EinseminarBlockRadiojournalismus1Nochmal ein herzliches Hallo an alle, willkommen beim Blockseminar Radiojournalismus
Ziele des Seminars• Redaktionelle Beiträge konzipieren understellen• Freie Moderation trainieren• journalistische Arbeitsa...
Ablaufplan• 27.10. (heute): Schreiben fürs Hören + weitereGrundlagen der Beitragsproduktion• 03.11.: Audioschnitt + Interv...
Spielregeln• regelmäßige Teilnahme an denPräsenzveranstaltungen• Erledigung von praktischen Teil- undAbschlussaufgaben• lo...
Scheinmodalitäten• Jeder Teilnehmer muss folgende Ergebnisseeinreichen:• 1 eingesprochene Meldung samt Manuskript• 1 einfa...
Literatur• La Roche / Buchholz (2004): Radiojournalismus.Berlin: List• Hermann / Krol / Bauer (2002): DasModerationshandbu...
Ablaufplan heute• Besonderheiten des Mediums Radio• Schreiben fürs Hören• Formen von Hörfunkbeiträgen• Übungsaufgaben (Rec...
Die Vorstellungsrunde• eigene Zielvorstellungen für das Seminar• bisherige Erfahrungen im Bereich Hörfunk /Journalismus• w...
Die Besonderheiten des Radios• Beim Radiohören sind alle blind - Schreibenfürs Hören / Kino im Kopf• Radioinhalte sind flü...
Die Besonderheiten des Radios• Man hat nur einen Versuch bei der Vermittlungvon Informationen - Treffer oder Niete• stimml...
Was bedeutet das für dieRadiomacher?• Ereignisse müssen hörbar gemacht werden• Atmosphäre und Kontext muss geschaffenwerde...
Was bedeutet das für dieRadiomacher?• Orientierung muss erleichtert werden --> Strukturdes Beitrages transparent machen --...
Schreiben fürs Hören• kurze Sätze oder sprachlich exakt trennen - klaresemantische Einheiten schaffen• komplizierte Satzst...
Schreiben fürs Hören• Der Satz im Hörfunkbeitrag ist wie ein Boot - Wenn man esüberlädt dann sinkt es!• Eins nach dem ande...
Schreiben fürs Hören• Vorsicht bei Fach- und Fremdwörtern• Zahlen und Verhältnisse einfach ausdrücken (z.B.aufrunden) bzw....
Schreiben fürs Hören• Passiv möglichst vermeiden (birgt Gefahr derKlammerung des Prädikats)• Indirekte Rede vermeiden, bes...
Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleAm 26. Dezember gegen 19.00 Uhr wurde hiesiger Dienststelle überNotr...
Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleEine mögliche Lösung:Bei einem Brand in Neustadt ist eine 71-jährige...
Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleDie Vorlesung Mediengeschichte wird von Frau Prof. Dr. Fraas, die 20...
Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleDie Vorlesung Mediengeschichte hält Frau Prof. Fraas. Fraaskam vor s...
Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleDer Bau der A 49 ist auch nach den neuen Plänen, die derVerkehrsmini...
Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleVerkehrsminister Tiefensee stellte heute neue Pläne zurAutobahn A49 ...
Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleLewis Hamilton hat den Gewinn der Weltmeisterschaft derFormel 1 denk...
Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleLewis Hamilton hat die Krone der Formel Einsdenkbar knapp verpasst. ...
Bausteine eines Beitrages• Kern: Was ist das Wichtigste, Interessanteste, Neueste?• Einzelheiten: nähere Information zum K...
Ein BeispielDie Aktienbörsen in Frankfurt und London schließen sich zusammen (Kern).Das haben beide Unternehmen in einer P...
Kleine Hilfe - die W-Fragen• Wer ist beteiligt?• Was ist passiert?• Wo und Wann war es?• Wie lief es ab?• Warum geschah es...
Gleiches Spiel - Nur anders• Arbeit in 3er Gruppen• jede Gruppe erhält eine Pressemeldung, aus der eineMeldung / ein Kurzb...
Der Weg zum Beitrag• Idee• Planung / Recherche• O-Töne sammeln• Manuskript / Audioschnitt• Ausstrahlung32- Wir wissen jetz...
Beitragsplanung• Worum soll es gehen? Wie passt das zur Sendungund zum Sender?• Welche Form soll der Beitrag haben? --> St...
Beitragsformen• Umfrage• O-Ton-Collage• Kommentar• Glosse• Aufsager• O-Ton-Bericht /gebauter Beitrag• Feature• Hörspiel• I...
Die Umfrage• „Menschen von der Straße“ werden zu einem aktuellenThema befragt• keine repräsentative Umfrage --> sollte dah...
Die Umfrage• Thema sollte einfach und leicht verständlich(aufbereitet) sein --> Frage entsprechend formulierenund testen• ...
Der Weg zum Beitrag• Idee• Planung / Recherche• O-Töne sammeln• Manuskript / Audioschnitt• Ausstrahlung37- nachdem Art des...
Die Umfrage - Praktische Tipps• im Normalfall sind 12 bis 15 Befragte ausreichend --> beim Schnitt falleneinige raus• wenn...
Die Umfrage - Praktische Tipps• keine Gruppen befragen - sie quatschen durcheinander und beziehensich aufeinander• nicht z...
Der Umgang mit demAufnahmegerät• Aufnahme vorbereiten• Technik auf Funktionstauglichkeit prüfen• Windschutz nicht vergesse...
Der Umgang mit demAufnahmegerät• Rechtshänder halten das Mikro in der rechtenHand - es ist der Steuerknüppel für die Aufna...
Aufgabe bis zum nächsten Mal• schnappt euch ein Aufnahmegerät und machteine Umfrage auf dem Campus zu einemeinzelnen Aspek...
Der Weg zum Beitrag• Idee• Planung / Recherche• O-Töne sammeln• Manuskript / Audioschnitt• Ausstrahlung43- nach dem Sammel...
Das Manuskript• dient als Vorlage zum Einsprechen --> sollteübersichtlich sein und Hinweise zumEinsprechen beinhalten• mög...
Das Manuskript• Silbentrennung vermeiden - verhindert Aussprachefehler• Sätze sollten immer auf demselben Blatt Papier end...
Betonungszeichen• Hauptbetonung - .• Nebenbetonung - /• Betonung - __ ==• Atempausen - |• Staupausen - ‘• Stimmführung - ↑...
Zum Einsprechen• Sprechen nicht Lesen• Sprechtempo beachten, Pausen einbauen• Betonung und Atmung nicht vergessen• Abstand...
Tipps zum Aufwärmen derStimme• im Wechsel Gähnen und schlucken (weitet /verengt Rachenbereich)• Lippenflattern (lockert Li...
Jetzt nochmal praktisch• Arbeit in 2er-Gruppen• Jeder (!) sucht sich ein Thema für einen aktuellen Beitragim UNiCC-Magazin...
Der Weg zum Beitrag• Idee• Planung / Recherche• O-Töne sammeln• Manuskript Audioschnitt• Ausstrahlung50- nach Schreiben fü...
Beim nächsten Mal ausführlich:Audioschnitt• Bearbeitung des Rohmaterials• Einfügen von Atmo, Musik, Geräuschen• Zusammenfü...
Aufgabe bis zum nächsten Mal• schnappt euch ein Aufnahmegerät und machteine Umfrage auf dem Campus zu einemeinzelnen Aspek...
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Radiojournalismus. Ein Blockseminar. - Seminar 1/4: Schreiben fürs Hören

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Radiojournalismus. Ein Blockseminar. - Seminar 1/4: Schreiben fürs Hören

  1. 1. EinseminarBlockRadiojournalismus1Nochmal ein herzliches Hallo an alle, willkommen beim Blockseminar Radiojournalismus
  2. 2. Ziele des Seminars• Redaktionelle Beiträge konzipieren understellen• Freie Moderation trainieren• journalistische Arbeitsabläufe in einemHörfunksender vermitteln undprofessionalisieren2- Was haben wir uns dieses Semester vorgenommen?- zwei wichtige Formen des Radiojournalismus, deren Grundkenntnisse auch bei anderenDisziplinen hilfreich sind- Radio-Nachrichten werden nicht explizit behandelt
  3. 3. Ablaufplan• 27.10. (heute): Schreiben fürs Hören + weitereGrundlagen der Beitragsproduktion• 03.11.: Audioschnitt + Interview 1• 17.11.: Interview 2 + Beitragsnachbereitung• 08.12.: Moderation + Abschlussaufgabe• 11.01.: Zwischenstand Aufgabe / Auswertung3
  4. 4. Spielregeln• regelmäßige Teilnahme an denPräsenzveranstaltungen• Erledigung von praktischen Teil- undAbschlussaufgaben• lockere Arbeitsatmosphäre, aber keinFreibrief zum Gammeln und Stören4- lockere Atmosphäre: Zwischenfragen gern sofort, auch bei Fachbegriffen, kein schriftlicherAntrag für Trinken + Toilettengang
  5. 5. Scheinmodalitäten• Jeder Teilnehmer muss folgende Ergebnisseeinreichen:• 1 eingesprochene Meldung samt Manuskript• 1 einfachen Beitrag mit O-Tönen aus einerStraßenumfrage• 1 Interview• 3 Moderationen• 1 Beitrag mit O-Tönen und Atmo6
  6. 6. Literatur• La Roche / Buchholz (2004): Radiojournalismus.Berlin: List• Hermann / Krol / Bauer (2002): DasModerationshandbuch. Tübingen: A. Francke• Rossie (2004): Frei sprechen. Berlin: List• Rossie (2004): Sprechertraining. München: List9- Klassiker von Buchholz und LaRoche: 9. Auflage, sehr kompakt / praxisnah
  7. 7. Ablaufplan heute• Besonderheiten des Mediums Radio• Schreiben fürs Hören• Formen von Hörfunkbeiträgen• Übungsaufgaben (Recherche und Einsprechen)• Umgang mit dem Aufnahmegerät10- Schwerpunkt: Schreiben fürs Hören
  8. 8. Die Vorstellungsrunde• eigene Zielvorstellungen für das Seminar• bisherige Erfahrungen im Bereich Hörfunk /Journalismus• wann und wie hört ihr Radio?• kennt ihr Radio UNiCC?11- wer hat seine stimme schon aufgenommen gehört?- Was erwartet ihr von einem Campusradio?
  9. 9. Die Besonderheiten des Radios• Beim Radiohören sind alle blind - Schreibenfürs Hören / Kino im Kopf• Radioinhalte sind flüchtig, aber glaubwürdig- Radio als unterschätztes(Nebenbei-)Medium• Radio ist ubiquitär - wahrscheinlich eines derersten Mobile Medias12- Bücher sind noch älter- Wieviele Zeit verbringt ein Durchschnittsbürger täglich vorm Radio? (177 Minuten)- Reihung der Sinne nach Glaubwürdigkeit: Augen (optische Täuschung) - Ohren (3D-Orientierung) - Tastsinn- ubiquitär: Radio ist überall verfügbar - Küche, Wohnzimmer, Auto --> auditiveInformationsvermittlung als Vorteil (Fernsehen wird es für den Fahrer nie im Auto geben,auch wenn Verbreitung möglich ist)
  10. 10. Die Besonderheiten des Radios• Man hat nur einen Versuch bei der Vermittlungvon Informationen - Treffer oder Niete• stimmliches Gestalten und Artikulation prägenStil des Programms - Back to the Basics -Gesten und Einspieler können eine vermurksteModeration nicht retten• die Primetime beginnt nicht 20:1513- Rezipient kann nicht vor- und zurückspringen (vgl. Lesen), außerdem ist er meist abgelenkt- die verfügbaren Mittel müssen ausgereizt werden --> auch in anderen Medien hilfreich -->siehe Gottschalk / Jauch- Radio ab 20:00 quasi tot - Primetime 5 - 9 und 17 - 19 Uhr
  11. 11. Was bedeutet das für dieRadiomacher?• Ereignisse müssen hörbar gemacht werden• Atmosphäre und Kontext muss geschaffenwerden• Situation des Hörers muss berücksichtigt werden--> wir brauchen einen Ear-Catcher• Beschreibungen müssen anschaulich, konkret,linear und direkt sein14- Wie klingt eine Kanzlerwahl? (nicht nur hörbildliche Themen wie Raketenstart, Formel 1)- für Atmosphäre können Stimme, O-Töne, Atmo und Musik genutzt werden- O-Töne: Original-Töne --> alle Arten von Stimmaufnahmen (manchmal auch in TV-Dokumentationen eingesetzt)- Atmo: Aufnahme von Hintergrundgeräuschen, der Atmosphäre vor Ort- Hörer meist nicht aktiv dabei, wir müssen uns seine Aufmerksamkeit erst erarbeiten -->man muss ihn zum Mithören überreden- linear bedeutet nicht chronologisch, das ist im Hörfunk eher ungeeignet --> Warum?
  12. 12. Was bedeutet das für dieRadiomacher?• Orientierung muss erleichtert werden --> Strukturdes Beitrages transparent machen --> Ausblickegeben, zusammenfassen, zusammenhängendsprechen (Kohäsion, Kohärenz)• auf die gleiche Textlänge kann man im Radioweniger Informationen unterbringen als imPrintbereich15- besonders Kohäsion ist wichtig, um Ambiguität zu vermeiden. Bsp.: „Franka stolpert in einerGärtnerei über eine Ranke. Sie wird sofort behandelt.“ - Kontext und Weltwissen machen klar,dass wahrscheinlich Franka gemeint war, aber Aufmerksamkeit des Hörers wird verschoben- sicher gibt es Menschen, die auch schwierigere Texte auditiv gut verarbeiten können, aberdas Ziel bei Radio heißt nicht Einzelunterricht, sondern Massenbespaßung- wir üben heute die Anpassung des Schreibens an das menschliche Gehör, Beispiele gehenmanchmal relativ weit, aber verdeutlichen das Prinzip --> in Praxis manchmal auchkomplexere Sätze (Bsp. DLF)
  13. 13. Schreiben fürs Hören• kurze Sätze oder sprachlich exakt trennen - klaresemantische Einheiten schaffen• komplizierte Satzstrukturen (besonders Klammerung vonSubjekt und Prädikat) vermeiden• Synonyme vermeiden, Redundanz schaffen• abwägen zwischen begrifflicher Exaktheit undVerständlichkeit --> bildliche Sprache auch nichtübertreiben!16- Klammerung: „Der Großkonsul von Konstantinopel, der als erster die Welt auf einem Kamelumrundete und in seiner Freizeit spanische Opern hört, hat gestern Abend vor dem Freitagsgebetbekanntgegeben...“- Synonyme: Deutschlehrer würde uns dafür umbringen, aber im Radio unverzichtbar- Redundanz Ernst nehmen, besonders bei Pronomen. Beispiel: Außenminister Steinmeier in TelAviv- fikt. Staatsbesuch in den USA: Angela Merkel auf Besuch bei den Bushs. Kanzlerin Angela Merkeldüste gestern durch die bitterkalte Nacht und traf den Horst Köhler der USA - George W. Bush. ImGepäck hatte sie kühne Pläne für die nächste Runde Verhandlungspoker in Nahost. Bush undMerkel haben sich also einiges vorgenommen und müssen eine Extra-Schicht schrubben.Trotzdem herrschte beim Empfang in Washington eine beschwingt-ausgelassene Stimmung, alsBush Merkel in die rehbraunen Augen sah und sie herzlich begrüßte. --> Vorsicht beiausgeleierten Vergleichen und Metaphern
  14. 14. Schreiben fürs Hören• Der Satz im Hörfunkbeitrag ist wie ein Boot - Wenn man esüberlädt dann sinkt es!• Eins nach dem anderen - Falle Adjektive und Falle Partizipien--> sie verdichten den Satz• Möglichst nur eine Information (inhaltlicher Kern) pro Satz -Vorsicht bei Präpositionen (in, am, von, etc.)• versuchen eine Verbindung zur Situation des Hörersherzustellen17- gekürzte Sätze nicht mit Adjektiven vollstopfen: „Lothar Matthäus eröffnete das Haus derKunst in Gera. vs. Der malereibegeisterte Lothar Matthäus eröffnete das neue undavangardistische Haus der Kunst im weltoffenen Gera.“ (zusätzlich: avangardistischfunktioniert nur in einer Kunstsendung)- Partizip 1 und Partizip 2 betroffen: „Der in seiner Freizeit malende Lothar Matthäuseröffnete das hoffentlich gewinnbringende Haus der Kunst im dafür gefeierten Gera.“- Sinn der Kürze: Erinnerung - Kern sollte meist am Ende stehen (Hauptbetonung), AusnahmeGefühle - Bsp.: Heute veranstaltet Radio UNiCC das Seminar Radiojournalismus.- Wir sehen schon: Schreiben fürs Hören geschieht auf Satz- und auf Wortebene zu letztererjetzt noch mehr
  15. 15. Schreiben fürs Hören• Vorsicht bei Fach- und Fremdwörtern• Zahlen und Verhältnisse einfach ausdrücken (z.B.aufrunden) bzw. durch bildliche Metaphernbegreifbar machen• keinen Nominalstil verwenden - Vorsicht bei -ung,-heit, -ion, -keit, -mus, -ung• Zusammensetzungen von Nomen vermeiden18- aber auch nicht in Baby-Sprache verfallen - Zielgruppe berücksichtigen- Telefonnummer: 0371 520 33 66, heute morgen gestern nächsten Mittwoch verwenden,entspricht der Fläche von zwei Fußballfeldern- in Nominalisierungen steckt ein Verb - holt es heraus, erleichtert Betonung („DieVerbreitung von Nominalisierungen in der Bevölkerung ist starken Schwankungenunterworfen.“ - Der Trend, Nomen anstelle von Verben zu benutzen, schwankt in derBevölkerung sehr stark.)- bitte keinen „Mehrkampf-Weitsprung-Spezialist“ oder „Untersuchungs-ausschuss-vorsitzenden-stellvertretung“
  16. 16. Schreiben fürs Hören• Passiv möglichst vermeiden (birgt Gefahr derKlammerung des Prädikats)• Indirekte Rede vermeiden, besser direktzitieren• Zitate klar einleiten - „(...)“ ‚so ... wörtlich‘,‚ich zitiere‘ „(...)“, „(...)“ so ... weiter‘19- „So wurde die Sperrung des Zugangs nach einem Veto des Geschäftsführers und einergenauen Prüfung durch die Fachabteilung aufgehoben.“- Passiv kann auch Spannung nehmen, vgl. Sportkommentar nur in Passiv- Gründe gegen indirekte Rede: Genauigkeit des Zitats nicht nachvollziehbar, Konjunktivklingt teilweise antiquiert („böte sich eine Chance“) oder ist schwer zu bilden („er hülfe damitdem Verein“)- Zusammenfassung: Schreiben fürs Hören ist wie mündliche Kommunikation (also nicht soschwierig wie es erstmal klingt)
  17. 17. Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleAm 26. Dezember gegen 19.00 Uhr wurde hiesiger Dienststelle überNotruf mitgeteilt, dass in Neustadt in der Gerbergasse ein Wohnhausbrennt. Wir trafen zeitgleich mit der Feuerwehr in der Gerbergasse ein.Die Feuerwehr versuchte sofort, den Brand zu löschen. VonAnwohnern wurde in Erfahrung gebracht, dass sich in der brennendenWohnung noch eine Person aufhalten sollte. Die Feuerwehr betrat mitschwerem Atemschutzgerät das Anwesen und stellte fest, dass dieWohnungsinhaberin - eine 71-jährige gehbehinderte Frau - tot in derKüche lag...Die Wohnung wurde durch den Brand schwer beschädigt.20Jetzt seid ihr dran - schaut euch die Radio-Beiträge an und verbessert sie...sowohl auf Satzals auch auf WortebeneKürzen & Umformulieren, Reihenfolge kann auch geändert werden
  18. 18. Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleEine mögliche Lösung:Bei einem Brand in Neustadt ist eine 71-jährige Frau ums Lebengekommen. Nach Angaben der Polizei wurde sie von derFeuerwehr tot in ihrer Küche gefunden. Die Frau wargehbehindert. Die Wohnung der Toten wurde schwer beschädigt.Über die Ursache des Brandes teilte die Polizei noch nichts mit.21
  19. 19. Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleDie Vorlesung Mediengeschichte wird von Frau Prof. Dr. Fraas, die 2000nach Chemnitz kam, gehalten. Die in Leipzig promovierte Germanistinwurde in jenem Jahr an der TU Chemnitz habilitiert und begründete denBA- / MA- Studiengang Medienkommunikation. Zum interdisziplinärenWissens-Kanon des Kommunikationsstudienganges gehört auch dieVorlesung Mediengeschichte, die den Studierenden mit Bezug aufaktuelle Entwicklungen historische Dimensionen der Speicher undTransfermedien näher bringt. Von Höhlenmalerei, Postwesen,Buchdruck, Telegraphie über Radio, Fernsehen bis hin zu den NeuenMedien. 478 Studenten haben die Veranstaltung bereits erfolgreichabsolviert.22
  20. 20. Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleDie Vorlesung Mediengeschichte hält Frau Prof. Fraas. Fraaskam vor sechs Jahren nach Chemnitz, als sie den StudiengangMedienkommunikation begründete. Medienkommunikationist ein fächerübergreifender Studiengang. Daher gehört dazuauch seit jeher die Vorlesung Mediengeschichte. Denn dortlernen die Studenten, wie die Geschichte die Entwicklung derKommunikationstechnik geprägt hat. Von Höhlenmalerei überTelegraphie bis zum Internet und einmal zurück. Fast 500Studenten konnte Fraas damit schon begeistern.23
  21. 21. Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleDer Bau der A 49 ist auch nach den neuen Plänen, die derVerkehrsministerminister Wolgang Tiefensee gestern vorstellte,umstritten.Der letzte Abschnitt der Autobahn A 49zwischen Kassel und dem Raum Gießen sollnach einer kostensenkenden Entscheidung vonWirtschaftsminister Glos,abweichend von der bisherigen Planung,durch den so genannten Maulbach-Korridoran Homberg/Ohm vorbeigeführt werden,während bisher die Autobahn über die so genannteOlmthal-Trasse geführt werden sollte.24
  22. 22. Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleVerkehrsminister Tiefensee stellte heute neue Pläne zurAutobahn A49 vor. Dabei ging es um den Abschnittzwischen Kassel und dem Raum Gießen.Der letzte Abschnitt der A 49 soll nun an Homberg/Ohmvorbeigeführt werden.Statt durch die Ohmthal-Trasse wird die Autobahn damitdurch den Maulbach-Korridor führen.Dies war zunächst nicht geplant.Die Änderung hatte Wirtschaftsminister Glos durchgesetzt.Glos möchte damit die Kosten der Autobahn senken.Die Entscheidung bleibt im Kabinett dennoch umstritten.25
  23. 23. Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleLewis Hamilton hat den Gewinn der Weltmeisterschaft derFormel 1 denkbar knapp verpasst. Im letzten Rennen derSerie wurde er, in der Gesamtwertung in Führung liegend,zu Beginn von seinen Konkurrenten überholt und dannauch noch Opfer technischer Probleme. Daraus folgte eineDurchreichung bis auf Platz 18, die der Brite nicht mehraufholen konnte. Ohne den Ausfall hätte er wahrscheinlichden Titel geholt. So sagte er im britischen Fernsehen, dasssein Team ihn um die Weltmeisterschaft gebracht hätte undan der Misere Schuld sei. Eine Verortung der eigenenVerantwortung nahm der Youngster nicht vor.26
  24. 24. Mach mit, machs nach, machsbesser - Ein paar BeispieleLewis Hamilton hat die Krone der Formel Einsdenkbar knapp verpasst. Hamilton hatte die WM biszuletzt angeführt. Im letzten Rennen überholten ihnjedoch zu Beginn bereits einige Konkurrenten.Zusätzlich hatte Hamilton kurz darauf technischeProbleme. Er fiel weit zurück auf den 18. Platz. DiesenRückstand konnte Hamilton nicht mehr aufholen. Ineinem Interview gab Hamilton nun seinem Team dieSchuld an der Niederlage. Er sagte wörtlich „Die habengeschlampt und mich um den Titel gebracht“. EigeneFehler konnte Hamilton hingegen nicht ausmachen.27
  25. 25. Bausteine eines Beitrages• Kern: Was ist das Wichtigste, Interessanteste, Neueste?• Einzelheiten: nähere Information zum Kern, weitere Fakten• Quelle: Woher kommt die Information?• Hintergrund: Vorgeschichte• Zusammenhang: Einordnung des Kerns in einen Kontext• Zusatzinformationen: Verständnishilfen28- Das war das Wie des Schreibens fürs Hören, jetzt kommen wir zum Was- Anhand welcher Kriterien kann man einen Beitrag aufbauen- eigentlich Bausteine einer Nachricht, aber Struktur im Beitrag ähnlich, lediglich Gewichtungkann sehr stark abweichen
  26. 26. Ein BeispielDie Aktienbörsen in Frankfurt und London schließen sich zusammen (Kern).Das haben beide Unternehmen in einer Pressemitteilung bestätigt (Quelle).Hauptsitz der neuen Superbörse soll London sein. Dort werden auch dieklassischen Industrieaktien gehandelt. Der Handel mit High-Tech-Papierensoll in Frankfurt stattfinden (Einzelheiten). Durch den Zusammenschlussentsteht der größte europäische Aktienmarkt. Begünstigt wird die Fusiondurch die Möglichkeiten der elektronischen Vernetzung. Im März hatten sichbereits die Börsen von Paris, Brüssel und Amsterdamzusammengeschlossen (Hintergrund, Zusammenhang).29
  27. 27. Kleine Hilfe - die W-Fragen• Wer ist beteiligt?• Was ist passiert?• Wo und Wann war es?• Wie lief es ab?• Warum geschah es?• Woher wissen wir das?30- Hilfestellung während der Recherche- Reihenfolge nicht bindend, es müssen nicht alle Fragen abgearbeitet werden
  28. 28. Gleiches Spiel - Nur anders• Arbeit in 3er Gruppen• jede Gruppe erhält eine Pressemeldung, aus der eineMeldung / ein Kurzbeitrag erstellt werden soll• neben dem „Wie“ müsst ihr nun auch das „Was“festlegen --> Recherche• am Ende wird Resultat von anderen Gruppenbewertet / evaluiert31Pressemeldungen austeilen- jetzt nur Web-Recherche- Wie steht ihr zu PR-Meldungen als Informationsquelle?- 30 Minuten Zeit, danach Diskussion- das ist noch kein vollwertiger Beitrag, weil nur eine Quelle und keine O-Töne - Wie läuft derWeg zu einem Beitrag ab (bis jetzt nur Grundlagen behandelt)
  29. 29. Der Weg zum Beitrag• Idee• Planung / Recherche• O-Töne sammeln• Manuskript / Audioschnitt• Ausstrahlung32- Wir wissen jetzt wie wir Informationen hörfunktauglich aufbereiten (werden dies nochweiter üben) und welche Informationen das sind- wie wird daraus ein Beitrag?- mit unseren Übungen sind wir also relativ weit hinten eingestiegen- Was war nochmal ein O-Ton?
  30. 30. Beitragsplanung• Worum soll es gehen? Wie passt das zur Sendungund zum Sender?• Welche Form soll der Beitrag haben? --> Stil, Länge• Welche Informations-Quellen stehen zur Verfügung?--> Bücher, Online-Publikationen, Interviewpartner,Archiv• Was ist der Aufhänger / Earcatcher?33- Bsp.: Thema Versicherung - Welche braucht man, welche nicht --> Jump vs. MDR 1 --> istnicht nur inhaltlich vgl. Jump vs. Campus & Karriere beim Deutschlandfunk-bei kommerziellen Sendern Themen häufig vorgegeben- Thema „Hitzewelle in Chemnitz - Hilfe, es ist warm!!! vielleicht mal als O-Ton-Collage
  31. 31. Beitragsformen• Umfrage• O-Ton-Collage• Kommentar• Glosse• Aufsager• O-Ton-Bericht /gebauter Beitrag• Feature• Hörspiel• Interview• Reportage34- Kommentar: sachlicher Meinungsbeitrag- Glosse: pointierter Meinungsbeitrag (satirisch / polemisch)- O-Ton Collage: mit Geräuschen und Musik untermalte O-Töne ohne Überleitung desRedakteurs --> z.B. zum Thema „Hilfe, ich erfriere - Der Herbst ist zu kalt“- Aufsager: kurze Berichte eines Reporters oder Korrespondenten --> häufig in Nachrichtengenutzt- Feature: ein nicht-fiktionales Hörwerk --> aufwändige Komposition von O-Tönen, Atmound Musik- Reportage: Lebendige Beschreibung eines Ereignisses, an dem der Hörer nicht direktteilnehmen kann (Sport, Raketenstart, etc.)
  32. 32. Die Umfrage• „Menschen von der Straße“ werden zu einem aktuellenThema befragt• keine repräsentative Umfrage --> sollte daher auchnicht so verkauft werden• Vorbereitung und Durchführung relativ einfach undschnell• können Meinungsbild widerspiegeln und wirkenauthentisch35- einfache Form des O-Tons- Beitrag Umfrage zu „Übergewicht beim Lebens-Partner - Was ist ok?“ starten-Aufgabe: Denkt euch passend zu eurer Pressemeldung eine Frage für Passanten aus (5Minuten Zeit)
  33. 33. Die Umfrage• Thema sollte einfach und leicht verständlich(aufbereitet) sein --> Frage entsprechend formulierenund testen• Thema sollte bekannt (aktuell) sein --> erhöht dieChance, dass jemand dazu etwas zu sagen hat• Thema sollte nach Möglichkeit auch emotionalberühren, kein reines Kopf-Thema sein36- Passen unsere Themen auf diese Beschreibung? --> Wie könnten wir die Fragen abändern /thematisch verschieben?
  34. 34. Der Weg zum Beitrag• Idee• Planung / Recherche• O-Töne sammeln• Manuskript / Audioschnitt• Ausstrahlung37- nachdem Art des Beitrages geklärt ist, kann man O-Töne sammeln- wir haben uns für eine Umfrage entschieden, die einzeln genutzt werden kann oder alsBestandteil eines größeren Beitrags genutzt werden kann
  35. 35. Die Umfrage - Praktische Tipps• im Normalfall sind 12 bis 15 Befragte ausreichend --> beim Schnitt falleneinige raus• wenn Befragte nicht direkt antworten, nachhaken, Frage reformulieren, fürSchüchterne Einstiegshilfen anbieten• darauf achten, dass in ganzen Sätzen geantwortet wird• während Befragte antworten nur nonverbales Feedback geben - keineMmms, Jas oder Genaus• in Bahnhöfen / Schulen / Kaufhäusern / Krankenhäusern braucht man eineGenehmigung, davor jedoch nicht38- darauf achten, dass die ausgewählten Personen möglichst verschieden sind (Männer,Frauen, jung, alt)
  36. 36. Die Umfrage - Praktische Tipps• keine Gruppen befragen - sie quatschen durcheinander und beziehensich aufeinander• nicht zu höflich sein - keine Einschleiffrage „Darf ich dich mal wasfragen?“, „Hast du kurz Zeit?“, direkt mit Sendername einsteigen• Keine Ja- / Nein-Fragen, keine Suggestivfragen• genügend Zeit zum Antworten lassen• bei schwierigen Themen Balkonfrage nutzen• Hintergrundgeräusche können Aufnahme stören39- Sendername ist aus medienrechtlicher Sicht wichtig zu nennen --> Einverständnis zurAusstrahlung-Suggestivfrage: „Haben Sie sich auch über die gesteigenen Preise geärgert?“- Balkonfrage: Informationen vor die eigentliche Frage stellen, um einzuleiten
  37. 37. Der Umgang mit demAufnahmegerät• Aufnahme vorbereiten• Technik auf Funktionstauglichkeit prüfen• Windschutz nicht vergessen!• Zeitpuffer zum Bereitmachen der Technik vorOrt einplanen40- Umfrage erfordert Umgang mit dem mobilen Aufnahmegerät - DAT-, Minidisc- oder Flash-Recorder (heutzutage auch wirklich tragbar)- Vorbereitung: Was will ich fragen, gibt es Einschränkungen bei den Befragten (z. B. nurStudenten)- Funktionsprüfung: Beispiel Interview Milbradt (Gerät, Fehler am Mikro-Eingang) / BeispielInterview Blumentopf Splash! (MD, Struktur defekt)- Windschutz: schützt nicht nur vor Wind, sondern auch vor Plopplauten - falls dochvergessen, dann ein Papiertaschentuch verwenden- Zeitpuffer: bei Umfragen nicht ganz so wichtig, aber bei vereinbarten Interviews --> Bsp.:Ralf Schmitz (Lui)
  38. 38. Der Umgang mit demAufnahmegerät• Rechtshänder halten das Mikro in der rechtenHand - es ist der Steuerknüppel für die Aufnahme--> niemals aus der Hand geben• Mikrofon immer auf Sprechenden richten, giltauch bei kurzen Zwischenfragen• Steh- / Sitzordnung vor der Aufnahme bedenken• Hintergrundgeräusche beachten41- falls bei der Aufnahme gesessen wird, dann am besten über Eck-Hintergrundgeräusche müssen nicht nur Autos und Baulärm sein --> Plätschern einesBrunnen in der Fußgängerzone, der Leierkastenmann, Kirchturmglocken - Bsp.: Splash!(Aufnahmen einer Umfrage direkt vor Bühne übersteuert, auch bei geringerem Pegel nicht zugebrauchen)
  39. 39. Aufgabe bis zum nächsten Mal• schnappt euch ein Aufnahmegerät und machteine Umfrage auf dem Campus zu einemeinzelnen Aspektes eines selbst gewähltenThemas• Zielvorgabe: 10 O-Töne bis zum 02.11.2007(ein O-Ton sollte 30 sec. nicht übersteigen)42- eigentliche Aufnahme überspringen wir - wird HA, mehr dazu später- Minidisc muss bis zum Freitag da sein, damit die O-Töne rechtzeitig eingespielt werdenkönnen- direkt nach Aufnahme fragen, ob euch jemand die MD einspielen kann- typische Einstiegsaufgabe im Radio
  40. 40. Der Weg zum Beitrag• Idee• Planung / Recherche• O-Töne sammeln• Manuskript / Audioschnitt• Ausstrahlung43- nach dem Sammeln von O-Tönen mithilfe einer Umfrage, schauen wir uns jetzt dieGestaltung eines Manuskriptes an- nicht in jedem Fall werden O-Töne benötigt, dann springt man direkt zum Manuskript
  41. 41. Das Manuskript• dient als Vorlage zum Einsprechen --> sollteübersichtlich sein und Hinweise zumEinsprechen beinhalten• möglichst großer Zeilenabstand --> bietet Raumfür Notizen• Textdauer schon während des Schreibensabschätzen --> etwa 1000 Zeichen ergeben eineSendeminute44- bei 1000 Zeichen müssen alle Zahlen, Einheiten und Abkürzungen ausgeschrieben werden
  42. 42. Das Manuskript• Silbentrennung vermeiden - verhindert Aussprachefehler• Sätze sollten immer auf demselben Blatt Papier enden, aufdem sie beginnen• Papier einseitig beschreiben, da ansonsten unschöneNebengeräusche im Studio auftreten• O-Töne mit Dauer und Geber im Manuskript angeben,Anfang und Ende des O-Tons als Zitat45- Bsp. Silbentrennung: Sat 1 News - Der Urin stinkt der Tiere (Der Urinstinkt der Tiere)- Bsp.: O-Ton Wolfgang Schäuble (0:45) „Deutschland wird auch auf hindukusch.comverteidigt ... der Bundestrojaner ist zum Wohle des deutschen Volkes.“
  43. 43. Betonungszeichen• Hauptbetonung - .• Nebenbetonung - /• Betonung - __ ==• Atempausen - |• Staupausen - ‘• Stimmführung - ↑↓• Übung: Füge die Betonungszeichen ein46- Betonung über Punkte oder Unterstreichungen (einfach / doppelt)- Pausen durch waagerechte Striche-Stimmführung / -melodie über Pfeile- Staupausen werden nicht zum Atmen benötigt, möglichst nur bei Zitaten benutzen, könnensonst belehrend wirken- Was kommt nach dem Manuskript? - Das Einsprechen - von vielen Radio-Neulingen erstmalgefürchtet, dabei ist es gar nicht schlimm - Mikrofone beißen nicht
  44. 44. Zum Einsprechen• Sprechen nicht Lesen• Sprechtempo beachten, Pausen einbauen• Betonung und Atmung nicht vergessen• Abstand zum Mikro prüfen• Nicht zu leise sprechen, sonst fehlt der Stimme Präsenz• Keine Panik!47- Preisfrage: Wie reagieren wir bei Versprechern? - nur bei schwerwiegenden Versprechernentschuldigen, ansonsten korrigieren (falls nötig) und weiter (auf keinen Fall Team die Schuldgeben (Negativbeispiel Antenne Thüringen - Praktikant) oder Fehler anders großthematisieren- es sei denn er ist so groß, dass man nicht darum herumkommt -->Hörbeispiel durchnächste Folie starten- bevor es jetzt gleich Ernst wird, noch ein paar Tipps für die Stimme
  45. 45. Tipps zum Aufwärmen derStimme• im Wechsel Gähnen und schlucken (weitet /verengt Rachenbereich)• Lippenflattern (lockert Lippen auf)• bei geschlossenem Mund genüsslich kauenund auf einem angenehmen Ton summen• Haltung im Studio überprüfen48- Stimme verhält sich ähnlich wie ein Muskel beim Sport - wenn ich mich nicht richtigerwärme und dehne, dann kann ich nicht das Maximum aus mir herausholen- alle Übungen sehen zwar relativ bescheuert aus, sind aber hilfreich die Stimmeeinsatzbereit zu bekommen- man verhaspelt sich seltener- jetzt werden der Reihe nach die einzelnen Uni-News eingesprochen, der Rest überarbeitetseine Betonungszeichen oder recherchiert schon nach einem Thema für den ersten eigenenBeitrag samt Umfrage (nach dieser Einsprechübung)
  46. 46. Jetzt nochmal praktisch• Arbeit in 2er-Gruppen• Jeder (!) sucht sich ein Thema für einen aktuellen Beitragim UNiCC-Magazin „Campus Live“• Recherche + Vorbereitung einer Umfrage --> Manuskript• Recherchierter Text wird eingesprochen (min. 1:30)• Durchführung der Umfrage als HA bis nächste Woche49- Aufgaben werden immer komplexer - erst fertige Meldungen umschreiben, dannRecherchieren + Einsprechen zu vorgegebenem Thema, zuletzt auch freie Themenwahl- Tipp: nicht zu lange nach Thema suchen (10 - 15 Minuten)- Zielgruppe Studenten: Buchvorstellung, Veranstaltungstipp, Zeitgeschehen, Bafög,Mensaessen, Volle Hörsääle, Studiengebühren --> Bedingung: Nicht nur der Autorinteressiert sich für das Thema- Wer möchte kann auch den Gruppenpartner einsprechen lassen --> u. U. bessere Kontrolledes Schreiben fürs Hören
  47. 47. Der Weg zum Beitrag• Idee• Planung / Recherche• O-Töne sammeln• Manuskript Audioschnitt• Ausstrahlung50- nach Schreiben fürs Hören, O-Tönen, Manuskript und Einsprechen beschäftigen wir unsnächstes Mal mit dem Audioschnitt, dem nächsten Schritt zum fertigen Beitrag
  48. 48. Beim nächsten Mal ausführlich:Audioschnitt• Bearbeitung des Rohmaterials• Einfügen von Atmo, Musik, Geräuschen• Zusammenfügen aller Komponenten• Effekte und Mastering der Tonspuren51- außer Audioschnitt nächstes Mal auch Interview als Beitragsform
  49. 49. Aufgabe bis zum nächsten Mal• schnappt euch ein Aufnahmegerät und machteine Umfrage auf dem Campus zu einemeinzelnen Aspektes eines selbst gewähltenThemas• Zielvorgabe: 10 O-Töne bis zum 02.11.2007(ein O-Ton sollte 30 sec. nicht übersteigen)52- eigentliche Aufnahme überspringen wir - wird HA, mehr dazu später- Minidisc muss bis zum Freitag da sein, damit die O-Töne rechtzeitig eingespielt werdenkönnen- direkt nach Aufnahme fragen, ob euch jemand die MD einspielen kann- typische Einstiegsaufgabe im Radio

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