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Die 12 fiesesten Fragen im Vorstellungsgespräch
Diese Frage sollte ein Bewerber auf die Stelle 
des Senior Recruiting Managers bei Amazon 
beantworten. Hier soll die Kreativität abgeklopft 
werden. Die Personaler wollen wissen, ob man 
in der Lage ist, sich in eine andere Lage hinein zu 
versetzen. "Ich würde zum Beispiel erzählen, wie 
erstaunt ich als Mars-Mensch von den 
Problemen auf der Erde bin, da wir auf dem 
Mars schon viel weiter sind", schlägt 
Bewerbungsexperte Jürgen Hesse vom Berliner 
Büro für Berufsstrategie vor. 
1 
Wie würden Sie 
Probleme lösen, 
wenn Sie vom Mars 
kämen?
Auch solche mathematisch-logischen Fragen 
kommen immer wieder vor. Diese Aufgabe sollte 
ein Business Operations-Praktikant bei Facebook 
lösen. Hier muss man Aufmerksamkeit 
beweisen. Die Antwort ist "N Schlaufen" – es 
sind so viele Schlaufen, wie Seile. Denn wenn 
"keine losen Enden mehr übrig" sein dürfen, 
muss man einen Ring bilden. Hilfreich bei so 
einer Aufgabe ist es, sich eine kleine Skizze zu 
malen. 
2 
Sie haben einen 
Sack mit einer 
Anzahl N von 
Seilen. Ziehen Sie 
zufällig ein Seil 
heraus und 
verknoten Sie es 
mit einem anderen. 
Wiederholen Sie 
dies, bis keine losen 
Enden mehr übrig 
sind. Wie viele 
Schlaufen haben Sie 
letztendlich?
Das wurde ein Personaler bei Twitter gefragt. Hier gilt 
das gleiche wie bei Fragen nach den Stärken und 
Schwächen. "Fragt man im Bewerbungstraining nach 
Schwächen, sieht man auf der Stirn gleich, dass 
demjenigen sofort mindestens drei Schwächen 
einfallen", erzählt Hesse. Was wir nicht können, fällt 
uns meist leichter auf als unsere Stärken. Solche 
Antworten sollte man sich im Voraus überlegen. Hier 
kann es auch helfen, Freunde und Familie zu fragen, 
die vielleicht schneller und ganz andere Stärken 
sehen, als man bei sich selbst finden würde. Bei der 
Frage, warum man eben nicht eingestellt werden 
sollte, kann man sich charmant herauslavieren und 
etwa antworten: "Bitte haben Sie Verständnis, dass 
ich Ihnen das jetzt nicht sagen kann – damit würde ich 
mich ja selbst schlecht dastehen lassen." Dann sollte 
man schnell wechseln und viele Gründe für eine 
Einstellung aufzählen. 
3 
Warum sollten wir 
Sie nicht einstellen?
Als Praktikant bei Microsoft muss man sich auf 
solche Fragen gefasst machen. "Hier haben wir 
wieder eine Kreativitätsfrage", erklärt Hesse. In 
die gleiche Kategorie fällt die Frage "Sie wollen 
ein Telefon für Taubstumme entwickeln. Wie 
gehen Sie vor?", die ein Produkt-Manager bei 
Google beantworten sollte. Die Personaler 
wollen sehen, dass man Fantasie besitzt, 
außerhalb der festgefahrenen Bahnen denken 
kann und auch auf ungewöhnliche Fragen nicht 
patzig oder unhöflich reagiert. "Man lernt den 
Bewerber so noch einmal von einer anderen 
Seite kennen". 
4 
Wie würden Sie 
einen Fahrstuhl 
designen?
Das wurde ein Sales Associate beim 
Unternehmen Pacific Sunwear gefragt. Jürgen 
Hesse erklärt: Hier handelt es sich um eine 
Psycho-Frage. Sie soll den Bewerber aus der 
Ruhe bringen. Doch auch die metaphorische 
Ebene sollte man bei solchen Fragen beachten: 
Wer hier "Stoppschild" antwortet, sammelt 
sicher Minuspunkte – wer braucht schon 
Bremser im Team. Charmanter wäre zum 
Beispiel ein Autobahn-Schild. Es weist die 
Richtung zu einem schnelleren Weg. 
5 
Wenn Sie ein 
Straßenschild 
wären, was wären 
Sie?
Diese Frage sollte einen Investment- 
Praktikanten bei AIG aus dem Konzept bringen. 
Eigentlich ist die Lösung total einfach, man 
vermutet in der Formulierung nur eine 
Gemeinheit. Wer hier nervös wird und einen 
Blackout bekommt, sollte sich ein Blatt Papier 
und einen Stift zu Hilfe nehmen. Man malt 
einfach einen Kreis und macht zwei Kreuze durch 
– da sind die acht Stücke. 
6 
Wie schneiden Sie 
einen runden 
Kuchen in acht 
gleiche Stücke?
Ein Operations-Analyst bei Goldman Sachs 
Operations-Analyst bei Goldman Sachs sollte 
diese Frage beantworten. Wer hier sagt "zehn 
Tonnen" oder "zehn Megatonnen", der liegt 
gehörig daneben. Solche Schätz-Fragen sollen 
die Allgemeinbildung abklopfen – niemand 
erwartet eine exakte Zahl. In die gleiche 
Kategorie fallen Fragen wie "Was glauben Sie, 
wie viele Menschen in Deutschland haben ein 
Handy?". Man kann sich helfen, indem man sich 
an die Lösung herantastet und das laut 
ausspricht. Etwa: "Es gibt rund 82 Millionen 
Deutsche, wenn man Babys, sehr alte und arme 
Menschen abzieht, sind es vielleicht rund 60 
Millionen." 
7 
Wie viel wiegt eine 
Boeing 707?
Diese Aufgabe bekam ein Technischer Ingenieur 
bei Tesla Motors gestellt. Der Fachmann wird 
wohl wissen, was ein Dynamometer ist – mit der 
Forderung, es kindgerecht zu erklären, soll der 
Job-Anwärter auch sein Gefühl für Worte 
beweisen und zeigen, dass er sich Mühe gibt, 
komplizierte Sachverhalte einem Laien geduldig 
zu erklären. 
8 
Wie würden Sie 
einem achtjährigen 
Kind einen 
Dynamometer 
beschreiben?
"Eine klare Psycho-Frage", urteilt Hesse. So eine 
Frage nach dem Glauben ist eigentlich nicht 
erlaubt – eine Ausnahme sind kirchliche 
Einrichtungen. Ein Merchandiser bei PepsiCo 
wurde die Frage trotzdem gestellt – man sollte 
in so einer Situation nun nicht auf stur stellen 
und gar nicht antworten oder mit erhobenem 
Zeigefinger "Das dürfen Sie nicht fragen" 
antworten. Besser: Mit einer Gegenfrage 
kommen, etwa "Gibt es aufgrund der Tätigkeit 
einen bestimmten Grund, warum Sie nach 
meiner Konfession fragen?". 
9 
Glauben Sie an eine 
höhere Macht?
Wer ein Praktikum bei Apple machen will, muss 
sich auf diese Frage gefasst machen. Hier geht es 
darum, die Fantasie spielen zu lassen. Spinnen 
Sie einfach herum – es gibt kein Richtig und 
Falsch. Wem partout nichts anderes einfällt, als 
"drauftreten", der sollte vielleicht besser die 
Gegenfrage stellen, warum die schöne Uhr denn 
zerstört werden muss. 
10 
Was ist der 
kreativste Weg, wie 
Sie eine Uhr 
zerstören können?
Damit sah sich ein Verwaltungsassistent bei 
Google konfrontiert. "Schreiben" galt dabei nicht 
als Antwort. Solche Kreativitätsfragen kommen 
in abgewandelter Form immer wieder vor. Eine 
Version ist etwa "Was für Bücher gibt es?". Da 
sei bei vielen schon nach "Krimis" Schluss, 
erzählt Hesse. Andere können unzählige 
herunterbeten. Hier hilft das spielerische Üben 
solcher Brainstormings, zum Beispiel "Welche 
Automarken gibt es?" oder "Wie viele Farben 
fallen Ihnen ein?". 
11 
Sie bekommen eine 
Kiste mit 
Bleistiften. Nennen 
Sie zehn Dinge, die 
Sie damit anstellen 
können.
Nicht nur, wer sich als Associate Consultant bei 
Microsoft vorstellt, sollte sich vorher gut über das 
Unternehmen, in dem man arbeiten möchte, 
informieren. 
12 
Nennen Sie so viele 
Microsoft-Produkte 
wie möglich! Seien Sie 
ehrlich: Wäre Ihnen 
mehr eingefallen, als 
"Windows"?
Gute Literatur zum Thema 
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Die 12 fiesesten Fragen im Vorstellungsgespräch

  • 1. Die 12 fiesesten Fragen im Vorstellungsgespräch
  • 2. Diese Frage sollte ein Bewerber auf die Stelle des Senior Recruiting Managers bei Amazon beantworten. Hier soll die Kreativität abgeklopft werden. Die Personaler wollen wissen, ob man in der Lage ist, sich in eine andere Lage hinein zu versetzen. "Ich würde zum Beispiel erzählen, wie erstaunt ich als Mars-Mensch von den Problemen auf der Erde bin, da wir auf dem Mars schon viel weiter sind", schlägt Bewerbungsexperte Jürgen Hesse vom Berliner Büro für Berufsstrategie vor. 1 Wie würden Sie Probleme lösen, wenn Sie vom Mars kämen?
  • 3. Auch solche mathematisch-logischen Fragen kommen immer wieder vor. Diese Aufgabe sollte ein Business Operations-Praktikant bei Facebook lösen. Hier muss man Aufmerksamkeit beweisen. Die Antwort ist "N Schlaufen" – es sind so viele Schlaufen, wie Seile. Denn wenn "keine losen Enden mehr übrig" sein dürfen, muss man einen Ring bilden. Hilfreich bei so einer Aufgabe ist es, sich eine kleine Skizze zu malen. 2 Sie haben einen Sack mit einer Anzahl N von Seilen. Ziehen Sie zufällig ein Seil heraus und verknoten Sie es mit einem anderen. Wiederholen Sie dies, bis keine losen Enden mehr übrig sind. Wie viele Schlaufen haben Sie letztendlich?
  • 4. Das wurde ein Personaler bei Twitter gefragt. Hier gilt das gleiche wie bei Fragen nach den Stärken und Schwächen. "Fragt man im Bewerbungstraining nach Schwächen, sieht man auf der Stirn gleich, dass demjenigen sofort mindestens drei Schwächen einfallen", erzählt Hesse. Was wir nicht können, fällt uns meist leichter auf als unsere Stärken. Solche Antworten sollte man sich im Voraus überlegen. Hier kann es auch helfen, Freunde und Familie zu fragen, die vielleicht schneller und ganz andere Stärken sehen, als man bei sich selbst finden würde. Bei der Frage, warum man eben nicht eingestellt werden sollte, kann man sich charmant herauslavieren und etwa antworten: "Bitte haben Sie Verständnis, dass ich Ihnen das jetzt nicht sagen kann – damit würde ich mich ja selbst schlecht dastehen lassen." Dann sollte man schnell wechseln und viele Gründe für eine Einstellung aufzählen. 3 Warum sollten wir Sie nicht einstellen?
  • 5. Als Praktikant bei Microsoft muss man sich auf solche Fragen gefasst machen. "Hier haben wir wieder eine Kreativitätsfrage", erklärt Hesse. In die gleiche Kategorie fällt die Frage "Sie wollen ein Telefon für Taubstumme entwickeln. Wie gehen Sie vor?", die ein Produkt-Manager bei Google beantworten sollte. Die Personaler wollen sehen, dass man Fantasie besitzt, außerhalb der festgefahrenen Bahnen denken kann und auch auf ungewöhnliche Fragen nicht patzig oder unhöflich reagiert. "Man lernt den Bewerber so noch einmal von einer anderen Seite kennen". 4 Wie würden Sie einen Fahrstuhl designen?
  • 6. Das wurde ein Sales Associate beim Unternehmen Pacific Sunwear gefragt. Jürgen Hesse erklärt: Hier handelt es sich um eine Psycho-Frage. Sie soll den Bewerber aus der Ruhe bringen. Doch auch die metaphorische Ebene sollte man bei solchen Fragen beachten: Wer hier "Stoppschild" antwortet, sammelt sicher Minuspunkte – wer braucht schon Bremser im Team. Charmanter wäre zum Beispiel ein Autobahn-Schild. Es weist die Richtung zu einem schnelleren Weg. 5 Wenn Sie ein Straßenschild wären, was wären Sie?
  • 7. Diese Frage sollte einen Investment- Praktikanten bei AIG aus dem Konzept bringen. Eigentlich ist die Lösung total einfach, man vermutet in der Formulierung nur eine Gemeinheit. Wer hier nervös wird und einen Blackout bekommt, sollte sich ein Blatt Papier und einen Stift zu Hilfe nehmen. Man malt einfach einen Kreis und macht zwei Kreuze durch – da sind die acht Stücke. 6 Wie schneiden Sie einen runden Kuchen in acht gleiche Stücke?
  • 8. Ein Operations-Analyst bei Goldman Sachs Operations-Analyst bei Goldman Sachs sollte diese Frage beantworten. Wer hier sagt "zehn Tonnen" oder "zehn Megatonnen", der liegt gehörig daneben. Solche Schätz-Fragen sollen die Allgemeinbildung abklopfen – niemand erwartet eine exakte Zahl. In die gleiche Kategorie fallen Fragen wie "Was glauben Sie, wie viele Menschen in Deutschland haben ein Handy?". Man kann sich helfen, indem man sich an die Lösung herantastet und das laut ausspricht. Etwa: "Es gibt rund 82 Millionen Deutsche, wenn man Babys, sehr alte und arme Menschen abzieht, sind es vielleicht rund 60 Millionen." 7 Wie viel wiegt eine Boeing 707?
  • 9. Diese Aufgabe bekam ein Technischer Ingenieur bei Tesla Motors gestellt. Der Fachmann wird wohl wissen, was ein Dynamometer ist – mit der Forderung, es kindgerecht zu erklären, soll der Job-Anwärter auch sein Gefühl für Worte beweisen und zeigen, dass er sich Mühe gibt, komplizierte Sachverhalte einem Laien geduldig zu erklären. 8 Wie würden Sie einem achtjährigen Kind einen Dynamometer beschreiben?
  • 10. "Eine klare Psycho-Frage", urteilt Hesse. So eine Frage nach dem Glauben ist eigentlich nicht erlaubt – eine Ausnahme sind kirchliche Einrichtungen. Ein Merchandiser bei PepsiCo wurde die Frage trotzdem gestellt – man sollte in so einer Situation nun nicht auf stur stellen und gar nicht antworten oder mit erhobenem Zeigefinger "Das dürfen Sie nicht fragen" antworten. Besser: Mit einer Gegenfrage kommen, etwa "Gibt es aufgrund der Tätigkeit einen bestimmten Grund, warum Sie nach meiner Konfession fragen?". 9 Glauben Sie an eine höhere Macht?
  • 11. Wer ein Praktikum bei Apple machen will, muss sich auf diese Frage gefasst machen. Hier geht es darum, die Fantasie spielen zu lassen. Spinnen Sie einfach herum – es gibt kein Richtig und Falsch. Wem partout nichts anderes einfällt, als "drauftreten", der sollte vielleicht besser die Gegenfrage stellen, warum die schöne Uhr denn zerstört werden muss. 10 Was ist der kreativste Weg, wie Sie eine Uhr zerstören können?
  • 12. Damit sah sich ein Verwaltungsassistent bei Google konfrontiert. "Schreiben" galt dabei nicht als Antwort. Solche Kreativitätsfragen kommen in abgewandelter Form immer wieder vor. Eine Version ist etwa "Was für Bücher gibt es?". Da sei bei vielen schon nach "Krimis" Schluss, erzählt Hesse. Andere können unzählige herunterbeten. Hier hilft das spielerische Üben solcher Brainstormings, zum Beispiel "Welche Automarken gibt es?" oder "Wie viele Farben fallen Ihnen ein?". 11 Sie bekommen eine Kiste mit Bleistiften. Nennen Sie zehn Dinge, die Sie damit anstellen können.
  • 13. Nicht nur, wer sich als Associate Consultant bei Microsoft vorstellt, sollte sich vorher gut über das Unternehmen, in dem man arbeiten möchte, informieren. 12 Nennen Sie so viele Microsoft-Produkte wie möglich! Seien Sie ehrlich: Wäre Ihnen mehr eingefallen, als "Windows"?
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