Dilemmata. 
Probleme der 
Designkritik 
Prof. Birgit S. Bauer 
Designsymposium FH Vorarlberg 23.5.14
Krise & Kritik
# 1 
Der heilige 
Designbegriff
"Everyone designs 
who devises courses of 
action aimed at 
changing existing 
situations into preferred 
ones.“ 
! 
Herbe...
# 2 
Das Dilemma 
der Problemlöserei
„[Wir wollen] ein Bewusstsein 
schaffen, dass man Probleme 
nicht zwingend lösen muss, um 
mit ihnen etwas anfangen zu 
kö...
# 3 
Das Dilemma 
vom Tun und Denken
Designkritik ≠ I like 
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Bauer, Birlenbach, Okraj, 
www.designkritik.dk, 2009
# 4 
Das Bilderdilemma
„Reflektieren meint: 
Distanz schaffen zum eigenen Tun; 
seine Verflechtungen und 
Widersprüche […] zu thematisieren. 
Ref...
# 5 
Alles neu 
– das Innovationsdilemma
Don't act, 
just think. 
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Slavoj Žižek, 
http://bigthink.com/videos/dont-act-just- 
think, 8.7.2012
Don't act, 
just think. 
(At Least for a While) 
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Dilemmata. Probleme der Designkritik

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Abstract:
Design verändert die Welt – vor allem zum Negativen: Design ist in den letzten Jahrzehnten zum Werkzeug eines rasenden globalen Kapitalismus geworden. Der Ruf nach Kritik im und durch Design, den denkenden, politisch handelnden Designern verpufft in Einzelaktionen, naiven Appellen und Basteleien. Was läuft falsch mit Design und Kritik?

Vortrag "Alles Kritik – alles Design" FH Dornbirn (A) 220514

Veröffentlicht in: Design
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Notizen
  • @Kai Rosenstein …das Argument wird durch Voting ersetzt. Die Verständigung über Argumente. (Ohne dass ich nicht auch in Betracht ziehe, dass wie Clive Dilnot behauptet, der Zug bereits abgefahren ist.) Könnte sein.
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  • Besten Dank, liebe Birgit, damit kann ich Dir sehr gut folgen. Eigentlich ist es also das Dilemma, Tun und Denken nicht unter einen Hut zu bekommen, das Denken wird durch Voten ersetzt?
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  • http://designsymposium.fhv.at/videos/
    3. Das Dilemma vom Tun und Denken
    Wir sind also die 'Maker' und das schließt in der Praxis und in der Lehre oft
    Reflexion und Sprachlichkeit aus. Rumlabern tun andere, Designer machen. In
    der Lehre zählt die 'Employability', die in den kurzen Bachelorstudiengängen
    natürlich keine weitere Reflexion zulässt – „applied science“ ohne Science.
    Diese mangelnde Pflege der Sprachlichkeit zieht nach sich, dass wir sehr häufig
    bereits an den Grundlagen, nämlich der Beschreibung dessen, was wir tun,
    scheitern. Genauso sieht es dann auch mit der Kritik aus: Find' ich schön – I like.
    oder eben Daumen runter.

    So ist die Forderung nach mehr Kritik im Design oft nur das Bedürfnis, seine
    Meinung zu inszenieren und nicht der Wunsch nach Debatten. Zeitgenössische
    Formate der Meinungsäusserung in den sozialen Medien faszinieren uns daher:
    Fast jeder DesignerIn lässt die Community auf entsprechenden Plattformen (Behance z.B.) über Entwürfe abstimmen – I like oder eben nicht.
    Die deutsche Plattform Design made in Germany startete 2013 mit einem als
    äußerst fair angekündigten Designpreis, dem DMIG-Award. Das Prinzip: Eine renommierte Jury begutachtet unabhängig voneinander die eingereichten Beiträge auf der DMIG-Plattform. Stimmen alle Mitglieder einer in Fachgruppen organisierten Jury für ein Projekt, wird es für den Award nominiert. Die Abstimmung erfolgt über ein Back-End der Webplattform über die begutachteten Bilder. Ist das für besondere Transparenz gelobte Verfahren denn so transparent? Wo und wie könnte ein Erkenntnisgewinn stattfinden?

    Designkritik ≠ Ilike – Das steht dafür, dass es eben auch nicht 'I do not
    like' ist, sondern die Entdeckung der Unterschiede. Dilemma Nr. 3 ist also die
    Ideologie der Betriebsamkeit, die sich dem Abwarten, Denken und Sprechen der
    Kritik gegenüberstellt.
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  • Liebe Birgit, kannst Du – für alle, die Deinen Vortrag nicht hören konnten – das 'Dilemma vom Tun und Denken' kurz und knapp erläutern? Würde mich sehr interessieren.

    Beste Grüße,
    Kai
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Dilemmata. Probleme der Designkritik

  1. 1. Dilemmata. Probleme der Designkritik Prof. Birgit S. Bauer Designsymposium FH Vorarlberg 23.5.14
  2. 2. Krise & Kritik
  3. 3. # 1 Der heilige Designbegriff
  4. 4. "Everyone designs who devises courses of action aimed at changing existing situations into preferred ones.“ ! Herbert Simon, The Sciences of the Artificial, 1969
  5. 5. # 2 Das Dilemma der Problemlöserei
  6. 6. „[Wir wollen] ein Bewusstsein schaffen, dass man Probleme nicht zwingend lösen muss, um mit ihnen etwas anfangen zu können. Wir müssen endlich lernen, mit prinzipiell Unlösbarem umzugehen.“ ! ! ! Bazon Brock, Interview auf www.artnet.de, 26.01.12
  7. 7. # 3 Das Dilemma vom Tun und Denken
  8. 8. Designkritik ≠ I like ! ! ! ! ! ! ! ! ! Bauer, Birlenbach, Okraj, www.designkritik.dk, 2009
  9. 9. # 4 Das Bilderdilemma
  10. 10. „Reflektieren meint: Distanz schaffen zum eigenen Tun; seine Verflechtungen und Widersprüche […] zu thematisieren. Reflektiertes Verhalten ist mit diskursivem Denken gleichzusetzen, einem sich in Sprache manifestierenden Denken.“ ! ! ! Gui Bonsiepe, Die Dialektik des Entwerfens und der Entwurfsforschung, 2004
  11. 11. # 5 Alles neu – das Innovationsdilemma
  12. 12. Don't act, just think. ! ! ! ! ! ! Slavoj Žižek, http://bigthink.com/videos/dont-act-just- think, 8.7.2012
  13. 13. Don't act, just think. (At Least for a While) ! ! ! ! ! Danke.

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