LERNEN FÜR EINVERANTWORTLICHES LEBENIM GLOBALEN HORIZONTBILDUNGSPROJEKTE IN AFRIKA         M Grimus, Vienna, Austria
BILDUNG FÜR ALLE UNO Millenniums-Deklaration Sub Sahara - Afrika (SSA)       Fakten       Bildung         Literalität...
SUB SAHARA AFRIKA    FAKTEN   Bevölkerung: 883 Millionen    (14 % d. Welt)   70% leben im ländlichen Raum   Sterblichke...
BILDUNGRAHMENBEDINGUNGEN   6 Jahre Grundschule    3 Jahre Junior Secondary (3 Jahre Senior Secondary) Gender Kinderarbe...
GESCHLECHTERPARITÄT (GPI) WEIBLICHE ANALPHABETEN  (VERGLEICH MIT MÄNNLICHEN A.)"... my father thinks it’s a waste lettingm...
FRAUENBildung verbessert die Gesundheit sowohl vonKindern als auch von Müttern, weil Frauen in dieLage versetzt werden, In...
KINDER, DIE KEINE SCHULE BESUCHENKINDERARBEIT, KINDERSOLDATEN Kinderarbeit : 38 % der Kinder zwischen  7 und 14 Jahren in...
HIV UND AIDS                               Wichtigste Todesursache 14% d. Weltbevölkerung       (Anteil an „out-of school...
LITERARITÄT  EINTRITT IN DIE SEKUNDARSCHULE BZW.  TERTIÄRE BILDUNG    Illiteralität SSA: 37%, 175 Millionen Menschen (65% ...
BILDUNGSQUALITÄTEntwicklungsländer - absolute  Lernerfolge außergewöhnlich niedrigMalawi und Sambia > 33% Schüler im  sech...
M. Grimus, Vienna, AustriaDie starr aufgebauten Lehrpläne schläfern den Geist einund machen aus zuvor neugierigen Kindern ...
ENTSCHEIDENDEAUSWIRKUNGEN AUF DIE LERNQUALITÄT•      Lehrpersonen : Fehlzeiten•      Lehrer-Ausbildung - Qualifizierung   ...
Nigeria               160 Millionen Einwohner               weltweit an 8. Position, CIA 2010,               Bevölkerungsr...
NIGERIA   41,5% der Bevölkerung 0 - 14 Jahre       3% älter als 65 Jahre       Altersdurchschnitt 19 Jahre       Bevöl...
NIGERIA: SCHULBESUCHSCHULSITUATION •   36,6% der 6-Jährigen besuchen eine Schule, •   bei den 9-11 Jährigen sind es 72%. •...
GO DIGITAL !    TEACHING FOR CHARITY    M.T. INTERNATIONAL COLLEGE    NIGERIA, KANOInternet im Bildungsprozess    Nutzung ...
PROJEKTM.T. INTERNATIONAL COLLEGEJüngste Schüler (Preschool) eineinhalb Jahre altÄlteste 19 JahreUnterrichtssprache ENGLIS...
INTERNET-NUTZUNG    90% der Exporterlöse in Nigeria kommen aus     Erdölverkäufen    ein Liter Diesel im Straßenverkauf ...
KURSE: GRUNDSCHULE / SEKUNDARSTUFE    Basic Computerskills (Maus! Tastatur…)    Gemeinsames Lernen!    Didaktische Konzept...
AFRIKA    UND INTERNET•   2009 - Küste entlang -    Kenia, Tansania, Mosambik und    Südafrika mit den    Glasfaserleitung...
   Internet und Mobiltelefonie           werden von    Entwicklungspolitikern und Hilfsorganisationen als Aspekt    der G...
INFORMATION SOCIETY 2011    % der Bevölkerung bzw. Haushalte                       GHANA       Südafrika    Nigeria   Belg...
„DIGITALE GRÄBEN“ UND INTERNET ALS INFORMELLES BILDUNGSPOTENTIALAfrikanische Länder sind Schlusslichter in den  Rankings s...
M. Grimus, Entwicklungsprojekt in                               Ghana, Afrika, Linz, 1. September 2011ÜBERWINDUNG DIGITALE...
TELEFONE, INTERNET, PC, MOBILTELEFONE                           Prozentsatz d. Haushalte mit angemeldeten Mobiltelefonen  ...
VERWENDUNG DES INTERNETQuelle   http://www.itu.int/ITU-D/ict/publications/idi/material/2011/MIS_2011_without_annex_5.pdf :...
INTERNT-NUTZUNG   Wichtigeste Zugriffsquelle – Kommunikation    (Mails) gefolgt von News   Soziale Netze nehmen rasch an...
SUB SAHARA AFRIKA - EUROPA   Wissen = zentrale    Wirtschaftsressource des 21. Jh.   „ICT bildet die Infrastruktur der  ...
ICT IM BILDUNGSKONTEXTDIGITAL OPPORTUNITY   Mobiltelefone und Tablets – neue Wege für den Bildungssektor    (Kosten, Port...
SOZIALE NETZWERKE UND JUGENDLICHESoziales Netzwerken am meisten verbreitete Aktivität unter Jugendlichen: Key-    Driver  ...
KAPSTADT, SÜDAFRIKABACK TO WORK WITH TDHL „TRAIN TO DIGITAL HEALTHY LIFE”BASIC COMPUTER & INTERNET SKILLS WITH FOCUS ON HE...
HINTERGRUNDSüdafrika: weltweit höchste HIV/AIDS-RateKURSE•   Feed-Back der 17 Kursteilnehmer•   Auswirkung im Bereich Gesu...
GHANA      24,5 Millionen Einwohner            weltweit an 47. Position, CIA 2011      100 verschiedene Stämme      51 % u...
GHANA    36,5% der Bevölkerung 0 bis 14    Jahre alt      60 % sind zwischen 15 und 64,       3,6 % älter als 65 Jahre   ...
MULTIPLIKATORINNEN SCHULUNG FÜR LEHRERINNEN ZUM EINSATZ VON INTERNET-INHALTEN IN SCHULEN IN GHANA IN-SERVICE   TRAINING FO...
Train the     PROJEKTIDEE                                                    TrainerVerbesserung von Lehren undLernen     ...
ZUSAMMENFASSUNG•   ICT im Lernprozess RICHTIG einzusetzen kann    Unterrichtsqualität in Entwicklungsländern verbessern•  ...
DANKE FÜR DIE AUFMERKSAMKEIT                  M. Grimus, Vienna, Austria
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Grimus, Margarete. Lernen für ein verantwortliches Leben im globalen Horizont: Bildungsprojekte in Afrika

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Grimus, Margarete. Lernen für ein verantwortliches Leben im globalen Horizont: Bildungsprojekte in Afrika

  1. 1. LERNEN FÜR EINVERANTWORTLICHES LEBENIM GLOBALEN HORIZONTBILDUNGSPROJEKTE IN AFRIKA M Grimus, Vienna, Austria
  2. 2. BILDUNG FÜR ALLE UNO Millenniums-Deklaration Sub Sahara - Afrika (SSA)  Fakten  Bildung  Literalität, Gender, HIV M. Grimus, Vienna, Austria  Rahmenbedingungen: Schulen, Bildungsqualität ICT4D  Internet und Mobilfunk  ICT und Bildungschancen Bildungs-Projekte  Nigeria, Südafrika, Ghana SSA – Europa: Digital Literacy
  3. 3. SUB SAHARA AFRIKA FAKTEN Bevölkerung: 883 Millionen (14 % d. Welt) 70% leben im ländlichen Raum Sterblichkeitsrate < 5 Jahre: 117 v. 1000 Durchschnitt: 5,2 Kinder / Frau 43 % jünger als 15 Jahre (Europa 16%) 3 % älter als 64 Jahre (Europa 16%) M. Grimus, Vienna, Austria World Population Prospect: Verdoppelung der Bevölkerung in den nächsten 40 Jahren 167 Millionen Illiterate (38%) HIV Infizierte im Alter 15-49 Jahre: 5,0 % in SSA (17,8% in Südafrika) 0,2-0,4 % in Europa (2009) 72 % leben von weniger als 2 US$/Tag Von den letzten 20 Plätzen im Human Poverty Index 32 % haben keine Zugang zu Bildung werden 16 von Staaten in SSA eingenommen (32 Millionen Kinder/Jugendliche) 43% der Kinder, die nicht zur Schule gehen, leben in Subsahara-Afrika http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.2DAY)
  4. 4. BILDUNGRAHMENBEDINGUNGEN 6 Jahre Grundschule 3 Jahre Junior Secondary (3 Jahre Senior Secondary) Gender Kinderarbeit HIV M. Grimus, Vienna, AustriaSchulen Ausstattung Schulbücher Bildungsqualität UnterrichtsentfallLehrerbildung
  5. 5. GESCHLECHTERPARITÄT (GPI) WEIBLICHE ANALPHABETEN (VERGLEICH MIT MÄNNLICHEN A.)"... my father thinks it’s a waste lettingme go to school. It’s better for my familyto let me work than go to school. My Territory size is proportional to the number of illiterate women agedfather also says it’s easier for men to 15 years and over, minus the number of illiterate men of the same agetell girls what to do if they don’t have in the same territory.an education." Aisata, 2002 Only territories with greater female illiteracy have an area.
  6. 6. FRAUENBildung verbessert die Gesundheit sowohl vonKindern als auch von Müttern, weil Frauen in dieLage versetzt werden, Informationen zuErnährung und Krankheiten zu verstehen,sachkundige Entscheidungen zu treffen undgrößere Kontrolle über ihr Leben auszuüben.Zitat: EFA –Report 2011, efareport2011dt.pdf M. Grimus, Vienna, Austria
  7. 7. KINDER, DIE KEINE SCHULE BESUCHENKINDERARBEIT, KINDERSOLDATEN Kinderarbeit : 38 % der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren in SSA (18 untersuchte Staaten) Kindersoldaten (50% der Welt) Waisen, HIV-Positive …… M. Grimus, Vienna, Austria
  8. 8. HIV UND AIDS Wichtigste Todesursache 14% d. Weltbevölkerung (Anteil an „out-of school- leben in SSA, stellen 68 % children“!) Lehrpersonen der weltweit mit HIV Infizierten Weltweit 14 Mill AIDS- M. Grimus, Vienna, Austria Waisen, 92% leben in Afrika Mädchen (15-24 Jahre)!
  9. 9. LITERARITÄT EINTRITT IN DIE SEKUNDARSCHULE BZW. TERTIÄRE BILDUNG Illiteralität SSA: 37%, 175 Millionen Menschen (65% Frauen)Netherlands Finland Belgium M. Grimus, Vienna, Austria Austria Tertiary Secondary Literacy rate NigeriaSouth Africa Ghana 0 20 40 60 80 100 120
  10. 10. BILDUNGSQUALITÄTEntwicklungsländer - absolute Lernerfolge außergewöhnlich niedrigMalawi und Sambia > 33% Schüler im sechsten Schuljahr können nicht fließend lesen.In den meisten Ländern variiert die Qualität der Schulen, die M. Grimus, Vienna, Austria verschiedene sozioökonomische Zielgruppen bedienen, beträchtlich.Lernerfolg ist gekoppelt an Faktoren wie Einkommen und Bildung der Eltern, Sprache, ethnische Zugehörigkeit und Ort.
  11. 11. M. Grimus, Vienna, AustriaDie starr aufgebauten Lehrpläne schläfern den Geist einund machen aus zuvor neugierigen Kindern kleine„Wiederkäuer“: Diese lernen nicht, Neues zu suchen und zufinden.“Henning Andersen, STAATLICHKEIT in AFRIKA, Muss Entwicklungshilfescheitern? 2010, p 100.
  12. 12. ENTSCHEIDENDEAUSWIRKUNGEN AUF DIE LERNQUALITÄT• Lehrpersonen : Fehlzeiten• Lehrer-Ausbildung - Qualifizierung Lehrpersonen in SSA Jahr 1999 Jahr 2000 Jahr 2009 Grundschule 1,631 Mill. 2,037 Mill. 2,924 Mill. Sekundarschule 631 000 896 000 1,620 Mill.• Anstieg von 2000-2009 um 80%, ca 50% hat Päd. Qualifikation, M. Grimus, Vienna, Austria• TESSA startet mit Online_Ausbildungsprogrammen• Klassengrößen verringern sich häufig während der Schullaufbahn (Schüler in höheren Klassen erhalten mehr Aufmerksamkeit).• Ausstattung Schlecht ausgestattete Klassenräume• fehlende Bücher und SchreibmaterialienYou can’t broaden access to primary education unless youhave enough teachers trained to teach primary school. Youcan’t train these teachers ... without raising the educational... levels of the entire society." Adriana Puiggros, 1996
  13. 13. Nigeria 160 Millionen Einwohner weltweit an 8. Position, CIA 2010, Bevölkerungsreichster Staat Afrikas, 250 verschiedenen Volks- und Sprachgruppen jeder fünfte Afrikaner ist Nigerianer M. Grimus, Vienna, Austria
  14. 14. NIGERIA 41,5% der Bevölkerung 0 - 14 Jahre  3% älter als 65 Jahre  Altersdurchschnitt 19 Jahre  Bevölkerungswachstums 4% (CIA, 2010) 60 % kein Zugang zu sauberem M. Grimus, Vienna, Austria Trinkwasser 38 % kein Zugang zu sanitären Einrichtungen (Toiletten, Abwassernetze) Zehntgrößter Erdölexporteur der Welt! http://www.welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml (Daten 2007)
  15. 15. NIGERIA: SCHULBESUCHSCHULSITUATION • 36,6% der 6-Jährigen besuchen eine Schule, • bei den 9-11 Jährigen sind es 72%. • Schulbesuchsrate Grundschule 60,1%, Sekundarstufe 35,1%. UNICEF • 30% der Schüler haben Zugang zu Schulbüchern/ Anschauungsmaterial Folgen: M. Grimus, Vienna, Austria • Unterricht lehrerzentriert , Frontalunterrich, Unterricht oft schlecht vorbereitet. • Anreiz zu sinnerfassendem Lesen und Neugierde erweckende Impulse fehlen • Theoretische Inhalte dominieren • Unterricht prüfungsorientiert • Kreativität wird kaum geweckt/ gewünscht • papierene Zertifikate zählen • Problemlösungsstrategien werden nicht entwickelt (Ajibola, 2008).
  16. 16. GO DIGITAL ! TEACHING FOR CHARITY M.T. INTERNATIONAL COLLEGE NIGERIA, KANOInternet im Bildungsprozess Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) zur Überbrückung der digitalen KluftZiel : Verbesserung von Lehren und Lernen• Internet-Zugang ermöglicht Lehrern den Zugriff auf englischsprachige Bildungsressourcen• Lehrer und Schüler können im www Anschauungsmaterial (Grafiken, Modelle, Videos) nutzen, ohne dass hohe Kosten (abgesehen von Provider- und Treibstoffkosten) anfallen.Durchführung:  Aufbau eines Computerlab’s - Anbindung der Schule an internationale Bildungsressourcen.  Didaktische Kompetenz der Lehrer Moderne Lehrmethoden mit Hilfe von ICT in den Unterricht integrieren Gemeinsames Lernen, Begabten-Förderung, Schwerpunkt - Mathematik und Naturwissenschaften Internet-Sicherheit, Good Practice…. M. Grimus, Vienna, Austria
  17. 17. PROJEKTM.T. INTERNATIONAL COLLEGEJüngste Schüler (Preschool) eineinhalb Jahre altÄlteste 19 JahreUnterrichtssprache ENGLISCHKlassenschülerzahlen niedrig: 6 bis 25Schulgeld/Trimester GestaffeltKindergarten/Pre-School: 25 EuroSekundarstufe (SS3, letzte Klasse) bis 50 EuroGehälter:34 Euro/Monat GrundschullehrerIn50 Euro/Monat SekundarschullehrerIn M. Grimus, Vienna, Austria http://mt-internationalcollege.org/prof.%20magarete%20grimus.html
  18. 18. INTERNET-NUTZUNG 90% der Exporterlöse in Nigeria kommen aus Erdölverkäufen ein Liter Diesel im Straßenverkauf 0,8 bis 1US$Internetnutzer rasch gewachsen: 2006 : 3% der Bevölkerung M. Grimus, Vienna, Austria Ende 2011: 28,3 %, jedoch nur 0,04 % Breitband-Zugang (ITU 2011)• Hemmnis: unzureichende Infrastruktur• Netzstruktur zur Stromversorgung erreicht 40 % der städtischen und 10 % der ländlichen Bevölkerung, sporadische Stromversorgung (1-2 Std /Tag)• Mobilfunknetz ! (ca 70 Millionen Mobiltelefone).
  19. 19. KURSE: GRUNDSCHULE / SEKUNDARSTUFE Basic Computerskills (Maus! Tastatur…) Gemeinsames Lernen! Didaktische Konzepte werden erarbeitet Learning by Making: Inhalte und Wissen M. Grimus, Vienna, Austria
  20. 20. AFRIKA UND INTERNET• 2009 - Küste entlang - Kenia, Tansania, Mosambik und Südafrika mit den Glasfaserleitungen nach Europa und Asien verbunden.ICT ProjekteÜberwindung „Digitaler Gräben“ M. Grimus, Vienna, AustriaNutzung der Informations- undKommunikationstechnologien(ICT) zur Überbrückung derdigitalen Kluft
  21. 21.  Internet und Mobiltelefonie werden von Entwicklungspolitikern und Hilfsorganisationen als Aspekt der Grundbedürfnisse definiert, da diese Demokratie fördern und damit zur Verringerung der digitalen Spaltung, vor allem zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, aber auch zwischen Arm und Reich, zwischen Geschlechtern sowie zwischen Generationen beitragen. M. Grimus, Vienna, Austria http://reset.to/knowledge/digitale-kluft
  22. 22. INFORMATION SOCIETY 2011 % der Bevölkerung bzw. Haushalte GHANA Südafrika Nigeria Belgien Österreich UK NLLiteralität > 15 Jahre 66,6 88,7 28,4 99 99 99 99Gross Enrollment Secondary GER-Sec 57,2 93,9 28,4 100 100 97,6 100Haushalte mit angemeldeten Mobiltelefonen 71,5 100,5 55,1 113,5 145,8 130,2 116,2Haushalte mit Computer 9,1 18,3 15,4 76,7 76,2 82,6 92Haushalte mit Internet 0,4 10,1 9 72,1 72,9 79,2 90,9 M. Grimus, Vienna, AustriaInternet Nutzer 8,6 12,3 28,4 79,3 72,7 53,7 90,7Aktive Festnetz-Breitband-Anbindungen 0,2 1,5 0,1 31,5 23,9 53,7 38Aktive Mobile Breitband-Anbindungen 0,6 16,6 2,9 23,1 67,2 56 37,7Haushalte mit Festnetz-Telefon 1,1 8,4 0,7 43,3 39,4 53,7 43,2 http://www.itu.int/ITU-D/ict/publications/idi/material/2011/MIS_2011_without_annex_5.pdf Quelle: Measuring the information Society 2011
  23. 23. „DIGITALE GRÄBEN“ UND INTERNET ALS INFORMELLES BILDUNGSPOTENTIALAfrikanische Länder sind Schlusslichter in den Rankings sowohl bei der Bildung als auch in der Partizipation an der Wissensgesellschaft „Digitale Gräben bedeuten längst nicht mehr nur in den Unterschieden der technischen Aspekte (Konnektivität) sondern auch die inhaltliche Kluft“ (content divide Kofi Annan, WISIS 2003). Social networking as a key driver for bridging the Internet divide in Namibia „Laptops are the pencils for the digital age. The sooner we can provide high quality learning environments for all, the better and more cohesive our societies will become.“ David Cavallo M. Grimus, Vienna, Austria
  24. 24. M. Grimus, Entwicklungsprojekt in Ghana, Afrika, Linz, 1. September 2011ÜBERWINDUNG DIGITALER GRÄBEN
  25. 25. TELEFONE, INTERNET, PC, MOBILTELEFONE Prozentsatz d. Haushalte mit angemeldeten Mobiltelefonen Prozentsatz der Haushalte mit Computer Prozentsatz der Haushalte mit Internet Internet Nutzer Aktive Mobile Breitband-Anbindungen Prozentsatz der Haushalte mit Festnetz-Telefon 145,8 130,2 M. Grimus, Vienna, Austria 113,5 116,2 100,5 92 90,7 90,9 82,6 76,7 79,3 76,2 79,271,5 72,1 72,9 72,7 67,2 55,1 56 53,7 53,7 43,3 43,2 39,4 37,7 28,4 23,1 18,3 16,6 15,4 12,3 9,1 8,6 10,1 8,4 9 0,4 0,61,1 2,90,7 GHANA Südafrika Nigeria Belgien Österreich UK NL
  26. 26. VERWENDUNG DES INTERNETQuelle http://www.itu.int/ITU-D/ict/publications/idi/material/2011/MIS_2011_without_annex_5.pdf : 90 80 70 60 50 40 30 20 M. Grimus, Vienna, Austria 10 0 Ghana Nigeria South Africa
  27. 27. INTERNT-NUTZUNG Wichtigeste Zugriffsquelle – Kommunikation (Mails) gefolgt von News Soziale Netze nehmen rasch an Bedeutung zu (mit höheren % Anteilen der Internet-Nutzung) In Afrika gaben 17% (in 16 Ländern) an, Informationen für Freunde/Familienangehörige zu suchen. M. Grimus, Vienna, Austria Games sind für Lateinamarika und die EU relevant (40in Afrika nur für 13 % interessant, Mobile Games: Learning About AIDS by Playing Cricket with aber für 67 % in arabischen Ländern. Condoms eMail ist am häufigsten in Afrika, wahrscheinlich In a mobile phone game in India, a wegen niedriger Bandbreiten und Kosten und cricket match is played between the teams Demons XI and Safety XI. A Mobil Telefonen. report about the game describes it as a “cricket-based game involving balls in the form of condoms, faithful partners,http://www.itu.int/ITU- information on HIV and the symbolic AIDS red ribbon.” A team wins by D/ict/publications/idi/material/2011/MIS_2011_wit avoiding “googlies and doosra balls - hout_annex_5.pdf Seite 138 unsafe sex, infected blood transfusions, infected syringes and the company of bad friends.”
  28. 28. SUB SAHARA AFRIKA - EUROPA Wissen = zentrale Wirtschaftsressource des 21. Jh. „ICT bildet die Infrastruktur der  Schlechte Infrastruktur: hohe Zugangskosten, veraltete/langsame Hardware vernetzten Wissensgesellschaft und  Kaum Telefonanschlüsse (Festnetz) beeinflusst somit, wie Menschen die Mangelnde Nutzungskompetenz Welt wahrnehmen, sich  (Bildungssystem, geht mit Armut der organisieren, lernen und Bevölkerung einher) zusammenarbeiten“ (Medosch 2011). M. Grimus, Vienna, Austria  Mangelnder Zugang zu bildungsrelevanten Inhalten - informelles Lernen (z. B. Wikipedia)  Verbesserung der  Sprachliche Barrieren (wenig Information in den Nationalsprachen). Lebensqualität (eHealth,  Mangelnde Lesefähigkeit (hohe Raten an eEducation) Analphabeten)  Mobile Access – die Chance für „Analphabetismus kann einerseits Barriere Entwicklungsländer zur Nutzung der ICT sein, andererseits aber auch Ansporn und Werkzeug  Digital Literacy (nicht nur zugleich, um lesen und schreiben zu lernen“ (Bauchhenß, Bornkessel 2004). Facebook) Bildungsentwicklung und Netznutzung hängen eng zusammen, sind jedoch von infrastrukturellen Voraussetzungen abhängig.
  29. 29. ICT IM BILDUNGSKONTEXTDIGITAL OPPORTUNITY Mobiltelefone und Tablets – neue Wege für den Bildungssektor (Kosten, Portabilität, Multimedialität, günstige globale Informationsbeschaffung) Voraussetzung: DIGITAL LITERACY ICT4d, TCT4E  ICT Skills messbar, wenn Internet am PC genutzt wird (PISA 2009, 2012)  Skills in mobiler Technologie schwieriger nachweisbar M. Grimus, Vienna, Austria  Die Nutzung von Mobil-Telefonen benötigt weniger Kenntnisse als die Nutzung eines PC. Lehrer-Ausbildung  Alter, Gender, Anzahl, Kosten, Ressourcen Projekte  Literacy for Girls: „Help my hand write my future“ (Senegal 2012)  mLIT (Mobile Phones für Literacy, Südafrika)  Ghana: „Better Ghana ICT, Laptops to Schools“ (2011)  OLPC (One Laptop Per Child), iPad ….
  30. 30. SOZIALE NETZWERKE UND JUGENDLICHESoziales Netzwerken am meisten verbreitete Aktivität unter Jugendlichen: Key- Driver Sample: 25.000 in 25 europäischen Ländern  38 % in Alter von 9-12 Jahre haben ein SN Profil  77 % im Alter von 13-16 Jahren Innovative Wege um Infos darzustellen, große Auditorium. (Texte, Fotos, Videos), posting information and MMS M. Grimus, Vienna, Austria In manchen Entwicklungsländern ist die Zahl der Internet-User in dieser Altersklasse ident mit der Zahl der Facebook-User Junge (<25) nehmen in den Entwicklungsländer weiter zu, nutzen Prepaid Internet in Mobilen Netzen. Dabei können die Finanzen überblickt werden! In Entwicklungsländern sind Internet-Cafes und Access Points wichtig, da aus finanziellen Gründen Internet zu Hause (wie in z.B. in Europa und US) kaum verfügbar ist. Wer in der Schule frühzeitig den richtigen Gebrauch von Internet lernt, zieht den größten Nutzen, unabhängig von Gender oder Dauer der Schulbildung Junge sind neugierig, finden interessante Informationen für sich selber, und kommen durch Soziale Netze auch schneller dazu, selbst etwas zu publizieren
  31. 31. KAPSTADT, SÜDAFRIKABACK TO WORK WITH TDHL „TRAIN TO DIGITAL HEALTHY LIFE”BASIC COMPUTER & INTERNET SKILLS WITH FOCUS ON HEALTHEDUCATION“ Ziel • Berufliche Besserqualifizierung und • Steigerung der gesunden Lebensführung für Teilnehmer aus den Townships• Kursgebühr von 200 Rand (ca. 22 Euro) Kurs-Schwerpunkt e •Basic Computer-Skills – Rückerstattung •Internet-Recherche zum Thema • 100 % - positiver Abschlusstest „Gesundheitsbewusstes Leben“ • 80 % Ohne Abschlusstest (100 % Kursteilnahme) 80 % Abschlusstest und Zertifikat M. Grimus, Vienna, Austria
  32. 32. HINTERGRUNDSüdafrika: weltweit höchste HIV/AIDS-RateKURSE• Feed-Back der 17 Kursteilnehmer• Auswirkung im Bereich Gesundheitsbewusstsein nicht auf die Teilnehmer beschränktSchwerpunkte in den Kursen• Internet-Recherche und Textverarbeitung, Bewerten von Informationen aus dem Internet, Good practice, Sicherheitsaspekte• Professionelle Bewerbungsschreiben , Businesscards zu Bewerbungszwecken• Kommunikation und Präsentieren:• Gesunde Lebensweise und Ernährung und Informationen zu Krankheiten (Diabetes, Ekzeme, Krebs, Tuberkulose, Parkinson, Lungenentzündung, Bluthochdruck, Leukämien, Darmerkrankungen, HIV/AIDS etc. )• Excel (Statistiken) M. Grimus, Vienna, Austria
  33. 33. GHANA 24,5 Millionen Einwohner weltweit an 47. Position, CIA 2011 100 verschiedene Stämme 51 % urbane Bevölkerung (jährliches Wachstum, 3,4 %) M. Grimus, Vienna, Austria
  34. 34. GHANA 36,5% der Bevölkerung 0 bis 14 Jahre alt  60 % sind zwischen 15 und 64, 3,6 % älter als 65 Jahre (Altersdurchschnitt bei 21,4 Jahren (CIA, 2010) 26 % der ländlichen Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser M. Grimus, Vienna, Austria 87 % der ländlichen Bevölkerung hat keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen (Toiletten, Abwassernetze; Daten 2008) Internet-Nutzung Internetnutzer rasch Analphabeten > 15 Jahre gewachsen: 21,5 %  1. Q. 2011 : 1,3 Millionen (5,2 % der Bevölkerung)  999,600 Facebooknutzer
  35. 35. MULTIPLIKATORINNEN SCHULUNG FÜR LEHRERINNEN ZUM EINSATZ VON INTERNET-INHALTEN IN SCHULEN IN GHANA IN-SERVICE TRAINING FOR TEACHERS IN DIGITAL MEDIA SKILLS FOR TEACHING AND LEARNING IN PUBLIC SCHOOLS IN GHANADidaktische Kompetenz der Lehrer ausbauenModerne Lehrmethoden mit Hilfe von ICT in den Unterricht integrierenGemeinsames Lernen, Begabten-Förderung (Schwerpunkt Mathematik und Naturwissenschaften) Internet-Sicherheit, Good Practice…. Entwicklungsprojekt in Ghana,Stakeholder Afrika, Linz, 1. September Schüler/Studenten in Keta District Eltern und Lehrer-Vereinigung Schulleiter Bezirks-Schulbehörde M. Grimus, Bildungsministerium Medien, Private Partner (Internet 2011 Service Provider Hardware/Software Firmen) NGO (ICT4D.at) und M. Grimus
  36. 36. Train the PROJEKTIDEE TrainerVerbesserung von Lehren undLernen • LehrerInnen an öffentlichen Schulen inInternet-Zugang ermöglicht Lehrern Ghana sollen befähigt werden, Themen den Zugriff auf englischsprachige im Internet zu recherchieren und für den Unterricht aufzubereiten. Bildungsressourcen. Internationale • Erster Schritt Standards in der Bildung rücken Einmonatige Schulung in einer Schule näher. in der „Volta-Region“ für LehreInnen ICT im Lernprozess RICHTIG einer lokalen Schule. Auswahl der einzusetzen kann Unterrichtsqualität in Schule - Vorbedingungen (Internet- Entwicklungsländern verbessern: Zugang in der Schule, Computer- Veränderung der Lehrmethodik, Labor, Interesse & Motivation der gemeinsames Lernen…. LehrerInnen und des/der DirektorIn. Lehrer und Schüler können im www Anschauungsmaterial (Grafiken, Modelle, Weitere Schritte : Videos) nutzen, ohne dass hohe Kosten Schulungen von lokal ausgebildeten anfallen. TrainerInnen an weiteren Schulen landesweit Teilhabe an internationalen Bildungsangeboten wird in entlegenen Gemeinsames Lernen! Gegenden ermöglicht • Didaktische Konzepte werden erarbeitet • Learning by Making: Inhalte und Wissen
  37. 37. ZUSAMMENFASSUNG• ICT im Lernprozess RICHTIG einzusetzen kann Unterrichtsqualität in Entwicklungsländern verbessern• Basic Computerskills können Berufs-Einstiegschancen erhöhen• Teilhabe an internationalen Bildungsangeboten wird in entlegenen Gegenden ermöglicht.• Mobile Access – die Chance für Entwicklungsländer! “The mobile phone is often called the computer of Africa” Stephane Boyera, UNESCO’s first Mobile Learning Week, Dezember 2011Probleme: Instabile und unzureichende Energieversorgung Hohe Kosten für die Internetverbindungen (besonders im Bildungsbereich) Niedrige staatliche Finanzausstattung für Bildungssysteme M. Grimus, Vienna, Austria
  38. 38. DANKE FÜR DIE AUFMERKSAMKEIT M. Grimus, Vienna, Austria

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