Ein Themenabend im Rahmen von MPiD-Network Rhein|Ruhr
   Donnerstag, 13. September 2012 | Unperfekthaus Essen
Zur Person
Überblick – erster Teil des heutigen Abends


   „   Alles Neuro!?“ – eine kurze Einführung
   Neuropsychologie – das Warum von Verhalten!
   Die Hauptdarsteller
   Die Nebenrollen
   Fakten zum Gehirn
   Warum wir wissen, was wir wissen
   Die drei Grundmuster unseres Denkens
   Die vier Grundsysteme unseres Entscheidens
Überblick – zweiter Teil des heutigen Abends


   „Marshmallow-Test“ – wie mühsam wir Selbststeuerung lernen müssen!

   „Jeden Tag ein bisschen besser“ – ein Supermarktbesuch, wie unser Gehirn ihn
   erlebt!

   Mythen und Fakten der Verkaufspsychologie

   Variable Faktoren, die Verkauf beeinflussen

   Ihr Gehirn ist nun neu verschaltet - eine Zusammenfassung!
Alles Neuro!?“ – eine kurze Einführung
Neuropsychologie – das Warum von Verhalten!


    Neurowissenschaften
   Angrenzende Begriffe und Disziplinen: Hirnforschung, Neurophysiologie, Endokrinologie,
   Psychoneuroendokrinologie (…etc.)


    Psychologie
   Angrenzende Begriffe und Disziplinen: Verhaltenswissenschaft, Sozialwissenschaft, Erleben und
   Wahrnehmung, Äußerliche Erkennbarkeit, Individuumorientiert, Schwesterwissenschaft Soziologie
   (…etc.)


    Hirnforschung plus Psychologie =Neuropsychologie
   Neu: Kombination aus Hirn- und Verhaltensforschung im individuellen Kontext

   Alt: Schwerpunkt zerebrale Traumata, deren Rekonvaleszenz und (medizinischer) Wirkstoffwirkung
   („Blut-Hirn-Schranke“)
Die Hauptdarsteller (1)




        Hirnstamm

        Kleinhirn

        Zwischenhirn (!)

        Großhirn (speziell: präfrontaler Cortex)




[Bildquelle: Universität Köln]
Die Hauptdarsteller (2)




      Limbisches und mesolimbisches System

      Angst und Vorsicht: Amygdala

      Lust und Freude: Nucleus accumbens
      („Belohnungszentrum“)




                                             [Bildquelle: Washington irving on en.wikipedia]
Die Nebenrollen


       Hormonsystem

       Hormone = Botenstoffe

       Botenstoffe = Kommunikation

       Kommunikation = Handeln/Verhalten




       Oxytocin

       Prolaktin




[Bildquelle: Universität Marburg]
Fakten zum Gehirn




   Gewicht ca. 1,4 Kg Männer, ca. 1,3 Kg Frauen
   Ca. 100.000.000.000 Neuronen mit bis zu jeweils 15.000 Schnittstellen
   zu anderen Neuronen (Synapsen)
   Verbrauch: Rund 20% des Sauerstoffbedarfs, rund 20% des Glukosebedarfs
   Rund zwanzigfache Leistungsgeschwindigkeit gegenüber derzeit leistungsstärksten Rechnern
   Vergleich Energieverbrauch: Gehirn ca. 20 Watt, leistungsstarker Rechner 1,2 Megawatt
   „Landkarte“ bekannt
   Molekulare Vorgänge erst zu rund 30% bekannt
   Feinaufbau und Funktionsstruktur zu etwa 60% bekannt
Warum wir wissen, was wir wissen

(1) EEG     |   Elektro-Encephalo-Gramm
(2) MRT     |   Magnet-Resonanz-Tomographie
(3) fMRT    |   funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie
(4) etc.
Die drei Grundmuster unseres Denkens




       „   Es ist richtig!“


       „ Es ist möglich!“


       „Ich will es!“
Die vier Grundsysteme unseres Entscheidens



    Belohnungssystem („The pleasure center“)

    Emotionales System („Zwischenhirn“)

    Gedächtnissystem (speziell: Prozedurales Gedächtnissystem)

    Entscheidungssystem („Zwischenhirn“)
    Rangfolge: Zuerst die (emotionale) Entscheidung, dann die (rationale) Begründung!
Und jetzt braucht Ihr Gehirn folgendes:


     Sauerstoff*
     Glukose*

…und optional:


     Kaffee*
     Zigarette*
     Bier, Wein etc.*



*…wird alles von der Blut-Hirn-Schranke Ihres Gehirns durchgewunken, spezielle Visa für die genannten
Inhaltsstoffe sind nicht erforderlich! ;-)
Überblick – zweiter Teil des heutigen Abends


   „Marshmallow-Test“ – wie mühsam wir Selbststeuerung lernen müssen!

   „Jeden Tag ein bisschen besser“ – ein Supermarktbesuch, wie unser Gehirn ihn
   erlebt!

   Mythen und Fakten der Verkaufspsychologie

   Variable Faktoren, die Verkauf beeinflussen

   Ihr Gehirn ist nun neu verschaltet - eine Zusammenfassung!
„Marshmallow-Test“ – wie mühsam wir Selbststeuerung lernen müssen!
„Jeden Tag ein bisschen besser“ – ein Supermarktbesuch, wie unser Gehirn ihn erlebt!
„Jeden Tag ein bisschen besser“ – ein Supermarktbesuch, wie unser Gehirn ihn erlebt!




    Discounter rechts- , Vollsortimenter linksdrehend
    Rechtsdrehende Discounter rund 40% mehr Umsatz mit Aktionsartikeln („Inseln“)
    Linksdrehende Vollsortimenter auch ohne (!) Aktionsartikel mit 10% höherem
    Umsatz als in umgekehrter Variation
    Bremszone: Frisch, bunt, lecker – und stoppend!
    „Easy listening“ – die Ruhe-Herz-Frequenz ist (Verkaufs-)entscheidend!
    Umsonst! Rabatt! Gespart!
    Anker-Effekt: „Ich hab‘ ja was gespart!“
    „100 % Geschmack“: 100 Prozent von Nichts – und warum es dennoch wirkt!
    „Bio“ wirkt – vor allem auf die Geldbörse!
Mythen und Fakten der Verkaufspsychologie (eine Auswahl)

Die (substanzlosen) Mythen…


     Die (angebliche) Cola-Werbung im Kino

     „Nur zehn Prozent des Gehirns werden genutzt!“

…und die (wirksamen) Fakten:


     Priming-Effekt

     Besitztums-Effekt
Variable Faktoren, die Verkauf beeinflussen




    (Vor)Erfahrungen
    Vorlieben, Präferenzen
    Abneigungen, No go‘s
    Sympathie vs. Antipathie
    Verlustaversion
Ihr Gehirn ist nun neu verschaltet - eine Zusammenfassung!




    Erster-Eindruck-Effekt
    Reziprozitäts-Effekt
    Halo-Effekt
    Empathie-Effekt
Viel Erfolg Ihnen allen – und: „Happy Landings!“

Neuropsychologie des Vertriebs

  • 1.
    Ein Themenabend imRahmen von MPiD-Network Rhein|Ruhr Donnerstag, 13. September 2012 | Unperfekthaus Essen
  • 2.
  • 4.
    Überblick – ersterTeil des heutigen Abends „ Alles Neuro!?“ – eine kurze Einführung Neuropsychologie – das Warum von Verhalten! Die Hauptdarsteller Die Nebenrollen Fakten zum Gehirn Warum wir wissen, was wir wissen Die drei Grundmuster unseres Denkens Die vier Grundsysteme unseres Entscheidens
  • 5.
    Überblick – zweiterTeil des heutigen Abends „Marshmallow-Test“ – wie mühsam wir Selbststeuerung lernen müssen! „Jeden Tag ein bisschen besser“ – ein Supermarktbesuch, wie unser Gehirn ihn erlebt! Mythen und Fakten der Verkaufspsychologie Variable Faktoren, die Verkauf beeinflussen Ihr Gehirn ist nun neu verschaltet - eine Zusammenfassung!
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    Alles Neuro!?“ –eine kurze Einführung
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    Neuropsychologie – dasWarum von Verhalten! Neurowissenschaften Angrenzende Begriffe und Disziplinen: Hirnforschung, Neurophysiologie, Endokrinologie, Psychoneuroendokrinologie (…etc.) Psychologie Angrenzende Begriffe und Disziplinen: Verhaltenswissenschaft, Sozialwissenschaft, Erleben und Wahrnehmung, Äußerliche Erkennbarkeit, Individuumorientiert, Schwesterwissenschaft Soziologie (…etc.) Hirnforschung plus Psychologie =Neuropsychologie Neu: Kombination aus Hirn- und Verhaltensforschung im individuellen Kontext Alt: Schwerpunkt zerebrale Traumata, deren Rekonvaleszenz und (medizinischer) Wirkstoffwirkung („Blut-Hirn-Schranke“)
  • 8.
    Die Hauptdarsteller (1) Hirnstamm Kleinhirn Zwischenhirn (!) Großhirn (speziell: präfrontaler Cortex) [Bildquelle: Universität Köln]
  • 9.
    Die Hauptdarsteller (2) Limbisches und mesolimbisches System Angst und Vorsicht: Amygdala Lust und Freude: Nucleus accumbens („Belohnungszentrum“) [Bildquelle: Washington irving on en.wikipedia]
  • 10.
    Die Nebenrollen Hormonsystem Hormone = Botenstoffe Botenstoffe = Kommunikation Kommunikation = Handeln/Verhalten Oxytocin Prolaktin [Bildquelle: Universität Marburg]
  • 11.
    Fakten zum Gehirn Gewicht ca. 1,4 Kg Männer, ca. 1,3 Kg Frauen Ca. 100.000.000.000 Neuronen mit bis zu jeweils 15.000 Schnittstellen zu anderen Neuronen (Synapsen) Verbrauch: Rund 20% des Sauerstoffbedarfs, rund 20% des Glukosebedarfs Rund zwanzigfache Leistungsgeschwindigkeit gegenüber derzeit leistungsstärksten Rechnern Vergleich Energieverbrauch: Gehirn ca. 20 Watt, leistungsstarker Rechner 1,2 Megawatt „Landkarte“ bekannt Molekulare Vorgänge erst zu rund 30% bekannt Feinaufbau und Funktionsstruktur zu etwa 60% bekannt
  • 12.
    Warum wir wissen,was wir wissen (1) EEG | Elektro-Encephalo-Gramm (2) MRT | Magnet-Resonanz-Tomographie (3) fMRT | funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie (4) etc.
  • 13.
    Die drei Grundmusterunseres Denkens „ Es ist richtig!“ „ Es ist möglich!“ „Ich will es!“
  • 14.
    Die vier Grundsystemeunseres Entscheidens Belohnungssystem („The pleasure center“) Emotionales System („Zwischenhirn“) Gedächtnissystem (speziell: Prozedurales Gedächtnissystem) Entscheidungssystem („Zwischenhirn“) Rangfolge: Zuerst die (emotionale) Entscheidung, dann die (rationale) Begründung!
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    Und jetzt brauchtIhr Gehirn folgendes: Sauerstoff* Glukose* …und optional: Kaffee* Zigarette* Bier, Wein etc.* *…wird alles von der Blut-Hirn-Schranke Ihres Gehirns durchgewunken, spezielle Visa für die genannten Inhaltsstoffe sind nicht erforderlich! ;-)
  • 16.
    Überblick – zweiterTeil des heutigen Abends „Marshmallow-Test“ – wie mühsam wir Selbststeuerung lernen müssen! „Jeden Tag ein bisschen besser“ – ein Supermarktbesuch, wie unser Gehirn ihn erlebt! Mythen und Fakten der Verkaufspsychologie Variable Faktoren, die Verkauf beeinflussen Ihr Gehirn ist nun neu verschaltet - eine Zusammenfassung!
  • 17.
    „Marshmallow-Test“ – wiemühsam wir Selbststeuerung lernen müssen!
  • 18.
    „Jeden Tag einbisschen besser“ – ein Supermarktbesuch, wie unser Gehirn ihn erlebt!
  • 19.
    „Jeden Tag einbisschen besser“ – ein Supermarktbesuch, wie unser Gehirn ihn erlebt! Discounter rechts- , Vollsortimenter linksdrehend Rechtsdrehende Discounter rund 40% mehr Umsatz mit Aktionsartikeln („Inseln“) Linksdrehende Vollsortimenter auch ohne (!) Aktionsartikel mit 10% höherem Umsatz als in umgekehrter Variation Bremszone: Frisch, bunt, lecker – und stoppend! „Easy listening“ – die Ruhe-Herz-Frequenz ist (Verkaufs-)entscheidend! Umsonst! Rabatt! Gespart! Anker-Effekt: „Ich hab‘ ja was gespart!“ „100 % Geschmack“: 100 Prozent von Nichts – und warum es dennoch wirkt! „Bio“ wirkt – vor allem auf die Geldbörse!
  • 20.
    Mythen und Faktender Verkaufspsychologie (eine Auswahl) Die (substanzlosen) Mythen… Die (angebliche) Cola-Werbung im Kino „Nur zehn Prozent des Gehirns werden genutzt!“ …und die (wirksamen) Fakten: Priming-Effekt Besitztums-Effekt
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    Variable Faktoren, dieVerkauf beeinflussen (Vor)Erfahrungen Vorlieben, Präferenzen Abneigungen, No go‘s Sympathie vs. Antipathie Verlustaversion
  • 22.
    Ihr Gehirn istnun neu verschaltet - eine Zusammenfassung! Erster-Eindruck-Effekt Reziprozitäts-Effekt Halo-Effekt Empathie-Effekt
  • 23.
    Viel Erfolg Ihnenallen – und: „Happy Landings!“