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Die historischen Städte von
Usbekistan
Taschkent
• Taschkent - ist die Hauptstadt des souveranen Usbekistans. Zur Zeit ist Taschkent ein wichtiges Geschäfts-und
Wirtschaftszentrum der zentralasiatischen Region, natürlich, aber auch das kulturelle Zentrum des Landes.
Architektur von Taschkent ist einzigartig, Gastfreundschaft und Freundschaft der Taschkenter sind frappierend.Zum
erstenmal wurde Taschkent als Schosch, Tschasch, Taschkura um 2.Jahrhundert v.Chr. Genannt Taschkent liegt
günstig an der Großen Seidenstraße. Im Jahr 1949 haben Archeologen die Stadt Bysman-Tepa entdeckt. Nach der
Eroberung Kangais (Choresm) wurde Taschkent zerstört. Die Blütezeit von Taschkent war im 3-4.Jahrhunderten.
• Im 7.Jahrhundert - hatten sich im Tschasch zwei Kulturen von Sogdiane und Türkei getroffen. In diesem
Jahrhundert ist Schasch ein Teil des arabischen Khalifats geworden. Die Hauptstadt von Tschasch wurde
verbrannt.Im 8.Jahrhundert - wurde Tschasch mit Hak vereinigt, wo man Gold gefördert wurde. Die epische
Benennung von llaka ist "Türkisgewinnen"Im 9. Jahrhundert - befand sich hierein großer Münzenhof.Im lO.
Jahrhundert - befand sich im Nordteil Taschkents eine Siedlung Nasartepa.Im 10 - 11. Jahrhunderten - wurde
Taschkent einer der größten Hersteller derturkistanischen Fabriken.Im 11. Jahrhundert - erschien eine neue
Benennung von Taschkent (Schaschkent) nach seiner ehemaligen Binkent.Im Jahre 1220 ist Taschkent unter Macht
von Tschingeschan geraten.Ende des 13.Jahrhunderts - wurde Taschkent einen der größten Städte auf dem Weg der
Großen Seidenstraße.Anfang der 15-16.Jahrhunderten - erschienen Gebäuden, die für Architektur der
Timuridenepoche typisch sind.Anfang des 16.Jahrhunderts - wurde Taschkent ein Teil des
Scheibanidenstaates.Zweite Hälfte des 16.Jahrhunderts - befand sich Taschkent an der Grenze des
Bucharakhanats.Im 16. Jahrhundert erschienen in der Architektur die Medressen und Mousoleums.Dynastiekämpfe
fassten den ganzen Mavouranachr um.Im 18.Jahrhundert - war Taschkent intensiv befestigt.Im 19.Jahrhundert -
wurde Taschkent von Alimchan erobert, dem Herrscher von Kokand.Am Ende des 19.Jahrhunderts eroberte
Russland das Territorium von Turkestan. 1881- 86 wurde die erste Eisenbahn strecke gebaut, Taschkent wurde die
Hauptüberquerung der Handelrouten im Norden, Westen und Osten. Im Unterschied zu anderen Hauptstädten
Zentraiasiens gab es in Taschkenter Architektur keine Gebäuden, die für Samarkand, Buchara und Chiwa typisch
waren.Die Taschkenter Architektur war absolut anders, sie hatte ihre eigene Art.
Buchara
• Als Ansiedlung war Buchara in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung entstanden. Im 6. Jahrhundert wurde es zur
Hauptstadt des frühfeudalistischen Landbesitzes der Oase gleichen Namens. Die Stadt bildete sich neben der noch alteren
Zitadelle, als sich jedoch Handel und Gewerbe weiterentwickelten, wuchsen außerhalb der Stadtmauern Vororte empor, die
im 8. Jahrhundert zusammen mit der ursprünglichen Stadt durch eine Schutzmauer umfriedet wurden. Spätere Mauerteile, die
aus dem 16. Jahrhundert stammen, sind noch erhalten. Buchara besitzt, wenn auch nur wenige, so doch wahrhafte Kleinode
der Baukunst aus der vormongolischen Periode. Da ist vor allem das im 9.-10. Jahrhundert entstandene Mausoleum der
Samaniden.An künstlerischer AUS$ruckskraft und konstruktiver Logik ist dieser kleine Bau fürwahr großartig. Sowohl
tektonisch als auch in der virtuosen Verwendung der gebrannten Ziegel gehürt es zu den Meisterwerken der Baukunst der
Welt. Zum bedeutendsten Bauwerk der Folgezeit wurde das Kaljan-Minarett, das 1127 zusammen mit einer Freitagsmoschee
erbaut wurde, die jedoch nicht mehr erhalten ist.
• Der wuchtige Schaft des Minaretts hat am Fuße 9 m Durchmesser, verjungt sich ein wenig nach oben und erreicht 46 m
Höhe.
Das Minarett beeindruckt nicht nur durch seine majestätische Linienführung und die kunstvolle Mauerung, sondern auch
durch seine bautechnische Vollkommenheit. In den 800 Jahren, seit denen es dasteht, hat es keiner Reparatur bedurft.
Innerhalb der Stadtmauer von Buchara blieb eine in den Jahren 1119-1120 erbaute Moschee mit einer Dreibogengalerie aus
dem 16. Jahrhundert erhalten.Für die schmuckreiche Architektur des 12. Jahrhunderts ist das Südportal der Moschee Magoki-
Attari charakteristisch. Sein Dekor zeugt von der Kenntnis erlesener dekorativer Wirkungen. Die wenigen bis zu uns
gelangten Baudenkmaler Bucharas aus dem 11. und 12. Jahrhundert legen Kunde ab vom glanzvollen Können der Baumeister
jener Zeit und von ihrer subtilen Kunst der Ornamentation.
In der Zeit nach der Mongoleninvasion gab es in Buchara ebenso wie in den anderen Städten Mittelasiens keine wesentliche
Bautätigkeit. Erst im nachfolgenden Jahrhundert trat eine Belebung ein. Unter Ulugbek erhielt Buchara eine neue Medrese
(1417). Sie ist in jeder Hinsicht charakteristisch für die Architektur dieser Zeit: Klarheit des Grundgedankes, edle
Proportionen und verhaltenes Dekor.
• Im 16. Jahrhundert wurde Buchara, nachdem die usbekische Dynastie der Scheibaniden zur Macht gelangt
war, neuerlich Hauptstadt eines großen mittelasiatischen Staates. Die Stadt wuchs, und neue Mauern
wurden errichtet.
• Der intensive Ausbau von Buchara begann mit einer Freitagsmoschee, die 1514 neben den Kaljan-Minarett
an der Stelle der alten Moschee aus dem 12. Jahrhundert emporwuchs und eines der größten Bauwerke
Mittelasiens wurde. Auf der anderen Platzseite baute man 1535-1536 die Medrese Miri-Arab. Zusammen
mit der Moschee und dem Minarett bildet sie eines der besten Bauensembles von Buchara. Nach diesem
Prinzip der paarweisen Bebauung, "Kosch" genannt, errichtete man ein Medresenpaar: Modari-Khan (1566-
1567) und die des Abdulla-Khan (1588-1590). In der Bauweise der kleinen städtischen Moscheen
verquickten sich Elemente der Monumentalbaukunst mit den Volkstraditionen. Beispiele dafür sind die
Moscheen Baljand und Chodsha-Sejneddin (16. Jh.). Ihre Innenausgestaltung kann es mit den besten
Samarkander Bauwerken des 15. Jahrhunderts aufnehmen.
• Beim Ausbau von Buchara im 16. Jahrhundert nahmen Profanbauten; Handelshöfe, Karawansereien und
Bäder, einen großen Platz ein. Ohne besondere künstlerische Intentionen, waren sie aUS$rucksvoll durch
ihre klaren Formen und die rationelle Konstruktion.
• Aus dem 17. Jahrhundert stammt eines der bedeutenden Bauensembles von Buchara rings um das
Wasserbecken Ljabi-Chaus. Das älteste dieser Bauwerke, die Medrese Kukeldasch (1568 -1569) ist die
größte in Mittelasien. Im Jahre 1620 wurde vor ihr das Wasserbecken Ljabi-chaus angelegt, mit großen
Kalksteinplatten ausgelegt und mit Bäumen umpflanzt. Zur selben Zeit baute man an seiner einen Seite eine
Moschee und Herberge für Derwische, an der anderen die Medrese Nadir-Diwan-besch. Die Bauwerke am
Rande des Wasserspiegels bieten ein effektvolles Bild dar.
• Nach der Baumethode "Kosch" verfuhr man auch bei der Errichtung des letzten bedeutenden Gebäudes von
Buchara, der Medrese Abdulasis-Khan (1652), indem man sie der Ulugbek-Medrese gegenüberstellte.
Obgleich beide Bauten zeitlich durch mehr als zwei Jahrhunderte getrennt sind, bilden sie durch die
tektonische Einheitlichkeit ein zusammengehörendes Ganzes. Im 18. Jahrhundert büßte das Baugeschehen
in Buchara infolge der politischen Situation seine einstige schöpferische Kraft ein. Die Gebäude und
Baukomplexe von Buchara haben städtebaulich eine große Rolle gespielt und bewahren diese heute noch.
Die gruppenweise Anordnung in bestimmter Zusammenstellung steigerte ihre künstlerische Wirkung und
formte die Plätze und Hauptstraßen der Stadt. Darin besteht die unvergöngliche Bedeutung der
Bauensembles von Buchara. Jetzt restauriert, gelangen sie zu einem neuen Leben und bilden einen
unabdingbaren Bestandteil des heutigen Stadtbildes.
Samarkand
• Neue archдologische Ausgrabungen belegen, daß Samarkand über 2700 Jahre alt ist. Samarkand -
früher als Marakanda bekannt - war die Hauptstadt von Sogdien, wurde 329 von Alexander dem
Großen eingenommen und stand danach immer wieder unter der Herrschaft verschiedener Eroberer.
Samarkand überlebte den Einmarsch und die Zerstörungen durch die Truppen von Dschingis Chan.
Nach einer Revolte gegen die mongolischen Unterdrücker begann Samarkand unter Timur und
seinen Söhnen - allen voran der geniale Astronom Ulug'bek - seinen Aufstieg zur wichtigsten Kultur-
und Handelsstadt in Mittelasien. Die Architekturdenkmäler, für die Samarkand berühmt ist und die
noch heute wirken wie aus 1001 Nacht, entstanden zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert. Man sagt,
schreibt ein unbekannter Dichter, »daß man durch die ganze Welt reisen kann, sich die Pyramiden
anschauen und das Lächeln der Sphinx bewundern kann. Du kannst das weiche Singen des
Adriawindes hцren und ehrfurchtsvoll vor der Akropolis knien, du kannst von Rom und seinem
Collosseum gefangen sein, entzückt sein von Notre Dame in Paris oder dem alten Mailänder Dom.
Aber wenn Du einmal Samarkand gesehen hast, wirst Du immer von seiner Magie verzaubert
bleiben.« Das Samarkand der damaligen Zeit trug die Beinamen >des Planeten herrlichstes Antlitz<
oder >glanzvolles Antlitz der Erde<. Marco Polo (1254-1324), der, so vermuten neuere Forschungen,
nie in China war und nur bis Samarkand gekommen sein soll, schreibt in Kapitel 52 seines
Reiseberichtes: »Samarkand ist eine vornehme Stadt, geschäckt mit schönen Gärten und umgeben
von einer Ebene, in der alle Früchte wachsen, die man sich nur wünschen kann. Die Einwohner, teils
Christen, teils Mohammedaner, sind dem Neffen des Großchans Untertan; dennoch sind die
Beziehungen zwischen beiden Parteien nicht freundschaftlich, sondern es herrscht ein ständiger
Kampfund Krieg.
• m 18. Jahrhundert begann mit dem überfall der Schaibaniden, der
eigentlichen Vorfahren der heutigen Usbeken, der Niedergang Samarkands;
in der Zeit von 1720 bis 1770 war die Stadt sogar gänzlich unbewohnt. Erst
nachdem Samarkand 1887 unter russischer Herrschaft eine
Provinzhauptstadt mit Eisenbahnan-schluß wurde, konnte sich die Stadt
wirtschaftlich erholen. Heute hat die Stadt Samarkand 372 000 Einwohner.
Das moderne Samarkand teilt sich in zwei Teile. Das eigentliche städtische
Leben findet in dem einst von Russen geplanten Stadtteil statt. Wie in St.
Petersburg laufen drei Straßen auf einen zentralen Platz zu. Leider ist dieser
Platz, heute heißt er Unabhängigkeitsplatz, leer und sehr baufällig. Weiter
westlich, auch noch im russischen Teil der Stadt, liegen die großen
Geschäfte, moderne Cafes, Sportstadien. Auch die Universität liegt in
diesem Stadtteil. In Samarkand gibt es eine große Brauerei und mehrere
Unternehmen der Leichtindustrie. Samarkand liegt 725 Meter über dem
Meeresspiegel. Im Sommer kann es hier bis zu 45 °C heiß werden, der
trockene Frost im Winter Temperaturen bis zu -25 °C zu.
Chiva
• Die alte Stadt Chiwa am Unterlauf des Amu-Darja begann im 14. Jahrhundert unter den anderen Städten
von Choresm hervorzutreten und wurde im 17. Jahrhundert Hauptstadt des Khanats Chiwa. Doch erst zu
Beginn des 19. Jahrhunderts bildete sich die Stadt zum bedeutenden Kulturzentrum heraus. Die in rascher
Aufeinanderfolge emporwachsenden Monumentalbauten füllten den ältesten Stadtteil, Itschan-kala,
drängten sich um das Tor Palwan-Darwasa im Osten und in der Straße, die zum westlichen Tor führt.In
keiner anderen mittelasiatischen Stadt sind ganze Teile so unberührt erhalten geblieben wie Itschan-kala in
Chiwa. Heute historische Pflegestätte, vermittelt Itschan-kala eine Vorstellung vom feudalen
mittelasiatischen Stadtgebilde. Bauten aus der Zeit des anfänglichen Aufstiegs von Chiwa sind kaum erhalten
geblieben. Zu den noch vorhandenen gehürt das schlichte Mausoleum des Scheichs Sejid Allauddin aus dem
14. Jh., das für sein prachtvolles Majolika-Grabmal bekannt ist. Sehr anspruchslos dürfte anfangs wohl auch
das Mausoleum des Dichters und Volkshelden Pachlawan-Machmud gewesen sein, der im ersten Viertel des
14. Jahrhunderts starb. Um jene Zeit wurde unweit von diesem Mausoleum mit dem Bau einer
Begräabnisstätte für die Herrscher von Chiwa begonnen, in die man dann auch die Grabmäler früher
verstorbener Khane verlegte.
• Im Jahre 1825 wurden alle Räume des Baukomplexes Pachlawan-Machmud innen mit Majolikaplatten
ausgelegt, die die für Chiwa typische Bemusterung aufweisen. Die Kuppel der Bauten wurden mit
turkisblauen Schmelzziegeln überdeckt und das Portal mit Majolika verkleidet.
Der Platz an der Hauptstraße der Itschan-kala erhält sein Gepräge durch die Dshuma-Moschee mit ihrem
Minarett und einige in der Nähe befindliche Medresen.
• Im Jahre 1825 wurden alle Räume des Baukomplexes Pachlawan-Machmud innen mit Majolikaplatten
ausgelegt, die die für Chiwa typische Bemusterung aufweisen. Die Kuppel der Bauten wurden mit
türkisblauen Schmelzziegeln überdeckt und das Portal mit Majolika verkleidet.
Der Platz an der Hauptstraße der Itschan-kala erhält sein Gepräge durch die Dshuma-Moschee mit ihrem
Minarett und einige in der Nähe befindliche Medresen.
• Nicht alltäglich ist die bauliche Gestaltung der im 18. Jahrhundert erbauten Chiwaer Hauptmoschee
Dshuma-Metschet. Ohne Gliederung und Schmuckwerk umgeben die Ziegelmauern das Geviert von 55X46
m. Die Flachdecke wird von 212 Holzsaulen gestützt, unter denen etwa 20 sehr alt sind und einzigartiges
Schnitzwerk aufweisen.
• Einer der belebtesten Orte Chiwas ist das Osttor Palwan-Darwasa. Schon im 17. Jahrhundert waren dort das
Bad Anusch-chana und die ebenerdige Moschee Chodshamberdybija erbaut worden. Ihr gegenüber wurde in
den Jahren 1804-1812 die zweistöckige Medrese Kutlug-Murad-inak errichtet, die 81 Mönchzellen hatte und
zu den größten Gebäuden von Chiwa gehörte.
• Im Jahre 1806 wurde an das Tor Palwan-Darwasa eine lange Galerie mit überwölbten Verkaufsläden
angegliedert. Bei diesem Tor, in das die belebteste Straße mündet, konzentrierte sich unter Allakuli-Khan
(1825-1842) das Geschäftsleben der Stadt.
• Derselbe Herrscher ließ unweit des Tors Palwan-Darwasa eine Karawanserei bauen, die über die Mauern
von Itschan-kala hinausreichte. An ihre Hauptfassade schloß sich eine uberdachte Galerie an.
Unter den Bauten beim Osttor Palwan-Darwasa fällt die Medrese Allakuli-Khan durch ihr wohlgeformtes
Portal auf. In den Jahren 1830-1832 entstand der Palast des Alla-Kuli-Khan, Tasch-chauli genannt.
Mehrere kleine Höfe verbinden die Repräsentation- und die Wohnräume des Palastes, den Harem, den
Empfangssaal, den Gerichtssaal sowie die verschiedenen Wirtschafts- und Diensträume und Gänge.So schloß
sich die Kette der Baulichkeiten am Tor Palwan-Darwasa - die Torgalerie, die Medrese des Alla-Kuli-Khan,
die Galerie an der Karawanserei und auf der anderen Seite des Platzes der Palast Tasch-chauli und die
Medrese Kutlug-Murad-inaka.
• Beim nicht mehr erhaltenen Westtor steht die mit einer Zinnenmauer aus ungebrannten Ziegeln umgebene
alte Festung Kunja-Ark mit den Resten des Schlosses Akschich-Baba, das einst der Stadtkern war.Innerhalb
von Itschan-kala haben sich auch andere Bauensembles herausgebildet. So entstand in den Jahren 1851-1852
südlich von Kunja-Ark die Medrese Amin-Khan und 1871 östlich von Kunja-Ark die Medrese Sejid
Muchammed Rachim-Khan II, Baukomplexe, die den Platzen ihr Gepräge gaben. Die Medrese Amin-Khan
ist die größte in Chiwa. Ihr unvollendetes Minarett, dessen Durchmesser 14,2 m ausmacht, wurde nur bis in
26 m Hohe aufgeführt, weshalb es den Beinamen Kalta-minar (das kurze Minarett) erhielt.
• Islam-Chodsha ließ das höchste Minarett der Stadt errichten (etwa 50 m), das alle Bauwerke von Itschan-
kala überragt. Das Kostbare an Itschan-kala sind nicht nur die einzelnen Baulichkeiten, sondern ihre
Gesamtheit als organisch ineinandergefügte Einheit architektonisch-konstruktiver Elemente, die dem
Stadtbild seine einzigartige Wirkung verleihen. Aus diesem Grunde wurde die ganze Itschan-kala zur
architektonischhistorischen Pflegestätte gemacht.
• In der Vorstadt Chiwas Dischan-kala gibt es zum Unterschied von Itschan-kala viele Wasserbecken und
Grünpflanzungen, die den Wohnbauten einen schönen Rahmen bieten. Die Wohnbauten bilden eine
interessante räumliche Komposition, in der die Liwane (offene Veranden) ein Charakteristikum sind. Die
hölzernen Säulen, Tragbalken, Türen und anderen Details sind häufig mit herrlichem Schnitzwerk versehen.
In den Wohnstätten finden die künstlerischen Traditionen von Chiwa ihre Fortdauer und Weiterentwicklung.
Ferganatal
• Die Städte Fergana, Kokand, Namangan, Margilan, Andishan sind ein großer Oasis, die im Norden, die um
Krumaiegebirgen im Nordwesten, Tschatkalbergen im Norden, Ferganagebirge im Süden umkreist.In der
uralten Zeit gab die auschließliche Pflanzenwelt dieses Gegendsdem Ferganatal den Namen "Goldenes Tal".
Erste uralte Besiedelungen im Ferganatal erschienen vor 5-6 Tausend Jahren.Es war zuläßlich, dass Fergana
in 6-4 Jahrhuderten v.chr. kulturelle Beziehungen mit Süd-Ostlichen und südlichen Zwilisationen hatte.
• Im 2. Jh. v. Chr. verband die Große Seidenestraße die China und Mittelmeer, und ging durch Fergana,
• Im 2 Jh. v. Chr. stritten mit China unter dem Grund der Krieg zwischen China und Dawan Pass.
• 2 - 4 Jh.- wurde ein Teil von Ferganatal Teil von Kuschan Zarenreich.
• 7-8 Jh.- wurde Ferganatal von Araben erobert.Erober der alten Stadte Sogd und Choresm, Herrscher von
Chorsan und Choresm Kutejba ibn Muslim wurde nicht weit von der Stadt Kazan ermordet.
• 7-8 Jh.- kamen Samaniden zur Regierung in Ferganatal.
• 9-11 Jh.- wurde die Stadt Achsikent als Hauptstadt Fergana.Am Anfang des 12 Jahrhunderts machten die
Mongolischen Einfnalle den Tal leer.
• Im 14 Jh. kamen Temuriden zur Regierung. Der Ferganatal wurde beste Erholugsort von Temur.
• 16 Jh.- in der Zeit der Regierung Babur war die Stadt Andijan Hauptstadt von Ferganatal.
• 16 Jh.- Scheybanichan schloß den Tal zu seinen Usbekenreich an.
• Im Jahr 1700 waren die Scheybaniden vom Thron abgeschaffen, Kokand wurde die Hauptstadt des neuen
Staats.
• Im 18 Jh.- entstand im Ferganatal ein unabhängiger Chanat von Kokand.
• lm Jahr 1875 schloß Kokander Chanat als Ferganaregion zum Zarenreich Russlands.
• 1874-1876.- Pulat-chan führte aufständig Bewegungen gegen Zarenreich Russlands.Das Territorium von
Ferganatal wurde im Jahr 1924 zwischen Usbekischen, Tadjikischen und Kirgisischen
Sowietunionrepubliken geteilt, nach der Revolution 1917 entsprechend mit etnischen Aufteilung wurden drei
Regionen Fergana, Namangan, Andijan dem Usbekistan gegeben.

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Historische Städte von Usbekistan

  • 1. Die historischen Städte von Usbekistan
  • 2. Taschkent • Taschkent - ist die Hauptstadt des souveranen Usbekistans. Zur Zeit ist Taschkent ein wichtiges Geschäfts-und Wirtschaftszentrum der zentralasiatischen Region, natürlich, aber auch das kulturelle Zentrum des Landes. Architektur von Taschkent ist einzigartig, Gastfreundschaft und Freundschaft der Taschkenter sind frappierend.Zum erstenmal wurde Taschkent als Schosch, Tschasch, Taschkura um 2.Jahrhundert v.Chr. Genannt Taschkent liegt günstig an der Großen Seidenstraße. Im Jahr 1949 haben Archeologen die Stadt Bysman-Tepa entdeckt. Nach der Eroberung Kangais (Choresm) wurde Taschkent zerstört. Die Blütezeit von Taschkent war im 3-4.Jahrhunderten. • Im 7.Jahrhundert - hatten sich im Tschasch zwei Kulturen von Sogdiane und Türkei getroffen. In diesem Jahrhundert ist Schasch ein Teil des arabischen Khalifats geworden. Die Hauptstadt von Tschasch wurde verbrannt.Im 8.Jahrhundert - wurde Tschasch mit Hak vereinigt, wo man Gold gefördert wurde. Die epische Benennung von llaka ist "Türkisgewinnen"Im 9. Jahrhundert - befand sich hierein großer Münzenhof.Im lO. Jahrhundert - befand sich im Nordteil Taschkents eine Siedlung Nasartepa.Im 10 - 11. Jahrhunderten - wurde Taschkent einer der größten Hersteller derturkistanischen Fabriken.Im 11. Jahrhundert - erschien eine neue Benennung von Taschkent (Schaschkent) nach seiner ehemaligen Binkent.Im Jahre 1220 ist Taschkent unter Macht von Tschingeschan geraten.Ende des 13.Jahrhunderts - wurde Taschkent einen der größten Städte auf dem Weg der Großen Seidenstraße.Anfang der 15-16.Jahrhunderten - erschienen Gebäuden, die für Architektur der Timuridenepoche typisch sind.Anfang des 16.Jahrhunderts - wurde Taschkent ein Teil des Scheibanidenstaates.Zweite Hälfte des 16.Jahrhunderts - befand sich Taschkent an der Grenze des Bucharakhanats.Im 16. Jahrhundert erschienen in der Architektur die Medressen und Mousoleums.Dynastiekämpfe fassten den ganzen Mavouranachr um.Im 18.Jahrhundert - war Taschkent intensiv befestigt.Im 19.Jahrhundert - wurde Taschkent von Alimchan erobert, dem Herrscher von Kokand.Am Ende des 19.Jahrhunderts eroberte Russland das Territorium von Turkestan. 1881- 86 wurde die erste Eisenbahn strecke gebaut, Taschkent wurde die Hauptüberquerung der Handelrouten im Norden, Westen und Osten. Im Unterschied zu anderen Hauptstädten Zentraiasiens gab es in Taschkenter Architektur keine Gebäuden, die für Samarkand, Buchara und Chiwa typisch waren.Die Taschkenter Architektur war absolut anders, sie hatte ihre eigene Art.
  • 3. Buchara • Als Ansiedlung war Buchara in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung entstanden. Im 6. Jahrhundert wurde es zur Hauptstadt des frühfeudalistischen Landbesitzes der Oase gleichen Namens. Die Stadt bildete sich neben der noch alteren Zitadelle, als sich jedoch Handel und Gewerbe weiterentwickelten, wuchsen außerhalb der Stadtmauern Vororte empor, die im 8. Jahrhundert zusammen mit der ursprünglichen Stadt durch eine Schutzmauer umfriedet wurden. Spätere Mauerteile, die aus dem 16. Jahrhundert stammen, sind noch erhalten. Buchara besitzt, wenn auch nur wenige, so doch wahrhafte Kleinode der Baukunst aus der vormongolischen Periode. Da ist vor allem das im 9.-10. Jahrhundert entstandene Mausoleum der Samaniden.An künstlerischer AUS$ruckskraft und konstruktiver Logik ist dieser kleine Bau fürwahr großartig. Sowohl tektonisch als auch in der virtuosen Verwendung der gebrannten Ziegel gehürt es zu den Meisterwerken der Baukunst der Welt. Zum bedeutendsten Bauwerk der Folgezeit wurde das Kaljan-Minarett, das 1127 zusammen mit einer Freitagsmoschee erbaut wurde, die jedoch nicht mehr erhalten ist. • Der wuchtige Schaft des Minaretts hat am Fuße 9 m Durchmesser, verjungt sich ein wenig nach oben und erreicht 46 m Höhe. Das Minarett beeindruckt nicht nur durch seine majestätische Linienführung und die kunstvolle Mauerung, sondern auch durch seine bautechnische Vollkommenheit. In den 800 Jahren, seit denen es dasteht, hat es keiner Reparatur bedurft. Innerhalb der Stadtmauer von Buchara blieb eine in den Jahren 1119-1120 erbaute Moschee mit einer Dreibogengalerie aus dem 16. Jahrhundert erhalten.Für die schmuckreiche Architektur des 12. Jahrhunderts ist das Südportal der Moschee Magoki- Attari charakteristisch. Sein Dekor zeugt von der Kenntnis erlesener dekorativer Wirkungen. Die wenigen bis zu uns gelangten Baudenkmaler Bucharas aus dem 11. und 12. Jahrhundert legen Kunde ab vom glanzvollen Können der Baumeister jener Zeit und von ihrer subtilen Kunst der Ornamentation. In der Zeit nach der Mongoleninvasion gab es in Buchara ebenso wie in den anderen Städten Mittelasiens keine wesentliche Bautätigkeit. Erst im nachfolgenden Jahrhundert trat eine Belebung ein. Unter Ulugbek erhielt Buchara eine neue Medrese (1417). Sie ist in jeder Hinsicht charakteristisch für die Architektur dieser Zeit: Klarheit des Grundgedankes, edle Proportionen und verhaltenes Dekor.
  • 4. • Im 16. Jahrhundert wurde Buchara, nachdem die usbekische Dynastie der Scheibaniden zur Macht gelangt war, neuerlich Hauptstadt eines großen mittelasiatischen Staates. Die Stadt wuchs, und neue Mauern wurden errichtet. • Der intensive Ausbau von Buchara begann mit einer Freitagsmoschee, die 1514 neben den Kaljan-Minarett an der Stelle der alten Moschee aus dem 12. Jahrhundert emporwuchs und eines der größten Bauwerke Mittelasiens wurde. Auf der anderen Platzseite baute man 1535-1536 die Medrese Miri-Arab. Zusammen mit der Moschee und dem Minarett bildet sie eines der besten Bauensembles von Buchara. Nach diesem Prinzip der paarweisen Bebauung, "Kosch" genannt, errichtete man ein Medresenpaar: Modari-Khan (1566- 1567) und die des Abdulla-Khan (1588-1590). In der Bauweise der kleinen städtischen Moscheen verquickten sich Elemente der Monumentalbaukunst mit den Volkstraditionen. Beispiele dafür sind die Moscheen Baljand und Chodsha-Sejneddin (16. Jh.). Ihre Innenausgestaltung kann es mit den besten Samarkander Bauwerken des 15. Jahrhunderts aufnehmen. • Beim Ausbau von Buchara im 16. Jahrhundert nahmen Profanbauten; Handelshöfe, Karawansereien und Bäder, einen großen Platz ein. Ohne besondere künstlerische Intentionen, waren sie aUS$rucksvoll durch ihre klaren Formen und die rationelle Konstruktion. • Aus dem 17. Jahrhundert stammt eines der bedeutenden Bauensembles von Buchara rings um das Wasserbecken Ljabi-Chaus. Das älteste dieser Bauwerke, die Medrese Kukeldasch (1568 -1569) ist die größte in Mittelasien. Im Jahre 1620 wurde vor ihr das Wasserbecken Ljabi-chaus angelegt, mit großen Kalksteinplatten ausgelegt und mit Bäumen umpflanzt. Zur selben Zeit baute man an seiner einen Seite eine Moschee und Herberge für Derwische, an der anderen die Medrese Nadir-Diwan-besch. Die Bauwerke am Rande des Wasserspiegels bieten ein effektvolles Bild dar. • Nach der Baumethode "Kosch" verfuhr man auch bei der Errichtung des letzten bedeutenden Gebäudes von Buchara, der Medrese Abdulasis-Khan (1652), indem man sie der Ulugbek-Medrese gegenüberstellte. Obgleich beide Bauten zeitlich durch mehr als zwei Jahrhunderte getrennt sind, bilden sie durch die tektonische Einheitlichkeit ein zusammengehörendes Ganzes. Im 18. Jahrhundert büßte das Baugeschehen in Buchara infolge der politischen Situation seine einstige schöpferische Kraft ein. Die Gebäude und Baukomplexe von Buchara haben städtebaulich eine große Rolle gespielt und bewahren diese heute noch. Die gruppenweise Anordnung in bestimmter Zusammenstellung steigerte ihre künstlerische Wirkung und formte die Plätze und Hauptstraßen der Stadt. Darin besteht die unvergöngliche Bedeutung der Bauensembles von Buchara. Jetzt restauriert, gelangen sie zu einem neuen Leben und bilden einen unabdingbaren Bestandteil des heutigen Stadtbildes.
  • 5. Samarkand • Neue archдologische Ausgrabungen belegen, daß Samarkand über 2700 Jahre alt ist. Samarkand - früher als Marakanda bekannt - war die Hauptstadt von Sogdien, wurde 329 von Alexander dem Großen eingenommen und stand danach immer wieder unter der Herrschaft verschiedener Eroberer. Samarkand überlebte den Einmarsch und die Zerstörungen durch die Truppen von Dschingis Chan. Nach einer Revolte gegen die mongolischen Unterdrücker begann Samarkand unter Timur und seinen Söhnen - allen voran der geniale Astronom Ulug'bek - seinen Aufstieg zur wichtigsten Kultur- und Handelsstadt in Mittelasien. Die Architekturdenkmäler, für die Samarkand berühmt ist und die noch heute wirken wie aus 1001 Nacht, entstanden zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert. Man sagt, schreibt ein unbekannter Dichter, »daß man durch die ganze Welt reisen kann, sich die Pyramiden anschauen und das Lächeln der Sphinx bewundern kann. Du kannst das weiche Singen des Adriawindes hцren und ehrfurchtsvoll vor der Akropolis knien, du kannst von Rom und seinem Collosseum gefangen sein, entzückt sein von Notre Dame in Paris oder dem alten Mailänder Dom. Aber wenn Du einmal Samarkand gesehen hast, wirst Du immer von seiner Magie verzaubert bleiben.« Das Samarkand der damaligen Zeit trug die Beinamen >des Planeten herrlichstes Antlitz< oder >glanzvolles Antlitz der Erde<. Marco Polo (1254-1324), der, so vermuten neuere Forschungen, nie in China war und nur bis Samarkand gekommen sein soll, schreibt in Kapitel 52 seines Reiseberichtes: »Samarkand ist eine vornehme Stadt, geschäckt mit schönen Gärten und umgeben von einer Ebene, in der alle Früchte wachsen, die man sich nur wünschen kann. Die Einwohner, teils Christen, teils Mohammedaner, sind dem Neffen des Großchans Untertan; dennoch sind die Beziehungen zwischen beiden Parteien nicht freundschaftlich, sondern es herrscht ein ständiger Kampfund Krieg.
  • 6. • m 18. Jahrhundert begann mit dem überfall der Schaibaniden, der eigentlichen Vorfahren der heutigen Usbeken, der Niedergang Samarkands; in der Zeit von 1720 bis 1770 war die Stadt sogar gänzlich unbewohnt. Erst nachdem Samarkand 1887 unter russischer Herrschaft eine Provinzhauptstadt mit Eisenbahnan-schluß wurde, konnte sich die Stadt wirtschaftlich erholen. Heute hat die Stadt Samarkand 372 000 Einwohner. Das moderne Samarkand teilt sich in zwei Teile. Das eigentliche städtische Leben findet in dem einst von Russen geplanten Stadtteil statt. Wie in St. Petersburg laufen drei Straßen auf einen zentralen Platz zu. Leider ist dieser Platz, heute heißt er Unabhängigkeitsplatz, leer und sehr baufällig. Weiter westlich, auch noch im russischen Teil der Stadt, liegen die großen Geschäfte, moderne Cafes, Sportstadien. Auch die Universität liegt in diesem Stadtteil. In Samarkand gibt es eine große Brauerei und mehrere Unternehmen der Leichtindustrie. Samarkand liegt 725 Meter über dem Meeresspiegel. Im Sommer kann es hier bis zu 45 °C heiß werden, der trockene Frost im Winter Temperaturen bis zu -25 °C zu.
  • 7. Chiva • Die alte Stadt Chiwa am Unterlauf des Amu-Darja begann im 14. Jahrhundert unter den anderen Städten von Choresm hervorzutreten und wurde im 17. Jahrhundert Hauptstadt des Khanats Chiwa. Doch erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildete sich die Stadt zum bedeutenden Kulturzentrum heraus. Die in rascher Aufeinanderfolge emporwachsenden Monumentalbauten füllten den ältesten Stadtteil, Itschan-kala, drängten sich um das Tor Palwan-Darwasa im Osten und in der Straße, die zum westlichen Tor führt.In keiner anderen mittelasiatischen Stadt sind ganze Teile so unberührt erhalten geblieben wie Itschan-kala in Chiwa. Heute historische Pflegestätte, vermittelt Itschan-kala eine Vorstellung vom feudalen mittelasiatischen Stadtgebilde. Bauten aus der Zeit des anfänglichen Aufstiegs von Chiwa sind kaum erhalten geblieben. Zu den noch vorhandenen gehürt das schlichte Mausoleum des Scheichs Sejid Allauddin aus dem 14. Jh., das für sein prachtvolles Majolika-Grabmal bekannt ist. Sehr anspruchslos dürfte anfangs wohl auch das Mausoleum des Dichters und Volkshelden Pachlawan-Machmud gewesen sein, der im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts starb. Um jene Zeit wurde unweit von diesem Mausoleum mit dem Bau einer Begräabnisstätte für die Herrscher von Chiwa begonnen, in die man dann auch die Grabmäler früher verstorbener Khane verlegte. • Im Jahre 1825 wurden alle Räume des Baukomplexes Pachlawan-Machmud innen mit Majolikaplatten ausgelegt, die die für Chiwa typische Bemusterung aufweisen. Die Kuppel der Bauten wurden mit turkisblauen Schmelzziegeln überdeckt und das Portal mit Majolika verkleidet. Der Platz an der Hauptstraße der Itschan-kala erhält sein Gepräge durch die Dshuma-Moschee mit ihrem Minarett und einige in der Nähe befindliche Medresen. • Im Jahre 1825 wurden alle Räume des Baukomplexes Pachlawan-Machmud innen mit Majolikaplatten ausgelegt, die die für Chiwa typische Bemusterung aufweisen. Die Kuppel der Bauten wurden mit türkisblauen Schmelzziegeln überdeckt und das Portal mit Majolika verkleidet. Der Platz an der Hauptstraße der Itschan-kala erhält sein Gepräge durch die Dshuma-Moschee mit ihrem Minarett und einige in der Nähe befindliche Medresen. • Nicht alltäglich ist die bauliche Gestaltung der im 18. Jahrhundert erbauten Chiwaer Hauptmoschee Dshuma-Metschet. Ohne Gliederung und Schmuckwerk umgeben die Ziegelmauern das Geviert von 55X46 m. Die Flachdecke wird von 212 Holzsaulen gestützt, unter denen etwa 20 sehr alt sind und einzigartiges Schnitzwerk aufweisen.
  • 8. • Einer der belebtesten Orte Chiwas ist das Osttor Palwan-Darwasa. Schon im 17. Jahrhundert waren dort das Bad Anusch-chana und die ebenerdige Moschee Chodshamberdybija erbaut worden. Ihr gegenüber wurde in den Jahren 1804-1812 die zweistöckige Medrese Kutlug-Murad-inak errichtet, die 81 Mönchzellen hatte und zu den größten Gebäuden von Chiwa gehörte. • Im Jahre 1806 wurde an das Tor Palwan-Darwasa eine lange Galerie mit überwölbten Verkaufsläden angegliedert. Bei diesem Tor, in das die belebteste Straße mündet, konzentrierte sich unter Allakuli-Khan (1825-1842) das Geschäftsleben der Stadt. • Derselbe Herrscher ließ unweit des Tors Palwan-Darwasa eine Karawanserei bauen, die über die Mauern von Itschan-kala hinausreichte. An ihre Hauptfassade schloß sich eine uberdachte Galerie an. Unter den Bauten beim Osttor Palwan-Darwasa fällt die Medrese Allakuli-Khan durch ihr wohlgeformtes Portal auf. In den Jahren 1830-1832 entstand der Palast des Alla-Kuli-Khan, Tasch-chauli genannt. Mehrere kleine Höfe verbinden die Repräsentation- und die Wohnräume des Palastes, den Harem, den Empfangssaal, den Gerichtssaal sowie die verschiedenen Wirtschafts- und Diensträume und Gänge.So schloß sich die Kette der Baulichkeiten am Tor Palwan-Darwasa - die Torgalerie, die Medrese des Alla-Kuli-Khan, die Galerie an der Karawanserei und auf der anderen Seite des Platzes der Palast Tasch-chauli und die Medrese Kutlug-Murad-inaka. • Beim nicht mehr erhaltenen Westtor steht die mit einer Zinnenmauer aus ungebrannten Ziegeln umgebene alte Festung Kunja-Ark mit den Resten des Schlosses Akschich-Baba, das einst der Stadtkern war.Innerhalb von Itschan-kala haben sich auch andere Bauensembles herausgebildet. So entstand in den Jahren 1851-1852 südlich von Kunja-Ark die Medrese Amin-Khan und 1871 östlich von Kunja-Ark die Medrese Sejid Muchammed Rachim-Khan II, Baukomplexe, die den Platzen ihr Gepräge gaben. Die Medrese Amin-Khan ist die größte in Chiwa. Ihr unvollendetes Minarett, dessen Durchmesser 14,2 m ausmacht, wurde nur bis in 26 m Hohe aufgeführt, weshalb es den Beinamen Kalta-minar (das kurze Minarett) erhielt. • Islam-Chodsha ließ das höchste Minarett der Stadt errichten (etwa 50 m), das alle Bauwerke von Itschan- kala überragt. Das Kostbare an Itschan-kala sind nicht nur die einzelnen Baulichkeiten, sondern ihre Gesamtheit als organisch ineinandergefügte Einheit architektonisch-konstruktiver Elemente, die dem Stadtbild seine einzigartige Wirkung verleihen. Aus diesem Grunde wurde die ganze Itschan-kala zur architektonischhistorischen Pflegestätte gemacht. • In der Vorstadt Chiwas Dischan-kala gibt es zum Unterschied von Itschan-kala viele Wasserbecken und Grünpflanzungen, die den Wohnbauten einen schönen Rahmen bieten. Die Wohnbauten bilden eine interessante räumliche Komposition, in der die Liwane (offene Veranden) ein Charakteristikum sind. Die hölzernen Säulen, Tragbalken, Türen und anderen Details sind häufig mit herrlichem Schnitzwerk versehen. In den Wohnstätten finden die künstlerischen Traditionen von Chiwa ihre Fortdauer und Weiterentwicklung.
  • 9. Ferganatal • Die Städte Fergana, Kokand, Namangan, Margilan, Andishan sind ein großer Oasis, die im Norden, die um Krumaiegebirgen im Nordwesten, Tschatkalbergen im Norden, Ferganagebirge im Süden umkreist.In der uralten Zeit gab die auschließliche Pflanzenwelt dieses Gegendsdem Ferganatal den Namen "Goldenes Tal". Erste uralte Besiedelungen im Ferganatal erschienen vor 5-6 Tausend Jahren.Es war zuläßlich, dass Fergana in 6-4 Jahrhuderten v.chr. kulturelle Beziehungen mit Süd-Ostlichen und südlichen Zwilisationen hatte. • Im 2. Jh. v. Chr. verband die Große Seidenestraße die China und Mittelmeer, und ging durch Fergana, • Im 2 Jh. v. Chr. stritten mit China unter dem Grund der Krieg zwischen China und Dawan Pass. • 2 - 4 Jh.- wurde ein Teil von Ferganatal Teil von Kuschan Zarenreich. • 7-8 Jh.- wurde Ferganatal von Araben erobert.Erober der alten Stadte Sogd und Choresm, Herrscher von Chorsan und Choresm Kutejba ibn Muslim wurde nicht weit von der Stadt Kazan ermordet. • 7-8 Jh.- kamen Samaniden zur Regierung in Ferganatal. • 9-11 Jh.- wurde die Stadt Achsikent als Hauptstadt Fergana.Am Anfang des 12 Jahrhunderts machten die Mongolischen Einfnalle den Tal leer. • Im 14 Jh. kamen Temuriden zur Regierung. Der Ferganatal wurde beste Erholugsort von Temur. • 16 Jh.- in der Zeit der Regierung Babur war die Stadt Andijan Hauptstadt von Ferganatal. • 16 Jh.- Scheybanichan schloß den Tal zu seinen Usbekenreich an. • Im Jahr 1700 waren die Scheybaniden vom Thron abgeschaffen, Kokand wurde die Hauptstadt des neuen Staats. • Im 18 Jh.- entstand im Ferganatal ein unabhängiger Chanat von Kokand. • lm Jahr 1875 schloß Kokander Chanat als Ferganaregion zum Zarenreich Russlands. • 1874-1876.- Pulat-chan führte aufständig Bewegungen gegen Zarenreich Russlands.Das Territorium von Ferganatal wurde im Jahr 1924 zwischen Usbekischen, Tadjikischen und Kirgisischen Sowietunionrepubliken geteilt, nach der Revolution 1917 entsprechend mit etnischen Aufteilung wurden drei Regionen Fergana, Namangan, Andijan dem Usbekistan gegeben.