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Informationsschrift für Lisdorfer Bürger
Nr. 167 Ostern 2021
Herausgeber
CDU und JU Lisdorf
Skizze zu TOP 5 ÖS der Stadtratssitzung am 05.11.2020
Veranschaulichung der möglichen Erweiterungsfläche des
Industrie- und Gewerbegebietes Lisdorfer Berg
50 ha
Skizze zu TOP 5 ÖS der Stadtratssitzung am 05.11.2020
Veranschaulichung der möglichen Erweiterungsfläche des
bestehenden Industriegebietes Lisdorfer Berg
Ja! zum Lisdorfer Berg
ab Seite 2
Lassen Sie sich bitte impfen!
ab Seite 6
Pfandringe in Saarlouis
ab Seite 13
FÜR EINE SICHERE ZUKUNFT
DURCH ARBEITSPLÄTZE
UND MODERNE
ÖKOLOGISCHE KONZEPTE.
Schwere Zeiten für Vereine
ab Seite 11
2
Wir sagen Ja! Für die Zukunft unserer Stadt.
Der Lisdorfer Berg – eine Erfolgsgeschichte!
Nobilia,Lakal,Heim&Feit,
KTP, Helvetia Packacking,
Stahlbau Summa, Mewa,
Lasa etc. Das sind nur eini-
ge der vielen Betriebe, die
hier bei uns daheim auf
dem Lisdorfer Berg für Ar-
beit, Aufträge, Wohlstand
und Wertschöpfung sor-
gen. Die meisten Betriebe
kamen neu ins Saarland.
Für manc he Unterneh-
men aus der Region war
es nur hier möglich zu
wachsen, sich zu erwei-
tern und den Betrieb da-
mit zu sichern.
Der Lisdorfer Berg ist
eine Erfolgsgeschich-
te: Für Saarlouis und die
Menschen, die hier leben.
Auf Sie und Ihre Stimme
kommt es jetzt an, um
diese Erfolgsgeschichte
für die Menschen von hier
fortzuschreiben.
Geschichte schreiben.
FÜR SAARLOUIS.
Wir möchten im westlichen
Planbe reich des Lisdorfer
Berges ein bundesweites
Vorzeige-Industrie- und Ge-
werbegebiet errichten: Ein
ökologisches Industrie- und
Gewerbegebiet. Ökonomie
und Ökologie gehen zu-
sammen.
Viel Grün. VIEL ARBEIT.
Externe Experten sagen:
Umwelt, Klima und Natur
gehen hier auf dem Lisdor-
fer Berg mit Arbeitsplät-
zen, Aufträgen und Wert-
schöpfung zusammen. Der
Saarlouiser Stadtrat hat ein
unabhängiges Gutachten
zur Be urteilung der klima-
ökologischen Funktionen
eingeholt, um zu prüfen,
ob eine Erweiterung mit
Umwelt, Klima und Natur
zusammenpassen. Das un-
abhängige Gutachten der
Firma GEO-NET Umwelt-
consulting GmbH (Hanno-
ver), gibt eine klare Ant-
wort: „Aufgrund der Lage
des Plangebiets fernab des
Stadtzentrums und mit
lediglich leichtem bis mä-
ßigen Einfluss auf die Kalt-
luftlieferung für den Stadt-
teil Neuforweiler erscheint
eine Nutzungsintensivie-
rung im Plangebiet mög-
lich.“ (Gutachten Seite 8)
Wir sind trotzdem vorsich-
tig. Daher setzen wir kla-
re Grenzen und schaffen
kompromisslose Regeln:
Rund ein Kilometer Ab-
stand auf jede Ortslage!
Maximal 50 ha. Ausdeh-
nung.
Das ist viel weniger als der
linke, östliche Teil des Lis-
dorfer Berges, der schon
steht. Und: Ökologisches
Industrie- und Gewerbe-
gebiet mit bundesweitem
Vorbildcharakter.
WARUM HIER UND NICHT
WOANDERS?
Die Wahrheit ist: Wir
sind mittendrin in einem
schmerzhaften und har-
ten Strukturwandel. Das
kostet Arbeitsplätze. Wir
brauchen neue Arbeits-
plätze für die Menschen
hier bei uns daheim –
und für ihre Kinder. Es
fallen so viele Arbeits-
plätze weg, dass wir den
Lisdorfer Berg brauchen.
Auf der Fläche rund um
das Kraftwerk Ensdorf
soll auch Gewerbe ent-
stehen. Dazu muss das
Kraftwerk u.a. erstmal
abgerissen werden. Das
dauert Jahre. Außerdem
ist die Fläche sehr klein.
Die Wahrheit ist: Wir müs-
sen die Wirtschaft, Betriebe
und Arbeitsplätze breiter
aufstellen als bisher. Dafür
brauchen die Menschen in
und um Saarlouis die mo-
derate Erweiterung des Lis-
dorfer Berges.
WO? UND WARUM NICHT
MEHR!
Rechts von der B 269:
Kleiner als bisheriger
Teil und weniger als
das Land es von uns
will! Die Erweiterung
des Lisdorfer Berges
soll nur moderat sein.
Maximal 50 Hektar. Das
ist die Hälfte von dem,
was das Land von uns
fordert. Aber wir sagen:
Man braucht auch Na-
tur. Damit wird die Er-
weiterung deutlich klei-
ner als die bisher schon
vorhandene Fläche auf
der anderen Seite.
BREIT AUFGESTELLT.
FÜR DIE MENSCHEN HIER.
Arbeitsplätze für heute
und morgen sowie Natur
und Umwelt unserer Hei-
mat schützen: Das sind
die zentralen Aufgaben
unserer Zeit. Auf dem
Lisdorfer Berg geht bei-
des! Freiflächen, Wasser-
flächen, grüne Dächer
und erneuerbare Ener-
gie. Ein bundes- und eu-
ropaweites Modellgebiet
mit Vorbildcharakter!
Außerdem: Eine verbind-
licher Mindestabstand
zur Wohnbebauung von
einem Kilometer.
Hier bei uns auf dem
Lisdorfer Berg geht das:
•	 aktiver und passiver
Lärmschutz an den
Gebäuden
•	 Fassadenbegrünung
•	 Dachbegrünung
•	 Wasserflächen
•	 Abstandsflächen
•	 Zwischenräume
mit Gehölzen und
Sträuchern
•	 Emissionsarme
Produktion
•	 Abstand zu Saarlouis,
den Stadtteilen und
allen Ortslagen
Unser Ziel:
Ökonomische und
ökologische Aspekte
miteinander verbinden!
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DieStadtverwaltunghateinunabhängigesGutachtenerstellenlassen
–Erweiterung hat keine Auswirkungen auf das Stadtklima.
Die externen Experten
sagen klar: Es gibt keine
Folgen für das Klima un-
serer Stadt.
Wir werden ein bundes-
weites Modellgebiet ent-
wickeln: Mit viel Grün,
Wasserflächen, modernen
Bauten nach höchsten
ökologischen Standards
und vielen Freiflächen.
Wir halten einen Abstand
von rund einem Kilome-
ter zur Wohnbebauung. Es
sprechen keine sachlichen
Gründe gegen eine mode-
rate Erweiterung und ein
ökologisches Industrie-
und Gewerbegebiet mit
bundesweiten Modellcha-
rakter.
Bitte nutzen Sie Ihr Wahl-
recht und schicken Ihr
„Ja für Saarlouis“ und Ihr
„Ja zum Lisdorfer Berg“
ins Rathaus zurück. Bit-
te sagen Sie Ja für einen
fairen und verständigen
Ausgleich zwischen Natur,
Umwelt, Landwirtschaft
und Ressourcenschutz so-
wie der schonenden Wei-
terentwicklung unserer
Region mit einer starken
und breit aufgestellten
Wirtschaft,diefürdieMen-
schen hier bei uns daheim
Arbeitsplätze, Wertschöp-
fung und Aufträge bringt.
Wir sind gegen das blinde
Zubetonieren von grü-
nen Flächen, wir sind aber
auch gegen blinde Ableh-
nungswut und das Verhin-
dern neuer Arbeitsplätze.
Wir sind für eine maßvolle,
gerechte und zukunftsori-
entierte Weiterentwicklung
unserer Stadt und bitten Sie
daher um IhrVertrauen und
Ihre Stimme.
Raphael Schäfer, MdL
VorsitzenderderCDULisdorf
Branchenmix zahlt sich aus
Küchenhersteller Nobilia
auf dem Lisdorfer Berg
trotzt der Krise.
„Wir haben immer gesagt,
dass ein echter Branchenmix
sowie eine gute Mischung
zwischen kleineren, mitt-
leren und großen Unter-
nehmen im Gewerbe- und
Industriegebiet auf dem
Lisdorfer Berg der Schlüssel
zumErfolgseinwerden.Hier-
durch ist unsere regionale
Wirtschaft auch in Krisenzei-
ten breit aufgestellt und ins-
gesamt weniger anfällig“, so
Raphael Schäfer, CDU-Frakti-
onschef, und Marc Speicher,
CDU-Parteivorsitzender.
Der deutsche Küchenher-
steller Nobilia startet in
Kürze mit der Produktion
und wird im Endausbau
über 1.000 Arbeitsplätze
auf dem Lisdorfer Berg
neu schaffen.
Erfreulicherweise trotzt das
Unternehmen auch der
aktuellen Corona-Krise und
legt mit Blick auf seine Ver-
kaufsumsätze auch in der
Pandemie deutlich zu. Insge-
samt erhöhte sich der Um-
satz nach Unternehmens-
angaben im vergangenen
Jahr 2020 um 82 Millionen
Euro (+ 6,4 %) auf 1,37 Milli-
arden Euro. Der Umsatz stieg
hierbei sowohl in Deutsch-
land (+ 9,9 %) als auch im
Auslandsgeschäft (+ 2,8 %).
Laut Unternehmen wurden
neue Bestmarken bei der
Produktion von Schränken,
Küchenkommissionen und
Arbeitsplattenerzielt.
„Der Lisdorfer Berg ist ein
echter Erfolg für Saarlouis
und unsere Region. Diese
Erfolgsgeschichte wollen
wir fortschreiben. Gerade
die aktuelle Diskussion rund
um die Saarlouiser Ford-
Werke zeigt, dass wir klug
beraten sind, den begon-
nenBranchenmixweitervo-
ranzutreiben. Dazu wollen
wir den Lisdorfer Berg als
ökologisches Industrie- und
Gewerbegebiet um max. 50
Hektar im westlichen Plan-
bereich mit über einem Ki-
lometer Abstand zur Wohn-
bebauung erweitern“, so die
beiden Landtagsabgeord-
neten Speicher und Schäfer.
Am 18. April werden wir die
Saarlouiser Bevölkerung im
Rahmen einer Einwohner-
befragung zur Erweiterung
des Industrie- und Gewer-
begebietes um ein Votum
bitten.
Das neue Nobilia-Werk auf dem Lisdorfer Berg
4
Interview mit Heiner Groß aus Lisdorf
über seine erste Schutzimpfung gegen Corona
Er hat sie am 13. Januar
im Impfzentrum Saarlouis
„in sehr angenehmer
Atmosphäre“ erhalten.
(Stand: 25.01.2021)
Wie lief die Terminreser-
vierung im Vorfeld ab?
Als annähernd 83-Jähri-
ger mit Vorerkrankungen
habe ich die Schutzimp-
fung gegen Corona her-
beigesehnt. Da im Dezem-
ber bereits im Saarland
Termine für eine Impfung
in einem der drei einge-
richteten Impfzentren
angeboten und vergeben
wurden, habe ich mich so-
fort telefonisch bemüht,
einen frühestmöglichen
Termin zu bekommen.
Doch im Rahmen des sog.
„Windhundverfahrens“
war das sehr nervenaufrei-
bend. Stundenlang habe
ich es telefonisch ver-
sucht, doch ohne Erfolg.
Schließlich hat meine In-
ternet-erfahrene Ehefrau
es noch vor Weihnachten
online geschafft, einen
Termin für mich und mei-
ne 85-jährige Schwester
im Impfzentrum Saarlouis
in der Fasanenallee am 13.
Januar zu ergattern.
Wie empfanden Sie die
Organisation im Impf-
zentrum?
Wir erwarteten dort ein
größeres Gedränge und
eine längere Wartezeit.
Doch zu meiner Überra-
schung liefen Anmeldung,
Vorkontrolle, Impfung mit
ärztlicher Vorberatung
und Nachkontrolle, ganz
modern als „Check-in und
Check-out“ deklariert,
sehr zügig ab. Das Ganze
hat nur knapp eine Drei-
viertelstunde gedauert.
Das zahlreich vorhan-
dene Personal war sehr
freundlich und auch sehr
hilfsbereit. Bereits bei der
Ankunft auf dem großen
Parkplatz vor dem Impf-
zentrum wurde uns Ori-
entierungshilfe gegeben,
obwohl alles gut ausge-
schildert war. Das rela-
tiv große Impfzentrum
in Saarlouis im früheren
Betriebsgebäude der Fir-
ma Braun-Cartec ermög-
licht auch einen Ablauf
des Impfvorgangs unter
Einhaltung der erforder-
lichen Kontaktbeschrän-
kungen. Sowohl die
Standortwahl als auch
die Herrichtung der vor-
maligen Betriebshallen in
ein großes Impfzentrum
sind vorbildlich. Den da-
für Verantwortlichen ge-
bührt ein kräftiges Lob!
Aber auch das eingesetz-
te Personal ist wegen der
von mir wahrgenomme-
nen Hilfsbereitschaft und
Freundlichkeit zu loben.
Wie haben Sie die Imp-
fung empfunden? Gab
es bei Ihnen Nebenwir-
kungen?
Vor der Impfung erfolgte
eine Beratung durch eine
junge Ärztin mit Hinwei-
sen auf mögliche leichte
Erkältungssymptome, die
bei mir glücklicherweise
nicht aufgetreten sind, so-
dass ich den zweiten Impf-
termin, der bald ansteht,
nun auch herbeisehne,
um anschließend gegen
das Virus immun zu sein.
Als Impfstoff wurde das
von der Mainzer Firma
BioNTech mit der US-Firma
Pfizer entwickelte Medika-
ment eingesetzt, das eine
Wirksamkeit von etwa 95
% haben und auch gegen
die inzwischen aufgetrete-
nen Virus-Mutationen wir-
ken soll.
Wie lautet Ihr Fazit?
Nach meinen Erfahrun-
gen kann ich jedem nur
empfehlen, sich gegen
Corona impfen zu lassen.
Inzwischen bietet die Se-
niorenmoderatorin der
Stadt Saarlouis ihre Hilfe
beim Buchen von Impfter-
minen an (Tel. 06831-443
383 oder 443 439), ebenso
wie das DRK einen Trans-
port- und Begleitservice
(Tel. 06838-899 940). Auch
indenanderenStädtenund
Gemeinden wird so etwas
angeboten. Damit sind die
anfänglichen Probleme
mancher Senioren bei der
Heiner Groß beim Interview mit Raphael Schäfer
5
Impressum: 			
Herausgeber: CDU-Ortsverband Lisdorf , Lisdorfer Straße 46; JUNGE UNION Lisdorf, Thirionstraße 22. 		
Redaktion: Frederic Becker, Bernd Lay, Raphael Schäfer, Dr. Vanessa Wassong, Julian Martin, Andrea Rapp, Georg Jungmann,
Heiner Groß, Harald Weiler und weitere Vorstandsmitglieder sowie Karl Schneider.
Alle bisherigen Ausgaben von Lisdorf aktuell können im Internet nachgelesen werden unter
www.lisdorf.de -> Lisdorfer Vereine -> CDU-Lisdorf -> Lisdorf aktuell.
Auf dieser Seite landet man auch, wenn man„Lisdorf aktuell“ als Suchbegriff in Google eingibt.
Redaktionsschluss war am 10. März. Die Zeitschrift wird durch ehrenamtliche Helfer in ihrer Freizeit verteilt, weshalb eine zeitglei-
cheVerteilung in Lisdorf nicht gewährleistet ist. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung desVerfassers
wieder und nicht unbedingt die Meinung der CDU Lisdorf.
Buchung und/oder Ab-
wicklung der Impftermine
behoben. Also nochmals:
Ich kann nach meinen Er-
fahrungen jedem die Imp-
fung sehr empfehlen!
Auch in Lisdorf wurden
viele Leben durch Imp-
fungen gerettet!
Aufgrund der zurzeit herr-
schenden Corona-Pande-
mie hatte ich im Heimat-
blatt Nr. 30 nach Studium
der einschlägigen Literatur
einen Artikel zum Thema:
„Pandemien und Epidemi-
en in unserer Heimat – frü-
her und heute!“ verfasst.
Daraufhin haben mich
mehrere Leser angerufen
und mir ihre Anerkennung
mitgeteilt, aber auch ihre
Besorgnis über die nun
schon ein Jahr andauernde
Corona-Pandemie geäu-
ßert. Bei einigen Anrufern
habe ich eine deutliche
Skepsis gegenüber dem
neuartigen Corona-Impf-
stoff und generell gegen
Impfungen festgestellt.
Das veranlasst mich nun zu
diesem Artikel.
Meine Bemühungen, zu
erfahren, wie viele Perso-
nen sich in Lisdorf mit dem
SARS-CoV-2-Virus infiziert
haben oder an COVID-19
verstorben sind, blieben
verständlicherweise ohne
Erfolg. Angesichts der
Einwohnerzahl von etwa
3.600 müssen es nach ei-
nem statistischen Abgleich
zumindest bei den Infizier-
ten doch eine ganze Reihe
sein. Höchstwahrscheinlich
sind aber auch einige der
seit März 2020 in Lisdorf
Verstorbenen an oder mit
Corona gestorben. Nach-
dem inzwischen mehrere
Impfstoffe – wenn auch
zunächst sehr begrenzt –
zur Verfügung stehen und
der von der heimischen
Mainzer Firma BioNTech
mit der US-Firma Pfizer
entwickelte Impfstoff der-
zeit hier geimpft wird, hat
sich meines Erachtens die
Impfbereitschaft deutlich
erhöht. Dazu beigetragen
haben sicherlich auch die
täglichen Meldungen in
Funk, Fernsehen und Pres-
se über die weltweit vielen
Infizierten und vor allem
die drastische Zunahme
der an und mit COVID-19
Verstorbenen. In meinem
oben erwähnten Artikel
über Pandemien und Epi-
demien, die auch unsere
Heimat und speziell auch
Lisdorf in der Vergangen-
heit heimgesucht hatten,
habe ich aufgezeigt, dass,
seitdem wirksame Medika-
mente und Impfstoffe ge-
gen Viruserkrankungen zur
Verfügung stehen, diese
schlimmen Erkrankungen
ihren Schrecken verloren
haben. Durch die Entwick-
lung und den Einsatz von
Impfstoffen sind bisher
weltweit viele Millionen Le-
ben gerettet worden; auch
in unserer näheren Heimat
und auch speziell in Lisdorf
haben die Schutzimpfun-
gen in Verbindung mit der
verbesserten Hygiene viele
Menschenleben gerettet.
Das ist auch durch die Co-
rona-Schutzimpfung zu er-
warten. Es ist unverständ-
lich, dass diese Methode
zur Verhütung einer Infek-
tion mit dem SARS-CoV-
2-Virus noch viele Gegner
und Skeptiker hat.
Nach meinen persönli-
chen Erfahrungen aus der
Impfung mit dem neuar-
tigen mRNA-Impfstoff der
Firmen BioNTech und Pfi-
zer, einem sogenannten
Vakzin, im Impfzentrum
Saarlouis kann ich jedem
dringend empfehlen, sich
impfen zu lassen. Wenn
man die Geschichte des
Impfens in Deutschland
verfolgt, so war sie von
Anfang an eine unbestreit-
bare Erfolgsgeschichte.
Bereits als die deutsche
Reichsregierung im Jahr
1874 die Pockenimpfung
zur Pflicht erklärte, gab es
dagegen Widerstand. Die
Argumente sind bis heute
ähnlich: Impfungen seien
erstensgesundheitsschäd-
lich oder zweitens nicht
wirksam. 1869 wurden
bereits Impfgegner-Orga-
nisationen in Deutschland
inLeipzigundStuttgartge-
gründet. In der Weimarer
Republik hatte der Reichs-
bund zur Bekämpfung
der Impfung etwa 300.000
Mitglieder. Zu dieser Zeit
wurden auch immer mal,
durch mangelnde Hygiene
und Unkenntnis, Krankhei-
ten auch auf bereits einma-
lig Geimpfte übertragen,
auch mit Todesfällen. Das
gab den Impfgegnern und
-skeptikern Auftrieb. Erst
im Verlauf des 19. Jahrhun-
derts erkannte man, dass
bisweilen eine Zweitimp-
fung nötig ist, um eine Im-
munität zu erreichen. Seit-
her gibt es zur Verhütung
von Infektionskrankheiten
keine Alternative zur Imp-
fung. Das ist auch bei
COVID-19 so. Glücklicher-
weise sind in Rekordzeit
Impfstoffe dagegen entwi-
ckelt worden und stehen
uns seit Ende des Jahres
2020 zur Verfügung, wenn
auch aufgrund des riesigen
weltweiten Bedarfs zu-
nächst nur eingeschränkt,
aber wohl spätestens Mitte
des Jahres 2021 für alle.
Abschließend nochmals
der Appell an alle, die
nicht Opfer der Coro-
na-Pandemie werden
wollen: Lassen Sie sich
schnellstmöglich impfen!
Heiner Groß
6
Interview mit Herrn Dr. Eric Biehler (Molekularbiologe)
Impfen ist wichtig und rettet Leben!
Herr Dr. Biehler, zunächst
vielenDank,dassSiefürein
Interview zur Verfügung
stehen.
WiewirkenImpfungen?
Impfstoffe für Schutzimp-
fungen (sogenannte aktive
Impfungen) basieren auf
Stoffen, die das Immunsys-
tem des Körpers als fremd
erkennt. Das Immunsystem
reagiert auf solche Fremd-
stoffe (Antigene), indem es
speziell designte Abwehr-
stoffe(Antikörper)bildet,die
diese Antigene binden und,
bei Krankheitserregern oder
Giftstoffen, diese dadurch
unschädlich machen. Ist das
Immunsystem besonders
stark angeregt worden, wer-
den darüber hinaus Gedächt-
niszellen ausgebildet, die bei
erneutem Kontakt mit dem
Fremdstoff zu einer schnellen
Immunreaktion fähig sind. Es
hat sich dann eine langfris-
tige Immunität ausgebildet.
Da Impfungen das Immun-
system weniger fordern als
eine echte Erkrankung wie
z. B. Masern, müssen für eine
dauerhafte Immunität Auf-
frischungsimpfungen verab-
reichtwerden.
EsgibtauchpassiveImpfun-
gen, bei denen bereits ferti-
ge Abwehrstoffe gespritzt
werden. Im Grunde sind die
Seren von Genesenen und
auch Präparate mit Antikör-
pern, die akut an COVID-
19-Erkrankten gespritzt wer-
den, eine Art von passiver
Impfung. Diese Art der Imp-
fung ist nur für den akuten
Krankheitsfall sinnvoll.
Welche Arten von Impf-
stoffen gegen das SARS-
Coronavirussindzurzeitin
Deutschlandzugelassen?
Stand Anfang März sind zwei
Impfstoffe auf RNA-Basis und
ein Impfstoff auf DNA-Basis zu-
gelassen. Die mRNA-Impfstoffe
von Moderna bzw. BioNTech/
Pfizer beruhen auf einem neu-
en Verfahren der Impfstoffher-
stellung, der DNA-Impfstoff
von AstraZeneca basiert auf
einer modernen, aber bereits
bewährten Methode. Ein wei-
terer DNA-Vektor-Impfstoff von
Johnson & Johnson wird wohl
bereits Mitte März zugelassen
werden.
SiesprechenvonDNAund
mRNA. Was steckt hinter
diesenAbkürzungen?
Genetische Informationen
sind im Prinzip Bauanlei-
tungen für Biomolekü-
le (z. B. Proteine). Diese
Bauanleitungen liegen in
menschlichen Zellen im
Zellkern in Form von DNA
(Desoxyribonukleinsäu-
re) vor, die einen Großteil
der Chromosomen bildet.
Analogie zur Technik: Die
auf der Festplatte eines
Computers gespeicherten
Daten.
Wenn die Zelle einen be-
stimmten Bauplan auf
der DNA nutzt, um ein
Biomolekül herzustellen,
übersetzt die Zelle den be-
treffenden DNA-Abschnitt
in eine Arbeits- und Trans-
portform, die sogenannte
mRNA (Boten-Ribonukle-
insäure). Diese übersetzte
Bauanleitung besteht im
Gegensatz zur DNA aus
nur einem Strang, ist also
einfacher aufgebaut und
einfacher „zu lesen“. Ana-
logie zur Technik: Die ak-
tuell benötigten Daten für
laufende Prozesse werden
in den Arbeitsspeicher ge-
laden.
Wie unterscheiden sich
die Wirkungsweisen von
mRNA- und DNA-Impf-
stoffen?
Dr. Eric Biehler
7
Die Vektorimpfstoffe auf
DNA-Basis (z. B. von Astra-
Zeneca) basieren auf verän-
derten Schnupfenviren, die
für den Menschen harmlos
sind. Diese umgebauten
Schnupfenviren werden ins
Muskelgewebe gespritzt
und „infizieren“ Körperzel-
lendesGeimpften.Sotrans-
portieren sie eine Kopie
eines kleinen Teils der DNA
des neuartigen Coronavi-
rus in die Körperzellen. Die
kleinen Schnipsel derViren-
DNA in den „infizierten“
Zellen sorgen dafür, dass
diese Zellen die Oberflä-
chenproteine des Coronavi-
rus selbst herstellen. Da die
Schnupfenviren das Erbgut
transportieren, spricht man
vonVektorimpfstoffen.
Die Oberflächenproteine
des Virus werden auf den
„infizierten“ Zellen präsen-
tiert und diese lösen dann
eine Immunreaktion aus.
Das heißt, der Körper bildet
Antikörper gegen die Ober-
fläche des Virus und ist da-
mit auf eine echte Infektion
vorbereitet.
Die mRNA-Impfstoffe von
Moderna bzw. BioNtech/
Pfizer nutzen ein ande-
res Verfahren: Über eine
Injektion gelangt mRNA,
die den Bauplan für z. B.
ein Oberflächenprotein
des SARS-CoV-2-Virus dar-
stellt, in den Körper. Diese
mRNA ist in winzige Fett-
bällchen verpackt, sodass
diese in körpereigene Zel-
len „schlüpfen“ kann. Ab
diesem Zeitpunkt ist die
Reaktion ähnlich zur oben
beschriebenen Methode.
Die Zellen stellen jetzt die
Oberflächenproteine des
Virus her. Der Körper produ-
ziert hier also selbst die An-
tigene, gegen die er dann
anschließend eine Immuni-
tät ausbildet. Die Oberflä-
chenproteine ohne das Vi-
rus sind harmlos, genau wie
die mRNA. Die mRNA kann
nicht in den Zellkern und
kann nicht in die DNA der
Zellen eingebaut werden.
Zusammengefasst nut-
zen beide Methoden das
gleiche Prinzip: Der Impf-
stoff liefert nur die Bau-
pläne, der Körper stellt
„Virus-Oberflächen-At-
trappen“ selbst her und
entwickelt eine Immuni-
tät dagegen.
Wie schätzen Sie die ak-
tuell bekannten Neben-
wirkungen der vorhan-
denen Impfstoffe ein?
Gerade der Impfstoff
von AstraZeneca ist hier
in die Kritik geraten. Ist
auch dieser Impfstoff
mit Blick auf seine Wirk-
samkeit aus Ihrer Sicht
zu empfehlen?
Impfungen rufen Im-
munreaktionen hervor.
Das ist harte Arbeit für
den Körper. Und damit
das Immunsystem ar-
beiten kann, wird dem
Körper über Botenstof-
fe signalisiert, er solle
sich schonen. Kopf- und
Gliederschmerzen, Ab-
geschlagenheit und eine
(leicht) erhöhte Tempe-
ratur sind typische Reak-
tionen auf Impfungen.
Im Prinzip durchlebt der
Körper ja auch eine Art
von Infektion. Aber eine
harmlose im Vergleich zu
einer echten mit SARS-
CoV-2! Dazu kann es zu
leichten Schmerzen an
der Einstichstelle kom-
men – auch ein typisches
Impfphänomen. In den
Zulassungsstudien aller
drei zugelassenen Prä-
parate wurden praktisch
keine zusätzlichen Ne-
benwirkungen entdeckt,
außer dass der BioNTech/
Pfizer-Impfstoff in sehr,
sehr seltenen Fällen
(1Fallpro100.000Geimpften)
zu allergischen Reaktio-
nen führen kann, die auf
die Fett-Hülle der mRNA
zurückzuführen sind.
Kein Impfstoff bietet
einen vollständigen
Schutz gegen eine Infek-
tion, aber alle zugelas-
senen Impfstoffe lassen
das Risiko eines schwe-
ren Krankheitsverlaufs
gegen Null schrumpfen!
Auch wenn der Impf-
stoff von AstraZeneca
in den Zulassungsstudi-
en eine etwas geringere
Wirksamkeit als die mR-
NA-Impfstoffe aufwies,
so ist die Schutzwirkung
gegenüber einer Infek-
tion beträchtlich. Etwa
60 % der Infektionsfäl-
le können mit diesem
Impfstoff vermieden
werden (also etwa so
viele wie bei der Grip-
pe-Impfung). Bei den
mRNA-Impfstoffen lie-
gen die Werte sogar bei
mehr als 90 %.
Würden Sie sich impfen
lassen? Was ist Ihr Rat
an die Bürgerinnen und
Bürger?
Ich selbst werde mich
sofort anmelden, so-
bald ich an der Reihe
bin. Die Impfung verhin-
dert nicht nur Ihr Risiko
beträchtlich, selbst zu
erkranken. Impfungen
unterbrechen auch – das
zeigen aktuelle Studie-
nergebnisse aus Israel
eindrucksvoll – die In-
fektionsketten. Wenn
Sie sich impfen lassen,
verhindern Sie, dass an-
dere Menschen in Ihrem
Umfeld erkranken. Und
je mehr Menschen sich
impfen lassen, desto
schneller ist der Weg zu-
rück in die Normalität.
8
DerNutri-Score.Wasistdasundwofürsollergutsein?
Der Nutri-Score, eine Le-
bensmittelkennzeichnung,
gibt beim Einkauf eine
schnelle Orientierung,
welche Lebensmittel eher
zu einer ausgewogenen
Ernährung beitragen,
und macht es möglich,
die Nährwertqualität von
Lebensmitteln innerhalb
einer Produktgruppe auf
einenBlickzuvergleichen.
Was bereits bekannt ist,
sind die Angaben auf Ver-
packungen von Lebensmit-
teln über die verschiedenen
Nährwerte und Energiege-
halte, doch werden diese
überhaupt von den Ver-
brauchern beachtet?
Den Menschen ist ihre Ge-
sundheit sehr wichtig, oft
ist es ihnen vielleicht jedoch
zu anstrengend, bei einem
Einkauf auf alle Inhalte der
Lebensmittel zu achten.
Hierbei kommt der Nutri-
Score ins Spiel. Seit Herbst
2020 erscheint diese Nähr-
wertkennzeichnung auf
derVorderseite von Lebens-
mittelverpackungen. Der
Nutri-Score ist bis jetzt in
Deutschland freiwillig, über
eine Pflicht wird aber schon
diskutiert.
Der Nutri-Score ist eine
5-stufige Farbskala von A
bis E. Diese zeigt dem Ver-
braucher die Nährwertqua-
lität eines Lebensmittels
an. Der Energiegehalt (kcal)
und ernährungsphysiolo-
gisch günstige Nährstoffe
wie zum Beispiel Ballaststof-
fe, Proteine, Obst, Gemüse
oder Nüsse sowie ungünsti-
geNährstoffewiegesättigte
Fettsäuren, Salz oder Zucker
werden dafür miteinander
verrechnet.
Dabei steht das dunkelgrü-
ne A für eine eher günstige,
das rote E für eine weniger
günstige Nährstoffzusam-
mensetzung des jeweili-
gen Produkts. Das heißt
konkret: Die Pizza mit gel-
bem C ist die ernährungs-
physiologisch günstigere
Wahl im Vergleich zur Piz-
za mit einem orangefarbe-
nen D.
Hier ist es wichtig zu be-
tonen, dass der Nutri-
Score einen Vergleich
der Nährwertqualitäten
von Lebensmitteln einer
gleichen Produktgruppe
liefert. Demnach macht
es keinen Sinn, den Nutri-
Score einer Tiefkühlpizza
mit dem eines Schokorie-
gels zu vergleichen, da es
sich nicht um dieselbe
Produktgruppe handelt.
Vor- und Nachteile des
Nutri-Scores
Der Nutri-Score hat nicht
nur positive, sondern auch
negative Aspekte, die die
Verbraucherzentrale aufge-
listet hat.
Zu den Vorteilen zählen
unter anderem:
• Eindeutigkeit und leichte
Verständlichkeit. Dem Ver-
braucher wird eine schnelle
und einfache Orientierung
geboten.
• Produkte innerhalb einer
Produktgruppe lassen sich
einfachmiteinanderverglei-
chen.
•Durch den Nutri-Score
können Unternehmen mo-
tiviert werden, die Rezeptur
bzw. Zusammensetzung ih-
res Produktes zu ändern.
Als negative Aspekte kön-
nen genannt werden:
• Es werden keine einzelnen
Nährstoffe wie zum Beispiel
Vitamine, gesättigte Fett-
säuren oder Mineralstoffe
dargestellt; dazu müssen
die Zutatenliste und die
Nährwert-Tabelle hinzuge-
zogen werden.
•
Zusatzstoffe wie Ge-
schmacksverstärker, Süß-
stoffe oder Aromen bleiben
beim Nutri-Score unberück-
sichtigt. Hersteller können
die Bewertung ihrer Pro-
dukte dadurch verbessern,
dass mehr Zusatzstoffe
eingesetzt werden, um so
beispielsweise den Fettan-
teil zu verringern. Auch hier
sollte der Konsument einen
Blick auf die Zutatenliste
werfen.
•Wersichausschließlichvon
Lebensmitteln der Katego-
rieAernährt,isstnochlange
nicht ausgewogen.Denn der
Nutri-Score gebe grundsätz-
lich keine Orientierung über
die Ausgewogenheit der
gesamten Ernährung und
mache keine Aussagen zum
Gesundheitswert eines ein-
zelnen Lebensmittels, so das
Bundesministerium für Er-
nährungundLandwirtschaft.
Zusammenfassend lässt
sich sagen, dass der Nut-
ri-Score dem Verbraucher
schnell und eindeutig bei
der richtigen Wahl des
konkreten Produktes aus
einer Menge vergleichba-
rer Produkte hilft. Jedoch
darf nicht vergessen wer-
den, dass nicht alle Nähr-
stoffe berücksichtigt wer-
den. Man kann also nicht
davon ausgehen, dass
nur beim Verzehr von
Produkten der Katego-
rie A eine ausgewogene
Ernährung sichergestellt
sei.
Besser sollte man täglich
eine bunte Auswahl aus
allen Lebensmittelgrup-
pen treffen und zu sich
nehmen; dann gelingt es,
vollwertig zu essen und zu
trinken. Dieser Aspekt soll-
te auch gerade in der Zeit
des mobilen Arbeitens be-
rücksichtigt werden.
Der Nutri Score
9
Fortschreibung des Saarlouiser Spielplatzkonzeptes
CDU-Lisdorf will Spielplatz auf der Holzmühle erhalten
Spiel- und Bolzplätze in
Lisdorf werden attraktiver
gestaltet – Fortbestand
Standort Holzmühle/Gins-
terberg wird geprüft.
Auf Antrag der Stadtratsfrak-
tionen von CDU, BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN und FDP
wurde das Saarlouiser Spiel-
platzkonzept fortgeschrieben.
Insgesamt verfügt die Kreis-
stadtSaarlouisderzeitüber74
Spielplätze.Dazuzählenauch
sieben reine Bolzplätze, zwei
Multifunktionsfelder, ein Ska-
tepark in den Fliesen und ein
Outdoorfitnessbereich am
Saaraltarm.
Insgesamt sollen in allen
Stadtteilen die Spielplätze,
die sich aufgrund ihrer Grö-
ße, Lage und Infrastruktur
eignen sowie auch nach-
gefragt werden, attraktiver
gestaltet und aufgewertet
werden. Einfache Geräte-
spielplätze sollen zu kindge-
rechten, barrierefreien Spiel-
und Erlebnisräumen für alle
Altersklassen fortentwickelt
werden. Weniger attrakti-
ve und kaum frequentierte
Standorte sollen sukzessive
aufgegebenwerden.
Um zukünftige Wartungs-
kostendurchVerschleißoder
Vandalismus zu verringern
und zum Zwecke der Nach-
haltigkeit werden Spielgerä-
te in qualitativ hochwertiger
Ausführung beschafft. Auch
Umweltaspekte werden
berücksichtigt durch den
Einsatz von Robinien- bzw.
Eichenholz und hochwerti-
gem Recycling-Kunststoff
für die Spielgeräte, ebenso
durch die Verwendung von
langlebigem Edelstahl. In
den nächsten zehn Jahren
sollen nach und nach die
SpielplatzstandorteimStadt-
gebiet aufgewertet werden.
Der Stadtrat wird hierzu er-
hebliche Haushaltsmittel zur
Verfügungstellen.
SituationinLisdorf:
Zwei Standorte werden
kurzfristig aufgewertet bzw.
attraktiver gestaltet – Zeit-
punktFrühjahr2021.
• Spielplatz Grostrowstra-
ße: Der Baustellenturm wird
in Holzbauweise ersetzt und
dieRutscheausgetauscht.
• SpielplatzMarxstraße:
Zaunanlage, Schaukel und
Rutsche werden ausge-
tauscht.
Der Fortbestand des Spiel-
und Bolzplatzes Holzmüh-
le/Ginsterberg wird von
der Stadtverwaltung in-
tensiv geprüft.
Laut Bewertung des Fach-
amtes wurde der Spielplatz
in den vergangenen Jahren
kaum mehr genutzt. Zudem
sind die Spielgeräte überal-
tert und müssen erneuert
werden. Insgesamt befindet
sich der Spielplatz in einer
guten Lage, um den Be-
darf im westlichen Teil von
Lisdorf abzudecken. In Be-
tracht kommen eine kom-
plette Neugestaltung, z. B.
alsNaturspielplatz,sowieein
Rückbau des Spielplatzes.
„Wir werden die Prüfung
durch die Verwaltung kon-
struktiv, aber auch kritisch
begleiten. Da bei der Neu-
aufstellung des Flächennut-
zungsplans (FNP) auch eine
Wohnbauentwicklung im
Bereich Olversack – sprich:
ein kleines Neubaugebiet
– diskutiert wird, muss mit
Blick auf den Fortbestand
des Spielplatzes auch die-
ser Aspekt ausreichend
gewürdigt werden“, so die
Lisdorfer Stadtverordne-
ten Klaus Hild, Frederic
Becker und Raphael Schä-
fer. Daneben ist § 2 Abs. 2
Satz 2 des Saarländischen
Spielplatzgesetzes zu be-
achten, wonach Spielplät-
ze von allen Grundstücken
in dem Bereich, für den sie
bestimmt sind (Spielplatz-
bereich), auf einem Weg
von nicht mehr als 400 m
erreichbar sein müssen.
Der Spielplatz auf der Holzmühle
10
Interview mit Kristina Schmadel,
Inhaberin der Crispinus-Apotheke in Lisdorf
Die Corona-Pandemie hat
unser Leben auf den Kopf
gestellt. Niemand von uns
hat eine vergleichbare Si-
tuation bisher erlebt. All-
täglich scheinende Dinge
und Aktivitäten rücken
durch die leider notwen-
digen Beschränkungen in
weite Ferne.
Und trotzdem geht das
(Arbeits-)Leben für Ei-
nige fast ganz normal
weiter. Menschen, die
die Funktionstüchtig-
keit unseres staatlichen
Lebens aufrechterhal-
ten: Medizinisches Per-
sonal, Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter im öf-
fentlichen Dienst, bei
den kommunalen Ver-
sorgern oder eben auch
die Apothekerinnen und
Apotheker.
Mit einer Apothekerin
haben wir von der Re-
daktion von „Lisdorf Ak-
tuell“ gesprochen: Kristi-
na Schmadel, Inhaberin
der Crispinus-Apotheke
bei uns in Lisdorf.
LiA:
Liebe Kristina, durch die
Corona-Pandemie scheint
kein Stein mehr auf dem
anderen zu sein. Wie ging
und geht es Dir und der
Apotheke in den vergan-
genen zwölf Monaten?
Kristina Schmadel:
„Es war eine sehr anstren-
gende Zeit, die am Anfang
von großer Unsicherheit
geprägt war – sowohl bei
uns als auch bei unseren
Kundinnen und Kunden.
Es gab viele Nachfragen,
was beispielsweise ein Vi-
rus ist und wie man sich
schützen kann. Leider hat
Vieles gefehlt – Schutz-
masken für die Kunden
und uns. Hier hätten wir
uns einen Ansprechpart-
ner gewünscht, den wir
leider nicht hatten.“
LiA:
Haben sich die Gewohnhei-
tenderKundinnenundKun-
den geändert? Gibt es Un-
terschiede im Vergleich zu
früher, was
die Häufig-
keit der Be-
suche an-
geht oder
die Art des
Einkaufs?
Kristina
Schmadel:
„Wir als
Apotheke-
rinnen und
Apotheker
sind mit unseren Teams vor
immer neue Anforderun-
gen gestellt. Wir müssen
Schutzmasken ausgeben,
vor einer anstehenden
Impfung aufklären und sol-
len jetzt auch Schnelltests
durchführen, was aller-
dings hier in unserer Apo-
theke aufgrund des feh-
lenden Personals und des
beengten Platzangebotes
nicht möglich sein wird.
Da hat sich in den vergan-
genen zwölf Monaten sehr
viel geändert. Was wir aber
auch feststellen, ist, dass
es deutlich weniger Grip-
peinfizierte gab und sehr
wenige Magen-Darm-In-
fekte. Das ist sicherlich auf
das ständige Tragen der
Schutzmasken zurückzu-
führen.“
LiA:
Wie wurden Hygienekon-
zepte umgesetzt, um die
Kundinnen und Kunden
und auch euch selbst zu
schützen?
Kristina Schmadel:
„Grundsätzlich ist eine
Apotheke ein Ort, wo von
jeher auf Hygiene beson-
ders geachtet wird. Aber
natürlich setzen auch wir
die geltenden Regeln um,
indem wir Desinfektions-
spender bereitstellen und
selbstverständlich auch
unsere Hände regelmä-
ßig waschen und des-
infizieren. Morgens vor
Geschäftsbeginn wird bei
uns in der Apotheke alles
desinfiziert: Türklinken,
unsere Verkaufstheke,
Regale etc. Wir lüften re-
gelmäßig, haben Luftfilter
installiert und arbeiten
selbstverständlich nur mit
Schutzmasken. Darüber
hinaus müssen auch un-
sere Kundinnen und Kun-
den Schutzmasken tragen
und es gelten Zugangsbe-
schränkungen, sodass sich
nur zwei Kunden gleich-
zeitig in der Apotheke auf-
halten dürfen.“
LiA:
Was erwartest Du von den
kommenden Wochen und
Monaten, vor allem im Hin-
blick auf die Verfügbarkeit
von Impfstoffen?
Kristina Schmadel:
„Ich erwarte, dass die
Öffnungsstrategie nun
auch wirklich dau-
erhaft ist. Und auch,
dass die Impfungen,
die schneller statt-
finden müssen, einen
Weg zurück zur Nor-
malität darstellen. Da-
rüber hinaus müssten
die Selbsttests zu ei-
nem erschwinglichen
Preis innerhalb kurzer
Zeit in der benötigten
Menge zur Verfügung
stehen und die ver-
fügbaren Impfstoffe
strategisch klug einge-
setzt werden.“
Kristina Schmadel beim Interview mit Frederik Becker
Crispinus-Apotheke Lisdorf
11
Schwere Zeiten für Vereine
Heimatkundeverein trotzt Corona
DieVHL-Reisegruppe in Mettlach	
DerVerein für Heimatkun-
de legt zu Ostern ein um-
fangreiches Heimatblatt
auf
Das Vereinsleben, egal
ob im Sport, in der Kultur
oder im sozialen Bereich,
ist durch den erneuten
Lockdown praktisch zum
Erliegen gekommen,
ein normales Vereinsle-
ben ist coronabedingt
zurzeit wohl nirgendwo
möglich. So auch nicht
im Verein für Heimatkun-
de Lisdorf (VHL). Nichts-
destotrotz veröffentlicht
der Verein zu Ostern ein
umfangreiches Heimat-
blatt.
Die im vergangenen
Jahr vorgesehenen Ak-
tivitäten wie Fahrten,
Mundartabende, Besich-
tigungen oder sonstige
Veranstaltungen muss-
ten abgesagt werden.
Es konnten auch keine
Vorstandssitzungen, erst
recht nicht die vorge-
sehene Mitgliederver-
sammlung durchgeführt
werden. Immerhin ist es
gelungen, im Sommer
eine Schifffahrt nach
Mettlach zu unterneh-
men und das Heimat-
blatt Nr. 30 herauszu-
bringen.
Doch im geschäftsfüh-
renden Vorstand läuft
die Arbeit weiter. Aller-
dings mussten für das
Frühjahr bereits erfolgte
Planungen und Aktivitä-
ten verworfen werden,
weil es die aktuelle Coro-
na-Lage nicht zuließ. Der
Verein plant zwar für das
zweite Halbjahr wieder
einige Veranstaltungen
wie Fahrten, Exkursio-
nen, Mundartnachmitta-
ge usw.; die Verantwort-
lichen wissen aber nicht,
ob alles wie vorgesehen
durchgeführt werden
kann. Deshalb wurde
jetzt das Hauptaugen-
merk auf die Herausga-
be eines sehr umfang-
reichen Heimatblattes
gelegt, das zu Ostern er-
scheinen wird.
Wir haben wieder vie-
le interessante Themen
aufgegriffen, wie z. B.
das 50-jährige Jubiläum
der LFG (Lisdorfer Frisch-
gemüse). Es wurde auf
die Anfänge geschaut
und die tolle Entwick-
lung dieser Genossen-
schaft aufgearbeitet. Mit
vielen Bildern, insbeson-
dere beim Grünkohles-
sen, lassen wir Lisdorfer
Geschichte Revue pas-
sieren. Weitere interes-
sante historische Beiträ-
ge zur Friedhofskultur
in Deutschland, jetzt
UNESCO-Weltkulturerbe,
zu den Bombennächten
in unserer Gegend in den
letzten Kriegswochen
mit den heute noch im
Boden schlummernden
gefährlichen Überresten
oder zum Hochwasser in
Lisdorf im Frühjahr 1970,
die Fortsetzung einer
Reihe über die Lisdor-
fer Schifffahrtsfamilien
sowie ein Beitrag zum
„Giro d’Italia“ in Lisdorf
werden gewiss die Auf-
merksamkeit der Leser
wecken.
Beiträge über eine frühe-
re Greifvogelstation im
„Ecken“ oder die Aufgabe
des Marktverkaufes beim
Gemüsebetrieb Dini wer-
den sicherlich genauso
interessieren wie aktuel-
le Beiträge über die Co-
rona-Pandemie und ihre
Folgen in Lisdorf, ebenso
neue empfehlenswerte
heimatgeschichtliche
Bücher, die sehr guten
Beiträge unserer Mund-
art-Dichterinnen Mari-
anne Faust und Elisabeth
Jacob, übrigens Mut-
ter und Tochter, oder
die Tatsache, dass der
einzige Box-Europa-
meister des Saarlandes,
Manfred Kraus, mittler-
weile in Lisdorf wohnt.
Viele interessante Arti-
kel versprechen wieder
eine kurzweilige, in-
formative Lektüre über
Ostern.
Wir hoffen, ja wir gehen
davon aus, dass ab Som-
mer wieder ein halbwegs
normales Vereinsleben
möglich sein wird. Vor
allen Dingen aber hoffen
wir, dass bald wieder un-
ser normales Leben zu-
rückkehrt mit Besuchen
bei Freunden, Bekann-
ten und Verwandten und
dass wir uns wieder in
Restaurants, Cafés und
Gaststätten treffen und
plaudern können.
Bis dahin – und bleiben
Sie gesund!
12
Viel Stress, aber letzlich viel Freude mit der Spasstasch des LiGeKa
Wastun,wennaufgrundder
cornabedingten Einschrän-
kungen einer der Hauptacts
eines Karnevalsvereins – die
Kappensitzung – nicht statt-
findenkann?
Vor diesem Problem stand
auch der LiGeKa, als sich im
Dezember 2020 bereits deut-
lichabzeichnete,dassdieFaa-
send nicht in der gewohnten
Weise gefeiert werden kann.
NichtstunkamfürdenLiGeKa
nichtinindieTüte.
Tüte?–dasistdochdieIdee!
OK – aber was soll und kann
in die Tüte rein? Die Tüte soll-
te den Fans die Faasend nach
Hause bringen. Schnell war
klar, dass es eine DVD geben
soll mit dem „Best of“ der
Kappensitzungen der letz-
ten Jahre. Auch ne Pappnase
und Luftschlangen dazu ....
einPiccolovielleicht?Schoko-
lade, als kleine Remineszenz
an die Umzüge, die ja leider
auch ausfallen werden. Ah!
Berliner sind natürlich auch
typisch Faasend. Sollen wir
auchdenbeliebtenKult-Drink
des Lisdorfer Brunnenfestes,
den „Brunnenbutzer“ dazu
packen? – garnicht so ein-
fach: den gibts ja nicht fertig
zu kaufen, sondern der wird
beim Brunnen fest immer
frisch angemischt. OK, also
brauchenwirFläschchenzum
Abfüllen. Damit‘s schön aus-
sieht wird eigens ein Etikett
gestaltetundgedruckt.
Die Tasche selbst soll natür-
lichauchwasdahermachen,
also werden auch die desi-
gntundinAuftraggegeben.
So, dann sollen unsere Fans
auch selbst kreativ werden:
Also wird eine Bastelanlei-
tung nebst Schnippelbogen
für den Selbstbau einer Nar-
renkappe entwickelt und
gedruckt und auf der DVD
ineinemVideoauchgezeigt,
wie das Ding zusammenzu-
basteln ist. Dann gibts auch
noch zwei kleine Wettbe-
werbe mit der Aufforderung
Videosmiteinemgespielten
Witz oder mit einem selbst
gebauten Faasendumzug
einzureichen.Weil vieleTeile
in der Tasche etwas Vorlauf
brauchen, muss die Anzahl
auf 200 Stück limitiert wer-
den und die Leute müssen
die Tasche vorbestellen. An-
gestrebter Verkaufspreis ist
11,11€. ...mal durchkalkulie-
ren ...viel bleibt nicht hän-
gen... , aber das geht!
Wie kriegen wir nun dieTa-
schezudenFans?
Da das Ganze kontaktlos
ablaufen muss ist eine erste
Idee,amFaasdensamstag,13.
FebruareineAbholstationam
Dorfplatz einzurichten. Pro-
blem ist, dass sich nicht kal-
kulieren lässt, wieviele Leute
gleichzeitig ihre Taschen ab-
holenwollen. Also verlegen
wirdasGanzeaufdiealteAu-
tobahn, dort ist Platz genug.
Dumm ist
nur, dass das
Ordnungs-
amt selbst
diese Varian-
te so nicht
genehmigt
und eine
Zustellung
direkt an die
Häuser vor-
schlägt. Puh!
Morgen soll
der Vor-
verkauf starten! Aber
bis jetzt war nicht geplant,
die Adressen der Käufer ab-
zufragen. Also wird schnell
ein Onlineshop eingerichtet,
eine spezielleTelefonnummer
geschaltet und die Tickets für
denVorverkaufinderBäckerei
BreiningerumeinenAbrissfür
die Adresse erweitert. 5 Stun-
den später ist alles fertig und
eskannlosgehen.
AuchdasPackenderTaschen
ist logistisch, unter Corona-
bedingungen,aberauchvom
Platzbedarf her eine Heraus-
forderung, Dank einiger sehr
engagierter Ligekaner aber
keinProblem.
Faasendsamstag – Tag der
Auslieferung.
14 FahrerInnen haben sich
bereit erklärt die 200Taschen
bis nach Brotdorf, Schmelz ,
HeusweilerundVölklingenzu
fahren. Aber das sollen nicht
die weitest gereisten Spaßta-
schen bleiben. Einige werden
über familiäre Besuche noch
am gleichen Tag bis nach
Neustadt an der Weinstraße
befördert, andere per Post
u. a. bis nach Wuppertal ge-
schickt.
ÜberallerlebendieZustellerdas
Gleiche:dieMenschensindbe-
geistert von dieser Aktion und
siewerdenentsprechendherz-
lich empfangen. Leider muss
alles ja auf Abstand bleiben.
Zurück bleibt aber die tolle
Erfahrung, den Leuten eine
wohltuende Abwechslung
im Corona-Alltag gebracht
undeinegroßeFreudeberei-
tet zu haben, was viele Selfies
der Fahrer, aber auch einige
Dankesschreibenzeigen.
Trotz allem: Nächstes Jahr
wollenwiraberdochwieder
richtigFaasendfeiern!
BerndHawner
Ein Teil der fertig gepackten Spaßtaschen
Emily Rectenwald liefert die Tasche bei Raphael Schäfer ab.
Doris und Julie Kolling beliefern Gabi
Germann-Becker und Herbert Germann.
13
Als Zeichen der Solidarität:
Stadt Saarlouis setzt CDU-Idee der„Pfandringe“ um
Auf Antrag des CDU-ge-
führten Bündnisses im
Saarlouiser Stadtrat hat
der Haupt-, Finanz- und
Digitalisierungsausschuss
Anfang Dezember be-
schlossen, dass vorerst
an 31 Standorten in der
Saarlouiser Innenstadt
sogenannte „Pfandringe“
an den Mülleimern ange-
bracht werden.
„NachhaltigkeitundSolida-
rität sind keine leeren Phra-
sen, sondern gehen Hand
in Hand. Mit den Pfandrin-
gen an den Mülleimern
werden zwei Fliegen mit ei-
ner Klappe geschlagen:Wir
verhindern einerseits, dass
Pfandflaschen im Restmüll
landen, und andererseits,
dass Menschen, die sich
mit dem Sammeln von
Pfandflaschen ein Zubrot
verdienen, nicht unwürdig
Mülleimer durchsuchen
müssen“, so der CDU-Stadt-
verordnete und Politische
Geschäftsführer des CDU-
Stadtverbandes Saarlouis,
Frederic Becker.
In der Saarlouiser Innen-
stadt lassen sich an nahe-
zu jeder Ecke Getränke in
pfandpflichtigen Flaschen
erwerben. Da der Pfand-
wert in vielen Fällen von
den Konsumenten als ge-
ring angesehen wird, ist
die Hemmschwelle sehr
niedrig, Flaschen und Do-
sen im nächstgelegenen
Abfallbehälter zu entsor-
gen.
„Die nun erfolgte An-
bringung der Pfandrin-
ge an den Mülleimern
ist ein Zeichen der Soli-
darität gegenüber den
Menschen, die – aus
welchem Grund auch
immer – Pfandflaschen
sammeln müssen“, so
Becker. Und einen weite-
ren positiven Nebeneffekt
haben die Pfandringe:
„Vor dem Hintergrund
des sozialen und ökologi-
schen Gewissens der Koa-
litionsfraktionen können
wir sicherstellen, dass die
Pfandflaschen und -do-
sen im Wertstoffkreislauf
verbleiben und somit Res-
sourcen geschont wer-
den. Die Funktionsweise
der Mülleimer wird durch
die Pfandringe in keiner
Weise beeinträchtigt,
aber durch die Installati-
on können Flaschen und
Dosen sauber entsorgt
werden und keiner der
Sammler muss in unwür-
diger Weise im Müll da-
nach suchen.“
In einem ersten Schritt
wurden an 31 Müllei-
mern in der Innenstadt
von Saarlouis Pfandringe
an den Behältern ange-
bracht.
Nach einer Pilotphase
soll entschieden wer-
den, auch weitere Müll-
eimer mit Pfandringen
zu versehen.
Frederik Becker und Raphael Schäfer an einem der Pfandringe am großen Markt
so sehen die Pfandringe aus
14
Nachruf
Am 15. Februar 2021 verstarb unser Mitglied
Wolfgang Follert
im Alter von 80 Jahren.
Der Verstorbene war über vier Jahrzehnte Mitglied der CDU
und hat die Arbeit und die Ziele des Ortsverbandes Lisdorf gefördert
und tatkräftig unterstützt. Wolfgang Follert hat als ehemaliger Sparkassendi-
rektor bei der damaligen Stadtsparkasse Saarlouis wichtige unternehmerische
Initiativen in der Kreisstadt gefördert.
Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten seinen Angehörigen.
Die Christdemokraten in Stadt, Kreis und Land werden ihm
ein ehrendes Andenken bewahren.
Landesförderung zur Instandsetzung kommunaler Straßen
Stadt Saarlouis erhält 307.469 Euro
Städte und Gemeinden im
Landkreis Saarlouis erhalten
Landesförderung zur In-
standsetzung kommunaler
Straßen in Höhe von über
2,1 Millionen Euro für das
Jahr2021
Die vier CDU-Landtagsabge-
ordneten aus dem Kreis Saar-
louis – Dagmar Heib, Günter
Heinrich, Raphael Schäfer
und Marc Speicher – sowie
die Saarlouiser Ministerin
Monika Bach-
mann und der
CDU-Kreisvorsit-
zende Franz-Josef
Berg begrüßen,
dass die kreisan-
gehörigen Städte
und Gemeinden
erhebliche För-
dergelder vom
saarländischen
Innenministeri-
um zur Instand-
setzung kom-
munaler Straßen
erhalten:
„Die Minus-Tem-
peraturen der
vergangenenWo-
chen und der Ein-
satz von Streusalz
habenindiesemWintererneut
das kommunale Straßennetz
stark in Mitleidenschaft gezo-
gen und bereits bestehende
Schäden weiter verschärft.
Daher ist eine Investition in
das Straßennetz sehr wich-
tig, damit sich die Menschen
in unserem Landkreis sicher
auf den Straßen fortbewegen
können“, so der Innen- und
KommunalpolitischeSprecher
der CDU-Landtagsfraktion
RaphaelSchäfer.
Die Städte und Gemein-
den im Landkreis Saarlouis
erhalten aus der landes-
weiten Förderung in Höhe
von 10 Millionen Euro ins-
gesamt 2.129.829 Euro
Festbeträge, die sich nach
dem jeweiligen Anteil am
gesamten kommunalen
Straßennetz berechnen.
Damit wird eine faire Ver-
teilung der Fördersumme
gewährleistet. Die Mittel
sind für Instandhaltungen
und Reparaturen einzu-
setzen. Bewilligungen und
Auszahlungen der Beträge
erfolgen unmittelbar durch
das von Klaus Bouillon ge-
leitete Innenministerium;
ein Antrag der Kommunen
ist nicht erforderlich.
„Die kommunalen Straßen
sind in Lisdorf insgesamt in
einem ganz ordentlichen
Zustand. Dennoch gibt es
auch in unserem Stadtteil
einige Schlaglöcher und
daher einen entsprechen-
den Sanierungsbedarf“, so
Raphael Schäfer.
Die Verteilung auf die einzelnen
StädteundGemeindenimLandkreis
Saarlouisstelltsichwiefolgtdar:
Gemeinde/Stadt Zuweisung
Bous		 59.857 €
Dillingen	 206.302 €
Ensdorf		 70.873 €
Lebach		 238.386 €
Nalbach	 103.723 €
Rehlingen-Siersburg	 166.124 €
Saarlouis	 307.469 €
Saarwellingen	 144.857 €
Schmelz	 245.327 €
Schwalbach	 152.325 €
Überherrn	 130.505 €
Wadgassen	 153.757 €
Wallerfangen	 150.324 €
Gesamtsumme	 2.129.829 €
Straßenschäden in Lisdorf
15
Nachruf
Wir trauern um
Willi Hilt
* 04.04.1948 † 28.12.2020
Der Verstorbene war langjähriges Mitglied im befreundeten CDU-Ortsverband Fremersdorf.
Willi Hilt schloss sich sehr früh den Christdemokraten in seiner Heimatgemeinde Rehlingen-Siers-
burg an. Von 1999 bis 2014 war er Ortsvorsteher von Fremersdorf und gehörte auch mehrere Jahre
dem Gemeinderat an. Kommunalpolitik war seine Berufung und Leidenschaft. Für seine selbstlose
und hilfsbereite Art genoss Willi Hilt großes Ansehen über die Gemeindegrenzen hinaus.
Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten seiner Frau Thea und den übrigen Angehörigen.
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Nachruf
Wir trauern um unser Mitglied
Peter Scholly
* 01.07.1963 † 04.03.2021
Viel zu früh musste unser langjähriges Mitglied Peter Scholly uns leider verlassen.
Über viele Jahre hat der Verstorbene die Arbeit und die Ziele des
CDU-Ortsverbandes Lisdorf gefördert und tatkräftig unterstützt.
Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten seinen Angehörigen.
Die Christdemokraten in Stadt, Kreis und Land werden ihm
ein ehrendes Andenken bewahren.
Nachruf
Albert Sieger
* 22.03.1942 † 05.01.2021
Der Verstorbene war langjähriges Mitglied der CDU und hat die Arbeit
und die Ziele des Ortsverbandes Lisdorf gefördert und tatkräftig unterstützt.
Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten
seiner Frau Brigitte und den übrigen Angehörigen.
Die Christdemokraten in Stadt, Kreis und Land werden ihm
ein ehrendes Andenken bewahren.
16
Nach langer, kalter Winterzeit
macht jetzt der Frühling sich bereit.
Zum Leben erwacht nun die Natur,
vertreibt der Kälte letzte Spur.
Die Sonne schenkt uns nun ihr Licht,
erwärmt uns Hände und Gesicht.
Vögel schwirren zwitschernd durch die Luft,
Hyazinthen betören mit ihrem Duft.
Narzissen und Tulpen erblühen mit Macht,
erfreuen uns Menschen mit ihrer Pracht.
Bäume und Sträucher wollen nicht warten,
verschönern mit Farbe unseren Garten.
Nach wochenlangem Hausarrest
ist es für uns fast wie ein Fest,
wenn mit den Nachbarn, die man vermisst,
ein Schwätzchen am Zaun gestattet ist.
Doch bringt die Sonne auch ganz klar
ans Licht, was lang verborgen war.
Endlich Frühling
Da hat doch jemand über Nacht
Schmutz auf den Fenstern angebracht.
Es hilft kein Staunen und kein Stutzen,
nun müssen wir das Haus schnell putzen.
Ein sauberes Heim ist unser Ziel,
Osterputz heißt alljährlich das Spiel.
Ist dann nach Tagen alles rein,
stimmen wir uns auf Ostern ein.
Kuchenduft durchströmt das Haus,
geschmückt ist unser Osterstrauß.
Am Ostermorgen beim Glockengeläut
singen wir Halleluja, von Herzen erfreut.
Der Herr ist erstanden, das glauben wir,
Jesus lebt und mit ihm auch ihr.
Elisabeth Jacob

Lisdorf aktuell Nr. 167 Ostern 2021

  • 1.
    1 Informationsschrift für LisdorferBürger Nr. 167 Ostern 2021 Herausgeber CDU und JU Lisdorf Skizze zu TOP 5 ÖS der Stadtratssitzung am 05.11.2020 Veranschaulichung der möglichen Erweiterungsfläche des Industrie- und Gewerbegebietes Lisdorfer Berg 50 ha Skizze zu TOP 5 ÖS der Stadtratssitzung am 05.11.2020 Veranschaulichung der möglichen Erweiterungsfläche des bestehenden Industriegebietes Lisdorfer Berg Ja! zum Lisdorfer Berg ab Seite 2 Lassen Sie sich bitte impfen! ab Seite 6 Pfandringe in Saarlouis ab Seite 13 FÜR EINE SICHERE ZUKUNFT DURCH ARBEITSPLÄTZE UND MODERNE ÖKOLOGISCHE KONZEPTE. Schwere Zeiten für Vereine ab Seite 11
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    2 Wir sagen Ja!Für die Zukunft unserer Stadt. Der Lisdorfer Berg – eine Erfolgsgeschichte! Nobilia,Lakal,Heim&Feit, KTP, Helvetia Packacking, Stahlbau Summa, Mewa, Lasa etc. Das sind nur eini- ge der vielen Betriebe, die hier bei uns daheim auf dem Lisdorfer Berg für Ar- beit, Aufträge, Wohlstand und Wertschöpfung sor- gen. Die meisten Betriebe kamen neu ins Saarland. Für manc he Unterneh- men aus der Region war es nur hier möglich zu wachsen, sich zu erwei- tern und den Betrieb da- mit zu sichern. Der Lisdorfer Berg ist eine Erfolgsgeschich- te: Für Saarlouis und die Menschen, die hier leben. Auf Sie und Ihre Stimme kommt es jetzt an, um diese Erfolgsgeschichte für die Menschen von hier fortzuschreiben. Geschichte schreiben. FÜR SAARLOUIS. Wir möchten im westlichen Planbe reich des Lisdorfer Berges ein bundesweites Vorzeige-Industrie- und Ge- werbegebiet errichten: Ein ökologisches Industrie- und Gewerbegebiet. Ökonomie und Ökologie gehen zu- sammen. Viel Grün. VIEL ARBEIT. Externe Experten sagen: Umwelt, Klima und Natur gehen hier auf dem Lisdor- fer Berg mit Arbeitsplät- zen, Aufträgen und Wert- schöpfung zusammen. Der Saarlouiser Stadtrat hat ein unabhängiges Gutachten zur Be urteilung der klima- ökologischen Funktionen eingeholt, um zu prüfen, ob eine Erweiterung mit Umwelt, Klima und Natur zusammenpassen. Das un- abhängige Gutachten der Firma GEO-NET Umwelt- consulting GmbH (Hanno- ver), gibt eine klare Ant- wort: „Aufgrund der Lage des Plangebiets fernab des Stadtzentrums und mit lediglich leichtem bis mä- ßigen Einfluss auf die Kalt- luftlieferung für den Stadt- teil Neuforweiler erscheint eine Nutzungsintensivie- rung im Plangebiet mög- lich.“ (Gutachten Seite 8) Wir sind trotzdem vorsich- tig. Daher setzen wir kla- re Grenzen und schaffen kompromisslose Regeln: Rund ein Kilometer Ab- stand auf jede Ortslage! Maximal 50 ha. Ausdeh- nung. Das ist viel weniger als der linke, östliche Teil des Lis- dorfer Berges, der schon steht. Und: Ökologisches Industrie- und Gewerbe- gebiet mit bundesweitem Vorbildcharakter. WARUM HIER UND NICHT WOANDERS? Die Wahrheit ist: Wir sind mittendrin in einem schmerzhaften und har- ten Strukturwandel. Das kostet Arbeitsplätze. Wir brauchen neue Arbeits- plätze für die Menschen hier bei uns daheim – und für ihre Kinder. Es fallen so viele Arbeits- plätze weg, dass wir den Lisdorfer Berg brauchen. Auf der Fläche rund um das Kraftwerk Ensdorf soll auch Gewerbe ent- stehen. Dazu muss das Kraftwerk u.a. erstmal abgerissen werden. Das dauert Jahre. Außerdem ist die Fläche sehr klein. Die Wahrheit ist: Wir müs- sen die Wirtschaft, Betriebe und Arbeitsplätze breiter aufstellen als bisher. Dafür brauchen die Menschen in und um Saarlouis die mo- derate Erweiterung des Lis- dorfer Berges. WO? UND WARUM NICHT MEHR! Rechts von der B 269: Kleiner als bisheriger Teil und weniger als das Land es von uns will! Die Erweiterung des Lisdorfer Berges soll nur moderat sein. Maximal 50 Hektar. Das ist die Hälfte von dem, was das Land von uns fordert. Aber wir sagen: Man braucht auch Na- tur. Damit wird die Er- weiterung deutlich klei- ner als die bisher schon vorhandene Fläche auf der anderen Seite. BREIT AUFGESTELLT. FÜR DIE MENSCHEN HIER. Arbeitsplätze für heute und morgen sowie Natur und Umwelt unserer Hei- mat schützen: Das sind die zentralen Aufgaben unserer Zeit. Auf dem Lisdorfer Berg geht bei- des! Freiflächen, Wasser- flächen, grüne Dächer und erneuerbare Ener- gie. Ein bundes- und eu- ropaweites Modellgebiet mit Vorbildcharakter! Außerdem: Eine verbind- licher Mindestabstand zur Wohnbebauung von einem Kilometer. Hier bei uns auf dem Lisdorfer Berg geht das: • aktiver und passiver Lärmschutz an den Gebäuden • Fassadenbegrünung • Dachbegrünung • Wasserflächen • Abstandsflächen • Zwischenräume mit Gehölzen und Sträuchern • Emissionsarme Produktion • Abstand zu Saarlouis, den Stadtteilen und allen Ortslagen Unser Ziel: Ökonomische und ökologische Aspekte miteinander verbinden!
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    3 DieStadtverwaltunghateinunabhängigesGutachtenerstellenlassen –Erweiterung hat keineAuswirkungen auf das Stadtklima. Die externen Experten sagen klar: Es gibt keine Folgen für das Klima un- serer Stadt. Wir werden ein bundes- weites Modellgebiet ent- wickeln: Mit viel Grün, Wasserflächen, modernen Bauten nach höchsten ökologischen Standards und vielen Freiflächen. Wir halten einen Abstand von rund einem Kilome- ter zur Wohnbebauung. Es sprechen keine sachlichen Gründe gegen eine mode- rate Erweiterung und ein ökologisches Industrie- und Gewerbegebiet mit bundesweiten Modellcha- rakter. Bitte nutzen Sie Ihr Wahl- recht und schicken Ihr „Ja für Saarlouis“ und Ihr „Ja zum Lisdorfer Berg“ ins Rathaus zurück. Bit- te sagen Sie Ja für einen fairen und verständigen Ausgleich zwischen Natur, Umwelt, Landwirtschaft und Ressourcenschutz so- wie der schonenden Wei- terentwicklung unserer Region mit einer starken und breit aufgestellten Wirtschaft,diefürdieMen- schen hier bei uns daheim Arbeitsplätze, Wertschöp- fung und Aufträge bringt. Wir sind gegen das blinde Zubetonieren von grü- nen Flächen, wir sind aber auch gegen blinde Ableh- nungswut und das Verhin- dern neuer Arbeitsplätze. Wir sind für eine maßvolle, gerechte und zukunftsori- entierte Weiterentwicklung unserer Stadt und bitten Sie daher um IhrVertrauen und Ihre Stimme. Raphael Schäfer, MdL VorsitzenderderCDULisdorf Branchenmix zahlt sich aus Küchenhersteller Nobilia auf dem Lisdorfer Berg trotzt der Krise. „Wir haben immer gesagt, dass ein echter Branchenmix sowie eine gute Mischung zwischen kleineren, mitt- leren und großen Unter- nehmen im Gewerbe- und Industriegebiet auf dem Lisdorfer Berg der Schlüssel zumErfolgseinwerden.Hier- durch ist unsere regionale Wirtschaft auch in Krisenzei- ten breit aufgestellt und ins- gesamt weniger anfällig“, so Raphael Schäfer, CDU-Frakti- onschef, und Marc Speicher, CDU-Parteivorsitzender. Der deutsche Küchenher- steller Nobilia startet in Kürze mit der Produktion und wird im Endausbau über 1.000 Arbeitsplätze auf dem Lisdorfer Berg neu schaffen. Erfreulicherweise trotzt das Unternehmen auch der aktuellen Corona-Krise und legt mit Blick auf seine Ver- kaufsumsätze auch in der Pandemie deutlich zu. Insge- samt erhöhte sich der Um- satz nach Unternehmens- angaben im vergangenen Jahr 2020 um 82 Millionen Euro (+ 6,4 %) auf 1,37 Milli- arden Euro. Der Umsatz stieg hierbei sowohl in Deutsch- land (+ 9,9 %) als auch im Auslandsgeschäft (+ 2,8 %). Laut Unternehmen wurden neue Bestmarken bei der Produktion von Schränken, Küchenkommissionen und Arbeitsplattenerzielt. „Der Lisdorfer Berg ist ein echter Erfolg für Saarlouis und unsere Region. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortschreiben. Gerade die aktuelle Diskussion rund um die Saarlouiser Ford- Werke zeigt, dass wir klug beraten sind, den begon- nenBranchenmixweitervo- ranzutreiben. Dazu wollen wir den Lisdorfer Berg als ökologisches Industrie- und Gewerbegebiet um max. 50 Hektar im westlichen Plan- bereich mit über einem Ki- lometer Abstand zur Wohn- bebauung erweitern“, so die beiden Landtagsabgeord- neten Speicher und Schäfer. Am 18. April werden wir die Saarlouiser Bevölkerung im Rahmen einer Einwohner- befragung zur Erweiterung des Industrie- und Gewer- begebietes um ein Votum bitten. Das neue Nobilia-Werk auf dem Lisdorfer Berg
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    4 Interview mit HeinerGroß aus Lisdorf über seine erste Schutzimpfung gegen Corona Er hat sie am 13. Januar im Impfzentrum Saarlouis „in sehr angenehmer Atmosphäre“ erhalten. (Stand: 25.01.2021) Wie lief die Terminreser- vierung im Vorfeld ab? Als annähernd 83-Jähri- ger mit Vorerkrankungen habe ich die Schutzimp- fung gegen Corona her- beigesehnt. Da im Dezem- ber bereits im Saarland Termine für eine Impfung in einem der drei einge- richteten Impfzentren angeboten und vergeben wurden, habe ich mich so- fort telefonisch bemüht, einen frühestmöglichen Termin zu bekommen. Doch im Rahmen des sog. „Windhundverfahrens“ war das sehr nervenaufrei- bend. Stundenlang habe ich es telefonisch ver- sucht, doch ohne Erfolg. Schließlich hat meine In- ternet-erfahrene Ehefrau es noch vor Weihnachten online geschafft, einen Termin für mich und mei- ne 85-jährige Schwester im Impfzentrum Saarlouis in der Fasanenallee am 13. Januar zu ergattern. Wie empfanden Sie die Organisation im Impf- zentrum? Wir erwarteten dort ein größeres Gedränge und eine längere Wartezeit. Doch zu meiner Überra- schung liefen Anmeldung, Vorkontrolle, Impfung mit ärztlicher Vorberatung und Nachkontrolle, ganz modern als „Check-in und Check-out“ deklariert, sehr zügig ab. Das Ganze hat nur knapp eine Drei- viertelstunde gedauert. Das zahlreich vorhan- dene Personal war sehr freundlich und auch sehr hilfsbereit. Bereits bei der Ankunft auf dem großen Parkplatz vor dem Impf- zentrum wurde uns Ori- entierungshilfe gegeben, obwohl alles gut ausge- schildert war. Das rela- tiv große Impfzentrum in Saarlouis im früheren Betriebsgebäude der Fir- ma Braun-Cartec ermög- licht auch einen Ablauf des Impfvorgangs unter Einhaltung der erforder- lichen Kontaktbeschrän- kungen. Sowohl die Standortwahl als auch die Herrichtung der vor- maligen Betriebshallen in ein großes Impfzentrum sind vorbildlich. Den da- für Verantwortlichen ge- bührt ein kräftiges Lob! Aber auch das eingesetz- te Personal ist wegen der von mir wahrgenomme- nen Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit zu loben. Wie haben Sie die Imp- fung empfunden? Gab es bei Ihnen Nebenwir- kungen? Vor der Impfung erfolgte eine Beratung durch eine junge Ärztin mit Hinwei- sen auf mögliche leichte Erkältungssymptome, die bei mir glücklicherweise nicht aufgetreten sind, so- dass ich den zweiten Impf- termin, der bald ansteht, nun auch herbeisehne, um anschließend gegen das Virus immun zu sein. Als Impfstoff wurde das von der Mainzer Firma BioNTech mit der US-Firma Pfizer entwickelte Medika- ment eingesetzt, das eine Wirksamkeit von etwa 95 % haben und auch gegen die inzwischen aufgetrete- nen Virus-Mutationen wir- ken soll. Wie lautet Ihr Fazit? Nach meinen Erfahrun- gen kann ich jedem nur empfehlen, sich gegen Corona impfen zu lassen. Inzwischen bietet die Se- niorenmoderatorin der Stadt Saarlouis ihre Hilfe beim Buchen von Impfter- minen an (Tel. 06831-443 383 oder 443 439), ebenso wie das DRK einen Trans- port- und Begleitservice (Tel. 06838-899 940). Auch indenanderenStädtenund Gemeinden wird so etwas angeboten. Damit sind die anfänglichen Probleme mancher Senioren bei der Heiner Groß beim Interview mit Raphael Schäfer
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    5 Impressum: Herausgeber: CDU-OrtsverbandLisdorf , Lisdorfer Straße 46; JUNGE UNION Lisdorf, Thirionstraße 22. Redaktion: Frederic Becker, Bernd Lay, Raphael Schäfer, Dr. Vanessa Wassong, Julian Martin, Andrea Rapp, Georg Jungmann, Heiner Groß, Harald Weiler und weitere Vorstandsmitglieder sowie Karl Schneider. Alle bisherigen Ausgaben von Lisdorf aktuell können im Internet nachgelesen werden unter www.lisdorf.de -> Lisdorfer Vereine -> CDU-Lisdorf -> Lisdorf aktuell. Auf dieser Seite landet man auch, wenn man„Lisdorf aktuell“ als Suchbegriff in Google eingibt. Redaktionsschluss war am 10. März. Die Zeitschrift wird durch ehrenamtliche Helfer in ihrer Freizeit verteilt, weshalb eine zeitglei- cheVerteilung in Lisdorf nicht gewährleistet ist. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung desVerfassers wieder und nicht unbedingt die Meinung der CDU Lisdorf. Buchung und/oder Ab- wicklung der Impftermine behoben. Also nochmals: Ich kann nach meinen Er- fahrungen jedem die Imp- fung sehr empfehlen! Auch in Lisdorf wurden viele Leben durch Imp- fungen gerettet! Aufgrund der zurzeit herr- schenden Corona-Pande- mie hatte ich im Heimat- blatt Nr. 30 nach Studium der einschlägigen Literatur einen Artikel zum Thema: „Pandemien und Epidemi- en in unserer Heimat – frü- her und heute!“ verfasst. Daraufhin haben mich mehrere Leser angerufen und mir ihre Anerkennung mitgeteilt, aber auch ihre Besorgnis über die nun schon ein Jahr andauernde Corona-Pandemie geäu- ßert. Bei einigen Anrufern habe ich eine deutliche Skepsis gegenüber dem neuartigen Corona-Impf- stoff und generell gegen Impfungen festgestellt. Das veranlasst mich nun zu diesem Artikel. Meine Bemühungen, zu erfahren, wie viele Perso- nen sich in Lisdorf mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert haben oder an COVID-19 verstorben sind, blieben verständlicherweise ohne Erfolg. Angesichts der Einwohnerzahl von etwa 3.600 müssen es nach ei- nem statistischen Abgleich zumindest bei den Infizier- ten doch eine ganze Reihe sein. Höchstwahrscheinlich sind aber auch einige der seit März 2020 in Lisdorf Verstorbenen an oder mit Corona gestorben. Nach- dem inzwischen mehrere Impfstoffe – wenn auch zunächst sehr begrenzt – zur Verfügung stehen und der von der heimischen Mainzer Firma BioNTech mit der US-Firma Pfizer entwickelte Impfstoff der- zeit hier geimpft wird, hat sich meines Erachtens die Impfbereitschaft deutlich erhöht. Dazu beigetragen haben sicherlich auch die täglichen Meldungen in Funk, Fernsehen und Pres- se über die weltweit vielen Infizierten und vor allem die drastische Zunahme der an und mit COVID-19 Verstorbenen. In meinem oben erwähnten Artikel über Pandemien und Epi- demien, die auch unsere Heimat und speziell auch Lisdorf in der Vergangen- heit heimgesucht hatten, habe ich aufgezeigt, dass, seitdem wirksame Medika- mente und Impfstoffe ge- gen Viruserkrankungen zur Verfügung stehen, diese schlimmen Erkrankungen ihren Schrecken verloren haben. Durch die Entwick- lung und den Einsatz von Impfstoffen sind bisher weltweit viele Millionen Le- ben gerettet worden; auch in unserer näheren Heimat und auch speziell in Lisdorf haben die Schutzimpfun- gen in Verbindung mit der verbesserten Hygiene viele Menschenleben gerettet. Das ist auch durch die Co- rona-Schutzimpfung zu er- warten. Es ist unverständ- lich, dass diese Methode zur Verhütung einer Infek- tion mit dem SARS-CoV- 2-Virus noch viele Gegner und Skeptiker hat. Nach meinen persönli- chen Erfahrungen aus der Impfung mit dem neuar- tigen mRNA-Impfstoff der Firmen BioNTech und Pfi- zer, einem sogenannten Vakzin, im Impfzentrum Saarlouis kann ich jedem dringend empfehlen, sich impfen zu lassen. Wenn man die Geschichte des Impfens in Deutschland verfolgt, so war sie von Anfang an eine unbestreit- bare Erfolgsgeschichte. Bereits als die deutsche Reichsregierung im Jahr 1874 die Pockenimpfung zur Pflicht erklärte, gab es dagegen Widerstand. Die Argumente sind bis heute ähnlich: Impfungen seien erstensgesundheitsschäd- lich oder zweitens nicht wirksam. 1869 wurden bereits Impfgegner-Orga- nisationen in Deutschland inLeipzigundStuttgartge- gründet. In der Weimarer Republik hatte der Reichs- bund zur Bekämpfung der Impfung etwa 300.000 Mitglieder. Zu dieser Zeit wurden auch immer mal, durch mangelnde Hygiene und Unkenntnis, Krankhei- ten auch auf bereits einma- lig Geimpfte übertragen, auch mit Todesfällen. Das gab den Impfgegnern und -skeptikern Auftrieb. Erst im Verlauf des 19. Jahrhun- derts erkannte man, dass bisweilen eine Zweitimp- fung nötig ist, um eine Im- munität zu erreichen. Seit- her gibt es zur Verhütung von Infektionskrankheiten keine Alternative zur Imp- fung. Das ist auch bei COVID-19 so. Glücklicher- weise sind in Rekordzeit Impfstoffe dagegen entwi- ckelt worden und stehen uns seit Ende des Jahres 2020 zur Verfügung, wenn auch aufgrund des riesigen weltweiten Bedarfs zu- nächst nur eingeschränkt, aber wohl spätestens Mitte des Jahres 2021 für alle. Abschließend nochmals der Appell an alle, die nicht Opfer der Coro- na-Pandemie werden wollen: Lassen Sie sich schnellstmöglich impfen! Heiner Groß
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    6 Interview mit HerrnDr. Eric Biehler (Molekularbiologe) Impfen ist wichtig und rettet Leben! Herr Dr. Biehler, zunächst vielenDank,dassSiefürein Interview zur Verfügung stehen. WiewirkenImpfungen? Impfstoffe für Schutzimp- fungen (sogenannte aktive Impfungen) basieren auf Stoffen, die das Immunsys- tem des Körpers als fremd erkennt. Das Immunsystem reagiert auf solche Fremd- stoffe (Antigene), indem es speziell designte Abwehr- stoffe(Antikörper)bildet,die diese Antigene binden und, bei Krankheitserregern oder Giftstoffen, diese dadurch unschädlich machen. Ist das Immunsystem besonders stark angeregt worden, wer- den darüber hinaus Gedächt- niszellen ausgebildet, die bei erneutem Kontakt mit dem Fremdstoff zu einer schnellen Immunreaktion fähig sind. Es hat sich dann eine langfris- tige Immunität ausgebildet. Da Impfungen das Immun- system weniger fordern als eine echte Erkrankung wie z. B. Masern, müssen für eine dauerhafte Immunität Auf- frischungsimpfungen verab- reichtwerden. EsgibtauchpassiveImpfun- gen, bei denen bereits ferti- ge Abwehrstoffe gespritzt werden. Im Grunde sind die Seren von Genesenen und auch Präparate mit Antikör- pern, die akut an COVID- 19-Erkrankten gespritzt wer- den, eine Art von passiver Impfung. Diese Art der Imp- fung ist nur für den akuten Krankheitsfall sinnvoll. Welche Arten von Impf- stoffen gegen das SARS- Coronavirussindzurzeitin Deutschlandzugelassen? Stand Anfang März sind zwei Impfstoffe auf RNA-Basis und ein Impfstoff auf DNA-Basis zu- gelassen. Die mRNA-Impfstoffe von Moderna bzw. BioNTech/ Pfizer beruhen auf einem neu- en Verfahren der Impfstoffher- stellung, der DNA-Impfstoff von AstraZeneca basiert auf einer modernen, aber bereits bewährten Methode. Ein wei- terer DNA-Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson wird wohl bereits Mitte März zugelassen werden. SiesprechenvonDNAund mRNA. Was steckt hinter diesenAbkürzungen? Genetische Informationen sind im Prinzip Bauanlei- tungen für Biomolekü- le (z. B. Proteine). Diese Bauanleitungen liegen in menschlichen Zellen im Zellkern in Form von DNA (Desoxyribonukleinsäu- re) vor, die einen Großteil der Chromosomen bildet. Analogie zur Technik: Die auf der Festplatte eines Computers gespeicherten Daten. Wenn die Zelle einen be- stimmten Bauplan auf der DNA nutzt, um ein Biomolekül herzustellen, übersetzt die Zelle den be- treffenden DNA-Abschnitt in eine Arbeits- und Trans- portform, die sogenannte mRNA (Boten-Ribonukle- insäure). Diese übersetzte Bauanleitung besteht im Gegensatz zur DNA aus nur einem Strang, ist also einfacher aufgebaut und einfacher „zu lesen“. Ana- logie zur Technik: Die ak- tuell benötigten Daten für laufende Prozesse werden in den Arbeitsspeicher ge- laden. Wie unterscheiden sich die Wirkungsweisen von mRNA- und DNA-Impf- stoffen? Dr. Eric Biehler
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    7 Die Vektorimpfstoffe auf DNA-Basis(z. B. von Astra- Zeneca) basieren auf verän- derten Schnupfenviren, die für den Menschen harmlos sind. Diese umgebauten Schnupfenviren werden ins Muskelgewebe gespritzt und „infizieren“ Körperzel- lendesGeimpften.Sotrans- portieren sie eine Kopie eines kleinen Teils der DNA des neuartigen Coronavi- rus in die Körperzellen. Die kleinen Schnipsel derViren- DNA in den „infizierten“ Zellen sorgen dafür, dass diese Zellen die Oberflä- chenproteine des Coronavi- rus selbst herstellen. Da die Schnupfenviren das Erbgut transportieren, spricht man vonVektorimpfstoffen. Die Oberflächenproteine des Virus werden auf den „infizierten“ Zellen präsen- tiert und diese lösen dann eine Immunreaktion aus. Das heißt, der Körper bildet Antikörper gegen die Ober- fläche des Virus und ist da- mit auf eine echte Infektion vorbereitet. Die mRNA-Impfstoffe von Moderna bzw. BioNtech/ Pfizer nutzen ein ande- res Verfahren: Über eine Injektion gelangt mRNA, die den Bauplan für z. B. ein Oberflächenprotein des SARS-CoV-2-Virus dar- stellt, in den Körper. Diese mRNA ist in winzige Fett- bällchen verpackt, sodass diese in körpereigene Zel- len „schlüpfen“ kann. Ab diesem Zeitpunkt ist die Reaktion ähnlich zur oben beschriebenen Methode. Die Zellen stellen jetzt die Oberflächenproteine des Virus her. Der Körper produ- ziert hier also selbst die An- tigene, gegen die er dann anschließend eine Immuni- tät ausbildet. Die Oberflä- chenproteine ohne das Vi- rus sind harmlos, genau wie die mRNA. Die mRNA kann nicht in den Zellkern und kann nicht in die DNA der Zellen eingebaut werden. Zusammengefasst nut- zen beide Methoden das gleiche Prinzip: Der Impf- stoff liefert nur die Bau- pläne, der Körper stellt „Virus-Oberflächen-At- trappen“ selbst her und entwickelt eine Immuni- tät dagegen. Wie schätzen Sie die ak- tuell bekannten Neben- wirkungen der vorhan- denen Impfstoffe ein? Gerade der Impfstoff von AstraZeneca ist hier in die Kritik geraten. Ist auch dieser Impfstoff mit Blick auf seine Wirk- samkeit aus Ihrer Sicht zu empfehlen? Impfungen rufen Im- munreaktionen hervor. Das ist harte Arbeit für den Körper. Und damit das Immunsystem ar- beiten kann, wird dem Körper über Botenstof- fe signalisiert, er solle sich schonen. Kopf- und Gliederschmerzen, Ab- geschlagenheit und eine (leicht) erhöhte Tempe- ratur sind typische Reak- tionen auf Impfungen. Im Prinzip durchlebt der Körper ja auch eine Art von Infektion. Aber eine harmlose im Vergleich zu einer echten mit SARS- CoV-2! Dazu kann es zu leichten Schmerzen an der Einstichstelle kom- men – auch ein typisches Impfphänomen. In den Zulassungsstudien aller drei zugelassenen Prä- parate wurden praktisch keine zusätzlichen Ne- benwirkungen entdeckt, außer dass der BioNTech/ Pfizer-Impfstoff in sehr, sehr seltenen Fällen (1Fallpro100.000Geimpften) zu allergischen Reaktio- nen führen kann, die auf die Fett-Hülle der mRNA zurückzuführen sind. Kein Impfstoff bietet einen vollständigen Schutz gegen eine Infek- tion, aber alle zugelas- senen Impfstoffe lassen das Risiko eines schwe- ren Krankheitsverlaufs gegen Null schrumpfen! Auch wenn der Impf- stoff von AstraZeneca in den Zulassungsstudi- en eine etwas geringere Wirksamkeit als die mR- NA-Impfstoffe aufwies, so ist die Schutzwirkung gegenüber einer Infek- tion beträchtlich. Etwa 60 % der Infektionsfäl- le können mit diesem Impfstoff vermieden werden (also etwa so viele wie bei der Grip- pe-Impfung). Bei den mRNA-Impfstoffen lie- gen die Werte sogar bei mehr als 90 %. Würden Sie sich impfen lassen? Was ist Ihr Rat an die Bürgerinnen und Bürger? Ich selbst werde mich sofort anmelden, so- bald ich an der Reihe bin. Die Impfung verhin- dert nicht nur Ihr Risiko beträchtlich, selbst zu erkranken. Impfungen unterbrechen auch – das zeigen aktuelle Studie- nergebnisse aus Israel eindrucksvoll – die In- fektionsketten. Wenn Sie sich impfen lassen, verhindern Sie, dass an- dere Menschen in Ihrem Umfeld erkranken. Und je mehr Menschen sich impfen lassen, desto schneller ist der Weg zu- rück in die Normalität.
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    8 DerNutri-Score.Wasistdasundwofürsollergutsein? Der Nutri-Score, eineLe- bensmittelkennzeichnung, gibt beim Einkauf eine schnelle Orientierung, welche Lebensmittel eher zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen, und macht es möglich, die Nährwertqualität von Lebensmitteln innerhalb einer Produktgruppe auf einenBlickzuvergleichen. Was bereits bekannt ist, sind die Angaben auf Ver- packungen von Lebensmit- teln über die verschiedenen Nährwerte und Energiege- halte, doch werden diese überhaupt von den Ver- brauchern beachtet? Den Menschen ist ihre Ge- sundheit sehr wichtig, oft ist es ihnen vielleicht jedoch zu anstrengend, bei einem Einkauf auf alle Inhalte der Lebensmittel zu achten. Hierbei kommt der Nutri- Score ins Spiel. Seit Herbst 2020 erscheint diese Nähr- wertkennzeichnung auf derVorderseite von Lebens- mittelverpackungen. Der Nutri-Score ist bis jetzt in Deutschland freiwillig, über eine Pflicht wird aber schon diskutiert. Der Nutri-Score ist eine 5-stufige Farbskala von A bis E. Diese zeigt dem Ver- braucher die Nährwertqua- lität eines Lebensmittels an. Der Energiegehalt (kcal) und ernährungsphysiolo- gisch günstige Nährstoffe wie zum Beispiel Ballaststof- fe, Proteine, Obst, Gemüse oder Nüsse sowie ungünsti- geNährstoffewiegesättigte Fettsäuren, Salz oder Zucker werden dafür miteinander verrechnet. Dabei steht das dunkelgrü- ne A für eine eher günstige, das rote E für eine weniger günstige Nährstoffzusam- mensetzung des jeweili- gen Produkts. Das heißt konkret: Die Pizza mit gel- bem C ist die ernährungs- physiologisch günstigere Wahl im Vergleich zur Piz- za mit einem orangefarbe- nen D. Hier ist es wichtig zu be- tonen, dass der Nutri- Score einen Vergleich der Nährwertqualitäten von Lebensmitteln einer gleichen Produktgruppe liefert. Demnach macht es keinen Sinn, den Nutri- Score einer Tiefkühlpizza mit dem eines Schokorie- gels zu vergleichen, da es sich nicht um dieselbe Produktgruppe handelt. Vor- und Nachteile des Nutri-Scores Der Nutri-Score hat nicht nur positive, sondern auch negative Aspekte, die die Verbraucherzentrale aufge- listet hat. Zu den Vorteilen zählen unter anderem: • Eindeutigkeit und leichte Verständlichkeit. Dem Ver- braucher wird eine schnelle und einfache Orientierung geboten. • Produkte innerhalb einer Produktgruppe lassen sich einfachmiteinanderverglei- chen. •Durch den Nutri-Score können Unternehmen mo- tiviert werden, die Rezeptur bzw. Zusammensetzung ih- res Produktes zu ändern. Als negative Aspekte kön- nen genannt werden: • Es werden keine einzelnen Nährstoffe wie zum Beispiel Vitamine, gesättigte Fett- säuren oder Mineralstoffe dargestellt; dazu müssen die Zutatenliste und die Nährwert-Tabelle hinzuge- zogen werden. • Zusatzstoffe wie Ge- schmacksverstärker, Süß- stoffe oder Aromen bleiben beim Nutri-Score unberück- sichtigt. Hersteller können die Bewertung ihrer Pro- dukte dadurch verbessern, dass mehr Zusatzstoffe eingesetzt werden, um so beispielsweise den Fettan- teil zu verringern. Auch hier sollte der Konsument einen Blick auf die Zutatenliste werfen. •Wersichausschließlichvon Lebensmitteln der Katego- rieAernährt,isstnochlange nicht ausgewogen.Denn der Nutri-Score gebe grundsätz- lich keine Orientierung über die Ausgewogenheit der gesamten Ernährung und mache keine Aussagen zum Gesundheitswert eines ein- zelnen Lebensmittels, so das Bundesministerium für Er- nährungundLandwirtschaft. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Nut- ri-Score dem Verbraucher schnell und eindeutig bei der richtigen Wahl des konkreten Produktes aus einer Menge vergleichba- rer Produkte hilft. Jedoch darf nicht vergessen wer- den, dass nicht alle Nähr- stoffe berücksichtigt wer- den. Man kann also nicht davon ausgehen, dass nur beim Verzehr von Produkten der Katego- rie A eine ausgewogene Ernährung sichergestellt sei. Besser sollte man täglich eine bunte Auswahl aus allen Lebensmittelgrup- pen treffen und zu sich nehmen; dann gelingt es, vollwertig zu essen und zu trinken. Dieser Aspekt soll- te auch gerade in der Zeit des mobilen Arbeitens be- rücksichtigt werden. Der Nutri Score
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    9 Fortschreibung des SaarlouiserSpielplatzkonzeptes CDU-Lisdorf will Spielplatz auf der Holzmühle erhalten Spiel- und Bolzplätze in Lisdorf werden attraktiver gestaltet – Fortbestand Standort Holzmühle/Gins- terberg wird geprüft. Auf Antrag der Stadtratsfrak- tionen von CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP wurde das Saarlouiser Spiel- platzkonzept fortgeschrieben. Insgesamt verfügt die Kreis- stadtSaarlouisderzeitüber74 Spielplätze.Dazuzählenauch sieben reine Bolzplätze, zwei Multifunktionsfelder, ein Ska- tepark in den Fliesen und ein Outdoorfitnessbereich am Saaraltarm. Insgesamt sollen in allen Stadtteilen die Spielplätze, die sich aufgrund ihrer Grö- ße, Lage und Infrastruktur eignen sowie auch nach- gefragt werden, attraktiver gestaltet und aufgewertet werden. Einfache Geräte- spielplätze sollen zu kindge- rechten, barrierefreien Spiel- und Erlebnisräumen für alle Altersklassen fortentwickelt werden. Weniger attrakti- ve und kaum frequentierte Standorte sollen sukzessive aufgegebenwerden. Um zukünftige Wartungs- kostendurchVerschleißoder Vandalismus zu verringern und zum Zwecke der Nach- haltigkeit werden Spielgerä- te in qualitativ hochwertiger Ausführung beschafft. Auch Umweltaspekte werden berücksichtigt durch den Einsatz von Robinien- bzw. Eichenholz und hochwerti- gem Recycling-Kunststoff für die Spielgeräte, ebenso durch die Verwendung von langlebigem Edelstahl. In den nächsten zehn Jahren sollen nach und nach die SpielplatzstandorteimStadt- gebiet aufgewertet werden. Der Stadtrat wird hierzu er- hebliche Haushaltsmittel zur Verfügungstellen. SituationinLisdorf: Zwei Standorte werden kurzfristig aufgewertet bzw. attraktiver gestaltet – Zeit- punktFrühjahr2021. • Spielplatz Grostrowstra- ße: Der Baustellenturm wird in Holzbauweise ersetzt und dieRutscheausgetauscht. • SpielplatzMarxstraße: Zaunanlage, Schaukel und Rutsche werden ausge- tauscht. Der Fortbestand des Spiel- und Bolzplatzes Holzmüh- le/Ginsterberg wird von der Stadtverwaltung in- tensiv geprüft. Laut Bewertung des Fach- amtes wurde der Spielplatz in den vergangenen Jahren kaum mehr genutzt. Zudem sind die Spielgeräte überal- tert und müssen erneuert werden. Insgesamt befindet sich der Spielplatz in einer guten Lage, um den Be- darf im westlichen Teil von Lisdorf abzudecken. In Be- tracht kommen eine kom- plette Neugestaltung, z. B. alsNaturspielplatz,sowieein Rückbau des Spielplatzes. „Wir werden die Prüfung durch die Verwaltung kon- struktiv, aber auch kritisch begleiten. Da bei der Neu- aufstellung des Flächennut- zungsplans (FNP) auch eine Wohnbauentwicklung im Bereich Olversack – sprich: ein kleines Neubaugebiet – diskutiert wird, muss mit Blick auf den Fortbestand des Spielplatzes auch die- ser Aspekt ausreichend gewürdigt werden“, so die Lisdorfer Stadtverordne- ten Klaus Hild, Frederic Becker und Raphael Schä- fer. Daneben ist § 2 Abs. 2 Satz 2 des Saarländischen Spielplatzgesetzes zu be- achten, wonach Spielplät- ze von allen Grundstücken in dem Bereich, für den sie bestimmt sind (Spielplatz- bereich), auf einem Weg von nicht mehr als 400 m erreichbar sein müssen. Der Spielplatz auf der Holzmühle
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    10 Interview mit KristinaSchmadel, Inhaberin der Crispinus-Apotheke in Lisdorf Die Corona-Pandemie hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Niemand von uns hat eine vergleichbare Si- tuation bisher erlebt. All- täglich scheinende Dinge und Aktivitäten rücken durch die leider notwen- digen Beschränkungen in weite Ferne. Und trotzdem geht das (Arbeits-)Leben für Ei- nige fast ganz normal weiter. Menschen, die die Funktionstüchtig- keit unseres staatlichen Lebens aufrechterhal- ten: Medizinisches Per- sonal, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öf- fentlichen Dienst, bei den kommunalen Ver- sorgern oder eben auch die Apothekerinnen und Apotheker. Mit einer Apothekerin haben wir von der Re- daktion von „Lisdorf Ak- tuell“ gesprochen: Kristi- na Schmadel, Inhaberin der Crispinus-Apotheke bei uns in Lisdorf. LiA: Liebe Kristina, durch die Corona-Pandemie scheint kein Stein mehr auf dem anderen zu sein. Wie ging und geht es Dir und der Apotheke in den vergan- genen zwölf Monaten? Kristina Schmadel: „Es war eine sehr anstren- gende Zeit, die am Anfang von großer Unsicherheit geprägt war – sowohl bei uns als auch bei unseren Kundinnen und Kunden. Es gab viele Nachfragen, was beispielsweise ein Vi- rus ist und wie man sich schützen kann. Leider hat Vieles gefehlt – Schutz- masken für die Kunden und uns. Hier hätten wir uns einen Ansprechpart- ner gewünscht, den wir leider nicht hatten.“ LiA: Haben sich die Gewohnhei- tenderKundinnenundKun- den geändert? Gibt es Un- terschiede im Vergleich zu früher, was die Häufig- keit der Be- suche an- geht oder die Art des Einkaufs? Kristina Schmadel: „Wir als Apotheke- rinnen und Apotheker sind mit unseren Teams vor immer neue Anforderun- gen gestellt. Wir müssen Schutzmasken ausgeben, vor einer anstehenden Impfung aufklären und sol- len jetzt auch Schnelltests durchführen, was aller- dings hier in unserer Apo- theke aufgrund des feh- lenden Personals und des beengten Platzangebotes nicht möglich sein wird. Da hat sich in den vergan- genen zwölf Monaten sehr viel geändert. Was wir aber auch feststellen, ist, dass es deutlich weniger Grip- peinfizierte gab und sehr wenige Magen-Darm-In- fekte. Das ist sicherlich auf das ständige Tragen der Schutzmasken zurückzu- führen.“ LiA: Wie wurden Hygienekon- zepte umgesetzt, um die Kundinnen und Kunden und auch euch selbst zu schützen? Kristina Schmadel: „Grundsätzlich ist eine Apotheke ein Ort, wo von jeher auf Hygiene beson- ders geachtet wird. Aber natürlich setzen auch wir die geltenden Regeln um, indem wir Desinfektions- spender bereitstellen und selbstverständlich auch unsere Hände regelmä- ßig waschen und des- infizieren. Morgens vor Geschäftsbeginn wird bei uns in der Apotheke alles desinfiziert: Türklinken, unsere Verkaufstheke, Regale etc. Wir lüften re- gelmäßig, haben Luftfilter installiert und arbeiten selbstverständlich nur mit Schutzmasken. Darüber hinaus müssen auch un- sere Kundinnen und Kun- den Schutzmasken tragen und es gelten Zugangsbe- schränkungen, sodass sich nur zwei Kunden gleich- zeitig in der Apotheke auf- halten dürfen.“ LiA: Was erwartest Du von den kommenden Wochen und Monaten, vor allem im Hin- blick auf die Verfügbarkeit von Impfstoffen? Kristina Schmadel: „Ich erwarte, dass die Öffnungsstrategie nun auch wirklich dau- erhaft ist. Und auch, dass die Impfungen, die schneller statt- finden müssen, einen Weg zurück zur Nor- malität darstellen. Da- rüber hinaus müssten die Selbsttests zu ei- nem erschwinglichen Preis innerhalb kurzer Zeit in der benötigten Menge zur Verfügung stehen und die ver- fügbaren Impfstoffe strategisch klug einge- setzt werden.“ Kristina Schmadel beim Interview mit Frederik Becker Crispinus-Apotheke Lisdorf
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    11 Schwere Zeiten fürVereine Heimatkundeverein trotzt Corona DieVHL-Reisegruppe in Mettlach DerVerein für Heimatkun- de legt zu Ostern ein um- fangreiches Heimatblatt auf Das Vereinsleben, egal ob im Sport, in der Kultur oder im sozialen Bereich, ist durch den erneuten Lockdown praktisch zum Erliegen gekommen, ein normales Vereinsle- ben ist coronabedingt zurzeit wohl nirgendwo möglich. So auch nicht im Verein für Heimatkun- de Lisdorf (VHL). Nichts- destotrotz veröffentlicht der Verein zu Ostern ein umfangreiches Heimat- blatt. Die im vergangenen Jahr vorgesehenen Ak- tivitäten wie Fahrten, Mundartabende, Besich- tigungen oder sonstige Veranstaltungen muss- ten abgesagt werden. Es konnten auch keine Vorstandssitzungen, erst recht nicht die vorge- sehene Mitgliederver- sammlung durchgeführt werden. Immerhin ist es gelungen, im Sommer eine Schifffahrt nach Mettlach zu unterneh- men und das Heimat- blatt Nr. 30 herauszu- bringen. Doch im geschäftsfüh- renden Vorstand läuft die Arbeit weiter. Aller- dings mussten für das Frühjahr bereits erfolgte Planungen und Aktivitä- ten verworfen werden, weil es die aktuelle Coro- na-Lage nicht zuließ. Der Verein plant zwar für das zweite Halbjahr wieder einige Veranstaltungen wie Fahrten, Exkursio- nen, Mundartnachmitta- ge usw.; die Verantwort- lichen wissen aber nicht, ob alles wie vorgesehen durchgeführt werden kann. Deshalb wurde jetzt das Hauptaugen- merk auf die Herausga- be eines sehr umfang- reichen Heimatblattes gelegt, das zu Ostern er- scheinen wird. Wir haben wieder vie- le interessante Themen aufgegriffen, wie z. B. das 50-jährige Jubiläum der LFG (Lisdorfer Frisch- gemüse). Es wurde auf die Anfänge geschaut und die tolle Entwick- lung dieser Genossen- schaft aufgearbeitet. Mit vielen Bildern, insbeson- dere beim Grünkohles- sen, lassen wir Lisdorfer Geschichte Revue pas- sieren. Weitere interes- sante historische Beiträ- ge zur Friedhofskultur in Deutschland, jetzt UNESCO-Weltkulturerbe, zu den Bombennächten in unserer Gegend in den letzten Kriegswochen mit den heute noch im Boden schlummernden gefährlichen Überresten oder zum Hochwasser in Lisdorf im Frühjahr 1970, die Fortsetzung einer Reihe über die Lisdor- fer Schifffahrtsfamilien sowie ein Beitrag zum „Giro d’Italia“ in Lisdorf werden gewiss die Auf- merksamkeit der Leser wecken. Beiträge über eine frühe- re Greifvogelstation im „Ecken“ oder die Aufgabe des Marktverkaufes beim Gemüsebetrieb Dini wer- den sicherlich genauso interessieren wie aktuel- le Beiträge über die Co- rona-Pandemie und ihre Folgen in Lisdorf, ebenso neue empfehlenswerte heimatgeschichtliche Bücher, die sehr guten Beiträge unserer Mund- art-Dichterinnen Mari- anne Faust und Elisabeth Jacob, übrigens Mut- ter und Tochter, oder die Tatsache, dass der einzige Box-Europa- meister des Saarlandes, Manfred Kraus, mittler- weile in Lisdorf wohnt. Viele interessante Arti- kel versprechen wieder eine kurzweilige, in- formative Lektüre über Ostern. Wir hoffen, ja wir gehen davon aus, dass ab Som- mer wieder ein halbwegs normales Vereinsleben möglich sein wird. Vor allen Dingen aber hoffen wir, dass bald wieder un- ser normales Leben zu- rückkehrt mit Besuchen bei Freunden, Bekann- ten und Verwandten und dass wir uns wieder in Restaurants, Cafés und Gaststätten treffen und plaudern können. Bis dahin – und bleiben Sie gesund!
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    12 Viel Stress, aberletzlich viel Freude mit der Spasstasch des LiGeKa Wastun,wennaufgrundder cornabedingten Einschrän- kungen einer der Hauptacts eines Karnevalsvereins – die Kappensitzung – nicht statt- findenkann? Vor diesem Problem stand auch der LiGeKa, als sich im Dezember 2020 bereits deut- lichabzeichnete,dassdieFaa- send nicht in der gewohnten Weise gefeiert werden kann. NichtstunkamfürdenLiGeKa nichtinindieTüte. Tüte?–dasistdochdieIdee! OK – aber was soll und kann in die Tüte rein? Die Tüte soll- te den Fans die Faasend nach Hause bringen. Schnell war klar, dass es eine DVD geben soll mit dem „Best of“ der Kappensitzungen der letz- ten Jahre. Auch ne Pappnase und Luftschlangen dazu .... einPiccolovielleicht?Schoko- lade, als kleine Remineszenz an die Umzüge, die ja leider auch ausfallen werden. Ah! Berliner sind natürlich auch typisch Faasend. Sollen wir auchdenbeliebtenKult-Drink des Lisdorfer Brunnenfestes, den „Brunnenbutzer“ dazu packen? – garnicht so ein- fach: den gibts ja nicht fertig zu kaufen, sondern der wird beim Brunnen fest immer frisch angemischt. OK, also brauchenwirFläschchenzum Abfüllen. Damit‘s schön aus- sieht wird eigens ein Etikett gestaltetundgedruckt. Die Tasche selbst soll natür- lichauchwasdahermachen, also werden auch die desi- gntundinAuftraggegeben. So, dann sollen unsere Fans auch selbst kreativ werden: Also wird eine Bastelanlei- tung nebst Schnippelbogen für den Selbstbau einer Nar- renkappe entwickelt und gedruckt und auf der DVD ineinemVideoauchgezeigt, wie das Ding zusammenzu- basteln ist. Dann gibts auch noch zwei kleine Wettbe- werbe mit der Aufforderung Videosmiteinemgespielten Witz oder mit einem selbst gebauten Faasendumzug einzureichen.Weil vieleTeile in der Tasche etwas Vorlauf brauchen, muss die Anzahl auf 200 Stück limitiert wer- den und die Leute müssen die Tasche vorbestellen. An- gestrebter Verkaufspreis ist 11,11€. ...mal durchkalkulie- ren ...viel bleibt nicht hän- gen... , aber das geht! Wie kriegen wir nun dieTa- schezudenFans? Da das Ganze kontaktlos ablaufen muss ist eine erste Idee,amFaasdensamstag,13. FebruareineAbholstationam Dorfplatz einzurichten. Pro- blem ist, dass sich nicht kal- kulieren lässt, wieviele Leute gleichzeitig ihre Taschen ab- holenwollen. Also verlegen wirdasGanzeaufdiealteAu- tobahn, dort ist Platz genug. Dumm ist nur, dass das Ordnungs- amt selbst diese Varian- te so nicht genehmigt und eine Zustellung direkt an die Häuser vor- schlägt. Puh! Morgen soll der Vor- verkauf starten! Aber bis jetzt war nicht geplant, die Adressen der Käufer ab- zufragen. Also wird schnell ein Onlineshop eingerichtet, eine spezielleTelefonnummer geschaltet und die Tickets für denVorverkaufinderBäckerei BreiningerumeinenAbrissfür die Adresse erweitert. 5 Stun- den später ist alles fertig und eskannlosgehen. AuchdasPackenderTaschen ist logistisch, unter Corona- bedingungen,aberauchvom Platzbedarf her eine Heraus- forderung, Dank einiger sehr engagierter Ligekaner aber keinProblem. Faasendsamstag – Tag der Auslieferung. 14 FahrerInnen haben sich bereit erklärt die 200Taschen bis nach Brotdorf, Schmelz , HeusweilerundVölklingenzu fahren. Aber das sollen nicht die weitest gereisten Spaßta- schen bleiben. Einige werden über familiäre Besuche noch am gleichen Tag bis nach Neustadt an der Weinstraße befördert, andere per Post u. a. bis nach Wuppertal ge- schickt. ÜberallerlebendieZustellerdas Gleiche:dieMenschensindbe- geistert von dieser Aktion und siewerdenentsprechendherz- lich empfangen. Leider muss alles ja auf Abstand bleiben. Zurück bleibt aber die tolle Erfahrung, den Leuten eine wohltuende Abwechslung im Corona-Alltag gebracht undeinegroßeFreudeberei- tet zu haben, was viele Selfies der Fahrer, aber auch einige Dankesschreibenzeigen. Trotz allem: Nächstes Jahr wollenwiraberdochwieder richtigFaasendfeiern! BerndHawner Ein Teil der fertig gepackten Spaßtaschen Emily Rectenwald liefert die Tasche bei Raphael Schäfer ab. Doris und Julie Kolling beliefern Gabi Germann-Becker und Herbert Germann.
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    13 Als Zeichen derSolidarität: Stadt Saarlouis setzt CDU-Idee der„Pfandringe“ um Auf Antrag des CDU-ge- führten Bündnisses im Saarlouiser Stadtrat hat der Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschuss Anfang Dezember be- schlossen, dass vorerst an 31 Standorten in der Saarlouiser Innenstadt sogenannte „Pfandringe“ an den Mülleimern ange- bracht werden. „NachhaltigkeitundSolida- rität sind keine leeren Phra- sen, sondern gehen Hand in Hand. Mit den Pfandrin- gen an den Mülleimern werden zwei Fliegen mit ei- ner Klappe geschlagen:Wir verhindern einerseits, dass Pfandflaschen im Restmüll landen, und andererseits, dass Menschen, die sich mit dem Sammeln von Pfandflaschen ein Zubrot verdienen, nicht unwürdig Mülleimer durchsuchen müssen“, so der CDU-Stadt- verordnete und Politische Geschäftsführer des CDU- Stadtverbandes Saarlouis, Frederic Becker. In der Saarlouiser Innen- stadt lassen sich an nahe- zu jeder Ecke Getränke in pfandpflichtigen Flaschen erwerben. Da der Pfand- wert in vielen Fällen von den Konsumenten als ge- ring angesehen wird, ist die Hemmschwelle sehr niedrig, Flaschen und Do- sen im nächstgelegenen Abfallbehälter zu entsor- gen. „Die nun erfolgte An- bringung der Pfandrin- ge an den Mülleimern ist ein Zeichen der Soli- darität gegenüber den Menschen, die – aus welchem Grund auch immer – Pfandflaschen sammeln müssen“, so Becker. Und einen weite- ren positiven Nebeneffekt haben die Pfandringe: „Vor dem Hintergrund des sozialen und ökologi- schen Gewissens der Koa- litionsfraktionen können wir sicherstellen, dass die Pfandflaschen und -do- sen im Wertstoffkreislauf verbleiben und somit Res- sourcen geschont wer- den. Die Funktionsweise der Mülleimer wird durch die Pfandringe in keiner Weise beeinträchtigt, aber durch die Installati- on können Flaschen und Dosen sauber entsorgt werden und keiner der Sammler muss in unwür- diger Weise im Müll da- nach suchen.“ In einem ersten Schritt wurden an 31 Müllei- mern in der Innenstadt von Saarlouis Pfandringe an den Behältern ange- bracht. Nach einer Pilotphase soll entschieden wer- den, auch weitere Müll- eimer mit Pfandringen zu versehen. Frederik Becker und Raphael Schäfer an einem der Pfandringe am großen Markt so sehen die Pfandringe aus
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    14 Nachruf Am 15. Februar2021 verstarb unser Mitglied Wolfgang Follert im Alter von 80 Jahren. Der Verstorbene war über vier Jahrzehnte Mitglied der CDU und hat die Arbeit und die Ziele des Ortsverbandes Lisdorf gefördert und tatkräftig unterstützt. Wolfgang Follert hat als ehemaliger Sparkassendi- rektor bei der damaligen Stadtsparkasse Saarlouis wichtige unternehmerische Initiativen in der Kreisstadt gefördert. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten seinen Angehörigen. Die Christdemokraten in Stadt, Kreis und Land werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Landesförderung zur Instandsetzung kommunaler Straßen Stadt Saarlouis erhält 307.469 Euro Städte und Gemeinden im Landkreis Saarlouis erhalten Landesförderung zur In- standsetzung kommunaler Straßen in Höhe von über 2,1 Millionen Euro für das Jahr2021 Die vier CDU-Landtagsabge- ordneten aus dem Kreis Saar- louis – Dagmar Heib, Günter Heinrich, Raphael Schäfer und Marc Speicher – sowie die Saarlouiser Ministerin Monika Bach- mann und der CDU-Kreisvorsit- zende Franz-Josef Berg begrüßen, dass die kreisan- gehörigen Städte und Gemeinden erhebliche För- dergelder vom saarländischen Innenministeri- um zur Instand- setzung kom- munaler Straßen erhalten: „Die Minus-Tem- peraturen der vergangenenWo- chen und der Ein- satz von Streusalz habenindiesemWintererneut das kommunale Straßennetz stark in Mitleidenschaft gezo- gen und bereits bestehende Schäden weiter verschärft. Daher ist eine Investition in das Straßennetz sehr wich- tig, damit sich die Menschen in unserem Landkreis sicher auf den Straßen fortbewegen können“, so der Innen- und KommunalpolitischeSprecher der CDU-Landtagsfraktion RaphaelSchäfer. Die Städte und Gemein- den im Landkreis Saarlouis erhalten aus der landes- weiten Förderung in Höhe von 10 Millionen Euro ins- gesamt 2.129.829 Euro Festbeträge, die sich nach dem jeweiligen Anteil am gesamten kommunalen Straßennetz berechnen. Damit wird eine faire Ver- teilung der Fördersumme gewährleistet. Die Mittel sind für Instandhaltungen und Reparaturen einzu- setzen. Bewilligungen und Auszahlungen der Beträge erfolgen unmittelbar durch das von Klaus Bouillon ge- leitete Innenministerium; ein Antrag der Kommunen ist nicht erforderlich. „Die kommunalen Straßen sind in Lisdorf insgesamt in einem ganz ordentlichen Zustand. Dennoch gibt es auch in unserem Stadtteil einige Schlaglöcher und daher einen entsprechen- den Sanierungsbedarf“, so Raphael Schäfer. Die Verteilung auf die einzelnen StädteundGemeindenimLandkreis Saarlouisstelltsichwiefolgtdar: Gemeinde/Stadt Zuweisung Bous 59.857 € Dillingen 206.302 € Ensdorf 70.873 € Lebach 238.386 € Nalbach 103.723 € Rehlingen-Siersburg 166.124 € Saarlouis 307.469 € Saarwellingen 144.857 € Schmelz 245.327 € Schwalbach 152.325 € Überherrn 130.505 € Wadgassen 153.757 € Wallerfangen 150.324 € Gesamtsumme 2.129.829 € Straßenschäden in Lisdorf
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    15 Nachruf Wir trauern um WilliHilt * 04.04.1948 † 28.12.2020 Der Verstorbene war langjähriges Mitglied im befreundeten CDU-Ortsverband Fremersdorf. Willi Hilt schloss sich sehr früh den Christdemokraten in seiner Heimatgemeinde Rehlingen-Siers- burg an. Von 1999 bis 2014 war er Ortsvorsteher von Fremersdorf und gehörte auch mehrere Jahre dem Gemeinderat an. Kommunalpolitik war seine Berufung und Leidenschaft. Für seine selbstlose und hilfsbereite Art genoss Willi Hilt großes Ansehen über die Gemeindegrenzen hinaus. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten seiner Frau Thea und den übrigen Angehörigen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Nachruf Wir trauern um unser Mitglied Peter Scholly * 01.07.1963 † 04.03.2021 Viel zu früh musste unser langjähriges Mitglied Peter Scholly uns leider verlassen. Über viele Jahre hat der Verstorbene die Arbeit und die Ziele des CDU-Ortsverbandes Lisdorf gefördert und tatkräftig unterstützt. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten seinen Angehörigen. Die Christdemokraten in Stadt, Kreis und Land werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Nachruf Albert Sieger * 22.03.1942 † 05.01.2021 Der Verstorbene war langjähriges Mitglied der CDU und hat die Arbeit und die Ziele des Ortsverbandes Lisdorf gefördert und tatkräftig unterstützt. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten seiner Frau Brigitte und den übrigen Angehörigen. Die Christdemokraten in Stadt, Kreis und Land werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
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    16 Nach langer, kalterWinterzeit macht jetzt der Frühling sich bereit. Zum Leben erwacht nun die Natur, vertreibt der Kälte letzte Spur. Die Sonne schenkt uns nun ihr Licht, erwärmt uns Hände und Gesicht. Vögel schwirren zwitschernd durch die Luft, Hyazinthen betören mit ihrem Duft. Narzissen und Tulpen erblühen mit Macht, erfreuen uns Menschen mit ihrer Pracht. Bäume und Sträucher wollen nicht warten, verschönern mit Farbe unseren Garten. Nach wochenlangem Hausarrest ist es für uns fast wie ein Fest, wenn mit den Nachbarn, die man vermisst, ein Schwätzchen am Zaun gestattet ist. Doch bringt die Sonne auch ganz klar ans Licht, was lang verborgen war. Endlich Frühling Da hat doch jemand über Nacht Schmutz auf den Fenstern angebracht. Es hilft kein Staunen und kein Stutzen, nun müssen wir das Haus schnell putzen. Ein sauberes Heim ist unser Ziel, Osterputz heißt alljährlich das Spiel. Ist dann nach Tagen alles rein, stimmen wir uns auf Ostern ein. Kuchenduft durchströmt das Haus, geschmückt ist unser Osterstrauß. Am Ostermorgen beim Glockengeläut singen wir Halleluja, von Herzen erfreut. Der Herr ist erstanden, das glauben wir, Jesus lebt und mit ihm auch ihr. Elisabeth Jacob