Die Bologna-Jubiläumsminister/innen-Konferenz 2010 in Wien zielt darauf ab, zehn Jahre des Bologna-Prozesses zu reflektieren, der eine Harmonisierung und Entwicklung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums anstrebt. Kritiker sehen den Prozess jedoch als Vorwand für eine neoliberale Umstrukturierung des Bildungswesens, die die Hochschulen als dienstleistungsorientierte Unternehmen positioniert und damit die Risiken für Studierende erhöht. Während einige Chancen für eine akademische Mobilität und Vielfalt bestehen, gibt es Bedenken hinsichtlich der tatsächlichen Umsetzung und der Bedingungen für den Zugang zu höheren Studienzyklen.