Dr. Martin Winkler Klinik Lüneburger Heide  Bad Bevensen ADHS
ADHS und Beruf - Was ist ADHS? - Funktionelle Auswirkungen - Einen Beruf finden ? - Umgang mit ADHS ADHS und Partnerschaft - Emotionen und ADHS - Kommunikation  - Aus der Praxis
KOMPASS Es geht nicht darum, mehr Fokussierung zu lernen Es geht nicht um noch mehr Organisationsstrukturen Es geht nicht primär um Zeitmanagement Es geht nicht um Struktur Sie müssen IHREN eigenen inneren Kompass finden und sich danach richten können Sie müssen lernen, sich selbst zu akzeptieren und mit Stärken und Schwächen umzugehen. Sie müssen sich selbst WIRKLICH gut kennenlernen Sie müssen lernen ihr Leben möglichst sicher und planvoll zu lenken. Das ist ordentliche psychische ARBEIT Jennifer Koretzky
Der Anfang vor dem Anfang
Symptome im Erwachsenenalter - fangen wir doch mal hiermit an  Ressourcen bei ADHS / ADS - Das Leben mit ADHS bzw. mit einem ADHSler ist selten langweilig...  http://dr.martin.winkler.googlepages.com/ressourcen Kann neue und kreative Lösungen für Probleme finden Stellt sich großen Herausforderungen Anpassungsfähig, kooperativ Abenteurer, leidenschaftlich, lebt außerhalb von engen Grenzen Findet neue Wege zu einem vorgegebenem Ziel Hilfsbereit Ambitioniert – möchte in der Kindheit noch am liebsten „Alles“ werden Künstlerische Kreativität Anziehend – die ADHS-Energie zieht andere Menschen häufig magisch an Sieht das große Ganze Kann in Notfallsituationen und Chaos den Überblick behalten Intuitives Erfassen von Problemen bei anderen Menschen Weiter Fokus – kann mehr sehen und berücksichtigen Kann im Chaos Ordnung gestalten Kann viele Dinge gleichzeitig Kann anderen das Gefühl geben, verstanden zu werden Kann über mehrere Dinge gleichzeitig reden Vielseitige berufliche Karrieren in einem Leben Zentrum der Aufmerksamkeit im Betrieb Kann häufig gut vor anderen Menschen präsentieren oder verkaufen Fühlt sich bei Veränderungen oder Herausforderungen wohl Leidenschaftlich gegenüber anderen und für eine Aufgabe Kann gut Konzeptideen entwerfen Entwickelt sich ständig Leidenschaftlich Kann gut Verknüpfungen herstellen Häufig guter Schriftsteller / Gedichteschreiber Musikalisch Gut in Krisensituationen Tierlieb Sucht möglichst viel Kontrolle und Struktur Kontaktbereit Empathisch und sensibel Unternehmertyp / Gründer Flexibel Typ, den/die man gerne um sich hat Zielorientiert Kann gut andere motivieren Multitaskingfähig Gut im Problemlösen Kann gut in der Öffentlichkeit sprechen (Politiker) Kann andere gut verstehen und auf sie eingehen, empathisch Kann gut Aufgaben delegieren und verteilen Gut in Notfallsituationen Toll beim Brainstorming Humorvoll, manchmal ironisch
und viele viele weitere Stärken und positive Eigenschaften, die es wieder zu entdecken gilt... Guter Geschichtenerzähler Kinder lieben ihn / sie Pragmatiker bei handwerklichen Dingen Arbeitet hart und oft länger als andere Sucht harmonische Beziehungen zu Familienmitgliedern Hilfsbereit bis zur Selbstaufgabe Ständige Energie und in Action Erfasst schnell den Punkt Fähig zum Hyperfocus Ideenschmiede Kann toll visuell (in Bildern) denken Impulsiv und ohne Angst auch mal eine Abfuhr zu bekommen Initiator von Ideen und Projekten Intelligent Nachtmensch, benötigt nicht viel Schlaf Lernbereit / wissbegierig Kann Dinge mehrdimensional und von verschiedenen Seiten beleuchten Vielseitige Interessen und Begabungen Kann Menschen mit geringem Selbstwertgefühl gut unterstützen Nie gelangweilt Spricht aus, was andere denken Ständig da, wenn man ihn oder sie braucht Optimist Philosophisch und ganzheitlich orientiert Verspielt Pragmatisch Schneller Denker Widerstandsfähig, Stehaufmännchen Kann sich häufig gut anpassen und ist flexibel in neuen Gruppen Spontan Erfolgreich in neuen Projekten und Aufgaben Ist anderen Menschen häufig 2 Längen voraus Unorthodox Entdecker / bereit Risiken einzugehen
ADHS -Veranlagung
Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.  Werner von Siemens dt. Erfinder  (1816-1892)
R Barkley Nicht Hyperaktivität unterscheidet Erwachsene mit ADHS von „normalen“ Erwachsenen oder Patienten mit anderen Störungen, sondern - Ablenkbarkeit - impulsives Entscheiden - schlechte Exekutivfunktionen Warum sollten also Kliniker und die Öffentlichkeit durch die Beibehaltung der Symptomatik „Hyperaktivität“ in Symptomlisten nur unnötig verwirrt werden?
DSM-V (hypothetisch) Ist leicht durch äußere Reize ablenkbar Entscheidet sich häufig impulsiv Kann eine Aktivität oder Verhalten nicht stoppen, wenn dies angemessen wäre Beginnt eine Sache ohne genau die Anweisung verstanden oder gelesen zu haben Kann bei fremdbestimmten Aufgaben die Ausdauer nicht aufrechterhalten Kann Dinge schlecht in einer vorgegebenen Reihenfolge machen Fährt mit einem Auto schneller / riskanter als Andere Kann schlecht die Aufmerksamkeit bei Aufgaben oder Freizeitaktivitäten halten Kann für sich selber schlecht Aufgaben und Aktivitäten organisieren
Emotionsregulation und Impulsivität Aufmerksamkeits-Steuerung Selbstorganisation und Handlungplanung
Erklärungsmodell  Aufmerksamkeit / Selbstkontrolle Belohnungssystem Reizoffenheit Aufmerksamkeitssteuerung Hohe Stressempfindlichkeit Emotionale Überflutung = mentaler Dauerstress Fehlende “Sättigung” Unmittelbare Belohnung Geringe Frustrationstoleranz Mangelnde Inhibibition =  Impulskontrolle ADHS Sonuga-Barke.  Neurosci Biobehav Rev.  2003;27:593.
 
Steuerungsschwäche ADHS Störung der Regulationsdynamik Als  Aufmerksamkeitsstörung   wird ein durch eine Verhaltensdiagnose gekennzeichneter medizinischer Zustand gekennzeichnet, bei dem eine erhebliche Beeinträchtigung der Aufmerksamkeitssteuerung charakteristisch ist. Zusätzlich liegen in vielen Fällen klare Anzeichen von Hyperaktivität und / oder Störungen der emotionalen Regulation – hauptsächlich der Impulskontrolle – sowie der Wahrnehmung und Gedächtnisbildung vor.
Selbstorganisation ADHS = Die Lücke zwischen Theorie und Praxis  Nur bei Interesse ist Motivation da Gerade scheinbar einfache Dinge und Aufgaben gelingen mit zunehmender Dauer schlechter Routinen entwickeln sich bedeutend später
Störung der Selbststeuerung ADHS ist genetisch bedingt. Die veränderten neuronalen Netzwerke bedingen in der Wechselwirkung mit Bezugspersonen eine negative Interaktion  Prof. Steinhausen, Zürich ADHS-Kinder und Jugendliche entwickeln ein nicht adäquates Niveau der Selbstregulation Sie produzieren im Vergleich zu Peers desselben Alters/ Intelligenzniveau deutlich ernsthafter ausgeprägt als üblich Selbstregulationsschwankungen ADHSler nutzen die neuronalen Netzwerke anders – suboptimal (?)
12 Symptome bei Erwachsene Aufschieberitis, Probleme anzufangen Organisationsdefizit Zu viele Ideen gleichzeitig Leichte Ablenkbarkeit Versagensgefühle, Potential kann nicht umgesetzt werden Ungeduldig Schnell gelangweilt Kurze Aufmerksam-keitsspanne Unruhe, Anspannung Unfähig zur Entspannung Vergesslich Ständig zu spät
Innerlich unruhig Aber nicht immer offen sichtbar…
Unaufmerksamkeit Kann Anweisungen nicht umsetzen Tagträumereien Langsam bei Alltagsaufgaben Wird schnell gelangweilt Beginnt Aktivitäten ohne sie zu beenden  Vergesslich  Kann Inhalt von Büchern sich nicht merken
ADHS bleibt als Anlage bestehen,  verändert jedoch klinisches Erscheinungsbild bei Erwachsenen   Unaufmerksamkeit Kindheit Pubertät Erwachsene 60%-80% 50-60% Hyperaktivität Impulsivität Sichtbare “ Normal” Beeinträchtigung, unterhalb Diagnosekriterien Diagnosekriterien
Konformität Leistung Konformität Streber Angepasste Stille Außenseiter Unabhängige Non-Konformisten Unbemerkte Mitläufer
Fehlende Orientierung… Ich vermute, daß meine Magersucht und mein schlechtes Filtersystem irgendwie im Zusammenhang stehen. Die Unfähigkeit wichtige und unwichtige Informationen zu trennen, die lange Leitung / Auffassungsgabe und die Vergesslichkeit bewirkt, dass ich mich hilflos fühle und immer alle Leute fragen muss, das wiederum bewirkt eine gewisse Abhängigkeit. Ich merke zunehmend, daß ich nicht in der Lage bin mein Leben selbst zu organisieren. Ich fühle mich überfordert von all der Flut von Aufgaben, die das tägliche Leben an mich stellt und ich kann viele Dinge nicht umsetzen. Chaos im Kopf und Reizüberflutung sind die Folge und Zukunftsängste.  Ich habe Angst älter zu werden.
 
Weiss Functional Impairment Scale Familie Alltagsfertigkeiten  Ausbildung und Beruf  oder Schule / Studium Selbstbild / Selbstwertgefühl Sozialleben Risikoverhalten
Alltagsfertigkeiten Gestörtes Essverhalten  z.B. kein Frühstück keine gemeinsamen Mahlzeiten Essen vor dem Fernseher Heisshungerattacken abends Frustessen  Essen wird vergessen Kein Durst (oder nur Kaffee…)
Routinen Unsystematische Handlungen -> Braucht viel zu lange für Routine- Tätigkeiten
Hotel Mama Rechtzeitige Vorbereitung auf „Selbstständigkeit“ Autonomie-Abhängigkeits-Konflikt -> ADHSler überschätzen sich in ihrer Selbstständigkeitsentwicklung erheblich, klagen aber andere für Fehler an …
Selbstbild  – fehlende Selbstwirksamkeitserwartung Pessimistisch, negative Sicht der Dinge External locus of control Selbst-zentrierter Wahrnehmungsstil Chaotisches Lebensstil Nicht strukturiert / desorganisiert Introvertiert  ADHS ist auch eine Soziale Integrationsstörung
Die Familie leidet Unfähigkeit zum Perspektivenwechsel Bedürfnisse gegenüber Familie werden nicht richtig abgewogen Andere müssen Aufgaben übernehmen Viel Spannungen, wenig gemeinsamer Spaß Angst vor Kontrollverlust bei Aggressionen
Es sind immer die Anderen
Was braucht ein ADHSler? Strukturierung Positive Kontakte (Mentoren) Medienkompetenz = Fernsehen, Videospiele, Internet abschalten Ausreichender Schlaf Regelmässige Ernährung  Bewegung  Notfallkoffer für Rückschläge und Veränderungssituationen
Was fehlt mir …
Was brauchen Jugendliche mit ADHS (nach Neuhaus) Einen roten Faden (!) in allen Lebensbereichen hilfreiche  Strukturen, Strategien und  wertschätzende Unterstützung  (aber nicht Ausnutzen der Eltern oder  Bezugspersonen)
Vorbilder Ein positives Modell… wie man als Erwachsener mit ADHS umgehen kann Humorvoll, syndromtypische Probleme meistern
 
Klare Kommunikation kurze Sätze keine langen Diskussionen positiv Ausdrücken, was man erwartet frühzeitiges Ankündigen von neuen Aufgaben und Erwartungen
Sinnvollen Umgang mit Gefühlen keine emotionellen Spitzen nicht auf Nörgeln eingehen Im Hier und Jetzt bleiben Auszeit später Konflikt klären
Strukturen einhalten Konsequenzen, keine Strafen Auszeit Sandwich- Methode konstruktive Dinge ansprechen Kritik Ermunterung Klare Konsequenzen überlegen
Üben und Vormachen… Hilfen beim Aufbau von neuem Verhalten sehr kurzfristiges Feedback Orientierungsreaktion non-verbal
 
Stressbewältigung ADHSler fühlen sich in Stress-Situationen „wohl“  Können aber schlecht mit Alltagsstressoren umgehen  Fühlen sich leicht „überwältigt“ von scheinbar simplen Anforderungen und Entscheidungen Haben keine systematischen Problembewältigungsstrategien
Schwierigkeiten und Potentiale  5) Hypersensibilität Jähzorn, Impulsivität und Ungeduld Albernheit Ablenkbarkeit Starke Intuition große Energiereserven Humor / kann sogar vor dem Burn-Out bewahren   wenn der Stress zu groß wird Mehrspuriges Bewusstsein Verletzte Gefühle Feinfühlig, Gespür für den richtigen Zeitpunkt, Instinkt Explodieren, sich aus einer Situation nach der anderen verdrücken kraftvolle zielgerichtete Attacken, schnelles Handeln, Gelegenheiten blitzartig nutzen, sofortige Reaktion auf Situation (die andere noch nicht einmal durchschaut haben) Witze reißen oder sich über andere lustig machen, um vom Problem der eigenen Überforderung/Überanstrengung abzulenken Schlagfertigkeit, heitere Seite der Situation sehen können, über jene Dinge lachen, die nicht zu ändern sind, dem Gefühl der Hilflosigkeit die Schärfe nehmen  Was hat man verpasst, während man mit den Gedanken woanders war? Auf mehreren Ebenen gleichzeitig denken, reden und handeln können, in Abläufen am Arbeitsplatz Muster erkennen können
Die ADS-Typen im Beruf Extrovertiertes ADS Tätigkeiten im Verkauf,  in hoch riskanten Berufen,  in der Unterhaltungsbranche. Werden häufig Unternehmer. Wirkt verbal als auch körperlich hyperaktiv Meist herrlicher Sinn für Humor Ist impulsiv und offen Dramatisch, ausdrucksstark und sehr kontaktfreudig Liebt Publikum Lädt sich zur gleichen Zeit mehr auf, als zehn Leute schaffen können
Die ADS-Typen im Beruf Introvertiertes ADS Häufig Handwerker,  Künstler,  Mechanisches Talent oder Technikfreaks. Betreuer und Helfer. Leute, die gern im Freien sind. Impulsiv und sensibel, was jedoch nicht immer gleich festzustellen ist. Denken eher über Dinge nach, als dass sie Dinge tun. Still, aber dabei innerlich rastlos.
Die ADS-Typen im Beruf Stark strukturiertes ADS Militär,  Buchhaltung,  Linienpiloten. Tätigkeiten, bei denen es auf Details und eine stark strukturierte Umgebung ankommt. Braucht Strukturen Sehr bestimmend Extrem fokussiert Wenn sich nur ein Element ihrer Struktur verändert, können sie ausrasten, in Rage geraten und ein Chaos anrichten Neigen dazu, anderen die Schuld zu geben. Beziehungen und Kompromisse fallen schwer.
ADHS, Suchtverhalten und der Arbeitsplatz Weniger Suchterkrankungen Weniger suchtbedingte Ausfälle „  win – win „ - Situation Steigerung der Produktivität Arbeitsbedingungen anpassen ADHS erkennen
Integratives Therapiekonzept Pharmakotherapie Stimulantien / Atomoxetin  Training von Alltagsfertigkeiten Spezifischer  Psychotherapieprozess für ADHS und komorbide Störungen Therapeutisch  geführtes Unterstützungssystem  und die ADHS-Besonderheiten VERSTEHENDE Bezugspersonen
7 Schritte zum Erfolg Machen Sie Dinge, die sie gut können. Vergeuden Sie nicht Zeit damit Dinge tun zu müssen, die sie nicht können (Das haben Sie in der Schule schon genug gehabt) Delegieren Sie Dinge, die Sie nicht können Nutzen sie ihre Kreativität Seien Sie  gut genug  organisiert um ihre Ziele zu erreichen Nehmen Sie den Rat von Menschen an, denen Sie vertrauen.  Halten Sie den Kontakt zu einigen engen Freunden Leben Sie mit ihrer positiven Seite Ned Hallowell, 2005
Neuro-kognitiver Ansatz der Rehabilitation Funktionelles Verständnis von ADHS Optimierung der kognitiven Funktionen = Pharmakotherapie Ressourcenorientierte Bewältigungsstrategien und Umgebungsveränderungen unter Einbeziehung der Angehörigen / soziales Umfeld  Kognitive Therapie / Neubewertung Neue Fertigkeiten erlernen und trainieren Psychotherapeutische Behandlung der komorbiden Störungen / Selbstwertproblematik / Interaktionsstörung  Sozialberatung
Mastering Your Adult ADHD ( Safren, Perlman, Sprich )  Psychoedukation und Einführung Beteiligung der Familienangehörigen Organisation von mehreren Aufgaben Problemlösetraining Organisation von Papierarbeit Geringe Aufmerksamkeitspanne und Ablenkbarkeit Anpassung der Umgebung Kognitives Modell der ADHS Konstruktivere Gedanken Wiederholung  Fertigkeiten im Umgang mit Aufschieben Rückfallprophylaxe
Fertigkeiten Organisation und Planung Aufgabenliste Aufgaben in Teilaufgaben unterteilen Prioritäten  Problemlösetraining TRIAGE und Ablagesystem Umgang mit Ablenkungen Aufgaben an Aufmerksamkeitsspanne anpassen Ablenkungs-Stop Ablenkungen entfernen Wichtige Dinge an eigenem Platz Ablenkungen erkennen („Mache ich was ich tun soll?“) Kognitive Strategien Protokoll von negativen Gedanken Typische „Denkfehler“ bei ADHS Konstruktive Selbstaussagen üben Aufschieberitis
Soziale Kompetenz Kontrolle von Wut und Frustrationen Akzeptanz einer Autorität Schlechte Beziehungen zu Gleichaltrigen Probleme der familiären Interaktion Hochrisikoverhalten Widerstand gegen Versuchungen Anders sein….
Hyperaktivität Körperliche Bewegung ermöglichen Wechsel zwischen Sitzen und Stehen Pausen einplanen Sport und Gymnastik nutzen Mitschreiben oder Zeichnen während Besprechungen Wechsel der Arbeitsorte
Ablenkbarkeit Einzelbüro oder Nutzung von leerstehenden Besprechungsräumen Visuelle Timer als Ablenkungsstop Computer aus Kompatible Kollegen suchen Stimulierende Atmosphäre schaffen Hintergrundkulisse (Lüfter, weisses Rauschen)
Ablenkbarkeit Störquellen wie Klingeln, Durchgangsverkehr etc. beseitigen Ausreichend Schlaf und Bewegung Pünktlichkeit und feste Zeitstrukturen trainieren Pausen einplanen und einhalten Schreibtisch 15 Minuten vor Dienstschluss aufräumen
Coaching Aufgaben  definieren Handlungsschritte festlegen Erfolg überprüfen Selber können Sich kennenlernen
SGB IX umsetzen §1 Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen §5 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wie  berufsorientierende Assessments Teil- und Vollqualifizierung bis zur 2 jährigen Umschulung behindertengerechte Arbeitsplatzgestaltung
 
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! www.klinik-lueneburger-heide.de www.adhs.ch
ADHS und Partnerschaft
Liebe macht blind Liebe erfüllt im psychiatrischen Sinne die Kriterien des Wahns Man(n) / Frau sieht alles rosa-rot
Die positiven Seiten Kreativ in kleinen Dingen Spontan  - macht das Leben spannend Loyal (nicht immer = treu) Empathisch und fürsorgend Intuitives Verstehen Interessant
ADHS und Beziehung Impulsivität : Handeln ohne zu Denken Suche nach Nervenkitzel Provokation zur Stimulation Vergesslichkeit bei Verabredungen Schlechte Kommunikation Mangel an Ordnung / Organisation Geringe Ausdauer Dinge zu erledigen
Unrealistische Träume All you need is love… Ich habe meinen Traumpartner gefunden Ich verstehe seine / ihre Probleme Es war mein Fehler Wenn er nur Medikamente nehmen würde, wäre ALLES anders Kinder würden uns zusammenschweissen
Die Paarbeziehung
Aneinander vorbei reden
Identitätssuche
Emotionale Überflutung Reizüberempfindlichkeit Rasche Erregung, langsame Normalisierung Emotionen, Gedanken und Handlungen überfluten Mädchen mit ADHS -> nicht selten Selbstverletzungen „ Aussteigen“  bei unpassender Ansprache
Validieren von Gefühlen Empathie und Verständnis Bestätigung  Positives Feedback Gemeinsames Erkunden statt Unverständnis Deutungen / Analysen Schuldzuweisungen Spekulationen
Affektive Labilität AD/HS
Gefühlsregulation Intermittierende Dysphorie Überschiessende emotionale Reaktionen Exlodierende Spannung Kurze reaktive depressive Symptome oder Angst Geringe Stresstoleranz
Affektlabilität  Gekennzeichnet ist durch Wechsel zwischen normaler und niedergeschlagener Stimmung sowie leichtgradiger Erregung. Die niedergeschlagene Stimmungslage wird vom Patienten häufig als Unzufriedenheit oder Langeweile beschrieben. Die Stimmungswechsel dauern Stunden bis maximal einige Tage (hat das Verhalten bereits zu ernsthaften oder anhaltenden Schwierigkeiten geführt, können sie sich ausdehnen). Im Gegensatz zur „major depression“ (endogene Depression) finden sich kein ausgeprägter Interessenverlust oder somatische Begleiterscheinungen. Die Stimmungswechsel sind stets reaktiver Art, deren auslösende Ereignisse zurückverfolgt werden können. Gelegentlich treten sie aber auch spontan auf. Aus Leitlinien der DGPPN zu ADHS im Erwachsenenalter
Mandelkern „ Umschmeicheln“ der Amygdala Emotionale Überflutung verhindern Syndrom der Extreme „Makro – Weitwinkel“ Stressempfindlichkeit Emotionale Regulationsstörung bei  Frauen durch hormonelle Schwankungen noch erschwert
Funktionelles Verständnis von ADHS Abbau von Selbstvorwürfen und Erwartung des Scheitern  Entwicklung eines funktionellen Verständnisses  Abbau von rigiden / nihilistischen Einstellungen und  Aufbau von konstruktiven Verhalten -> sich der Herausforderung ADHS stellen
 
Erwachsen werden…
Therapie und Selbstbewusstein
Burnout
Co-Abhängig?
Gelegenheiten…
Kommunikations-training bei ADHS
Ausdrücken  positiver  Gefühle Positive Gefühle und damit verbundene Erlebnisse werden nicht als bedrohlich erlebt Das gegenseitige Mitteilen positiver Gefühle hat auch für den Angesprochenen einen belohnenden Charakter und erhöht die Motivation, sich nett und konstruktiv zu verhalten
Ziel Sich  direkt  äußern Die positiven Aspekte des Zusammenlebens wieder verdeutlichen „ Ich-“Gebrauch Konkretes Verhalten ansprechen und direkt darauf beziehen Mit eigenen Worten zusammenfassen
Wie macht man das ? Blickkontakt suchen = Gesprächspartner anschauen Ihm genau beschreiben, was mir gefallen hat Ihm sagen, wie ich mich dabei gefühlt habe Üben, d.h. es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen
Aktives  Zuhören die Fähigkeit zuzuhören und das Gesagte auch tatsächlich  aufzunehmen An der Meinung des Anderen Interesse signalisieren Sprecher anschauen Ihm durch Rückmeldung wie Kopfnicken, „ja“, „aha“ Aufmerksamkeit bekunden Bei Unklarheiten  nachfragen Das Gehörte zurückmelden
Bremse ! Zur Vermeidung von Eskalationen (Streit) kommt dem „aktiven Zuhören“ eine ganz entscheidene Rolle zu : Durch die Regel, zuerst die Äußerung des Sprechers zusammenzufassen, wird das Gespräch gebremst. Sofortige Gegenreaktionen wie Gegenkritik, Rechtfertigung oder Ablehnung werden vermieden.
Äußern von Wünschen Wünsche kann man nicht von den Augen ablesen Die eigene Erwartung kann manchmal überhöht sein bzw. nicht unausgesprochen von einer anderen Person erkannt werden
Konstruktives Mitteilen von Wünschen Gesprächspartner anschauen Ihm genau beschreiben, worum ich ihn bitte Ihm sagen, wie ich mich dabei fühle Bitte mit Worten wie „ich würde mich sehr freuen, wenn Du“ beginnen oder unterstützen
Spezifisches Ausdrücken von negativen Gefühlen Die mangelnde Fähigkeit negative Gefühle oder Kritik auszudrücken, führt oft zu spannungsreichen Auseinandersetzungen Häufig geht dem bereits eine Vielzahl von negativen Vorerlebnissen voraus bis die emotionale Geladenheit immer grösser geworden ist und in einem Streit entladen wird
Ausdruck von  negativen Gefühlen Gesprächspartner anschauen, fest und bestimmt sprechen Ihm / ihr genau beschreiben, was mir mißfallen hat Ihm / ihr sagen, wie man sich dabei gefühlt hat Ihm / ihr einen Vorschlag machen, wie er / sie dies in Zukunft vermeiden könnte
Lernen, etwas nicht zu beachten Mit den Augen und der Stimme Konfrontation vermeiden Wegschauen, Tonfall und Lautstärke senken Aus der Situation gehen Aussagen wie „Ich weiss, was du von mir willst, aber ich könnte auch…“ Eine Alternative anbieten, die die Bedürfnisse aller abdeckt
Tempo Die richtige „innere Geschwindigkeit“ finden  Sex funktioniert nur, bei einer Startgeschwindigkeit zwischen 20 und 100  „ Hypo“ unter 10, „Hyper“ über 200? -> Ich hatte immer das Gefühl, mein Mann fährt Fahrrad und ich muss zu Fuß gehen…
Literatur ADHS das kreative Chaos Dr Walter Beerwerth Lass mich, doch verlass mich nicht Cordula Neuhaus
Wirkung von Stimulanzien v v Dopamin- speicher Dopamin Transporter Cytoplasmatisches Dopamin Methylphenidat blockiert Wiederaufnahme Präsynaptisches Neuron Synapse Wilens T, Spencer TJ.  Handbook of Substance Abuse: Neurobehavioral Pharmacology. 1998;501-513. Amphetamine blocks reuptake Amphetamine blockieren
Methylphenidat-Präparate 22% sofort 78% „verzögert“ Concerta Medikinet retard Ritalin LA 50 % akut 50 % Retard Ritalin Medikinet Equasym MPH-Hexal Ritalin SR Equasym retard 30 % akut 70 % Retard
Appetitminderung Kopf- und Bauch-schmerzen Puls- und Blutdruck-erhöhung Innere Unruhe Schlafstörungen (?) Schwindel Übelkeit Kognitive Beeinträchtigungen (über 1 mg /kg KG) Depressive Verstimmung bei Überdosierung Vegetative Blässe Ggf. Tic Psychotische Reaktionen bei Überdosierung Rebound-Effekt :  Unruhe bzw. ADHS-Symptome am Ende der Wirkdauer des MPH Mögliche Nebenwirkungen

ADHS und Beruf

  • 1.
    Dr. Martin WinklerKlinik Lüneburger Heide Bad Bevensen ADHS
  • 2.
    ADHS und Beruf- Was ist ADHS? - Funktionelle Auswirkungen - Einen Beruf finden ? - Umgang mit ADHS ADHS und Partnerschaft - Emotionen und ADHS - Kommunikation - Aus der Praxis
  • 3.
    KOMPASS Es gehtnicht darum, mehr Fokussierung zu lernen Es geht nicht um noch mehr Organisationsstrukturen Es geht nicht primär um Zeitmanagement Es geht nicht um Struktur Sie müssen IHREN eigenen inneren Kompass finden und sich danach richten können Sie müssen lernen, sich selbst zu akzeptieren und mit Stärken und Schwächen umzugehen. Sie müssen sich selbst WIRKLICH gut kennenlernen Sie müssen lernen ihr Leben möglichst sicher und planvoll zu lenken. Das ist ordentliche psychische ARBEIT Jennifer Koretzky
  • 4.
    Der Anfang vordem Anfang
  • 5.
    Symptome im Erwachsenenalter- fangen wir doch mal hiermit an Ressourcen bei ADHS / ADS - Das Leben mit ADHS bzw. mit einem ADHSler ist selten langweilig... http://dr.martin.winkler.googlepages.com/ressourcen Kann neue und kreative Lösungen für Probleme finden Stellt sich großen Herausforderungen Anpassungsfähig, kooperativ Abenteurer, leidenschaftlich, lebt außerhalb von engen Grenzen Findet neue Wege zu einem vorgegebenem Ziel Hilfsbereit Ambitioniert – möchte in der Kindheit noch am liebsten „Alles“ werden Künstlerische Kreativität Anziehend – die ADHS-Energie zieht andere Menschen häufig magisch an Sieht das große Ganze Kann in Notfallsituationen und Chaos den Überblick behalten Intuitives Erfassen von Problemen bei anderen Menschen Weiter Fokus – kann mehr sehen und berücksichtigen Kann im Chaos Ordnung gestalten Kann viele Dinge gleichzeitig Kann anderen das Gefühl geben, verstanden zu werden Kann über mehrere Dinge gleichzeitig reden Vielseitige berufliche Karrieren in einem Leben Zentrum der Aufmerksamkeit im Betrieb Kann häufig gut vor anderen Menschen präsentieren oder verkaufen Fühlt sich bei Veränderungen oder Herausforderungen wohl Leidenschaftlich gegenüber anderen und für eine Aufgabe Kann gut Konzeptideen entwerfen Entwickelt sich ständig Leidenschaftlich Kann gut Verknüpfungen herstellen Häufig guter Schriftsteller / Gedichteschreiber Musikalisch Gut in Krisensituationen Tierlieb Sucht möglichst viel Kontrolle und Struktur Kontaktbereit Empathisch und sensibel Unternehmertyp / Gründer Flexibel Typ, den/die man gerne um sich hat Zielorientiert Kann gut andere motivieren Multitaskingfähig Gut im Problemlösen Kann gut in der Öffentlichkeit sprechen (Politiker) Kann andere gut verstehen und auf sie eingehen, empathisch Kann gut Aufgaben delegieren und verteilen Gut in Notfallsituationen Toll beim Brainstorming Humorvoll, manchmal ironisch
  • 6.
    und viele vieleweitere Stärken und positive Eigenschaften, die es wieder zu entdecken gilt... Guter Geschichtenerzähler Kinder lieben ihn / sie Pragmatiker bei handwerklichen Dingen Arbeitet hart und oft länger als andere Sucht harmonische Beziehungen zu Familienmitgliedern Hilfsbereit bis zur Selbstaufgabe Ständige Energie und in Action Erfasst schnell den Punkt Fähig zum Hyperfocus Ideenschmiede Kann toll visuell (in Bildern) denken Impulsiv und ohne Angst auch mal eine Abfuhr zu bekommen Initiator von Ideen und Projekten Intelligent Nachtmensch, benötigt nicht viel Schlaf Lernbereit / wissbegierig Kann Dinge mehrdimensional und von verschiedenen Seiten beleuchten Vielseitige Interessen und Begabungen Kann Menschen mit geringem Selbstwertgefühl gut unterstützen Nie gelangweilt Spricht aus, was andere denken Ständig da, wenn man ihn oder sie braucht Optimist Philosophisch und ganzheitlich orientiert Verspielt Pragmatisch Schneller Denker Widerstandsfähig, Stehaufmännchen Kann sich häufig gut anpassen und ist flexibel in neuen Gruppen Spontan Erfolgreich in neuen Projekten und Aufgaben Ist anderen Menschen häufig 2 Längen voraus Unorthodox Entdecker / bereit Risiken einzugehen
  • 7.
  • 8.
    Es kommt nichtdarauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. Werner von Siemens dt. Erfinder (1816-1892)
  • 9.
    R Barkley NichtHyperaktivität unterscheidet Erwachsene mit ADHS von „normalen“ Erwachsenen oder Patienten mit anderen Störungen, sondern - Ablenkbarkeit - impulsives Entscheiden - schlechte Exekutivfunktionen Warum sollten also Kliniker und die Öffentlichkeit durch die Beibehaltung der Symptomatik „Hyperaktivität“ in Symptomlisten nur unnötig verwirrt werden?
  • 10.
    DSM-V (hypothetisch) Istleicht durch äußere Reize ablenkbar Entscheidet sich häufig impulsiv Kann eine Aktivität oder Verhalten nicht stoppen, wenn dies angemessen wäre Beginnt eine Sache ohne genau die Anweisung verstanden oder gelesen zu haben Kann bei fremdbestimmten Aufgaben die Ausdauer nicht aufrechterhalten Kann Dinge schlecht in einer vorgegebenen Reihenfolge machen Fährt mit einem Auto schneller / riskanter als Andere Kann schlecht die Aufmerksamkeit bei Aufgaben oder Freizeitaktivitäten halten Kann für sich selber schlecht Aufgaben und Aktivitäten organisieren
  • 11.
    Emotionsregulation und ImpulsivitätAufmerksamkeits-Steuerung Selbstorganisation und Handlungplanung
  • 12.
    Erklärungsmodell Aufmerksamkeit/ Selbstkontrolle Belohnungssystem Reizoffenheit Aufmerksamkeitssteuerung Hohe Stressempfindlichkeit Emotionale Überflutung = mentaler Dauerstress Fehlende “Sättigung” Unmittelbare Belohnung Geringe Frustrationstoleranz Mangelnde Inhibibition = Impulskontrolle ADHS Sonuga-Barke. Neurosci Biobehav Rev. 2003;27:593.
  • 13.
  • 14.
    Steuerungsschwäche ADHS Störungder Regulationsdynamik Als Aufmerksamkeitsstörung wird ein durch eine Verhaltensdiagnose gekennzeichneter medizinischer Zustand gekennzeichnet, bei dem eine erhebliche Beeinträchtigung der Aufmerksamkeitssteuerung charakteristisch ist. Zusätzlich liegen in vielen Fällen klare Anzeichen von Hyperaktivität und / oder Störungen der emotionalen Regulation – hauptsächlich der Impulskontrolle – sowie der Wahrnehmung und Gedächtnisbildung vor.
  • 15.
    Selbstorganisation ADHS =Die Lücke zwischen Theorie und Praxis Nur bei Interesse ist Motivation da Gerade scheinbar einfache Dinge und Aufgaben gelingen mit zunehmender Dauer schlechter Routinen entwickeln sich bedeutend später
  • 16.
    Störung der SelbststeuerungADHS ist genetisch bedingt. Die veränderten neuronalen Netzwerke bedingen in der Wechselwirkung mit Bezugspersonen eine negative Interaktion Prof. Steinhausen, Zürich ADHS-Kinder und Jugendliche entwickeln ein nicht adäquates Niveau der Selbstregulation Sie produzieren im Vergleich zu Peers desselben Alters/ Intelligenzniveau deutlich ernsthafter ausgeprägt als üblich Selbstregulationsschwankungen ADHSler nutzen die neuronalen Netzwerke anders – suboptimal (?)
  • 17.
    12 Symptome beiErwachsene Aufschieberitis, Probleme anzufangen Organisationsdefizit Zu viele Ideen gleichzeitig Leichte Ablenkbarkeit Versagensgefühle, Potential kann nicht umgesetzt werden Ungeduldig Schnell gelangweilt Kurze Aufmerksam-keitsspanne Unruhe, Anspannung Unfähig zur Entspannung Vergesslich Ständig zu spät
  • 18.
    Innerlich unruhig Abernicht immer offen sichtbar…
  • 19.
    Unaufmerksamkeit Kann Anweisungennicht umsetzen Tagträumereien Langsam bei Alltagsaufgaben Wird schnell gelangweilt Beginnt Aktivitäten ohne sie zu beenden Vergesslich Kann Inhalt von Büchern sich nicht merken
  • 20.
    ADHS bleibt alsAnlage bestehen, verändert jedoch klinisches Erscheinungsbild bei Erwachsenen Unaufmerksamkeit Kindheit Pubertät Erwachsene 60%-80% 50-60% Hyperaktivität Impulsivität Sichtbare “ Normal” Beeinträchtigung, unterhalb Diagnosekriterien Diagnosekriterien
  • 21.
    Konformität Leistung KonformitätStreber Angepasste Stille Außenseiter Unabhängige Non-Konformisten Unbemerkte Mitläufer
  • 22.
    Fehlende Orientierung… Ichvermute, daß meine Magersucht und mein schlechtes Filtersystem irgendwie im Zusammenhang stehen. Die Unfähigkeit wichtige und unwichtige Informationen zu trennen, die lange Leitung / Auffassungsgabe und die Vergesslichkeit bewirkt, dass ich mich hilflos fühle und immer alle Leute fragen muss, das wiederum bewirkt eine gewisse Abhängigkeit. Ich merke zunehmend, daß ich nicht in der Lage bin mein Leben selbst zu organisieren. Ich fühle mich überfordert von all der Flut von Aufgaben, die das tägliche Leben an mich stellt und ich kann viele Dinge nicht umsetzen. Chaos im Kopf und Reizüberflutung sind die Folge und Zukunftsängste. Ich habe Angst älter zu werden.
  • 23.
  • 24.
    Weiss Functional ImpairmentScale Familie Alltagsfertigkeiten Ausbildung und Beruf oder Schule / Studium Selbstbild / Selbstwertgefühl Sozialleben Risikoverhalten
  • 25.
    Alltagsfertigkeiten Gestörtes Essverhalten z.B. kein Frühstück keine gemeinsamen Mahlzeiten Essen vor dem Fernseher Heisshungerattacken abends Frustessen Essen wird vergessen Kein Durst (oder nur Kaffee…)
  • 26.
    Routinen Unsystematische Handlungen-> Braucht viel zu lange für Routine- Tätigkeiten
  • 27.
    Hotel Mama RechtzeitigeVorbereitung auf „Selbstständigkeit“ Autonomie-Abhängigkeits-Konflikt -> ADHSler überschätzen sich in ihrer Selbstständigkeitsentwicklung erheblich, klagen aber andere für Fehler an …
  • 28.
    Selbstbild –fehlende Selbstwirksamkeitserwartung Pessimistisch, negative Sicht der Dinge External locus of control Selbst-zentrierter Wahrnehmungsstil Chaotisches Lebensstil Nicht strukturiert / desorganisiert Introvertiert ADHS ist auch eine Soziale Integrationsstörung
  • 29.
    Die Familie leidetUnfähigkeit zum Perspektivenwechsel Bedürfnisse gegenüber Familie werden nicht richtig abgewogen Andere müssen Aufgaben übernehmen Viel Spannungen, wenig gemeinsamer Spaß Angst vor Kontrollverlust bei Aggressionen
  • 30.
    Es sind immerdie Anderen
  • 31.
    Was braucht einADHSler? Strukturierung Positive Kontakte (Mentoren) Medienkompetenz = Fernsehen, Videospiele, Internet abschalten Ausreichender Schlaf Regelmässige Ernährung Bewegung Notfallkoffer für Rückschläge und Veränderungssituationen
  • 32.
  • 33.
    Was brauchen Jugendlichemit ADHS (nach Neuhaus) Einen roten Faden (!) in allen Lebensbereichen hilfreiche Strukturen, Strategien und wertschätzende Unterstützung (aber nicht Ausnutzen der Eltern oder Bezugspersonen)
  • 34.
    Vorbilder Ein positivesModell… wie man als Erwachsener mit ADHS umgehen kann Humorvoll, syndromtypische Probleme meistern
  • 35.
  • 36.
    Klare Kommunikation kurzeSätze keine langen Diskussionen positiv Ausdrücken, was man erwartet frühzeitiges Ankündigen von neuen Aufgaben und Erwartungen
  • 37.
    Sinnvollen Umgang mitGefühlen keine emotionellen Spitzen nicht auf Nörgeln eingehen Im Hier und Jetzt bleiben Auszeit später Konflikt klären
  • 38.
    Strukturen einhalten Konsequenzen,keine Strafen Auszeit Sandwich- Methode konstruktive Dinge ansprechen Kritik Ermunterung Klare Konsequenzen überlegen
  • 39.
    Üben und Vormachen…Hilfen beim Aufbau von neuem Verhalten sehr kurzfristiges Feedback Orientierungsreaktion non-verbal
  • 40.
  • 41.
    Stressbewältigung ADHSler fühlensich in Stress-Situationen „wohl“ Können aber schlecht mit Alltagsstressoren umgehen Fühlen sich leicht „überwältigt“ von scheinbar simplen Anforderungen und Entscheidungen Haben keine systematischen Problembewältigungsstrategien
  • 42.
    Schwierigkeiten und Potentiale 5) Hypersensibilität Jähzorn, Impulsivität und Ungeduld Albernheit Ablenkbarkeit Starke Intuition große Energiereserven Humor / kann sogar vor dem Burn-Out bewahren wenn der Stress zu groß wird Mehrspuriges Bewusstsein Verletzte Gefühle Feinfühlig, Gespür für den richtigen Zeitpunkt, Instinkt Explodieren, sich aus einer Situation nach der anderen verdrücken kraftvolle zielgerichtete Attacken, schnelles Handeln, Gelegenheiten blitzartig nutzen, sofortige Reaktion auf Situation (die andere noch nicht einmal durchschaut haben) Witze reißen oder sich über andere lustig machen, um vom Problem der eigenen Überforderung/Überanstrengung abzulenken Schlagfertigkeit, heitere Seite der Situation sehen können, über jene Dinge lachen, die nicht zu ändern sind, dem Gefühl der Hilflosigkeit die Schärfe nehmen Was hat man verpasst, während man mit den Gedanken woanders war? Auf mehreren Ebenen gleichzeitig denken, reden und handeln können, in Abläufen am Arbeitsplatz Muster erkennen können
  • 43.
    Die ADS-Typen imBeruf Extrovertiertes ADS Tätigkeiten im Verkauf, in hoch riskanten Berufen, in der Unterhaltungsbranche. Werden häufig Unternehmer. Wirkt verbal als auch körperlich hyperaktiv Meist herrlicher Sinn für Humor Ist impulsiv und offen Dramatisch, ausdrucksstark und sehr kontaktfreudig Liebt Publikum Lädt sich zur gleichen Zeit mehr auf, als zehn Leute schaffen können
  • 44.
    Die ADS-Typen imBeruf Introvertiertes ADS Häufig Handwerker, Künstler, Mechanisches Talent oder Technikfreaks. Betreuer und Helfer. Leute, die gern im Freien sind. Impulsiv und sensibel, was jedoch nicht immer gleich festzustellen ist. Denken eher über Dinge nach, als dass sie Dinge tun. Still, aber dabei innerlich rastlos.
  • 45.
    Die ADS-Typen imBeruf Stark strukturiertes ADS Militär, Buchhaltung, Linienpiloten. Tätigkeiten, bei denen es auf Details und eine stark strukturierte Umgebung ankommt. Braucht Strukturen Sehr bestimmend Extrem fokussiert Wenn sich nur ein Element ihrer Struktur verändert, können sie ausrasten, in Rage geraten und ein Chaos anrichten Neigen dazu, anderen die Schuld zu geben. Beziehungen und Kompromisse fallen schwer.
  • 46.
    ADHS, Suchtverhalten undder Arbeitsplatz Weniger Suchterkrankungen Weniger suchtbedingte Ausfälle „ win – win „ - Situation Steigerung der Produktivität Arbeitsbedingungen anpassen ADHS erkennen
  • 47.
    Integratives Therapiekonzept PharmakotherapieStimulantien / Atomoxetin Training von Alltagsfertigkeiten Spezifischer Psychotherapieprozess für ADHS und komorbide Störungen Therapeutisch geführtes Unterstützungssystem und die ADHS-Besonderheiten VERSTEHENDE Bezugspersonen
  • 48.
    7 Schritte zumErfolg Machen Sie Dinge, die sie gut können. Vergeuden Sie nicht Zeit damit Dinge tun zu müssen, die sie nicht können (Das haben Sie in der Schule schon genug gehabt) Delegieren Sie Dinge, die Sie nicht können Nutzen sie ihre Kreativität Seien Sie gut genug organisiert um ihre Ziele zu erreichen Nehmen Sie den Rat von Menschen an, denen Sie vertrauen. Halten Sie den Kontakt zu einigen engen Freunden Leben Sie mit ihrer positiven Seite Ned Hallowell, 2005
  • 49.
    Neuro-kognitiver Ansatz derRehabilitation Funktionelles Verständnis von ADHS Optimierung der kognitiven Funktionen = Pharmakotherapie Ressourcenorientierte Bewältigungsstrategien und Umgebungsveränderungen unter Einbeziehung der Angehörigen / soziales Umfeld Kognitive Therapie / Neubewertung Neue Fertigkeiten erlernen und trainieren Psychotherapeutische Behandlung der komorbiden Störungen / Selbstwertproblematik / Interaktionsstörung Sozialberatung
  • 50.
    Mastering Your AdultADHD ( Safren, Perlman, Sprich ) Psychoedukation und Einführung Beteiligung der Familienangehörigen Organisation von mehreren Aufgaben Problemlösetraining Organisation von Papierarbeit Geringe Aufmerksamkeitspanne und Ablenkbarkeit Anpassung der Umgebung Kognitives Modell der ADHS Konstruktivere Gedanken Wiederholung Fertigkeiten im Umgang mit Aufschieben Rückfallprophylaxe
  • 51.
    Fertigkeiten Organisation undPlanung Aufgabenliste Aufgaben in Teilaufgaben unterteilen Prioritäten Problemlösetraining TRIAGE und Ablagesystem Umgang mit Ablenkungen Aufgaben an Aufmerksamkeitsspanne anpassen Ablenkungs-Stop Ablenkungen entfernen Wichtige Dinge an eigenem Platz Ablenkungen erkennen („Mache ich was ich tun soll?“) Kognitive Strategien Protokoll von negativen Gedanken Typische „Denkfehler“ bei ADHS Konstruktive Selbstaussagen üben Aufschieberitis
  • 52.
    Soziale Kompetenz Kontrollevon Wut und Frustrationen Akzeptanz einer Autorität Schlechte Beziehungen zu Gleichaltrigen Probleme der familiären Interaktion Hochrisikoverhalten Widerstand gegen Versuchungen Anders sein….
  • 53.
    Hyperaktivität Körperliche Bewegungermöglichen Wechsel zwischen Sitzen und Stehen Pausen einplanen Sport und Gymnastik nutzen Mitschreiben oder Zeichnen während Besprechungen Wechsel der Arbeitsorte
  • 54.
    Ablenkbarkeit Einzelbüro oderNutzung von leerstehenden Besprechungsräumen Visuelle Timer als Ablenkungsstop Computer aus Kompatible Kollegen suchen Stimulierende Atmosphäre schaffen Hintergrundkulisse (Lüfter, weisses Rauschen)
  • 55.
    Ablenkbarkeit Störquellen wieKlingeln, Durchgangsverkehr etc. beseitigen Ausreichend Schlaf und Bewegung Pünktlichkeit und feste Zeitstrukturen trainieren Pausen einplanen und einhalten Schreibtisch 15 Minuten vor Dienstschluss aufräumen
  • 56.
    Coaching Aufgaben definieren Handlungsschritte festlegen Erfolg überprüfen Selber können Sich kennenlernen
  • 57.
    SGB IX umsetzen§1 Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen §5 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wie berufsorientierende Assessments Teil- und Vollqualifizierung bis zur 2 jährigen Umschulung behindertengerechte Arbeitsplatzgestaltung
  • 58.
  • 59.
    Vielen Dank fürIhre Aufmerksamkeit! www.klinik-lueneburger-heide.de www.adhs.ch
  • 60.
  • 61.
    Liebe macht blindLiebe erfüllt im psychiatrischen Sinne die Kriterien des Wahns Man(n) / Frau sieht alles rosa-rot
  • 62.
    Die positiven SeitenKreativ in kleinen Dingen Spontan - macht das Leben spannend Loyal (nicht immer = treu) Empathisch und fürsorgend Intuitives Verstehen Interessant
  • 63.
    ADHS und BeziehungImpulsivität : Handeln ohne zu Denken Suche nach Nervenkitzel Provokation zur Stimulation Vergesslichkeit bei Verabredungen Schlechte Kommunikation Mangel an Ordnung / Organisation Geringe Ausdauer Dinge zu erledigen
  • 64.
    Unrealistische Träume Allyou need is love… Ich habe meinen Traumpartner gefunden Ich verstehe seine / ihre Probleme Es war mein Fehler Wenn er nur Medikamente nehmen würde, wäre ALLES anders Kinder würden uns zusammenschweissen
  • 65.
  • 66.
  • 67.
  • 68.
    Emotionale Überflutung ReizüberempfindlichkeitRasche Erregung, langsame Normalisierung Emotionen, Gedanken und Handlungen überfluten Mädchen mit ADHS -> nicht selten Selbstverletzungen „ Aussteigen“ bei unpassender Ansprache
  • 69.
    Validieren von GefühlenEmpathie und Verständnis Bestätigung Positives Feedback Gemeinsames Erkunden statt Unverständnis Deutungen / Analysen Schuldzuweisungen Spekulationen
  • 70.
  • 71.
    Gefühlsregulation Intermittierende DysphorieÜberschiessende emotionale Reaktionen Exlodierende Spannung Kurze reaktive depressive Symptome oder Angst Geringe Stresstoleranz
  • 72.
    Affektlabilität Gekennzeichnetist durch Wechsel zwischen normaler und niedergeschlagener Stimmung sowie leichtgradiger Erregung. Die niedergeschlagene Stimmungslage wird vom Patienten häufig als Unzufriedenheit oder Langeweile beschrieben. Die Stimmungswechsel dauern Stunden bis maximal einige Tage (hat das Verhalten bereits zu ernsthaften oder anhaltenden Schwierigkeiten geführt, können sie sich ausdehnen). Im Gegensatz zur „major depression“ (endogene Depression) finden sich kein ausgeprägter Interessenverlust oder somatische Begleiterscheinungen. Die Stimmungswechsel sind stets reaktiver Art, deren auslösende Ereignisse zurückverfolgt werden können. Gelegentlich treten sie aber auch spontan auf. Aus Leitlinien der DGPPN zu ADHS im Erwachsenenalter
  • 73.
    Mandelkern „ Umschmeicheln“der Amygdala Emotionale Überflutung verhindern Syndrom der Extreme „Makro – Weitwinkel“ Stressempfindlichkeit Emotionale Regulationsstörung bei Frauen durch hormonelle Schwankungen noch erschwert
  • 74.
    Funktionelles Verständnis vonADHS Abbau von Selbstvorwürfen und Erwartung des Scheitern Entwicklung eines funktionellen Verständnisses Abbau von rigiden / nihilistischen Einstellungen und Aufbau von konstruktiven Verhalten -> sich der Herausforderung ADHS stellen
  • 75.
  • 76.
  • 77.
  • 78.
  • 79.
  • 80.
  • 81.
  • 82.
    Ausdrücken positiver Gefühle Positive Gefühle und damit verbundene Erlebnisse werden nicht als bedrohlich erlebt Das gegenseitige Mitteilen positiver Gefühle hat auch für den Angesprochenen einen belohnenden Charakter und erhöht die Motivation, sich nett und konstruktiv zu verhalten
  • 83.
    Ziel Sich direkt äußern Die positiven Aspekte des Zusammenlebens wieder verdeutlichen „ Ich-“Gebrauch Konkretes Verhalten ansprechen und direkt darauf beziehen Mit eigenen Worten zusammenfassen
  • 84.
    Wie macht mandas ? Blickkontakt suchen = Gesprächspartner anschauen Ihm genau beschreiben, was mir gefallen hat Ihm sagen, wie ich mich dabei gefühlt habe Üben, d.h. es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen
  • 85.
    Aktives Zuhörendie Fähigkeit zuzuhören und das Gesagte auch tatsächlich aufzunehmen An der Meinung des Anderen Interesse signalisieren Sprecher anschauen Ihm durch Rückmeldung wie Kopfnicken, „ja“, „aha“ Aufmerksamkeit bekunden Bei Unklarheiten nachfragen Das Gehörte zurückmelden
  • 86.
    Bremse ! ZurVermeidung von Eskalationen (Streit) kommt dem „aktiven Zuhören“ eine ganz entscheidene Rolle zu : Durch die Regel, zuerst die Äußerung des Sprechers zusammenzufassen, wird das Gespräch gebremst. Sofortige Gegenreaktionen wie Gegenkritik, Rechtfertigung oder Ablehnung werden vermieden.
  • 87.
    Äußern von WünschenWünsche kann man nicht von den Augen ablesen Die eigene Erwartung kann manchmal überhöht sein bzw. nicht unausgesprochen von einer anderen Person erkannt werden
  • 88.
    Konstruktives Mitteilen vonWünschen Gesprächspartner anschauen Ihm genau beschreiben, worum ich ihn bitte Ihm sagen, wie ich mich dabei fühle Bitte mit Worten wie „ich würde mich sehr freuen, wenn Du“ beginnen oder unterstützen
  • 89.
    Spezifisches Ausdrücken vonnegativen Gefühlen Die mangelnde Fähigkeit negative Gefühle oder Kritik auszudrücken, führt oft zu spannungsreichen Auseinandersetzungen Häufig geht dem bereits eine Vielzahl von negativen Vorerlebnissen voraus bis die emotionale Geladenheit immer grösser geworden ist und in einem Streit entladen wird
  • 90.
    Ausdruck von negativen Gefühlen Gesprächspartner anschauen, fest und bestimmt sprechen Ihm / ihr genau beschreiben, was mir mißfallen hat Ihm / ihr sagen, wie man sich dabei gefühlt hat Ihm / ihr einen Vorschlag machen, wie er / sie dies in Zukunft vermeiden könnte
  • 91.
    Lernen, etwas nichtzu beachten Mit den Augen und der Stimme Konfrontation vermeiden Wegschauen, Tonfall und Lautstärke senken Aus der Situation gehen Aussagen wie „Ich weiss, was du von mir willst, aber ich könnte auch…“ Eine Alternative anbieten, die die Bedürfnisse aller abdeckt
  • 92.
    Tempo Die richtige„innere Geschwindigkeit“ finden Sex funktioniert nur, bei einer Startgeschwindigkeit zwischen 20 und 100 „ Hypo“ unter 10, „Hyper“ über 200? -> Ich hatte immer das Gefühl, mein Mann fährt Fahrrad und ich muss zu Fuß gehen…
  • 93.
    Literatur ADHS daskreative Chaos Dr Walter Beerwerth Lass mich, doch verlass mich nicht Cordula Neuhaus
  • 94.
    Wirkung von Stimulanzienv v Dopamin- speicher Dopamin Transporter Cytoplasmatisches Dopamin Methylphenidat blockiert Wiederaufnahme Präsynaptisches Neuron Synapse Wilens T, Spencer TJ. Handbook of Substance Abuse: Neurobehavioral Pharmacology. 1998;501-513. Amphetamine blocks reuptake Amphetamine blockieren
  • 95.
    Methylphenidat-Präparate 22% sofort78% „verzögert“ Concerta Medikinet retard Ritalin LA 50 % akut 50 % Retard Ritalin Medikinet Equasym MPH-Hexal Ritalin SR Equasym retard 30 % akut 70 % Retard
  • 96.
    Appetitminderung Kopf- undBauch-schmerzen Puls- und Blutdruck-erhöhung Innere Unruhe Schlafstörungen (?) Schwindel Übelkeit Kognitive Beeinträchtigungen (über 1 mg /kg KG) Depressive Verstimmung bei Überdosierung Vegetative Blässe Ggf. Tic Psychotische Reaktionen bei Überdosierung Rebound-Effekt : Unruhe bzw. ADHS-Symptome am Ende der Wirkdauer des MPH Mögliche Nebenwirkungen