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–  zukunftsgerichtet &    verbraucherorientiert    handeln!  Naturgas
Städtische Werke, Kassel
Städtische Werke in Zahlen… Strom Absatz  819 GWh Privatkunden  322 GWh Gewerbe/SVK     486 GWh Gas Absatz   5.302 GWh Privatkunden   841 GWh Gewerbe/SVK   1.689 GWh Weiterverteiler   2.628 GWh Fernwärme Erzeugung   812 GWh Anschlussleistung   363 MW Höchste Belastung   243 MW Wasser Absatz   10,8 Mio. m³ Privatkunden    9,1 Mio. m³ Gewerbe/SVK   1,4 Mio. m³ Geschäftszahlen (2008) Umsatz 384 Mio. € Mitarbeiter 959 Bilanzsumme 415 Mio. € Investitionen p.a.   30 Mio. € Eigenerzeugung 440 GWh Netzgebiet 107 km² Einwohner  193.400  Seit 2008 erfolgt der Vertrieb bundesweit!
Kasseler Modell: Umstellung  auf Ökogas zum 1.1.2010  Kostenfreie Umstellung aller Tarifkunden  in Kassel auf CO 2  neutrales Erdgas „Naturgas“ (Ökogas). Damit werden ca.  50.000 Haushalte und Gewerbekunden  auf einen Schlag umgestellt. Damit sind rund  1,2 TWh  Gasabsatz CO 2  kompensiert. Das entspricht jährlich etwa  250.000t CO 2  (entspricht 85.000 PKWs mit jährlicher Laufleitung von 20T km oder 3,25 Mio. m² Regenwald).
Motive für die  Umstellung   Erfolg aus der Umstellung auf Naturstrom aus Wasserkraftwerken im Jahr 2007 belegt den Kundenwunsch nach „ökologischen Produkten“. „ Naturgas“ als Kundenbindungsinstrument. Wunsch des kommunalen Anteilseigners an einer möglichst CO 2  freien Energiebereitstellung. Die Kosten der Umstellung werden als Instrument der Kundenbindung finanziert durch Einsparungen im Marketing und Zuzahlungen von externen Kunden und Sondervertragskunden.
Erfahrungen in Kassel   bestätigen den vertrieblichen Erfolg
Ökoprodukte als Instrument   der Kundenbindung
Glaubwürdigkeit von Ökoprodukten Viele Kunden haben keine fundierte Kenntnis zum Thema Ökogas und sind deshalb prinzipiell misstrauisch. Das Vertrauen ist überall da hoch, wo der Kunde sich hinreichend und transparent informiert fühlt. Interessanterweise sind Senioren dem Thema Ökogas eher skeptisch gegenüber. Junge dagegen denken hier positiver.  Ökogas trägt wesentlich zur Kundenbindung der am meisten wechselgefährdeten Kundengruppe bei.
„ Vermittelbarkeit“ von Ökogas   Kommunikation mit Kunden
Für viele Kunden ist das Thema CO 2  zu abstrakt und Kompensation über Projekte erst recht …  Bilder sollen Kommunikation erleichtern.
 
 
 
Konkretes Vorgehen in Kassel
Kriterien für die Projektauswahl  Wichtige Kriterien bei der Auswahl der CO 2 -Minderungsprojekte: Zusätzlichkeit : Projekt darf ohne CO 2 -Bonus nicht sowieso realisiert werden, Positive soziale oder ökologische Nebeneffekte ; keinesfalls negative Nebeneffekte, Renommierte Projektentwickler und Auditoren und Verifizierer, Einhalten von Standards (VCS 2007 oder besser), Projekte müssen „vermittelbar sein“; u. a. Verfügbarkeit von Bildern, Filmen, etc.
Filmbeispiel  –   drehscheibe vom 28.1.2010
Übersicht Standards im  freiwilligen CO 2 -Markt  Quelle: ‚Making Sense of the Voluntary Carbon Market: A Comparison of Carbon Offset Standards‘, Anja Kollmuss (SEI-US), Helge Zink (Tricorona), Clifford Polycarp (SEI-US); Published by: WWF Germany, 2008
Weltweite Projekte zur CO 2 - Reduktion  Insgesamt wurden  über 50  vorselektierte Projekte intensiv geprüft und letztendlich  5  ausgewählt: Brennstoffwechsel zu erneuerbarer Biomasse (Brasilien), Grubengasnutzung (Deutschland), Wasserkraftwerk in Südost Anatolien (Türkei), Energiegewinnung aus Hochofengas (China),  mit lokaler Technologie betriebener Windpark (Indien).
Geografische Verteilung der CO 2 -Projekte und jeweilige Verifizierer
Lessons Learned – Part I Komplettumstellung auf Ökoprodukte ohne Aufpreis ist (noch) bezahlbar und wird vom Kunden honoriert. Ökoprodukte mit Aufpreis laufen nicht – schon gar nicht bei Sondervertragskunden! Frühzeitige Einbindung der regionalen Presse ist zu empfehlen. „ Emotionale Bilder“ erleichtern Kommunikation mit den Kunden.
Lessons Learned – Part II Ehrlich bleiben, nach dem Motto: „Wir sind sauberer!“ aber nicht:  „Wir haben die ganze Welt sauberer gemacht!“ Keine Angst vor Kritik – Kritik aushalten! Aufgrund der positiven Resonanz bauen die Städtischen Werke, Kassel, den bundesweiten Vertrieb mit Ökoprodukten weiter aus.
Fazit Derzeit besteht keine nennenswerte Zahlungsbereitschaft für Ökoprodukte bei der Mehrheit der Kunden. Ökoprodukte als „Softfact“ wirken positiv auf Kundenbindung und Image. CO 2  neutrales Erdgas ist ein komplexes Produkt; daher  Kommunikation über Emotionen, Bilder, etc.  Erfolgskriterien bei der Umstellung auf Ökoprodukte sind die Rahmenbedingungen der Umstellung (z. B. professionelle PR-Begleitung und Marketing).
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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Naturgas - klimaneutrales Gas der Städtische Werke AG

  • 1. – zukunftsgerichtet & verbraucherorientiert handeln! Naturgas
  • 3. Städtische Werke in Zahlen… Strom Absatz 819 GWh Privatkunden 322 GWh Gewerbe/SVK 486 GWh Gas Absatz 5.302 GWh Privatkunden 841 GWh Gewerbe/SVK 1.689 GWh Weiterverteiler 2.628 GWh Fernwärme Erzeugung 812 GWh Anschlussleistung 363 MW Höchste Belastung 243 MW Wasser Absatz 10,8 Mio. m³ Privatkunden 9,1 Mio. m³ Gewerbe/SVK 1,4 Mio. m³ Geschäftszahlen (2008) Umsatz 384 Mio. € Mitarbeiter 959 Bilanzsumme 415 Mio. € Investitionen p.a. 30 Mio. € Eigenerzeugung 440 GWh Netzgebiet 107 km² Einwohner 193.400 Seit 2008 erfolgt der Vertrieb bundesweit!
  • 4. Kasseler Modell: Umstellung auf Ökogas zum 1.1.2010 Kostenfreie Umstellung aller Tarifkunden in Kassel auf CO 2 neutrales Erdgas „Naturgas“ (Ökogas). Damit werden ca. 50.000 Haushalte und Gewerbekunden auf einen Schlag umgestellt. Damit sind rund 1,2 TWh Gasabsatz CO 2 kompensiert. Das entspricht jährlich etwa 250.000t CO 2 (entspricht 85.000 PKWs mit jährlicher Laufleitung von 20T km oder 3,25 Mio. m² Regenwald).
  • 5. Motive für die Umstellung Erfolg aus der Umstellung auf Naturstrom aus Wasserkraftwerken im Jahr 2007 belegt den Kundenwunsch nach „ökologischen Produkten“. „ Naturgas“ als Kundenbindungsinstrument. Wunsch des kommunalen Anteilseigners an einer möglichst CO 2 freien Energiebereitstellung. Die Kosten der Umstellung werden als Instrument der Kundenbindung finanziert durch Einsparungen im Marketing und Zuzahlungen von externen Kunden und Sondervertragskunden.
  • 6. Erfahrungen in Kassel bestätigen den vertrieblichen Erfolg
  • 7. Ökoprodukte als Instrument der Kundenbindung
  • 8. Glaubwürdigkeit von Ökoprodukten Viele Kunden haben keine fundierte Kenntnis zum Thema Ökogas und sind deshalb prinzipiell misstrauisch. Das Vertrauen ist überall da hoch, wo der Kunde sich hinreichend und transparent informiert fühlt. Interessanterweise sind Senioren dem Thema Ökogas eher skeptisch gegenüber. Junge dagegen denken hier positiver. Ökogas trägt wesentlich zur Kundenbindung der am meisten wechselgefährdeten Kundengruppe bei.
  • 9. „ Vermittelbarkeit“ von Ökogas Kommunikation mit Kunden
  • 10. Für viele Kunden ist das Thema CO 2 zu abstrakt und Kompensation über Projekte erst recht … Bilder sollen Kommunikation erleichtern.
  • 11.  
  • 12.  
  • 13.  
  • 15. Kriterien für die Projektauswahl Wichtige Kriterien bei der Auswahl der CO 2 -Minderungsprojekte: Zusätzlichkeit : Projekt darf ohne CO 2 -Bonus nicht sowieso realisiert werden, Positive soziale oder ökologische Nebeneffekte ; keinesfalls negative Nebeneffekte, Renommierte Projektentwickler und Auditoren und Verifizierer, Einhalten von Standards (VCS 2007 oder besser), Projekte müssen „vermittelbar sein“; u. a. Verfügbarkeit von Bildern, Filmen, etc.
  • 16. Filmbeispiel – drehscheibe vom 28.1.2010
  • 17. Übersicht Standards im freiwilligen CO 2 -Markt Quelle: ‚Making Sense of the Voluntary Carbon Market: A Comparison of Carbon Offset Standards‘, Anja Kollmuss (SEI-US), Helge Zink (Tricorona), Clifford Polycarp (SEI-US); Published by: WWF Germany, 2008
  • 18. Weltweite Projekte zur CO 2 - Reduktion Insgesamt wurden über 50 vorselektierte Projekte intensiv geprüft und letztendlich 5 ausgewählt: Brennstoffwechsel zu erneuerbarer Biomasse (Brasilien), Grubengasnutzung (Deutschland), Wasserkraftwerk in Südost Anatolien (Türkei), Energiegewinnung aus Hochofengas (China), mit lokaler Technologie betriebener Windpark (Indien).
  • 19. Geografische Verteilung der CO 2 -Projekte und jeweilige Verifizierer
  • 20. Lessons Learned – Part I Komplettumstellung auf Ökoprodukte ohne Aufpreis ist (noch) bezahlbar und wird vom Kunden honoriert. Ökoprodukte mit Aufpreis laufen nicht – schon gar nicht bei Sondervertragskunden! Frühzeitige Einbindung der regionalen Presse ist zu empfehlen. „ Emotionale Bilder“ erleichtern Kommunikation mit den Kunden.
  • 21. Lessons Learned – Part II Ehrlich bleiben, nach dem Motto: „Wir sind sauberer!“ aber nicht: „Wir haben die ganze Welt sauberer gemacht!“ Keine Angst vor Kritik – Kritik aushalten! Aufgrund der positiven Resonanz bauen die Städtischen Werke, Kassel, den bundesweiten Vertrieb mit Ökoprodukten weiter aus.
  • 22. Fazit Derzeit besteht keine nennenswerte Zahlungsbereitschaft für Ökoprodukte bei der Mehrheit der Kunden. Ökoprodukte als „Softfact“ wirken positiv auf Kundenbindung und Image. CO 2 neutrales Erdgas ist ein komplexes Produkt; daher Kommunikation über Emotionen, Bilder, etc. Erfolgskriterien bei der Umstellung auf Ökoprodukte sind die Rahmenbedingungen der Umstellung (z. B. professionelle PR-Begleitung und Marketing).
  • 23. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!