SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
My Heroes
Bilingual children’s stories
Meine Helden
Zweisprachige Geschichten für Kinder
TheWater
It was the hot, dry
season.With no rain in
almost a month, crops were
dying, cows had stopped
giving milk, streams had long
dried up, and we, like other
farmers in the area, faced
bankruptcy if we didn’t see
some rain soon.
I was in the kitchen
making lunch when I saw
my six-year-old son, Billy,
walking purposefully and
carefully toward the woods.
I could only see his back.
Minutes after he
disappeared, he came
running back.
I continued making
sandwiches,but noticed
later that he was once again
walking toward the woods
with that slow purposeful
stride.This activity—walk
carefully to the woods, run
back to the house—was
repeated a few more times.
Finally I couldn’t take it any
longer, so I crept out of the
house and followed him on
his journey, being careful to
remain out of sight.
Das Wasser
Es war eine heiße und trockene
Jahreszeit. Fast einen Monat lang
gab es keinen Regen, die Ernte
vertrocknete, die Kühe gaben keine
Milch mehr, die Flüsse waren schon
längst ausgetrocknet, und wir –
so wie die anderen Farmer in der
Umgebung – sahen dem Ruin
entgegen, wenn wir nicht bald
etwas Regen bekommen würden.
Ich stand in der Küche und
kochte das Mittagessen, als mein
sechs Jahre alter Sohn, Billy,
zielstrebig und gleichzeitig
vorsichtig in Richtung des
Wäldchens ging. Ich konnte ihn
nur von hinten sehen. Minuten
später, nachdem er verschwunden
war, kam er wieder angerannt.
Ich strich weiter Brote,
bemerkte aber, wie er erneut in
RichtungWäldchen ging und zwar
wieder in diesem langsamen, aber
zielstrebigen Schritttempo. Dieses
vorsichtige in Richtung Wäldchen
Gehen und zum Haus
Zurückrennen – erfolgte mehrere
Male. Schließlich konnte ich es vor
Neugier nicht mehr aushalten.Also
schlich ich aus dem Haus und folgte
ihm vorsichtig auf seinem Weg,
indem ich mich bemühte, außer
Sichtweite zu bleiben.
I sneaked along as he went
into the woods. Branches and
thorns slapped his face, but he
didn’t try to avoid them.Then I
saw the most amazing sight.
Several large deer loomed in
front of him, but Billy walked
right up to them. I almost
screamed for him to get
away—a huge buck with
elaborate antlers was
dangerously close. But the buck
did not threaten him. He didn’t
even move as Billy knelt down.
Then I saw a tiny fawn that was
lying on the ground, obviously
suffering from dehydration and
heat exhaustion, lift its head
with great effort to lap up the
water my beautiful boy had
brought, cupped in his hands.
Ich schlich um ihn herum,
als er insWäldchen ging. Äste
und Dornen schlugen ihm ins
Gesicht, aber er versuchte
nicht, ihnen auszuweichen.
Dann sah ich eine erstaunliche
Szenerie. Mehrere große
Hirsche tauchten vor ihm auf.
Aber Billy ging schnurstracks
auf sie zu. Ich hätte beinahe
geschrien und ihn aufgefordert,
wegzulaufen. Ein riesiger Hirsch
mit einem üppigen Geweih
stand ihm gefährlich nahe, ohne
ihn jedoch zu bedrohen. Er
bewegte sich noch nicht einmal,
als Billy niederkniete. Dann sah
ich ein winziges Rehkitz, das auf
dem Boden lag. Es war
offensichtlich vollkommen
dehydriert und von der Hitze
völlig erschöpft. Das Kitz hob
mit großer Anstrengung seinen
Kopf, um das Wasser
aufzulecken, das mein
wunderbarer Sohn in seinen
Händen hierher gebracht hatte.
When the water was
gone, Billy jumped up to run
back to the house and I hid
behind a tree. I followed
him back to a spigot that
we had shut off the water
to. Billy turned it all the way
and knelt to catch the few
drops that trickled out. I
remembered the trouble he
had gotten into for playing
with the hose the week
before and the lecture he
had received about the
importance of not wasting
water, and I understood
why he hadn’t asked for
help.
The leftover water in
the pipes was all but gone,
and it took a long time for
the drops to fill his
makeshift “cup.”When he
finally stood up and turned
around, I was in front of
him.
His eyes filled with tears.
“I’m not wasting,” was all he
said.
Als das Wasser aufgeleckt war,
sprang Billy auf, um wieder ins
Haus zu laufen, und ich versteckte
mich schnell hinter einem Baum.
Ich folgte ihm zum Wasserhahn, für
den wir aber das Wasser abgestellt
hatten. Billy drehte und drehte den
Hahn bis zum Anschlag auf und
kniete dann nieder, um die wenigen
Tropfen aufzufangen, die
heraustropften. Ich dachte an den
Ärger, den Billy in der letzten
Woche mit uns bekommen hatte,
weil er mit dem Gartenschlauch
gespielt hatte, und an die Rede, die
wir ihm gehalten hatten, wie
wichtig es sei, keinWasser zu
verschwenden, und ich verstand,
warum er uns nicht um Hilfe bitten
wollte.
Der Wasserrest, der sich noch
in der Leitung und im Schlauch
befand, war alles, was er hatte. Der
Rest aus der Wasserleitung war
längst aufgebraucht, und es dauerte
sehr lange, bis sich dieTropfen aus
dem Schlauch den Weg in seinen
aus Händen geformten „Becher“
gebahnt hatten.Als Billy sich
schließlich wieder aufrichtete und
umdrehte, stand ich genau vor ihm.
Seine Augen füllten sich mit
Tränen. „Ich verschwende aber kein
Wasser“, war alles, was er sagte.
With a lump in my throat,
I handed Billy a cup filled to
the brim with water from the
kitchen, and together we
walked back into the treeline.
I let him tend to the fawn,
watching proudly as my son
worked to save a life.
Tears rolled down my face
and hit the ground, where they
were joined by other drops …
and more drops … and more.
I looked up and saw the sky
was dark and rumbly. Billy and
I barely made it back to the
house before the clouds burst
and a heavy rain shower hit.
Some will probably say that
this was just a huge
coincidence, that it was bound
to rain sometime.And I can’t
argue with that.All I can say is
that the rain that came that
day saved our farm, just like
the actions of a little boy saved
a life.
Mit einem Kloß im Hals
überreichte ich Billy einen
großen Becher, der bis zum
Rand mitWasser aus der Küche
gefüllt war, und gemeinsam
gingen wir zurück bis zum
Waldrand. Ich ließ ihn den
Becher dem Rehkitz hinhalten
und beobachtete stolz, wie
mein Sohn sich abrackerte, um
das Leben des Kitzes zu retten.
Tränen rollten mir übers
Gesicht und fielen zu Boden,
wo sie sich mit anderen Tropfen
vereinten … und mehr Tropfen
… und noch mehr. Ich sah nach
oben und entdeckte, wie sich
der Himmel verfinstert hatte,
und es nach Gewitter aussah.
Billy und ich schafften es gerade
noch, ins Haus zu kommen,
bevor sich die Schleusen des
Himmels öffneten und sich ein
enormer Regenschauer ergoss.
Man könnte wahrscheinlich
sagen, der Regen sei ein riesiger
Zufall gewesen, und ich will es
nicht bestreiten.Alles, was ich
sagen kann, ist: der Regen, der
an jenem Tag fiel, rettete unsere
Farm, so wie dieTat eines
kleinen Jungen das Leben des
Rehkitzes gerettet hatte.
The Courage to be Kind
Olivia Bauer
One sunny afternoon
roughly seventy years ago, a
young girl and her friends
were watching through the
mesh of a barbed wire fence
as a group of men played
football [soccer], enjoying
the excitement of the game
and the skill of the players.
Suddenly, a kick sent the ball
in an arc over the fence, and
it landed near the children.
“It’d be great to have a
ball to play with,” one of the
boys remarked.“Let’s keep
it.”
But a girl disagreed.“It’s
not right for us to keep it,”
she insisted, throwing the
ball back over the fence.
This simple gesture of
kindness and integrity took
place in the heart of
Germany in the early 1940s,
duringWorld War II.The
players were British
prisoners of war, interned in
a camp on the outskirts of
town. Some of the girl’s
friends grumbled.After all,
the players were prisoners—
why should they have a ball
when the children didn’t?
Den Mut haben, freundlich zu
sein
Olivia Bauer
An einem sonnigen
Nachmittag vor fast 70 Jahren
stand ein junges Mädchen mit
ihren Freunden hinter einem
Maschendrahtzaun und
beobachtete eine Gruppe Männer
beim Fußballspielen. Sie genossen
das spannende Ereignis und die
Geschicklichkeit der Spieler.
Plötzlich flog der Ball im hohen
Bogen über den Zaun und landete
neben den Kindern.
„Es wäre toll, einen Ball zum
Spielen zu haben“, meinte einer
der Jungen, „wir sollten ihn
behalten.“
Das Mädchen widersprach. „Es
ist nicht richtig, ihn zu behalten“,
sagte sie und warf den Ball zurück
über den Zaun.
Diese einfache Geste der
Gutherzigkeit und Integrität fand
im Herzen Deutschlands in den
40er Jahren während des Zweiten
Weltkrieges statt. Die Spieler
waren britische Kriegsgefangene
in einem Lager am Stadtrand.
Einige Freunde des Mädchens
murrten. Schließlich waren die
Männer Gefangene – warum
sollten sie einen Ball haben, wenn
die Kinder keinen hatten?
Kindness takes
thoughtfulness, effort, and time.
It also takes courage. Courage
to stand alone on an issue.
Courage to give, especially
when one doesn’t have much.
Courage to say no to
indifference. Courage to act
according to what one knows is
right.
There is strength of
character in kindness—the
moral and mental strength to
step out, to give, to believe, to
persevere, to be true to one’s
convictions, even when it
means enduring challenges or
paying a price.These are the
kindnesses that leave a lasting
impression.
It’s been nearly three
quarters of a century, but there
may yet be survivors of that
summer scene—and if so, I
imagine they’d remember my
grandmother, the village girl
who returned a football.
Güte erfordert
Rücksichtnahme, Bemühen und
Zeit. Sie benötigt auch Mut.
Mut, um allein dazustehen und
auf seinem Standpunkt zu
beharren. Mut, um zu geben,
insbesondere, wenn man selbst
nicht viel hat. Mut, um nein zu
Gleichgültigkeit zu sagen. Mut,
um das Richtige zu tun.
In Güte liegt
Charakterstärke – Moral und
geistige Stärke, um etwas zu
tun, zu geben, zu glauben, zu
beharren, seinen
Überzeugungen treu zu bleiben,
auch wenn man dadurch vor
Herausforderungen stehen
oder einen Preis dafür bezahlen
muss. Diese Güte hinterlässt
einen bleibenden Eindruck.
Es ist fast ein dreiviertel
Jahrhundert her, und trotzdem
mag es noch Zeitzeugen dieser
Sommerszene geben – und
wenn dem so ist, erinnern sie
sich vielleicht an meine
Großmutter, das Mädchen aus
dem Dorf, das den Fußball
gütigerweise zurückgegeben
hat.
The Cost of a Miracle
Tess was a precocious
eight-year-old when she
heard her mom and dad
talking about her little
brother,Andrew.All she
knew was that he was very
sick and they were
completely out of money.
They were moving to an
apartment complex the
following month because
Daddy didn't have the money
for the doctor's bills and the
house. Only very costly
surgery could save Andrew
now, and it was looking like
there was no one to loan
them the money. She heard
Daddy say to her tearful
mother with whispered
desperation, "Only a miracle
can save him now.“
Tess went to her
bedroom and pulled a glass
jelly jar from its hiding place
in the closet. She poured all
the change out on the floor
and counted it carefully, even
three times.The total had to
be exactly perfect. No
chance here for mistakes.
Der Preis für ein Wunder
Tess war ein aufgewecktes
achtjähriges Mädchen. Eines Tages
hörte sie zufällig wie ihre Eltern
ein Gespräch über den kleinen
Bruder Andreas führten. Sie
konnte nur eins klar verstehen: er
war sehr krank und sie hatten
kein Geld. Im kommenden Monat
würden sie in einenWohnblock
umziehen, weil ihrVater nicht
genug Geld verdiente, um die
Arztrechnungen und die Miete
für das Haus zu bezahlen. Nur
eine sehr teure Operation
konnte den kleinen Andy noch
retten, doch sah es nicht danach
aus, als ob jemand ihnen das
benötigte Geld vorstrecken
würde.Tess hörteVater, wie er
der tränenüberströmten Mutter
verzweifelt zuflüsterte: »Nur ein
Wunder kann ihn jetzt noch
retten.«
Tess ging in ihr Zimmer und
zog ein Marmeladenglas aus
seinemVersteck im Schrank. Sie
schüttete all das gesammelte
Kleingeld auf den Boden und
zählte die Münzen dreimal
akribisch genau nach. Die Summe
musste exakt sein, sie durfte sich
keinen Fehler erlauben.
Carefully placing the
coins back in the jar and
twisting on the cap, she
slipped out the back door
and made her way six
blocks to Rexall's Drug
Store. She waited
patiently for the
pharmacist to give her
some attention, but he
was too busy.Tess twisted
her feet to make a
scuffing noise. Nothing.
She cleared her throat
with the most disgusting
sound she could muster.
No good. Finally she took
a quarter from her jar and
banged it on the glass
counter.That did it!
"And what do you
want?" the pharmacist
asked in an annoyed tone.
"I'm talking to my brother
here from Chicago whom
I haven't seen in ages," he
said, without waiting for a
reply to his question.
"Well, I want to talk
to you about my
brother,"Tess answered
back in the same annoyed
tone. "He's really, really
sick, and I want to buy a
miracle.“
Sorgfältig füllte sie dann die
Münzen zurück ins Glas, verschloss es
wieder, verließ damit das Haus durch
die Hintertür und machte sich auf den
Weg zur Apotheke. Diese war nicht
weit, nur ein paar Straßen entfernt.
Einmal eingetreten, wartete sie
geduldig darauf, dass der Apotheker
sie bemerken würde, doch dieser war
zu sehr in ein Gespräch vertieft, als
dass er ihr Beachtung schenkte.
Ungeduldig scharrteTess mit den
Füßen auf der Stelle. Nichts. Sie
räusperte sich mit dem ekligsten
Geräusch, das sie zustande bringen
konnte. Half auch nichts. Schließlich
entnahm sie ihrem Marmeladenglas
eine größere Münze und knallte sie
auf den gläsernenVerkaufstisch. Das
wirkte!
»Und was hättest du denn gerne
gehabt?«, erkundigte sich daraufhin
etwas verärgert der Apotheker. »Ich
unterhalte mich gerade mit meinem
Bruder aus Chicago, den ich schon
seit ewigen Zeiten nicht mehr
gesehen habe«, beendete er den Satz,
ohne eine Antwort auf seine Frage
abzuwarten.
»Nun, ich möchte mit ihnen über
meinen Bruder sprechen«, erwiderte
Tess in demselben verärgerten Ton
und fuhr fort, »er ist wirklich sehr
krank und ich möchte jetzt ein
Wunder für ihn kaufen!«
"I beg your pardon?"
said the pharmacist.
"His name is Andrew
and he has something bad
growing inside his head and
my daddy says only a
miracle can save him now.
So how much does a
miracle cost?“
"We don't sell miracles
here, little girl. I'm sorry, but
I can't help you," the
pharmacist said, softening a
little.
"Listen, I have the
money to pay for it. If it isn't
enough, I will get the rest.
Just tell me how much it
costs.“
The pharmacist's
brother was a well-dressed
man. He stooped down and
asked the little girl, "What
kind of a miracle does your
brother need?“
"I don't know,"Tess
replied with her eyes
welling up. "I just know he's
really sick and Mommy says
he needs an operation. But
my daddy can't pay for it, so
I want to use my money.“
"How much do you
have?" asked the man from
Chicago.
»Wie bitte, was willst du?«,
fragte der Apotheker.
»Er heißt Andreas und es
wächst ihm etwas sehr Bösartiges
in seinem Kopf und meinVati sagt,
dass ihn jetzt nur noch ein
Wunder retten kann.Wie viel
kostet also so einWunder?«
»Wir verkaufen hier keine
Wunder, Kleines. Es tut mir leid,
aber da kann ich dir nicht
weiterhelfen«, entgegnete der
Apotheker jetzt etwas sanfter.
»Hören sie, ich habe Geld, ich
kann zahlen.Wenn es nicht
ausreicht, besorge ich den Rest.
Sagen sie mir nur, wie viel es
kostet.«
Der Bruder des Apothekers,
ein sehr elegant gekleideter Herr,
der daneben stand und alles
mitgehört hatte, beugte sich nun
etwas vor und fragte das Mädchen:
»Und was für einWunder braucht
denn dein Bruder?«
»Ich weiß es nicht«,
antworteteTess mitTränen in den
Augen, »ich weiß nur, dass er sehr
krank ist und Mami sagt, er
brauche eine Operation.Aber
meinVati kann das nicht bezahlen,
darum möchte ich mein Geld
dafür hergeben.«
»Wie viel hast du denn?«,
fragte der Mann aus Chicago.
"One dollar and eleven
cents,"Tess answered barely
audibly. "And it's all the
money I have, but I can get
some more if I need to.“
"Well, what a
coincidence," smiled the
man. "A dollar and eleven
cents, the exact price of a
miracle for little brothers."
He took her money in one
hand and with the other
hand he grasped her mitten
and said, "Take me to where
you live. I want to see your
brother and meet your
parents. Let's see if I have
the kind of miracle you
need.”
That well-dressed man
was Dr. Carlton Armstrong,
a surgeon specializing in
neurosurgery.The
operation was completed
without charge, and it
wasn't long until Andrew
was home again and doing
well.
Mom and Dad were
happily talking about the
chain of events that had led
them to this place. "That
surgery," her mom
whispered, "was a miracle. I
wonder how much it would
have cost?“
»Einen Dollar und elf Cents«,
hauchteTess kaum hörbar. »Das
ist alles Geld, das ich habe; aber
ich kann noch mehr beschaffen,
falls das nötig ist.«
»Was für ein Zufall«, lächelte
der Mann. »Ein Dollar und elf
Cents, das ist genau der Preis für
einWunder für einen kleinen
Bruder.« Er nahm das Geld mit
der einen Hand und mit der
anderen ergriff er die Hand des
Mädchens und sagte einfach:
»Führe mich zu dir nach Hause.
Ich würde gerne deinen Bruder
sehen und deine Eltern kennen
lernen. Ich möchte herausfinden,
ob ich das Wunder habe, das dein
Bruder braucht.«
Dieser elegant gekleidete
Mann war Dr. Carlton Armstrong,
ein auf Neurochirurgie
spezialisierter Chirurg. Die
Operation wurde kostenlos
durchgeführt und es dauerte nicht
lange, bis Andreas wieder gesund
war und nach Hause gehen
konnte.
Mutter undVater besprachen
nochmals die Kette von
Ereignissen, die diese gute
Wendung herbeigeführt hatte.
»Diese Operation«, flüsterte die
Mutter, »war wirklich ein Wunder.
Ich frage mich, was das wohl
gekostet hätte?«
www.freekidstories.org
Stories © Aurora Productions/TFI.All images in public domain.
Tess smiled. She knew
exactly how much a miracle
cost—one dollar and eleven
cents—plus the faith of a little
child
Tess lächelte. Sie wusste genau,
wie viel einWunder kostet: ein
Dollar und elf Cents – plus den
Glauben eines kleinen Kindes

Weitere ähnliche Inhalte

Andere mochten auch

FMK2014: FileMaker Module by Karsten Risseeuw
FMK2014: FileMaker Module by Karsten RisseeuwFMK2014: FileMaker Module by Karsten Risseeuw
FMK2014: FileMaker Module by Karsten Risseeuw
Verein FM Konferenz
 
ma_sy Additional Info
ma_sy Additional Infoma_sy Additional Info
ma_sy Additional Info
ma_sy
 
Manifesto Comunista - Karl Marx e Friedrich Engels
Manifesto Comunista - Karl Marx e Friedrich EngelsManifesto Comunista - Karl Marx e Friedrich Engels
Manifesto Comunista - Karl Marx e Friedrich Engels
DanCury
 
Flughafen // Lost & Found
Flughafen // Lost & FoundFlughafen // Lost & Found
Flughafen // Lost & Found
Richard Hahn
 
Das schulsystem in polen
Das schulsystem in polenDas schulsystem in polen
Das schulsystem in polen
KABO1000
 

Andere mochten auch (13)

Hundertwasser
HundertwasserHundertwasser
Hundertwasser
 
FMK2014: FileMaker Module by Karsten Risseeuw
FMK2014: FileMaker Module by Karsten RisseeuwFMK2014: FileMaker Module by Karsten Risseeuw
FMK2014: FileMaker Module by Karsten Risseeuw
 
Die 10 Todsünde der Krisen-PR
Die 10 Todsünde der Krisen-PRDie 10 Todsünde der Krisen-PR
Die 10 Todsünde der Krisen-PR
 
Grécia
GréciaGrécia
Grécia
 
#SOMEXcircle "Personal Branding - What do you want to be famous for" - German...
#SOMEXcircle "Personal Branding - What do you want to be famous for" - German...#SOMEXcircle "Personal Branding - What do you want to be famous for" - German...
#SOMEXcircle "Personal Branding - What do you want to be famous for" - German...
 
ma_sy Additional Info
ma_sy Additional Infoma_sy Additional Info
ma_sy Additional Info
 
Manifesto Comunista - Karl Marx e Friedrich Engels
Manifesto Comunista - Karl Marx e Friedrich EngelsManifesto Comunista - Karl Marx e Friedrich Engels
Manifesto Comunista - Karl Marx e Friedrich Engels
 
Kollektiv k StartupDorf Meetup June 1, 2016
Kollektiv k StartupDorf Meetup June 1, 2016Kollektiv k StartupDorf Meetup June 1, 2016
Kollektiv k StartupDorf Meetup June 1, 2016
 
Flughafen // Lost & Found
Flughafen // Lost & FoundFlughafen // Lost & Found
Flughafen // Lost & Found
 
HTML5 Storage
HTML5 StorageHTML5 Storage
HTML5 Storage
 
Insectissima - Leuchtkäfer Blume
Insectissima - Leuchtkäfer BlumeInsectissima - Leuchtkäfer Blume
Insectissima - Leuchtkäfer Blume
 
Das schulsystem in polen
Das schulsystem in polenDas schulsystem in polen
Das schulsystem in polen
 
FONDO NACIONAL DE VIVIENDA APARTADÓ
 FONDO NACIONAL DE VIVIENDA APARTADÓ FONDO NACIONAL DE VIVIENDA APARTADÓ
FONDO NACIONAL DE VIVIENDA APARTADÓ
 

Mehr von Freekidstories

Mehr von Freekidstories (20)

Pêche miraculeuse - Cahier de coloriage.pdf
Pêche miraculeuse - Cahier de coloriage.pdfPêche miraculeuse - Cahier de coloriage.pdf
Pêche miraculeuse - Cahier de coloriage.pdf
 
Der wunderbare Fischfang - Malbuch
Der wunderbare Fischfang - MalbuchDer wunderbare Fischfang - Malbuch
Der wunderbare Fischfang - Malbuch
 
Чудесный улов рыбы - книжка-раскраска
Чудесный улов рыбы - книжка-раскраскаЧудесный улов рыбы - книжка-раскраска
Чудесный улов рыбы - книжка-раскраска
 
Pesca miracolosa - Libro da colorare
Pesca miracolosa - Libro da colorarePesca miracolosa - Libro da colorare
Pesca miracolosa - Libro da colorare
 
Pêche miraculeuse
Pêche miraculeusePêche miraculeuse
Pêche miraculeuse
 
Der wunderbare Fischfang
Der wunderbare FischfangDer wunderbare Fischfang
Der wunderbare Fischfang
 
Чудесный улов рыбы
Чудесный улов рыбыЧудесный улов рыбы
Чудесный улов рыбы
 
Pesca miracolosa.pdf
Pesca miracolosa.pdfPesca miracolosa.pdf
Pesca miracolosa.pdf
 
AS HISTÓRIAS QUE JESUS CONTOU - O BOM SAMARITANO
AS HISTÓRIAS QUE JESUS CONTOU - O BOM SAMARITANOAS HISTÓRIAS QUE JESUS CONTOU - O BOM SAMARITANO
AS HISTÓRIAS QUE JESUS CONTOU - O BOM SAMARITANO
 
Der barmherzige Samariter
Der barmherzige SamariterDer barmherzige Samariter
Der barmherzige Samariter
 
LES HISTOIRES RACONTÉES PAR JÉSUS - LE BON SAMARITAIN
LES HISTOIRES RACONTÉES PAR JÉSUS - LE BON SAMARITAINLES HISTOIRES RACONTÉES PAR JÉSUS - LE BON SAMARITAIN
LES HISTOIRES RACONTÉES PAR JÉSUS - LE BON SAMARITAIN
 
Истории, рассказанные Иисусом - Добрый самарянин
Истории, рассказанные Иисусом - Добрый самарянинИстории, рассказанные Иисусом - Добрый самарянин
Истории, рассказанные Иисусом - Добрый самарянин
 
As 12 Pedrinhas do Alicerce Aula 1B para crianças menores - Memorização.pdf
As 12 Pedrinhas do Alicerce Aula 1B para crianças menores - Memorização.pdfAs 12 Pedrinhas do Alicerce Aula 1B para crianças menores - Memorização.pdf
As 12 Pedrinhas do Alicerce Aula 1B para crianças menores - Memorização.pdf
 
Les Douze Pierres de Fondation Leçon 1B pour les plus jeunes - La Mémorisatio...
Les Douze Pierres de Fondation Leçon 1B pour les plus jeunes - La Mémorisatio...Les Douze Pierres de Fondation Leçon 1B pour les plus jeunes - La Mémorisatio...
Les Douze Pierres de Fondation Leçon 1B pour les plus jeunes - La Mémorisatio...
 
Biba, sapone e conchiglie
Biba, sapone e conchiglieBiba, sapone e conchiglie
Biba, sapone e conchiglie
 
Le ratel et l'indicateur
Le ratel et l'indicateurLe ratel et l'indicateur
Le ratel et l'indicateur
 
La parabole de la veuve et du juge
La parabole de la veuve et du jugeLa parabole de la veuve et du juge
La parabole de la veuve et du juge
 
The Parable of the Persistent Widow - Parábola de la viuda y el juez injusto
The Parable of the Persistent Widow - Parábola de la viuda y el juez injustoThe Parable of the Persistent Widow - Parábola de la viuda y el juez injusto
The Parable of the Persistent Widow - Parábola de la viuda y el juez injusto
 
Parabola del giudice e della vedova
Parabola del giudice e della vedovaParabola del giudice e della vedova
Parabola del giudice e della vedova
 
Притча Иисуса о настойчивой вдове
Притча Иисуса о настойчивой вдовеПритча Иисуса о настойчивой вдове
Притча Иисуса о настойчивой вдове
 

Meine helden - My Heroes

  • 1. My Heroes Bilingual children’s stories Meine Helden Zweisprachige Geschichten für Kinder
  • 2. TheWater It was the hot, dry season.With no rain in almost a month, crops were dying, cows had stopped giving milk, streams had long dried up, and we, like other farmers in the area, faced bankruptcy if we didn’t see some rain soon. I was in the kitchen making lunch when I saw my six-year-old son, Billy, walking purposefully and carefully toward the woods. I could only see his back. Minutes after he disappeared, he came running back. I continued making sandwiches,but noticed later that he was once again walking toward the woods with that slow purposeful stride.This activity—walk carefully to the woods, run back to the house—was repeated a few more times. Finally I couldn’t take it any longer, so I crept out of the house and followed him on his journey, being careful to remain out of sight. Das Wasser Es war eine heiße und trockene Jahreszeit. Fast einen Monat lang gab es keinen Regen, die Ernte vertrocknete, die Kühe gaben keine Milch mehr, die Flüsse waren schon längst ausgetrocknet, und wir – so wie die anderen Farmer in der Umgebung – sahen dem Ruin entgegen, wenn wir nicht bald etwas Regen bekommen würden. Ich stand in der Küche und kochte das Mittagessen, als mein sechs Jahre alter Sohn, Billy, zielstrebig und gleichzeitig vorsichtig in Richtung des Wäldchens ging. Ich konnte ihn nur von hinten sehen. Minuten später, nachdem er verschwunden war, kam er wieder angerannt. Ich strich weiter Brote, bemerkte aber, wie er erneut in RichtungWäldchen ging und zwar wieder in diesem langsamen, aber zielstrebigen Schritttempo. Dieses vorsichtige in Richtung Wäldchen Gehen und zum Haus Zurückrennen – erfolgte mehrere Male. Schließlich konnte ich es vor Neugier nicht mehr aushalten.Also schlich ich aus dem Haus und folgte ihm vorsichtig auf seinem Weg, indem ich mich bemühte, außer Sichtweite zu bleiben.
  • 3. I sneaked along as he went into the woods. Branches and thorns slapped his face, but he didn’t try to avoid them.Then I saw the most amazing sight. Several large deer loomed in front of him, but Billy walked right up to them. I almost screamed for him to get away—a huge buck with elaborate antlers was dangerously close. But the buck did not threaten him. He didn’t even move as Billy knelt down. Then I saw a tiny fawn that was lying on the ground, obviously suffering from dehydration and heat exhaustion, lift its head with great effort to lap up the water my beautiful boy had brought, cupped in his hands. Ich schlich um ihn herum, als er insWäldchen ging. Äste und Dornen schlugen ihm ins Gesicht, aber er versuchte nicht, ihnen auszuweichen. Dann sah ich eine erstaunliche Szenerie. Mehrere große Hirsche tauchten vor ihm auf. Aber Billy ging schnurstracks auf sie zu. Ich hätte beinahe geschrien und ihn aufgefordert, wegzulaufen. Ein riesiger Hirsch mit einem üppigen Geweih stand ihm gefährlich nahe, ohne ihn jedoch zu bedrohen. Er bewegte sich noch nicht einmal, als Billy niederkniete. Dann sah ich ein winziges Rehkitz, das auf dem Boden lag. Es war offensichtlich vollkommen dehydriert und von der Hitze völlig erschöpft. Das Kitz hob mit großer Anstrengung seinen Kopf, um das Wasser aufzulecken, das mein wunderbarer Sohn in seinen Händen hierher gebracht hatte.
  • 4. When the water was gone, Billy jumped up to run back to the house and I hid behind a tree. I followed him back to a spigot that we had shut off the water to. Billy turned it all the way and knelt to catch the few drops that trickled out. I remembered the trouble he had gotten into for playing with the hose the week before and the lecture he had received about the importance of not wasting water, and I understood why he hadn’t asked for help. The leftover water in the pipes was all but gone, and it took a long time for the drops to fill his makeshift “cup.”When he finally stood up and turned around, I was in front of him. His eyes filled with tears. “I’m not wasting,” was all he said. Als das Wasser aufgeleckt war, sprang Billy auf, um wieder ins Haus zu laufen, und ich versteckte mich schnell hinter einem Baum. Ich folgte ihm zum Wasserhahn, für den wir aber das Wasser abgestellt hatten. Billy drehte und drehte den Hahn bis zum Anschlag auf und kniete dann nieder, um die wenigen Tropfen aufzufangen, die heraustropften. Ich dachte an den Ärger, den Billy in der letzten Woche mit uns bekommen hatte, weil er mit dem Gartenschlauch gespielt hatte, und an die Rede, die wir ihm gehalten hatten, wie wichtig es sei, keinWasser zu verschwenden, und ich verstand, warum er uns nicht um Hilfe bitten wollte. Der Wasserrest, der sich noch in der Leitung und im Schlauch befand, war alles, was er hatte. Der Rest aus der Wasserleitung war längst aufgebraucht, und es dauerte sehr lange, bis sich dieTropfen aus dem Schlauch den Weg in seinen aus Händen geformten „Becher“ gebahnt hatten.Als Billy sich schließlich wieder aufrichtete und umdrehte, stand ich genau vor ihm. Seine Augen füllten sich mit Tränen. „Ich verschwende aber kein Wasser“, war alles, was er sagte.
  • 5. With a lump in my throat, I handed Billy a cup filled to the brim with water from the kitchen, and together we walked back into the treeline. I let him tend to the fawn, watching proudly as my son worked to save a life. Tears rolled down my face and hit the ground, where they were joined by other drops … and more drops … and more. I looked up and saw the sky was dark and rumbly. Billy and I barely made it back to the house before the clouds burst and a heavy rain shower hit. Some will probably say that this was just a huge coincidence, that it was bound to rain sometime.And I can’t argue with that.All I can say is that the rain that came that day saved our farm, just like the actions of a little boy saved a life. Mit einem Kloß im Hals überreichte ich Billy einen großen Becher, der bis zum Rand mitWasser aus der Küche gefüllt war, und gemeinsam gingen wir zurück bis zum Waldrand. Ich ließ ihn den Becher dem Rehkitz hinhalten und beobachtete stolz, wie mein Sohn sich abrackerte, um das Leben des Kitzes zu retten. Tränen rollten mir übers Gesicht und fielen zu Boden, wo sie sich mit anderen Tropfen vereinten … und mehr Tropfen … und noch mehr. Ich sah nach oben und entdeckte, wie sich der Himmel verfinstert hatte, und es nach Gewitter aussah. Billy und ich schafften es gerade noch, ins Haus zu kommen, bevor sich die Schleusen des Himmels öffneten und sich ein enormer Regenschauer ergoss. Man könnte wahrscheinlich sagen, der Regen sei ein riesiger Zufall gewesen, und ich will es nicht bestreiten.Alles, was ich sagen kann, ist: der Regen, der an jenem Tag fiel, rettete unsere Farm, so wie dieTat eines kleinen Jungen das Leben des Rehkitzes gerettet hatte.
  • 6. The Courage to be Kind Olivia Bauer One sunny afternoon roughly seventy years ago, a young girl and her friends were watching through the mesh of a barbed wire fence as a group of men played football [soccer], enjoying the excitement of the game and the skill of the players. Suddenly, a kick sent the ball in an arc over the fence, and it landed near the children. “It’d be great to have a ball to play with,” one of the boys remarked.“Let’s keep it.” But a girl disagreed.“It’s not right for us to keep it,” she insisted, throwing the ball back over the fence. This simple gesture of kindness and integrity took place in the heart of Germany in the early 1940s, duringWorld War II.The players were British prisoners of war, interned in a camp on the outskirts of town. Some of the girl’s friends grumbled.After all, the players were prisoners— why should they have a ball when the children didn’t? Den Mut haben, freundlich zu sein Olivia Bauer An einem sonnigen Nachmittag vor fast 70 Jahren stand ein junges Mädchen mit ihren Freunden hinter einem Maschendrahtzaun und beobachtete eine Gruppe Männer beim Fußballspielen. Sie genossen das spannende Ereignis und die Geschicklichkeit der Spieler. Plötzlich flog der Ball im hohen Bogen über den Zaun und landete neben den Kindern. „Es wäre toll, einen Ball zum Spielen zu haben“, meinte einer der Jungen, „wir sollten ihn behalten.“ Das Mädchen widersprach. „Es ist nicht richtig, ihn zu behalten“, sagte sie und warf den Ball zurück über den Zaun. Diese einfache Geste der Gutherzigkeit und Integrität fand im Herzen Deutschlands in den 40er Jahren während des Zweiten Weltkrieges statt. Die Spieler waren britische Kriegsgefangene in einem Lager am Stadtrand. Einige Freunde des Mädchens murrten. Schließlich waren die Männer Gefangene – warum sollten sie einen Ball haben, wenn die Kinder keinen hatten?
  • 7. Kindness takes thoughtfulness, effort, and time. It also takes courage. Courage to stand alone on an issue. Courage to give, especially when one doesn’t have much. Courage to say no to indifference. Courage to act according to what one knows is right. There is strength of character in kindness—the moral and mental strength to step out, to give, to believe, to persevere, to be true to one’s convictions, even when it means enduring challenges or paying a price.These are the kindnesses that leave a lasting impression. It’s been nearly three quarters of a century, but there may yet be survivors of that summer scene—and if so, I imagine they’d remember my grandmother, the village girl who returned a football. Güte erfordert Rücksichtnahme, Bemühen und Zeit. Sie benötigt auch Mut. Mut, um allein dazustehen und auf seinem Standpunkt zu beharren. Mut, um zu geben, insbesondere, wenn man selbst nicht viel hat. Mut, um nein zu Gleichgültigkeit zu sagen. Mut, um das Richtige zu tun. In Güte liegt Charakterstärke – Moral und geistige Stärke, um etwas zu tun, zu geben, zu glauben, zu beharren, seinen Überzeugungen treu zu bleiben, auch wenn man dadurch vor Herausforderungen stehen oder einen Preis dafür bezahlen muss. Diese Güte hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Es ist fast ein dreiviertel Jahrhundert her, und trotzdem mag es noch Zeitzeugen dieser Sommerszene geben – und wenn dem so ist, erinnern sie sich vielleicht an meine Großmutter, das Mädchen aus dem Dorf, das den Fußball gütigerweise zurückgegeben hat.
  • 8. The Cost of a Miracle Tess was a precocious eight-year-old when she heard her mom and dad talking about her little brother,Andrew.All she knew was that he was very sick and they were completely out of money. They were moving to an apartment complex the following month because Daddy didn't have the money for the doctor's bills and the house. Only very costly surgery could save Andrew now, and it was looking like there was no one to loan them the money. She heard Daddy say to her tearful mother with whispered desperation, "Only a miracle can save him now.“ Tess went to her bedroom and pulled a glass jelly jar from its hiding place in the closet. She poured all the change out on the floor and counted it carefully, even three times.The total had to be exactly perfect. No chance here for mistakes. Der Preis für ein Wunder Tess war ein aufgewecktes achtjähriges Mädchen. Eines Tages hörte sie zufällig wie ihre Eltern ein Gespräch über den kleinen Bruder Andreas führten. Sie konnte nur eins klar verstehen: er war sehr krank und sie hatten kein Geld. Im kommenden Monat würden sie in einenWohnblock umziehen, weil ihrVater nicht genug Geld verdiente, um die Arztrechnungen und die Miete für das Haus zu bezahlen. Nur eine sehr teure Operation konnte den kleinen Andy noch retten, doch sah es nicht danach aus, als ob jemand ihnen das benötigte Geld vorstrecken würde.Tess hörteVater, wie er der tränenüberströmten Mutter verzweifelt zuflüsterte: »Nur ein Wunder kann ihn jetzt noch retten.« Tess ging in ihr Zimmer und zog ein Marmeladenglas aus seinemVersteck im Schrank. Sie schüttete all das gesammelte Kleingeld auf den Boden und zählte die Münzen dreimal akribisch genau nach. Die Summe musste exakt sein, sie durfte sich keinen Fehler erlauben.
  • 9. Carefully placing the coins back in the jar and twisting on the cap, she slipped out the back door and made her way six blocks to Rexall's Drug Store. She waited patiently for the pharmacist to give her some attention, but he was too busy.Tess twisted her feet to make a scuffing noise. Nothing. She cleared her throat with the most disgusting sound she could muster. No good. Finally she took a quarter from her jar and banged it on the glass counter.That did it! "And what do you want?" the pharmacist asked in an annoyed tone. "I'm talking to my brother here from Chicago whom I haven't seen in ages," he said, without waiting for a reply to his question. "Well, I want to talk to you about my brother,"Tess answered back in the same annoyed tone. "He's really, really sick, and I want to buy a miracle.“ Sorgfältig füllte sie dann die Münzen zurück ins Glas, verschloss es wieder, verließ damit das Haus durch die Hintertür und machte sich auf den Weg zur Apotheke. Diese war nicht weit, nur ein paar Straßen entfernt. Einmal eingetreten, wartete sie geduldig darauf, dass der Apotheker sie bemerken würde, doch dieser war zu sehr in ein Gespräch vertieft, als dass er ihr Beachtung schenkte. Ungeduldig scharrteTess mit den Füßen auf der Stelle. Nichts. Sie räusperte sich mit dem ekligsten Geräusch, das sie zustande bringen konnte. Half auch nichts. Schließlich entnahm sie ihrem Marmeladenglas eine größere Münze und knallte sie auf den gläsernenVerkaufstisch. Das wirkte! »Und was hättest du denn gerne gehabt?«, erkundigte sich daraufhin etwas verärgert der Apotheker. »Ich unterhalte mich gerade mit meinem Bruder aus Chicago, den ich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen habe«, beendete er den Satz, ohne eine Antwort auf seine Frage abzuwarten. »Nun, ich möchte mit ihnen über meinen Bruder sprechen«, erwiderte Tess in demselben verärgerten Ton und fuhr fort, »er ist wirklich sehr krank und ich möchte jetzt ein Wunder für ihn kaufen!«
  • 10. "I beg your pardon?" said the pharmacist. "His name is Andrew and he has something bad growing inside his head and my daddy says only a miracle can save him now. So how much does a miracle cost?“ "We don't sell miracles here, little girl. I'm sorry, but I can't help you," the pharmacist said, softening a little. "Listen, I have the money to pay for it. If it isn't enough, I will get the rest. Just tell me how much it costs.“ The pharmacist's brother was a well-dressed man. He stooped down and asked the little girl, "What kind of a miracle does your brother need?“ "I don't know,"Tess replied with her eyes welling up. "I just know he's really sick and Mommy says he needs an operation. But my daddy can't pay for it, so I want to use my money.“ "How much do you have?" asked the man from Chicago. »Wie bitte, was willst du?«, fragte der Apotheker. »Er heißt Andreas und es wächst ihm etwas sehr Bösartiges in seinem Kopf und meinVati sagt, dass ihn jetzt nur noch ein Wunder retten kann.Wie viel kostet also so einWunder?« »Wir verkaufen hier keine Wunder, Kleines. Es tut mir leid, aber da kann ich dir nicht weiterhelfen«, entgegnete der Apotheker jetzt etwas sanfter. »Hören sie, ich habe Geld, ich kann zahlen.Wenn es nicht ausreicht, besorge ich den Rest. Sagen sie mir nur, wie viel es kostet.« Der Bruder des Apothekers, ein sehr elegant gekleideter Herr, der daneben stand und alles mitgehört hatte, beugte sich nun etwas vor und fragte das Mädchen: »Und was für einWunder braucht denn dein Bruder?« »Ich weiß es nicht«, antworteteTess mitTränen in den Augen, »ich weiß nur, dass er sehr krank ist und Mami sagt, er brauche eine Operation.Aber meinVati kann das nicht bezahlen, darum möchte ich mein Geld dafür hergeben.« »Wie viel hast du denn?«, fragte der Mann aus Chicago.
  • 11. "One dollar and eleven cents,"Tess answered barely audibly. "And it's all the money I have, but I can get some more if I need to.“ "Well, what a coincidence," smiled the man. "A dollar and eleven cents, the exact price of a miracle for little brothers." He took her money in one hand and with the other hand he grasped her mitten and said, "Take me to where you live. I want to see your brother and meet your parents. Let's see if I have the kind of miracle you need.” That well-dressed man was Dr. Carlton Armstrong, a surgeon specializing in neurosurgery.The operation was completed without charge, and it wasn't long until Andrew was home again and doing well. Mom and Dad were happily talking about the chain of events that had led them to this place. "That surgery," her mom whispered, "was a miracle. I wonder how much it would have cost?“ »Einen Dollar und elf Cents«, hauchteTess kaum hörbar. »Das ist alles Geld, das ich habe; aber ich kann noch mehr beschaffen, falls das nötig ist.« »Was für ein Zufall«, lächelte der Mann. »Ein Dollar und elf Cents, das ist genau der Preis für einWunder für einen kleinen Bruder.« Er nahm das Geld mit der einen Hand und mit der anderen ergriff er die Hand des Mädchens und sagte einfach: »Führe mich zu dir nach Hause. Ich würde gerne deinen Bruder sehen und deine Eltern kennen lernen. Ich möchte herausfinden, ob ich das Wunder habe, das dein Bruder braucht.« Dieser elegant gekleidete Mann war Dr. Carlton Armstrong, ein auf Neurochirurgie spezialisierter Chirurg. Die Operation wurde kostenlos durchgeführt und es dauerte nicht lange, bis Andreas wieder gesund war und nach Hause gehen konnte. Mutter undVater besprachen nochmals die Kette von Ereignissen, die diese gute Wendung herbeigeführt hatte. »Diese Operation«, flüsterte die Mutter, »war wirklich ein Wunder. Ich frage mich, was das wohl gekostet hätte?«
  • 12. www.freekidstories.org Stories © Aurora Productions/TFI.All images in public domain. Tess smiled. She knew exactly how much a miracle cost—one dollar and eleven cents—plus the faith of a little child Tess lächelte. Sie wusste genau, wie viel einWunder kostet: ein Dollar und elf Cents – plus den Glauben eines kleinen Kindes