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34 SozialAktuell | Nr. 5_Mai 2016
P L AT T F O R M | ADHS
Strukturen schaffen,
Strategien entwickeln
Hinweise für den Umgang mit von ADHS betroffenen Klientinnen und Klienten
Text: Christoph Hoffelner
Im folgenden Erlebnisbericht erzählt ein So-
zialarbeiter mit ADHS-Diagnose von seiner
eigenen Entwicklung und von seinen Erfah-
rungen als Mitarbeiter eines polyvalenten
Sozialdiensts, wo er für das Ausrichten von
wirtschaftlicher Hilfe und für Beistandschaf-
ten zuständig ist. Als Berufsbeistand befasst
sich der Autor schwerpunktmässig mit Men-
schen, welche ebenfalls mit einer ADHS-
oder mit einer Autismus-Diagnose leben.
Der Artikel zeigt Probleme von ADHS-Betrof-
fenen auf und erörtert Hilfestrategien, die
helfen können, die Probleme im Alltag bes-
ser zu bewältigen.
Viele Menschen mit ADHS (Aufmerksam-
keitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ha-
ben Probleme, wie ich sie selber aus leidiger
Kindheitserfahrung kenne. Bereits sehr
früh hatte ich Mühe mit der Motorik, vor
allem mit der Feinmotorik. Wenn man ein
sehr fröhliches, aber auch verträumtes
Kind ist, will man zwar aufpassen oder zu-
hören, aber es gelingt nie so recht, wie es
die Reaktionen des jeweiligen Umfeldes
deutlich spüren lassen. Alles, was mit
­Schreiben, Basteln, Malen, Verpacken und
Bewegung zu tun hat, macht Mühe. Schon
in der Spielgruppe und später in Kindergar-
ten und Primarschule werden aktive Mit-
arbeit, Konzentration, Ausdauer, schnelle
Lernfortschritte, Leistungsbereitschaft, be-
wusster Umgang mit eigenen Gefühlen
etc. verlangt. Gleichzeitig werden auch die
Eltern unter grossen Druck gesetzt. Dies
hat Ratlosigkeit zur Folge.
Hilflosigkeit, Überforderung,
M­achtlosigkeit
Lehrpersonen sind häufig mit den Verhal-
tensweisen von Betroffenen überfordert.
Sie reagieren meist falsch und stellen düs-
tere Zukunftsperspektiven bezüglich be-
ruflicher Chancen. Gleichzeitig wird die
Verantwortung oft einfach abgeschoben.
Zahlreiche Fachleute werden empfohlen
und aufgesucht. Jeder und jede erklärt
wieder irgendetwas, ohne aber wirklich
helfen zu können. Besonders belastend ist
es, dass im Gehirn von Menschen mit
ADHS viele Abläufe «anders strukturiert»
zu sein scheinen. Man ist schnell abge-
lenkt, von Gefühlen ständig überfordert,
und man kann diese weder selbst einord-
nen noch anderen mitteilen. Dies führt
vielfach zu Gefühlen der Hilf- und Macht-
losigkeit. Die gleichaltrigen Kolleginnen
und Kollegen nutzen dies aus. Bei den
Lehrpersonen gilt man als verträumt, laut,
unaufmerksam, unkonzentriert, eigensin-
nig und leicht reizbar. Mit Schönschreibe-
und Ordnungstrainings, gedacht als För-
derung von Aufmerksamkeit und Konzen-
tration, wird oft genau das Gegenteil er-
reicht. Frustration sowie die Ablehnung
der Schule nehmen immer mehr zu.
Niemand scheint an einer Lösung der Prob-
leme bzw. an einer Verbesserung der Situa-
tion wirklich interessiert zu sein. Der Be-
troffene «ist einfach so», und sollte lernen,
sich anzupassen. Die Probleme sind allge-
genwärtig: zu Hause, in der Schule und in
der Freizeit. Sind auch noch motorische
Fähigkeiten schlecht ausgeprägt, werden
Mannschaftssportarten oder Gerätetur-
nen sehr anspruchsvoll, und man wird
zum Aussenseiter. Als Kind oder Jugend­
licher beginnt man Tage und Stunden zu
zählen, bis wieder ein Jahr um ist oder Fe-
rien sind. Die ganze Kraft und Mühe wer-
den dafür aufgewendet, positive Noten zu
erreichen, was sich oft als sehr mühsame
und schmerzhafte Prozedur herausstellt.
Doch am Ende kann man es trotzdem zu
einem Abschluss schaffen, so wie es mir
selbst auch gelungen ist. Heute stehe ich
als Sozialarbeiter im Berufsleben und kann
meine sozialen, empathischen, kreativen
und innovativen Fähigkeiten voll und ganz
nutzen. Als Berater, Coach und Mediator
kann ich gute Leistungen erbringen.
Die Diagnose als Schritt hin zur
­Selbstfindung
Die Diagnose ist ein sehr wichtiger Prozess
bei der «Bearbeitung» der ADHS-Symp-
tome. Die meisten Betroffenen leben da-
nach befreiter und lockerer. Endlich haben
die Probleme einen Namen. Zur Diagnose
kam ich, weil ich mich in meiner Studien-
zeit intensiv mit dem Thema ADHS und
Autismus beschäftigte und auch unter
den Studierenden «Leidensgenossen» ken-
nengelernt hatte. Je länger, je mehr zeigte
sich, dass es auch noch andere Personen
gab, welche unter den gleichen oder ähn­
lichen Problemen «litten». Auch wenn sich
die Erscheinungsformen und Auswirkun-
gen etwas von denjenigen im Kindes- und
Jugendalter unterschieden: Ich wollte end-
lich Klarheit haben und wissen, was mit
mir los ist.
Über meinen Hausarzt liess ich mich an
die Psychiatrischen Dienste in Aarau über-
weisen und meldete mich für eine Abklä-
rung an. Diese hatten damals, ich war 25
Jahre alt, neu ein Ambulatorium für
­Erwachsene mit erfahrenen Spezialisten
eingerichtet. Mittels Fragebögen an mich
und an meine Eltern wurden Daten erho-
ben, daneben wurden diverse andere Tests
Christoph Hoffelner
ist Sozialarbeiter,
­Behindertensportleiter und
Experte für ADHS.
ADHS einmal anders
Der nebenstehende Artikel soll Fachpersonen
im Bereich der Sozialen Arbeit die Problematik
von ADHS-Betroffenen näherbringen und Stra-
tegien aufzeigen, welche die oftmals schwieri-
gen Arbeitsbeziehungen erleichtern können.
Auf Zitate aus Studien über ADHS wird in die-
sem Beitrag bewusst verzichtet – ein Blick ins
Internet genügt, um auf sehr fundierte Studien
oder Fachbücher zu diesem Thema zu stossen.
Auch eine Diskussion, ob es ADHS gibt oder
nicht, welche Medikamente jetzt gut oder
schlecht sind oder für die Pharmaindustrie hilf-
reich sind oder nicht, wird hier bewusst NICHT
geführt! ADHS wird in diesem Artikel nicht als
Krankheit, sondern als Problematik im Umgang
mit den Herausforderungen des täglichen Le-
bens verstanden.  Christoph Hoffelner
Statement
35Nr. 5_Mai 2016 | SozialAktuell
ADHS | P L AT T F O R M
durchgeführt. Schliesslich stand die Diag-
nose ADHS fest. Es folgten viele Gesprächs-
therapien. In Einzelgesprächen mit spe­
ziell geschulten Psychologen lernte ich
meine Verhaltensweisen zu reflektieren
und Strategien zu entwickeln, um im All-
tag mehr Sicherheit und Selbstvertrauen
zu gewinnen. In Baden AG hatte zudem
eine ebenfalls auf ADHS spezialisierte Psy-
chologin Gesprächsgruppen für erwach-
sene ADHS-Betroffene aufgebaut und
durchgeführt. Daran nahm ich teil. Der
Austausch über die Probleme im Alltag mit
anderen Betroffenen war wichtig und hilf-
reich für mich. Ich realisierte endlich: Ich
bin nicht der Einzige mit diesen Proble-
men. In den Gesprächen konnten zudem
die eigenen Handlungsstrategien ange-
passt oder verbessert werden. Ich kann
dies jedem Betroffenen empfehlen.
Hilfreiche Strategien
ADHS-Betroffene brauchen Unterstüt-
zung. Unterstützen Sie sie (uns)! Wir kön-
nen der Wirtschaft und der Gesellschaft
einiges bieten, wenn man uns lässt und
uns vertraut. Der Umgang mit ADHS-Be-
troffenen innerhalb der Familie, einer
Wohngruppe, der Schule, der Arbeit etc. ist
sicherlich anspruchsvoll. Es braucht dafür
viel Offenheit und Flexibilität, was nicht
immer ganz einfach ist. Aber es lohnt sich.
Aus meinen eigenen Erfahrungen und den
Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit
anderen Betroffenen, sei dies im Beruf
oder in meiner Funktion als Plusport-Trai-
ner «Polysport für Menschen mit einer Be-
hinderung», habe ich diverse Strategien
abgeleitet, welche ich hier präsentieren
möchte:
–– Jeder ADHS-Betroffene braucht eine
Agenda! Egal ob diese nun handschrift-
lich geführt wird oder elektronisch.
Elektronische Geräusche und Lichtef-
fekte können den einen helfen, andere
tragen die Termine lieber handschrift-
lich ein. Aber darauf bestehen, dass eine
angeschafft wird! Zu Beginn Unterstüt-
zung beim Eintragen der Termine. Regel-
mässiges Nachfragen, wie es denn nun
damit geht.
–– Tagesplanung machen: Klare Prioritäten
setzen. Was geschieht wann? Was ist
wie wichtig? Eine Liste kann helfen. Fix-
punkte wie Lernen, Einkaufen, Wäsche
machen, Rechnungen zahlen, Zeit für
Freunde, Arbeitszeit, Ruhezeit, Vereins-
aktivitäten etc. in die Agenda eintragen.
Auch Geburtstage bekannter Menschen
eintragen. Gratulationen bzw. Ge-
schenke gehen sonst vergessen.
–– Im beruflichen/Heim-/schulischen All-
tag: Erklären Sie den Ablauf. Vereinba-
ren Sie Fixzeiten wie Pausen. Erarbeiten
Sie einen Ämtliplan, einen Aufgaben-
plan, einen Kompetenzplan gemeinsam
mit Betroffenen. Nehmen Sie sich genug
Zeit dafür. Beantworten Sie Fragen.
–– Unterstützung der Aufmerksamkeit: Bei
akuter Gedankenabwesenheit Betrof-
fene ansprechen. An was denkst du ge-
rade? Wo sind deine Gedanken? An die
aktuelle Aufgabe erinnern, welche zu
erledigen ist. Betroffene müssen üben,
sich aus der Gedankenwelt zurückzuho-
len. Dies geht am besten durch mentale
Übungen (Meditation).
–– Bauliche Massnahmen ergreifen: Ru-
heräume schaffen und diese auch als sol-
che definieren. Wichtig: Solche Räume
reizarm gestalten. Auf Handys und Ra-
dio verzichten. Wer gerne Musik hören
möchte, soll das machen, aber mit Kopf-
hörer! Gilt auch während der Arbeit. Al-
lenfalls Möglichkeiten für einen Power-
nap (Kurzschlaf) bereitstellen.
–– Achtsamkeitsübungen vorschlagen: Sich
auf die aktuelle Tätigkeit konzentrieren
und dabei jeden Schritt bewusst machen
und mit allen Sinnen dabei sein. Versu-
chen, alle anderen Gedanken auszu-
schalten.
–– Ordnung halten: Genügend grossen
Platz schaffen. Sei das ein grosses Pult
oder einen entsprechend grossen Ar-
beitsplatz mit Stauraum und Ablage-
möglichkeiten. Wichtig: Ordnung den
ADHS-Betroffenen selber gestalten las-
sen. Nicht jedes Chaos ist eine Unord-
nung. ADHS-Betroffene finden meist al-
les – auch wenn für Aussenstehende ein
Chaos herrscht. An alle Lehrpersonen:
KEINE Ordnungstrainings durchführen.
Unterstützung und Vorschläge ja, aber
die Durchführung der Ordnungsmass-
nahme liegt in der Verantwortung des
ADHS-Betroffenen.
–– Immer ein offenes Ohr haben: Anliegen
von Betroffenen ernst nehmen und ih-
nen zuhören. Auch wenn es aufgrund
ihres Hangs zu Monologen manchmal
schwierig ist.
–– Helfen Sie Betroffenen beim Realisieren
ihrer Ideen. Vielfach schaffen sie es
nicht, ihre Ideen umzusetzen, weil sie
abgelenkt sind, wenig Durchhaltever-
mögen haben, mit den vielen Ideen
überfordert sind oder weil sie sich nicht
konzentrieren können. Wichtig ist da-
bei, mit Betroffenen eine Struktur zu er-
arbeiten. Was ist die Idee? Was soll ge-
macht werden?
Vertrauen, Wertschätzung und Geduld
sind die wohl wichtigsten Faktoren für
eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit
ADHS-Betroffenen
Kreativität, Gerechtigkeitssinn,
­Wissenslust
Wichtig zu erwähnen sind die positiven
Eigenschaften von ADHS-Betroffenen. Sie
sind sehr kreativ, haben eine ausgeprägte
Fantasie, verfügen über einen starken Ge-
rechtigkeitssinn, verstehen und durch-
schauen (soziale) Situationen schnell. Bei
Problemen haben sie meist schnell mögli-
che Lösungswege parat, sie wissen genau,
was ihr Gegenüber fühlt: ADHS-Betrof-
fene zu belügen, bringt nichts, sie merken
das. Sie haben eine grosse Wissenslust und
können sich für Dinge begeistern, welche
sie interessieren. Dadurch gewinnen sie
ein umfassendes Wissen in diversen Berei-
chen. ADHS-Betroffene denken in Bildern
und können komplexe Situationen oft gut
bildlich beschreiben, oder sie können Ver-
gleiche herstellen, um eine komplexe Situ-
ation für andere begreifbarer zu machen.
ADHS-Betroffene sind ausserdem sehr em-
pathisch. Ist jemand in Not, sind sie bären-
starke Helfer. Können ADHS-Betroffene
eine berufliche Tätigkeit ausüben, in der
ihre Fähigkeiten voll und ganz zum Tragen
kommen, können sie ausdauernd, kreativ,
kompetent und zuverlässig arbeiten. 
Mit Schönschreibe- und Ordnungstrainings,
gedacht als Förderung von Aufmerksamkeit
und Konzentration, wird oft genau das
­Gegenteil erreicht
Erfolgreiche Praxisbeispiele gesucht
Liebe Leserinnen und Leser
Helfen Sie uns dabei, Themen zu finden, hinzu-
schauen und ranzugehen.
Kennen Sie jemanden aus der Praxis, der oder
die sich besonders engagiert oder ein innova-
tives Projekt auf die Beine gestellt hat? Fällt
­Ihnen ein Unternehmen ein, über das Sie in
­SozialAktuell gerne lesen würden? Oder möch-
ten Sie selber einen Beitrag verfassen?*
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*Bitte reichen Sie uns keine fertigen Texte ein. Skizzie-
ren Sie grob den Inhalt und die Zielsetzung, damit wir
eine Publikation prüfen können. Besten Dank für Ihr
Verständnis.
Senden Sie uns Ihre Vorschläge an
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Beitrag adhs sozial_aktuell_hoffelner

  • 1. 34 SozialAktuell | Nr. 5_Mai 2016 P L AT T F O R M | ADHS Strukturen schaffen, Strategien entwickeln Hinweise für den Umgang mit von ADHS betroffenen Klientinnen und Klienten Text: Christoph Hoffelner Im folgenden Erlebnisbericht erzählt ein So- zialarbeiter mit ADHS-Diagnose von seiner eigenen Entwicklung und von seinen Erfah- rungen als Mitarbeiter eines polyvalenten Sozialdiensts, wo er für das Ausrichten von wirtschaftlicher Hilfe und für Beistandschaf- ten zuständig ist. Als Berufsbeistand befasst sich der Autor schwerpunktmässig mit Men- schen, welche ebenfalls mit einer ADHS- oder mit einer Autismus-Diagnose leben. Der Artikel zeigt Probleme von ADHS-Betrof- fenen auf und erörtert Hilfestrategien, die helfen können, die Probleme im Alltag bes- ser zu bewältigen. Viele Menschen mit ADHS (Aufmerksam- keitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ha- ben Probleme, wie ich sie selber aus leidiger Kindheitserfahrung kenne. Bereits sehr früh hatte ich Mühe mit der Motorik, vor allem mit der Feinmotorik. Wenn man ein sehr fröhliches, aber auch verträumtes Kind ist, will man zwar aufpassen oder zu- hören, aber es gelingt nie so recht, wie es die Reaktionen des jeweiligen Umfeldes deutlich spüren lassen. Alles, was mit ­Schreiben, Basteln, Malen, Verpacken und Bewegung zu tun hat, macht Mühe. Schon in der Spielgruppe und später in Kindergar- ten und Primarschule werden aktive Mit- arbeit, Konzentration, Ausdauer, schnelle Lernfortschritte, Leistungsbereitschaft, be- wusster Umgang mit eigenen Gefühlen etc. verlangt. Gleichzeitig werden auch die Eltern unter grossen Druck gesetzt. Dies hat Ratlosigkeit zur Folge. Hilflosigkeit, Überforderung, M­achtlosigkeit Lehrpersonen sind häufig mit den Verhal- tensweisen von Betroffenen überfordert. Sie reagieren meist falsch und stellen düs- tere Zukunftsperspektiven bezüglich be- ruflicher Chancen. Gleichzeitig wird die Verantwortung oft einfach abgeschoben. Zahlreiche Fachleute werden empfohlen und aufgesucht. Jeder und jede erklärt wieder irgendetwas, ohne aber wirklich helfen zu können. Besonders belastend ist es, dass im Gehirn von Menschen mit ADHS viele Abläufe «anders strukturiert» zu sein scheinen. Man ist schnell abge- lenkt, von Gefühlen ständig überfordert, und man kann diese weder selbst einord- nen noch anderen mitteilen. Dies führt vielfach zu Gefühlen der Hilf- und Macht- losigkeit. Die gleichaltrigen Kolleginnen und Kollegen nutzen dies aus. Bei den Lehrpersonen gilt man als verträumt, laut, unaufmerksam, unkonzentriert, eigensin- nig und leicht reizbar. Mit Schönschreibe- und Ordnungstrainings, gedacht als För- derung von Aufmerksamkeit und Konzen- tration, wird oft genau das Gegenteil er- reicht. Frustration sowie die Ablehnung der Schule nehmen immer mehr zu. Niemand scheint an einer Lösung der Prob- leme bzw. an einer Verbesserung der Situa- tion wirklich interessiert zu sein. Der Be- troffene «ist einfach so», und sollte lernen, sich anzupassen. Die Probleme sind allge- genwärtig: zu Hause, in der Schule und in der Freizeit. Sind auch noch motorische Fähigkeiten schlecht ausgeprägt, werden Mannschaftssportarten oder Gerätetur- nen sehr anspruchsvoll, und man wird zum Aussenseiter. Als Kind oder Jugend­ licher beginnt man Tage und Stunden zu zählen, bis wieder ein Jahr um ist oder Fe- rien sind. Die ganze Kraft und Mühe wer- den dafür aufgewendet, positive Noten zu erreichen, was sich oft als sehr mühsame und schmerzhafte Prozedur herausstellt. Doch am Ende kann man es trotzdem zu einem Abschluss schaffen, so wie es mir selbst auch gelungen ist. Heute stehe ich als Sozialarbeiter im Berufsleben und kann meine sozialen, empathischen, kreativen und innovativen Fähigkeiten voll und ganz nutzen. Als Berater, Coach und Mediator kann ich gute Leistungen erbringen. Die Diagnose als Schritt hin zur ­Selbstfindung Die Diagnose ist ein sehr wichtiger Prozess bei der «Bearbeitung» der ADHS-Symp- tome. Die meisten Betroffenen leben da- nach befreiter und lockerer. Endlich haben die Probleme einen Namen. Zur Diagnose kam ich, weil ich mich in meiner Studien- zeit intensiv mit dem Thema ADHS und Autismus beschäftigte und auch unter den Studierenden «Leidensgenossen» ken- nengelernt hatte. Je länger, je mehr zeigte sich, dass es auch noch andere Personen gab, welche unter den gleichen oder ähn­ lichen Problemen «litten». Auch wenn sich die Erscheinungsformen und Auswirkun- gen etwas von denjenigen im Kindes- und Jugendalter unterschieden: Ich wollte end- lich Klarheit haben und wissen, was mit mir los ist. Über meinen Hausarzt liess ich mich an die Psychiatrischen Dienste in Aarau über- weisen und meldete mich für eine Abklä- rung an. Diese hatten damals, ich war 25 Jahre alt, neu ein Ambulatorium für ­Erwachsene mit erfahrenen Spezialisten eingerichtet. Mittels Fragebögen an mich und an meine Eltern wurden Daten erho- ben, daneben wurden diverse andere Tests Christoph Hoffelner ist Sozialarbeiter, ­Behindertensportleiter und Experte für ADHS. ADHS einmal anders Der nebenstehende Artikel soll Fachpersonen im Bereich der Sozialen Arbeit die Problematik von ADHS-Betroffenen näherbringen und Stra- tegien aufzeigen, welche die oftmals schwieri- gen Arbeitsbeziehungen erleichtern können. Auf Zitate aus Studien über ADHS wird in die- sem Beitrag bewusst verzichtet – ein Blick ins Internet genügt, um auf sehr fundierte Studien oder Fachbücher zu diesem Thema zu stossen. Auch eine Diskussion, ob es ADHS gibt oder nicht, welche Medikamente jetzt gut oder schlecht sind oder für die Pharmaindustrie hilf- reich sind oder nicht, wird hier bewusst NICHT geführt! ADHS wird in diesem Artikel nicht als Krankheit, sondern als Problematik im Umgang mit den Herausforderungen des täglichen Le- bens verstanden. Christoph Hoffelner Statement
  • 2. 35Nr. 5_Mai 2016 | SozialAktuell ADHS | P L AT T F O R M durchgeführt. Schliesslich stand die Diag- nose ADHS fest. Es folgten viele Gesprächs- therapien. In Einzelgesprächen mit spe­ ziell geschulten Psychologen lernte ich meine Verhaltensweisen zu reflektieren und Strategien zu entwickeln, um im All- tag mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu gewinnen. In Baden AG hatte zudem eine ebenfalls auf ADHS spezialisierte Psy- chologin Gesprächsgruppen für erwach- sene ADHS-Betroffene aufgebaut und durchgeführt. Daran nahm ich teil. Der Austausch über die Probleme im Alltag mit anderen Betroffenen war wichtig und hilf- reich für mich. Ich realisierte endlich: Ich bin nicht der Einzige mit diesen Proble- men. In den Gesprächen konnten zudem die eigenen Handlungsstrategien ange- passt oder verbessert werden. Ich kann dies jedem Betroffenen empfehlen. Hilfreiche Strategien ADHS-Betroffene brauchen Unterstüt- zung. Unterstützen Sie sie (uns)! Wir kön- nen der Wirtschaft und der Gesellschaft einiges bieten, wenn man uns lässt und uns vertraut. Der Umgang mit ADHS-Be- troffenen innerhalb der Familie, einer Wohngruppe, der Schule, der Arbeit etc. ist sicherlich anspruchsvoll. Es braucht dafür viel Offenheit und Flexibilität, was nicht immer ganz einfach ist. Aber es lohnt sich. Aus meinen eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit anderen Betroffenen, sei dies im Beruf oder in meiner Funktion als Plusport-Trai- ner «Polysport für Menschen mit einer Be- hinderung», habe ich diverse Strategien abgeleitet, welche ich hier präsentieren möchte: –– Jeder ADHS-Betroffene braucht eine Agenda! Egal ob diese nun handschrift- lich geführt wird oder elektronisch. Elektronische Geräusche und Lichtef- fekte können den einen helfen, andere tragen die Termine lieber handschrift- lich ein. Aber darauf bestehen, dass eine angeschafft wird! Zu Beginn Unterstüt- zung beim Eintragen der Termine. Regel- mässiges Nachfragen, wie es denn nun damit geht. –– Tagesplanung machen: Klare Prioritäten setzen. Was geschieht wann? Was ist wie wichtig? Eine Liste kann helfen. Fix- punkte wie Lernen, Einkaufen, Wäsche machen, Rechnungen zahlen, Zeit für Freunde, Arbeitszeit, Ruhezeit, Vereins- aktivitäten etc. in die Agenda eintragen. Auch Geburtstage bekannter Menschen eintragen. Gratulationen bzw. Ge- schenke gehen sonst vergessen. –– Im beruflichen/Heim-/schulischen All- tag: Erklären Sie den Ablauf. Vereinba- ren Sie Fixzeiten wie Pausen. Erarbeiten Sie einen Ämtliplan, einen Aufgaben- plan, einen Kompetenzplan gemeinsam mit Betroffenen. Nehmen Sie sich genug Zeit dafür. Beantworten Sie Fragen. –– Unterstützung der Aufmerksamkeit: Bei akuter Gedankenabwesenheit Betrof- fene ansprechen. An was denkst du ge- rade? Wo sind deine Gedanken? An die aktuelle Aufgabe erinnern, welche zu erledigen ist. Betroffene müssen üben, sich aus der Gedankenwelt zurückzuho- len. Dies geht am besten durch mentale Übungen (Meditation). –– Bauliche Massnahmen ergreifen: Ru- heräume schaffen und diese auch als sol- che definieren. Wichtig: Solche Räume reizarm gestalten. Auf Handys und Ra- dio verzichten. Wer gerne Musik hören möchte, soll das machen, aber mit Kopf- hörer! Gilt auch während der Arbeit. Al- lenfalls Möglichkeiten für einen Power- nap (Kurzschlaf) bereitstellen. –– Achtsamkeitsübungen vorschlagen: Sich auf die aktuelle Tätigkeit konzentrieren und dabei jeden Schritt bewusst machen und mit allen Sinnen dabei sein. Versu- chen, alle anderen Gedanken auszu- schalten. –– Ordnung halten: Genügend grossen Platz schaffen. Sei das ein grosses Pult oder einen entsprechend grossen Ar- beitsplatz mit Stauraum und Ablage- möglichkeiten. Wichtig: Ordnung den ADHS-Betroffenen selber gestalten las- sen. Nicht jedes Chaos ist eine Unord- nung. ADHS-Betroffene finden meist al- les – auch wenn für Aussenstehende ein Chaos herrscht. An alle Lehrpersonen: KEINE Ordnungstrainings durchführen. Unterstützung und Vorschläge ja, aber die Durchführung der Ordnungsmass- nahme liegt in der Verantwortung des ADHS-Betroffenen. –– Immer ein offenes Ohr haben: Anliegen von Betroffenen ernst nehmen und ih- nen zuhören. Auch wenn es aufgrund ihres Hangs zu Monologen manchmal schwierig ist. –– Helfen Sie Betroffenen beim Realisieren ihrer Ideen. Vielfach schaffen sie es nicht, ihre Ideen umzusetzen, weil sie abgelenkt sind, wenig Durchhaltever- mögen haben, mit den vielen Ideen überfordert sind oder weil sie sich nicht konzentrieren können. Wichtig ist da- bei, mit Betroffenen eine Struktur zu er- arbeiten. Was ist die Idee? Was soll ge- macht werden? Vertrauen, Wertschätzung und Geduld sind die wohl wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit ADHS-Betroffenen Kreativität, Gerechtigkeitssinn, ­Wissenslust Wichtig zu erwähnen sind die positiven Eigenschaften von ADHS-Betroffenen. Sie sind sehr kreativ, haben eine ausgeprägte Fantasie, verfügen über einen starken Ge- rechtigkeitssinn, verstehen und durch- schauen (soziale) Situationen schnell. Bei Problemen haben sie meist schnell mögli- che Lösungswege parat, sie wissen genau, was ihr Gegenüber fühlt: ADHS-Betrof- fene zu belügen, bringt nichts, sie merken das. Sie haben eine grosse Wissenslust und können sich für Dinge begeistern, welche sie interessieren. Dadurch gewinnen sie ein umfassendes Wissen in diversen Berei- chen. ADHS-Betroffene denken in Bildern und können komplexe Situationen oft gut bildlich beschreiben, oder sie können Ver- gleiche herstellen, um eine komplexe Situ- ation für andere begreifbarer zu machen. ADHS-Betroffene sind ausserdem sehr em- pathisch. Ist jemand in Not, sind sie bären- starke Helfer. Können ADHS-Betroffene eine berufliche Tätigkeit ausüben, in der ihre Fähigkeiten voll und ganz zum Tragen kommen, können sie ausdauernd, kreativ, kompetent und zuverlässig arbeiten. Mit Schönschreibe- und Ordnungstrainings, gedacht als Förderung von Aufmerksamkeit und Konzentration, wird oft genau das ­Gegenteil erreicht Erfolgreiche Praxisbeispiele gesucht Liebe Leserinnen und Leser Helfen Sie uns dabei, Themen zu finden, hinzu- schauen und ranzugehen. Kennen Sie jemanden aus der Praxis, der oder die sich besonders engagiert oder ein innova- tives Projekt auf die Beine gestellt hat? Fällt ­Ihnen ein Unternehmen ein, über das Sie in ­SozialAktuell gerne lesen würden? Oder möch- ten Sie selber einen Beitrag verfassen?* Melden Sie sich bei uns. *Bitte reichen Sie uns keine fertigen Texte ein. Skizzie- ren Sie grob den Inhalt und die Zielsetzung, damit wir eine Publikation prüfen können. Besten Dank für Ihr Verständnis. Senden Sie uns Ihre Vorschläge an redaktion@sozialaktuell.ch In eigener Sache