Pflege

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Pflege

  1. 1. © 2009 by Verlag Hans Huber, Hogrefe AG, Bern Pflege 2009; 22: 39–46 DOI 10.1024/1012-5302.22.1.39 Originalarbeit 39 1Universität Hamburg, MIN-Fakultät, Gesundheitswissenschaften 2Universität Witten/Herdecke, Fakultät für Medizin, Institut für Pflegeforschung Sascha Köpke1 (Dr. phil.), Kathrin Dehning1 (Kinderkrankenschwester), Nadine Molsen1 (Krankenschwester), Ralph Möhler2 (MScN), Jürgen Kasper1 (Dr. phil.), Gabriele Meyer2 (Prof. Dr. phil.) Die Rolle der Pflegenden im therapeutischen Team der Stroke Unit forciert. International konnten für • Was ist (zuwird eine zentrale Rolle im multiprofessionellen Team Pflegenden dieser Thematik) schon bekannt? Stroke Units mit ausgeprägten frühre- habilitativen Anteilen und Versorgung der Stroke Unit zugeschrieben. durch ein multiprofessionelles Team im Vergleich zur Standardversorgung • Was ist neu? auf Stroke Units eine exponierte Schnittstellenfunk- Pflegende nehmen auf Intensivstationen bessere Versor- gungsergebnisse belegt werden. So- tion wahr. Diese scheint insbesondere auf Koordinations- und Organisa- wohl die Rate der Überlebenden als tionsfunktionen und weniger auf therapeutische Funktionen ausgerichtet auch deren Grad an Selbstständigkeit zu sein. werden positiv beeinflusst (Stroke Unit Trialists’ Collaboration, 2007). • Welche Konsequenzen haben die Ergebnissespezifische Rolle Eine spezielle rehabilitative Ausbildung sollte die für die Pflegepraxis? Stroke Units sind komplexe Interven- tionen und bestehen aus miteinander Pflegender auf Stroke Units fokussieren. verquickten und sich wechselseitig bedingenden Komponenten. Einer einzelnen Wirkkomponente kann bei komplexen Interventionen kein spezi- fischer Wirksamkeitsbeitrag zugeord- Stroke Units haben sich in der Versor- men zu ähnlichen Einschätzungen net werden (Campbell, Fitzpatrick, gung von Schlaganfallpatienten bezüglich der interdisziplinären Zu- Haines, Kinmonth, Sandercock, Spie- deutschlandweit etabliert. Zum spezi- sammenarbeit. Pflegende und thera- gelhalter & Tyrer, 2000; Gibbon, Wat- kins, Barer, Waters, Davies, Lightbody fischen Beitrag Pflegender am Erfolg peutische Mitarbeitende schätzen den & Leathley, 2002). Folgende Wirkkom- des Konzepts der Stroke Units liegen in- Anteil der Pflegenden an der Organisa- ponenten der Stroke Unit werden in ternational bisher wenige Daten vor. tion der Stroke Unit vergleichbar hoch der Literatur diskutiert: Frührehabili- Die vorliegenden Studien beschreiben ein, Ärzte schätzen ihn niedriger ein. tation, das Teamkonzept, die spezielle u.a. eine Schnittstellenfunktion der Die Einschätzung des Anteils der Pfle- Ausbildung des Teams und die Einbe- Pflegenden im multiprofessionellen genden an der Genesung der Patienten ziehung der Patienten sowie der Ange- hörigen (Schroeder, Heiderhoff & Köb- Team der Stroke Units. Für Deutschland unterscheidet sich zwischen den Be- berling, 2004; Langhorne, Pollock & fehlen solche Daten. In einer Fragebo- rufsgruppen. Die Ergebnisse der Befra- Stroke Unit Trialists’ Collaboration, genstudie mit 55 Mitarbeitern der gung legen nahe, dass auch in Deutsch- 2002). Eine kürzlich durchgeführte eu- Teams dreier überregionaler Stroke land Pflegende auf Stroke Units eine ropäische Befragung ärztlicher Exper- Units wurden die am Versorgungs- Schnittstellenfunktion innerhalb des ten ergab acht «unbedingt notwendi- prozess einer Stroke Unit beteiligten multiprofessionellen Teams wahrneh- ge» Komponenten von Stroke Units, darunter das «multiprofessionelle Berufsgruppen zu verschiedenen men. Diese ist besonders auf Koordina- Team» sowie speziell für die Stroke Aspekten der Zusammenarbeit (u.a. tions- und Organisationsfunktionen Unit weitergebildete Pflegende (Leys, Kommunikationsverhalten, Anerken- und weniger auf therapeutische Funk- Ringelstein, Kaste, Hacke & European nung im Team) befragt und um Ein- tionen ausgerichtet. Stroke Initiative Executive Committee, schätzung des spezifischen Anteils der 2007). Pflegenden an der Organisation der Es liegt eine Reihe von Untersuchun- Einleitung gen zur Rolle Pflegender in der neuro- Stroke Unit und der Genesung der logischen Rehabilitation vor (Long, Patienten gebeten. Die Vertreter der Stroke Units sind in der deutschen Kneafsey, Ryan & Berry, 2002; O’Con- verschiedenen Berufsgruppen kom- Krankenhauslandschaft fest etabliert. nor, 2000; Waters & Luker, 1996). Die Bereits 1993 wurde mit der Gründung spezifische Rolle von Pflegenden in- der «Stiftung Deutsche Schlaganfall- nerhalb des therapeutischen Teams ei- Manuskript erstmals eingereicht am 1.12.2006 Hilfe» die flächendeckende Verbrei- ner Stroke Unit wurde bislang jedoch Endgültige Fassung eingereicht am 2.7.2008 tung von Stroke Units in Deutschland selten untersucht (Booth, Hillier, Wa-
  2. 2. S. Köpke et al. Pflegende im therapeutischen Team der Stroke Unit 40 Originalarbeit ters & Davidson, 2005). Die bestehen- beschrieben, während die integrieren- Grund ist unklar, ob Hinweise zur Rol- den Arbeiten beschreiben einen zen- de Funktion das Einbeziehen wieder le der Pflegenden auf einer Stroke Unit tralen Aufgabenbereich der Pflegen- neu erlernter Fähigkeiten in die Akti- aus dem angloamerikanischen bzw. den in der Koordination der Abläufe vitäten des täglichen Lebens darstellt. skandinavischen Raum auf Deutsch- auf der Stroke Unit. Hierbei werden die Burton (2000) untersucht die Sichtwei- land übertragen werden können. Sammlung und Weiterleitung von rele- se von Pflegenden einer Stroke Unit im In der hier vorgestellten Pilotstudie vanten Informationen im therapeuti- Hinblick auf ihre Tätigkeit. Pflegende wurden die verschiedenen, am Be- schen Team sowie die Organisation beschreiben ihre Rolle als primäre Er- handlungsprozess beteiligten Berufs- von diagnostischen und therapeuti- bringer der Pflege und Versorgung von gruppen überregionaler Stroke Units schen Maßnahmen besonders fokus- Stroke Unit-Patienten. Sie sind, im Un- zur Rolle der Pflegenden innerhalb des siert (Kirkevold, 1999; Burton, 2000). terschied zu anderen Professionen des multiprofessionellen Teams befragt. Des Weiteren wird den Pflegenden eine Teams, als einzige Berufsgruppe rund Ferner wurde untersucht, welchen An- wichtige Rolle als Ansprechpartner für um die Uhr anwesend und ansprech- teil am Versorgungsprozess sich die Patienten und Angehörige zuerkannt bar. Außerdem beschreiben sich die einzelnen Berufsgruppen zuweisen. (Kirkevold, 1999; Burton, 2000; Gibbon Pflegenden als Verantwortliche für den Die zugrundeliegende Hypothese die- et al., 2002). Eine besondere Bedeutung individuellen Genesungsprozess der ser Arbeit war, dass die Pflegenden der wird Pflegenden auch bei der Schaf- Patienten und betonen die Koordinati- Stroke Units sich als Schnittstelle im fung eines positiven Umfeldes zuge- ons- und Organisationstätigkeiten der multiprofessionellen Team sehen und schrieben, das den Betroffenen er- Pflegenden innerhalb des multiprofes- auch von den anderen Berufsgruppen laubt, vermehrt von den angebotenen sionellen Teams. als solche gesehen werden. Rehabilitationsmaßnahmen zu profi- Die vorliegende Literatur lässt darauf tieren (Indredavik, Bakke, Solberg, schließen, dass Pflegende im therapeu- Roksetz, Haaheim & Holme, 1991; Kir- tischen Team einer Stroke Unit zum ei- Methode und Material kevold, 1999). O’Connor (1993) betont nen eine Koordinations- und Kommu- als weitere, zentrale Aufgabe der Pfle- nikationsfunktion einnehmen, ihnen Vorarbeiten zur Entwicklung genden auf einer Stroke Unit das Ver- zum anderen aber auch eine therapeu- des Fragebogens treten anderer therapeutischer Berufs- tische Funktion zugeschrieben werden In einem ersten Schritt wurde eine Li- gruppen, wenn diese nicht anwesend kann. Die Pflegenden bilden offenbar teraturrecherche in den Datenbanken sind. Den spezifischen Beitrag der Pfle- eine Schnittstelle zwischen dem «klas- PubMed und CINAHL durchgeführt, genden innerhalb des multiprofessio- sischen» therapeutischen Team (den um Publikationen zur Rollendefinition nellen Teams beschreibt Kirkevold Ärzten und Therapeuten) und den Pa- von Pflegenden zu identifizieren. Das (1999) und identifiziert vier therapeu- tienten und deren Angehörigen. Die Praxisfeld wurde durch zwei Hospita- tische Funktionen der Pflegenden aus vorliegende Literatur zum Thema tionen (KD und NM, beide langjährig Stroke Units: Die deutende, tröstende, entstammt ausnahmslos dem anglo- tätige Pflegefachkräfte und Studieren- erhaltende und integrierende Funkti- amerikanischen bzw. skandinavischen de) auf überregionalen Stroke Units in on. Die deutende Funktion beinhaltet, Raum. Das deutsche Stroke Unit-Kon- Hamburg und Heidelberg mittels teil- dass Pflegende den Patienten und zept unterscheidet sich von dem ande- nehmender Beobachtung exploriert. deren Angehörigen das Geschehene rer Länder, z.B. Skandinavien oder Dabei wurden eine gute Zusammenar- begreiflich machen, damit sie die neue Großbritannien, durch eine Fokussie- beit im therapeutischen Team, eine Situation verstehen lernen und gleich- rung auf eine intensive medizinisch- hohe Berufszufriedenheit, eine ausge- zeitig motiviert sind, die Hoffnung apparative Versorgung (Köpke, Meyer, prägte Motivation der Pflegenden so- nicht aufzugeben und dadurch den Dehning & Molsen, 2005; Schroeder et wie deren exponierte Stellung im Team Heilungs- und Rehabilitationsprozess al., 2004). Die Wirksamkeit des deut- beobachtet. Zur Entwicklung von erfolgreicher zu gestalten. Die trösten- schen Konzeptes wurde bislang nicht Fragekategorien wurden einstündige de Funktion ist gekennzeichnet durch in methodisch angemessenen Studien Tiefeninterviews mit zwei Pflegenden die emotionale Unterstützung, die von untersucht (Köpke et al., 2005). Zur von Stroke Units und einer Logopädin den Pflegenden ausgeht. Das Aufrecht- Rolle der Pflegenden im therapeuti- geführt. In den Interviews wurde ins- erhalten der körperlichen Funktionen schen Team von Stroke Units in besondere die Einschätzung des Ar- und das Verhindern von Komplikatio- Deutschland liegen bislang ebenfalls beitsbeitrages der Befragten auf einer nen wird als die erhaltende Funktion keine Erkenntnisse vor. Aus diesem Stroke Unit, die Einbindung und Aner-
  3. 3. Pflege 2009; 22: 39–46 Originalarbeit 41 kennung im Team sowie die individu- rufsgruppen wurden um ihre Ein- Der Zugang zu den Einrichtungen er- ellen Rollendefinitionen thematisiert. schätzung gebeten, inwieweit folgte über die Pflegedienstleitungen Die Interviews wurden transkribiert • die von ihnen geleistete Arbeit von der Krankenhäuser, alle Pflegedienst- und die Inhalte extrahiert, die als ty- den anderen Berufsgruppen aner- leitungen erklärten ihre Kooperations- pisch für das Rollenverständnis der kannt wird (Anerkennung), bereitschaft. Wenige Tage später wur- Pflegenden einer Stroke Unit erachtet • sie die gleichen Informationen den die Mitarbeitenden der Stroke wurden. Die interviewten Pflegenden über die Patienten wie jedes ande- Unit-Teams über die Studie informiert sahen sich, neben der Ausführung re Teammitglied erhalten (Infor- und um Einwilligung zur Teilnahme «normaler» pflegerischer Tätigkeiten, mationsfluss), gebeten. Die Fragebögen wurden per- insbesondere als Informationsver- • sie das Verhältnis zwischen den Be- sönlich in die Kliniken gebracht und mittler für das therapeutische Team rufsgruppen als hierarchisch ein- einer für die Studie verantwortlichen sowie als Organisatoren des gesamten schätzen (Hierarchie), Ansprechpartnerin ausgehändigt. Alle multiprofessionellen therapeutischen • sie ihre beruflichen Erfolgserleb- laut Dienstplan in der folgenden Wo- Prozesses. Als charakteristisch erach- nisse auf der Stroke Unit hoch ein- che anwesenden Mitarbeitenden des teten die Interviewten u.a. das Vermit- schätzen (Erfolgserlebnisse), multiprofessionellen Teams (Pflegen- teln zwischen den Berufsgruppen, den • ihre Meinung zur Behandlung der de, Ärzte, Physiotherapeuten, Ergothe- Patienten und deren Angehörigen so- Patienten den gleichen Stellenwert rapeuten und Logopäden) der drei wie die Übernahme eines Großteils der hat, wie die anderer Teammitglie- Stroke Units wurden eingeladen, an Versorgung der Patienten und der Or- der (Bedeutung der Meinung), der Befragung teilzunehmen. Die aus- ganisationsarbeit einer Stroke Unit. • der Informationsaustausch nur in- gefüllten Bögen wurden in einem blick- Auf Basis dieser Ergebnisse wurden nerhalb einzelner Berufsgruppen dichten Karton auf der Station gesam- anschließend die Fragen für den Fra- stattfindet (Informationsaus- melt. Der Karton wurde nach zwei gebogen formuliert. Die Pilotierung tausch). Wochen von einer Projektmitarbeite- des Fragebogens erfolgte mit 21 Mit- rin abgeholt. Um einen hohen Rücklauf gliedern des therapeutischen Teams Weiterhin wurde aufgrund der Vorar- zu sichern, wurde nach einer Woche der Stroke Unit eines mittelgroßen beiten erwartet, dass die Schnittstel- per E-Mail und telefonisch an die Fra- Krankenhauses in Norddeutschland. lenfunktion der Pflegenden von ihnen gebögen erinnert. Zusätzlich wurden Als Ergebnis wurde ein offensichtlich selbst und von den anderen Berufs- als Anreiz für die Beantwortung Geld- missverständliches Item aus dem gruppen als solche wahrgenommen beträge verlost (2 × € 25, 1 × € 100). Die Bogen entfernt. Das Protokoll des wird. Die Exploration dieser Hypothe- ausgelosten Codenummern wurden Forschungsvorhabens und der Frage- se erfolgte durch die Abfrage des emp- den teilnehmenden Stroke Units mit- bogen wurden der Ethikkommission fundenen gegenüber dem erwünsch- geteilt. Die Gewinner konnten sich ge- der Hamburger Ärztekammer vorge- ten Anteils bezüglich der Organisation genüber den Projektmitarbeitenden legt. einer Stroke Unit sowie der Genesung mit der auf dem Informationsblatt der Patienten durch die verschiedenen zum Fragebogen verzeichneten Code- Der Fragebogen am Versorgungsprozess beteiligten nummer zu erkennen geben. Auf den Aufgrund der Literaturanalyse und der Berufsgruppen. Die Teilnehmer wur- Fragebögen selbst war keine Code- Interviews wurde vermutet, dass die den zu beiden Aspekten gebeten, den nummer verzeichnet, um die Anony- Pflegenden im multiprofessionellen empfundenen sowie den erwünschten mität der Erhebung zu gewährleisten. Team der Stroke Unit eine Schnittstel- Anteil der einzelnen Berufsgruppen Im Anschluss an die Auswertung wur- lenfunktion einnehmen. Die letzte Ver- am Versorgungsprozess prozentual den jeder Klinik die hauseigenen Ergeb- sion des Fragebogens beinhaltet daher festzulegen. Für den endgültigen Fra- nisse als Mittelwerte zurückgemeldet. sechs Fragen zur Beurteilung der Rol- gebogen wurde eine zufriedenstellen- le der Pflegenden und anderer Berufs- de interne Konsistenz von 0,62 (Cron- Auswertung der Daten gruppen innerhalb des multiprofessio- bachs Alpha) ermittelt. Die Datenverarbeitung und -auswer- nellen Teams. Für jede Frage wurden tung erfolgte mit SPSS 15.0© für Win- die Antwortmöglichkeiten «genau», Setting und Datenerhebung dows. Für die Auswertung der sechs «überwiegend», «teilweise» und «gar Die Teilnehmer für diese Untersu- Fragen wurden die Antworten von 0 (= nicht» vorgegeben. chung wurden auf drei überregionalen gar nicht) bis 3 (= genau) codiert. Die Die Vertreter der verschiedenen Be- Stroke Units in Hamburg rekrutiert. inhaltlich negativ skalierte Frage
  4. 4. S. Köpke et al. Pflegende im therapeutischen Team der Stroke Unit 42 Originalarbeit («Der Informationsaustausch findet Ergebnisse rarchie und Bedeutung der Meinung nur innerhalb einzelner Berufsgrup- zeigen sich gewisse Ähnlichkeiten im pen statt») wurde in die andere Rich- Beschreibung der Stichprobe Antwortmuster bei Pflegenden und tung transformiert, so dass bei allen Insgesamt wurden 62 Fragebögen ver- Ärzten im Gegensatz zu den anderen Fragen der gleiche Code angewendet teilt, 55 Fragebögen (Rücklauf 89%) Berufsgruppen. Diese Unterschiede werden konnte. konnten ausgewertet werden. Unter werden aber angesichts der begrenz- Für die Fragen nach der Einschätzung den Teilnehmern bildeten die Pflegen- ten Stichprobe als nicht relevant ange- des empfundenen und erwünschten den die größte Gruppe (55%). Eine sehen. Anteils an der Organisation der Stroke durchschnittliche Berufstätigkeit von Unterschiede zwischen den Gruppen Unit bzw. an der Genesung der Patien- etwa zehn Jahren und fünf Jahren zeigen sich bei den drei weiteren Kate- ten auf einem Kontinuum von 0 bis Stroke Unit-Erfahrung lassen darauf gorien. Knapp ein Drittel (30%) der 100% wurden je fünf Ergebniskatego- schließen, dass die Teilnehmer ausrei- Pflegenden stimmt der Frage, ob sie die rien bzw. Summenscores gebildet (für chend Einblicke in die Abläufe einer gleichen Informationen über die Pa- Pflegende, Physiotherapeuten, Ärzte, Stroke Unit haben, um verlässliche tienten wie jedes andere Teammitglied Ergotherapeuten, Logopäden). Da die Aussagen treffen zu können. Tabelle 1 bekommen, nicht oder nur teilweise Pflegenden im Fokus der Betrachtung zeigt die Merkmale der Studienteil- zu. Bei Ärzten und den anderen befrag- liegen, wurden die Einschätzungen nehmer. ten Berufsgruppen sind dies nur 11% aller Berufsgruppen ausschließlich in bzw. 12%. Bezüglich des Ausmaßes der Bezug auf die Rolle der Pflegenden aus- Rollen innerhalb beruflichen Erfolgserlebnisse schät- gewertet. Die Stichprobengröße ist zu des multiprofessionellen Teams zen fast 78% der Ärzte diese als hoch gering, um Subgruppenanalysen nach Die Angaben der Teilnehmer zu den ein, bei den Pflegenden sind es 60%, Alter, Geschlecht oder Dauer der Zuge- einzelnen Fragen sind in der Tabelle 2 unter den anderen Berufsgruppen we- hörigkeit auf der Stroke Unit durchzu- dargestellt. Es zeigen sich bei den The- niger als die Hälfte (44%). Den Ein- führen. In den Auswertungen wurde men Anerkennung, Hierarchie und druck, dass ihre Meinung bei der Be- eine dreiteilige Differenzierung nach Informationsaustausch keine bedeu- handlung der Patienten den gleichen Pflegenden, Ärzten und weiteren tenden Unterschiede zwischen den Stellenwert wie die anderer Teammit- Mitarbeitenden des therapeutischen Einschätzungen der einzelnen Berufs- glieder hat, haben zwei Drittel der Pfle- Teams (Physiotherapeuten, Ergothera- gruppen. So ist jeweils die große Mehr- genden (67%), bei den Ärzten sind es peuten und Logopäden) vorgenom- heit der Teilnehmer aus allen Berufs- nur etwas mehr als die Hälfte (57%). men. Diese Einteilung wurde aufgrund gruppen der Meinung, dass die von Die Angehörigen der anderen Berufs- der unterschiedlichen Präsenz auf der ihnen geleistete Arbeit anerkannt wird gruppen sind zu 80% dieser Meinung. Stroke Unit sowie der unterschiedli- und ein Berufsgruppen übergreifender chen Tätigkeitsfelder gewählt. Ange- Informationsaustausch stattfindet. Einschätzung des pflegerischen Anteils sichts der begrenzten Stichprobe und Gleichzeitig ist die Mehrheit der Teil- an Organisation und Genesung des Pilotcharakters der Untersuchung, nehmer der Meinung, dass zwischen Tabelle 3 ist zu entnehmen, dass Pfle- wurde auf Signifikanztests verzichtet. den Berufsgruppen ein hierarchisches gende den Anteil ihrer Berufsgruppe Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt Verhältnis herrscht. an der Organisation der Stroke Unit im deskriptiv. In den Bereichen Anerkennung, Hie- Mittel auf etwa 54% einschätzen, die Tabelle 1: Merkmale der Studienteilnehmer Berufsgruppe Anzahl der Befragten (%) Berufserfahrung in Jahren* Beschäftigungsdauer in Jahren* Pflegende 30 (55) 11,3 ± 6,9 6,9 ± 6,1 Physiotherapeuten 11 (20) 15,7 ± 7,5 7,5 ± 5,4 Ergotherapeuten 4 (7) 11,8 ± 12,3 4,6 ± 4,4 Ärzte 9 (16) 5,4 ± 4,5 2,6 ± 2,6 Logopäden 1 (2) 7 4 Gesamt 55 (100) 10,2 ± 6,2 5,1 ± 3,7 * Die Angaben sind Mittelwerte ± Standardabweichung.
  5. 5. Pflege 2009; 22: 39–46 Originalarbeit 43 Tabelle 2: Einschätzung der Rollenverteilung im therapeutischen Team Berufsgruppe Kategorie Antwort Pflegende Andere* Ärzte (n = 30) (n = 16) (n = 9) Anerkennung Genau/Überwiegend 25 (83,3) 16 (100) 8 (88,9) Teilweise/Gar nicht 5 (16,7) 1 (11,1) Informationsfluss Genau/Überwiegend 21 (70) 14 (87,5) 8 (88,9) Teilweise/Gar nicht 9 (30) 2 (12,5) 1 (11,1) Hierarchie Genau/Überwiegend 26 (86,7) 15 (93,8) 8 (88,9) Teilweise/Gar nicht 4 (13,3) 1 (6,2) 1 (11,1) Erfolgserlebnisse Genau/Überwiegend 18 (60) 7 (43,8) 7 (77,8) Teilweise/Gar nicht 12 (40) 9 (56,2) 2 (22,2) Bedeutung der Meinung** Genau/Überwiegend 20 (66,7) 12 (80) 5 (56,6) Teilweise/Gar nicht 10 (33,3) 3 (20) 4 (44,4) Informationsaustausch# Genau/Überwiegend 26 (86,7) 15 (93,8) 9 (100) Teilweise/Gar nicht 4 (13,3) 1 (6,2) Die Angaben sind absolute Häufigkeiten (%). * Physio-, Ergotherapeuten und Logopäden. ** Eine fehlende Angabe. # Die Frage zum Informationsaustausch war ursprünglich negativ skaliert («Der Informationsaustausch findet nur innerhalb einzelner Berufsgrup- pen statt») und wurde für die Auswertung in die andere Richtung transformiert. Tabelle 3: Einschätzung des empfundenen gegenüber dem gewünschten Anteil der Pflegenden an der Organisation auf der Stroke Unit sowie an der Genesung der Stroke Unit-Patienten durch die unterschiedlichen Berufsgruppen Berufsgruppe Kategorie Anteil Pflegende Andere* Ärzte (n = 30) (n = 16) (n = 9) Organisation der Stroke Unit Empfundener Anteil 53,9 ± 19,2# 55,3 ± 14,9** 35,6 ± 11,6 Gewünschter Anteil 41,3 ± 13,1# 45,9 ± 17,6** 36,9 ± 10,1 Genesung der Patienten Empfundener Anteil 42,9 ± 12,3## 33,0 ± 13,7** 29,8 ± 6,4 Gewünschter Anteil 35,9 ± 10,4## 27,3 ± 10,7** 29,1 ± 3,6 Die angegebenen Zahlen sind Mittelwerte ± Standardabweichung. Die Einschätzung erfolgte auf einem Kontinuum von 0 bis 100%. * Physio-, Ergotherapeuten und Logopäden. ** Eine fehlende Angabe. # Drei fehlende Angaben. ## Vier fehlende Angaben. Angehörigen der anderen Berufsgrup- fundene Anteil, bei den Ärzten stim- chen hinsichtlich des gewünschten pen (Physiotherapie, Ergotherapie und men die Einschätzungen überein. Die Anteils kaum von dieser Einschätzung Logopädie) kommen zu einer ver- befragten Pflegenden schätzen ihren ab. gleichbaren Einschätzung bezüglich Anteil am Genesungsprozess der Pa- des Anteils der Pflegenden. Abwei- tienten im Mittel mit etwa 43% ein. chend davon schätzen die Ärzte den Gewünscht wird hingegen ein etwas Diskussion pflegerischen Anteil lediglich auf gut geringerer Anteil (36%). Die Vertreter ein Drittel (36%) ein. Die Werte für den der Physiotherapie, Ergotherapie und Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, gewünschten Anteil liegen bei den Logopädie und die befragten Ärzte dass die interdisziplinäre Zusammen- Pflegenden und den weiteren Berufs- schätzen den Anteil der Pflegenden im arbeit auf den teilnehmenden Stroke gruppen jeweils niedriger als der emp- Mittel nur mit etwa 30% ein und wei- Units von den beteiligten Berufsgrup-
  6. 6. S. Köpke et al. Pflegende im therapeutischen Team der Stroke Unit 44 Originalarbeit pen als gut funktionierend wahrge- Rolle der Pflegenden auf Stroke Units genden nach einer Verringerung ihres nommen wird. Alle Befragten aus den entspricht (Kirkevold, 1999; Burton, Anteils an der Organisation der Stroke verschiedenen Berufsgruppen erfah- 2000). Die Tatsache, dass Pflegenden Unit und des Anteils an der Genesung ren für ihre Arbeit Anerkennung und von ärztlicher Seite weniger Anteil an der Patienten. Möglicherweise ist dies sind gleichzeitig nicht der Meinung, der Organisation zuerkannt wird, ist ein Ausdruck des Wunsches nach we- dass der Informationsaustausch pri- dabei ein weiterer Hinweis für beste- niger Verantwortung. Darin könnte mär innerhalb der eigenen Berufsgrup- hende hierarchische Strukturen. Auf sich ein nicht klar definierter originä- pe stattfindet. Damit weisen die Ergeb- eine Darstellung der Selbst- und rer Zuständigkeitsbereich der Pflegen- nisse dieser Arbeit darauf hin, dass Fremdeinschätzung der ärztlichen den widerspiegeln, der Pflegenden eine auch in deutschen Stroke Units das und der anderen Berufsgruppen wur- hohe Verantwortung bei geringer Ver- multiprofessionelle Team ein Kernele- de verzichtet, da der Fokus auf der antwortlichkeit zumutet. ment der Versorgung darstellt (Schro- Betrachtung der Pflegenden liegt. Ob- Eine Limitierung der Ergebnisse ist die eder et al., 2004). Gleichzeitig wird eine wohl die befragten Ärzte ihren eigenen unterschiedliche Teamzusammenset- klare Hierarchie zwischen den einzel- Anteil an der Organisation der Stroke zung der untersuchten Stroke Units. nen Berufsgruppen beschrieben. Wel- Unit ähnlich dem der Pflegenden ein- Nur auf einer Stroke Unit nahm eine che Berufsgruppe in dieser Hierarchie schätzen, deuten die Einschätzungen Logopädin an der Befragung teil. Da welche Stellung einnimmt, kann an- der anderen Befragten auf eine speziel- die Stichprobe der Studie begrenzt und hand dieser Untersuchung nicht be- le Rolle Pflegender im Sinne einer ausschließlich aus Mitarbeitenden antwortet werden. Es bleibt darüber Schnittstellenfunktion hin. Diese Aus- überregionaler Stroke Units in Ham- hinaus unklar, ob diese Beobachtung sage wird jedoch durch die geringe burg besteht, ferner der eingesetzte eine Besonderheit deutscher Stroke Anzahl der befragten Ärzte einge- Fragebogen nicht ausreichend vali- Unit-Versorgung darstellt. Hinweise schränkt. diert ist, sollten die vorliegenden für ausgeprägte Hierarchien zwischen Die Bedeutung der therapeutischen Ergebnisse vorsichtig interpretiert den Berufsgruppen finden sich auch in Tätigkeiten der Pflegenden wird offen- werden. Die Studie sollte eher als Hy- der internationalen Literatur. Pound bar geringer bewertet, als in der Lite- pothesen generierend verstanden wer- und Ebrahim (2000) ermitteln in einer ratur dargelegt (Kirkevold, 1999; Bur- den. Die Ergebnisse verweisen jedoch Beobachtungsstudie eine deutliche ton, 2000; Booth et al., 2005). Der Anteil darauf, dass weiterer Forschungsbe- Abgrenzung der «therapeutischen» der Pflegenden am Genesungsprozess darf zur Rolle der Pflegenden auf Stro- Berufe zu den Pflegenden auf Stroke der Patienten wird deutlich geringer ke Units in Deutschland besteht und Units. Dieser Befund wurde jedoch eingeschätzt, als erwartet. Hier bildet geben Hinweise auf mögliche For- nicht reproduziert, allgemein werden sich eventuell das (im Vergleich zum schungsschwerpunkte. Weitere For- flache Hierarchien innerhalb des mul- angloamerikanischen Raum) geringe schungsarbeiten sollten z.B. die «the- tiprofessionellen Teams der Stroke Selbst- und Fremdbild Pflegender als rapeutische Funktion» der Pflegenden Units beschrieben (Indredavik, Bakke, therapeutische Profession ab. Auch die beleuchten. Eine differenzierte Be- Slordahl, Rokseth & Hâheim, 1999; abweichende Einschätzung der Ärzte trachtung der Rolle der Pflegenden auf Langhorne et al., 2002). bezüglich des Anteils der Pflegenden Grundlage des Rollenmodells von Kir- Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass an der Organisation der Stroke Unit kevold (1999) erscheint ebenfalls ange- Pflegende, wie angenommen, eine und am Heilungsprozess der Patienten zeigt. Der Wunsch Pflegender nach we- Schnittstellenfunktion innerhalb des legt nahe, dass der Anteil der Pflegen- niger Beitrag an der Organisation und multiprofessionellen Teams der Stroke den stärker im Bereich der Organisati- der Genesung lässt vermuten, dass die Unit einnehmen. Sowohl die Pflegen- on und Koordination wahrgenommen Pflegenden dieses differenzierte Rol- den als auch die Physio-, Ergothera- wird als in der aktiven Gestaltung lenbewusstsein nicht entwickelt ha- peuten und Logopäden schätzen den der Behandlungsprozesse einer Stroke ben bzw. unter den gegebenen Voraus- Anteil der Pflegenden an der Organisa- Unit. Dies spiegelt möglicherweise die setzungen nicht entwickeln konnten. tion der Stroke Unit mit über 50% ein. Besonderheit des deutschen Stroke Ein Anknüpfungspunkt wäre hier die Dies legt eine starke Koordinations- Unit-Konzepts wider, welches eine in- Untersuchung des Ausbildungsni- und Organisationsfunktion der Pfle- tensive medizinisch-apparative Ver- veaus und -bedarfs von Pflegenden. genden innerhalb des multiprofessio- sorgung in den Mittelpunkt stellt Die spezielle (rehabilitative) Ausbil- nellen Teams nahe, die der in der inter- (Köpke et al., 2005). dung Pflegender wird in neueren Stu- nationalen Literatur beschriebenen Überraschend ist der Wunsch der Pfle- dien als wichtiger Aspekt für den Er-
  7. 7. Pflege 2009; 22: 39–46 Originalarbeit 45 folg von Stroke Units benannt (Leys et nary staff members from three sepa- tation stroke unit: which aspects al., 2007; Booth et al., 2005) und könn- rate stroke units completed the ques- are most important? Stroke 30, te Pflegende dabei unterstützen, das 1999, 5: 917–923. tionnaire. Results showed that staff von Kirkevold (1999) dargestellte spe- Indredavik, B.; Bakke, F.; Solberg, R.; have comparable estimates concern- zifische Rollenmodell zu entwickeln. Rokseth, R.; Haaheim, H.; Holme, I.: Zusammenfassend deutet diese Arbeit ing the nurses’level of interdisciplinary Benefit of a stroke unit: a random- auf eine spezielle Rolle Pflegender als cooperation. As well, nurses and other ized controlled trial. Stroke 22, Schnittstelle im multiprofessionellen non-medical staff rate nurses’ contri- 1991, 8: 1026–1031. Team einer Stroke Unit hin. Es finden bution to unit organisation compara- Kirkevold, M.: Die Rolle der Pflege in sich Hinweise für Unterschiede zwi- der Rehabilitation akuter Hirn- bly high while physicians’ ratings of schen deutschen und internationalen schlagpatienten. Pflege 12, 1999, 1: nurses’contribution are lower. The pro- Stroke Units. Es bleibt unklar, ob und 21–27. in welchem Ausmaß diese Unterschie- fessional groups’ ratings of the nurses’ Köpke, S.; Meyer, G.; Dehning, K.; Mol- de auf den unterschiedlichen Konzep- contribution to patient recovery vary. sen, N.: Stroke Units: Kritische Re- ten der Stroke Unit-Versorgung und/ The results indicate that German flexion eines Erfolgskonzepts. oder den unterschiedlichen Ausbil- stroke unit nurses contribute signifi- Pflegezeitschrift 58, 2005, 4: 242– dungsniveaus Pflegender beruhen. 245. cantly to stroke unit care by acting as Langhorne, P.; Pollock, A.; The Stroke coordinators of the unit organisation Unit Trialists’ Collaboration: What Dank for various multi professional team are the components of effective members. stroke unit care? Age and Aging 31, Wir bedanken uns herzlich bei allen 2002, 5: 365–371. Mitarbeitenden der drei überregiona- Leys, D.; Ringelstein, E.; Kaste, M.; len Stroke Units, die an unserer Befra- Literatur Hacke, W.; European Stroke Initia- gung teilgenommen haben. tive Executive Committee: The Booth, J.; Hillier, V.; Waters, K.; David- main components of stroke unit son, I.: Effects of a stroke rehabili- care: results of an European expert Nurses’ role in the therapeutic team tation education programme for survey. Cerebrovascular Diseases of stroke units nurses. Journal of Advanced Nurs- 23, 2007, 5–6: 344–352. ing 49, 2005, 5: 465–473. Long, A.; Kneafsey, R.; Ryan, J.; Berry, J.: Over the last decade, stroke units have Burton, C.: A description of the nurs- The role of the nurse within the ing role in stroke rehabilitation. multi-professional rehabilitation been increasingly established in Ger- Journal of Advanced Nursing 32, team. Journal of Advanced Nursing many. Within these units, nurses have 2000, 1: 174–181. 37, 2002, 1: 70–78. been identified as having a crucial role Campbell, M.; Fitzpatrick, R.; Haines, O’Connor, S.: Nursing interventions in in the coordination of multi-profes- A.; Kinmonth, A. L.; Sandercock, P.; stroke rehabilitation: a study of sional team activities. However, cur- Spiegelhalter, D.; Tyrer, P.: Frame- nurses’ views of their pattern of rently very little data exists to support work for design and evaluation of care in stroke units. Rehabilitation complex interventions to improve Nursing 25, 2000, 6: 224–230. this fact; therefore, a questionnaire health. British Medical Journal 321, O’Connor, S.: Nursing and rehabilita- was developed to assess various as- 2000, 7262: 694–696. tion: the intervention of nurses in pects of the nurses’role within the mul- Gibbon, B.; Watkins, C.; Barer, D.; Wa- stroke patient care. Journal of Clin- ti-professional team, including cooper- ters, K.; Davies, S.; Lightbody, L.; ical Nursing 2, 1993, 1: 29–34. ation with other team members (e.g., Leathley, M.: Can staff attitudes to Pound, P.; Ebrahim, S.: Rhetoric and re- communication behaviour and accep- team working in stroke care be im- ality in stroke patient care. Social proved? Journal of Advanced Nurs- Science & Medicine 51, 2000, 10: tance within the multi-professional ing 40, 2002, 1: 105–111. 1437–1446. team), contribution to team and unit Indredavik, B.; Bakke, F.; Slordahl, S.; Schroeder, A.; Heiderhoff, M.; Köbber- organisation, and impact on patient Rokseth, R.; Hâheim, L.: Treatment ling, J.: Stroke Units: Update des recovery. A total of 55 multi-discipli- in a combined acute and rehabili- HTA-Berichts «Die Evaluation von
  8. 8. S. Köpke et al. Pflegende im therapeutischen Team der Stroke Unit 46 Originalarbeit Stroke Units als medizinische Waters, K.; Luker, K.: Staff perspectives Korrespondenzadresse Technologie». In: Rüther, A.; War- on the role of the nurse in rehabil- da, F. (Hrsg.): Schriftenreihe HTA itation wards for elderly people. Dr. phil. Sascha Köpke des DIMDI. Videel, Niebüll, 2004. Journal of Clinical Nursing 5, 1996, Universität Hamburg http://gripsdb.dimdi.de/de/hta/h 2: 105–114. MIN-Fakultät, Gesundheits- ta_berichte/hta074_bericht_de.p wissenschaften df., Zugriff am 16.03.2007. Martin-Luther-King-Platz 6 Stroke Unit Trialists’ Collaboration: D-20146 Hamburg Organised inpatient (stroke unit) Tel. 040/42838-7224 care for stroke. Cochrane Database Fax 040/42838-3732 of Systematic Review, 2007, 1: CD000197. E-Mail: Sascha.Koepke@uni-hamburg.de

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