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Ein Vortrag über Möglichkeiten beim Fotografieren
 für die Fotogruppe „Blende Acht“ in Borkwalde




                            vonDr.   Andreas Trunschke
„Das Ziel besteht darin, den Anteil der
  unbrauchbaren Aufnahmen bzw. der Fehler zu
  reduzieren.“                          Michael Freeman
   Blooming: Wird ein Bildelement zu
    stark belichtet, so wird diese
    Ladungsmenge überschritten, und
    die Zelle gibt die überzähligen
    Ladungen an die Nachbarzellen ab.
    Es äußert sich in Lichthöfen, die
    überbelichtete Lichter umgeben.
   Rauschen: Bezeichnet die
    Verschlechterung eines digitalen
    bzw. elektronisch aufgenommenen
    Bildes durch Störungen, die keinen
    Bezug zum eigentlichen
    Bildinhalt, dem Bildsignal, haben.
    Die störenden Pixel weichen in
    Farbe und Helligkeit von denen des
    eigentlichen Bildes ab.
Außer mit zu wenig Licht hat der Fotograf meist
  auch noch mit anderen Schwierigkeiten zu
  kämpfen:
 sehr differenzierte Ausleuchtung des Bildes,

 lokale Lichtquellen,

 unterschiedliche Farbtemperaturen,

 (schnelle) Bewegungen,

 (keine Möglichkeit zu blitzen).
   Low-Light-Fotografie meint Aufnahmen in
    Situationen, in denen zu wenig Licht
    bereitsteht, um das gewünschte Resultat zu
    erzielen.
   Low-Light-Fotografie bewegt sich immer an den
    technischen Grenzen der Kameras und der
    Objektive.
   Das Histogramm ist nach links „verschoben“.
   RAW-Formatist hier eindeutig (!)
    das Mittel der Wahl. Damit gibt es
    mehr Möglichkeiten, Lichter und
    Schatten zu reparieren. Man kann
    ein Foto auch dementsprechend
    doppelt „entwickeln“.
    Farbtemperatur lässt sich am
    Computer regeln.
   Falls nicht im RAW-Format
    fotografiert wird, muss stets der
    richtige Weißabgleich beachtet
    werden.
   ISO-Empfindlichkeit ändern und
    ausprobieren. Falls vorhanden ISO-
    Automatik ausprobieren/nutzen.
   Falls die Kamera das anbietet,
    Rauschreduzierung bei
    Langzeitbelichtungen
    einschalten.
   Spritzlichterwarnung nutzen.
   In Belichtungsreihen
    fotografieren. Das kostet zwar
    mehr Speicherplatz, bietet
    aber größere Chancen, das
    Bild korrekt zu fotografieren.
    Für HDR sind solche Reihen
    die Voraussetzung.
   Belichtungskorrektur nutzen.
   Blende weit auf. Bedeutet
    aber auch einen sehr geringen
    Schärfebereich.
   Schärfe auf den wichtigsten
    Bestandteil des Bildes legen.
   Kleinere Brennweiten
    verringern die Gefahr des
    Verwackelns.
   DEN großen Vorteil der
    Digitalfotografie
    hemmungslos ausnutzen:
    Viele, viele, viele Fotos
    mit denselben und mit
    unterschiedlichen
    Einstellungen machen.
   Möglichst große Bilder
    fotografieren und
    möglichst kleine Bilder
    veröffentlichen.
   Falls
    vorhanden, elektronischen
    Stabilisator am Objektiv
    einschalten.
   Stabilisieren der Kamera
    beim Fotografieren
    (Körperhaltung, Anlehnen
    und Aufstützen, Hilfsmittel.
   Nutzung eines Stativs.
   Bei bewegten Motiven
    jedoch eher freihändig
    fotografieren, bei ruhigen
    Motiven dagegen eher das
    Stativ nutzen.
(Leider wird es jetzt auch sehr, sehr teuer.)
 Lichtstarke Objektive !!!
      f1.4 nimmt doppelt soviel Licht auf wie f2.
      f1.4 nimmt viermal soviel Licht auf wie f2.8.
      Die hohen Kosten hängen damit
       zusammen, dass es keine mathematischen
       Formeln dafür gibt, sondern nur
       Annäherungen und Erfahrung.
      Der Fertigungsaufwand nimmt mit
       Brennweite und mit Tele erheblich zu.
      Am günstigsten sind noch Festbrennweiten
       zwischen 35 mm und 85 mm.
1.   Wählen Sie eine bestimmte Brennweite, z.B. 100
     mm, und die Blendenautomatik.
2.   Fotografieren Sie ein statisches Objekt mit dem
     zweifachen Umkehrwert der Brennweite, also z.B.
     1/200 s. Das ist der Referenzwert.
3.   Machen Sie jetzt mit der doppelten
     Verschlusszeit, also z.B. mit 1/100 s drei Fotos.
     Drei Fotos, um zufällige Verwackler
     auszuschließen.
4.   Halbieren Sie die Verschlusszeiten weiter und
     machen Sie weiter jeweils drei Fotos.
               Bis zu welcher Verschlusszeit können Sie
                                mit dem Ergebnis leben?

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Low-Light-Fotografie

  • 1. Ein Vortrag über Möglichkeiten beim Fotografieren für die Fotogruppe „Blende Acht“ in Borkwalde vonDr. Andreas Trunschke
  • 2. „Das Ziel besteht darin, den Anteil der unbrauchbaren Aufnahmen bzw. der Fehler zu reduzieren.“ Michael Freeman
  • 3. Blooming: Wird ein Bildelement zu stark belichtet, so wird diese Ladungsmenge überschritten, und die Zelle gibt die überzähligen Ladungen an die Nachbarzellen ab. Es äußert sich in Lichthöfen, die überbelichtete Lichter umgeben.  Rauschen: Bezeichnet die Verschlechterung eines digitalen bzw. elektronisch aufgenommenen Bildes durch Störungen, die keinen Bezug zum eigentlichen Bildinhalt, dem Bildsignal, haben. Die störenden Pixel weichen in Farbe und Helligkeit von denen des eigentlichen Bildes ab.
  • 4. Außer mit zu wenig Licht hat der Fotograf meist auch noch mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen:  sehr differenzierte Ausleuchtung des Bildes,  lokale Lichtquellen,  unterschiedliche Farbtemperaturen,  (schnelle) Bewegungen,  (keine Möglichkeit zu blitzen).
  • 5. Low-Light-Fotografie meint Aufnahmen in Situationen, in denen zu wenig Licht bereitsteht, um das gewünschte Resultat zu erzielen.  Low-Light-Fotografie bewegt sich immer an den technischen Grenzen der Kameras und der Objektive.  Das Histogramm ist nach links „verschoben“.
  • 6. RAW-Formatist hier eindeutig (!) das Mittel der Wahl. Damit gibt es mehr Möglichkeiten, Lichter und Schatten zu reparieren. Man kann ein Foto auch dementsprechend doppelt „entwickeln“. Farbtemperatur lässt sich am Computer regeln.  Falls nicht im RAW-Format fotografiert wird, muss stets der richtige Weißabgleich beachtet werden.  ISO-Empfindlichkeit ändern und ausprobieren. Falls vorhanden ISO- Automatik ausprobieren/nutzen.
  • 7. Falls die Kamera das anbietet, Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtungen einschalten.  Spritzlichterwarnung nutzen.  In Belichtungsreihen fotografieren. Das kostet zwar mehr Speicherplatz, bietet aber größere Chancen, das Bild korrekt zu fotografieren. Für HDR sind solche Reihen die Voraussetzung.
  • 8. Belichtungskorrektur nutzen.  Blende weit auf. Bedeutet aber auch einen sehr geringen Schärfebereich.  Schärfe auf den wichtigsten Bestandteil des Bildes legen.  Kleinere Brennweiten verringern die Gefahr des Verwackelns.
  • 9. DEN großen Vorteil der Digitalfotografie hemmungslos ausnutzen: Viele, viele, viele Fotos mit denselben und mit unterschiedlichen Einstellungen machen.  Möglichst große Bilder fotografieren und möglichst kleine Bilder veröffentlichen.
  • 10. Falls vorhanden, elektronischen Stabilisator am Objektiv einschalten.  Stabilisieren der Kamera beim Fotografieren (Körperhaltung, Anlehnen und Aufstützen, Hilfsmittel.  Nutzung eines Stativs.  Bei bewegten Motiven jedoch eher freihändig fotografieren, bei ruhigen Motiven dagegen eher das Stativ nutzen.
  • 11. (Leider wird es jetzt auch sehr, sehr teuer.)  Lichtstarke Objektive !!!  f1.4 nimmt doppelt soviel Licht auf wie f2.  f1.4 nimmt viermal soviel Licht auf wie f2.8.  Die hohen Kosten hängen damit zusammen, dass es keine mathematischen Formeln dafür gibt, sondern nur Annäherungen und Erfahrung.  Der Fertigungsaufwand nimmt mit Brennweite und mit Tele erheblich zu.  Am günstigsten sind noch Festbrennweiten zwischen 35 mm und 85 mm.
  • 12.
  • 13. 1. Wählen Sie eine bestimmte Brennweite, z.B. 100 mm, und die Blendenautomatik. 2. Fotografieren Sie ein statisches Objekt mit dem zweifachen Umkehrwert der Brennweite, also z.B. 1/200 s. Das ist der Referenzwert. 3. Machen Sie jetzt mit der doppelten Verschlusszeit, also z.B. mit 1/100 s drei Fotos. Drei Fotos, um zufällige Verwackler auszuschließen. 4. Halbieren Sie die Verschlusszeiten weiter und machen Sie weiter jeweils drei Fotos. Bis zu welcher Verschlusszeit können Sie mit dem Ergebnis leben?