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Thomas A. Bauer, Universität Wien 3. INTERNATIONALES ECO-C SYMPOSIUM CHALLENGE FOR CHANGE, BRATISLAVA  09.10. 09 O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address]
PERSON Personare – durchtönen, durchklingen: wahrgenommen werden in und aus der Menge:  Arenamodell: Maske-Rolle-Selbst PERSÖNLICHKEIT Soziale Zuschreibung aufgrund der Beobachtung von von Eigenschaften und Merkmalen der Darstellung, die Aufmerksamkeit, Attraktion, Interesse, Achtung, Würdigung, Vertrauen verdienen: -  Authentizität – Identität ( Gesicht, Image, Wiedererkennbarkeit ) -  Einzigartigkeit – Unterscheidbarkeit ( Botschaft, Aussage )  -  Standpunkt – Stimmigkeit ( Ort, Stabilität ) -  Offenheit – Transparenz ( Orientierung, Referenz ) -  Individualität – Soziabilität ( Distanz-Nähe-Balance: Beziehung ) O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address]
ZUGÄNGE DER PERSÖNLICHKEITSBESTIMMUNG Erbanlagen –  Vererbungstheoretische Konzepte Biografie –  Geschichts- und Lebenswelttheorien Sozialisation –  Sozialisationstheoretische Konzepte Bildung -  Bildungstheorien Psychodynamik –  Psychologische Theorien Interaktion –  Symbolisch-Interaktionistische Theorien Menschenbild –  Anthropologische Theorie-Hintergründe Verhalten –  Verhaltenstheoretische Konzepte Eigenschaft –  Eigenschaftstheorien Lebenswelt –  Kultur- und Konstruktionstheoretische Konzepte O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address]
PERSÖNLICHKEIT Ein  Kulturmodell , in dem Wertvorstellungen und Deutungen über das Gelingen des Verhältnisses des Individuums zu dessen sozialer, kultureller und symbolischer Umwelt archiviert werden Ein  normatives Modell , mit dem Verhalten orientiert, aber auch gesteuert und kontrolliert wird: Identität als Erfolgsmodell einer organisierten Gesellschaft Identität –  ein repressives Modell (Kongruenz)? (vgl. Jürgen Habermas) -  ein Erfolgsmodell (Kombatibilität)? (vgl. Erich Fromm) - O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address]
PERSÖNLICHKEIT Ein  emanzipatorisches Modell  der sozialen Intelligenz: Balance von Assimilation und Akkommodation, Assoziierung und Dissoziierung  (vgl. Jean Piaget) Ein  Kompetenzmodell:  die Erscheinung (Performance) eines Individuums wird glaubwürdig durch kommunikative Zuständigkeit & Zumutung, Zutrauen & Verantwortung  (vgl. Viktor Frankl) - O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address]
Persönlichkeit im Wandel der Lebenswelten Neue Umgebungen: Migration, Medialität, Globalisierung Neue Kriterien: Medialität des öffentlichen und privaten Lebens Aufmerksamkeit als Währung Anschluss als Erfolgskriterium Öffentlichkeit als Chance und Risiko Inszenierung als Code der Verfügbarkeit Vergleichskonkurrenz Authentizität als Überraschungsmoment Emanzipation als gesellschaftspolitischer Horizont O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address]
Persönlichkeit im Wandel der Medienwelten Neue Kompetenzen bei: Kommunikation:     Elaborierte Verständigung /    Differenzoption Interaktionsmanagement:  Diversity, Ambiguitätstoleranz,    Cross-cultural communication Selbstmanagament:     Kontextuelles Selbst Konfliktmanagement:   Kontingenz, Dialektik, Dialog Team:   Interdependenz O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address]
O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address] Sozial: :  Kommunikation  - das Instrument des Austausches von Wissen,  Erfahrung, Bedeutung - unter Anwendung gesellschaftlicher Rollen Technisch : Kommunikation als Ver- und Übermittlung von Information:  Ursachen (Stimulus) mit Wirkung (response): Kulturell : Kommunikation als sozialer Ort der Definition von Identität,  Individualität, Gesellschaft im Modell von Dskurs und Dialog: philosophisch: Kommunikation als Bestimmung des Unbestimmten-  Kommunikation als Kultur- und Kompetenzprogramm:
Medialisierung:  Beobachtung der zunehmende Ausrichtung und Wahrnehmung von Rollen, Habitus, Auftritt und Erscheinung am ästhetischen Paradigma (assertiver Effekt und Affekt) von Medien und Mediengebrauch:  Zunehmende Ausrichtung von Informationsmanagement, Kommunikationsmanagement, Wissensmanagement,  der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, wissenschaftlichen Diskurse und der alltäglichen Konversation nach Krietrien medialer Ästhetik Ökonomie der Aufmerksamkeit (Medienposition)  Kultur der Wahrnehmung (Medienrelevanz) Medialisierung von Identität, Individualität, Subjektivität, Soziabilität Kompetenzforderung: technisch, kognitiv, ästhetisch, ethisch O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address]
Bildungskompetenz: Paradigmenwechsel in Zuständigkeit, Verantwortung, Zumutung und Zutrauen  Institutional Turn :  De-Institutionalisierung  (Grenzen der Organisation in Kapazität, Zuständigkeit, Verantwortung, Umstellung des Vertrauensmechanismus) New Environment: Medienbildung  (Bildung im Modell von Medien bzw. als soziale Praxis im Modell des Mediengebrauchs (siehe: Mediatisierung/Medialisierung): Konvergenz der Rollen (Lehrer-Schüler), hybride Konstruktion des Wissens, Multioptionalität, De-Elitisierung, Emanzipation, Heterarchie, Heräsie, Konversation ) O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address]
O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address] Kulturmodell Kompetenz Kompetenz ist nicht eine natürliche Qualität, sondern eine kultürliche  Unterstellung – eine Interpretation der Grundlagen des Menschen, durch Haltungen im Modus des Verhaltens Verhältnisse zu schaffen in  denen er der Souverän ist:, Autonomie des Willens für Wahrheit und Selbst Humanmodell Kompetenz Der Kompetenzbegriff repräsentiert eine anthropologische Beobachtung  D er Balance von Risiken und Chancen des Überlebens durch Mittel, die  D em Menschen eigen sind: Souveränität, Identität, Rationalität, Wissen, Bewusstsein, Gewissen, objektive Distanz... Personenmodell Kompetenz Kompetenz (des persönlichen Lebens) ist die Fähigkeit, Zuständigkeit,  Souveränität zur autonomen Gestaltugn von Persönlichkeit, sozialen  Beziehungen und Lebensvollzug im souveränen Umgang mit  gesellschaftlichen Erartungen  –  mitbedingt durch Erfahrungen aus Sozialisation und Personalisation
O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address] Sozialmodell Kompetenz Kompetenz ist die Reflexion der Gesellschaft und der jeweils spezifischen Lebenszusammenhänge im Spiegel des individuellen Lebensvollzugs:  Sozialisation, Diskursordnungen Kompetenzwerte: Anschlussfähigkeit, Rollensicherheit,  Assimilations-Akkommodations-Inteligenz Literacy-Modell Kompetenz ist Performance-Wissen, Anwendung von Techniken,  Logiken, Strategien  und  Methoden (Fähigkeit, Fertigkeit) zur  Sicherstellung von Durchblick (Analyse) und bewusst-kreativem  Gebrauch zur Sicherstellung von Effekt und Erfolg Kompetenzwerte: hard skills (Techniken) soft skills (Habitus),  rationaler Gebrauch
O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address] Probleme hinter diesen Konzepten : Kompetenz ein  Glücks- /Problemmode ll in einer im Modell von  Ökonomie gedachen Gesellschaft: Rechenbarkeit, Standardisierung, Schematizität, Wettbewerb, Aufwandsminimierung, Erfolgsmaximierung Modelle von Identität und  Sozietät sind kulturell kontextualisert: Kontrollkonzept / Identitätsdogma  (Kongruenz, Kompatibilität)  für Einheitsgesellschaften  –  unterschiedlich abgesichert für  Individualgesellschaft, Familiengesellschaft, Herrschaftsgesellschaft Elite-Modell Kompetenz? Stress-Faktor für minder  privilegierte Lebenszusammenhänge , Dilemma-Faktor für Heranwachsende im Rahmen einer Gesellschaft mit schwacher Kompetenzstruktur Fixierung auf  performativen Erfolg  reduziert das Commitment mit sich und der Umwelt auf Verhaltenstechniken
O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address] Das allgemeine Kompetenz- Modell : Kompetenz ist (als normativer Begriff) auf die  sozialen Vereinbarungen über soziale und individuelle Werte  gerichtet Kompetenz ist (als kritischer Begriff) auf die Unterscheidung von  System(-forderungen) und Lebenswelt(-bewusstsein) gerichtet Kompetenz ist (als pragmatischer Begriff) auf die Möglichkeit  von Lernen und Entwicklung (Performance) gerichtet
O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address] Persönlichkeitsbildung als integriertes Bildungskonzept  Persönlichkeit :  Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Selbstorganisation,  Selektion, Ich-Wahrnehmung Gesellschaft :  Diskurs-Anschluss, soziale und transkulturelle  Aufmerksamkeit, Umweltwahrnehmung Öffentlichkeit :  Teilnahme/Teilhabe, Unterscheidung, Standpunkte Bildung:  Selbstreflexion  Umweltreflexion Organisation: Strukturierung, Management, Professionalität
O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer  [email_address] BAUER, Thomas A. / ORTNER, Gerhard E. (HG.) (2001): Medien für Europa.  Module für die zeitgeschichtliche Erwachsenenbildung. Düsseldorf: B&B BEHMER, Markus / Krotz, Friedrich / Stöber, Rudolf (Hg.) (2003):Medienentwicklung  und gesellschaftlicher Wandel – Beiträge zu einer theoretischen und empirischen  Herausforderung. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag SCHMIDT, Siegfried J. (2005): Lernen, Wissen, Kompetenz, Kultur.  Vorschläge zur Bestimmung von vier Unbekannten. Heidelberg: Carl- Auer

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  • 1. Thomas A. Bauer, Universität Wien 3. INTERNATIONALES ECO-C SYMPOSIUM CHALLENGE FOR CHANGE, BRATISLAVA 09.10. 09 O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address]
  • 2. PERSON Personare – durchtönen, durchklingen: wahrgenommen werden in und aus der Menge: Arenamodell: Maske-Rolle-Selbst PERSÖNLICHKEIT Soziale Zuschreibung aufgrund der Beobachtung von von Eigenschaften und Merkmalen der Darstellung, die Aufmerksamkeit, Attraktion, Interesse, Achtung, Würdigung, Vertrauen verdienen: - Authentizität – Identität ( Gesicht, Image, Wiedererkennbarkeit ) - Einzigartigkeit – Unterscheidbarkeit ( Botschaft, Aussage ) - Standpunkt – Stimmigkeit ( Ort, Stabilität ) - Offenheit – Transparenz ( Orientierung, Referenz ) - Individualität – Soziabilität ( Distanz-Nähe-Balance: Beziehung ) O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address]
  • 3. ZUGÄNGE DER PERSÖNLICHKEITSBESTIMMUNG Erbanlagen – Vererbungstheoretische Konzepte Biografie – Geschichts- und Lebenswelttheorien Sozialisation – Sozialisationstheoretische Konzepte Bildung - Bildungstheorien Psychodynamik – Psychologische Theorien Interaktion – Symbolisch-Interaktionistische Theorien Menschenbild – Anthropologische Theorie-Hintergründe Verhalten – Verhaltenstheoretische Konzepte Eigenschaft – Eigenschaftstheorien Lebenswelt – Kultur- und Konstruktionstheoretische Konzepte O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address]
  • 4. PERSÖNLICHKEIT Ein Kulturmodell , in dem Wertvorstellungen und Deutungen über das Gelingen des Verhältnisses des Individuums zu dessen sozialer, kultureller und symbolischer Umwelt archiviert werden Ein normatives Modell , mit dem Verhalten orientiert, aber auch gesteuert und kontrolliert wird: Identität als Erfolgsmodell einer organisierten Gesellschaft Identität – ein repressives Modell (Kongruenz)? (vgl. Jürgen Habermas) - ein Erfolgsmodell (Kombatibilität)? (vgl. Erich Fromm) - O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address]
  • 5. PERSÖNLICHKEIT Ein emanzipatorisches Modell der sozialen Intelligenz: Balance von Assimilation und Akkommodation, Assoziierung und Dissoziierung (vgl. Jean Piaget) Ein Kompetenzmodell: die Erscheinung (Performance) eines Individuums wird glaubwürdig durch kommunikative Zuständigkeit & Zumutung, Zutrauen & Verantwortung (vgl. Viktor Frankl) - O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address]
  • 6. Persönlichkeit im Wandel der Lebenswelten Neue Umgebungen: Migration, Medialität, Globalisierung Neue Kriterien: Medialität des öffentlichen und privaten Lebens Aufmerksamkeit als Währung Anschluss als Erfolgskriterium Öffentlichkeit als Chance und Risiko Inszenierung als Code der Verfügbarkeit Vergleichskonkurrenz Authentizität als Überraschungsmoment Emanzipation als gesellschaftspolitischer Horizont O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address]
  • 7. Persönlichkeit im Wandel der Medienwelten Neue Kompetenzen bei: Kommunikation: Elaborierte Verständigung / Differenzoption Interaktionsmanagement: Diversity, Ambiguitätstoleranz, Cross-cultural communication Selbstmanagament: Kontextuelles Selbst Konfliktmanagement: Kontingenz, Dialektik, Dialog Team: Interdependenz O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address]
  • 8. O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address] Sozial: : Kommunikation - das Instrument des Austausches von Wissen, Erfahrung, Bedeutung - unter Anwendung gesellschaftlicher Rollen Technisch : Kommunikation als Ver- und Übermittlung von Information: Ursachen (Stimulus) mit Wirkung (response): Kulturell : Kommunikation als sozialer Ort der Definition von Identität, Individualität, Gesellschaft im Modell von Dskurs und Dialog: philosophisch: Kommunikation als Bestimmung des Unbestimmten- Kommunikation als Kultur- und Kompetenzprogramm:
  • 9. Medialisierung: Beobachtung der zunehmende Ausrichtung und Wahrnehmung von Rollen, Habitus, Auftritt und Erscheinung am ästhetischen Paradigma (assertiver Effekt und Affekt) von Medien und Mediengebrauch: Zunehmende Ausrichtung von Informationsmanagement, Kommunikationsmanagement, Wissensmanagement, der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, wissenschaftlichen Diskurse und der alltäglichen Konversation nach Krietrien medialer Ästhetik Ökonomie der Aufmerksamkeit (Medienposition) Kultur der Wahrnehmung (Medienrelevanz) Medialisierung von Identität, Individualität, Subjektivität, Soziabilität Kompetenzforderung: technisch, kognitiv, ästhetisch, ethisch O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address]
  • 10. Bildungskompetenz: Paradigmenwechsel in Zuständigkeit, Verantwortung, Zumutung und Zutrauen Institutional Turn : De-Institutionalisierung (Grenzen der Organisation in Kapazität, Zuständigkeit, Verantwortung, Umstellung des Vertrauensmechanismus) New Environment: Medienbildung (Bildung im Modell von Medien bzw. als soziale Praxis im Modell des Mediengebrauchs (siehe: Mediatisierung/Medialisierung): Konvergenz der Rollen (Lehrer-Schüler), hybride Konstruktion des Wissens, Multioptionalität, De-Elitisierung, Emanzipation, Heterarchie, Heräsie, Konversation ) O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address]
  • 11. O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address] Kulturmodell Kompetenz Kompetenz ist nicht eine natürliche Qualität, sondern eine kultürliche Unterstellung – eine Interpretation der Grundlagen des Menschen, durch Haltungen im Modus des Verhaltens Verhältnisse zu schaffen in denen er der Souverän ist:, Autonomie des Willens für Wahrheit und Selbst Humanmodell Kompetenz Der Kompetenzbegriff repräsentiert eine anthropologische Beobachtung D er Balance von Risiken und Chancen des Überlebens durch Mittel, die D em Menschen eigen sind: Souveränität, Identität, Rationalität, Wissen, Bewusstsein, Gewissen, objektive Distanz... Personenmodell Kompetenz Kompetenz (des persönlichen Lebens) ist die Fähigkeit, Zuständigkeit, Souveränität zur autonomen Gestaltugn von Persönlichkeit, sozialen Beziehungen und Lebensvollzug im souveränen Umgang mit gesellschaftlichen Erartungen – mitbedingt durch Erfahrungen aus Sozialisation und Personalisation
  • 12. O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address] Sozialmodell Kompetenz Kompetenz ist die Reflexion der Gesellschaft und der jeweils spezifischen Lebenszusammenhänge im Spiegel des individuellen Lebensvollzugs: Sozialisation, Diskursordnungen Kompetenzwerte: Anschlussfähigkeit, Rollensicherheit, Assimilations-Akkommodations-Inteligenz Literacy-Modell Kompetenz ist Performance-Wissen, Anwendung von Techniken, Logiken, Strategien und Methoden (Fähigkeit, Fertigkeit) zur Sicherstellung von Durchblick (Analyse) und bewusst-kreativem Gebrauch zur Sicherstellung von Effekt und Erfolg Kompetenzwerte: hard skills (Techniken) soft skills (Habitus), rationaler Gebrauch
  • 13. O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address] Probleme hinter diesen Konzepten : Kompetenz ein Glücks- /Problemmode ll in einer im Modell von Ökonomie gedachen Gesellschaft: Rechenbarkeit, Standardisierung, Schematizität, Wettbewerb, Aufwandsminimierung, Erfolgsmaximierung Modelle von Identität und Sozietät sind kulturell kontextualisert: Kontrollkonzept / Identitätsdogma (Kongruenz, Kompatibilität) für Einheitsgesellschaften – unterschiedlich abgesichert für Individualgesellschaft, Familiengesellschaft, Herrschaftsgesellschaft Elite-Modell Kompetenz? Stress-Faktor für minder privilegierte Lebenszusammenhänge , Dilemma-Faktor für Heranwachsende im Rahmen einer Gesellschaft mit schwacher Kompetenzstruktur Fixierung auf performativen Erfolg reduziert das Commitment mit sich und der Umwelt auf Verhaltenstechniken
  • 14. O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address] Das allgemeine Kompetenz- Modell : Kompetenz ist (als normativer Begriff) auf die sozialen Vereinbarungen über soziale und individuelle Werte gerichtet Kompetenz ist (als kritischer Begriff) auf die Unterscheidung von System(-forderungen) und Lebenswelt(-bewusstsein) gerichtet Kompetenz ist (als pragmatischer Begriff) auf die Möglichkeit von Lernen und Entwicklung (Performance) gerichtet
  • 15. O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address] Persönlichkeitsbildung als integriertes Bildungskonzept Persönlichkeit : Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Selbstorganisation, Selektion, Ich-Wahrnehmung Gesellschaft : Diskurs-Anschluss, soziale und transkulturelle Aufmerksamkeit, Umweltwahrnehmung Öffentlichkeit : Teilnahme/Teilhabe, Unterscheidung, Standpunkte Bildung: Selbstreflexion Umweltreflexion Organisation: Strukturierung, Management, Professionalität
  • 16. O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer [email_address] BAUER, Thomas A. / ORTNER, Gerhard E. (HG.) (2001): Medien für Europa. Module für die zeitgeschichtliche Erwachsenenbildung. Düsseldorf: B&B BEHMER, Markus / Krotz, Friedrich / Stöber, Rudolf (Hg.) (2003):Medienentwicklung und gesellschaftlicher Wandel – Beiträge zu einer theoretischen und empirischen Herausforderung. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag SCHMIDT, Siegfried J. (2005): Lernen, Wissen, Kompetenz, Kultur. Vorschläge zur Bestimmung von vier Unbekannten. Heidelberg: Carl- Auer