatur: Hitzler, Ronald,  Jugendszenen, Düsseldorf 2000
„ In letzter Zeit hat sich eine Art <Family> gebildet. …Wir sind eine Gruppe von Leuten, die sich gefunden haben. Leute, die ich schon länger kenne, und Leute die ich erst kennengelernt habe. Wir sind uns sehr nahe gekommen, auch wegen Ecstasy, und der Gespräche die dann entstehen. Wenn ich Family sage, meine ich damit, dass ich mich geborgen fühle.“ Melanie Literatur: Anz, Philipp, Techno, Zürich 1995, S. 234.
Techno und Kirche Dürfen Christen Techno tanzen?  „ Crusade“ in der Hamburger St. Katharinenkirche (1996) löst Diskussionen aus Techno-Tournee auf evangelischem Kirchentag (1997) In Frankfurt am Main stellt Pfarrer die Innenstadtkirche St. Katharinen mietfrei für neunteilige Veranstaltungsserie zur Verfügung
Vortrag von Rostocker Theologe Prof. Dr. Karl-Heinrich Bieritz „In Techno Deo Gloria“: „ Das Christentum kann immer  nur im Horizont der jeweils  zeitgenössischen Kultur seine  Überzeugungen artikulieren,  darstellen und feiern.“ Literatur: Dumke, Oliver, Techno als säkulare Liturgie, in: Hitzler, Ronald,Techno-Soziologie, Opladen 2001
Verh Ä ltnis zu Gesellschaft und Politik “ Lange Zeit wurde die Frage diskutiert  inwieweit die Technobewegung politische Inhalte transportiere oder lediglich eine Spaßbewegung darstelle.” Literatur: http://www.wikipedia.org/wiki/Technokultur#cite_note-7
Leitgedanken des  Fusion-Festivals : “ Was ist die Fusion? Weil es aber keinen Ort nirgends gibt,  wo die Menschen frei sind, ist es gerade die Vereinigung der FusionistInnen aller Länder und der Ferienkommunismus, der uns spüren lässt, dass wir mehr wollen, als das, was uns in diesem Leben geboten wird.” Literatur:http://www.fusion-festival.de/de/x/festival/
Leitgedanken des Vereins  Kulturkosmos Müritz : “ Selbstbestimmtes Leben Ideologisch gemeinsames Ziel unseres  Handelns ist der Versuch, unserem Ideal von  einem selbst- bestimmten Leben, abseits kapitalistischer Zwänge und Verwertungsinteressen, weitestgehend nahe zu kommen und Utopien für uns und andere im Hier und Jetzt erlebbar und im Modellversuch realisierbar zu machen.” Literatur:  http:// www.kulturkosmos.de /
1989-2001: als politische Demonstration angemeldet - “Friede, Freude, Eierkuchen”  (1989) - “Music Is The Key” (1990) - “We Are One Family” (1996) seit 2000: kommerzielle Veranstaltung - Versammlungsstatus wird  aberkannt - die “Fuck-Parade” (seit '97,ehem.  “HateParade”) behielt im Gegenzug  den Status einer Demonstration und  das Versammlungsrecht Loveparade
Auszüge aus dem Manifest der  Hedonistischen Internationale : -... ist überzeugt davon, dass Politik und Aktion Spaß machen können. Wo die Hierarchie beginnt, hört der Spaß auf. Wo der Spaß aufhört, beginnt die Hierarchie. -... will Freude, Lust, Genuss und ein selbst bestimmtes Leben in Freiheit für alle Menschen! -... will fröhliches Miteinander, Anarchie, die Ideen Epikurs, bunte Freude, Sinnlichkeit, Ausschweifung, Freundschaft, Gerechtigkeit, Toleranz, Freiheit, sexuelle Freizügigkeit, Nachhaltigkeit, Friede, freien Zugang zu Information, Kunst, kosmopolitisches Dasein, eine Welt ohne Grenzen und Diskriminierung und alle schönen Dinge - die heute nicht und vor allem nicht für alle Menschen verwirklicht sind. Literatur: http://www.hedonist-international.org/?q=de/manifest
Auszug aus einem Artikel der  Jungen Freiheit: “ Er ( der Raver)  befreit sich sowohl von althergebrachten, inhaltsleeren Spießigkeiten als auch von volkspädagogischem Gutmenschentum. Der Raver hebt sich über diese Nichtigkeiten hinweg und versinkt gleichzeitig im Rausch der Gemeinsamkeit, er geht auf im Rhythmus der hämmernden Bass-Töne. Das ist seine Freiheit,  mit der weder Bürgerliche noch aufgeklärte Linke etwas anfangen können.”   Literatur: http://www.jungefreiheit.de/Archiv.611.0.html
die Kreativen und Organisatoren der Szene verstehen sich als Teil einer Subkultur - geprägt durch Begriffe wie  Freiheit, Liebe,  Toleranz, Zwanglosigkeit  - Befreiung von gesellschaftlichen Konventionen - Freiheit des Individuums diese Individualisierung führt jedoch zu einer Auflösung der Subkultur: “ An dieStelle der Dichotomie von dominanter und diskriminierter Kultur ist in der Gegenwartsgesellschaft somit ein multikultureller “Mainstream der Minderheiten” getreten.”  Literatur:Meyer, Erik, Die Techno-Szene, S. 30
eine politische Linie ist in der Technokultur  nicht zu beobachten jedoch überwiegen liberale und /oder linke Weltanschauungen die politische Rechte ist in der Szene grundsätzlich unerwünscht, obwohl es auch  hier Vertreter aus dem rechten Lager gibt
Sprache als Soziale Umgangsform Die Technokultur ist durch spezifische sprachliche Besonderheiten charakterisiert. Zwei verschiedene Arten von „Technosprache“: Aus dem Technokontext in die deutsche Sprache übernommene Wörter, z.B.After-Hour, Rave, etc. Art und Weise mit Sprache umzugehen, z.B. Redewendungen ohne direkten Bezug zur Technoszene
Exemplarische Vorstellung von vier markanten Wörter aus der Szene: Rave / Raver Chillout (-Raum) After-Hour Flyer    Weit verbreitet im deutschen Sprachgebrauch
Rave / Raver engl. „the rave“: wilde, lebendige Party Rave bezeichnet eine größere Technoveranstaltung ab ca. 1000 Personen (Straßen- und Hallenraves) Kommerzielle Veranstaltung Spezielle Art von Technomusik (130-160 bpm)
Raver innerhalb der Szene in Deutschland    Trillerpfeife, Orangefarbene Schutzkleidung mit Reflektorstreifen  Raver für Außenstehende    Allgemeiner Technofan / Technotänzer Unzählige Wortbildungen: Raverin, Ravemaus, Raveclub, Rave-o-lution, Airave, Raveland
Chillout (-Raum) engl. „to chill“: abkühlen Raum auf einem Rave, indem sich erhitzte Tänzer ausruhen können Musik ist leise Luft frischer als auf der Tanzfläche Atmosphäre ist ruhig und behaglich
Sofas oder Matratzen Erholung von der Reizüberflutung durch Musik und Lichtblitze Der Chillout-Raum war eine Neuheit in der Partyszene Musiksender VIVA hatte bis 1996 eine Sendung mit Namen „Chillout“
After-Hour engl. „After Hours“: nach Ladenschluss,  nach Stunden Erfindung der Technoszene Beginnt morgens, wenn Partys und Diskotheken schließen In entspannter Atmosphäre das Ende einer langen Nacht genießen
Durch Tanzen, Frühstücken oder einfach „chillen“ In privatem Rahmen, kleinen Diskotheken oder Cafés Name leitet sich aus Überbrückung der Sperrstunde ab Gegenstück zur After Hour ist der Warm-up
Flyer engl.: kleines weit verbreitetes Werbeblatt Nicht nur als Wort sonder auch als Werbeform durchgesetzt Werbung für Raves und inzwischen Veranstaltungen jeder Art Verbreitungsweise oft auf persönlicher Weitergabe
Flyergestaltung klein und bunt mit kombinierten, bekannten Zeichenelementen Weitere Wörter: Location, DJ, Track, etc. Literatur: http://www.fb16.uni-dortmund.de/musik/techno Zugriff  24.11.2010, 18:45 Uhr Böhmert, C. (1997), Sprachliche Besonderheiten in der  Jugendsprache der Techno-Generation, Wissenschaftliche  Arbeit Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Zeitschriften Entstanden aus den Flyern Design und Aufmachung orientiert sich an den Computerzeitalter und Flyern Themen: Musikalische Neuerscheinungen Events Technik Drogen Mode
Comics als Ausdrucksform Kaum reales Aussehen Erinnerung an Underground-Comics Freie Form Schriftsätze, Figuren  und Bilder als  Zerrbilder der  Wirklichkeit
Die einflussreichsten Zeitschriften Frontpage De:Bug [Raveline:] Groove Literatur:   http://de-bug.de/    Zugriff am 24.11.2010, 19 Uhr
Groove Gegründet 1989 von Thomas Koch (DJ T) Finanzierung durch Werbeanzeigen Ursprünglich kostenlose Verteilung in Plattenläden Seit 2005 auch am Kiosk in „veredelter“ Version erhältlich (mehr Seiten / CD) Comic mit Kultfigur „Hotze“ in jeder Ausgabe Ca. 35.000 frei erhältliche und 25.000 kostenpflichtige Exemplare Literatur: http://www.groove.de/ Zugriff am 24.11.2010, 19 Uhr
4/4 Takt Ø 126 bpm Sample- & Loop-basiert, Remixverfahren Spannungsaufbau, Höhepunkt, erneuter Spannungsaufbau oder Abbau  Musikalische Merkmale
Musikproduktion am Computer (Synthesizer, Effektgeräte usw.) theoretisch für jedermann machbar – Anzahl der DJs/Produzenten steigt enorm Parallelen zum HipHop und Punk (keine musikalische Ausbildung erforderlich)
Anders als in Pop/Rock Musik: Weniger „Bands“, mehr Einzelkünstler oder Projekte  „ Live“:  DJ mischt Tracks ineinander, Versatzstücke -> neue Tracks, Edits    Auswahl der Tracks, Umgang mit Mischpult und anderem Equipment vs. Komplizierte Melodie auf einem  Instrument
Kommerzialisierung am Beispiel der Loveparade Erste Loveparade 1989 Berlin initiiert von Matthias Roeigh (Dr. Motte) Motto: „Friede, Freude, Eierkuchen“ 150 Teilnehmer Loveparade 1999 Motto: „Music is the Key“ 1,5 Millionen Teilnehmer
2001 Aberkennung des Demonstrationsstaus 2004, 2005 gab es aufgrund dessen keine Loveparade    Mc Fit übernimmt Finanzierung Seit Mitte der 90er entwickelte sich Gegenbewegung    Fuckparade Diese sprach sich gegen die Kommerzialisierung der Lopa aus
Loveparade 1989
Loveparade 1999
Vom Underground zum Hype Früher wurde Musik produziert, die für die Szene ist!!! Heute wird Musik produziert, die massentauglich ist David Guetta, Discoboys etc...
Zwei Beispiele    Unterschied zwischen Kommerz und Club 1:  Channel X - Freaky Pilot Part 2 (Original Mix) 2: Ducksauce –  Barbara  Streisand
DJs waren Teil der Party (früher) Heute    Superstar (Swedish House Mafia, David Guetta, Westbam, Sven Väth, Bad Boy Bill etc...)
Vom DJ zum Rockstar Trailer von „ Take One “    Swedish House Mafia
Techno wird immer mehr den üblichen Verkaufsmechanismen angeglichen  Trennung von Konsument und Produzent, sowie vom Star und Fan hat Einzug gehalten  Hinter einem „großen DJ“ steht ein großes Managementteam    Booker, Tourmanager etc.    DJs sind die neuen Rockstars  
Fazit  In recent years DJs have been labeled the new rock stars, and where the 80’s gave birth  to acid house, todays Superstar Djs shows how a whole new generation are again pioneering electronic music to define youth culture for millions.
Ergebnisse Der Kommerz hat auch vor musikalischen Ausrichtungen nicht Halt gemacht (alles funktioniert mit entsprechender Vermarktung)  Differenzierung der Musik in verschiedene Stile schafft(e) eine Möglichkeit den Geist der kleineren Gruppen/Kreise aufrechtzuerhalten und sich vom Hauptstrom zu lösen (Ambient, Drum’n Bass, Gabber) Heute existiert im Techno eine sehr große Strömung, die bestens strukturiert ist und sich im Einklang mit der großen kommerziellen Freizeit- oder Musikindustrie befindet  Es existieren viele kleine Subgenres, die noch etwas vom Geist der Anfangstage in sich haben
Kommerzionalisierung geschah durch Großvaranstaltungen wie: Loveparade Maday Nature One
Durch wachsende Besucherzahlen wuchs das Interesse der Konsumenten sowie der Plattenindustrie  Innerhalb kürzester Zeit wurden die Veranstaltungen von Geheimtipp zum Megaevent Wurden durch Medien und Industrie immer weiter gepushed
KLEIDUNG und K Ö RPERKULT
EINFLÜSSE AUF KLEIDUNG Hippiebewegung Diverse Fetischrichtungen Hedonismus Hooligan Naziszene
ANFANGSPHASE Individuelles Auftreten Schrille farbenfrohe Outfits - abheben von der Elterngeneration - Lebensfreude
OUTFITS I   Plastik Ästhetik Fetisch Stile 70er Jahre Look Retro-Sportkleidung Science Fiction
OUTFITS II Schutzanzüge Orange Warnwesten Atemschutzmasken Selbstgebastelte Brillen und  Masken aus Küchensieben
Einflussreich war die Musikgruppe  „Altern 8“
 
KOMMERZIELLE ENTWICKLUNG Um das Jahr 1992 Unter den Begriffen:  Clubwear und Streetwear Vereinheitlichung nahm zu
DER EINHEITSLOOK Schnuller und/oder Trillerpfeifen Lange Zipfelmützen oder hohe Hüte  Hosen mit Schlag Enganliegende Nylonshirts Neoprenjacken Plateauschuhe Arm- und Halsbänder UV Knicklichter
Marken:  Meucci AMOK JP CORDON Freeman T. Porter Psycho Cowboy
TATOOS UND PIERCINGS Vor allem Piercings als  Modeaccessoires im Gesicht Keith Smith von „The Prodigy“  als Vorbild
DRESSCODES Gabber vs. Raver
Drogen  „In der Technoszene nehmen  etwa 60% der Teilnehmer illegale  Rauschdrogen.“ Literatur: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2000)
Ecstasy  (im englischen Sprachgebrauch  XTC)   Sammelbegriff für Rauschdrogen, die aus Amphetaminderivaten ( Methylendioxiamphetamine ) synthetisch hergestellt werden ( Designerdrogen ).
Geschichte der Droge DMA wurde 1912 von der Firma Merck entwickelt und patentiert. Der therapeutische Nutzen sollte in der Appetithemmung liegen. Wegen unerwünschter Nebenwirkungen wurde DMA jedoch zunächst nicht auf den Markt gebracht.  In den 50er und 60er Jahren benutzten dann Forscher in den USA zunächst MDMA für wissenschaftliche Zwecke im Bereich der Psychotherapie.  1986 wurde der Wirkstoff in den USA verboten.  MDMA tauchte in den 80er Jahren in Zusammenhang mit der Techno- und Housemusik-Welle verstärkt auf dem europäischen Drogenmarkt auf.
Erklärungsansätze Besucher von  Techno-Veranstaltungen sind Einzelgänger (Lautstärke) stundenlanges Tanzen ohne  merkbare Ermüdungserscheinungen  wird ermöglicht löst durch empathogene Wirkung  eine Euphorie aus.  (Gefühl der Gemeinschaft)
&quot;Synthetische Drogen vermitteln die Illusion, man könne die Wirkung genau kontrollieren. Deshalb passen sie so wunderbar in eine Leistungsgesellschaft, die verlangt, im richtigen Moment fit, dynamisch und gut gestimmt zu sein.&quot; Ecstasy ist also keineswegs eine Aussteigerdroge, sondern für viele ein Mittel, mit dem man an einem Abend in der Woche aus dem Alltag entfliehen kann, um anschließend wieder ins Alltagsleben zurückzukehren. Besonders der Umstand, dass es sich bei Ecstasy um Tabletten handelt, führt eher Assoziationen zu Schmerz- oder Schlaf-Tabletten herbei, als das Bewusstsein, dass es sich um eine nicht zu unterschätzende Droge handelt.“ Literatur: Klaus Hurrelmann : Lebensphase Jugend: Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Jugendforschung, 2009, S.176
Wirkung tiefes Glücksgefühl  positive Wahrnehmung der  Umgebung (vor allem anderer  Menschen ) Kommunikationsfähigkeit wird  gesteigert setzt Energiereserven frei und verdeckt körperliche Schwächeerscheinungen (stundenlanges Tanzen)
Gefahren während des Konsums Symptome wie Durst, Schwindel, Kopfschmerz und Herzrasen werden unterdrückt (Kollapszustände) Überhitzung, akute Herz- und Kreislaufprobleme Angstzustände, Depressionen, Psychosen
Langzeitschäden körperliche Gesundheitsschäden  an Herz, Kreislauf, Nieren und Leber Blutbildveränderungen (Anämie).  Appetitlosigkeit und  Gewichtsabnahme  MDMA erzeugt psychische  Abhängigkeit Schlafapnoe-Syndrom (SAS)
Aussehen verschiedenste Formen,Farben und unterschiedliche Aufdrucke  hoher Wiedererkennungswert (besserer Absatz) berühmte Ecstasyreihen  werden äußerlich kopiert Ecstasy Streckmittel Amphetamine Strychnin  bei der komplizierten  Herstellung von MDMA  können weitere giftige  Stoffe entstehen
Mischkonsum häufig bei Drogenkonsumenten auf  Techno-Partys: Cannabis (65%) Alkohol (56%)  Speed (42,2%).  Kokain (14,8%)  Halluzinogenen (9,4%)  Literatur:  Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche  Aufklärung, 2000
Vielen Dank  fuer  eure Aufmerksamkeit !!

Techno

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    Gliederung Entstehung Entstehungin Berlin Vorbilder Verhältnis zu Familie Techno & Kirche Verhältnis zu Gesellschaft & Politik Sprache & soziale Umgangsform Zeitschriften Musikalische Merkmale Kommerzialisierung Kleidung & Körperkult Drogen
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    Entstehung zwei verschiedeneAnsichten über den Ursprung von Techno: eine Meinung besagt: das Techno ausschließlich als Folge europäischer Entwicklung entstanden ist; Ursprünge der Technomusik wird in Bands wie Kraftwerk oder Musikstilen wie der Electronic Body Music (EBM) gesehen Carsten Böhmert: Techno - eine neue Kommunikationsform, Magisterarbeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Münster 2001.
  • 4.
    andere Meinung siehtUrsprünge der heutigen elektronischen Tanzmusik vor allem in den amerikanischen Städten Chicago und Detroit, wo schwarz-amerikanische Stile wie Disco und Soul mit europäischen Stilen wie EBM und Elektro vermischt wurden  wahrscheinlicher Carsten Böhmert: Techno - eine neue Kommunikationsform, Magisterarbeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Münster 2001.
  • 5.
    in den 1980erJahren in Chicago wird von Musikern und DJs die Discomusik der 70er Jahre in Verbindung mit Rhythmuscomputern zu einem neuartigen Sound weiterentwickelt, vor allem im Gay-Club Warehouse gespielt wird
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    ab 1985 inChicago der Rhythmuscomputer TB303, um House-Musikstücke zu produzieren erzeugt neuartiges Klangspektrum mit merkwürdig fiependem & quietschendem Geräusch, das in Verbindung mit blubbernden Viervierteltakten in den Clubs die Tänzer elektrisiert
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    Tänzer fasziniert &kreischen wie verrückt, (Wasser in den Clubs mit Droge Acid (LSD)  Leute so ausgelassen & tanzen Gruppe Phuture House-Titel: Acid Trax  Name für diese besondere Form der House-Musik: Acidhouse in Detroit unter Vermischung von Kraftwerk inspirierter Musik, dem europäischen Musikstil Elektro, Soul und Funk eine neue Musik
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    diese ist demAlltag in Detroit sehr ähnlich: technisch, hart, dumpf, düster, stampfend wie Arbeit am Fließband Hauptvertreter sind die drei Afro-Amerikaner: Atkins, Saunderson und May
  • 9.
    das Lied „TechnoCity“, das die schwarze Detroiter Band Cybotron 1984 veröffentlicht, ist eine Anspielung auf den Detroiter Beinamen „Motor City“ Namen bekommt Musik jedoch erst vier Jahre später durch Plattenfirma Virgin  „Techno! The New Dance Sound Of Detroit“, soll auf authentische Szene verweisen, existiert noch nicht in Detroit
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    enge klanglichen &räumlichen Nähe zwischen Chicagoer House und Detroiter Techno  anfangs Technohouse, Begriff Techno setzt sich spätestens 1990 durch auch in Deutschland Spuren für Namensgebung dieser Musik: seit 1982 in Frankfurt der Clubabend „Technoclub“, zunächst auf Musikrichtung EBM spezialisiert
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    seit 1989 steigtBekanntheits- und Beliebtheitsgrad der elektronischen Tanzmusik auch in Deutschland an erste Disconächte & Parties mit Technomusik finden in Frankfurt, Köln und Berlin statt  Konzept großer, meist illegaler Raves aus England übernommen & organisiert
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    bevorzugte Veranstaltungsorte sindalle ungewöhnlichen Orte: vor allem alte Fabrikhallen, Keller und Abrisshäuser, aber auch Tiefgaragen, U-Bahntunnel und Züge
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    Entstehung in BerlinTechnoszene stark vom Fall der Mauer geprägt überwiegend im Osten der Stadt nach der Wende viele Häuser und Industriehallen leer (keine geklärten Besitzverhältnisse) Aufbruchstimmung vieler Neu- und Ostberliner förderte die Entwicklung der neuen Musikrichtung
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    erste Acid-House-Clubs 1988,das Ufo1989 & die Turbine Rosenheim in West-Berlin frühe Techno-Clubs, die bundesweit beeinflussten, waren das Planet, das E-Werk, der Tresor und der Bunker aufgrund nicht vorhandener Sperrstunde können Veranstaltungen länger gehen als in anderen Regionen
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    entwickelten sich schnellreine Afterhour-Clubs (Walfisch und später das Exit)
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    auch erste Techno-Clubs,deren Konzept auf sexueller Freizügigkeit und Fetischismus lagen (KitKatClub)
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    1989 zog erstmalsdie Loveparade über den Kurfürstendamm, später maßgeblicher Ruf Berlins als Techno-Hauptstadt
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    Vorbilder viele Musikerwollen sich von Starattitüde entfernen gesamte Aufmerksamkeit gelten der Musik und nicht dem Musikproduzenten viele Künstler verwendeten für unterschiedliche Veröffentlichungen auch unterschiedliche Namen  verhinderten so, dass sie als Personen bedeutend wurden
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    DJ zum Heldder tanzenden Menge auffallende Persönlichkeiten wie Sven Väth standen schnell im Mittelpunkt trotz eigentlicher Absicht und Bemühungen der Urväter  entstand Szene mit Personenkult Literatur: http://de.wikipedia.org/wiki/Technokultur
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    Verh Ä ltniszu Familie Die Alterstruktur weist eine sehr große Spannbreite auf Laut Shell-Jugendstudie `97: 2/3 der Technofans unter 20 Jahren Das Geschlechterverhältnis ist ausgeglichen: 30% weibliche und 33% männliche Fans Organisations- und Funktionselite nur wenige Frauen
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    „ In dancewe are one nation“ >> Ideologie der Techno-Szene übertragbar Für die Raver ist „Händchenhalten“ das Horrorszenario schlechthin Lieber hält man sich an die Familie Literatur: Hitzler, Ronald, Jugendszenen, Düsseldorf 2000
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    „ In letzterZeit hat sich eine Art <Family> gebildet. …Wir sind eine Gruppe von Leuten, die sich gefunden haben. Leute, die ich schon länger kenne, und Leute die ich erst kennengelernt habe. Wir sind uns sehr nahe gekommen, auch wegen Ecstasy, und der Gespräche die dann entstehen. Wenn ich Family sage, meine ich damit, dass ich mich geborgen fühle.“ Melanie Literatur: Anz, Philipp, Techno, Zürich 1995, S. 234.
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    Techno und KircheDürfen Christen Techno tanzen? „ Crusade“ in der Hamburger St. Katharinenkirche (1996) löst Diskussionen aus Techno-Tournee auf evangelischem Kirchentag (1997) In Frankfurt am Main stellt Pfarrer die Innenstadtkirche St. Katharinen mietfrei für neunteilige Veranstaltungsserie zur Verfügung
  • 24.
    Vortrag von RostockerTheologe Prof. Dr. Karl-Heinrich Bieritz „In Techno Deo Gloria“: „ Das Christentum kann immer nur im Horizont der jeweils zeitgenössischen Kultur seine Überzeugungen artikulieren, darstellen und feiern.“ Literatur: Dumke, Oliver, Techno als säkulare Liturgie, in: Hitzler, Ronald,Techno-Soziologie, Opladen 2001
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    Verh Ä ltniszu Gesellschaft und Politik “ Lange Zeit wurde die Frage diskutiert inwieweit die Technobewegung politische Inhalte transportiere oder lediglich eine Spaßbewegung darstelle.” Literatur: http://www.wikipedia.org/wiki/Technokultur#cite_note-7
  • 26.
    Leitgedanken des Fusion-Festivals : “ Was ist die Fusion? Weil es aber keinen Ort nirgends gibt, wo die Menschen frei sind, ist es gerade die Vereinigung der FusionistInnen aller Länder und der Ferienkommunismus, der uns spüren lässt, dass wir mehr wollen, als das, was uns in diesem Leben geboten wird.” Literatur:http://www.fusion-festival.de/de/x/festival/
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    Leitgedanken des Vereins Kulturkosmos Müritz : “ Selbstbestimmtes Leben Ideologisch gemeinsames Ziel unseres Handelns ist der Versuch, unserem Ideal von einem selbst- bestimmten Leben, abseits kapitalistischer Zwänge und Verwertungsinteressen, weitestgehend nahe zu kommen und Utopien für uns und andere im Hier und Jetzt erlebbar und im Modellversuch realisierbar zu machen.” Literatur: http:// www.kulturkosmos.de /
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    1989-2001: als politischeDemonstration angemeldet - “Friede, Freude, Eierkuchen” (1989) - “Music Is The Key” (1990) - “We Are One Family” (1996) seit 2000: kommerzielle Veranstaltung - Versammlungsstatus wird aberkannt - die “Fuck-Parade” (seit '97,ehem. “HateParade”) behielt im Gegenzug den Status einer Demonstration und das Versammlungsrecht Loveparade
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    Auszüge aus demManifest der Hedonistischen Internationale : -... ist überzeugt davon, dass Politik und Aktion Spaß machen können. Wo die Hierarchie beginnt, hört der Spaß auf. Wo der Spaß aufhört, beginnt die Hierarchie. -... will Freude, Lust, Genuss und ein selbst bestimmtes Leben in Freiheit für alle Menschen! -... will fröhliches Miteinander, Anarchie, die Ideen Epikurs, bunte Freude, Sinnlichkeit, Ausschweifung, Freundschaft, Gerechtigkeit, Toleranz, Freiheit, sexuelle Freizügigkeit, Nachhaltigkeit, Friede, freien Zugang zu Information, Kunst, kosmopolitisches Dasein, eine Welt ohne Grenzen und Diskriminierung und alle schönen Dinge - die heute nicht und vor allem nicht für alle Menschen verwirklicht sind. Literatur: http://www.hedonist-international.org/?q=de/manifest
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    Auszug aus einemArtikel der Jungen Freiheit: “ Er ( der Raver) befreit sich sowohl von althergebrachten, inhaltsleeren Spießigkeiten als auch von volkspädagogischem Gutmenschentum. Der Raver hebt sich über diese Nichtigkeiten hinweg und versinkt gleichzeitig im Rausch der Gemeinsamkeit, er geht auf im Rhythmus der hämmernden Bass-Töne. Das ist seine Freiheit, mit der weder Bürgerliche noch aufgeklärte Linke etwas anfangen können.” Literatur: http://www.jungefreiheit.de/Archiv.611.0.html
  • 31.
    die Kreativen undOrganisatoren der Szene verstehen sich als Teil einer Subkultur - geprägt durch Begriffe wie Freiheit, Liebe, Toleranz, Zwanglosigkeit - Befreiung von gesellschaftlichen Konventionen - Freiheit des Individuums diese Individualisierung führt jedoch zu einer Auflösung der Subkultur: “ An dieStelle der Dichotomie von dominanter und diskriminierter Kultur ist in der Gegenwartsgesellschaft somit ein multikultureller “Mainstream der Minderheiten” getreten.” Literatur:Meyer, Erik, Die Techno-Szene, S. 30
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    eine politische Linieist in der Technokultur nicht zu beobachten jedoch überwiegen liberale und /oder linke Weltanschauungen die politische Rechte ist in der Szene grundsätzlich unerwünscht, obwohl es auch hier Vertreter aus dem rechten Lager gibt
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    Sprache als SozialeUmgangsform Die Technokultur ist durch spezifische sprachliche Besonderheiten charakterisiert. Zwei verschiedene Arten von „Technosprache“: Aus dem Technokontext in die deutsche Sprache übernommene Wörter, z.B.After-Hour, Rave, etc. Art und Weise mit Sprache umzugehen, z.B. Redewendungen ohne direkten Bezug zur Technoszene
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    Exemplarische Vorstellung vonvier markanten Wörter aus der Szene: Rave / Raver Chillout (-Raum) After-Hour Flyer  Weit verbreitet im deutschen Sprachgebrauch
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    Rave / Raverengl. „the rave“: wilde, lebendige Party Rave bezeichnet eine größere Technoveranstaltung ab ca. 1000 Personen (Straßen- und Hallenraves) Kommerzielle Veranstaltung Spezielle Art von Technomusik (130-160 bpm)
  • 36.
    Raver innerhalb derSzene in Deutschland  Trillerpfeife, Orangefarbene Schutzkleidung mit Reflektorstreifen Raver für Außenstehende  Allgemeiner Technofan / Technotänzer Unzählige Wortbildungen: Raverin, Ravemaus, Raveclub, Rave-o-lution, Airave, Raveland
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    Chillout (-Raum) engl.„to chill“: abkühlen Raum auf einem Rave, indem sich erhitzte Tänzer ausruhen können Musik ist leise Luft frischer als auf der Tanzfläche Atmosphäre ist ruhig und behaglich
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    Sofas oder MatratzenErholung von der Reizüberflutung durch Musik und Lichtblitze Der Chillout-Raum war eine Neuheit in der Partyszene Musiksender VIVA hatte bis 1996 eine Sendung mit Namen „Chillout“
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    After-Hour engl. „AfterHours“: nach Ladenschluss, nach Stunden Erfindung der Technoszene Beginnt morgens, wenn Partys und Diskotheken schließen In entspannter Atmosphäre das Ende einer langen Nacht genießen
  • 40.
    Durch Tanzen, Frühstückenoder einfach „chillen“ In privatem Rahmen, kleinen Diskotheken oder Cafés Name leitet sich aus Überbrückung der Sperrstunde ab Gegenstück zur After Hour ist der Warm-up
  • 41.
    Flyer engl.: kleinesweit verbreitetes Werbeblatt Nicht nur als Wort sonder auch als Werbeform durchgesetzt Werbung für Raves und inzwischen Veranstaltungen jeder Art Verbreitungsweise oft auf persönlicher Weitergabe
  • 42.
    Flyergestaltung klein undbunt mit kombinierten, bekannten Zeichenelementen Weitere Wörter: Location, DJ, Track, etc. Literatur: http://www.fb16.uni-dortmund.de/musik/techno Zugriff 24.11.2010, 18:45 Uhr Böhmert, C. (1997), Sprachliche Besonderheiten in der Jugendsprache der Techno-Generation, Wissenschaftliche Arbeit Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • 43.
    Zeitschriften Entstanden ausden Flyern Design und Aufmachung orientiert sich an den Computerzeitalter und Flyern Themen: Musikalische Neuerscheinungen Events Technik Drogen Mode
  • 44.
    Comics als AusdrucksformKaum reales Aussehen Erinnerung an Underground-Comics Freie Form Schriftsätze, Figuren und Bilder als Zerrbilder der Wirklichkeit
  • 45.
    Die einflussreichsten ZeitschriftenFrontpage De:Bug [Raveline:] Groove Literatur: http://de-bug.de/ Zugriff am 24.11.2010, 19 Uhr
  • 46.
    Groove Gegründet 1989von Thomas Koch (DJ T) Finanzierung durch Werbeanzeigen Ursprünglich kostenlose Verteilung in Plattenläden Seit 2005 auch am Kiosk in „veredelter“ Version erhältlich (mehr Seiten / CD) Comic mit Kultfigur „Hotze“ in jeder Ausgabe Ca. 35.000 frei erhältliche und 25.000 kostenpflichtige Exemplare Literatur: http://www.groove.de/ Zugriff am 24.11.2010, 19 Uhr
  • 47.
    4/4 Takt Ø126 bpm Sample- & Loop-basiert, Remixverfahren Spannungsaufbau, Höhepunkt, erneuter Spannungsaufbau oder Abbau Musikalische Merkmale
  • 48.
    Musikproduktion am Computer(Synthesizer, Effektgeräte usw.) theoretisch für jedermann machbar – Anzahl der DJs/Produzenten steigt enorm Parallelen zum HipHop und Punk (keine musikalische Ausbildung erforderlich)
  • 49.
    Anders als inPop/Rock Musik: Weniger „Bands“, mehr Einzelkünstler oder Projekte „ Live“: DJ mischt Tracks ineinander, Versatzstücke -> neue Tracks, Edits  Auswahl der Tracks, Umgang mit Mischpult und anderem Equipment vs. Komplizierte Melodie auf einem Instrument
  • 50.
    Kommerzialisierung am Beispielder Loveparade Erste Loveparade 1989 Berlin initiiert von Matthias Roeigh (Dr. Motte) Motto: „Friede, Freude, Eierkuchen“ 150 Teilnehmer Loveparade 1999 Motto: „Music is the Key“ 1,5 Millionen Teilnehmer
  • 51.
    2001 Aberkennung desDemonstrationsstaus 2004, 2005 gab es aufgrund dessen keine Loveparade  Mc Fit übernimmt Finanzierung Seit Mitte der 90er entwickelte sich Gegenbewegung  Fuckparade Diese sprach sich gegen die Kommerzialisierung der Lopa aus
  • 52.
  • 53.
  • 54.
    Vom Underground zumHype Früher wurde Musik produziert, die für die Szene ist!!! Heute wird Musik produziert, die massentauglich ist David Guetta, Discoboys etc...
  • 55.
    Zwei Beispiele  Unterschied zwischen Kommerz und Club 1: Channel X - Freaky Pilot Part 2 (Original Mix) 2: Ducksauce – Barbara Streisand
  • 56.
    DJs waren Teilder Party (früher) Heute  Superstar (Swedish House Mafia, David Guetta, Westbam, Sven Väth, Bad Boy Bill etc...)
  • 57.
    Vom DJ zumRockstar Trailer von „ Take One “  Swedish House Mafia
  • 58.
    Techno wird immermehr den üblichen Verkaufsmechanismen angeglichen Trennung von Konsument und Produzent, sowie vom Star und Fan hat Einzug gehalten Hinter einem „großen DJ“ steht ein großes Managementteam  Booker, Tourmanager etc.  DJs sind die neuen Rockstars 
  • 59.
    Fazit Inrecent years DJs have been labeled the new rock stars, and where the 80’s gave birth to acid house, todays Superstar Djs shows how a whole new generation are again pioneering electronic music to define youth culture for millions.
  • 60.
    Ergebnisse Der Kommerzhat auch vor musikalischen Ausrichtungen nicht Halt gemacht (alles funktioniert mit entsprechender Vermarktung) Differenzierung der Musik in verschiedene Stile schafft(e) eine Möglichkeit den Geist der kleineren Gruppen/Kreise aufrechtzuerhalten und sich vom Hauptstrom zu lösen (Ambient, Drum’n Bass, Gabber) Heute existiert im Techno eine sehr große Strömung, die bestens strukturiert ist und sich im Einklang mit der großen kommerziellen Freizeit- oder Musikindustrie befindet Es existieren viele kleine Subgenres, die noch etwas vom Geist der Anfangstage in sich haben
  • 61.
    Kommerzionalisierung geschah durchGroßvaranstaltungen wie: Loveparade Maday Nature One
  • 62.
    Durch wachsende Besucherzahlenwuchs das Interesse der Konsumenten sowie der Plattenindustrie Innerhalb kürzester Zeit wurden die Veranstaltungen von Geheimtipp zum Megaevent Wurden durch Medien und Industrie immer weiter gepushed
  • 63.
    KLEIDUNG und KÖ RPERKULT
  • 64.
    EINFLÜSSE AUF KLEIDUNGHippiebewegung Diverse Fetischrichtungen Hedonismus Hooligan Naziszene
  • 65.
    ANFANGSPHASE Individuelles AuftretenSchrille farbenfrohe Outfits - abheben von der Elterngeneration - Lebensfreude
  • 66.
    OUTFITS I Plastik Ästhetik Fetisch Stile 70er Jahre Look Retro-Sportkleidung Science Fiction
  • 67.
    OUTFITS II SchutzanzügeOrange Warnwesten Atemschutzmasken Selbstgebastelte Brillen und Masken aus Küchensieben
  • 68.
    Einflussreich war dieMusikgruppe „Altern 8“
  • 69.
  • 70.
    KOMMERZIELLE ENTWICKLUNG Umdas Jahr 1992 Unter den Begriffen: Clubwear und Streetwear Vereinheitlichung nahm zu
  • 71.
    DER EINHEITSLOOK Schnullerund/oder Trillerpfeifen Lange Zipfelmützen oder hohe Hüte Hosen mit Schlag Enganliegende Nylonshirts Neoprenjacken Plateauschuhe Arm- und Halsbänder UV Knicklichter
  • 72.
    Marken: MeucciAMOK JP CORDON Freeman T. Porter Psycho Cowboy
  • 73.
    TATOOS UND PIERCINGSVor allem Piercings als Modeaccessoires im Gesicht Keith Smith von „The Prodigy“ als Vorbild
  • 74.
  • 75.
    Drogen „Inder Technoszene nehmen etwa 60% der Teilnehmer illegale Rauschdrogen.“ Literatur: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2000)
  • 76.
    Ecstasy (imenglischen Sprachgebrauch XTC) Sammelbegriff für Rauschdrogen, die aus Amphetaminderivaten ( Methylendioxiamphetamine ) synthetisch hergestellt werden ( Designerdrogen ).
  • 77.
    Geschichte der DrogeDMA wurde 1912 von der Firma Merck entwickelt und patentiert. Der therapeutische Nutzen sollte in der Appetithemmung liegen. Wegen unerwünschter Nebenwirkungen wurde DMA jedoch zunächst nicht auf den Markt gebracht. In den 50er und 60er Jahren benutzten dann Forscher in den USA zunächst MDMA für wissenschaftliche Zwecke im Bereich der Psychotherapie. 1986 wurde der Wirkstoff in den USA verboten. MDMA tauchte in den 80er Jahren in Zusammenhang mit der Techno- und Housemusik-Welle verstärkt auf dem europäischen Drogenmarkt auf.
  • 78.
    Erklärungsansätze Besucher von Techno-Veranstaltungen sind Einzelgänger (Lautstärke) stundenlanges Tanzen ohne merkbare Ermüdungserscheinungen wird ermöglicht löst durch empathogene Wirkung eine Euphorie aus. (Gefühl der Gemeinschaft)
  • 79.
    &quot;Synthetische Drogen vermittelndie Illusion, man könne die Wirkung genau kontrollieren. Deshalb passen sie so wunderbar in eine Leistungsgesellschaft, die verlangt, im richtigen Moment fit, dynamisch und gut gestimmt zu sein.&quot; Ecstasy ist also keineswegs eine Aussteigerdroge, sondern für viele ein Mittel, mit dem man an einem Abend in der Woche aus dem Alltag entfliehen kann, um anschließend wieder ins Alltagsleben zurückzukehren. Besonders der Umstand, dass es sich bei Ecstasy um Tabletten handelt, führt eher Assoziationen zu Schmerz- oder Schlaf-Tabletten herbei, als das Bewusstsein, dass es sich um eine nicht zu unterschätzende Droge handelt.“ Literatur: Klaus Hurrelmann : Lebensphase Jugend: Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Jugendforschung, 2009, S.176
  • 80.
    Wirkung tiefes Glücksgefühl positive Wahrnehmung der Umgebung (vor allem anderer Menschen ) Kommunikationsfähigkeit wird gesteigert setzt Energiereserven frei und verdeckt körperliche Schwächeerscheinungen (stundenlanges Tanzen)
  • 81.
    Gefahren während desKonsums Symptome wie Durst, Schwindel, Kopfschmerz und Herzrasen werden unterdrückt (Kollapszustände) Überhitzung, akute Herz- und Kreislaufprobleme Angstzustände, Depressionen, Psychosen
  • 82.
    Langzeitschäden körperliche Gesundheitsschäden an Herz, Kreislauf, Nieren und Leber Blutbildveränderungen (Anämie). Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme MDMA erzeugt psychische Abhängigkeit Schlafapnoe-Syndrom (SAS)
  • 83.
    Aussehen verschiedenste Formen,Farbenund unterschiedliche Aufdrucke hoher Wiedererkennungswert (besserer Absatz) berühmte Ecstasyreihen werden äußerlich kopiert Ecstasy Streckmittel Amphetamine Strychnin bei der komplizierten Herstellung von MDMA können weitere giftige Stoffe entstehen
  • 84.
    Mischkonsum häufig beiDrogenkonsumenten auf Techno-Partys: Cannabis (65%) Alkohol (56%) Speed (42,2%). Kokain (14,8%) Halluzinogenen (9,4%) Literatur: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2000
  • 85.
    Vielen Dank fuer eure Aufmerksamkeit !!