Knappes Wasser – reichlich Konflikte?
Annika Kramer, adelphi

Fachgespräch Wasser, CDU/CSU Bundestagsfraktion, 7. Okt. 2010
Warum ist Wasser so strittig?


    Wasser ist ein unverzichtbares Gut
     – für Mensch, Umwelt und wirtschaftliche Entwi...
Warum ist Wasser so strittig?


    Der Wasserkreislauf verbindet zahlreiche
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Grenzüberschreitende Flussgebiete
Grenzüberschreitende Flussgebiete


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Konfliktfall Dämme


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Wasserknappheit ist nicht der entscheidende Faktor


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Auch gewaltlose Konflikte bleiben ernst zu nehmendes Problem




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Konfliktprävention – Ansätze für die EZ


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Konfliktprävention – Ansätze für die EZ


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adelphi
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Knappes Wasser – reichlich Konflikte?

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Vortrag von Annika Kramer, adelphi beim Fachgespräch "Wasser - Schlüssel für nachhaltige Entwicklung" der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Veröffentlicht in: News & Politik
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Knappes Wasser – reichlich Konflikte?

  1. 1. Knappes Wasser – reichlich Konflikte? Annika Kramer, adelphi Fachgespräch Wasser, CDU/CSU Bundestagsfraktion, 7. Okt. 2010
  2. 2. Warum ist Wasser so strittig? Wasser ist ein unverzichtbares Gut – für Mensch, Umwelt und wirtschaftliche Entwicklung • seit Jahrtausenden rivalisieren Menschen um Wasserressourcen • Haushalte, Landwirtschaft, Industrie, Stromproduktion, Ökosysteme brauchen Wasser in ausreichender Menge und Qualität, zum richtigen Zeitpunkt • zwischen konkurrierenden Nutzungsinteressen muss abgewogen werden Wassermanagement ist immer auch Konfliktmanagement
  3. 3. Warum ist Wasser so strittig? Der Wasserkreislauf verbindet zahlreiche Elemente • W Wasser, B d Boden, Fl Flora und F d Fauna • Oberflächen- und Grundwasser • Wasserqualität und –quantität • Ober- und Unteranrainer • Lokale, nationale und internationale Ebene Darüber hinaus auch globale Verbindungen: z.B. g g Klima, internationaler Handel
  4. 4. Grenzüberschreitende Flussgebiete
  5. 5. Grenzüberschreitende Flussgebiete Fehlalarm Wasserkriege • hä fi N t häufig Nutzungskonflikte zwischen stromabwärts und k flikt i h t b ä t d stromaufwärts gelegenen Staaten • k i verbindlicher internationaler rechtlicher R h kein bi dli h i t ti l htli h Rahmen Aber • nur in einigen wenigen Flussgebieten haben Anrainerstaaten einander mit militärischer Gewalt gedroht (Euphrat, Nil) • selbst verfeindete Staaten finden gemeinsame Lösungsansätze für Wasserkonflikte (z.B. Indien-Pakistan, Israel-Jordanien)
  6. 6. Lokale und nationale Ebene häufiger gewaltsame Auseinandersetzungen, z.B. zwischen: • benachbarten Bundesstaaten (Bsp. Cauvery, Indien) ) • ländlicher und städtischer Nutzung (Bsp. Shandong, China) • unterschiedlichen ethnischen Gruppen (Bsp. Massai vs. Kikuyu, Kenia) • Wasserversorgern und Bevölkerung (Bsp. Cochabamba, Bolivien)
  7. 7. Konfliktfall Dämme große Infrastrukturprojekte bergen national und international Konfliktpotential • verändern tiefgreifend Beschaffenheit von Gewässern; • einer der wesentlichen Konfliktfaktoren, an grenzüberschreitenden Gewässern; g • Auf lokaler Ebene: Umsiedlung, Verlust von Kulturgütern etc.; • Lokale Proteste bekommen internationale Dimension (e.g. Ilisu, Türkei, Narmada Dam, Indien). Dam Indien)
  8. 8. Wasserknappheit ist nicht der entscheidende Faktor „Die Knappheit, die den Kern der globalen Wasserkrise ausmacht, hat Die ihre Grundursachen jedoch in den Machtverhältnissen, in Armut und Ungleichheit, nicht in der tatsächlichen Verfügbarkeit von Wasser“ (UNDP 2006) ( ) • Wasser ist sehr selten der einzige – und zumeist nicht einmal der wichtigste – Konfliktfaktor g • Wasserkonflikte müssen im umfassenderen politischen, ethnischen und religiösen Kontext betrachtet werden • Konfliktpotential insbesondere dort, wo der Zugang zu Wasser ungleiche soziale und politische Strukturen widerspiegelt
  9. 9. Kooperatives Verhalten überwiegt zahlreiche Ansätze für gemeinschaftliches Wassermanagement, Konfliktprävention • lokale Wassernutzungskommittees (Bsp. Bewässerung) • Flussgebietskommissionen (Bsp. Rhein); • ‘Stakeholder’-Dialoge zu Infrastruktur - und Privatisierungsprojekten; Stakeholder Dialoge • Umwelt- und Sozialstandards (Bsp. World Commission on Dams) • R f Reformen nationaler W ti l Wasserpolitik (B litik (Bsp. Süd f ik ) Südafrika)
  10. 10. Auch gewaltlose Konflikte bleiben ernst zu nehmendes Problem • Verhandlungen dauern häufig Jahrzehnte, Wasserressourcen werden derweil oftmals nicht nachhaltig genutzt • Wasserkonflikte können allgemeine politischen Beziehungen belasten, b t h d Spannungen verschärfen b l t bestehende S hä f • Ungelöste Wasserkonflikte können Einigung in anderen Konfliktbereichen erschweren • Konflikte können erfolgreiche Umsetzung von EZ-Projekten g g j behindern (z.B. Wasserversorgung, MDG)
  11. 11. Konfliktprävention – Ansätze für die EZ einige Beispiele • M ß h Maßnahmen zur Konfliktbearbeitung und V K flik b b i d Vertrauensbildung bild fördern z.B. • M di ti d h neutrale D itt Dorfälteste, Frauen Mediation durch t l Dritte, D fält t F • gemeinschaftliche Projekte zu Abwasserbehandlung, Datenerhebung • Datenerhebung und Datenaustausch verbessern g • als gemeinsam anerkannte Verhandlungsgrundlage • Datenaustausch oft erster Schritt zu mehr Kooperation p
  12. 12. Konfliktprävention – Ansätze für die EZ einige Beispiele • Institutionen für kooperatives Wassermanagement etablieren/stärken p g • Voraussetzung: alle Interessengruppen einbezogen, verfügen über ausreichen Ressourcen und Kompetenz • lokal: auf traditionellen Strukturen aufbauen • international: bedarf langfristiger Finanzierung • Kompetenzentwicklung (z.B. in Wasserresourcenmanagement, Konfliktmanagement, partizipativen Methoden) • Stärkung der konfliktsensiblen Konzeption, Umsetzung und Evaluation von EZ Projekten (z.B. Social/Conflict Impact Assessment) EZ‐Projekten
  13. 13. adelphi Caspar-Theyss-Strasse 14a T +49 (0)30-89 000 68-0 www.adelphi.de 14193 Berlin F +49 (0)30-89 000 68-10 office@adelphi.de

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