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Sozialwirtschaft Inklusiv 
ICF der WHO 
Diakonin Angela Quack, Dipl. Heilpädagogin 
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachhochschule der Diakonie 
Das Projekt „Sozialwirtschaft Inklusiv“ wird im Rahmen des Programms „rückenwind - Für die Beschäftigten in der 
Sozialwirtschaft“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
International Classification of Functioning, 
Disability and Health WHO 2001, 
Folie 2 
Die ICF der WHO 
Internationale Klassifikation der 
Funktionsfähigkeit, Behinderung und 
Gesundheit (deutsche Fassung 2005) 
gefördert durch:
Folie 3 
Gliederung 
 Das Phänomen Behinderung 
 Klassifikationen 
 ICIDH 
 ICF 
 ICF-CY 
gefördert durch:
Folie 4 
Wozu Klassifikationen? 
 Zur präzisen Beschreibung 
 Als gemeinsame interdisziplinäre Sprache 
 Um passgenau Hilfebedarfe zu ermitteln 
 Für Forschungsvorhaben (aktuell/prozessual) 
 Zur Weiterentwicklung der Gesundheitspolitik 
gefördert durch:
Folie 5 
ICIDH (WHO, 1980) 
Grundsätze 
 Behinderung ist etwas Relatives 
 Mensch mit Gesundheitsstörung kann durch Umwelt 
gefördert durch: 
zusätzlich sozial benachteiligt werden. 
Leistungen 
 Behinderung wurde wissenschaftlich und 
rehabilitationspraktisch zugänglich 
 Drei Bereiche: „Gesundheitsschäden, funktionelle 
Einschränkungen im täglichen Leben und soziale 
Beeinträchtigung“ wurden klassifiziert 
 Rehabilitation wurde auf Grundlage des 
Gesundheitsfolgenmodells neu gefasst
Folie 6 
Behinderung aus der Sicht der WHO (1980) 
 Dreidimensionales Modell (ICIDH) 
 Impairment: Schädigung der biologischen bzw. psychischen 
gefördert durch: 
Strukturen und Funktionen des menschlichen Organismus 
 Disability: Einschränkung, bzw. Störung auf der personalen 
Ebene (der Fähigkeiten im Vergleich zu Personen der 
gleichen Altersstufe) 
 Handicap: daraus folgende soziale Benachteiligung 
Beispiel: gehörlos geboren, eingeschränkter Spracherwerb, schulische 
und private „Besonderung“, kein Arbeitsplatz auf dem ersten 
Arbeitsmarkt
Folie 7 
Krankheitsfolgenmodell als 
Grundlage der ICIDH der WHO, Woods, 1980 
gefördert durch:
Folie 8 
Schädigungsfolgenmodell 
gefördert durch:
Folie 9 
ICF 
Klassifiziert nicht Personen, 
 sondern die Situation einer Person mittels mit Gesundheit 
gefördert durch: 
zusammenhängenden Domänen im Zusammenhang mit Umwelt 
und personbezogenen Kontextfaktoren 
Konstrukt: Funktionale Gesundheit 
 „gelebte Gesundheit“ 
 körperlichen Strukturen und Funktionen statistischen Normen 
entsprechend 
 alle Tätigkeiten möglich die auch ohne Gesundheitsproblem möglich 
wären 
 Zugang im gewünschtem Umfang zu den gewünschten 
Lebensbereichen im gewünschten Umfang so wie es auch für 
Menschen ohne Struktur/Funktions/Aktivitätsproblem möglich wäre 
vgl. Schuntermann, 2007
Folie 10 
Das bio-psycho-soziale Modell der ICF 
Körperfunktionen-und 
gefördert durch: 
Strukturen 
Gesundheitsproblem 
Aktivitäten Teilhabe 
Umweltfaktoren Personenbezogene 
Faktoren
Die funktionale Gesundheit einer Person wird immer im Zusammenhang 
mit den Gegebenheiten des gesamten Lebenshintergrundes (Kontext-faktoren) 
Folie 11 
Kontextfaktoren 
gefördert durch: 
betrachtet. 
Diese werden unterschieden 
in personbezogene 
Faktoren Eigenschaften/Attribute einer Person 
z.B. Alter/Geschlecht/Lebensstil/ 
Erfahrung 
Nicht (!) ICF klassifiziert 
in umweltbezogene 
Faktoren als Förderfaktoren 
oder Barrieren 
Materielle, soziale, 
einstellungsbezogene Umwelt 
z.B. Technologien/Beziehungen/ 
Dienste/Systeme 
ICF klassifiziert
Folie 12 
Kleiner Probelauf: 
 Wählen Sie ein eigenes Gesundheitsproblem und 
gefördert durch: 
analysieren Sie es nach dem bio-psychosozialen Modell 
der ICF. (Oder auch ein Gesundheitsproblem eines/einer 
Klient_in.) 
 Haben sich durch diese Analysetechnik für Sie neue 
Perspektiven/Betrachtungsweisen im Hinblick auf das 
Gesundheitsproblem ergeben? 
 Gibt es kritische Anfragen an dieses Modell?
Folie 13 
Beeinträchtigung der funktionalen 
Gesundheit 
 Ist nicht in jedem Fall gleichbedeutend mit Krankheit (z.B. 
gefördert durch: 
wenn Körperglied fehlt) 
 Kann eine schwerwiegende Eigendynamik entwickeln 
(Verlust des Arbeitsplatzes) 
 Kann bestehen bleiben, auch wenn die auslösende 
Krankheit längst geheilt ist (z.B. Diskriminierung nach 
Psychiatrieaufenthalt) 
 Kann schon vor Ausbruch der Krankheit entstehen (z.B. 
bei HIV-Infektion) 
(Vgl. Schuntermann, 2007, S. 34)
Folie 14 
Beeinträchtigung der funktionalen 
Gesundheit 
Eine Person ist in ihrer funktionalen Gesundheit (oder 
Funktionsfähigkeit) beeinträchtigt (synonym: sie weist eine 
funktionale Problematik auf), wenn unter Berücksichtigung 
ihrer Kontextfaktoren in wenigstens einer der genannten 
Ebenen der funktionalen Gesundheit eine Beeinträchtigung 
vorliegt, d.h. eine Funktionsstörung, ein Strukturschaden, 
eine Beeinträchtigung einer Aktivität oder eine 
Beeinträchtigung der Teilhabe an einem Lebensbereich.“ 
gefördert durch: 
(Vgl. Schuntermann, 2007, S. 34)
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Behinderung als Kontinuum 
„So viel ist klar: Wo der Grenzwert für Behinderung 
liegt, ist nicht Sache der WHO, sondern muss von 
jedem Land selbst festgelegt werden“ 
gefördert durch: 
(Bickenbach, 2012, S. 6) 
Vollständige 
Funktions- 
Fähigkeit 
Vollständige 
Behinderung
Folie 16 
Behinderung im SGB 
 Der Begriff der Behinderung findet sich an verschiedenen 
„Danach sind Menschen behindert, wenn ihre körperliche 
Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit 
hoher Wahrscheinlichkeit länger als 6 Monate von dem für 
das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher 
ihre Teilhabe an der Gesellschaft beeinträchtigt ist. 
gefördert durch: 
Stellen des SGB. 
 Wird nicht einheitlich verwendet 
 § 2 Abs. 1 Satz 1 SGB IX
Folie 17 
Aufbau/Struktur der ICF 1 
 Komponenten: Jede der zwei Hauptunterteilungen der 
gefördert durch: 
Teile 
 Konstrukte: Beurteilungsmerkmale mit relevanten Kodes 
definiert 
 Domäne: Praktikable und sinnvolle Menge von 
entsprechenden physiologischen Funktionen, 
anatomischen Strukturen, Handlungen, Aufgaben oder 
Lebensbereiche. Sie bilden die verschiedenen Kapitel und 
Blöcke innerhalb jeder Komponente.
Folie 18 
Aufbau/Struktur der ICF 2 
 Kategorien: Klassen oder Teilklassen innerhalb einer 
gefördert durch: 
Domäne einer Komponente, z.B. Einheiten der 
Klassifikation 
 Ebenen bilden die hierarchische Ordnung und geben 
hinweise zur Detaillierung der Kategorien (z.B. Aufteilung 
der Domänen und Kategorien) die erste Ebene umfasst 
alle Items der zweiten Ebene u.s.w.
Folie 19 
Struktur der ICF 
gefördert durch: 
Teil 1: 
Funktionsfähigkeit 
und Behinderung 
Körperfunktionen; 
Strukturen 
Umwelt- 
Faktoren 
Änderung 
Funktion 
Änderung 
Struktur 
Aktivitäten 
u. Teilhabe 
Teil 2: 
Kontextfaktoren 
Personbezogene 
Faktoren 
Förderfaktoren 
Barrieren 
Leistungs- Leistung 
Fähigkeit 
Item Ebene 
1. 
2 
3. und 4.. 
Item Ebene 
1. 
2 
3. 
Item Ebene 
1. 
2 
3. und 4.. 
Item Ebene 
1. 
2 
3. 
Item Ebene 
1. 
2 
3. 
Teile: 
Komponenten: 
Konstrukte: 
Domäne, Kategorien, Ebenen:
Folie 20 
Kodes (= Was genau ?) 
 Präfix: 
• b für Körperfunktionen 
• s für Köperstrukturen 
• d für Aktivitäten und Partizipation 
• e für Umwelt 
 1. Ebene (Kapitelebene) - eine Zahl 
 Kategorie der 2. Ebene – drei Zahlen 
 Kategorie der 3. Ebene – vier Zahlen 
 Kategorie der 4. Ebene – fünf Zahlen 
 Immer: Beurteilungsmerkmal: von 0-9 
gefördert durch: 
Genauigkeit 
nimmt zu
Folie 21 
Kodes (= Was genau ?) 
b2 Sinnesfunktion und Schmerz (1. Ebene, Kapitel) 
B2 80 Schmerz (2. Ebene) 
B280 1 Schmerz in einem Körperteil (3. Ebene) 
B28010 Kopf- und Nackenschmerz (4. Ebene) 
B28011 Brustschmerz 
B28012 Magen – oder Bauchschmerz 
B28013 Rückenschmerz 
B28014 Schmerz in den oberen Gliedmaßen 
B28015 Schmerz in den unteren Gliedmaßen 
B28016 Gelenkschmerz 
gefördert durch:
Folie 22 
Beurteilungsmerkmale Teil 1 (= wie ) 
0 = Problem nicht vorhanden (ohne, kein, unerheblich, 0 – 4%) 
1 = Problem leicht ausgeprägt (schwach, gering, 5 – 24%) 
2 = Problem mäßig ausgeprägt (mittel, ziemlich, 25 -49%) 
3 = Problem erheblich ausgeprägt (hoch, äußerst, 50-95%) 
4 = Problem voll ausgeprägt (komplett, total, 96-100%) 
8 = nicht spezifiziert 
9 = nicht anwendbar 
gefördert durch:
Folie 23 
Beurteilungsmerkmale Teil 2 (= wie ) 
.0 = Barriere nicht vorhanden 
.1 = Barriere leicht ausgeprägt 
.2 = Barriere mäßig ausgeprägt 
.3 = Barriere erheblich ausgeprägt 
.4 = Barriere voll ausgeprägt 
.8 = nicht spezifiziert 
.9 = nicht anwendbar 
+ 0 = Förderfaktor nicht vorhanden 
+ 1 = Förderfaktor mäßig ausgeprägt 
+ 3 = Förderfaktor erheblich ausgeprägt 
+ 4 = Förderfaktor voll ausgeprägt 
+ 8 = Förderfaktor nicht spezifiziert 
+ 9 = nicht anwendbar 
gefördert durch:
Folie 24 
Übung 
Gruppe 1 = Viel ICF Erfahrung 
Gruppe 2 = ein wenig ICF Erfahrung 
Gruppe 3 = keine ICF Erfahrung 
gefördert durch:
Folie 25 
Praktische Anwendung der ICF 
CY im Bildungskontext 
 Das bio-psycho-soziale Modell wird verstanden 
 Die Orientierung in den Kapiteln und die Zuordnung zu den 
gefördert durch: 
einzelnen Kapiteln können geleistet werden 
 Bestehende Konstrukte (z.B. ADHS) werden disaggregiert 
 Zusammenschau der Erkenntnisse und Formulierung 
überprüfbarer Ziele 
 Kodierung im Sinne der Klassifikation 
(vgl. Diezi-Duplain, 2011: 52f)
Folie 26 
Partizipation 
gefördert durch: 
Beeing part of 
a community 
is more than beeing 
in a community.
ist der ausdrücklich auf die Gemeinschaft mit anderen bezogene 
Akt individueller Selbstbestimmung. 
Folie 27 
gefördert durch: 
(Prosetzky, 2009) 
Partizipation…
Folie 28 
Literatur 
 Bickenbach, J. et al (Hrsg.) (2012): Die ICF Core Sets. 
gefördert durch: 
Manual für die klinische Anwendung, Bern 
 Diezi-Duplain, P. (2011). Die Aktivitäts- und 
Partizipationsanalyse (APA) - Ein Hilfsmittel zur 
Unterstützung eines ICF-CY-basierten Förderplanungs- 
Konzepts. In R. Luder, R. Gschwend, A. Kunz & P. Diezi- 
Duplain (Eds.), Sonderpädagogische Förderung gemeinsam 
planen - Grundlagen, Modelle und Instrumente für eine 
interdisziplinäre Praxis. (pp. 74-81). Zürich und 
Baltmannsweiler 
 Hollenweger, J., Kraus de Camargo O. (Hrsg) (2011): ICF-CY. 
Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, 
Behinderung und Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen, 
Bern.
Folie 29 
Literatur 
 Lindmeier, C. (download am 15.5.2008): Die neue 
gefördert durch: 
internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, 
Behinderung und Gesundheit (ICF) der WHO – Darstellung 
und Kritik 
 Prosetzky, (2009): Isolation und Partizipation in Dederich, M., 
Jantzen, W. (Hrsg): Behinderung und Anerkennung, Stuttgart. 
 Schuntermann, M.F.(2007): Einführung in die ICF. Grundkurs. 
Übungen. Offene Fragen. Landsberg/Lech

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  • 1. Sozialwirtschaft Inklusiv ICF der WHO Diakonin Angela Quack, Dipl. Heilpädagogin Wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachhochschule der Diakonie Das Projekt „Sozialwirtschaft Inklusiv“ wird im Rahmen des Programms „rückenwind - Für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
  • 2. International Classification of Functioning, Disability and Health WHO 2001, Folie 2 Die ICF der WHO Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (deutsche Fassung 2005) gefördert durch:
  • 3. Folie 3 Gliederung  Das Phänomen Behinderung  Klassifikationen  ICIDH  ICF  ICF-CY gefördert durch:
  • 4. Folie 4 Wozu Klassifikationen?  Zur präzisen Beschreibung  Als gemeinsame interdisziplinäre Sprache  Um passgenau Hilfebedarfe zu ermitteln  Für Forschungsvorhaben (aktuell/prozessual)  Zur Weiterentwicklung der Gesundheitspolitik gefördert durch:
  • 5. Folie 5 ICIDH (WHO, 1980) Grundsätze  Behinderung ist etwas Relatives  Mensch mit Gesundheitsstörung kann durch Umwelt gefördert durch: zusätzlich sozial benachteiligt werden. Leistungen  Behinderung wurde wissenschaftlich und rehabilitationspraktisch zugänglich  Drei Bereiche: „Gesundheitsschäden, funktionelle Einschränkungen im täglichen Leben und soziale Beeinträchtigung“ wurden klassifiziert  Rehabilitation wurde auf Grundlage des Gesundheitsfolgenmodells neu gefasst
  • 6. Folie 6 Behinderung aus der Sicht der WHO (1980)  Dreidimensionales Modell (ICIDH)  Impairment: Schädigung der biologischen bzw. psychischen gefördert durch: Strukturen und Funktionen des menschlichen Organismus  Disability: Einschränkung, bzw. Störung auf der personalen Ebene (der Fähigkeiten im Vergleich zu Personen der gleichen Altersstufe)  Handicap: daraus folgende soziale Benachteiligung Beispiel: gehörlos geboren, eingeschränkter Spracherwerb, schulische und private „Besonderung“, kein Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt
  • 7. Folie 7 Krankheitsfolgenmodell als Grundlage der ICIDH der WHO, Woods, 1980 gefördert durch:
  • 9. Folie 9 ICF Klassifiziert nicht Personen,  sondern die Situation einer Person mittels mit Gesundheit gefördert durch: zusammenhängenden Domänen im Zusammenhang mit Umwelt und personbezogenen Kontextfaktoren Konstrukt: Funktionale Gesundheit  „gelebte Gesundheit“  körperlichen Strukturen und Funktionen statistischen Normen entsprechend  alle Tätigkeiten möglich die auch ohne Gesundheitsproblem möglich wären  Zugang im gewünschtem Umfang zu den gewünschten Lebensbereichen im gewünschten Umfang so wie es auch für Menschen ohne Struktur/Funktions/Aktivitätsproblem möglich wäre vgl. Schuntermann, 2007
  • 10. Folie 10 Das bio-psycho-soziale Modell der ICF Körperfunktionen-und gefördert durch: Strukturen Gesundheitsproblem Aktivitäten Teilhabe Umweltfaktoren Personenbezogene Faktoren
  • 11. Die funktionale Gesundheit einer Person wird immer im Zusammenhang mit den Gegebenheiten des gesamten Lebenshintergrundes (Kontext-faktoren) Folie 11 Kontextfaktoren gefördert durch: betrachtet. Diese werden unterschieden in personbezogene Faktoren Eigenschaften/Attribute einer Person z.B. Alter/Geschlecht/Lebensstil/ Erfahrung Nicht (!) ICF klassifiziert in umweltbezogene Faktoren als Förderfaktoren oder Barrieren Materielle, soziale, einstellungsbezogene Umwelt z.B. Technologien/Beziehungen/ Dienste/Systeme ICF klassifiziert
  • 12. Folie 12 Kleiner Probelauf:  Wählen Sie ein eigenes Gesundheitsproblem und gefördert durch: analysieren Sie es nach dem bio-psychosozialen Modell der ICF. (Oder auch ein Gesundheitsproblem eines/einer Klient_in.)  Haben sich durch diese Analysetechnik für Sie neue Perspektiven/Betrachtungsweisen im Hinblick auf das Gesundheitsproblem ergeben?  Gibt es kritische Anfragen an dieses Modell?
  • 13. Folie 13 Beeinträchtigung der funktionalen Gesundheit  Ist nicht in jedem Fall gleichbedeutend mit Krankheit (z.B. gefördert durch: wenn Körperglied fehlt)  Kann eine schwerwiegende Eigendynamik entwickeln (Verlust des Arbeitsplatzes)  Kann bestehen bleiben, auch wenn die auslösende Krankheit längst geheilt ist (z.B. Diskriminierung nach Psychiatrieaufenthalt)  Kann schon vor Ausbruch der Krankheit entstehen (z.B. bei HIV-Infektion) (Vgl. Schuntermann, 2007, S. 34)
  • 14. Folie 14 Beeinträchtigung der funktionalen Gesundheit Eine Person ist in ihrer funktionalen Gesundheit (oder Funktionsfähigkeit) beeinträchtigt (synonym: sie weist eine funktionale Problematik auf), wenn unter Berücksichtigung ihrer Kontextfaktoren in wenigstens einer der genannten Ebenen der funktionalen Gesundheit eine Beeinträchtigung vorliegt, d.h. eine Funktionsstörung, ein Strukturschaden, eine Beeinträchtigung einer Aktivität oder eine Beeinträchtigung der Teilhabe an einem Lebensbereich.“ gefördert durch: (Vgl. Schuntermann, 2007, S. 34)
  • 15. Folie 15 Behinderung als Kontinuum „So viel ist klar: Wo der Grenzwert für Behinderung liegt, ist nicht Sache der WHO, sondern muss von jedem Land selbst festgelegt werden“ gefördert durch: (Bickenbach, 2012, S. 6) Vollständige Funktions- Fähigkeit Vollständige Behinderung
  • 16. Folie 16 Behinderung im SGB  Der Begriff der Behinderung findet sich an verschiedenen „Danach sind Menschen behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als 6 Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe an der Gesellschaft beeinträchtigt ist. gefördert durch: Stellen des SGB.  Wird nicht einheitlich verwendet  § 2 Abs. 1 Satz 1 SGB IX
  • 17. Folie 17 Aufbau/Struktur der ICF 1  Komponenten: Jede der zwei Hauptunterteilungen der gefördert durch: Teile  Konstrukte: Beurteilungsmerkmale mit relevanten Kodes definiert  Domäne: Praktikable und sinnvolle Menge von entsprechenden physiologischen Funktionen, anatomischen Strukturen, Handlungen, Aufgaben oder Lebensbereiche. Sie bilden die verschiedenen Kapitel und Blöcke innerhalb jeder Komponente.
  • 18. Folie 18 Aufbau/Struktur der ICF 2  Kategorien: Klassen oder Teilklassen innerhalb einer gefördert durch: Domäne einer Komponente, z.B. Einheiten der Klassifikation  Ebenen bilden die hierarchische Ordnung und geben hinweise zur Detaillierung der Kategorien (z.B. Aufteilung der Domänen und Kategorien) die erste Ebene umfasst alle Items der zweiten Ebene u.s.w.
  • 19. Folie 19 Struktur der ICF gefördert durch: Teil 1: Funktionsfähigkeit und Behinderung Körperfunktionen; Strukturen Umwelt- Faktoren Änderung Funktion Änderung Struktur Aktivitäten u. Teilhabe Teil 2: Kontextfaktoren Personbezogene Faktoren Förderfaktoren Barrieren Leistungs- Leistung Fähigkeit Item Ebene 1. 2 3. und 4.. Item Ebene 1. 2 3. Item Ebene 1. 2 3. und 4.. Item Ebene 1. 2 3. Item Ebene 1. 2 3. Teile: Komponenten: Konstrukte: Domäne, Kategorien, Ebenen:
  • 20. Folie 20 Kodes (= Was genau ?)  Präfix: • b für Körperfunktionen • s für Köperstrukturen • d für Aktivitäten und Partizipation • e für Umwelt  1. Ebene (Kapitelebene) - eine Zahl  Kategorie der 2. Ebene – drei Zahlen  Kategorie der 3. Ebene – vier Zahlen  Kategorie der 4. Ebene – fünf Zahlen  Immer: Beurteilungsmerkmal: von 0-9 gefördert durch: Genauigkeit nimmt zu
  • 21. Folie 21 Kodes (= Was genau ?) b2 Sinnesfunktion und Schmerz (1. Ebene, Kapitel) B2 80 Schmerz (2. Ebene) B280 1 Schmerz in einem Körperteil (3. Ebene) B28010 Kopf- und Nackenschmerz (4. Ebene) B28011 Brustschmerz B28012 Magen – oder Bauchschmerz B28013 Rückenschmerz B28014 Schmerz in den oberen Gliedmaßen B28015 Schmerz in den unteren Gliedmaßen B28016 Gelenkschmerz gefördert durch:
  • 22. Folie 22 Beurteilungsmerkmale Teil 1 (= wie ) 0 = Problem nicht vorhanden (ohne, kein, unerheblich, 0 – 4%) 1 = Problem leicht ausgeprägt (schwach, gering, 5 – 24%) 2 = Problem mäßig ausgeprägt (mittel, ziemlich, 25 -49%) 3 = Problem erheblich ausgeprägt (hoch, äußerst, 50-95%) 4 = Problem voll ausgeprägt (komplett, total, 96-100%) 8 = nicht spezifiziert 9 = nicht anwendbar gefördert durch:
  • 23. Folie 23 Beurteilungsmerkmale Teil 2 (= wie ) .0 = Barriere nicht vorhanden .1 = Barriere leicht ausgeprägt .2 = Barriere mäßig ausgeprägt .3 = Barriere erheblich ausgeprägt .4 = Barriere voll ausgeprägt .8 = nicht spezifiziert .9 = nicht anwendbar + 0 = Förderfaktor nicht vorhanden + 1 = Förderfaktor mäßig ausgeprägt + 3 = Förderfaktor erheblich ausgeprägt + 4 = Förderfaktor voll ausgeprägt + 8 = Förderfaktor nicht spezifiziert + 9 = nicht anwendbar gefördert durch:
  • 24. Folie 24 Übung Gruppe 1 = Viel ICF Erfahrung Gruppe 2 = ein wenig ICF Erfahrung Gruppe 3 = keine ICF Erfahrung gefördert durch:
  • 25. Folie 25 Praktische Anwendung der ICF CY im Bildungskontext  Das bio-psycho-soziale Modell wird verstanden  Die Orientierung in den Kapiteln und die Zuordnung zu den gefördert durch: einzelnen Kapiteln können geleistet werden  Bestehende Konstrukte (z.B. ADHS) werden disaggregiert  Zusammenschau der Erkenntnisse und Formulierung überprüfbarer Ziele  Kodierung im Sinne der Klassifikation (vgl. Diezi-Duplain, 2011: 52f)
  • 26. Folie 26 Partizipation gefördert durch: Beeing part of a community is more than beeing in a community.
  • 27. ist der ausdrücklich auf die Gemeinschaft mit anderen bezogene Akt individueller Selbstbestimmung. Folie 27 gefördert durch: (Prosetzky, 2009) Partizipation…
  • 28. Folie 28 Literatur  Bickenbach, J. et al (Hrsg.) (2012): Die ICF Core Sets. gefördert durch: Manual für die klinische Anwendung, Bern  Diezi-Duplain, P. (2011). Die Aktivitäts- und Partizipationsanalyse (APA) - Ein Hilfsmittel zur Unterstützung eines ICF-CY-basierten Förderplanungs- Konzepts. In R. Luder, R. Gschwend, A. Kunz & P. Diezi- Duplain (Eds.), Sonderpädagogische Förderung gemeinsam planen - Grundlagen, Modelle und Instrumente für eine interdisziplinäre Praxis. (pp. 74-81). Zürich und Baltmannsweiler  Hollenweger, J., Kraus de Camargo O. (Hrsg) (2011): ICF-CY. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen, Bern.
  • 29. Folie 29 Literatur  Lindmeier, C. (download am 15.5.2008): Die neue gefördert durch: internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der WHO – Darstellung und Kritik  Prosetzky, (2009): Isolation und Partizipation in Dederich, M., Jantzen, W. (Hrsg): Behinderung und Anerkennung, Stuttgart.  Schuntermann, M.F.(2007): Einführung in die ICF. Grundkurs. Übungen. Offene Fragen. Landsberg/Lech