SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
1 von 15
Downloaden Sie, um offline zu lesen
Dipl.-Ing. Michael Eichhorn M.A.
studiumdigitale – zentrale eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität
Robert Secon, M.A.
Interdisziplinäres Kolleg Hochschuldidaktik
Audience Response Systeme
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
Was ist ein ARS?
2
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
Was ist ein ARS?
3
Audience Response System (ARS):
• auch Voting‐ oder TED‐System genannt,
• Durchführung anonymer
Abstimmungsprozesse zur aktiven
Mitarbeit der Studierenden.
• sofortiges Feedback über den
Wissensstand ihrer ZuhörerInnen.
• Einstieg in Diskussionen und zur Klärung
von Fragen.
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
Welche Systeme gibt es?
Hardwaregestützte ARS (Klicker-Systeme)
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
Welche Systeme gibt es?
Softwaregestützte Systeme (Apps, Browserbasierte Lösungen)
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
Problem der klassischen Vorlesung
• einseitige Aktivität der Lehrenden
• allein konzentriertes Zuhören fällt erfahrungsgemäß schwer
• über Rückfragen nur wenige Studierende aktivierbar
• Mehrzahl beteiligt sich nicht, weder Rückfragen noch Diskussion
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
ARS können hier helfen:
• anonyme Abstimmungssysteme
• Studierende werden aktiviert und stärker eingebunden
• Auch große Gruppen gleichzeitig und anonym teilnehmen
• sofortige Erfassung und grafische Aufbereitung des Ergebnis
• Lehrperson kann direkt reagieren
• auch „Unsichtbare“ beteiligen sich
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
Didaktische Einsatzmöglichkeiten:
• Sequenzierung der Vorlesung
z.B. Blöcke a 15min, danach 1-2 Wiederholungsfragen
• Am Schluss der Vorlesung
Wiederholungsfragen, Lernzielkontrolle etc.
• Einstieg in die Vorlesung
Wiederholung der wichtigsten Punkte der letzten Vorlesung
• Inverted Classroom
Wiederholung selbstständig erarbeiteter Lerninhalte
Diskussionseinstieg
• Peer Instruction
zunächst allein und nicht öffentlich, dann in Kleingruppen beraten und gemeinsam
abstimmen
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
Stolpersteine:
• zeitlicher Aufwand für Erstellung der
Fragen/Antworten
• zeitlicher und organisatorischer
Aufwand beim Einsatz
• geeignete Fragestellung
Vorteile:
• alle Studierenden können sich
beteiligen
• Interaktive Elemente integriert
• Vorlesung wird strukturiert
• Selbsttests und "Live"-Lehrevaluation
wird möglich
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
ARS
Wissenschaftliche Studien zu
ARS
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
Wissenschaftliche Betrachtung
Studie TED vs Non-TED
Stichprobe und -design
• Gleiche Veranstaltung, gleiche Dozenten (n=4), unterschiedliche Semester (n=2)
• Studierende (n=519) hauptsächlich aus Psychologie, EW und LA
• Untersuchte Konstrukte: (Lern-)Motivation, Selbstwirksamkeit, Fragebogen zur
Evaluation von Vorlesungen (FEVOR), Klausurergebnisse
Erste Auswertungsergebnisse:
• Klausuren und Tests: TED Gruppe erzielte tendenziell höhere, aber nicht signifikante
Testrgebnisse
• TED Gruppe: Planung und Darstellung in TED Gruppe signifikant höher
– Beispielitem: „Die Art, wie die Veranstaltung gestaltet ist, trägt zum Verständnis
des Stoffes bei“
– TED Gruppe: Summative Bewertung höher bei TED Gruppe
– Item: „Welche .,Schulnote" (I bis 6) würden Sie der Veranstaltung insgesamt
geben?“
• Aktuell müssen weitere Daten ausgewertet werden
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
Wissenschaftliche Artikel
• Was wirkt: Fragenbesprechungen in großer oder kleiner Gruppe?
• Beispiel für Kleingruppenbesprechung: Peer Discussion von Mazur
• Gesamt- vs Kleingruppenbesprechung: keine eindeutigen Ergebnisse (Dufresne et al.,
1997, Nicol and Boyle, 2002)
• Peer Discussion: wirksam in Physik Vorlesungen/Seminaren (Mazur 1997)
– Kritik:
– nur 2 MZ für traditionell (1990+1999)
– richtige Antworten, weil Studenten Antworten vorsagt, oder Verständnis vorliegt?
• Überblicksartikel zur Nutzung und Vorteilen von ARS:
– Kay, R. H., & LeSage, A. (2009). Examining the benefits and challenges of using
audience response systems: A review of the literature. Comput. Educ., 53(3), 819-
827. doi: 10.1016/j.compedu.2009.05.001
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
Ergänzungsartikel
Weitere Studie zur Nutzung von ARS von Stowell (2007)
• 140 College Studierenden
Untersuchung von 4 Gruppen: Standard – Handzeichen – Karten – ARS
• Methode: Sitzung -> (Fragen) -> Posttest (+ akad. Emotionen)
• Variablen: Formative Testfragen, Posttest und Akademische Emotionen
• Ergebnisse (Zusammenfassung):
– Gruppe Handzeichen schnitt in formativen Fragen am höchsten ab, ARS am
niedrigsten
– Summativer Posttest (vgl. Klausuren): keine Unterschiede zwischen den Gruppen,
ABER
– Annäherung an Niveau der Gruppe ARS bei formalen Fragen (MW ~60%)
-> „ehrliches“ Feedback bei ARS
– Schwache Effekte bei akademischen Emotionen:
– Gruppe Standard: Langeweile hoch (verglichen mit Gruppe Feedback)
– Gruppe Feedback: Unterrichtsbezogener Stolz („Ich denke, ich kann stolz darauf
sein, über was ich bereits Bescheid weiß“) und Freude leicht erhöht
Stowell, J. R., & Nelson, J. M. (2007). Benefits of Electronic Audience Response Systems on Student Participation,
Learning, and Emotion. Teaching of Psychology, 34(4), 253-258. doi: 10.1080/00986280701700391
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
Empfehlungen
- ARS zeitnah nach Themenblöcken oder Lernzielen einsetzen
- Korrektives Feedback geben, um Wissenslücken schließen zu können
- Hilfestellungen, welche Strategien hilfreich sind zum Wissenserwerb
- Fragen vorab als wichtig und relevant für Klausuren kennzeichnen
- Fragen erstellen, die auf Lernziele abzielen (Grundlagen- und Fachwissen,
Berechnung von Modellen, Methodenauswahl und –anwendung etc.)
- Selbstreflexive Fragen stellen (bspw. „Wie hilfreich waren die gestellten Fragen
und Beispiele?“)
- Antworten zu Fragen von Peers geben lassen
10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015
Haben Sie Fragen?

Weitere ähnliche Inhalte

Ähnlich wie Michael Eichhorn, Robert Secon: Audience Response Systeme

ePortfolios an der Technischen Universität Hamburg-Harburg
ePortfolios an der Technischen Universität Hamburg-HarburgePortfolios an der Technischen Universität Hamburg-Harburg
ePortfolios an der Technischen Universität Hamburg-Harburg
CPeters2011
 
ePortfolios an_der_tuhh
ePortfolios an_der_tuhhePortfolios an_der_tuhh
ePortfolios an_der_tuhh
CPeters2011
 
Anforderungen an Monitoring- und Analysewerkzeuge zur Foerderung von Aktionsf...
Anforderungen an Monitoring- und Analysewerkzeugezur Foerderung von Aktionsf...Anforderungen an Monitoring- und Analysewerkzeugezur Foerderung von Aktionsf...
Anforderungen an Monitoring- und Analysewerkzeuge zur Foerderung von Aktionsf...
Anna Lea Dyckhoff
 
SocialMedia Schnittstellenmeeting
SocialMedia Schnittstellenmeeting SocialMedia Schnittstellenmeeting
SocialMedia Schnittstellenmeeting
Jonas Konrad
 

Ähnlich wie Michael Eichhorn, Robert Secon: Audience Response Systeme (20)

ePortfolios an der Technischen Universität Hamburg-Harburg
ePortfolios an der Technischen Universität Hamburg-HarburgePortfolios an der Technischen Universität Hamburg-Harburg
ePortfolios an der Technischen Universität Hamburg-Harburg
 
ePortfolios an der Technischen Universität Hamburg-Harburg
ePortfolios an der Technischen Universität Hamburg-HarburgePortfolios an der Technischen Universität Hamburg-Harburg
ePortfolios an der Technischen Universität Hamburg-Harburg
 
ePortfolios an_der_tuhh
ePortfolios an_der_tuhhePortfolios an_der_tuhh
ePortfolios an_der_tuhh
 
Anforderungen an Monitoring- und Analysewerkzeuge zur Foerderung von Aktionsf...
Anforderungen an Monitoring- und Analysewerkzeugezur Foerderung von Aktionsf...Anforderungen an Monitoring- und Analysewerkzeugezur Foerderung von Aktionsf...
Anforderungen an Monitoring- und Analysewerkzeuge zur Foerderung von Aktionsf...
 
eLearning & Moodle
eLearning & MoodleeLearning & Moodle
eLearning & Moodle
 
ICM meets Scrum - Lightning Talk auf dem UFF
ICM meets Scrum - Lightning Talk auf dem UFFICM meets Scrum - Lightning Talk auf dem UFF
ICM meets Scrum - Lightning Talk auf dem UFF
 
Konzept für den Einsatz von Learning-Analytics-Applikationen im Mathematikunt...
Konzept für den Einsatz von Learning-Analytics-Applikationen im Mathematikunt...Konzept für den Einsatz von Learning-Analytics-Applikationen im Mathematikunt...
Konzept für den Einsatz von Learning-Analytics-Applikationen im Mathematikunt...
 
Vortrag JFMH 2013
Vortrag JFMH 2013Vortrag JFMH 2013
Vortrag JFMH 2013
 
Dual studieren - digital. Theorie und Praxis verbinden durch digitale Werkzeuge
Dual studieren - digital. Theorie und Praxis verbinden durch digitale WerkzeugeDual studieren - digital. Theorie und Praxis verbinden durch digitale Werkzeuge
Dual studieren - digital. Theorie und Praxis verbinden durch digitale Werkzeuge
 
Michael Eichhorn: Elektronische Abstimmungssysteme in der Hochschullehre - Er...
Michael Eichhorn: Elektronische Abstimmungssysteme in der Hochschullehre - Er...Michael Eichhorn: Elektronische Abstimmungssysteme in der Hochschullehre - Er...
Michael Eichhorn: Elektronische Abstimmungssysteme in der Hochschullehre - Er...
 
Partner-Workshop e-teaching.org: Einführung des Learning-Management-Systems I...
Partner-Workshop e-teaching.org: Einführung des Learning-Management-Systems I...Partner-Workshop e-teaching.org: Einführung des Learning-Management-Systems I...
Partner-Workshop e-teaching.org: Einführung des Learning-Management-Systems I...
 
Abschlussveranstaltung Medienforschung und berufliche Bildung
Abschlussveranstaltung Medienforschung und berufliche BildungAbschlussveranstaltung Medienforschung und berufliche Bildung
Abschlussveranstaltung Medienforschung und berufliche Bildung
 
Zukunftsfähige Weiterbildung von IT-Fachkräften
Zukunftsfähige Weiterbildung von IT-FachkräftenZukunftsfähige Weiterbildung von IT-Fachkräften
Zukunftsfähige Weiterbildung von IT-Fachkräften
 
Webquests
WebquestsWebquests
Webquests
 
TURN-isajahnke-V2.pptx
TURN-isajahnke-V2.pptxTURN-isajahnke-V2.pptx
TURN-isajahnke-V2.pptx
 
SocialMedia Schnittstellenmeeting
SocialMedia Schnittstellenmeeting SocialMedia Schnittstellenmeeting
SocialMedia Schnittstellenmeeting
 
EDINGER Social Media in der Lehre - empirische Ergebnisse, Vortrag bei e-teac...
EDINGER Social Media in der Lehre - empirische Ergebnisse, Vortrag bei e-teac...EDINGER Social Media in der Lehre - empirische Ergebnisse, Vortrag bei e-teac...
EDINGER Social Media in der Lehre - empirische Ergebnisse, Vortrag bei e-teac...
 
Workshop: Pixel statt Kreide: E-Portfolios als Werkzeug für deutsch-afrikanis...
Workshop: Pixel statt Kreide: E-Portfolios als Werkzeug für deutsch-afrikanis...Workshop: Pixel statt Kreide: E-Portfolios als Werkzeug für deutsch-afrikanis...
Workshop: Pixel statt Kreide: E-Portfolios als Werkzeug für deutsch-afrikanis...
 
Forschend Lehren mit Digitalen Medien
Forschend Lehren mit Digitalen MedienForschend Lehren mit Digitalen Medien
Forschend Lehren mit Digitalen Medien
 
Schaffert (2009). Grundlagen des E-Assessment -Teil 3
Schaffert (2009). Grundlagen des E-Assessment -Teil 3Schaffert (2009). Grundlagen des E-Assessment -Teil 3
Schaffert (2009). Grundlagen des E-Assessment -Teil 3
 

Michael Eichhorn, Robert Secon: Audience Response Systeme

  • 1. Dipl.-Ing. Michael Eichhorn M.A. studiumdigitale – zentrale eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität Robert Secon, M.A. Interdisziplinäres Kolleg Hochschuldidaktik Audience Response Systeme
  • 2. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 Was ist ein ARS? 2
  • 3. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 Was ist ein ARS? 3 Audience Response System (ARS): • auch Voting‐ oder TED‐System genannt, • Durchführung anonymer Abstimmungsprozesse zur aktiven Mitarbeit der Studierenden. • sofortiges Feedback über den Wissensstand ihrer ZuhörerInnen. • Einstieg in Diskussionen und zur Klärung von Fragen.
  • 4. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 Welche Systeme gibt es? Hardwaregestützte ARS (Klicker-Systeme)
  • 5. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 Welche Systeme gibt es? Softwaregestützte Systeme (Apps, Browserbasierte Lösungen)
  • 6. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 Problem der klassischen Vorlesung • einseitige Aktivität der Lehrenden • allein konzentriertes Zuhören fällt erfahrungsgemäß schwer • über Rückfragen nur wenige Studierende aktivierbar • Mehrzahl beteiligt sich nicht, weder Rückfragen noch Diskussion
  • 7. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 ARS können hier helfen: • anonyme Abstimmungssysteme • Studierende werden aktiviert und stärker eingebunden • Auch große Gruppen gleichzeitig und anonym teilnehmen • sofortige Erfassung und grafische Aufbereitung des Ergebnis • Lehrperson kann direkt reagieren • auch „Unsichtbare“ beteiligen sich
  • 8. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 Didaktische Einsatzmöglichkeiten: • Sequenzierung der Vorlesung z.B. Blöcke a 15min, danach 1-2 Wiederholungsfragen • Am Schluss der Vorlesung Wiederholungsfragen, Lernzielkontrolle etc. • Einstieg in die Vorlesung Wiederholung der wichtigsten Punkte der letzten Vorlesung • Inverted Classroom Wiederholung selbstständig erarbeiteter Lerninhalte Diskussionseinstieg • Peer Instruction zunächst allein und nicht öffentlich, dann in Kleingruppen beraten und gemeinsam abstimmen
  • 9. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 Stolpersteine: • zeitlicher Aufwand für Erstellung der Fragen/Antworten • zeitlicher und organisatorischer Aufwand beim Einsatz • geeignete Fragestellung Vorteile: • alle Studierenden können sich beteiligen • Interaktive Elemente integriert • Vorlesung wird strukturiert • Selbsttests und "Live"-Lehrevaluation wird möglich
  • 10. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 ARS Wissenschaftliche Studien zu ARS
  • 11. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 Wissenschaftliche Betrachtung Studie TED vs Non-TED Stichprobe und -design • Gleiche Veranstaltung, gleiche Dozenten (n=4), unterschiedliche Semester (n=2) • Studierende (n=519) hauptsächlich aus Psychologie, EW und LA • Untersuchte Konstrukte: (Lern-)Motivation, Selbstwirksamkeit, Fragebogen zur Evaluation von Vorlesungen (FEVOR), Klausurergebnisse Erste Auswertungsergebnisse: • Klausuren und Tests: TED Gruppe erzielte tendenziell höhere, aber nicht signifikante Testrgebnisse • TED Gruppe: Planung und Darstellung in TED Gruppe signifikant höher – Beispielitem: „Die Art, wie die Veranstaltung gestaltet ist, trägt zum Verständnis des Stoffes bei“ – TED Gruppe: Summative Bewertung höher bei TED Gruppe – Item: „Welche .,Schulnote" (I bis 6) würden Sie der Veranstaltung insgesamt geben?“ • Aktuell müssen weitere Daten ausgewertet werden
  • 12. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 Wissenschaftliche Artikel • Was wirkt: Fragenbesprechungen in großer oder kleiner Gruppe? • Beispiel für Kleingruppenbesprechung: Peer Discussion von Mazur • Gesamt- vs Kleingruppenbesprechung: keine eindeutigen Ergebnisse (Dufresne et al., 1997, Nicol and Boyle, 2002) • Peer Discussion: wirksam in Physik Vorlesungen/Seminaren (Mazur 1997) – Kritik: – nur 2 MZ für traditionell (1990+1999) – richtige Antworten, weil Studenten Antworten vorsagt, oder Verständnis vorliegt? • Überblicksartikel zur Nutzung und Vorteilen von ARS: – Kay, R. H., & LeSage, A. (2009). Examining the benefits and challenges of using audience response systems: A review of the literature. Comput. Educ., 53(3), 819- 827. doi: 10.1016/j.compedu.2009.05.001
  • 13. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 Ergänzungsartikel Weitere Studie zur Nutzung von ARS von Stowell (2007) • 140 College Studierenden Untersuchung von 4 Gruppen: Standard – Handzeichen – Karten – ARS • Methode: Sitzung -> (Fragen) -> Posttest (+ akad. Emotionen) • Variablen: Formative Testfragen, Posttest und Akademische Emotionen • Ergebnisse (Zusammenfassung): – Gruppe Handzeichen schnitt in formativen Fragen am höchsten ab, ARS am niedrigsten – Summativer Posttest (vgl. Klausuren): keine Unterschiede zwischen den Gruppen, ABER – Annäherung an Niveau der Gruppe ARS bei formalen Fragen (MW ~60%) -> „ehrliches“ Feedback bei ARS – Schwache Effekte bei akademischen Emotionen: – Gruppe Standard: Langeweile hoch (verglichen mit Gruppe Feedback) – Gruppe Feedback: Unterrichtsbezogener Stolz („Ich denke, ich kann stolz darauf sein, über was ich bereits Bescheid weiß“) und Freude leicht erhöht Stowell, J. R., & Nelson, J. M. (2007). Benefits of Electronic Audience Response Systems on Student Participation, Learning, and Emotion. Teaching of Psychology, 34(4), 253-258. doi: 10.1080/00986280701700391
  • 14. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 Empfehlungen - ARS zeitnah nach Themenblöcken oder Lernzielen einsetzen - Korrektives Feedback geben, um Wissenslücken schließen zu können - Hilfestellungen, welche Strategien hilfreich sind zum Wissenserwerb - Fragen vorab als wichtig und relevant für Klausuren kennzeichnen - Fragen erstellen, die auf Lernziele abzielen (Grundlagen- und Fachwissen, Berechnung von Modellen, Methodenauswahl und –anwendung etc.) - Selbstreflexive Fragen stellen (bspw. „Wie hilfreich waren die gestellten Fragen und Beispiele?“) - Antworten zu Fragen von Peers geben lassen
  • 15. 10. eLearning-Netzwerktrag der Goethe-Universität | 18. Dezember 2015 Haben Sie Fragen?