Race and its Representations in Films Präsentation im Proseminar Einführung in das kommunikationswissenschaftliche Arbeiten Dozentin Mag. Birgit Breninger Tutorin Anna Dobler am 12.01.2011 von Lisa Poschenrieder, Lena Schraud, Gianluca Uggias
Der Rassenbegriff Definition:  “ A local geographic or global human population distinguished as a more or less distinct group by genetically transmitted physical characteristics.” “ A group of people united or classified together on the basis of common history, nationality, or geographic distribution.” “ A genealogical line; a lineage.“ “ Humans considered as a group.” Quelle:  http://www.yourdictionary.com/race  Online am 09.01.2011
Funktionen der Auseinandersetzung mit Rassen/Ethnien im Film Bewahrung von kulturellem Erbe Maoritum in Neuseeland  (Whale Rider  (2002)) Schaffung eines Selbstbildes  Blaxploitation  (Shaft!  (1971);  Foxy Brown  (1974)) Propaganda und Gestaltung von Feindbildern Nationalsozialismus, Ku Klux Klan ( Jud  Süß  (1940);  Birth of a Nation  (1915))
Faszination am anderen Ende der Welt Die Kultur der Maori zwischen Anpassung und Tradition Forschungsfrage: „ Die Kultur des Volks der Maori und ihre Darstellung im Film  Whale   Rider  (2002)“
Die Geschichte der Maori in Neuseeland Ansiedlung vor ca. 1000 Jahren Erster Kontakt mit Europäern 1642 Ab 1830 europäische Siedler -> drastischer Wandel der Lebensumstände Vertrag von Waitangi am 06.02.1840 19.Jhd.: Kriege und Versuche Rechte und Eigentum zurückzuerlangen 20. Jhd.: teilweise Erlangung von Grundrechten und Anpassung an Europäer Waitangi Tribunal 1975
Die Kultur der Maori Bedeutung von  mana  und  tapu Kriegshandlungen und -rituale Festrituale auf dem  marae Tattookultur Die Religion der Maori und ihre Götter Bild:  http://terra-x.zdf.de/ZDFde/s_img/79/0,6992,7091023-render-O2-,00.jpg  Online 08.01.2011
Inhalt und Hintergrund des analysierten Films  Whale Rider  (2002) Hauptthema des Films sind die Versuche eines Maori-Oberhaupts die Kultur seines Stammes im 21. Jhd. vor dem Hintergrund familiärer Probleme zu erhalten und zu retten Basiert auf Geschichte, Glaube und Kultur des Maori-Stamms Ng āti Porou
Darstellung der Maori im Film  Whale Rider  (2002) Analyse dreier Sequenzen Beispiel: Sequenz (45´45): Demonstration des Haka,        traditioneller Kriegstanz  Nahaufnahmen der verzerrten Gesichter,  Kameraschwenk bringt Dynamik, Kontrast  zwischen alter Kultur und moderner Lebensweise  durch Kleidung und Autos im  Hintergrund,  gedämpftes Licht durch Dämmerung, in freier Natur  wirkt beeindruckend aber durch Natur und Licht  nicht zu bedrohlich
Literatur Belich, James (1996): The Governors and the Maori (1840-1872). In: The Oxford Illustrated History of New Zealand. Auckland/Oxford/New York/Melbourne: Oxford University Press, S. 75-98. Greschat, Hans-Jürgen (1980): Mana und Tapu. Die Religion der Maori auf Neuseeland. Berlin: Reimer. Mikaere, Buddy (2000): Die Menschen der langen weißen Wolke. In: Jäksch, Hartmut (Hg.): Maori und Gesellschaft. Berlin: Mana-Verlag, S. 9-28. Gilling, Bryan/O´Malley, Vincent (2000): Der Vertrag von Waitangi in der neuseeländischen Geschichte. In: Jäksch, Hartmut (Hg.): Maori und Gesellschaft. Berlin: Mana-Verlag, S. 35-54. Gustafson, Barry (1996): The National Government and Social Change (1949-1972). In: The Oxford Illustrated History of New Zealand. Auckland/Oxford/New York/Melbourne: Oxford University Press, S. 267-294. Muturangi Reedy, Tamati (2009): Ngāti Porou. Ancestors.  Online unter  http://www.teara.govt.nz/en/ngati-porou/1  (26.11.2010). New Zealand in History (2008): Ta Moko, the process. Moko, the product. Online unter  http://history-nz.org/maori3.html  (07.01.2011).  Orange, Claudia (1996): The Maori People and the British Crown (1769-1840). In: The Oxford Illustrated History of New Zealand. Auckland/Oxford/New York/Melbourne: Oxford University Press, S. 21-48. Te Runanga O Ngati Porou (2010): History of Ngati Porou.  Online unter  http://www.ngatiporou.com/Matauranga/history/default.asp  (26.11.2010).
Parallelgesellschaft in Hollywood Darstellungsformen des Afroamerikaners in kommerziellen US-Amerikanischen Kinoproduktionen
Stummfilmphase Kein breites Themenspektrum (aus Minstrel-Theater übernommen) pseudo-ethnographische Filme mit komödiantischen Elementen (tanzende Schwarze & „typische Plantagenspiele“) Nachhaltige Prägung des rassistischen Untertons Höhepunkt:  Birth Of A Nation  (1915) Beispiele: Watermelon Contest  (1896), Dancing Darkey Boy  (1897)  http ://www.youtube.com/watch?v=BgLzlcloqBs
Stereotype 5 gefestigte Stereotype: - Uncle Tom  - Mammy  - Coon  - Tragic Mulatto  - Brutal Black Buck/ Black Brute Schwarze als exotisches Umfeld für weiße Akteure Erster Oscar für Afro-Amerikanerin 1940 Rollenklischees Grundlage für folgende Jahrzehnte bis heute Beispiele: Vom Winde Verweht  (1939), Casablanca  (1942)
Liberale Tendenzen Zunehmende Liberalisierung nach 2. Weltkrieg & durch Bürgerrechtsbewegung Sidney Poitier als erster schwarzer Star (Oscar 1964) Hauptfigur handelt höchst moralisch, keine Gewalt, kein sexuelles Verlangen Weißer Rassismus hingegen gewalttätig & reaktionär Noch keine eigene Identität aber vermehrter Einfluss auf Filmindustrie Beispiele: Lilien Auf Dem Felde (1963), In Der Hitze Der Nacht  (1967)
Blaxploitation Auslöser ist Melvin Van Peebles  Sweet Sweetback‘s Baadasssss Song  (1971) sehr bedeutende aber kurzlebige Ära Überwiegend Action-Krimis & Gangsterfilme mit schwarzen Helden im Großstadtmilieu Gewalt und Sexualität sind zentrales Thema (Gegensatz zu liberalen Filmen) Kritisiert von schwarzen Bürgerrechtsorganisationen Beispiele: Shaft  (1971),  Superfly  (1972), Foxy Brown  (1974)
80er & New Black Cinema Seit Ende der 70er Buddy-Movie Möglichkeit um breites Publikum anzusprechen Immer mehr schwarze Stars und auch als Nebendarsteller statt nur als Sidekick Doppelmoral: keine Liebesbeziehung zwischen Schwarz & Weiß New Black Cinema: Hauptthemen sind Drogenprobleme, Sex, Gewalt, Rassismus & Chancenlosigkeit Beispiele:  Die Glücksritter  (1983),  She‘ Gotta Have It  (1986),  Boomerang  (1992)
Literaturnachweis: Ege, Moritz (2007): Schwarz werden. “Afroamerikanophilie‘‘ in den 1960er und 1970er Jahren. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, 32. Jg., H.4, S. 90-93. Gostner, Astrid (2006): Blaxploitation Cinema. In: FLIM. Zeitschrift für Filmkultur, 1. Jg., H. 1, S. 27-31. Hill, John/Gibson, Pamela Church (Hg.) (1998): The Oxford Guide To Film Studies. Oxford: Oxford University Press: Kaltenegger, Christa (1982): Die politische, wirtschaftliche, soziale und soziologische Entwicklung der Afro-Amerikaner. Unveröffentlichte Dissertation, Universität Salzburg. Reid, Mark (2005): Black Lenses, Black Voices. African American Film Now. Gainesville: Rowman & Littlefield. Schäfer, Torsten (1999): Afro-Amerikaner im amerikanischen Film. Online unter  http://www-user.uni-bremen.de/~torstens/afro.html Bildernachweis: http://oldschoolreviews.com/images/movies/birth_nation.jpg http://mcgady.net/Casab/main/Wilson5.jpg http://www.moviemaker.com/magazine/issues/48/images/Steiger.InTheHeatOfTheNight.jpg http :// www.indy.com/photos/44422/post.jpg http:// de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:EddieMurphy1988.jpg&filetimestamp=20090530184533
Das cineastische Feindbild im Wandel der Zeit  Analyse und Vergleich dreier Filme:  Jud Süß (1940), Soy Cuba (1964), The Siege (1998) Lisa Poschenrieder
2. Soziologische und psychologische Motivation von  Feindbildkonstruktionen/Stertypisierungen Theorie der sozialen Identität“ von Tajfel und Turner  ->„ Systematisierung der Umwelt“, Selbsteinordnung des Individuums  ->„ soziale Identität“ aus Zuordnung zu „sozialen Gruppen“  ->  Vergleich -> „Bewertung“ (Eigenes positiv, Fremdes negativ) -> Urteilsverzerrung und unindividuelle Betrachtungsweise  ->  Feindbildern: „negative Vorurteile bezogen auf Ethnien, Staaten,  Ideologien“ -> Verlust von „Empathiebereitschaft gegenüber dem Feind“ (vgl.Tajfel 1975, zit. nach Arnscheid 1999: .51ff)  -> evolutionären Zweck das Überleben zu sichern  ->  Gruppenzusammenhalt  -> eigene Identitätsstiftung  -> Macht und Herrschaftslegitimierung  -> Syndenbocktheorie  (Brehl/Platt 2003:13)
1. Propaganda und  2. die Macht des Filmes 1. -> Im 20. Hj.: „negativen Konnotation durch das NS Regime,  (Elter 2005:27f., zit. nach Schwendinger 2010: 2)  -> Seit den 60ern Theorie der „mit Propaganda durchsetzten Welt“ ->„ geplant“ oder „unbewusst“ (Elter 2005:27f., zit. nach Schwendinger 2010: 2)   -> automatisch in einer medialen Informationsgesellschaft.  ->  Merkmale: „ gezielter Versuch “ durch „I nformationslenkung “ „einen  bestimmten Adressatenkreis  für  eigennützige Zwecke  zu gewinnen und diese  Zwecke zugleich zu verschleiern “, bleiben  (Historisches Wörterbuch der Rhetorik Band 7:267, zit. nach Schwendinger:4).   2. -> Kenntnisse und Verständnis für etwas Fremdes -> gegenteilige Wirkung: Negativbrandmarkung -> Veränderung in Präsentation des Feindes  ->  negativen Konnotation, einseitige Perspektive durch ->  Häufigkeit eines bestimmtes Bildes  ->  Unausgesprochenes, Aufgeklärtes
Jud Süß 1940 (Veit Harlan) Beispiel nationalsozialistischer Propaganda im Sinne des  Juden  als  eine kranke Zelle Einschleusung in einen Organismus (Land Baden Württemberg und Stadt Stuttgart) Zerfressen von Innen heraus und fast endgültige Zerstörung dessen ->  Entmenschlichung : Legitimierung für menschenunwürdige Behandlung    Ökonomische   Zerstörung : Jud Süß als Finanzminister: Staatsbankrot durch eigene Bereicherung und Wucher Moralischer Verfall : ->  Sexlust  und  Vergewaltigung  (arische Beziehung Mann: Frau aus Liebe) Bürgerlicher Ordnung und Sauberkeit : -> Einzug der  dreckigen  Juden in die Stadt   Kontrastierungen ->  Schön-hässlich ->  Rein-verdorben ->  Heroisch-armesselig, hinterhältig ->  Klug-schlau ->  Sauber-dreckig   Quasidokumentarische Aufarbeitung ->  Einführung des  Süß Oppenheimer als historische Figur     Weiterleitung und gleichzeitige  Kontrastierung  durch  Überblendungen  zur folgenden Szene
Soy Cuba/  Я Куба  1964  (Mikhail Kalatozov) poetisch-lyrische Präsentation des  ideologischen ,  ökonomischen  und  politischen kubanischen Kampfes  gegen den  (amerikanischen) Kapitalismus ->  Luxus,  Vergnügungssucht  und  moralischer Verfall   ->  Prostitution  für und Entwürdigung durch den gottlosen Amerikaner ->  Finanzieller Ruin  durch  Geldgier  amerikanischer Großkonzerne ->  Verlust jungen Lebens  im Kampf gegen ein von Amerika gestütztes Regime ->  Bewaffnung und Töten  für die Freiheit  Dichte  Symbolsprache (oft Negativbilderzeugung durch Kontrastierung mit dem Gegenteil) Weißes Kopftuch: -> seelische Reinheit Orangen und Mandarinen: -> Verbundenheit und Treue zu Mutter Erde Rhythmus und Tanz: ->  innerer Kampf und Leidenschaft Kaugummi: -> Symbol gelangweilten amerikanischen Lebensstils Taube: -> Friede und Freiheit Blick durch Zäune, Mauern, Stäbe, Fenster, Gitter: -> Gefangenschaft und Unterdrückung Zuckerrohr und Zigarre: -> Patriotismus und Unabhängigkeit   Bis zu  5 Minuten lange Shots , oftmals  Handkameraführung  oder  meterlange Seilweg- und Kranfahrten ,  Höhen  und  Tiefenaufnahmen, Weitwinkellinsen   ->  Umfassendes Begleiten des Geschehens und  Einfangen aller Perspektiven Darstellung der  inhaltlichen Dimension des Kampfes für das kubanische Volk   Starke Kontrastierung von Schwarz und Weiß  durch  Verwendung von Infrarottechnik ->  Markierung des harten Umbruchs
The Siege (Edward Zwicker)  Actiondrama 1998 Kontext: Der westliche Diskurs um den Islam und dem nahen Osten ->  Stereotypisierung als  vereinigter, absolutistischer, fanatischer, patriarchalischer, antimoderner , also  kulturell  und  psychologisch primitiver Araber   ?????????? -> Gefangene ihres  blutigen Glaubenskampfes   gegen den gesamten Westen???????? Intention:  filmische Präsentation  des einer  gesellschaftlich  und  politisch relevanten Thematik  ->   Terroristische Bedrohung aus nahen Osten   Elemente zur Schaffung einer mehrdimensionalen Sichtweise von und Akteuren  -> multikulturelle Offenheit  -> Fehlerhaftigkeit eigener Landsleute und Diskussion um eigene Politik: Bürgerrechte in Krisenzeiten -> Vertrauen in einen arabischen FBI Agenten, der trotz inneren Kampfes seine Loyalität nicht verliert   Elemente die zur Förderung der   Annahme stereotypischer Charakterisierungen -> Verwandlung des intellektuellen Mittelsmann Najdi -> von  westlich angepassten  und  liebevollem  Charakter -> zu  patriarchalischem, aggressivem ,  patriotischem Terroristen  ( Falschheit  und  Vertrauensunwürdigkeit ) -> Zelle islamischer Terroristen:  gesichtslos, chaotisch, dreckig, unkultiviert, bösartig   -> Fehlen von Szenen der Interaktion zwischen Arabern -> Überfluss an Action-Szenen, Fokussierung auf die internen Angelegenheiten -> keinerlei historische, politische Hintergrunderklärungen, Zusammenhänge -> Der  fast unsichtbare  Feind bleibt weiterhin  nahezu profillos ,  ohne Geschichte ,  ohne persönliche Motive , aber  als feste Bedrohung -> Schüren der Angst und der Vorurteile
Literatur Arnscheid, Rüdiger (1999): Gemeinsam sind wir stark? Zum Zusammenhang zwischen Gruppenkohäsion und Gruppenleistung. Münster; München u.a.: Waxmann. Schwendinger, Christian (2010): Was ist Propaganda? In: Online Zeitschrift für Rhetorik und Wissenstransfer der Universität Salzburg. Online unter http://www.rheton.sbg.ac.at/rhetonneu/index.php?option=com_content&task=view&id=81&Itemid=26 Sommer, Gerd (2007): Feindbilder. Deutsche Gesellschaft für Supervision Online unter  http://www.dgsv.de/pdf/Vortrag_Sommer.pdf Bildnachweis Jud Süß: online unter  http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_imglist.cfm?startrow=21&sub_id=200&section_id=13&language=german   Soy Cuba: online unter  http://www.dvdbeaver.com/film/DVDReviews25/i_am_cuba.htm   The Siege: online unter  http://www.fanpop.com/spots/cop-movies/images/8303950/title/denzel-siege-photo

Präsentation ProSeminar

  • 1.
    Race and itsRepresentations in Films Präsentation im Proseminar Einführung in das kommunikationswissenschaftliche Arbeiten Dozentin Mag. Birgit Breninger Tutorin Anna Dobler am 12.01.2011 von Lisa Poschenrieder, Lena Schraud, Gianluca Uggias
  • 2.
    Der Rassenbegriff Definition: “ A local geographic or global human population distinguished as a more or less distinct group by genetically transmitted physical characteristics.” “ A group of people united or classified together on the basis of common history, nationality, or geographic distribution.” “ A genealogical line; a lineage.“ “ Humans considered as a group.” Quelle: http://www.yourdictionary.com/race Online am 09.01.2011
  • 3.
    Funktionen der Auseinandersetzungmit Rassen/Ethnien im Film Bewahrung von kulturellem Erbe Maoritum in Neuseeland (Whale Rider (2002)) Schaffung eines Selbstbildes Blaxploitation (Shaft! (1971); Foxy Brown (1974)) Propaganda und Gestaltung von Feindbildern Nationalsozialismus, Ku Klux Klan ( Jud Süß (1940); Birth of a Nation (1915))
  • 4.
    Faszination am anderenEnde der Welt Die Kultur der Maori zwischen Anpassung und Tradition Forschungsfrage: „ Die Kultur des Volks der Maori und ihre Darstellung im Film Whale Rider (2002)“
  • 5.
    Die Geschichte derMaori in Neuseeland Ansiedlung vor ca. 1000 Jahren Erster Kontakt mit Europäern 1642 Ab 1830 europäische Siedler -> drastischer Wandel der Lebensumstände Vertrag von Waitangi am 06.02.1840 19.Jhd.: Kriege und Versuche Rechte und Eigentum zurückzuerlangen 20. Jhd.: teilweise Erlangung von Grundrechten und Anpassung an Europäer Waitangi Tribunal 1975
  • 6.
    Die Kultur derMaori Bedeutung von mana und tapu Kriegshandlungen und -rituale Festrituale auf dem marae Tattookultur Die Religion der Maori und ihre Götter Bild: http://terra-x.zdf.de/ZDFde/s_img/79/0,6992,7091023-render-O2-,00.jpg Online 08.01.2011
  • 7.
    Inhalt und Hintergrunddes analysierten Films Whale Rider (2002) Hauptthema des Films sind die Versuche eines Maori-Oberhaupts die Kultur seines Stammes im 21. Jhd. vor dem Hintergrund familiärer Probleme zu erhalten und zu retten Basiert auf Geschichte, Glaube und Kultur des Maori-Stamms Ng āti Porou
  • 8.
    Darstellung der Maoriim Film Whale Rider (2002) Analyse dreier Sequenzen Beispiel: Sequenz (45´45): Demonstration des Haka, traditioneller Kriegstanz Nahaufnahmen der verzerrten Gesichter, Kameraschwenk bringt Dynamik, Kontrast zwischen alter Kultur und moderner Lebensweise durch Kleidung und Autos im Hintergrund, gedämpftes Licht durch Dämmerung, in freier Natur wirkt beeindruckend aber durch Natur und Licht nicht zu bedrohlich
  • 9.
    Literatur Belich, James(1996): The Governors and the Maori (1840-1872). In: The Oxford Illustrated History of New Zealand. Auckland/Oxford/New York/Melbourne: Oxford University Press, S. 75-98. Greschat, Hans-Jürgen (1980): Mana und Tapu. Die Religion der Maori auf Neuseeland. Berlin: Reimer. Mikaere, Buddy (2000): Die Menschen der langen weißen Wolke. In: Jäksch, Hartmut (Hg.): Maori und Gesellschaft. Berlin: Mana-Verlag, S. 9-28. Gilling, Bryan/O´Malley, Vincent (2000): Der Vertrag von Waitangi in der neuseeländischen Geschichte. In: Jäksch, Hartmut (Hg.): Maori und Gesellschaft. Berlin: Mana-Verlag, S. 35-54. Gustafson, Barry (1996): The National Government and Social Change (1949-1972). In: The Oxford Illustrated History of New Zealand. Auckland/Oxford/New York/Melbourne: Oxford University Press, S. 267-294. Muturangi Reedy, Tamati (2009): Ngāti Porou. Ancestors. Online unter http://www.teara.govt.nz/en/ngati-porou/1 (26.11.2010). New Zealand in History (2008): Ta Moko, the process. Moko, the product. Online unter http://history-nz.org/maori3.html (07.01.2011). Orange, Claudia (1996): The Maori People and the British Crown (1769-1840). In: The Oxford Illustrated History of New Zealand. Auckland/Oxford/New York/Melbourne: Oxford University Press, S. 21-48. Te Runanga O Ngati Porou (2010): History of Ngati Porou. Online unter http://www.ngatiporou.com/Matauranga/history/default.asp (26.11.2010).
  • 10.
    Parallelgesellschaft in HollywoodDarstellungsformen des Afroamerikaners in kommerziellen US-Amerikanischen Kinoproduktionen
  • 11.
    Stummfilmphase Kein breitesThemenspektrum (aus Minstrel-Theater übernommen) pseudo-ethnographische Filme mit komödiantischen Elementen (tanzende Schwarze & „typische Plantagenspiele“) Nachhaltige Prägung des rassistischen Untertons Höhepunkt: Birth Of A Nation (1915) Beispiele: Watermelon Contest (1896), Dancing Darkey Boy (1897) http ://www.youtube.com/watch?v=BgLzlcloqBs
  • 12.
    Stereotype 5 gefestigteStereotype: - Uncle Tom - Mammy - Coon - Tragic Mulatto - Brutal Black Buck/ Black Brute Schwarze als exotisches Umfeld für weiße Akteure Erster Oscar für Afro-Amerikanerin 1940 Rollenklischees Grundlage für folgende Jahrzehnte bis heute Beispiele: Vom Winde Verweht (1939), Casablanca (1942)
  • 13.
    Liberale Tendenzen ZunehmendeLiberalisierung nach 2. Weltkrieg & durch Bürgerrechtsbewegung Sidney Poitier als erster schwarzer Star (Oscar 1964) Hauptfigur handelt höchst moralisch, keine Gewalt, kein sexuelles Verlangen Weißer Rassismus hingegen gewalttätig & reaktionär Noch keine eigene Identität aber vermehrter Einfluss auf Filmindustrie Beispiele: Lilien Auf Dem Felde (1963), In Der Hitze Der Nacht (1967)
  • 14.
    Blaxploitation Auslöser istMelvin Van Peebles Sweet Sweetback‘s Baadasssss Song (1971) sehr bedeutende aber kurzlebige Ära Überwiegend Action-Krimis & Gangsterfilme mit schwarzen Helden im Großstadtmilieu Gewalt und Sexualität sind zentrales Thema (Gegensatz zu liberalen Filmen) Kritisiert von schwarzen Bürgerrechtsorganisationen Beispiele: Shaft (1971), Superfly (1972), Foxy Brown (1974)
  • 15.
    80er & NewBlack Cinema Seit Ende der 70er Buddy-Movie Möglichkeit um breites Publikum anzusprechen Immer mehr schwarze Stars und auch als Nebendarsteller statt nur als Sidekick Doppelmoral: keine Liebesbeziehung zwischen Schwarz & Weiß New Black Cinema: Hauptthemen sind Drogenprobleme, Sex, Gewalt, Rassismus & Chancenlosigkeit Beispiele: Die Glücksritter (1983), She‘ Gotta Have It (1986), Boomerang (1992)
  • 16.
    Literaturnachweis: Ege, Moritz(2007): Schwarz werden. “Afroamerikanophilie‘‘ in den 1960er und 1970er Jahren. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, 32. Jg., H.4, S. 90-93. Gostner, Astrid (2006): Blaxploitation Cinema. In: FLIM. Zeitschrift für Filmkultur, 1. Jg., H. 1, S. 27-31. Hill, John/Gibson, Pamela Church (Hg.) (1998): The Oxford Guide To Film Studies. Oxford: Oxford University Press: Kaltenegger, Christa (1982): Die politische, wirtschaftliche, soziale und soziologische Entwicklung der Afro-Amerikaner. Unveröffentlichte Dissertation, Universität Salzburg. Reid, Mark (2005): Black Lenses, Black Voices. African American Film Now. Gainesville: Rowman & Littlefield. Schäfer, Torsten (1999): Afro-Amerikaner im amerikanischen Film. Online unter http://www-user.uni-bremen.de/~torstens/afro.html Bildernachweis: http://oldschoolreviews.com/images/movies/birth_nation.jpg http://mcgady.net/Casab/main/Wilson5.jpg http://www.moviemaker.com/magazine/issues/48/images/Steiger.InTheHeatOfTheNight.jpg http :// www.indy.com/photos/44422/post.jpg http:// de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:EddieMurphy1988.jpg&filetimestamp=20090530184533
  • 17.
    Das cineastische Feindbildim Wandel der Zeit Analyse und Vergleich dreier Filme: Jud Süß (1940), Soy Cuba (1964), The Siege (1998) Lisa Poschenrieder
  • 18.
    2. Soziologische undpsychologische Motivation von Feindbildkonstruktionen/Stertypisierungen Theorie der sozialen Identität“ von Tajfel und Turner ->„ Systematisierung der Umwelt“, Selbsteinordnung des Individuums ->„ soziale Identität“ aus Zuordnung zu „sozialen Gruppen“ -> Vergleich -> „Bewertung“ (Eigenes positiv, Fremdes negativ) -> Urteilsverzerrung und unindividuelle Betrachtungsweise -> Feindbildern: „negative Vorurteile bezogen auf Ethnien, Staaten, Ideologien“ -> Verlust von „Empathiebereitschaft gegenüber dem Feind“ (vgl.Tajfel 1975, zit. nach Arnscheid 1999: .51ff) -> evolutionären Zweck das Überleben zu sichern -> Gruppenzusammenhalt -> eigene Identitätsstiftung -> Macht und Herrschaftslegitimierung -> Syndenbocktheorie (Brehl/Platt 2003:13)
  • 19.
    1. Propaganda und 2. die Macht des Filmes 1. -> Im 20. Hj.: „negativen Konnotation durch das NS Regime, (Elter 2005:27f., zit. nach Schwendinger 2010: 2) -> Seit den 60ern Theorie der „mit Propaganda durchsetzten Welt“ ->„ geplant“ oder „unbewusst“ (Elter 2005:27f., zit. nach Schwendinger 2010: 2) -> automatisch in einer medialen Informationsgesellschaft. -> Merkmale: „ gezielter Versuch “ durch „I nformationslenkung “ „einen bestimmten Adressatenkreis für eigennützige Zwecke zu gewinnen und diese Zwecke zugleich zu verschleiern “, bleiben (Historisches Wörterbuch der Rhetorik Band 7:267, zit. nach Schwendinger:4).   2. -> Kenntnisse und Verständnis für etwas Fremdes -> gegenteilige Wirkung: Negativbrandmarkung -> Veränderung in Präsentation des Feindes -> negativen Konnotation, einseitige Perspektive durch -> Häufigkeit eines bestimmtes Bildes -> Unausgesprochenes, Aufgeklärtes
  • 20.
    Jud Süß 1940(Veit Harlan) Beispiel nationalsozialistischer Propaganda im Sinne des Juden als eine kranke Zelle Einschleusung in einen Organismus (Land Baden Württemberg und Stadt Stuttgart) Zerfressen von Innen heraus und fast endgültige Zerstörung dessen -> Entmenschlichung : Legitimierung für menschenunwürdige Behandlung   Ökonomische Zerstörung : Jud Süß als Finanzminister: Staatsbankrot durch eigene Bereicherung und Wucher Moralischer Verfall : -> Sexlust und Vergewaltigung (arische Beziehung Mann: Frau aus Liebe) Bürgerlicher Ordnung und Sauberkeit : -> Einzug der dreckigen Juden in die Stadt   Kontrastierungen -> Schön-hässlich -> Rein-verdorben -> Heroisch-armesselig, hinterhältig -> Klug-schlau -> Sauber-dreckig   Quasidokumentarische Aufarbeitung -> Einführung des Süß Oppenheimer als historische Figur   Weiterleitung und gleichzeitige Kontrastierung durch Überblendungen zur folgenden Szene
  • 21.
    Soy Cuba/ Я Куба 1964 (Mikhail Kalatozov) poetisch-lyrische Präsentation des ideologischen , ökonomischen und politischen kubanischen Kampfes gegen den (amerikanischen) Kapitalismus -> Luxus, Vergnügungssucht und moralischer Verfall -> Prostitution für und Entwürdigung durch den gottlosen Amerikaner -> Finanzieller Ruin durch Geldgier amerikanischer Großkonzerne -> Verlust jungen Lebens im Kampf gegen ein von Amerika gestütztes Regime -> Bewaffnung und Töten für die Freiheit Dichte Symbolsprache (oft Negativbilderzeugung durch Kontrastierung mit dem Gegenteil) Weißes Kopftuch: -> seelische Reinheit Orangen und Mandarinen: -> Verbundenheit und Treue zu Mutter Erde Rhythmus und Tanz: -> innerer Kampf und Leidenschaft Kaugummi: -> Symbol gelangweilten amerikanischen Lebensstils Taube: -> Friede und Freiheit Blick durch Zäune, Mauern, Stäbe, Fenster, Gitter: -> Gefangenschaft und Unterdrückung Zuckerrohr und Zigarre: -> Patriotismus und Unabhängigkeit   Bis zu 5 Minuten lange Shots , oftmals Handkameraführung oder meterlange Seilweg- und Kranfahrten , Höhen und Tiefenaufnahmen, Weitwinkellinsen -> Umfassendes Begleiten des Geschehens und Einfangen aller Perspektiven Darstellung der inhaltlichen Dimension des Kampfes für das kubanische Volk   Starke Kontrastierung von Schwarz und Weiß durch Verwendung von Infrarottechnik -> Markierung des harten Umbruchs
  • 22.
    The Siege (EdwardZwicker) Actiondrama 1998 Kontext: Der westliche Diskurs um den Islam und dem nahen Osten -> Stereotypisierung als vereinigter, absolutistischer, fanatischer, patriarchalischer, antimoderner , also kulturell und psychologisch primitiver Araber ?????????? -> Gefangene ihres blutigen Glaubenskampfes gegen den gesamten Westen???????? Intention: filmische Präsentation des einer gesellschaftlich und politisch relevanten Thematik -> Terroristische Bedrohung aus nahen Osten   Elemente zur Schaffung einer mehrdimensionalen Sichtweise von und Akteuren -> multikulturelle Offenheit -> Fehlerhaftigkeit eigener Landsleute und Diskussion um eigene Politik: Bürgerrechte in Krisenzeiten -> Vertrauen in einen arabischen FBI Agenten, der trotz inneren Kampfes seine Loyalität nicht verliert   Elemente die zur Förderung der Annahme stereotypischer Charakterisierungen -> Verwandlung des intellektuellen Mittelsmann Najdi -> von westlich angepassten und liebevollem Charakter -> zu patriarchalischem, aggressivem , patriotischem Terroristen ( Falschheit und Vertrauensunwürdigkeit ) -> Zelle islamischer Terroristen: gesichtslos, chaotisch, dreckig, unkultiviert, bösartig   -> Fehlen von Szenen der Interaktion zwischen Arabern -> Überfluss an Action-Szenen, Fokussierung auf die internen Angelegenheiten -> keinerlei historische, politische Hintergrunderklärungen, Zusammenhänge -> Der fast unsichtbare Feind bleibt weiterhin nahezu profillos , ohne Geschichte , ohne persönliche Motive , aber als feste Bedrohung -> Schüren der Angst und der Vorurteile
  • 23.
    Literatur Arnscheid, Rüdiger(1999): Gemeinsam sind wir stark? Zum Zusammenhang zwischen Gruppenkohäsion und Gruppenleistung. Münster; München u.a.: Waxmann. Schwendinger, Christian (2010): Was ist Propaganda? In: Online Zeitschrift für Rhetorik und Wissenstransfer der Universität Salzburg. Online unter http://www.rheton.sbg.ac.at/rhetonneu/index.php?option=com_content&task=view&id=81&Itemid=26 Sommer, Gerd (2007): Feindbilder. Deutsche Gesellschaft für Supervision Online unter http://www.dgsv.de/pdf/Vortrag_Sommer.pdf Bildnachweis Jud Süß: online unter http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_imglist.cfm?startrow=21&sub_id=200&section_id=13&language=german Soy Cuba: online unter http://www.dvdbeaver.com/film/DVDReviews25/i_am_cuba.htm The Siege: online unter http://www.fanpop.com/spots/cop-movies/images/8303950/title/denzel-siege-photo