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Commuting to Potsdam:
FHP Interflex-Projekt:Nachhaltige
Hochschule.Analyse, Visualisierung
undKommunikation von Arbeits- und
Lebensweisen an der FHP in den
Zeiten des Klimawandels/




Stefan Müller / FHP / WS 2010 //
Studentische Kilometermillionäre
Für das Themenfeld „Mobilität“, im Rahmens des FHP Interflex-Pro-         Die Betrachtungen sind v.a. als Diskussionsgrundlage konzipiert. Sie
jektes „Nachhaltige Hochschule. Analyse, Visualisierung und Kommu-        bringen die gegenwärtige Zustände und Tendenzen im Mobilitätsverhal-
nikation von Arbeits- und Lebensweisen an der FHP in den Zeiten des       ten der Studierenden in Zahlen zum Ausdruck. Ziel dieser Untersuchung
Klimawandels“ haben wir uns kritisch mit der großen räumlichen Nähe       ist es, hierüber potentielle zukünftige Projekte oder Interventionen
der Fachhochschule Potsdam zum Ballungsraum Berlin auseinanderge-         zu inspirieren und informieren; Beispielsweise wenn es darum geht
setzt sowie die damit verbundene Besonderheit untersucht, dass eine       mehr Studierende an die Regionen zu binden, den ökologischen Fußab-
Vielzahl Studierender ihren Wohnsitz in Berlin haben und täglich 20, 30   druck der FH zu verringern oder aus der Räumlichen Nähe der FHP zur
oder mehr Kilometer zum Campus der FH pendeln.                            Großstadt neu Vorteile zu ziehen bzw. neue Handlungsräume zu gestal-
                                                                          ten. Für die Betrachtungen des Mobilitätsverhaltens der Sudierenden
Unabhängig von möglichen ökologischen Dimensionen wird die Nähe
                                                                          wurde Datenmaterial der Fachhochschule aus dem Wintersemesters
zu Berlin, das große kulturelle Angebot sowie der günstige Wohnraum
                                                                          2010/2011 verwendet.
dort, vor allem als Bereicherung für die FHP wahrgenommen. Es finden
sich vielfältige Gründe für Studierende ihren Wohnort dorthin zu ver-
legen. Diese Betrachtung konzentriert sich jedoch weniger auf die per-
sönlichen Beweggründe und Motivationen Einzelner, sondern stellt viel-
mehr eine quantitative Bestandsaufnahme dar. Im Mittelpunkt stehen
harte Zahlen, welche Auskunst darüber geben wo unsere Studierenden
herkommen, wie sich ihre Zahl auf die einzelnen Studiengänge verteilt,
und wo sich die Studienwohnorte der verschiedenen Studierendengrup-
pen, in und außerhalb Potsdams, genau befinden.
The Basics
Im Wintersemester waren gut 3000 Studierende an der Fachhoch-          Ausnahme ist der Bachelorstudiengang Interfacedesign mit nur
schule Potsdam immatrikuliert. 55% der Studierenden sind Frauen        23,5% Frauen, was den Autor zugegebenermaßen sehr überrascht.
                                                                       Möglicherweise kommt in diesen Zahlen ein zu einseitig ausgerich-
Die beiden Fachbereiche Architektur/Städtebau und Bauingenieurs-
                                                                       tetes Curriculum zum Ausdruck. Aus der Frage, wie sich zahlenmäßig
wesen haben, mit ihren den Studiengängen Architektur, Restaurie-
                                                                       mehr Frauen für ein Interfacedesignstudium an der FHP begeistern
rung, Kulturarbeit, Bauforschung, Bauerhaltung und Bauingeni-
                                                                       ließen , könnte sich ein spannendes zukünftiges Projekt ergeben.
eurwesen, zusammen, zahlenmäßig, die meisten Studierenden. Das
Verhältnis zwischen Männern und Frauen in diesen Studiengängen         Den kleinsten Fachbereich an der FHP bilden die Informationswissen-
ist im gossen und ganzen ausgeglichen. Mit Ausnahme des Bauin-         schaftler mit insgesamt 406 Studierenden. Auch hier sind die Frauen,
genieurswesen, wo Frauen nur 24% der Studierenden ausmachen.           wenngleich auch nicht so stark wie beim Sozialwesen, in der Überzahl.
Als größter einzelner Fachbereich folgt das Sozialwesen mit den
                                                                       Altersstruktur
Studiengängen Soziale Arbeit (Sozialwesen), Bildung und Erziehung
in der Kindheit und Sozial Arbeit: Schwerpunkt Familie. Hier ist das   Das Durschnittsalter der Studierenden an der FHP beträgt gut 27
Geschlechterverhältnis genau umgekehrt. Von den insgesamt 764          Jahre. Die Alterspanne reicht von 18 bis 59. Die meisten Studierenden
Studierenden in diesem Fachbereich sind nur 189 Männer (24.7%).        sind allerdings zwischen 20 und 30 Jahren alt. Die Top 3 bilden die
Beim Nachdenken darüber, durch welche konkreten Interventionen         23-, 24- und 21- jährigen mit je 289, 279 und 275 Studierenden.
die Studiengänge, Bauingenieurwesen für Frauen sowie Sozialwesen
für Männer, jeweils attraktiver gemacht werden könnten, zeichnet
sich möglicherweise eine kolossale gestalterische Aufgabe für die
Zukunft ab, mit vielfältigen interdisziplinären Ansatzpunkten.
Ein weiterer großer Fachbereich ist das Design mit insgesamt 729
Studierenden. Populärster gestalterischer Studiengang ist mit
Abstand das Kommunikationsdesign (368) gefolgt vom Produkt-
(181) und Interfacedesign (153). Der Masterstudiengang Design
hat 27 Studierende. Die Ratio Männer/Frauen ist in den gestalteri-
schen Studiengängen im gossen und ganzen ausgeglichen. Einzige
FHP Studierende gesamt (WS 2010/2011)




             3105
FHP Studierende Geschlechterratio (WS 2010/2011)




         1397                            Boys




           1708
                             Girls
FHP Studierende nach Fachbereich
Architektur: 438                                     Bauingenieurwesen: 425




                                                                                                                1206
                                            Bauerhaltung: 25
Kulturarbeit: 151     Restaurierung: 159    Bauforschung: 8




Soziale Arbeit: 545                                            Bildung/Erz. in der        Soz.Arb.,
Sozialwesen: 25                                                Kindheit: 109              Schwerp.Familie: 85

                                                                                                                764




Kommunikationsdesign: 368                  Produktdesign: 181      Interfacedesign: 153     Design Master: 27

                                                                                                                729



                                                                                                                257 Berufsbegleitend:
Archiv: 158           Bibliothek: 135       Dokumentation: 113                                                  •	 20 MA Archiv
                                                                                                                •	 12 MA Bauerhaltung
                                                                              406                               •	 85 MA soz.
                                                                                                                   ArbeitSchwerp. Fam
                                                                                                                •	 140 BA soziale Arbeit
FHP Altersstruktur
                                                                                   3089 Studierende insgesamt
                                0

                                      9
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                                                                                   Durchschnittsalter 27,18 Jahre
                                             0
                                          26
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                                                                                                                                                                              01
                                                                                                                                                 6




                                                                                                                                                                          9



                                                                                                                                                                                      9

                                                                                                                                                                                            8
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                                                                                                                                                                        00



                                                                                                                                                                                    00

                                                                                                                                                                                          00
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                                                                                                                                                 00




                                                                                                                                                                                                        5

                                                                                                                                                                                                            4
                                                                                                                                                                                                  5




                                                                                                                                                                                                                   1

                                                                                                                                                                                                                         1




                                                                                                                                                                                                                                           1
                                                                                                                                                                                                      00



                                                                                                                                                                                                                 00

                                                                                                                                                                                                                       00




                                                                                                                                                                                                                                         00
                                                                                                                                                                                                00



                                                                                                                                                                                                            00
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Herkunft der Studierenden
Knapp zweidrittel der Studierenden an der FHP haben entweder in           Darüber hinaus lässt sich aus den Abiturorten der Studierenden
Berlin oder im Bundesland Brandenburg ihre Hochschulreife erlangt.        auch ein größerer gesellschaftlicher Trend ablesen: Im Gegensatz
Es kann also mit einiger Sicherheit davon ausgegangen werden, dass        den alten Bundesländern, ist bei den Studierenden aus den neuen
die meisten Studierenden ursprünglich aus einem dieser beiden             Ländern das Verhältnis zwischen Männern und Frauen verzehrt:
Bundesländer stammen und dort aufgewachsen sind. Wenn im                  So befinden sich unter den insgesamt 115 Studierenden aus Meck-
Folgenden betracht wird, wie viele Studierende ihren Wohnsitz in          lenburg-Vorpommern 73 Frauen (63%). 62% der Studierenden
Berlin haben und täglich nach Potsdam pendeln, müssen wir uns vor         aus Sachen-Anhalt, 57% der Studierenden aus Thüringen, 63%
Augen halten, dass 865 Studierende schon ursprünglich aus Berlin          der Studierenden aus Sachsen sind ebenfalls Weiblich. Demge-
stammen. Für diese Gruppe, die immerhin ein drittel aller Studie-         genüber liegt der Frauenanteil bei Studierenden aus Bayern,
renden ausmacht, scheint es ungleich unwahrscheinlich und unplau-         Baden-Würtenberg, Niedersachen zwischen 49% und 52%.
sibel ihren Wohnsitz für das Studium nach Potsdam zu verlegen.            Die Tatsache, dass junge und gut ausgebildete Frauen die Struktur-
Der Rest der Studierenden stammt aus dem gesamten Bundesge-               schwachen ländlichen Regionen Ostdeutschlands scharenweise
biet. Verhältnismäßig liegt allerdings auch hier der Schwerpunkt auf      verlassen, wurde in der Studie „Not am Mann. Vom Helden der Arbeit zur
die benachbarten neuen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern,               neuen Unterschicht“ vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwick-
Sachen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. So Stammen zwar gut 5% der          lung anschaulich dargelegt (siehe hierzu: http://www.berlin-institut.
Studierenden aus Nordrhein-Westfalen. Allerdings handelt es sich          org/fileadmin/user_upload/Studien/Not_am_Mann_Webversion.pdf)
hierbei auch um das bevölkerungsstärkste aller Bundesländer. Aus          Beim Lesen dieser Lektüre tut sich die Frage auf, welche konkreten
dem vergleichsweise dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern               Handlungsmöglichkeiten für eine regionale Forschungs- und Bildungs-
kommen ebenfalls fast 4% der Studierenden. Die Hochschule strahlt für     institution wie der FHP entwickelt werden könnten, die dazu beizu-
Abiturienten aus der Region also eine, verständlicherweise, ungleich      tragen, einer größeren Zahl junger Männer aus den peripheren Regi-
höhere Attraktivität aus. Dabei ist es einerseits sehr erfreulich, dass   onen der neuen Länder höhere Bildungsabschlüsse zu ermöglichen.
die FHP als Forschungs- und Ausbildungsstätte fest regional veran-
kert zu sein scheint. Andererseits wäre es jedoch sicherlich eben-
falls lohneswert darüber nachzudenken, wie – im Sinne größtmögli-
cher Vielfalt und Diversität der Studierendenstruktur – anteilmäßig
mehr Abiturienten aus den neuen Bundesländern an die FHP gelockt
werden könnten. In der einfachen Frage „Was kann die FH beitragen,
um Brandenburg – zumindest im Bereich der Hochschulausbildung –
noch stärker zu einem ‚Einwanderungs- statt Abwanderungsland’ zu
machen?“ steckt, nach Meinung des Autors, weitreichendes gestal-
terisches Potenzial für eine mögliche, vertiefende Betrachtung.
Abiturorte von 2920 Studierenden, mit
deutschem Abi, an der FHP                                                            Berlin (29,62%)
                                                                                     (865 total,
                                                                                     485 Frauen)




 Bremen             Hamburg           Schleswig-
 (0,68%)            (1,13%)           Holstein (1,51%)
                                                    M.-Vor-
 (20 total, davon                                   pommern
 9 Frauen)
                    33 total, davon
                                                    (3,94%)
                                                    115 total,
                    15 Frauen         44 total
                                                    73 Frauen
                                      27 Frauen




                    Nieder-                         Sachsen      Brandenburg
                    sachsen                         Anhalt       (32,23%)
                    (4,04%)                         (2,91%)      (941 total, davon
                    118 total,                      85 total     499 Frauen)
                    58 Frauen                       53 Frauen




                                      Nordrhein
                                      Westfalen
                                      (5,14%)
                                      150 total,
                                      88 Frauen




                                                                                     Hessen         Thüringen   Sachsen
                                                                                     (2,43%)        (1,95%)     (5,38%)
                                                                                     71 total,      57 total    157 total,
                                                                                     38 Frauen      33 Frauen   99 Frauen



                                                   Saarland      Rheinland-
                                                   (0,31%)       Pfalz (1,06%)
                                                   9 total,                          Baden-                     Bayern
                                                   6 Frauen                          Württem-                   (4,14%)
                                                                  31 total,
                                                                                     berg (3,53%)               121 total,
                                                                                     103 total,                 63 Frauen
                                                                  15 Frauen
                                                                                     54 Frauen
Wohnorte der Studierenden
Knapp 52% (1604) aller Studierenden an der FHP haben ihren Semes-       Nähe zur Hochschule zu leben. Unter dieser Annahme entspäche der
terwohnsitz in Berlin. 24,15% (746) in Potsdam. Hierbei gilt zu         Berliner Zuwach von 739 Studierenden einem Anteil von 66,34%
beachten, dass 865 Studierende ohnehin aus Berlin stammen, bzw.         aller nicht ursprünglich Berliner und Brandenburger Studendten.
dort ihre Hochschulreife erlangt haben. Da mit an Sicherheit gren-
                                                                        Zusammengerechnet haben 1806 Studierende entweder im Land
zender Wahrscheinlichkeit die Mehrheit dieser „Urberliner“ ihren
                                                                        Brandenburg oder Berlin Abitur gemacht. Das sind 58,47% aller
Wohnsitz nicht nach Potsdam verlegen, kann davon ausgegangen
                                                                        Studierenden an der FHP. Wohnortmässig sind für Berlin und Bran-
werden, dass der Zuwachs von 739 Studierenden sich zu großen
                                                                        denburg zusammengenommen allerdings nur Zuwächse von insge-
Teilen aus zugezogenen Studierenden anderer Bundesländer spleißt.
                                                                        samt 972 Studierenden zu verzeichen. Diese Zahl beinhaltet auch
2055 (70.16%) der 2920 FHP Studierenden die in Deutschland ihr
                                                                        schon die Minderheit jener Studierender, die nicht in Deutschland ihr
Abi abgelegt haben stammen nicht ursprünglich aus Berlin. Damit
                                                                        Abitur gemacht haben. Daraus folgt das mindestens 142 (12,75%)
haben sich knapp 36% (739) dieser Studierenden entschlossen
                                                                        der 1114 Studierenden die ihr Abi außerhalb Berlin/Brandenburg
ihren Hauptwohnsitz in Berlin zu einzurichten und zu pendeln.
                                                                        gemacht haben, zwar in Potsdam studieren, jedoch weder in Berlin
1174 Studierende (38,01%)der FHP haben ihren Wohnsitz im                noch in Brandenburg wohnortmäßig gemeldet sind. Drei Erklä-
Land Brandenburg (inklusive Potsdam mit 746 Studenten). 941             rungen sind möglich. Entweder es handelt sich hierbei um einige
(80,15%) FHPler haben im Land Brandenburg ihr Abitur gemacht,           der 257 Studierenden in den berufsbegleitenden Studiengängen
sind also regional verankert. Die Differenz von 233(11,77%) Studie-     Archiv, Bauerhaltung, Soziale Arbeit und soziale Arbeit Schwerpunkt
renden speist sich also zum Teil aus den 1979 Abiturienten aus          Familie oder um Studierende die außerhalb Brandenburgs wohnen
anderen Bundesländern. 233 Studierende, die nicht ursprünglich          und fürs Studium nach Potsdam pendeln. Außerdem ist es möglich,
aus dem Land Brandenburg kommen, haben sich also entschieden            dass einige Studierende die Adresse ihrer Eltern als Semesterwohnort
Ihren Semesterwohnsitz im Brandenburg aufzuschlagen. Es kann            angegeben haben, jedoch trotzdem während des Semesters an einer
davon ausgegangn werden, dass die meisten dieser 233 Studie-            nicht registrierten Adresse in Brandenburg oder Berlin wohnen.
renden in Potsdam oder der näheren Umgebung leben.
                                                                        Von der Alltersstruktur unterscheiden sich Studierenden-
1114 Studierenden die in Deutschland Abi gemacht haben stammen
                                                                        gruppen in Potsdam und Berlin nur wenig voneinander. Durch-
weder aus Berlin noch aus Brandenburg, sondern aus anderen Bundes-
                                                                        nitsalter in Berlin liegt bei 27,21 Jahren und in Potsdam bei
ländern. Gehen wir von der theoretischen Annahme aus das kein Pots-
                                                                        26,61 Jahren. Die Mehrzahl der Studierenden ist auch hier
damer nach Berlin gezogen ist und kein Berliner nach Potsdam, sondern
                                                                        zwischen 20 und 30. Die Altersverteilung in beiden Städten
die Zuwächse sich ausschlißlich aus den anderen Bundesländern
                                                                        entspricht der, aller FHP Studierender zusammengenommen
speisen, so entspräche der Bandenburger Zuwach von 233 Studierenden,
dass sich 20,92% der zugezogenen Studierenden dazu entschlossen
haben in Potsdam bzw. Brandenburg – auf jeden fall aber in direkter
•	 Berliner (51.9%)
  Wohnorte der FHP Studierenden                                          •	 Brandenburger (38%) davon
                                                                            Potsdamer (24.15%)
                                                                         •	 Rest Deutschland (10,07%)
                                                                         •	 Berufsbegleitend (8,32%)



                                                               Berlin (1604)



                        Rest deutschlandweit (311)
                       54 Vollzeit:    257 Berufsbegleitend:




       Rest Brandendburg(428)




       Weiblich: 230   Potsdam (746)
       Männlich: 198
1174
                                                               Weiblich: 907
                                                               Männlich: 697




                       Weiblich: 382
                       Männlich: 364
In Berlin                                                            Wohnorte nach Studiengang
In Berlin wohnen insgesamt 1604 Studierende, knapp 52% aller FHP     Der Vergleich der Studierendenzahlen mit Wohnort in Potsdam und
Studierenden. Zentrale und „hippe“ Stadtteile wie Friedrischshain,   Berlin mit den verschiedenen Studiengängen, bestätigt das Hoch-
Neukölln, Prenzlauer Berg und Kreuzberg sind unter FHP Studie-       schulweite Bild der Wohnortverteilung: Ungefähr die Hälfte aller
renden mit Abstand am beliebtesten. 41,9% aller in Berlin ansäs-     FHP Studierenden wohnt in Berlin, ein weiteres Viertel der Studie-
sigen FHP Studierenden wohnen in einem dieser vier Stadtteile. Es    renden in Potsdam und das verbleibende Viertel irgendwo anders
scheint als werden die Berliner Wohnorte nicht nach Verkehrslage     in Deutschland. Wobei, bei der Mehrheit innerhalb des letzten
ausgewählt, um möglichst schnell Potsdam zu erreichen, sondern       Viertels, anzunehmen ist, dass sich ihr Wohnort im Land Bran-
vielmehr nach kulturellen Gesichtspunkten, und der Frage welche      denburg befindet.(Hochschulweit ca.14%aller Studierenden)
Viertel gerade „angesagt“ sind. Anders lassen sich die überdurch-
                                                                     Allerdings finden sich, im Detail betrachtet, einige Ausnahmen.
schnittlich hohen Studierendenzahlen im Süden und Osten der Stadt,
                                                                     Das krasseste Beispiel ist dabei der Studiengang Bauingenieurs-
nach Meinung des Autors, nicht erklären. Von Bahnhof Zoo beträgt
                                                                     wesen: Hier verteilen sich die Studierenden gleichmäßig zu je einem
die Fahrt mit der Regionalbahn nach Potsdam ca. 20 Minuten. Vom
                                                                     drittel auf Berlin, Potsdam und den Rest Deutschlands. Eine plau-
Alexanderplatz mit 36 Minuten hingegen fast doppelt so lange.
                                                                     sible Erklärung hierfür ist nicht offensichtlich. Möglicherweise
Ein möglicher anderer Grund für die Konzentration von Studierenden   studieren hier besonders viele Brandenburger bzw. Berliner und nur
in diesen Stadteilen sind möglicherweise günstige Mieten. Eine       sehr wenige Zugezogene. Eine genauere qualitative Betrachtung der
Betrachtung der verschiedenen Mietspiegel in Berlin und Potsdam      Bauingenieure, zur genaueren Aufhellung, erscheint angebracht.
ist für diese Untersuchung, aus zeitlichen Gründen, jedoch ausge-    Beim Sozialwesen studieren überdurchschnittlich viele Studie-
blieben. Wären die Mietkosten jedoch der einzig Ausschlag gebende    rende die ihren Wohnsitz weder in Berlin, noch in Potsdam haben.
Faktor bei der studentischen Wohnungssuche, müssten sich die         Dies ist möglicherweise der Tatsache geschuldet, dass 140 der 570
Studierenden, nach Meinung des Autors, vielmehr im Wedding           Studierenden des Fachbereichs ihr Studium berufsbegleitend absol-
konzentrieren. (Aus eigener Erfahrung bei der Wohnungssuche im       vieren. Eine Weitere Ausnahme sind die gestalterischen Studien-
Winter 09/10). Allerdings wäre zu erwarten, dass die Mieten im       gänge. Hier sucht weit mehr als die Hälfte der Studierenden die
Wedding dann auch genauso schnell ansteigen würden wie in anderen    räumliche Nähe zu Berlin. Nur ein verschwindet geringer Teil wohnt
studentischnen Stadtteilen. (Bekanntlich folgen den Studenten        in Potsdam. Die Gestalter empfinden das Leben in der Großstadt
flinken Fußes die Yuppies – Die Gentrifizierung lässt grüßen)        möglicherweise als – im kreativen Sinne – bereichernd (wahrschein-
                                                                     lich zu Recht). Eine qualitative Betrachtung der Motivationen und
Männlich/Weiblich
                                                                     Beweggründe der Designer wäre sicher ebenfalls sehr interessant.
Das zahlenmässige Verhätniss von Männern und Frauen in
den einzelnen Berliner Bezirken ist abgesehen von einzelnen
Ausnahmen, z.B. Kreuzberg, im Großen und Ganzen, ausgeglichen.
Potential follow-up
Grundsätzlich wird vom Autor eine weiterführende qualitative Betrach-
tung des Mobilitätsverhaltens der Studierenden für wünschenswert
erachtet. Bei einer solchen Betrachtung sollteein möglichst breiter
Querschnitt der Studierenden aus allen Fachbereichen und Studien-
gängen untersucht werden. Darüberhinaus erscheinen dem Autor
folgende weitere archetypische Studierendengruppen von Bedeutung:

     •	 Junge Bachelor Studierende: Junge Menschen die gerade
        ihr Elternhaus verlassen haben (oder sogar noch zu Hause
        wohnen) und ihr erstes Studium an der FHP angetreten haben.
     •	 Ältere Bachelor Studierende: Menschen die sich zu einem
        Karrierewechsel entschlossen und trotz ihres Alters
        in ein neues Bachelorstudium gestürtzt haben.
     •	 Postgrads/Masterstudenten: Hier ergeben sich gegebenen-
        falls zwei Untergruppen. Menschen die schon einige Jahre
        berufstätig waren und nun ein Masterstudium antreten sowie
        Menschen die ein Master direkt nach ihrem Bachelor anhängen.
     •	 Menschen die in Berlin, Potsdam oder Brandenburg leben
     •	 Menschen die in Berlin, Potsdam oder Branden-
        burg leben aber als offiziellen Studiumswohn-
        sitz die Adresse ihrer Eltern angegeben haben.
     •	 Commuter-Studenten die außerhalb des
        Landes Brandenburg leben.
     •	 Gut ausgebildete junge Frauen aus der strukturschwachen
        Ost-deutschen Peripherie, die ihre Heimat für ein Leben
        in prosperierenden urbanen Raum verlassen haben.
     •	 Das Spektrum Studierender in berufsbeglei-
        tenden bzw . Fernstudiengängen.
Wohnorte Berliner FHP Studierender
nach Stadteilen
Wohnorte Berliner FHP Studierender
    nach Stadteilen Insgesamt 1603 Studierende (51.9%)
Friedrichshain(199)                    Neukölln(176)                        Prenzlauer Berg(162                       Kreuzberg(135)




87 Männer                              78 Männer                            76 Männer                                 59 Männer
112 Frauen                             98 Frauen                            86 Frauen                                 76 Frauen




Wedding(99)           Schöneberg(94)         Mitte(76)       Charlottenburg(72)         Spandau(67)       Wilmersdorf(67)         Lichtenberg(64)




                                                                                        31 Männer         31 Männer               33 Männer
                                             42 Männer       32 Männer                  36 Frauen         36 Frauen               31 Frauen
                                             34 Frauen       40 Frauen
39 Männer             39 Männer
60 Frauen             55 Frauen




Steglitz(62)          Tiergarten(62)        Pankow (57)        Tempelhof(38)        Reinickendorf (32)    Treptow(32)             Zehlendorf(31)



                                                               13 Männer            7 Männer              10 Männer               14 Männer
                                                               25 Frauen            25 Frauen             22Frauen                17 Frauen
                                            21 Männer
20 Männer             32 Männer             36 Frauen
42Frauen              30 Frauen




Weißensee(22)          Marzan(21)             Köpenick(16)       Hellersdorf(11)    HohenSchönhausen(8)

                                                                                    5 Männer
                                              9 Männer           5 Männer           3 Frauen
9 Männer               5 Männer               7 Frauen           6 Frauen
13 Frauen              16 Frauen
Altersstruktur Studierender mit Wohnort in Berlin
                                                                                1603 Studierende insgesamt
                                    16
                                      2                                         Durchschnittsalter 27,12 Jahre.
                                            7
                                          14
                                3
                              13
                          1
                        13




                                                  3
                                                12

                                                        2

                                                              4
                                                      12

                                                            12


                                                                    3
                                                                  10
                    2
                  09




                                                                          6
                                                                        09

                                                                                3
                                                                              07
              7
            04




                                                                                      8
                                                                                    03




                                                                                                  1
                                                                                            4
                                                                                                03
                                                                                          03
        6




                                                                                                        0

                                                                                                              7
      01




                                                                                                      02

                                                                                                            01




                                                                                                                                      3
                                                                                                                    1




                                                                                                                                    01
                                                                                                                  01




                                                                                                                                                                                  4
                                                                                                                          8




                                                                                                                                            8

                                                                                                                                                  5




                                                                                                                                                                                         3
                                                                                                                                7




                                                                                                                                                                        2
  1




                                                                                                                                                                  7
                                                                                                                                                           6
00




                                                                                                                              00




                                                                                                                                                                      00




                                                                                                                                                                                       00
                                                                                                                                                00
                                                                                                                        00




                                                                                                                                          00




                                                                                                                                                                                  00
                                                                                                                                                                00
                                                                                                                                                      4
                                                                                                                                                           00




                                                                                                                                                                                                    3
                                                                                                                                                                                             4



                                                                                                                                                                                                          2



                                                                                                                                                                                                                     1
                                                                                                                                                                              5
                                                                                                                                                      00




                                                                                                                                                                                                  00




                                                                                                                                                                                                                   00
                                                                                                                                                                                                        00
                                                                                                                                                                                             00
                                                                                                                                                                            00
18    19    20    21    22    23    24    25    26    27     28   29    30     31   32    33     34   35     36    37   38    39    40    41    42    43   44    45   46    47    48   49    50   51    52    53    54
Altersstruktur Studierender mit Wohnort in Potsdam
                                                                              728 Studierende insgesamt
                                                                              Durchschnittsalter 26,61 Jahre.
                              4
                              08
                          2




                                           9
                        07




                                         06

                                                 6
                                               05
                                     4




                                                       1
                    2




                                                     05
                                   05
                  05




                                                             7
                                                           04


                                                                 0

                                                                        9
                                                                      03
                                                                 04




                                                                              1
                                                                            03


                                                                                    1
              1




                                                                                  02
            02




                                                                                                7
                                                                                              01
                                                                                          5
                                                                                        01




                                                                                                                  8
        7
  1




                                                                                                      0

                                                                                                            0
00

      00




                                                                                                    01

                                                                                                          01

                                                                                                                00




                                                                                                                            4




                                                                                                                                                                             5
                                                                                                                                   3
                                                                                                                        2




                                                                                                                                               2



                                                                                                                                                           2
                                                                                                                                         1



                                                                                                                                                     1



                                                                                                                                                                 1

                                                                                                                                                                       1




                                                                                                                                                                                   1
                                                                                                                                       00



                                                                                                                                                   00



                                                                                                                                                               00

                                                                                                                                                                     00




                                                                                                                                                                                 00
                                                                                                                      00




                                                                                                                                             00



                                                                                                                                                         00
                                                                                                                                 00




                                                                                                                                                                           00
                                                                                                                            00
18    19    20    21    22    23   24    25    26    27     28   29   30     31   32    33     34   35     36    37   38    39   40    41    42    43    44     45   46    47 48 49
Wohnorte FHP Studierender nach Fachbereich
Architektur: 438                                                                            Bauingenieurwesen: 425
Architektur: 438
Berlin (242)                                Potsdam (126)          Rest (70)                Bauingenieurwesen: 425Potsdam (138)
                                                                                            Berlin (139)                                          Rest (148)
Berlin (242)                                Potsdam (126)          Rest (70)                Berlin (139)             Potsdam (138)                Rest (148)




126 Männer                                  71 Männer                                       105 Männer               100 Männer
126 Frauen
116 Männer                                  55 Frauen
                                            71 Männer                                       34 Frauen
                                                                                            105 Männer               38Frauen
                                                                                                                     100 Männer
116 Frauen                                  55 Frauen                                       34 Frauen
                                                                                                                 Bauerhaltung: 25
                                                                                                                     38Frauen

Kulturarbeit: 151                                           Restaurierung: 159                                   Bauerhaltung: 25
                                                                                                                 Bauforschung: 8
Kulturarbeit: 151
Berlin (106)                 Potsdam (27)      Rest (18)    Restaurierung: 159 (47)
                                                            Berlin (94) Potsdam                  Rest (18)       Bauforschung: 8
                                                                                                                 Berlin (16) Potsdam (9)         Rest (8)
Berlin (106)                 Potsdam (27)      Rest (18)    Berlin (94)         Potsdam (47)     Rest (18)       Berlin (16)       Potsdam (9)   Rest (8)

                                                                                                                 9 Männer          4 Männer
                             11 Männer                                                                           7 Frauen
                                                                                                                 9 Männer          5 Frauen
                                                                                                                                   4 Männer
                             16 Frauen
                             11 Männer                                                                           7 Frauen          5 Frauen
                             16 Frauen                                          16 Männer
                                                                                31 Frauen
                                                                                16 Männer
                                                                                31 Frauen


35 Männer                                                   20 Männer
35 Frauen
71 Männer                                                   74 Frauen
                                                            20 Männer
71 Frauen                                                   74 Frauen




Soziale Arbeit: 545                                                                                             Bildung/Erz. in der                            Soz.Arb.,
Sozialwesen: 25                                                                                                 Kindheit: 109                                  Schwerp.Familie
Berlin (229)                                Potsdam (114)          Rest (222)                                   Berlin (47)       Potsdam (35)   Rest (27)     Berlin (27)   Pots



                                                                                                                                                               10 Männer     0 Män
                                                                                                                                                               17 Frauen     3 Frau
                                                                                                                10 Männer         6 Männer
                                                                                                                37 Frauen         29 Frauen



60 Männer                                   33 Männer
169 Frauen                                  86 Frauen


Soz.Arb.,
Schwerp.Familie: 85
Berlin (27)    Potsdam (3)      Rest (55)                                                                                         257 Berufsbegleitend:
                                                                                                                                  •	 20 MA Archiv
10 Männer      0 Männer                                                                                                           •	 12 MA Bauerhaltung
17 Frauen      3 Frauen
                                                                                                                                  •	 85 MA soz. ArbeitSchwerp. Fam
                                                                                                                                  •	 140 BA soziale Arbeit
Wohnorte FHP Studierender nach Fachbereich
Kommunikationsdesign: 368                                                                   Interfacedesign: 153                                                   Produktdesign: 181
Berlin (243)                                 Potsdam (43)        Rest (63)                  Berlin (101)                   Potsdam (31)     Rest (21)              Berlin (125)            Potsdam (37)



                                                                                                                           Männer                                                          25 Männer
                                                                                                                           7 Frauen                                                        12 Frauen
                                             22 Männer
                                             36 Frauen


115 Männer                                                                                  75 Männer                                                              69 Männer
158 Frauen                                                                                  26 Frauen                                                              56 Frauen




Produktdesign: 181                                                           Design Master: 27
Berlin (125)                  Potsdam (37)      Rest (19)                    Berlin (21)       Potsdam (1)    Rest (5)



                                                                             9 Männer          0 Männer
                              25 Männer                                      12 Frauen         1 Frauen
                              12 Frauen




69 Männer
56 Frauen




Archiv: 158                                                 Bibliothek: 135                                              Dokumentation: 113
Berlin (52)    Potsdam (43)      Rest (63)                  Berlin (66)         Potsdam (34)      Rest (35)              Berlin (65)      Potsdam (26)     Rest (22)



                                                                                                                                          12 Männer
                                                                                                                                          14 Frauen

16 Männer      25 Männer
36 Frauen      18 Frauen                                    15 Männer           9 Männer                                 24 Männer
                                                            51 Frauen           25 Frauen                                41Frauen




                                                                                                                                                        257 Berufsbegleitend:
                                                                                                                                                        •	 20 MA Archiv
                                                                                                                                                        •	 12 MA Bauerhaltung
                                                                                                                                                        •	 85 MA soz. ArbeitSchwerp. Fam
                                                                                                                                                        •	 140 BA soziale Arbeit
Kollektive Pendelstatistiken
Für die Errechnung einiger interessanter kollektiver Pendelstatis-      Gleichfalls geben die BVG für die Reisezeit vom Bahnhof Zoo bis
tiken der Studierenden, die jeden Tag die Strecke zwischen Berlin       zum Campus Pappelalle 36 Minuten an. Hierbei handelt es sich
und Potsdam auf sich nehmen, wurden einige vereinfachende Grund-        um die schnellst möglicher Verbindung mit der Regionalbahn bis
annahmen getroffen. Als Grundlage wurde angenommen, dass die            zum Potsdamer Hauptbahnhof und der Anschlusstram 92.
1630 Studierenden mit Wohnort in Berlin durchschnittlich 2 Tage pro     Pro Tag und Studierenden ergeben sich dabei während der Vorle-
Woche über einen Zeitraum von 32 Wochen im Jahr (Vorlesungszeit) in     sungs-zeit 72 Minuten Reisezeit für die Hin-und Rückfahrt. Bei 32
Potsdam anwesend sind und ihre Reise ab Bahnhof Berlin Zoologischer     Wochen vorlesungszeit und zwei Tagen Anwesenheit in Potsdam
Garten antreten. Die Annahmen sind insofern konservativ, als dass,      pro Woche, addiert sich die durchschnittliche jährliche Reise-
wie oben beschrieben, die Mehrheit der Studierenden weiter westlich     zeit pro Student auf 4608 min. Das sind 76 Stunden & 48 min
und südlich in Berlin wohnen und somit eine längere Wegstrecke nach     bzw. mehr als drei Tage. Für einen Studiencreditpoint wird übri-
Potsdam zurücklegen. Eine durchschnittliche Anwesenheit von Zwei        gens ein Arbeitsaufwand von 30 Stunden veranschlagt .
Semesterwochentagen pro Studierenden, während der Vorlesungszeit,
                                                                        Die kollektivejährliche Reisezeit aller FHP Studierender mit Wohnort
erscheint dem Autor als realistisch. Für die vorlesungsfreie Zeit der
                                                                        Berlin beträgt demnach 7,511,040 min pro Jahr bzw. 14.28 Jahre.
Semesterferien wird davon ausgegangen, dass kein Studierender an
der FHP anwesend ist. Für die Wegstrecke vom Bahnhof Zoo bis zum        Folgende interessante Artikel und Interviews zum
Campus Pappelalle werden bei Google Maps knapp 30 km angegeben.         Thema Pendeln aus der Wochenzeitung Die Zeit wurden
Für die Rechenbeispiele wurde die Strecke auf 30km aufgerundet.         vom Autor aus zeitlichen gründen nicht mehr ausgear-
                                                                        beitet, sollen An dieser Stelle jedoch erwähnt werden:
Bei durchschnittlich zwei Tagen Anwesenheit während der 32 Wochen
                                                                        •	http://www.zeit.de/2011/05/Mobilitaet-Pendler
Vorlesungszeit ergeben sich pro Student insgesamt 64 Anwesenheits-
tage in Potsdam. Pro Anwesenheitstag werden von einem einzigen          •	http://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-11/interview-pendler
Studenten 60 km Wegstecke zrückgelegt. (Hin- und Rückweg vom Bhf.       •	http://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-11/pendler-alltag?page=1
Zoo bis Campus Pappelalle). Pro Studierenden kommen im Laufe eines      •	http://www.zeit.de/auto/2010-11/
Jahres somit 3840 km zusammen. Das entspricht etwa der Stecken          stadtentwicklung-raumplanung-autoverkehr
von Berlin bis nach Syrien. Addiert man alle individuell zurückgeleg-
tenPendlerkilometer, ergeben sich für die 1604 FHP Studierenden
mit Wohnsitz in Berlin 6,159,360km (6,15 Millionen) die kollektiv
pro Jahr zurückgelegt werden. Das entspricht mehr als fünf Flügen
zum Mond und wieder zurück(nach Wikipedia beträgt dieEntfer-
nung Erde Mond im Mittel zwischen 363.300 km und 405.500km.)
Berlin	Zoo	bis	Pappelalle	=	30	km
1604 Studierende in Berlin
32 Wochen Vorlesungszeit
2	Tage	Anwesenheit/Woche	=	64	Tage
64	*	60	km	(Hin	und	rückweg)	= 3840 km/Jahr/Person
3840	km	*	1630	Studierende	= 6.259.200 kollektive km pro Jahr
(entspricht ca 5x der Strecke zum Mond und zurück)
Berlin	Zoo	bis	Pappelalle	=	30	km
1630 Studierende in Berlin
32 Wochen Vorlesungszeit
2	Tage	Anwesenheit/Woche	=	64	Tage
64 Tage * 72 min (Hin und rückweg)	=	4608 min /Jahr/Person
(76stdn. & 48 min entspricht ca. 2.5 credit points)

4608	min	*	1630	Studierende	=	7511040 kollektive min pro Jahr
(14.28 Jahre)
Ende

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Nachhaltige Hochschule. Analyse, Visualisierung und Kommunikation von Arbeits- und Lebensweisen an der FHP in den Zeiten des Klimawandels | stef muller

  • 1. Commuting to Potsdam: FHP Interflex-Projekt:Nachhaltige Hochschule.Analyse, Visualisierung undKommunikation von Arbeits- und Lebensweisen an der FHP in den Zeiten des Klimawandels/ Stefan Müller / FHP / WS 2010 //
  • 2. Studentische Kilometermillionäre Für das Themenfeld „Mobilität“, im Rahmens des FHP Interflex-Pro- Die Betrachtungen sind v.a. als Diskussionsgrundlage konzipiert. Sie jektes „Nachhaltige Hochschule. Analyse, Visualisierung und Kommu- bringen die gegenwärtige Zustände und Tendenzen im Mobilitätsverhal- nikation von Arbeits- und Lebensweisen an der FHP in den Zeiten des ten der Studierenden in Zahlen zum Ausdruck. Ziel dieser Untersuchung Klimawandels“ haben wir uns kritisch mit der großen räumlichen Nähe ist es, hierüber potentielle zukünftige Projekte oder Interventionen der Fachhochschule Potsdam zum Ballungsraum Berlin auseinanderge- zu inspirieren und informieren; Beispielsweise wenn es darum geht setzt sowie die damit verbundene Besonderheit untersucht, dass eine mehr Studierende an die Regionen zu binden, den ökologischen Fußab- Vielzahl Studierender ihren Wohnsitz in Berlin haben und täglich 20, 30 druck der FH zu verringern oder aus der Räumlichen Nähe der FHP zur oder mehr Kilometer zum Campus der FH pendeln. Großstadt neu Vorteile zu ziehen bzw. neue Handlungsräume zu gestal- ten. Für die Betrachtungen des Mobilitätsverhaltens der Sudierenden Unabhängig von möglichen ökologischen Dimensionen wird die Nähe wurde Datenmaterial der Fachhochschule aus dem Wintersemesters zu Berlin, das große kulturelle Angebot sowie der günstige Wohnraum 2010/2011 verwendet. dort, vor allem als Bereicherung für die FHP wahrgenommen. Es finden sich vielfältige Gründe für Studierende ihren Wohnort dorthin zu ver- legen. Diese Betrachtung konzentriert sich jedoch weniger auf die per- sönlichen Beweggründe und Motivationen Einzelner, sondern stellt viel- mehr eine quantitative Bestandsaufnahme dar. Im Mittelpunkt stehen harte Zahlen, welche Auskunst darüber geben wo unsere Studierenden herkommen, wie sich ihre Zahl auf die einzelnen Studiengänge verteilt, und wo sich die Studienwohnorte der verschiedenen Studierendengrup- pen, in und außerhalb Potsdams, genau befinden.
  • 3. The Basics Im Wintersemester waren gut 3000 Studierende an der Fachhoch- Ausnahme ist der Bachelorstudiengang Interfacedesign mit nur schule Potsdam immatrikuliert. 55% der Studierenden sind Frauen 23,5% Frauen, was den Autor zugegebenermaßen sehr überrascht. Möglicherweise kommt in diesen Zahlen ein zu einseitig ausgerich- Die beiden Fachbereiche Architektur/Städtebau und Bauingenieurs- tetes Curriculum zum Ausdruck. Aus der Frage, wie sich zahlenmäßig wesen haben, mit ihren den Studiengängen Architektur, Restaurie- mehr Frauen für ein Interfacedesignstudium an der FHP begeistern rung, Kulturarbeit, Bauforschung, Bauerhaltung und Bauingeni- ließen , könnte sich ein spannendes zukünftiges Projekt ergeben. eurwesen, zusammen, zahlenmäßig, die meisten Studierenden. Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen in diesen Studiengängen Den kleinsten Fachbereich an der FHP bilden die Informationswissen- ist im gossen und ganzen ausgeglichen. Mit Ausnahme des Bauin- schaftler mit insgesamt 406 Studierenden. Auch hier sind die Frauen, genieurswesen, wo Frauen nur 24% der Studierenden ausmachen. wenngleich auch nicht so stark wie beim Sozialwesen, in der Überzahl. Als größter einzelner Fachbereich folgt das Sozialwesen mit den Altersstruktur Studiengängen Soziale Arbeit (Sozialwesen), Bildung und Erziehung in der Kindheit und Sozial Arbeit: Schwerpunkt Familie. Hier ist das Das Durschnittsalter der Studierenden an der FHP beträgt gut 27 Geschlechterverhältnis genau umgekehrt. Von den insgesamt 764 Jahre. Die Alterspanne reicht von 18 bis 59. Die meisten Studierenden Studierenden in diesem Fachbereich sind nur 189 Männer (24.7%). sind allerdings zwischen 20 und 30 Jahren alt. Die Top 3 bilden die Beim Nachdenken darüber, durch welche konkreten Interventionen 23-, 24- und 21- jährigen mit je 289, 279 und 275 Studierenden. die Studiengänge, Bauingenieurwesen für Frauen sowie Sozialwesen für Männer, jeweils attraktiver gemacht werden könnten, zeichnet sich möglicherweise eine kolossale gestalterische Aufgabe für die Zukunft ab, mit vielfältigen interdisziplinären Ansatzpunkten. Ein weiterer großer Fachbereich ist das Design mit insgesamt 729 Studierenden. Populärster gestalterischer Studiengang ist mit Abstand das Kommunikationsdesign (368) gefolgt vom Produkt- (181) und Interfacedesign (153). Der Masterstudiengang Design hat 27 Studierende. Die Ratio Männer/Frauen ist in den gestalteri- schen Studiengängen im gossen und ganzen ausgeglichen. Einzige
  • 4. FHP Studierende gesamt (WS 2010/2011) 3105
  • 5. FHP Studierende Geschlechterratio (WS 2010/2011) 1397 Boys 1708 Girls
  • 6. FHP Studierende nach Fachbereich Architektur: 438 Bauingenieurwesen: 425 1206 Bauerhaltung: 25 Kulturarbeit: 151 Restaurierung: 159 Bauforschung: 8 Soziale Arbeit: 545 Bildung/Erz. in der Soz.Arb., Sozialwesen: 25 Kindheit: 109 Schwerp.Familie: 85 764 Kommunikationsdesign: 368 Produktdesign: 181 Interfacedesign: 153 Design Master: 27 729 257 Berufsbegleitend: Archiv: 158 Bibliothek: 135 Dokumentation: 113 • 20 MA Archiv • 12 MA Bauerhaltung 406 • 85 MA soz. ArbeitSchwerp. Fam • 140 BA soziale Arbeit
  • 7. FHP Altersstruktur 3089 Studierende insgesamt 0 9 28 27 5 27 Durchschnittsalter 27,18 Jahre 0 26 0 24 8 20 1 1 20 20 0 16 4 15 3 14 6 11 0 09 6 06 6 05 6 04 0 0 04 04 6 02 5 3 5 1 02 02 02 02 9 9 6 7 01 01 01 01 6 9 9 8 0 00 00 00 01 00 5 4 5 1 1 1 00 00 00 00 00 00 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59
  • 8. Herkunft der Studierenden Knapp zweidrittel der Studierenden an der FHP haben entweder in Darüber hinaus lässt sich aus den Abiturorten der Studierenden Berlin oder im Bundesland Brandenburg ihre Hochschulreife erlangt. auch ein größerer gesellschaftlicher Trend ablesen: Im Gegensatz Es kann also mit einiger Sicherheit davon ausgegangen werden, dass den alten Bundesländern, ist bei den Studierenden aus den neuen die meisten Studierenden ursprünglich aus einem dieser beiden Ländern das Verhältnis zwischen Männern und Frauen verzehrt: Bundesländer stammen und dort aufgewachsen sind. Wenn im So befinden sich unter den insgesamt 115 Studierenden aus Meck- Folgenden betracht wird, wie viele Studierende ihren Wohnsitz in lenburg-Vorpommern 73 Frauen (63%). 62% der Studierenden Berlin haben und täglich nach Potsdam pendeln, müssen wir uns vor aus Sachen-Anhalt, 57% der Studierenden aus Thüringen, 63% Augen halten, dass 865 Studierende schon ursprünglich aus Berlin der Studierenden aus Sachsen sind ebenfalls Weiblich. Demge- stammen. Für diese Gruppe, die immerhin ein drittel aller Studie- genüber liegt der Frauenanteil bei Studierenden aus Bayern, renden ausmacht, scheint es ungleich unwahrscheinlich und unplau- Baden-Würtenberg, Niedersachen zwischen 49% und 52%. sibel ihren Wohnsitz für das Studium nach Potsdam zu verlegen. Die Tatsache, dass junge und gut ausgebildete Frauen die Struktur- Der Rest der Studierenden stammt aus dem gesamten Bundesge- schwachen ländlichen Regionen Ostdeutschlands scharenweise biet. Verhältnismäßig liegt allerdings auch hier der Schwerpunkt auf verlassen, wurde in der Studie „Not am Mann. Vom Helden der Arbeit zur die benachbarten neuen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, neuen Unterschicht“ vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwick- Sachen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. So Stammen zwar gut 5% der lung anschaulich dargelegt (siehe hierzu: http://www.berlin-institut. Studierenden aus Nordrhein-Westfalen. Allerdings handelt es sich org/fileadmin/user_upload/Studien/Not_am_Mann_Webversion.pdf) hierbei auch um das bevölkerungsstärkste aller Bundesländer. Aus Beim Lesen dieser Lektüre tut sich die Frage auf, welche konkreten dem vergleichsweise dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern Handlungsmöglichkeiten für eine regionale Forschungs- und Bildungs- kommen ebenfalls fast 4% der Studierenden. Die Hochschule strahlt für institution wie der FHP entwickelt werden könnten, die dazu beizu- Abiturienten aus der Region also eine, verständlicherweise, ungleich tragen, einer größeren Zahl junger Männer aus den peripheren Regi- höhere Attraktivität aus. Dabei ist es einerseits sehr erfreulich, dass onen der neuen Länder höhere Bildungsabschlüsse zu ermöglichen. die FHP als Forschungs- und Ausbildungsstätte fest regional veran- kert zu sein scheint. Andererseits wäre es jedoch sicherlich eben- falls lohneswert darüber nachzudenken, wie – im Sinne größtmögli- cher Vielfalt und Diversität der Studierendenstruktur – anteilmäßig mehr Abiturienten aus den neuen Bundesländern an die FHP gelockt werden könnten. In der einfachen Frage „Was kann die FH beitragen, um Brandenburg – zumindest im Bereich der Hochschulausbildung – noch stärker zu einem ‚Einwanderungs- statt Abwanderungsland’ zu machen?“ steckt, nach Meinung des Autors, weitreichendes gestal- terisches Potenzial für eine mögliche, vertiefende Betrachtung.
  • 9. Abiturorte von 2920 Studierenden, mit deutschem Abi, an der FHP Berlin (29,62%) (865 total, 485 Frauen) Bremen Hamburg Schleswig- (0,68%) (1,13%) Holstein (1,51%) M.-Vor- (20 total, davon pommern 9 Frauen) 33 total, davon (3,94%) 115 total, 15 Frauen 44 total 73 Frauen 27 Frauen Nieder- Sachsen Brandenburg sachsen Anhalt (32,23%) (4,04%) (2,91%) (941 total, davon 118 total, 85 total 499 Frauen) 58 Frauen 53 Frauen Nordrhein Westfalen (5,14%) 150 total, 88 Frauen Hessen Thüringen Sachsen (2,43%) (1,95%) (5,38%) 71 total, 57 total 157 total, 38 Frauen 33 Frauen 99 Frauen Saarland Rheinland- (0,31%) Pfalz (1,06%) 9 total, Baden- Bayern 6 Frauen Württem- (4,14%) 31 total, berg (3,53%) 121 total, 103 total, 63 Frauen 15 Frauen 54 Frauen
  • 10. Wohnorte der Studierenden Knapp 52% (1604) aller Studierenden an der FHP haben ihren Semes- Nähe zur Hochschule zu leben. Unter dieser Annahme entspäche der terwohnsitz in Berlin. 24,15% (746) in Potsdam. Hierbei gilt zu Berliner Zuwach von 739 Studierenden einem Anteil von 66,34% beachten, dass 865 Studierende ohnehin aus Berlin stammen, bzw. aller nicht ursprünglich Berliner und Brandenburger Studendten. dort ihre Hochschulreife erlangt haben. Da mit an Sicherheit gren- Zusammengerechnet haben 1806 Studierende entweder im Land zender Wahrscheinlichkeit die Mehrheit dieser „Urberliner“ ihren Brandenburg oder Berlin Abitur gemacht. Das sind 58,47% aller Wohnsitz nicht nach Potsdam verlegen, kann davon ausgegangen Studierenden an der FHP. Wohnortmässig sind für Berlin und Bran- werden, dass der Zuwachs von 739 Studierenden sich zu großen denburg zusammengenommen allerdings nur Zuwächse von insge- Teilen aus zugezogenen Studierenden anderer Bundesländer spleißt. samt 972 Studierenden zu verzeichen. Diese Zahl beinhaltet auch 2055 (70.16%) der 2920 FHP Studierenden die in Deutschland ihr schon die Minderheit jener Studierender, die nicht in Deutschland ihr Abi abgelegt haben stammen nicht ursprünglich aus Berlin. Damit Abitur gemacht haben. Daraus folgt das mindestens 142 (12,75%) haben sich knapp 36% (739) dieser Studierenden entschlossen der 1114 Studierenden die ihr Abi außerhalb Berlin/Brandenburg ihren Hauptwohnsitz in Berlin zu einzurichten und zu pendeln. gemacht haben, zwar in Potsdam studieren, jedoch weder in Berlin 1174 Studierende (38,01%)der FHP haben ihren Wohnsitz im noch in Brandenburg wohnortmäßig gemeldet sind. Drei Erklä- Land Brandenburg (inklusive Potsdam mit 746 Studenten). 941 rungen sind möglich. Entweder es handelt sich hierbei um einige (80,15%) FHPler haben im Land Brandenburg ihr Abitur gemacht, der 257 Studierenden in den berufsbegleitenden Studiengängen sind also regional verankert. Die Differenz von 233(11,77%) Studie- Archiv, Bauerhaltung, Soziale Arbeit und soziale Arbeit Schwerpunkt renden speist sich also zum Teil aus den 1979 Abiturienten aus Familie oder um Studierende die außerhalb Brandenburgs wohnen anderen Bundesländern. 233 Studierende, die nicht ursprünglich und fürs Studium nach Potsdam pendeln. Außerdem ist es möglich, aus dem Land Brandenburg kommen, haben sich also entschieden dass einige Studierende die Adresse ihrer Eltern als Semesterwohnort Ihren Semesterwohnsitz im Brandenburg aufzuschlagen. Es kann angegeben haben, jedoch trotzdem während des Semesters an einer davon ausgegangn werden, dass die meisten dieser 233 Studie- nicht registrierten Adresse in Brandenburg oder Berlin wohnen. renden in Potsdam oder der näheren Umgebung leben. Von der Alltersstruktur unterscheiden sich Studierenden- 1114 Studierenden die in Deutschland Abi gemacht haben stammen gruppen in Potsdam und Berlin nur wenig voneinander. Durch- weder aus Berlin noch aus Brandenburg, sondern aus anderen Bundes- nitsalter in Berlin liegt bei 27,21 Jahren und in Potsdam bei ländern. Gehen wir von der theoretischen Annahme aus das kein Pots- 26,61 Jahren. Die Mehrzahl der Studierenden ist auch hier damer nach Berlin gezogen ist und kein Berliner nach Potsdam, sondern zwischen 20 und 30. Die Altersverteilung in beiden Städten die Zuwächse sich ausschlißlich aus den anderen Bundesländern entspricht der, aller FHP Studierender zusammengenommen speisen, so entspräche der Bandenburger Zuwach von 233 Studierenden, dass sich 20,92% der zugezogenen Studierenden dazu entschlossen haben in Potsdam bzw. Brandenburg – auf jeden fall aber in direkter
  • 11. • Berliner (51.9%) Wohnorte der FHP Studierenden • Brandenburger (38%) davon Potsdamer (24.15%) • Rest Deutschland (10,07%) • Berufsbegleitend (8,32%) Berlin (1604) Rest deutschlandweit (311) 54 Vollzeit: 257 Berufsbegleitend: Rest Brandendburg(428) Weiblich: 230 Potsdam (746) Männlich: 198 1174 Weiblich: 907 Männlich: 697 Weiblich: 382 Männlich: 364
  • 12. In Berlin Wohnorte nach Studiengang In Berlin wohnen insgesamt 1604 Studierende, knapp 52% aller FHP Der Vergleich der Studierendenzahlen mit Wohnort in Potsdam und Studierenden. Zentrale und „hippe“ Stadtteile wie Friedrischshain, Berlin mit den verschiedenen Studiengängen, bestätigt das Hoch- Neukölln, Prenzlauer Berg und Kreuzberg sind unter FHP Studie- schulweite Bild der Wohnortverteilung: Ungefähr die Hälfte aller renden mit Abstand am beliebtesten. 41,9% aller in Berlin ansäs- FHP Studierenden wohnt in Berlin, ein weiteres Viertel der Studie- sigen FHP Studierenden wohnen in einem dieser vier Stadtteile. Es renden in Potsdam und das verbleibende Viertel irgendwo anders scheint als werden die Berliner Wohnorte nicht nach Verkehrslage in Deutschland. Wobei, bei der Mehrheit innerhalb des letzten ausgewählt, um möglichst schnell Potsdam zu erreichen, sondern Viertels, anzunehmen ist, dass sich ihr Wohnort im Land Bran- vielmehr nach kulturellen Gesichtspunkten, und der Frage welche denburg befindet.(Hochschulweit ca.14%aller Studierenden) Viertel gerade „angesagt“ sind. Anders lassen sich die überdurch- Allerdings finden sich, im Detail betrachtet, einige Ausnahmen. schnittlich hohen Studierendenzahlen im Süden und Osten der Stadt, Das krasseste Beispiel ist dabei der Studiengang Bauingenieurs- nach Meinung des Autors, nicht erklären. Von Bahnhof Zoo beträgt wesen: Hier verteilen sich die Studierenden gleichmäßig zu je einem die Fahrt mit der Regionalbahn nach Potsdam ca. 20 Minuten. Vom drittel auf Berlin, Potsdam und den Rest Deutschlands. Eine plau- Alexanderplatz mit 36 Minuten hingegen fast doppelt so lange. sible Erklärung hierfür ist nicht offensichtlich. Möglicherweise Ein möglicher anderer Grund für die Konzentration von Studierenden studieren hier besonders viele Brandenburger bzw. Berliner und nur in diesen Stadteilen sind möglicherweise günstige Mieten. Eine sehr wenige Zugezogene. Eine genauere qualitative Betrachtung der Betrachtung der verschiedenen Mietspiegel in Berlin und Potsdam Bauingenieure, zur genaueren Aufhellung, erscheint angebracht. ist für diese Untersuchung, aus zeitlichen Gründen, jedoch ausge- Beim Sozialwesen studieren überdurchschnittlich viele Studie- blieben. Wären die Mietkosten jedoch der einzig Ausschlag gebende rende die ihren Wohnsitz weder in Berlin, noch in Potsdam haben. Faktor bei der studentischen Wohnungssuche, müssten sich die Dies ist möglicherweise der Tatsache geschuldet, dass 140 der 570 Studierenden, nach Meinung des Autors, vielmehr im Wedding Studierenden des Fachbereichs ihr Studium berufsbegleitend absol- konzentrieren. (Aus eigener Erfahrung bei der Wohnungssuche im vieren. Eine Weitere Ausnahme sind die gestalterischen Studien- Winter 09/10). Allerdings wäre zu erwarten, dass die Mieten im gänge. Hier sucht weit mehr als die Hälfte der Studierenden die Wedding dann auch genauso schnell ansteigen würden wie in anderen räumliche Nähe zu Berlin. Nur ein verschwindet geringer Teil wohnt studentischnen Stadtteilen. (Bekanntlich folgen den Studenten in Potsdam. Die Gestalter empfinden das Leben in der Großstadt flinken Fußes die Yuppies – Die Gentrifizierung lässt grüßen) möglicherweise als – im kreativen Sinne – bereichernd (wahrschein- lich zu Recht). Eine qualitative Betrachtung der Motivationen und Männlich/Weiblich Beweggründe der Designer wäre sicher ebenfalls sehr interessant. Das zahlenmässige Verhätniss von Männern und Frauen in den einzelnen Berliner Bezirken ist abgesehen von einzelnen Ausnahmen, z.B. Kreuzberg, im Großen und Ganzen, ausgeglichen.
  • 13. Potential follow-up Grundsätzlich wird vom Autor eine weiterführende qualitative Betrach- tung des Mobilitätsverhaltens der Studierenden für wünschenswert erachtet. Bei einer solchen Betrachtung sollteein möglichst breiter Querschnitt der Studierenden aus allen Fachbereichen und Studien- gängen untersucht werden. Darüberhinaus erscheinen dem Autor folgende weitere archetypische Studierendengruppen von Bedeutung: • Junge Bachelor Studierende: Junge Menschen die gerade ihr Elternhaus verlassen haben (oder sogar noch zu Hause wohnen) und ihr erstes Studium an der FHP angetreten haben. • Ältere Bachelor Studierende: Menschen die sich zu einem Karrierewechsel entschlossen und trotz ihres Alters in ein neues Bachelorstudium gestürtzt haben. • Postgrads/Masterstudenten: Hier ergeben sich gegebenen- falls zwei Untergruppen. Menschen die schon einige Jahre berufstätig waren und nun ein Masterstudium antreten sowie Menschen die ein Master direkt nach ihrem Bachelor anhängen. • Menschen die in Berlin, Potsdam oder Brandenburg leben • Menschen die in Berlin, Potsdam oder Branden- burg leben aber als offiziellen Studiumswohn- sitz die Adresse ihrer Eltern angegeben haben. • Commuter-Studenten die außerhalb des Landes Brandenburg leben. • Gut ausgebildete junge Frauen aus der strukturschwachen Ost-deutschen Peripherie, die ihre Heimat für ein Leben in prosperierenden urbanen Raum verlassen haben. • Das Spektrum Studierender in berufsbeglei- tenden bzw . Fernstudiengängen.
  • 14. Wohnorte Berliner FHP Studierender nach Stadteilen
  • 15. Wohnorte Berliner FHP Studierender nach Stadteilen Insgesamt 1603 Studierende (51.9%) Friedrichshain(199) Neukölln(176) Prenzlauer Berg(162 Kreuzberg(135) 87 Männer 78 Männer 76 Männer 59 Männer 112 Frauen 98 Frauen 86 Frauen 76 Frauen Wedding(99) Schöneberg(94) Mitte(76) Charlottenburg(72) Spandau(67) Wilmersdorf(67) Lichtenberg(64) 31 Männer 31 Männer 33 Männer 42 Männer 32 Männer 36 Frauen 36 Frauen 31 Frauen 34 Frauen 40 Frauen 39 Männer 39 Männer 60 Frauen 55 Frauen Steglitz(62) Tiergarten(62) Pankow (57) Tempelhof(38) Reinickendorf (32) Treptow(32) Zehlendorf(31) 13 Männer 7 Männer 10 Männer 14 Männer 25 Frauen 25 Frauen 22Frauen 17 Frauen 21 Männer 20 Männer 32 Männer 36 Frauen 42Frauen 30 Frauen Weißensee(22) Marzan(21) Köpenick(16) Hellersdorf(11) HohenSchönhausen(8) 5 Männer 9 Männer 5 Männer 3 Frauen 9 Männer 5 Männer 7 Frauen 6 Frauen 13 Frauen 16 Frauen
  • 16. Altersstruktur Studierender mit Wohnort in Berlin 1603 Studierende insgesamt 16 2 Durchschnittsalter 27,12 Jahre. 7 14 3 13 1 13 3 12 2 4 12 12 3 10 2 09 6 09 3 07 7 04 8 03 1 4 03 03 6 0 7 01 02 01 3 1 01 01 4 8 8 5 3 7 2 1 7 6 00 00 00 00 00 00 00 00 00 4 00 3 4 2 1 5 00 00 00 00 00 00 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54
  • 17. Altersstruktur Studierender mit Wohnort in Potsdam 728 Studierende insgesamt Durchschnittsalter 26,61 Jahre. 4 08 2 9 07 06 6 05 4 1 2 05 05 05 7 04 0 9 03 04 1 03 1 1 02 02 7 01 5 01 8 7 1 0 0 00 00 01 01 00 4 5 3 2 2 2 1 1 1 1 1 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49
  • 18. Wohnorte FHP Studierender nach Fachbereich Architektur: 438 Bauingenieurwesen: 425 Architektur: 438 Berlin (242) Potsdam (126) Rest (70) Bauingenieurwesen: 425Potsdam (138) Berlin (139) Rest (148) Berlin (242) Potsdam (126) Rest (70) Berlin (139) Potsdam (138) Rest (148) 126 Männer 71 Männer 105 Männer 100 Männer 126 Frauen 116 Männer 55 Frauen 71 Männer 34 Frauen 105 Männer 38Frauen 100 Männer 116 Frauen 55 Frauen 34 Frauen Bauerhaltung: 25 38Frauen Kulturarbeit: 151 Restaurierung: 159 Bauerhaltung: 25 Bauforschung: 8 Kulturarbeit: 151 Berlin (106) Potsdam (27) Rest (18) Restaurierung: 159 (47) Berlin (94) Potsdam Rest (18) Bauforschung: 8 Berlin (16) Potsdam (9) Rest (8) Berlin (106) Potsdam (27) Rest (18) Berlin (94) Potsdam (47) Rest (18) Berlin (16) Potsdam (9) Rest (8) 9 Männer 4 Männer 11 Männer 7 Frauen 9 Männer 5 Frauen 4 Männer 16 Frauen 11 Männer 7 Frauen 5 Frauen 16 Frauen 16 Männer 31 Frauen 16 Männer 31 Frauen 35 Männer 20 Männer 35 Frauen 71 Männer 74 Frauen 20 Männer 71 Frauen 74 Frauen Soziale Arbeit: 545 Bildung/Erz. in der Soz.Arb., Sozialwesen: 25 Kindheit: 109 Schwerp.Familie Berlin (229) Potsdam (114) Rest (222) Berlin (47) Potsdam (35) Rest (27) Berlin (27) Pots 10 Männer 0 Män 17 Frauen 3 Frau 10 Männer 6 Männer 37 Frauen 29 Frauen 60 Männer 33 Männer 169 Frauen 86 Frauen Soz.Arb., Schwerp.Familie: 85 Berlin (27) Potsdam (3) Rest (55) 257 Berufsbegleitend: • 20 MA Archiv 10 Männer 0 Männer • 12 MA Bauerhaltung 17 Frauen 3 Frauen • 85 MA soz. ArbeitSchwerp. Fam • 140 BA soziale Arbeit
  • 19. Wohnorte FHP Studierender nach Fachbereich Kommunikationsdesign: 368 Interfacedesign: 153 Produktdesign: 181 Berlin (243) Potsdam (43) Rest (63) Berlin (101) Potsdam (31) Rest (21) Berlin (125) Potsdam (37) Männer 25 Männer 7 Frauen 12 Frauen 22 Männer 36 Frauen 115 Männer 75 Männer 69 Männer 158 Frauen 26 Frauen 56 Frauen Produktdesign: 181 Design Master: 27 Berlin (125) Potsdam (37) Rest (19) Berlin (21) Potsdam (1) Rest (5) 9 Männer 0 Männer 25 Männer 12 Frauen 1 Frauen 12 Frauen 69 Männer 56 Frauen Archiv: 158 Bibliothek: 135 Dokumentation: 113 Berlin (52) Potsdam (43) Rest (63) Berlin (66) Potsdam (34) Rest (35) Berlin (65) Potsdam (26) Rest (22) 12 Männer 14 Frauen 16 Männer 25 Männer 36 Frauen 18 Frauen 15 Männer 9 Männer 24 Männer 51 Frauen 25 Frauen 41Frauen 257 Berufsbegleitend: • 20 MA Archiv • 12 MA Bauerhaltung • 85 MA soz. ArbeitSchwerp. Fam • 140 BA soziale Arbeit
  • 20. Kollektive Pendelstatistiken Für die Errechnung einiger interessanter kollektiver Pendelstatis- Gleichfalls geben die BVG für die Reisezeit vom Bahnhof Zoo bis tiken der Studierenden, die jeden Tag die Strecke zwischen Berlin zum Campus Pappelalle 36 Minuten an. Hierbei handelt es sich und Potsdam auf sich nehmen, wurden einige vereinfachende Grund- um die schnellst möglicher Verbindung mit der Regionalbahn bis annahmen getroffen. Als Grundlage wurde angenommen, dass die zum Potsdamer Hauptbahnhof und der Anschlusstram 92. 1630 Studierenden mit Wohnort in Berlin durchschnittlich 2 Tage pro Pro Tag und Studierenden ergeben sich dabei während der Vorle- Woche über einen Zeitraum von 32 Wochen im Jahr (Vorlesungszeit) in sungs-zeit 72 Minuten Reisezeit für die Hin-und Rückfahrt. Bei 32 Potsdam anwesend sind und ihre Reise ab Bahnhof Berlin Zoologischer Wochen vorlesungszeit und zwei Tagen Anwesenheit in Potsdam Garten antreten. Die Annahmen sind insofern konservativ, als dass, pro Woche, addiert sich die durchschnittliche jährliche Reise- wie oben beschrieben, die Mehrheit der Studierenden weiter westlich zeit pro Student auf 4608 min. Das sind 76 Stunden & 48 min und südlich in Berlin wohnen und somit eine längere Wegstrecke nach bzw. mehr als drei Tage. Für einen Studiencreditpoint wird übri- Potsdam zurücklegen. Eine durchschnittliche Anwesenheit von Zwei gens ein Arbeitsaufwand von 30 Stunden veranschlagt . Semesterwochentagen pro Studierenden, während der Vorlesungszeit, Die kollektivejährliche Reisezeit aller FHP Studierender mit Wohnort erscheint dem Autor als realistisch. Für die vorlesungsfreie Zeit der Berlin beträgt demnach 7,511,040 min pro Jahr bzw. 14.28 Jahre. Semesterferien wird davon ausgegangen, dass kein Studierender an der FHP anwesend ist. Für die Wegstrecke vom Bahnhof Zoo bis zum Folgende interessante Artikel und Interviews zum Campus Pappelalle werden bei Google Maps knapp 30 km angegeben. Thema Pendeln aus der Wochenzeitung Die Zeit wurden Für die Rechenbeispiele wurde die Strecke auf 30km aufgerundet. vom Autor aus zeitlichen gründen nicht mehr ausgear- beitet, sollen An dieser Stelle jedoch erwähnt werden: Bei durchschnittlich zwei Tagen Anwesenheit während der 32 Wochen • http://www.zeit.de/2011/05/Mobilitaet-Pendler Vorlesungszeit ergeben sich pro Student insgesamt 64 Anwesenheits- tage in Potsdam. Pro Anwesenheitstag werden von einem einzigen • http://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-11/interview-pendler Studenten 60 km Wegstecke zrückgelegt. (Hin- und Rückweg vom Bhf. • http://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-11/pendler-alltag?page=1 Zoo bis Campus Pappelalle). Pro Studierenden kommen im Laufe eines • http://www.zeit.de/auto/2010-11/ Jahres somit 3840 km zusammen. Das entspricht etwa der Stecken stadtentwicklung-raumplanung-autoverkehr von Berlin bis nach Syrien. Addiert man alle individuell zurückgeleg- tenPendlerkilometer, ergeben sich für die 1604 FHP Studierenden mit Wohnsitz in Berlin 6,159,360km (6,15 Millionen) die kollektiv pro Jahr zurückgelegt werden. Das entspricht mehr als fünf Flügen zum Mond und wieder zurück(nach Wikipedia beträgt dieEntfer- nung Erde Mond im Mittel zwischen 363.300 km und 405.500km.)
  • 21. Berlin Zoo bis Pappelalle = 30 km 1604 Studierende in Berlin 32 Wochen Vorlesungszeit 2 Tage Anwesenheit/Woche = 64 Tage 64 * 60 km (Hin und rückweg) = 3840 km/Jahr/Person 3840 km * 1630 Studierende = 6.259.200 kollektive km pro Jahr (entspricht ca 5x der Strecke zum Mond und zurück)
  • 22. Berlin Zoo bis Pappelalle = 30 km 1630 Studierende in Berlin 32 Wochen Vorlesungszeit 2 Tage Anwesenheit/Woche = 64 Tage 64 Tage * 72 min (Hin und rückweg) = 4608 min /Jahr/Person (76stdn. & 48 min entspricht ca. 2.5 credit points) 4608 min * 1630 Studierende = 7511040 kollektive min pro Jahr (14.28 Jahre)
  • 23. Ende