1968 ff

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  • Die Präsentation ist sehr gut! Ich würde sie gerne für meine Diplomarbeit zitieren....dazu müsste ich aber wissen wer die Präsentation, wann erstellt hat ?!
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1968 ff

  1. 1. 1968 ff. Geschichte Pädagogik Kunst
  2. 2. Ereignis- und Kulturgeschichtliche Höhepunkte – ein Abriss 1960er: -Politik Vietnamkrieg Deutsch-deutsche Teilung Studentenbewegungen Ausschwitzprozesse - Kultur/ Gesellschaft  Pazifismus  Sexuelle Revolution  Feminismus  Farbfernsehn
  3. 3. Ereignis- und Kulturgeschichtliche Höhepunkte – ein Abriss 1970er: -Politik Ölkrise Ende Vietnamkrieg RAF - Kultur/ Gesellschaft  Antiatomkraftbe wegung  Technik (PC; Videospiele  Musik (Disco- Welle)
  4. 4. Ereignis- und Kulturgeschichtliche Höhepunkte – ein Abriss 1980er: -Politik HIV Tschernobyl Mauerfall - Kultur/ Gesellschaft  Nullbockgeneration  Computerspiele/ Spielekonsolen/ Videorekorder/ CD´s
  5. 5. Ereignis- und Kulturgeschichtliche Höhepunkte – ein Abriss 1990er: -Politik Wiedervereinigung Euro Dolly - Kultur/ Gesellschaft  PC´s im Privathaushalt  Internet  Handys  TV  BigBrother
  6. 6. Minimalismus Pop Art Appropriation Art Videokunst Performance Happening Fluxus Land Art Neue Wilde/ Neoexpressionismus Kunstströmungen
  7. 7. Bild vom Menschen • (Politisches-) Individuum/ Konsument • Pluralismus » Ansichten » Werte » Toleranz » Natur » Selbstbestimmtheit
  8. 8. Zusammenhänge von Medientechnologien, Selbstbild des Menschen, Kultur und Politik • Zeit des Wandels, Mitbestimmung, radikaler Umbrüche, Widerstände, Infragestellen und Aufarbeitung • Durch neue Technologien erreicht Politik ein zunehmend größeres Publikum • Spannungen zwischen Traditionen und Umbrüchen o Vom Industriezeitalter zum Informationszeitalter
  9. 9. Verhältnis von „freier Kunst“ zur Gesaltungstechnik/ Designe, visueller Informations- und Medientechnologie • Kunst bediente sich neuer Technologien ⇒Grenzen zum Teil fließend ⇒Haute Couture - Lifestylekonsum ⇒Marken = Statussymbole
  10. 10. „Kunst“ / Status / Künstler • Informant/ Kritiker/ Unterhalter • Klare Abgrenzung von Kunst zum Alltag nur noch bedingt möglich • -> Kunst konnte alles sein (Ready Made)
  11. 11. http://www.youtube.com/watch? v=9NWwE56ZeWg
  12. 12. Schule und Bildung
  13. 13. Ein Schritt zurück – 20er hatten einen Anstoß zu neuer Form von Schule gegeben (Reformpädagogik) – Mitte/Ende 30er: Nazis organisieren Schule wie im 19.Jahrhundert – 60er: Wiedereinführung der Konfessionsschule
  14. 14. Autorität, Strenge und körperliche Züchtigung – Lehrerpult auf „Podest“ – alle Tische nach vorne gerichtet – oft als Pädagogik der „harten Hand“ bezeichnet (Volksschulen) – Lehrer und Lehrmethoden durch Nazi-Zeit geprägt – Verlangt wurde: Gehorsam, Disziplin und Auswendiglernen
  15. 15. Bildungsstätten – Volksschule → ca. 40 Schüler pro Klasse – Realschule → ca. 35 Schüler pro Klasse – Gymnasium → ca. 30 Schüler pro Klasse
  16. 16. Selektion an Schulen – 40-45 % der Schüler die ab der 5. Klasse das Gymnasium besuchten, schafften das Abitur – 65-70 % der Realschüler den mittleren Bildungsabschluss → besonders Mädchen und Arbeiterkinder – 87 % der Akademikerkinder wechselten nach der vierten Klasse auf Gymnasien, nur 11% der Arbeiterkinder – 70% der Arbeiterkinder wechselten nach der vierten Klasse in die Volksschuloberstufe, nur 7% der Akademikerkinder
  17. 17. Universitäten • „Unter den Talaren Muff von 1000 Jahren“ • „...Die ,1000 Jahre' waren durchaus doppeldeutig gemeint - einerseits als Anspielung auf die altersmorschen Traditionen im Universitätsbetrieb, andererseits aber als Hinweis auf die Professoren mit brauner Vergangenheit, die sich weitgehend problemlos aus der NS-Zeit, dem Tausendjährigen Reich, in die Nachkriegsdemokratie hinübergerettet hatten.“ (Gerd Hinnerk, Interview mit dem „Spiegel“ vom 12.11.2007)
  18. 18. Der Umbruch – Ende Januar 1967 durften Studenten erstmals an Fakultätssitzungen teilnehmen – Beginn des Studienjahres wird von Ostern auf den Sommer verschoben • → Grundlage für Schüler-, Studenten- und Lehreraustausch ins und aus dem Ausland
  19. 19. 1968 → neue Schulreformen – Konfessionsschulen werden aufgelöst – Volksschulen werden in Grundschulen und Hauptschulen aufgeteilt – Hauptschule: 9 Schuljahre obligatorisch, das 10. optional – Lehrpläne werden abgestimmt – Orientierungsstufen werden eingeführt – Geschlechtertrennung und Prügelstrafe werden abgeschaft – erste Versuche Gesamtschulen zu bilden
  20. 20. Unterrichtsformen – Frontalunterricht → Gruppenarbeit, Partnerarbeit, Gesprächskreise – Lehrer steht nicht mehr allein im Fokus – kleinere Klassen – Individuelle Betreuung → Förderunterricht – Schüler- und Elternvertreter → Teilnahme an Schulkonferenzen
  21. 21. Einfluss auf Studieninhalte – neue Studiengänge werden geschaffen, alte angepasst oder auf Relevanz geprüft – Pädagogische bzw. Erziehungswissenschaftliche Inhalte komplett überholt – 1969: Preußische Gewerbeordnung von 1866 wird durch neues Berufsausbildungsgesetz ersetzt – vom „Lehrherr“ zum „Ausbilder“ – vom „Lehrling“ zum „Auszubildenden“
  22. 22. Kunstpädagogik – ein Überblick • Kunstpädagogik fängt 1945 genau da wieder an, wo sie 1933 aufgehört hat Reinhard Pfennig vs. Gunter Otto
  23. 23. Reinhard Pfennig: (1914-1995) • „Bildende Kunst der Gegenwart. Analyse und Methode“ Oldenburg 1959 • „Gegenwart der bildenden Kunst. Erziehung zum bildnerischen Denken“ Oldenburg 1964
  24. 24. Vergleich Giotto – Cézanne - Cézanne als Schicksal der modernen Kunst
  25. 25. Gestaltungsprinzipien der Gegenwart I. Durchdringung und Transparenz Lyonel Feininger: Torturm II Juan Gris: Stillleben, 1915
  26. 26. II. Abstraktion und Konkretion Pablo Picasso: Le Taureau (Auswahl), Lithografien 1945/46
  27. 27. III. Dynamisches Gleichgewicht Willi Baumeister: Kessiu, 1954
  28. 28. VI. Autonomie der Ausdrucksmittel Robert Delaunay: Fenster 1911
  29. 29. V. Strukturen – Formung und Verwandlung Jackson Pollock: Malerei 1948 Jackson Pollock: Number 32
  30. 30. VI. Vorgang des Machens Kurt Schwitters: März 1926, Cicero 1926; Holz bemalt.
  31. 31. Erziehung zum bildnerischen Denken
  32. 32. Erster Erfahrungsgrund: •Die Verbindung von Form und Grund, •die Artikulation der Zeichen, •das Herstellen von Beziehungsgefügen, •die Formung von Vorgängen, •das Gruppieren und •Experimentieren
  33. 33. Verbindung von Form und Grund Artikulation der Zeichen
  34. 34. Herstellen von Beziehungsgefügen Formung von Vorgängen
  35. 35. Gruppieren Experimentieren
  36. 36. Zweiter Erfahrungsgrund •Das Problem des Raumes – Durchdringung und Transparenz •Das Problem der Form – Abstraktion und Konkretion •Das Problem der Bewegung – Dynamisches Gleichgewicht •Das Problem der Farbe – Autonomie der Ausdruckskräfte
  37. 37. Schülerarbeiten zum Problem des Raumes – Durchdringung und Transparenz
  38. 38. Abstraktionsreihe und Formerfindung zum Problem der Form – Abstraktion und Konkretion
  39. 39. Das Problem der Bewegung – Dynamisches Gleichgewicht
  40. 40. Farbklang Farbbewegung
  41. 41. Gunter Otto (1927-1999) • Professor an der Universität Hamburg • - „Kunst als Prozess im Unterricht“, Braunschweig 1964 • „Kunst soll helfen, eine Anschauung von Wirklichkeit heute zu gewinnen“ • „Die differenzierten Kulturmuster der Gegenwart sind ohne rationale Durchdringung nicht mehr zu assimilieren“
  42. 42. Kunstunterricht Intention Inhalt Methode Medium Strukturieren Und Kommunizieren Bildnerische Prozesse Und Ästhetische Objekte Produktion Und Reflexion Realisation und Präsentation Lehrabsicht Lerninhalt Lehrweg Lehrmittel
  43. 43. Beispielaufgabe für eine 9 te Klasse: •1.0 Bildnerische Problemstellung: Herstellung eines in sich differenzierten Farbgefüges aus Farbflecken. •Die drei Farbbereiche Blau, Braun und Grün sind in sich nach Hell und Dunkel (damit zugleich nach Warm und Kalt) und in Richtung auf ihre jeweilige Nachbarfarbe zu differenzieren; •1.1 die drei Farbbereiche sind zur Bildeinheit zu integrieren; •1.2 der Bildzusammenhang ist in fleckhafter Malweise, von Farbflecken zu Farbzusammenhängen und Farbgefügen fortschreitend aufzubauen. •2.0 Mögliche Motivbindung: Es steht frei, den Farbbereichen Atmosphärisches (Blau), Erde (Braun) und Vegetation (Grün) zuzuordnen. •3.0 Material: Deckfarben, flacher Borstenpinsel, weißes Papier im Format 46x42cm.“
  44. 44. “Na schön, das ist die Matrix. Aber wie kriegen wir den Unterricht so kleingewürfelt durch das Raster?“
  45. 45. Visuelle Kommunikation und „ästhetische Erziehung“ • Kunstunterricht /Unterricht muss SuS zu mündigen Bürgern machen • z.B gegenüber der Dominanz von Medien • => visuelle Kommunikation • „trockenes“, lehrergelenktes Analysieren
  46. 46. Doornkaat-Werbung aus Ehmer 1970,S.170 Gebrüder Asam: Kirchenraum in der Abtei Weltenburg an der Donau 1717, In: Ehmer 1970, S.175
  47. 47. Ästhetische Erziehung • Kunst ist keine optischer Informationsträger unter vielen (wie n der visuellen Kommunikation) • Man braucht Kunstverständnis um mit der Massivität und Einseitigkeit der Wirklichkeit leben zu können • -> zurück zur Praxis
  48. 48. Kunstunterricht als Emanzipationhelfe • Gunter Otto: -> Inhalt „Familienbilder“
  49. 49. Spätere Zitate von G.Otto • „Bilder präsentieren und repräsentieren Lebensweisen“ • „Bilder auslegen heißt, die Welt der Bilder mit der eigenen Lebenswelt verbinden, mit Erfahrungen, mit Erinnerungen, mit Handlungen und Lebensformen“
  50. 50. „Was siehst Du, was erinnerst Du, was fühlst Du, wenn Du das Bild ansiehst?“
  51. 51. Welsch • „Wo Wirklichkeit aus weichen Mäandern und ununterscheidbaren Übergängen von Schein und Realität oder Fiktion und Konstruktion besteht, da braucht es, um solchen Prozessen auf die Spur zu kommen und einigermaßen gewachsen zu sein, ein ähnlich bewegliches und geschmeidiges Denken, da ist nur noch ein ästhetisches Denken navigationsfähig“

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