The TRIDEC Project
Collaborative, Complex, and Critical Decision
Processes in Evolving Crises
Free and Open Source GIS
für die Tsunamifrühwarnung
Peter Löwe
ploewe@gfz-potsdam.de
Das Projekt TRIDEC (Collaborative, Complex, and Critical Decision
processes in Evolving Crises) des EU FP 7 Förderprogramms entwickelt
Echtzeit-Informationsmanagement für Earth Management.
Das TRIDEC Konsortium besteht aus 10 europäischen Partnern aus
Industrie und Forschung.
Das Zentrum für Geoinformationstechnologie (CeGIT) des Deutschen
GeoForschungszentrums Potsdam (GFZ) übernimmt das
Projektmanagement, Systementwicklung und Datenvisualisierung
(u.a.) in TRIDEC.
Das Krisenmanagement bei Naturkatastrophen zum Zweck der
Tsunamifrühwarnung im Bereich des nordöstlichen Atlantik und des
Mittelmeeres ist ein Anwendungsfeld künftiger TRIDEC Systeme.
Das TRIDEC Projekt
Vorgängerprojekte von TRIDEC
TRIDEC basiert aus zwei Vorgängerprojekten im
Bereich der Tsunamifrühwarnung:
German Indonesian Tsunami Early Warning
System (GITEWS)
Fokus: Sensordatenintegration („Upstream“)
Laufzeit: 2006 – 2011
Finanzierung: BMBF
Distant Early Warning System (DEWS)
Fokus: Informationslogistik („Downstream“)
Laufzeit: 2007-2010)
Finanzierung: EU (FP6)
Technische TRIDEC Kernkomponenten
Eine Kommunikationsinfrastruktur interoperabler
standardbasierter Dienste zum intelligenten Management von
dynamisch wachsenden Informationsmengen und - dimensionen.
Eine robuste und skalierende Diensteinfrastruktur, zur Nutzung und
Integration vorhandener und wachsender Ressourcen wie Sensor-
Systemen, Geodateninfrastrukturen, numerischer Simulation, etc.
Ein wissensbasiertes Dienste-Framework für Kontextinformation
und intelligentes Informations-Management bei flexibler
Orchestrierung der Systemressourcen.
Ein adapitves Framework für kollaborative Entscheidungsfindung mit
Unterstützung von Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen.
TRIDEC entwickelt für
Tsunamiwarnzentren (Leitstände)
ein GIS-basiertes Userinterface
(CCUI).
Das TRIDEC CCUI basiert auf dem
Java-basierten FOSS GIS uDig
(udig.refractions.net) und stellt
mehrere Anwenderperspektiven
bereit.
Die CCUI-Quellen sind über das
FOSSLAB portal des GFZ
verfügbar:
http://www.fosslab.org/projects
TRIDEC FOSS GIS Anwendung I:
Command and Control Interface (CCUI)
Eine Kernkomponente von Tsunami
Frühwarnsystemen ist die Modelierung und
Auswertung simulierter Tsunami-Wellen in Raum
und Zeit.
Das FOSS Geographic Ressources and Analysis
Support (GRASS) GIS (v6.4 und v7-devel) wird am
CEGIT zur Analyse und Kartierung der Tsunami-
Parametern (Wellenhöhe / Ankunftszeit /
Mareogramme) in 2D und 3D (x,y + z) eingesetzt.
GRASS: Größtes und ältestes (28 Jahre) FOSS
GIS Projekt, ca. 350 Module (C und Python),
embedded in uDig und Quantum GIS, für den
Desktop und Cluster-Einsatz geeignet.
TRIDEC FOSS GIS Anwendung 2:
Tsunami Simulationsdaten
Kartenerstellung für simulierte Tsunamiwellen (“Virtual Tsunami Atlas”).
Beispiel: Tsunami-Kartierung
TRIDEC wurde zur Erstellung von Animationsfilmen als
Exponat für den deutschen Pavillion auf der
Weltausstellung EXPO 2012 angefragt.
Die Aufgabe konnte durch Einsatz von GRASS GIS auf
dem High Performance Computing Cluster erfolgreich
gelöst werden.
Herausforderung:
Weltausstellung EXPO 2012
High Performance GIS Computing
am GFZ Potsdam
HPC Cluster: 234 Knoten / 480 CPU / 3084 Kerne
5 Tbyte RAM
19 Verarbeitungsschlangen
Suse Linux Enterprise 2011
GRASS GIS 6.4.2 für alle User (v7.0-devel in Vorbereitung)
Mehrwert von Cluster GIS Werkbänken
Nutzen für den geowissenschaftlichen Einsatz:
Delegation von Aufgaben (Parallelisierung)
Zeitintensive/Langwierige Prozesse: „Viele Daten“
Ressourcenintensive Prozesse: „Große Daten“
Stabile und gesicherte Prozessumgebung
Image Source: Disney
Beispiel: Zeitintensive Verarbeitung
Eingangsdaten: Geometrisch komplexe Tsunami-Simulationsdaten
Signifikante Mengen Rechenzeit werden pro Knoten benötigt
Extremfall: 20 CPU-Tage zur Prozessierung eines Datensatzes mit
inkonsistenten Geometrien.
„Problemzone“
Tsunami-Simulation
Für die Agäis
Die Karteninhalte (Tsunami-Wellenhöhen)
werden mit GRASS GIS aus
Modellergebnissen erstellt.
Die Erzeugung hochauflösender Globuskarten
erfolgt mit Rendering-Werkzeugen wie
POVRay und Blender.
Beispiel: Simulierte Wellenhöhen des 2011
Tohoku-Tsunami (Daten: A.Babeyko, GFZ)
Beispiel: hochauflösende
Globuskarten
Beispiel: Animation von Globuskarten
Beispiel: Wellenhöhenmaxima des
Tohoku 2011 Tsunami aus vier
separaten Kamerapositionen
Bis zu gerenderte 750 Einzelbilder pro
Globuskarten-Animation.
4 * 750 = 3000 Rendering-Jobs
Mehrere Iterationen zur Optimierung der
Darstellung nötig.
•
Lineare Verarbeitung: ~ 1 Woche
•
Parallele Verarbeitung: << 0.5 Tag
Creating an animation using a large number of high-resolution globe-maps
renderings takes up a significant amount of computation time.
Animation von Globuskarten
Nächste Schritte: GIS Management

IT Service Management gemäß der IT
Infrastructure Library (ITIL) für den nachhaltigen
Betrieb

Software as a Service: Mehrwert für den
wissenschaftlichen Anwender schaffen – und langfristig
bereitstellen.

Strategie zur Erweiterung von Service
Katalog/Portfolio um weitere GIS-Software.

Service Transition: Sicherstellung der Verfügbarkeit
auch bei Erweiterungsmaßnahmen.

Betrieb: „GFZ Rechenzentrum Service Desk“ als
Ansprechpartner

Kontinuierliche Stärkung & Verbesserung: Stabilität und
Nutzerfreundlichkeit stärken
Rolle und Nutzen von FOSS GIS in
TRIDEC zur Frühwarnung vor
Naturkatastrophen.

Kombinierter Einsatz verschiedener Werkzeuge (uDig und
GRASS GIS)

Vertrauen durch Zugriff auf den Quellcode

Schnelle Erweiterbarkeit durch Zugriff auf den Quellcode

Weltweite Weitergabe and Dritte möglich

Nachnutzung in Folgeprojekten bzw. der Industrie als
Mehrwert für die Gesellschaft.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit !
Kontakt: ploewe@gfz-potsdam.de

TRIDEC Presentation: Intergeo 2012

  • 1.
    The TRIDEC Project Collaborative,Complex, and Critical Decision Processes in Evolving Crises Free and Open Source GIS für die Tsunamifrühwarnung Peter Löwe ploewe@gfz-potsdam.de
  • 2.
    Das Projekt TRIDEC(Collaborative, Complex, and Critical Decision processes in Evolving Crises) des EU FP 7 Förderprogramms entwickelt Echtzeit-Informationsmanagement für Earth Management. Das TRIDEC Konsortium besteht aus 10 europäischen Partnern aus Industrie und Forschung. Das Zentrum für Geoinformationstechnologie (CeGIT) des Deutschen GeoForschungszentrums Potsdam (GFZ) übernimmt das Projektmanagement, Systementwicklung und Datenvisualisierung (u.a.) in TRIDEC. Das Krisenmanagement bei Naturkatastrophen zum Zweck der Tsunamifrühwarnung im Bereich des nordöstlichen Atlantik und des Mittelmeeres ist ein Anwendungsfeld künftiger TRIDEC Systeme. Das TRIDEC Projekt
  • 3.
    Vorgängerprojekte von TRIDEC TRIDECbasiert aus zwei Vorgängerprojekten im Bereich der Tsunamifrühwarnung: German Indonesian Tsunami Early Warning System (GITEWS) Fokus: Sensordatenintegration („Upstream“) Laufzeit: 2006 – 2011 Finanzierung: BMBF Distant Early Warning System (DEWS) Fokus: Informationslogistik („Downstream“) Laufzeit: 2007-2010) Finanzierung: EU (FP6)
  • 4.
    Technische TRIDEC Kernkomponenten EineKommunikationsinfrastruktur interoperabler standardbasierter Dienste zum intelligenten Management von dynamisch wachsenden Informationsmengen und - dimensionen. Eine robuste und skalierende Diensteinfrastruktur, zur Nutzung und Integration vorhandener und wachsender Ressourcen wie Sensor- Systemen, Geodateninfrastrukturen, numerischer Simulation, etc. Ein wissensbasiertes Dienste-Framework für Kontextinformation und intelligentes Informations-Management bei flexibler Orchestrierung der Systemressourcen. Ein adapitves Framework für kollaborative Entscheidungsfindung mit Unterstützung von Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen.
  • 5.
    TRIDEC entwickelt für Tsunamiwarnzentren(Leitstände) ein GIS-basiertes Userinterface (CCUI). Das TRIDEC CCUI basiert auf dem Java-basierten FOSS GIS uDig (udig.refractions.net) und stellt mehrere Anwenderperspektiven bereit. Die CCUI-Quellen sind über das FOSSLAB portal des GFZ verfügbar: http://www.fosslab.org/projects TRIDEC FOSS GIS Anwendung I: Command and Control Interface (CCUI)
  • 6.
    Eine Kernkomponente vonTsunami Frühwarnsystemen ist die Modelierung und Auswertung simulierter Tsunami-Wellen in Raum und Zeit. Das FOSS Geographic Ressources and Analysis Support (GRASS) GIS (v6.4 und v7-devel) wird am CEGIT zur Analyse und Kartierung der Tsunami- Parametern (Wellenhöhe / Ankunftszeit / Mareogramme) in 2D und 3D (x,y + z) eingesetzt. GRASS: Größtes und ältestes (28 Jahre) FOSS GIS Projekt, ca. 350 Module (C und Python), embedded in uDig und Quantum GIS, für den Desktop und Cluster-Einsatz geeignet. TRIDEC FOSS GIS Anwendung 2: Tsunami Simulationsdaten
  • 7.
    Kartenerstellung für simulierteTsunamiwellen (“Virtual Tsunami Atlas”). Beispiel: Tsunami-Kartierung
  • 8.
    TRIDEC wurde zurErstellung von Animationsfilmen als Exponat für den deutschen Pavillion auf der Weltausstellung EXPO 2012 angefragt. Die Aufgabe konnte durch Einsatz von GRASS GIS auf dem High Performance Computing Cluster erfolgreich gelöst werden. Herausforderung: Weltausstellung EXPO 2012
  • 9.
    High Performance GISComputing am GFZ Potsdam HPC Cluster: 234 Knoten / 480 CPU / 3084 Kerne 5 Tbyte RAM 19 Verarbeitungsschlangen Suse Linux Enterprise 2011 GRASS GIS 6.4.2 für alle User (v7.0-devel in Vorbereitung)
  • 10.
    Mehrwert von ClusterGIS Werkbänken Nutzen für den geowissenschaftlichen Einsatz: Delegation von Aufgaben (Parallelisierung) Zeitintensive/Langwierige Prozesse: „Viele Daten“ Ressourcenintensive Prozesse: „Große Daten“ Stabile und gesicherte Prozessumgebung Image Source: Disney
  • 11.
    Beispiel: Zeitintensive Verarbeitung Eingangsdaten:Geometrisch komplexe Tsunami-Simulationsdaten Signifikante Mengen Rechenzeit werden pro Knoten benötigt Extremfall: 20 CPU-Tage zur Prozessierung eines Datensatzes mit inkonsistenten Geometrien. „Problemzone“ Tsunami-Simulation Für die Agäis
  • 12.
    Die Karteninhalte (Tsunami-Wellenhöhen) werdenmit GRASS GIS aus Modellergebnissen erstellt. Die Erzeugung hochauflösender Globuskarten erfolgt mit Rendering-Werkzeugen wie POVRay und Blender. Beispiel: Simulierte Wellenhöhen des 2011 Tohoku-Tsunami (Daten: A.Babeyko, GFZ) Beispiel: hochauflösende Globuskarten
  • 13.
    Beispiel: Animation vonGlobuskarten Beispiel: Wellenhöhenmaxima des Tohoku 2011 Tsunami aus vier separaten Kamerapositionen Bis zu gerenderte 750 Einzelbilder pro Globuskarten-Animation. 4 * 750 = 3000 Rendering-Jobs Mehrere Iterationen zur Optimierung der Darstellung nötig. • Lineare Verarbeitung: ~ 1 Woche • Parallele Verarbeitung: << 0.5 Tag
  • 14.
    Creating an animationusing a large number of high-resolution globe-maps renderings takes up a significant amount of computation time. Animation von Globuskarten
  • 15.
    Nächste Schritte: GISManagement  IT Service Management gemäß der IT Infrastructure Library (ITIL) für den nachhaltigen Betrieb  Software as a Service: Mehrwert für den wissenschaftlichen Anwender schaffen – und langfristig bereitstellen.  Strategie zur Erweiterung von Service Katalog/Portfolio um weitere GIS-Software.  Service Transition: Sicherstellung der Verfügbarkeit auch bei Erweiterungsmaßnahmen.  Betrieb: „GFZ Rechenzentrum Service Desk“ als Ansprechpartner  Kontinuierliche Stärkung & Verbesserung: Stabilität und Nutzerfreundlichkeit stärken
  • 16.
    Rolle und Nutzenvon FOSS GIS in TRIDEC zur Frühwarnung vor Naturkatastrophen.  Kombinierter Einsatz verschiedener Werkzeuge (uDig und GRASS GIS)  Vertrauen durch Zugriff auf den Quellcode  Schnelle Erweiterbarkeit durch Zugriff auf den Quellcode  Weltweite Weitergabe and Dritte möglich  Nachnutzung in Folgeprojekten bzw. der Industrie als Mehrwert für die Gesellschaft.
  • 17.
    Vielen Dank fürdie Aufmerksamkeit ! Kontakt: ploewe@gfz-potsdam.de