Das CanChild Youth-KIT; (ein
Transitionstool) unter dem Aspekt
der ICF-CY
Olaf Kraus de Camargo, Tram Nguyen, Jan Willem Gorter
Twitter: @DevPeds
3. ICF-CY Anwenderkonferenz am 21.-22.11.2015 in München
ICF - Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit,
Behinderung und Gesundheit (WHO, 2001)
Körperfunktionen u. -
strukturen
Aktivitäten Partizipation
Gesundheitszustand/Diag
nose
Umweltfaktoren Persönliche Faktoren
Transition und die Hilfssysteme
Körperfunktionen u. -
strukturen: behandeln um
Funktionen und
Strukturen zu erhalten,
emotionales und
psychisches
Wohlbefinden
Aktivitäten: weiterhin die
Aktivitäten wie bisher
ausüben
Partizipation: Fokus auf
individuelle Teilhabeziele
Gesundheitszustand/Diag
nose
Umweltfaktoren:
selbstbestimmtes Leben,
Zugang zur
Gesundheitsversorgung,
Bildung, Justiz.
Beziehungen und
Unterstützung
Persönliche Faktoren:
Respektieren persönlicher
Präferenzen,
Entscheidungsfreiheit
Kraus de Camargo, O. (2011). Systems of care: transition from the bio-psycho-social perspective of the
International Classification of Functioning, Disability and Health. Child Care Health Dev, 37(6), 792–799.
doi:10.1111/j.1365-2214.2011.01323.x
Die Klippe der Transition
Phasenmodell der Transition
• Phase 1: Vorbereitung
• Phase 2: Reise
• Phase 3: Ankunft
Stewart, D. (2009). Transition to adult services for young people with disabilities:
current evidence to guide future research. Dev Med Child Neurol, 51 Suppl 4,
169–173. doi:10.1111/j.1469-8749.2009.03419.x
Vorbereitung (“preparation”)
• Findet während der späten Kindheit bis zur frühen Jugend statt
• Informationen über die eigene Behinderung/Krankheit
• Übernahme von Verantwortung für Teile des Managements
Reise (“journey”)
• Ist die Transition an sich
• Durchlaufen pubertärer Veränderungen und Reife
• Veränderungen der sozialen Rolle
• Veränderungen des Umfelds (z.B. Schule)
TRANSITION-Q
https://canchild.ca/en/shop/6-transition-q
Klassen, A. F., Grant, C., Barr, R., Brill, H., Kraus de
Camargo, O., Ronen, G. M., … Gorter, J. W. (2014).
Development and validation of a generic scale for use
in transition programmes to measure self-management
skills in adolescents with chronic health conditions: the
TRANSITION-Q. Child Care Health Dev.
http://doi.org/doi:10.1111/cch.12207
Ankunft (“landing”)
• Ankunft in der Welt der Erwachsenen (Das Reiseziel)
• Überprüfung der erreichten Ziele (outcome)
• Vorbereitung für den beginnenden Lebensabschnitt und die
nächste Reise
• Abschied von der vorherigen Phase
YouthKITTM - Ein Selbstmanagement-Tool
1. Persönliche Informationen
2. Soziale Informationen
3. Soziale Aktivitäten/Freizeit
4. Ausbildung
5. Arbeit
6. Finanzen
7. Selbstversorgung
8. Gesundheit
9. Zusatzinfos
https://www.canchild.ca/en/research-in-practice/the-kit
YouthKITTM - Video
YouthKITTM & ICF
YouthKIT ICF
Persönliche Informationen Persönliche Faktoren
Soziale Informationen Aktivitäten & Partizipation
Soziale Aktivitäten/Freizeit Umweltfaktoren (Familie & Freunde)
Ausbildung Umweltfaktoren (Schule)
Arbeit Umweltfaktoren (Arbeitsstelle)
Finanzen Umweltfaktoren (Finanzen)
Selbstversorgung/Mobilität Aktivitäten & Partizipation/Umweltfaktoren
Gesundheit Gesundheitszustand, Umweltfaktoren
Gesundheitsinformationen
Selbstversorgung
Freizeit
Evaluierung
• YouthKITTM wurde prospektiv über 4 Jahre an insgesamt 39
Jugendlichen im Alter von 16-21 Jahre aus 15 verschiedenen
Sprechstunden erprobt
• Befragungen erfolgten jeweils zweimal vor dem Beginn der
Transition und zweimal nach Abschluss der Transition.
• Zusätzliche erfolgten Interviews zur qualitativen Analyse nach dem
Abschluss der Transition
Outcome
• YouthKITTM erhöhte die Autonomie der Jugendlichen in der
Sammlung und Übermittlung von Informationen
• Erhöhte das Wissen der Jugendlichen um ihre persönlichen Stärken
• Einführung in zukünftige Erwachsenenrollen und Zukunftsplanung
• Entwicklung eines besseren Verständnisses um die eigenen
Interessen und bevorzugte Aktivitäten um diese für die
Zukunftsplanung zu berücksichtigen.
Gorter, J. W., Stewart, D., Cohen, E., Hlyva, O., Morrison, A., Galuppi, B., Nguyen, T …Weiser, N. (2015). Are
two youth-focused interventions sufficient to empower youth with chronic health conditions in their transition to
adult healthcare: a mixed-methods longitudinal prospective cohort study. BMJ Open, 5(5), e007553–e007553.
doi:10.1136/bmjopen-2014-007553
Rückblick auf eine gelungene Transition
Förderfaktoren während der Transition
https://youtu.be/BxAY1lc-prM

CanChild Youth Kit

  • 1.
    Das CanChild Youth-KIT;(ein Transitionstool) unter dem Aspekt der ICF-CY Olaf Kraus de Camargo, Tram Nguyen, Jan Willem Gorter Twitter: @DevPeds 3. ICF-CY Anwenderkonferenz am 21.-22.11.2015 in München
  • 2.
    ICF - InternationaleKlassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (WHO, 2001) Körperfunktionen u. - strukturen Aktivitäten Partizipation Gesundheitszustand/Diag nose Umweltfaktoren Persönliche Faktoren
  • 3.
    Transition und dieHilfssysteme Körperfunktionen u. - strukturen: behandeln um Funktionen und Strukturen zu erhalten, emotionales und psychisches Wohlbefinden Aktivitäten: weiterhin die Aktivitäten wie bisher ausüben Partizipation: Fokus auf individuelle Teilhabeziele Gesundheitszustand/Diag nose Umweltfaktoren: selbstbestimmtes Leben, Zugang zur Gesundheitsversorgung, Bildung, Justiz. Beziehungen und Unterstützung Persönliche Faktoren: Respektieren persönlicher Präferenzen, Entscheidungsfreiheit Kraus de Camargo, O. (2011). Systems of care: transition from the bio-psycho-social perspective of the International Classification of Functioning, Disability and Health. Child Care Health Dev, 37(6), 792–799. doi:10.1111/j.1365-2214.2011.01323.x
  • 4.
    Die Klippe derTransition
  • 5.
    Phasenmodell der Transition •Phase 1: Vorbereitung • Phase 2: Reise • Phase 3: Ankunft Stewart, D. (2009). Transition to adult services for young people with disabilities: current evidence to guide future research. Dev Med Child Neurol, 51 Suppl 4, 169–173. doi:10.1111/j.1469-8749.2009.03419.x
  • 6.
    Vorbereitung (“preparation”) • Findetwährend der späten Kindheit bis zur frühen Jugend statt • Informationen über die eigene Behinderung/Krankheit • Übernahme von Verantwortung für Teile des Managements
  • 7.
    Reise (“journey”) • Istdie Transition an sich • Durchlaufen pubertärer Veränderungen und Reife • Veränderungen der sozialen Rolle • Veränderungen des Umfelds (z.B. Schule)
  • 8.
    TRANSITION-Q https://canchild.ca/en/shop/6-transition-q Klassen, A. F.,Grant, C., Barr, R., Brill, H., Kraus de Camargo, O., Ronen, G. M., … Gorter, J. W. (2014). Development and validation of a generic scale for use in transition programmes to measure self-management skills in adolescents with chronic health conditions: the TRANSITION-Q. Child Care Health Dev. http://doi.org/doi:10.1111/cch.12207
  • 9.
    Ankunft (“landing”) • Ankunftin der Welt der Erwachsenen (Das Reiseziel) • Überprüfung der erreichten Ziele (outcome) • Vorbereitung für den beginnenden Lebensabschnitt und die nächste Reise • Abschied von der vorherigen Phase
  • 10.
    YouthKITTM - EinSelbstmanagement-Tool 1. Persönliche Informationen 2. Soziale Informationen 3. Soziale Aktivitäten/Freizeit 4. Ausbildung 5. Arbeit 6. Finanzen 7. Selbstversorgung 8. Gesundheit 9. Zusatzinfos https://www.canchild.ca/en/research-in-practice/the-kit
  • 11.
  • 12.
    YouthKITTM & ICF YouthKITICF Persönliche Informationen Persönliche Faktoren Soziale Informationen Aktivitäten & Partizipation Soziale Aktivitäten/Freizeit Umweltfaktoren (Familie & Freunde) Ausbildung Umweltfaktoren (Schule) Arbeit Umweltfaktoren (Arbeitsstelle) Finanzen Umweltfaktoren (Finanzen) Selbstversorgung/Mobilität Aktivitäten & Partizipation/Umweltfaktoren Gesundheit Gesundheitszustand, Umweltfaktoren
  • 13.
  • 14.
  • 15.
  • 16.
    Evaluierung • YouthKITTM wurdeprospektiv über 4 Jahre an insgesamt 39 Jugendlichen im Alter von 16-21 Jahre aus 15 verschiedenen Sprechstunden erprobt • Befragungen erfolgten jeweils zweimal vor dem Beginn der Transition und zweimal nach Abschluss der Transition. • Zusätzliche erfolgten Interviews zur qualitativen Analyse nach dem Abschluss der Transition
  • 17.
    Outcome • YouthKITTM erhöhtedie Autonomie der Jugendlichen in der Sammlung und Übermittlung von Informationen • Erhöhte das Wissen der Jugendlichen um ihre persönlichen Stärken • Einführung in zukünftige Erwachsenenrollen und Zukunftsplanung • Entwicklung eines besseren Verständnisses um die eigenen Interessen und bevorzugte Aktivitäten um diese für die Zukunftsplanung zu berücksichtigen. Gorter, J. W., Stewart, D., Cohen, E., Hlyva, O., Morrison, A., Galuppi, B., Nguyen, T …Weiser, N. (2015). Are two youth-focused interventions sufficient to empower youth with chronic health conditions in their transition to adult healthcare: a mixed-methods longitudinal prospective cohort study. BMJ Open, 5(5), e007553–e007553. doi:10.1136/bmjopen-2014-007553
  • 18.
    Rückblick auf einegelungene Transition
  • 19.
    Förderfaktoren während derTransition https://youtu.be/BxAY1lc-prM