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EDITORIAL, INHALT
Wir-Erfolg
Schwäbisch Gmünd war jahrzehntelang die Stadt der Visionen, Planungen und der
Baustellen. Der weitgehend abgeschlossene Stadtumbau und die Landesgartenschau
sind die Krönung eines Entwicklungsschubs, wie sie die älteste Stauferstadt in ihrer rund
850-jährigen Geschichte noch nie erlebt hat. Dies spiegelt sich nicht nur in Bauwerken
und neuen Platzgefügen wider, sondern auch im Geist und in den Herzen der Bürger.
Schon im Rahmen des Stadtjubiläums mit Aufführung der Staufersaga vor zwei Jahren
zeigte sich die Entwicklung hin zu einer äußeren wie auch inneren Blütezeit.
Nicht immer hat die Stadt in ihrer Geschichte Epochen des Friedens und des Wohlstands
erlebt, die Raum und Zeit gaben, sich so intensiv um Gestaltung eines schönen Stadt-
bildes zu kümmern. Es gab auch Zeitspannen der Not, Krisen und der latenten Kriegs-
angst. Da ging es gerade bei der Gestaltung eines wehrhaften Stadtbaus und von
fruchtbaren Gartenflächen nur ums blanke Überleben. In den letzten Jahrzehnten kam
eine moderne Sorge hinzu: Schwäbisch Gmünd geriet nach der großen Verwaltungsre-
form der 70er-Jahre in den Schatten von scheinbar übermächtigen Nachbarn und wach-
sender Verkehrsprobleme. Beklagt wurden Abwanderungen und Zentralitätsverlust.
Einer der berühmtesten Sätze jener Jahre: „In Aalen läuft alles besser!“ Seit nun
Schwäbisch Gmünd in die Stadtumbau- und Landesgartenschau-Ära gestartet ist, sind
solche Klagelieder verstummt. Die werden nun umgekehrt eher in Nachbarstädten über
die Gold- und Silberstadt angestimmt. Etwas leiser und bedächtiger freilich, denn wir
werden auch als Wachstums- und Imagemotor des überregionalen, grenzenlosen Wirt-
schafts- und Touristikraums Ostwürttemberg, Remstal, Stauferland und Welzheimer/
Schwäbischer Wald wahrgenommen. Stadtumbau und Landesgartenschau sind
weniger der Erfolg staatlicher und städtischer Entscheidungen, sondern vielmehr einer
großartigen, bürgerschaftlichen Gemeinschaftsleistung. Letztendlich auch von der
Bevölkerung über Steuergelder, Gebühren, Eintrittskarten und Spenden finanziert.
Eher beiläufig an dieser Stelle auch die Erinnerung an die stauträchtigen, staubigen
und lauten Baustellenjahre.
Mit diesem Wir-Gefühl gab es auch den wunderbaren Effekt, dass sich die Bürger mit
Verantwortung und Feinsinn mehr denn je mit deren Stadt und ihrer Gestaltung ver-
bunden fühlen. Beispiele sind die Bürgerinitiativen für Erhalt und Pflege des St. Salvator,
gegen den Abriss der ehemaligen Königlichen Hauptpost, für Entwicklung des
„Stauferquartiers“, für Bau des Aussichtsturms Himmelsstürmer und neuerdings für
Bewahrung des historisch-wertvollen Gmünds insgesamt (Lex Gamundia).
Mit Stadtumbau und Landesgartenschau hat Schwäbisch Gmünd aber auch bewiesen,
weltoffen, gastfreundlich und Neuem aufgeschlossen zu sein. Die Gartenschau gleicht
auch einer Ländle-Expo mit einer Vielzahl innovativer Bauwerke und Technik-
präsentationen.
Wir alle von der Rems-Zeitung sind stolz darauf, dass wir von Anfang an und
kontinuierlich an diesem Entwicklungsschub mitarbeiteten, immer offene Ohren und
Türen für Fragen, Kritik und Initiativen der Bürgerschaft hatten, mithin Teil dieses
starken Wir-Gefühls waren, sind und weiterhin auch gerne bleiben werden.
Viel Freude und auch Gmünder sowie regionaler Stolz bei der Lektüre dieser Sonder-
beilage, welche diese Entwicklung dokumentiert und Vorfreude auf 166 Landesgarten-
schau-Tage und darüber hinaus auslösen soll.
Meinrad Sigg
Verleger
Das Magazin „schau.gmünd“ zur Landesgartenschau
wird herausgegeben von der Rems-Zeitung im Verlag
der Remsdruckerei Sigg, Härtel u. Co. KG
Paradiesstraße 12, 73525 Schwäbisch Gmünd
Anzeigen: (verantwortlich)
Andreas Lonardoni, Dietmar Schmid
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Redaktion: Heino Schütte
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Impressum
editorial
Meinrad Sigg, Verleger
Heino Schütte, Redakteur
Inhaltsverzeichnis
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remszeitung.de
facebook.com/remszeitung
im Internet:
Heino Schütte
Redakteur
3/4
6/7
8 bis 12
14 bis 16
18 bis 28
30
Grußworte
Grüß Gott in der
Landesgartenschaustadt
Schwäbisch Gmünd
Überblick und Chronik
der Landesgartenschau
Der Stadtumbau
Zwischen Himmel und
Erde, die einzelnen
Bereiche der
Landesgartenschau
Unerfüllte
Gartenschauträume
31 bis 40
42
43
44
46 bis 52
Die Landesgartenschau
für Körper, Sinne, Geist
und Seele
Sakrales Juwel und
bürgerschaftliches
Schmuckstück
St. Salvator
Das Thema Forst auf
der Landesgartenschau
Wahrzeichen
Himmelsstürmer
Die Einkaufs- und
Erlebnisstadt während
der Landesgartenschau
54 bis 60
62
64
66/67
68
70
71
Veranstaltungsübersicht
Die Macher der
Landesgartenschau
Ein Fest auch fürs
Handwerk
Ausstrahlung aufs
blühende Umland
Kunst und Feinsinn
Auch ein sportliches
Ereignis
Schöne Aussichten
auch danach
3
GRUSSWORTE
grußworte
Wie heißt es doch so schön: Was lange währt, wird endlich gut.
Lange Zeit mussten die Gmünderinnen und Gmünder Beschwer-
nisse in Kauf nehmen. Baustelle reihte sich an Baustelle.
Dann geht es Schlag auf Schlag: nach der Eröffnung des Einhorn-
Tunnels im November 2013 nun die Landesgartenschau 2014.
Und Schwäbisch Gmünd erstrahlt in neuem Glanz!
So ist die 25. Landesgartenschau in Baden-Württemberg zugleich
eine Gartenschau der Superlative: ein großes Areal, sich erstre-
ckend auf verschiedene Höhenstufen vom „Erdenreich“ über die
„Himmelsleiter“ bis hinauf zum „Himmelsgarten“.
Rekordverdächtig ist der Vorverkauf an Dauerkarten, einzigartig
das bürgerschaftliche Engagement. Sage und schreibe über 1.000
Gmünderinnen und Gmünder werden ehrenamtlich zum Gelingen
beitragen und ihre Stadt den Gästen von nah und fern präsentie-
ren. Damit wird die Jubiläumsgartenschau zu einer „Bürgerschau“
im wahrsten Sinne des Wortes.
Und zu zeigen gibt es wahrlich viel! Selten zuvor sind im Zuge einer
Gartenschau so viele öffentliche und private Investitionen mobili-
siert worden. Selten zuvor hat sich das Stadtbild so gravierend
verändert. Die älteste Stauferstadt hat vom Westen her ein neues
Gesicht bekommen, ein Gesicht, das einlädt, das für Aufbruch
steht, aber auch neue Blicke auf traditionsreiche Orte wie den
St. Salvator eröffnet.
So besticht die 25. Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd nicht
nur durch das übliche Grün mit Blumen, Gärten, Wald und Forst.
Sie ist darüber hinaus experimentell mit einer Reihe fantasie-
reicher, technisch anspruchsvoller Bauten. Sie ist jugendlich in
Gestaltung und Programm, aber auch traditionsbewusst, was die
Einbeziehung historischer Bezüge der ehemaligen Reichsstadt
anbelangt. Mit anderen Worten: eine ausgesprochen gelungene
Mischung!
Damit steht einer erfolgreichen Jubiläumsgartenschau im Jahr
2014 nichts mehr im Wege.
Ich freue mich für die Gmünderinnen und Gmünder, dass sie
pünktlich fertig wurden und alles so gut hinbekommen haben.
Mein herzlicher Glückwunsch gilt der Stadt, ihrem Oberbürger-
meister Richard Arnold und allen Bürgerinnen und Bürgern.
Allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich schöne Stunden
und erlebnisreiche Tage in einer aufblühenden Stadt an den Ufern
der Rems.
Winfried Kretschmann
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
Zwei Jahre nach dem 850-jährigen Jubiläum Schwäbisch Gmünds
steht mit der Landesgartenschau 2014 ein weiterer Höhepunkt in
der Geschichte der Stauferstadt an. Nach Jahren der intensiven
Planung und Vorbereitung zeigt sich Schwäbisch Gmünd heute in
einem völlig neuen Erscheinungsbild. Mit dem Instrument Landes-
gartenschau wurden hier Grün- und Freizeitanlagen geschaffen
bzw. aufgewertet, die nachhaltig die Lebensqualität und den
Erholungs- und Freizeitwert der Bürgerinnen und Bürger steigern
werden. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass urbanes Grün deutlich
zur Zufriedenheit und zum Wohlbefinden der Bevölkerung
beiträgt. Dazu kommt: Grünflächen sind die Visitenkarte einer
Stadt und verbessern das Stadtklima.
Freilich wurden in der Gold- und Silberstadt Schwäbisch Gmünd
nicht nur neue Grünanlagen angelegt – das Großprojekt Landes-
gartenschau war hier in besonderem Maße Auslöser für zahlreiche
Veränderungen im Stadtbild. An dieser Stelle seien die vielen Stra-
ßen- und Brückenbaumaßnahmen oder die Neuordnung des
Gamundia-Areals genannt. Beispielgebend und einzigartig in der
Geschichte der Landesgartenschauen ist die überaus hohe Anzahl
an verkauften Dauerkarten sowie das überwältigende ehrenamt-
liche und private Engagement, das eingeworben werden konnte.
Dies macht deutlich, dass Landesgartenschauen auch immer An-
stoß für das soziale Zusammenwachsen der Bevölkerung sind und
als Chance begriffen werden, etwas zu bewegen. Es bleibt festzu-
halten: Schwäbisch Gmünd ist für die Zukunft gut aufgestellt.
Das Land Baden-Württemberg ist gerne Partner dieser 25. Landes-
gartenschau – und das nicht nur in finanzieller Hinsicht. In den
nächsten 166 Tagen präsentieren sich die verschiedenen Ministe-
rien und ihnen nachgeordneten Behörden am Treffpunkt Baden-
Württemberg in 30 Ausstellungen. Ich lade Sie ganz herzlich dazu
ein, während lhres Gartenschauaufenthalts auch diesem Schau-
fenster der Landesregierung einen Besuch abzustatten.
Der Stadt Schwäbisch Gmünd, den Bürgerinnen und Bürgern so-
wie den Besucherinnen und Besuchern der Landesgartenschau
wünsche ich viele schöne, erlebnisreiche Stunden sowie ein erfolg-
reiches Gartenfestival „zwischen Himmel und Erde“.
Alexander Bonde
Minister für Ländlichen Raum
und Verbraucherschutz
Baden-Württemberg
Winfried Kretschmann Alexander Bonde
4
GRUSSWORTE
Liebe Leserinnen, liebe Leser der Rems-Zeitung,
Ihre Heimatzeitung hat in den vergangenen Monaten und Jahren ausführlich
über unseren großen Stadtumbau und über die Vorbereitungen für unser
Jahrhundertprojekt Landesgartenschau berichtet. Es gab spannende Diskus-
sionen, viel Spaß, manche Sorge und einen Haufen Arbeit.
Aber nun ist es endlich soweit: Wir alle freuen uns auf die vielen hunderttau-
send Gäste, die unsere Stadt und unsere einmalige Landschaft in der Zeit vom
30. April bis zum 12. Oktober kennenlernen werden. Die Gartenschau-
Besucherinnen und -Besucher erwartet auf der 25. Jubiläumsschau in Baden-
Württemberg nicht nur eine zauberhafte Blumenpräsentation und ein prall
gefülltes Veranstaltungsprogramm, sondern sie werden auch eine Stadt und
eine Region im Aufbruch erleben.
Die Landesgartenschau, die vielen Aktivitäten und unser aller Engagement
der vergangenen Jahre werden unsere Stadt und unsere Heimatregion direkt
am Eingangstor zur Region Stuttgart noch stärker ins Bewusstsein der Men-
schen im Südwesten rücken und damit auch langfristig und nachhaltig eine
positive Wirkung zeigen. Da bin ich mir sicher.
Auch wenn gerade im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd in den vergange-
nen Monaten Erstaunliches geleistet und von vielen Beteiligten viel Herzblut
und Geld in unsere Infrastruktur und unser Stadtbild investiert wurde, so
versteht sich die Landesgartenschau 2014 nicht nur als Gmünder Top-Event,
sondern als ein Schaufenster unserer ganzen Region: An Josefsbach und
Rems, im Taubental und im Landschaftspark Wetzgau zeigen wir nicht nur
den Charme und die Schönheit der ältesten Stauferstadt, sondern breiten die
gesamte Vielfalt unseres Ostalbkreises und der Region zwischen Schwäbi-
schem Wald, Dreikaiserbergen, Ries und Härtsfeld aus. Für diese wirklich ein-
malige Leistung möchte an dieser Stelle dem Team der Landesgartenschau
GmbH, den vielen Beteiligten und ehrenamtlichen Helfern, den Vereinen und
Gruppen, den vielen Gemeinden und dem Landkreis aus ganzem Herzen
danken.
Unsere geliebte Heimat ist freilich noch immer ein bisschen ein „Geheimtipp“
für Ausflügler, für Naherholungssuchende und Touristen, aber auch für Men-
schen, die einen passenden Platz für ihre neue Heimat oder den Standort
für ein neues Unternehmen suchen. Dass dies nicht so bleibt, dafür sorgt
auf jeden Fall unsere zauberhafte Schau „zwischen Himmel und Erde“.
Und sicherlich auch diese Sonderveröffentlichung Ihrer Heimatzeitung.
Kommen Sie zusammen mit Ihrer Familie und Ihren Freunden im kommenden
halben Jahr mit auf unsere traumhafte Reise in die Welt der Blüten, Pflanzen
und Wälder, entdecken Sie spannende Attraktionen und faszinierende Ange-
bote für die ganze Familie, lassen Sie sich entführen von einer ganz neuen
Choreographie von Städtebau, Architektur, Flussläufen und Natur, schlen-
dern Sie an lauen Sommerabenden an unserem neuen Remsstrand entlang
und tauchen Sie ein in ein buntes und aufregendes Meer von Veranstaltun-
gen, Ausstellungen, Konzerten und Aufführungen. So viel pralles Leben gibt
es ansonsten so kompakt selten zu genießen. Ich wünsche Ihnen viel, viel
Spaß dabei.
Richard Arnold
Oberbürgermeister
Richard Arnold
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Gäste aus nah und fern,
ich heiße Sie herzlich willkommen zur 25. Auflage der Landesgartenschau in
Schwäbisch Gmünd, die ab dem 30. April ihre Tore öffnet und bis Mitte Oktober
Schauplatz von rund 2.000 Veranstaltungen und Aktionen sein wird. Dieser
Event wird als erste Gartenschau im Ostalbkreis 166 Tage lang die neuesten
Trends im Landschafts-, Garten- und Wasserbau präsentieren. Aber nicht nur die
Berufsgruppen, welche sich der Gartengestaltung widmen, prägen das Bild in
Schwäbisch Gmünd zwischen historischer Altstadt, dem Wald im Taubental und
dem Landschaftspark in Wetzgau. Entstanden sind auf dem Gartenschaugelän-
de, das erstmals überhaupt eine Waldfläche dieses Ausmaßes integriert, die
„Stadt“ und „Land“ miteinander verbindet, wahrhafte architektonische Klein-
ode: Das Forum Gold und Silber, das an zentralem Standort am Zusammenfluss
von Josefsbach und Rems mit seiner spektakulären goldschimmernden Fassade
alle Blicke auf sich zieht; der knapp 40 Meter hohe hölzerne Aussichtsturm „Him-
melsstürmer“ im Landschaftspark Wetzgau, der durch seine Spiegelkacheln die
Illusion vermittelt, er löse sich im Himmel auf, und gleichzeitig einen atemberau-
benden Ausblick auf Schwäbisch Gmünd und die Dreikaiserberge bietet; oder
der Forstpavillon, dessen bionischer Baukörper in futuristischer Holzkonstruktion
dem Skelett eines Seeigels nachempfunden wurde. Innovative Architektur sowie
moderne Werkstoffe und Holzbauweise geben Schwäbisch Gmünd ein neues
Gesicht, das weit über das Ende der Landesgartenschau hinaus das Image der
Stadt positiv prägen wird. Der Bau und die inzwischen erfolgte Öffnung des Ein-
horn-Tunnels haben der Stauferstadt die einmalige Chance eröffnet, mit der Gar-
tenschau den Charme ihrer historischen Altstadt mit dem Heute zu verknüpfen
und in die Zukunft zu führen. Neue grüne Inseln sind entstanden, Bäche und
Flüsse wurden für die Menschen erlebbar gemacht – die Gold- und Silberstadt
Schwäbisch Gmünd erstrahlt in neuem Glanz.
Dass diese Landesgartenschau ganz besonders von den Bürgerinnen und Bür-
gern mitgetragen wird, zeigt deren riesiges Engagement, beteiligen sich doch
weit über 1.000 Schwäbisch Gmünder als ehrenamtliche Scouts und Helfer. Nach
der grandiosen 850-Jahr-Feier vor zwei Jahren ist dies ein weiterer Beweis der
Verbundenheit der Bürgerschaft mit ihrer Heimatstadt. Immens ist das Interesse
der künftigen Besucher an dieser außergewöhnlichen Gartenschau. Schon der
Dauerkartenvorverkauf übertraf mit über 33.000 Stück alles zuvor dagewesene.
Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass sich der Ostalbkreis als attraktiver
Lebens- und Wirtschaftsraum in Schwäbisch Gmünd mit all seinen Facetten vor-
stellen wird. An diesen Standorten werden wir während der gesamten Dauer der
Landesgartenschau präsent sein: Gemeinsam mit namhaften Unternehmen und
Künstlern aus dem Ostalbkreis im Forum Gold und Silber, mit zahlreichen Erleb-
niselementen und Mitmachangeboten unter dem Motto „Mensch!Wald“ im Er-
holungswald Taubental, mit einer Holzskulptureninstallation auf dem Platz der
Freundschaft ebenfalls im Taubental, im Landschaftspark Wetzgau mit einer 21
Meter langen Ostalbtafel im Ostalbgarten und mit einem Demonstrationsfeld
zum Vergleich landwirtschaftlicher Anbaumethoden heute und zur Stauferzeit.
An all diesen Orten werden wir mit interessanten Angeboten und Veranstaltun-
gen gerne dazu beitragen, dass diese im Ostalbkreis erste und gleichzeitig Jubi-
läums-Gartenschau ein voller Erfolg wird!
Lassen Sie sich einfangen von der Landesgartenschau „...zwischen Himmel und
Erde“ und freuen Sie sich auf viele schöne Stunden in Schwäbisch Gmünd und im
Ostalbkreis!
Herzlichst
Ihr
Klaus Pavel
Landrat
Klaus Pavel
Ab sofort haben wir auch unseren gemütlichen Biergarten für Sie geöffnet.
Das Sanitätshaus OrthoTecLeicht wünscht den Schwäbisch Gmündern
und auch den Besuchern eine schöne Landesgartenschau 2014.
Predigergässle 2,
(gegenüber Hotel Pelikan)
73525 Schwäbisch Gmünd
Telefon 07171 99869 - 0
Telefax 07171 99869 - 29
info@orthotecleicht.de
www.orthotecleicht.de
Ab dem 5. Mai eröffnen wir unser Kompetenzzentrum für Bewegung in Schwäbisch Gmünd, Freudental 20
Sanitätshaus
Orthopädietechnik
Rehatechnik
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STADTPORTRÄT
Grüß Gott! Ich bin die
Landesgartenschau-Stadt
Schwäbisch Gmünd
Von Natur, Kultur und Geschichte umarmt, freuen sich
die blühende Stadt und die Bürger auf die Gastgeberrolle
Limes entlang, um auf der ge-
schützten Seite die erste doku-
mentierte Verkehrs- und Handels-
ader durchs Remstal zu errichten.
Der Limes, seine Türme, Kastelle
und Siedlungen gehören heute
zum UNESCO-Weltkulturerbe und
können in und um Schwäbisch
Gmünd an vielen Orten besichtigt
werden. Baudenkmäler und histo-
rische Plätze aus fast zwei Jahrtau-
senden an den Augen der Bürger
und Besucher dieser Stadt vorbei
ziehen: Wohntürme und Burgen
aus der stolzen Stauferzeit, Reste
der 2,6 Kilometer langen Stadt-
mauer mit Turm- und Torbastionen
aus dem Spätmittelalter, prächtige
Handelshäuser aus der Barock-
epoche, Silberwarenmanufaktu-
ren aus dem Beginn des Industrie-
zeitalters und sogar die Überbleib-
sel aus der 40-jährigen amerikani-
schen Garnisonszeit, als Schwä-
bisch Gmünd und das benachbar-
te Mutlangen als Hauptquartier
und Basis von Pershing-Atomrake-
teneinheiten zu weltbekannten
Symbolorten der Weltpolitik und
der Friedensbewegung wurden.
Die Gmünder erlebten direkt vor
ihrer Haustüre Jahre, die die Welt
bewegten. Und ganz bestimmt
nicht zuletzt: Schwäbisch Gmünd
ist Kirchen- und Klosterstadt. Der
Reichtum an Bauzeugnissen und
anderen Dokumenten ausgepräg-
ter Volksfrömmigkeit ist einzigar-
tig. Schwäbisch Gmünd pflegte
mit regen Handelsbeziehungen
schon immer multikulturelle Welt-
offenheit. Bis hin zum Bau der
größten Moschee im Remstal im
Rahmen eines bemerkenswerten
Integrationsvertrages. hs
größte Stadt im 80 Kilometer lan-
gen Remstal auch als eine Art
Patchwork-Familie verstehen und
lieben lernen: Zehn bis dahin
selbstständige Dörfer wurden ein-
gemeindet. Gut die Hälfte der Bür-
gerschaft ist in diesen Stadtteilen
daheim, die allesamt mit einem
markanten Vereinsleben ihre eige-
nen Seelen bewahrt haben. Diese
Vielfalt macht Schwäbisch Gmünd
so sympathisch, dass auch immer
mehr Menschen aus dem Bal-
lungsraum Stuttgart gerne hier
zwischen Stauferstadt im Remstal
und Bergdorf an der Alb ihr
„Häusle“ bauen wollen. Bauplatz-
angebote sind auch reichlich und
vor allem auch bezahlbar vorhan-
den. Und die Verkehrsverbindun-
gen über die „Remstalautobahn“
(B 29) und mit der Eisenbahn sind
auch ideal: In einer halben Stunde
bis zum Neckar oder auch (per IC-
Anschluss) mitten in die Landes-
hauptstadt hinein!
Das schlägt auch gleich den Bogen
zu einer historischen Betrachtung:
Schnelle Verkehrsverbindungen
wussten auch schon die Römer zu
schätzen. Sie zogen bereits zwi-
schen
150
und
260 n.
Chr. auf
dem Nord-
hang bei
Schwäbisch
Gmünd ihre
Grenze namens
Eine schier unglaubliche Vielfalt
und Schönheit an Kultur, Ge-
schichte und Landschaft: Schwä-
bisch Gmünd. Dazu das Glück ei-
ner Stadt, niemals von kriegeri-
schen Ereignissen oder Feuers-
brünsten zerstört worden zu sein.
Die Stadt und ihre Bürger freuen
sich auf die Gastgeberrolle der 25.
Landesgartenschau Baden-Würt-
temberg. 166 Tage lang darf die
älteste Stauferstadt und die mo-
derne Einkaufs- und Erlebnisstadt
Schaufenster von sich selbst und
des pulsierenden Südwesten
Deutschlands sein.
Gestatten, ich bin Schwäbisch
Gmünd: Seit 40 Jahren – seit der
großen Verwaltungsreform – dür-
fen die Bürger und Besu-
cher die mit ak-
tuell 60 000
Einwoh-
nern
<< Der Marktplatz mit
vielen Cafés und Wirt-
schaften ist Herzstück
der festfreudigen und
gastfreundlichen Landes-
gartenschaustadt Gmünd.
Fotos: hs.
grüß gott!
7
STADTPORTRÄT
Geschichte, Fleiß
und Kunstsinn
Erdenreich und Himmelsgarten sind auch Schaubild
von Vielfalt und Eigenarten von Schwäbisch Gmünd
(im Vergleich dazu Stuttgart: 3000
pro Quadratkilometer). Die land-
schaftliche Vielfalt Gmünds be-
schreibt zugleich auch die Eigenar-
ten der zehn Stadtteile, die wie ein
abwechslungsreicher Kranz die
Stadt umgeben: Rechberg mit
Burgruine und Wallfahrtskirche ist
dem Himmel besonders nah
(707m). Hussenhofen-Zimmern liegt
vertraut und idyllisch ganz nah bei
Gmünd im Remstal. Bettringen ist
mit knapp 10 000 Einwohnern,
mit dem Industriegebiet Gügling
und der Hauptverwaltung der Bar-
mer GEK der pulsierende Riese in
der lebenslustigen Gmünder
Patchwork-Familie. Wer die Nähe
zu den Bergen der Schwäbischen
Alb liebt, der ist in Degenfeld
(„goldene“ Skispringer-Hochburg),
Weiler und Bargau bestens aufge-
hoben. Stadtnah und dennoch auf
schönen Hochebenen gelegen
sind Straßdorf und Großdeinbach
mit Wustenriet. Am Tor zum Na-
turpark Schwäbisch-Fränkischer
Wald mit seinen vielen erholsamen
Seen und Tälern liegen Lindach
und Herlikofen. Gewiss nicht nur
jetzt im Landesgartenschaujahr ist
Wetzgau-Rehnenhof der Hit: Dort
liegt der nachhaltig als Land-
schaftspark gestaltete Gartensch-
ausektor „Himmelsgarten“.
Eine große Anzahl von weiteren
namhaften Einrichtungen sind in
und bei dieser „Gmünder Nord-
stadt“ angesiedelt, so das große
christliche Ferien- und Kongress-
zentrum Schönblick sowie das Kli-
nikum Schwäbisch Gmünd in Mut-
langen.
Nicht zuletzt die Gestaltung und
Aufteilung des Landegartenschau-
geländes in „Erdenreich“ und
„Himmelsgarten“ mit dem Tau-
bentalwald („Himmelsleiter“) als
Bindeglied ist Schaubild für Reich-
tum der Landesgartenschaustadt
2014: Umarmt von Natur und Kul-
tur. hs
weils von Mitte Juni bis Mitte Juli
zelebrierten Altersgenossenfeste
mit Umzügen und rauschenden
Ballnächten.
Erholsam für alle Sinne auch: Die
kontrastreiche Landschaft von
Gmünd und Umgebung, die prak-
tisch von den milden Weinbergen
des Remstals bis hinauf zur rauen
Schwäbischen Alb mit ihren aus-
gedehnten Wander- und Winter-
sportgebieten reicht. Die geogra-
phischen Daten von Schwäbisch
Gmünd sprechen für sich: Der
Marktplatz liegt 321 Meter überm
Meeresspiegel. Die höchste Erhe-
bung ist das Kalte Feld (781 m).
Unten im Remstal passiert’s oft,
dass im Frühjahr schon die Obst-
bäume blühen und man aber oben
auf dem Kalten Feld und an der
herrlichen Wacholderheide am
gastlichen Franz-Keller-Haus noch
Schlitten oder Langlaufski fahren
kann. 11378 Hektar umfasst die
Gmünder Markungsfläche, wovon
ein gutes Drittel bewaldet ist. Eine
andere Zahl dazu: Lockere 540
Einwohner pro Quadratkilometer
beträgt die Bevölkerungsdichte
niglich Württembergischen Rems-
taleisenbahn Mitte des 19.Jahr-
hunderts. Einher ging diese Epo-
che mit einer Blütezeit der Bil-
dungslandschaft, die sich bis heu-
te mit der Pädagogischen Hoch-
schule und der Hochschule für Ge-
staltung sowie mit vielen weiteren
namhaften Schul- und beruflichen
Bildungseinrichtungen fortsetzt.
Das moderne Schwäbisch Gmünd
ist auch die Remstal-Metropole
des Handels und der Industrie. Vor
allem namhafte Autozulieferer
prägen mit ihren Entwicklungs-
und Produktionsstätten das größte
zusammenhängende Industrie-
und Gebewerbegebiet Ostwürt-
tembergs auf dem „Gügling“ bei
Bettringen. Ausgleich zur ausge-
prägten Gmünder Geschäftigkeit
bieten eine riesige Zahl von Sport-,
Musik- und anderen Vereinen.
Die Besonderheit sind die Jahr-
gangsvereine: Die Gmünder Al-
tersgenossentradition ist einzigar-
tig in Deutschland. Höhepunkte
bilden zu den jeweils runden Ge-
burtstagen ab dem Schwabenalter
(40 Jahre) alle zehn Jahre die je-
Vor allem das Ende der Reichs-
stadtzeit durch die Besitznahme
Gmünds durch die Württemberger
brachte im Zuge der Säkularisie-
rung ab 1802 einen gewaltigen
Einschnitt mit Umwandlung der
Klöster in weltliche Einrichtungen
wie Kaserne, Gefängnis und Fi-
nanzamt. Die christlich-traditionel-
le Tradition dieser Stadt blieb aller-
dings auf weite Sicht ungebro-
chen, wie zuletzt zur Jahrtausend-
wende auch die Neugründung des
Klosters der Franziskanerinnen in
Schwäbisch Gmünd sehr symbol-
trächtig dokumentierte.
Die große Tradition als Gold- und
Silberstadt sowie neuerdings als
Hochburg der Zukunfts- und Pro-
duktgestalter (Designer) wurde
nicht zuletzt durch den Erfolg der
Kunsthandwerker des ausgehen-
den Mittelalters begründet, da-
runter Rosenkranzhersteller und
Sensenschmiede. Die Industriali-
sierung brachte mit vielen Silber-
warenfabriken ein wahrhaft gol-
denes Zeitalter. Vollends Schwung
in den „Gmünder Welthandel“
kam durch die Einweihung der Kö-
<< Kirchenbauten, Türme
und andere Bauwerke
aus rund 800 Jahren
prägen das Gesicht des
historischen Stadtkerns.
Foto: hs
Neue Gmün-
der Blütezeit:
Innenstadt mit
Investoren-
und Garten-
schauviertel.
8
ÜBERBLICK DER LANDESGARTENSCHAU
Die Landesgartenschau
im Überblick
Besuch aller Schauplätze und Attraktionen
an einem Tag kaum zu schaffen
man nur anfangen und liebsten
gar nicht aufhören bei dieser Viel-
fältig- und Weitläufigkeit einer
Veranstaltung mit zahlreichen Al-
leinstellungsmerkmalen. Damit’s
vor allem für die ganze Familie
Spaß macht und vor allem auch
die eigen Kondition nicht überstra-
paziert, unser Tipp nach einem
ersten Test: Ideal ist der Besuch
von oben nach unten, also vom
Himmelsgarten über die Himmels-
leiter zum Erdenreich. Und auch:
Am besten gleich zum Auftakt des
Besuchs zum „Himmelsstürmer“,
um eine richtig guten Überblick zu
bekommen.
Dieser „Himmelsstürmer“ ist
schon allein eine Geschichte für
sich: 38,3 Meter misst dieser Aus-
sichtsturm, der wie ein Leuchtturm
weithin sichtbar den „Himmels-
garten“ krönt. 209 Stufen geht’s
himmelwärts. Der Blick schweift
über das Landesgartenschauge-
lände bis hinab in die Stadt (Erden-
reich). Majestätisch wirkt dahinter
die Kulisse der Schwäbischen Alb
mit den Dreikaiserbergen. Ein
schöner Auftakt also für die Erkun-
dung der einzigartigen 25. Landes-
gartenschau Baden-Württemberg
in Schwäbisch Gmünd. hs
zwischen den beiden Hauptschau-
plätzen - plus 120 Höhenmeter
nicht zu vergessen. Die Himmels-
leiter ist ein naturgewachsener,
geschichtsträchtiger und sagen-
umwobener Stadtwald im wilden
Taubental. Anlässlich der Landes-
gartenschau sind Teile davon unter
der vielsagenden Überschrift
„Mensch Wald“ zur einer Präsen-
tations- und Aktionsarena umge-
wandelt. Die für Baden-Württem-
berg ökologisch und ökonomisch
bedeutsame Forstwirtschaft prä-
sentiert sich mit all ihren Facetten,
und zwar in einem Umfang, wie
bei noch keiner Landesgarten-
schau. Die Besonderheit auch: Di-
rekt durch diesen Taubentalwald
verläuft das Weltkulturerbe Limes.
Das beschert ein Hochgefühl für
jeden, der sich für die Frühge-
schichte im Ländle interessiert:
Wer vom „Erdenreich“ in den
„Himmelsgarten“ spaziert, der
überquert die antike „Teufelsmau-
er“, wechselt damit gedanklich
zwischen dem einstigen römi-
schen Imperium im Süden hinüber
ins Germanien in den wilden Nor-
den.
Wo, so wird nun jeder Landesgar-
tenschau-Besucher fragen, soll
Die 25. Landesgartenschau Baden-
Württemberg öffnet am Mitt-
woch, 30. April, für 166 Tage ihre
Pforten zu einem blühenden Para-
dies und zu einzigartigen Schau-
plätzen einer beseelten Kultur-
landschaft, die alle Sinne an-
spricht.
Eine große Sorge treibt die Macher
dieser Jubiläumsgartenschau um:
Der klassische Tagesgast wird die
sprichwörtliche „liebe Qual der
Wahl“ verspüren, wenn er nach
Schwäbisch Gmünd kommt. Denn
ein Tag allein wird kaum ausrei-
chen, um alle Sehenswürdigkeiten
dieser außergewöhnlich weit ver-
zweigten und erlebnisreichen Lan-
desgartenschau zu besuchen.
Die Gmünder Landesgartenschau
ist im Prinzip zweigeteilt. Die Ver-
bindungen sind aber kurzweilig.
Daher: Wer den Buspendelverkehr
zwischen „Erdenreich“ in der quir-
ligen Stadt unten im Remstal und
dem „Himmelsgarten“ beim idylli-
schen Dörflein Wetzgau oben auf
einer wunderbar aussichtsreichen
Hochfläche nutzt, der schont zwar
Kondition und Zeitbudget. Doch er
hat die zauberhafte „Himmelslei-
ter“ versäumt. Denn so heißt das
gut 1000 Meter lange Bindeglied
<< Das Landesgarten-
schau-Wahrzeichen
Himmelsstürmer wirkt
als Wegweiser und
gibt einen tollen Über-
blick. Foto: hs
<< Wasser und
Bewegung sind
Sinnbilder des
Lebens. Die
Landesgartenschau
ist voll davon.
Fotos: hs
überblick
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Diese Landesgartenschau spricht alle Sinne an und
ist reich an Pfaden und Plätzen für Körper, Geist und Seele
Landesgartenschau von Baden-
Württemberg eine der geschichts-
trächtigsten Städte des Landes aus
dem Dornröschenschlaf geholt
hat. Der etwa 1000 Meter lange
Kanaleinschnitt des Josefsbach
war einst unüberwindbarer Teil der
Befestigung der Freien Reichs-
stadt. Für die Landesgartenschau
wurde das Bachbett angehoben,
mit dem „Grünen Band“ wurde
eine Uferpromenade quer durch
die Stadt geschaffen. Dornröschen
lässt vollends grüßen am maleri-
schen Fünfknopfturm-Ensemble:
Der alte Wehr- und Feuerwacht-
turm thront über der ältesten Brü-
cke der Stadt. Dann: Hinein ins his-
torisch-romantische Zentrum die-
ser Stadt, die nun 166
Tage lang mit 2000 Ver-
anstaltungen blühende
und gastfreundliche
Schwabenmetropole
ist! hs
fahrtsstätte an der weit und breit
einzigartigen Felsenkirche St. Sal-
vator zustreben. Wer auf den Aus-
sichtsplateaus der Felsenkirche
und der von einer Bürgerinitiative
sanierten Salvatorklause steht,
dem liegt nun die Stauferstadt
mitsamt dem „Erdenreich“ zu Fü-
ßen. Herzstück des „Erdenreich“
ist der Remspark. Alles überra-
gend: Die mutige Architektur des
Forums Gold und Silber. Der Clou:
Dieser hochmoderne Stadtturm
steht direkt auf den sichtbaren
Resten der spätmit- telalterli-
chen Stadtmau- er. In die-
sem Altstadt- sektor
wird beson- ders
sichtbar, wie
die Jubilä-
ums-
ristischen Forstpavillon aus noch
am Waldrand entlang unbedingt
einen Spaziergang hinüber zum
christlichen Kongress- und Ferien-
zentrum Schönblick unternehmen,
gleichfalls ein natur- und kulturge-
schichtlich gewachsener Teil des
begnadeten Himmelsgarten.
Überhaupt ist diese Landesgarten-
schau reich gesegnet mit Pfaden
und Schauplätzen, die dem Geist
und der Spiritualität dienen. Nach
so viel Himmelsgarten wird’s Zeit
für den abenteuerlich bis be-
schwingten Abstieg über die „Him-
melsleiter“ hinab zum „Erden-
reich“. Ein Waldentdeckersteg führt
den Spaziergänger flotten Schrittes
durchs wilde Taubental.
Es rauscht der Tannen- und
Laubwald, besonders aber
der Bach in felsiger
Schlucht. Wo das Taubental-
bächlein den Wald verlässt,
kreuzt der Limes die Spuren
der Gartenschauwanderer
oder auch
der Pil-
ger, die
von hier
der Wall-
Der Blick vom Himmelsstürmer
zeigt’s auch gleich: Einer der wich-
tigsten Bausteine dieser Landesgar-
tenschau war hier schon präsent,
noch ehe die Förder-Millionen für
den großen grünen Stadtumbau
nach Schwäbisch Gmünd flossen.
Die Rede ist von den Heilpflanzen-
gärten des bekannten Naturheil-
und Pflegemittelherstellers Wele-
da. Auf der anderen Seite des Ge-
ländes, dort wo der Kirchturm der
gotischen Dorfkirche von Alt-Wetz-
gau grüßt, herrscht im Himmels-
garten anschauliche Bodenständig-
keit: Landschaftsgärtner zeigen
fantasievoll und künstlerisch ge-
staltete Gartenbau-Beispiele. Es
schließt sich ein in dieser Größe
und Form einmaliges Erlebnis- und
Lernzentrum an, wo Bienenzüch-
ter, Kleingärtner und vor allem die
Obst- und Gartenbauvereine aus
der Region Einblicke geben in Re-
geln, Dynamik, Nutzen und Befind-
lichkeiten des Miteinanders zwi-
schen Mensch und Natur. Genau
diese Merkmale treffen auch beim
Besuch des Forstpavillons zu. Bevor
es nun reingeht ins Abenteuer soll-
te der Gartenschau-Gast vom futu-
<< Das „Grüne
Band“ (links) war
einst Teil der
Stadtbefestigung.
Foto: hs
überblick
<< Auf den Garten-
schaubesucher wartet
inSchwäbischGmünd
eine extrem vielfältige
Erlebnislandschaft.
Landesgartenschau 2014
Die wichtigsten Zahlen und Fakten
Die 25. Landesgartenschau Baden-Württem-
berg öffnet am 30. April ihre Pforten und
endet voraussichtlich am 12. Oktober. Das um-
zäunte Gelände umfasst insgesamt 15 Hektar
Fläche, davon ein Hektar Wasserfläche.
Sowohl im Himmelsgarten als auch im Erden-
reich stehen jeweils vier Kilometer lange
Spazierwege zur Verfügung. Sieben Brücken
wurden neu gebaut, zwei denkmalgerecht
saniert. 1000 Bäume und 30 000 Stauden wur-
den für die Gartenschau gepflanzt. 6000 Qua-
dratmeter groß sind die Blumenbeete für die
Wechselpflanzungen.
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12
DIE CHRONIK
Zwölf Jahre von
der Bewerbung
bis zur Eröffnung
Chronik und die wichtigsten Stationen auf dem
Weg zur Landesgartenschau
gefeiert. Veröffentlichung des
Slogans „Zwischen Himmel und
Erde“. Erste öffentliche Baustel-
lenführungen nach Fertigstellung
des neuen Gamundia-Boulevard.
Startschuss und Spatenstiche für
viele Projekte wie Wissenswerk-
statt EULE und Aussichtsturm
Himmelsstürmer. Anlässlich des
Countdowns „Noch 500 Tage“
treffen sich 1000 Kindergarten-
und Schulkinder auf dem Markt-
platz, um die Aktion „Gmünder
Grüße“ mit Blumen- und Wolken-
symbolen zu starten.
.
� 2013: Beginn der umfangreichen
Sanierungs- und Modernisie-
rungsarbeiten für den Garten-
schau-Bahnhof Gmünd. Eröff-
nung Einhorn-Tunnel, mithin die
wichtigsten Voraussetzungen für
Landesgartenschau und Stadtum-
bau. Der Dauerkartenverkauf
startet und verbucht innerhalb
von wenigen Monaten ein Re-
kordergebnis von rund 30 000
verkauften Dauertickets.
� 2014: Am Mittwoch, 30. April,
öffnet die 25. Landesgartenschau
Baden-Württemberg ihre Pforten,
wobei sich der Schwerpunkt der
größten Präsentations- und Ver-
anstaltungsflächen im Laufe der
Zeit immer stärker auf den
weitflächigen Himmelsgarten
nach Wetzgau verlegt hatte. hs
wurde das Projekt auf den Land-
schaftspark bei Wetzgau ausge-
weitet.
� 2003: Die Landesregierung erteilt
der Stadt den Zuschlag für diesen
Wunschtermin.
� 2006: Landschafts- und städte-
baulicher Ideen- und Realisie-
rungswettbewerb unter Teilnah-
me von 46 Planungsbüros.
� 2007: Aus dem Wettbewerb geht
das Büro a24 Landschaft als Sie-
ger hervor.
� 2008: Der Gemeinderat stimmt
dem Vorentwurf zu.
� 2009: Oberbürgermeister Wolf-
gang Leidig handelt mit seinem
Kollegen aus Nagold ein Tausch-
verfahren für die Termine aus. Vor
allem wegen der zeitlichen Tun-
nelbau- und Stadtumbauproble-
matik übernimmt Gmünd den
Gartenschautermin erst 2014.
� 2010: Gründung der Landesgar-
tenschau GmbH für Schwäbisch
Gmünd und Festlegung für das
Logo.
� 2012: Fahnenübergabe in Nagold:
Gmünd wird nun ganz offiziell als
Gastgeber für die 25. Landesgar-
tenschau Baden-Württemberg
Überlegungen für die Durchführung
einer Landesgartenschau in Schwä-
bisch Gmünd tauchten in den letzten
drei Jahrzehnten immer wieder auf.
Bereits der frühere
Gmünder und spätere
Stuttgarter Oberbürger-
meister Dr. Wolfgang
Schuster skizzierte wäh-
rend seiner hiesigen
Amtszeit (1986-1993)
die Idee für ein Landes-
gartenschaugelände, das
sich als grünes Band im
Bereich der sonnigen
und aussichtsreichen
Berghänge unter Einbe-
ziehung der Pädagogi-
schen Hochschule und
des Schulzentrums
Strümpfelbach zwischen
Bettringen bis zum Zei-
selberg hingezogen hät-
te. Forciert wurde das Gartenschau-
Bestreben mit dem Amtsantritt von
Oberbürgermeister Wolfgang Leidig
im Jahre 2001. Dann ging es Schlag
für Schlag.
Hier die Chronik:
� 2002: Unter dem Arbeitstitel
„Das grüne Band“ reicht die Stadt
Schwäbisch Gmünd die Bewer-
bung für die 24. Landesgarten-
schau Baden Württemberg für
das Jahr 2012 ein. Zunächst
umfasste die Planung nur den
Innenstadtbereich. Erst viel später
<< Im Laufe des Som-
mers 2010 nahmen
Geschäftsführung
und Aufsichtsrat der
Landesgartenschau
GmbH ihre Arbeit auf.
<< Oberbürgermeister
Richard Arnold lud die
Bürgerschaft immer
wieder zu Baustellen-
besichtigungen und
Gesprächen ein. Einige
Projekte waren nicht
unumstritten, so bei-
spielsweise der Bau des
Gamundia-Boulevards.
chronik
Wir haben mit angepackt!
14
DER STADTUMBAU
Der große
Stadtumbau
Landesgartenschau und Gamundia-Projekt
miteinander verzahnt
nein ist festzustellen, dass diese
Einmischung am Beginn einer star-
ken Identifikation der Gmünder
mit dem ökologischen und ökono-
mischen Aufbruch stand.
Dem neuen Oberbürgermeister Ri-
chard Arnold, Gamundia-Mana-
ger Bürgermeister Joachim Bläse
und Baubürgermeister Julius
Mihm gelang das Kunststück,
kommunalpolitische Streithähne
und kochende Bürgerseelen mit
dem Mittelweg für Gestaltung ei-
nes Gamundia-Boulevards mit Er-
halt des Kopfbaus der historischen
Post zu besänftigen. Und nach
komplizierten Verhandlungen und
der lästigen Geheimhaltungspha-
se wurden 2010/2011 die Ent-
wurfsverhandlungen für Gamundia
geöffnet und der Investorenver-
trag mit den beiden Projektent-
wicklern SEPA und HBB unter-
zeichnet. Allerdings: deren Enga-
gement schrumpfte auf die Reali-
sierung des Einkaufszentrums in
der Ledergasse zusammen.
Und plötzlich ging
alles ganz schnell
Nachdem die Last mit dem ver-
korksten internationalen Investo-
renwettbewerb vollends abge-
streift war, widmete sich die Stadt-
verwaltung mit Erfolg einem Di-
rektverkauf der Bauflächen am
Bahnhofsplatz mitsamt des Erhalts
der ehemaligen Silberwarenfabrik
Hirzel und der historischen Post an
regionale Projektentwickler und
Investoren. Die Rechnung ging
nach den Zitterpartien auf: Stadt-
umbau und Vorbereitungen für
die Landesgartenschau standen
fortan unter Volldampf. Aber auch
unter Zeitdruck. hs
eine Landesgartenschau-Konzep-
tion ging der grüne Teil im Rathaus
relativ rasch über die Bühne der
Beratungen und Entscheidungen.
Dagegen bissen sich Stadträte und
Stadtverwaltung beim Investiti-
onswettbewerb für Gamundia,
also für den eigentlichen Stadtum-
bau, fest. Auch in der Bürgerschaft
gab es massive Irritationen und viel
Kritik, denn das europaweit aus-
geschriebene Verfahren musste
aufgrund der Vorschriften einem
strengen Stillschweigen unterstellt
werden. Stolpersteine, Unzufrie-
denheit und auch politische Gra-
benkämpfe, dazu der plötzliche
Rückzug des Baubürgermeisters
und des Leiters des Stadtpla-
nungsamts sowie der emotionale
OB-Wahlkampf kennzeichneten
den beschwerlichen Weg zum
Stadtumbau. Gamundia wurde
zum Zankapfel, stand fast schon
auf der Kippe. Die Bürgerschaft
fühlte sich in weiten Teilen nicht
mehr mitgenommen. Der Gedan-
ke eines kompletten „Plattma-
chens“ mit Abbruch von zwei Dut-
zend Gebäuden, darunter auch
die gesamte historische Struktur
des 1911 entstandenen Bahnhof-
ensembles mit Königlicher Haupt-
post, entzweite die Bürger. Tau-
sende Unterschriften wurden für
den Erhalt dieses Gebäudes gesam-
melt. Eine weitere Bürgerinitiative
beschwor den Bau eines kleinen
Gamundia-Tunnels, um die weiter-
hin präsente innerstädtische Ver-
kehrslawine unter das zukünftige
Laga-Gelände hindurch zu führen.
Im Rathaus tat man sich zunächst
schwer, diese Mitsprache aus der
Bevölkerung aufzugreifen und
ernst zu nehmen. Im Nachhi-
te die Stadtverwaltung die so ge-
nannte Gamundia-Konzeption auf
den Weg. Diese sah zunächst ein
massives und verdichtetes Erleb-
nis-, Geschäfts- und Bürozentrum
und sogar einen großen Kinoneu-
bau im Bereich des Bahnhofvier-
tels vor.
Doch schon Jahrzehnte zuvor hat-
te Visionär und Gestalter Walter
Giers die eigentlichen grünen Ge-
danken niedergeschrieben und
skizziert, die dem nun verwirklich-
ten Konzept verblüffend nahe-
kommen: Die Stadt möge aus ihrer
vernachlässigten Flusslandschaft
eine Idylle mit Erlebniswert und
Aufenthaltsqualität gestalten.
Dann die starke Chance: Landes-
gartenschaubewerbung mit den
beiden Grundgedanken: Erstens
Stadtgarten mit einer Renaturie-
rung der Gewässerlandschaft zu
erweitern; zweitens damit den pri-
vaten Investitionsschub fürs neue
Gamundia-Viertel in seiner Funkti-
on als einladendes und lukratives
Stadtentree mit Blickrichtung Me-
tropolregion Stuttgart aus-
lösen. Zwei miteinander
verzahnte Gestaltungs-
und Investitionswettbe-
werbsverfahren wur-
den eingeleitet.
Aufgrund der bereits
skizzierten Ideen für
Die 25. Landesgartenschau Ba-
den-Württemberg hat etliche Al-
leinstellungsmerkmale. Vor allem:
Erstmals in diesem Umfang geht
eine Landesgartenschau so eng
verknüpft mit einem Stadtumbau
(Gamundia-Projekt) und auch mit
einer solch aufwändigen Straßen-
baumaßnahme (Tunnel) einher.
Ohne Neubau einer Ortsumge-
hung für die B 29 wäre das Gmün-
der Landesgartenschaukonzept so
nicht zu realisieren gewesen.
Ganz am Anfang standen
spannende Visionen
Die Rems-Zeitung begleitete die
Stadtumbau-Visionen von Anbe-
ginn, dokumentiert in einem zen-
tralen Kapitel des zur Jahrtausend-
wende im Verlag der Gmünder
Heimatzeitung erschienen Buches
„Stadtkultur am Beispiel Schwä-
bisch Gmünd“ von
Künstler und Stadtvisio-
när Wal- ter Giers und
RZ-Re- dakteur Hei-
no Schütte.
Parallel
dazu
brach-
<< Walter Giers
(links mit
Victory-Zeichen)
gehört zu den
Visionären von
Gamundia.
<< Im März 2010
startete der grüne
Stadtumbau mit
Abriss des Remswehrs
(oben). Fotos: hs
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Vom grauen
Bahnhofsviertel
zum Glanzstück
Umfang des grünen Stadtumbau und Strukturwandel
einzigartig für eine Landesgartenschaustadt
der früheren Silberwarenfabrik in
das Gastronomie- und Veranstal-
tungszentrum „Villa Hirzel“. Pro-
jektiert ist auch ein Hotelneubau.
Und dazu die goldene Gamundia-
Krönung an den sonnigen Rems-
terrassen: Das Forum Gold und Sil-
ber. Eine gestalterisch ausgeklü-
gelte Unterführung verknotet die-
ses attraktive Bahnhofsviertel auch
mit dem Gebiet auf der anderen
Seite des modernisierten Bahn-
hofs, wo an der „Jugendmeile“ im
alten Güterbahnhof die innovative
Schüler- und Wissenswerkstatt
EULE entstanden ist. Das frühere
Gleisareal bot auch Bauplatz für
eine Behindertenwerkstatt der
Stiftung Haus Lindenhof und für
die Kletterhalle des Alpenvereins.
Synergieeffekte
für Stadt und Region
„Gmünd 2014“ wirkt unterm
Strich wie eine Zauberformel, die
durch viele Verzahnungen und Sy-
nergieeffekte einen städtebau-
lichen Entwicklungsschub los-
getreten hat, der im Vergleich
mit anderen Landesgarten-
schaustädten einzigartig ist. Lan-
desgartenschau und Stadtumbau
strahlen mit Sanierungs- und För-
dermaßnahmen auch aus in die In-
nenstadt.
Die kommunalpolitische Zielrich-
tung: Strukturwandel für ganz
Gmünd, um diese Stadt als Stand-
ort für Industrie, Handwerk,
Dienstleister und auch Häuslebau-
er attraktiver denn je zu machen.
Zwischenzeitlich wird auch von
Nachbarn neidlos anerkannt, dass
Schwäbisch Gmünd zum Wachs-
tums- und auch Imagemotor für
die Regionen Ostwürttemberg
und Remstal geworden ist. hs
Bogenbrücke am Fünfknopfturm.
Ein Ensemble entsteht, das die
Herzen gewiss von alten Burgen-
und Mittelalterfans höher schla-
gen lässt.
Schlussendlich wurde der gesamte
Durchgangsverkehr verbannt, die
Asphaltseen und Betonwände der
bisherigen Verkehrsknoten am
Bahnhof/B29 zurückgebaut, um
nicht nur jetzt für die Landesgar-
tenschau, sondern für alle nachfol-
gende Generationen den ganz ge-
wiss schönsten und größten
Stadtpark anbieten zu
kön- nen, den die
Stadt Schwä-
bisch Gmünd
je gesehen
hat.
Die
Herzstücke
des Stadtumbaus
Der Blick aus dieser grünen Oase
mit Gebirgsbachatmosphäre reicht
dann auch hinüber zum neuen
Bahnhofsviertel, wo das eigentli-
che Herz des Stadtumbaus schlägt:
Moderne und auch historische
Dienstleistungsgebäude, die Hoch-
schule für Gestaltung und die Re-
gionalverwaltung. Ein besonderes
Schmuckstück ist die Verwandlung
richtung zur Metropolregion Stutt-
gart. Bau des Gamundia-Boule-
vards und des Einkaufszentrums
Remsgalerie bildeten die ersten
Schritte für den Stadtumbau, der
öffentliche und private Investitio-
nen von gut 100 Millionen Euro
lostrat.
Die Ledergasse schlüpfte in ihre
alte Rolle als Einkaufs- und Flanier-
meile zurück, wird damit auch
Bindeglied zum Landesgar-
tenschaugelände. Das Neu-
erle- ben und das Rena-
turieren der
Fluss-
land-
schaft im Bahnhofs- und Ga-
mundiaviertel für die Tier- und
Pflanzenwelt ging einher mit einer
ganzen Anzahl von Brückenneu-
bauten und -sanierungen. Hervor-
zuheben sind die eleganten Neu-
konstruktionen, dazu besonders
aber auch der historische Rückbau
der bislang unter einem Betonde-
ckel verborgenen mittelalterlichen
100 Jahre tat das quirlige Gmün-
der Bahnhofsviertel mit seinen rie-
sigen Verkehrsflächen seinen Dienst.
Eine der wichtigsten und vielleicht
auch verhängnisvollsten Entwick-
lungen: Immer mehr Güterverkehr
wurde von der Bahn auf die Straße
verlagert. Die kuriose Situation im
Nordwesten der Stadt: Vor etwa
20 Jahren wurde das Ende des Gü-
terbahnhofs mit seinen riesigen
Gleisanlagen eingeläutet. Dafür
erstickte gleich daneben die
B-29-Ortsdurchfahrt im zuneh-
menden Lkw-Verkehr. Wo sich
heute mit dem Remspark das
Herzstück der Landesgartenschau
und des Stadtumbaus befindet,
befand sich noch vor knapp vier
Jahren der größte und schlimmste
Straßenverkehrsknoten Gmünds.
Aus Verkehrsknoten
wurde Idylle
Unvorstellbar, angesichts
der heutigen Idylle, auch
viele teils furchtbare Ver-
kehrsunfälle in den Kurven-
bereichen an der Bahn-
hofsbrücke. Der Mün-
dungsbereich Rems/Jo-
sefsbach war kaum wahr-
nehmbar, sondern betoniert
und zugedeckelt von bis zu vier
Fahrspuren breiten Straßen und
Brücken.
Dazu kam in der nahen Ledergasse
auch der Niedergang des Kauf-
hausklotzes Horten und der Engel-
brauerei. Von der Nepperbergstra-
ße bis in die Ledergasse entpuppte
sich eine Brach- und Entwicklungs-
fläche, die dringend angegangen
werden musste.
Schließlich handelte es sich ja um
den für Gmünd zentralen und
westlichen Stadteingang mit Blick-
 Gamundia-
Viertel und Remspark
bilden die neue gute
Stube der Ältesten
Stauferstadt.
stadtumbau  Kunst, Denkmal-
pflege und auch
moderne Architektur
prägen das
Gamundia-Viertel.
Fotos: hs
16
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18
DAS ERDENREICH
falt“ oder etwa ein begehbares
Zentralmodul laden zum Mitma-
chen ein. Ebenfalls im ersten,
zweiten und vierten Stockwerk
zeigt sich der Kreis als starker
Wirtschaftsstandort. Etwa 16 Fir-
men werden hierbei vertreten
sein. Die komplette dritte Etage
steht unter dem Motto „Kunst
und Kultur erleben“. Im Unterge-
schoss wird für das leibliche Wohl
gesorgt sein.
Die Gastronomie hat auch im res-
taurierten Haus Hirzel einen Platz
gefunden. Hier werden auch zahl-
reiche Veranstaltungen für erleb-
nisreiche Abende sorgen. Die Vil-
len-Gärten wecken Erinnerungen
an eine alte, traditionsreiche
Stadt. Die Partnerstädte haben
dazu ihren Teil beigetragen und
haben die ganze Welt nach
Schwäbisch Gmünd und dem Os-
talbkreis gebracht. Für die kleinen
Gartenschaubesucher sind sicher-
lich die Spielplätze am interessan-
testen, mit zahlreichen Attraktio-
nen, die Spaß und Freude garan-
tieren.
Den Geist von Schwäbisch Gmünd
erfährt man in der historischen
Altstadt. Das Heilig-Kreuz-Müns-
ter und die Johanniskirche prägen
seit jeher das Stadtbild und sind
immer einen Besuch wert. Wie
auch der Marktplatz, der zu den
schönsten in Baden-Württemberg
zählt. Hier kann man in den zahl-
reichen Cafés, Bars und Restau-
rants den Gartenschaubesuch
noch einmal Revue passieren las-
sen. hs
Blumenschauen wird einem die
Vielfältigkeit der floralen Welt vor
Augen geführt. Im silbernen Band
sind die Bürgergärten zu finden,
während der Senkgarten am gol-
denen Band liegt.
Wasser als Quell des Lebens. An
den Bachläufen der Rems und des
Josefsbachs lässt es sich entspan-
nen und sind der ideale Ort um
den Alltag zu vergessen und tief
durchzuatmen. Entlang des Rems-
strands kann man auf Sitzsteinen
und Holzdecks die Seele baumeln
lassen. Neue Brücken geben der
Stauferstadt einen mediterranen
Flair und führen auf direktem Weg
die Fußgänger und Radfahrer in
die Innenstadt.
Am neu gestalteten Mündungs-
bereich kann man einfach mal in-
nehalten und das neue Stadtbild
von Schwäbisch Gmünd auf sich
wirken lassen.
Dort trifft man auch auf das neue
Forum Gold und Silber, das die
Stadt in einem einmaligen golde-
nen Schimmer erscheinen lässt.
Während der Gartenschau bietet
das Gebäude Ausstellungssflä-
chen für den Ostalbkreis. Im Zen-
trum stehen namenhafte Künstler
und Unternehmen aus dem Land-
kreis. Im Erdgeschoss und im ers-
ten Obergeschoss
können Besucher die
vielfältigen Facetten
kennenlernen – kubi-
sche Erlebniselemente
mit den Themen „Mein
Ostalbkreis“, „Tourismus
aktiv“, „Mosaik der Viel-
Wasser und frisches Grün um-
rahmt von einer historischen Alt-
stadt – so zeigt sich das Erdenreich
der Landesgartenschau.
Eine Stadt verwandelt sich in ein
Blumenmeer und lädt dazu ein,
durch die alten Alleen und Prome-
naden zu schlendern und sich von
der fantasievollen Gestaltung ver-
zaubern zu lassen.
Schwäbisch Gmünd macht ihrem
Status als Gold- und Silberstadt
alle Ehre und lässt die Besucher
durch ein goldenes und silbernes
Band den Weg vom Bahnhof di-
rekt in die Innenstadt finden.
Vorbei an dem Remsgarten und
die Bahnhofsbrücke zum Con-
gress-Centrum Stadtgarten wei-
ßen gold- und silberfarbene Stau-
denbeete den richtigen Weg. Das
goldene Band führt schnellstmög-
lich über das Rokokoschlösschen
zur Blumenhalle des Congress-
Centrums – Das Herzstück
der Lan- desgarten-
schau. Dort
trifft man auf
die komplet-
te, kreative
Bandbreite
der Floristik.
In regelmäßig
wechselnden
Im Tal das Erdenreich
Im Tal das Erdenreich Stadt und Natur im Einklang.
Gold und Silber als Wegweiser.
zwischen himmel
 Rund 1000 Meter
weit umspannt
das sogenannte
Grüne Band der
Landesgartenschau
mit dem Josefsbach
und einer großen
Erlebnis- und
Spielzone die
westliche Innenstadt.
Fotos: hs
19
DER HIMMELSGARTEN
rund um das Thema Imkerei. Le-
bende Bienenvölker können beob-
achtet und Bienenwerke wie Ho-
nig, Wachs und Pollen betrachtet
werden. Natürlich gibt es auch
eine Honigverkostung.
Für Kochbegeisterte gibt es jedes
Wochenende ein Showkochen mit
den Europäischen Miniköchen
und besinnlich wird es mit den
täglichen 12-Uhr-Mittagsgebeten
am sogenannten Kreuztisch.
Auch der Verein Staufersaga e.V.
präsentiert sich vom 5. bis 14. Sep-
tember im Landschaftspark. Ein
Stauferlager entführt alle Gäste in
die Zeit des großen Barbarossa
und gewährt einen Einblick in die
damalige Zeit.
Der Himmelsgarten ist auch das
Zentrum für Konzerte, Shows und
sonstige Veranstaltungen.
Die Festwiese mit der großen Spar-
kassen-Bühne bietet ausreichend
Platz für große Events. Namenhaf-
te Künstler haben sich schon an-
gekündigt und garantieren ein un-
vergessliches Erlebnis. Egal ob Mu-
sik, Comedy oder Theater.
Natürlich gibt es auch noch viel
mehr zu entdecken. Eines ist je-
denfalls sicher: Langweilig wird es
im Himmelsgarten nie. hs
wie im Flug vergehen: Ein Hanf-
Irrgarten, Schaugärten, ein Blüten-
wirbel, die Weleda-Erlebnisgärten
sowie ein Wassergarten. Der Was-
sergarten kombiniert die ausstrah-
lende Ruhe des Wassers mit dem
Spaß des Wasserspielplatzes. Kuli-
narisch wird es in den „Essbaren
Gärten“ und einer „Außen-Show-
Küche“. Dort erfährt man alles
über gesunde und vitale Ernäh-
rung.
Der Landschaftspark ist auch der
Treffpunkt des kompletten Ostalb-
kreises. Im Ostalbgarten nehmen
42 Kommunen an einer großen
Tafel Platz und präsentieren sich
als eine gastfreundliche Familie.
Jede Gemeinde gestaltet einen ei-
genen Stuhl für den 21 Meter lan-
gen Tisch und darf sich dabei krea-
tiv austoben.
Das grüne Trauzimmer ist ein Ort
für schwer Verliebte. Wer sich
schon immer eine Heirat im Grü-
nen gewünscht hat, ist hier an der
richtigen Adresse. Eine unvergess-
liche Eheschließung ist garantiert.
Der Bezirksbienenzüchterverein
findet hier ebenfalls seinen Platz,
ganz nach Landesgartenschau-
Tradition. Der großdimensionierte
Bienenkasten veranschaulicht alles
Hoch hinauf nach Wetzgau. Dort
kann man so einiges entdecken.
Der Ausblick auf die Stauferstadt
und die Dreikaiserberge sind dabei
nur das Tüpfelchen auf dem i. Der
buchstäbliche Höhepunkt ist si-
cher der knapp 40 Meter hohe
Aussichtsturm „Himmelsstürmer“.
Aber Achtung: Nur etwas für
gänzlich Schwindelfreie. Wenn
man die Stufen erklommen hat,
bietet sich einem die beeindru-
ckendste Aussicht im Gmünder
Raum.
Weitere Attraktionen für die ge-
samte Familie lassen den Besuch
Dem Himmel so nah
Spaß und Freude in Gmünds neuem Himmelgarten
und erde
 Ausgedehnte
Spazierwege,
Aktionsflächen
und sogar ein kleiner
Zoo prägen den
Himmelsgarten.
 Blühende
Calendulafelder
(Ringelblumen)
im Himmelsgarten
vor der Kulisse des
Hohenrechberg.
Fotos: hs
20
HIMMELSLEITER
Die Himmelsleiter
Das Bindeglied zwischen Himmel und Erde
Bibel, Theologie und der Welt der
Literatur. Komplettiert wird dieser
Gedanke durch einen Besuch des
„Heiligen Bergs von Schwäbisch
Gmünd“ – den Salvator. Die Wall-
fahrtskirche gilt seit jeher als der
spirituelle Gmünder Mittelpunkt
und lässt nun auch alle Besucher
aus nah und fern daran teilhaben.
Angekommen im Waldparkplatz
des Taubentals hat man nun die
Möglichkeit direkt das Erdenreich
zu besuchen, oder einen Abste-
cher in den neuen Jugendpark zu
machen. Hier lautet die Devise
„Bildung und Sport für die Ju-
gend“. In der Wissenswerkstatt
Eule kann man Experimente selber
durchführen und im Technikbaum
sieht man, wie sehr sich die Wis-
senschaft von der Natur inspirieren
lässt. Eine Kletterhalle und ein
Beachvolleyballfeld sorgen dafür,
dass man sich mal so richtig aus-
powern kann. hs
Verwunschen ist das Taubental,
dass die Besucher vom Himmels-
garten direkt in das Erdenreich in
die Stadt führt. Viele Wege durch
den Wald sorgen für ein aufregen-
des Abenteuer.
Hier zeigt sich der Forst BW mit ei-
ner Vielzahl an Attraktionen. Im
Forstpavillon präsentiert sich der
Wald und die Forstwirtschaft. Da-
bei handelt es sich um ein einzig-
artiges Bauwerk, dass nach dem
Konzept der Bionik entwickelt
wurde. 243 Einzelteile wurden von
einem Roboter angefertigt und
anschließend wie ein großes Puzzle
zusammengesetzt. Dabei hat man
sich von der Anatomie der Seeigel
inspirieren lassen – ein Beispiel für
die Übertragung von Strukturen
aus der Natur in die Architektur.
Westlich liegt der Naturerlebnis-
pfad „Naturatum“ mit einem
Schlucht-Spielplatz, einem Hoch-
seilelement, einer Forst-Arena und
einem Waldabenteuer. Eine Holz-
kugelbahn, die von der Forstarena
hinab in Richtung Wanderpark-
platz und Waldentdeckersteg
führt, erfreut mit pfiffigen Schnit-
zereien und lädt dazu ein, alles
rund um den Wald zu erfahren.
Östlich liegt der Lebensweg. Hier
gibt es einen Kunst-Kulturen-Pfad
für die Freunde der Künste. Die
Gäste haben die Möglichkeit die
Hektik ihres Alltags hinter sich zu
lassen und sich komplett zu ent-
spannen und in eine spirituelle
Welt einzutauchen. Sieben Groß-
Kunstwerke verbildlichen die An-
sichten des Lebens, alles veran-
schaulicht durch Impulse aus der
 Naturverbunden-
heit mit Sport,
Pädagogik und
Neugierde: Das
„neue“ Taubental.
Fotos: hs
 Das Natu-
ratum der
Fagusstiftung
war Grund-
baustein für
den Erlebnis-
und Infowald.
 Das Tauben-
tal ist die Him-
melsleiter der
Gartenschau.
himmelsleiter
Der neue GLA.1)
Freiheit ist ansteckend.
Die neue C-Klasse. 2)
Das Beste kennt keine Alternative.
Die Verbrauchswerte beziehen sich auf die zur Markteinführung (03/2014)
verfügbaren Motoren (C 180/C 200/C 220 Blue Tec und GLA 200/GLA 200 CDI/
GLA 200 CDI 4MATIC/GLA 220 CDI/GLA 220 CDI 4MATIC/GLA 250/GLA 250
4MATIC). 1) Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert: 8,3-5,3/5,5-
3,7/6,0-4,3 l/100 km; CO2-Emission: 151-114 g/km; Effizienzklasse: C -A.
2) Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert: 7,4-4,8/5,0-3,4/5,8-4,0
l/100 km; CO2-Emission: 195-129 g/km; Effizienzklasse: C - A+. Die Angaben
beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des
Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen
Fahrzeugtypen. Die abgebildeten Fahrzeuge enthalten Sonderausstattungen.
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Gschwend im Sommer
Allen Besuchern der Landesgartenschau in
Schwäbisch Gmünd wünschen wir schöne
interessante Stunden. Auch wir werden
vom 4. bis 6. Juli auf der
Landesgartenschau mitwirken und würden
uns über viele Besucher freuen.
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Experimentieren,
untersuchen,
lernen, erforschen
Die Wissenswerkstatt „Eule“ ist von interkommunaler
Bedeutung und soll auch über die Landesgartenschau
hinaus bestehen bleiben
chen Abläufe eines Baumes
erlebbar und erklärt beispiels-
weise anschaulich die Photo-
synthese.
Die Zusammenhänge zwi-
schen Natur und Technik wer-
den auch im Rahmen einer
themenorientierten Ausstel-
lung bildlich dargestellt, die
beispielsweise Verbindungen
herstellt zwischen einem Vo-
gelflügel und einer Flugzeug-
tragfläche, einer Klette und
einem Klettverschluss oder ei-
ner Körperzelle und einer
Brennstoffzelle.
Teil der „Eule“ wird auch ein
mobiles Schulungszentrum
sein, das sich ausschließlich
dem Bereich Elektromobilität
widmet. Zur Zielgruppe gehö-
ren hier die Beruflichen Schu-
len sowie die Klassen 8 bis 13.
Mittels Präsentations- und Ex-
perimentiermodulen sollen
den Schülern die Themen
Umwelt, Mobilität und Tech-
nik vor Augen geführt wer-
den. So lernen sie beispiels-
weise mithilfe eines Handkur-
belgenerators wie ein Dyna-
mo funktioniert.
Sogar ein kleines Windrad
wird neben dem mobilen
Schulungszentrum zu sehen
sein – ein sogenanntes Solar-
carport soll das Prinzip einer
Fotovoltaikanlage vor Augen
führen. nb
Euro stehen dank ihnen für
den laufenden Betrieb zur
Verfügung.
Maßgeblich gefördert wird
das 6-Millionen-Projekt zu 80
Prozent von der Europäischen
Union und dem Land Baden-
Württemberg. Die „Eule“
wird auch nach Ende der Lan-
desgartenschau bestehen
bleiben.
Ergänzend zur Wissenswerk-
statt wird es ein Grünes Klas-
senzimmer geben, das eben-
falls unter der Schirmherr-
schaft des Ministeriums für
Kultur, Jugend und Sport des
Landes Baden-Württemberg
steht. Aus einem umfangrei-
chen Themenkatalog können
je nach Leistungsstufe und In-
teressengebiet Unterrichtsein-
heiten ausgewählt werden.
Das Angebot umfasst natur-
bezogene Themen ebenso
wie die Bereiche Ernährung
und Gesundheit, Gewinnung
von Energie sowie Geschichte
und Kultur.
Technikbaum und
themenorientierte
Ausstellung
Die Verbindungen zwischen
Natur und Technik soll den
Schülern auch mit dem Tech-
nikbaum vor Augen geführt
werden. Dieser macht auf
technische Weise die natürli-
trielle Prozesse, Mobilität,
Leichtbau/Luft- und Raum-
fahrt, Technik/Naturwissen-
schaften/Musik und Material/
Technologie auch an den Ar-
beitsfeldern der regionalen
Unternehmen.
Die meisten der Gemeinden
zeigten sich von dem Konzept
überzeugt, den Kindern und
Jugendlichen auf diese völlig
neue Weise Technik erlebbar
und begreifbar zu machen
und erklärten sich bereit, im
Rahmen einer Kooperations-
vereinbarung jährlich 500
Euro in die „Eule“ zu investie-
ren. Geld, das dringend benö-
tigt wird – den Mädchen und
Jungen soll das Angebot kos-
tenlos zur Verfügung stehen.
Auch im Wissen, dass vieles,
was hier möglich ist, an der
Schule so nicht vermittelt
werden kann, gab’s breite Zu-
stimmung. So stehen in der
Wissenswerkstatt Werkbänke
oder Schutzgasschweißgeräte
zur Verfügung. Insgesamt
werden auf einer Fläche von
über 1000 Quadratmetern
Werkstätten, Labore und mul-
tifunktionale Räume zur Ver-
fügung stehen.
Auch verschiedene Wirt-
schaftsunternehmen in der
Region sind sowohl finanziell
als auch personell an den Pro-
jekten beteiligt; über 155 000
Sie soll Neugier wecken, dazu
einladen, gemeinsam unter-
schiedlichste Themen zu ent-
decken und sie soll Begeiste-
rung entfachen: die Gmünder
Wissenswerkstatt „Eule“.
Sie wird das Herzstück der Ju-
gendmeile bilden und soll –
auch über die Landesgarten-
schau hinaus – von großer in-
terkommunaler Bedeutung
sein. So sind Schulklassen al-
ler Schularten und aller Alters-
gruppen aus Gmünd und Um-
gebung dazu eingeladen, ver-
schiedenste Themenfelder zu
begreifen. „Experimentieren,
untersuchen, lernen, erfor-
schen“, lautet das Motto; von
den Anfangsbuchstaben leitet
sich auch der Name „Eule“
ab. Klaus Arnholdt, der Leiter
des Amts für Bildung und
Sport der Stadt Gmünd, und
Michael Nanz, der Geschäfts-
führer der Technischen Aka-
demie (zuständig für die Ver-
waltung und den laufenden
Betrieb), haben in den ver-
gangenen Wochen in zahlrei-
chen Umlandgemeinden für
das EU-Leuchtturmprojekt ge-
worben. Nanz bekräftigte da-
bei immer wieder, wie wichtig
die Einrichtung auch mit Blick
auf den Fachkräftemangel ist.
So orientieren sich die The-
menfelder Natur-Technik, er-
neuerbare Energien, indus-
 Auf
völlig neue
Weise wird
den jungen
Menschen
Technik
erlebbar
und
begreifbar
gemacht.
 Auf einer Fläche
von über 1000
Quadratmetern wird
ein Unterricht der
anderen Art stattfinden.
22
DIE EULE
die eule
Jugendmeile: Sport,
Spiel und Spaß
Künftig herrscht im ehemaligen Güterbahnhof Leben
trägt und die Kletterfläche 1200
Quadratmeter groß ist. Besonders
gerne verweist Markus Urba-
nowski, der Betriebsleiter der Klet-
terhalle, auf die verschiedenen
Ebenen, die es den Zuschauern bei
Wettkämpfen ermöglichen, prak-
tisch auf gleicher Höhe mit den
Kletterern zu stehen und das Ge-
schehen so auf eine gleicherma-
ßen ungewöhnliche und besonde-
re Weise mitverfolgen können.
Auch für Neulinge gibt es ausrei-
chend Möglichkeiten, in die Welt
des Kletterns einzutauchen. So be-
findet sich beispielsweise auf der
obersten Ebene eine Kletterwand
mit geringer Höhe und in einem
abgetrennten Bereich befindet
sich eine weitere Übungswand.
Von den Gesamtkosten in Höhe
von 1,6 Millionen Euro muss der
Verein 700 000 Euro mit einem
Kredit finanzieren.
Der Rest kommt aus Zuschüssen
der Stadt, des WLSB und des DAV-
Dachverbands sowie von einem
Sponsor. Inhaber der Kletterhalle
ist der Deutsche Alpenverein, Sek-
tion Gmünd. nb
Entstanden sind drei Trampolinfel-
der, Spielfelder für Fußball- und
Basketballspiele, eine Slackline
und zwei Tischtennisplatten. Be-
festigte Wege und Plätze werden
zudem dafür sorgen, dass auch
Skater und BMX-Biker auf ihre
Kosten kommen.
Ebenfalls ganz in der Nähe befin-
det sich die neue Behinderten-
werkstatt und gemeinsame Sport-
projekte für und mit Menschen
mit Behinderung hatten von An-
fang an einen festen Platz in dem
Konzept.
Die Kletterhalle ist pünktlich
zur Landesgartenschau fertig
Reibungslos vonstatten ging auch
der Bau der Kletterhalle. Der Spa-
tenstich fand am 5. September
2013 statt; pünktlich zur Landes-
gartenschau darf nun geklettert
werden.
Bereits am vergangenen Samstag
fand die Eröffnung statt.
Fast in Rekordzeit ging das ganze
vonstatten, wenn man bedenkt,
dass die Grundfläche in der Klet-
terhalle 475 Quadratmeter be-
Wenn im Zusammenhang mit der
Landesgartenschau das Wort „Sy-
nergieeffekte“ fällt, dann wird
hierbei in einem Atemzug oft auch
die Gmünder Jugendmeile ge-
nannt. Was hier – am ehemaligen
Güterbahnhof – in den vergange-
nen Monaten erschaffen wurde,
soll noch viele Jahre Bestand ha-
ben und das Engagement der Be-
teiligten lässt daran keinen Zwei-
fel. Gemeinsam hatten der Stadt-
jugendring und die Landesgarten-
schau GmbH das Konzept erarbei-
tet und bei all den Investitionen für
Sport, Spiel und Spaß fand vor al-
lem der Aspekt der Nachhaltigkeit
Berücksichtigung.
Der Sport- und Spielbereich
grenzt direkt an die „Eule“ an
Positiv bewertet wird die Nähe zur
neuen Kletterhalle, zur Wissens-
werkstatt Eule und nicht zuletzt
zum Taubental mit seinen zahlrei-
chen bestehenden und neuen Er-
lebnisangeboten wie dem Wald-
klettergarten oder dem Entdecker-
steg. Der Sport- und Spielbereich
grenzt direkt an die „Eule“ an.
 Beim Fußballspiel auf der
Jugendmeile lässt sich
die Wartezeit auf den Zug
sicherlich etwas versüßen.
23
GMÜNDER JUGENDMEILE
jugendmeile
 Eine 1200
Quadratmeter große
Kletterfläche erwartet
die Besucher der
neuen Kletterhalle.
Lust auf Trampolin-
hüpfen?
Auch das ist auf
der Jugendmeile
möglich.
24
DER JOSEFSBACH
Josefsbach als
“Schaufenster“
für heimische
Gewässer
In Kooperation mit den Vereinen aus dem
Gmünder Raum ist der Verband für Fischerei
und Gewässerschutz präsent
Ein digitaler Tisch ermöglicht
die interaktive Information,
und ein Fischlehrpfad entlang
des Josefsbachs zeigt auf
Schautafeln, welche Fische in
den heimischen Gewässern le-
ben. Unter dem Motto „Fischer
machen Schule“ gibt es die
Möglichkeit zu einer Schulstun-
de am und im Bach, um auf
spannende Weise zu entde-
cken, welche Lebewesen dort
zu finden sind. Gezeigt wird im
Rahmen von Sonderaktionen
das so genannte „Fliegen-
fischen“, und beim „Casting“
geht es darum, zielsicher die
Angel auszuwerfen.
Geplant ist darüber hinaus ein
Schauräuchern sowie die Vor-
stellung von schmackhaften
Fischrezepten. gbr
dem in seiner Existenz gefähr-
deten Edelkrebs sowie zwei
Monitore als „Digitales Aquari-
um“. Echte Aquarien haben
sich aus verschiedenen Grün-
den nicht bewährt.
Der Landesverband kann zwar
die Ausstattung, nicht zuletzt
die Schautafeln und die Infor-
mationsbroschüren, zur Verfü-
gung stellen, wäre aber mit ei-
ner Dauerpräsenz vom 30. April
bis zum 12. Oktober personell
überfordert. Deshalb werden
die Mitglieder der teilnehmen-
den Vereine dafür sorgen, dass
die Besucherinnen und Besu-
cher am Stand immer kompe-
tente Ansprechpartner antref-
fen. Dieses ehrenamtlich tätige
Personal wurde für diese Auf-
gabe speziell geschult.
geverein Leintal, der Bezirksfi-
schereiverein Lein-Rems, der Fi-
scherei- und Hegeverein Lorch-
Waldhausen, der Fischereiver-
ein Ruppertshofen, die Fischer-
freunde Spraitbach, der Angler-
verein Vordersteinenberg und
der Sportfischereiverein Welz-
heim.
Zusammen mit den örtlichen Fi-
schereivereinen zeigt der VFG
in Gmünd eine Dauerausstel-
lung zur Fischerei im Land und
nutzt diese Gelegenheit, um
ein breites Publikum über die
ökologischen Zusammenhänge
in den heimischen Gewässern
zu informieren und beteiligt
sich auch am „Grünen Klassen-
zimmer“. Der Verband stellt
das Informationsmaterial – un-
ter anderen ein Aquarium mit
Das Element Wasser zieht sich
als blauer Faden durch die Lan-
desgartenschau. Und am Jo-
sefsbach sind auch die Angler
in ihrem Element. Unter dem
Dach des Verband für Fischerei
und Gewässerschutz in Baden-
Württemberg e.V. (VFG) prä-
sentieren sich bis zum Oktober
in einem eigenen Pavillon die
Fischereivereine aus dem
Gmünder Raum. Mit dabei sind
der Fischerei- und Hegeverein
Leineck , der Fischerei- und He-
 links: Der Edelkrebs wird im
Fischerei-Pavillon präsent sein.
 rechts: Für Kinder wird es
Bachexkursionen und spezielle
Schulstunden geben.
Fotos: vfg
Wie kommt der Honig ins Glas?
Bezirksbienenzüchterverein zeigt in einem besonderen Pavillon die Arbeit der Imker
Generell sind die Imkerverei-
ne etwas überaltert und ha-
ben seit einigen Jahren be-
gonnen, durch spezielle Kur-
se für Nachwuchs zu sorgen.
Das Einstiegsalter ist in der
Regel selten unter 25 Jahren,
aber die Einsteiger bleiben
dafür auch meistens ein Le-
ben lang der Imkerei treu.Im
Gegensatz zu einem reinen
Hobby ist die Imkerei zwar
mit Arbeit und Kosten ver-
bunden, aber durch Erlös aus
dem Honigverkauf bleibt am
Ende etwas Geld übrig. gbr
gar dazu beiträgt, Pollenal-
lergiker zu desensibilisieren
und ihnen die Heuschnup-
fenzeit etwas leichter macht.
Auch in anderer Hinsicht
wird die medizinische Wir-
kung von Imkerei-Produkten
gerühmt – man denke nur an
Propolis. Auch in Sachen
Haltbarkeit ist Honig ein
Phänomen. Für eine hohe
Qualität und Verbrauchersi-
cherheit sorgen die regelmä-
ßigen Proben und Analysen
durch den Deutschen Imker-
bund.
So können die Besucherin-
nen und Besucher die sprich-
wörtlich fleißigen Tierchen
gleich bei der Arbeit beob-
achten. Große Angst vor Sti-
chen müsse man nicht ha-
ben, versichert Karl-Heinz
Hägele. Er ist der Vorsitzen-
de des Bezirksbienenzüch-
tervereins und verweist da-
rauf, dass es sich bei den
heute von Imkern gehalte-
nen Bienen um Züchtungen
handelt, die nicht aggressiv
sind. Und er fügt hinzu, dass
die meisten „Bienenstiche“
in Wahrheit Wespenstiche
sind. „Es ist noch viel Aufklä-
rungsarbeit notwendig“, be-
tont Hägele. Zum Beispiel
darüber, dass Honig vom ört-
lichen Imker nicht nur ein be-
sonders hochwertiges Le-
bens- und Genussmittel ist,
sondern in vielen Fällen so-
Rund 200 Mitglieder hat der
Bezirksbienenzüchterverein
Schwäbisch Gmünd. Sie
kommen aus dem ganzen
Altkreis und haben sich mit
Leidenschaft der Imkerei ver-
schrieben. Für die Landesgar-
tenschau haben sie sich ei-
nen ganz besonderen Pavil-
lon ausgedacht. Er hat drei
Räume, die jeweils einen Bie-
nenstand im Großformat
darstellen und vor Augen
führen, wie die Imker heute
ihre Bienen in so genannten
„Magazinen“ halten. Der
gute alte Bienenkorb, nach
wie vor als Symbol der Imker
auf vielen Honigprodukten
zu finden, hat nämlich schon
längst ausgedient.
Dass sich eine Steuobstwiese
als Bienenweide gleich ne-
ben dem Imker-Pavillon fin-
det, trifft sich besonders gut.
 Bunt wie das Leben
ist das Bienenhaus
auf dem Gartenschau-
gelände.
Foto: edk
WÄSCHEMODEN
Schwäbisch Gmünd
Marktplatz 4, am Rathaus
Tel. 0 71 71/6 48 06
Die richtige Adresse
für alle, die das
Besondere suchen.
Wo?
(
Natur- und
umweltbewusst
Bezirksverband der Gartenfreunde
präsentieren sich in Wetzgau
die Zukunft, insbesondere die Zu-
kunftsfähigkeit der Gartenfreunde
sowie ihrer Kleingartenanlagen.
All diese Fragen werden auch bei
der Landesverbandstagung be-
handelt, die der Bezirksvorsitzen-
de Markus Wiedmann zusammen
mit anderen Funktionären nach
Schwäbisch Gmünd geholt hat
und die am 20. September in der
Stauferstadt stattfinden wird.
„Naturgemäß gärtnern, Umwelt-
bewusst leben“ – das ist das Mot-
to der Kleingärtner im alltäglichen
Leben; aber auch auf der Landes-
gartenschau. edk
� Info und Anmeldungen über
Markus Wiedmann
Telefon: 07171/84305 oder
E-mail: gfl.wiedmann@web.de
aufgestellt ist, sind bereits geplant.
Nicht nur Erwachsene werden
fachmännisch mit Informationen
und Ratschlägen versorgt, son-
dern auch an Kinder hat man ge-
dacht. In den Ferien werden die
Kinder zusammen mit Ehrenamt-
lichen Vogelhäuschen und Insek-
tenhotels basteln und diese auf-
stellen. Ein sehr wichtiger Punkt
der ehrenamtlichen Arbeit auf der
Landesgartenschau wird außer-
dem die Integration sein, wofür
sich die Kleingärtner aus dem gan-
zen Bezirk einsetzen werden.
Unsere Gesellschaft befindet sich
im Wandel. Altersstruktur, Migra-
tionshintergrund, Generations-
wechsel, Integration, Interessen-
konflikte und soziales Engage-
ment haben großen Einfluss auf
tionelle Daseinsberechtigung: Die
Bereitstellung von Parzellen zum
Anbau von frischem und gesun-
dem Obst und Gemüse zur Eigen-
versorgung, um auch den sozial
schwächer gestellten Personen
den Besitz eines Gartens zu er-
möglichen. Hinzu kommen die
Faktoren Erholung, Entspannung
sowie die Bewahrung der ökologi-
schen Funktion.
„Diese wichtigen Ziele wollen wir
auf dem Gelände der Landesgar-
tenschau präsentieren“, erläuterte
Bezirksvorsitzender Markus Wied-
mann. Die Kleingärtner haben da-
für ein Programm ausgearbeitet
und werden jeden Tag die Besu-
cher betreuen. Fachvorträge im
Himmelsreich in Wetzgau, wo
auch die Laube der Kleingärtner
Die Gmünder Bezirksgruppe der
Gartenfreunde kann auf ihre
68-jährige Vereinsgeschichte zu-
rückblicken. Die Organisation ist
mit 16 eingegliederten Vereinen
und rund 1300 Mitgliedern eine
starke Institution im Landesver-
band. In all diesen Jahren bemüh-
ten sich die Kleingärtner darum,
naturgemäß zu gärtnern sowie
umweltbewusst zu leben. Dieses
Motto, das auch im Bundesklein-
gartengesetz verankert ist, wollen
die Kleingärtner aus dem Gmün-
der und Aalener Raum auch auf
der Landesgartenschau präsentie-
ren und somit die Organisation
stärken.
Aus der Entstehungsgeschichte
der Kleingartenbewegung heraus
erklärt sich zugleich auch die funk-
 Die Kleingärtner
sind voll in den
Himmelsgarten
integriert.
Streuobstzentrum
mit Nachhaltigkeit
17 Obst- und Gartenbauvereine sind dabei
res. Es ist nämlich nicht ein-
fach viereckig, sondern durch
seinen fünfeckigen Grundriss
der fünfblättrigen Blüte der
Rosengewächse nachemp-
funden, zu denen in der Bota-
nik neben den bekannten
Zierrosen auch die Obstarten
Äpfel, Birnen, Brombeeren,
Himbeeren sowie Kirschen,
Zwetschgen, Pflaumen und
Mandeln zählen. gbr
„Anschauungsmaterial“ be-
findet sich ja direkt nebenan
auf der zum Zentrum gehö-
renden Streuobstwiese.
Während der Landesgarten-
schau gibt es eine wechseln-
de Ausstellung zum Thema
„Rosengewächse“.
Aber nicht nur das Programm
der Obst- und Gartenbauver-
eine hat es in sich – auch das
Gebäude ist etwas Besonde-
Sanitäranlagen. Die 17 Orts-
vereine, die zum Bezirk gehö-
ren, haben ihr Gebäude in Ei-
genleistung gezimmert, um
ein Informationszentrum zu
schaffen, dass auch über die
Landesgartenschau als dau-
erhafte Anlaufstelle hinaus
Bestand haben wird. Wäh-
rend und nach der Garten-
schau sind zum Beispiel Kin-
dergärten, Schulklassen, die
PH, der BUND und andere In-
stitutionen willkommen, um
sich über Obstsorten, Baum-
pflege und vieles mehr zu in-
formieren. Im Streuobstzen-
trum in Wetzgau werden
dann auch die Fachwarte aus-
gebildet, Baumschnittkurse
durchgeführt und Vorträge
angeboten. Das praktische
Streuobstwiesen sind ein be-
sonders prägendes Merkmal
für die Landschaft auf der Ost-
alb. Dem wird auch im Land-
schaftspark im Himmelsgar-
ten Rechnung getragen, wo
der Bezirksverband der Obst-
und Gartenbauvereine seine
Erlebnis- und Lernwelt zu
diesem Thema eingerichtet
hat. Unter dem Stichwort „Er-
lebnis Streuobst Zentrum“ ist
das erste regionale Streu-
obstzentrum in Baden-Würt-
temberg geschaffen worden
- mit einem ansprechenden
Gebäude und einer beispiel-
haften Streuobstwiese. Das
Gebäude hat einen großen
Veranstaltungsraum, eine
Küche für einfache Speisen
sowie behindertengerechte
 Mit sehr viel
Eigenleistung
entstand
das Domizil der
Obst- und
Gartenbauvereine.
26
NATUR
Tauchen Sie ein in eine einzigartige und außergewöhnliche
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LANDFRAUEN
landfrauen
WasLandfrauensoalles
können und machen
Motto: „Irdische Vielfalt und himmlisches Vergnügen“
vereine wurde das Motto „Irdische
Vielfalt und himmlisches Vergnügen“
gewählt. 20 Ortsvereine werden an al-
len Gartenschautagen die Bewirtung
mit Herzhaftem, Süßem und mit Kaf-
fee und Kuchen übernehmen. Gleich
beim Eingangsbereich des Himmels-
gartens gibt es einen Kaffeepavillon.
Bepflanztes Rondell und
Holzhütte als Treffpunkt
Darüber hinaus wurden von den
Landfrauen zwei große, runde Auf-
enthaltsbereiche bepflanzt, in deren
Mitte eine Holzhütte als Veranstal-
tungs- und Aktionsraum steht. Immer
donnerstags sind die Aktionstage der
Landfrauen. Dafür haben die Ortsver-
eine ein interessantes und unterhalt-
sames Programm für alle Generatio-
nen vorbereitet. Ob Kasperletheater
oder Märchenerzählerin, ob Kräuter-
kunde oder Basteln mit Naturmateria-
lien, ob Kochrezepte oder Ernäh-
rungstipps – für fast jeden ist etwas
dabei. gbr
� Größere Besuchergruppen
können sich anmelden unter
inge-heinzmann@t-online.de.
Noch immer haben viele Menschen
von dem Begriff „Landfrauenverein“
eine völlig falsche Vorstellung. Dies ist
keineswegs eine Organisation, in der
sich Bäuerinnen über Probleme ihres
Berufsstands austauschen.
Vielmehr verstehen sich die Landfrau-
en als ein Zusammenschluss von Frau-
en und für Frauen, die gerne im länd-
lichen Raum leben – unabhängig da-
von, welchen Beruf sie ausüben. An-
gesichts weniger landwirtschaftlicher
Vollerwerbsbetriebe in den Dörfern
sind echte „Bäuerinnen“ heute ohne-
hin selten geworden.
Schwerpunkt des Programms ist die
Erwachsenenbildung, und die Ange-
bote sind so vielseitig wie die Frauen
selbst. Informationen zu Ernährung,
Gesundheit, Sport, Erziehungsfragen
und vieles mehr wird geboten.
Im Rahmen ihrer Dauerpräsenz wäh-
rend der gesamten Landesgarten-
schau – im Himmelsgarten bei Wetz-
gau – bekommen die Besucherinnen
und Besucher einen Einblick in die Ar-
beit der Landfrauenvereine und dür-
fen sicherlich viele wertvolle Tipps mit
nach Hause nehmen.
Für die Präsentation der Landfrauen-
Rund um regionale Lebensmittel
Bauernverband Ostalb informiert im Rahmen von Aktionen
regionale Fleischerzeugung
am Beispiel der Schweinehal-
tung wird beleuchtet. Der
Bauernverband wird zusam-
men mit Kooperationspart-
nern darstellen, welche wich-
tige Rolle die heimische Land-
wirtschaft bei der Erzeugung
von gesunden Nahrungsmit-
teln einnimmt. Geplant ist in
diesem Zusammenhang auch
eine Podiumsdiskussion mit
Fachleuten. gbr
„Wir haben die regionalen Le-
bensmittel ins Zentrum unse-
rer Aktionen auf der Landes-
gartenschau gestellt“, macht
der Vorsitzende des Bauern-
verbandes Ostalb, Anton We-
ber deutlich. Im Rahmen von
Aktionen wird zum Beispiel
das Thema „Milcherzeugung“
in den Blickpunkt gerückt,
und in diesem Zusammen-
hang soll es auch wieder ein
Wettmelken geben. Auch die
Tiere sehen und streicheln
Streichelzoo der Kleintierzüchter im Himmelsgarten
Zum Thema „Garten und Landschaft“ gehören
nicht nur Bäume, Sträucher, Gräser, Blumen und
Gemüse, sondern auch Tiere. Schließlich ist die
schöne Landschaft im Gmünder Raum, zum Bei-
spiel die Wachholderheide oder die Wiesen mit
ihrem satten Grün, das Ergebnis der Tierhaltung
in der Landwirtschaft über Jahrhunderte hin-
weg. Aber auch in vielen Hausgärten wurden
und werden Tiere gehalten – zum einen als Nutz-
tiere, zum anderen aber auch als reines Hobby.
Man denke nur daran, wie viel Freude zum Bei-
spiel die niedlichen Kaninchen den Kindern be-
reiten. Kein Wunder also, dass im Himmelsgar-
ten auch ein Streichelzoo eingerichtet ist, den
der Kreisverband der Kleintierzuchtvereine im
Raum Schwäbisch Gmünd betreut. gbr
 Auf die
Landfrauen
kann OB
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SPANNENDE PROJEKTE
projekte
Manchmal blieb’s
beim Traum
Spannende Projekte für die Landesgartenschau,
die zum Scheitern verurteilt waren und wurden
trum Schönblick mit einer fantasti-
schen Idee für Furore gesorgt: Bau
eines Baumwipfelhotels. Dort hät-
ten Familien oder Jugendgruppen
zauberhafte und abenteuerliche
Ferientage sozusagen schwebend
überm Taubentalwald verbringen
können. Das Vorhaben fand Be-
geisterung und Befürchtungen. In
Rücksicht auf Bedenken von un-
mittelbar angrenzenden Anwoh-
nern ließ der Schönblick die Pläne
überarbeiten. Doch dadurch ver-
teuerte sich das Baumwipfelhotel-
projekt sehr stark. Letztendlich
waren die finanziellen Risiken zu
groß. Ausgeträumt!
Traumhaft auch ein spektakulärer
Entwurf der weltberühmten Him-
melblau-Architekten, die zusam-
men mit dem Gmünder Investor
und Projektentwickler Gerald Feig
Gewaltiges fürs Erdenreich (Ga-
mundia-Viertel) schaffen wollten.
Wegen Formfehler flog jedoch die
zauberhafte Architektur frühzeitig
aus dem Investorenwettbewerb
raus. Auch deshalb, weil’s zwi-
schen Gerald Feig und dem dama-
ligen Oberbürgermeister und Bau-
bürgermeister ganz schlichte
Kommunikationsprobleme gab.
So gab’s manchen Höhenflug und
manchen Absturz bei traumhaften
Gartenschau- und Stadtumbau-
projekten. Letztendlich gab’s nun
eine sichere Landung auf dem Bo-
den der Tatsachen. hs
fen. Dumm aber nur, dass eine Re-
gel in den deutschen Verkehrs-
und Zulassungsordnungen zu-
nächst übersehen wurde, wonach
auf solchen steilen Strecken wie
im Taubental ein solches Gespann
für öffentliche Personenbeförde-
rung aus Sicherheitsgründen nicht
eingesetzt werden darf. Immerhin
kann das berühmte Elektrozügle
nun auf der Ebene im Erdenreich
bewundert werden.
Dann wollte Stadtverwaltung und
Landesgartenschau mit Bürgern
und Gästen doch tatsächlich
Schlitten fahren, um das Verkehrs-
problem zwischen oben und un-
ten zu lösen – die Geschichte einer
Rodelbahn (Alpine Coaster), die zu
einer Taubental-Achterbahn hätte
umgerüstet werden sollen. Der
Gedanke war zunächst gar nicht
dumm: ÖPNV mit Spaßfaktor ver-
knüpfen. Es gab heiße Debatten –
auf dem Wochenmarkt, an
Stammtischen und natürlich im
Rathaus. Die eine Fraktion sah
schon sogar Senioren unter Lust-
geschrei durch Taubental flitzen,
die anderen meinten, da könne
man ja aus dem idyllischen Tau-
bental gleich ein Oktoberfest oder
Cannstatter Volksfest machen.
Nach einer Kampfabstimmung
war’s ausgerodelt mit diesem Pro-
jekt.
Zuvor schon hatte das
christliche Gästezen-
Ganz am Anfang eines jeden gro-
ßen und historischen Projekts
steht immer eine Idee, ein Geistes-
blitz, ein Traum. In der Planungs-
phase für die Landesgartenschau
war es nicht viel anders. Vieles
wurde realisiert. Manche Pläne
verschwanden auch wieder in der
Schublade. Einige der gescheiter-
ten Projekte sind allerdings zu
schade, um sie vollständig der Ver-
gessenheit preiszugeben. Wer
weiß? Vielleicht werden nachfol-
gende Generationen sich daran
erinnern, ja gerade diese verwor-
fenen Pläne wieder aus den
Schubladen holen?
Da war vor allem die Episode mit
der Idee des weltweit einmaligen
Nahverkehrskonzeptes mittels Ein-
satzes von Elektrozügla rauf und
runter im Taubental. Zunächst –-
was für eine Blamage – fand sich
in ganz Deutschland nicht mal ein
Fahrzeughersteller, der sich in der
Lage sah, einen solchen Tauben-
talstromer zu bauen. Zwölf von
diesen Zü- gla wären
notwen- dig gewesen,
um Himmels-
garten und
Erdenreich
über die Him-
melsleiter
miteinander
zu verknüp-
 Eine Spaß- und gleichzeitig
auchNahverkehrsrodelbahnrunter
und rauf im Taubental? Nach hefti-
gen Diskussionen blieb es auch bei
diesem Projekt nur bei einer Idee.
 Ein Strauß von Ideen, der rasch
verwelkte, prägte gleichfalls die Vor-
geschichte der Landesgartenschau.
Einige wären zu schade, um sie der
Vergessenheit preiszugeben.
 So hätte das Schön-
blick-Baumwipfelhotel
am Rand des Tauben-
talwalds ausgesehen.
Gewiss wäre ein Auf-
enthalt dort ein traum-
haftes Erlebnis für
Familien, Jugendliche
oder auch gestresste
Manager gewesen.
31
LANDWIRTSCHAFT
landwirtschaft
Landwirtschaft
einst und heute
Im Himmelsgarten rücken das Mittelalter und
die Gegenwart zusammen / Anbaumethoden
wie in der Stauferzeit
almischungen für die Verwendung
in Biogas-Anlagen sowie Kolben-
hirse, Sudangrad, Sonnenblumen,
Grünlandpflanzen und vieles ande-
re mehr.
Auch bezüglich der Anbaumetho-
den gibt es eine „gute Nachbar-
schaft“ von Alt und Neu. Handar-
beit auf der einen, Maschinen auf
der anderen Seite. Der Unterschied
zwischen Nahrungsmittelprodukti-
on einerseits und speziellem Anbau
von Biomasse zur Energiegewin-
nung andererseits wird ebenfalls
dargestellt.
Erntezeit mit Sicheln
und Dreschflegeln
Es gibt einen Informationsstand,
Schautafeln sowie eine Broschüre –
und natürlich Führungen und Vor-
führungen, um die Entwicklung
der Landwirtschaft im Laufe eines
Jahrtausends den Besucherinnen
und Besuchern vor Augen zu füh-
ren. Manche Aktionen und Schau-
vorführungen müssen – abhängig
von der Witterung und der Vegeta-
tion – relativ kurzfristig terminiert
werden.
Höhepunkt im Bereich Landwirt-
schaft wird sicher die Erntezeit
sein, wenn zum Beispiel mit
Dreschflegeln in mühsamer Arbeit
die Spreu vom Weizen getrennt
oder das reife Korn mit der Sichel
geerntet und von Hand zu dekora-
tiven Garben (Bündeln) verschnürt
wird. gbr
Landrat und einen Oberbürger-
meister, wie sie mit dem Ochsenge-
spann den Boden bearbeiten? Um-
rahmt waren die beiden dabei von
Bäuerinnen, Bauern, Mägden und
Knechten in der Kleidung des Mit-
telalters. Und die wird man natür-
lich auch von April bis Oktober da-
bei beobachten können, wie sie in
Staufersaga-Gewändern Arbeiten
ausführen, die für die jeweilige Jah-
reszeit typisch sind. Auf dem Stau-
feracker sollen alte Linsensorten,
Leinen, Roggen, Einkorn Acker-
bohnen und viele andere Pflanzen
sprießen.
Das Besondere an der Präsentation
im Himmelsgarten ist der direkte
Vergleich zwischen historischer
und moderner Landwirtschaft.
Denn auf rund 2700 Quadratme-
tern wachsen die heute üblichen
Kulturen, zum Beispiel Winterwei-
zen, Wintergerste, Silomais. In der
Einzelkulturenschau, die parallel zu
den historischen Einzelkulturen
eingesät wurden, sieht man Spezi-
Vom Fleckvieh gezogen bahnt der
hölzerne Hakenpflug seine Furche
durch den Himmelsgarten. Zwi-
schen zwei Streifen mit Ackerwild-
kräutern und umrahmt von Bei-
spielen – für moderne Landwirt-
schaft – zeigt der Stauferacker im
Landschaftspark Rehnenhof/Wetz-
gau bei der Landesgartenschau un-
ter anderem die über Jahrhunderte
praktizierte Dreifelderwirtschaft.
Neben einer Brache gibt es die
Winterbrache und den Haferanbau
sowie ein Feld mit Dinkel und
Ackerwildkräutern. Knapp 1400
Quadratmeter der landwirtschaftli-
chen Schaufläche bei der Landes-
gartenschau widmen sich der his-
torischen Landwirtschaft. Dabei
beschränkt sich die Historie keines-
falls auf das Präsentieren alter Ge-
rätschaften, sondern umfasst auch
authentisches Saatgut.
Aber auch das Bestellen der Acker-
fläche längst vor der Eröffnung war
schon eine echte Schau. Wann
sieht man schon einmal einen
 Neben den heute in
der Landwirtschaft
üblichen Sorten wird auf
dem Stauferacker in
Wetzgau auch histori-
sches Saatgut wachsen.
Fotos: bt/fed
 Mitglieder der Gruppe
„Landwirtschaft“ aus dem
Staufersaga-Verein sind in
historischen Gewändern im
Himmelsgarten tätig.
 Ostalb-Landrat Klaus
Pavel hinter dem histori-
schen Hakenpflug. Gmünds
Oberbürgermeister Richard
Arnold kümmert sich vorne
um das Zugtier.
blühenden gärten
32
DIE BLÜHENDEN GÄRTEN
Eine Schau der Blumen
Was es in der Halle gibt
Blumenschauen im Stadtgarten.
30. April – 18. Mai: Das Ding mit der Liebe
Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens
� 20. Mai – 1. Juni
Carpe diem! Lebe den Tag
Die Römer in Gmünd
� 3. Juni – 15. Juni
Interpretationen unseres Handwerks:
Eine florale Leistungsschau
� 17. Juni – 22. Juni
Die Rosenschau
Hommage an die Königin
� 24. Juni – 6. Juli
Barocke Opulenz trifft auf Blumenfreuden
Blumen BaRocken Gmünd
� 8. Juli – 20. Juli
Fremd Gehen
Exotische Schönheiten locken
� 22. Juli – 3. August
Schwäbisch Gmünd
Spannung in Gold und Silber
� 5. August – 17. August
Natur Objekt Schau
Farbe Form Bewegung
� 19. August – 31. August
Pflanze und Architektur
Grünes im Lebensraum, denn Pflanzen
sind die Naherholungsgebiete der Augen
� 2. September – 14. September
…weil sie uns berühren
blumig emotional
� 16. September – 28. September
Alles hat seine Zeit
Blumen als tröstende Wegbegleiter
� 30. September – 12. Oktober
Der Ernte Dank
Bewusst Kostbar
Garten schauen als
eigentliches Ziel
Im Mittelpunkt einer Landesgartenschau
stehen noch immer die blühenden Gärten
beeren und eigens gezüchtete Tomaten lie-
fern. Im Himmelsgarten bei Wetzgau gibt
es Schaugärten, die Lust machen auf Gar-
ten-, aber auch Terrassen- und Balkon-
Träume. „Oben“ finden sich auch die – zu-
nächst wohl noch blühenden – Streuobst-
wiesen mit einigen vom Aussterben be-
drohten und heute weitgehend unbekann-
ten Sorten. Es gibt Blumenwiesen, an de-
nen in Gmünd seit Jahren experimentiert
wird; ein bemerkenswert bepflanzter
Blumenwirbel oder auch Blumenstrudel
ist Blickfang, und auch die essbaren
Gärten des Schönblicks und die Ange-
bote der Weleda locken.
Wenn Gartenschau
in der Stadt stattfindet
Das Geschehen im Erdenreich ist bän-
derbestimmt: Als Hommage an die
Geschichte der Gold- und Silberstadt
ziehen sich gold- und silberfarbene
Staudenbeete durch die Stadt. Das
silberne Band führt vom Bahnhof –
wichtigstes Tor zur Gartenschau –
über die Rems zur Fünfknopf-
turmbrücke und präsentiert ganz
nebenbei die Bürgergärten. Das
goldene Band erschließt Roko-
kobrücke und Rokokoschlöss-
chen und führt zu den Senkgär-
ten und zur Blumenhalle im
Stadtgarten, wo in zwölf
Schauen zu sehen ist, was Flo-
ristik heute zu leisten vermag.
Wer an Gmünds Villengärten
entlang spaziert, findet auch
die Gärten der Gmünder
Partnerstädte, allen voran
den Antiber Rosengarten,
der wirklich zauberhaft zu
werden verspricht. bt
Martin Schulz-Brehme, der an den „Gärt-
nerischen Ausstellungen“ arbeitet, macht
Lust auf die ursprünglichen Inhalte einer
Gartenschau – auf die Dinge, die wachsen
und blühen und Natur erleben lassen.
Gmünd ist beileibe nicht seine erste Gar-
tenschau, mit dem damit verbundenen
ganz enormen Zeitdruck kann
er umgehen. Es ist
immer dasselbe:
„Bei der Eröffnung
können wir erstmals
durchschnaufen.“
Vor allem das ist nämlich
Gartenschau – im Grünen
eine gute Zeit erleben, ge-
nießen, mit allen Sinnen
Schönes erfahren. Aber
auch Ideen sammeln, Inspira-
tion: Besucher wollen daheim
einen Riesen-Garten besser
bespielen oder auf kleinstem
Raum verwirklichte Garten-
träume kennenlernen. In
Gmünd finden sie Anregun-
gen für fernöstliche Anklänge
ebenso wie für multifunktio-
nelle Gemüse-Blumen-Erho-
lungs-Gärten vor Schicht-
mauerwerk oder kunstvol-
len Holzpalisaden. Oder
soll’s doch lieber ein ro-
mantisches Rosen-Eckle
sein, das einfach nur
seufzen lässt?
Neue oder altbewähr-
te Kombinationen,
die einander die
Schädlinge vertrei-
ben, sind zu sehen.
Züchtungen wie
Zitronenthymian
oder Hängetoma-
ten oder Pflanzkü-
bel, die den ganzen
Sommer über Pflücksa-
lat, Mangold, Monatserd-
 Der früh einsetzende
Frühling ließ um die
Tulpen fürchten, doch die
meisten Sorten stehen
jetzt erst in voller Blüte.
 Tulpen sind die
„Ouvertüre“ – sie
begründen Gmünds
Blütensommer. Fotos: RKr
Weleda: Der Garten
zur Gartenschau
Die Welt der Heilpflanzen zum Sehen,
Riechen und Erleben
nen, nämlich unter der Erdoberflä-
che, im Bereich der Wurzeln. Im
Weleda Garten können Besucher
sich das Gras – und andere Pflan-
zen – einmal von unten ansehen
und dabei Erstaunliches feststel-
len. Wer es lieber luftig-duftig
mag, findet im benachbarten
Ereignishaus eine ganz andere
Facette des Pflanzenreichs vor: die
Welt der ätherischen Öle.
Weleda verwendet für ihre Pro-
dukte ausschließlich natürliche
ätherische Öle und hat über lange
Jahre eine enorme Kompetenz in
der Entwicklung von Duftkompo-
sitionen und deren Wirkung auf
den Menschen entwickelt.
Im Ereignishaus finden deshalb
mehrmals wöchentlich Duftreisen
statt: Ein Tropfen Lavendelöl, ein
Tropfen Citrusöl und ein Hauch
von Rose – aus echten ätherischen
Ölen mischen sich die Teilnehmer
ihre eigene Duftmischung und ver-
edeln damit eine Weleda Creme.
Kinder entdecken die Natur
Wie spannend die Natur sein kann,
erleben Kinder beim Basteln von –
völlig ungefährlichen – Samen-
bomben: Man nehme eine bunte
Mischung der unterschiedlichsten
Samen und forme mit Erde ein Ku-
gel daraus. Fertig ist ein starkes
Stück Natur, das so manches
graue Fleckchen zum Blühen brin-
gen kann! Beim Pikieren junger
Pflänzchen werden kleine Gärtner
spielerisch an die Gartenarbeit he-
rangeführt. Und wer einfach nur
spielen möchte, ist bei der überdi-
mensionalen Kugelbahn der Wal-
dorfschule Schwäbisch Gmünd
genau richtig.
neimittel verwendet werden – und
damit von Schwäbisch Gmünd aus
ihren Weg in über 50 Länder in al-
ler Welt finden. „Im bio-dynami-
schen Landbau spielt der achtsa-
me Umgang mit der Natur eine
zentrale Rolle, was sich beispiels-
weise in der aktiven Bodenpflege
und in der Förderung der Arten-
vielfalt ausdrückt“, erklärt Theo
Stepp.
Nur durch sorgsamen Umgang mit
den wertvollen Heilpflanzen kön-
nen wirksame Produkte daraus ent-
stehen. Größte Sorgfalt zieht sich
deshalb bei Weleda durch jeden
Produktionsschritt – oder anders
gesagt: vom Feld bis ins Regal. Die-
ser umfassende Qualitätsanspruch
ist deshalb fest in den Werten der
über 90jährigen Weleda AG veran-
kert, genauso wie der Schutz der
für die Menschheit lebensnotwen-
digen biologischen Vielfalt.
Auf der Prachtstraße
zu Weleda
Farben und Düfte begrüßen die
Besucher beim Betreten des Wele-
da-Geländes durch den westlichen
Eingang im Wetzgauer Himmels-
garten: Üppig mit Heilpflanzen be-
wachsene Hochbeete säumen die
Prachtstraße und weisen den Fla-
nierenden den Weg ins Zentrum
des Weleda-Gartens, vorbei an La-
vendel, Iris, Küchenschelle, weißer
Malve, Purpur-Sonnenhut, Johan-
niskraut und vielen anderen Arz-
nei- und Kosmetikpflanzen.
Einen Blick unter die Erde …
… gewährt die Wurzelgalerie. Ein
bedeutender Teil des pflanzlichen
Daseins vollzieht sich im Verborge-
Auf einem vier
Hektar großen
Gelände im
Himmelsgar-
ten in Wetz-
gau macht die
Weleda AG
für die Dauer
der Landes-
gartenschau
von Mai bis
Oktober die
Welt der Heil-
pflanzen er-
lebbar. Eine
Landschaft
aus Hügeln
und Tälern,
Hochbeeten,
einem Wasser-
lauf und einer
Wurzelgalerie, einem Birkenhain
und Heilpflanzenfeldern bildet
den Rahmen für ein vielfältiges Er-
lebnis- und Veranstaltungspro-
gramm.
„Weleda ist ein Teil von Schwä-
bisch Gmünd, deshalb war für uns
von Anfang an klar, dass wir auch
ein Teil der Landesgartenschau
sein werden“, sagt Weleda Presse-
sprecher Theo Stepp. Das Thema
Garten gehört für den weltweit
führenden Anbieter von ganzheit-
licher Naturkosmetik und Arznei-
mitteln der anthroposophischen
Therapierichtung ohnehin zum
Kern seiner Identität, bewirtschaf-
tet Weleda doch in Wetzgau den
größten biologisch-dynamischen
Heilpflanzengarten der Welt.
Auf über 20 Hektar gedeihen dort
mehr als 250 Pflanzenarten, von
denen rund 180 für die Herstel-
lung der Naturkosmetika und Arz-
Was blüht,
was lockt
Wurzelgalerie:
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Pflanzen unter der
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Die andere Art Pflanzen
zu säen – für Kinder
-Kunsthandwerker-
markt (10./11. Mai)
und Herbstfest (27.
September) im Weleda
Erlebniszentrum
Weitere Infos und
aktuelle Termine finden
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im Einklang
20 000 Blumen sorgten auf dem Schönblick schon
immer für Landesgartenschau-Stimmung
und nicht zuletzt sind die Obst-
plantagen auf dem 7500 Quadrat-
meter großen Gelände auch eine
Pracht für’s Auge.
Um die zahlreichen und vielfälti-
gen Aufgaben, gerade im Bereich
des Sinnenparkes, zu bewältigen,
wurden neben zehn Mitarbeitern,
die hier ihren sechsmonatigen
Bundesfreiwilligendienst absolvie-
ren, rund 300 weitere ehrenamtli-
che Mitarbeiter eingestellt, die
sich mindestens 14 Tage einbrin-
gen müssen. Auch dies wird ein
großer finanzieller Posten sein,
nicht zuletzt, weil Unterkunft und
Verpflegung gestellt werden. An-
dere Ehrenamtliche werden regel-
mäßig mitarbeiten und indviduell
eingesetzt, mindestens jedoch an
acht Einsatztagen.
Auch der Kultur wird im Schön-
blick seit langem schon viel Platz
eingeräumt. Speziell zur Landes-
gartenschau werden Ausstellun-
gen mit Künstlern, die größtenteils
aus der Region stammen, stattfin-
den. Hierzu gehört die Ausstellung
„Da-Zwischen“ mit Skulpturen
von Cornelia Grzywa. In und um
die Schönblick-Kapelle sollen sie
einladen zu einer stillen Pause zwi-
schen Himmel und Erde. „Da sein,
hier auf dieser Erde. Und doch ein
Stück vom Himmel in sich tragen:
unser Leben ist ein Dasein zwi-
schen zwei Welten.“
Gott nahe zu sein – dies ist auch
der Anspruch der Ausstellung, die
im Gang zur Schönblick-Kapelle
zu sehen sein wird. In Form von
kalligraphischen Zeichnungen
stellt die Künstlerin Ilse Dörfler die
sieben Stationen des Lebensweges
bildlich dar. Bibelzitate vervoll-
kommnen das Ganze. nb
nen dabei „mit allen Sinnen“ erle-
ben, wie die Menschen Jesus be-
gegneten. Hierzu gehören begeh-
bare Kulissen, Hörszenen, inter-
aktive Elemente, „etwas zum
Schmecken“ und verschiedene
biblische Geschichten.
Jesus auf diese ganz besondere
Art und Weise nahe zu sein, kön-
nen die Besucher montags bis
samstags von neun bis 19 Uhr und
sonntags von zwölf bis 19 Uhr.
Für Landesgartenschaubesucher
ist der Eintritt frei, alle anderen
zahlen vier Euro (Kinder bis 14 Jah-
re zwei Euro). Gruppenführungen
können unter 0 71 71/97 07-1 08
gebucht werden. Im Begegnungs-
café – ebenfalls Teil der Sinnenwelt
– werden israelische Köstlichkei-
ten angeboten.
65 000 Gäste pro Jahr
müssen versorgt werden
Einblick werden die Landesgarten-
schaubesucher auch in die „essba-
ren Gärten“ bekommen. Seit Jah-
ren schon ist es der Anspruch des
Christlichen Gästezentrums, den
Hotelgästen frisches Gemüse und
Obst aus eigenem Anbau anzubie-
ten. Immerhin sind es rund 65 000
Gäste pro Jahr, die versorgt wer-
den müssen. Die Zahlen sprechen
für sich: alle zwei Wochen werden
800 bis 1000 Salatköpfe gepflanzt
und geerntet – pro Jahr werden in
der Schönblick-Küche rund
20 000 Salate verarbeitet. Hinzu
kommt der Anbau von weiterem
Gemüse – insgesamt 1000 Kilo-
gramm – wie Tomaten, Gurken
oder Paprika und das Anpflanzen
von vielfältigen Küchenkräutern.
Zusätzlich werden jährlich rund
8000 Kilogramm Obst geerntet –
dere Atmosphäre sorgen, möchte
man sich nicht ausruhen.
Etwas, was perfekt scheint, noch
besser zu machen, ist ein An-
spruch, der im Schönblick seit vie-
len Jahren gilt. Das werden auch
die Landesgartenschau-Besucher
zu spüren bekommen.
„Wenn wir mitmachen, dann ma-
chen wir auch ganz mit“, so
Scheuermann, der einen Teil des
Schönblick-Geländes für die Lan-
desgartenschau zur Verfügung ge-
stellt hat.
Ein großes Anliegen war es ihm
auch, neben Verschönerungen auf
dem Gelände in die Öffnung der
Kapelle zu investieren. So wird es
den Besuchern mit Beginn der
Landesgartenschau möglich sein,
von außen einzutreten in die Welt
der Stille und sich für einen Mo-
ment eine Auszeit zu nehmen. Im
Zugangs- und Innenbereich wer-
den ausdrucksstarke Holzskulptu-
ren der Künstlerin Cornelia Grzy-
wa „die Brücke zwischen Himmel
und Erde“ bilden. „Gott nahe sein
und sich im Trubel der Landesgar-
tenschau wieder erden lassen von
ihm“ – diesem Anspruch möchte
man gerecht werden. Geöffnet
sein wird die Schönblick-Kapelle,
die zentral zwischen Forum und
Gästehaus liegt, täglich von zehn
bis 18 Uhr. Tägliche Andachten
werden um 13 und um 17.30 Uhr
stattfinden.
Der größte Teil der finanziellen
Mittel wird in das Rahmenpro-
gramm fließen. Hierzu gehört vor
allen Dingen die Sinnenwelt mit
Sinnenpark. Unter dem Motto
„Menschen begegnen Jesus“ sind
die Besucher stündlich zu einer Bi-
belzeitreise eingeladen und kön-
Stau, Baustellen und versteckte
Kleinode, die ihre schönsten Tage
längst hinter sich haben – das war
Gmünd, als sich Karl-Eugen
Ebertshäuser vor einigen Jahren
auf die Suche machte nach geeig-
neten Orten, die Teil der Gmünder
Landesgartenschau werden soll-
ten. Dabei schoss ihm vor allem ei-
nes immer wieder durch den Kopf:
„Es steht jede Menge Arbeit be-
vor.“
Als er dem Schönblick einen Be-
such abstattete, verschlug es ihm
dann kurz die Sprache. Vor Freu-
de. Und der dortige Geschäftsfüh-
rer Martin Scheuermann erinnert
sich gerne an den Moment zu-
rück, als Ebertshäuser sagte: „Das
hier ist ja schon wie die Landesgar-
tenschau.“ Und wer schon einmal
durch die parkähnliche Anlage ge-
schlendert ist, den Blick über die
Gärten hat schweifen lassen und
für wenige Minuten in der Kapelle
innegehalten hat, der wird verste-
hen, was der Landesgartenschau-
chef damals meinte.
Aktiv dazu beizutragen, dass die
Landesgartenschau ein Erfolg
wird, war Martin Scheuermann
von Anfang an ein Anliegen. „Wir
öffnen gerne unsere gesamte
Park- und Gartenanlage“, erklärt
der Schönblick-Geschäftsführer.
Dass er einen Sonderetat für sage
und schreibe 250 000 Euro in die
Hand nimmt, um den Besuchern
etwas zu bieten, überrascht nur
auf den ersten Blick. Perfektionis-
mus nämlich wird hier in allen Be-
langen groß geschrieben. Auf der
Tatsache, dass hier jedes Jahr aufs
Neue 20 000 Sommerblumen,
Frühjahrsfloh, Dahlien und Son-
nenblumen für eine ganz beson-
36
SCHÖNBLICK
schönblick
 Die Schönblick-
Anlage übt eine
ganz besondere
Atmosphäre aus.
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Montag - Freitag: 05:00 - 20:00 Uhr • Samstag: 06:00 - 19:00 Uhr
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Herzlichen
Glückwunsch
zum gelungenen
Stadtumbau
und viel Erfolg für die
Landesgartenschau
38
DIE KIRCHEN
Kirchen bieten
blühendes
Miteinander an
Im Spannungsfeld zwischen Himmelsgarten
und Erdenreich
wechselnden Themen des Glau-
bens und des Lebens“ halten wird.
Außerdem wird es am Kreuztisch,
an dem 60 bis 80 Gäste Platz fin-
den, „Dialoge zwischen Himmel
und Erde geben“, für die sich im-
mer neue Gäste finden – Lieder-
macher Clemens Bittlinger etwa,
OB und Landrat, Friedensaktivistin
Lotte Rodi, Bischöfin Rosemarie
Wenner und viele andere mehr
haben schon zugesagt. In nächs-
ter Nähe, auf der Hauptbühne mit
600 überdachten Sitzplätzen, gibt
es jeden Sonntag einen Gottes-
dienst, den die verschiedenen
Konfessionen abwechselnd oder
auch mal gemeinsam gestalten.
Im „Erdenreich“ am Turm
Zweiter Schwerpunkt, den die Kir-
chen setzen, wird von der AG
Fünfknopfturm unter der Leitung
von Angelika Rieth-Hetzel gestal-
tet. Am Fuß des Turms gibt es in
einer Pergola eine Installation
„Kirche mittendrin“ mit 20 Stelen
die deutlich machen, was Kirche in
Gmünd war und ist und vor allem,
wie sie gelebt wird. Rund 90 Eh-
renamtliche sind hier abwech-
selnd täglich von 10 bis 16 Uhr be-
reit für Begegnung und Gespräch
– sollte tatsächlich Seelsorge not-
wendig und gewünscht sein, sind
Gmünds Geistliche bereit, zu hel-
fen. Dieser Kirchenplatz ist ein Ort,
an dem Kirche mit ihrer ganzen
diakonischen und caritativen Kraft
für die Gartenschaubesucher da
sein will – für Menschen mit Be-
hinderung ebenso wie für die an
Körper und Geist Müden, oder
die, die einfach nur kurz sitzen
und guten Gedanken nachhängen
wollen. bt
den Besuchern die Hand reichen,
ihnen Gelegenheit geben, inne zu
halten und Orientierung zu fin-
den, die über die Hinweistafeln hi-
nausgeht. Der evangelische Dekan
Immanuel J.A. Nau betreut bei-
spielsweise die AG Lebensweg
und damit ein sowohl räumliches
als auch inhaltliches Bindeglied
der kirchlichen Gartenschau-Akti-
vitäten: Der Lebensweg verknüpft
mit den sieben Stationen den ka-
tholischen Wallfahrtsort St. Salva-
tor mit dem evangelischen Zen-
trum Schönblick (Seite 31).
Kreuztisch in Wetzgau
Die letzte Station dieses Wegs ist
auch geistliches Zentrum im
„Himmelsgarten“ bei Wetzgau.
Ursula Bertsch betreut die AG
Kreuztischgarten, die inmitten des
Gartenschaugeländes jeden Tag
um 12 ein Mittagsgebet und ge-
gen 15 Uhr eine „Andacht zu
Stadt bereichern. Den Kirchen
gebe es die Möglichkeit, sehr viele
Menschen anzusprechen. Die Be-
sucher einer Gartenschau seien
offen dort, wo sich ein universeller
Zugang zu Religion und Glaube
finde, wo das Unterwegssein
ebenso Thema sei wie Flexibilität
und Mobilität. Menschen auf dem
Weg seien erreichbar.
Das Thema „Himmelsgarten“ und
„Erdenreich“ berühre, so Kloker,
zutiefst christliche Glaubensansät-
ze und den Glauben an eine wei-
tergehende Dimension, die mit
dem Wort „Himmel“ beschrieben
werde – „wo Gott alles in allem
ist“. Der Abschiedsgruß im Johan-
nesevangelium, in dem es heißt,
die Jünger seien „in der Welt,
nicht von der Welt“, zeige die
Spannung auf, die christliches Le-
ben auszeichne.
Gleich an mehreren ausgesuchten
Stellen wollen Gmünds Kirchen
Im „Leben zwischen Himmel und
Erde“ definieren sich die christli-
chen Kirchen. Diese Landesgar-
tenschau bietet ihnen, sagen sie,
entsprechend viele Ansätze, „zu
einem blühenden Miteinander
beizutragen, Kraft und Weisheit
Gottes in der Natur erkennbar zu
machen und mit unterschiedlichs-
ten Angeboten ein bisschen Kir-
chentags-Stimmung zu schaffen“.
In einer ökumenischen Steue-
rungsgruppe mit Dekan Immanuel
Nau und Münsterpfarrer Robert
Kloker werden mehrere Arbeits-
gruppen koordiniert, für die eben-
falls Dutzende Ehrenamtliche ge-
wonnen wurden.
Kloker nennt diese Gartenschau
eine große Chance für die Stadt,
die sich an allen Ecken und Enden
entwickle, aber auch für die Men-
schen: Nicht zuletzt gehe es doch
um einen Austausch von Leben,
um Fremde, die das Leben in der
 Der Fünfknopfturm im
Herzen der Stadt wird Dank
der Kirchen ein Ort der
Begegnung. Foto: hs
 Blick vom
Himmelsstürmer
auf den
Kreuztisch im
Himmelsgarten.
Foto: hs
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begleitet von der
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Grundfragen
des Lebens
Der „LebensWeg“ durchs westliche Taubental
Zum Beispiel Zufriedenheit, Gelas-
senheit oder Genügsamkeit.
Dass befreites Leben eine runde
Sache ist, zeigen zwei ineinander
verschränkte Gewölbebögen an
Station sechs. Sie vermitteln Ge-
borgenheit, engen aber nicht ein.
Und der Blick in der Mitte nach
oben zeigt ein Kreuz.
Der große Kreuztisch zum Ab-
schluss stellt das „Liebenswerte
Leben“ dar – eine Einladung, sich
mit anderen gemeinsam an einen
Tisch zu setzen, als Zeichen für ein
Leben in liebevoller Gemeinschaft
mit Familie, Freunden, Nachbarn
und Kollegen.
Am Kreuztisch findet täglich um
12 Uhr ein Mittagsgebet statt.
Und an den sechs anderen Statio-
nen trifft man sich jeweils an ei-
nem eigenen Wochentag um 15
Uhr zum „Innehalten“ (Montags
Station sechs, Dienstags Station
fünf u.s.w.). Mitglieder des Ar-
beitskreises Lebensweg werden
dort etwa eine Viertelstunde lang
ihre eigenen Gedanken zum je-
weiligen Thema der Station vortra-
gen.
Eingeweiht werden soll der Le-
bensweg am 4. Mai im Anschluss
an den Eröffnungsgottesdienst
des Kirchen-Programms auf der
Landesgartenschau durch die Bi-
schöfe der beiden großen christli-
chen Konfessionen. ml
hinaus drei dazu passende Zitate
wiedergibt: Eines aus der Bibel, ei-
nes aus theologischen Texten und
eines aus der Weltliteratur.
An der ersten Station gibt es sogar
sieben weitere, in einem Kreis ste-
hende Tafeln. Darauf sind Kinder-
Bilder angebracht, die sich mit je-
dem der sieben biblischen Schöp-
fungstage beschäftigen – mit ei-
nem Liegestuhl samt Cocktailglas
für den Sonntag.
An der zweiten Station sollen zwei
aufstrebende Formen anregen,
den Blick zum Himmel zu lenken.
Sie können als Engelsflügel ange-
sehen werden oder als erhobene,
zu Gott hin ausgestreckte Arme.
Dass es im „gereiften Leben“ im-
mer auf und ab geht, symbolisiert
eine hölzerne Welle an der dritten
Station. Die individuelle Lebensli-
nie lasse den Menschen reifen, er-
klärt Künstler Martin Burchard aus
Tübingen.
Dafür, dass die irdische Existenz
die Perspektive des „Ewigen Le-
bens“ habe, kann man an der vier-
ten Station am Flügel einer Him-
melstür ablesen. Ein großer Bogen
richtet daneben den Blick nach
oben.
Noch viel mehr Türen, nämlich
sechs, gibt es an der Station „Er-
fülltes Leben“. Jede ist ein Symbol
für eine innere Haltung, die unsere
Lebensqualität erhöhen kann:
Es gibt einen Weg zwischen Him-
mel(sgarten) und Erde(nreich), auf
dem Besucher der Landesgarten-
schau die Möglichkeit haben, sich
komplett zu entspannen und in
eine spirituelle Welt einzutauchen
– die Hektik des Alltags hinter sich
zu lassen.
Dieser „LebensWeg“ ist nicht nur
für spirituell geprägte Menschen
interessant, sondern auch für die
Freunde der Kunst. Handelt es sich
doch um einen Kunst-Kulturen-
Pfad. Sieben Groß-Kunstwerke
verbildlichen die Grundfragen des
Lebens, alles veranschaulicht
durch Impulse aus der Bibel, Theo-
logie (Augustinus, Hildegard von
Bingen, Franz von Assisi, Dietrich
Bonhoeffer . . .) und der Welt der
Literatur (Nelly Sachs, Edith Stein,
Goethe, Schiller . . .).
Die Stationen des Weges können
sowohl von oben, wie von unten
abgegangen werden. Sie tragen
die Titel „Erschaffenes Leben“,
„Erlöstes Leben“, „Gereiftes Le-
ben“, „Ewiges Leben“, Erfülltes
Leben“ und „Befreites Leben“.
Diese sechs liegen außerhalb des
abgezäunten Geländes und sind
jederzeit zugänglich. Siebte Stati-
on ist der „Kreuztisch“ im Him-
melsgarten mit dem Thema „Lie-
benswertes Leben“.
An jeder Station gibt es eine Tafel,
die das Thema nennt und darüber
lebensweg
 Stationen des LebensWegs:
„Erlöstes Leben“ (oben),
„Ewiges Leben“ (rechts) und
„Erfülltes Leben“ (außen).
Fotos: I.J.A. Nau
 Die sieben
Schöpfungstage, gesehen
mit Kinderaugen, zeigen
die sieben Tafel
der ersten Station.
40
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42
BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT
Bürgerschaftliches
Schmuckstück
Felsenkirche, Salvatorklause, geheimnisvolle
Höhlen und die Pfanderschen Gärten
auf“, sagt und schmunzelt Mayer
nicht ohne Stolz. „Zum einen gibt
es ein Arbeitsteam, das auch da-
nach für die Unterhaltung des Sal-
vators und seines Umfelds sorgen
möchte. Es möchte nicht nur die
Klause nutzen, sondern auch wei-
terhin dort tätig sein. Viele wären
enttäuscht, würde man sang- und
klanglos die gewachsenen freund-
schaftlichen Bindungen auflösen.“
So sei es nahegelegen, den Salva-
tor-Freundeskreis als eigenständi-
gen Verein zu gründen. Das erklär-
te Ziel des Vereins sei der bauliche
Erhalt und die Pflege der einzigar-
tigen Wallfahrtsstätte sowie des
angrenzenden Grundstücks und
Gebäudes Salvatorklause in Ver-
antwortung für zukünftige Gene-
rationen.
Der Besucher trifft auf dem Salva-
tor auf viele Sehenswürdigkeiten
und Entdeckungen, die ohne die
Arbeit der Salvatorfreunde nicht
sichtbar wären, so beispielsweise
historische Brunnenanlagen und
verschüttet und zugewuchert ge-
wesene Stollen. Die Salvatorhöh-
len waren einstmals sogar be-
wohnt.
Viele Rätsel an diesem heiligen
Ort sind noch nicht gelöst
Ursprung des Wallfahrtsberges ist
möglicherweise eine vorchristliche
Mithraskultstätte im größten Stol-
len der Pfanderschen Gärten. Auf
dem Nepperberg sind längst noch
nicht alle archäologischen und kul-
turhistorischen Rätsel gelöst, was
Besuch und Betrachtung dieses
zauberhaften Ortes so spannend
und reizvoll macht. hs
Anfänge. Dann sei 2010 ein Ar-
beitsteam aus der Taufe gehoben
worden, die „Gmünder Salvator
Gruppe, kurz GSG 10 genannt“.
Von zehn Personen sei diese Trup-
pe heute auf an die 40 zupacken-
de Mitstreiter angewachsen, die
schon rund 80 Einsatztage ge-
meistert hätten. „Aber nicht nur
dies, auch an anderen Tagen sind
sie dabei: Am Montag war an sie-
ben Einsatzorten ein geschäftiges
Treiben. Mit der Salvatorklause
und dem Nepperberg-Rundweg
durch das Pfandersche Gelände
sind weitere Aufgaben hinzu ge-
kommen. Eng und vertrauensvoll
wird mit der Zahnarztfamilie Pfan-
der zusammengearbeitet. Die Be-
sitzer der historischen Villa Buhl
und den sogenannten Pfander-
schen Gärten sind ein Glücksfall,
weil sie mit viel Achtsamkeit mit
diesem Grundstück voller Sagen
und Mythen umgeht.
Wallfahrtsberg und
Gartenzauber
Eines der Meisterstücke der Salva-
torfreunde ist die Sanierung eines
baufälligen Wohnhauses nahe der
Felsenkirche zum Gartenschau-
und Pilgertreff Salvatorklause. In
wunderbarer Aus-
sichtlage werden
dort die Gäste be-
wirtet wie auf einer
Berghütte. Eigentlich
hatte sich der Freun-
deskreis zur Landesgar-
tenschau auflösen wol-
len. „Diese Rechnung ging
aber aus mehreren
Gründen nicht
Bürgerschaftliches Engagement
und Mitverantwortung bei Vor-
freude und Vorbereitung der Lan-
desgartenschau haben zwei be-
sondere Namen, nämlich die bei-
den Freundeskreise für die Reali-
sierung des Himmelsstürmer so-
wie für Pflege und Erhalt der Wall-
fahrtsstätte St. Salvator. Bereits im
November 2009 hatten sich die
Salvatorfreunde unter dem Dach
des Münsterbauvereins gegrün-
det, sammelten Gelder und be-
gannen mit Aufräum- und Aus-
lichtungsarbeiten auf dem weit-
läufigen Gelände. „Die ganze Be-
völkerung in und um Gmünd ließ
sich einbinden. Die Begeisterung
zeigte sich auch bei vielen Sach-
und Geldspenden von Privatleu-
ten, Handwerkern, Unternehmen.
Unentgeltliche arbeitende Führer-
innen und Führer brachten fortan
vielen Besu- chergruppen
die Schönheiten
und Beson-
derheiten
nahe“, so er-
innert sich
Initiator und
Vorsitzender
Werner K.
Mayer an die
 Zu den Meisterstücken des Salvator-
Freundeskreises gehört die Sanierung
eines baufälligen Wohnhauses zum
Gartenschau- und Pilgertreff Salvator-
klause. Hier ein Teil der fleißigen Bür-
gertruppe beim Richtfest. Fotos: hs
schmuckstück
 Der St. Salvator
steht für Gmünder
Volksfrömmigkeit
und Bürgerfleiß.
Zwischen den Gärten
liegt der Wald
Die Beteiligung von „Forst BW“ an der Gmünder
Landesgartenschau sucht Ihresgleichen
gesetzt, um zu zeigen, dass der
Wald auch schmeckt. In drei höl-
zernen Pflanzbeeten wachsen
Waldmeister, Him- sowie Erdbee-
ren – und davor steht jeweils ein
Kaugummiautomat der entspre-
chenden Geschmacksrichtung.
Wer sich auf den Holzweg begibt,
kann erfahren, wie der Weg vom
Baum zum Holzprodukt verläuft.
Parallel zu diesem Waldentdecker-
steg verläuft die Kugelbahn, die
besonders bei den Jüngeren für
viel Spaß sorgen wird.
Der Steg kann auch von Rollstuhl-
fahrern mit Begleitung und von El-
tern mit Kinderwagen benutzt
werden.
Am Schluss des Pfades wird ge-
zeigt, wie wichtig frische Waldluft
ist. Gerade der Taubentalwald rei-
nigt die Gmünder Luft permanent,
filtert Staub und Schadstoffe aus
und bringt Sauerstoff in die Stadt.
Wie das funktioniert, wird erklärt.
Oberhalb des Taubental-Grillplat-
zes ist ein ganzes Stück des Baches
zugänglich gemacht worden, weil
ja besonders Kinder gerne plant-
schen. Es gibt einen Bachspielplatz
mit einer zu Gmünd passenden
Goldwaschanlage.
Am Grillplatz selbst ist der „Platz
der Freundschaft“ entstanden, wo
während der Gartenschau Skulp-
turen der Hüttlinger „Sculturies“
zu sehen sind, die bereits in der
Partnerregion Ravenna gezeigt
wurden und die Ostalb-Motive
wie den Aalener Spion oder das
Gmünder Einhorn zeigen.
Und wer nach dieser Tour durch
den Wald hungrig oder durstig ist,
soll auf dem Platz der Freund-
schaft ein Waldbistro mit typi-
schen Wald-Spezialitäten vorfin-
den. ml
chen auf ein Konzept der Bioniker
(Lernen von der Natur) der Uni
Stuttgart, das auf der Bauweise
von Seeigeln basiert. Die Kon-
struktion ist gleichzeitig steif und
leicht. Darin gibt es eine Dauer-
ausstellung in innovativer Form
zum Thema „Holzbau“ in der zum
Beispiel die Konstruktion des Pavil-
lons erläutert wird. Kinder können
dort selbst mit Holz bauen.
An Holzstelen können Besucher
alle einheimischen Baumarten
kennenlernen. Und im Wald-Seil-
garten wurden aus Holz geschnit-
tene Silhouetten heimischer Wald-
tiere versteckt.
Jedes Wochenende Termine
in der „Mensch-Wald-Arena“
Unterhalb des Seilgartens wurde
im oberen Taubental die „Mensch-
Wald-Arena“ errichtet. In einem
Halbkreis aus Felsblöcken können
Zuschauer jedes Wochenende
Veranstaltungen verfolgen, wobei
die eigentliche Bühne der Wald ist.
Direkt nebenan zeigen lebensgro-
ße Figuren, wie Forstwirtschaft
betrieben wird. Dort beginnt auch
der von 20 auf 30 Stationen ge-
wachsene und ertüchtigte Wald-
lehrpfad „Naturatum“.
Eine witzige Idee wurde unter
dem Titel „Waldfrüchtchen“ um-
Es ist schon Tradition, dass sich der
Landesbetrieb „Forst BW“ stark
bei Landesgartenschauen ein-
bringt. Was allerdings in Schwä-
bisch Gmünd in Zusammenarbeit
mit dem Landkreis, der Stadt und
der LGS GmbH entstanden ist,
dürfte Seinesgleichen suchen.
Freilich hat auch nicht jede Stadt
das Glück, dass zwei einen Kilo-
meter voneinander entfernt lie-
gende Gartenschau-Schwerpunk-
te ausgerechnet durch einen Wald
miteinander verbunden sind.
Und es gab weitere Glücksfälle,
wie Wolf Noack vom Forstdezer-
nat des Landratsamts erklärt: „Wir
wollten eine temporäre Seilbahn
durch die Wipfel bauen. Dann
kam die „Epia“ und errichtete ei-
nen dauerhaften Wald-Seilgarten
mit zehn verschiedenen Par-
cours.“
Unter dem Motto „Mensch –
Wald“ versucht der Forst, unmit-
telbare Bezüge zwischen den Be-
suchern und dem Wald herzustel-
len. Alle Stationen wurden zwar
extra zur Gartenschau angelegt
oder erneuert, sind aber auf Dauer
konzipiert. Dass ein Forstpavillon
auf einer Landesgartenschau eine
innovative Holzkonstruktion sein
sollte, gilt schon lange. Für
Gmünd stießen die Verantwortli-
43
FORST UND WALD
wald  forst
 Ein beeindru-
ckendes Stück
Holztechnik ist der
Forstpavillon im
Himmelsgarten.
Foto: edk
 Wolf Noack,
„Mister Gartenschau“
von Forst BW an der
Kugelbahn (oben).
Für Kinder gibt es
im Wald mehrere
Holzkonstruktionen.
Fotos: ml
Der Himmel wird
in Gmünd gestürmt
Schwäbisch Gmünd hat mit dem Himmelsstürmer
das zu Beginn Undenkbare möglich gemacht
Nachdem der Stuttgarter Fernseh-
turm aufgrund des Brandschutzes
gesperrt wurde, standen eine gan-
ze Reihe von Bauprojekten auf
dem Prüfstand – auch der Him-
melsstürmer. Das Brandschutzkon-
zept musste komplett überarbeitet
werden, bis endlich die Baugeneh-
migung erteilt wurde. Daraus re-
sultierte auch der drei Meter hohe
Betonsockel auf dem der Turm
thront.
Als der Turm schließlich im März
aufgebaut wurde, konnte man
glauben, die Landesgartenschau
hätte schon begonnen. Von Nah
und Fern kamen unzählig Men-
schen in den Himmelsgarten, um
bei der Errichtung dabei sein zu
können.
In einem Rekordtempo von weni-
gen Tagen, präsentierte sich der
Aussichsturm in seiner vollen Grö-
ße und brachte so manchen zum
Staunen. Funk und Fernsehen ka-
men vorbei nur um über das Werk
zu berichten. Sofort konnte man
auch erkennen, weshalb die Spie-
gel angebracht wurden. Diese füh-
ren nämlich zu der Täuschung,
dass es aussieht als würde sich der
Turm in den Himmel auflösen. Ein
zukunftsweisender Effekt, auch
für die Industrie und Forschung.
Auch in der Nacht ist er ein Hingu-
cker. Hell erleuchtet ist der Him-
melsstürmer auch in den späten
Abendstunden schon von weitem
zu erkennen. hs
Dies ist auch dem Freundeskreis
Himmelsstürmer zu verdanken,
der sich mit großem Engagement
für die Realisierung des Turmes
eingesetzt hat. Dieser mobilisierte
die Bürger Partner des Himmels-
stümers zu werden. Ein Großteil
der Finanzierung sollte nämlich
durch Spenden aus dem „Ver-
kauf“ der Stufen und Spiegel ge-
deckt werden. Ein großer Andrang
entstand und die Nachfrage sich
im Aussichtsturm zu verewigen
war gigantisch. Insgesamt kam bei
der Aktion eine stolze Summe von
etwa 180 000 Euro zusammen.
Auch die Helling-Aktion im Juli
letzten Jahres steigerte die Vor-
freude auf den Holzturm. Ein an
einem Helling-Mobilkran ange-
brachter Ballonkorb hob die Gäste
etwa 38 Meter in die Höhe. Direkt
an die Stelle wo der Himmelsstür-
mer seinen höchsten Punkt haben
wird. Mehrere Minuten konnte
man die dortige Aussicht genie-
ßen.
Für die Umsetzung zeigte sich die
Holzbaufirma Schlosser verant-
wortlich, die die 14 Bauelemente
in ihrer Werkhalle in Jagstzell an-
fertigte. So wurde gewährleistet,
dass die Errichtung des Turmes nur
wenige Tage dauern würde. Doch
wie bei jedem ungewöhnlichen
Projekt, stieß auch der Himmels-
stürmer auf den ein oder anderen
Gegenwind – die trotz allem nicht
zum Umsturz des Turmes führten.
Was im alten Babel nicht funktio-
nieren wollte, hat man in Schwä-
bisch Gmünd mit einem fast ähnli-
chen Vorhaben geschafft.
Eines der ambitioniertesten Pro-
jekte in der ältesten Stauferstadt.
Ein Projekt, das ohne die Beteili-
gung der Gmünder Bürger nie-
mals möglich gewesen wäre. Der
Himmelsstürmer im Landschafts-
park bei Wetzgau.
Schon von weitem erkennt man
ihn aus allen möglichen Stand-
punkten in Schwäbisch Gmünd.
In den Anfangsplänen der Landes-
gartenschau noch gar nicht vorge-
sehen, wurde aus dem anfängli-
chen Traum ein Projekt, dass in Sa-
chen Engagement und Bürgerver-
bundenheit seinesgleichen sucht.
Knapp 40 Meter erstreckt sich das
hölzerne Bauwerk in die Höhe und
bietet einen einzigartigen Blick
über das Landesgartenschauge-
lände, die Gmünder Innenstadt
und die Dreikaiserberge. An ganz
besonderen Tagen, wenn das Wet-
ter mitspielt, soll man sogar die Al-
pen erkennen können.
Bei einer Gesamthöhe von 38,60
Metern, 179 Kubikmeter Sperr-
holz, 209 Stufen und etwa 1300
Spiegeln lässt sich erahnen, dass
es sich um einen Aussichtsturm
handelt, den es so in der Form
noch nicht gegeben hat. Verbun-
den mit einer Spendenaktion de-
ren grandioser Zuspruch so nicht
zu erwarten war.
44
DER HIMMELSSTÜRMER
 Der Himmelsstürmer
wurde im Rahmen einer
großen bürgerschaftlichen
Spendenaktion realisiert.
Siegfried Lautner (rechts) ist
Motor des Himmelsstürmer-
Freundeskreises.
Fotos: hs
 Josef Schlosser mit seinem
Team von der gleichnamigen
Holzbaufirma wurde zum Star
des ehrgeizigen und erfolgrei-
chen Projekts Himmelsstürmer.
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46
HANDEL UND GEWERBE
HandelundGewerbe
wollen die
Chance nutzen
Der HGV hat sich durch den Umbau der Stadt Gmünd
neu positionieren können
Die Eröffnung der Landesgartenschau soll auch für die Geschäfte
im Gmünder Handels- und Gewerbeverein ein neuer Startschuss
sein. Die Rahmenbedingungen für Gmünds Innenstadt sind völlig
neu gesetzt worden: Die Fertigstellung des B-29-Tunnels hat sich
besser ausgewirkt auf das Verkehrs- und Einkaufsverhalten in der
Innenstadt als je gedacht, der Stadtumbau in Verbindung mit der
Landesgartenschau macht die Besucher neugierig und wird als Pu-
blikumsmagnet wirken.
Gmünds Innenstadt mit Einzelhändlern und Gastronomen bietet in
den nächsten Monaten vielfältige Chancen für sich als Gemein-
schaft, aber auch für jeden Einzelnen im Sinne eines einzigartigen
Einkaufs- und Genusserlebnisses zu punkten.
Bislang gibt es keine Erfahrungs-
werte, wie sich die Verbindung
von mittelalterlicher Stadtkulisse
mit dem bunten Grün einer Lan-
desgartenschau im „Erdenreich“
auf die Umsätze von Händlern
und Gastronomen auswirken
wird. Der hohe Anteil bereits ab-
gesetzter Dauerkarten deutet je-
doch an, dass ein Umsatzsprung
jenseits der 10 Prozent für 2014
realisierbar sein kann. Ist aber für
den Fortbestand der Geschäfte
auch von großer Wichtigkeit,
denn die Baumaßnahmen in der
Gmünder Innenstadt in den ver-
gangenen Jahren haben viele aus-
wärtige Kunden abgehalten. Die
Umsätze waren rückläufig. Entscheidender für alle wird jedoch
sein, die potenziellen Umsatzsteigerungen auch für die folgenden
Jahre zu konservieren bzw. stetig auszubauen. Die Kunden sollen
nicht nur in dieser „Landesgartenschau-Zeit“ nach Gmünd kom-
men, sondern in dieser Zeit erkennen, dass es sich lohnt, in Gmünd
einzukaufen. Mit ihrer Schaufensterfunktion bietet die Landesgar-
tenschau genau diese Möglichkeiten: Die auswärtigen Gäste beim
Erstbesuch zu überzeugen, wiederzukommen und weitere Besu-
cher zu animieren, diese Innenstadt mit Wohlfühlathmosphäre
auch bei Veranstaltungen wie Pferdemarkt, Lange Einkaufsnacht
oder anderen Gelegenheiten in 2015 und darüber hinaus zu besu-
chen.
Der HGV will sich mit dem Fremdenverkehrsverein Pro Gmünd ge-
meinsam ins Zeug legen, dass die Chancen für Händler und Gastro-
nomen auch tatsächlich genutzt werden können. Die Basis ist ge-
schaffen – aber von alleine kommt gar nichts. Dran bleiben.
„We love GD“ – so soll es in der
ganzen Gmünder Innenstadt wäh-
rend der Landesgartenschau hervor-
gehoben werden. Auch auf tausend
T-Shirts oder vielen Liegestühlen.
Pluspunkte für alle
Wie steht der Einzelhandel in Gmünd im Landesvergleich da?
Das wollten wir von Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführe-
rin des Handelsverbands Baden-Württemberg wissen.
Rund 50 Millionen Kundenkontakte zählt der Einzelhandel
bundesweit – und das jeden Tag. Der Einkauf in einem Ge-
schäft gehört für jeden von uns zum Alltag. Nah dran sein,
die Wünsche jedes einzelnen Kunden jeden Tag erfüllen,
den Stadtbummel zu einem Erlebnis machen: dafür stehen
allein in Baden-Württemberg fast 40 000 Unternehmen und
500 000 Mitarbeiter.
Mittendrin: Schwäbisch Gmünd als weit über die Region
hinaus bekannte und beliebte Einkaufsstadt mit einer hohen
Dichte mittelständischer, erfolgreich geführter Geschäfte.
Gerade die letzten Jahre mit Großbaustelle, permanenten
Verkehrsbehinderungen und der wachsenden Online-Kon-
kurrenz haben gezeigt: Die Gmünder Einzelhandelsbetriebe
sind eine starke Gemeinschaft und verwurzelt in der Region.
Sie sorgen nicht nur für eine zuverlässige Warenversorgung
in allen Lebensbereichen des Konsums, sondern sind Orte der
Kommunikation und der Inspiration. Die kompetente Bera-
tung, das Erleben und Fühlen der Ware, das persönliche Ge-
spräch – nicht nur beim Kauf, sondern selbst im Reklamati-
onsfall: Das sind und bleiben die Pluspunkte für die Kunden
im stationären Handel.
Dass die Kunden die Fachgeschäfte in Gmünd schätzen, hat
unlängst wieder eine Umfrage bestätigt. Für die Erreichbar-
keit der Geschäfte ist nun wieder gesorgt.
Und die Geschäfte sind ein wichtiger Wirtschaftsfak-
tor in der Stadt Schwäbisch Gmünd. Sie bieten Ar-
beits- und Ausbildungsplätze, investieren in eine
attraktive Innenstadt, engagieren sich für
ihre Re- gion und deren Bürger. Das wer-
den auch die vielen tausend Be-
sucher der Landesgartenschau
erleben. Deshalb lade ich Sie,
die Einwohner ebenso wie die
Besucher der Landesgarten-
schau 2014,
herzlich ein,
den Einzelhan-
del vor Ort jeden
Tag neu zu entde-
cken.
handel  gewerbe
47
HANDEL UND GEWERBE
Aus “I love GD“ wird
nun “We love GD“
Der Gmünder Einzelhandel setzt auf seine Aktionen
und will die Gartenschau als Schaufenster nutzen
verkaufsoffenem Sonntag und
schließlich am 6. Dezember die
lange Einkaufsnacht mit dem
Weihnachtsmarkt.
Trotzdem haben die Geschäfte
noch mit Problemen zu kämpfen.
Nicht nur dass die Landesgarten-
schau – einst konzipiert als grünes
Band – sich im Laufe der Planun-
gen richtig „ausgedehnt“ hat und
sich nun nicht mehr alleine in der
Kernstadt abspielt, sondern auch
die Entfernung zwischen den ein-
zelnen Quartieren ist manchem
Kunden einfach zu groß.
Während der Landesgartenschau
will man den Kunden den „Natur-
stromer“ als Verbindungs- und
Transportmöglichkeit anbieten.
Weil sich die Situation nach der
Gartenschau aber nicht verändern
wird, strebt man jetzt bereits an,
den Naturstromer über die Gar-
tenschau hinaus fest in der Innen-
stadt zu installieren.
Der Handels- und Gewerbeverein
hat etwa 150 Mitglieder. Doch die
Geschäfte sind ganz unterschied-
lich strukturiert. Seit Jahren ver-
sucht der Vorstand, dass man sich
auf eine einheitliche Öffnungszeit
der Läden verständigt. Vielleicht
gibt es wenigstens während der
Landesgartenschau eine „Annä-
herung“. Für die Nichtmitglieder
im HGV könnte dies nach Mei-
nung von Dr. Morawitz ja auch
eine Anregung sein.
Der Vorstand des HGV brachte in
den vergangenen Monaten mehr-
mals seine Meinung zum geplan-
ten Turbokreisel an der Baldung-
kreuzung zum Ausdruck. Die Fra-
ge war ja ursprünglich: Ampellö-
sung wie bisher, oder Kreisel. Für
letzteres hatte sich der Gemeinde-
rat entschieden. Doch nach Fertig-
stellung des Tunnels war diese
Kreuzung plötzlich kein neuralgi-
scher Punkt mehr, so dass man
nun damit zufrieden ist, dass we-
nigstens während der Landesgar-
tenschau dort nicht gebaut wird.
den unterbreiten zu können. Nicht
nur in der Ledergasse sei viel pas-
siert, auch im Bereich der Hinteren
Schmiedgasse habe sich einiges
getan. Der Marktplatz könne sich
genauso sehen lassen wie andere
Einkaufsquartiere, zum Beispiel
Bocksgasse oder Mühlbergle. Nur:
Wichtig sei, dass diese Flächen
jetzt auch „bespielt“ werden.
Dazu sei die Gastronomie aufge-
fordert, die Konzepte entwickeln
müssen, dass die Kunden sich
wohlfühlen. Nach dem Einkaufen
ins Straßencafé sitzen, dort schnell
mal ein Eis essen oder aber auch
richtig den Appetit stillen. Doch
auch hier ist Morawitz zuversicht-
lich: Die Gastronomie ist dazu be-
reit!
Alle lieben Gmünd!
Während der Zeit der Landesgar-
tenschau wollen sich die Geschäf-
te des HGV deutlich positionieren.
Die Innenstadt wird mit Bannern
geschmückt, die nicht neu erfun-
den werden mussten, sondern an
frühere Aktionen anknüpfen. Aus
„I love GD“ wurde ganz einfach
„We love GD“. Eine geschäftspo-
litisch neutrale Aussage, die die
Firmen nutzen sollen und damit
ein einheitliches Bild abgeben.
Das „We love GD“ soll auf T-Shirts
zu lesen sein, Liegestühle sollen
vor den Geschäften zum Ausru-
hen stehen, auf Plakaten findet
man das „We love GD“ und na-
türlich finden die großen Events
wie in den Vorjahren statt.
Der erste verkaufsoffene Sonntag
anlässlich des Pferdemarkts war
quasi ein „Vorbote“ Anfang April,
am 18. Mai gibt es einen extra ver-
kaufsoffenen Sonntag zur Landes-
gartenschau; am 28. Juni die lan-
ge Einkaufsnacht anlässlich der
Gmünder Schmucktage, am 19.
Oktober den Kirchweihmarkt mit
Böse Zungen hatten einmal be-
hauptet, wenn der B-29-Tunnel
durch Gmünd hindurch fertig ist,
kommt gar niemand mehr nach
Gmünd. Dann fahren alle an
Gmünd vorbei. Also: Tunnel –
Fluch oder Segen? Vorstand Dr.
Christoph Morawitz vom Handels-
und Gewerbeverein Gmünd hat
da eine klare Antwort: Segen! Al-
lerdings fügt er gleich hinzu: „Der
Tunnel alleine hätte Gmünd jetzt
nicht viel gebracht. Die Landesgar-
tenschau rückt Gmünd in den Mit-
telpunkt. Die Stadt wird überall
bekannt und durch die Landesgar-
tenschau bieten sich der Stadt,
und damit auch dem Handel, viele
Möglichkeiten.“
Der Einzelhandel hat in den ver-
gangenen Jahren unter den lang-
wierigen Baumaßnahmen – der
Tunnel war dabei noch am we-
nigsten schuld – gewaltig gelitten
und hohe Umsatzeinbußen zu ver-
zeichnen gehabt. Und Morawitz
sagt ganz offen, dass sich der Ein-
zelhandel in einer prekären Situa-
tion befindet. Zum einen muss er
jetzt ganz schnell wieder die Kun-
den nach Gmünd holen, zum an-
deren kämpfen immer mehr Ge-
schäfte gegen die Konkurrenz im
Internet. Nicht nur durch die Preis-
gestaltung, sondern ganz einfach,
weil es für viele „bequemer“ ist.
Das Angebot in Gmünd
kann sich sehen lassen
Noch haben die Geschäfte in
Gmünd eine gute Grundlage,
denn durch neu hinzugekomme-
ne Geschäfte, oder solche, die
noch kommen werden (wie zum
Beispiel der Modepark Röther) ist
die Stadt als Einkaufsstadt attrak-
tiver geworden. Während nach
Ansicht von Dr. Morawitz die
Nachbarstadt Aalen mit der An-
häufung von Geschäften den Bo-
gen überspannt habe, fehlt
Gmünd nicht mehr viel, um ein
optimales Angebot für alle Kun-
 HGV-Vorsitzender
Dr. Morawitz, hauptberuflich
Direktor bei der Kreissparkasse,
blickt aus seinem Fenster.
Im Hintergrund das Münster,
vorne der Josefsbach.
Lange Wege
kurze Ziele
Als Wirtschaftsbeauf-
tragter der Stadt
Gmünd hat Alexander
Groll im Moment „viele
Baustellen“. Doch mit
dem Zauberwort Lan-
desgartenschau wird
ihm manches auch viel
einfacher gemacht. So
stehen derzeit in
Gmünd in sogenannten
1a- oder 1b-Lagen so
gut wie keine Geschäf-
te leer. Aber auch Groll
erkennt die Problema-
tik, die „lange Einkaufs-
wege“ mit sich bringen.
Die Fläche, auf denen
die Geschäfte in der In-
nenstadt verteilt sind,
ist im Vergleich mit der
Nachbarstadt Aalen
viermal größer. Deswe-
gen will sich Groll dafür
einsetzen, dass der „Na-
turstromer“ auch nach
der Landesgartenschau
fahren wird. Mit dem
Bau des Modepark Röt-
her auf dem ehemali-
gen Schlachthofareal
wird auf die Stadt die
nächste größere Aufga-
be zukommen: Die An-
bindung des Röther-
Areals an die Schmied-
gasse, Marktplatz und
Ledergasse. Denn Röt-
her soll in Gmünd ja
auch ein Zugpferd wer-
den – für die anderen
Einzelhandelsgeschäf-
te. Untersuchungen ha-
ben ergeben, dass der
Kunde maximal 400
Meter laufen will.
48
DIE GASTRONOMIE
Die Gmünder
Gastronomie –
modern und einladend
Vor allem bei Straßencafés und Biergärten hat sich viel verändert
Umfang. Der Name Josefle dürfte von
Franz Josef Aich herstammen, der ab
1836 die Wirtschaft betrieb – sie blieb
bis in das zwanzigste Jahrhundert hinein
im Besitz der Familie Aich. 1970 erwarb
Dino de Pellegrin das Gebäude und eine
Nutzungsänderung nach der anderen
sollte eine Besserung am herunterge-
wirtschafteten Gebäude bringen. Nichts
half, und so wurde das Gebäude vor
acht Jahren teilweise abgerissen und neu
aufgebaut. Heute beherbergt es eine
moderne Gastronomie einer Kette aus
dem Stuttgarter Raum – das Wahrzei-
chen, der hölzerne „St. Josef“ schmückt
immer noch die Fassade.
1873 erwirbt der Bierbrauer Domenikus
Kränzle das Anwesen in der Rinderba-
cher Gasse 7. Zehn Jahre später verkauft
er es an Friedrich Abele, der im linken
Gebäudeteil die Wirtschaft Zur Kanne
errichtet. Eine wechselhafte Belegung
des Hauses und der Wirtschaft war prä-
gend. In den vergangenen Jahrzehnten
war das Lokal vornehmlich in italieni-
scher Hand. Verabredet man sich heute
jedoch in der „Trattoria“ zum gemütli-
chen Abendessen, dann spricht man
nach wie vor noch von der „Kanne“.
Das Rokoko-Schlössle im Stadtgarten –
ohne Zweifel ist das 1780 erbaute Lust-
haus immer noch ein Mittelpunkt gesell-
schaftlichen Gmünder Lebens. Zahlrei-
che Brautpaare und die Gmünder Alters-
genossen lassen sich vor dieser Kulisse
fotografieren. Walter Klein in seinem
Buch „Johann Michael Keller, ein Gmün-
der Baumeister des Barocks“: „Die Perle
unter den zahlreichen Gmünder Werken
Kellers ist das kleine Lusthaus, welches
der Bürgermeister Georg Franz Stahl von
Pfeilhalde seiner Frau Veronika erstellen
ließ.“ Im Erdgeschoss befand sich ur-
sprünglich der Gartensaal, heute Gast-
raum. Der prächtige Saal im ersten Ober-
geschoss ist beinahe unverändert und
dient heute als besonderer Rahmen für
Familienfeste und Veranstaltungen.smm
weise der Falken in der Waldstetter Gas-
se ursprünglich ein Wohnhaus. 1780
war es im Besitz des Uhrmachers Anton
Seybold. 1846 richtete der Metzgermeis-
ter Alois Schmid eine Metzgerei ein.
Matthäus Burr begründete um 1870 die
Tradition des „Falken“. 1872 wird er als
Schankwirt und Gastgeber zum „Fal-
ken“ bezeichnet. Im „Falken“ mundet
es den Gästen auch heute noch. Seit
2007 kümmern sich Elke und Heide, wie
sie kurz von allen Besuchern genannt
werden, um das Wohlergehen der
Kundschaft. Angeboten wird werktags
ein wechselndes Tagesessen – und das
ist fast immer ausverkauft. Kaum ein an-
deres Lokal in Gmünd hat sich gegen alle
Zeitströmungen seine Originalität so er-
halten können, wie der Hasen in der
Waldstetter Gasse 2. Keine modernen
Umbauten, keine raffinierte zeitgenössi-
sche Küche – und trotzdem beliebt,
könnte man den „Hasen“ beschreiben,
der seit 1951 von Friedrich Gesells Töch-
tern, Anne und Trudel (eigentlich nur als
Tschako und Peter bekannt), geführt
wird. Den Besucher erwartet eine ganz
gewöhnliche Wirtschaft, aber die Wirtin-
nen und das Publikum sind mit Sicher-
heit einmalig. Einst der „Goldene
Löwe“, 1625 im Besitz von Veit Riedle,
gelangte die Wirtschaft durch Einheirat
an Johannes Haas, der sie um 1745
gründlich umbaute. Als Krönung der
Umbauarbeiten schuf man das Barock-
portal mit zwei springen-
den Löwen und dem
Familienwappen des
Besitzers: Ein Hase.
1809 erwirbt der Metz-
ger Michael Aich das Ge-
bäude am Marktplatz 15
und führt größere Umbauten
durch. Er betreibt darin zu-
nächst eine Metz-
gerei – 1823 mit
einer Speisewirt-
schaft in kleinerem
Die Gmünder Gastronomie kann sich se-
hen lassen. Eine sichtbare Zäsur am Ge-
samterscheinungsbild der Betriebe – ins-
besondere was die Außenbewirtschaf-
tungen angeht – gab es nach der Amts-
übernahme durch Oberbürgermeister
Richard Arnold im Juli 2009. Zahlreiche
Straßencafés und Biergärten kamen
dazu, wurden erweitert oder waren in
der Lage, durch vereinfachte Auflagen,
ihr Erscheinungsbild positiv zu verän-
dern.
Und jetzt raten Sie mal, wie viele Gastro-
nomiebetriebe beim Ordnungsamt
Schwäbisch Gmünd eine Gestattung
eingetragen haben. Nach einer von uns
bereinigten Liste sind es stolze 247 –
kleinere Imbissbuden mit eingerechnet.
An dieser Stelle eine Auflistung zu veröf-
fentlichen, wäre also wenig sinnvoll. Tat-
sache ist, dass allein die Gmünder Innen-
stadt eine enorme kulinarische Vielfalt
zu bieten hat.
Und viele der Gmünder Gasthäuser
können auf eine lange, lange Ge-
schichte zurückblicken. Wir wollen
einige wenige der bekann-
testen „alten“ Gasthäu-
ser im In- nen-
stadtbe-
reich
vorstel-
len.
So war
bei-
spiels-
gastronomie
 In die dritte Saison startet
der Biergarten am Zeiselberg
im Jahr 2014. Eine herrliche
Sicht über Gmünd bietet sich
den Besuchern.
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Gmünder Stadtbild ist geprägt von alteingesessenen
Gasthäusern mit ereignisreichen Geschichten
senhaus und ab 1823 Gefängnis.
Im Dritten Reich diente es als Vor-
tragsraum, ab 1950 teilweise ver-
mietet als Lager- und Geräteraum
mit Wohnungen im ersten Stock.
1979 entschloss sich der Gemein-
derat, das Gebäude gründlich um-
zubauen und am 17. Juli eröffnete
das Restaurant zur Fuggerei seine
Pforten. Am 10. September 1985
brannte das Gebäude bis auf die
Grundmauern nieder, gut ein Jahr
später war der Wiederaufbau ab-
geschlossen und unter der Regie
von Alfred und Erika Bofinger er-
öffnete die Fuggerei 1987 wieder.
Seit Kurzem kümmert sich das
Ehepaar Krietsch mit ihrem Fugge-
rei-Team um das Wohl der Gäste.
Quelle: Alte Gmünder Gasthaus-
herrlichkeit, Band I und II, von
Theo Zanek. smm
dem Ausbleiben des Viehmarktes
am Kalten Markt wurde es ruhiger
im „Drei König“. Nach dem Tod
von Heinrich Schuldt führte die
Witwe bis 1956 die Wirtschaft,
nach deren Tod übernahm Fried-
rich Schuldt die Gaststätte. Ab
1978 ging nach dem Tod des Wir-
tes das Gasthaus an die Witwe
über. Seit 1984 leitet die Tochter
nach dem Tod der Mutter das
„Drei König“.
Erste Erwähnung 1383
Die erste gesicherte urkundliche
Erwähnung der Fuggerei in der
Münstergasse 2 erfolgte am 28.
Februar 1383. 1601 bis 1616 war
das Gebäude Besitz von Anton
Fugger, dessen Totenschild im
Münster hängt. 1652 wird das
Haus zum ersten Mal mit seinem
Eigennamen „Fuckerey“ erwähnt.
1636 soll das Gebäude sogar Kai-
ser Ferdinand als Quartier gedient
haben.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg
entsprach das Haus
nicht mehr den neu-
en Ansprüchen von
Renaissance und
Barock. Die Nutzun-
gen wechselten:
Gewehrfabrik, Ar-
beitshaus für gefal-
lene Mädchen, Wai-
Nr. 887 trug, hinter dem Friedhof,
der die Johanniskirche auf der
West- und Nordseite umgab. Kel-
ler und Teile des Dachs wurden im
Zuge der Inventarisierung der
Kunstdenkmale in Gmünd auf
1308/09 beziehungsweise 1397/
98 datiert. 1814 erwirbt Seiler Ja-
kob Herlikofer das Haus, dessen
Zustand vom Chronisten Domini-
kus Debler als ein Haus der ältes-
ten Bauart, ein Haus zum Einrei-
ßen, geschildert wird. Herlikofer
baut das Haus mit großem Kosten-
aufwand um. Es erhält im Wesent-
lichen die heutige Kubatur.
Mehrere Geschäfte befanden sich
in dem Haus, unter anderem eine
Buchhandlung, eine Bank und ein
Modehaus. Aus dem Elektrohaus
Blumer wurde 1956 das Café Mar-
grit – Konditormeister Alfred Ku-
cher erwarb das stattliche Haus
und baute im Erdgeschoss das
Café ein. Im Mai 1965 übernimmt
die bekannte Gastronomenfamilie
Rota das Café Margrit. Auch heute
noch sorgt die Familie Rota mit
Sergio und seiner Mutter Toni für
das gastronomische Wohl der
Gäste.
Das Haus am Kalten Markt 42 be-
herbergte im 18. Jahrhundert ver-
schiedene Hafner. Erst als Anton
Ritz aus Rottenburg das Haus um
1856 erwarb, begann die Ge-
schichte des „Drei König“.
1907 erwarb Metzgermeister
Heinrich Schuldt das Anwesen,
der von 1905 bis 1907 die da-
malige Metzgerei Kränzle in der
Kappelgasse leitete. Er gab die
Brauerei auf und spezialisierte sich
auf Most. Harte Arbeit, reelle
Ware, ein herzlicher Um-
gangston und die günsti-
ge Lage brachten die
Wirtschaft empor. Mit
Eigentümerin des Gebäudes Bocks-
gasse 14 – dem heutigen „Café
am Palais“, heute noch besser be-
kannt als Café Greiner – war 1783
Ursula Trenck in Augsburg. 1834
wurde das Haus von Kaufmann
Franz Josef Wanner erworben, der
sich und seine Frau, eine geb. Kil-
linger, im Schlussstein des alten
Türgewändes mit K 1834 W ver-
ewigte. Am 20. Oktober 1876 er-
öffnete der Konditormeister F.
Greiner, nachdem er das Gebäude
erworben hatte, eine Konditorei
verbunden mit einer „Specerei“.
Das Angebot reichte über alle Ar-
ten von Kuchen und Backwerk bis
zu einem umfangreichen Spirituo-
senlager. Eugen Greiner, Sohn des
Gründers, übernahm die Geschäf-
te 1908 und konnte drei Jahre
später ein modernes Café anglie-
dern. Im Mai 1939 brannte das
Café durch einen Kurzschluss aus.
Rolf Greiner, ab 1965 der Inhaber,
schloss 1970 die „Conditorei und
Specerei“ und baute das Erdge-
schoss zu einem Arcadencafé aus.
Im ersten Obergeschoss entstand
eine Küche, Sohn Eberhard, als de-
signierter Nachfolger und Koch, ist
bereits im Betrieb tätig. Das re-
nommierte Café kann, wie nur
ganz wenige Gastronomiebetrie-
be in Gmünd, eine über einhun-
dertjährige Geschichte vorweisen,
in der Haus und Gewerbe im Fami-
lienbesitz waren.
Sehr ansehnlich
Sehr ansehnlich präsentiert sich
das Haus Johannisplatz Nummer
10 – das heutige Café Margrit –
von der Bocksgasse aus gesehen,
ein wichtiger Bestandteil der Jo-
hannisplatz-Anlage. Einst stand
das ehemalige Krämerzunfthaus,
das die Bezeichnung Baad Mauren
50
DIE GASTRONOMIE
gastronomie
Blühende Aussichten!
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Zentraler
Bestandteil
Das CongressCentrum Stadtgarten und seine
Gastronomie im Mittelpunkt der Gartenschau
am Josefsbach gelegenen alten
Torhaus (frühere Taxizentrale) ein
Eiscafé.
Neben der Blumenhalle bei der
dortigen Stadtgarten-Außenbüh-
ne gibt es einen kleinen Kiosk für
die Veranstaltungs-Bewirtung
hauptsächlich mit Getränken.
Auch für die Bewirtschaftung des
„Himmelsgartens“ in Wetzgau
hat Polster den Zuschlag der Stadt
erhalten. Hier gibt es fünf gastro-
nomische Standorte. Das Haupt-
Bewirtungszelt bietet innen und
außen 450 Besuchern Platz. Hier
wird eine Vollversorgung geboten
– vom Frühstück über ein schwäbi-
sches Mittagessen bis zu einem
besonderen Gericht, das mit der
benachbarten Weleda kreiert
wird. Die Karte soll immer wieder
wechseln, damit es einem auch
beim zehnten Besuch nicht lang-
weilig wird.
Außergewöhnlich, weil ziemlich
rustikal darf es im „Kuhstall“ zu-
gehen. Hier gibt es auf 100 Plät-
zen Deftiges wie Hähnchen oder
Haxe. Auf „grüner Küche“ liegt
der Schwerpunkt im neu errichte-
ten „Gewächshaus“ beim Schön-
blick. Auch hier finden 100 Besu-
cher Platz. Die drei genannten Res-
taurants funktionieren mit Selbst-
bedienung.
Im Innenhof der Weleda betreibt
Polster ein Café mit Bedienung.
Neben der Hauptbühne sorgt ein
Kiosk für die Getränkeversorgung
während Konzerten und anderen
Programmen.
Eisstände hier und da sollen nicht
nur an schönen Tagen süße Gau-
men befriedigen. ml
Im großen Foyer findet man eine
„Blackbox Gold und Silber“, in der
diese für Gmünd so wichtige
Handwerkskunst präsentiert wird.
Unter anderem ist eine vierwöchi-
ge „offene Werkstatt“ vorgese-
hen.
Zentraler Bestandteil jeder Garten-
schau ist die Blumenhalle. Für sie
wurde dem CongressCentrum ei-
gens ein Anbau spendiert, der
nach der LGS die Kongress-Quali-
tät des CCS erhöhen wird, wie
Stadtgarten-Manager Wolfram
Hub erläutert. In der Blumenhalle
zeigen Floristen in der alle vier Wo-
chen wechselnden Ausstellungen
die Schönheiten ihres Berufs.
Im großen Saal finden Veranstal-
tungen wie der Deutsche Imker-
kongress oder eine Tagung des
Landessportbundes statt. Ein Hö-
hepunkt ohne Zweifel das Konzert
von Chris de Burgh, das wegen
der Wettersicherheit im Stadtgar-
ten stattfindet. Auch die Traditi-
onstermine wie Abschlussbälle
und Altersgenossen-Festabende
haben trotz Gartenschau-Pro-
gramms ihren Platz.
Natürlich spielt die Gastronomie
eine große Rolle. Stadtgarten-Res-
taurant und Schlössle öffnen
gleichzeitig mit der Gartenschau
ihre Pforten, freut sich Gastrono-
mie-Leiter Olaf Rose von
der Firma Polster Cate-
ring. Im Schlössle ist
schwäbische Küche
Trumpf, im Restaurant
geht man weiter in die me-
diterrane Richtung.
Zusätzlich betreibt seine Firma
während der LGS im schön
Ganz anders als sonst kommt in
den kommenden Monaten das
Gmünder CongressCentrum Stadt-
garten (CCS) daher. Es ist zentraler
Bestandteil der Landesgarten-
schau und nimmt wichtige Teile
der Großveranstaltung auf.
Zum Beispiel ist der Hans-Baldung-
Grien-Saal samt Foyer Dauer-
Standort des „Treffpunkts Baden-
Württemberg“, also der Vertre-
tung des Landes, seiner Ministe-
rien, Regierungspräsidien und Or-
ganisationen.
In zwölf Perioden hat das Land die
Schau eingeteilt und zeigt in dieser
Zeit 30 verschiedene Ausstellun-
gen. Parallel gibt es ein attraktives
Begleitprogramm zum Beispiel mit
Vorträgen und Workshops, be-
schreibt die Verantwortliche,
Charlotte Mischler.
Immer sonntags findet auf der
Bühne Kleinkunst oder Kinder-
theater statt. Es gibt den Natur-
sporttag des Kultursministeriums,
einen Greif- vogeltag, ein
Milchse- minar, eine Prä-
sentation des
Haupt- und
Landgestüts
Marbach und
Beiträge der
Landeszentra-
le für politische
Bildung.
52
CONGRESSCENTRUM STADTGARTEN
stadtgarten
 Das CCS mit dem
Erweiterungsbau
(oben), der
zunächst als Blumen-
halle dienen wird.
Foto: hs
 Das Congress
Centrum Stadtgarten
hat bei Bürgern und
Besuchern einen guten
Ruf. Fotos: hs
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VERANSTALTUNG DER REMS-ZEITUNG
Rems-Zeitung
an zwei Leseecken
immer präsent
Der Familientag mit
Entenrennen und Ju-
gendblaulichttag bil-
det den Auftakt einer
starken Präsenz der
Rems-Zeitung im Rah-
men der Landesgar-
tenschau. Die Gmün-
der Heimatzeitung
hat noch einige Über-
raschungen für Bür-
ger und Besucher auf
Lager. Vor allen Din-
gen werden wir an
zwei Flächen mit so-
genannten Leseecken
immer vor Ort sein:
Wenn dort gerade
keine Veranstaltung
ist, dann dürfen sich
Landesgartenschau-
besucher dort im Er-
denreich (Ecke Leder-
gasse/Josenbrücke,
Forum Gold und Sil-
ber) und im Himmels-
garten (direkt am
Wasserspielplatz und
Skypark) gerne nie-
derlassen, um sich bei
der Zeitungslektüre
zwischendurch auch
etwas Ruhe zu gön-
nen.
Die Rems-Zeitung ist
mittendrin und voll dabei
Gleich am 10. Mai großer Familien- und Jugendblaulichttag
mit Entenrennen im Remspark in Zusammenarbeit mit dem
Lions Club Limes-Ostalb
und interessante Schauübung sein,
bei der erstmals alle Gmünder Ju-
gendgruppen der Hilfsorganisatio-
nen gemeinsam demonstrieren
werden, was sie gelernt haben und
wie unterschiedliche Organisatio-
nen bei einem Schadensereignis
Hand in Hand zusammenarbeiten.
Rundherum haben die Landesgar-
tenschaubesucher im Remspark
eine prima Aussicht auf das Gesche-
hen.
Zum Auftakt ein
Prominentenrennen
Dort dürfen sich die Zuschauer auch
schon zuvor ab 13 Uhr einfinden,
wenn unter der gewohnt launigen
Moderation von Wolfgang Bieser
das Entenrennen gestartet wird.
Auftakt ist zunächst ein Prominen-
tenrennen, bei dem beispielsweise
der Waldstetter Bürgermeister Mi-
chael Rembold seinen Gmünder
Amtskollegen Richard Arnold he-
rausfordern wird. Rembold ist über-
zeugt, dass er mit seiner Wäschgöl-
ten-Erfahrung dem Gmünder Stadt-
oberhaupt haushoch überlegen ist.
Denn die Waldstetter sind berühmt
dafür, dass sie in ihrer Hochwasser-
Geschichte schon vielfach Wildwas-
ser-Meister mit ihren Wäschgölten
(Bade- und Wäschezubern) waren.
Warum also soll dies wohl beim En-
tenrennen anders sein? hs
Der Erlös kommt einem Inklusions-
projekt zugute: Der Lions Club Li-
mes-Ostalb finanziert einen Spiel-
platz mit speziellen Geräten, auf
und an denen sich Menschen mit
und ohne Behinderung begegnen
sollen. Der 10. Mai ist weltweit
auch Leo Lions Service Day: Welt-
weit rücken die Lions den Gedan-
ken des Helfens mit konkreten Pro-
jekten in den Blickpunkt.
Da passte es auch super ins Konzept
dieses Familientages auf der Lan-
desgartenschau, dass sich auf An-
hieb und mit großer Motivation und
Begeisterung auch alle Gmünder
Jugendblaulichtorganisationen als
Helfer und auch mit einem tollen
Programm anschlossen. Denn gera-
de dort werden die Jungen und
Mädchen ja ganz unmittelbar auf
das praktische und organisierte Hel-
fen vorbereitet. Mit Aktionen und
kleinen Ausstellungen werden ver-
treten sein: THW-Jugend, DLRG-Ju-
gend, Jugendfeuerwehr, MHD-Ju-
gend und die Bergwachtjugend
Schwäbisch Gmünd. Öffentliche
Premiere hat hierbei der Nachwuchs
der MHD-Such- und Rettungshun-
destaffel.
Starke Schau aller
Hilfsorganisationen
Höhepunkt dieses Jugendblaulicht-
tages wird gegen 15 Uhr eine große
Gleich in den ersten Tagen der Lan-
desgartenschau gibt es einen Ver-
anstaltungshöhepunkt, den die
Rems-Zeitung zusammen mit dem
Lions Club Limes-Ostalb, mit den
Jugendgruppen sämtlicher Gmün-
der Blaulichtorganisationen und der
Landesgartenschau GmbH auf die
Beine gestellt hat: Am Samstag, 10.
Mai, gibt’s den ganzen Tag über
jede Menge Spaß und spannende
Informationen im Erdenreich. Vor
allem der schöne neue Remspark
wird Schauplatz des großen Famili-
en- und Jugendblaulichttages sein.
Fröhlicher Höhepunkt ist zunächst
das 1. Gmünder Quietschentenren-
nen auf Rems und Josefsbach.
Spaß und Spannung für
die ganze Familie
Rems-Zeitung und Lions Club wa-
ren bereits im vergangenen Jahr
und gleichzeitig auf die Idee eines
solchen Entenrennens gekommen.
Folglich haben sich beide Partner
für diesen großen
Spaß für die gan-
ze Familie zu-
sammenge-
tan. Wir ha-
ben die Veran-
staltung auch
in den Dienst
einer guten
Sache gestellt:
schau.gmünd
Jede Woche topaktuelles Gartenschau- und Stadtmagazin der Rems-Zeitung
Das große und attraktive Geschenk an unsere Leser und an
die Gäste der Landesgartenschau heißt:
schau.gmünd. Speziell zur Landesgartenschau erscheint
jede Woche ein topaktuelles und unterhaltsames Wochen-
magazin mit vielen Informationen zu den Programmhöhe-
punkten auf der Landesgartenschau.
Dazu wird schau.gmünd auch auf Sehenswürdigkeiten und
Attraktionen im gesamten Stadtgeschehen aufmerksam
machen, um die Landesgartenschaubesucher auch in unse-
re schöne Innenstadt zu locken.
 Detlef Dieterich
und Kathrin
Bechstein vom
Lions Club
mit unseren
Rennenten.
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unsere kleinsten
Leser freuen sich
aufs große
Entenrennen.
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� Dienstags, donnerstags und jeden ersten
Samstag im Monat:
Fit im Park - Bewegung zwischen Himmel
und Erde
� Dienstags, 18 Uhr
(außerhalb den Schulferien):
Musikschulreihe - Konzertreihe der
Musikschulen der Region...
� Mittwochs: Literaturreihe „wortReich“
� Mittwochs, 18 Uhr: Ostalbvesper
� Donnerstags, 19 Uhr: Thursday Edition -
Bands aus der Region
� Donnerstags: Aktionen in der
Aktionshütte der LandFrauen
� Freitags und sonntags: Flugshow der
Stauferfalknerei Kloster Lorch
� Freitags und montags 11 und 14 Uhr:
Führungen Heilpflanzengarten Weleda
� Samstags, 13 Uhr: Bifora-Kinderprogramm
„Die Zeitreise“
� Samstags und sonntags:
Workshop für Kinder - Erlebniszentrum Weleda
� Sonn- und feiertags: Gottesdienst
� Samstags und sonntags: Aktionen im Wald in
der „Mensch!!Wald“- Arena
� Jeden ersten Samstag im Monat je von13
bis 16 Uhr: Offene Gärten in der Stadt
„Gartenschätze im Herzen der Stadt“
� Sonntags, 11 Uhr: Schaukochen der
Miniköche
� Regelmäßig: Kurse der VHS auf dem
LGS-Gelände
� Regelmäßig: Akkordeonorchester am AGV
Platz aus ganz Baden-Württemberg
� Regelmäßig: Showauftritte Steamboat Line-
dancer  Öffentliches Training Square Dance
� Regelmäßig: AOK Aktionstage
� Regelmäßig: Vorträge Naturkundeverein
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blühen auf! Präsentation und Mitmachaktionen
des Vereins für praktizierte Individualpsycholo-
gie e.V.
� Regelmäßig: Dialoge zwischen Himmel
und Erde am Kreuztisch
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Gmünd
steht Kopf
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Über 2000 Veranstaltungen – da
ist sicher für jeden das passende
dabei. Sei es Kultur, Konzerte ,
Theater, Comedy oder Party. Eines
ist garantiert: Langweilig wird es
auf der Landesgartenschau nie.
Ein kleiner Auszug der Höhepunkte
12. Juli: Tag der Obst- und
Gartenbauvereine
13. Juli: SWR Fernsehen live von
der Landesgartenschau
13. Juli und 21. September:
Konzert Musical Kids
18. Juli: Festival Europäische
Kirchenmusik Eröffnung
20. Juli und 31. August:
Ernst Mantel – HA KOMM!
24. Juli: Eure Mütter
„Bloß nicht menstruieren jetzt!“
25. und 26. Juli:
Sportgala des Sportkreis Ostalb
25. Juli: Rock the Gartenschau
27. Juli: Blaulichttag
[AUGUST]
1. August: SWR 4 – Tour de Ländle
2. August: Stadtwerke
Sommernachtsfest mit Feuerwerk
9. August: Square Dance Tag
24. August: Oldtimer Treffen
28. August: Eric Burdon  The Animals
30. August: SWR 1 lacht
[SEPTEMBER]
7. September:
Sehenswürdigkeiten aus dem Stauferland
10. September: Carolin Kebekus
18. September: Konzert der Jungen
Philharmonie Ostwürttemberg 
Jugendjazzensemble Neresheim
20. September: Weltkindertag mit Festival
der Kinderchöre und EnBW ODR Lichterfest
21. September: Tag der Bläserjugend
21. September: Galakonzert
Landespolizeiorchester
27.September. Down-Syndrom-Tag
28. September: Sparkassen Remstal-
Marathon
[OKTOBER]
3. Oktober: Unimogausstellung
5. Oktober: Tag der Gmünder Fasnet
12. Oktober: Fahnenübergabe an Öhringen
[MAI]
1. Mai: Tag des Tanzes
2. Mai und 2. August:
Konzert Einhornmusikanten
3. Mai: Konzert der SchwörhausBigband
4. Mai: Tag der Blasmusik
Blasmusikverband Ostalbkreis und „Picassos
Frauen“ ein Theaterstück von Brian McAvera
5. bis 9. Mai: Woche der Partnerstädte
8. Mai: Konzert LGH Schwäbisch Gmünd
10. Mai: Der Weg im Garten des Lebens –
Uraufführung eines neuen Pop-Oratoriums
10. und 11. Mai:
Kunsthandwerkermarkt Weleda
14. Mai: Chor Coral Alegría – Musik
aus aller Welt
16. und 17.Mai 2014: Jazztage
17. bis 24. Mai: Polnische Tage -
Kunst und Kultur aus Polen
18. Mai: Turngau – Tag der Vereine
18. Mai, 19. Juli und 28. September:
Barmer-GEK Show-Truck
28. Mai: Big Band Battle
[JUNI]
1. und 15. Juni: Werner Koczwara
„Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt“
6. Juni: SWR 4 – Schlagerparty mit
Papi’s Pumpel
9. Juni: Gospel Day
12. Juni: Großer Tanztag
13. und 14. Juni: Stadtfest
15. Juni und 12. Juli:
Der WWG Autowelt Fußball WM Talk
21. Juli: „Swinging Comedy“
Herr Hämmerle trifft die SWR Big Band
22. Juni, 27. Juli und 20. September:
Zeitreise ins Rokoko
28. Juli: Tanzgala
[JULI]
5. Juli: Landes-Musik-Festival
6. Juli: Musikschultag
7. Juli: SchulTanzBewegung
Baden-Württemberg
9. Juli: Tag der Schulen
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[Gentlemen] 20. Juli
„Reggae made in Germany“. Gentlemen beweist, dass deutsche Musik auch international klingen kann
Der 40 Jahre alte Kölner ist die Nummer Eins, wenn es um
Reggae aus deutschen Landen geht. Seine Karriere begann
mit der Hip-Hop-Band Freundeskreis aus dem das Lied „Tabu-
la Rasa“ hervorging. Seither ging es mit ihm und seiner Musik
stets bergauf. Er gilt als einer der wenigen deutschen Musi-
ker, der auch in Jamaika populär ist – der Heimat des Reggae.
2004 hatte er mit „Confidence“ sein erstes Nummer Eins-
Album in Deutschland und Österreich. Seither gilt er als
Garant für erfolgreiche, handgemachte Musik. Er war bereits
Headliner vieler internationaler Festivals und nun ergänzt er
mit „Gentlemen  The Evolution – New Day Dawn Open Air
2014“ das Musikangebot der Landesgartenschau auf der
Sparkassen-Bühne in Wetzgau am 20 Juli.
[Bibi Blocksberg] 2. August
Deutschlands beliebteste Hexe verzaubert die Landesgartenschau
Wer kennt nicht die berühmten Liedzeilen „Bibi Blocks-
berg, du kleine Hexe, komm und zeig uns was du kannst.
Wir mögen deine Streiche, wie du hext, wie du lachst,
wie du tanzt.“? Kinder und junggebliebene Erwachsene
kennen den Text sicher auswendig.
Generationen sind mit den Hörspielen rund um Bibi, ihre
Mutter Barbara und der rasenden Reporterin Karla
Kolumna aufgewachsen. Nun verzaubert Deutschlands
wohl beliebteste Hexe auch die Landesgartenschau. Am
Samstag, 2. August, lädt das Cocomico Theaterprojekt
mit „Bibi Blocksberg“ zu einem Musical für die gesamte
Familie.
Bei Bibi herrscht große Aufregung: Der Bürgermeister
möchte Schloss Klunkerburg abreißen lassen, um Platz
für einen privaten Hubschrauberlandeplatz zu schaffen.
Zusammen mit ihrer Freundin Schubia möchte sie
dagegen etwas unternehmen. Von ihrer Mutter und der
Oberhexe Walpurgia erfahren sie von einer versteinerten,
alten Hexe die sich im Rosengarten des Schlosses befin-
det. Doch als Bibi und Schubia die Hexe Coronaria wie-
der zum Leben erwecken, geht das Abenteuer erst rich-
tig los. Ein Spaß für Groß und Klein. Mit Bibi Blocksberg –
Das Kindermusical können die Jüngsten ihre Heldin
endlich live erleben, und Erwachsene einen Trip in ihre
Kindheit unternehmen.
[Fork] 27. Juli
A cappela-Musik aus dem hohen Norden. Die finnische Band Fork
liefert immer eine mitreisende Show
Weltklasse Gesang verbunden mit einem
extravaganten Auftreten. Die Gruppe Fork aus
Helsinki stellt eine Show auf die Beine, die
a-cappella-Musik neu erfindet. Alles von Lady
Gaga bis Black Sabbath – das Repertoire der
Band ist sehr breit gefächert.
Auftritte hatten sie bereits in Monaco, Dubai,
New York, Stockholm, St. Petersburg – und
nun auch in Schwäbisch Gmünd.
Am 27. Juli kann man sich selbst ein Bild von
dem Können der Gruppe machen. Ein einzig-
artiges Pop  Rock’n’Roll-Spektakel mit viel
Humor und Bling Bling.
event
59
EVENTGIPFEL
gipfel
[SWR1 Pop  Poesie
in Concert] 2. Juli
Das beliebte Sommerfestival rockt die Bühne
Neun Musiker, Sänger und Schauspieler inter-
pretieren die Lieblingshits der SWR1-Hörer. Ein
Konzept, dass vor Jahren auf große Beliebtheit
stieß, und seither eine sichere Bank für Spaß,
Musik und Comedy ist.
Die bekannten Hits erscheinen in einem ganz
neuen Licht, so wie man sie vorher noch nie
gehört und wahrgenommen hat.
Auf dem Programm stehen Songs von R.E.M.,
Elvis Presley, Kiss, Simon  Garfunkel, Meat
Loaf, Genesis, Pink Floyd und weiteren
Legenden der Rock- und Popgeschichte.
Die Erfolgsgeschichte begann 2009. Seither
sorgt die Mischung aus Konzert, Lesung, Come-
dy und Show regelmäßig für ausverkaufte
Hallen. Auch der Schwäbisch Gmünder Stadt-
garten war schon bis zum letzten Platz besetzt.
Auch in diesem Jahr sorgen sie dafür, dass sich
der Erfolg wiederholt. Am 2. Juli wird es im
Himmelsgarten bei Wetzgau rhythmisch, lustig
und auch poetisch.
[Chris de Burgh] 22. Juli
Mit Liedern wie „The Lady In Red“ und „Don’t Pay The Ferryman“ begeistert er
weltweit sein Publikum
Der Ire kann auf eine bereits 40 Jahre lange Karriere zurück-
blicken. Seine Lieder haben auf der ganzen Welt die Fans be-
geistert, und im Juli begeistert er seine Fans in Schwäbisch
Gmünd. 45 Millionen hat er bis heute verkauft. Doch auch er
hat mal klein angefangen. 1975 nahm er sein erstes Album
auf, doch erst mit seinem sechsten Album „The Getaway“
1982 schafft er seinen Durchbruch, auch in Deutschland.
Weltweit landete er einen riesigen Hit mit „The Lady In Red“,
der überall in den Hitparaden aufgelistet war, auch in England
und den Vereinigten Staaten. Acht Millionen Mal verkaufte
sich die Single und ist einer der meistgespielten Songs im Ra-
dio.
19 Alben hat er seither veröffentlicht und eine lange,
erfolgreiche Karriere hingelegt. Nicht umsonst gilt er als
Schwergewicht der internationalen Musikszene. Seine Musik
zeichnet sich durch ihren melodischen Pop und einer Brise
Rock aus. Stets emotional und melancholisch. Weitere be-
kannte Lieder sind „Where Peaceful Waters Flow“, „Missing
You“, „High On Emotion“. Am 22. Juli im Congress Centrum
Stadtgarten zeigt er seinem Publikum, dass er noch lange
nicht zum alten Eisen gehört und dass er seinem Status als
gefühlvoller Musiker mehr als gerecht wird.
[Lumberjack Big Band feat Max Mutzke 
Cassandra Steen] 10. August
Zwei der bekanntesten Musiker auf einer Bühne. Begleitet von einer großen Big Band.
Lumberjack Big Band. Die gilt
als eine der renommiertesten
Orchester im Land und
begleitete schon solche
Größen wie Helge Schneider,
Gitte Haenning und Peter
Kraus.
Am 10. August machen alle
drei die Sparkassen-Bühne im
Landschaftspark Wetzgau
unsicher. Ganz sicher einer der
Höhepunkt auf der Garten-
schau.
Der eine wurde von Stefan
Raab entdeckt und holte für
Deutschland einen achten
Platz beim Eurovision Song
Contest in Istanbul. Die ande-
re zählt zu Deutschlands er-
folgreichsten Sängerinnen.
Zusammen mit Adel Tawil hat-
te sie mit „Stadt“ eines der er-
folgreichsten Duette der deut-
schen Popgeschichte – Max
Mutzke und Cassandra Steen.
Begleitet werden sie von der
[Vereinigtes Lachwerk Süd – Ernst Mantel  Werner Koczwara]
18. Mai, 3. August und 12. September
Schwäbisches Kabarett auf der ganz großen Bühne
walt“ rangierte wochenlang auf der Spie-
gel-Bestsellerliste.
Gemeinsam treten Mantel und Koczwara
nun als „Vereinigtes Lachwerk Süd“ an und
werden als Duo das machen, womit sie im
Schwabenland seit Jahren für hochklassi-
gen Humor stehen: feiner Wortwitz, ge-
schliffene Pointen und Songs über die ganz
großen Themen: also Führerscheinentzug,
doofe Liedermacher, korrekte Hummerzu-
bereitung und Seitenbacher-Werbung.
Hinzu kommen die Klassiker aus den be-
kannten Programmen, sowie Cover diver-
ser Welthits. Aber in einer Version, wie man
es sicher nicht unbedingt erwarten würde.
Zwei Lokalhelden der Comedyszene. Ernst
Mantel und Werner Koczwara zeigen auf
der Bühne im Landschaftspark Wetzgau,
dass auch Schwaben einen großen Sinn für
Humor haben.
Ernst Mantel, bis zu deren Trennung Mit-
glied der „Kleinen Tierschau“, sowie dop-
pelt ausgezeichneter Träger des Baden-
Württembergischen Kleinkunstpreises.
Und Werner Koczwara, der mit seinem Pro-
gramm „Der wüstenrote Neandertaler oder
wie aus Affen Bausparer wurde“ ein auch
bundesweit hoch gelobtes Schwabenkaba-
rett auf die Bühne gebracht hat. Sein Buch
„Am achten Tag schuf Gott den Rechtsan-
60
EVENTGIPFEL
[Luke Mockridge]
10. Juli
Der Comedy-Nachwuchs steht in den Startlöchern
Deutschland braucht sich um seine Nach-
kommen in Sachen Comedy keine Sorgen
zu machen. Zu den vielversprechendsten
Senkrechtstartern zählt ganz sicher Luke
Mockridge. Der tritt am 10. Juli an, um die
Landesgartenschaubesucher zum Lachen
zu bringen. Das Multitalent gibt auf der
Sparkassen-Bühne in Wetzgau sein erstes
Soloprogramm „I’m Lucky, I’m Luke!“
zum Besten und zeigt, dass die Grenze
zwischen noch Kind und schon erwach-
sen nicht genau zu definieren ist. Char-
mant stolpert das Multitalent durch seine
Welt. Ob Facebook, Disco oder kiffende
Wecker: Sein Kosmos ist unvergleichlich
lustig. Wenn er dann auch noch seine
Gitarre auspackt und singt, braucht man
keinen Justin Bieber mehr.
eventgipfel
[Das Stauferlager] 5. bis 13. September
Der Himmelsgarten wie zu Zeiten des alten Barbarossa
angebot, zum Beispiel Tanzauftrit-
te mit den Hübschlerinnen und
eine Theateraufführung. Ein Hö-
hepunkt wird sicherlich die nach-
gestellte Karawanserei. So wur-
den in früheren Zeiten ummauerte
Herbergen an Karawanenstraßen
genannt, in denen die Reisenden
sicher mit ihren Tieren und den
Handelswaren übernachten konn-
ten und auch etwas zu Essen beka-
men. Multikulti wird es zusammen
mit den ausländischen Vereinen.
In der „Küche der Kulturen“ prä-
sentieren sie sich mit eigenen Mu-
sikgruppen, Tanz und Gesang.
Die Geschichte von Schwäbisch
Gmünd ist fest mit dem Adels-
geschlecht der Staufer verknüpft.
Der Verein Staufersaga e.V. hat es
sich zur Aufgabe gemacht, dieses
Erbe zu bewahren und zeigt auf
der Landesgartenschau, wie es
sich damals vor über 100 Jahren
gelebt hat. Ein ganzes Lager mit 16
Zelten entführt die Gartenschau-
besucher in die Vergangenheit.
Schmiede und Zimmermänner prä-
sentieren das damalige Handwerk
und für die kleinen Gäste gibt es
sogar einen Streichelzoo. Hinzu
kommt ein vielfältiges Programm-
[Barockwoche] 27. Juni bis 4. Juli
Eine Reise zurück in die Zeit des Barock
Stadtgarten. Im Barocklabor trifft der
Barock auf die Moderne. Dabei han-
delt es sich um einen Dialog aus Tanz,
Sandbildern und dem gesprochenen
Wort. Am 3. Juli findet die Barock-
woche mit dem Lichterfest ihren Hö-
hepunkt im CongessCentrum Stadt-
garten. Dabei kommen Kerzen,
Fackeln, Feuerballons und Licht-Instal-
lationen zum Einsatz. Am letzten
Abend gibt es einen groß inszenierten
Barockabend mit Feuerwerk, das
durch die Philharmonie begleitet wird.
Eine Woche lang verwandelt sich
Schwäbisch Gmünd in die Hauptstadt
der Mieder, ausfallenden Kleider und
opulenten Perücken. Die Barockwoche
erstreckt sich um das Gelände rund
um den Stadtgarten, des Rokoko-
schlösschens bis hinab zur Rems. Über
die Woche verteilt werden verschiede-
ne Programmpunkte stattfinden, die
diese Epoche, Früh- und Hochbarock,
direkt oder im weitesten Sinne bein-
halten. Dazu zählen Bühnenproduk-
tionen und ein barocker Markt im
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Da ist Musik drin
62
DIE MACHER
Die Macher hinter der
Gmünder Gartenschau
Wer steckt eigentlich hinter dem Großevent? Die Landesgartenschau
GmbH arbeitet rund um die Uhr für ein Spektakel, das Schwäbisch
Gmünd so schnell nicht vergessen wird.
Pressesprecher Markus Brenner
und Linda Höllmann. Wer sich für
die ehrenamtliche Mitarbeit mel-
dete, hat sicher mit Carmen Bäuml
oder Karolin Hinderberger gespro-
chen, und falls man mal persönlich
Kontakt mit der Gartenschau auf-
nehmen möchte, sind Lisa-Marie
Hilse, Birgit Hölldampf und Badar
Masood vom Sekretariat die ersten
Ansprechpartner. Die Büros sind
mitten im Gelände im Erdenreich
untergebracht. Ein Bürokomplex,
die Zentrale, ist direkt am Bahnhof
zu finden. Der zweite, das Veran-
staltungsgebäude, ist mitten im
Stadtgarten. Jahrelang hat das
Team die Landesgartenschau vor-
bereitet. Auch für sie wird es ein
aufregendes Jahr. fed
wortlich. Dem
Bau und den sonsti-
gen Planungen wie den gärtneri-
schen Ausstellungen widmen sich
Wolfgang Bach (Oberbauleitung),
Eva Hafner (Ingenieurbau), Sabine
Rieger (Planung), Lothar Krieg
(Städtebauförderung), Kurt Tan-
nenberg (Tief- und Straßenbau)
Matthias Rothaupt und Simon
Finkbeiner (Freianlagen) sowie
Manfred Wenninger und Martin
Schulz-Brehme (Gärtnerische Aus-
stellungen). Die Projektassistenten
sind Lisa Böhl und Monica Roy-
Greve, und die Verwaltung und
Controlling übernehmen Sandra
Gross und Hans-Peter Mack. Die
Bürgerinnen und Bürger wollen
auch mit den wichtigsten Informa-
tionen zur Gartenschau versorgt
sein, darum kümmern sich der
Die Köpfe des „Festkomitees“
sind die Geschäftsführer Karl-Eu-
gen Ebertshäuser, Manfred Maile
und Dr. Joachim Bläse. Zusammen
halten sie die Fäden in den Hän-
den, treffen sich mit Kooperati-
onspartnern und den Planern und
beschließen wichtige Entscheidun-
gen. Während Karl-Eugen Eberst-
häuser direkt von der Förderungs-
gesellschaft für die Baden-Würt-
tembergischen Gartenschauen
nach Schwäbisch Gmünd kam, ist
Manfred Maile ein erfahrener Mit-
arbeiter der Gmünder Stadtver-
waltung. Wichtiges Bindeglied ist
kraft Amtes auch Bürgermeister
Joachim Bläse. Für die Organisati-
on und Terminierung der Veran-
staltungen zeigen sich Hans-Peter
Spitznagel, Wolf Grünenwald, Ele-
na Kinkel und Sarah Haas verant-
Wer schon einmal eine Geburts-
tagsfeier oder ein ähnliches Fest
vorbereitet hat, weiß, was für ein
Berg an Arbeit das ist. Das Haus
soll rechtzeitig geschmückt sein,
Musik und Unterhaltungspro-
gramm wird organisiert und einige
Leute müssen gefunden werden,
die mithelfen, dass alles reibungs-
los abläuft. Jetzt stelle man sich
das mit einer knapp 60 000-köpfi-
gen Stadt vor. Nur dass man keine
20 bis 30 Gäste erwartet, sondern
ungefähr 750 000. Und auch die
wollen unterhalten werden und
etwas geboten kriegen. Eine enor-
me Aufgabe. Die Landersgarten-
schau 2014 GmbH sorgt dafür,
dass es ein unvergessliches 166
Tage langes „Fest“ für die kom-
plette Stadt, den Ostalbkreis und
ganz Baden-Württemberg wird.
“Wir sind die Landesgartenschau“
WennesumdieGartenschaugeht,darfmandiewichtigstenMitarbeiternichtvergessen–dieBürger.
Nach 2012 bewies Schwäbisch Gmünd mal wieder, dass es das ehrenamtliche Engagement lebt.
vor der großen Eröffnung im
Einsatz, und zwar als Bot-
schafter auf Weihnachts-
märkten, der Touristikmesse
in Heilbronn, der Gartenträu-
me in Ulm und der CMT in
Stuttgart.
Und obwohl ihr Einsatz am
Gmünder Bahnhof im Som-
mer 2013 zu einer bundes-
weiten Diskussion führte,
möchten viele Flüchtlinge die
Landesgartenschau unter-
stützen. Auch sie empfinden
es nicht als Arbeit, sondern
als eine Selbstverständlich-
keit. Da sieht man: die Lan-
desgartenschau kann auch
Menschen weit über die
Grenzen hinaus verbinden.
fed
Antwort: „Für mich ist es eine
Selbstverständlichkeit,
meinen Teil zum Gelingen der
Gartenschau beizutragen und
meine Heimatstadt zu unter-
stützen.“ Die Helfer werden
für die unterschiedlichsten
Aufgaben eingesetzt: als
Kontrolleure an Eingängen,
Wegweiser oder Gärtner. Je-
der kann sich mit seinen Ta-
lenten mit einbringen. Und
wie bei der Staufersaga vor
zwei Jahren wächst eine gro-
ße Gemeinschaft heran. Zu
den ehrenamtlichen Helfern
kommen noch die Engagier-
ten des Gästezentrum Schön-
blick und die Vereine in
Gmünd und Umgebung.
Die Bürger waren auch schon
so recht glauben wollen, dass
sich auch genügend Leute fin-
den werden. Doch man hat
die Verbundenheit der Bürger
mit ihrer Stadt unterschätzt.
1000 Ehrenamtliche wollte
man mobilisieren, doch die-
ses Ziel hat man nicht nur er-
reicht, sondern weit übertrof-
fen. Wenn man die ehrenamt-
lichen Mitabreiter fragt, wes-
halb sie sich engagieren, be-
kommt man meist dieselbe
Oberbürgermeister Richard
Arnold sprach von Anfang an
nicht von „irgendeiner Lan-
desgartenschau“, sondern
von „unserer Landesgarten-
schau“. Daher wurden die
Bürger aufgerufen, sich an
dem großen Spektakel zu be-
teiligen. Doch dass die Gmün-
der mit solch einer Begeiste-
rung dabei sein werden,
damit war nicht zu rechnen.
Dabei hat zu Beginn niemand
 Im Februar wurde
die magische 1000
tatsächlich erreicht.
Kein Wunder: Gmünd
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DER GARTENLADEN
Der Garten-und
Landschaftsbau
Ein Fest fürs
Handwerk
Am 20. September findet auf der LGS
der vierte „Tag des Handwerks“ statt
terstütze dieses Engagement, weil
es die Leistungsbereitschaft und
die Verwurzelung des regionalen
Handwerks gegenüber der Region
Ostwürttemberg und der breiten
Öffentlichkeit zeige.
Tag des Handwerks 2014
in Schwäbisch Gmünd
Dieses Engagement des Hand-
werks wird 2014 zusätzlich an ei-
nem Tag gebündelt. Im Rahmen
der Landesgartenschau wird in
Schwäbisch Gmünd der vierte Tag
des Handwerks stattfinden. Am
Samstag, 20. September, laden die
Handwerkskammer Ulm und die
Kreishandwerkerschaften Ostalb
und Heidenheim ihre Handwerker
auf den Marktplatz nach Schwä-
bisch Gmünd ein. Unter dem Mot-
to „Können kennt keine Grenzen“
gibt es dort Handwerk zum Anfas-
sen und eine Vielzahl von Überra-
schungen für Groß und Klein. ml
Anmeldung für den Tag
des Handwerks erfolgen
über Thomas Kießling,
t.kiessling@hk-ulm.de,
Telefon 0171/8379732.
Hauptverantwortlich dafür: der
Freundeskreis St. Salvator, in dem
sich das Engagement vieler junger,
älterer, freiwilliger und aktiver
Handwerker bündelt. Hauptkoor-
dinator Werner Mayer kann sich
auf die Unterstützung von über 40
Personen verlassen. Bei einem ge-
meinsamen Besuch im vergange-
nen Jahr zeigten sich Oberbürger-
meister Arnold und Dr. Tobias
Mehlich, Hauptgeschäftsführer der
Handwerkskammer Ulm, stark be-
geistert. „Es ist immer ein erhabe-
ner Moment, wenn man hier oben
steht“, so Arnold.
Gemeinsam mit Alexander Ham-
ler, Kreishandwerksmeister und
Vorstandsmitglieder der Hand-
werkskammer, betonte Mehlich:
„Das ist die gelebte Imagekampa-
gne des deutschen Handwerks.“
Die selbstlose und freiwillige Ar-
beit sei stellvertretend für viele
tausend Handwerker im gesamten
Kammergebiet und in Baden-
Württemberg. Ohne diese tatkräf-
tigen Hände werde kein Plan Rea-
lität, könne kein Konzept in die Tat
umgesetzt werden, so Mehlich.
Die Handwerkskammer Ulm un-
2014 findet die Landesgarten-
schau in Schwäbisch Gmünd statt.
Grund genug für das regionale
und überregionale Handwerk ak-
tiv zu werden. Ein verborgenes
Schmuckstück der Stadt rückt da-
bei in den Fokus: Der Wallfahrtsort
Sankt Salvator. Dank tatkräftiger
Handwerkerhände wurde das Ge-
lände aufgepeppt und zu einem
festen Standort der Landesgarten-
schau etabliert.
handwerk
 Tobias Mehlich,
Geschäftsführer
der Handwerks-
kammer Ulm, auf
Gartenschau-
Besichtigung
 Was in Ulm,
Friedrichshafen und
Heidenheim seinen
Anfang nahm, wird
nun in Schwäbisch
Gmünd fortgeführt.
 Zum vierten Mal findet
zwischen Jagst und Bodensee
nun ein Tag des Handwerks
statt. Handwerk und Bevölke-
rung dürfen gespannt sein, was
es noch an Überraschungen
geben wird.
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OSTALB-VESPER
Die Gmünder
Schau strahlt aus
Städte und Gemeinden bieten ein Ostalb-Vesper an
Aalen: Sonntag, 11. Mai
Göggingen: Mittwoch, 14. Mai
Waldstetten: Mittwoch, 21. und
Donnerstag, 22. Mai
Weilerstoffel: Montag, 26. Mai
Täferrot: Mittwoch, 28. Mai, und
Mittwoch, 23. Juli.
Die Gastgeberstadt Schwä-
bisch Gmünd: Sonntag, 1. Juni.
Donnerstag, 12. Juni, und Sonn-
tag, 21. September
Schechingen: Mittwoch, 4. Juni
Durlangen: Donnerstag, 5. Juni
Kreisjugendring: Freitag, 6. Juni
Bopfingen: Mittwoch, 11. Juni,
und Mittwoch, 24. September
Eschach: Mittwoch, 25. Juni, und
Mittwoch, 9. und 30. Juli
Ellwangen: Freitag. 27. Juni und
Freitag, 19. September
Gschwend: Freitag. 4. Juli
Spraitbach: Dienstag, 8. Juli
Böbingen: Donnerstag, 10. Juli,
und Donnerstag, 24. Juli
Rosenberg: Mittwoch, 16. Juli
Kirchheim/Ries: Dienstag, 22. Juli
Rainau: Sonntag, 27. Juli
Mutlangen: Dienstag, 29. Juli
Essingen: Samstag 2. / 30. August
Iggingen: Mittwoch, 6. August
Heubach: Mittwoch, 13. August
Heuchlingen:
Mittwoch, 20. August
Neresheim:
Mittwoch, 27. August
Mögglingen:
Mittwoch, 3. September
Riesbürg:
Mittwoch, 10. September
Neuler: Mittwoch, 17. September
Adelmannsfelden: Donnerstag,
25. September
Lorch: Samstag, 27. September
Hüttlingen: Mittwoch. 1. Oktober
Leinzell: Mittwoch, 8. Oktober.
200 Beschäftigte des Landrats-
amts werden die Präsentationen
des Ostalbkreises betreuen. An
mehreren Standorten will sich der
Landkreis als Lebens- und Wirt-
schaftsraum präsentieren: Im Fo-
rum Gold und Silber, unter dem
Motto „Mensch!Wald“ im Erho-
lungswald Taubental, mit einer
Holzskulptureninstallation auf
dem Platz der Freundschaft eben-
falls im Taubental oder auch mit ei-
nem Demonstrationsfeld zum Ver-
gleich landwirtschaftlicher Anbau-
methoden heute und zur Staufer-
zeit. Das Forstteam des Landkrei-
ses stellt dazu einen 21 Meter lan-
gen Holztisch zur Verfügung - mit
43 Stühlen für jede Gemeinde und
für den Ostalbkreis selbst. Dabei
gestalten die einzelnen Gemein-
den „ihren“ Stuhl mit Kreativität
und, wie vielfach angekündigt, mit
Herzblut. Mit einem kulinarischen
Vesper aus der Region bittet die
Ostalb dann zu Tisch und lädt die
Besucherinnen und Besucher der
Landesgartenschau zum Genießen
und Schlemmen sowie zum Ken-
nenlernen ein. Das Angebot am
Ostalb-Vespertisch stammt dabei
komplett aus der Region; auch für
das Programm und das Angebot
sind Tag für Tag die einzelnen Ge-
meinden verantwortlich.
Der Ostalbkreis gestaltet
das Ostalbvesper am
Donnerstag, 1. Mai, und am
Samstag. 11. Oktober.
Kreistag: 2. Mai
Oberkochen: Mittwoch, 7. Mai.
 Der Gmünder Raum definiert
sich nicht nur über die alten
Kreisgrenzen – auch darüber hinaus
wird die Gartenschau als Chance
begriffen. Das Wäscherschloss
etwa grüßt von der Kreisgrenze.
Foto: hs
Gemeinden sehen sich als
 “Auftakt und Tor zur
Landesgartenschau in Gmünd“
Gut vertreten im Rahmenprogramm, mit dabei beim
Ostalbvesper und generell guter Dinge:
Pforzheim hält den Rekord der Baden-Württembergischen Landes-
gartenschauen: 1992 zählte die Goldstadt 1,6 Millionen Besucher.
Danach ging’s abwärts. Das kleine Nagold konnte die Millionen-
grenze überschreiten, einfach weil es auf ein so großes Einzugsge-
biet zurückgreifen kann. Auch für Gmünd spielt das Umland eine
gewichtige Rolle – und die Umlandsgemeinden setzen im Gegen-
zug auf die „Sogwirkung“ der Gartenschau. Der Ostalbkreis
präsentiert sich an vier Standorten auf dem Gartenschaugelände.
Blickfang im Landschaftspark Wetzgau dürfte die Ostalbtafel im
sogenannten Ostalbgarten sein. An dieser Tafel können sich Besu-
cher niederlassen und ausruhen, oder aber abends bei einem Ost-
albvesper Schmankerln genießen. Dass nicht nur Gemeinden aus
allen Teilen des Ostalbkreises, sondern auch Gmünds Teilorte selbst
ihren eigenen Gartenschautag gestalten, versteht sich von selbst.
ostalb-vesper
Der inzwischen aus seinem Amt als Mögglinger Bürgermeister
verabschiedete Ottmar Schweizer hat in einer seiner letzten
Amtshandlungen und auch aus seiner langjährigen Erfahrung he-
raus die Aufgabe übernommen, darüber zu sprechen, was es für
Mögglingen bedeutet, „aus Richtung Aalen der Auftakt und das
Tor zur Landesgartenschau“ in Gmünd zu sein: „Wir lenken die
Blicke der Durchfahrenden mit unserer Straßenbegleitaktion
‘Guck a:mol’ darauf, mit offenen Augen zu erleben, was es links
und rechts der Straße und zwölf Kilometer weiter zu sehen gibt.“
Im Sog der Gmünder Landesgartenschau werden, davon war
Schweizer überzeugt, „auch Geschäfte und die Gastronomie hier
am Ort von an- und abreisenden Besuchern profitieren“. Im Rah-
menprogramm zur zentralen Schau in Gmünd könne Mögglingen
das Weltkulturerbe Limes bieten, Limes-Radweg und Remstal-
Radweg, den Remstal-Höhenwanderweg und anderes mehr.
Auch direkt mitwirken am Programm will man: Geplant ist ein
ganz besonderer Mögglinger Stuhl an der Ostalbtafel. Das von
Mögglingern servierte Ostalbvesper am Mittwoch, 3. September,
und die „Mögglinger Sommernachtsmusik zu Gast in Gmünd“,
am 18. Juli im Stadtgarten tun ein übriges. bt
Mögglinger Beispiel
67
UMLAND
Nur eine Bahnstation
weiter und die Gäste
sind mitten drin im
Gartenschaugelände
Gut vertreten im Rahmenprogramm:
Die RZ fragte beispielhaft einige Umlandgemeinden
Zweimal gestaltet Böbingen das Ostalbves-
per, zunächst sind alle Kulturtreibenden an-
gesprochen – am 10. Juli –, 14 Tage später
dann die Vereinsvorstände: Sie alle seien
selbst auch zum gemütlichen Vesper einge-
laden, sagt Bürgermeister Stempfle, und die
Gemeinde komme auch für den Bus nach
Gmünd auf: „Das ist unser Dankeschön an
die Kulturschaffenden und die Ehrenamtli-
chen der Vereine.“ Auch einen Böbingen-
Tag wird es nach den Sommerferien geben,
an dem sich dann die Vereine präsentieren.
Für Böbingen selbst erhofft sich Stemke,
dass die Gastronomie und Übernachtungs-
möglichkeiten ausgebucht sein werden. Er
sieht große Chance für Böbingen: „Eine Sta-
tion weiter und Besucher sind mittendrin in
der Gartenschau, ohne langwierige Park-
platzsuche.“ Schön wäre es, überlegen die
Böbinger, wenn die Bahn Fahrtkosten für die
Gartenschaubenutzer reduzieren könnte.
Pünktlich zum Startschuss der Landesgar-
tenschau wird es wohl noch nicht möglich
sein, aber spätestens im Sommer soll der
neue Radweg an der Rems freigegeben wer-
den. Auch das ein Pfund, mit dem Böbingen
wuchert.
BÖBINGEN
Eschach ist gleich mit drei Terminen beim
„Ostalbvesper“ vertreten. „Eine tolle Ge-
schichte“, sagt Bürgermeister König, nicht
zuletzt für die Vereine. Am 25. Juni bereitet
der Musikverein für hundert Gartenschaube-
sucher ein kaltes Vesper vor. Auch der Ge-
sangverein und die Singgruppe der Dorfge-
meinschaft Holzhausen gestalten ein Vesper
– am 9. und am 30. Juli. An allen drei Tagen
wird mit Eschacher Brot und Wurst ein zünf-
tiges Vesper serviert. Gesungen und musi-
ziert wird sowieso. Touristisch erhofft sich
Eschach nicht allzu viel vom Rummel in
Gmünd: „Aber wir wollen uns als eine Ge-
meinde präsentieren, die nicht von Wind-
krafträdern geprägt ist, sondern vom guten
Vereinsleben der 19 Vereine, die sich alle ir-
gendwie präsentieren wollen.“ Auf eine lie-
benswerte Gemeinde wolle man neugierig
machen. Einige dieser Vereine wie die Obst-
und Gartenbauer oder die Bienenzüchter
sind auch über ihre Verbände vertreten.
ESCHACH
Walter Weber, Bürgermeister in Göggingen,
freut sich darüber, dass sich „in Gmünd so
viel getan hat“. Für ihn besteht kein Zweifel
daran, dass sich Gmünd als „Erlebnis- und
Einkaufsstadt profiliert“. Er hofft, dass der
Mehrwert nach der Gartenschau bleibt, und
vor allem, dass auch die Umgebung profitiert
von dieser größeren Attraktivität. Was Gög-
gingen zu bieten hat, soll am 14. Mai im Rah-
men des Ostalbvespers öffentlich gemacht
werden; an diesem Tag werden auch die Ver-
eine und Institutionen einen Weg finden,
sich zu präsentieren.
GÖGGINGEN
„Der Ort ist immer noch sehr stark mit der
schönen Stadt Schwäbisch Gmünd verbun-
den, auch wenn er zu Waiblingen, Rems-
Murr-Kreis, gehört – ganz gleich, ob es um
Arztbesuche, Krankenhaus, Shoppen, Essen
gehen, Schulen oder den Wochenmarkt
geht“, sagt Bürgermeister Segan. Den
Gmünder Marktplatz etwa sieht er als sehr
ansprechend gestaltet; das locke auch Fami-
lien und diejenigen, die nicht so oft in die
Stadt kommen, meint Segan: „Die Bevölke-
rung der Gemeinde Alfdorf freut sich auf die
Landesgartenschau und ihre kulturellen Ver-
anstaltungen.“ Eine noch engere Verbin-
dung zu Schwäbisch Gmünd und der Gar-
tenschau entsteht bei den Alfdorfer Verei-
nen, Institutionen und Firmen, da sie an den
unterschiedlichsten Programmpunkten teil-
nehmen.
ALFDORF
Zweimal lädt Täferrot zum Ostalbvesper, am
28. Mai und am 23. Juli. 200 Liter Bier hat
Bürgermeister Renner über den Winter ge-
bracht – „Manna-Bräu“, weil’s im Himmels-
garten serviert wird, abgefüllt zudem in Bü-
gelflaschen –, Rauchfleisch wird es geben,
die Schule will Honig aus dem Schulbauern-
hof verkaufen. Vor dem Vatertag spielt das
„Ochsentrio“ auf, für den Termin im Juli be-
reiten vermutlich Sportverein und Lieder-
kranz das Programm vor. „Das Ganze soll
Spaß machen“, sagt Renner. Was erwirt-
schaftet wird, soll die Unkosten decken bzw.,
wenn es doch mehr wird, der Schule zu Gute
kommen.
Besonderheit an der Ostalbtafel ist der Täfer-
roter Stuhl – ein am uralten Chorgestühl aus-
gerichtetes, kunstvoll gedrechseltes
Schmuckstück aus Eichenholz, das die RZ be-
reits vorgestellt hat.
TÄFERROT
HEUCHLINGEN
Heuchlingen präsentiert sich am 20. August
unter anderem über den Heuchlinger Helfer-
kreis für Indien, Asha (Hoffnung) mit Salzku-
chen und Most zum Ostalbvesper. Abends
wird es auf der Bühne Programm geben. Bür-
germeister Peter Lang geht davon aus, dass
die gesamte Region attraktiver wird durch die
Gartenschau. Und es mache Freude, dabei
sein zu dürfen, „irgendwie teilhaben“. Er
selbst hat jedenfalls Dutzende Karten ver-
schenkt – an Kirchengemeinderäte oder an
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Jah-
resausflug 2013 ausgefallen ist. bt
umland
Kunst auf Zeit
und auf Dauer
Der Josefsbach wird zur Ausstellungsmeile
phorus“ von Fritz Nuss, die Kunst-
bank von Max Seiz, Sonnenuhr,
Mendel-Büste und natürlich Wil-
helm Widemanns historistischer
Geigerle-Brunnen, aus dem wie-
der Wasser sprudelt.
Oben im Landschaftspark von
Wetzgau präsentiert Andreas Fut-
ter seine Alu-Plastik „Himmels-
stürmer / Griff zu den Wolken“.
Im Prediger wird am 29. April die
Picasso-Ausstellung mit Leihgaben
aus Antibes eröffnet: Sieben
Werke für eine Kabinettausstel-
lung, in denen allesamt Seeigel
als Motive auftauchen. Eine
kleine Schau, aber eine große
Auszeichnung. Bis zum fran-
zösischen Nationalfeiertag
am 14. Juli bleiben die Werke
in Gmünd. Danach erfreut
die Besucher das „Paradies
der Früchte“ mit Stücken aus
der Sammlung für Fruchtmale-
rei und Skulptur im Museum. Der
Kunstverein steuert weitere Aus-
stellungen im Rahmen seiner „Ur-
banität“-Reihe im Kornhaus bei
Das ist freilich nicht alles, was
Schwäbisch Gmünd an Kunst
zeigt. Zwei Tipps: Wer sich nach
Osten vorwagt, dorthin, wo die
Stadt erst noch umgebaut werden
muss, wird im Unipark fündig.
Allemal lohnend aber ist der Weg
zur Straßdorfer Höhe, zu den
„Wegen zur Kunst“. Die elf Plasti-
ken dort – im Sommer kommt Al-
bert Holls „Sitzendes Mädchen“
hinzu – bieten einen Überblick
über die Gmünder Kunst des 20.
Jahrhunderts bis in die Gegen-
wart. Und die Landschaft besticht
mit einem einzigartigen Ausblick
über die Stadt, über Erdenreich
und Himmelsgarten. rw
rum Gold und Silber. Das passt.
Die altvertrauten, aber während
der Bauarbeiten abgeräumten
Kunstwerke im Stadtgarten und
drumherum kehren wieder: Eugen
Greiners geliebte „Sitzende Lö-
win“, der Fehrle-Frauenakt, der
„Christo-
Josefsbach ein: Andreas Welzen-
bach platziert seine „Rettungsrin-
ge“ etwa an der renovierten Zwin-
germauer zwischen Kroatensteg
und Torhäuschen, die dort mit
dem vorgelagerten Weg nach Kai-
mauer aussieht. Mindestens eines
der Josefsbach-Kunstwerke soll
angekauft werden und verblei-
ben. Gerne auch mehr.
Sonderpräsentationen er-
halten zwei Gmünder
Altmeister, Max Seiz
mit der Skulptur
„Freier Mensch“
und Josef Baum-
hauer mit „Bath-
seba im Bade“.
Der „Wallfah-
rer“ist ein weite-
res Werk von Da-
niel Wagenblast.
Die Großplastik ge-
hört dem Förderver-
ein Straßdorf und ist
nach der Gartenschau
für die Straßdorfer
„Wege zur Kunst“ vorge-
sehen. Der Wallfahrer hält in
einer Hand die Marienkapelle,
in der anderen das Münster –
von seinem Standort auf Höhe
der Asylstraße blickt man hinüber
auf das Original. Der Club Soropti-
mist sorgt dafür, dass ein Werk
von Editha Pröbstle auf dem
Grundstück Kessler aufgestellt
wird. Soviel wird verraten: Ein Ele-
fant und eine Giraffe haben hier
einen großen Auftritt.
Desgleichen eine prachtvolle Figur,
die sonst den Blicken der Öffent-
lichkeit entzogen ist: die goldglän-
zende „Horus et sa grace“-Plastik
von Niki de St. Phalle zieht aus
Gotteszell zeitweise um ans Fo-
Was aber bleibt, stiften in diesem
Fall die bildenden Künstler: Gera-
de im öffentlichen Raum sollen
Kunstwerke Bestand über die Lan-
desgartenschau hinaus besitzen
und dazu beitragen, den Status
des Areals in der Innenstadt zu si-
chern. Die Aufwertung soll Jahre,
vielleicht Jahrzehnte sichtbar sein
– ein Schmuck der Anlagen, wenn
die Blumenzier längst verwelkt ist
und die frisch gepflanzten Bäume
tatsächlich schon Format bekom-
men.
Leiser als anderes ist die Kunst auf
der Landesgartenschau, aber sie
ist da. Leiser, nicht immer massen-
tauglich, aber gewiss nicht elitär.
Man muss sich auf sie einlassen,
sonst spricht sie nicht zu einem.
Die Kunst wird der Stadt in jedem
Fall gut tun, vielleicht auch dazu
beitragen, dass Schwäbisch Gmünd
den Rang und Ruf zurück erhält,
den die Stadt in Ostwürttemberg
einmal besaß: Dass sie die Hoch-
burg der Kunst in der Region sei.
Es gibt also Aufholbedarf. Bei Aus-
stellungen, Aktionen und Anstö-
ßen.
Da sind im Herz der Landesgarten-
schau, am „Grünen Band“ des Jo-
sefsbachs, die Objekte von acht
Künstlern an und im Gewässer.
Angefangen von der filigranen
Glasarbeit von Alkie Osterland
und dem Mobile von Don Cutter
bis zu den massiv-monumentalen
Figuren von Daniel Wagenblast
(„Mann auf dem Krokodil“) und
Dietrich Klinge an der Waldstetter
Brücke. Klinge kennt man in
Gmünd von seiner „Neidhart me-
lancholicus“-Figur auf dem Johan-
nisplatz. Immer gehen die Objekte
auf die spezifische Örtlichkeit am
 Links: Glaskünstlerin Alkie
Osterland legt probeweise
ein Stück ihrer Installation in
den Josefsbach. Rechts: die
„Altkunst“ im Stadtgarten
steht wieder.
68
KUNST
kunst Blickfang am Forum
Gold und Silber: Niki de St.
Phalles „Horus et sa grace“,
sonst öffentlich nicht gezeigt.
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sport
70
SPORT
Landesgartenschau hat
etliche sportliche
Höhepunkte zu bieten
Tag des Gmünder Sports, Ausdauer-Challenge, Remstal-Marathon
und die Sportgala des Sportkreises Ostalb bereichern das Programm
national wie international bekann-
ten Suebia Gymnastics der SG
Bettringen und die Sportakroba-
ten der TSG Hofherrnweiler sind
nur zwei Beispiele, welch hochka-
rätiges Programm die Zuschauer
am letzten Juli-Wochenende er-
wartet.
Remstal-Marathon
Das Remstal, die dortigen Städte
und Gemeinden sowie die Hei-
mattage Baden-Württemberg in
Waiblingen und die Landesgarten-
schau in Schwäbisch Gmünd wer-
den miteinander verbunden. Und
das auf eine sportliche Art und
Weise, die am Sonntag, 28. Sep-
tember, ihre Premiere feiert. Durch
den 1. Sparkassen Remstal-Mara-
thon, dessen Strecke entlang der
Rems von Waiblingen über
Schorndorf und Lorch nach
Gmünd führt und ein nicht nur
sportlich, sondern vor allem land-
schaftlich reizvolles Erlebnis ver-
sprechen lässt.
Neben einem Marathon über
exakt 42,195 Kilometer zählen
auch ein Halbmarathon sowie eine
Marathon-Staffel zum Repertoire
dieser Laufveranstaltung, die mit
einer Zielparty in der Gmünder In-
nenstadt gekrönt wird. alv
Schießtal Schwimmen, Indoor-
Cycling und Laufen auf dem Pro-
gramm. Zwölf Stunden lang! Der
Schwimmverein Gmünd (Zwölf-
Stunden-Schwimmen), die Aus-
dauerabteilung des RRC Petticoat
(10. Indoor-Cycling-Marathon) und
die DJK Gmünd (Zwölf-Stunden-
Lauf) werden von 8 bis 20 Uhr ihre
Veranstaltungen zu einer sportli-
chen Herausforderung bündeln.
Sowohl die Sportarten als auch der
Umfang können nach Lust und
Laune kombiniert werden, wobei
auch ein Triathlon oder Swim 
Run-Wettkampf von Einzelstartern
oder Staffeln absolviert werden
kann. Die Einnahmen dieser Bene-
fizveranstaltung kommen der De-
menzstiftung des DRK-Kreisver-
bandes zugute.
Sportkreis-Sportgala
„Es wird 100 Minuten lang eine
rauschende Sportshow“, gibt
Manfred Pawlita, der Vorsitzende
des Sportkreises Ostalb einen Vor-
geschmack auf die Sportgala, die
am 25. und 26. Juli zweimal auf
der Bühne im Himmelsgarten auf-
geführt werden. Pawlita verspricht
ein „Best of“ aus den vergangenen
Jahren mit den absoluten Topacts
des gesamten Ostalbkreises. Die
machangebote als Aufführungen.
„Abteilungen und Gruppen kön-
nen einen Einblick in ihren Trai-
ningsalltag geben, sollen zeigen,
was sie zu bieten haben und den
Besuchern der Landesgartenschau
damit anbieten, ihre Sportangebo-
te selber zu erleben.“ 67 Vereine
gehören dem Stadtverband Sport
aktuell an. An diese Zahl knüpft
Michael Svoboda seine Erwartun-
gen, auf wie viele Programmpunk-
te man sich am 26. Juni freuen
kann: „50 Angebote sind mein
Ziel.“ Aber nicht nur die Mitglieds-
vereine sind gefragt, auch die The-
men Integration ausländischer
Vereine und Inklusion behinderter
Sportlerinnen und Sportler wer-
den gezielt verfolgt und sollen um-
gesetzt werden. „Den Tag des
Gmünder Sports sehen wir vor al-
lem auch als Chance, die tägliche
Arbeit mit Kindern und Jugendli-
chen und im Breitensport vorzu-
stellen.“
1. Ausdauer-Challenge
Es ist eine Benefizveranstaltung,
die es in dieser Form in Schwä-
bisch Gmünd noch nie gegeben
hat. Bei der 1. Gmünder Ausdau-
er-Challenge am Samstag, 24.
Mai, steht im Bud-Spencer-Bad im
Unter dem Motto „Schwäbisch
Gmünd bleibt fit“ rückt am Don-
nerstag, 26. Juni, beim „Tag des
Gmünder Sports“ der Sport in den
Fokus.
Aber auch die „1. Gmünder Aus-
dauer-Challenge“ (24. Mai), die
Sportgala des Sportkreises Ostalb
(25./26. Juli) oder der Remstal-
Marathon (28. September) lassen
während der Landesgartenschau
den Sport nicht zu kurz kommen.
Tag des Gmünder Sports
Michael Svoboda, der Vorsitzende
des Stadtverbands Sport, ist sich
sicher: „Der Tag des Gmünder
Sports wird eine Bereicherung der
Landesgartenschau sein.“ Auf den
Bühnen, Freiflächen sowie im
Sport- und Freizeitpark am Bahn-
hof präsentieren sich die Sportver-
eine der Innenstadt und Stadtteile
am Donnerstag, 26. Juni, auf viel-
fältige Art und Weise. „Der Sport
in Gmünd hat viele Facetten, die
an diesem Tag präsentiert werden
sollen.“ Also nicht nur die bekann-
ten Mannschaftssportarten wie
Fußball oder Handball, sondern
gerade auch andere Sportarten
wie Fechten, Gorodki, Jiu-Jitsu,
Yoga oder Akrobatik. Svoboda
hofft insgeheim auf mehr Mit-
 Bei der
1. Gmünder
Ausdauer-
Challenge kann
jeder mitmachen.
 Michael Svoboda
freut sich auf die sport-
lichen Höhepunkte bei
der Landesgarten-
schau. Fotos: edk
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Einsendeschluss ist der 7. Mai 2014 Wir drücken die Daumen!
71
RECHBERGHAUSEN, PREISRÄTSEL
Warum Rechberghausen
Mut macht
Warum Rechberghausen noch nach fünf Jahren die
– kleine – Gartenschau feiert
suchern und das „Sommernachts-
fest in Erinnerung an die Garten-
schau“ mit jährlich ebenfalls meh-
reren tausend Besuchern verdankt
die Gemeinde ebenfalls dem Jahr
2009. Zudem haben sich Laidig
zufolge im Landschaftspark Verei-
ne angesiedelt, die das Gelände
pflegen und auch nutzen.
Laidig meint, weniger außenwirk-
sam aber fast wichtiger seien
„nunmehr gemachte Hausaufga-
ben“ – wie ja auch Gmünd unter
anderem die Brücken anging.
Rechberghausens Infrastruktur hat
jedenfalls in vieler Hinsicht profi-
tiert: „Mit der Gartenschau haben
wir zum Beispiel auch den Hoch-
wasserschutz komplett gerichtet.“
Das Ensemble Untere Mühle wur-
de damals grundlegend saniert.
Jetzt, im Sommer 2014, soll hier
ein Mühlentechnikmuseum einge-
richtet werden, das erlebbar
macht, wie einst aus Korn Mehl
entstand: „Noch nach fünf Jahren
entsteht Neues und Gutes.“ bt
noch mehr Herzblut in die Erde ge-
graben wurden, und im regenrei-
chen Sommer 2009 fast alle ange-
wachsen sind, werden immer
noch schöner. Was beim Gang
durch Rechberghausen offenkun-
dig ist, und beim Gespräch mit
Passanten unbestritten, bestätigt
auch Achim Laidig, persönlicher
Referent des Bürgermeisters Rei-
ner Ruf.
„Nur positiv“ sei der Blick auf das
Jahr 2009 mit seiner kleinen Gar-
tenschau, erklärte Laidig dieser
Tage im Gespräch mit der RZ. Aus
dem ehemaligen Gartenschauge-
lände sei ein Landschaftspark ge-
wachsen, der sehr gut angenom-
men und mit „Nachfolgeveran-
staltungen regelmäßig belegt“
werde. So habe Rechberghausen
aufbauend auf dem Veranstal-
tungskalender der Gartenschau
und gewachsen aus dem Ferien-
programm die Veranstaltungsrei-
he „FerienKultur“ konzipiert. Den
Gartenmarkt mit über 10 000 Be-
stäblich aus der Versenkung ge-
holt. Ein Herzstück der Garten-
schau war der neue Quellenweg
entlang alter und neuer Bachläufe,
der die charakteristischen Hang-
quellen des Albvorlands auf-
nimmt. Beim Spaziergang durchs
Villenviertel am Südhang zeigt
sich, wie sehr die Grundstücke
durch den völlig veränderten Aus-
blick auf Tal und Hügel aufgewer-
tet wurden.
Gärtnerische Glanzlichter fanden
und finden sich in der Nähe der
Wohnbebauung; je weiter nach
Osten die Besucher kommen, des-
to ursprünglicher ist die Vegetati-
on. Eigens zusammengestellte Sa-
menmischungen etwa haben
2009 traumhafte Blumenwiesen
wachsen lassen, die zum Teil heute
noch zu erkennen sind.
Gästeführerin Sabine Lutzeier hat
bereits vor fünf Jahren gesagt, für
sie seien der größte Gartenschau-
schau-Schatz die Bäume – Baum-
pflanzungen, die mit viel Geld und
Nicht einer der rund ein Dutzend
Befragten in Rechberghausen sag-
te der RZ etwas anderes als „Das
hat uns richtig gut getan“. „Das“
ist die „Kleine Landesgarten-
schau“ des Jahres 2009.
Das Ausstellungskonzept war klar.
Welche städtebaulichen Möglich-
keiten mit einer Gartenschau –
selbst einer so genannten „klei-
nen“ – verbunden sind, ließ Rech-
berghausen von Anfang an erken-
nen. Vor 2009 war am Ostrand der
Gemeinde Schluss: Stillgelegte
Gleise, ein hoch aufgeschütteter
Bahndamm und ein Fluss waren
schier unüberwindbare Barrieren –
dabei lockte auf der anderen Seite
eine Landschaft von ausgesuchter
Schönheit. Heute gibt es ebenerdi-
ge, sehr attraktiv gestaltete Über-
gänge. Wasser ist zentrales Ele-
ment; anstelle eines alten Sport-
platzes lockt jetzt ein See, vor al-
lem aber überzeugen die einst ver-
dolten und unter die Erde ver-
bannten Bäche: Sie wurden buch-
 Die „Kleine“
Landesgartenschau
hat Rechberghausen
verändert.
Fotos: bt
schau.gmuend

schau.gmuend

  • 2.
    2 EDITORIAL, INHALT Wir-Erfolg Schwäbisch Gmündwar jahrzehntelang die Stadt der Visionen, Planungen und der Baustellen. Der weitgehend abgeschlossene Stadtumbau und die Landesgartenschau sind die Krönung eines Entwicklungsschubs, wie sie die älteste Stauferstadt in ihrer rund 850-jährigen Geschichte noch nie erlebt hat. Dies spiegelt sich nicht nur in Bauwerken und neuen Platzgefügen wider, sondern auch im Geist und in den Herzen der Bürger. Schon im Rahmen des Stadtjubiläums mit Aufführung der Staufersaga vor zwei Jahren zeigte sich die Entwicklung hin zu einer äußeren wie auch inneren Blütezeit. Nicht immer hat die Stadt in ihrer Geschichte Epochen des Friedens und des Wohlstands erlebt, die Raum und Zeit gaben, sich so intensiv um Gestaltung eines schönen Stadt- bildes zu kümmern. Es gab auch Zeitspannen der Not, Krisen und der latenten Kriegs- angst. Da ging es gerade bei der Gestaltung eines wehrhaften Stadtbaus und von fruchtbaren Gartenflächen nur ums blanke Überleben. In den letzten Jahrzehnten kam eine moderne Sorge hinzu: Schwäbisch Gmünd geriet nach der großen Verwaltungsre- form der 70er-Jahre in den Schatten von scheinbar übermächtigen Nachbarn und wach- sender Verkehrsprobleme. Beklagt wurden Abwanderungen und Zentralitätsverlust. Einer der berühmtesten Sätze jener Jahre: „In Aalen läuft alles besser!“ Seit nun Schwäbisch Gmünd in die Stadtumbau- und Landesgartenschau-Ära gestartet ist, sind solche Klagelieder verstummt. Die werden nun umgekehrt eher in Nachbarstädten über die Gold- und Silberstadt angestimmt. Etwas leiser und bedächtiger freilich, denn wir werden auch als Wachstums- und Imagemotor des überregionalen, grenzenlosen Wirt- schafts- und Touristikraums Ostwürttemberg, Remstal, Stauferland und Welzheimer/ Schwäbischer Wald wahrgenommen. Stadtumbau und Landesgartenschau sind weniger der Erfolg staatlicher und städtischer Entscheidungen, sondern vielmehr einer großartigen, bürgerschaftlichen Gemeinschaftsleistung. Letztendlich auch von der Bevölkerung über Steuergelder, Gebühren, Eintrittskarten und Spenden finanziert. Eher beiläufig an dieser Stelle auch die Erinnerung an die stauträchtigen, staubigen und lauten Baustellenjahre. Mit diesem Wir-Gefühl gab es auch den wunderbaren Effekt, dass sich die Bürger mit Verantwortung und Feinsinn mehr denn je mit deren Stadt und ihrer Gestaltung ver- bunden fühlen. Beispiele sind die Bürgerinitiativen für Erhalt und Pflege des St. Salvator, gegen den Abriss der ehemaligen Königlichen Hauptpost, für Entwicklung des „Stauferquartiers“, für Bau des Aussichtsturms Himmelsstürmer und neuerdings für Bewahrung des historisch-wertvollen Gmünds insgesamt (Lex Gamundia). Mit Stadtumbau und Landesgartenschau hat Schwäbisch Gmünd aber auch bewiesen, weltoffen, gastfreundlich und Neuem aufgeschlossen zu sein. Die Gartenschau gleicht auch einer Ländle-Expo mit einer Vielzahl innovativer Bauwerke und Technik- präsentationen. Wir alle von der Rems-Zeitung sind stolz darauf, dass wir von Anfang an und kontinuierlich an diesem Entwicklungsschub mitarbeiteten, immer offene Ohren und Türen für Fragen, Kritik und Initiativen der Bürgerschaft hatten, mithin Teil dieses starken Wir-Gefühls waren, sind und weiterhin auch gerne bleiben werden. Viel Freude und auch Gmünder sowie regionaler Stolz bei der Lektüre dieser Sonder- beilage, welche diese Entwicklung dokumentiert und Vorfreude auf 166 Landesgarten- schau-Tage und darüber hinaus auslösen soll. Meinrad Sigg Verleger Das Magazin „schau.gmünd“ zur Landesgartenschau wird herausgegeben von der Rems-Zeitung im Verlag der Remsdruckerei Sigg, Härtel u. Co. KG Paradiesstraße 12, 73525 Schwäbisch Gmünd Anzeigen: (verantwortlich) Andreas Lonardoni, Dietmar Schmid Telefon (0 71 71) 60 06-70 anzeigen@rems-zeitung.de Redaktion: Heino Schütte Telefon (0 71 71) 60 06-40 redaktion@rems-zeitung.de Gestaltung: Diana Wellner Impressum editorial Meinrad Sigg, Verleger Heino Schütte, Redakteur Inhaltsverzeichnis Besuchen Sie „schau.gmünd“ schau-gmuend.de remszeitung.de facebook.com/remszeitung im Internet: Heino Schütte Redakteur 3/4 6/7 8 bis 12 14 bis 16 18 bis 28 30 Grußworte Grüß Gott in der Landesgartenschaustadt Schwäbisch Gmünd Überblick und Chronik der Landesgartenschau Der Stadtumbau Zwischen Himmel und Erde, die einzelnen Bereiche der Landesgartenschau Unerfüllte Gartenschauträume 31 bis 40 42 43 44 46 bis 52 Die Landesgartenschau für Körper, Sinne, Geist und Seele Sakrales Juwel und bürgerschaftliches Schmuckstück St. Salvator Das Thema Forst auf der Landesgartenschau Wahrzeichen Himmelsstürmer Die Einkaufs- und Erlebnisstadt während der Landesgartenschau 54 bis 60 62 64 66/67 68 70 71 Veranstaltungsübersicht Die Macher der Landesgartenschau Ein Fest auch fürs Handwerk Ausstrahlung aufs blühende Umland Kunst und Feinsinn Auch ein sportliches Ereignis Schöne Aussichten auch danach
  • 3.
    3 GRUSSWORTE grußworte Wie heißt esdoch so schön: Was lange währt, wird endlich gut. Lange Zeit mussten die Gmünderinnen und Gmünder Beschwer- nisse in Kauf nehmen. Baustelle reihte sich an Baustelle. Dann geht es Schlag auf Schlag: nach der Eröffnung des Einhorn- Tunnels im November 2013 nun die Landesgartenschau 2014. Und Schwäbisch Gmünd erstrahlt in neuem Glanz! So ist die 25. Landesgartenschau in Baden-Württemberg zugleich eine Gartenschau der Superlative: ein großes Areal, sich erstre- ckend auf verschiedene Höhenstufen vom „Erdenreich“ über die „Himmelsleiter“ bis hinauf zum „Himmelsgarten“. Rekordverdächtig ist der Vorverkauf an Dauerkarten, einzigartig das bürgerschaftliche Engagement. Sage und schreibe über 1.000 Gmünderinnen und Gmünder werden ehrenamtlich zum Gelingen beitragen und ihre Stadt den Gästen von nah und fern präsentie- ren. Damit wird die Jubiläumsgartenschau zu einer „Bürgerschau“ im wahrsten Sinne des Wortes. Und zu zeigen gibt es wahrlich viel! Selten zuvor sind im Zuge einer Gartenschau so viele öffentliche und private Investitionen mobili- siert worden. Selten zuvor hat sich das Stadtbild so gravierend verändert. Die älteste Stauferstadt hat vom Westen her ein neues Gesicht bekommen, ein Gesicht, das einlädt, das für Aufbruch steht, aber auch neue Blicke auf traditionsreiche Orte wie den St. Salvator eröffnet. So besticht die 25. Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd nicht nur durch das übliche Grün mit Blumen, Gärten, Wald und Forst. Sie ist darüber hinaus experimentell mit einer Reihe fantasie- reicher, technisch anspruchsvoller Bauten. Sie ist jugendlich in Gestaltung und Programm, aber auch traditionsbewusst, was die Einbeziehung historischer Bezüge der ehemaligen Reichsstadt anbelangt. Mit anderen Worten: eine ausgesprochen gelungene Mischung! Damit steht einer erfolgreichen Jubiläumsgartenschau im Jahr 2014 nichts mehr im Wege. Ich freue mich für die Gmünderinnen und Gmünder, dass sie pünktlich fertig wurden und alles so gut hinbekommen haben. Mein herzlicher Glückwunsch gilt der Stadt, ihrem Oberbürger- meister Richard Arnold und allen Bürgerinnen und Bürgern. Allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich schöne Stunden und erlebnisreiche Tage in einer aufblühenden Stadt an den Ufern der Rems. Winfried Kretschmann Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Zwei Jahre nach dem 850-jährigen Jubiläum Schwäbisch Gmünds steht mit der Landesgartenschau 2014 ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte der Stauferstadt an. Nach Jahren der intensiven Planung und Vorbereitung zeigt sich Schwäbisch Gmünd heute in einem völlig neuen Erscheinungsbild. Mit dem Instrument Landes- gartenschau wurden hier Grün- und Freizeitanlagen geschaffen bzw. aufgewertet, die nachhaltig die Lebensqualität und den Erholungs- und Freizeitwert der Bürgerinnen und Bürger steigern werden. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass urbanes Grün deutlich zur Zufriedenheit und zum Wohlbefinden der Bevölkerung beiträgt. Dazu kommt: Grünflächen sind die Visitenkarte einer Stadt und verbessern das Stadtklima. Freilich wurden in der Gold- und Silberstadt Schwäbisch Gmünd nicht nur neue Grünanlagen angelegt – das Großprojekt Landes- gartenschau war hier in besonderem Maße Auslöser für zahlreiche Veränderungen im Stadtbild. An dieser Stelle seien die vielen Stra- ßen- und Brückenbaumaßnahmen oder die Neuordnung des Gamundia-Areals genannt. Beispielgebend und einzigartig in der Geschichte der Landesgartenschauen ist die überaus hohe Anzahl an verkauften Dauerkarten sowie das überwältigende ehrenamt- liche und private Engagement, das eingeworben werden konnte. Dies macht deutlich, dass Landesgartenschauen auch immer An- stoß für das soziale Zusammenwachsen der Bevölkerung sind und als Chance begriffen werden, etwas zu bewegen. Es bleibt festzu- halten: Schwäbisch Gmünd ist für die Zukunft gut aufgestellt. Das Land Baden-Württemberg ist gerne Partner dieser 25. Landes- gartenschau – und das nicht nur in finanzieller Hinsicht. In den nächsten 166 Tagen präsentieren sich die verschiedenen Ministe- rien und ihnen nachgeordneten Behörden am Treffpunkt Baden- Württemberg in 30 Ausstellungen. Ich lade Sie ganz herzlich dazu ein, während lhres Gartenschauaufenthalts auch diesem Schau- fenster der Landesregierung einen Besuch abzustatten. Der Stadt Schwäbisch Gmünd, den Bürgerinnen und Bürgern so- wie den Besucherinnen und Besuchern der Landesgartenschau wünsche ich viele schöne, erlebnisreiche Stunden sowie ein erfolg- reiches Gartenfestival „zwischen Himmel und Erde“. Alexander Bonde Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg Winfried Kretschmann Alexander Bonde
  • 4.
    4 GRUSSWORTE Liebe Leserinnen, liebeLeser der Rems-Zeitung, Ihre Heimatzeitung hat in den vergangenen Monaten und Jahren ausführlich über unseren großen Stadtumbau und über die Vorbereitungen für unser Jahrhundertprojekt Landesgartenschau berichtet. Es gab spannende Diskus- sionen, viel Spaß, manche Sorge und einen Haufen Arbeit. Aber nun ist es endlich soweit: Wir alle freuen uns auf die vielen hunderttau- send Gäste, die unsere Stadt und unsere einmalige Landschaft in der Zeit vom 30. April bis zum 12. Oktober kennenlernen werden. Die Gartenschau- Besucherinnen und -Besucher erwartet auf der 25. Jubiläumsschau in Baden- Württemberg nicht nur eine zauberhafte Blumenpräsentation und ein prall gefülltes Veranstaltungsprogramm, sondern sie werden auch eine Stadt und eine Region im Aufbruch erleben. Die Landesgartenschau, die vielen Aktivitäten und unser aller Engagement der vergangenen Jahre werden unsere Stadt und unsere Heimatregion direkt am Eingangstor zur Region Stuttgart noch stärker ins Bewusstsein der Men- schen im Südwesten rücken und damit auch langfristig und nachhaltig eine positive Wirkung zeigen. Da bin ich mir sicher. Auch wenn gerade im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd in den vergange- nen Monaten Erstaunliches geleistet und von vielen Beteiligten viel Herzblut und Geld in unsere Infrastruktur und unser Stadtbild investiert wurde, so versteht sich die Landesgartenschau 2014 nicht nur als Gmünder Top-Event, sondern als ein Schaufenster unserer ganzen Region: An Josefsbach und Rems, im Taubental und im Landschaftspark Wetzgau zeigen wir nicht nur den Charme und die Schönheit der ältesten Stauferstadt, sondern breiten die gesamte Vielfalt unseres Ostalbkreises und der Region zwischen Schwäbi- schem Wald, Dreikaiserbergen, Ries und Härtsfeld aus. Für diese wirklich ein- malige Leistung möchte an dieser Stelle dem Team der Landesgartenschau GmbH, den vielen Beteiligten und ehrenamtlichen Helfern, den Vereinen und Gruppen, den vielen Gemeinden und dem Landkreis aus ganzem Herzen danken. Unsere geliebte Heimat ist freilich noch immer ein bisschen ein „Geheimtipp“ für Ausflügler, für Naherholungssuchende und Touristen, aber auch für Men- schen, die einen passenden Platz für ihre neue Heimat oder den Standort für ein neues Unternehmen suchen. Dass dies nicht so bleibt, dafür sorgt auf jeden Fall unsere zauberhafte Schau „zwischen Himmel und Erde“. Und sicherlich auch diese Sonderveröffentlichung Ihrer Heimatzeitung. Kommen Sie zusammen mit Ihrer Familie und Ihren Freunden im kommenden halben Jahr mit auf unsere traumhafte Reise in die Welt der Blüten, Pflanzen und Wälder, entdecken Sie spannende Attraktionen und faszinierende Ange- bote für die ganze Familie, lassen Sie sich entführen von einer ganz neuen Choreographie von Städtebau, Architektur, Flussläufen und Natur, schlen- dern Sie an lauen Sommerabenden an unserem neuen Remsstrand entlang und tauchen Sie ein in ein buntes und aufregendes Meer von Veranstaltun- gen, Ausstellungen, Konzerten und Aufführungen. So viel pralles Leben gibt es ansonsten so kompakt selten zu genießen. Ich wünsche Ihnen viel, viel Spaß dabei. Richard Arnold Oberbürgermeister Richard Arnold Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Gäste aus nah und fern, ich heiße Sie herzlich willkommen zur 25. Auflage der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd, die ab dem 30. April ihre Tore öffnet und bis Mitte Oktober Schauplatz von rund 2.000 Veranstaltungen und Aktionen sein wird. Dieser Event wird als erste Gartenschau im Ostalbkreis 166 Tage lang die neuesten Trends im Landschafts-, Garten- und Wasserbau präsentieren. Aber nicht nur die Berufsgruppen, welche sich der Gartengestaltung widmen, prägen das Bild in Schwäbisch Gmünd zwischen historischer Altstadt, dem Wald im Taubental und dem Landschaftspark in Wetzgau. Entstanden sind auf dem Gartenschaugelän- de, das erstmals überhaupt eine Waldfläche dieses Ausmaßes integriert, die „Stadt“ und „Land“ miteinander verbindet, wahrhafte architektonische Klein- ode: Das Forum Gold und Silber, das an zentralem Standort am Zusammenfluss von Josefsbach und Rems mit seiner spektakulären goldschimmernden Fassade alle Blicke auf sich zieht; der knapp 40 Meter hohe hölzerne Aussichtsturm „Him- melsstürmer“ im Landschaftspark Wetzgau, der durch seine Spiegelkacheln die Illusion vermittelt, er löse sich im Himmel auf, und gleichzeitig einen atemberau- benden Ausblick auf Schwäbisch Gmünd und die Dreikaiserberge bietet; oder der Forstpavillon, dessen bionischer Baukörper in futuristischer Holzkonstruktion dem Skelett eines Seeigels nachempfunden wurde. Innovative Architektur sowie moderne Werkstoffe und Holzbauweise geben Schwäbisch Gmünd ein neues Gesicht, das weit über das Ende der Landesgartenschau hinaus das Image der Stadt positiv prägen wird. Der Bau und die inzwischen erfolgte Öffnung des Ein- horn-Tunnels haben der Stauferstadt die einmalige Chance eröffnet, mit der Gar- tenschau den Charme ihrer historischen Altstadt mit dem Heute zu verknüpfen und in die Zukunft zu führen. Neue grüne Inseln sind entstanden, Bäche und Flüsse wurden für die Menschen erlebbar gemacht – die Gold- und Silberstadt Schwäbisch Gmünd erstrahlt in neuem Glanz. Dass diese Landesgartenschau ganz besonders von den Bürgerinnen und Bür- gern mitgetragen wird, zeigt deren riesiges Engagement, beteiligen sich doch weit über 1.000 Schwäbisch Gmünder als ehrenamtliche Scouts und Helfer. Nach der grandiosen 850-Jahr-Feier vor zwei Jahren ist dies ein weiterer Beweis der Verbundenheit der Bürgerschaft mit ihrer Heimatstadt. Immens ist das Interesse der künftigen Besucher an dieser außergewöhnlichen Gartenschau. Schon der Dauerkartenvorverkauf übertraf mit über 33.000 Stück alles zuvor dagewesene. Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass sich der Ostalbkreis als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum in Schwäbisch Gmünd mit all seinen Facetten vor- stellen wird. An diesen Standorten werden wir während der gesamten Dauer der Landesgartenschau präsent sein: Gemeinsam mit namhaften Unternehmen und Künstlern aus dem Ostalbkreis im Forum Gold und Silber, mit zahlreichen Erleb- niselementen und Mitmachangeboten unter dem Motto „Mensch!Wald“ im Er- holungswald Taubental, mit einer Holzskulptureninstallation auf dem Platz der Freundschaft ebenfalls im Taubental, im Landschaftspark Wetzgau mit einer 21 Meter langen Ostalbtafel im Ostalbgarten und mit einem Demonstrationsfeld zum Vergleich landwirtschaftlicher Anbaumethoden heute und zur Stauferzeit. An all diesen Orten werden wir mit interessanten Angeboten und Veranstaltun- gen gerne dazu beitragen, dass diese im Ostalbkreis erste und gleichzeitig Jubi- läums-Gartenschau ein voller Erfolg wird! Lassen Sie sich einfangen von der Landesgartenschau „...zwischen Himmel und Erde“ und freuen Sie sich auf viele schöne Stunden in Schwäbisch Gmünd und im Ostalbkreis! Herzlichst Ihr Klaus Pavel Landrat Klaus Pavel
  • 5.
    Ab sofort habenwir auch unseren gemütlichen Biergarten für Sie geöffnet. Das Sanitätshaus OrthoTecLeicht wünscht den Schwäbisch Gmündern und auch den Besuchern eine schöne Landesgartenschau 2014. Predigergässle 2, (gegenüber Hotel Pelikan) 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon 07171 99869 - 0 Telefax 07171 99869 - 29 info@orthotecleicht.de www.orthotecleicht.de Ab dem 5. Mai eröffnen wir unser Kompetenzzentrum für Bewegung in Schwäbisch Gmünd, Freudental 20 Sanitätshaus Orthopädietechnik Rehatechnik
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    6 STADTPORTRÄT Grüß Gott! Ichbin die Landesgartenschau-Stadt Schwäbisch Gmünd Von Natur, Kultur und Geschichte umarmt, freuen sich die blühende Stadt und die Bürger auf die Gastgeberrolle Limes entlang, um auf der ge- schützten Seite die erste doku- mentierte Verkehrs- und Handels- ader durchs Remstal zu errichten. Der Limes, seine Türme, Kastelle und Siedlungen gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und können in und um Schwäbisch Gmünd an vielen Orten besichtigt werden. Baudenkmäler und histo- rische Plätze aus fast zwei Jahrtau- senden an den Augen der Bürger und Besucher dieser Stadt vorbei ziehen: Wohntürme und Burgen aus der stolzen Stauferzeit, Reste der 2,6 Kilometer langen Stadt- mauer mit Turm- und Torbastionen aus dem Spätmittelalter, prächtige Handelshäuser aus der Barock- epoche, Silberwarenmanufaktu- ren aus dem Beginn des Industrie- zeitalters und sogar die Überbleib- sel aus der 40-jährigen amerikani- schen Garnisonszeit, als Schwä- bisch Gmünd und das benachbar- te Mutlangen als Hauptquartier und Basis von Pershing-Atomrake- teneinheiten zu weltbekannten Symbolorten der Weltpolitik und der Friedensbewegung wurden. Die Gmünder erlebten direkt vor ihrer Haustüre Jahre, die die Welt bewegten. Und ganz bestimmt nicht zuletzt: Schwäbisch Gmünd ist Kirchen- und Klosterstadt. Der Reichtum an Bauzeugnissen und anderen Dokumenten ausgepräg- ter Volksfrömmigkeit ist einzigar- tig. Schwäbisch Gmünd pflegte mit regen Handelsbeziehungen schon immer multikulturelle Welt- offenheit. Bis hin zum Bau der größten Moschee im Remstal im Rahmen eines bemerkenswerten Integrationsvertrages. hs größte Stadt im 80 Kilometer lan- gen Remstal auch als eine Art Patchwork-Familie verstehen und lieben lernen: Zehn bis dahin selbstständige Dörfer wurden ein- gemeindet. Gut die Hälfte der Bür- gerschaft ist in diesen Stadtteilen daheim, die allesamt mit einem markanten Vereinsleben ihre eige- nen Seelen bewahrt haben. Diese Vielfalt macht Schwäbisch Gmünd so sympathisch, dass auch immer mehr Menschen aus dem Bal- lungsraum Stuttgart gerne hier zwischen Stauferstadt im Remstal und Bergdorf an der Alb ihr „Häusle“ bauen wollen. Bauplatz- angebote sind auch reichlich und vor allem auch bezahlbar vorhan- den. Und die Verkehrsverbindun- gen über die „Remstalautobahn“ (B 29) und mit der Eisenbahn sind auch ideal: In einer halben Stunde bis zum Neckar oder auch (per IC- Anschluss) mitten in die Landes- hauptstadt hinein! Das schlägt auch gleich den Bogen zu einer historischen Betrachtung: Schnelle Verkehrsverbindungen wussten auch schon die Römer zu schätzen. Sie zogen bereits zwi- schen 150 und 260 n. Chr. auf dem Nord- hang bei Schwäbisch Gmünd ihre Grenze namens Eine schier unglaubliche Vielfalt und Schönheit an Kultur, Ge- schichte und Landschaft: Schwä- bisch Gmünd. Dazu das Glück ei- ner Stadt, niemals von kriegeri- schen Ereignissen oder Feuers- brünsten zerstört worden zu sein. Die Stadt und ihre Bürger freuen sich auf die Gastgeberrolle der 25. Landesgartenschau Baden-Würt- temberg. 166 Tage lang darf die älteste Stauferstadt und die mo- derne Einkaufs- und Erlebnisstadt Schaufenster von sich selbst und des pulsierenden Südwesten Deutschlands sein. Gestatten, ich bin Schwäbisch Gmünd: Seit 40 Jahren – seit der großen Verwaltungsreform – dür- fen die Bürger und Besu- cher die mit ak- tuell 60 000 Einwoh- nern << Der Marktplatz mit vielen Cafés und Wirt- schaften ist Herzstück der festfreudigen und gastfreundlichen Landes- gartenschaustadt Gmünd. Fotos: hs. grüß gott!
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    7 STADTPORTRÄT Geschichte, Fleiß und Kunstsinn Erdenreichund Himmelsgarten sind auch Schaubild von Vielfalt und Eigenarten von Schwäbisch Gmünd (im Vergleich dazu Stuttgart: 3000 pro Quadratkilometer). Die land- schaftliche Vielfalt Gmünds be- schreibt zugleich auch die Eigenar- ten der zehn Stadtteile, die wie ein abwechslungsreicher Kranz die Stadt umgeben: Rechberg mit Burgruine und Wallfahrtskirche ist dem Himmel besonders nah (707m). Hussenhofen-Zimmern liegt vertraut und idyllisch ganz nah bei Gmünd im Remstal. Bettringen ist mit knapp 10 000 Einwohnern, mit dem Industriegebiet Gügling und der Hauptverwaltung der Bar- mer GEK der pulsierende Riese in der lebenslustigen Gmünder Patchwork-Familie. Wer die Nähe zu den Bergen der Schwäbischen Alb liebt, der ist in Degenfeld („goldene“ Skispringer-Hochburg), Weiler und Bargau bestens aufge- hoben. Stadtnah und dennoch auf schönen Hochebenen gelegen sind Straßdorf und Großdeinbach mit Wustenriet. Am Tor zum Na- turpark Schwäbisch-Fränkischer Wald mit seinen vielen erholsamen Seen und Tälern liegen Lindach und Herlikofen. Gewiss nicht nur jetzt im Landesgartenschaujahr ist Wetzgau-Rehnenhof der Hit: Dort liegt der nachhaltig als Land- schaftspark gestaltete Gartensch- ausektor „Himmelsgarten“. Eine große Anzahl von weiteren namhaften Einrichtungen sind in und bei dieser „Gmünder Nord- stadt“ angesiedelt, so das große christliche Ferien- und Kongress- zentrum Schönblick sowie das Kli- nikum Schwäbisch Gmünd in Mut- langen. Nicht zuletzt die Gestaltung und Aufteilung des Landegartenschau- geländes in „Erdenreich“ und „Himmelsgarten“ mit dem Tau- bentalwald („Himmelsleiter“) als Bindeglied ist Schaubild für Reich- tum der Landesgartenschaustadt 2014: Umarmt von Natur und Kul- tur. hs weils von Mitte Juni bis Mitte Juli zelebrierten Altersgenossenfeste mit Umzügen und rauschenden Ballnächten. Erholsam für alle Sinne auch: Die kontrastreiche Landschaft von Gmünd und Umgebung, die prak- tisch von den milden Weinbergen des Remstals bis hinauf zur rauen Schwäbischen Alb mit ihren aus- gedehnten Wander- und Winter- sportgebieten reicht. Die geogra- phischen Daten von Schwäbisch Gmünd sprechen für sich: Der Marktplatz liegt 321 Meter überm Meeresspiegel. Die höchste Erhe- bung ist das Kalte Feld (781 m). Unten im Remstal passiert’s oft, dass im Frühjahr schon die Obst- bäume blühen und man aber oben auf dem Kalten Feld und an der herrlichen Wacholderheide am gastlichen Franz-Keller-Haus noch Schlitten oder Langlaufski fahren kann. 11378 Hektar umfasst die Gmünder Markungsfläche, wovon ein gutes Drittel bewaldet ist. Eine andere Zahl dazu: Lockere 540 Einwohner pro Quadratkilometer beträgt die Bevölkerungsdichte niglich Württembergischen Rems- taleisenbahn Mitte des 19.Jahr- hunderts. Einher ging diese Epo- che mit einer Blütezeit der Bil- dungslandschaft, die sich bis heu- te mit der Pädagogischen Hoch- schule und der Hochschule für Ge- staltung sowie mit vielen weiteren namhaften Schul- und beruflichen Bildungseinrichtungen fortsetzt. Das moderne Schwäbisch Gmünd ist auch die Remstal-Metropole des Handels und der Industrie. Vor allem namhafte Autozulieferer prägen mit ihren Entwicklungs- und Produktionsstätten das größte zusammenhängende Industrie- und Gebewerbegebiet Ostwürt- tembergs auf dem „Gügling“ bei Bettringen. Ausgleich zur ausge- prägten Gmünder Geschäftigkeit bieten eine riesige Zahl von Sport-, Musik- und anderen Vereinen. Die Besonderheit sind die Jahr- gangsvereine: Die Gmünder Al- tersgenossentradition ist einzigar- tig in Deutschland. Höhepunkte bilden zu den jeweils runden Ge- burtstagen ab dem Schwabenalter (40 Jahre) alle zehn Jahre die je- Vor allem das Ende der Reichs- stadtzeit durch die Besitznahme Gmünds durch die Württemberger brachte im Zuge der Säkularisie- rung ab 1802 einen gewaltigen Einschnitt mit Umwandlung der Klöster in weltliche Einrichtungen wie Kaserne, Gefängnis und Fi- nanzamt. Die christlich-traditionel- le Tradition dieser Stadt blieb aller- dings auf weite Sicht ungebro- chen, wie zuletzt zur Jahrtausend- wende auch die Neugründung des Klosters der Franziskanerinnen in Schwäbisch Gmünd sehr symbol- trächtig dokumentierte. Die große Tradition als Gold- und Silberstadt sowie neuerdings als Hochburg der Zukunfts- und Pro- duktgestalter (Designer) wurde nicht zuletzt durch den Erfolg der Kunsthandwerker des ausgehen- den Mittelalters begründet, da- runter Rosenkranzhersteller und Sensenschmiede. Die Industriali- sierung brachte mit vielen Silber- warenfabriken ein wahrhaft gol- denes Zeitalter. Vollends Schwung in den „Gmünder Welthandel“ kam durch die Einweihung der Kö- << Kirchenbauten, Türme und andere Bauwerke aus rund 800 Jahren prägen das Gesicht des historischen Stadtkerns. Foto: hs Neue Gmün- der Blütezeit: Innenstadt mit Investoren- und Garten- schauviertel.
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    8 ÜBERBLICK DER LANDESGARTENSCHAU DieLandesgartenschau im Überblick Besuch aller Schauplätze und Attraktionen an einem Tag kaum zu schaffen man nur anfangen und liebsten gar nicht aufhören bei dieser Viel- fältig- und Weitläufigkeit einer Veranstaltung mit zahlreichen Al- leinstellungsmerkmalen. Damit’s vor allem für die ganze Familie Spaß macht und vor allem auch die eigen Kondition nicht überstra- paziert, unser Tipp nach einem ersten Test: Ideal ist der Besuch von oben nach unten, also vom Himmelsgarten über die Himmels- leiter zum Erdenreich. Und auch: Am besten gleich zum Auftakt des Besuchs zum „Himmelsstürmer“, um eine richtig guten Überblick zu bekommen. Dieser „Himmelsstürmer“ ist schon allein eine Geschichte für sich: 38,3 Meter misst dieser Aus- sichtsturm, der wie ein Leuchtturm weithin sichtbar den „Himmels- garten“ krönt. 209 Stufen geht’s himmelwärts. Der Blick schweift über das Landesgartenschauge- lände bis hinab in die Stadt (Erden- reich). Majestätisch wirkt dahinter die Kulisse der Schwäbischen Alb mit den Dreikaiserbergen. Ein schöner Auftakt also für die Erkun- dung der einzigartigen 25. Landes- gartenschau Baden-Württemberg in Schwäbisch Gmünd. hs zwischen den beiden Hauptschau- plätzen - plus 120 Höhenmeter nicht zu vergessen. Die Himmels- leiter ist ein naturgewachsener, geschichtsträchtiger und sagen- umwobener Stadtwald im wilden Taubental. Anlässlich der Landes- gartenschau sind Teile davon unter der vielsagenden Überschrift „Mensch Wald“ zur einer Präsen- tations- und Aktionsarena umge- wandelt. Die für Baden-Württem- berg ökologisch und ökonomisch bedeutsame Forstwirtschaft prä- sentiert sich mit all ihren Facetten, und zwar in einem Umfang, wie bei noch keiner Landesgarten- schau. Die Besonderheit auch: Di- rekt durch diesen Taubentalwald verläuft das Weltkulturerbe Limes. Das beschert ein Hochgefühl für jeden, der sich für die Frühge- schichte im Ländle interessiert: Wer vom „Erdenreich“ in den „Himmelsgarten“ spaziert, der überquert die antike „Teufelsmau- er“, wechselt damit gedanklich zwischen dem einstigen römi- schen Imperium im Süden hinüber ins Germanien in den wilden Nor- den. Wo, so wird nun jeder Landesgar- tenschau-Besucher fragen, soll Die 25. Landesgartenschau Baden- Württemberg öffnet am Mitt- woch, 30. April, für 166 Tage ihre Pforten zu einem blühenden Para- dies und zu einzigartigen Schau- plätzen einer beseelten Kultur- landschaft, die alle Sinne an- spricht. Eine große Sorge treibt die Macher dieser Jubiläumsgartenschau um: Der klassische Tagesgast wird die sprichwörtliche „liebe Qual der Wahl“ verspüren, wenn er nach Schwäbisch Gmünd kommt. Denn ein Tag allein wird kaum ausrei- chen, um alle Sehenswürdigkeiten dieser außergewöhnlich weit ver- zweigten und erlebnisreichen Lan- desgartenschau zu besuchen. Die Gmünder Landesgartenschau ist im Prinzip zweigeteilt. Die Ver- bindungen sind aber kurzweilig. Daher: Wer den Buspendelverkehr zwischen „Erdenreich“ in der quir- ligen Stadt unten im Remstal und dem „Himmelsgarten“ beim idylli- schen Dörflein Wetzgau oben auf einer wunderbar aussichtsreichen Hochfläche nutzt, der schont zwar Kondition und Zeitbudget. Doch er hat die zauberhafte „Himmelslei- ter“ versäumt. Denn so heißt das gut 1000 Meter lange Bindeglied << Das Landesgarten- schau-Wahrzeichen Himmelsstürmer wirkt als Wegweiser und gibt einen tollen Über- blick. Foto: hs << Wasser und Bewegung sind Sinnbilder des Lebens. Die Landesgartenschau ist voll davon. Fotos: hs überblick
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    ...MIT PASSION UND ALTEN STEINEN NEUEIDENTITÄT SCHAFFEN. Sipple GmbH & Co. KG Frickenhofen · Schmiedstraße 27 74417 Gschwend Telefon 07972/93660 www.sipple-steine.com Die Betonprofis. Kompetenz aus dem Fahrmischer www.tbg-kocher-rems.de TBG KOCHER-REMS Schwäb. Gmünd Spraitbach Gaildorf 0 71 71/ 92 77 70 0 71 76/ 5 65 0 79 71/ 2 37 80 Ihr Haus wird himmlisch schön ... durch bodenständiges Zimmererhandwerk von Sie finden uns im Erdenreich beim Landesgartenschaugelände in der Josefstraße 2 in Schwäbich Gmünd Telefon (0 71 71) 23 07 · E-Mail: holzbau.kessler@t-online.de Forststraße 29, 73529 GD-Straßdorf - Gewerbegebiet Süd Tel. 0 71 71-29 13, Fax 0 71 71-3 89 47 Seit 93 Jahren
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    Die wichtigsten Schauplätze Diese Landesgartenschauspricht alle Sinne an und ist reich an Pfaden und Plätzen für Körper, Geist und Seele Landesgartenschau von Baden- Württemberg eine der geschichts- trächtigsten Städte des Landes aus dem Dornröschenschlaf geholt hat. Der etwa 1000 Meter lange Kanaleinschnitt des Josefsbach war einst unüberwindbarer Teil der Befestigung der Freien Reichs- stadt. Für die Landesgartenschau wurde das Bachbett angehoben, mit dem „Grünen Band“ wurde eine Uferpromenade quer durch die Stadt geschaffen. Dornröschen lässt vollends grüßen am maleri- schen Fünfknopfturm-Ensemble: Der alte Wehr- und Feuerwacht- turm thront über der ältesten Brü- cke der Stadt. Dann: Hinein ins his- torisch-romantische Zentrum die- ser Stadt, die nun 166 Tage lang mit 2000 Ver- anstaltungen blühende und gastfreundliche Schwabenmetropole ist! hs fahrtsstätte an der weit und breit einzigartigen Felsenkirche St. Sal- vator zustreben. Wer auf den Aus- sichtsplateaus der Felsenkirche und der von einer Bürgerinitiative sanierten Salvatorklause steht, dem liegt nun die Stauferstadt mitsamt dem „Erdenreich“ zu Fü- ßen. Herzstück des „Erdenreich“ ist der Remspark. Alles überra- gend: Die mutige Architektur des Forums Gold und Silber. Der Clou: Dieser hochmoderne Stadtturm steht direkt auf den sichtbaren Resten der spätmit- telalterli- chen Stadtmau- er. In die- sem Altstadt- sektor wird beson- ders sichtbar, wie die Jubilä- ums- ristischen Forstpavillon aus noch am Waldrand entlang unbedingt einen Spaziergang hinüber zum christlichen Kongress- und Ferien- zentrum Schönblick unternehmen, gleichfalls ein natur- und kulturge- schichtlich gewachsener Teil des begnadeten Himmelsgarten. Überhaupt ist diese Landesgarten- schau reich gesegnet mit Pfaden und Schauplätzen, die dem Geist und der Spiritualität dienen. Nach so viel Himmelsgarten wird’s Zeit für den abenteuerlich bis be- schwingten Abstieg über die „Him- melsleiter“ hinab zum „Erden- reich“. Ein Waldentdeckersteg führt den Spaziergänger flotten Schrittes durchs wilde Taubental. Es rauscht der Tannen- und Laubwald, besonders aber der Bach in felsiger Schlucht. Wo das Taubental- bächlein den Wald verlässt, kreuzt der Limes die Spuren der Gartenschauwanderer oder auch der Pil- ger, die von hier der Wall- Der Blick vom Himmelsstürmer zeigt’s auch gleich: Einer der wich- tigsten Bausteine dieser Landesgar- tenschau war hier schon präsent, noch ehe die Förder-Millionen für den großen grünen Stadtumbau nach Schwäbisch Gmünd flossen. Die Rede ist von den Heilpflanzen- gärten des bekannten Naturheil- und Pflegemittelherstellers Wele- da. Auf der anderen Seite des Ge- ländes, dort wo der Kirchturm der gotischen Dorfkirche von Alt-Wetz- gau grüßt, herrscht im Himmels- garten anschauliche Bodenständig- keit: Landschaftsgärtner zeigen fantasievoll und künstlerisch ge- staltete Gartenbau-Beispiele. Es schließt sich ein in dieser Größe und Form einmaliges Erlebnis- und Lernzentrum an, wo Bienenzüch- ter, Kleingärtner und vor allem die Obst- und Gartenbauvereine aus der Region Einblicke geben in Re- geln, Dynamik, Nutzen und Befind- lichkeiten des Miteinanders zwi- schen Mensch und Natur. Genau diese Merkmale treffen auch beim Besuch des Forstpavillons zu. Bevor es nun reingeht ins Abenteuer soll- te der Gartenschau-Gast vom futu- << Das „Grüne Band“ (links) war einst Teil der Stadtbefestigung. Foto: hs überblick << Auf den Garten- schaubesucher wartet inSchwäbischGmünd eine extrem vielfältige Erlebnislandschaft. Landesgartenschau 2014 Die wichtigsten Zahlen und Fakten Die 25. Landesgartenschau Baden-Württem- berg öffnet am 30. April ihre Pforten und endet voraussichtlich am 12. Oktober. Das um- zäunte Gelände umfasst insgesamt 15 Hektar Fläche, davon ein Hektar Wasserfläche. Sowohl im Himmelsgarten als auch im Erden- reich stehen jeweils vier Kilometer lange Spazierwege zur Verfügung. Sieben Brücken wurden neu gebaut, zwei denkmalgerecht saniert. 1000 Bäume und 30 000 Stauden wur- den für die Gartenschau gepflanzt. 6000 Qua- dratmeter groß sind die Blumenbeete für die Wechselpflanzungen. 10 DIE SCHAUPLÄTZE
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    Severin Abt GmbH& Co. KG TicketCorner . Ledergasse 19 . 73525 Schwäb. Gmünd . 07171-1049970 Betriebssitz . Lorcher Str. 64 . 73525 Schwäb. Gmünd . 07171-925500 www.stadtbus-gmuend.de Wir sorgen für Bewegung Ein sehr gutes Fahrplanangebot bis in die Nachtstunden, und dies auch an den Wochenenden, bringt unsere Kunden günstig und sicher ans Ziel. Auf insgesamt elf Linien sorgen wir in und um Schwäbisch Gmünd für Mobilität. Ob Schule, Business oder Freizeitgestaltung – der Stadtbus ist immer eine sichere und günstige Alternative. Pensions- und Ausbildungsstall Dressur- und Springunterricht Beritt, Reithalle, Außenreitplatz, Longierzirkel, Pferdelaufband, Koppeln, gute Ausreitmöglichkeiten Telefon 01 75 /8 46 38 48 Schönhardter Pferdehof
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    12 DIE CHRONIK Zwölf Jahrevon der Bewerbung bis zur Eröffnung Chronik und die wichtigsten Stationen auf dem Weg zur Landesgartenschau gefeiert. Veröffentlichung des Slogans „Zwischen Himmel und Erde“. Erste öffentliche Baustel- lenführungen nach Fertigstellung des neuen Gamundia-Boulevard. Startschuss und Spatenstiche für viele Projekte wie Wissenswerk- statt EULE und Aussichtsturm Himmelsstürmer. Anlässlich des Countdowns „Noch 500 Tage“ treffen sich 1000 Kindergarten- und Schulkinder auf dem Markt- platz, um die Aktion „Gmünder Grüße“ mit Blumen- und Wolken- symbolen zu starten. . � 2013: Beginn der umfangreichen Sanierungs- und Modernisie- rungsarbeiten für den Garten- schau-Bahnhof Gmünd. Eröff- nung Einhorn-Tunnel, mithin die wichtigsten Voraussetzungen für Landesgartenschau und Stadtum- bau. Der Dauerkartenverkauf startet und verbucht innerhalb von wenigen Monaten ein Re- kordergebnis von rund 30 000 verkauften Dauertickets. � 2014: Am Mittwoch, 30. April, öffnet die 25. Landesgartenschau Baden-Württemberg ihre Pforten, wobei sich der Schwerpunkt der größten Präsentations- und Ver- anstaltungsflächen im Laufe der Zeit immer stärker auf den weitflächigen Himmelsgarten nach Wetzgau verlegt hatte. hs wurde das Projekt auf den Land- schaftspark bei Wetzgau ausge- weitet. � 2003: Die Landesregierung erteilt der Stadt den Zuschlag für diesen Wunschtermin. � 2006: Landschafts- und städte- baulicher Ideen- und Realisie- rungswettbewerb unter Teilnah- me von 46 Planungsbüros. � 2007: Aus dem Wettbewerb geht das Büro a24 Landschaft als Sie- ger hervor. � 2008: Der Gemeinderat stimmt dem Vorentwurf zu. � 2009: Oberbürgermeister Wolf- gang Leidig handelt mit seinem Kollegen aus Nagold ein Tausch- verfahren für die Termine aus. Vor allem wegen der zeitlichen Tun- nelbau- und Stadtumbauproble- matik übernimmt Gmünd den Gartenschautermin erst 2014. � 2010: Gründung der Landesgar- tenschau GmbH für Schwäbisch Gmünd und Festlegung für das Logo. � 2012: Fahnenübergabe in Nagold: Gmünd wird nun ganz offiziell als Gastgeber für die 25. Landesgar- tenschau Baden-Württemberg Überlegungen für die Durchführung einer Landesgartenschau in Schwä- bisch Gmünd tauchten in den letzten drei Jahrzehnten immer wieder auf. Bereits der frühere Gmünder und spätere Stuttgarter Oberbürger- meister Dr. Wolfgang Schuster skizzierte wäh- rend seiner hiesigen Amtszeit (1986-1993) die Idee für ein Landes- gartenschaugelände, das sich als grünes Band im Bereich der sonnigen und aussichtsreichen Berghänge unter Einbe- ziehung der Pädagogi- schen Hochschule und des Schulzentrums Strümpfelbach zwischen Bettringen bis zum Zei- selberg hingezogen hät- te. Forciert wurde das Gartenschau- Bestreben mit dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Wolfgang Leidig im Jahre 2001. Dann ging es Schlag für Schlag. Hier die Chronik: � 2002: Unter dem Arbeitstitel „Das grüne Band“ reicht die Stadt Schwäbisch Gmünd die Bewer- bung für die 24. Landesgarten- schau Baden Württemberg für das Jahr 2012 ein. Zunächst umfasste die Planung nur den Innenstadtbereich. Erst viel später << Im Laufe des Som- mers 2010 nahmen Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Landesgartenschau GmbH ihre Arbeit auf. << Oberbürgermeister Richard Arnold lud die Bürgerschaft immer wieder zu Baustellen- besichtigungen und Gesprächen ein. Einige Projekte waren nicht unumstritten, so bei- spielsweise der Bau des Gamundia-Boulevards. chronik
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    Wir haben mitangepackt!
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    14 DER STADTUMBAU Der große Stadtumbau Landesgartenschauund Gamundia-Projekt miteinander verzahnt nein ist festzustellen, dass diese Einmischung am Beginn einer star- ken Identifikation der Gmünder mit dem ökologischen und ökono- mischen Aufbruch stand. Dem neuen Oberbürgermeister Ri- chard Arnold, Gamundia-Mana- ger Bürgermeister Joachim Bläse und Baubürgermeister Julius Mihm gelang das Kunststück, kommunalpolitische Streithähne und kochende Bürgerseelen mit dem Mittelweg für Gestaltung ei- nes Gamundia-Boulevards mit Er- halt des Kopfbaus der historischen Post zu besänftigen. Und nach komplizierten Verhandlungen und der lästigen Geheimhaltungspha- se wurden 2010/2011 die Ent- wurfsverhandlungen für Gamundia geöffnet und der Investorenver- trag mit den beiden Projektent- wicklern SEPA und HBB unter- zeichnet. Allerdings: deren Enga- gement schrumpfte auf die Reali- sierung des Einkaufszentrums in der Ledergasse zusammen. Und plötzlich ging alles ganz schnell Nachdem die Last mit dem ver- korksten internationalen Investo- renwettbewerb vollends abge- streift war, widmete sich die Stadt- verwaltung mit Erfolg einem Di- rektverkauf der Bauflächen am Bahnhofsplatz mitsamt des Erhalts der ehemaligen Silberwarenfabrik Hirzel und der historischen Post an regionale Projektentwickler und Investoren. Die Rechnung ging nach den Zitterpartien auf: Stadt- umbau und Vorbereitungen für die Landesgartenschau standen fortan unter Volldampf. Aber auch unter Zeitdruck. hs eine Landesgartenschau-Konzep- tion ging der grüne Teil im Rathaus relativ rasch über die Bühne der Beratungen und Entscheidungen. Dagegen bissen sich Stadträte und Stadtverwaltung beim Investiti- onswettbewerb für Gamundia, also für den eigentlichen Stadtum- bau, fest. Auch in der Bürgerschaft gab es massive Irritationen und viel Kritik, denn das europaweit aus- geschriebene Verfahren musste aufgrund der Vorschriften einem strengen Stillschweigen unterstellt werden. Stolpersteine, Unzufrie- denheit und auch politische Gra- benkämpfe, dazu der plötzliche Rückzug des Baubürgermeisters und des Leiters des Stadtpla- nungsamts sowie der emotionale OB-Wahlkampf kennzeichneten den beschwerlichen Weg zum Stadtumbau. Gamundia wurde zum Zankapfel, stand fast schon auf der Kippe. Die Bürgerschaft fühlte sich in weiten Teilen nicht mehr mitgenommen. Der Gedan- ke eines kompletten „Plattma- chens“ mit Abbruch von zwei Dut- zend Gebäuden, darunter auch die gesamte historische Struktur des 1911 entstandenen Bahnhof- ensembles mit Königlicher Haupt- post, entzweite die Bürger. Tau- sende Unterschriften wurden für den Erhalt dieses Gebäudes gesam- melt. Eine weitere Bürgerinitiative beschwor den Bau eines kleinen Gamundia-Tunnels, um die weiter- hin präsente innerstädtische Ver- kehrslawine unter das zukünftige Laga-Gelände hindurch zu führen. Im Rathaus tat man sich zunächst schwer, diese Mitsprache aus der Bevölkerung aufzugreifen und ernst zu nehmen. Im Nachhi- te die Stadtverwaltung die so ge- nannte Gamundia-Konzeption auf den Weg. Diese sah zunächst ein massives und verdichtetes Erleb- nis-, Geschäfts- und Bürozentrum und sogar einen großen Kinoneu- bau im Bereich des Bahnhofvier- tels vor. Doch schon Jahrzehnte zuvor hat- te Visionär und Gestalter Walter Giers die eigentlichen grünen Ge- danken niedergeschrieben und skizziert, die dem nun verwirklich- ten Konzept verblüffend nahe- kommen: Die Stadt möge aus ihrer vernachlässigten Flusslandschaft eine Idylle mit Erlebniswert und Aufenthaltsqualität gestalten. Dann die starke Chance: Landes- gartenschaubewerbung mit den beiden Grundgedanken: Erstens Stadtgarten mit einer Renaturie- rung der Gewässerlandschaft zu erweitern; zweitens damit den pri- vaten Investitionsschub fürs neue Gamundia-Viertel in seiner Funkti- on als einladendes und lukratives Stadtentree mit Blickrichtung Me- tropolregion Stuttgart aus- lösen. Zwei miteinander verzahnte Gestaltungs- und Investitionswettbe- werbsverfahren wur- den eingeleitet. Aufgrund der bereits skizzierten Ideen für Die 25. Landesgartenschau Ba- den-Württemberg hat etliche Al- leinstellungsmerkmale. Vor allem: Erstmals in diesem Umfang geht eine Landesgartenschau so eng verknüpft mit einem Stadtumbau (Gamundia-Projekt) und auch mit einer solch aufwändigen Straßen- baumaßnahme (Tunnel) einher. Ohne Neubau einer Ortsumge- hung für die B 29 wäre das Gmün- der Landesgartenschaukonzept so nicht zu realisieren gewesen. Ganz am Anfang standen spannende Visionen Die Rems-Zeitung begleitete die Stadtumbau-Visionen von Anbe- ginn, dokumentiert in einem zen- tralen Kapitel des zur Jahrtausend- wende im Verlag der Gmünder Heimatzeitung erschienen Buches „Stadtkultur am Beispiel Schwä- bisch Gmünd“ von Künstler und Stadtvisio- när Wal- ter Giers und RZ-Re- dakteur Hei- no Schütte. Parallel dazu brach- << Walter Giers (links mit Victory-Zeichen) gehört zu den Visionären von Gamundia. << Im März 2010 startete der grüne Stadtumbau mit Abriss des Remswehrs (oben). Fotos: hs umbau
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    Vom grauen Bahnhofsviertel zum Glanzstück Umfangdes grünen Stadtumbau und Strukturwandel einzigartig für eine Landesgartenschaustadt der früheren Silberwarenfabrik in das Gastronomie- und Veranstal- tungszentrum „Villa Hirzel“. Pro- jektiert ist auch ein Hotelneubau. Und dazu die goldene Gamundia- Krönung an den sonnigen Rems- terrassen: Das Forum Gold und Sil- ber. Eine gestalterisch ausgeklü- gelte Unterführung verknotet die- ses attraktive Bahnhofsviertel auch mit dem Gebiet auf der anderen Seite des modernisierten Bahn- hofs, wo an der „Jugendmeile“ im alten Güterbahnhof die innovative Schüler- und Wissenswerkstatt EULE entstanden ist. Das frühere Gleisareal bot auch Bauplatz für eine Behindertenwerkstatt der Stiftung Haus Lindenhof und für die Kletterhalle des Alpenvereins. Synergieeffekte für Stadt und Region „Gmünd 2014“ wirkt unterm Strich wie eine Zauberformel, die durch viele Verzahnungen und Sy- nergieeffekte einen städtebau- lichen Entwicklungsschub los- getreten hat, der im Vergleich mit anderen Landesgarten- schaustädten einzigartig ist. Lan- desgartenschau und Stadtumbau strahlen mit Sanierungs- und För- dermaßnahmen auch aus in die In- nenstadt. Die kommunalpolitische Zielrich- tung: Strukturwandel für ganz Gmünd, um diese Stadt als Stand- ort für Industrie, Handwerk, Dienstleister und auch Häuslebau- er attraktiver denn je zu machen. Zwischenzeitlich wird auch von Nachbarn neidlos anerkannt, dass Schwäbisch Gmünd zum Wachs- tums- und auch Imagemotor für die Regionen Ostwürttemberg und Remstal geworden ist. hs Bogenbrücke am Fünfknopfturm. Ein Ensemble entsteht, das die Herzen gewiss von alten Burgen- und Mittelalterfans höher schla- gen lässt. Schlussendlich wurde der gesamte Durchgangsverkehr verbannt, die Asphaltseen und Betonwände der bisherigen Verkehrsknoten am Bahnhof/B29 zurückgebaut, um nicht nur jetzt für die Landesgar- tenschau, sondern für alle nachfol- gende Generationen den ganz ge- wiss schönsten und größten Stadtpark anbieten zu kön- nen, den die Stadt Schwä- bisch Gmünd je gesehen hat. Die Herzstücke des Stadtumbaus Der Blick aus dieser grünen Oase mit Gebirgsbachatmosphäre reicht dann auch hinüber zum neuen Bahnhofsviertel, wo das eigentli- che Herz des Stadtumbaus schlägt: Moderne und auch historische Dienstleistungsgebäude, die Hoch- schule für Gestaltung und die Re- gionalverwaltung. Ein besonderes Schmuckstück ist die Verwandlung richtung zur Metropolregion Stutt- gart. Bau des Gamundia-Boule- vards und des Einkaufszentrums Remsgalerie bildeten die ersten Schritte für den Stadtumbau, der öffentliche und private Investitio- nen von gut 100 Millionen Euro lostrat. Die Ledergasse schlüpfte in ihre alte Rolle als Einkaufs- und Flanier- meile zurück, wird damit auch Bindeglied zum Landesgar- tenschaugelände. Das Neu- erle- ben und das Rena- turieren der Fluss- land- schaft im Bahnhofs- und Ga- mundiaviertel für die Tier- und Pflanzenwelt ging einher mit einer ganzen Anzahl von Brückenneu- bauten und -sanierungen. Hervor- zuheben sind die eleganten Neu- konstruktionen, dazu besonders aber auch der historische Rückbau der bislang unter einem Betonde- ckel verborgenen mittelalterlichen 100 Jahre tat das quirlige Gmün- der Bahnhofsviertel mit seinen rie- sigen Verkehrsflächen seinen Dienst. Eine der wichtigsten und vielleicht auch verhängnisvollsten Entwick- lungen: Immer mehr Güterverkehr wurde von der Bahn auf die Straße verlagert. Die kuriose Situation im Nordwesten der Stadt: Vor etwa 20 Jahren wurde das Ende des Gü- terbahnhofs mit seinen riesigen Gleisanlagen eingeläutet. Dafür erstickte gleich daneben die B-29-Ortsdurchfahrt im zuneh- menden Lkw-Verkehr. Wo sich heute mit dem Remspark das Herzstück der Landesgartenschau und des Stadtumbaus befindet, befand sich noch vor knapp vier Jahren der größte und schlimmste Straßenverkehrsknoten Gmünds. Aus Verkehrsknoten wurde Idylle Unvorstellbar, angesichts der heutigen Idylle, auch viele teils furchtbare Ver- kehrsunfälle in den Kurven- bereichen an der Bahn- hofsbrücke. Der Mün- dungsbereich Rems/Jo- sefsbach war kaum wahr- nehmbar, sondern betoniert und zugedeckelt von bis zu vier Fahrspuren breiten Straßen und Brücken. Dazu kam in der nahen Ledergasse auch der Niedergang des Kauf- hausklotzes Horten und der Engel- brauerei. Von der Nepperbergstra- ße bis in die Ledergasse entpuppte sich eine Brach- und Entwicklungs- fläche, die dringend angegangen werden musste. Schließlich handelte es sich ja um den für Gmünd zentralen und westlichen Stadteingang mit Blick- Gamundia- Viertel und Remspark bilden die neue gute Stube der Ältesten Stauferstadt. stadtumbau Kunst, Denkmal- pflege und auch moderne Architektur prägen das Gamundia-Viertel. Fotos: hs 16 DER STADTUMBAU
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    Anbieter: Daimler AG,Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart Partner vor Ort: Mercedes-Benz Niederlassungsverbund Ulm/Schwäbisch Gmünd/Ravensburg Lorcher Straße 151, 73529 Schwäbisch Gmünd, Telefon: 07171 357-0, Telefax: 07171 357-2234 www.schwaebischgmuend.mercedes-benz.de Unsere Service-Aktion zur Landesgartenschau. Für Sie und Ihr Fahrzeug. Schwäbisch Gmünd Sie kommen mit Ihrem Fahrzeug zum Kundendienst. Währenddessen geniessen Sie kostenlos die Landesgartenschau. Wir bringen Sie selbstverständlich hin und holen Sie wieder ab. Planung · Verkauf · Montage www.rundumdiekueche.de Die Betonprofis. Kompetenz aus dem Fahrmischer www.tbg-kocher-rems.de TBG KOCHER-REMS Schwäb. Gmünd Spraitbach Gaildorf 0 71 71/ 92 77 70 0 71 76/ 5 65 0 79 71/ 2 37 80 Abschleppdienst Tag + Nacht Überführungen Autovermietung An- und Verkauf bis zum Totalschaden Eil- und Sachtransporte Tel. (07171) 39349, Fax 67373 HAUSNER ¢ ¢ Seniorenzentrum Melanchthonhaus Pflege und Begegnung im Herzen der Stadt Förderverein Gmünder S üdstadte.V. E I N H A U SW MICHAEL ROLLAnerkannter Berater für Deutschen Wein (DWI) Gutenbergstraße 108 D-73525 Schwäbisch Gmünd E-Mail: info@weinhaus-roll.de Telefon: 0 71 71/6 83 95
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    18 DAS ERDENREICH falt“ oderetwa ein begehbares Zentralmodul laden zum Mitma- chen ein. Ebenfalls im ersten, zweiten und vierten Stockwerk zeigt sich der Kreis als starker Wirtschaftsstandort. Etwa 16 Fir- men werden hierbei vertreten sein. Die komplette dritte Etage steht unter dem Motto „Kunst und Kultur erleben“. Im Unterge- schoss wird für das leibliche Wohl gesorgt sein. Die Gastronomie hat auch im res- taurierten Haus Hirzel einen Platz gefunden. Hier werden auch zahl- reiche Veranstaltungen für erleb- nisreiche Abende sorgen. Die Vil- len-Gärten wecken Erinnerungen an eine alte, traditionsreiche Stadt. Die Partnerstädte haben dazu ihren Teil beigetragen und haben die ganze Welt nach Schwäbisch Gmünd und dem Os- talbkreis gebracht. Für die kleinen Gartenschaubesucher sind sicher- lich die Spielplätze am interessan- testen, mit zahlreichen Attraktio- nen, die Spaß und Freude garan- tieren. Den Geist von Schwäbisch Gmünd erfährt man in der historischen Altstadt. Das Heilig-Kreuz-Müns- ter und die Johanniskirche prägen seit jeher das Stadtbild und sind immer einen Besuch wert. Wie auch der Marktplatz, der zu den schönsten in Baden-Württemberg zählt. Hier kann man in den zahl- reichen Cafés, Bars und Restau- rants den Gartenschaubesuch noch einmal Revue passieren las- sen. hs Blumenschauen wird einem die Vielfältigkeit der floralen Welt vor Augen geführt. Im silbernen Band sind die Bürgergärten zu finden, während der Senkgarten am gol- denen Band liegt. Wasser als Quell des Lebens. An den Bachläufen der Rems und des Josefsbachs lässt es sich entspan- nen und sind der ideale Ort um den Alltag zu vergessen und tief durchzuatmen. Entlang des Rems- strands kann man auf Sitzsteinen und Holzdecks die Seele baumeln lassen. Neue Brücken geben der Stauferstadt einen mediterranen Flair und führen auf direktem Weg die Fußgänger und Radfahrer in die Innenstadt. Am neu gestalteten Mündungs- bereich kann man einfach mal in- nehalten und das neue Stadtbild von Schwäbisch Gmünd auf sich wirken lassen. Dort trifft man auch auf das neue Forum Gold und Silber, das die Stadt in einem einmaligen golde- nen Schimmer erscheinen lässt. Während der Gartenschau bietet das Gebäude Ausstellungssflä- chen für den Ostalbkreis. Im Zen- trum stehen namenhafte Künstler und Unternehmen aus dem Land- kreis. Im Erdgeschoss und im ers- ten Obergeschoss können Besucher die vielfältigen Facetten kennenlernen – kubi- sche Erlebniselemente mit den Themen „Mein Ostalbkreis“, „Tourismus aktiv“, „Mosaik der Viel- Wasser und frisches Grün um- rahmt von einer historischen Alt- stadt – so zeigt sich das Erdenreich der Landesgartenschau. Eine Stadt verwandelt sich in ein Blumenmeer und lädt dazu ein, durch die alten Alleen und Prome- naden zu schlendern und sich von der fantasievollen Gestaltung ver- zaubern zu lassen. Schwäbisch Gmünd macht ihrem Status als Gold- und Silberstadt alle Ehre und lässt die Besucher durch ein goldenes und silbernes Band den Weg vom Bahnhof di- rekt in die Innenstadt finden. Vorbei an dem Remsgarten und die Bahnhofsbrücke zum Con- gress-Centrum Stadtgarten wei- ßen gold- und silberfarbene Stau- denbeete den richtigen Weg. Das goldene Band führt schnellstmög- lich über das Rokokoschlösschen zur Blumenhalle des Congress- Centrums – Das Herzstück der Lan- desgarten- schau. Dort trifft man auf die komplet- te, kreative Bandbreite der Floristik. In regelmäßig wechselnden Im Tal das Erdenreich Im Tal das Erdenreich Stadt und Natur im Einklang. Gold und Silber als Wegweiser. zwischen himmel Rund 1000 Meter weit umspannt das sogenannte Grüne Band der Landesgartenschau mit dem Josefsbach und einer großen Erlebnis- und Spielzone die westliche Innenstadt. Fotos: hs
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    19 DER HIMMELSGARTEN rund umdas Thema Imkerei. Le- bende Bienenvölker können beob- achtet und Bienenwerke wie Ho- nig, Wachs und Pollen betrachtet werden. Natürlich gibt es auch eine Honigverkostung. Für Kochbegeisterte gibt es jedes Wochenende ein Showkochen mit den Europäischen Miniköchen und besinnlich wird es mit den täglichen 12-Uhr-Mittagsgebeten am sogenannten Kreuztisch. Auch der Verein Staufersaga e.V. präsentiert sich vom 5. bis 14. Sep- tember im Landschaftspark. Ein Stauferlager entführt alle Gäste in die Zeit des großen Barbarossa und gewährt einen Einblick in die damalige Zeit. Der Himmelsgarten ist auch das Zentrum für Konzerte, Shows und sonstige Veranstaltungen. Die Festwiese mit der großen Spar- kassen-Bühne bietet ausreichend Platz für große Events. Namenhaf- te Künstler haben sich schon an- gekündigt und garantieren ein un- vergessliches Erlebnis. Egal ob Mu- sik, Comedy oder Theater. Natürlich gibt es auch noch viel mehr zu entdecken. Eines ist je- denfalls sicher: Langweilig wird es im Himmelsgarten nie. hs wie im Flug vergehen: Ein Hanf- Irrgarten, Schaugärten, ein Blüten- wirbel, die Weleda-Erlebnisgärten sowie ein Wassergarten. Der Was- sergarten kombiniert die ausstrah- lende Ruhe des Wassers mit dem Spaß des Wasserspielplatzes. Kuli- narisch wird es in den „Essbaren Gärten“ und einer „Außen-Show- Küche“. Dort erfährt man alles über gesunde und vitale Ernäh- rung. Der Landschaftspark ist auch der Treffpunkt des kompletten Ostalb- kreises. Im Ostalbgarten nehmen 42 Kommunen an einer großen Tafel Platz und präsentieren sich als eine gastfreundliche Familie. Jede Gemeinde gestaltet einen ei- genen Stuhl für den 21 Meter lan- gen Tisch und darf sich dabei krea- tiv austoben. Das grüne Trauzimmer ist ein Ort für schwer Verliebte. Wer sich schon immer eine Heirat im Grü- nen gewünscht hat, ist hier an der richtigen Adresse. Eine unvergess- liche Eheschließung ist garantiert. Der Bezirksbienenzüchterverein findet hier ebenfalls seinen Platz, ganz nach Landesgartenschau- Tradition. Der großdimensionierte Bienenkasten veranschaulicht alles Hoch hinauf nach Wetzgau. Dort kann man so einiges entdecken. Der Ausblick auf die Stauferstadt und die Dreikaiserberge sind dabei nur das Tüpfelchen auf dem i. Der buchstäbliche Höhepunkt ist si- cher der knapp 40 Meter hohe Aussichtsturm „Himmelsstürmer“. Aber Achtung: Nur etwas für gänzlich Schwindelfreie. Wenn man die Stufen erklommen hat, bietet sich einem die beeindru- ckendste Aussicht im Gmünder Raum. Weitere Attraktionen für die ge- samte Familie lassen den Besuch Dem Himmel so nah Spaß und Freude in Gmünds neuem Himmelgarten und erde Ausgedehnte Spazierwege, Aktionsflächen und sogar ein kleiner Zoo prägen den Himmelsgarten. Blühende Calendulafelder (Ringelblumen) im Himmelsgarten vor der Kulisse des Hohenrechberg. Fotos: hs
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    20 HIMMELSLEITER Die Himmelsleiter Das Bindegliedzwischen Himmel und Erde Bibel, Theologie und der Welt der Literatur. Komplettiert wird dieser Gedanke durch einen Besuch des „Heiligen Bergs von Schwäbisch Gmünd“ – den Salvator. Die Wall- fahrtskirche gilt seit jeher als der spirituelle Gmünder Mittelpunkt und lässt nun auch alle Besucher aus nah und fern daran teilhaben. Angekommen im Waldparkplatz des Taubentals hat man nun die Möglichkeit direkt das Erdenreich zu besuchen, oder einen Abste- cher in den neuen Jugendpark zu machen. Hier lautet die Devise „Bildung und Sport für die Ju- gend“. In der Wissenswerkstatt Eule kann man Experimente selber durchführen und im Technikbaum sieht man, wie sehr sich die Wis- senschaft von der Natur inspirieren lässt. Eine Kletterhalle und ein Beachvolleyballfeld sorgen dafür, dass man sich mal so richtig aus- powern kann. hs Verwunschen ist das Taubental, dass die Besucher vom Himmels- garten direkt in das Erdenreich in die Stadt führt. Viele Wege durch den Wald sorgen für ein aufregen- des Abenteuer. Hier zeigt sich der Forst BW mit ei- ner Vielzahl an Attraktionen. Im Forstpavillon präsentiert sich der Wald und die Forstwirtschaft. Da- bei handelt es sich um ein einzig- artiges Bauwerk, dass nach dem Konzept der Bionik entwickelt wurde. 243 Einzelteile wurden von einem Roboter angefertigt und anschließend wie ein großes Puzzle zusammengesetzt. Dabei hat man sich von der Anatomie der Seeigel inspirieren lassen – ein Beispiel für die Übertragung von Strukturen aus der Natur in die Architektur. Westlich liegt der Naturerlebnis- pfad „Naturatum“ mit einem Schlucht-Spielplatz, einem Hoch- seilelement, einer Forst-Arena und einem Waldabenteuer. Eine Holz- kugelbahn, die von der Forstarena hinab in Richtung Wanderpark- platz und Waldentdeckersteg führt, erfreut mit pfiffigen Schnit- zereien und lädt dazu ein, alles rund um den Wald zu erfahren. Östlich liegt der Lebensweg. Hier gibt es einen Kunst-Kulturen-Pfad für die Freunde der Künste. Die Gäste haben die Möglichkeit die Hektik ihres Alltags hinter sich zu lassen und sich komplett zu ent- spannen und in eine spirituelle Welt einzutauchen. Sieben Groß- Kunstwerke verbildlichen die An- sichten des Lebens, alles veran- schaulicht durch Impulse aus der Naturverbunden- heit mit Sport, Pädagogik und Neugierde: Das „neue“ Taubental. Fotos: hs Das Natu- ratum der Fagusstiftung war Grund- baustein für den Erlebnis- und Infowald. Das Tauben- tal ist die Him- melsleiter der Gartenschau. himmelsleiter
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    Der neue GLA.1) Freiheitist ansteckend. Die neue C-Klasse. 2) Das Beste kennt keine Alternative. Die Verbrauchswerte beziehen sich auf die zur Markteinführung (03/2014) verfügbaren Motoren (C 180/C 200/C 220 Blue Tec und GLA 200/GLA 200 CDI/ GLA 200 CDI 4MATIC/GLA 220 CDI/GLA 220 CDI 4MATIC/GLA 250/GLA 250 4MATIC). 1) Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert: 8,3-5,3/5,5- 3,7/6,0-4,3 l/100 km; CO2-Emission: 151-114 g/km; Effizienzklasse: C -A. 2) Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert: 7,4-4,8/5,0-3,4/5,8-4,0 l/100 km; CO2-Emission: 195-129 g/km; Effizienzklasse: C - A+. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Die abgebildeten Fahrzeuge enthalten Sonderausstattungen. Der neue GLA. Anbieter: Daimler AG, Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart Partner vor Ort: Mercedes-Benz Niederlassungsverbund Ulm/Schwäbisch Gmünd/Ravensburg Lorcher Straße 151, 73529 Schwäbisch Gmünd, Telefon: 07171 357-0, Telefax: 07171 357-2234 www.schwaebischgmuend.mercedes-benz.de Schwäbisch Gmünd Gschwend im Sommer Allen Besuchern der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd wünschen wir schöne interessante Stunden. Auch wir werden vom 4. bis 6. Juli auf der Landesgartenschau mitwirken und würden uns über viele Besucher freuen. Gemeindeverwaltung Gschwend 74417 Gschwend Telefon 07972.681-0 www.gschwend.de Tel.: 07171 65063 Unser Team freut sich auf Ihren Besuch! // Langhaaraufschlag 13,- € Haarschnitt Tönung/Farbe Pflege Frisur Styling-Produkte € 39,90 Color Complete TYPGERECHTE EXKLUSIVE BERATUNG 13,- € 18,- € 5,- € 13,- € 3,- € Komplettpr. für nur Die Betonprofis. Kompetenz aus dem Fahrmischer www.tbg-kocher-rems.de TBG KOCHER-REMS Schwäb. Gmünd Spraitbach Gaildorf 0 71 71/ 92 77 70 0 71 76/ 5 65 0 79 71/ 2 37 80 pizzacom.de Imbiss am Parlergymnasium Haußmannstraße 49, 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon 07171- 874 8560, Telefax 07171- 874 8562 Ihr echt italienischer Lieferservice
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    Experimentieren, untersuchen, lernen, erforschen Die Wissenswerkstatt„Eule“ ist von interkommunaler Bedeutung und soll auch über die Landesgartenschau hinaus bestehen bleiben chen Abläufe eines Baumes erlebbar und erklärt beispiels- weise anschaulich die Photo- synthese. Die Zusammenhänge zwi- schen Natur und Technik wer- den auch im Rahmen einer themenorientierten Ausstel- lung bildlich dargestellt, die beispielsweise Verbindungen herstellt zwischen einem Vo- gelflügel und einer Flugzeug- tragfläche, einer Klette und einem Klettverschluss oder ei- ner Körperzelle und einer Brennstoffzelle. Teil der „Eule“ wird auch ein mobiles Schulungszentrum sein, das sich ausschließlich dem Bereich Elektromobilität widmet. Zur Zielgruppe gehö- ren hier die Beruflichen Schu- len sowie die Klassen 8 bis 13. Mittels Präsentations- und Ex- perimentiermodulen sollen den Schülern die Themen Umwelt, Mobilität und Tech- nik vor Augen geführt wer- den. So lernen sie beispiels- weise mithilfe eines Handkur- belgenerators wie ein Dyna- mo funktioniert. Sogar ein kleines Windrad wird neben dem mobilen Schulungszentrum zu sehen sein – ein sogenanntes Solar- carport soll das Prinzip einer Fotovoltaikanlage vor Augen führen. nb Euro stehen dank ihnen für den laufenden Betrieb zur Verfügung. Maßgeblich gefördert wird das 6-Millionen-Projekt zu 80 Prozent von der Europäischen Union und dem Land Baden- Württemberg. Die „Eule“ wird auch nach Ende der Lan- desgartenschau bestehen bleiben. Ergänzend zur Wissenswerk- statt wird es ein Grünes Klas- senzimmer geben, das eben- falls unter der Schirmherr- schaft des Ministeriums für Kultur, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg steht. Aus einem umfangrei- chen Themenkatalog können je nach Leistungsstufe und In- teressengebiet Unterrichtsein- heiten ausgewählt werden. Das Angebot umfasst natur- bezogene Themen ebenso wie die Bereiche Ernährung und Gesundheit, Gewinnung von Energie sowie Geschichte und Kultur. Technikbaum und themenorientierte Ausstellung Die Verbindungen zwischen Natur und Technik soll den Schülern auch mit dem Tech- nikbaum vor Augen geführt werden. Dieser macht auf technische Weise die natürli- trielle Prozesse, Mobilität, Leichtbau/Luft- und Raum- fahrt, Technik/Naturwissen- schaften/Musik und Material/ Technologie auch an den Ar- beitsfeldern der regionalen Unternehmen. Die meisten der Gemeinden zeigten sich von dem Konzept überzeugt, den Kindern und Jugendlichen auf diese völlig neue Weise Technik erlebbar und begreifbar zu machen und erklärten sich bereit, im Rahmen einer Kooperations- vereinbarung jährlich 500 Euro in die „Eule“ zu investie- ren. Geld, das dringend benö- tigt wird – den Mädchen und Jungen soll das Angebot kos- tenlos zur Verfügung stehen. Auch im Wissen, dass vieles, was hier möglich ist, an der Schule so nicht vermittelt werden kann, gab’s breite Zu- stimmung. So stehen in der Wissenswerkstatt Werkbänke oder Schutzgasschweißgeräte zur Verfügung. Insgesamt werden auf einer Fläche von über 1000 Quadratmetern Werkstätten, Labore und mul- tifunktionale Räume zur Ver- fügung stehen. Auch verschiedene Wirt- schaftsunternehmen in der Region sind sowohl finanziell als auch personell an den Pro- jekten beteiligt; über 155 000 Sie soll Neugier wecken, dazu einladen, gemeinsam unter- schiedlichste Themen zu ent- decken und sie soll Begeiste- rung entfachen: die Gmünder Wissenswerkstatt „Eule“. Sie wird das Herzstück der Ju- gendmeile bilden und soll – auch über die Landesgarten- schau hinaus – von großer in- terkommunaler Bedeutung sein. So sind Schulklassen al- ler Schularten und aller Alters- gruppen aus Gmünd und Um- gebung dazu eingeladen, ver- schiedenste Themenfelder zu begreifen. „Experimentieren, untersuchen, lernen, erfor- schen“, lautet das Motto; von den Anfangsbuchstaben leitet sich auch der Name „Eule“ ab. Klaus Arnholdt, der Leiter des Amts für Bildung und Sport der Stadt Gmünd, und Michael Nanz, der Geschäfts- führer der Technischen Aka- demie (zuständig für die Ver- waltung und den laufenden Betrieb), haben in den ver- gangenen Wochen in zahlrei- chen Umlandgemeinden für das EU-Leuchtturmprojekt ge- worben. Nanz bekräftigte da- bei immer wieder, wie wichtig die Einrichtung auch mit Blick auf den Fachkräftemangel ist. So orientieren sich die The- menfelder Natur-Technik, er- neuerbare Energien, indus- Auf völlig neue Weise wird den jungen Menschen Technik erlebbar und begreifbar gemacht. Auf einer Fläche von über 1000 Quadratmetern wird ein Unterricht der anderen Art stattfinden. 22 DIE EULE die eule
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    Jugendmeile: Sport, Spiel undSpaß Künftig herrscht im ehemaligen Güterbahnhof Leben trägt und die Kletterfläche 1200 Quadratmeter groß ist. Besonders gerne verweist Markus Urba- nowski, der Betriebsleiter der Klet- terhalle, auf die verschiedenen Ebenen, die es den Zuschauern bei Wettkämpfen ermöglichen, prak- tisch auf gleicher Höhe mit den Kletterern zu stehen und das Ge- schehen so auf eine gleicherma- ßen ungewöhnliche und besonde- re Weise mitverfolgen können. Auch für Neulinge gibt es ausrei- chend Möglichkeiten, in die Welt des Kletterns einzutauchen. So be- findet sich beispielsweise auf der obersten Ebene eine Kletterwand mit geringer Höhe und in einem abgetrennten Bereich befindet sich eine weitere Übungswand. Von den Gesamtkosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro muss der Verein 700 000 Euro mit einem Kredit finanzieren. Der Rest kommt aus Zuschüssen der Stadt, des WLSB und des DAV- Dachverbands sowie von einem Sponsor. Inhaber der Kletterhalle ist der Deutsche Alpenverein, Sek- tion Gmünd. nb Entstanden sind drei Trampolinfel- der, Spielfelder für Fußball- und Basketballspiele, eine Slackline und zwei Tischtennisplatten. Be- festigte Wege und Plätze werden zudem dafür sorgen, dass auch Skater und BMX-Biker auf ihre Kosten kommen. Ebenfalls ganz in der Nähe befin- det sich die neue Behinderten- werkstatt und gemeinsame Sport- projekte für und mit Menschen mit Behinderung hatten von An- fang an einen festen Platz in dem Konzept. Die Kletterhalle ist pünktlich zur Landesgartenschau fertig Reibungslos vonstatten ging auch der Bau der Kletterhalle. Der Spa- tenstich fand am 5. September 2013 statt; pünktlich zur Landes- gartenschau darf nun geklettert werden. Bereits am vergangenen Samstag fand die Eröffnung statt. Fast in Rekordzeit ging das ganze vonstatten, wenn man bedenkt, dass die Grundfläche in der Klet- terhalle 475 Quadratmeter be- Wenn im Zusammenhang mit der Landesgartenschau das Wort „Sy- nergieeffekte“ fällt, dann wird hierbei in einem Atemzug oft auch die Gmünder Jugendmeile ge- nannt. Was hier – am ehemaligen Güterbahnhof – in den vergange- nen Monaten erschaffen wurde, soll noch viele Jahre Bestand ha- ben und das Engagement der Be- teiligten lässt daran keinen Zwei- fel. Gemeinsam hatten der Stadt- jugendring und die Landesgarten- schau GmbH das Konzept erarbei- tet und bei all den Investitionen für Sport, Spiel und Spaß fand vor al- lem der Aspekt der Nachhaltigkeit Berücksichtigung. Der Sport- und Spielbereich grenzt direkt an die „Eule“ an Positiv bewertet wird die Nähe zur neuen Kletterhalle, zur Wissens- werkstatt Eule und nicht zuletzt zum Taubental mit seinen zahlrei- chen bestehenden und neuen Er- lebnisangeboten wie dem Wald- klettergarten oder dem Entdecker- steg. Der Sport- und Spielbereich grenzt direkt an die „Eule“ an. Beim Fußballspiel auf der Jugendmeile lässt sich die Wartezeit auf den Zug sicherlich etwas versüßen. 23 GMÜNDER JUGENDMEILE jugendmeile Eine 1200 Quadratmeter große Kletterfläche erwartet die Besucher der neuen Kletterhalle. Lust auf Trampolin- hüpfen? Auch das ist auf der Jugendmeile möglich.
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    24 DER JOSEFSBACH Josefsbach als “Schaufenster“ fürheimische Gewässer In Kooperation mit den Vereinen aus dem Gmünder Raum ist der Verband für Fischerei und Gewässerschutz präsent Ein digitaler Tisch ermöglicht die interaktive Information, und ein Fischlehrpfad entlang des Josefsbachs zeigt auf Schautafeln, welche Fische in den heimischen Gewässern le- ben. Unter dem Motto „Fischer machen Schule“ gibt es die Möglichkeit zu einer Schulstun- de am und im Bach, um auf spannende Weise zu entde- cken, welche Lebewesen dort zu finden sind. Gezeigt wird im Rahmen von Sonderaktionen das so genannte „Fliegen- fischen“, und beim „Casting“ geht es darum, zielsicher die Angel auszuwerfen. Geplant ist darüber hinaus ein Schauräuchern sowie die Vor- stellung von schmackhaften Fischrezepten. gbr dem in seiner Existenz gefähr- deten Edelkrebs sowie zwei Monitore als „Digitales Aquari- um“. Echte Aquarien haben sich aus verschiedenen Grün- den nicht bewährt. Der Landesverband kann zwar die Ausstattung, nicht zuletzt die Schautafeln und die Infor- mationsbroschüren, zur Verfü- gung stellen, wäre aber mit ei- ner Dauerpräsenz vom 30. April bis zum 12. Oktober personell überfordert. Deshalb werden die Mitglieder der teilnehmen- den Vereine dafür sorgen, dass die Besucherinnen und Besu- cher am Stand immer kompe- tente Ansprechpartner antref- fen. Dieses ehrenamtlich tätige Personal wurde für diese Auf- gabe speziell geschult. geverein Leintal, der Bezirksfi- schereiverein Lein-Rems, der Fi- scherei- und Hegeverein Lorch- Waldhausen, der Fischereiver- ein Ruppertshofen, die Fischer- freunde Spraitbach, der Angler- verein Vordersteinenberg und der Sportfischereiverein Welz- heim. Zusammen mit den örtlichen Fi- schereivereinen zeigt der VFG in Gmünd eine Dauerausstel- lung zur Fischerei im Land und nutzt diese Gelegenheit, um ein breites Publikum über die ökologischen Zusammenhänge in den heimischen Gewässern zu informieren und beteiligt sich auch am „Grünen Klassen- zimmer“. Der Verband stellt das Informationsmaterial – un- ter anderen ein Aquarium mit Das Element Wasser zieht sich als blauer Faden durch die Lan- desgartenschau. Und am Jo- sefsbach sind auch die Angler in ihrem Element. Unter dem Dach des Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden- Württemberg e.V. (VFG) prä- sentieren sich bis zum Oktober in einem eigenen Pavillon die Fischereivereine aus dem Gmünder Raum. Mit dabei sind der Fischerei- und Hegeverein Leineck , der Fischerei- und He- links: Der Edelkrebs wird im Fischerei-Pavillon präsent sein. rechts: Für Kinder wird es Bachexkursionen und spezielle Schulstunden geben. Fotos: vfg Wie kommt der Honig ins Glas? Bezirksbienenzüchterverein zeigt in einem besonderen Pavillon die Arbeit der Imker Generell sind die Imkerverei- ne etwas überaltert und ha- ben seit einigen Jahren be- gonnen, durch spezielle Kur- se für Nachwuchs zu sorgen. Das Einstiegsalter ist in der Regel selten unter 25 Jahren, aber die Einsteiger bleiben dafür auch meistens ein Le- ben lang der Imkerei treu.Im Gegensatz zu einem reinen Hobby ist die Imkerei zwar mit Arbeit und Kosten ver- bunden, aber durch Erlös aus dem Honigverkauf bleibt am Ende etwas Geld übrig. gbr gar dazu beiträgt, Pollenal- lergiker zu desensibilisieren und ihnen die Heuschnup- fenzeit etwas leichter macht. Auch in anderer Hinsicht wird die medizinische Wir- kung von Imkerei-Produkten gerühmt – man denke nur an Propolis. Auch in Sachen Haltbarkeit ist Honig ein Phänomen. Für eine hohe Qualität und Verbrauchersi- cherheit sorgen die regelmä- ßigen Proben und Analysen durch den Deutschen Imker- bund. So können die Besucherin- nen und Besucher die sprich- wörtlich fleißigen Tierchen gleich bei der Arbeit beob- achten. Große Angst vor Sti- chen müsse man nicht ha- ben, versichert Karl-Heinz Hägele. Er ist der Vorsitzen- de des Bezirksbienenzüch- tervereins und verweist da- rauf, dass es sich bei den heute von Imkern gehalte- nen Bienen um Züchtungen handelt, die nicht aggressiv sind. Und er fügt hinzu, dass die meisten „Bienenstiche“ in Wahrheit Wespenstiche sind. „Es ist noch viel Aufklä- rungsarbeit notwendig“, be- tont Hägele. Zum Beispiel darüber, dass Honig vom ört- lichen Imker nicht nur ein be- sonders hochwertiges Le- bens- und Genussmittel ist, sondern in vielen Fällen so- Rund 200 Mitglieder hat der Bezirksbienenzüchterverein Schwäbisch Gmünd. Sie kommen aus dem ganzen Altkreis und haben sich mit Leidenschaft der Imkerei ver- schrieben. Für die Landesgar- tenschau haben sie sich ei- nen ganz besonderen Pavil- lon ausgedacht. Er hat drei Räume, die jeweils einen Bie- nenstand im Großformat darstellen und vor Augen führen, wie die Imker heute ihre Bienen in so genannten „Magazinen“ halten. Der gute alte Bienenkorb, nach wie vor als Symbol der Imker auf vielen Honigprodukten zu finden, hat nämlich schon längst ausgedient. Dass sich eine Steuobstwiese als Bienenweide gleich ne- ben dem Imker-Pavillon fin- det, trifft sich besonders gut. Bunt wie das Leben ist das Bienenhaus auf dem Gartenschau- gelände. Foto: edk
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    WÄSCHEMODEN Schwäbisch Gmünd Marktplatz 4,am Rathaus Tel. 0 71 71/6 48 06 Die richtige Adresse für alle, die das Besondere suchen. Wo? (
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    Natur- und umweltbewusst Bezirksverband derGartenfreunde präsentieren sich in Wetzgau die Zukunft, insbesondere die Zu- kunftsfähigkeit der Gartenfreunde sowie ihrer Kleingartenanlagen. All diese Fragen werden auch bei der Landesverbandstagung be- handelt, die der Bezirksvorsitzen- de Markus Wiedmann zusammen mit anderen Funktionären nach Schwäbisch Gmünd geholt hat und die am 20. September in der Stauferstadt stattfinden wird. „Naturgemäß gärtnern, Umwelt- bewusst leben“ – das ist das Mot- to der Kleingärtner im alltäglichen Leben; aber auch auf der Landes- gartenschau. edk � Info und Anmeldungen über Markus Wiedmann Telefon: 07171/84305 oder E-mail: gfl.wiedmann@web.de aufgestellt ist, sind bereits geplant. Nicht nur Erwachsene werden fachmännisch mit Informationen und Ratschlägen versorgt, son- dern auch an Kinder hat man ge- dacht. In den Ferien werden die Kinder zusammen mit Ehrenamt- lichen Vogelhäuschen und Insek- tenhotels basteln und diese auf- stellen. Ein sehr wichtiger Punkt der ehrenamtlichen Arbeit auf der Landesgartenschau wird außer- dem die Integration sein, wofür sich die Kleingärtner aus dem gan- zen Bezirk einsetzen werden. Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Altersstruktur, Migra- tionshintergrund, Generations- wechsel, Integration, Interessen- konflikte und soziales Engage- ment haben großen Einfluss auf tionelle Daseinsberechtigung: Die Bereitstellung von Parzellen zum Anbau von frischem und gesun- dem Obst und Gemüse zur Eigen- versorgung, um auch den sozial schwächer gestellten Personen den Besitz eines Gartens zu er- möglichen. Hinzu kommen die Faktoren Erholung, Entspannung sowie die Bewahrung der ökologi- schen Funktion. „Diese wichtigen Ziele wollen wir auf dem Gelände der Landesgar- tenschau präsentieren“, erläuterte Bezirksvorsitzender Markus Wied- mann. Die Kleingärtner haben da- für ein Programm ausgearbeitet und werden jeden Tag die Besu- cher betreuen. Fachvorträge im Himmelsreich in Wetzgau, wo auch die Laube der Kleingärtner Die Gmünder Bezirksgruppe der Gartenfreunde kann auf ihre 68-jährige Vereinsgeschichte zu- rückblicken. Die Organisation ist mit 16 eingegliederten Vereinen und rund 1300 Mitgliedern eine starke Institution im Landesver- band. In all diesen Jahren bemüh- ten sich die Kleingärtner darum, naturgemäß zu gärtnern sowie umweltbewusst zu leben. Dieses Motto, das auch im Bundesklein- gartengesetz verankert ist, wollen die Kleingärtner aus dem Gmün- der und Aalener Raum auch auf der Landesgartenschau präsentie- ren und somit die Organisation stärken. Aus der Entstehungsgeschichte der Kleingartenbewegung heraus erklärt sich zugleich auch die funk- Die Kleingärtner sind voll in den Himmelsgarten integriert. Streuobstzentrum mit Nachhaltigkeit 17 Obst- und Gartenbauvereine sind dabei res. Es ist nämlich nicht ein- fach viereckig, sondern durch seinen fünfeckigen Grundriss der fünfblättrigen Blüte der Rosengewächse nachemp- funden, zu denen in der Bota- nik neben den bekannten Zierrosen auch die Obstarten Äpfel, Birnen, Brombeeren, Himbeeren sowie Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen und Mandeln zählen. gbr „Anschauungsmaterial“ be- findet sich ja direkt nebenan auf der zum Zentrum gehö- renden Streuobstwiese. Während der Landesgarten- schau gibt es eine wechseln- de Ausstellung zum Thema „Rosengewächse“. Aber nicht nur das Programm der Obst- und Gartenbauver- eine hat es in sich – auch das Gebäude ist etwas Besonde- Sanitäranlagen. Die 17 Orts- vereine, die zum Bezirk gehö- ren, haben ihr Gebäude in Ei- genleistung gezimmert, um ein Informationszentrum zu schaffen, dass auch über die Landesgartenschau als dau- erhafte Anlaufstelle hinaus Bestand haben wird. Wäh- rend und nach der Garten- schau sind zum Beispiel Kin- dergärten, Schulklassen, die PH, der BUND und andere In- stitutionen willkommen, um sich über Obstsorten, Baum- pflege und vieles mehr zu in- formieren. Im Streuobstzen- trum in Wetzgau werden dann auch die Fachwarte aus- gebildet, Baumschnittkurse durchgeführt und Vorträge angeboten. Das praktische Streuobstwiesen sind ein be- sonders prägendes Merkmal für die Landschaft auf der Ost- alb. Dem wird auch im Land- schaftspark im Himmelsgar- ten Rechnung getragen, wo der Bezirksverband der Obst- und Gartenbauvereine seine Erlebnis- und Lernwelt zu diesem Thema eingerichtet hat. Unter dem Stichwort „Er- lebnis Streuobst Zentrum“ ist das erste regionale Streu- obstzentrum in Baden-Würt- temberg geschaffen worden - mit einem ansprechenden Gebäude und einer beispiel- haften Streuobstwiese. Das Gebäude hat einen großen Veranstaltungsraum, eine Küche für einfache Speisen sowie behindertengerechte Mit sehr viel Eigenleistung entstand das Domizil der Obst- und Gartenbauvereine. 26 NATUR
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    Tauchen Sie einin eine einzigartige und außergewöhnliche Pflanzenwelt und lassen Sie sich von der exotischen Atmosphäre in unseren Räumlichkeiten verzaubern. Tel. 0 71 72/87 18 • 73547 Lorch • www.muckensee.de Wir freuen uns auf Ihren Besuch: Familie Beck und Kostic Qualitätsgemüse aus Lautern Natürlichkeit und Frische ist unser oberstes Ziel! • Großes Sortiment an frischem Gemüse und Kräutern • Balkon-, Beet- und Gemüsejungpflanzen Sie finden uns am und auf dem Gmünder Wochenmarkt und am Freitag auf dem Rehnenhof. Mittwoch Samstag Unser Gemüse-/Pflanzenverkauf in Lautern ist montags bis freitags für Sie geöffnet. I II III IV V KRAFTTRAINING BOXTRAINING AEROBIC INDOORCYCLING ZIRKELTRAINING Asternweg 3 73527 Schw. Gmünd-Wetzgau Tel. (0 71 71) 7 64 40 Montag bis Freitag 10 bis 12 und 14 bis 22 Uhr Samstag 14 bis 18 Uhr · Sonntag 10 bis 12.30 Uhr Unsere Öffnungszeiten: Edmund www.wagenblast-immobilien.de Telefon (0 71 71) 4 37 57 Wollen Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung verkaufen ...? Dann rufen Sie mich einfach an! aktuelle Angebote mit Informationen unter: Durch meine über 25-jährige Erfahrung mit individueller Beratung und persönlicher Bearbeitung wurden bisher die Wünsche und Erwartungen vieler Immobilien-Besitzer zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Dies werde ich auch zukünftig mit RAT und TAT umsetzen und freue mich auf Ihren Anruf! Für zufriedene Kunden im Immobilienbereich sorgt Edmund Wagenblast Tinte.Toner.Akkus. Durch Recycling sparen und die Umwelt schützen.
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    28 LANDFRAUEN landfrauen WasLandfrauensoalles können und machen Motto:„Irdische Vielfalt und himmlisches Vergnügen“ vereine wurde das Motto „Irdische Vielfalt und himmlisches Vergnügen“ gewählt. 20 Ortsvereine werden an al- len Gartenschautagen die Bewirtung mit Herzhaftem, Süßem und mit Kaf- fee und Kuchen übernehmen. Gleich beim Eingangsbereich des Himmels- gartens gibt es einen Kaffeepavillon. Bepflanztes Rondell und Holzhütte als Treffpunkt Darüber hinaus wurden von den Landfrauen zwei große, runde Auf- enthaltsbereiche bepflanzt, in deren Mitte eine Holzhütte als Veranstal- tungs- und Aktionsraum steht. Immer donnerstags sind die Aktionstage der Landfrauen. Dafür haben die Ortsver- eine ein interessantes und unterhalt- sames Programm für alle Generatio- nen vorbereitet. Ob Kasperletheater oder Märchenerzählerin, ob Kräuter- kunde oder Basteln mit Naturmateria- lien, ob Kochrezepte oder Ernäh- rungstipps – für fast jeden ist etwas dabei. gbr � Größere Besuchergruppen können sich anmelden unter inge-heinzmann@t-online.de. Noch immer haben viele Menschen von dem Begriff „Landfrauenverein“ eine völlig falsche Vorstellung. Dies ist keineswegs eine Organisation, in der sich Bäuerinnen über Probleme ihres Berufsstands austauschen. Vielmehr verstehen sich die Landfrau- en als ein Zusammenschluss von Frau- en und für Frauen, die gerne im länd- lichen Raum leben – unabhängig da- von, welchen Beruf sie ausüben. An- gesichts weniger landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetriebe in den Dörfern sind echte „Bäuerinnen“ heute ohne- hin selten geworden. Schwerpunkt des Programms ist die Erwachsenenbildung, und die Ange- bote sind so vielseitig wie die Frauen selbst. Informationen zu Ernährung, Gesundheit, Sport, Erziehungsfragen und vieles mehr wird geboten. Im Rahmen ihrer Dauerpräsenz wäh- rend der gesamten Landesgarten- schau – im Himmelsgarten bei Wetz- gau – bekommen die Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die Ar- beit der Landfrauenvereine und dür- fen sicherlich viele wertvolle Tipps mit nach Hause nehmen. Für die Präsentation der Landfrauen- Rund um regionale Lebensmittel Bauernverband Ostalb informiert im Rahmen von Aktionen regionale Fleischerzeugung am Beispiel der Schweinehal- tung wird beleuchtet. Der Bauernverband wird zusam- men mit Kooperationspart- nern darstellen, welche wich- tige Rolle die heimische Land- wirtschaft bei der Erzeugung von gesunden Nahrungsmit- teln einnimmt. Geplant ist in diesem Zusammenhang auch eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten. gbr „Wir haben die regionalen Le- bensmittel ins Zentrum unse- rer Aktionen auf der Landes- gartenschau gestellt“, macht der Vorsitzende des Bauern- verbandes Ostalb, Anton We- ber deutlich. Im Rahmen von Aktionen wird zum Beispiel das Thema „Milcherzeugung“ in den Blickpunkt gerückt, und in diesem Zusammen- hang soll es auch wieder ein Wettmelken geben. Auch die Tiere sehen und streicheln Streichelzoo der Kleintierzüchter im Himmelsgarten Zum Thema „Garten und Landschaft“ gehören nicht nur Bäume, Sträucher, Gräser, Blumen und Gemüse, sondern auch Tiere. Schließlich ist die schöne Landschaft im Gmünder Raum, zum Bei- spiel die Wachholderheide oder die Wiesen mit ihrem satten Grün, das Ergebnis der Tierhaltung in der Landwirtschaft über Jahrhunderte hin- weg. Aber auch in vielen Hausgärten wurden und werden Tiere gehalten – zum einen als Nutz- tiere, zum anderen aber auch als reines Hobby. Man denke nur daran, wie viel Freude zum Bei- spiel die niedlichen Kaninchen den Kindern be- reiten. Kein Wunder also, dass im Himmelsgar- ten auch ein Streichelzoo eingerichtet ist, den der Kreisverband der Kleintierzuchtvereine im Raum Schwäbisch Gmünd betreut. gbr Auf die Landfrauen kann OB Arnold bei der LGS zählen.
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    Deutsche Bank „Mein Vermögensaufbau mussnicht schnell sein. Aber von Dauer.“ Sprechen Sie jetzt mit uns über Ihren Vermögensaufbau: Filiale Schwäbisch Gmünd Ledergasse 8 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon (07171) 915-154 ■ Testsieger für Beratungsqualität ■ Beste Bedarfsanalyse ■ Höchste Lösungskompetenz Inhaber Salvatore Rosato Marktplatz 9 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon (0 71 71) 87 71 46 Wir feiern in Gmünd unser in bewährter Qualität und über 20 Jahre ROSATO eigene Eisherstellung 10-jähriges Jubiläum Seconhand-Ware Markenkleidung Wir führen gut erhaltene auch für Damen, Herren und Kinder ( FRISCHES GEMÜSE UND PFLANZEN AUS EIGENEM ANBAU ROSENSTEINSTR. 1 | 73540 LAUTERN | TEL 07173-5527 | WWW.gaertnerei-gruber.de IM MAI DURCHGEHEND GEÖFFNET MO – FR 9.00 – 19.00 UHR SA 9.00 – 16.00 UHR JEDEN MITTWOCH UND SAMSTAG AUF DEM WOCHENMARKT IN SCHWÄBISCH GMÜND VON 7 BIS 13 UHR ! ANGEBOT GERANIEN IM 12ER TOPF AB 1,50€ ! Münsterplatz 12, Schwäb. Gmünd Telefon (0 71 71) 6 56 90 Täglich geöffnet ab 10 Uhr. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Damir Hajster mit Team Gutbürgerliche schwäbische Küche Kroatische Grillspezialitäten Täglich 5 wechselnde Tagesessen D I M I T R I O S Heilpraktiker G O R L A S Lerchenweg 5 · 73547 Lorch Tel. 0 71 72/2 16 74 Fax 0 71 72/74 90 Mobil: 01 72/7 13 01 52 www.Gorlas.de · praxis@gorlas.de Spezialist für Wirbelsäulenschmerzen
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    30 SPANNENDE PROJEKTE projekte Manchmal blieb’s beimTraum Spannende Projekte für die Landesgartenschau, die zum Scheitern verurteilt waren und wurden trum Schönblick mit einer fantasti- schen Idee für Furore gesorgt: Bau eines Baumwipfelhotels. Dort hät- ten Familien oder Jugendgruppen zauberhafte und abenteuerliche Ferientage sozusagen schwebend überm Taubentalwald verbringen können. Das Vorhaben fand Be- geisterung und Befürchtungen. In Rücksicht auf Bedenken von un- mittelbar angrenzenden Anwoh- nern ließ der Schönblick die Pläne überarbeiten. Doch dadurch ver- teuerte sich das Baumwipfelhotel- projekt sehr stark. Letztendlich waren die finanziellen Risiken zu groß. Ausgeträumt! Traumhaft auch ein spektakulärer Entwurf der weltberühmten Him- melblau-Architekten, die zusam- men mit dem Gmünder Investor und Projektentwickler Gerald Feig Gewaltiges fürs Erdenreich (Ga- mundia-Viertel) schaffen wollten. Wegen Formfehler flog jedoch die zauberhafte Architektur frühzeitig aus dem Investorenwettbewerb raus. Auch deshalb, weil’s zwi- schen Gerald Feig und dem dama- ligen Oberbürgermeister und Bau- bürgermeister ganz schlichte Kommunikationsprobleme gab. So gab’s manchen Höhenflug und manchen Absturz bei traumhaften Gartenschau- und Stadtumbau- projekten. Letztendlich gab’s nun eine sichere Landung auf dem Bo- den der Tatsachen. hs fen. Dumm aber nur, dass eine Re- gel in den deutschen Verkehrs- und Zulassungsordnungen zu- nächst übersehen wurde, wonach auf solchen steilen Strecken wie im Taubental ein solches Gespann für öffentliche Personenbeförde- rung aus Sicherheitsgründen nicht eingesetzt werden darf. Immerhin kann das berühmte Elektrozügle nun auf der Ebene im Erdenreich bewundert werden. Dann wollte Stadtverwaltung und Landesgartenschau mit Bürgern und Gästen doch tatsächlich Schlitten fahren, um das Verkehrs- problem zwischen oben und un- ten zu lösen – die Geschichte einer Rodelbahn (Alpine Coaster), die zu einer Taubental-Achterbahn hätte umgerüstet werden sollen. Der Gedanke war zunächst gar nicht dumm: ÖPNV mit Spaßfaktor ver- knüpfen. Es gab heiße Debatten – auf dem Wochenmarkt, an Stammtischen und natürlich im Rathaus. Die eine Fraktion sah schon sogar Senioren unter Lust- geschrei durch Taubental flitzen, die anderen meinten, da könne man ja aus dem idyllischen Tau- bental gleich ein Oktoberfest oder Cannstatter Volksfest machen. Nach einer Kampfabstimmung war’s ausgerodelt mit diesem Pro- jekt. Zuvor schon hatte das christliche Gästezen- Ganz am Anfang eines jeden gro- ßen und historischen Projekts steht immer eine Idee, ein Geistes- blitz, ein Traum. In der Planungs- phase für die Landesgartenschau war es nicht viel anders. Vieles wurde realisiert. Manche Pläne verschwanden auch wieder in der Schublade. Einige der gescheiter- ten Projekte sind allerdings zu schade, um sie vollständig der Ver- gessenheit preiszugeben. Wer weiß? Vielleicht werden nachfol- gende Generationen sich daran erinnern, ja gerade diese verwor- fenen Pläne wieder aus den Schubladen holen? Da war vor allem die Episode mit der Idee des weltweit einmaligen Nahverkehrskonzeptes mittels Ein- satzes von Elektrozügla rauf und runter im Taubental. Zunächst –- was für eine Blamage – fand sich in ganz Deutschland nicht mal ein Fahrzeughersteller, der sich in der Lage sah, einen solchen Tauben- talstromer zu bauen. Zwölf von diesen Zü- gla wären notwen- dig gewesen, um Himmels- garten und Erdenreich über die Him- melsleiter miteinander zu verknüp- Eine Spaß- und gleichzeitig auchNahverkehrsrodelbahnrunter und rauf im Taubental? Nach hefti- gen Diskussionen blieb es auch bei diesem Projekt nur bei einer Idee. Ein Strauß von Ideen, der rasch verwelkte, prägte gleichfalls die Vor- geschichte der Landesgartenschau. Einige wären zu schade, um sie der Vergessenheit preiszugeben. So hätte das Schön- blick-Baumwipfelhotel am Rand des Tauben- talwalds ausgesehen. Gewiss wäre ein Auf- enthalt dort ein traum- haftes Erlebnis für Familien, Jugendliche oder auch gestresste Manager gewesen.
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    31 LANDWIRTSCHAFT landwirtschaft Landwirtschaft einst und heute ImHimmelsgarten rücken das Mittelalter und die Gegenwart zusammen / Anbaumethoden wie in der Stauferzeit almischungen für die Verwendung in Biogas-Anlagen sowie Kolben- hirse, Sudangrad, Sonnenblumen, Grünlandpflanzen und vieles ande- re mehr. Auch bezüglich der Anbaumetho- den gibt es eine „gute Nachbar- schaft“ von Alt und Neu. Handar- beit auf der einen, Maschinen auf der anderen Seite. Der Unterschied zwischen Nahrungsmittelprodukti- on einerseits und speziellem Anbau von Biomasse zur Energiegewin- nung andererseits wird ebenfalls dargestellt. Erntezeit mit Sicheln und Dreschflegeln Es gibt einen Informationsstand, Schautafeln sowie eine Broschüre – und natürlich Führungen und Vor- führungen, um die Entwicklung der Landwirtschaft im Laufe eines Jahrtausends den Besucherinnen und Besuchern vor Augen zu füh- ren. Manche Aktionen und Schau- vorführungen müssen – abhängig von der Witterung und der Vegeta- tion – relativ kurzfristig terminiert werden. Höhepunkt im Bereich Landwirt- schaft wird sicher die Erntezeit sein, wenn zum Beispiel mit Dreschflegeln in mühsamer Arbeit die Spreu vom Weizen getrennt oder das reife Korn mit der Sichel geerntet und von Hand zu dekora- tiven Garben (Bündeln) verschnürt wird. gbr Landrat und einen Oberbürger- meister, wie sie mit dem Ochsenge- spann den Boden bearbeiten? Um- rahmt waren die beiden dabei von Bäuerinnen, Bauern, Mägden und Knechten in der Kleidung des Mit- telalters. Und die wird man natür- lich auch von April bis Oktober da- bei beobachten können, wie sie in Staufersaga-Gewändern Arbeiten ausführen, die für die jeweilige Jah- reszeit typisch sind. Auf dem Stau- feracker sollen alte Linsensorten, Leinen, Roggen, Einkorn Acker- bohnen und viele andere Pflanzen sprießen. Das Besondere an der Präsentation im Himmelsgarten ist der direkte Vergleich zwischen historischer und moderner Landwirtschaft. Denn auf rund 2700 Quadratme- tern wachsen die heute üblichen Kulturen, zum Beispiel Winterwei- zen, Wintergerste, Silomais. In der Einzelkulturenschau, die parallel zu den historischen Einzelkulturen eingesät wurden, sieht man Spezi- Vom Fleckvieh gezogen bahnt der hölzerne Hakenpflug seine Furche durch den Himmelsgarten. Zwi- schen zwei Streifen mit Ackerwild- kräutern und umrahmt von Bei- spielen – für moderne Landwirt- schaft – zeigt der Stauferacker im Landschaftspark Rehnenhof/Wetz- gau bei der Landesgartenschau un- ter anderem die über Jahrhunderte praktizierte Dreifelderwirtschaft. Neben einer Brache gibt es die Winterbrache und den Haferanbau sowie ein Feld mit Dinkel und Ackerwildkräutern. Knapp 1400 Quadratmeter der landwirtschaftli- chen Schaufläche bei der Landes- gartenschau widmen sich der his- torischen Landwirtschaft. Dabei beschränkt sich die Historie keines- falls auf das Präsentieren alter Ge- rätschaften, sondern umfasst auch authentisches Saatgut. Aber auch das Bestellen der Acker- fläche längst vor der Eröffnung war schon eine echte Schau. Wann sieht man schon einmal einen Neben den heute in der Landwirtschaft üblichen Sorten wird auf dem Stauferacker in Wetzgau auch histori- sches Saatgut wachsen. Fotos: bt/fed Mitglieder der Gruppe „Landwirtschaft“ aus dem Staufersaga-Verein sind in historischen Gewändern im Himmelsgarten tätig. Ostalb-Landrat Klaus Pavel hinter dem histori- schen Hakenpflug. Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold kümmert sich vorne um das Zugtier.
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    blühenden gärten 32 DIE BLÜHENDENGÄRTEN Eine Schau der Blumen Was es in der Halle gibt Blumenschauen im Stadtgarten. 30. April – 18. Mai: Das Ding mit der Liebe Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens � 20. Mai – 1. Juni Carpe diem! Lebe den Tag Die Römer in Gmünd � 3. Juni – 15. Juni Interpretationen unseres Handwerks: Eine florale Leistungsschau � 17. Juni – 22. Juni Die Rosenschau Hommage an die Königin � 24. Juni – 6. Juli Barocke Opulenz trifft auf Blumenfreuden Blumen BaRocken Gmünd � 8. Juli – 20. Juli Fremd Gehen Exotische Schönheiten locken � 22. Juli – 3. August Schwäbisch Gmünd Spannung in Gold und Silber � 5. August – 17. August Natur Objekt Schau Farbe Form Bewegung � 19. August – 31. August Pflanze und Architektur Grünes im Lebensraum, denn Pflanzen sind die Naherholungsgebiete der Augen � 2. September – 14. September …weil sie uns berühren blumig emotional � 16. September – 28. September Alles hat seine Zeit Blumen als tröstende Wegbegleiter � 30. September – 12. Oktober Der Ernte Dank Bewusst Kostbar Garten schauen als eigentliches Ziel Im Mittelpunkt einer Landesgartenschau stehen noch immer die blühenden Gärten beeren und eigens gezüchtete Tomaten lie- fern. Im Himmelsgarten bei Wetzgau gibt es Schaugärten, die Lust machen auf Gar- ten-, aber auch Terrassen- und Balkon- Träume. „Oben“ finden sich auch die – zu- nächst wohl noch blühenden – Streuobst- wiesen mit einigen vom Aussterben be- drohten und heute weitgehend unbekann- ten Sorten. Es gibt Blumenwiesen, an de- nen in Gmünd seit Jahren experimentiert wird; ein bemerkenswert bepflanzter Blumenwirbel oder auch Blumenstrudel ist Blickfang, und auch die essbaren Gärten des Schönblicks und die Ange- bote der Weleda locken. Wenn Gartenschau in der Stadt stattfindet Das Geschehen im Erdenreich ist bän- derbestimmt: Als Hommage an die Geschichte der Gold- und Silberstadt ziehen sich gold- und silberfarbene Staudenbeete durch die Stadt. Das silberne Band führt vom Bahnhof – wichtigstes Tor zur Gartenschau – über die Rems zur Fünfknopf- turmbrücke und präsentiert ganz nebenbei die Bürgergärten. Das goldene Band erschließt Roko- kobrücke und Rokokoschlöss- chen und führt zu den Senkgär- ten und zur Blumenhalle im Stadtgarten, wo in zwölf Schauen zu sehen ist, was Flo- ristik heute zu leisten vermag. Wer an Gmünds Villengärten entlang spaziert, findet auch die Gärten der Gmünder Partnerstädte, allen voran den Antiber Rosengarten, der wirklich zauberhaft zu werden verspricht. bt Martin Schulz-Brehme, der an den „Gärt- nerischen Ausstellungen“ arbeitet, macht Lust auf die ursprünglichen Inhalte einer Gartenschau – auf die Dinge, die wachsen und blühen und Natur erleben lassen. Gmünd ist beileibe nicht seine erste Gar- tenschau, mit dem damit verbundenen ganz enormen Zeitdruck kann er umgehen. Es ist immer dasselbe: „Bei der Eröffnung können wir erstmals durchschnaufen.“ Vor allem das ist nämlich Gartenschau – im Grünen eine gute Zeit erleben, ge- nießen, mit allen Sinnen Schönes erfahren. Aber auch Ideen sammeln, Inspira- tion: Besucher wollen daheim einen Riesen-Garten besser bespielen oder auf kleinstem Raum verwirklichte Garten- träume kennenlernen. In Gmünd finden sie Anregun- gen für fernöstliche Anklänge ebenso wie für multifunktio- nelle Gemüse-Blumen-Erho- lungs-Gärten vor Schicht- mauerwerk oder kunstvol- len Holzpalisaden. Oder soll’s doch lieber ein ro- mantisches Rosen-Eckle sein, das einfach nur seufzen lässt? Neue oder altbewähr- te Kombinationen, die einander die Schädlinge vertrei- ben, sind zu sehen. Züchtungen wie Zitronenthymian oder Hängetoma- ten oder Pflanzkü- bel, die den ganzen Sommer über Pflücksa- lat, Mangold, Monatserd- Der früh einsetzende Frühling ließ um die Tulpen fürchten, doch die meisten Sorten stehen jetzt erst in voller Blüte. Tulpen sind die „Ouvertüre“ – sie begründen Gmünds Blütensommer. Fotos: RKr
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    Weleda: Der Garten zurGartenschau Die Welt der Heilpflanzen zum Sehen, Riechen und Erleben nen, nämlich unter der Erdoberflä- che, im Bereich der Wurzeln. Im Weleda Garten können Besucher sich das Gras – und andere Pflan- zen – einmal von unten ansehen und dabei Erstaunliches feststel- len. Wer es lieber luftig-duftig mag, findet im benachbarten Ereignishaus eine ganz andere Facette des Pflanzenreichs vor: die Welt der ätherischen Öle. Weleda verwendet für ihre Pro- dukte ausschließlich natürliche ätherische Öle und hat über lange Jahre eine enorme Kompetenz in der Entwicklung von Duftkompo- sitionen und deren Wirkung auf den Menschen entwickelt. Im Ereignishaus finden deshalb mehrmals wöchentlich Duftreisen statt: Ein Tropfen Lavendelöl, ein Tropfen Citrusöl und ein Hauch von Rose – aus echten ätherischen Ölen mischen sich die Teilnehmer ihre eigene Duftmischung und ver- edeln damit eine Weleda Creme. Kinder entdecken die Natur Wie spannend die Natur sein kann, erleben Kinder beim Basteln von – völlig ungefährlichen – Samen- bomben: Man nehme eine bunte Mischung der unterschiedlichsten Samen und forme mit Erde ein Ku- gel daraus. Fertig ist ein starkes Stück Natur, das so manches graue Fleckchen zum Blühen brin- gen kann! Beim Pikieren junger Pflänzchen werden kleine Gärtner spielerisch an die Gartenarbeit he- rangeführt. Und wer einfach nur spielen möchte, ist bei der überdi- mensionalen Kugelbahn der Wal- dorfschule Schwäbisch Gmünd genau richtig. neimittel verwendet werden – und damit von Schwäbisch Gmünd aus ihren Weg in über 50 Länder in al- ler Welt finden. „Im bio-dynami- schen Landbau spielt der achtsa- me Umgang mit der Natur eine zentrale Rolle, was sich beispiels- weise in der aktiven Bodenpflege und in der Förderung der Arten- vielfalt ausdrückt“, erklärt Theo Stepp. Nur durch sorgsamen Umgang mit den wertvollen Heilpflanzen kön- nen wirksame Produkte daraus ent- stehen. Größte Sorgfalt zieht sich deshalb bei Weleda durch jeden Produktionsschritt – oder anders gesagt: vom Feld bis ins Regal. Die- ser umfassende Qualitätsanspruch ist deshalb fest in den Werten der über 90jährigen Weleda AG veran- kert, genauso wie der Schutz der für die Menschheit lebensnotwen- digen biologischen Vielfalt. Auf der Prachtstraße zu Weleda Farben und Düfte begrüßen die Besucher beim Betreten des Wele- da-Geländes durch den westlichen Eingang im Wetzgauer Himmels- garten: Üppig mit Heilpflanzen be- wachsene Hochbeete säumen die Prachtstraße und weisen den Fla- nierenden den Weg ins Zentrum des Weleda-Gartens, vorbei an La- vendel, Iris, Küchenschelle, weißer Malve, Purpur-Sonnenhut, Johan- niskraut und vielen anderen Arz- nei- und Kosmetikpflanzen. Einen Blick unter die Erde … … gewährt die Wurzelgalerie. Ein bedeutender Teil des pflanzlichen Daseins vollzieht sich im Verborge- Auf einem vier Hektar großen Gelände im Himmelsgar- ten in Wetz- gau macht die Weleda AG für die Dauer der Landes- gartenschau von Mai bis Oktober die Welt der Heil- pflanzen er- lebbar. Eine Landschaft aus Hügeln und Tälern, Hochbeeten, einem Wasser- lauf und einer Wurzelgalerie, einem Birkenhain und Heilpflanzenfeldern bildet den Rahmen für ein vielfältiges Er- lebnis- und Veranstaltungspro- gramm. „Weleda ist ein Teil von Schwä- bisch Gmünd, deshalb war für uns von Anfang an klar, dass wir auch ein Teil der Landesgartenschau sein werden“, sagt Weleda Presse- sprecher Theo Stepp. Das Thema Garten gehört für den weltweit führenden Anbieter von ganzheit- licher Naturkosmetik und Arznei- mitteln der anthroposophischen Therapierichtung ohnehin zum Kern seiner Identität, bewirtschaf- tet Weleda doch in Wetzgau den größten biologisch-dynamischen Heilpflanzengarten der Welt. Auf über 20 Hektar gedeihen dort mehr als 250 Pflanzenarten, von denen rund 180 für die Herstel- lung der Naturkosmetika und Arz- Was blüht, was lockt Wurzelgalerie: Entdecken Sie, was Pflanzen unter der Erde so treiben. -Duftreise: Beduften Sie Ihre eigene Creme mit echten ätherischen Ölen -Samenbomben basteln: Die andere Art Pflanzen zu säen – für Kinder -Kunsthandwerker- markt (10./11. Mai) und Herbstfest (27. September) im Weleda Erlebniszentrum Weitere Infos und aktuelle Termine finden Sie unter www.weleda.de/lgs2014 weleda Calendulafeld,wie es die Besucherinnen und Besucher mit allen Sinnen erleben dürfen. Fotos: Weleda Weleda Erlebniszentrum im Heilpflanzengarten. 34 WELEDA
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    Tamara Hauber Schneiderei Kornhausstraße 7 73525Schwäbisch Gmünd Tel. 0 71 71 / 87 51 20 Dienstag bis Freitag: 9.00 - 12.30 Uhr 14.30 - 18.00 Uhr Öffnungszeiten: 9.00 - 12.00 Uhr Samstag: Frühling...farbenfroh genießen. Beinmode, wie sie schöner nicht sein kann! Willkommen im Laden mit Rheinstraße 21, 73529 Schwäbisch Gmünd Telefon 0 71 71/8 18 30, Fax 0 71 71/8 11 25
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    Natur und Gott imEinklang 20 000 Blumen sorgten auf dem Schönblick schon immer für Landesgartenschau-Stimmung und nicht zuletzt sind die Obst- plantagen auf dem 7500 Quadrat- meter großen Gelände auch eine Pracht für’s Auge. Um die zahlreichen und vielfälti- gen Aufgaben, gerade im Bereich des Sinnenparkes, zu bewältigen, wurden neben zehn Mitarbeitern, die hier ihren sechsmonatigen Bundesfreiwilligendienst absolvie- ren, rund 300 weitere ehrenamtli- che Mitarbeiter eingestellt, die sich mindestens 14 Tage einbrin- gen müssen. Auch dies wird ein großer finanzieller Posten sein, nicht zuletzt, weil Unterkunft und Verpflegung gestellt werden. An- dere Ehrenamtliche werden regel- mäßig mitarbeiten und indviduell eingesetzt, mindestens jedoch an acht Einsatztagen. Auch der Kultur wird im Schön- blick seit langem schon viel Platz eingeräumt. Speziell zur Landes- gartenschau werden Ausstellun- gen mit Künstlern, die größtenteils aus der Region stammen, stattfin- den. Hierzu gehört die Ausstellung „Da-Zwischen“ mit Skulpturen von Cornelia Grzywa. In und um die Schönblick-Kapelle sollen sie einladen zu einer stillen Pause zwi- schen Himmel und Erde. „Da sein, hier auf dieser Erde. Und doch ein Stück vom Himmel in sich tragen: unser Leben ist ein Dasein zwi- schen zwei Welten.“ Gott nahe zu sein – dies ist auch der Anspruch der Ausstellung, die im Gang zur Schönblick-Kapelle zu sehen sein wird. In Form von kalligraphischen Zeichnungen stellt die Künstlerin Ilse Dörfler die sieben Stationen des Lebensweges bildlich dar. Bibelzitate vervoll- kommnen das Ganze. nb nen dabei „mit allen Sinnen“ erle- ben, wie die Menschen Jesus be- gegneten. Hierzu gehören begeh- bare Kulissen, Hörszenen, inter- aktive Elemente, „etwas zum Schmecken“ und verschiedene biblische Geschichten. Jesus auf diese ganz besondere Art und Weise nahe zu sein, kön- nen die Besucher montags bis samstags von neun bis 19 Uhr und sonntags von zwölf bis 19 Uhr. Für Landesgartenschaubesucher ist der Eintritt frei, alle anderen zahlen vier Euro (Kinder bis 14 Jah- re zwei Euro). Gruppenführungen können unter 0 71 71/97 07-1 08 gebucht werden. Im Begegnungs- café – ebenfalls Teil der Sinnenwelt – werden israelische Köstlichkei- ten angeboten. 65 000 Gäste pro Jahr müssen versorgt werden Einblick werden die Landesgarten- schaubesucher auch in die „essba- ren Gärten“ bekommen. Seit Jah- ren schon ist es der Anspruch des Christlichen Gästezentrums, den Hotelgästen frisches Gemüse und Obst aus eigenem Anbau anzubie- ten. Immerhin sind es rund 65 000 Gäste pro Jahr, die versorgt wer- den müssen. Die Zahlen sprechen für sich: alle zwei Wochen werden 800 bis 1000 Salatköpfe gepflanzt und geerntet – pro Jahr werden in der Schönblick-Küche rund 20 000 Salate verarbeitet. Hinzu kommt der Anbau von weiterem Gemüse – insgesamt 1000 Kilo- gramm – wie Tomaten, Gurken oder Paprika und das Anpflanzen von vielfältigen Küchenkräutern. Zusätzlich werden jährlich rund 8000 Kilogramm Obst geerntet – dere Atmosphäre sorgen, möchte man sich nicht ausruhen. Etwas, was perfekt scheint, noch besser zu machen, ist ein An- spruch, der im Schönblick seit vie- len Jahren gilt. Das werden auch die Landesgartenschau-Besucher zu spüren bekommen. „Wenn wir mitmachen, dann ma- chen wir auch ganz mit“, so Scheuermann, der einen Teil des Schönblick-Geländes für die Lan- desgartenschau zur Verfügung ge- stellt hat. Ein großes Anliegen war es ihm auch, neben Verschönerungen auf dem Gelände in die Öffnung der Kapelle zu investieren. So wird es den Besuchern mit Beginn der Landesgartenschau möglich sein, von außen einzutreten in die Welt der Stille und sich für einen Mo- ment eine Auszeit zu nehmen. Im Zugangs- und Innenbereich wer- den ausdrucksstarke Holzskulptu- ren der Künstlerin Cornelia Grzy- wa „die Brücke zwischen Himmel und Erde“ bilden. „Gott nahe sein und sich im Trubel der Landesgar- tenschau wieder erden lassen von ihm“ – diesem Anspruch möchte man gerecht werden. Geöffnet sein wird die Schönblick-Kapelle, die zentral zwischen Forum und Gästehaus liegt, täglich von zehn bis 18 Uhr. Tägliche Andachten werden um 13 und um 17.30 Uhr stattfinden. Der größte Teil der finanziellen Mittel wird in das Rahmenpro- gramm fließen. Hierzu gehört vor allen Dingen die Sinnenwelt mit Sinnenpark. Unter dem Motto „Menschen begegnen Jesus“ sind die Besucher stündlich zu einer Bi- belzeitreise eingeladen und kön- Stau, Baustellen und versteckte Kleinode, die ihre schönsten Tage längst hinter sich haben – das war Gmünd, als sich Karl-Eugen Ebertshäuser vor einigen Jahren auf die Suche machte nach geeig- neten Orten, die Teil der Gmünder Landesgartenschau werden soll- ten. Dabei schoss ihm vor allem ei- nes immer wieder durch den Kopf: „Es steht jede Menge Arbeit be- vor.“ Als er dem Schönblick einen Be- such abstattete, verschlug es ihm dann kurz die Sprache. Vor Freu- de. Und der dortige Geschäftsfüh- rer Martin Scheuermann erinnert sich gerne an den Moment zu- rück, als Ebertshäuser sagte: „Das hier ist ja schon wie die Landesgar- tenschau.“ Und wer schon einmal durch die parkähnliche Anlage ge- schlendert ist, den Blick über die Gärten hat schweifen lassen und für wenige Minuten in der Kapelle innegehalten hat, der wird verste- hen, was der Landesgartenschau- chef damals meinte. Aktiv dazu beizutragen, dass die Landesgartenschau ein Erfolg wird, war Martin Scheuermann von Anfang an ein Anliegen. „Wir öffnen gerne unsere gesamte Park- und Gartenanlage“, erklärt der Schönblick-Geschäftsführer. Dass er einen Sonderetat für sage und schreibe 250 000 Euro in die Hand nimmt, um den Besuchern etwas zu bieten, überrascht nur auf den ersten Blick. Perfektionis- mus nämlich wird hier in allen Be- langen groß geschrieben. Auf der Tatsache, dass hier jedes Jahr aufs Neue 20 000 Sommerblumen, Frühjahrsfloh, Dahlien und Son- nenblumen für eine ganz beson- 36 SCHÖNBLICK schönblick Die Schönblick- Anlage übt eine ganz besondere Atmosphäre aus.
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    Reisegepäck Rucksäcke Geldbörsen Schirme Businessartikel Notebooktaschen Öffnungszeiten: Montag - Freitag:05:00 - 20:00 Uhr • Samstag: 06:00 - 19:00 Uhr Sonntag: 09:00 - 18:00 Uhr • Feiertags: 09:00 - 16:00 Uhr Bahnhofplatz 6 (im Bhf.) • 73525 Schwäbisch Gmünd Tel.: (07171) 389 73 • Fax: (07171) 181 97 28 Zeitschriften • Tageszeitungen • Taschenbücher Tabakwaren • Raucherbedarf • Süßwaren • Eis • gekühlte Getränke Im Bahnhof Schwäbisch Gmünd. An 7 Tagen in der Woche geöffnet! Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Stadtumbau und viel Erfolg für die Landesgartenschau
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    38 DIE KIRCHEN Kirchen bieten blühendes Miteinanderan Im Spannungsfeld zwischen Himmelsgarten und Erdenreich wechselnden Themen des Glau- bens und des Lebens“ halten wird. Außerdem wird es am Kreuztisch, an dem 60 bis 80 Gäste Platz fin- den, „Dialoge zwischen Himmel und Erde geben“, für die sich im- mer neue Gäste finden – Lieder- macher Clemens Bittlinger etwa, OB und Landrat, Friedensaktivistin Lotte Rodi, Bischöfin Rosemarie Wenner und viele andere mehr haben schon zugesagt. In nächs- ter Nähe, auf der Hauptbühne mit 600 überdachten Sitzplätzen, gibt es jeden Sonntag einen Gottes- dienst, den die verschiedenen Konfessionen abwechselnd oder auch mal gemeinsam gestalten. Im „Erdenreich“ am Turm Zweiter Schwerpunkt, den die Kir- chen setzen, wird von der AG Fünfknopfturm unter der Leitung von Angelika Rieth-Hetzel gestal- tet. Am Fuß des Turms gibt es in einer Pergola eine Installation „Kirche mittendrin“ mit 20 Stelen die deutlich machen, was Kirche in Gmünd war und ist und vor allem, wie sie gelebt wird. Rund 90 Eh- renamtliche sind hier abwech- selnd täglich von 10 bis 16 Uhr be- reit für Begegnung und Gespräch – sollte tatsächlich Seelsorge not- wendig und gewünscht sein, sind Gmünds Geistliche bereit, zu hel- fen. Dieser Kirchenplatz ist ein Ort, an dem Kirche mit ihrer ganzen diakonischen und caritativen Kraft für die Gartenschaubesucher da sein will – für Menschen mit Be- hinderung ebenso wie für die an Körper und Geist Müden, oder die, die einfach nur kurz sitzen und guten Gedanken nachhängen wollen. bt den Besuchern die Hand reichen, ihnen Gelegenheit geben, inne zu halten und Orientierung zu fin- den, die über die Hinweistafeln hi- nausgeht. Der evangelische Dekan Immanuel J.A. Nau betreut bei- spielsweise die AG Lebensweg und damit ein sowohl räumliches als auch inhaltliches Bindeglied der kirchlichen Gartenschau-Akti- vitäten: Der Lebensweg verknüpft mit den sieben Stationen den ka- tholischen Wallfahrtsort St. Salva- tor mit dem evangelischen Zen- trum Schönblick (Seite 31). Kreuztisch in Wetzgau Die letzte Station dieses Wegs ist auch geistliches Zentrum im „Himmelsgarten“ bei Wetzgau. Ursula Bertsch betreut die AG Kreuztischgarten, die inmitten des Gartenschaugeländes jeden Tag um 12 ein Mittagsgebet und ge- gen 15 Uhr eine „Andacht zu Stadt bereichern. Den Kirchen gebe es die Möglichkeit, sehr viele Menschen anzusprechen. Die Be- sucher einer Gartenschau seien offen dort, wo sich ein universeller Zugang zu Religion und Glaube finde, wo das Unterwegssein ebenso Thema sei wie Flexibilität und Mobilität. Menschen auf dem Weg seien erreichbar. Das Thema „Himmelsgarten“ und „Erdenreich“ berühre, so Kloker, zutiefst christliche Glaubensansät- ze und den Glauben an eine wei- tergehende Dimension, die mit dem Wort „Himmel“ beschrieben werde – „wo Gott alles in allem ist“. Der Abschiedsgruß im Johan- nesevangelium, in dem es heißt, die Jünger seien „in der Welt, nicht von der Welt“, zeige die Spannung auf, die christliches Le- ben auszeichne. Gleich an mehreren ausgesuchten Stellen wollen Gmünds Kirchen Im „Leben zwischen Himmel und Erde“ definieren sich die christli- chen Kirchen. Diese Landesgar- tenschau bietet ihnen, sagen sie, entsprechend viele Ansätze, „zu einem blühenden Miteinander beizutragen, Kraft und Weisheit Gottes in der Natur erkennbar zu machen und mit unterschiedlichs- ten Angeboten ein bisschen Kir- chentags-Stimmung zu schaffen“. In einer ökumenischen Steue- rungsgruppe mit Dekan Immanuel Nau und Münsterpfarrer Robert Kloker werden mehrere Arbeits- gruppen koordiniert, für die eben- falls Dutzende Ehrenamtliche ge- wonnen wurden. Kloker nennt diese Gartenschau eine große Chance für die Stadt, die sich an allen Ecken und Enden entwickle, aber auch für die Men- schen: Nicht zuletzt gehe es doch um einen Austausch von Leben, um Fremde, die das Leben in der Der Fünfknopfturm im Herzen der Stadt wird Dank der Kirchen ein Ort der Begegnung. Foto: hs Blick vom Himmelsstürmer auf den Kreuztisch im Himmelsgarten. Foto: hs
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    Grundfragen des Lebens Der „LebensWeg“durchs westliche Taubental Zum Beispiel Zufriedenheit, Gelas- senheit oder Genügsamkeit. Dass befreites Leben eine runde Sache ist, zeigen zwei ineinander verschränkte Gewölbebögen an Station sechs. Sie vermitteln Ge- borgenheit, engen aber nicht ein. Und der Blick in der Mitte nach oben zeigt ein Kreuz. Der große Kreuztisch zum Ab- schluss stellt das „Liebenswerte Leben“ dar – eine Einladung, sich mit anderen gemeinsam an einen Tisch zu setzen, als Zeichen für ein Leben in liebevoller Gemeinschaft mit Familie, Freunden, Nachbarn und Kollegen. Am Kreuztisch findet täglich um 12 Uhr ein Mittagsgebet statt. Und an den sechs anderen Statio- nen trifft man sich jeweils an ei- nem eigenen Wochentag um 15 Uhr zum „Innehalten“ (Montags Station sechs, Dienstags Station fünf u.s.w.). Mitglieder des Ar- beitskreises Lebensweg werden dort etwa eine Viertelstunde lang ihre eigenen Gedanken zum je- weiligen Thema der Station vortra- gen. Eingeweiht werden soll der Le- bensweg am 4. Mai im Anschluss an den Eröffnungsgottesdienst des Kirchen-Programms auf der Landesgartenschau durch die Bi- schöfe der beiden großen christli- chen Konfessionen. ml hinaus drei dazu passende Zitate wiedergibt: Eines aus der Bibel, ei- nes aus theologischen Texten und eines aus der Weltliteratur. An der ersten Station gibt es sogar sieben weitere, in einem Kreis ste- hende Tafeln. Darauf sind Kinder- Bilder angebracht, die sich mit je- dem der sieben biblischen Schöp- fungstage beschäftigen – mit ei- nem Liegestuhl samt Cocktailglas für den Sonntag. An der zweiten Station sollen zwei aufstrebende Formen anregen, den Blick zum Himmel zu lenken. Sie können als Engelsflügel ange- sehen werden oder als erhobene, zu Gott hin ausgestreckte Arme. Dass es im „gereiften Leben“ im- mer auf und ab geht, symbolisiert eine hölzerne Welle an der dritten Station. Die individuelle Lebensli- nie lasse den Menschen reifen, er- klärt Künstler Martin Burchard aus Tübingen. Dafür, dass die irdische Existenz die Perspektive des „Ewigen Le- bens“ habe, kann man an der vier- ten Station am Flügel einer Him- melstür ablesen. Ein großer Bogen richtet daneben den Blick nach oben. Noch viel mehr Türen, nämlich sechs, gibt es an der Station „Er- fülltes Leben“. Jede ist ein Symbol für eine innere Haltung, die unsere Lebensqualität erhöhen kann: Es gibt einen Weg zwischen Him- mel(sgarten) und Erde(nreich), auf dem Besucher der Landesgarten- schau die Möglichkeit haben, sich komplett zu entspannen und in eine spirituelle Welt einzutauchen – die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen. Dieser „LebensWeg“ ist nicht nur für spirituell geprägte Menschen interessant, sondern auch für die Freunde der Kunst. Handelt es sich doch um einen Kunst-Kulturen- Pfad. Sieben Groß-Kunstwerke verbildlichen die Grundfragen des Lebens, alles veranschaulicht durch Impulse aus der Bibel, Theo- logie (Augustinus, Hildegard von Bingen, Franz von Assisi, Dietrich Bonhoeffer . . .) und der Welt der Literatur (Nelly Sachs, Edith Stein, Goethe, Schiller . . .). Die Stationen des Weges können sowohl von oben, wie von unten abgegangen werden. Sie tragen die Titel „Erschaffenes Leben“, „Erlöstes Leben“, „Gereiftes Le- ben“, „Ewiges Leben“, Erfülltes Leben“ und „Befreites Leben“. Diese sechs liegen außerhalb des abgezäunten Geländes und sind jederzeit zugänglich. Siebte Stati- on ist der „Kreuztisch“ im Him- melsgarten mit dem Thema „Lie- benswertes Leben“. An jeder Station gibt es eine Tafel, die das Thema nennt und darüber lebensweg Stationen des LebensWegs: „Erlöstes Leben“ (oben), „Ewiges Leben“ (rechts) und „Erfülltes Leben“ (außen). Fotos: I.J.A. Nau Die sieben Schöpfungstage, gesehen mit Kinderaugen, zeigen die sieben Tafel der ersten Station. 40 DER LEBENSWEG
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    Sie finden mich mitmeinen Keramikobjekten im Himmelsgarten der LGS in Wetzgau Bänglesäcker 1 ·GD-Lindach (Gewerbegebiet) Telefon (0 71 71) 49 50 63 0 E-Mail: joe.menrad@t-online.de ·www.motodress-menrad.de • Ständig 150 Helme von Shoei SCHUBERTH, LS2, NOLAN, HJC, AIROH, Lazer • Damen-, Herren- und Kinder- Motorradbekleidung von: HELD, REVIT, GERMAS, SIDI, DAYTONA, MODEKA • Übergrößen bis 12 XL Ständig Angebote im Laden! im Wert ab 200,- €. Angebot gültig bis 31. Mai 2014. 10% auf Helme von HJC oder Nolan MWK Schwäbisch Gmünd GmbH Lorcher Straße 115 · 73525 Schwäbisch Gmünd Tel. +49(0)71 71-91 04-0 · info-sg@mwk.de · www.mwk.de ( Lutherstraße 78 73614 Schorndorf Tel 07181-985290 www.fahrrad-kaiser.de Jetzt im Internet: Newsletter abonnieren und laufend über unser Angebot informiert werden. Heinz Hörsch Metzger Koch 73553 Alfdorf-Haselbach Pfersbacher Straße 36 rustikale Gartenterrasse ... und nach dem Landesgartenschaubesuch zum Tel (0 7171) 759 50.Mo.+ Di. Ruhetag
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    42 BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT Bürgerschaftliches Schmuckstück Felsenkirche, Salvatorklause,geheimnisvolle Höhlen und die Pfanderschen Gärten auf“, sagt und schmunzelt Mayer nicht ohne Stolz. „Zum einen gibt es ein Arbeitsteam, das auch da- nach für die Unterhaltung des Sal- vators und seines Umfelds sorgen möchte. Es möchte nicht nur die Klause nutzen, sondern auch wei- terhin dort tätig sein. Viele wären enttäuscht, würde man sang- und klanglos die gewachsenen freund- schaftlichen Bindungen auflösen.“ So sei es nahegelegen, den Salva- tor-Freundeskreis als eigenständi- gen Verein zu gründen. Das erklär- te Ziel des Vereins sei der bauliche Erhalt und die Pflege der einzigar- tigen Wallfahrtsstätte sowie des angrenzenden Grundstücks und Gebäudes Salvatorklause in Ver- antwortung für zukünftige Gene- rationen. Der Besucher trifft auf dem Salva- tor auf viele Sehenswürdigkeiten und Entdeckungen, die ohne die Arbeit der Salvatorfreunde nicht sichtbar wären, so beispielsweise historische Brunnenanlagen und verschüttet und zugewuchert ge- wesene Stollen. Die Salvatorhöh- len waren einstmals sogar be- wohnt. Viele Rätsel an diesem heiligen Ort sind noch nicht gelöst Ursprung des Wallfahrtsberges ist möglicherweise eine vorchristliche Mithraskultstätte im größten Stol- len der Pfanderschen Gärten. Auf dem Nepperberg sind längst noch nicht alle archäologischen und kul- turhistorischen Rätsel gelöst, was Besuch und Betrachtung dieses zauberhaften Ortes so spannend und reizvoll macht. hs Anfänge. Dann sei 2010 ein Ar- beitsteam aus der Taufe gehoben worden, die „Gmünder Salvator Gruppe, kurz GSG 10 genannt“. Von zehn Personen sei diese Trup- pe heute auf an die 40 zupacken- de Mitstreiter angewachsen, die schon rund 80 Einsatztage ge- meistert hätten. „Aber nicht nur dies, auch an anderen Tagen sind sie dabei: Am Montag war an sie- ben Einsatzorten ein geschäftiges Treiben. Mit der Salvatorklause und dem Nepperberg-Rundweg durch das Pfandersche Gelände sind weitere Aufgaben hinzu ge- kommen. Eng und vertrauensvoll wird mit der Zahnarztfamilie Pfan- der zusammengearbeitet. Die Be- sitzer der historischen Villa Buhl und den sogenannten Pfander- schen Gärten sind ein Glücksfall, weil sie mit viel Achtsamkeit mit diesem Grundstück voller Sagen und Mythen umgeht. Wallfahrtsberg und Gartenzauber Eines der Meisterstücke der Salva- torfreunde ist die Sanierung eines baufälligen Wohnhauses nahe der Felsenkirche zum Gartenschau- und Pilgertreff Salvatorklause. In wunderbarer Aus- sichtlage werden dort die Gäste be- wirtet wie auf einer Berghütte. Eigentlich hatte sich der Freun- deskreis zur Landesgar- tenschau auflösen wol- len. „Diese Rechnung ging aber aus mehreren Gründen nicht Bürgerschaftliches Engagement und Mitverantwortung bei Vor- freude und Vorbereitung der Lan- desgartenschau haben zwei be- sondere Namen, nämlich die bei- den Freundeskreise für die Reali- sierung des Himmelsstürmer so- wie für Pflege und Erhalt der Wall- fahrtsstätte St. Salvator. Bereits im November 2009 hatten sich die Salvatorfreunde unter dem Dach des Münsterbauvereins gegrün- det, sammelten Gelder und be- gannen mit Aufräum- und Aus- lichtungsarbeiten auf dem weit- läufigen Gelände. „Die ganze Be- völkerung in und um Gmünd ließ sich einbinden. Die Begeisterung zeigte sich auch bei vielen Sach- und Geldspenden von Privatleu- ten, Handwerkern, Unternehmen. Unentgeltliche arbeitende Führer- innen und Führer brachten fortan vielen Besu- chergruppen die Schönheiten und Beson- derheiten nahe“, so er- innert sich Initiator und Vorsitzender Werner K. Mayer an die Zu den Meisterstücken des Salvator- Freundeskreises gehört die Sanierung eines baufälligen Wohnhauses zum Gartenschau- und Pilgertreff Salvator- klause. Hier ein Teil der fleißigen Bür- gertruppe beim Richtfest. Fotos: hs schmuckstück Der St. Salvator steht für Gmünder Volksfrömmigkeit und Bürgerfleiß.
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    Zwischen den Gärten liegtder Wald Die Beteiligung von „Forst BW“ an der Gmünder Landesgartenschau sucht Ihresgleichen gesetzt, um zu zeigen, dass der Wald auch schmeckt. In drei höl- zernen Pflanzbeeten wachsen Waldmeister, Him- sowie Erdbee- ren – und davor steht jeweils ein Kaugummiautomat der entspre- chenden Geschmacksrichtung. Wer sich auf den Holzweg begibt, kann erfahren, wie der Weg vom Baum zum Holzprodukt verläuft. Parallel zu diesem Waldentdecker- steg verläuft die Kugelbahn, die besonders bei den Jüngeren für viel Spaß sorgen wird. Der Steg kann auch von Rollstuhl- fahrern mit Begleitung und von El- tern mit Kinderwagen benutzt werden. Am Schluss des Pfades wird ge- zeigt, wie wichtig frische Waldluft ist. Gerade der Taubentalwald rei- nigt die Gmünder Luft permanent, filtert Staub und Schadstoffe aus und bringt Sauerstoff in die Stadt. Wie das funktioniert, wird erklärt. Oberhalb des Taubental-Grillplat- zes ist ein ganzes Stück des Baches zugänglich gemacht worden, weil ja besonders Kinder gerne plant- schen. Es gibt einen Bachspielplatz mit einer zu Gmünd passenden Goldwaschanlage. Am Grillplatz selbst ist der „Platz der Freundschaft“ entstanden, wo während der Gartenschau Skulp- turen der Hüttlinger „Sculturies“ zu sehen sind, die bereits in der Partnerregion Ravenna gezeigt wurden und die Ostalb-Motive wie den Aalener Spion oder das Gmünder Einhorn zeigen. Und wer nach dieser Tour durch den Wald hungrig oder durstig ist, soll auf dem Platz der Freund- schaft ein Waldbistro mit typi- schen Wald-Spezialitäten vorfin- den. ml chen auf ein Konzept der Bioniker (Lernen von der Natur) der Uni Stuttgart, das auf der Bauweise von Seeigeln basiert. Die Kon- struktion ist gleichzeitig steif und leicht. Darin gibt es eine Dauer- ausstellung in innovativer Form zum Thema „Holzbau“ in der zum Beispiel die Konstruktion des Pavil- lons erläutert wird. Kinder können dort selbst mit Holz bauen. An Holzstelen können Besucher alle einheimischen Baumarten kennenlernen. Und im Wald-Seil- garten wurden aus Holz geschnit- tene Silhouetten heimischer Wald- tiere versteckt. Jedes Wochenende Termine in der „Mensch-Wald-Arena“ Unterhalb des Seilgartens wurde im oberen Taubental die „Mensch- Wald-Arena“ errichtet. In einem Halbkreis aus Felsblöcken können Zuschauer jedes Wochenende Veranstaltungen verfolgen, wobei die eigentliche Bühne der Wald ist. Direkt nebenan zeigen lebensgro- ße Figuren, wie Forstwirtschaft betrieben wird. Dort beginnt auch der von 20 auf 30 Stationen ge- wachsene und ertüchtigte Wald- lehrpfad „Naturatum“. Eine witzige Idee wurde unter dem Titel „Waldfrüchtchen“ um- Es ist schon Tradition, dass sich der Landesbetrieb „Forst BW“ stark bei Landesgartenschauen ein- bringt. Was allerdings in Schwä- bisch Gmünd in Zusammenarbeit mit dem Landkreis, der Stadt und der LGS GmbH entstanden ist, dürfte Seinesgleichen suchen. Freilich hat auch nicht jede Stadt das Glück, dass zwei einen Kilo- meter voneinander entfernt lie- gende Gartenschau-Schwerpunk- te ausgerechnet durch einen Wald miteinander verbunden sind. Und es gab weitere Glücksfälle, wie Wolf Noack vom Forstdezer- nat des Landratsamts erklärt: „Wir wollten eine temporäre Seilbahn durch die Wipfel bauen. Dann kam die „Epia“ und errichtete ei- nen dauerhaften Wald-Seilgarten mit zehn verschiedenen Par- cours.“ Unter dem Motto „Mensch – Wald“ versucht der Forst, unmit- telbare Bezüge zwischen den Be- suchern und dem Wald herzustel- len. Alle Stationen wurden zwar extra zur Gartenschau angelegt oder erneuert, sind aber auf Dauer konzipiert. Dass ein Forstpavillon auf einer Landesgartenschau eine innovative Holzkonstruktion sein sollte, gilt schon lange. Für Gmünd stießen die Verantwortli- 43 FORST UND WALD wald forst Ein beeindru- ckendes Stück Holztechnik ist der Forstpavillon im Himmelsgarten. Foto: edk Wolf Noack, „Mister Gartenschau“ von Forst BW an der Kugelbahn (oben). Für Kinder gibt es im Wald mehrere Holzkonstruktionen. Fotos: ml
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    Der Himmel wird inGmünd gestürmt Schwäbisch Gmünd hat mit dem Himmelsstürmer das zu Beginn Undenkbare möglich gemacht Nachdem der Stuttgarter Fernseh- turm aufgrund des Brandschutzes gesperrt wurde, standen eine gan- ze Reihe von Bauprojekten auf dem Prüfstand – auch der Him- melsstürmer. Das Brandschutzkon- zept musste komplett überarbeitet werden, bis endlich die Baugeneh- migung erteilt wurde. Daraus re- sultierte auch der drei Meter hohe Betonsockel auf dem der Turm thront. Als der Turm schließlich im März aufgebaut wurde, konnte man glauben, die Landesgartenschau hätte schon begonnen. Von Nah und Fern kamen unzählig Men- schen in den Himmelsgarten, um bei der Errichtung dabei sein zu können. In einem Rekordtempo von weni- gen Tagen, präsentierte sich der Aussichsturm in seiner vollen Grö- ße und brachte so manchen zum Staunen. Funk und Fernsehen ka- men vorbei nur um über das Werk zu berichten. Sofort konnte man auch erkennen, weshalb die Spie- gel angebracht wurden. Diese füh- ren nämlich zu der Täuschung, dass es aussieht als würde sich der Turm in den Himmel auflösen. Ein zukunftsweisender Effekt, auch für die Industrie und Forschung. Auch in der Nacht ist er ein Hingu- cker. Hell erleuchtet ist der Him- melsstürmer auch in den späten Abendstunden schon von weitem zu erkennen. hs Dies ist auch dem Freundeskreis Himmelsstürmer zu verdanken, der sich mit großem Engagement für die Realisierung des Turmes eingesetzt hat. Dieser mobilisierte die Bürger Partner des Himmels- stümers zu werden. Ein Großteil der Finanzierung sollte nämlich durch Spenden aus dem „Ver- kauf“ der Stufen und Spiegel ge- deckt werden. Ein großer Andrang entstand und die Nachfrage sich im Aussichtsturm zu verewigen war gigantisch. Insgesamt kam bei der Aktion eine stolze Summe von etwa 180 000 Euro zusammen. Auch die Helling-Aktion im Juli letzten Jahres steigerte die Vor- freude auf den Holzturm. Ein an einem Helling-Mobilkran ange- brachter Ballonkorb hob die Gäste etwa 38 Meter in die Höhe. Direkt an die Stelle wo der Himmelsstür- mer seinen höchsten Punkt haben wird. Mehrere Minuten konnte man die dortige Aussicht genie- ßen. Für die Umsetzung zeigte sich die Holzbaufirma Schlosser verant- wortlich, die die 14 Bauelemente in ihrer Werkhalle in Jagstzell an- fertigte. So wurde gewährleistet, dass die Errichtung des Turmes nur wenige Tage dauern würde. Doch wie bei jedem ungewöhnlichen Projekt, stieß auch der Himmels- stürmer auf den ein oder anderen Gegenwind – die trotz allem nicht zum Umsturz des Turmes führten. Was im alten Babel nicht funktio- nieren wollte, hat man in Schwä- bisch Gmünd mit einem fast ähnli- chen Vorhaben geschafft. Eines der ambitioniertesten Pro- jekte in der ältesten Stauferstadt. Ein Projekt, das ohne die Beteili- gung der Gmünder Bürger nie- mals möglich gewesen wäre. Der Himmelsstürmer im Landschafts- park bei Wetzgau. Schon von weitem erkennt man ihn aus allen möglichen Stand- punkten in Schwäbisch Gmünd. In den Anfangsplänen der Landes- gartenschau noch gar nicht vorge- sehen, wurde aus dem anfängli- chen Traum ein Projekt, dass in Sa- chen Engagement und Bürgerver- bundenheit seinesgleichen sucht. Knapp 40 Meter erstreckt sich das hölzerne Bauwerk in die Höhe und bietet einen einzigartigen Blick über das Landesgartenschauge- lände, die Gmünder Innenstadt und die Dreikaiserberge. An ganz besonderen Tagen, wenn das Wet- ter mitspielt, soll man sogar die Al- pen erkennen können. Bei einer Gesamthöhe von 38,60 Metern, 179 Kubikmeter Sperr- holz, 209 Stufen und etwa 1300 Spiegeln lässt sich erahnen, dass es sich um einen Aussichtsturm handelt, den es so in der Form noch nicht gegeben hat. Verbun- den mit einer Spendenaktion de- ren grandioser Zuspruch so nicht zu erwarten war. 44 DER HIMMELSSTÜRMER Der Himmelsstürmer wurde im Rahmen einer großen bürgerschaftlichen Spendenaktion realisiert. Siegfried Lautner (rechts) ist Motor des Himmelsstürmer- Freundeskreises. Fotos: hs Josef Schlosser mit seinem Team von der gleichnamigen Holzbaufirma wurde zum Star des ehrgeizigen und erfolgrei- chen Projekts Himmelsstürmer.
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    46 HANDEL UND GEWERBE HandelundGewerbe wollendie Chance nutzen Der HGV hat sich durch den Umbau der Stadt Gmünd neu positionieren können Die Eröffnung der Landesgartenschau soll auch für die Geschäfte im Gmünder Handels- und Gewerbeverein ein neuer Startschuss sein. Die Rahmenbedingungen für Gmünds Innenstadt sind völlig neu gesetzt worden: Die Fertigstellung des B-29-Tunnels hat sich besser ausgewirkt auf das Verkehrs- und Einkaufsverhalten in der Innenstadt als je gedacht, der Stadtumbau in Verbindung mit der Landesgartenschau macht die Besucher neugierig und wird als Pu- blikumsmagnet wirken. Gmünds Innenstadt mit Einzelhändlern und Gastronomen bietet in den nächsten Monaten vielfältige Chancen für sich als Gemein- schaft, aber auch für jeden Einzelnen im Sinne eines einzigartigen Einkaufs- und Genusserlebnisses zu punkten. Bislang gibt es keine Erfahrungs- werte, wie sich die Verbindung von mittelalterlicher Stadtkulisse mit dem bunten Grün einer Lan- desgartenschau im „Erdenreich“ auf die Umsätze von Händlern und Gastronomen auswirken wird. Der hohe Anteil bereits ab- gesetzter Dauerkarten deutet je- doch an, dass ein Umsatzsprung jenseits der 10 Prozent für 2014 realisierbar sein kann. Ist aber für den Fortbestand der Geschäfte auch von großer Wichtigkeit, denn die Baumaßnahmen in der Gmünder Innenstadt in den ver- gangenen Jahren haben viele aus- wärtige Kunden abgehalten. Die Umsätze waren rückläufig. Entscheidender für alle wird jedoch sein, die potenziellen Umsatzsteigerungen auch für die folgenden Jahre zu konservieren bzw. stetig auszubauen. Die Kunden sollen nicht nur in dieser „Landesgartenschau-Zeit“ nach Gmünd kom- men, sondern in dieser Zeit erkennen, dass es sich lohnt, in Gmünd einzukaufen. Mit ihrer Schaufensterfunktion bietet die Landesgar- tenschau genau diese Möglichkeiten: Die auswärtigen Gäste beim Erstbesuch zu überzeugen, wiederzukommen und weitere Besu- cher zu animieren, diese Innenstadt mit Wohlfühlathmosphäre auch bei Veranstaltungen wie Pferdemarkt, Lange Einkaufsnacht oder anderen Gelegenheiten in 2015 und darüber hinaus zu besu- chen. Der HGV will sich mit dem Fremdenverkehrsverein Pro Gmünd ge- meinsam ins Zeug legen, dass die Chancen für Händler und Gastro- nomen auch tatsächlich genutzt werden können. Die Basis ist ge- schaffen – aber von alleine kommt gar nichts. Dran bleiben. „We love GD“ – so soll es in der ganzen Gmünder Innenstadt wäh- rend der Landesgartenschau hervor- gehoben werden. Auch auf tausend T-Shirts oder vielen Liegestühlen. Pluspunkte für alle Wie steht der Einzelhandel in Gmünd im Landesvergleich da? Das wollten wir von Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführe- rin des Handelsverbands Baden-Württemberg wissen. Rund 50 Millionen Kundenkontakte zählt der Einzelhandel bundesweit – und das jeden Tag. Der Einkauf in einem Ge- schäft gehört für jeden von uns zum Alltag. Nah dran sein, die Wünsche jedes einzelnen Kunden jeden Tag erfüllen, den Stadtbummel zu einem Erlebnis machen: dafür stehen allein in Baden-Württemberg fast 40 000 Unternehmen und 500 000 Mitarbeiter. Mittendrin: Schwäbisch Gmünd als weit über die Region hinaus bekannte und beliebte Einkaufsstadt mit einer hohen Dichte mittelständischer, erfolgreich geführter Geschäfte. Gerade die letzten Jahre mit Großbaustelle, permanenten Verkehrsbehinderungen und der wachsenden Online-Kon- kurrenz haben gezeigt: Die Gmünder Einzelhandelsbetriebe sind eine starke Gemeinschaft und verwurzelt in der Region. Sie sorgen nicht nur für eine zuverlässige Warenversorgung in allen Lebensbereichen des Konsums, sondern sind Orte der Kommunikation und der Inspiration. Die kompetente Bera- tung, das Erleben und Fühlen der Ware, das persönliche Ge- spräch – nicht nur beim Kauf, sondern selbst im Reklamati- onsfall: Das sind und bleiben die Pluspunkte für die Kunden im stationären Handel. Dass die Kunden die Fachgeschäfte in Gmünd schätzen, hat unlängst wieder eine Umfrage bestätigt. Für die Erreichbar- keit der Geschäfte ist nun wieder gesorgt. Und die Geschäfte sind ein wichtiger Wirtschaftsfak- tor in der Stadt Schwäbisch Gmünd. Sie bieten Ar- beits- und Ausbildungsplätze, investieren in eine attraktive Innenstadt, engagieren sich für ihre Re- gion und deren Bürger. Das wer- den auch die vielen tausend Be- sucher der Landesgartenschau erleben. Deshalb lade ich Sie, die Einwohner ebenso wie die Besucher der Landesgarten- schau 2014, herzlich ein, den Einzelhan- del vor Ort jeden Tag neu zu entde- cken. handel gewerbe
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    47 HANDEL UND GEWERBE Aus“I love GD“ wird nun “We love GD“ Der Gmünder Einzelhandel setzt auf seine Aktionen und will die Gartenschau als Schaufenster nutzen verkaufsoffenem Sonntag und schließlich am 6. Dezember die lange Einkaufsnacht mit dem Weihnachtsmarkt. Trotzdem haben die Geschäfte noch mit Problemen zu kämpfen. Nicht nur dass die Landesgarten- schau – einst konzipiert als grünes Band – sich im Laufe der Planun- gen richtig „ausgedehnt“ hat und sich nun nicht mehr alleine in der Kernstadt abspielt, sondern auch die Entfernung zwischen den ein- zelnen Quartieren ist manchem Kunden einfach zu groß. Während der Landesgartenschau will man den Kunden den „Natur- stromer“ als Verbindungs- und Transportmöglichkeit anbieten. Weil sich die Situation nach der Gartenschau aber nicht verändern wird, strebt man jetzt bereits an, den Naturstromer über die Gar- tenschau hinaus fest in der Innen- stadt zu installieren. Der Handels- und Gewerbeverein hat etwa 150 Mitglieder. Doch die Geschäfte sind ganz unterschied- lich strukturiert. Seit Jahren ver- sucht der Vorstand, dass man sich auf eine einheitliche Öffnungszeit der Läden verständigt. Vielleicht gibt es wenigstens während der Landesgartenschau eine „Annä- herung“. Für die Nichtmitglieder im HGV könnte dies nach Mei- nung von Dr. Morawitz ja auch eine Anregung sein. Der Vorstand des HGV brachte in den vergangenen Monaten mehr- mals seine Meinung zum geplan- ten Turbokreisel an der Baldung- kreuzung zum Ausdruck. Die Fra- ge war ja ursprünglich: Ampellö- sung wie bisher, oder Kreisel. Für letzteres hatte sich der Gemeinde- rat entschieden. Doch nach Fertig- stellung des Tunnels war diese Kreuzung plötzlich kein neuralgi- scher Punkt mehr, so dass man nun damit zufrieden ist, dass we- nigstens während der Landesgar- tenschau dort nicht gebaut wird. den unterbreiten zu können. Nicht nur in der Ledergasse sei viel pas- siert, auch im Bereich der Hinteren Schmiedgasse habe sich einiges getan. Der Marktplatz könne sich genauso sehen lassen wie andere Einkaufsquartiere, zum Beispiel Bocksgasse oder Mühlbergle. Nur: Wichtig sei, dass diese Flächen jetzt auch „bespielt“ werden. Dazu sei die Gastronomie aufge- fordert, die Konzepte entwickeln müssen, dass die Kunden sich wohlfühlen. Nach dem Einkaufen ins Straßencafé sitzen, dort schnell mal ein Eis essen oder aber auch richtig den Appetit stillen. Doch auch hier ist Morawitz zuversicht- lich: Die Gastronomie ist dazu be- reit! Alle lieben Gmünd! Während der Zeit der Landesgar- tenschau wollen sich die Geschäf- te des HGV deutlich positionieren. Die Innenstadt wird mit Bannern geschmückt, die nicht neu erfun- den werden mussten, sondern an frühere Aktionen anknüpfen. Aus „I love GD“ wurde ganz einfach „We love GD“. Eine geschäftspo- litisch neutrale Aussage, die die Firmen nutzen sollen und damit ein einheitliches Bild abgeben. Das „We love GD“ soll auf T-Shirts zu lesen sein, Liegestühle sollen vor den Geschäften zum Ausru- hen stehen, auf Plakaten findet man das „We love GD“ und na- türlich finden die großen Events wie in den Vorjahren statt. Der erste verkaufsoffene Sonntag anlässlich des Pferdemarkts war quasi ein „Vorbote“ Anfang April, am 18. Mai gibt es einen extra ver- kaufsoffenen Sonntag zur Landes- gartenschau; am 28. Juni die lan- ge Einkaufsnacht anlässlich der Gmünder Schmucktage, am 19. Oktober den Kirchweihmarkt mit Böse Zungen hatten einmal be- hauptet, wenn der B-29-Tunnel durch Gmünd hindurch fertig ist, kommt gar niemand mehr nach Gmünd. Dann fahren alle an Gmünd vorbei. Also: Tunnel – Fluch oder Segen? Vorstand Dr. Christoph Morawitz vom Handels- und Gewerbeverein Gmünd hat da eine klare Antwort: Segen! Al- lerdings fügt er gleich hinzu: „Der Tunnel alleine hätte Gmünd jetzt nicht viel gebracht. Die Landesgar- tenschau rückt Gmünd in den Mit- telpunkt. Die Stadt wird überall bekannt und durch die Landesgar- tenschau bieten sich der Stadt, und damit auch dem Handel, viele Möglichkeiten.“ Der Einzelhandel hat in den ver- gangenen Jahren unter den lang- wierigen Baumaßnahmen – der Tunnel war dabei noch am we- nigsten schuld – gewaltig gelitten und hohe Umsatzeinbußen zu ver- zeichnen gehabt. Und Morawitz sagt ganz offen, dass sich der Ein- zelhandel in einer prekären Situa- tion befindet. Zum einen muss er jetzt ganz schnell wieder die Kun- den nach Gmünd holen, zum an- deren kämpfen immer mehr Ge- schäfte gegen die Konkurrenz im Internet. Nicht nur durch die Preis- gestaltung, sondern ganz einfach, weil es für viele „bequemer“ ist. Das Angebot in Gmünd kann sich sehen lassen Noch haben die Geschäfte in Gmünd eine gute Grundlage, denn durch neu hinzugekomme- ne Geschäfte, oder solche, die noch kommen werden (wie zum Beispiel der Modepark Röther) ist die Stadt als Einkaufsstadt attrak- tiver geworden. Während nach Ansicht von Dr. Morawitz die Nachbarstadt Aalen mit der An- häufung von Geschäften den Bo- gen überspannt habe, fehlt Gmünd nicht mehr viel, um ein optimales Angebot für alle Kun- HGV-Vorsitzender Dr. Morawitz, hauptberuflich Direktor bei der Kreissparkasse, blickt aus seinem Fenster. Im Hintergrund das Münster, vorne der Josefsbach. Lange Wege kurze Ziele Als Wirtschaftsbeauf- tragter der Stadt Gmünd hat Alexander Groll im Moment „viele Baustellen“. Doch mit dem Zauberwort Lan- desgartenschau wird ihm manches auch viel einfacher gemacht. So stehen derzeit in Gmünd in sogenannten 1a- oder 1b-Lagen so gut wie keine Geschäf- te leer. Aber auch Groll erkennt die Problema- tik, die „lange Einkaufs- wege“ mit sich bringen. Die Fläche, auf denen die Geschäfte in der In- nenstadt verteilt sind, ist im Vergleich mit der Nachbarstadt Aalen viermal größer. Deswe- gen will sich Groll dafür einsetzen, dass der „Na- turstromer“ auch nach der Landesgartenschau fahren wird. Mit dem Bau des Modepark Röt- her auf dem ehemali- gen Schlachthofareal wird auf die Stadt die nächste größere Aufga- be zukommen: Die An- bindung des Röther- Areals an die Schmied- gasse, Marktplatz und Ledergasse. Denn Röt- her soll in Gmünd ja auch ein Zugpferd wer- den – für die anderen Einzelhandelsgeschäf- te. Untersuchungen ha- ben ergeben, dass der Kunde maximal 400 Meter laufen will.
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    48 DIE GASTRONOMIE Die Gmünder Gastronomie– modern und einladend Vor allem bei Straßencafés und Biergärten hat sich viel verändert Umfang. Der Name Josefle dürfte von Franz Josef Aich herstammen, der ab 1836 die Wirtschaft betrieb – sie blieb bis in das zwanzigste Jahrhundert hinein im Besitz der Familie Aich. 1970 erwarb Dino de Pellegrin das Gebäude und eine Nutzungsänderung nach der anderen sollte eine Besserung am herunterge- wirtschafteten Gebäude bringen. Nichts half, und so wurde das Gebäude vor acht Jahren teilweise abgerissen und neu aufgebaut. Heute beherbergt es eine moderne Gastronomie einer Kette aus dem Stuttgarter Raum – das Wahrzei- chen, der hölzerne „St. Josef“ schmückt immer noch die Fassade. 1873 erwirbt der Bierbrauer Domenikus Kränzle das Anwesen in der Rinderba- cher Gasse 7. Zehn Jahre später verkauft er es an Friedrich Abele, der im linken Gebäudeteil die Wirtschaft Zur Kanne errichtet. Eine wechselhafte Belegung des Hauses und der Wirtschaft war prä- gend. In den vergangenen Jahrzehnten war das Lokal vornehmlich in italieni- scher Hand. Verabredet man sich heute jedoch in der „Trattoria“ zum gemütli- chen Abendessen, dann spricht man nach wie vor noch von der „Kanne“. Das Rokoko-Schlössle im Stadtgarten – ohne Zweifel ist das 1780 erbaute Lust- haus immer noch ein Mittelpunkt gesell- schaftlichen Gmünder Lebens. Zahlrei- che Brautpaare und die Gmünder Alters- genossen lassen sich vor dieser Kulisse fotografieren. Walter Klein in seinem Buch „Johann Michael Keller, ein Gmün- der Baumeister des Barocks“: „Die Perle unter den zahlreichen Gmünder Werken Kellers ist das kleine Lusthaus, welches der Bürgermeister Georg Franz Stahl von Pfeilhalde seiner Frau Veronika erstellen ließ.“ Im Erdgeschoss befand sich ur- sprünglich der Gartensaal, heute Gast- raum. Der prächtige Saal im ersten Ober- geschoss ist beinahe unverändert und dient heute als besonderer Rahmen für Familienfeste und Veranstaltungen.smm weise der Falken in der Waldstetter Gas- se ursprünglich ein Wohnhaus. 1780 war es im Besitz des Uhrmachers Anton Seybold. 1846 richtete der Metzgermeis- ter Alois Schmid eine Metzgerei ein. Matthäus Burr begründete um 1870 die Tradition des „Falken“. 1872 wird er als Schankwirt und Gastgeber zum „Fal- ken“ bezeichnet. Im „Falken“ mundet es den Gästen auch heute noch. Seit 2007 kümmern sich Elke und Heide, wie sie kurz von allen Besuchern genannt werden, um das Wohlergehen der Kundschaft. Angeboten wird werktags ein wechselndes Tagesessen – und das ist fast immer ausverkauft. Kaum ein an- deres Lokal in Gmünd hat sich gegen alle Zeitströmungen seine Originalität so er- halten können, wie der Hasen in der Waldstetter Gasse 2. Keine modernen Umbauten, keine raffinierte zeitgenössi- sche Küche – und trotzdem beliebt, könnte man den „Hasen“ beschreiben, der seit 1951 von Friedrich Gesells Töch- tern, Anne und Trudel (eigentlich nur als Tschako und Peter bekannt), geführt wird. Den Besucher erwartet eine ganz gewöhnliche Wirtschaft, aber die Wirtin- nen und das Publikum sind mit Sicher- heit einmalig. Einst der „Goldene Löwe“, 1625 im Besitz von Veit Riedle, gelangte die Wirtschaft durch Einheirat an Johannes Haas, der sie um 1745 gründlich umbaute. Als Krönung der Umbauarbeiten schuf man das Barock- portal mit zwei springen- den Löwen und dem Familienwappen des Besitzers: Ein Hase. 1809 erwirbt der Metz- ger Michael Aich das Ge- bäude am Marktplatz 15 und führt größere Umbauten durch. Er betreibt darin zu- nächst eine Metz- gerei – 1823 mit einer Speisewirt- schaft in kleinerem Die Gmünder Gastronomie kann sich se- hen lassen. Eine sichtbare Zäsur am Ge- samterscheinungsbild der Betriebe – ins- besondere was die Außenbewirtschaf- tungen angeht – gab es nach der Amts- übernahme durch Oberbürgermeister Richard Arnold im Juli 2009. Zahlreiche Straßencafés und Biergärten kamen dazu, wurden erweitert oder waren in der Lage, durch vereinfachte Auflagen, ihr Erscheinungsbild positiv zu verän- dern. Und jetzt raten Sie mal, wie viele Gastro- nomiebetriebe beim Ordnungsamt Schwäbisch Gmünd eine Gestattung eingetragen haben. Nach einer von uns bereinigten Liste sind es stolze 247 – kleinere Imbissbuden mit eingerechnet. An dieser Stelle eine Auflistung zu veröf- fentlichen, wäre also wenig sinnvoll. Tat- sache ist, dass allein die Gmünder Innen- stadt eine enorme kulinarische Vielfalt zu bieten hat. Und viele der Gmünder Gasthäuser können auf eine lange, lange Ge- schichte zurückblicken. Wir wollen einige wenige der bekann- testen „alten“ Gasthäu- ser im In- nen- stadtbe- reich vorstel- len. So war bei- spiels- gastronomie In die dritte Saison startet der Biergarten am Zeiselberg im Jahr 2014. Eine herrliche Sicht über Gmünd bietet sich den Besuchern. Eine unglaubliche Gastronomie- Vielfaltgibtes in Gmünd. Auch in der Innenstadt.
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    Zum Teil eine überhunderte Jahre alte Tradition Gmünder Stadtbild ist geprägt von alteingesessenen Gasthäusern mit ereignisreichen Geschichten senhaus und ab 1823 Gefängnis. Im Dritten Reich diente es als Vor- tragsraum, ab 1950 teilweise ver- mietet als Lager- und Geräteraum mit Wohnungen im ersten Stock. 1979 entschloss sich der Gemein- derat, das Gebäude gründlich um- zubauen und am 17. Juli eröffnete das Restaurant zur Fuggerei seine Pforten. Am 10. September 1985 brannte das Gebäude bis auf die Grundmauern nieder, gut ein Jahr später war der Wiederaufbau ab- geschlossen und unter der Regie von Alfred und Erika Bofinger er- öffnete die Fuggerei 1987 wieder. Seit Kurzem kümmert sich das Ehepaar Krietsch mit ihrem Fugge- rei-Team um das Wohl der Gäste. Quelle: Alte Gmünder Gasthaus- herrlichkeit, Band I und II, von Theo Zanek. smm dem Ausbleiben des Viehmarktes am Kalten Markt wurde es ruhiger im „Drei König“. Nach dem Tod von Heinrich Schuldt führte die Witwe bis 1956 die Wirtschaft, nach deren Tod übernahm Fried- rich Schuldt die Gaststätte. Ab 1978 ging nach dem Tod des Wir- tes das Gasthaus an die Witwe über. Seit 1984 leitet die Tochter nach dem Tod der Mutter das „Drei König“. Erste Erwähnung 1383 Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung der Fuggerei in der Münstergasse 2 erfolgte am 28. Februar 1383. 1601 bis 1616 war das Gebäude Besitz von Anton Fugger, dessen Totenschild im Münster hängt. 1652 wird das Haus zum ersten Mal mit seinem Eigennamen „Fuckerey“ erwähnt. 1636 soll das Gebäude sogar Kai- ser Ferdinand als Quartier gedient haben. Nach dem Dreißigjährigen Krieg entsprach das Haus nicht mehr den neu- en Ansprüchen von Renaissance und Barock. Die Nutzun- gen wechselten: Gewehrfabrik, Ar- beitshaus für gefal- lene Mädchen, Wai- Nr. 887 trug, hinter dem Friedhof, der die Johanniskirche auf der West- und Nordseite umgab. Kel- ler und Teile des Dachs wurden im Zuge der Inventarisierung der Kunstdenkmale in Gmünd auf 1308/09 beziehungsweise 1397/ 98 datiert. 1814 erwirbt Seiler Ja- kob Herlikofer das Haus, dessen Zustand vom Chronisten Domini- kus Debler als ein Haus der ältes- ten Bauart, ein Haus zum Einrei- ßen, geschildert wird. Herlikofer baut das Haus mit großem Kosten- aufwand um. Es erhält im Wesent- lichen die heutige Kubatur. Mehrere Geschäfte befanden sich in dem Haus, unter anderem eine Buchhandlung, eine Bank und ein Modehaus. Aus dem Elektrohaus Blumer wurde 1956 das Café Mar- grit – Konditormeister Alfred Ku- cher erwarb das stattliche Haus und baute im Erdgeschoss das Café ein. Im Mai 1965 übernimmt die bekannte Gastronomenfamilie Rota das Café Margrit. Auch heute noch sorgt die Familie Rota mit Sergio und seiner Mutter Toni für das gastronomische Wohl der Gäste. Das Haus am Kalten Markt 42 be- herbergte im 18. Jahrhundert ver- schiedene Hafner. Erst als Anton Ritz aus Rottenburg das Haus um 1856 erwarb, begann die Ge- schichte des „Drei König“. 1907 erwarb Metzgermeister Heinrich Schuldt das Anwesen, der von 1905 bis 1907 die da- malige Metzgerei Kränzle in der Kappelgasse leitete. Er gab die Brauerei auf und spezialisierte sich auf Most. Harte Arbeit, reelle Ware, ein herzlicher Um- gangston und die günsti- ge Lage brachten die Wirtschaft empor. Mit Eigentümerin des Gebäudes Bocks- gasse 14 – dem heutigen „Café am Palais“, heute noch besser be- kannt als Café Greiner – war 1783 Ursula Trenck in Augsburg. 1834 wurde das Haus von Kaufmann Franz Josef Wanner erworben, der sich und seine Frau, eine geb. Kil- linger, im Schlussstein des alten Türgewändes mit K 1834 W ver- ewigte. Am 20. Oktober 1876 er- öffnete der Konditormeister F. Greiner, nachdem er das Gebäude erworben hatte, eine Konditorei verbunden mit einer „Specerei“. Das Angebot reichte über alle Ar- ten von Kuchen und Backwerk bis zu einem umfangreichen Spirituo- senlager. Eugen Greiner, Sohn des Gründers, übernahm die Geschäf- te 1908 und konnte drei Jahre später ein modernes Café anglie- dern. Im Mai 1939 brannte das Café durch einen Kurzschluss aus. Rolf Greiner, ab 1965 der Inhaber, schloss 1970 die „Conditorei und Specerei“ und baute das Erdge- schoss zu einem Arcadencafé aus. Im ersten Obergeschoss entstand eine Küche, Sohn Eberhard, als de- signierter Nachfolger und Koch, ist bereits im Betrieb tätig. Das re- nommierte Café kann, wie nur ganz wenige Gastronomiebetrie- be in Gmünd, eine über einhun- dertjährige Geschichte vorweisen, in der Haus und Gewerbe im Fami- lienbesitz waren. Sehr ansehnlich Sehr ansehnlich präsentiert sich das Haus Johannisplatz Nummer 10 – das heutige Café Margrit – von der Bocksgasse aus gesehen, ein wichtiger Bestandteil der Jo- hannisplatz-Anlage. Einst stand das ehemalige Krämerzunfthaus, das die Bezeichnung Baad Mauren 50 DIE GASTRONOMIE gastronomie
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    Zentraler Bestandteil Das CongressCentrum Stadtgartenund seine Gastronomie im Mittelpunkt der Gartenschau am Josefsbach gelegenen alten Torhaus (frühere Taxizentrale) ein Eiscafé. Neben der Blumenhalle bei der dortigen Stadtgarten-Außenbüh- ne gibt es einen kleinen Kiosk für die Veranstaltungs-Bewirtung hauptsächlich mit Getränken. Auch für die Bewirtschaftung des „Himmelsgartens“ in Wetzgau hat Polster den Zuschlag der Stadt erhalten. Hier gibt es fünf gastro- nomische Standorte. Das Haupt- Bewirtungszelt bietet innen und außen 450 Besuchern Platz. Hier wird eine Vollversorgung geboten – vom Frühstück über ein schwäbi- sches Mittagessen bis zu einem besonderen Gericht, das mit der benachbarten Weleda kreiert wird. Die Karte soll immer wieder wechseln, damit es einem auch beim zehnten Besuch nicht lang- weilig wird. Außergewöhnlich, weil ziemlich rustikal darf es im „Kuhstall“ zu- gehen. Hier gibt es auf 100 Plät- zen Deftiges wie Hähnchen oder Haxe. Auf „grüner Küche“ liegt der Schwerpunkt im neu errichte- ten „Gewächshaus“ beim Schön- blick. Auch hier finden 100 Besu- cher Platz. Die drei genannten Res- taurants funktionieren mit Selbst- bedienung. Im Innenhof der Weleda betreibt Polster ein Café mit Bedienung. Neben der Hauptbühne sorgt ein Kiosk für die Getränkeversorgung während Konzerten und anderen Programmen. Eisstände hier und da sollen nicht nur an schönen Tagen süße Gau- men befriedigen. ml Im großen Foyer findet man eine „Blackbox Gold und Silber“, in der diese für Gmünd so wichtige Handwerkskunst präsentiert wird. Unter anderem ist eine vierwöchi- ge „offene Werkstatt“ vorgese- hen. Zentraler Bestandteil jeder Garten- schau ist die Blumenhalle. Für sie wurde dem CongressCentrum ei- gens ein Anbau spendiert, der nach der LGS die Kongress-Quali- tät des CCS erhöhen wird, wie Stadtgarten-Manager Wolfram Hub erläutert. In der Blumenhalle zeigen Floristen in der alle vier Wo- chen wechselnden Ausstellungen die Schönheiten ihres Berufs. Im großen Saal finden Veranstal- tungen wie der Deutsche Imker- kongress oder eine Tagung des Landessportbundes statt. Ein Hö- hepunkt ohne Zweifel das Konzert von Chris de Burgh, das wegen der Wettersicherheit im Stadtgar- ten stattfindet. Auch die Traditi- onstermine wie Abschlussbälle und Altersgenossen-Festabende haben trotz Gartenschau-Pro- gramms ihren Platz. Natürlich spielt die Gastronomie eine große Rolle. Stadtgarten-Res- taurant und Schlössle öffnen gleichzeitig mit der Gartenschau ihre Pforten, freut sich Gastrono- mie-Leiter Olaf Rose von der Firma Polster Cate- ring. Im Schlössle ist schwäbische Küche Trumpf, im Restaurant geht man weiter in die me- diterrane Richtung. Zusätzlich betreibt seine Firma während der LGS im schön Ganz anders als sonst kommt in den kommenden Monaten das Gmünder CongressCentrum Stadt- garten (CCS) daher. Es ist zentraler Bestandteil der Landesgarten- schau und nimmt wichtige Teile der Großveranstaltung auf. Zum Beispiel ist der Hans-Baldung- Grien-Saal samt Foyer Dauer- Standort des „Treffpunkts Baden- Württemberg“, also der Vertre- tung des Landes, seiner Ministe- rien, Regierungspräsidien und Or- ganisationen. In zwölf Perioden hat das Land die Schau eingeteilt und zeigt in dieser Zeit 30 verschiedene Ausstellun- gen. Parallel gibt es ein attraktives Begleitprogramm zum Beispiel mit Vorträgen und Workshops, be- schreibt die Verantwortliche, Charlotte Mischler. Immer sonntags findet auf der Bühne Kleinkunst oder Kinder- theater statt. Es gibt den Natur- sporttag des Kultursministeriums, einen Greif- vogeltag, ein Milchse- minar, eine Prä- sentation des Haupt- und Landgestüts Marbach und Beiträge der Landeszentra- le für politische Bildung. 52 CONGRESSCENTRUM STADTGARTEN stadtgarten Das CCS mit dem Erweiterungsbau (oben), der zunächst als Blumen- halle dienen wird. Foto: hs Das Congress Centrum Stadtgarten hat bei Bürgern und Besuchern einen guten Ruf. Fotos: hs
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    WIR GRATULIEREN DER STADT SCHWÄBISCH GMÜNDZU DIESEM TOLLEN „BÜRGERPROJEKT”. EINIGE PROJEKTE DURFTEN WIR BETREUEN:  AUSBAU NEPPERBERG- STRASSE  UMBAU LORCHER STRASSE  KREISVERKEHR WETZGAU WIR WÜNSCHEN ALLEN EIN TOLLES LANDESGARTEN- SCHAU-JAHR! ( Terminabsprache, Sprechst. täglich 8.30 bis 11.30 und von 14 bis 18 Uhr alle Erkrankungen / alle Bereiche jeden Alters Psychotherapie / Lösungsorientierte Lebensberatung NATURHEILPRAXIS Gerda Maiwald Heilpraktikerin für Alternativmedizin Parlerstraße 31, 1. Stock, 73525 Schwäbisch Gmünd Praxistelefon 0 71 71 / 6 92 94 (außerhalb der Sprechzeiten 0 71 71 / 4 16 63) www.alois-rettenmaier.de Benzholzstraße 16 73525 Schw. Gmünd 07171 / 92714-0 Seit 1914 Qualität mit Tradition Gmünder Einhorn- Münze ... für ein selbstbestimmtes Leben Birgit Schmidt, Tel. 8 74 28 13, E-Mail: birgit.schmidt@schwaebisch-gmuend.de Neuen Ansprüchen gerecht werden und Energieeinsatz richtig planen. Hospitalgasse 30 73525 Schwäbisch Gmünd Tel. 0 71 71 / 6 21 63 Fax 0 71 71 / 3 86 83 elektro-fuechsle@t-online.de www.fuechsle-elektro.de Münstergasse 8 · Mo-Fr 9-18 / Sa 9-13 Bocksgasse 14 · 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon (0 71 71) 21 76 Frische regionale Küche. Verschiedene Frühstücksangebote. Abo-Essen unter www.RegioErlebnis.de Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr Samstag 8 bis 15 Uhr · Sonntag 11 bis 15 Uhr T. Fragale Ristorante Pizzeria
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    54 VERANSTALTUNG DER REMS-ZEITUNG Rems-Zeitung anzwei Leseecken immer präsent Der Familientag mit Entenrennen und Ju- gendblaulichttag bil- det den Auftakt einer starken Präsenz der Rems-Zeitung im Rah- men der Landesgar- tenschau. Die Gmün- der Heimatzeitung hat noch einige Über- raschungen für Bür- ger und Besucher auf Lager. Vor allen Din- gen werden wir an zwei Flächen mit so- genannten Leseecken immer vor Ort sein: Wenn dort gerade keine Veranstaltung ist, dann dürfen sich Landesgartenschau- besucher dort im Er- denreich (Ecke Leder- gasse/Josenbrücke, Forum Gold und Sil- ber) und im Himmels- garten (direkt am Wasserspielplatz und Skypark) gerne nie- derlassen, um sich bei der Zeitungslektüre zwischendurch auch etwas Ruhe zu gön- nen. Die Rems-Zeitung ist mittendrin und voll dabei Gleich am 10. Mai großer Familien- und Jugendblaulichttag mit Entenrennen im Remspark in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Limes-Ostalb und interessante Schauübung sein, bei der erstmals alle Gmünder Ju- gendgruppen der Hilfsorganisatio- nen gemeinsam demonstrieren werden, was sie gelernt haben und wie unterschiedliche Organisatio- nen bei einem Schadensereignis Hand in Hand zusammenarbeiten. Rundherum haben die Landesgar- tenschaubesucher im Remspark eine prima Aussicht auf das Gesche- hen. Zum Auftakt ein Prominentenrennen Dort dürfen sich die Zuschauer auch schon zuvor ab 13 Uhr einfinden, wenn unter der gewohnt launigen Moderation von Wolfgang Bieser das Entenrennen gestartet wird. Auftakt ist zunächst ein Prominen- tenrennen, bei dem beispielsweise der Waldstetter Bürgermeister Mi- chael Rembold seinen Gmünder Amtskollegen Richard Arnold he- rausfordern wird. Rembold ist über- zeugt, dass er mit seiner Wäschgöl- ten-Erfahrung dem Gmünder Stadt- oberhaupt haushoch überlegen ist. Denn die Waldstetter sind berühmt dafür, dass sie in ihrer Hochwasser- Geschichte schon vielfach Wildwas- ser-Meister mit ihren Wäschgölten (Bade- und Wäschezubern) waren. Warum also soll dies wohl beim En- tenrennen anders sein? hs Der Erlös kommt einem Inklusions- projekt zugute: Der Lions Club Li- mes-Ostalb finanziert einen Spiel- platz mit speziellen Geräten, auf und an denen sich Menschen mit und ohne Behinderung begegnen sollen. Der 10. Mai ist weltweit auch Leo Lions Service Day: Welt- weit rücken die Lions den Gedan- ken des Helfens mit konkreten Pro- jekten in den Blickpunkt. Da passte es auch super ins Konzept dieses Familientages auf der Lan- desgartenschau, dass sich auf An- hieb und mit großer Motivation und Begeisterung auch alle Gmünder Jugendblaulichtorganisationen als Helfer und auch mit einem tollen Programm anschlossen. Denn gera- de dort werden die Jungen und Mädchen ja ganz unmittelbar auf das praktische und organisierte Hel- fen vorbereitet. Mit Aktionen und kleinen Ausstellungen werden ver- treten sein: THW-Jugend, DLRG-Ju- gend, Jugendfeuerwehr, MHD-Ju- gend und die Bergwachtjugend Schwäbisch Gmünd. Öffentliche Premiere hat hierbei der Nachwuchs der MHD-Such- und Rettungshun- destaffel. Starke Schau aller Hilfsorganisationen Höhepunkt dieses Jugendblaulicht- tages wird gegen 15 Uhr eine große Gleich in den ersten Tagen der Lan- desgartenschau gibt es einen Ver- anstaltungshöhepunkt, den die Rems-Zeitung zusammen mit dem Lions Club Limes-Ostalb, mit den Jugendgruppen sämtlicher Gmün- der Blaulichtorganisationen und der Landesgartenschau GmbH auf die Beine gestellt hat: Am Samstag, 10. Mai, gibt’s den ganzen Tag über jede Menge Spaß und spannende Informationen im Erdenreich. Vor allem der schöne neue Remspark wird Schauplatz des großen Famili- en- und Jugendblaulichttages sein. Fröhlicher Höhepunkt ist zunächst das 1. Gmünder Quietschentenren- nen auf Rems und Josefsbach. Spaß und Spannung für die ganze Familie Rems-Zeitung und Lions Club wa- ren bereits im vergangenen Jahr und gleichzeitig auf die Idee eines solchen Entenrennens gekommen. Folglich haben sich beide Partner für diesen großen Spaß für die gan- ze Familie zu- sammenge- tan. Wir ha- ben die Veran- staltung auch in den Dienst einer guten Sache gestellt: schau.gmünd Jede Woche topaktuelles Gartenschau- und Stadtmagazin der Rems-Zeitung Das große und attraktive Geschenk an unsere Leser und an die Gäste der Landesgartenschau heißt: schau.gmünd. Speziell zur Landesgartenschau erscheint jede Woche ein topaktuelles und unterhaltsames Wochen- magazin mit vielen Informationen zu den Programmhöhe- punkten auf der Landesgartenschau. Dazu wird schau.gmünd auch auf Sehenswürdigkeiten und Attraktionen im gesamten Stadtgeschehen aufmerksam machen, um die Landesgartenschaubesucher auch in unse- re schöne Innenstadt zu locken. Detlef Dieterich und Kathrin Bechstein vom Lions Club mit unseren Rennenten. Vor allem unsere kleinsten Leser freuen sich aufs große Entenrennen.
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    www.st-loreto-duale-fachschulen.de Wir bieten Ausbildungenzum/zur Erzieher/-in (in GD, AA, EL und LB) Jugend- und Heimerzieher/-in (in GD) Heilerziehungspfleger/-in (in GD) Altenpfleger/-in (in GD) Altenpflegehelfer/-in (in GD) Bildungsakademie: Fort- und Weiterbildung für soziale Berufe (in GD,AA und EL) Fachwirt/-in für Organisation und Führung (in GD) Studium „Sozialberufliches Management“(in GD) Chancenreich und nah am Menschen 73525 Schwäbisch Gmünd Wildeck 4 Telefon 07171-60 03-0 gmuend@st-loreto-duale-fachschulen.de 73479 Ellwangen Peutingerstraße 2 Telefon 07961-5 40 15 ellwangen@st-loreto-duale-fachschulen.de 73431 Aalen Ulmerstraße 80 Telefon 07361-360 02 22 aalen@st-loreto-duale-fachschulen.de 71634 Ludwigsburg Straßenäcker 32 Telefon 07141-30 98 83 20 ludwigsburg@st-loreto-duale-fachschulen.de Schwäbisch Gmünd | Aalen | Ellwangen | Ludwigsburg st-loreto-duale-fachschulen® Modische und bequeme Damen- und Herrenschuhe! Freundlich und fachlich beraten seit über 50 Jahren. Start in die Grillsaison! Wir haben die passenden Zutaten! 73566 Bartholomä ( 07173-715262 lumB es n-`a Ln äi dr la e C
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    Regelmäßige Veranstaltungen � Montags,einmal im Monat: Grünzeug-Sprechstunde mit Volker Kugel � Dienstags, donnerstags und jeden ersten Samstag im Monat: Fit im Park - Bewegung zwischen Himmel und Erde � Dienstags, 18 Uhr (außerhalb den Schulferien): Musikschulreihe - Konzertreihe der Musikschulen der Region... � Mittwochs: Literaturreihe „wortReich“ � Mittwochs, 18 Uhr: Ostalbvesper � Donnerstags, 19 Uhr: Thursday Edition - Bands aus der Region � Donnerstags: Aktionen in der Aktionshütte der LandFrauen � Freitags und sonntags: Flugshow der Stauferfalknerei Kloster Lorch � Freitags und montags 11 und 14 Uhr: Führungen Heilpflanzengarten Weleda � Samstags, 13 Uhr: Bifora-Kinderprogramm „Die Zeitreise“ � Samstags und sonntags: Workshop für Kinder - Erlebniszentrum Weleda � Sonn- und feiertags: Gottesdienst � Samstags und sonntags: Aktionen im Wald in der „Mensch!!Wald“- Arena � Jeden ersten Samstag im Monat je von13 bis 16 Uhr: Offene Gärten in der Stadt „Gartenschätze im Herzen der Stadt“ � Sonntags, 11 Uhr: Schaukochen der Miniköche � Regelmäßig: Kurse der VHS auf dem LGS-Gelände � Regelmäßig: Akkordeonorchester am AGV Platz aus ganz Baden-Württemberg � Regelmäßig: Showauftritte Steamboat Line- dancer Öffentliches Training Square Dance � Regelmäßig: AOK Aktionstage � Regelmäßig: Vorträge Naturkundeverein � Regelmäßig: Ermutigung... und Menschen blühen auf! Präsentation und Mitmachaktionen des Vereins für praktizierte Individualpsycholo- gie e.V. � Regelmäßig: Dialoge zwischen Himmel und Erde am Kreuztisch � Regelmäßig: Städte- und Stadtteiltage Gmünd steht Kopf 166 Tage Spaß und Vergnügen Über 2000 Veranstaltungen – da ist sicher für jeden das passende dabei. Sei es Kultur, Konzerte , Theater, Comedy oder Party. Eines ist garantiert: Langweilig wird es auf der Landesgartenschau nie. Ein kleiner Auszug der Höhepunkte 12. Juli: Tag der Obst- und Gartenbauvereine 13. Juli: SWR Fernsehen live von der Landesgartenschau 13. Juli und 21. September: Konzert Musical Kids 18. Juli: Festival Europäische Kirchenmusik Eröffnung 20. Juli und 31. August: Ernst Mantel – HA KOMM! 24. Juli: Eure Mütter „Bloß nicht menstruieren jetzt!“ 25. und 26. Juli: Sportgala des Sportkreis Ostalb 25. Juli: Rock the Gartenschau 27. Juli: Blaulichttag [AUGUST] 1. August: SWR 4 – Tour de Ländle 2. August: Stadtwerke Sommernachtsfest mit Feuerwerk 9. August: Square Dance Tag 24. August: Oldtimer Treffen 28. August: Eric Burdon The Animals 30. August: SWR 1 lacht [SEPTEMBER] 7. September: Sehenswürdigkeiten aus dem Stauferland 10. September: Carolin Kebekus 18. September: Konzert der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg Jugendjazzensemble Neresheim 20. September: Weltkindertag mit Festival der Kinderchöre und EnBW ODR Lichterfest 21. September: Tag der Bläserjugend 21. September: Galakonzert Landespolizeiorchester 27.September. Down-Syndrom-Tag 28. September: Sparkassen Remstal- Marathon [OKTOBER] 3. Oktober: Unimogausstellung 5. Oktober: Tag der Gmünder Fasnet 12. Oktober: Fahnenübergabe an Öhringen [MAI] 1. Mai: Tag des Tanzes 2. Mai und 2. August: Konzert Einhornmusikanten 3. Mai: Konzert der SchwörhausBigband 4. Mai: Tag der Blasmusik Blasmusikverband Ostalbkreis und „Picassos Frauen“ ein Theaterstück von Brian McAvera 5. bis 9. Mai: Woche der Partnerstädte 8. Mai: Konzert LGH Schwäbisch Gmünd 10. Mai: Der Weg im Garten des Lebens – Uraufführung eines neuen Pop-Oratoriums 10. und 11. Mai: Kunsthandwerkermarkt Weleda 14. Mai: Chor Coral Alegría – Musik aus aller Welt 16. und 17.Mai 2014: Jazztage 17. bis 24. Mai: Polnische Tage - Kunst und Kultur aus Polen 18. Mai: Turngau – Tag der Vereine 18. Mai, 19. Juli und 28. September: Barmer-GEK Show-Truck 28. Mai: Big Band Battle [JUNI] 1. und 15. Juni: Werner Koczwara „Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt“ 6. Juni: SWR 4 – Schlagerparty mit Papi’s Pumpel 9. Juni: Gospel Day 12. Juni: Großer Tanztag 13. und 14. Juni: Stadtfest 15. Juni und 12. Juli: Der WWG Autowelt Fußball WM Talk 21. Juli: „Swinging Comedy“ Herr Hämmerle trifft die SWR Big Band 22. Juni, 27. Juli und 20. September: Zeitreise ins Rokoko 28. Juli: Tanzgala [JULI] 5. Juli: Landes-Musik-Festival 6. Juli: Musikschultag 7. Juli: SchulTanzBewegung Baden-Württemberg 9. Juli: Tag der Schulen 56 VERANSTALTUNGSKALENDER
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    Wetzgauer Straße 17· 73557 Mutlangen · Tel. (07171) 405640 Mobil (0171) 7268628 · E-Mail: K.u.S-Landschaftsbau@t-online.de ( (0 71 75) 69 61 www.Gasthaus-am-Goetzenbachsee.de Poser‘s Party-Service auch wir haben unsere große Sonnenterrasse mit Seeblick und den Kinderspielplatz wieder geöffnet. Bei frischem deutschen Spargel mit Beilagen Ihrer Wahl, Maischolle und jungen Matjeshering in vielen Variationen können Sie sich bei uns entspannen. Ab sofort haben wir von mittwochs bis sonntags wieder durchgehend geöffnet. Warme Küche dabei bis 14.00 und ab 17.00 Uhr Kaffee und Kuchen sowie eine große Eisauswahl lassen keine Wünsche offen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und nehmen Reservierungen gern entgegen. Ihre Familien Poser 73525 Schwäbisch Gmünd Hofstatt 6 Telefon (0 71 71) 28 29 Privat: Schießbergstraße 3 73579 Schechingen Telefon (0 7175) 9 00 85 Steuerberater Buchhaltungen Steuererklärungen Jahresabschlüsse Falten weg ohne Nadel oder Skalpell BYAS FACE BODY LIFTER W E L T N E U H E I TW E L T N E U H E I T Health Beauty Oasis Buhlgässle 5 | am Münsterplatz 73525 Schwäbisch Gmünd AGNES WEBER-SUTA Heilpraktikerin Tel. 0 71 71/92 82 11
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    58 EVENTGIPFEL [Gentlemen] 20. Juli „Reggaemade in Germany“. Gentlemen beweist, dass deutsche Musik auch international klingen kann Der 40 Jahre alte Kölner ist die Nummer Eins, wenn es um Reggae aus deutschen Landen geht. Seine Karriere begann mit der Hip-Hop-Band Freundeskreis aus dem das Lied „Tabu- la Rasa“ hervorging. Seither ging es mit ihm und seiner Musik stets bergauf. Er gilt als einer der wenigen deutschen Musi- ker, der auch in Jamaika populär ist – der Heimat des Reggae. 2004 hatte er mit „Confidence“ sein erstes Nummer Eins- Album in Deutschland und Österreich. Seither gilt er als Garant für erfolgreiche, handgemachte Musik. Er war bereits Headliner vieler internationaler Festivals und nun ergänzt er mit „Gentlemen The Evolution – New Day Dawn Open Air 2014“ das Musikangebot der Landesgartenschau auf der Sparkassen-Bühne in Wetzgau am 20 Juli. [Bibi Blocksberg] 2. August Deutschlands beliebteste Hexe verzaubert die Landesgartenschau Wer kennt nicht die berühmten Liedzeilen „Bibi Blocks- berg, du kleine Hexe, komm und zeig uns was du kannst. Wir mögen deine Streiche, wie du hext, wie du lachst, wie du tanzt.“? Kinder und junggebliebene Erwachsene kennen den Text sicher auswendig. Generationen sind mit den Hörspielen rund um Bibi, ihre Mutter Barbara und der rasenden Reporterin Karla Kolumna aufgewachsen. Nun verzaubert Deutschlands wohl beliebteste Hexe auch die Landesgartenschau. Am Samstag, 2. August, lädt das Cocomico Theaterprojekt mit „Bibi Blocksberg“ zu einem Musical für die gesamte Familie. Bei Bibi herrscht große Aufregung: Der Bürgermeister möchte Schloss Klunkerburg abreißen lassen, um Platz für einen privaten Hubschrauberlandeplatz zu schaffen. Zusammen mit ihrer Freundin Schubia möchte sie dagegen etwas unternehmen. Von ihrer Mutter und der Oberhexe Walpurgia erfahren sie von einer versteinerten, alten Hexe die sich im Rosengarten des Schlosses befin- det. Doch als Bibi und Schubia die Hexe Coronaria wie- der zum Leben erwecken, geht das Abenteuer erst rich- tig los. Ein Spaß für Groß und Klein. Mit Bibi Blocksberg – Das Kindermusical können die Jüngsten ihre Heldin endlich live erleben, und Erwachsene einen Trip in ihre Kindheit unternehmen. [Fork] 27. Juli A cappela-Musik aus dem hohen Norden. Die finnische Band Fork liefert immer eine mitreisende Show Weltklasse Gesang verbunden mit einem extravaganten Auftreten. Die Gruppe Fork aus Helsinki stellt eine Show auf die Beine, die a-cappella-Musik neu erfindet. Alles von Lady Gaga bis Black Sabbath – das Repertoire der Band ist sehr breit gefächert. Auftritte hatten sie bereits in Monaco, Dubai, New York, Stockholm, St. Petersburg – und nun auch in Schwäbisch Gmünd. Am 27. Juli kann man sich selbst ein Bild von dem Können der Gruppe machen. Ein einzig- artiges Pop Rock’n’Roll-Spektakel mit viel Humor und Bling Bling. event
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    59 EVENTGIPFEL gipfel [SWR1 Pop Poesie in Concert] 2. Juli Das beliebte Sommerfestival rockt die Bühne Neun Musiker, Sänger und Schauspieler inter- pretieren die Lieblingshits der SWR1-Hörer. Ein Konzept, dass vor Jahren auf große Beliebtheit stieß, und seither eine sichere Bank für Spaß, Musik und Comedy ist. Die bekannten Hits erscheinen in einem ganz neuen Licht, so wie man sie vorher noch nie gehört und wahrgenommen hat. Auf dem Programm stehen Songs von R.E.M., Elvis Presley, Kiss, Simon Garfunkel, Meat Loaf, Genesis, Pink Floyd und weiteren Legenden der Rock- und Popgeschichte. Die Erfolgsgeschichte begann 2009. Seither sorgt die Mischung aus Konzert, Lesung, Come- dy und Show regelmäßig für ausverkaufte Hallen. Auch der Schwäbisch Gmünder Stadt- garten war schon bis zum letzten Platz besetzt. Auch in diesem Jahr sorgen sie dafür, dass sich der Erfolg wiederholt. Am 2. Juli wird es im Himmelsgarten bei Wetzgau rhythmisch, lustig und auch poetisch. [Chris de Burgh] 22. Juli Mit Liedern wie „The Lady In Red“ und „Don’t Pay The Ferryman“ begeistert er weltweit sein Publikum Der Ire kann auf eine bereits 40 Jahre lange Karriere zurück- blicken. Seine Lieder haben auf der ganzen Welt die Fans be- geistert, und im Juli begeistert er seine Fans in Schwäbisch Gmünd. 45 Millionen hat er bis heute verkauft. Doch auch er hat mal klein angefangen. 1975 nahm er sein erstes Album auf, doch erst mit seinem sechsten Album „The Getaway“ 1982 schafft er seinen Durchbruch, auch in Deutschland. Weltweit landete er einen riesigen Hit mit „The Lady In Red“, der überall in den Hitparaden aufgelistet war, auch in England und den Vereinigten Staaten. Acht Millionen Mal verkaufte sich die Single und ist einer der meistgespielten Songs im Ra- dio. 19 Alben hat er seither veröffentlicht und eine lange, erfolgreiche Karriere hingelegt. Nicht umsonst gilt er als Schwergewicht der internationalen Musikszene. Seine Musik zeichnet sich durch ihren melodischen Pop und einer Brise Rock aus. Stets emotional und melancholisch. Weitere be- kannte Lieder sind „Where Peaceful Waters Flow“, „Missing You“, „High On Emotion“. Am 22. Juli im Congress Centrum Stadtgarten zeigt er seinem Publikum, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört und dass er seinem Status als gefühlvoller Musiker mehr als gerecht wird. [Lumberjack Big Band feat Max Mutzke Cassandra Steen] 10. August Zwei der bekanntesten Musiker auf einer Bühne. Begleitet von einer großen Big Band. Lumberjack Big Band. Die gilt als eine der renommiertesten Orchester im Land und begleitete schon solche Größen wie Helge Schneider, Gitte Haenning und Peter Kraus. Am 10. August machen alle drei die Sparkassen-Bühne im Landschaftspark Wetzgau unsicher. Ganz sicher einer der Höhepunkt auf der Garten- schau. Der eine wurde von Stefan Raab entdeckt und holte für Deutschland einen achten Platz beim Eurovision Song Contest in Istanbul. Die ande- re zählt zu Deutschlands er- folgreichsten Sängerinnen. Zusammen mit Adel Tawil hat- te sie mit „Stadt“ eines der er- folgreichsten Duette der deut- schen Popgeschichte – Max Mutzke und Cassandra Steen. Begleitet werden sie von der
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    [Vereinigtes Lachwerk Süd– Ernst Mantel Werner Koczwara] 18. Mai, 3. August und 12. September Schwäbisches Kabarett auf der ganz großen Bühne walt“ rangierte wochenlang auf der Spie- gel-Bestsellerliste. Gemeinsam treten Mantel und Koczwara nun als „Vereinigtes Lachwerk Süd“ an und werden als Duo das machen, womit sie im Schwabenland seit Jahren für hochklassi- gen Humor stehen: feiner Wortwitz, ge- schliffene Pointen und Songs über die ganz großen Themen: also Führerscheinentzug, doofe Liedermacher, korrekte Hummerzu- bereitung und Seitenbacher-Werbung. Hinzu kommen die Klassiker aus den be- kannten Programmen, sowie Cover diver- ser Welthits. Aber in einer Version, wie man es sicher nicht unbedingt erwarten würde. Zwei Lokalhelden der Comedyszene. Ernst Mantel und Werner Koczwara zeigen auf der Bühne im Landschaftspark Wetzgau, dass auch Schwaben einen großen Sinn für Humor haben. Ernst Mantel, bis zu deren Trennung Mit- glied der „Kleinen Tierschau“, sowie dop- pelt ausgezeichneter Träger des Baden- Württembergischen Kleinkunstpreises. Und Werner Koczwara, der mit seinem Pro- gramm „Der wüstenrote Neandertaler oder wie aus Affen Bausparer wurde“ ein auch bundesweit hoch gelobtes Schwabenkaba- rett auf die Bühne gebracht hat. Sein Buch „Am achten Tag schuf Gott den Rechtsan- 60 EVENTGIPFEL [Luke Mockridge] 10. Juli Der Comedy-Nachwuchs steht in den Startlöchern Deutschland braucht sich um seine Nach- kommen in Sachen Comedy keine Sorgen zu machen. Zu den vielversprechendsten Senkrechtstartern zählt ganz sicher Luke Mockridge. Der tritt am 10. Juli an, um die Landesgartenschaubesucher zum Lachen zu bringen. Das Multitalent gibt auf der Sparkassen-Bühne in Wetzgau sein erstes Soloprogramm „I’m Lucky, I’m Luke!“ zum Besten und zeigt, dass die Grenze zwischen noch Kind und schon erwach- sen nicht genau zu definieren ist. Char- mant stolpert das Multitalent durch seine Welt. Ob Facebook, Disco oder kiffende Wecker: Sein Kosmos ist unvergleichlich lustig. Wenn er dann auch noch seine Gitarre auspackt und singt, braucht man keinen Justin Bieber mehr. eventgipfel [Das Stauferlager] 5. bis 13. September Der Himmelsgarten wie zu Zeiten des alten Barbarossa angebot, zum Beispiel Tanzauftrit- te mit den Hübschlerinnen und eine Theateraufführung. Ein Hö- hepunkt wird sicherlich die nach- gestellte Karawanserei. So wur- den in früheren Zeiten ummauerte Herbergen an Karawanenstraßen genannt, in denen die Reisenden sicher mit ihren Tieren und den Handelswaren übernachten konn- ten und auch etwas zu Essen beka- men. Multikulti wird es zusammen mit den ausländischen Vereinen. In der „Küche der Kulturen“ prä- sentieren sie sich mit eigenen Mu- sikgruppen, Tanz und Gesang. Die Geschichte von Schwäbisch Gmünd ist fest mit dem Adels- geschlecht der Staufer verknüpft. Der Verein Staufersaga e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Erbe zu bewahren und zeigt auf der Landesgartenschau, wie es sich damals vor über 100 Jahren gelebt hat. Ein ganzes Lager mit 16 Zelten entführt die Gartenschau- besucher in die Vergangenheit. Schmiede und Zimmermänner prä- sentieren das damalige Handwerk und für die kleinen Gäste gibt es sogar einen Streichelzoo. Hinzu kommt ein vielfältiges Programm- [Barockwoche] 27. Juni bis 4. Juli Eine Reise zurück in die Zeit des Barock Stadtgarten. Im Barocklabor trifft der Barock auf die Moderne. Dabei han- delt es sich um einen Dialog aus Tanz, Sandbildern und dem gesprochenen Wort. Am 3. Juli findet die Barock- woche mit dem Lichterfest ihren Hö- hepunkt im CongessCentrum Stadt- garten. Dabei kommen Kerzen, Fackeln, Feuerballons und Licht-Instal- lationen zum Einsatz. Am letzten Abend gibt es einen groß inszenierten Barockabend mit Feuerwerk, das durch die Philharmonie begleitet wird. Eine Woche lang verwandelt sich Schwäbisch Gmünd in die Hauptstadt der Mieder, ausfallenden Kleider und opulenten Perücken. Die Barockwoche erstreckt sich um das Gelände rund um den Stadtgarten, des Rokoko- schlösschens bis hinab zur Rems. Über die Woche verteilt werden verschiede- ne Programmpunkte stattfinden, die diese Epoche, Früh- und Hochbarock, direkt oder im weitesten Sinne bein- halten. Dazu zählen Bühnenproduk- tionen und ein barocker Markt im
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    62 DIE MACHER Die Macherhinter der Gmünder Gartenschau Wer steckt eigentlich hinter dem Großevent? Die Landesgartenschau GmbH arbeitet rund um die Uhr für ein Spektakel, das Schwäbisch Gmünd so schnell nicht vergessen wird. Pressesprecher Markus Brenner und Linda Höllmann. Wer sich für die ehrenamtliche Mitarbeit mel- dete, hat sicher mit Carmen Bäuml oder Karolin Hinderberger gespro- chen, und falls man mal persönlich Kontakt mit der Gartenschau auf- nehmen möchte, sind Lisa-Marie Hilse, Birgit Hölldampf und Badar Masood vom Sekretariat die ersten Ansprechpartner. Die Büros sind mitten im Gelände im Erdenreich untergebracht. Ein Bürokomplex, die Zentrale, ist direkt am Bahnhof zu finden. Der zweite, das Veran- staltungsgebäude, ist mitten im Stadtgarten. Jahrelang hat das Team die Landesgartenschau vor- bereitet. Auch für sie wird es ein aufregendes Jahr. fed wortlich. Dem Bau und den sonsti- gen Planungen wie den gärtneri- schen Ausstellungen widmen sich Wolfgang Bach (Oberbauleitung), Eva Hafner (Ingenieurbau), Sabine Rieger (Planung), Lothar Krieg (Städtebauförderung), Kurt Tan- nenberg (Tief- und Straßenbau) Matthias Rothaupt und Simon Finkbeiner (Freianlagen) sowie Manfred Wenninger und Martin Schulz-Brehme (Gärtnerische Aus- stellungen). Die Projektassistenten sind Lisa Böhl und Monica Roy- Greve, und die Verwaltung und Controlling übernehmen Sandra Gross und Hans-Peter Mack. Die Bürgerinnen und Bürger wollen auch mit den wichtigsten Informa- tionen zur Gartenschau versorgt sein, darum kümmern sich der Die Köpfe des „Festkomitees“ sind die Geschäftsführer Karl-Eu- gen Ebertshäuser, Manfred Maile und Dr. Joachim Bläse. Zusammen halten sie die Fäden in den Hän- den, treffen sich mit Kooperati- onspartnern und den Planern und beschließen wichtige Entscheidun- gen. Während Karl-Eugen Eberst- häuser direkt von der Förderungs- gesellschaft für die Baden-Würt- tembergischen Gartenschauen nach Schwäbisch Gmünd kam, ist Manfred Maile ein erfahrener Mit- arbeiter der Gmünder Stadtver- waltung. Wichtiges Bindeglied ist kraft Amtes auch Bürgermeister Joachim Bläse. Für die Organisati- on und Terminierung der Veran- staltungen zeigen sich Hans-Peter Spitznagel, Wolf Grünenwald, Ele- na Kinkel und Sarah Haas verant- Wer schon einmal eine Geburts- tagsfeier oder ein ähnliches Fest vorbereitet hat, weiß, was für ein Berg an Arbeit das ist. Das Haus soll rechtzeitig geschmückt sein, Musik und Unterhaltungspro- gramm wird organisiert und einige Leute müssen gefunden werden, die mithelfen, dass alles reibungs- los abläuft. Jetzt stelle man sich das mit einer knapp 60 000-köpfi- gen Stadt vor. Nur dass man keine 20 bis 30 Gäste erwartet, sondern ungefähr 750 000. Und auch die wollen unterhalten werden und etwas geboten kriegen. Eine enor- me Aufgabe. Die Landersgarten- schau 2014 GmbH sorgt dafür, dass es ein unvergessliches 166 Tage langes „Fest“ für die kom- plette Stadt, den Ostalbkreis und ganz Baden-Württemberg wird. “Wir sind die Landesgartenschau“ WennesumdieGartenschaugeht,darfmandiewichtigstenMitarbeiternichtvergessen–dieBürger. Nach 2012 bewies Schwäbisch Gmünd mal wieder, dass es das ehrenamtliche Engagement lebt. vor der großen Eröffnung im Einsatz, und zwar als Bot- schafter auf Weihnachts- märkten, der Touristikmesse in Heilbronn, der Gartenträu- me in Ulm und der CMT in Stuttgart. Und obwohl ihr Einsatz am Gmünder Bahnhof im Som- mer 2013 zu einer bundes- weiten Diskussion führte, möchten viele Flüchtlinge die Landesgartenschau unter- stützen. Auch sie empfinden es nicht als Arbeit, sondern als eine Selbstverständlich- keit. Da sieht man: die Lan- desgartenschau kann auch Menschen weit über die Grenzen hinaus verbinden. fed Antwort: „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, meinen Teil zum Gelingen der Gartenschau beizutragen und meine Heimatstadt zu unter- stützen.“ Die Helfer werden für die unterschiedlichsten Aufgaben eingesetzt: als Kontrolleure an Eingängen, Wegweiser oder Gärtner. Je- der kann sich mit seinen Ta- lenten mit einbringen. Und wie bei der Staufersaga vor zwei Jahren wächst eine gro- ße Gemeinschaft heran. Zu den ehrenamtlichen Helfern kommen noch die Engagier- ten des Gästezentrum Schön- blick und die Vereine in Gmünd und Umgebung. Die Bürger waren auch schon so recht glauben wollen, dass sich auch genügend Leute fin- den werden. Doch man hat die Verbundenheit der Bürger mit ihrer Stadt unterschätzt. 1000 Ehrenamtliche wollte man mobilisieren, doch die- ses Ziel hat man nicht nur er- reicht, sondern weit übertrof- fen. Wenn man die ehrenamt- lichen Mitabreiter fragt, wes- halb sie sich engagieren, be- kommt man meist dieselbe Oberbürgermeister Richard Arnold sprach von Anfang an nicht von „irgendeiner Lan- desgartenschau“, sondern von „unserer Landesgarten- schau“. Daher wurden die Bürger aufgerufen, sich an dem großen Spektakel zu be- teiligen. Doch dass die Gmün- der mit solch einer Begeiste- rung dabei sein werden, damit war nicht zu rechnen. Dabei hat zu Beginn niemand Im Februar wurde die magische 1000 tatsächlich erreicht. Kein Wunder: Gmünd ist Ehrenamtsstadt Nummer Eins. Manfred Maile und Linda Höllmann arbeiten rund um die Uhr für eine unvergessliche Landesgartenschau.
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    Ein Fest fürs Handwerk Am20. September findet auf der LGS der vierte „Tag des Handwerks“ statt terstütze dieses Engagement, weil es die Leistungsbereitschaft und die Verwurzelung des regionalen Handwerks gegenüber der Region Ostwürttemberg und der breiten Öffentlichkeit zeige. Tag des Handwerks 2014 in Schwäbisch Gmünd Dieses Engagement des Hand- werks wird 2014 zusätzlich an ei- nem Tag gebündelt. Im Rahmen der Landesgartenschau wird in Schwäbisch Gmünd der vierte Tag des Handwerks stattfinden. Am Samstag, 20. September, laden die Handwerkskammer Ulm und die Kreishandwerkerschaften Ostalb und Heidenheim ihre Handwerker auf den Marktplatz nach Schwä- bisch Gmünd ein. Unter dem Mot- to „Können kennt keine Grenzen“ gibt es dort Handwerk zum Anfas- sen und eine Vielzahl von Überra- schungen für Groß und Klein. ml Anmeldung für den Tag des Handwerks erfolgen über Thomas Kießling, t.kiessling@hk-ulm.de, Telefon 0171/8379732. Hauptverantwortlich dafür: der Freundeskreis St. Salvator, in dem sich das Engagement vieler junger, älterer, freiwilliger und aktiver Handwerker bündelt. Hauptkoor- dinator Werner Mayer kann sich auf die Unterstützung von über 40 Personen verlassen. Bei einem ge- meinsamen Besuch im vergange- nen Jahr zeigten sich Oberbürger- meister Arnold und Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, stark be- geistert. „Es ist immer ein erhabe- ner Moment, wenn man hier oben steht“, so Arnold. Gemeinsam mit Alexander Ham- ler, Kreishandwerksmeister und Vorstandsmitglieder der Hand- werkskammer, betonte Mehlich: „Das ist die gelebte Imagekampa- gne des deutschen Handwerks.“ Die selbstlose und freiwillige Ar- beit sei stellvertretend für viele tausend Handwerker im gesamten Kammergebiet und in Baden- Württemberg. Ohne diese tatkräf- tigen Hände werde kein Plan Rea- lität, könne kein Konzept in die Tat umgesetzt werden, so Mehlich. Die Handwerkskammer Ulm un- 2014 findet die Landesgarten- schau in Schwäbisch Gmünd statt. Grund genug für das regionale und überregionale Handwerk ak- tiv zu werden. Ein verborgenes Schmuckstück der Stadt rückt da- bei in den Fokus: Der Wallfahrtsort Sankt Salvator. Dank tatkräftiger Handwerkerhände wurde das Ge- lände aufgepeppt und zu einem festen Standort der Landesgarten- schau etabliert. handwerk Tobias Mehlich, Geschäftsführer der Handwerks- kammer Ulm, auf Gartenschau- Besichtigung Was in Ulm, Friedrichshafen und Heidenheim seinen Anfang nahm, wird nun in Schwäbisch Gmünd fortgeführt. Zum vierten Mal findet zwischen Jagst und Bodensee nun ein Tag des Handwerks statt. Handwerk und Bevölke- rung dürfen gespannt sein, was es noch an Überraschungen geben wird. 64 DAS HANDWERK
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    73525 Schwäbisch Gmünd Schwerzerallee22 Telefon (0 71 71) 40 53 54 Öffnungszeiten: Mo. bis Do. 9 bis 12.30 u. 14.30 bis 18.00 Uhr, Fr. u. Sa. 9 bis 12.30 Uhr Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Schwäbisch Gmünd e.V. Unsere Leistungen: Siemensring 15 · Mutlangen ( 07171/876 2279 · Fax 07171/1835106 info@autozentrumfeig.de Geschäftszeiten: Mo. bis Fr. 8–12 und 13–17 Uhr Samstag 8–12 Uhr oder nach Vereinbarung Wir wünschen ein gutes Gelingen! einfach schöner 73525 Schw. Gmünd · Buchhölzlesweg 5 · Tel. 0 71 71/92 90 71 73529 Schwäbisch Gmünd/Bettringen info@mal-autotechnik.de • KFZ-REPARATUREN • • REIFENSERVICE • • AUTOHANDEL • • AUTOGLAS • 3 3 3 3 3 3 3 Täferroter Straße 4 • 73527 Utzstetten ( 07175 / 87 46 • Fax 07175 / 7462 Mobil: 0171 934 9958 MEISTERBETRIEB Fenster, Haustüren SchüCo-Fenster Altbausanierung Markisen, Rollläden Dachgauben, Vordächer Garagen, Sektionaltore Komplette Dachsanierung Mario Klenk
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    66 OSTALB-VESPER Die Gmünder Schau strahltaus Städte und Gemeinden bieten ein Ostalb-Vesper an Aalen: Sonntag, 11. Mai Göggingen: Mittwoch, 14. Mai Waldstetten: Mittwoch, 21. und Donnerstag, 22. Mai Weilerstoffel: Montag, 26. Mai Täferrot: Mittwoch, 28. Mai, und Mittwoch, 23. Juli. Die Gastgeberstadt Schwä- bisch Gmünd: Sonntag, 1. Juni. Donnerstag, 12. Juni, und Sonn- tag, 21. September Schechingen: Mittwoch, 4. Juni Durlangen: Donnerstag, 5. Juni Kreisjugendring: Freitag, 6. Juni Bopfingen: Mittwoch, 11. Juni, und Mittwoch, 24. September Eschach: Mittwoch, 25. Juni, und Mittwoch, 9. und 30. Juli Ellwangen: Freitag. 27. Juni und Freitag, 19. September Gschwend: Freitag. 4. Juli Spraitbach: Dienstag, 8. Juli Böbingen: Donnerstag, 10. Juli, und Donnerstag, 24. Juli Rosenberg: Mittwoch, 16. Juli Kirchheim/Ries: Dienstag, 22. Juli Rainau: Sonntag, 27. Juli Mutlangen: Dienstag, 29. Juli Essingen: Samstag 2. / 30. August Iggingen: Mittwoch, 6. August Heubach: Mittwoch, 13. August Heuchlingen: Mittwoch, 20. August Neresheim: Mittwoch, 27. August Mögglingen: Mittwoch, 3. September Riesbürg: Mittwoch, 10. September Neuler: Mittwoch, 17. September Adelmannsfelden: Donnerstag, 25. September Lorch: Samstag, 27. September Hüttlingen: Mittwoch. 1. Oktober Leinzell: Mittwoch, 8. Oktober. 200 Beschäftigte des Landrats- amts werden die Präsentationen des Ostalbkreises betreuen. An mehreren Standorten will sich der Landkreis als Lebens- und Wirt- schaftsraum präsentieren: Im Fo- rum Gold und Silber, unter dem Motto „Mensch!Wald“ im Erho- lungswald Taubental, mit einer Holzskulptureninstallation auf dem Platz der Freundschaft eben- falls im Taubental oder auch mit ei- nem Demonstrationsfeld zum Ver- gleich landwirtschaftlicher Anbau- methoden heute und zur Staufer- zeit. Das Forstteam des Landkrei- ses stellt dazu einen 21 Meter lan- gen Holztisch zur Verfügung - mit 43 Stühlen für jede Gemeinde und für den Ostalbkreis selbst. Dabei gestalten die einzelnen Gemein- den „ihren“ Stuhl mit Kreativität und, wie vielfach angekündigt, mit Herzblut. Mit einem kulinarischen Vesper aus der Region bittet die Ostalb dann zu Tisch und lädt die Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau zum Genießen und Schlemmen sowie zum Ken- nenlernen ein. Das Angebot am Ostalb-Vespertisch stammt dabei komplett aus der Region; auch für das Programm und das Angebot sind Tag für Tag die einzelnen Ge- meinden verantwortlich. Der Ostalbkreis gestaltet das Ostalbvesper am Donnerstag, 1. Mai, und am Samstag. 11. Oktober. Kreistag: 2. Mai Oberkochen: Mittwoch, 7. Mai. Der Gmünder Raum definiert sich nicht nur über die alten Kreisgrenzen – auch darüber hinaus wird die Gartenschau als Chance begriffen. Das Wäscherschloss etwa grüßt von der Kreisgrenze. Foto: hs Gemeinden sehen sich als  “Auftakt und Tor zur Landesgartenschau in Gmünd“ Gut vertreten im Rahmenprogramm, mit dabei beim Ostalbvesper und generell guter Dinge: Pforzheim hält den Rekord der Baden-Württembergischen Landes- gartenschauen: 1992 zählte die Goldstadt 1,6 Millionen Besucher. Danach ging’s abwärts. Das kleine Nagold konnte die Millionen- grenze überschreiten, einfach weil es auf ein so großes Einzugsge- biet zurückgreifen kann. Auch für Gmünd spielt das Umland eine gewichtige Rolle – und die Umlandsgemeinden setzen im Gegen- zug auf die „Sogwirkung“ der Gartenschau. Der Ostalbkreis präsentiert sich an vier Standorten auf dem Gartenschaugelände. Blickfang im Landschaftspark Wetzgau dürfte die Ostalbtafel im sogenannten Ostalbgarten sein. An dieser Tafel können sich Besu- cher niederlassen und ausruhen, oder aber abends bei einem Ost- albvesper Schmankerln genießen. Dass nicht nur Gemeinden aus allen Teilen des Ostalbkreises, sondern auch Gmünds Teilorte selbst ihren eigenen Gartenschautag gestalten, versteht sich von selbst. ostalb-vesper Der inzwischen aus seinem Amt als Mögglinger Bürgermeister verabschiedete Ottmar Schweizer hat in einer seiner letzten Amtshandlungen und auch aus seiner langjährigen Erfahrung he- raus die Aufgabe übernommen, darüber zu sprechen, was es für Mögglingen bedeutet, „aus Richtung Aalen der Auftakt und das Tor zur Landesgartenschau“ in Gmünd zu sein: „Wir lenken die Blicke der Durchfahrenden mit unserer Straßenbegleitaktion ‘Guck a:mol’ darauf, mit offenen Augen zu erleben, was es links und rechts der Straße und zwölf Kilometer weiter zu sehen gibt.“ Im Sog der Gmünder Landesgartenschau werden, davon war Schweizer überzeugt, „auch Geschäfte und die Gastronomie hier am Ort von an- und abreisenden Besuchern profitieren“. Im Rah- menprogramm zur zentralen Schau in Gmünd könne Mögglingen das Weltkulturerbe Limes bieten, Limes-Radweg und Remstal- Radweg, den Remstal-Höhenwanderweg und anderes mehr. Auch direkt mitwirken am Programm will man: Geplant ist ein ganz besonderer Mögglinger Stuhl an der Ostalbtafel. Das von Mögglingern servierte Ostalbvesper am Mittwoch, 3. September, und die „Mögglinger Sommernachtsmusik zu Gast in Gmünd“, am 18. Juli im Stadtgarten tun ein übriges. bt Mögglinger Beispiel
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    67 UMLAND Nur eine Bahnstation weiterund die Gäste sind mitten drin im Gartenschaugelände Gut vertreten im Rahmenprogramm: Die RZ fragte beispielhaft einige Umlandgemeinden Zweimal gestaltet Böbingen das Ostalbves- per, zunächst sind alle Kulturtreibenden an- gesprochen – am 10. Juli –, 14 Tage später dann die Vereinsvorstände: Sie alle seien selbst auch zum gemütlichen Vesper einge- laden, sagt Bürgermeister Stempfle, und die Gemeinde komme auch für den Bus nach Gmünd auf: „Das ist unser Dankeschön an die Kulturschaffenden und die Ehrenamtli- chen der Vereine.“ Auch einen Böbingen- Tag wird es nach den Sommerferien geben, an dem sich dann die Vereine präsentieren. Für Böbingen selbst erhofft sich Stemke, dass die Gastronomie und Übernachtungs- möglichkeiten ausgebucht sein werden. Er sieht große Chance für Böbingen: „Eine Sta- tion weiter und Besucher sind mittendrin in der Gartenschau, ohne langwierige Park- platzsuche.“ Schön wäre es, überlegen die Böbinger, wenn die Bahn Fahrtkosten für die Gartenschaubenutzer reduzieren könnte. Pünktlich zum Startschuss der Landesgar- tenschau wird es wohl noch nicht möglich sein, aber spätestens im Sommer soll der neue Radweg an der Rems freigegeben wer- den. Auch das ein Pfund, mit dem Böbingen wuchert. BÖBINGEN Eschach ist gleich mit drei Terminen beim „Ostalbvesper“ vertreten. „Eine tolle Ge- schichte“, sagt Bürgermeister König, nicht zuletzt für die Vereine. Am 25. Juni bereitet der Musikverein für hundert Gartenschaube- sucher ein kaltes Vesper vor. Auch der Ge- sangverein und die Singgruppe der Dorfge- meinschaft Holzhausen gestalten ein Vesper – am 9. und am 30. Juli. An allen drei Tagen wird mit Eschacher Brot und Wurst ein zünf- tiges Vesper serviert. Gesungen und musi- ziert wird sowieso. Touristisch erhofft sich Eschach nicht allzu viel vom Rummel in Gmünd: „Aber wir wollen uns als eine Ge- meinde präsentieren, die nicht von Wind- krafträdern geprägt ist, sondern vom guten Vereinsleben der 19 Vereine, die sich alle ir- gendwie präsentieren wollen.“ Auf eine lie- benswerte Gemeinde wolle man neugierig machen. Einige dieser Vereine wie die Obst- und Gartenbauer oder die Bienenzüchter sind auch über ihre Verbände vertreten. ESCHACH Walter Weber, Bürgermeister in Göggingen, freut sich darüber, dass sich „in Gmünd so viel getan hat“. Für ihn besteht kein Zweifel daran, dass sich Gmünd als „Erlebnis- und Einkaufsstadt profiliert“. Er hofft, dass der Mehrwert nach der Gartenschau bleibt, und vor allem, dass auch die Umgebung profitiert von dieser größeren Attraktivität. Was Gög- gingen zu bieten hat, soll am 14. Mai im Rah- men des Ostalbvespers öffentlich gemacht werden; an diesem Tag werden auch die Ver- eine und Institutionen einen Weg finden, sich zu präsentieren. GÖGGINGEN „Der Ort ist immer noch sehr stark mit der schönen Stadt Schwäbisch Gmünd verbun- den, auch wenn er zu Waiblingen, Rems- Murr-Kreis, gehört – ganz gleich, ob es um Arztbesuche, Krankenhaus, Shoppen, Essen gehen, Schulen oder den Wochenmarkt geht“, sagt Bürgermeister Segan. Den Gmünder Marktplatz etwa sieht er als sehr ansprechend gestaltet; das locke auch Fami- lien und diejenigen, die nicht so oft in die Stadt kommen, meint Segan: „Die Bevölke- rung der Gemeinde Alfdorf freut sich auf die Landesgartenschau und ihre kulturellen Ver- anstaltungen.“ Eine noch engere Verbin- dung zu Schwäbisch Gmünd und der Gar- tenschau entsteht bei den Alfdorfer Verei- nen, Institutionen und Firmen, da sie an den unterschiedlichsten Programmpunkten teil- nehmen. ALFDORF Zweimal lädt Täferrot zum Ostalbvesper, am 28. Mai und am 23. Juli. 200 Liter Bier hat Bürgermeister Renner über den Winter ge- bracht – „Manna-Bräu“, weil’s im Himmels- garten serviert wird, abgefüllt zudem in Bü- gelflaschen –, Rauchfleisch wird es geben, die Schule will Honig aus dem Schulbauern- hof verkaufen. Vor dem Vatertag spielt das „Ochsentrio“ auf, für den Termin im Juli be- reiten vermutlich Sportverein und Lieder- kranz das Programm vor. „Das Ganze soll Spaß machen“, sagt Renner. Was erwirt- schaftet wird, soll die Unkosten decken bzw., wenn es doch mehr wird, der Schule zu Gute kommen. Besonderheit an der Ostalbtafel ist der Täfer- roter Stuhl – ein am uralten Chorgestühl aus- gerichtetes, kunstvoll gedrechseltes Schmuckstück aus Eichenholz, das die RZ be- reits vorgestellt hat. TÄFERROT HEUCHLINGEN Heuchlingen präsentiert sich am 20. August unter anderem über den Heuchlinger Helfer- kreis für Indien, Asha (Hoffnung) mit Salzku- chen und Most zum Ostalbvesper. Abends wird es auf der Bühne Programm geben. Bür- germeister Peter Lang geht davon aus, dass die gesamte Region attraktiver wird durch die Gartenschau. Und es mache Freude, dabei sein zu dürfen, „irgendwie teilhaben“. Er selbst hat jedenfalls Dutzende Karten ver- schenkt – an Kirchengemeinderäte oder an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Jah- resausflug 2013 ausgefallen ist. bt umland
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    Kunst auf Zeit undauf Dauer Der Josefsbach wird zur Ausstellungsmeile phorus“ von Fritz Nuss, die Kunst- bank von Max Seiz, Sonnenuhr, Mendel-Büste und natürlich Wil- helm Widemanns historistischer Geigerle-Brunnen, aus dem wie- der Wasser sprudelt. Oben im Landschaftspark von Wetzgau präsentiert Andreas Fut- ter seine Alu-Plastik „Himmels- stürmer / Griff zu den Wolken“. Im Prediger wird am 29. April die Picasso-Ausstellung mit Leihgaben aus Antibes eröffnet: Sieben Werke für eine Kabinettausstel- lung, in denen allesamt Seeigel als Motive auftauchen. Eine kleine Schau, aber eine große Auszeichnung. Bis zum fran- zösischen Nationalfeiertag am 14. Juli bleiben die Werke in Gmünd. Danach erfreut die Besucher das „Paradies der Früchte“ mit Stücken aus der Sammlung für Fruchtmale- rei und Skulptur im Museum. Der Kunstverein steuert weitere Aus- stellungen im Rahmen seiner „Ur- banität“-Reihe im Kornhaus bei Das ist freilich nicht alles, was Schwäbisch Gmünd an Kunst zeigt. Zwei Tipps: Wer sich nach Osten vorwagt, dorthin, wo die Stadt erst noch umgebaut werden muss, wird im Unipark fündig. Allemal lohnend aber ist der Weg zur Straßdorfer Höhe, zu den „Wegen zur Kunst“. Die elf Plasti- ken dort – im Sommer kommt Al- bert Holls „Sitzendes Mädchen“ hinzu – bieten einen Überblick über die Gmünder Kunst des 20. Jahrhunderts bis in die Gegen- wart. Und die Landschaft besticht mit einem einzigartigen Ausblick über die Stadt, über Erdenreich und Himmelsgarten. rw rum Gold und Silber. Das passt. Die altvertrauten, aber während der Bauarbeiten abgeräumten Kunstwerke im Stadtgarten und drumherum kehren wieder: Eugen Greiners geliebte „Sitzende Lö- win“, der Fehrle-Frauenakt, der „Christo- Josefsbach ein: Andreas Welzen- bach platziert seine „Rettungsrin- ge“ etwa an der renovierten Zwin- germauer zwischen Kroatensteg und Torhäuschen, die dort mit dem vorgelagerten Weg nach Kai- mauer aussieht. Mindestens eines der Josefsbach-Kunstwerke soll angekauft werden und verblei- ben. Gerne auch mehr. Sonderpräsentationen er- halten zwei Gmünder Altmeister, Max Seiz mit der Skulptur „Freier Mensch“ und Josef Baum- hauer mit „Bath- seba im Bade“. Der „Wallfah- rer“ist ein weite- res Werk von Da- niel Wagenblast. Die Großplastik ge- hört dem Förderver- ein Straßdorf und ist nach der Gartenschau für die Straßdorfer „Wege zur Kunst“ vorge- sehen. Der Wallfahrer hält in einer Hand die Marienkapelle, in der anderen das Münster – von seinem Standort auf Höhe der Asylstraße blickt man hinüber auf das Original. Der Club Soropti- mist sorgt dafür, dass ein Werk von Editha Pröbstle auf dem Grundstück Kessler aufgestellt wird. Soviel wird verraten: Ein Ele- fant und eine Giraffe haben hier einen großen Auftritt. Desgleichen eine prachtvolle Figur, die sonst den Blicken der Öffent- lichkeit entzogen ist: die goldglän- zende „Horus et sa grace“-Plastik von Niki de St. Phalle zieht aus Gotteszell zeitweise um ans Fo- Was aber bleibt, stiften in diesem Fall die bildenden Künstler: Gera- de im öffentlichen Raum sollen Kunstwerke Bestand über die Lan- desgartenschau hinaus besitzen und dazu beitragen, den Status des Areals in der Innenstadt zu si- chern. Die Aufwertung soll Jahre, vielleicht Jahrzehnte sichtbar sein – ein Schmuck der Anlagen, wenn die Blumenzier längst verwelkt ist und die frisch gepflanzten Bäume tatsächlich schon Format bekom- men. Leiser als anderes ist die Kunst auf der Landesgartenschau, aber sie ist da. Leiser, nicht immer massen- tauglich, aber gewiss nicht elitär. Man muss sich auf sie einlassen, sonst spricht sie nicht zu einem. Die Kunst wird der Stadt in jedem Fall gut tun, vielleicht auch dazu beitragen, dass Schwäbisch Gmünd den Rang und Ruf zurück erhält, den die Stadt in Ostwürttemberg einmal besaß: Dass sie die Hoch- burg der Kunst in der Region sei. Es gibt also Aufholbedarf. Bei Aus- stellungen, Aktionen und Anstö- ßen. Da sind im Herz der Landesgarten- schau, am „Grünen Band“ des Jo- sefsbachs, die Objekte von acht Künstlern an und im Gewässer. Angefangen von der filigranen Glasarbeit von Alkie Osterland und dem Mobile von Don Cutter bis zu den massiv-monumentalen Figuren von Daniel Wagenblast („Mann auf dem Krokodil“) und Dietrich Klinge an der Waldstetter Brücke. Klinge kennt man in Gmünd von seiner „Neidhart me- lancholicus“-Figur auf dem Johan- nisplatz. Immer gehen die Objekte auf die spezifische Örtlichkeit am Links: Glaskünstlerin Alkie Osterland legt probeweise ein Stück ihrer Installation in den Josefsbach. Rechts: die „Altkunst“ im Stadtgarten steht wieder. 68 KUNST kunst Blickfang am Forum Gold und Silber: Niki de St. Phalles „Horus et sa grace“, sonst öffentlich nicht gezeigt.
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    BÖTTINGER Modellbahn Modellbau Kornhausstr. 33 · 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon 0 71 71 / 49 503 15 # # Gegen Vorlage der Anzeige erhalten Sie vom 30.4. bis 12.10.2014 bei Ihrem Einkauf 10% Nachlass! remszeitung.de Geschenkideen New Glockgässle 1, 73525 Schw. Gmünd Telefon (0 71 71) 93 11 51 Wir haben die passende Idee! Dekorieren ... Verschenken ... Ideen zur Gartenschau – Gmünder Souvenirs – nette Mitbringsel – luftige Leinenbekleidung– WIRBEKENNEN FARBE ... ... für die Landesgartenschau 2014! Die Stadtwerke machen die Landesgartenschau noch bunter – und das exklusiv als Partner: Genießen Sie unsere zahl­reichen ­Attraktionen und die einzigartige Vielfalt dieses ­Großevents, etwa bei einer ­entspannten Fahrt im ­Elektro-Zügle „Naturstromer“ oder auf Erkundungstour entlang des erlebnis­reichen Energiepfades. Und das nicht irgendwo, sondern hier in Schwäbisch Gmünd. Frei nach dem Motto: „Service. Energie. Für Sie.“ www.stwgd.de Die Gemeinde Heuchlingen schickt blumige Grüße nach Schwäbisch Gmünd und wünscht der Landesgartenschau 2014 ein gutes Gelingen! www.heuchlingen.de Gartenanlagen Teichbau Pflegearbeiten
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    sport 70 SPORT Landesgartenschau hat etliche sportliche Höhepunktezu bieten Tag des Gmünder Sports, Ausdauer-Challenge, Remstal-Marathon und die Sportgala des Sportkreises Ostalb bereichern das Programm national wie international bekann- ten Suebia Gymnastics der SG Bettringen und die Sportakroba- ten der TSG Hofherrnweiler sind nur zwei Beispiele, welch hochka- rätiges Programm die Zuschauer am letzten Juli-Wochenende er- wartet. Remstal-Marathon Das Remstal, die dortigen Städte und Gemeinden sowie die Hei- mattage Baden-Württemberg in Waiblingen und die Landesgarten- schau in Schwäbisch Gmünd wer- den miteinander verbunden. Und das auf eine sportliche Art und Weise, die am Sonntag, 28. Sep- tember, ihre Premiere feiert. Durch den 1. Sparkassen Remstal-Mara- thon, dessen Strecke entlang der Rems von Waiblingen über Schorndorf und Lorch nach Gmünd führt und ein nicht nur sportlich, sondern vor allem land- schaftlich reizvolles Erlebnis ver- sprechen lässt. Neben einem Marathon über exakt 42,195 Kilometer zählen auch ein Halbmarathon sowie eine Marathon-Staffel zum Repertoire dieser Laufveranstaltung, die mit einer Zielparty in der Gmünder In- nenstadt gekrönt wird. alv Schießtal Schwimmen, Indoor- Cycling und Laufen auf dem Pro- gramm. Zwölf Stunden lang! Der Schwimmverein Gmünd (Zwölf- Stunden-Schwimmen), die Aus- dauerabteilung des RRC Petticoat (10. Indoor-Cycling-Marathon) und die DJK Gmünd (Zwölf-Stunden- Lauf) werden von 8 bis 20 Uhr ihre Veranstaltungen zu einer sportli- chen Herausforderung bündeln. Sowohl die Sportarten als auch der Umfang können nach Lust und Laune kombiniert werden, wobei auch ein Triathlon oder Swim Run-Wettkampf von Einzelstartern oder Staffeln absolviert werden kann. Die Einnahmen dieser Bene- fizveranstaltung kommen der De- menzstiftung des DRK-Kreisver- bandes zugute. Sportkreis-Sportgala „Es wird 100 Minuten lang eine rauschende Sportshow“, gibt Manfred Pawlita, der Vorsitzende des Sportkreises Ostalb einen Vor- geschmack auf die Sportgala, die am 25. und 26. Juli zweimal auf der Bühne im Himmelsgarten auf- geführt werden. Pawlita verspricht ein „Best of“ aus den vergangenen Jahren mit den absoluten Topacts des gesamten Ostalbkreises. Die machangebote als Aufführungen. „Abteilungen und Gruppen kön- nen einen Einblick in ihren Trai- ningsalltag geben, sollen zeigen, was sie zu bieten haben und den Besuchern der Landesgartenschau damit anbieten, ihre Sportangebo- te selber zu erleben.“ 67 Vereine gehören dem Stadtverband Sport aktuell an. An diese Zahl knüpft Michael Svoboda seine Erwartun- gen, auf wie viele Programmpunk- te man sich am 26. Juni freuen kann: „50 Angebote sind mein Ziel.“ Aber nicht nur die Mitglieds- vereine sind gefragt, auch die The- men Integration ausländischer Vereine und Inklusion behinderter Sportlerinnen und Sportler wer- den gezielt verfolgt und sollen um- gesetzt werden. „Den Tag des Gmünder Sports sehen wir vor al- lem auch als Chance, die tägliche Arbeit mit Kindern und Jugendli- chen und im Breitensport vorzu- stellen.“ 1. Ausdauer-Challenge Es ist eine Benefizveranstaltung, die es in dieser Form in Schwä- bisch Gmünd noch nie gegeben hat. Bei der 1. Gmünder Ausdau- er-Challenge am Samstag, 24. Mai, steht im Bud-Spencer-Bad im Unter dem Motto „Schwäbisch Gmünd bleibt fit“ rückt am Don- nerstag, 26. Juni, beim „Tag des Gmünder Sports“ der Sport in den Fokus. Aber auch die „1. Gmünder Aus- dauer-Challenge“ (24. Mai), die Sportgala des Sportkreises Ostalb (25./26. Juli) oder der Remstal- Marathon (28. September) lassen während der Landesgartenschau den Sport nicht zu kurz kommen. Tag des Gmünder Sports Michael Svoboda, der Vorsitzende des Stadtverbands Sport, ist sich sicher: „Der Tag des Gmünder Sports wird eine Bereicherung der Landesgartenschau sein.“ Auf den Bühnen, Freiflächen sowie im Sport- und Freizeitpark am Bahn- hof präsentieren sich die Sportver- eine der Innenstadt und Stadtteile am Donnerstag, 26. Juni, auf viel- fältige Art und Weise. „Der Sport in Gmünd hat viele Facetten, die an diesem Tag präsentiert werden sollen.“ Also nicht nur die bekann- ten Mannschaftssportarten wie Fußball oder Handball, sondern gerade auch andere Sportarten wie Fechten, Gorodki, Jiu-Jitsu, Yoga oder Akrobatik. Svoboda hofft insgeheim auf mehr Mit- Bei der 1. Gmünder Ausdauer- Challenge kann jeder mitmachen. Michael Svoboda freut sich auf die sport- lichen Höhepunkte bei der Landesgarten- schau. Fotos: edk
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    Preisrätsel Dauerkarten für die Landesgartenschau zu gewinnen! BeantwortenSie drei Fragen und Sie haben die Chance, eine von zehn Dauereintrittskarten im Wert von 100 Euro für die 25. Landesgartenschau Baden-Württemberg in Schwäbisch Gmünd zu gewinnen. Die Antworten auf unsere Rätselfragen finden Sie auch bei aufmerksamer Lektüre dieses Landesgartenschau-Magazins „schau.gmünd“. Frage 1: Wie viele Treppenstufen führen hinauf zur Aussichtsplattform des Himmelsstürmer? Wie viele Kilometer ist die Rems lang, von der Quelle bei Essingen bis zur Mündung in den Neckar (gerundet auf Zehnerzahl)? Frage 2: Wie heißt das kluge Tier, das der Wissenswerkstatt an der Jugendmeile seinen Namen gab? Frage 3: Die Dauerkarten werden unter allen Einsendungen mit dem richtigen Lösungswort ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Tragen Sie die Lösungsworte des Rätsels in den vorgegebenen Coupon ein und senden Sie die Lösung per Postkarte oder E-Mail an: Stichwort: Gartenschau-Rätsel Antwort zur Frage 1 Antwort zur Frage 2 Antwort zur Frage 3 Vorname/Nachname Straße/ Hausnummer PLZ/Wohnort Telefon Coupon Paradiesstraße 12 73525 Schwäbisch Gmünd oder E-Mail: verlosung@rems-zeitung.de Einsendeschluss ist der 7. Mai 2014 Wir drücken die Daumen! 71 RECHBERGHAUSEN, PREISRÄTSEL Warum Rechberghausen Mut macht Warum Rechberghausen noch nach fünf Jahren die – kleine – Gartenschau feiert suchern und das „Sommernachts- fest in Erinnerung an die Garten- schau“ mit jährlich ebenfalls meh- reren tausend Besuchern verdankt die Gemeinde ebenfalls dem Jahr 2009. Zudem haben sich Laidig zufolge im Landschaftspark Verei- ne angesiedelt, die das Gelände pflegen und auch nutzen. Laidig meint, weniger außenwirk- sam aber fast wichtiger seien „nunmehr gemachte Hausaufga- ben“ – wie ja auch Gmünd unter anderem die Brücken anging. Rechberghausens Infrastruktur hat jedenfalls in vieler Hinsicht profi- tiert: „Mit der Gartenschau haben wir zum Beispiel auch den Hoch- wasserschutz komplett gerichtet.“ Das Ensemble Untere Mühle wur- de damals grundlegend saniert. Jetzt, im Sommer 2014, soll hier ein Mühlentechnikmuseum einge- richtet werden, das erlebbar macht, wie einst aus Korn Mehl entstand: „Noch nach fünf Jahren entsteht Neues und Gutes.“ bt noch mehr Herzblut in die Erde ge- graben wurden, und im regenrei- chen Sommer 2009 fast alle ange- wachsen sind, werden immer noch schöner. Was beim Gang durch Rechberghausen offenkun- dig ist, und beim Gespräch mit Passanten unbestritten, bestätigt auch Achim Laidig, persönlicher Referent des Bürgermeisters Rei- ner Ruf. „Nur positiv“ sei der Blick auf das Jahr 2009 mit seiner kleinen Gar- tenschau, erklärte Laidig dieser Tage im Gespräch mit der RZ. Aus dem ehemaligen Gartenschauge- lände sei ein Landschaftspark ge- wachsen, der sehr gut angenom- men und mit „Nachfolgeveran- staltungen regelmäßig belegt“ werde. So habe Rechberghausen aufbauend auf dem Veranstal- tungskalender der Gartenschau und gewachsen aus dem Ferien- programm die Veranstaltungsrei- he „FerienKultur“ konzipiert. Den Gartenmarkt mit über 10 000 Be- stäblich aus der Versenkung ge- holt. Ein Herzstück der Garten- schau war der neue Quellenweg entlang alter und neuer Bachläufe, der die charakteristischen Hang- quellen des Albvorlands auf- nimmt. Beim Spaziergang durchs Villenviertel am Südhang zeigt sich, wie sehr die Grundstücke durch den völlig veränderten Aus- blick auf Tal und Hügel aufgewer- tet wurden. Gärtnerische Glanzlichter fanden und finden sich in der Nähe der Wohnbebauung; je weiter nach Osten die Besucher kommen, des- to ursprünglicher ist die Vegetati- on. Eigens zusammengestellte Sa- menmischungen etwa haben 2009 traumhafte Blumenwiesen wachsen lassen, die zum Teil heute noch zu erkennen sind. Gästeführerin Sabine Lutzeier hat bereits vor fünf Jahren gesagt, für sie seien der größte Gartenschau- schau-Schatz die Bäume – Baum- pflanzungen, die mit viel Geld und Nicht einer der rund ein Dutzend Befragten in Rechberghausen sag- te der RZ etwas anderes als „Das hat uns richtig gut getan“. „Das“ ist die „Kleine Landesgarten- schau“ des Jahres 2009. Das Ausstellungskonzept war klar. Welche städtebaulichen Möglich- keiten mit einer Gartenschau – selbst einer so genannten „klei- nen“ – verbunden sind, ließ Rech- berghausen von Anfang an erken- nen. Vor 2009 war am Ostrand der Gemeinde Schluss: Stillgelegte Gleise, ein hoch aufgeschütteter Bahndamm und ein Fluss waren schier unüberwindbare Barrieren – dabei lockte auf der anderen Seite eine Landschaft von ausgesuchter Schönheit. Heute gibt es ebenerdi- ge, sehr attraktiv gestaltete Über- gänge. Wasser ist zentrales Ele- ment; anstelle eines alten Sport- platzes lockt jetzt ein See, vor al- lem aber überzeugen die einst ver- dolten und unter die Erde ver- bannten Bäche: Sie wurden buch- Die „Kleine“ Landesgartenschau hat Rechberghausen verändert. Fotos: bt