Leseprobe Buch: „Stationen der Gefühle“ bei Pax et Bonum Verlag Berlin

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Vor über dreißig Jahren hatte Tanja Andi kennengelernt und sich in ihn verliebt, ohne zu ahnen, dass der zwölf Jahre ältere Mann ein vorbestrafter Zuhälter ist. Für Andi dagegen war die Begegnung anfangs nur ein Spiel – doch schon bald musste er erkennen, dass er viel mehr für das Mädchen empfand, als er sich eingestehen wollte. Während einer Bahnfahrt denkt die 50-jährige Tanja an ihre Jugendliebe zurück. Die Erinnerung an eine ebenso komplizierte wie leidenschaftliche Beziehung wird wieder wach …

Veröffentlicht in: Unterhaltung & Humor
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Leseprobe Buch: „Stationen der Gefühle“ bei Pax et Bonum Verlag Berlin

  1. 1. AI 1 I W , I I 11 -14 I. I / I - III . LI _ 31 I C 1. 1 1 W or I A I I 1 .1L. _ . J . 1 1 11 , . "1110 1 E n, .,, . . . 111 . «.1. , 1.1.1 7. vlr .1 E . . I , 1 1-1 DID - . . . /.7 h an , 1, I . in! j mum I .0 ; 1 _ mu . G ~ I , . , . I11 / _. I 5.1 I -. _, I )1 E ,1 . 1 . ,
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  3. 3. Harte Fréstelnd trete ich Von einem Fufi auf den anderen. Obwohl ich den Kragen schon so hoch wie méglich gezogen habe, findet der eisige Wind trotzdem hier und da ein Schlupfloch unter die ]acke. Ich bin froh, dass ich mich fur eine warme Hose und Stiefel entschieden habe. Hoffentlich kommt der Bus bald; ungeduldig blicke ich die Strafée hinauf. Eigentlich musste er doch schon in Sicht sein. Ich versuche, mich noch besser vor der Kalte zu schiitzen. »Ha1t, bitte leg nicht auf«, unterbricht eine aufgeregte Stimme meine Gedanken. Ich habe die zierliche Frau an dem éffentlichen Telefon gar nicht bemerkt. »Aber ich dachte, du liebst mich<<, ruft diese jetzt in die Sprechmu- schel. Nicht schén, diese neuen Telefone ohne Hauschen. Man ist dem Wetter ausgesetzt und jeder kann auch noch mithéren. Es beriihrt mich unangenehm, unfreiwillig Zeuge eines so intimen Gesprachs zu werden. »Es ist doch auch dein Kind! « Ich hére die Verzweiflung in der Stimme. »Hal1o? I ]an! Bist du noch da? « Dann legt die junge Frau langsam auf. Sie hat mir den Riicken zugewandt, aber an ihren zuckenden Schultern ist zu erkennen, dass sie weint. Endlich kommt der Bus und zischend éffnen sich die Tiiren. Unentschlossen stehe ich an den Stufen. »Was is’ nu? Wo11'n Se da Wurzeln schlagen? «, knurrt der Busfahrer genervt. »Einen Moment bitte«, rufe ich ihm zu und trete kurz entschlossen zu der jungen Frau. »Haben Sie nicht auch auf den Bus gewartet? «, frage ich sanft. »Kommen Sie, sonst féihrt er ohne Sie los und Sie miissen noch langer in der Kalte stehen. «
  4. 4. Die Frau bringt ein zittriges Lacheln zustande und folgt tatséichlich der Aufforderung. Mechanisch steigt sie ein und setzt sich schweigend hin. Ich nehme ebenfalls Platz und reiche ihr ein Papiertaschentuch. Um irgendetwas zu sagen, mache ich meiner Abneigung gegen die neuen offentlichen Telefone und das Wetter Luft und gebe meiner Freude dariiber Ausdruck, dass ich diesem fur ein paar Tage entflie— hen kann. Meine Sitznachbarin schaut gleichgiiltig aus dem Fenster. Ich bemerke jedoch, dass sie das Papiertaschentuch mit beiden Handen zerpfliickt. Inzwischen hat sich der Bus wieder in Bewegung gesetzt. Schau- kelnd fahrt er die schmale Strafie entlang, ohne den Von diinnem Eis bedeckten Pfiitzen ausweichen zu konnen. Wenn es doch nur richtig Winter ware, mit Schnee und zugefro— renen Teichen, auf denen man Schlittschuhlaufen kann, wiinsche ich. Dieses Matschwetter ist wirklich schrecklich. Ich freue mich auf Miinchen. »Meine Freundin hat am Telefon gesagt, dass in Miinchen dicker Schnee liegt«, sage ich zu meiner Sitznachbarin. Ein junger Mann auf dem Fuféweg kann gerade noch zur Seite springen, um einer schmutzigen Wasserfontane auszuweichen. »Einfach so, als ware all die Zeit nichts wert. Dieses gemeine Mist- stiick! Was soll ich denn jetzt blolé machen? «, bricht es aus der jungen Frau heraus. Einige Fahrgaste blicken neugierig heriiber. Wahrend sie leiser weiterspricht, treten ihr erneut Tréinen in die Augen. »Ich hab doch noch nicht mal eine Ausbildung, bin mitten im Studium. « Die letzte Haltestelle vor dem Hauptbahnhof befindet sich an einer Schule, die Bustiiren offnen sich und eine Gruppe 1armen- der Kinder poltert herein. Ohne darauf zu achten, dass ihre Ran- zen und Rucksacke nicht gegen die Kopfe oder Schultern der {ib- rigen Fahrgaste stoféen, laufen sie durch den Gang und Quetschen sich auf die hinteren Sitzbanke. Ungeriihrt: fahrt der Busfahrer wie- der an und wer von den Schiilern noch keinen Platz ergattert hat,
  5. 5. muss irgendwo Halt finden oder stiirzt johlend auf die Schu1kame- raden. Vorsichtig beriihre ich den Arm meiner Nachbarin: »Haben Sie Lust, im Bahnhofscafé etwas Warmes zu trinken, oder haben Sie es eilig? Ich muss noch einige Zeit auf meinen Zug nach Miinchen warten. « Zogernd, aber doch offensichtlich dankbar, nimmt die junge Frau das Angebot an. Vom Bus bis in das Bahnhofsgebaude ist es nur ein kurzer Weg. Stimmengemurmel und schlechte Luft schlagen uns entgegen, als Wir das Café betreten. Unwillkiirlich Verziehe ich das Gesicht. ZweiVenti1atoren drehen sich triage an der nikotinvergilbten Decke. Obwohl schon seit langerer Zeit Rauchverbot in Restaurants besteht, hangt hier immer noch der alte Mief im Mobiliar und in der Luft. Mich stért dieser Geruch Viel mehr als friiher, als ich selbst noch geraucht habe. Aber hier ist es wenigstens warm. Wir suchen uns einen freien Tisch, héingen unsere Iacken fiber einen Stuhl und nehmen Platz. Kaum sitzen wir, erscheint auch schon die Bedienung. »Was darf's denn sein? « Wir bestellen beide einen heifien Kakao. Wahrend ich kurz darauf den warmenden Becher mit beiden Handen umschliefie und sachte puste, schaue ich meine Begleiterin nachdenklich an. »Gibt es denn niemanden, der Sie unterstiitzen konnte, sodass Sie Ihr Studium abschliefien k6nnen? « Ich bemerke die feinen Spuren Von Traurigkeit in ihren Augen, den Kummer im Gesicht der jungen Frau, und stelle mir deren Ver- zweiflung vor. »Viel1eicht Ihre Mutter oder eine Freundin? « »Ich hab im Spatsommer vorletzten ]ahres hier in Hamburg an- gefangen zu studieren. Mein Vater lebt schon lange nicht mehr und meine Mutter wohnt in der Nahe Von Bremen. Sie arbeitet dort. Sie unterstiitzt mich finanziell, aber das reicht langst nicht. Vor ungefahr einem ]ahr war ich auf der Suche nach einem ]ob, um mir ein wenig Geld dazuzuverdienen. ]an bot mir an, stundenweise fiir seine kleine
  6. 6. Firma zu arbeiten. Ich sollte anfallenden Schreibkram und einfache Biirodienste erledigen. « Sie blickt aus dem Fenster und es scheint so, als wiirde sie die Vorbeieilenden Passanten gar nicht wirklich wahrnehmen. »Da ich Vormittags an der Uni bin, ging ich immer erst am spaten Nachmittag in die Firma. Die anderen hatten dann meistens schon Feierabend. Dadurch kam es oft vor, dass ]an und ich alleine im Biiro waren. « Sie schaut stumm vor sich auf den Tisch und atmet gerausch- voll aus, als wiirde sie einem schweren Gedanken nachhangen. »Okay, ich wusste, dass er Verheiratet ist, aber er erzéihlte mir Von einer kaputten Ehe, davon, dass seine Frau keine Kinder haben wollte und er schon lange an Scheidung denke. Na ja, und eines Abends kamen wir uns dann eben naher. Er war so liebevoll und einfiihlsam. Er sagte, dass ich etwas ganz Besonderes fur ihn sei — pah. « Sie macht wieder eine Pause, wobei sie um Fassung ringt. »Fast jeden Tag waren wir zusammen, es war eine wundervolle Zeit. Ich dumme Gans hab ihm einfach geglaubt. « Nun kann sie die Tréinen nicht mehr zuriickhalten und verbirgt ihr Gesicht schluchzend in den Handen. Vol1Mitgefiihl schweige ich und meine Gedanken wandern fort. Ich habe mich einmal ahnlich gefiihlt wie diese Fremde, die we- nigstens 2o Iahre jiinger ist als ich. Damals ist die junge Frau wohl noch nicht mal auf der Welt gewesen, iiberlege ich und hebe meine Tasse an die Lippen. Der Kakao ist inzwischen lauwarm geworden. »Und jetzt weifi ich nicht, was ich tun soll. « Die Stimme bringt mich zuriick in die Gegenwart und an den Tisch. »Ich dachte, er freut sich, dass wir ein Baby bekommen. Er sagte doch, dass er so gerne Kinder gehabt hatte, dass er sich immer noch jung genug fiihle, Vater zu werden. « Leidenschaftlich féihrt sie fort: »Immer bei sich haben wolle er mich. Ich sei wie ein Friihlingstag fiir ihn. Er wolle mich niemals verlieren. — Alles L1"1gen! « Ich spiire, wie sich meine Gesichtsmuskeln anspannen, weil ich die Zahne zusammenbeifie. Warum nur wiederholen sich immer diese Gefiihlsdramen? Vertrauen wird missbraucht. Naivitéit wird ausgenutzt.
  7. 7. »Aber was hat er denn nun genau gesagt, als Sie ihm Von der Schwangerschaft erzahlten? «, frage ich behutsam. Dieses Mal kommt die Antwort prompt, auch wenn die junge Frau weiterhin vor sich hinblickt, als wiirde sie mit sich selbst sprechen. »Ich solle mir blofi nicht einbilden, dass ich ihm ein Kind anhangen kénne. Aufierdem riet er mir, seine Frau aus dem Spiel zu lassen, sonst wiirde er zu anderen Mitteln greifen. Und ich solle mal fiber eine Abtreibung nachdenken. Um das Finanzielle wiirde er sich dann schon k1'immern. « »Haben Sie denn auch einen Grund fiir seine Haltung erfahren? « Ohne auf meine Frage einzugehen, spricht die junge Frau weiter, doch in ihre Stimme mischt sich jetzt Entschlossenheit. »Ich1asse mir nicht drohen! Andere Frauen haben ihre Kinder auch alleine grofi gekriegt. « Es ist spiirbar, wie ihre Stimmung mit einem Mal umschlagt, wie sich Kraft und Energie in ihr ausbreiten. Unverhofft sieht sie mir in die Augen. Es ist, als nehme sie mich erst jetzt richtig wahr. »Ich heifie iibrigens Anna. « Auf ihrem Gesicht deutet sich ein Lacheln an. »Vielen Dank, dass Sie mir zugehért haben. Das war echt nett, aber es wird schon irgendwie weitergehen. Wir schaffen das notfalls auch al1eine. « Sie legt die Hand auf ihren Bauch. »Das ware doch gelacht. Also nochmals, danke. Vielleicht sieht man sich mal. « Damit steht sie auf, nimmt ein Portemonnaie aus ihrem Rucksack, steigt fiber meine Reisetasche hinweg und geht zum Tresen, um ihren Kakao zu bezahlen. Dann kommt sie zum Tisch zuriick. Uberrascht iiber den abrupten Aufbruch ergreife ich die Hand, die sie mir reicht. Sie zieht ihre gefiitterte Wildlederjacke an, hangt den Rucksack iiber die Schulter und geht ohne ein weiteres Wort Richtung Ausgang. Bevor sie das Café verlasst, dreht sie sich noch einmal um und lachelt. Ich winke ihr zu: »Tschiiss, und alles Gute. « Hinter der jungen Frau schliefit sich langsam die Tiir. Nach diesem plotzlichen Abschied bleibe ich nachdenklich auf meinem Stuhl sitzen. Zuriickgelehnt, mit iibereinandergeschlagenen
  8. 8. Beinen, halte ich meinen leeren Becher in den Handen und beobachte durch die Glastiir, wie sich die schlanke Gestalt unter die anderen Menschen mischt. Dann nehme ich mit Bedauern erneut das tru- be Ianuarwetter wahr. Gestern ist es noch so schon gewesen. Ich habe mit meinem Mann einen langen Spaziergang an der Ostsee unternommen. Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass mein Zug erst in einer guten halben Stunde fiihrt. »W1'irden Sie mir bitte noch einen Kakao bringen? «, rufe ich einer Vorbeieilenden Kellnerin zu. Zum Gliick sind es nur noch wenige Wochen, bis man auf die warmende Friihlingssonne hoffen kann. Die Begegnung mit der jungen Frau weckt die Erinnerung an ein Kapitel in meinem eigenen Leben. Aus heutiger Sicht ein kurzer Abschnitt, aber damals ist es eine Fiille pragender, tiefgehender Ereignisse und schwerer Entscheidungen gewesen. Ist das wirklich schon mehr als ein viertel Iahrhundert her? Langsam wandern meine Gedanken zuriick zu jenem Abend, an dem mein Leben eine neue Richtung genommen hat. Ich sehe mich friihlich plaudernd und bei meiner Freundin einge- hakt die Strafie entlang schlendern.
  9. 9. .'_bo. wto. Qs Den ganzen Tag schon war es ungewohnlich warm fiir die Iahreszeit und die Menschen genossen den milden Friihlingsabend. In den zahlreichen Strafiencafés nutzten die Besucher jede M6g- lichkeit, draufien zu sitzen. »Na ihr beiden Hiibschen, ganz allein unterwegs um diese Zeit? « Uberrascht drehten sich die Madchen um, sie hatten fast schon das Kino erreicht. Die tiefe, wohlklingende Stimme gehorte einem gut aussehenden Mann. Er mochte etwa Ende zwanzig sein und war zweifellos eindrucksvoll: grofi, dunkelhaarig, braun gebrannt. Schlagfertig sagte Tanja: »]a, wir kénnen namlich schon selbst auf uns aufpassen. « Caro stiefi sie mit dem Ellenbogen unaufflallig in die Seite und trat Vorsichtig einen Schritt zuriick. Doch der Mann blickte Tanja nur belustigt an. Stattdessen antwortete sein Begleiter mit einem Augenzwinkern: »Na ja, ist nicht die feinste Gegend fiir kleine Madchen. « Caro drangte Tanja weiter. Sie hatte ihrer Freundin zum 17. Ge- burtstag einen Kinogutschein geschenkt. Wenn der Film, den sie sich ausgesucht hatten, auch in einem anderen Kino gelaufen ware, hatten sie sich wohl dorthin entschieden, denn dies hier war tatsachlich ein recht zwielichtiges Viertel Von Hamburg. In der Nahe eines grofistadtischen Hauptbahnhofs trieb sich meis- tens allerhand Gesindel herum. Man konnte Iunkies beobachten, die mit rot unterlaufenen Augen Reisende um ein paar Groschen anbettelten, und in manch einer Ecke lag ein Obdachloser und schlief seinen Rausch aus. Aufierdem driickten sich Madchen mit superkurzen Minirécken und hochhackigen Stiefeln in schmuddeligen Hauseingangen her- um. Sie boten sich vorbeischlendernden Méinnern an, indem sie sich
  10. 10. einfach bei ihnen einhakten oder anziigliche Bemerkungen mach- ten. Alles in allem eine vollig andere Umgebung, als die beiden Teenager sonst gewohnt waren. Aber gerade dieser Kontrast war besonders spannend. Sie kannten nur das Leben am Stadtrand in einem Mehrfamili- enhaus mit grofiziigigen Eigentumswohnungen. Alles wirkte sauber, geordnet und unschuldig. »Ins Kino wollt ihr also. Habt ihr Mauschen denn Vielleicht Lust, danach noch was mit uns zu trinken? Oder miisst ihr dann schnell ins Bettchen? « Die hellblauen Augen des groflen Dunkelhaarigen blitzten ver- gniigt provozierend. Tanja und Caro schauten sich an. Um 23.00 Uhr sollten sie zu Hause sein, es war ein bisschen knapp. Doch schon antwortete Tanja, Caros Zégern ignorierend: »Okay, um halb zehn ist der Film zu Ende. Wenn ihr dann da seid, gehen wir noch mit. Aber nur fiir 'ne halbe Stunde! « In der Dunkelheit des Kinosaals rutschten die Madchen tief in die Sessel, steckten ihre Kopfe zusammen und redeten mehr fiber ihre spannende Begegnung, als dem Inhalt des Liebesdramas zu folgen. »Glaubst du, dass sie tatséichlich auf uns warten, Caro? « [. ..]
  11. 11. GABRIELE ]ACK wurde 1959 in Neumiinster geboren, wuchs in Ham- burg auf, um nach 3o Iahren mit der Familie wieder nach Schleswig— Holstein zuriickzukehren. Dort lebt sie mit ihrer Familie und ihrem Hund in der schonen Schlossstadt Ahrensburg. Nach der Schule erlernte sie den Beruf der Repro(duktions)foto— grafin. 1990 wurde ihr Sohn Kevin geboren und die Welt erschien fortan in einem anderen Licht. Dinge, die fiir ihn wichtig und grofiartig waren, regten ihre Fantasie an und sie erfand Geschichten fiir ihn, die sie unzahlige Male wiederholen musste. Da sie ein sehr natur- und tierverbundener Mensch ist, entstand u. a. die Figur »Der kleine neugierige Schmetterling<<, der in seiner natiirlichen Umgebung vie- le spannende Begebenheiten erlebt. Die Lieblingsgeschichten ihres Sohnes fasste sie spater in einem Buch zusammen, illustrierte es und schenkte es ihm zur Erstkommunion. Neben dem Schreiben ist das Malen eines ihrer grofien Hobbys. Das Schreiben perfektionierte sie durch die Teilnahme an einem Fernlehrgang bei einer Hamburger Schreibschule mit dem Schwer— punkt Kinder- und Iugendliteratur. Eigentlich wollte sie sich aus- schliefélich auf dieses Genre konzentrieren, doch durch veranderte Lebensumstande veranderte sich auch der Kurs. 2oo7 begann sie mit dem Werk »Stationen der Gef1"1hle«, unterbrach es jedoch 2oo9, um eine Ausbildung zur Heilpraktikerin zu machen. Erst danach griff sie die Geschichte wieder auf, um damit nun ihr erstes Buch zu veroffentlichen. Inspiration fur den Inhalt war u. a. ihre ehrenamtliche Tatigkeit bei einem Frauen-Seelsorgetelefon.
  12. 12. d nd 5,t. e.r; b.e. r.u I-xlivum Rainer Mauelshagen Herr Jonas erwartet Besuch Herr Jonas, ein hochbetagter Herr, muss an einem besonders herrlichen Sommertag feststellen, dass er zwar auf eine lange Vergangenheit zuriickblicken kann, ihm aber die Neugier auf die Zukunft fehlt, denn schon die Gegenwart ist ihm fremd gewor- den. Allein gelassen mit Erinnerungen, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit lebt er zuriickgezogen hoch un- term Dach in einer schabigen Mansardenwohnung. Ware er in der Vergangenheit nicht so ein Pedant und Querulant gewesen, niemand in seiner Umge- bung hatte Von der Existenz eines Friedbert Ionas gewusst. Schliefilich trifft er eine wohlbedachte Ent- scheidung. Es gibt da jemanden, dem er alle seine No- te aufbiirden will. Er zieht den guten Anzug an und kocht ein opulentes Mahl, denn: Herr Jonas erwartet Besuch! Rainer Mauelshagen ist es gelungen, die Unans- sprechlichkeit der Einsamkeit in Worte zu fassen und damit ein Mahnmal fiir die moderne Gesellschaft zu erschaffen. ISBN: 978—3—943650—79—2 WWw. pax—et—bonum—Verlag. de Ingolf Ludmann—Schneider Ienseits, Tod und Sterben Tod und Sterben sind immer noch ein grofies Tabu in unserer Gesellschaft. Trotzdem fragen sich nicht wenige Menschen nach dem »wie« — und vor allem, nach dem »danach«. IngolfLudmann—Schneider hat aus Erfahrungen, Fra- gen und Antworten ein beeindruckendes Buch ge- schaffen, dass die Angst vor dem Verlust eines ge- liebten Menschen oder Tieres nimmt, aber auch die Angst Vor dem eigenen »letzten Weg«. ISBN: 978-3-943650-29-7 WWw. pax—et—bonum—Verlag. de
  13. 13. Im Verlag I_1;; :: I 111;1j111"” sind weiterhin erschienen: Gliick schenken ISBN 978-3-943650-14-3 Brevier fiir Pauline ISBN 978-3-943650-69-3 Yin und Yang ISBN 978—3—943650—51-8 Malte und die Dampflok Bildergeschichte mit Ausmalbildern ISBN 978—3—943650—21-1 Malte sucht Madagaskar Bildergeschichte mit Ausmalbildern ISBN 978—3—943650—55—6 Pirato—Papagei Gute-Nacht-Erzéihlungen fiir Kinder ISBN 978—3—943650—53—2 Flups & Flaps Auf abenteuerlichen Wegen ISBN 978-3-943650-65-5 Minna, griine Minna ISBN 978-3-943650-18-1 Alle Biicher auch als E—Book (Epub und Kindle) erhéiltlichl www. pax-et-bonum-verlag. de Unsere Partner: Heinz W. Pahlke | www. pahlke-online. de Buchsatz Print und E-Book, Lektorat, Korrektorat Gerschwitz Kommunikation | www. gerschwitz. com Alles rund um Ihre Werbung: Feines und Creatives seit 1992 Tat—Worte | www. tat-worte. de Von der ersten Idee zum guten Buch Tierhospiz Hof Elise e. V. | www. tierhospiz-sametsham. de Wir bieten alten, kranken, verwaisten und sterbenden Tieren ein Zuhause.

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