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Ezb mr-reservepolitik (1)

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Veröffentlicht in: Wirtschaft & Finanzen
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Ezb mr-reservepolitik (1)

  1. 1. Mindestreservepolitik • Die Mindestreservepolitik hat das Ziel den Banken Liquidität zu entziehen oder zuzuleiten. • Im Gegensatz zur Offenmarktpolitik besteht hier ein Zwang zur Kooperation mit den Zentralbanken. • Dadurch kann auch die EZB die Kontrolle über ihr Monopolgut, den Euro ausüben.
  2. 2. MR - Pflicht • Alle Kreditinstitute die im Eurowährungsgebiet ansässig sind müssen bei der EZB Mindestreserven anlegen. • Diese Pflicht betrifft auch Zweigstellen von Banken die ihren eingetragenen Sitz ausserhalb des Eurowährungsgebietes haben. • Nicht MR-pflichtig sind die Zweigstellen von Banken die im Eurogebiet ihren Sitz haben. • Die EZB kannin Ausnahmefällen Spezialinstitute von der MR-Pflicht befreien. • Die EZB führt ein öffentlich zugängliches Register aller Institute die der Pflicht unterworfen sind und jene die von der MR-Pflicht befreit sind.
  3. 3. MR - Berechnung • In die Berechnung der MR werden täglich fällige Einlagen, Einlagen mit einer vereinbarten Laufzeit von bis zu 2 Jahren, Einlagen mit einer vereinbarten Kündigungsfrist von bis zu 2 Jahren, ausgegebene Schuldverschreibungen mit einer vereinbarten Laufzeit von bis zu 2 Jahren und Geldmarktpapiere einbezogen. • Die MR wird von derr EZB verzinst , die Zinshöhe richtet sich nach dem EZB-Zinssatz. • Die Verzinsung wird als Ausgleich für den Wegfall der Rediskontkrediten gewährt. • Die EZB kann durch Beschluss ihre zuständigen Organe die Art der MR-Berechnung ändern. • Der EZB-Rat entscheidet über die Höhe der Verzinsung von der Zeit 2 % und über pauschale Freibeträge.
  4. 4. MR - Haltung • Jedes Institut muss innerhalb eines Monats (im Durchschnitt gerechnet) die MR erfüllen • Das gibt den Banken einen gewissen Spielraum bei ihrer Liquiditätsplanung. • Somit kann eine Bank mit kurzfristigem Liquiditätsengpass auf ihr MR-Guthaben zurückgreifen und bei genügender Liquidität in ihrer Kasse die MR-Pflicht vorab erfüllen. • Man spricht daher auch von intertemporale Arbitrage und meint damit die Wahrnehmung der beschriebenen Verrechnungsmöglichkeit
  5. 5. MR - Erfüllungsperiode • Der Zeitplan der MR-Erfüllungsperiode wurde zum 1. Februar 2003 geändert: bis dahin begann diese immer am 24.kalendertag eines Monats und endete immer am 23.Kalendertag des Folgemonats. • Jetzt beginnt diese am Abwicklungstag des Hauptrefinanzierungsgeschäftes das auf die Sitzung des EZB-Rates folgt in der die monatliche Besprechung der Geldpolitik vorgesehen ist. • Ab November 2001 erörtert der EZB-Rat nur noch in der 1. Sitzung jedes Monats die Geldpolitik. • Ab Februar 2003 wurden die Veränderungen der Zinssätze bei den ständigen Fazilitäten und der Beginn der neuen MR-Erfüllungsperide festgesetzt.
  6. 6. Strafmaßnahmen • Die MR-Pflicht ist nicht erfüllt wenn die monatsdurchschnittlichen Guthaben eines Instituts auf seinem MR-Konto sein Reservesoll unterschreitet. • Strafmaßnahmen: • Eine Zahlung bis zu 5% über dem Satz für die Spitzenrefinazierungsfazilität auf dem MR-Fehlbetrag • Eine Zahlung in Höhe bis zum doppelten des Satzes für die Spitzenrefinanzierungsfazilität auf dem MR-Fehlbetrag • Die Bildung einer unverzinslichen Einlage durch das fehlbare Institut bei der EZB bis zur dreifachen Höhe des MR-Fehlbetrages . • Die Auflage des Reservesoll täglich zu erfüllen • Ausschluß vom Offenmarktgeschäft mit der EZB
  7. 7. MR - Statistik • Im Monatsbericht der EZB ist im Anhang “monetäre Statistik” eine ausführliche Aufstellung aller MR betreffenden Posten sowie die dazugehörigen Erläuterungen abgedruckt. • Hier wird das Reservesoll dem reserveist gegenüber gestellt, sowie der geltende Zinssatz für die MR • Alle Angaben zur laufenden MR-Politik der EZB findet man im monatlich erscheinenden Statistiks Pocketbook der EZB auch in engl. Sprache. Monatsbericht

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