Frühkindliche Bildung  als ein Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe Dr. Johannes Meier Leipzig, 13. März 2008
Erster „Hotspot“: Krippenbesuch und die Wahrscheinlichkeit, das Gymnasium zu besuchen Quelle: SOEP, Berechnungen ETH Zürich, BASS
Zweiter „Hotspot“: Soziale Brennpunkte, Segregation und zusätzliche finanzielle Ressourcen In jeder vierten Kita in Deutschland kommt die Mehrheit der Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Ein Drittel dieser Kitas bekommt keine zusätzlichen finanziellen Ressourcen für die Förderung der Kinder. Zusätzliche Mittel fließen überwiegend in Sprachförderung von Kinder mit Migrationshintergrund. „ Soziale Schieflagen bestehen in verdeckter Form … Erst wenn solche Stadtteile/Quartiere sozial segregiert und damit „gekippt“ sind, starten öffentliche Maßnahmen der Integration.“   Studie von Gerda Holz Quelle: „Wer fördert Deutschlands sozial benachteiligte Kinder?“ Eine Studie der Bertelsmann Stiftung, G. Holz, 2007
Agenda Was ist der gesellschaftliche Kontext für frühkindliche Bildung in der modernen Welt? Welche Elemente einer Vision für Bildung im Allgemeinen und frühkindliche Bildung im Besonderen sind in diesem Kontext notwendig? Welche Komplikationen gilt es mit Blick auf Handlung zu berücksichtigen? Welche Handlungsansätze sind für eine konkrete Umsteuerung hilfreich?
Was ist der gesellschaftliche Kontext für frühkindliche Bildung in der modernen Welt? Was ist der gesellschaftliche Kontext für frühkindliche Bildung in der modernen Welt? Welche Elemente einer Vision für Bildung im Allgemeinen und frühkindliche Bildung im Besonderen sind in diesem Kontext notwendig? Welche Komplikationen gilt es mit Blick auf Handlung zu berücksichtigen? Welche Handlungsansätze sind für eine konkrete Umsteuerung hilfreich? Agenda
Zusammenhalt der Generationen in Deutschland Staatsausgaben und –einnahmen 2004 und Bevölkerungsprofil 2004 Bevölkerung in 1.000 Alter Bevölkerung 2004 Steuern und Beiträge pro Kopf Transfers und Staatsverbrauch pro Kopf
Zusammenhalt der Generationen in Deutschland Staatsausgaben und –einnahmen 2004 und Bevölkerungsprofil 2020 Bevölkerung in 1.000 Alter Bevölkerung 2020 Steuern und Beiträge pro Kopf Transfers und Staatsverbrauch pro Kopf
Zusammenhalt der Generationen in Deutschland Staatsausgaben und –einnahmen 2004 und Bevölkerungsprofil 2030 Bevölkerung in 1.000 Alter Bevölkerung 2030 Steuern und Beiträge pro Kopf Transfers und Staatsverbrauch pro Kopf -118 Mrd. € +285 Mrd. € -403 Mrd. €
Globale Projektionen für 2050 2050 9,1 Mrd. Menschen  Verdreifachung in Afghanistan, Burkina Faso, Burundi, im Tschad, Kongo, Osttimor, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Niger sowie Uganda Über die Hälfte des absoluten Zuwachses allein in Indien, Pakistan, Nigeria, Kongo, Bangladesch, Uganda, die USA, Äthiopien und China (sortiert) Verhältnis der Bevölkerungszahlen entwickelte/nicht entwickelte Regionen  von 1 : 2 in 1950 zu 1 :  6 in 2050 Entwickelte Länder Verlangsamung des volkswirtschaftlichen Wachstums Kostendynamik im Gesundheitswesen, Pflegesystem und Rentensystem Risiko von Innovationsdefiziten Weniger entwickelte Länder Umwelt- und Ressourcenprobleme durch Überlastung städtischer Regionen Gleichzeitig relativ hohes „revolutionäres“ Potenzial
Heute verursachen 18% der Weltbevölkerung  54% der CO²-Emissionen 1. Szenario 2050 Entwickelte Länder:  Reduktion CO² um 40% Entwicklungsländer:  gleichbleibend/Kopf    Summe =  Emissionen auf heutigem Niveau 2. Szenario 2050 Entwickelte Länder:  keine Reduktion Entwicklungsländer:  Verdoppelung/Kopf    Summe =  Emissionen steigen um + 90 % 3. Szenario 2050 Entwickelte Länder:  Reduktion CO² um 40% Entwicklungsländer:  Verdoppelung/Kopf Summe =  Emissionen steigen um + 66 % Zukunft? Erderwärmung: Gebiete mit schnellem Bevölkerungswachstum besonders hart betroffen Überschwemmungen Dürren Migrationswellen
Gewichtsentwicklung der Weihnachtsgans Gewichtsentwicklung Überraschung!!
Der Zukunftsraum ist offen Quelle: in Anlehnung an Ketan Patel „The Master Strategist: Power, Purpose and Principle“  2005  Zukunftsraum Fundamentale Trends Zeitalter … der ideologischen Kämpfe … eines höheren Bewusstseins Inadäquate ethisch-spirituelle Codes angesichts  globaler Risiken  … des Eigennutzes und Protektionismus … des globalen Wohlstands Zunehmende Teilhabe ärmerer Nationen bei gleichzeitigem Anstieg von Asymmetrien … der globalen Zerrüttung … des globalen Wirkens Verdichtung von Zeit, Entfernung und Zugang … des belanglosen Zeitvertreibs … des gemeinsamen Engagements … des Individualismus … kollektiver Intelligenz / Lösungen … der Konfusion und Propaganda … der Freiheit und Ideen Riesige Informations- und Kommunikationsströme Zeitalter
Welche Elemente einer Vision für Bildung im Allgemeinen und frühkindliche Bildung im Besonderen sind in diesem Kontext notwendig? Was ist der gesellschaftliche Kontext für frühkindliche Bildung in der modernen Welt? Welche Elemente einer Vision für Bildung im Allgemeinen und frühkindliche Bildung im Besonderen sind in diesem Kontext notwendig? Welche Komplikationen gilt es mit Blick auf Handlung zu berücksichtigen? Welche Handlungsansätze sind für eine konkrete Umsteuerung hilfreich? Agenda
Eine Vision für Bildung: Globale Ziele Education is seen as a realized universal entitlement and a joyful experience for every child and every adult. Education being at the heart of a cohesive society, the process of reducing complexity and dealing with contradictions should be a humane and democratic process. The full range of human skills and attitudes is valued and directed towards championing a democratic and responsible society. Education is based on deep values to do with the fulfilment of the potential of every individual in a global system which has sustainability, mutual respect and appreciation of diversity as its core. Education systems locally and globally share the most enlightened pedagogies, resources and networks. Education should be designed as a process that responds to opportunities and combines duty, effort/challenge and open-ended joyful learning experience. Educational institutions are public spaces and places of encounter and learning for all citizens irrespective of their differences. The delivery of education should be run on the principle of efficiency, effectiveness, sustainability, accountability and transparency. Quelle: Interdisziplinäre Workshops mit globalen Vordenkern, Bertelsmann Stiftung 2007
Eine Vision für Bildung: Homogenität vs. Vielfalt Herausforderung: Gerechtigkeit UND Vielfalt Ungerechtigkeit Gerechtigkeit Vielfalt Uniformität Falsch aber romantisch Falsch und abstoßend RIGHT AND ROMANTIC Richtig aber abstoßend Richtig und romantisch Quelle: Sir Michael Barber, Workshop der Bertelsmann Stiftung 2007
Eine Vision für Bildung: Globale Ziele Education is seen as a realized universal entitlement and a joyful experience for every child and every adult. Education being at the heart of a cohesive society, the process of reducing complexity and dealing with contradictions should be a humane and democratic process. The full range of human skills and attitudes is valued and directed towards championing a democratic and responsible society. Education is based on deep values to do with the fulfilment of the potential of every individual in a global system which has sustainability, mutual respect and appreciation of diversity as its core. Education systems locally and globally share the most enlightened pedagogies, resources and networks. Education should be designed as a process that responds to opportunities and combines duty, effort/challenge and open-ended joyful learning experience. Educational institutions are public spaces and places of encounter and learning for all citizens irrespective of their differences. The delivery of education should be run on the principle of efficiency, effectiveness, sustainability, accountability and transparency. Quelle: Interdisziplinäre Workshops mit globalen Vordenkern, Bertelsmann Stiftung 2007
Opting-out-Risiko der Bildungseliten:  „befriedigendes“ Bildungssystem reicht nicht aus hervorragend    sich binden gut    bleiben    unzufrieden sein befriedigend    fliehen schlecht Quelle: Sir Michael Barber, Workshop der Bertelsmann Stiftung 2007
1. Zugang für alle sichern   Hochwertige staatliche Bildung ab der frühen Kindheit. Drei Leitziele für das deutsche Bildungssystem 2. Bildungsungerechtigkeiten beseitigen   Förderndes und nicht selektives Bildungssystem. 3. Ganzheitliche Bildung ausbauen   Vielfältige Dimension von Kompetenzen wertschätzen. Informelle und formelle Lernorte einbeziehen. Wirk- same Investi-tionen
Welche Komplikationen gilt es mit Blick auf Handlung zu berücksichtigen? Was ist der gesellschaftliche Kontext für frühkindliche Bildung in der modernen Welt? Welche Elemente einer Vision für Bildung im Allgemeinen und frühkindliche Bildung im Besonderen sind in diesem Kontext notwendig? Welche Komplikationen gilt es mit Blick auf Handlung zu berücksichtigen? Welche Handlungsansätze sind für eine konkrete Umsteuerung hilfreich? Agenda
Bildungsexpansion teilweise erfolgreich: Absolventen der allgemein bildenden Schulen 1960 bis 2003 Ab solventen in 1.000 Realschulabschluss Hochschulreife Hauptschulabschluss ohne Hauptschulabschluss Quelle: BMBF, Grund- und Strukturdaten 2005 1 Teilstrich = 5 Jahre 1 Teilstrich = 1 Jahr
Ausländische Schulabgänger und allgemeine Hochschulreife Quelle: Wegweiser Kommune, Bertelsmann Stiftung ausländische Schulabgänger Schulabgänger insgesamt
Schulabschlusswunsch der Eltern für ihr Kind nach eigenem Schulabschluss Quelle: IFS-Umfrage 2004, Die Schule im Spiegel der öffentlichen Meinung Abitur Mittlere Reife Hauptschule Schulabschluss der Eltern Wunsch der Eltern für ihr Kind: Hauptschule Mittlere Reife Abitur
Schulabschlusswunsch der Kinder: Angestrebter Schul-abschluss „Abitur“ nach sozialer Herkunftsschicht (Befragte: 8 bis 11-Jährige) Quelle: World Vision Kinderstudie 2007
Teilhabe von Kindern an frühkindlicher Bildung variiert stark in den verschiedenen Bundesländern  (2006) Quelle: Ländermonitor frühkindlicher Bildungssysteme (Bertelsmann Stiftung, 2008)
Quote der Inanspruchnahme von Kindertages-einrichtungen und Tagespflege von Kindern unter 3 J. Quelle: DJI Zahlenspiegel 2007, Datengrundlage SOEP nach Bildung der Eltern
Quote der Inanspruchnahme von Kindertages-einrichtungen und Tagespflege von Kinder unter 3 J. Besuch ja Mutter in Deutschland geboren Besuch nein ja Besuch nein Mutter nicht in Deutschland geboren Quelle: DJI Zahlenspiegel 2007, Datengrundlage SOEP nach Migrationshintergrund
Welche Handlungsansätze sind für eine konkrete Umsteuerung hilfreich? Was ist der gesellschaftliche Kontext für frühkindliche Bildung in der modernen Welt? Welche Elemente einer Vision für Bildung im Allgemeinen und frühkindliche Bildung im Besonderen sind in diesem Kontext notwendig? Welche Komplikationen gilt es mit Blick auf Handlung zu berücksichtigen? Welche Handlungsansätze sind für eine konkrete Umsteuerung hilfreich? Agenda
Zu diskutierende Handlungsansätze für Kongress Kein „unwirtschaftliches“ Sparen Transparenz und evidenzbasierte Bildungssteuerung Ressourceneinsatz an Ziele koppeln Bewusstsein für Folgekosten schaffen Grundlagen und Kultur für faktenbasierte Governance entwickeln Konzepte und politischer Wille für bedarfsorientierte Mittelverteilung
Statt eines Fazits: Die persönliche Betroffenheit aus entwicklungspsychologischer Sicht Entwicklungspfad Plastizität Plastizität Quelle: Staudinger 2007 Kindheit Alter Kulturelle und biologische Ressourcen Optionen für neue Arbeit  Bildungsbiographien Gesellschaftliches Engagement Lifestyle
Das Konzept und die Ethik eines gelingenden Lebens werden im Kindesalter angelegt Quelle: Media-Perspektiven 6/2005 Fernsehkonsum in Minuten in Deutschland
Vielen Dank für Ihre  Aufmerksamkeit! Dr. Johannes Meier [email_address]

Frühkindliche Bildung als ein Schlüssel

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    Frühkindliche Bildung als ein Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe Dr. Johannes Meier Leipzig, 13. März 2008
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    Erster „Hotspot“: Krippenbesuchund die Wahrscheinlichkeit, das Gymnasium zu besuchen Quelle: SOEP, Berechnungen ETH Zürich, BASS
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    Zweiter „Hotspot“: SozialeBrennpunkte, Segregation und zusätzliche finanzielle Ressourcen In jeder vierten Kita in Deutschland kommt die Mehrheit der Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Ein Drittel dieser Kitas bekommt keine zusätzlichen finanziellen Ressourcen für die Förderung der Kinder. Zusätzliche Mittel fließen überwiegend in Sprachförderung von Kinder mit Migrationshintergrund. „ Soziale Schieflagen bestehen in verdeckter Form … Erst wenn solche Stadtteile/Quartiere sozial segregiert und damit „gekippt“ sind, starten öffentliche Maßnahmen der Integration.“ Studie von Gerda Holz Quelle: „Wer fördert Deutschlands sozial benachteiligte Kinder?“ Eine Studie der Bertelsmann Stiftung, G. Holz, 2007
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    Agenda Was istder gesellschaftliche Kontext für frühkindliche Bildung in der modernen Welt? Welche Elemente einer Vision für Bildung im Allgemeinen und frühkindliche Bildung im Besonderen sind in diesem Kontext notwendig? Welche Komplikationen gilt es mit Blick auf Handlung zu berücksichtigen? Welche Handlungsansätze sind für eine konkrete Umsteuerung hilfreich?
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    Was ist dergesellschaftliche Kontext für frühkindliche Bildung in der modernen Welt? Was ist der gesellschaftliche Kontext für frühkindliche Bildung in der modernen Welt? Welche Elemente einer Vision für Bildung im Allgemeinen und frühkindliche Bildung im Besonderen sind in diesem Kontext notwendig? Welche Komplikationen gilt es mit Blick auf Handlung zu berücksichtigen? Welche Handlungsansätze sind für eine konkrete Umsteuerung hilfreich? Agenda
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    Zusammenhalt der Generationenin Deutschland Staatsausgaben und –einnahmen 2004 und Bevölkerungsprofil 2004 Bevölkerung in 1.000 Alter Bevölkerung 2004 Steuern und Beiträge pro Kopf Transfers und Staatsverbrauch pro Kopf
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    Zusammenhalt der Generationenin Deutschland Staatsausgaben und –einnahmen 2004 und Bevölkerungsprofil 2020 Bevölkerung in 1.000 Alter Bevölkerung 2020 Steuern und Beiträge pro Kopf Transfers und Staatsverbrauch pro Kopf
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    Zusammenhalt der Generationenin Deutschland Staatsausgaben und –einnahmen 2004 und Bevölkerungsprofil 2030 Bevölkerung in 1.000 Alter Bevölkerung 2030 Steuern und Beiträge pro Kopf Transfers und Staatsverbrauch pro Kopf -118 Mrd. € +285 Mrd. € -403 Mrd. €
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    Globale Projektionen für2050 2050 9,1 Mrd. Menschen Verdreifachung in Afghanistan, Burkina Faso, Burundi, im Tschad, Kongo, Osttimor, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Niger sowie Uganda Über die Hälfte des absoluten Zuwachses allein in Indien, Pakistan, Nigeria, Kongo, Bangladesch, Uganda, die USA, Äthiopien und China (sortiert) Verhältnis der Bevölkerungszahlen entwickelte/nicht entwickelte Regionen von 1 : 2 in 1950 zu 1 : 6 in 2050 Entwickelte Länder Verlangsamung des volkswirtschaftlichen Wachstums Kostendynamik im Gesundheitswesen, Pflegesystem und Rentensystem Risiko von Innovationsdefiziten Weniger entwickelte Länder Umwelt- und Ressourcenprobleme durch Überlastung städtischer Regionen Gleichzeitig relativ hohes „revolutionäres“ Potenzial
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    Heute verursachen 18%der Weltbevölkerung 54% der CO²-Emissionen 1. Szenario 2050 Entwickelte Länder: Reduktion CO² um 40% Entwicklungsländer: gleichbleibend/Kopf  Summe = Emissionen auf heutigem Niveau 2. Szenario 2050 Entwickelte Länder: keine Reduktion Entwicklungsländer: Verdoppelung/Kopf  Summe = Emissionen steigen um + 90 % 3. Szenario 2050 Entwickelte Länder: Reduktion CO² um 40% Entwicklungsländer: Verdoppelung/Kopf Summe = Emissionen steigen um + 66 % Zukunft? Erderwärmung: Gebiete mit schnellem Bevölkerungswachstum besonders hart betroffen Überschwemmungen Dürren Migrationswellen
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    Gewichtsentwicklung der WeihnachtsgansGewichtsentwicklung Überraschung!!
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    Der Zukunftsraum istoffen Quelle: in Anlehnung an Ketan Patel „The Master Strategist: Power, Purpose and Principle“ 2005 Zukunftsraum Fundamentale Trends Zeitalter … der ideologischen Kämpfe … eines höheren Bewusstseins Inadäquate ethisch-spirituelle Codes angesichts globaler Risiken … des Eigennutzes und Protektionismus … des globalen Wohlstands Zunehmende Teilhabe ärmerer Nationen bei gleichzeitigem Anstieg von Asymmetrien … der globalen Zerrüttung … des globalen Wirkens Verdichtung von Zeit, Entfernung und Zugang … des belanglosen Zeitvertreibs … des gemeinsamen Engagements … des Individualismus … kollektiver Intelligenz / Lösungen … der Konfusion und Propaganda … der Freiheit und Ideen Riesige Informations- und Kommunikationsströme Zeitalter
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    Welche Elemente einerVision für Bildung im Allgemeinen und frühkindliche Bildung im Besonderen sind in diesem Kontext notwendig? Was ist der gesellschaftliche Kontext für frühkindliche Bildung in der modernen Welt? Welche Elemente einer Vision für Bildung im Allgemeinen und frühkindliche Bildung im Besonderen sind in diesem Kontext notwendig? Welche Komplikationen gilt es mit Blick auf Handlung zu berücksichtigen? Welche Handlungsansätze sind für eine konkrete Umsteuerung hilfreich? Agenda
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    Eine Vision fürBildung: Globale Ziele Education is seen as a realized universal entitlement and a joyful experience for every child and every adult. Education being at the heart of a cohesive society, the process of reducing complexity and dealing with contradictions should be a humane and democratic process. The full range of human skills and attitudes is valued and directed towards championing a democratic and responsible society. Education is based on deep values to do with the fulfilment of the potential of every individual in a global system which has sustainability, mutual respect and appreciation of diversity as its core. Education systems locally and globally share the most enlightened pedagogies, resources and networks. Education should be designed as a process that responds to opportunities and combines duty, effort/challenge and open-ended joyful learning experience. Educational institutions are public spaces and places of encounter and learning for all citizens irrespective of their differences. The delivery of education should be run on the principle of efficiency, effectiveness, sustainability, accountability and transparency. Quelle: Interdisziplinäre Workshops mit globalen Vordenkern, Bertelsmann Stiftung 2007
  • 15.
    Eine Vision fürBildung: Homogenität vs. Vielfalt Herausforderung: Gerechtigkeit UND Vielfalt Ungerechtigkeit Gerechtigkeit Vielfalt Uniformität Falsch aber romantisch Falsch und abstoßend RIGHT AND ROMANTIC Richtig aber abstoßend Richtig und romantisch Quelle: Sir Michael Barber, Workshop der Bertelsmann Stiftung 2007
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    Eine Vision fürBildung: Globale Ziele Education is seen as a realized universal entitlement and a joyful experience for every child and every adult. Education being at the heart of a cohesive society, the process of reducing complexity and dealing with contradictions should be a humane and democratic process. The full range of human skills and attitudes is valued and directed towards championing a democratic and responsible society. Education is based on deep values to do with the fulfilment of the potential of every individual in a global system which has sustainability, mutual respect and appreciation of diversity as its core. Education systems locally and globally share the most enlightened pedagogies, resources and networks. Education should be designed as a process that responds to opportunities and combines duty, effort/challenge and open-ended joyful learning experience. Educational institutions are public spaces and places of encounter and learning for all citizens irrespective of their differences. The delivery of education should be run on the principle of efficiency, effectiveness, sustainability, accountability and transparency. Quelle: Interdisziplinäre Workshops mit globalen Vordenkern, Bertelsmann Stiftung 2007
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    Opting-out-Risiko der Bildungseliten: „befriedigendes“ Bildungssystem reicht nicht aus hervorragend  sich binden gut  bleiben  unzufrieden sein befriedigend  fliehen schlecht Quelle: Sir Michael Barber, Workshop der Bertelsmann Stiftung 2007
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    1. Zugang füralle sichern Hochwertige staatliche Bildung ab der frühen Kindheit. Drei Leitziele für das deutsche Bildungssystem 2. Bildungsungerechtigkeiten beseitigen Förderndes und nicht selektives Bildungssystem. 3. Ganzheitliche Bildung ausbauen Vielfältige Dimension von Kompetenzen wertschätzen. Informelle und formelle Lernorte einbeziehen. Wirk- same Investi-tionen
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    Welche Komplikationen giltes mit Blick auf Handlung zu berücksichtigen? Was ist der gesellschaftliche Kontext für frühkindliche Bildung in der modernen Welt? Welche Elemente einer Vision für Bildung im Allgemeinen und frühkindliche Bildung im Besonderen sind in diesem Kontext notwendig? Welche Komplikationen gilt es mit Blick auf Handlung zu berücksichtigen? Welche Handlungsansätze sind für eine konkrete Umsteuerung hilfreich? Agenda
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    Bildungsexpansion teilweise erfolgreich:Absolventen der allgemein bildenden Schulen 1960 bis 2003 Ab solventen in 1.000 Realschulabschluss Hochschulreife Hauptschulabschluss ohne Hauptschulabschluss Quelle: BMBF, Grund- und Strukturdaten 2005 1 Teilstrich = 5 Jahre 1 Teilstrich = 1 Jahr
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    Ausländische Schulabgänger undallgemeine Hochschulreife Quelle: Wegweiser Kommune, Bertelsmann Stiftung ausländische Schulabgänger Schulabgänger insgesamt
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    Schulabschlusswunsch der Elternfür ihr Kind nach eigenem Schulabschluss Quelle: IFS-Umfrage 2004, Die Schule im Spiegel der öffentlichen Meinung Abitur Mittlere Reife Hauptschule Schulabschluss der Eltern Wunsch der Eltern für ihr Kind: Hauptschule Mittlere Reife Abitur
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    Schulabschlusswunsch der Kinder:Angestrebter Schul-abschluss „Abitur“ nach sozialer Herkunftsschicht (Befragte: 8 bis 11-Jährige) Quelle: World Vision Kinderstudie 2007
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    Teilhabe von Kindernan frühkindlicher Bildung variiert stark in den verschiedenen Bundesländern (2006) Quelle: Ländermonitor frühkindlicher Bildungssysteme (Bertelsmann Stiftung, 2008)
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    Quote der Inanspruchnahmevon Kindertages-einrichtungen und Tagespflege von Kindern unter 3 J. Quelle: DJI Zahlenspiegel 2007, Datengrundlage SOEP nach Bildung der Eltern
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    Quote der Inanspruchnahmevon Kindertages-einrichtungen und Tagespflege von Kinder unter 3 J. Besuch ja Mutter in Deutschland geboren Besuch nein ja Besuch nein Mutter nicht in Deutschland geboren Quelle: DJI Zahlenspiegel 2007, Datengrundlage SOEP nach Migrationshintergrund
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    Welche Handlungsansätze sindfür eine konkrete Umsteuerung hilfreich? Was ist der gesellschaftliche Kontext für frühkindliche Bildung in der modernen Welt? Welche Elemente einer Vision für Bildung im Allgemeinen und frühkindliche Bildung im Besonderen sind in diesem Kontext notwendig? Welche Komplikationen gilt es mit Blick auf Handlung zu berücksichtigen? Welche Handlungsansätze sind für eine konkrete Umsteuerung hilfreich? Agenda
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    Zu diskutierende Handlungsansätzefür Kongress Kein „unwirtschaftliches“ Sparen Transparenz und evidenzbasierte Bildungssteuerung Ressourceneinsatz an Ziele koppeln Bewusstsein für Folgekosten schaffen Grundlagen und Kultur für faktenbasierte Governance entwickeln Konzepte und politischer Wille für bedarfsorientierte Mittelverteilung
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    Statt eines Fazits:Die persönliche Betroffenheit aus entwicklungspsychologischer Sicht Entwicklungspfad Plastizität Plastizität Quelle: Staudinger 2007 Kindheit Alter Kulturelle und biologische Ressourcen Optionen für neue Arbeit Bildungsbiographien Gesellschaftliches Engagement Lifestyle
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    Das Konzept unddie Ethik eines gelingenden Lebens werden im Kindesalter angelegt Quelle: Media-Perspektiven 6/2005 Fernsehkonsum in Minuten in Deutschland
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    Vielen Dank fürIhre Aufmerksamkeit! Dr. Johannes Meier [email_address]