Mythen der WP-Sicherheit
Ich habe nichts zu befürchten! Oder doch?
Marc Nilius - @marcnilius - @WPSicherheit
Barcamp Koblenz 2015
Mythos 1
Warum sollte ich gehackt werden?
Bei mir auf der Website gibt es doch nichts
Interessantes zu holen!?
Unterschiedliche Arten von Angriffen
Die meisten Angriffe geschehen
automatisch und nicht zielgerichtet
Bewusste Angriffe auf bestimmte
Websites meistens bei größere Firmen
oder Angebote
Automatisierte Angriffe von Bots
auf kleine und mittlere Websites sind
sehr viel häufiger
Angriffe aus Langeweile oder wegen
politischen & gesellschaftlichen
Statements
Quelle: flickr.com - CC-BY MakeHackVoid / devdsp
Ökonomische Gründe für Angriffe
Drive-by-Downloads: Infizierung der
Website mit Malware, die sich beim
Besuch der Seite auf den Computer des
Besuchers herunterlädt / installiert
Blackhat SEO: Einbinden von
(unsichtbaren) Links, damit die Websites
in Google oder Bing gefunden werden.
Häufig Affiliate-Links (Provision)
Systemressourcen: Nutzung des Servers
für Aufgaben wie Botnetze, Spam, etc. Die
Website muss dabei keine Auffälligkeiten
zeigen
Quelle: flickr.com - Thomas Bauch / donbauches
Mythos 2
So schlimm ist das auch nicht,
wenn meine Seite gehackt wird!
Was soll da schon passieren?
Folgen von Angriffen und Hacks
Folgen von Angriffen und Hacks
Aussendung von Spam oder Malware hat
direkte Folgen für die Website-Besucher -
Fahrlässigkeit?
- Blocken der Website durch Google
- Abschalten der Website durch den
Hoster
- Blocken durch Anti-Virus-Programme
Folge: keine Besucher, keine
Bestellungen, verlorene Reputation
Neues IT-Sicherheitsgesetz
(seit 25.07.2015):
Unter Umständen sogar relevant,
Bußgelder drohen
Folgen von Angriffen und Hacks
Neues IT-Sicherheitsgesetz (seit 25.07.2015)
Betreiber kritischer Betriebe (KRITIS) müssen Hacker-Vorfälle künftig melden
(Ausnahmeregelung für kleine Unternehmen mit < 10 MA)
Telemediengesetz: geschäftsmäßige Diensteanbieter (inkl. Website-
Betreiber) müssen Angebote absichern
- nur kommerzielle Angebote,
jedoch keine Ausnahmeregelung für kleine Unternehmen
- Bußgelder bis zu 50.000 Euro
Betreiber von Web-Angeboten sind verpflichtet, ausreichende,
dem Stand der Technik entsprechende technische und
organisatorische Maßnahmen zum Schutz ihrer Kundendaten
und der von ihnen genutzten IT-Systeme zu ergreifen.
Folgen von Angriffen und Hacks
“Stand der Technik” in Bezug auf WordPress:
- Regelmäßige Updates (Sicherheitslücken)
- Regelmäßige Backups
- Grund-Absicherung der Seite (Standard-Maßnahmen)
- Überwachung der Seite auf Auffälligkeiten
- Maßnahmen zur Abwehr von Angriffen
Mythos 3
Ein Profi hat meine Seite erstellt -
ich muss mich um nichts mehr kümmern!
Pflege und Wartung von Websites
Websites, die Drittsoftware einsetzen,
benötigen dauerhaft Wartung und Pflege
Schon nach wenigen Wochen sind die
technischen Grundlagen veraltet und
deswegen angreifbar
Für WordPress und dessen Plugins und
Themes erscheinen jede Woche
dutzende Sicherheitsupdates
(Fast) Jede Website wird regelmäßig von
Hackern attackiert. Überwachung und
Kontrolle ist daher dringend notwendig
(ggf. Gegenmaßnahmen)
Quelle: flickr.com - David McSpadden / familyclan
Mythos 4
WordPress ist generell unsicher!
WordPress ist nicht unsicher
WordPress ist nicht unsicher
Etwa 25% aller Websites
weltweit nutzen WordPress
Etwa 60% aller Websites, die
auf einem Redaktionssystem
basieren, nutzen dafür
WordPress
Als Angriffsziel bietet sich
WordPress deswegen
automatisch an
Mit automatisierten Angriffen
erreicht man eine
größtmögliche Abdeckung
WordPress ist nicht unsicher
WordPress ist nicht unsicher
Jede (halbwegs komplexe) Software
hat Fehler (Bugs) und
Sicherheitslücken
WordPress (und jedes andere
Redaktionssystem) ist Web-Software
Sicherheitslücken potenzieren sich
beim Einsatz von Dritt-Software für
WordPress (Plugins, Themes)
Die meisten erfolgreichen
Hackerangriffe geschehen
unabhängig von WordPress
Quelle: https://wpvulndb.com/statistics
Praxistest
Soviel weiß ich über Deine Seite!
(verlegt in Extra-Session an Tag 2)
Links und Tipps zum Praxisteil hier
Grundregeln Website-Sicherheit
Beispiel: WordPress
Grundregeln WP-Sicherheit
Updates, Updates, Updates!
Backups, Backups, Backups!
Plugins und Themes: nur aus sicheren Quellen, nur aktuelle und gewartete
Plugins/Themes, nur gut bewertete, Anzahl der aktiven Installation beachten,
so wenige Plugins wie möglich
Sichere und starke Passwörter für jeden Benutzer (Policies)
Benutzername nicht “admin”, Admin- und Redakteursbenutzer, ggf.
Benutzernamen verstecken
Als Anfänger: Sicherheitsplugin installieren, Dateien überwachen lassen
(Wordfence, iThemes Security)
PC regelmäßig mit Anti-Virus-Software prüfen, Passwörter nur geschützt
speichern
Mehr zum Thema WordPress-Sicherheit
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Mythen der WordPress-Sicherheit (Barcamp Koblenz 2015)

  • 1.
    Mythen der WP-Sicherheit Ichhabe nichts zu befürchten! Oder doch? Marc Nilius - @marcnilius - @WPSicherheit Barcamp Koblenz 2015
  • 2.
    Mythos 1 Warum sollteich gehackt werden? Bei mir auf der Website gibt es doch nichts Interessantes zu holen!?
  • 3.
    Unterschiedliche Arten vonAngriffen Die meisten Angriffe geschehen automatisch und nicht zielgerichtet Bewusste Angriffe auf bestimmte Websites meistens bei größere Firmen oder Angebote Automatisierte Angriffe von Bots auf kleine und mittlere Websites sind sehr viel häufiger Angriffe aus Langeweile oder wegen politischen & gesellschaftlichen Statements Quelle: flickr.com - CC-BY MakeHackVoid / devdsp
  • 4.
    Ökonomische Gründe fürAngriffe Drive-by-Downloads: Infizierung der Website mit Malware, die sich beim Besuch der Seite auf den Computer des Besuchers herunterlädt / installiert Blackhat SEO: Einbinden von (unsichtbaren) Links, damit die Websites in Google oder Bing gefunden werden. Häufig Affiliate-Links (Provision) Systemressourcen: Nutzung des Servers für Aufgaben wie Botnetze, Spam, etc. Die Website muss dabei keine Auffälligkeiten zeigen Quelle: flickr.com - Thomas Bauch / donbauches
  • 5.
    Mythos 2 So schlimmist das auch nicht, wenn meine Seite gehackt wird! Was soll da schon passieren?
  • 6.
  • 7.
    Folgen von Angriffenund Hacks Aussendung von Spam oder Malware hat direkte Folgen für die Website-Besucher - Fahrlässigkeit? - Blocken der Website durch Google - Abschalten der Website durch den Hoster - Blocken durch Anti-Virus-Programme Folge: keine Besucher, keine Bestellungen, verlorene Reputation Neues IT-Sicherheitsgesetz (seit 25.07.2015): Unter Umständen sogar relevant, Bußgelder drohen
  • 8.
    Folgen von Angriffenund Hacks Neues IT-Sicherheitsgesetz (seit 25.07.2015) Betreiber kritischer Betriebe (KRITIS) müssen Hacker-Vorfälle künftig melden (Ausnahmeregelung für kleine Unternehmen mit < 10 MA) Telemediengesetz: geschäftsmäßige Diensteanbieter (inkl. Website- Betreiber) müssen Angebote absichern - nur kommerzielle Angebote, jedoch keine Ausnahmeregelung für kleine Unternehmen - Bußgelder bis zu 50.000 Euro Betreiber von Web-Angeboten sind verpflichtet, ausreichende, dem Stand der Technik entsprechende technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz ihrer Kundendaten und der von ihnen genutzten IT-Systeme zu ergreifen.
  • 9.
    Folgen von Angriffenund Hacks “Stand der Technik” in Bezug auf WordPress: - Regelmäßige Updates (Sicherheitslücken) - Regelmäßige Backups - Grund-Absicherung der Seite (Standard-Maßnahmen) - Überwachung der Seite auf Auffälligkeiten - Maßnahmen zur Abwehr von Angriffen
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    Mythos 3 Ein Profihat meine Seite erstellt - ich muss mich um nichts mehr kümmern!
  • 11.
    Pflege und Wartungvon Websites Websites, die Drittsoftware einsetzen, benötigen dauerhaft Wartung und Pflege Schon nach wenigen Wochen sind die technischen Grundlagen veraltet und deswegen angreifbar Für WordPress und dessen Plugins und Themes erscheinen jede Woche dutzende Sicherheitsupdates (Fast) Jede Website wird regelmäßig von Hackern attackiert. Überwachung und Kontrolle ist daher dringend notwendig (ggf. Gegenmaßnahmen) Quelle: flickr.com - David McSpadden / familyclan
  • 12.
    Mythos 4 WordPress istgenerell unsicher!
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  • 14.
    WordPress ist nichtunsicher Etwa 25% aller Websites weltweit nutzen WordPress Etwa 60% aller Websites, die auf einem Redaktionssystem basieren, nutzen dafür WordPress Als Angriffsziel bietet sich WordPress deswegen automatisch an Mit automatisierten Angriffen erreicht man eine größtmögliche Abdeckung
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    WordPress ist nichtunsicher Jede (halbwegs komplexe) Software hat Fehler (Bugs) und Sicherheitslücken WordPress (und jedes andere Redaktionssystem) ist Web-Software Sicherheitslücken potenzieren sich beim Einsatz von Dritt-Software für WordPress (Plugins, Themes) Die meisten erfolgreichen Hackerangriffe geschehen unabhängig von WordPress Quelle: https://wpvulndb.com/statistics
  • 17.
    Praxistest Soviel weiß ichüber Deine Seite! (verlegt in Extra-Session an Tag 2) Links und Tipps zum Praxisteil hier
  • 18.
  • 19.
    Grundregeln WP-Sicherheit Updates, Updates,Updates! Backups, Backups, Backups! Plugins und Themes: nur aus sicheren Quellen, nur aktuelle und gewartete Plugins/Themes, nur gut bewertete, Anzahl der aktiven Installation beachten, so wenige Plugins wie möglich Sichere und starke Passwörter für jeden Benutzer (Policies) Benutzername nicht “admin”, Admin- und Redakteursbenutzer, ggf. Benutzernamen verstecken Als Anfänger: Sicherheitsplugin installieren, Dateien überwachen lassen (Wordfence, iThemes Security) PC regelmäßig mit Anti-Virus-Software prüfen, Passwörter nur geschützt speichern
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    Mehr zum ThemaWordPress-Sicherheit Kostenloser Newsletter rund um WordPress-Sicherheit alle zwei Wochen: https://www.wp-sicherheit.info Twitter: @WPSicherheit und @marcnilius Facebook-Gruppe: “WordPress Sicherheit”