 Leipzig ist eine
kreisfreie Großstadt
im Freistaat
Sachsen. Sie bildet
ein Zentrum für
Wirtschaft, Bildung
und Handel sowie
Verwaltung, Kultur
und Verkehr in
Ostdeutschland und
Sachsen und war
Ende 2012 mit über
520.000 Einwohnern
die zwölftgrößte
Stadt der
Bundesrepublik
Deutschland.
 Erstmals erwähnt wurde Leipzig
1015, als Thietmar von Merseburg
von einer urbs Libzi (Stadt der
Linden) berichtete (Chronikon VII,
25). Als Gründungsjahr der Stadt
gilt das Jahr 1165, in dem Markgraf
Otto der Reiche von Meißen dem
Ort an der Kreuzung der Via Regia
mit der Via Imperii das Stadtrecht
und das Marktrecht erteilte. Mit der
Stadtgründung entstanden die
beiden großen Kirchbauwerke – die
Thomaskirche und die St.-
Nikolaikirche. Der erste Nachweis
der Münzstätte Leipzig ist mit
Brakteaten der Umschrift MARCHIO
OTTO DE LIPPI oder OTTO
MARCHIO DE LIPPZINA des
Markgrafen Otto des Reichen
erbracht worden.
 Leipzig liegt im Zentrum der
Leipziger Tieflandsbucht, die
den südlichsten Teil der
Norddeutschen Tiefebene
bildet. Die Umgebung
Leipzigs ist waldarm. Das
Gebiet war im 20.
Jahrhundert durch
umfangreichen
Braunkohletagebau geprägt,
in dessen Folge nun
zahlreiche Seen
entstehen.Die Ausdehnung
der Stadt beträgt in Nord-
Süd-Richtung 23,4 Kilometer
und in Ost-West-Richtung
21,3 Kilometer. Die Länge der
Stadtgrenze beläuft sich auf
128,7 Kilometer.
 Der Höhenunterschied im
Stadtgebiet beträgt etwa
60 Meter. Die höheren
Teile liegen im Südosten
und die tieferen im
Nordwesten. Der tiefste
Punkt mit 97 Meter über
Normalnull befindet sich
an der Neuen Luppe bei
Gundorf. Die höchsten
natürlichen Punkte der
Stadt sind mit 159 Meter
der Monarchenhügel und
mit 163 Meter der
Galgenberg in
Liebertwolkwitz[6],
Übertroffen wird der
Monarchenhügel von den
Deponien Seehausen
(178 m) und
Liebertwolkwitz (177 m).
 Leipzig liegt in der gemäßigten Klimazone,
im Übergangsbereich vom ozeanischen
Klima Westeuropas zum Kontinentalklima
Osteuropas. Die durchschnittliche
Jahrestemperatur beträgt 8,4 °C und die
mittlere jährliche Niederschlagsmenge 507
mm (Mittel 1972–2001). Im Mittel im
gleichen Zeitraum gibt es 77 Tage mit
Frost, 37 Sommertage und über sieben
heiße Tage. Der meiste Niederschlag fällt
in den Sommermonaten Juni bis August
mit einem Spitzenwert von 58.6 mm im
August. Im Februar fällt der geringste
Niederschlag mit 27 mm, in den anderen
Wintermonaten liegt er etwa bei 30 mm/
Der bisher heißeste Tag war der 9. August
1992 mit 38,8 °C, der kälteste der 14.
Januar 1987 mit −24,1 °C
STÄDTEPARTNERSCHAFTEN
 Kiew, Ukraine – seit 1961, erneuert 1992
 Bologna, Italien – seit 1962, erneuert 1997
 Krakau, Polen – seit 1973, erneuert 1995
 Brünn, Tschechien – seit 1973, erneuert 1999
 Lyon, Frankreich – seit 1981
 Thessaloniki, Griechenland – seit 1984,
erneuert 2008
 Hannover, Deutschland – seit 1987
 Nanjing, Volksrepublik China – seit 1988
 Frankfurt am Main, Deutschland – seit 1990
 Birmingham, Vereinigtes Königreich – seit
1992
 Houston, Vereinigte Staaten – seit 1993
 Travnik, Bosnien und Herzegowina – seit 2003
 Addis Abeba, Äthiopien – seit 2004
 Herzliya, Israel – seit 2011
 Leipzig hat mehrere lokale Spezialitäten zu bieten, darunter das Leipziger
Allerlei, die Leipziger Lerche und die Leipziger Gose. Das Leipziger
Allerlei ist ein gemischtes Gemüse, das in der Originalversion mit
Flusskrebsen, Krebsbutter und Semmelklößchen angerichtet wurde. Die
Leipziger Lerchen wurden im 18. und 19. Jahrhundert tatsächlich aus
Singvögeln hergestellt. Diese wurden beispielsweise als gefüllte Pasteten
gereicht. Nachdem 1876 ein Fangverbot für Singvögel verhängt worden
war, entwickelten findige Bäcker ein feines Gebäck, das heute aus
Mürbeteig mit Marzipanfüllung besteht und nur noch in der Form an die
damaligen Pasteten erinnert. Eine weniger bekannte süße Köstlichkeit
sind die Leipziger Räbchen, in heißem Öl ausgebackene, mit Marzipan
gefüllte Dörrpflaumen. Die Gose ist ein ursprünglich aus Goslar
stammende obergäriges Bier, das zu DDR-Zeiten kaum noch gebraut
wurde, nun aber wieder vermehrt als Spezialität in Gasthäusern gereicht
wird. Außerdem gibt es den Leipziger Allasch, einen ursprünglich aus
dem Baltikum stammendem Kümmellikör. Dieser wird oft mit der Gose
gemixt, so entsteht der „Regenschirm“.
 Leipzig war und ist eine bedeutende Musikstadt. So erinnert das Bach-Archiv Leipzig
am Thomaskirchhof mit einem Bach-Museum im Bosehaus – die Familie Bose war
sehr eng mit der Familie Bach befreundet – an eine der bedeutendsten
Persönlichkeiten der Stadt. Eine Besonderheit in Leipzig ist, dass eine Vielzahl an
Komponistenhäusern erhalten geblieben ist, in den meisten sind Museen eingerichtet
worden: so das Wohn- und Sterbehaus von Felix Mendelssohn Bartholdy, das als
Mendelssohn-Haus der Öffentlichkeit zugänglich ist, das Schumann-Haus, wo Robert
und Clara Schumann ihre ersten vier Ehejahre verbrachten, und die Talstraße 10, wo
sich die Edvard-Grieg-Gedenk- und Begegnungsstätte befindet. Die Wohnorte von
Gustav Mahler und Erwin Schulhoff befinden sich unweit der Innenstadt im
Waldstraßenviertel, hier erinnern Gedenktafeln an die Komponisten. Das Geburtshaus
Richard Wagners am Brühl existiert zwar nicht mehr, aber auch dort erinnert eine
Gedenktafel und ein Platz an den Musiker. Albert Lortzing hatte gleich mehrere
Wohnstätten in Leipzig, zumeist im Waldstraßenviertel.
 Um das musikalische Erbe besser zu vermarkten, wurde eine UNESCO-Initiative
gegründet, die Leipzig zu einem Welterbetitel verhelfen möchte. Zu diesem Zweck
werden momentan mehrere Routen durch Leipzig geplant. Zum einen die „Notenspur“.
Diese stellt einen etwa 5,1 Kilometer langen Spaziergang dar, der die Arbeits- oder
Wohnorte der Komponisten beziehungsweise andere musikalischer Objekte von
überregionaler Bedeutung miteinander verbindet. Zu den Einrichtungen gehören neben
den Komponistenhäusern die Nikolai- und Thomaskirche als Uraufführungsorte der
Werke von Bach, die Musikbibliothek Peters, das Gewandhaus, die Oper und das Cafe
Zum Arabischen Coffe Baum.Der zweite Spaziergang, der „Notenbogen“, ist etwa fünf
Kilometer lang und verbindet unter anderen das Alte Bachdenkmal, die Hochschule für
Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ als Wirkungsstätte Max Regers und
die Blindenmusikbibliothek der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde.
Vorbereitet:
Michael Sinenko10A
für
Frau Victoria

Leipzig

  • 2.
     Leipzig isteine kreisfreie Großstadt im Freistaat Sachsen. Sie bildet ein Zentrum für Wirtschaft, Bildung und Handel sowie Verwaltung, Kultur und Verkehr in Ostdeutschland und Sachsen und war Ende 2012 mit über 520.000 Einwohnern die zwölftgrößte Stadt der Bundesrepublik Deutschland.
  • 3.
     Erstmals erwähntwurde Leipzig 1015, als Thietmar von Merseburg von einer urbs Libzi (Stadt der Linden) berichtete (Chronikon VII, 25). Als Gründungsjahr der Stadt gilt das Jahr 1165, in dem Markgraf Otto der Reiche von Meißen dem Ort an der Kreuzung der Via Regia mit der Via Imperii das Stadtrecht und das Marktrecht erteilte. Mit der Stadtgründung entstanden die beiden großen Kirchbauwerke – die Thomaskirche und die St.- Nikolaikirche. Der erste Nachweis der Münzstätte Leipzig ist mit Brakteaten der Umschrift MARCHIO OTTO DE LIPPI oder OTTO MARCHIO DE LIPPZINA des Markgrafen Otto des Reichen erbracht worden.
  • 4.
     Leipzig liegtim Zentrum der Leipziger Tieflandsbucht, die den südlichsten Teil der Norddeutschen Tiefebene bildet. Die Umgebung Leipzigs ist waldarm. Das Gebiet war im 20. Jahrhundert durch umfangreichen Braunkohletagebau geprägt, in dessen Folge nun zahlreiche Seen entstehen.Die Ausdehnung der Stadt beträgt in Nord- Süd-Richtung 23,4 Kilometer und in Ost-West-Richtung 21,3 Kilometer. Die Länge der Stadtgrenze beläuft sich auf 128,7 Kilometer.
  • 5.
     Der Höhenunterschiedim Stadtgebiet beträgt etwa 60 Meter. Die höheren Teile liegen im Südosten und die tieferen im Nordwesten. Der tiefste Punkt mit 97 Meter über Normalnull befindet sich an der Neuen Luppe bei Gundorf. Die höchsten natürlichen Punkte der Stadt sind mit 159 Meter der Monarchenhügel und mit 163 Meter der Galgenberg in Liebertwolkwitz[6], Übertroffen wird der Monarchenhügel von den Deponien Seehausen (178 m) und Liebertwolkwitz (177 m).
  • 6.
     Leipzig liegtin der gemäßigten Klimazone, im Übergangsbereich vom ozeanischen Klima Westeuropas zum Kontinentalklima Osteuropas. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8,4 °C und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 507 mm (Mittel 1972–2001). Im Mittel im gleichen Zeitraum gibt es 77 Tage mit Frost, 37 Sommertage und über sieben heiße Tage. Der meiste Niederschlag fällt in den Sommermonaten Juni bis August mit einem Spitzenwert von 58.6 mm im August. Im Februar fällt der geringste Niederschlag mit 27 mm, in den anderen Wintermonaten liegt er etwa bei 30 mm/ Der bisher heißeste Tag war der 9. August 1992 mit 38,8 °C, der kälteste der 14. Januar 1987 mit −24,1 °C
  • 7.
    STÄDTEPARTNERSCHAFTEN  Kiew, Ukraine– seit 1961, erneuert 1992  Bologna, Italien – seit 1962, erneuert 1997  Krakau, Polen – seit 1973, erneuert 1995  Brünn, Tschechien – seit 1973, erneuert 1999  Lyon, Frankreich – seit 1981  Thessaloniki, Griechenland – seit 1984, erneuert 2008  Hannover, Deutschland – seit 1987  Nanjing, Volksrepublik China – seit 1988  Frankfurt am Main, Deutschland – seit 1990  Birmingham, Vereinigtes Königreich – seit 1992  Houston, Vereinigte Staaten – seit 1993  Travnik, Bosnien und Herzegowina – seit 2003  Addis Abeba, Äthiopien – seit 2004  Herzliya, Israel – seit 2011
  • 8.
     Leipzig hatmehrere lokale Spezialitäten zu bieten, darunter das Leipziger Allerlei, die Leipziger Lerche und die Leipziger Gose. Das Leipziger Allerlei ist ein gemischtes Gemüse, das in der Originalversion mit Flusskrebsen, Krebsbutter und Semmelklößchen angerichtet wurde. Die Leipziger Lerchen wurden im 18. und 19. Jahrhundert tatsächlich aus Singvögeln hergestellt. Diese wurden beispielsweise als gefüllte Pasteten gereicht. Nachdem 1876 ein Fangverbot für Singvögel verhängt worden war, entwickelten findige Bäcker ein feines Gebäck, das heute aus Mürbeteig mit Marzipanfüllung besteht und nur noch in der Form an die damaligen Pasteten erinnert. Eine weniger bekannte süße Köstlichkeit sind die Leipziger Räbchen, in heißem Öl ausgebackene, mit Marzipan gefüllte Dörrpflaumen. Die Gose ist ein ursprünglich aus Goslar stammende obergäriges Bier, das zu DDR-Zeiten kaum noch gebraut wurde, nun aber wieder vermehrt als Spezialität in Gasthäusern gereicht wird. Außerdem gibt es den Leipziger Allasch, einen ursprünglich aus dem Baltikum stammendem Kümmellikör. Dieser wird oft mit der Gose gemixt, so entsteht der „Regenschirm“.
  • 9.
     Leipzig warund ist eine bedeutende Musikstadt. So erinnert das Bach-Archiv Leipzig am Thomaskirchhof mit einem Bach-Museum im Bosehaus – die Familie Bose war sehr eng mit der Familie Bach befreundet – an eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Stadt. Eine Besonderheit in Leipzig ist, dass eine Vielzahl an Komponistenhäusern erhalten geblieben ist, in den meisten sind Museen eingerichtet worden: so das Wohn- und Sterbehaus von Felix Mendelssohn Bartholdy, das als Mendelssohn-Haus der Öffentlichkeit zugänglich ist, das Schumann-Haus, wo Robert und Clara Schumann ihre ersten vier Ehejahre verbrachten, und die Talstraße 10, wo sich die Edvard-Grieg-Gedenk- und Begegnungsstätte befindet. Die Wohnorte von Gustav Mahler und Erwin Schulhoff befinden sich unweit der Innenstadt im Waldstraßenviertel, hier erinnern Gedenktafeln an die Komponisten. Das Geburtshaus Richard Wagners am Brühl existiert zwar nicht mehr, aber auch dort erinnert eine Gedenktafel und ein Platz an den Musiker. Albert Lortzing hatte gleich mehrere Wohnstätten in Leipzig, zumeist im Waldstraßenviertel.  Um das musikalische Erbe besser zu vermarkten, wurde eine UNESCO-Initiative gegründet, die Leipzig zu einem Welterbetitel verhelfen möchte. Zu diesem Zweck werden momentan mehrere Routen durch Leipzig geplant. Zum einen die „Notenspur“. Diese stellt einen etwa 5,1 Kilometer langen Spaziergang dar, der die Arbeits- oder Wohnorte der Komponisten beziehungsweise andere musikalischer Objekte von überregionaler Bedeutung miteinander verbindet. Zu den Einrichtungen gehören neben den Komponistenhäusern die Nikolai- und Thomaskirche als Uraufführungsorte der Werke von Bach, die Musikbibliothek Peters, das Gewandhaus, die Oper und das Cafe Zum Arabischen Coffe Baum.Der zweite Spaziergang, der „Notenbogen“, ist etwa fünf Kilometer lang und verbindet unter anderen das Alte Bachdenkmal, die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ als Wirkungsstätte Max Regers und die Blindenmusikbibliothek der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde.
  • 11.