Hybr1s über "Was ist Wissenschaft?"
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Hybr1s über "Was ist Wissenschaft?"

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"Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass...",
"Wissenschaftliche Studien belegen, dass..."

Der Medienkonzern Thomson Reuters klassifiziert 170 Naturwissenschaften, 54 Sozial-, 15 Formal- und 27 unterschiedliche Geisteswissenschaften. Werden sämtliche Subdisziplinen berücksichtigt, wird aktuell in über 8500 Themenfeldern geforscht - Tendenz steigend.

Was ist all diesen Disziplinen gemein, dass sie alle als Wissenschaft gelten? Unter welchen Kriterien gilt eine Studie als wissenschaftlich und wann fällt sie in den Bereich der Pseudowissenschaften?

Begleitet Hybr1s (aka David Penndorf) auf einen philosophischen Exkurs rund um die Frage "Was ist Wissenschaft?"

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  • Hallo alle miteinander.
    Ich möchte versuchen euch heute versuchen einen kleinen Einblick in das zu geben, womit ich mich im Rahmen meiner Masterarbeit beschäftige und versuchen eine Antwort auf die Frage: Was ist Wissenschaft zu finden.
  • Wissenschaft ist ein Konzept. Wissenschaft selbst existiert nicht in der empirisch messbaren Welt. Wir können lediglich Artefakt, die der Wissenschaft zugeordnet werden erfahren beziehungsweise in Erfahrungen wissenschaftliche Aspekte hineininterpretieren.
    Was wir beobachten/Fotographieren können sind artefakte, die in unserem Verständnis einem wissenschaftlichem Zweck dienen.
  • „Fait Social“ Soziologe Emil Durkheim 1965

    Wir sind ständig von diesen Sozialen Tatsachen umgeben:
    Kunst, Politik, Moral, Religion, Liebe…

    Es ist eine Interprettionskategorie, in welches wir Taten und Artefakte einordnen.
    Wenn ein Arzt einer Versuchsgruppe ein neues Medikament gibt liegt in der Handlung selbst kein Unterschied, als wenn eine Mutter einem Kind eine Tablette gibt. Dennoch ist die eine Handlung eine Wissenschaftliche und die andere eine alltägliche.

    Und wenn wir so in die Wissenschaften reinschauen. Was weiß ich: in die Physik oder in die Literaturwissenschaften, so werkelt man dort an Maschinen, Messen oder analysiert Texte, schreiben Papers und ihnen ist in der Regel eigentlich ziemlich egal, was denn nun eigentlich Wissenschaft an sich ist, sie wollen nur ihre Probleme lösen und Fragen beantworten. Also im Grunde ja genau das, was…
  • Wahrsager oder Wünschelrutengänger auch wollen. Oder auch Religionen wollen ja nur Fragen beantworten. Fragen nach dem Sinn des Lebens, der Zukunft und den ganzen Rest…

    Moment stopp. Ich glaub, da sind wir uns alle einig, dass das eben keine Wissenschaft ist. Aber warum nicht?

    Was unterscheidet denn Wissenschaft von Religion? Dem Aberglauben, Hokuspokus und Pseudowissenschaften?

    Erst in diesem Punkt wird die Frage: „Was ist Wissenschaft?“ relevant. Nicht um zu klären, worin die Aufgabe und die Methoden der Wissenschaft bestehen, sondern um Nicht-Wissenschaften auszuschließen. (KLICK)
    Wenn ich sage: Wünschelrutengehen ist nicht wissenschaftlich, muss ich das begründen. Um es begründen zu können, muss ich Kriterien aufstellen und anhand dieser zeigen, dass die als Wissenschaft geltenden Tätigkeiten diese erfüllen und das Nicht-Wissenschaftliche eben nicht.
  • Das ist die praktische Fassung der gleichen Frage - und das Ziel dieses Vortrags. Und als solches Wird es auch erst am Ende beantwortet.
    KLICK
  • „Ich werde in jedem Vortrag, jedem Interview und bei jeder anderen öffentlichen Gelegenheit die Abschaffung der Geheimdienste fordern„
  • Im laufe der Menschheitsgeschichte gab es viele Überlegungen und Theorien darüber, was Wissenschaft ist. Dies kann unmöglich im Detail hier dargestellt werden. Was wird bei so einem Problem gemacht um es irgendwie in den Griff zu bekommen? Man schematisiert.
  • Ich teile die Antworten und teile damit die Menschheitsgeschichte in 4 Phasen auf. Noch einmal: Das ist sehr schematisch und oberflächlich.

    Man kann über die Phaseneinteilung streiten, die Details fehlen sowieso…Es geht einfach um einen Überblick
  • Ein 1937 in Mähren (Tschechien) gefundener Wolfsknochen aus dem Magdalenien (ca. 15.000-11.000 v. Chr.) weist 55 Einkerbungen auf, fünf Gruppen mit jeweils 5 kurzen und sechs mit je 5 langen Kerben.

    Praktisches Problem und der Mensch schafft ein Kulturgut, ein Werkzeug um gegen dieses Problem anzugehen. Wirtschaftliche - wie viele Fische hab ich gefangen. Oder auch Mystische. Diese zählsysteme hatten praktischen Zweck und man hat sie einfach weiter verwendet.
  • Keine direkten Quellen. Alles was wir Quellen haben sind Schnipsel, Fragmente und die stammen auch nur von späteren Booten die aber auch nur

    deduktiver Beweis - wir schließen von etwas allgemeinem auf etwas spezielles.

    syllogistischer Beweis weil die Form vorgegeben ist
    und oder Verknüpfungen
  • Die Elemente wurde bis ins 18 Jhd. als Lehrbuch verwendet

    Wir haben nur das eine Buch von Euklid. Das Lehrbuch ist nicht alles auf seinem Mist gewachsen, sondern er fasst vorallem das Wissen seiner Zeit zusammen. Das besondere an diesem Buch ist seine Form.
    Strengst mögliche deduktive Form (gibt ein paar Lücken, die später geschlossen wurden):
    Sätze: Definitionen, was sind die Gegenstände, mit denen Sie operieren wird
    Sätze: Postulate kein Feststellzirkel (gewisse Willkür) (4 Axiom ermöglicht die Winkelmessung)
    Sätze Axiome: selbstverständliches wie was sich deckt ist einander gleich.
    4. Sätze: Theoreme/Probleme und deren Lösung - also Beweise
  • zu fünften Postulat: erst sehr spät innerhalb des Werkes zurückgegriffen. Können wir diesen fünften Satz nicht beweisen. Mitte des 19 Jhd Wir können auch das Gegenteil annehmen und wir erhalten eine völlig schlüssige Geometrie (nicht euklidische Geometrie. Sphärische Geometrie, Hyperbolische Geometrien)

    Erster musterhafte Vorlage für wissenschaftliches Arbeiten.

    Definitionen
  • Das heißt, das Wissenschaftsverständnis geht davon aus, dass es erste Prinzipien, die Bedingungslos gelten. Eine Objektive Wahrheit oder wie Kant es formuliert
    Wie gelten

    Mathematik reserviert

    Etablierung der Sicherheit durch einen Beweis

    Findet sich in der heutigen Wissenschaft kaum noch (außer vielleicht in der Mathematik)
  • Wurde viele Fehler gemacht aufgrund von falschen Grundannahmen - viele Probleme. Ist eine Generalabrechnung mit der Wissenschaft seiner Zeit. Der Beweis genügt nicht, sondern benötigen auch einen Rahmen, in dem wir diesen Beweis fruchtbar anwenden können.


    Descartes formuliert 4 Grundregeln für Wissenschaft
  • pragmatische Problemlösung
  • Ideal von Gesamtheit
  • Sehr komplex! Kennzeichnet den beginn der modernen Philosophie. Und ganz ehrlich: hab ich ihn noch nicht ganz begriffen.

    Und da das Wissens nach Prinzipien geordnetes Ganzes.
    —> Erweiterung der Wissenschaftliche Methode auf das System.

    Nach Kants bleibt aus heutiger Sicht nur die Mathematik als Wissenschaft übrig.
    3 Gruppen von Wissenschaft:

    Prinzipien a priori (eigentliche Wissenschaft) durch die Vernunft einsehbar und man benötigt keine empirische Stützung. Ergo ist alles, was aus diesen Prinzipien abgeleitet werden kann, ebenfalls sicher ist
    (Apodiktisch=unwiderleglich)


    uneigentliche Wissenschaft: Prinzipien sind a posteriori. Woher weiß ich von der Geltung dieser Prinzipien, dann geht das nur empirisch

    dritte Gruppe: historische Doktrinen der Natur: enthalten keine Prinzipien sondern nur Klassifikationen oder Naturgeschichte, enthalten systematisch geordnete Fakten

    apriorische Erkenntnisse der Physik und der Geometrie waren für Kant absolut plausibel. Dort wurden eben die apriorischen Erkenntnisse in Form von Formeln gefunden - das ist aber aus unserer heutigen Perspektive nicht mehr haltbar.
  • Protokoll-Satz-Wiener Kreis
    Basissätze - Popper

    Wissenschaften basieren immer auf Basissätzen, also das was wir bei Euklid Postulate genannt haben. Die gewissen Eigenschaften voraussetzen und Festlegen. und bei der Protokoll-Satz bzw Basissatzdiskussion geht es eben genau darum dies zu diskutieren.

    In irgendeiner weiße haben empirische Wissenschaften Sätze, zur Basis Sätze, die einzelne Eigenschaften beschreiben. Wie sicher sind diese Sätze, wie sehen sie aus…

    Welchen Anspruch können wissenschaftliche Erkenntnisse wirklich erheben?
    Die Mathematik konnte ihre Beweise retten, hat aber ihren Gegenstandsbezug verloren und zog sich darauf zurück eine Formalwissenschaft zu sein

    streit zwischen
    positivistisch-induktivistische Vorgehen - Beweisen
    vs.
    empirischen Falsifikationsprinzip


    Nicht zu verwechseln mit dem Positivismusstreit, der war 30 Jahre später und betraf die Sozialwissenschaften
  • Dies ist eines der rundesten Objekte auf Erden. Die fast perfekte Kugel: 14 Meter

    1 - Kilogramm - soll das neue Urkilo werden. Diese Kugel ist nicht ein Kilo schwer sondern die Kugel ist das Kilo. Es ist die physische Repräsentation eines abstrakten physischen Konzepts.

    14 Meter

    Die Avogadro-Konstante NA ,die als Teilchenzahl N pro Stoffmenge n definiert. Die von Amedeo Avogadro benannt ist, der 1811 die Hypothese äußerte:
    dass das gleiche Volumen verschiedener idealer Gase bei gleicher Temperatur und gleichem Druck die gleiche Anzahl von Teilchen (Moleküle) enthalten.

    Anhand dieser Konstante kann nun berechnet werden, wie viele Atome ein Kilogramm Silizium enthält.

    Um als das Kilo zu definieren, muss ein Objekt geschaffen werden mit exakt dieser Atomanzahl. Und genau das wird bei der Avogadro-Kugel versucht: Man zählt Atome gezählt.

    Was dieses Beispiel verdeutlichen soll: Wissenschaftliche Theorien, Formeln und Hypothesen sind nur deskriptive Beschreibungen. Sie beschreiben die Welt und geben nicht vor, wie die Welt ist. Dabei gibt es Theorien die an sich sehr beständig sind - wie das mit der Gravitationstheorie. Dieser umstand wird aber um so deutlicher, je veränderlicher das Untersuchungsobjekt ist. Wenn nun aber die wissenschaftlichen Beschreibungen Einfluss, einen Nutzen in der physisch erfahrbaren Welt haben soll, benötigt es Referenzen. Technisch gesprochen ist diese Kugel eine Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis.
  • Möglichkeit: ich schau mir alle Schwäne der Welt an, was viel Arbeit ist - positiver beweis.
    ich suche einen Schwan, der nicht weiß ist und ich falsifiziere damit die These.

    Damit dies möglich ist, muss die These aber falsifizierter sein. Die These: Es gibt ein fliegendes Spagetthi-Monster ist nicht falsifizierbar.
    Wissenschaftliches Wissen ist falsifizierbares Wissen.
  • Mathematik hat ihren Gegenstandsbezug verloren (Konnte aber ihre Beweise retten) —> wir sind nur noch Formalwissenschaften

    Gut, welches Wissen ist nicht fehlbar. Aber es ist etwas besonderes, aufgrund der wissenschaftlichen Methode.



    Feyerabend
  • Die große Katastrophe
    historische Studien machen plausibel.
  • Kuhn:
    Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen.
    Paradigmentheorie.
    Wissenschaftler werden primär von vorbildgebenden Problemlösungen (Paradigmen) geleitet, nicht von Regeln.
  • Feyerabend
    Against Method:
    schlage mir eine wissenschaftliche Methode vor, was du meinst sei die Wissenschaftliche Methode und ich zeige die Beispiele von anerkanntem wissenschaftlichen Fortschritt, der nur durch Verletzung dieser Methode möglich war.
  • polemisch gemeint!
  • das ist das, was als einziges betrachtet historisch übrig bleibt.
  • Das war der Moment, an dem Paul Feyerabend sich seine Unterhose auf den Kopf zog, durch die Uni lief und verkündete: Wissenschaft ist das gleiche wie Religion, Kunst, Magie und Voodoo…
    Nein. Paul Feyerabend war ein sehr ehrbarer Mann und ist nie mit seiner Unterhose auf den Kopf durch die Uni gerannt - aber ich finde die Vorstellung lustig. Dennoch:
  • Wenn die Fehlbarkeit der Erkenntnisse das Einzige ist, was Wissenschaft ausmacht, bleibt doch die Frage, warum der Wissenschaft eine Sonderrolle zukommen sollte. Warum fördert der Staat dann nicht auch den lokalen magischen Zirkel?
  • Nachdem von allen bisherigen Modellen nicht mehr viel übrig geblieben ist, brauchen wir einen neuen Ansatz. Dem Herrn Feyerabend ist nämlich einfach nur ein klassischer Fehlschluss unterlaufen: Er hat gezeigt, dass die wissenschaftliche Methode kein Kriterium sein kann, was Wissenschaft ausmacht. Hat aber daraus geschlussfolgert, dass es gar kein Kriterium gibt, welches die Sonderrolle der Wissenschaft ausmacht.
    Der neue Ansatz, den ich nun versuchen möchte euch zu erklären bezieht sich auf den Aspekt der Systematizität.
  • Was ist X?
    Haben wir gelernt zu Antworten, was das Wesen dieses X ist. Also was macht dieses X ist, damit ich es in einer beliebigen Situation erkenne.
    All diese Theorien, die ich jetzt aufgeführt habe, sind Versuche exakt dieses Wesen zu bestimmen: Erfüllt eine Sache ein Kriterium wie zum Beispiel, dass es sicheres Wissen hervorbringt, dann Handel es sich bei dieser Sache um Wissenschaft. So haben wir das gelernt funktionieren Definitionen und so geht es im Prinzip zurück auf Platon und auf Sokrates.
    Wenn wir uns jetzt aber einmal das Feld anschauen, was heute als Wissenschaft gilt …
  • Medienkonzern, der wissenschaftliche Fachjournale rausbringt. Und die Einteilung erfolgt einfach aus einem praktischen Bedürfnis heraus, damit man irgendwie eine Ordnung erzeugt.
    Natürlich ist das jetzt eine recht willkürliche Einteilung und schaut man sich andere Medienkonzerne an, sieht diese Einteilung etwas anders aus. Und natürlich fallen da jetzt wohl auch Gebiete drunter, die wissenschaftlich fragwürdig sind.
    Dennoch zeigt das einfach diese gewaltige Menge an Wissenschaftsfeldern: Berücksichtigt man die Subdiziplinen wie Biochemie, Neuropsychologie, Medizininformatik, wird aktuell in über 8500 Themenfeldern geforscht - Tendenz stark steigend. Und all diesen Wissenschaftlichen Feldern muss die Definition von Wissenschaft gerecht werden.
    Angesichts dieses Spektrums würde ich aber mich eher Fragen, ob ein solches Wesen der Wissenschaft überhaupt existiert. Denn das wird ja vorausgesetzt, fragt man nach der Definition.
    Geht man nun davon aus, dass es ein solches Wesen nicht gibt, müsste man in der platonischen Denktradition sagen: Gut, können wirs gleich bleiben lassen, da wir es nicht definieren können, können wir auch nicht darüber reden. BLÖDSINN
  • BLÖDSINN, wir reden den ganzen Tag über Dinge, deren Wesen nicht klar definiert ist. Hier haben wir verschiedene rottöne. Auch wenn es Grenzfälle gibt, die den Begriff unscharf macht, können wir ihn im Alltag ohne Probleme verwenden.

    Und diese Grenzfälle finden wir auch in der Wissenschaft: Wie oft Pöbel jemand, ja das wie dies oder jene Wissenschaftler treiben, das ist ja gar keine Wissenschaft.

    Was nun in den Grenzbereichen als „Rot“ bezeichnet wird, entscheidet sich aus seinem Kontext heraus und nicht aus seinem eigenen Wesen. Und genau das ist das Problem der klassischen platonischen Definition: Sie sind aus dem Kontext gerissen. Aber wie soll ich etwas Kontexlos definieren, was sich allein über seinen Kontext etabliert?

    Da wir bei der Wissenschaft Probleme Haben, es über ein ihr eigenes Wesen zu definieren, versuchen wir es einfach mal anders und gehen davon aus, dass es kein Wesen der Wissenschaft gibt, sondern sie sich eben über ihren Kontext definiert.
  • Kontextabhängig sein: Das bedeutet, dass geschaut werden muss was die als Wissenschaft anerkannte Medizin anderes macht, als Heilpraktiker, oder ein Biologe etwas anderes als ein Gärtner.
    Hier muss ich aber nochmal darauf hinweisen, dass Wissenschaft ein abstraktes Konzept ist, die unterschiede liegen somit nicht in der faktischen Tätigkeit: Wenn ein Homöopath einem Patienten eine Pille gibt und wenn ein Arzt einem Patienten eine Pille gibt, liegt auf der Tatbestandsebene kein Unterschied vor. Der Unterschied liegt in dem Gedankenmodell dahinter.
    Zudem ist das wichtig für die Entstehung neuer Wissenschaften: Wie entstehen neue Disziplinen
    junge Wissenschaft ist zum Beispiel Pflegewissenschaften. Man versucht zunächst das praktische Wissen zu systematisieren, Fragen zu formulieren und nach Methoden suchen, wie man diese beantworten kann. Und das muss legitim sein, denn wie sollen sonst neue Wissenschaften entstehen und natürlich sind im vergleich dazu ältere Wissenschaften wie die Physik, die seit Jahrhunderten nach Antworten sucht, an dieser Stelle viel weiter.


    Sie muss zeitlich und disziplinär lokal sein - das habe ich versucht über meinen historischen abriss indirekt mit klar zu machen: Wenn wir nach dem wissenschaftlichen Status einer Disziplin fragen, ist dies an einen historischen Moment gebunden und Dinge die Heute nicht mehr als Wissenschaft gelten-Alchemie

    Und die Definition sollte bestmöglichst dynamisch sein, um auch für zukünftige Entwicklungen zu gelten.
  • Was ich versucht habe mit meinem Sprint durch die Jahrhunderte zu zeigen ist, dass die Frage „Was ist Wissenschaft“ immer wieder neu beantwortet werden muss. Weil einfach die Wissenschaft selbst sich weiterentwickelt und verändert: 1900 ahnte man noch nichts von Quantenphysik und im 1700 Jahrhundert nichts von Elektronik.
    Ergo konnten die Menschen, die in diesen Zeiten versucht haben Wissenschaft zu definieren auch nur das berücksichtigen, was damals als Wissenschaft galt und so hat Kant natürlich einen viel breiteren Blick als ihn Platon hatte und auch wir können nur das Berücksichtigen, was heute als Wissenschaft gilt. So verändert sich auch das Nachdenken über Wissenschaft und damit auch die Erwartungen, die an diese gestellt werden. Heute versucht keiner mehr aus Bronze Gold zu machen wie die Alchimisten oder sucht nach der Weltformel, wie die Naturwissenschaftler Anfang des 20. Jahrhunderts.
  • Und dies verdanken wir Ludwig Wittgenstein, der in seinen „Philosophischen Untersuchungen“ den Begriff der Familienähnlichkeit geprägt hat. Vielleicht auch bekannt unter dem Begriff der „Cluster Definition“

    wir bilden ein Cluster von Eigenschaften und versuchen eine Gemeinsamkeit zu finden, die all diesen gemein ist
  • 2013 erschienen, an dem er 16 Jahre - ? gearbeitet hat.
    Ein Stück systematische Philosophie, welches Versucht etwas neues Aufzubauen.
  • Diese zentrale These ist an sich nicht neu, wurde aber zuvor von keinem wirklich weiter entwickelt.
  • Systematizität: Hoynigen meint etwas anderes unter Systematizität als Kant: Wenn Kant von systematizität spricht ist es immer auf ein System bezogen.

    Wenn man sagt es ist Systematisch ist es an sich nicht zu greifen, was bedeutet das. Wenn ich es aber auf einen Kontext anwende, kann ich mir etwas drunter vorstellen. Er hat systematisch den Boden gewischt. Die Bücher sind systematisch angeordnet… Also der Systematizitätsbegriff verlangt selbst schon nach einem Kontext. Und um diese unterschiedliche Arten von Systematizität zu fassen benötigen wir Wittgensteins Familienähnlichkeit: die systematizität eine Bibliothek ist etwas komplett anderes als die Systematizität bei der Beschreibung einer Insektenart. und dennoch sind sie sich irgendwie ähnlich.

    Keine hinreichende Bedingung, weil dann wäre es wieder eine Wesensdefinition -die instant widerlegt werden kann: Enzyklopädie der Schacheröffnungen.

    Wie überprüft man nun diese These?
  • Hoyningen-Huene eröffnet 9 Dimensionen, von Wissenschaft, mittels derer er die Wissenschaften beschreibt.

    Dies sind Kategorisierungen um die wissenschaftliche Praxis zu beschreiben. Also reine Deskription um sich eine Datengrundlage zu schaffen. Es ist sehr gut möglich, dass manche Wissenschaften den ein oder anderen Aspekt gar nicht aufweisen.

    Wie konkret die Systematizität in den einzelnen Gebieten konkret aussieht, ist sehr unterschiedliche. Auch auf die unterschiedlichen Fachgebiete angewendet. Und wenn man dann noch den zeitlichen Aspekt berücksichtigt wird es noch komplexer. es gibt keine gemeinsame notwendige und hinreichende Bedingungen.
  • Es gilt also zu zeigen, dass wissenschaftliche Beschreibungen gemäß der These systematischer sind als korrespondierende Alltagsbeschreibungen, wissenschaftliche Er­­klärungen systematischer als Alltagserklärungen.

    Nunja und das dekliniert er in seinem Buch durch.
  • Wie unterscheidet man zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft?
    Da das jetzt gerade sehr theoretisch war, wenden wir das einfach mal an. Nur dass wir es jetzt mal versuchen auf Pseudowissenschaften anzuwenden und nicht auf den vergleiche mit korrespondierendem Alltagswissen. Wer sich das genauer anschauen will, dem empfehle ich mal das Buch von Herrn Hoyningen zu lesen - gibt es in der Bibliothek oder sich seine Vorlesungen auf Youtube anzusehen.


    1. Sie sind Kontextabhängig
  • Wünschelrutengehen steht im Konflikt mit der Physik
  • Homöopathie steht im Wiederspruch zur Medizin…
  • Astrologie steht im Wiederspruch zur Persönlichkeitspsychologie…
  • Der Kreationismus steht in Kontrast zur Evolutionstheorie…

    All dies waren einstmals wissenschaftlich anerkannte theorien, die jedoch irgendwann überholt oder gar widerlegt wurden, so dass das festhalten an diesen Gedanken nur noch Fundamentalistisch ist.

  • zeitpunkt spezifizieren: Ende des 18 Jahrhunderts war die Pseudowissenschaftlichkeit von Astrologie überhaupt nicht klar.
    Referenzwissenschaft aufsuchen - Wenn es keine Referenzwissenschaft gibt ist tendenziell eher davon auszugehen, dass es sich um eine junge Wissenschaft handelt, die sich selbst noch nicht gefestigt hat.

    Zum vergleichen kann man nun die 9 Dimensionen heranziehen
  • Wenn nun jemand fragt, was Wissenschaft ist, kann man ja nicht einen 2h Vortrag halten. Deswegen eine Zusammenfassung:
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