There is power in a factory, power in the land Power in the hand of a worker But it all amounts to nothing, if together we don´t stand There is power in a union Now the lessons of the past, we all learned with workers blood The mistakes of the bosses we must pay for In the cities and the farmlands with trenches full of mud War has always been the bosses way, Sir The union forever, defending our rights Down with the blackleg, workers unite With our brothers and our sisters in many far off lands There is power in a union
Now I long for the morning that they realise Brutality and unjust laws can not defeat us But who defends the workers who cannot organise With the bosses and their lackies out to cheat us Money speaks for money, the devil for his own Who comes to speak for the skin and the bone A comfort to the widow a light to the child There is power in a union The union forever defending our rights Down with the blackleg, workers unite With our brothers and our sisters together we will stand There is power in a union
Geschichte der ArbeiterInnenbewegung Unsere Geschichte
Fragen zur Geschichte Wozu Geschichte? Was für eine Geschichte? Geschichte für wen? Wer oder was treibt Geschichte voran? Welche Themen?
„ Wenn wir nicht wissen, woher wir kommen, woher sollen wir dann wissen, wohin wir gehen sollen?“ (Antonio Gramsci) „ Geschichte ist machbar, Frau Nachbar“ (Graffito-Spruch) „ Eine   Wirklichkeit wird nie besser verstanden als durch ihre Ursachen.“ (Leibniz) „ Wer sich an die Gegenwart halten will, an das Aktuelle, der wird das Heute nicht verstehen.“ (Michelet) „ Geschichte besteht aus Geschichten“
Wer/Was bewegt Geschichte? Religiöse Vorstellungen: Das Schicksal, Gott, Kismet etc. Klassische Auffassung Kriege, Hervorragende Individuen Idealistische Auffassung Ideen, Philosophien Materialistische Auffassung Materielle Verhältnisse, Klassenkämpfe, Organisationsform der Arbeit
Vorkapitalistische Arbeitsformen Dienstboten, Dienerschaft Handwerksgesellen HeimarbeiterInnen, Tagelöhner Meist in Verbindung mit Kleinlandwirtschaft Fahrende und zunftfreie GewerblerInnen fast 90 % d. Bev. in Landwirtschaft
Aufstände der Unterprivilegierten vor der Industrialisierung Spartakus-Aufstand (Sklaven), Rom, 73 v. Chr. Ciompi-Aufstand (Wolltuch-Arbeiter), Florenz, 1378 Deutscher Bauernkrieg, 1525 Oberösterreichischer Bauernkrieg, 1625
Industrialisierung Erfindung von Maschinen Große Kapitalsummen Genügend Arbeitskräfte, die nicht mehr von Landwirtschaft leben können Gründung von Fabriken Entstehung von Industriestädten Verheerende Arbeitsbedingungen
Was ist neu am Kapitalismus? Maschine bestimmt Arbeitsrhythmus Arbeit wird räumlich konzentriert Maschinen ersetzen Arbeit Ungeheure Entwicklung der Produktivität Arbeitskraft wird zur Ware Neue Messgröße – Profitrate Jedes Produkt muss am Markt bestehen
Kritik am Kapitalismus Vom Adel: an gierigen Emporkömmlingen Von der Kirche: an Wucher, Ausbeutung Von Humanisten: unmenschlich, unsozial Marx/Engels: Entscheidend ist Eigentum an Produktionsmitteln Profit ist Abschöpfung des Mehrwerts von Arbeit, damit prinzipiell Ausbeutung
Zur Entstehung der  ArbeiterInnenklasse Seit wann sprechen wir von ArbeiterInnenklasse? Wann beginnt die Geschichte der öst. Arb.bew.? Was unterscheidet LohnarbeiterInnen von abhängig Beschäftigten früherer Zeiten? Was schweisste die ArbeiterInnen zu einer Einheit/Massenbewegung zusammen? Inwieferne ist die Fabrik der Geburtsort der ArbeiterInnenbewegung?
Was wir ersehnen von der Zukunft Fernen?, Dass Brot und Arbeit uns gerüstet steh´n, Dass uns´re Kinder in der Schule lernen Und uns´re Greise nicht mehr betteln geh´n. (Gustave Leroy, 1848)
Wirtschaftspolitik Schaffung des Reichtums Sozialpolitik Verteilung des Reichtums Bildungspolitik Verteilung der Chancen
Organisatorische Hauptforderungen Errichtung von Arbeiterbildungsvereinen Zur kulturellen Entwicklung der Arbeiter Bildung von Gewerkschaften Um günstigere Arbeitsbedingungen zu erlangen Gründung einer Arbeiterpartei Zur politischen Mitbestimmung im Staat Gründung von Unterstützungsvereinen Selbsthilfe bei Konsum, Krankheit, Unfall
Politische Forderungen um 1860 Vereins- und Versammlungsrecht Koalitionsrecht Presse- und Meinungsfreiheit Allgemeines und direktes Wahlrecht Religionsfreiheit Abschaffung des stehenden Heeres Einführung der allgemeinen Volksbewaffnung
Kampf- und Organisationsformen Erste Aktionsformen Maschinenstürmerei Einzelaktionen und Aktionismus Anarchismus Wechselseitiger Beistand in Hilfs- und Unterstützungskassen Organisierte Arbeiterbewegung Arbeitskampf und Streik Kollektivvertrag Demonstrationen Sozialpolitischer Kampf um Arbeitnehmerschutz
Wichtige politische Stationen (1848-1889) 1848 Märzrevolution 1. Wiener Allgemeiner Arbeiterverein 1867 Vereinigungsfreiheit Gründung von Arbeiterbildungsvereinen Gründung von lokalen Fachvereinen  1870 Koalitions- und Streikrecht 1874 Neudörfler Parteitag 1889 Einigungsparteitag Hainfelder Programm
Wirtschaftliche Forderungen um 1860 Gesetzliche Festlegung der Maximalarbeitszeit Einführung der Sonntagsruhe Einschränkung der Frauen- und Kinderarbeit sowie der Nachtarbeit Gründung von Invalidenkassen Einführung paritätischer Arbeiterkammern als Schlichtungsstellen Einführung von Fabriksinspektoren
Kern des Kommunistischen Manifests Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist eine Geschichte von Klassenkämpfen Zweck der Kommunisten: Bildung des Proletariats zur Klasse Sturz der Bourgeoisieherrschaft Eroberung der Macht durch das Proletariat Der Weg zum Kommunismus: Abschaffung des Privateigentums (Produktionsmittel) Abschaffung der Klassengesellschaft
Radikale Strömungen der   ArbeiterInnenbewegung Der utopische Sozialismus Moralische und idealistische Kritik Wirtschaftliche Selbsthilfe (Konsumvereine) Politischer Klassenstandpunkt noch nicht vorhanden Der wissenschaftliche Sozialismus Zentrale Analyse: Gegensatz von Arbeit und Kapital Ziel: Abschaffung Privateigentum, Klassengesellschaft Strategie: Klassenkampf/Revolution
Radikale Strömungen der ArbeiterInnenbewegung Der Anarchismus Ablehnung jeder Art von Autorität und Herrschaft Individualistischer oder politischer Anarchismus Differenz zum Marxismus: Negierung Der ökonomischen Bedingungen der bürgerlichen Herrschaft Der Bedeutung der politischen Klassenorganisation Der Syndikalismus (frz. Syndicat=Gewerkschaft) Ablehnung des politischen Kampfes Verknüpfung von Klassenkampf und Anarchismus
Christliche Soziallehre 1891: Enzyklika „Rerum Novarum“ 1892: 1. Christl. Arbeiterverein Gegenbewegung zur Sozialdemokratie Zentren in Tirol, Vorarlberg und Sudetenländern Organisatorische Stärken bei  (Staats)Angestellten, Landarbeitern, Hausbediensteten, kleingewerblichen Arbeitern, Tabak- und Textil Frauen (Anteil 30-50%)
Sozialdemokratie - Austromarxismus Verknüpfung von ideologischem Radikalismus mit politischem Pragmatismus Ziel = Sozialismus Weg = Durchdringung des Staates; Reform (Staatshilfler) Organisatorische Einheit (Partei, Gewerkschaft, Konsum) Einbindung aller Lebensbereiche (Bildung, Kultur) Theoretiker:  Victor Adler, Otto Bauer, Rudolf Hilferding, Max Adler, Karl Renner
Wichtige politische Stationen (1890-1918) 1890 Erste Maidemonstration 1893 Gewerkschaftskommission (1. Dachverband) 1897 Erste sozdem. Abgeordnete im Reichsrat 1905 1. Russ. Revolution 1905 Wahlrechtsdemo, Generalstreik 1907 Allgem. Wahlrecht für Männer 1917/18 Russische Revolution Streiks, Demos Arbeiter- und Soldatenräte
ArbeiterInnenbewegung und 1. Weltkrieg Reichsrat bereits März 1914 ausgeschaltet Kapitulation vor dem Hurra-Patriotismus Keine gemeinsamen Aktivitäten der Soz. Internationale Pazifismus immer in der Minderheit Außerkraftsetzung vieler Gesetze (tw. Militärverwaltung) Verlust von mehr 60% aller Mitglieder (aber Erhöhung des Frauenanteils) Friedrich Adlers Attentat auf den Ministerpräsidenten Radikalisierung, Streiks, Demos, Arbeiterräte
Stationen 1918-1938 1918: Republiksgründung 1919: Erste Wahlen 1919-20: Hanusch-Gesetze Juni 1920: Sozialdem. nicht mehr in Regierung 22-24: Hyperinflation 15.7.1927: Justizpalastbrand 1929: Börsenkrach 1.3.1933 Ausschaltung des Parlaments 31.1.33: Hitler Kanzler 12.2.1934: Bürgerkrieg Ab 5/34: „Ständestaat“ 7/1934: Naziputsch 36-39: Span. Bürgerkrieg 12.3.38: „Anschluss“
2. Republik - Vergangenheitsbewältigung 1945: Volksgerichtshöfe; 13.660 Urteile, zig Todesurteile, 1955 aufgelöst Bis 1949 sind 600.000 NSDAP-Mitglieder ohne Wahlrecht, dann aber werden sie das Zünglein an der Waage Nach 1960 keine einzige Verurteilung wegen NS-Verbrechen mehr Restitution von geraubtem Vermögen bis heute nur zögerlich erfolgt (Beispiel Kunstwerke) Fall Borodajkiewycz: Nazi-Professor hält jahrelang ungestört antisemitische Vorlesungen Fall Kreisky-Wiesenthal: drei Minister der 1. SP-Regierung haben Nazi-Vergangenheit Fall Waldheim: nicht Verbrechen, sondern Verschweigen fällt Österreich auf den Kopf; erst danach setzt intensive Aufarbeitung ein Fall Haider: mit rechten Sprüchen 27% der Stimmen
2. Republik - Politik 1945 – 1960: Große Koalition mit ÖVP-Kanzlern; bis 1947 Konzentrationsregierung mit KPÖ Kalter Krieg (bis 1989) 1955 Staatsvertrag, Neutralität KPÖ bekommt nie mehr als 5%, seit 1959 nicht mehr im Parlament Seit 1949 kandidiert FPÖ (zunächst VdU) – Sammelbecken der „Ehemaligen“ 1966-1970 ÖVP-Alleinregierung 1970 SP-Minderheitsregierung von FP geduldet 1971 bis 1983 SP-Absolute (Bundeskanzler Kreisky) 1983-1986 SP-FP-Regierung; Grüne werden zur Partei 1986-1999 Große Koalition mit SP-Kanzler; kurzfristiger Aufstieg der FP zur Nummer 2 Ende des „Ostblocks“ ändert Bedeutung der Neutralität 1995 Beitritt zur EG (EU) 2000-2006 VP-FP (BZÖ)-Regierung 2007 Große Koalition
2. Republik - Wirtschaft 1945: Essensrationierung, Schleichhandel, Inflation 1946: Verstaatlichung der wichtigsten Industrien und Banken 50er: erster Aufschwung, erste Krisen und Arbeitslosigkeit 60er: Beitritt zur EFTA; Wirtschaftswunder, Beginn der Anwerbung von „Gastarbeitern“ 70er: Auflösung der fixen Dollar-Kurse; Ölpreisschock, Inflation; fixe Bindung Schilling an D-Mark 1978: Volksabstimmung verhindert Atomkraftnutzung 80er: Verstaatlichten-Debakel; schwierige Situation in betroffenen Regionen; Beginn der Privatisierung; „Ausverkauf“ von österr. Betrieben an ausländ. Kapital; hohe Auslandsinvestitionen wegen Lohnstückkostenvorteil; 90er: EU-Beitritt; trotz vieler Vorteile auch Verschwinden ganzer Branchen (Textil, Lebensmittel); Ö wird durch Ostöffnung zum Kapitalexporteur und profitiert überdurchschnittlich
2. Republik - Sozialpolitik 1945: Anknüpfung an 1. Republik (BR-Gesetz, KV-Gesetz, AK-Gesetz etc.) 1949: Kinderbeihilfe; ArbLVersG 1955 ASVG 1957 Mutterschutzgesetz 1959 45-h-Woche (General-KV) 1964 3 Wo Urlaub (General-KV) 1966 Pension 60/55 1969 Berufsausbildungsgesetz 1970 40-h-Woche (General-KV) 1972: ANSchG, JVR-Gesetz, Gratisschulbuch, Schülerfreifahrt 1974: ArbVG; EFZG; Karenz und Mutterschutz verbessert 1975: Fristenlösung 1976: 4 Wochen Urlaub; Pflegefrei 1979 Abfertigung f. Arbeiter; Gleichbehandlungsgesetz 1981 NachtSchwerarbeitsgesetz 1986 5 Wo Urlaub 1987 ASG 1990 Väterkarenz, Karenz 2 Jahre 1993 Pflegesicherung 1997 AZ-Flexibikisierung 2002 Abfertigung neu 2003 Pensions“reform“ 2007 Sozialversicherung für Atypische; Ausbildungsgarantie bis 18
2. Republik - Sozialpartnerschaft 1945 Wiedererrichtung der Organisationen 1947: 1. Lohn-Preisabkommen 1950: 4. Lohn- Preisabkommen bringt Streiks und Tumulte 1957 Paritätische Kommission wird befristet eingerichtet; vertreten sind die vier Interessenverbände und die Regierung; ist eigentlich ein Provisorium 1961 Raab-Olah-Abkommen: Lohnausschuss Preisausschuss Beirat f. Wi- u. Sozialfragen 70er: Neben der gesetzlich geregelten Entsendung der Vertreter in der SV werden Sozialpartner in vielen Kommissionen einbezogen (ORF, Zivildienstkommission etc.) 1992: neues Abkommen erweitert die Themengebiete, v.a. internationale Fragen 1996: Mitgliederbefragung in allen Kammern bestätigt Pflichtmitgliedschaft Ab 2000: Sozialpartner werden zurück gedrängt, Comeback 2007
2. Republik – Gewerkschaftsbewegung 1 1945 Gründung ÖGB als überparteilich und einheitlich; bevorzugte Stellung der Gründungsfraktionen; zentralistische Organisation; Präsident Johann Böhm 1947 Restitution des Vermögens aus der 1. Republik 1950 Streik, Putsch der Kommunisten oder Führungsfrage im ÖGB? 1959-1963 Präs. Franz Olah 1962 Bundesweiter Metallerstreik 1963 Präs. Anton Benya 1964 Olah aus ÖGB u. SPÖ ausgeschlossen 1968 Kampf um Kronen-Zeitung 70er: mehrere Minister kommen aus der Gewerkschaft; Höhepunkt der Macht des ÖGB; 1. Gewerkschaftsfusion seit 1945 (HGPD) 1978 ÖGB setzt sich für Atomkraft ein und verliert 1984 ÖGB setzt sich für Kraftwerk Hainburg ein und verliert 1985 Affäre Sekanina
2. Republik – Gewerkschaftsbewegung 2 1986 Großdemos für Verstaatlichte; höchster Mitgliederstand 1987 Präs. Fritz Verzetnitsch; Kampagne für 35-h-Woche 1988: Beginn der EU-Diskussion im ÖGB neue Gewerkschaftsfusionen (ANG, Metall-Textil); Einrichtung des ständigen Orgausschusses 1991: Verzetnitsch wird EGB-Präsident Fall Rechberger und Zacharias; Kritik an Betriebs- und Gagenkaisern 1995: Pleite des Konsum; Aktion Fairness beginnt (Angleichung Arbeiter-Angestellte); erste ÖGB-Demos gegen SPÖ-Minister (Sparpakete, Pensionsreform) 2001: ÖGB-Urabstimmung 2003: Gewerkschaftsdemo und Generalstreik gegen Pensionsraub Neue Gewerkschaften GMTN und vida 2006: BAWAG-Affäre; Präsident Rudolf Hundstorfer
Anfänge des 1. Mai 1.5. war „moving day“ (Arbeit, Wohnung) 1886 Chicago – Gewerkschaftsdemos für Achtstundentag (6 tote Demonstranten)    Protest am Haymarket (10 Tote durch Bombe)    7 Arbeiterführer zum Tod verurteilt 1888: amerikan. Gewerkschaften beschließen neue Aufmärsche für 1.5.1890 14. Juli 1889: Intern. Arbeiterkongress in Paris folgt diesem Beschluss Wien 1890: 100.000 im Prater – friedlich (Victor Adler im Gefängnis); auch in anderen Städten; trotz Lohnverlust, Aussperrung und Entlassungsdrohung 8-Stunden-Tag und Wahlrecht im Zentrum
Geschichte des 1. Mai 1895: 150.000 vor dem Parlament für Wahlrecht Erste KVe geben 1.5. frei (ohne Lohn) 1907: Nach Männerwahlrecht wieder für 8-h-Tag und gegen Krieg 1914-16: nur Abendveranstaltungen 1917/18: Große Friedenskundgebungen 1919: Staatsfeiertag 1921: erstmals vor dem Rathaus d. Roten Wien 1933: Aufmarschverbot durch Dollfuss    Sozialdemokraten rufen zu Spaziergang auf 1934-37: christlich-sozialer Staatsakt mit Zwangsaufmärschen
Geschichte des 1. Mai 1938: Tag der Volksbruderschaft (Anschlusspropaganda) 1940-44: Kriegshetze „Front und Heimat-eine Phalanx“ 1945: spontane Aufmärsche in befreiten Gebieten 1946: alle Parteien veranstalten Maifeiern 50er: Staatsvertrag, Arbeitsplätze Ab 1956: auch kirchlicher Feiertag 60er: 40-Stunden-Woche 70er: Sozialpolitik 1981: Ermordung Stadtrat Nittel 80er, 90er: aktuelle Politik, weniger TN Seit 2000: wieder stärkere Manifestationen

Politische Geschichte

  • 1.
    There is powerin a factory, power in the land Power in the hand of a worker But it all amounts to nothing, if together we don´t stand There is power in a union Now the lessons of the past, we all learned with workers blood The mistakes of the bosses we must pay for In the cities and the farmlands with trenches full of mud War has always been the bosses way, Sir The union forever, defending our rights Down with the blackleg, workers unite With our brothers and our sisters in many far off lands There is power in a union
  • 2.
    Now I longfor the morning that they realise Brutality and unjust laws can not defeat us But who defends the workers who cannot organise With the bosses and their lackies out to cheat us Money speaks for money, the devil for his own Who comes to speak for the skin and the bone A comfort to the widow a light to the child There is power in a union The union forever defending our rights Down with the blackleg, workers unite With our brothers and our sisters together we will stand There is power in a union
  • 3.
  • 4.
    Fragen zur GeschichteWozu Geschichte? Was für eine Geschichte? Geschichte für wen? Wer oder was treibt Geschichte voran? Welche Themen?
  • 5.
    „ Wenn wirnicht wissen, woher wir kommen, woher sollen wir dann wissen, wohin wir gehen sollen?“ (Antonio Gramsci) „ Geschichte ist machbar, Frau Nachbar“ (Graffito-Spruch) „ Eine Wirklichkeit wird nie besser verstanden als durch ihre Ursachen.“ (Leibniz) „ Wer sich an die Gegenwart halten will, an das Aktuelle, der wird das Heute nicht verstehen.“ (Michelet) „ Geschichte besteht aus Geschichten“
  • 6.
    Wer/Was bewegt Geschichte?Religiöse Vorstellungen: Das Schicksal, Gott, Kismet etc. Klassische Auffassung Kriege, Hervorragende Individuen Idealistische Auffassung Ideen, Philosophien Materialistische Auffassung Materielle Verhältnisse, Klassenkämpfe, Organisationsform der Arbeit
  • 7.
    Vorkapitalistische Arbeitsformen Dienstboten,Dienerschaft Handwerksgesellen HeimarbeiterInnen, Tagelöhner Meist in Verbindung mit Kleinlandwirtschaft Fahrende und zunftfreie GewerblerInnen fast 90 % d. Bev. in Landwirtschaft
  • 8.
    Aufstände der Unterprivilegiertenvor der Industrialisierung Spartakus-Aufstand (Sklaven), Rom, 73 v. Chr. Ciompi-Aufstand (Wolltuch-Arbeiter), Florenz, 1378 Deutscher Bauernkrieg, 1525 Oberösterreichischer Bauernkrieg, 1625
  • 9.
    Industrialisierung Erfindung vonMaschinen Große Kapitalsummen Genügend Arbeitskräfte, die nicht mehr von Landwirtschaft leben können Gründung von Fabriken Entstehung von Industriestädten Verheerende Arbeitsbedingungen
  • 10.
    Was ist neuam Kapitalismus? Maschine bestimmt Arbeitsrhythmus Arbeit wird räumlich konzentriert Maschinen ersetzen Arbeit Ungeheure Entwicklung der Produktivität Arbeitskraft wird zur Ware Neue Messgröße – Profitrate Jedes Produkt muss am Markt bestehen
  • 11.
    Kritik am KapitalismusVom Adel: an gierigen Emporkömmlingen Von der Kirche: an Wucher, Ausbeutung Von Humanisten: unmenschlich, unsozial Marx/Engels: Entscheidend ist Eigentum an Produktionsmitteln Profit ist Abschöpfung des Mehrwerts von Arbeit, damit prinzipiell Ausbeutung
  • 12.
    Zur Entstehung der ArbeiterInnenklasse Seit wann sprechen wir von ArbeiterInnenklasse? Wann beginnt die Geschichte der öst. Arb.bew.? Was unterscheidet LohnarbeiterInnen von abhängig Beschäftigten früherer Zeiten? Was schweisste die ArbeiterInnen zu einer Einheit/Massenbewegung zusammen? Inwieferne ist die Fabrik der Geburtsort der ArbeiterInnenbewegung?
  • 13.
    Was wir ersehnenvon der Zukunft Fernen?, Dass Brot und Arbeit uns gerüstet steh´n, Dass uns´re Kinder in der Schule lernen Und uns´re Greise nicht mehr betteln geh´n. (Gustave Leroy, 1848)
  • 14.
    Wirtschaftspolitik Schaffung desReichtums Sozialpolitik Verteilung des Reichtums Bildungspolitik Verteilung der Chancen
  • 15.
    Organisatorische Hauptforderungen Errichtungvon Arbeiterbildungsvereinen Zur kulturellen Entwicklung der Arbeiter Bildung von Gewerkschaften Um günstigere Arbeitsbedingungen zu erlangen Gründung einer Arbeiterpartei Zur politischen Mitbestimmung im Staat Gründung von Unterstützungsvereinen Selbsthilfe bei Konsum, Krankheit, Unfall
  • 16.
    Politische Forderungen um1860 Vereins- und Versammlungsrecht Koalitionsrecht Presse- und Meinungsfreiheit Allgemeines und direktes Wahlrecht Religionsfreiheit Abschaffung des stehenden Heeres Einführung der allgemeinen Volksbewaffnung
  • 17.
    Kampf- und OrganisationsformenErste Aktionsformen Maschinenstürmerei Einzelaktionen und Aktionismus Anarchismus Wechselseitiger Beistand in Hilfs- und Unterstützungskassen Organisierte Arbeiterbewegung Arbeitskampf und Streik Kollektivvertrag Demonstrationen Sozialpolitischer Kampf um Arbeitnehmerschutz
  • 18.
    Wichtige politische Stationen(1848-1889) 1848 Märzrevolution 1. Wiener Allgemeiner Arbeiterverein 1867 Vereinigungsfreiheit Gründung von Arbeiterbildungsvereinen Gründung von lokalen Fachvereinen 1870 Koalitions- und Streikrecht 1874 Neudörfler Parteitag 1889 Einigungsparteitag Hainfelder Programm
  • 19.
    Wirtschaftliche Forderungen um1860 Gesetzliche Festlegung der Maximalarbeitszeit Einführung der Sonntagsruhe Einschränkung der Frauen- und Kinderarbeit sowie der Nachtarbeit Gründung von Invalidenkassen Einführung paritätischer Arbeiterkammern als Schlichtungsstellen Einführung von Fabriksinspektoren
  • 20.
    Kern des KommunistischenManifests Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist eine Geschichte von Klassenkämpfen Zweck der Kommunisten: Bildung des Proletariats zur Klasse Sturz der Bourgeoisieherrschaft Eroberung der Macht durch das Proletariat Der Weg zum Kommunismus: Abschaffung des Privateigentums (Produktionsmittel) Abschaffung der Klassengesellschaft
  • 21.
    Radikale Strömungen der ArbeiterInnenbewegung Der utopische Sozialismus Moralische und idealistische Kritik Wirtschaftliche Selbsthilfe (Konsumvereine) Politischer Klassenstandpunkt noch nicht vorhanden Der wissenschaftliche Sozialismus Zentrale Analyse: Gegensatz von Arbeit und Kapital Ziel: Abschaffung Privateigentum, Klassengesellschaft Strategie: Klassenkampf/Revolution
  • 22.
    Radikale Strömungen derArbeiterInnenbewegung Der Anarchismus Ablehnung jeder Art von Autorität und Herrschaft Individualistischer oder politischer Anarchismus Differenz zum Marxismus: Negierung Der ökonomischen Bedingungen der bürgerlichen Herrschaft Der Bedeutung der politischen Klassenorganisation Der Syndikalismus (frz. Syndicat=Gewerkschaft) Ablehnung des politischen Kampfes Verknüpfung von Klassenkampf und Anarchismus
  • 23.
    Christliche Soziallehre 1891:Enzyklika „Rerum Novarum“ 1892: 1. Christl. Arbeiterverein Gegenbewegung zur Sozialdemokratie Zentren in Tirol, Vorarlberg und Sudetenländern Organisatorische Stärken bei (Staats)Angestellten, Landarbeitern, Hausbediensteten, kleingewerblichen Arbeitern, Tabak- und Textil Frauen (Anteil 30-50%)
  • 24.
    Sozialdemokratie - AustromarxismusVerknüpfung von ideologischem Radikalismus mit politischem Pragmatismus Ziel = Sozialismus Weg = Durchdringung des Staates; Reform (Staatshilfler) Organisatorische Einheit (Partei, Gewerkschaft, Konsum) Einbindung aller Lebensbereiche (Bildung, Kultur) Theoretiker: Victor Adler, Otto Bauer, Rudolf Hilferding, Max Adler, Karl Renner
  • 25.
    Wichtige politische Stationen(1890-1918) 1890 Erste Maidemonstration 1893 Gewerkschaftskommission (1. Dachverband) 1897 Erste sozdem. Abgeordnete im Reichsrat 1905 1. Russ. Revolution 1905 Wahlrechtsdemo, Generalstreik 1907 Allgem. Wahlrecht für Männer 1917/18 Russische Revolution Streiks, Demos Arbeiter- und Soldatenräte
  • 26.
    ArbeiterInnenbewegung und 1.Weltkrieg Reichsrat bereits März 1914 ausgeschaltet Kapitulation vor dem Hurra-Patriotismus Keine gemeinsamen Aktivitäten der Soz. Internationale Pazifismus immer in der Minderheit Außerkraftsetzung vieler Gesetze (tw. Militärverwaltung) Verlust von mehr 60% aller Mitglieder (aber Erhöhung des Frauenanteils) Friedrich Adlers Attentat auf den Ministerpräsidenten Radikalisierung, Streiks, Demos, Arbeiterräte
  • 27.
    Stationen 1918-1938 1918:Republiksgründung 1919: Erste Wahlen 1919-20: Hanusch-Gesetze Juni 1920: Sozialdem. nicht mehr in Regierung 22-24: Hyperinflation 15.7.1927: Justizpalastbrand 1929: Börsenkrach 1.3.1933 Ausschaltung des Parlaments 31.1.33: Hitler Kanzler 12.2.1934: Bürgerkrieg Ab 5/34: „Ständestaat“ 7/1934: Naziputsch 36-39: Span. Bürgerkrieg 12.3.38: „Anschluss“
  • 28.
    2. Republik -Vergangenheitsbewältigung 1945: Volksgerichtshöfe; 13.660 Urteile, zig Todesurteile, 1955 aufgelöst Bis 1949 sind 600.000 NSDAP-Mitglieder ohne Wahlrecht, dann aber werden sie das Zünglein an der Waage Nach 1960 keine einzige Verurteilung wegen NS-Verbrechen mehr Restitution von geraubtem Vermögen bis heute nur zögerlich erfolgt (Beispiel Kunstwerke) Fall Borodajkiewycz: Nazi-Professor hält jahrelang ungestört antisemitische Vorlesungen Fall Kreisky-Wiesenthal: drei Minister der 1. SP-Regierung haben Nazi-Vergangenheit Fall Waldheim: nicht Verbrechen, sondern Verschweigen fällt Österreich auf den Kopf; erst danach setzt intensive Aufarbeitung ein Fall Haider: mit rechten Sprüchen 27% der Stimmen
  • 29.
    2. Republik -Politik 1945 – 1960: Große Koalition mit ÖVP-Kanzlern; bis 1947 Konzentrationsregierung mit KPÖ Kalter Krieg (bis 1989) 1955 Staatsvertrag, Neutralität KPÖ bekommt nie mehr als 5%, seit 1959 nicht mehr im Parlament Seit 1949 kandidiert FPÖ (zunächst VdU) – Sammelbecken der „Ehemaligen“ 1966-1970 ÖVP-Alleinregierung 1970 SP-Minderheitsregierung von FP geduldet 1971 bis 1983 SP-Absolute (Bundeskanzler Kreisky) 1983-1986 SP-FP-Regierung; Grüne werden zur Partei 1986-1999 Große Koalition mit SP-Kanzler; kurzfristiger Aufstieg der FP zur Nummer 2 Ende des „Ostblocks“ ändert Bedeutung der Neutralität 1995 Beitritt zur EG (EU) 2000-2006 VP-FP (BZÖ)-Regierung 2007 Große Koalition
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    2. Republik -Wirtschaft 1945: Essensrationierung, Schleichhandel, Inflation 1946: Verstaatlichung der wichtigsten Industrien und Banken 50er: erster Aufschwung, erste Krisen und Arbeitslosigkeit 60er: Beitritt zur EFTA; Wirtschaftswunder, Beginn der Anwerbung von „Gastarbeitern“ 70er: Auflösung der fixen Dollar-Kurse; Ölpreisschock, Inflation; fixe Bindung Schilling an D-Mark 1978: Volksabstimmung verhindert Atomkraftnutzung 80er: Verstaatlichten-Debakel; schwierige Situation in betroffenen Regionen; Beginn der Privatisierung; „Ausverkauf“ von österr. Betrieben an ausländ. Kapital; hohe Auslandsinvestitionen wegen Lohnstückkostenvorteil; 90er: EU-Beitritt; trotz vieler Vorteile auch Verschwinden ganzer Branchen (Textil, Lebensmittel); Ö wird durch Ostöffnung zum Kapitalexporteur und profitiert überdurchschnittlich
  • 31.
    2. Republik -Sozialpolitik 1945: Anknüpfung an 1. Republik (BR-Gesetz, KV-Gesetz, AK-Gesetz etc.) 1949: Kinderbeihilfe; ArbLVersG 1955 ASVG 1957 Mutterschutzgesetz 1959 45-h-Woche (General-KV) 1964 3 Wo Urlaub (General-KV) 1966 Pension 60/55 1969 Berufsausbildungsgesetz 1970 40-h-Woche (General-KV) 1972: ANSchG, JVR-Gesetz, Gratisschulbuch, Schülerfreifahrt 1974: ArbVG; EFZG; Karenz und Mutterschutz verbessert 1975: Fristenlösung 1976: 4 Wochen Urlaub; Pflegefrei 1979 Abfertigung f. Arbeiter; Gleichbehandlungsgesetz 1981 NachtSchwerarbeitsgesetz 1986 5 Wo Urlaub 1987 ASG 1990 Väterkarenz, Karenz 2 Jahre 1993 Pflegesicherung 1997 AZ-Flexibikisierung 2002 Abfertigung neu 2003 Pensions“reform“ 2007 Sozialversicherung für Atypische; Ausbildungsgarantie bis 18
  • 32.
    2. Republik -Sozialpartnerschaft 1945 Wiedererrichtung der Organisationen 1947: 1. Lohn-Preisabkommen 1950: 4. Lohn- Preisabkommen bringt Streiks und Tumulte 1957 Paritätische Kommission wird befristet eingerichtet; vertreten sind die vier Interessenverbände und die Regierung; ist eigentlich ein Provisorium 1961 Raab-Olah-Abkommen: Lohnausschuss Preisausschuss Beirat f. Wi- u. Sozialfragen 70er: Neben der gesetzlich geregelten Entsendung der Vertreter in der SV werden Sozialpartner in vielen Kommissionen einbezogen (ORF, Zivildienstkommission etc.) 1992: neues Abkommen erweitert die Themengebiete, v.a. internationale Fragen 1996: Mitgliederbefragung in allen Kammern bestätigt Pflichtmitgliedschaft Ab 2000: Sozialpartner werden zurück gedrängt, Comeback 2007
  • 33.
    2. Republik –Gewerkschaftsbewegung 1 1945 Gründung ÖGB als überparteilich und einheitlich; bevorzugte Stellung der Gründungsfraktionen; zentralistische Organisation; Präsident Johann Böhm 1947 Restitution des Vermögens aus der 1. Republik 1950 Streik, Putsch der Kommunisten oder Führungsfrage im ÖGB? 1959-1963 Präs. Franz Olah 1962 Bundesweiter Metallerstreik 1963 Präs. Anton Benya 1964 Olah aus ÖGB u. SPÖ ausgeschlossen 1968 Kampf um Kronen-Zeitung 70er: mehrere Minister kommen aus der Gewerkschaft; Höhepunkt der Macht des ÖGB; 1. Gewerkschaftsfusion seit 1945 (HGPD) 1978 ÖGB setzt sich für Atomkraft ein und verliert 1984 ÖGB setzt sich für Kraftwerk Hainburg ein und verliert 1985 Affäre Sekanina
  • 34.
    2. Republik –Gewerkschaftsbewegung 2 1986 Großdemos für Verstaatlichte; höchster Mitgliederstand 1987 Präs. Fritz Verzetnitsch; Kampagne für 35-h-Woche 1988: Beginn der EU-Diskussion im ÖGB neue Gewerkschaftsfusionen (ANG, Metall-Textil); Einrichtung des ständigen Orgausschusses 1991: Verzetnitsch wird EGB-Präsident Fall Rechberger und Zacharias; Kritik an Betriebs- und Gagenkaisern 1995: Pleite des Konsum; Aktion Fairness beginnt (Angleichung Arbeiter-Angestellte); erste ÖGB-Demos gegen SPÖ-Minister (Sparpakete, Pensionsreform) 2001: ÖGB-Urabstimmung 2003: Gewerkschaftsdemo und Generalstreik gegen Pensionsraub Neue Gewerkschaften GMTN und vida 2006: BAWAG-Affäre; Präsident Rudolf Hundstorfer
  • 35.
    Anfänge des 1.Mai 1.5. war „moving day“ (Arbeit, Wohnung) 1886 Chicago – Gewerkschaftsdemos für Achtstundentag (6 tote Demonstranten)  Protest am Haymarket (10 Tote durch Bombe)  7 Arbeiterführer zum Tod verurteilt 1888: amerikan. Gewerkschaften beschließen neue Aufmärsche für 1.5.1890 14. Juli 1889: Intern. Arbeiterkongress in Paris folgt diesem Beschluss Wien 1890: 100.000 im Prater – friedlich (Victor Adler im Gefängnis); auch in anderen Städten; trotz Lohnverlust, Aussperrung und Entlassungsdrohung 8-Stunden-Tag und Wahlrecht im Zentrum
  • 36.
    Geschichte des 1.Mai 1895: 150.000 vor dem Parlament für Wahlrecht Erste KVe geben 1.5. frei (ohne Lohn) 1907: Nach Männerwahlrecht wieder für 8-h-Tag und gegen Krieg 1914-16: nur Abendveranstaltungen 1917/18: Große Friedenskundgebungen 1919: Staatsfeiertag 1921: erstmals vor dem Rathaus d. Roten Wien 1933: Aufmarschverbot durch Dollfuss  Sozialdemokraten rufen zu Spaziergang auf 1934-37: christlich-sozialer Staatsakt mit Zwangsaufmärschen
  • 37.
    Geschichte des 1.Mai 1938: Tag der Volksbruderschaft (Anschlusspropaganda) 1940-44: Kriegshetze „Front und Heimat-eine Phalanx“ 1945: spontane Aufmärsche in befreiten Gebieten 1946: alle Parteien veranstalten Maifeiern 50er: Staatsvertrag, Arbeitsplätze Ab 1956: auch kirchlicher Feiertag 60er: 40-Stunden-Woche 70er: Sozialpolitik 1981: Ermordung Stadtrat Nittel 80er, 90er: aktuelle Politik, weniger TN Seit 2000: wieder stärkere Manifestationen