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IHK-Umfrage bestätigt negative Auswirkung einer Gewerbesteuererhö-                     Nr. 173
hung auf den Standort Heilbronn
Alarmierende Ergebnisse

Ende Oktober hatte die IHK Heilbronn-Franken die größten Heilbronner
Unternehmen angeschrieben und zur von der Stadt Heilbronn geplanten
Gewerbesteuererhöhung befragt. Das Ergebnis hätte nicht eindeutiger
ausfallen können. 96,7 Prozent der antwortenden Unternehmen lehnen
eine Erhöhung klar ab. Und es zeigt sich: massiv könnte sich eine Ge-
werbesteuererhöhung auf das Investitionsverhalten der Unternehmen
auswirken. Über 60 Prozent der Unternehmen würden von bereits ge-
planten Investitionen in Heilbronn absehen, 24 Prozent gar bei Gele-
genheit einen Wegzug überprüfen. „Das sind deutliche Zahlen, die die
Stadt Heilbronn alarmieren sollten“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer
Heinrich Metzger. Er warnt davor, dass eine Gewerbesteuererhöhung
Heilbronn als Wirtschaftsstandort schwächen würde.


Die IHK Heilbronn-Franken hatte Ende Oktober die größten Heilbronner Un-
ternehmen angeschrieben und zur geplanten Gewerbesteuererhöhung be-
fragt. Das Ergebnis hätte nicht eindeutiger ausfallen können. 96,7 Prozent
der antwortenden Unternehmen lehnen eine Erhöhung klar ab. Nur zwei Be-
triebe erklärten sich bereit, eine maßvolle Erhöhung mitzutragen. Nach den
Gründen für die ablehnende Haltung der Unternehmerschaft muss man nicht
lange suchen: Mehr als die Hälfte gab an, dass die Gewerbesteuererhöhung
die wirtschaftliche Situation der Unternehmen stark beeinträchtigen würde.



Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken
Postanschrift: Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken, IHK | Postfach 2209 | 74012 Heilbronn | Bü-
roanschrift: Ferdinand–Braun-Str. 20 | 74074 Heilbronn
Tel. 07131 9677-107| Fax 07131 9677-117 | E-Mail: pr@heilbronn.ihk.de | Internet: www.heilbronn.ihk.de
Weitere 44,8 Prozent gehen von einer leichten Beeinträchtigung aus. Nur 1,7
Prozent glauben, dass die Hebesatzerhöhung ihrem Unternehmen nicht
schaden wird.


„Berücksichtigt werden muss dabei, dass durch die Unternehmenssteuerre-
form 2008 die Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer bereits deutlich
verbreitert wurde“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger. Die IHK-
Umfrage zeigt auf, dass knapp 44 Prozent der Unternehmen nun mit einer
deutlichen Mehrbelastung fertig werden müssen. Rund 24 Prozent können
gegenwärtig noch nicht abschätzen, wie sich die Steuerreform auswirken
wird. Nur 3,5 Prozent geben an, dass sich durch die Steuerreform die Steuer-
last reduziert hat.


Die Umfrage macht ebenfalls deutlich, dass eine Erhöhung der Gewerbe-
steuer starke Auswirkungen auf das Investitionsverhalten am Standort Heilb-
ronn mit sich bringen würde. Immerhin knapp 19 Prozent der befragten Un-
ternehmen würden ihr Investitionsprogramm unverändert fortführen. Dem ge-
genüber stehen jedoch über 60 Prozent, die von bereits geplanten Investitio-
nen in Heilbronn absehen würden. 24 Prozent würden gar bei Gelegenheit
einen Wegzug überprüfen. Darunter sind auch drei Firmen, die jeweils mehr
als eine Million Euro Gewerbesteuer pro Jahr an die Stadt Heilbronn zahlen.
„Würde auch nur ein Unternehmen seine Ankündigung umsetzen, wären die
von der Verwaltungsspitze prognostizierten Mehreinnahmen durch die Steu-
ererhöhung von 1,5 Millionen Euro Makulatur. Das sind Zahlen, die die Stadt
Heilbronn alarmieren sollten“, betont Metzger.


Viele Unternehmen hatten zudem in der Umfrage die Chance genutzt, um ih-
rem Unmut Luft zu machen. Über 70 Prozent der befragten Unternehmen
beurteilen die Heilbronner Infrastruktur als „schlecht“. Vor allem die Ver-
kehrsanbindung und hier insbesondere der fehlende ICE-Anschluss werden
häufig kritisiert. „Dabei wurden natürlich auch Kritikpunkte genannt, die die
Stadt Heilbronn nur bedingt beeinflussen kann“, so Metzger. Man könne sei-
tens der Stadt aber nicht mit höheren Gewerbesteuerhebesätzen in Stuttgart,




                                                                                2/3
Karlsruhe und anderen kreisfreien Städten in Baden-Württemberg argumen-
tieren, ohne auf die dortigen Rahmenbedingungen einzugehen.


„Die Umfrage bestätigt unsere Auffassung, dass eine Erhöhung der Gewer-
besteuer sowohl für die Unternehmerschaft als auch die Stadt schädlich wä-
re“, zieht der IHK-Hauptgeschäftsführer ein Fazit. Er bittet die Stadt Heilbronn
und den Gemeinderat deshalb, von einer Erhöhung abzusehen.


Die IHK-Umfrage, an der 60 großer Unternehmen im Stadtkreis Heilbronn
teilgenommen haben, wurde inzwischen der Verwaltung und den Fraktionen
des Heilbronner Gemeinderates zur Verfügung gestellt.


Diese Medien-Info kann auch per Internet unter
www.heilbronn.ihk.de/pressemitteilungen abgerufen werden

Grafik:

              Wir würde sich die Erhöhung des Gewerbesteuersatzes auf Ihr
                Investitionsverhalten am Standort Heilbronn auswirken?*


                                                       63,79%
     70,00%

     60,00%

     50,00%

     40,00%                                                                      24,14%
                          18,97%
     30,00%

     20,00%

     10,00%

      0,00%

                              Wir würden ungeachtet der Steuererhöhung investieren.
                              Wir würden von geplanten Investitionen absehen.
                              Wir würden bei Gelegenheit einen Wegzug überprüfen.

* Mehrfachantworten möglich




                                                                                          3/3

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  • 1. INFORMATIONEN FÜR PRESSE, FUNK UND FERNSEHEN Ihr Ansprechpartner E-Mail Telefon Achim Ühlin pr@heilbronn.ihk.de 07131 9677-107 Datum 16. November 2009 IHK-Umfrage bestätigt negative Auswirkung einer Gewerbesteuererhö- Nr. 173 hung auf den Standort Heilbronn Alarmierende Ergebnisse Ende Oktober hatte die IHK Heilbronn-Franken die größten Heilbronner Unternehmen angeschrieben und zur von der Stadt Heilbronn geplanten Gewerbesteuererhöhung befragt. Das Ergebnis hätte nicht eindeutiger ausfallen können. 96,7 Prozent der antwortenden Unternehmen lehnen eine Erhöhung klar ab. Und es zeigt sich: massiv könnte sich eine Ge- werbesteuererhöhung auf das Investitionsverhalten der Unternehmen auswirken. Über 60 Prozent der Unternehmen würden von bereits ge- planten Investitionen in Heilbronn absehen, 24 Prozent gar bei Gele- genheit einen Wegzug überprüfen. „Das sind deutliche Zahlen, die die Stadt Heilbronn alarmieren sollten“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger. Er warnt davor, dass eine Gewerbesteuererhöhung Heilbronn als Wirtschaftsstandort schwächen würde. Die IHK Heilbronn-Franken hatte Ende Oktober die größten Heilbronner Un- ternehmen angeschrieben und zur geplanten Gewerbesteuererhöhung be- fragt. Das Ergebnis hätte nicht eindeutiger ausfallen können. 96,7 Prozent der antwortenden Unternehmen lehnen eine Erhöhung klar ab. Nur zwei Be- triebe erklärten sich bereit, eine maßvolle Erhöhung mitzutragen. Nach den Gründen für die ablehnende Haltung der Unternehmerschaft muss man nicht lange suchen: Mehr als die Hälfte gab an, dass die Gewerbesteuererhöhung die wirtschaftliche Situation der Unternehmen stark beeinträchtigen würde. Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken Postanschrift: Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken, IHK | Postfach 2209 | 74012 Heilbronn | Bü- roanschrift: Ferdinand–Braun-Str. 20 | 74074 Heilbronn Tel. 07131 9677-107| Fax 07131 9677-117 | E-Mail: pr@heilbronn.ihk.de | Internet: www.heilbronn.ihk.de
  • 2. Weitere 44,8 Prozent gehen von einer leichten Beeinträchtigung aus. Nur 1,7 Prozent glauben, dass die Hebesatzerhöhung ihrem Unternehmen nicht schaden wird. „Berücksichtigt werden muss dabei, dass durch die Unternehmenssteuerre- form 2008 die Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer bereits deutlich verbreitert wurde“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger. Die IHK- Umfrage zeigt auf, dass knapp 44 Prozent der Unternehmen nun mit einer deutlichen Mehrbelastung fertig werden müssen. Rund 24 Prozent können gegenwärtig noch nicht abschätzen, wie sich die Steuerreform auswirken wird. Nur 3,5 Prozent geben an, dass sich durch die Steuerreform die Steuer- last reduziert hat. Die Umfrage macht ebenfalls deutlich, dass eine Erhöhung der Gewerbe- steuer starke Auswirkungen auf das Investitionsverhalten am Standort Heilb- ronn mit sich bringen würde. Immerhin knapp 19 Prozent der befragten Un- ternehmen würden ihr Investitionsprogramm unverändert fortführen. Dem ge- genüber stehen jedoch über 60 Prozent, die von bereits geplanten Investitio- nen in Heilbronn absehen würden. 24 Prozent würden gar bei Gelegenheit einen Wegzug überprüfen. Darunter sind auch drei Firmen, die jeweils mehr als eine Million Euro Gewerbesteuer pro Jahr an die Stadt Heilbronn zahlen. „Würde auch nur ein Unternehmen seine Ankündigung umsetzen, wären die von der Verwaltungsspitze prognostizierten Mehreinnahmen durch die Steu- ererhöhung von 1,5 Millionen Euro Makulatur. Das sind Zahlen, die die Stadt Heilbronn alarmieren sollten“, betont Metzger. Viele Unternehmen hatten zudem in der Umfrage die Chance genutzt, um ih- rem Unmut Luft zu machen. Über 70 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen die Heilbronner Infrastruktur als „schlecht“. Vor allem die Ver- kehrsanbindung und hier insbesondere der fehlende ICE-Anschluss werden häufig kritisiert. „Dabei wurden natürlich auch Kritikpunkte genannt, die die Stadt Heilbronn nur bedingt beeinflussen kann“, so Metzger. Man könne sei- tens der Stadt aber nicht mit höheren Gewerbesteuerhebesätzen in Stuttgart, 2/3
  • 3. Karlsruhe und anderen kreisfreien Städten in Baden-Württemberg argumen- tieren, ohne auf die dortigen Rahmenbedingungen einzugehen. „Die Umfrage bestätigt unsere Auffassung, dass eine Erhöhung der Gewer- besteuer sowohl für die Unternehmerschaft als auch die Stadt schädlich wä- re“, zieht der IHK-Hauptgeschäftsführer ein Fazit. Er bittet die Stadt Heilbronn und den Gemeinderat deshalb, von einer Erhöhung abzusehen. Die IHK-Umfrage, an der 60 großer Unternehmen im Stadtkreis Heilbronn teilgenommen haben, wurde inzwischen der Verwaltung und den Fraktionen des Heilbronner Gemeinderates zur Verfügung gestellt. Diese Medien-Info kann auch per Internet unter www.heilbronn.ihk.de/pressemitteilungen abgerufen werden Grafik: Wir würde sich die Erhöhung des Gewerbesteuersatzes auf Ihr Investitionsverhalten am Standort Heilbronn auswirken?* 63,79% 70,00% 60,00% 50,00% 40,00% 24,14% 18,97% 30,00% 20,00% 10,00% 0,00% Wir würden ungeachtet der Steuererhöhung investieren. Wir würden von geplanten Investitionen absehen. Wir würden bei Gelegenheit einen Wegzug überprüfen. * Mehrfachantworten möglich 3/3