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Dr. Carsten Weerth BSc LLM (Com.) MA
1
Beispielsfall einer Mediation:
Der Trennungs- und Scheidungsfall Becker
Sachverhalt:
Herr und Frau Becker wohnen in einem alten Fachwerkhaus in einem kleinen
idyllischen Ort. Sie haben eine gemeinsame Tochter, Brigitte (14).
Herr Becker ist Photograph. Er möchte sich im Dachgeschoss ein eigenes
Photostudio einrichten.
Frau Becker ist Krankenschwester. Da der Job sie aber nicht ausfüllt, hat sie einen
Kurs für Ergotherapie mitgemacht. Im Keller des Hauses möchte sie nun eine eigene
Praxis aufmachen.
In ihrer Weiterbildung hat sie Udo kennen- und liebengelernt.
Frau Becker informiert ihren Mann, dass sie mit Udo und ihrer Tochter zukünftig
zusammenleben möchte. Sie bittet ihn das Haus zu verlassen.
Herr Becker ist geschockt über diese Entwicklung und sucht nach Lösungswegen.
Er nimmt Kotakt zu einem Mediationshaus auf. Ein unverbindlicher
Informationstermin wird vereinbart.
Phase 1 der Mediation:
Herr und Frau Becker kommen zu einem Informationstermin in das Mediationshaus.
Zwei Mediatoren, eine Frau und ein Mann, lassen sich den Fall aus der Sicht der
jeweiligen Eheleute schildern.
Die Mediatoren fassen die Konfliktthemen zusammen und schildern den Eheleuten
die zur Verfügung stehenden Lösungsmöglichkeiten.
Hier werden dargestellt:
1. der juristische Lösungsweg mit Anwalt und Gericht
2. der Verhandlungsweg mit Unterstützung des Mediators
3. die Kombination aus beiden.
Dr. Carsten Weerth BSc LLM (Com.) MA
2
Die Eheleute möchten die Chance der Aussprache sowie der außergerichtlichen
Einigung nutzen.
Phase 2 der Mediation:
In dieser Sitzung stellen die Eheleute den Fall detaillierter dar und legen hierzu u. U.
Unterlagen und Dokumente vor. Zudem werden die bereits beim Anwalt und/oder
Berater erbetenen Auskünfte vorgelegt.
Die Teilnehmer der Mediation werden gebeten ihre Erwartungen an die Verhandlung
zu äußern sowie die Themen zu nennen die sie in der Mediation klären möchten.
Die Themen werden, mit Unterstützung des Mediators, vereinheitlicht und in eine
Reihenfolge gebracht:
Thema 1. Brigitte
Die Eltern werden gebeten an ihre Tochter zu denken. Sie werden vom Mediator
aufgefordert sich vorzustellen was ihre Tochter auf folgende Frage antworten würde:
Welches sind Deine Wünsche an Deine Eltern für Euer zukünftiges Zusammenleben.
Die Eheleute antworten für ihre Tochter
1. Alles soll so bleiben wie es ist
2. Papa soll nicht ausziehe
3. Ich möchte im Haus wohnen bleiben
4. Udo soll nicht einziehen
5. (Reiterhofurlaub)
6. (Mofa)
7. Ich möchte mit beiden Eltern unter einem Dach leben
8. Beide Eltern sollen weiterhin im Haus arbeiten
Die Eheleute werden anschließend gebeten ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse
auszusprechen.
Die konkrete Fragendes Mediators an die Eltern: Wie stellen Sie sich das
Zusammenleben mit Ihrer Tochter vor?
Dr. Carsten Weerth BSc LLM (Com.) MA
3
Weshalb ist Ihnen der Umgang mit Ihrer Tochter wichtig. Was erwarten Sie sich von
dem anderen Elternteil?
Offen gelegt wird:
Der Mediator fragt die Interessen und Bedürfnisse beider Elternteile ab. Er fixiert
diese schriftlich sichtbar für beide auf einer Flipchart.
Das Verstehen der Interessen und Bedürfnisse des jeweils anderen Elternteils
werden bei den Betroffenen erfragt. Ebenso wird das Verständnis für die Interessen
und Bedürfnisse des anderen Elternteils durchleuchtet.
Der Mediator stellt dann die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der offen gelegten
Punkte dar. Die Gemeinsamkeiten wirken sehr beruhigend und wie Brücken
zwischen den Betroffenen.
Die Beziehungsebene tritt in den Hintergrund - auf der Sachebene können Lösungen
erarbeitet werden.
4. Phase der Mediation:
Der Mediator bietet jedem Elternteil an, Fairnesskriterien zu nennen, die für
gemeinsame zukünftige Lösungen gelten sollen.
Anschließend werden Lösungsoptionen erarbeitet. In Form eines Brainstormings
sollen die Eheleute, unabhängig von der endgültigen Lösung, Ideen für mögliche
Lösungen nennen.
Konkrete Frage des Mediators:
Wie stellen sie sich Lösungen bzgl. des Umgangs mit Ihrer Tochter vor:
Der Mediator betont die Gemeinsamkeiten und würdigt die Vorschläge.
Im Ausschlussprinzip werden die unrealistischen und ungewollten Lösungen
ausgeklammert. Im Ergebnis entstehen Lösungsfavoriten die dann weiter zu
Endlösungen ausgearbeitet werden.
Die Eheleute kommen zu eigenen, selbst entwickelten Lösungen.
Dr. Carsten Weerth BSc LLM (Com.) MA
4
5. Phase der Mediation:
Die gefundenen Lösungen werden vom Mediator in einem Vertrag festgehalten.
Dieser wird vor der Unterzeichnung noch geprüft. Hierzu sind u.U. Berater, Anwälte
oder von der Lösung Betroffene von den Eheleuten zu konsultieren.
Die Ergebnisse aus der Prüfung werden in dem Vertrag berücksichtigt. Der Vertrag
kann Unterzeichnet werden. Mit der Unterschrift wird eine rechtsverbindliche
Übereinkunft zwischen den Eheleuten beurkundet.
Diese Übereinkunft kann auch von einem Notar oder Richter bestätigt werden.
(Quelle URL: http://www.100promediation.de/fallbeispiele.html )

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  • 1. Dr. Carsten Weerth BSc LLM (Com.) MA 1 Beispielsfall einer Mediation: Der Trennungs- und Scheidungsfall Becker Sachverhalt: Herr und Frau Becker wohnen in einem alten Fachwerkhaus in einem kleinen idyllischen Ort. Sie haben eine gemeinsame Tochter, Brigitte (14). Herr Becker ist Photograph. Er möchte sich im Dachgeschoss ein eigenes Photostudio einrichten. Frau Becker ist Krankenschwester. Da der Job sie aber nicht ausfüllt, hat sie einen Kurs für Ergotherapie mitgemacht. Im Keller des Hauses möchte sie nun eine eigene Praxis aufmachen. In ihrer Weiterbildung hat sie Udo kennen- und liebengelernt. Frau Becker informiert ihren Mann, dass sie mit Udo und ihrer Tochter zukünftig zusammenleben möchte. Sie bittet ihn das Haus zu verlassen. Herr Becker ist geschockt über diese Entwicklung und sucht nach Lösungswegen. Er nimmt Kotakt zu einem Mediationshaus auf. Ein unverbindlicher Informationstermin wird vereinbart. Phase 1 der Mediation: Herr und Frau Becker kommen zu einem Informationstermin in das Mediationshaus. Zwei Mediatoren, eine Frau und ein Mann, lassen sich den Fall aus der Sicht der jeweiligen Eheleute schildern. Die Mediatoren fassen die Konfliktthemen zusammen und schildern den Eheleuten die zur Verfügung stehenden Lösungsmöglichkeiten. Hier werden dargestellt: 1. der juristische Lösungsweg mit Anwalt und Gericht 2. der Verhandlungsweg mit Unterstützung des Mediators 3. die Kombination aus beiden.
  • 2. Dr. Carsten Weerth BSc LLM (Com.) MA 2 Die Eheleute möchten die Chance der Aussprache sowie der außergerichtlichen Einigung nutzen. Phase 2 der Mediation: In dieser Sitzung stellen die Eheleute den Fall detaillierter dar und legen hierzu u. U. Unterlagen und Dokumente vor. Zudem werden die bereits beim Anwalt und/oder Berater erbetenen Auskünfte vorgelegt. Die Teilnehmer der Mediation werden gebeten ihre Erwartungen an die Verhandlung zu äußern sowie die Themen zu nennen die sie in der Mediation klären möchten. Die Themen werden, mit Unterstützung des Mediators, vereinheitlicht und in eine Reihenfolge gebracht: Thema 1. Brigitte Die Eltern werden gebeten an ihre Tochter zu denken. Sie werden vom Mediator aufgefordert sich vorzustellen was ihre Tochter auf folgende Frage antworten würde: Welches sind Deine Wünsche an Deine Eltern für Euer zukünftiges Zusammenleben. Die Eheleute antworten für ihre Tochter 1. Alles soll so bleiben wie es ist 2. Papa soll nicht ausziehe 3. Ich möchte im Haus wohnen bleiben 4. Udo soll nicht einziehen 5. (Reiterhofurlaub) 6. (Mofa) 7. Ich möchte mit beiden Eltern unter einem Dach leben 8. Beide Eltern sollen weiterhin im Haus arbeiten Die Eheleute werden anschließend gebeten ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse auszusprechen. Die konkrete Fragendes Mediators an die Eltern: Wie stellen Sie sich das Zusammenleben mit Ihrer Tochter vor?
  • 3. Dr. Carsten Weerth BSc LLM (Com.) MA 3 Weshalb ist Ihnen der Umgang mit Ihrer Tochter wichtig. Was erwarten Sie sich von dem anderen Elternteil? Offen gelegt wird: Der Mediator fragt die Interessen und Bedürfnisse beider Elternteile ab. Er fixiert diese schriftlich sichtbar für beide auf einer Flipchart. Das Verstehen der Interessen und Bedürfnisse des jeweils anderen Elternteils werden bei den Betroffenen erfragt. Ebenso wird das Verständnis für die Interessen und Bedürfnisse des anderen Elternteils durchleuchtet. Der Mediator stellt dann die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der offen gelegten Punkte dar. Die Gemeinsamkeiten wirken sehr beruhigend und wie Brücken zwischen den Betroffenen. Die Beziehungsebene tritt in den Hintergrund - auf der Sachebene können Lösungen erarbeitet werden. 4. Phase der Mediation: Der Mediator bietet jedem Elternteil an, Fairnesskriterien zu nennen, die für gemeinsame zukünftige Lösungen gelten sollen. Anschließend werden Lösungsoptionen erarbeitet. In Form eines Brainstormings sollen die Eheleute, unabhängig von der endgültigen Lösung, Ideen für mögliche Lösungen nennen. Konkrete Frage des Mediators: Wie stellen sie sich Lösungen bzgl. des Umgangs mit Ihrer Tochter vor: Der Mediator betont die Gemeinsamkeiten und würdigt die Vorschläge. Im Ausschlussprinzip werden die unrealistischen und ungewollten Lösungen ausgeklammert. Im Ergebnis entstehen Lösungsfavoriten die dann weiter zu Endlösungen ausgearbeitet werden. Die Eheleute kommen zu eigenen, selbst entwickelten Lösungen.
  • 4. Dr. Carsten Weerth BSc LLM (Com.) MA 4 5. Phase der Mediation: Die gefundenen Lösungen werden vom Mediator in einem Vertrag festgehalten. Dieser wird vor der Unterzeichnung noch geprüft. Hierzu sind u.U. Berater, Anwälte oder von der Lösung Betroffene von den Eheleuten zu konsultieren. Die Ergebnisse aus der Prüfung werden in dem Vertrag berücksichtigt. Der Vertrag kann Unterzeichnet werden. Mit der Unterschrift wird eine rechtsverbindliche Übereinkunft zwischen den Eheleuten beurkundet. Diese Übereinkunft kann auch von einem Notar oder Richter bestätigt werden. (Quelle URL: http://www.100promediation.de/fallbeispiele.html )