Das Buch von Holger Kuße untersucht die späte Phase von Leo Tolstojs Denken, in der er weg von moralischen Dogmen hin zu einer Sprache der Weisheit fand. Der Autor beleuchtet Tolstojs radikale Ansichten und seine kritische Auseinandersetzung mit menschlichen Widersprüchen, während er gleichzeitig dessen Einfluss auf die Reformpädagogik und seine gesellschaftlichen Engagements würdigt. Durch die Analyse von Tolstojs Werken zeigt Kuße, dass trotz der Kontroversen um Tolstojs Morallehren seine Gedanken weiterhin relevant und lesenswert sind.