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MOVING
CITIES
NEWS ABOUT LIFE, STYLE & HOTELS
ISSUE NO
02/2015
AMSTERDAM
BERLIN
BOZEN
BRÜSSEL
BUDAPEST
GRAZ
HAMBURG
ISTANBUL
KOPENHAGEN
LINZ
LONDON
MAILAND
MÜNCHEN
PARIS
ROTTERDAM
STOCKHOLM
STUTTGART
WIEN
2 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄		 / ISSUE NO
02 / 2015 /
IMPRESSUM: Erscheinungsweise: 3 x jährlich, Medieninhaber und Verleger:
Prime Time Touristik & Marketing GmbH, Sitz: Schmiedgasse 38/1, 8010 Graz,
Herausgeber: Thomas Holzleithner & Hardy Egger, Chefredakteur: Martin
Novak, Chefin vom Dienst: Astrid Gaber, Redakteurin: Nicole Schwar, Gestaltung:
Tomislav Bobinec, Druck: Medienfabrik Graz, Erscheinungsort: Graz
/ IN THIS ISSUE /
2 	 / 	VORWORT, STYLEMATES DER AUSGABE /
3 	 / 	WIEN /
		NEUERÖFFNUNG HOTEL SCHANI
4 	 / 	BERLIN & MÜNCHEN /
		H‘OTELLO
5 	 / 	BEYOND CITIES /
6	 / 	PARIS : LONDON /
		MOVING CITIES
10	 / GRAZ /
		DIE STADT ERKUNDEN
11	 / 	ROOMZ GRAZ /
		ENERGETISIERT
12	 / GRAZER IN LINZ /
		MATTHIAS IBERER
13	 / RELAX & DRIVE /
14	 / CITIES OF DESIGN /
16	 / LÁNCHÍD 19, BUDAPEST /
		 LEUCHTTURM AN DER DONAU
17	 / HAMBURG /
		FRISCHE NÜSSE
17	 / V8 HOTEL, STUTTGART /
		FÜR OLDTIMER & YOUNGTIMER
18	 / 	WELLNESS /
		BADEKULTUR ZWISCHEN SEIFENSCHAUM UND GINSENG
19	 / 	TEPPICHE ERZÄHLEN GESCHICHTEN /
20	 / 	STYLEMATE MUST HAVE /
22	 / 	NEW MEMBERS /
23	 / 	FASHION /
		 HOT SHOPS
24	 / 	ARCHITEKTUR /
		 ROTTERDAM, KOPENHAGEN UND AMSTERDAM
26	 / 	HOTEL DIRECTORY /
THE
STYLE
MATES
/ NEUERÖFFNUNG /
SMART
PHONE ALS
ZIMMER-
SCHLÜSSEL
1. Mag. Benedikt Komarek, Geschäftsführender
	 Gesellschafter Hotel Schani GmbH
	 Foto: 1, 2, 3, Johannes Brunnbauer, Markus Wache
Foto: Frank Praxmarer
1.
3.
mehr Informationen unter:
www.lifestylehotels.net/schani
Welche ist Ihre Lieblingsstadt?
Diese Frage haben wir uns selbst gestellt. Und den Menschen, die darin
leben – Ihren Stylemates. In dieser Ausgabe widmen wir uns den Städten
des Designs, den Städten der Vielfalt und den Kontrasten in der Stadt.
Erkunden Sie mit uns die kulturellen Unterschiede, die Wellnessoasen,
die geheimen Fashion-Hot Spots und die lukullischen Freuden…
bis Sie am Ende – wie auch wir – nicht genau wissen, welche denn nun
tatsächlich Ihre Lieblingsstadt ist – bis Sie selbst dort waren.
Für alle empfehlen wir als erste Destination: www.lifestylehotels.net
Viel Vergnügen!
Thomas Holzleithner  Hardy Egger
Herausgeber
/ STYLEMATES DER AUSGABE /
DAS QUARTIER BELVEDERE IST EIN 25.000 M² GROSSES NEUES STADTVIERTEL
IN WIEN. NEBEN DEM HAUPTBAHNHOF, MODERNEN BÜROS UND WOHNUNGEN
ENTSTEHT DAS ERSTE COWORKING-HOTEL.
Wien: „Schani, trag den Garten hinaus“
– mit diesem Spruch aus dem Alt-Wiene-
rischen forderte der Chef schon vor 200
Jahren den Lehrling auf, den ersten Tisch
in den Schanigarten zu stellen um den
Frühling einzuläuten.
Ab April 2015 steht der erste Tisch im
Schanigarten des Hotel Schani mitten im
Quartier Belvedere. Nicht nur der Name
verbindet die Tradition mit der Moder-
ne: „Das typische Wiener Geflecht, auch
Achteck- oder Wabengeflecht genannt,
ziert die Fassade des Hotels und erinnert
an den Schaukelstuhl von der Oma“, er-
zählt Benedikt Komarek, Geschäftsführer
des Hotel Schani. „In unserer Lobby wird
ein vollwertiger Coworking Space ausge-
führt, in dem sowohl Gäste, als auch lo-
kale Unternehmer die Möglichkeit haben,
gemeinsam zu arbeiten und sich auszu-
tauschen. So können Netzwerke geknüpft
oder Besprechungen abgehalten, aber
ebenso Einzel-Arbeitsplätze gemietet und
Ruhe-Oasen genossen, werden – wie im
eigenen Wohnzimmer“, so Komarek. Die
Philosophie basiert wiederum auf den fünf
Grundwerten des Coworkings:
Openness
Offenheit gegenüber allen Kulturen, Ide-
en und technischen Neuerungen. Typisch
für die Stadt Wien, die neben der welt-
berühmten klassischen Musik auch jede
Menge Veranstaltungen abseits des Main-
streams zu bieten hat. Einige Beispiele: Po-
etry Slams, das Klezma Festival, der Gürtel
Night Walk, das Donaukanaltreiben, das
Balkan Fever Festival und die Design Week.
Community
Nicht nur zum Übernachten, auch für Ver-
anstaltungen oder Ausstellungen von Wie-
ner Start-ups und Künstlern wird das Hotel
genutzt.
Sustainability
Nachhaltigkeit wird hier gelebt. Zum Bei-
spiel bei der Klimatisierung des Hotels:
Durch eine Induktionsanlage wird die
Raumluft angesaugt und je nach Wunsch
gekühlt oder erwärmt. Bereits in der Bau-
phase erhielt das Haus die GreenBuilding-
Auszeichnung der Europäischen Kommis-
sion.
Zusammenarbeit
Der Coworking-Space, die Hotellobby,
dient als öffentlicher Besprechungsraum
oder als Platz zum Netzwerken. Es ste-
hen 20 fixe Arbeitsplätze zur Verfügung,
die bei Bedarf gemietet werden können.
Zugänglichkeit
Die Accessibility wird durch Barrierefrei-
heit und Komfort erreicht. Das Smart-
phone dient dabei als Zimmerschlüssel
sowie zum Ein- und Auschecken. Für
Gäste ohne Smartphone gibt es eine
Backup-Lösung.STOP
 GEHEIMTIPPS:
2. Bezirk, Praterstraße: Design auf hohem
Niveau im Stilwerk
6. Bezirk, Mariahilfer Straße: Schafkäse-Eis
beim Bioeisgeschäft Greissler
7. Bezirk, Lindengasse: Kleine Designerläden,
Pop-up Stores und Feinkostläden
1.
2.
3.
Benedikt
Komarek
Wien
Britta
Olbrich
Berlin
Matthias
Iberer
Linz, Graz
Harald
Geba
Graz
Denis
Burghardt
Hamburg
Edit
Rozsos
Budapest
Familie
Gartner
Meran
Patrick
Steger
Gsiesertal
Karl
Stocker
Graz
Eberhard
Schrempf
UNESCO
Cities of Design
Philippe
Vaurs
Paris
Dagmar
D. Noe
London
Thomas
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Graz
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Graz
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MÄRZ – APRIL 2015
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/ BERLIN  MÜNCHEN /
SCHICK UND
DURCHGESTYLT
DAS ERFOLGSREZEPT DER H’OTELLO GRUPPE: COOLE LOUNGE-SOUNDS, SON-
NENTERRASSEN UND DIE PERFEKTE LAGE – DIE HÄUSER IN BERLIN UND MÜN-
CHEN BEFINDEN SICH AM PULS DER JEWEILIGEN STADT. WIE ABER UNTER-
SCHEIDEN SICH DIE HOTELS? UND DIE STÄDTE?
 TEXT NICOLE SCHWAR „Jeder Berliner Stadtteil hat seinen ganz
eigenen Charme: Der kosmopolitische
Savignyplatz verkörpert die Bohème der
Metropole und beherbergt vor allem Men-
schen aus der Kunst- und Kreativszene“,
zeigt sich Britta Olbrich, Direktorin des Ber-
liner H’Otello, erfreut. Kein Wunder – das
K’80 liegt, gemäß Philosophie der Hotelket-
te, mitten im Stadtzentrum im angesagten
Lifestyle-Viertel. Praktisch für Gäste, die ihr
„temporäres Zuhause“ als Ausgangspunkt
für Shopping, Sightseeing und Entertain-
ment nutzen wollen.
Apropos Berlin…
Es gibt wenige Städte, die gleichzeitig ihre
Vergangenheit aufarbeiten, ihre vielfältige
Gegenwart leben und mit einem Bein bereits
in der Zukunft stehen – Berlin ist definitiv eine
davon. Die deutsche Hauptstadt begeistert
durch Sehenswürdigkeiten, wie das Bran-
denburger Tor und den modernen Potsdamer
Platz. Das Besondere: Es gibt nicht nur ein
Zentrum, dafür viele interessante Szeneviertel
– die „Kieze“.
München für Alle
Nicht nur mit der Anzahl der Viertel kann Mün-
chen im Vergleich zu Berlin mithalten: Die Stadt
zählt 25 Stadtbezirke, die sich wiederum auf
108 Bezirksteile gliedern. Neben dem berühm-
ten Münchner Hofbräuhaus kommen Fußball-
fans in der Allianz Arena und Autoliebhaber in
der BMW Welt auf ihre Kosten. Kunstinteressier-
te sollten mindestens einen Tag in den Pinako-
theken einplanen – sie gehören zu den renom-
miertesten Kunstsammlungen der Welt.
Gibt es Unterschiede des H’Otello in Berlin im
Vergleich zu den Häusern in München? Olbrich:
„Auch wenn die Städte unterschiedlich sind – un-
sere Leidenschaft, mit Leib und Seele Gastgeber
zu sein, leben wir überall gleich.“ STOP
Britta Olbrich,
Direktorin des H’Otello K’80 Berlin
Foto: H‘Otello
mehr Informationen unter:
www.lifestylehotels.net/hotello-k80
BERLIN	
Fläche	
891,8 km²
Einwohner	
Rd. 3,5 Mio.
Anzahl der Museen	
170
Bekannteste Shopping-Adresse
Kurfürstendamm
Kreativ- und Kunstviertel
Savignyplatz
Geheimtipp von Britta Olbrich	
Ein Besuch der Autorenbuch-
handlungen unter den 	
S-Bahnbögen des Savignyplatzes	
MÜNCHEN	
Fläche	
310,4 km²
Einwohner	
Rd. 1,4 Mio.
Anzahl der Museen	
16
Bekannteste Shopping-Adresse
Kaufinger Straße
Kreativ- und Kunstviertel
Glockenbachviertel
Geheimtipp von Britta Olbrich	
Teezeremonie im Japanischen
Teehaus am Englischen Garten
(an bestimmten Sonntagen,
nur im Frühling)	
 BERLIN
H’Otello K’80 am Savignyplatz
 MÜNCHEN
H’Otello F’22 in Schwabing
H’Otello H’09 in Schwabing
H’Otello B’01 am Gärtnerplatz
6 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄		 / ISSUE NO
02 / 2015 /
London vs. Paris, das ist der ewige Kampf
der europäischen Giganten um die touristi-
sche Weltherrschaft, der wahrscheinlich nie
entschieden sein wird. Objektive Quellen,
wie der „Mastercard Global Destination In-
dex“ haben London quantitativ vorne, aber
nur knapp: 18,7 Millionen internationale
Übernachtungsgäste konnte London und
15,6 Millionen Paris im Jahr 2014 verzeich-
nen. Damit schlagen sie andere europäi-
sche Großstädte wie Istanbul, Barcelona,
Amsterdam, Mailand, Rom und Wien um
Längen.
„London ist ein Rätsel, Paris eine Erklä-
rung“, hatte sich der englische (!) Dichter G.
K. Chesterton in der ersten Hälfte des vori-
gen Jahrhunderts aus der Affäre gezogen,
einer der beiden Städte den Vorzug geben
zu müssen. Der Schriftsteller der Beat Ge-
neration, Jack Kerouac, wollte sich auch
nicht festlegen, sah es aber anders: „Pa-
ris ist eine Frau, London ein unabhängiger
Mann, der im Pub seine Pfeife raucht.“ Was
uns auch nicht weiterhilft, sondern eher den
Blick vernebelt.
Womit wir beim Wetter wären: Wenn das in
Städten überhaupt eine Rolle spielen wür-
de, entspräche Paris ein wenig mehr dem
Klischee. Es ist etwas wärmer und auch
sonniger. Aber – und hier stimmt das Kli-
schee schon nicht mehr – es kann in Paris
auch mehr regnen.
Dass London die grünere Stadt ist, verdankt
es vor allem den acht königlichen Parks. Der
bei weitem größte davon ist der Richmond
Park mit fast zehn Quadratkilometern, in
dem sich Hundertschaften von Hirschen
tummeln. Wesentlich berühmter sind aller-
dings der Hyde Park und die unmittelbar
anschließenden Kensington Gardens, sowie
der St. James Park und der Green Park, die
den königlichen Buckingham Palast an zwei
Seiten umschließen.
Da können die sehr viel kleineren Pariser
Parks und Gärten einfach nicht mithalten.
Selbst der berühmte Bois de Boulogne am
westlichen Stadtrand von Paris gleicht die
grüne Großzügigkeit Londons nur teils aus.
Dafür ist der Eiffelturm das meistbesuchte
Monument der Welt. Rund sieben Millionen
Menschen pro Jahr nehmen stundenlan-
ge Wartezeiten auf sich, um das ehemals
höchste Bauwerk zu besuchen. Sehr viel
einfacher ist es allerdings, vom Seine-Ufer
aus am Quai Branly den Blick auf das Wahr-
zeichen der modernen Architektur und über
das Marsfeld zu genießen. Dabei sollte man
nicht versäumen, die zahllosen Verkäufer
von Mini-Eiffeltürmen abzuwehren oder ih-
nen auch zu erliegen.
Dagegen können Tower of London und Big
Ben alias Elisabeth Tower (streng genommen
heißt ja nur die Glocke im Turm Big Ben) bloß
ihr weit höheres Alter ins Treffen führen …
Fotos:
1, 2: Morgans Group, 3, 4: Elegancia Hotels
Für Besucher, die nicht nur die großen,
bekannten Sehenswürdigkeiten, Lou-
vre und British Museum, Tate und Centre
Pompidou, Arc de Triomphe und Trafalgar
Square, erleben wollen, bieten beide Städ-
te eine Fülle an Entdeckungsmöglichkeiten.
Und immer kommt Neues hinzu, vieles fällt
auch weg. Da schauen die klassischen Rei-
seführer naturgemäß oft alt aus. Hier lohnt
sich der Blick in aktuelle Stadtmagazine wie
Time Out London oder à Paris, die immer
die angesagtesten Events und die neuesten
Trends aufspüren.
Oder man verlässt sich auf die naturge-
mäß subjektiven Tipps der Kenner. Dagmar
Noe von der Hotelgruppe Morgans etwa
empfiehlt die Pace Gallery in der Lexington
Street, nicht allzu weit vom Piccadilly Cir-
cus: „Sie verbindet das Feeling eines Lofts
in New York mit der spannenden Londoner
Konzeptkunst“, schwärmt Noe, „außerdem
ist sie nur zehn Minuten vom Sanderson Ho-
tel entfernt.“ Das gehört übrigens zur Mor-
gans Gruppe (siehe Hoteltipp London).
Etwas klassischer ist da Philippe Vaurs un-
terwegs, der in Paris 13 Elegancia Hotels
(Hoteltipp Paris) besitzt. Seine Lieblings-
plätze: „Versteckte Alleen und Galerien. Sie
liegen oft unbemerkt inmitten von Häuser-
blöcken, Restaurants oder anderen Shops
und haben meist eine bemerkenswerte Ar-
chitektur.“ Für Bücherliebhaber und Samm-
 TEXT MARTIN NOVAK
„LONDON IST ZWEIFELLOS DIE GROSSARTIGSTE STADT DER WELT“, SAGT BORIS JOHNSON. ALS LONDONER BÜRGERMEIS-
TER IST ER DA ABER VIELLEICHT NICHT GANZ OBJEKTIV. GENAUSO WENIG WIE SEINE PARISER KOLLEGIN ANNE HIDALGO,
DIE LONDON NICHT SEHR CHARMANT „ALS VORSTADT VON PARIS“ BEZEICHNET HAT.
HOTELTIPP LONDON:
„Die Morgans Hotels sind eindringend und
regelrecht umformend“, sagt Dagmar Noe,
Gebietsleiterin von Morgans London. Für
Morgans ist Design der Schlüssel, um beim
Gast ein einmaliges Erlebnis zu erschaffen:
„Gutes Design ist facettenreich, funktionell,
innovativ, ästhetisch und inspirierend.“ Das
Sanderson und St Martins Lane kreieren
eine surreale Fantasie: Sie wirken stimulie-
rend, charismatisch und kultig auf den Gast
ein. Das Sanderson ist in der Nähe der Ox-
ford Street und des bunten Multikulti-Viertels
Soho beheimatet, das St Martins Lane liegt
am Covent Garden.
ler empfiehlt er die Passage Verdeau und für
Gourmets die Passage des Panoramas mit
ihren außergewöhnlichen Restaurants. Und
die elegante Galerie Vivienne mit weit über
zwei Dutzenden luxuriöser Boutiquen und
wundervollen Bodenmosaiken.
Der Modeprofi Stephan Lanzer (er hat in Pa-
ris gearbeitet und führt einen Mode Store in
Graz namens Knilli) rät dazu, die Vorstädte
aufzusuchen, wo sich die echten „Geheim-
tipps“ befinden. Und in Paris natürlich Colet-
te, den ersten Concept Store der Welt. Und
in London? „Harrods, natürlich.“ Das ist aber
kein Geheimtipp …
Und wer gewinnt nun das Match tatsäch-
lich, Paris oder London? Da gibt es keine
eindeutige Antwort, außer man ist Fußball-
fan: Gegen Arsenal, Chelsea, Crystal Palace
und Co. ist Paris SG nur zweiter Sieger. Für
alle anderen gilt: Es bleibt beim Remis, man
muss in beiden Metropolen gewesen sein,
und das nicht nur einmal. STOP
PARIS:
LONDON
/ MOVING CITIES /
HOTELTIPP PARIS
Ganz und gar nicht versteckt – und zwar
ganz in der Nähe des Triumphbogens –
findet sich das Hidden Hotel von Philippe
Vaurs (Elegancia Hotels). Ausgestattet mit
naturbelassenen, noblen Materialien trumpft
es mit seiner warmen Atmosphäre auf. „Je-
des meiner Hotels erzählt seine eigene Ge-
schichte. Das Design hilft ihm dabei“, erklärt
Vaurs. Und diese Geschichte wurde beein-
flusst von unterschiedlichen Designern, von
Architekten und natürlich Vaurs selbst: „Wir
alle hatten die Möglichkeit, unseren eigenen
Stil einzubringen. Daraus entstanden sind
lebendige Konzepte, die Emotionen beim
Gast wecken.“ Als „pulsierend und schick“,
beschreibt Vaurs sein neuestes Hotel La
Parizienne.
Elegancia Hotels sind Design- und Bouti-
quehotels. Jedes Haus hat seinen individu-
ellen Stil, jedoch verbindet alle eine gemein-
same Leidenschaft, nämlich dem Gast ein
einzigartiges Erlebnis zu bieten. STOP
Morgans Hotels in London
Sanderson
St Martins
Mondrian
Elegancia Hotels in Paris
Hotel Crayon Rouge
Hotel Odyssey
Hôtel Crayon
Seven Hotel
Das Five Hotel
One by the Five
Hôtel La Parizienne
Legend Hotel
Idol Hotel
Hôtel WO
Hôtel Félicien
Hidden Hotel
Hôtel Armoni
mehr Informationen unter:
www.lifestylehotels.net/london
www.lifestylehotels.net/paris
Philippe Vaurs
Inhaber Elegancia Hotels
Dagmar D. Noe
Morgans Hotel Group
1.
2.
3.
4.
Foto: Shuttertock
⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 9
Kew Gardens sind ganz einfach ein
Phänomen für sich. Knapp 45 Minu-
ten mit der U-Bahn (District Line) vom
Zentrum Londons entfernt, erstreckt
sich ein Anwesen der Superlative:
„Kew“ ist das pralle Leben – und wie
dem Leben überhaupt kann man sich
Kew Gardens von allen möglichen Per-
spektiven aus genussvoll nähern: Ob
akademisch gebildete BotanikerInnen
sich in der Samendatenbank samt zu-
gehörigem Know-how verlustieren, ob
KunstliebhaberInnen angesichts tau-
sender botanischer Gemälde und Zeich-
nungen in höchster Qualität nicht mehr
aus dem Schwärmen herauskommen,
ob GartlerInnen in diesem Vatikan der
Botanik ihre Glaubensbekenntnisse fort-
während erneuern, ArchitektInnen Lust
verspüren, etwas über historische und
moderne Glashäuser vom Feinsten zu
lernen, oder ob schlicht und einfach ge-
stresste Normalsterbliche eine Kurzvisite
im Paradies samt zugehöriger Regenera-
tion nötig haben: Kew Gardens bringt’s.
Allen und immer. Darauf können Sie sich
verlassen.
DAS PRALLE LEBEN
Kew ist ein Park.
Und zwar ein außergewöhnlich großer,
historisch gewachsener mit extremer Ex-
pertise weiterentwickelter, wunderschöner
Landschaftsgarten, in dem es sich roman-
tisch spazieren lässt – ob nun der Sinn
nach „Wald“ – in Kew nennen sie das na-
türlich Arboretum und er ist auch ein treff-
liches – oder Wiesen mit Gartenbänken in
den beschaulichsten Settings, nach einer
einen Kilometer langen Palmenallee (sie ist
135 Jahre alt) oder nach formalen Gärten,
nach einem Rosengarten oder nach Rho-
dodendron (700 Exemplare), nach Bam-
bus-, Flieder(!)- oder Azaleengärten steht:
In Kew gibt es all das unmittelbar neben-
einander.
Kew ist eine Sammlung
von Glashäusern.
Das größte nach wie vor existierende und
exzellent funktionierende viktorianische
Palm House (1849) ist dort ebenso zu
finden wie das Princes of Wales Conser-
vatory (1987) mit gigantischen zehn Kli-
mazonen, von der Wüste bis zum schwüls-
ten Regenwald unter einem Dach – nein,
tatsächlich sind es zig kühn verschränkte
Dächer –, das kleine, aber im wahrsten Sin-
ne des Wortes extrem steile Davies Alpine
House (2006) oder Richard Turners Water-
lily House (1852): Wem jedes Grün im Dau-
men absolut abgeht, der kann sich in bau-
liche Besonderheiten versenken – statisch,
technisch, architektonisch, energietech-
nisch, ökologisch. Oder sich ein kleines
Work-out durch die Besteigung der histori-
schen chinesischen Pagode verschaffen –
offenbar war Augusta von Sachsen-Gotha-
Altenburg (1719-1772), die den Ausbau von
Kew Gardens von einem blanken „Lustgar-
ten“ in die botanische Höchstform verant-
wortete, ein Fan chinesischer „Accessoires
im größeren Stil“.
Kew ist ein botanischer Garten.
Das bedeutet, dass Orchideen-Fans (Kew
hat die weltweit größte Anzahl von Orchi-
deen-ExpertInnen in einer Institution auf-
zuweisen), LiebhaberInnen alpinen Pflan-
zen, Pflanzen jedweder Regenwälder auf
der Welt, Palmen, Wasserpflanzen usw.
– buchstäblich von der hutzeligsten Flech-
te bis zur großblütigsten Pflanze der Welt
/ KONTRAST LONDON /
 TEXT JASMIN NOVAK
Foto: Conclusio
Foto: Hotel The Crystal
2.
Foto: Shutterstock
MAG SCHON STIMMEN: LONDON IST OFT GRAU UND NEBLIG – FEUCHT UND KÜHL SOWIESO. WEGEN DER KLIMATI-
SCHEN QUALITÄTEN KÄMEN WOHL NUR BERUFSDEPRESSIVE AUF DIE IDEE, DIE METROPOLE DER BRITEN AUFZUSU-
CHEN. VIELLEICHT WAR DAS AUCH FRÜHER SCHON SO. DENN DIE BRITEN HABEN SICH – NUR EIN PAAR KILOMETER
VOM QUIRLIGEN, VERKEHRSCHAOTISCHEN ZENTRUM ENTFERNT – SCHON VOR MEHR ALS 200 JAHREN EINEN ORT
GESCHAFFEN, IN DEM DAS PRALLE LEBEN SPRIEST – UND ZWAR 365 TAGE IM JAHR: DIE KEW GARDENS SIND IMMER
IN BESTFORM – WIE DAS VON EINEM VERITABLEN PARADIES AUCH ZU ERWARTEN IST.
KEW
GARDENS
DER FRIEDHOF DER LEBENDEN
/ KONTRAST PARIS /
CIMETIERE PÈRE LACHAISE
mehr Informationen unter:
www.kew.org
Das 20. Arrondissement ist nicht gerade
der eleganteste Teil von Paris. Das Arbei-
terviertel hat immer auch schon Einwan-
derer angezogen – aus Italien, Polen, Spa-
nien, China, Nord- und Schwarzafrika. Die
kulturelle Mischung übt auch ihre Faszina-
tion aus. Hier, in Belleville, wurde Edith Piaf
geboren. Und hier kann ist sie immer noch
zu finden, mehr als 50 Jahre nach ihrem
Tod: Ihr Grab ist eines von vielen, die den
Friedhof Père Lachaise zu einem besonde-
ren Anziehungspunkt für Paris-Besucher
machen. Mehr als drei Millionen Gäste spa-
zieren jedes Jahr über den weitläufigen, 43
Hektar großen Friedhof – damit gehört er
zu den größten Attraktionen von Paris,
auch wenn er mit den sieben Millionen, die
der Eiffelturm jährlich anzieht, nicht ganz
mithalten kann.
Vom Eiffelturm und anderen touristischen
Highlights der Stadt unterscheidet ihn
auch, dass an den fünf Eingangstoren
kein Eintritt verlangt wird. Allerdings gibt
es professionelle Führungen, eigene Fried-
hofspläne mit den Gräbern der größten
Berühmtheiten in mehreren Sprachen, sor-
tiert nach Gruppen (Musiker, Schauspieler,
Frauen …), und eine eigene Besucher-
Website.
Angelegt ist der 1804 gegründete Père
Lachaise im Stil eines englischen Land-
schaftsgartens, mit großen Bäumen und
viel Grün. Und auch wenn viele Touristen
durch das Wegenetz strömen, das den
Friedhof durchzieht, ist es doch niemals
laut. Der Atmosphäre eines Friedhofs kön-
nen sich auch jene nicht entziehen, die
nicht zum Trauern hergekommen sind,
sondern zum Schauen und Fotografieren.
Küsse am Grabstein
Eines der meistbesuchten Gräber ist das
des „Doors“-Sängers Jim Morrison. Das
Grab ist eher schlicht. Zahllose Kerzen und
Blumen, aber auch Graffitis, Schnapsfla-
schen, ja sogar Unterwäsche, „verzieren“
die Pilgerstätte. Während der gesamten
Öffnungszeit des Friedhofs ist sie von Fans
regelrecht umlagert, die gelegentlich auch
vor Ort ein Gelage veranstalten, um ihres
Idols zu gedenken.
Auch andere Gräber sind Anziehungs-
punkte, wenngleich es dort etwas ruhiger
zugeht. Da ist die Grabstätte des Carmen-
Komponisten George Bizet oder die von
Frédéric Chopin, der selbst als polnischer
Einwanderer nach Paris kam. Der Grab-
stein des Schriftstellers Oscar Wilde wurde
2011 von Lippenstiftspuren gereinigt, die
küssende Fans dort hinterließen, seither
steht er unter einem Glassturz.
Die Liste der berühmten Toten ist lang und
umfasst nicht nur Künstler. Auch der Au-
tomobilkonstrukteur Ettore Bugatti, der
Berühmtheiten im Père Lachaise
Honoré de Balzac
George Bizet
Ettore Bugatti
Maria Callas
Claude Chabrol
Frédéric Chopin
Eugène Delacroix
Max Ernst
Samuel Hahnemann
Jean de La Fontaine
Jean-Baptiste Molière
Jim Morrison
Georges Moustaki
Imre Nagy
Edith Piaf
Marcel Proust
Gioacchino Rossini
Simone Signoret und Yves Montand
Getrude Stein
Oscar Wilde
Berühmte Gräber. Oben: Oscar Wilde, Rechts: Jim Morrison
Foto: Shutterstock
mehr Informationen unter:
www.pere-lachaise.com
voll auf ihre Rechnung kommen. Raritäten
ohne Ende – die höchste Indoor-Palme
steht ebenso in Kew wie die älteste (noch
ganz, ganz vitale) Topfpflanze der Welt.
Jahr für Jahr wird die größte Seerosen-
Blüte der Welt (Durchmesser knapp über 1
Meter) natürlich hier gezogen – die kleinste
(sie wäre ohne die hiesigen BotanikerIn-
nen schon ausgestorben) aber auch. Auch
wunderschön: „The old lion“ – ein 1762 ge-
pflanzter Ginko – je nach Jahreszeit zeigt
er die unglaublichsten Farben. Apropos
Farben: Für HöhenphobikerInnen ein biss-
chen heikel (aber sie sollten es dennoch
versuchen, weil Exposition hilft – und in
diesem Fall sind die Umstände besonders
lohnend): In Kew gibt es einen Baumpfad,
auf dem sich zwischen den Wipfel der Bäu-
me spazieren lässt. Nicht nur, dass es „dort
oben“ anders riecht als am Boden, die
Bäume zeigen auch andere Farben – und
die Landschaft sowieso.
Kew ist ein Tiergarten.
Was uns zum Endpunkt dieser Reise
durch das Paradies bringt, und zwar zu
den vielen Tieren, die in Kew Gardens le-
ben: Damit sind nicht so sehr die unzähli-
gen Vögel gemeint, die sich am Baumpfad
trefflich beobachten lassen, sondern vor
allem zigtausende wunder-, wunderschö-
ne Schmetterlinge in den Glashäusern und
– ZoologInnen jubeln vermutlich auf – die
vielen Echsen, Geckos usw., die ebendort
zuhause sind (man verzeihe die Kürze an
dieser Stelle, die Autorin hat´s nicht so mit
Reptilien…).
Relax. Escape. Unwind.
Damit wirbt Kew Gardens. Und genau das
ist das Resultat einer Stippvisite im Para-
dies. STOP
deutsche Arzt und Entwickler der Homöo-
pathie, Samuel Hahnemann, sowie der
ehemalige ungarische Ministerpräsident
Imre Nagy haben hier ihre Gräber. Für
Letzteren, er wurde nach dem Ungarnauf-
stand 1956 hingerichtet, dient der Cimeti-
ere Père Lachaise allerdings nur als sym-
bolische Erinnerungsstätte. Die Leiche des
im Kommunismus in Ungnaden gefallenen
Politikers wurde tatsächlich in einem Mas-
sengrab – und nach seiner Rehabilitierung
dann auf einem Friedhof in Budapest – be-
stattet.
Nach dem Besuch dieses stillen Ortes tut
ein Sprung ins Zentrum der Stadt vielleicht
ganz gut: Der Friedhof liegt zwar abseits
der üblichen Touristenpfade, aber dank der
Pariser Metro ist der Eiffelturm von dort in
einer guten Dreiviertelstunde erreichbar –
und damit das großzügige Stadtbild, das
der Stadtplaner Georges-Eugène Hauss-
mann Paris im 19. Jahrhundert verpasst
hat. Und dort erinnert man sich vielleicht
daran, gerade noch sein Grab in der Ave-
nue Latérale du Nord auf einem der be-
rühmtesten Friedhöfe der Welt gesehen zu
haben. STOP
1.
EIN FRIEDHOF ALS RÜCKZUGSORT FÜR LEBENDE? DAS KLINGT AUFS ERSTE ZIEMLICH MORBID. DER „CIMETIERE PÈRE
LACHAISE“ IM MULTIKULTURELLEN 20. ARRONDISSEMENT IST GENAU DAS. DAS STILLE STÜCK NATUR IN DER FRANZÖSI-
SCHEN KAPITALE BEHERBERGT DIE GRABSTÄTTEN ZAHLREICHER BERÜHMTHEITEN ALLER EPOCHEN, VON HONORÉ DE
BALZAC ÜBER EDITH PIAF BIS JIM MORRISON.
TEXT MARTIN NOVAK
8 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄		 / ISSUE NO
02 / 2015 /
⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 1110 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄		 / ISSUE NO
02 / 2015 /
3.
4.
7.
9.
Foto: Klaus Vyhnalek
/ GRAZ /
DIE STADT
ERKUNDEN
Der Klassiker führt 1,5 Stunden durch das
repräsentative Graz. Die engen Gassen der
Altstadt gehören ebenso dazu, wie impo-
sante Bauten und die moderne Architektur.
Kulinarische Stadtrundgänge:
Wer nicht nur schauen, sondern auch
schmecken will und mehr Zeit hat, ist hier
richtig. Die kulinarischen Stadtrundgänge
am Samstag und Sonntag stehen unter
dem Motto „schlemmen und schlendern“.
Vom urigen Bauernmarkt, über den Bra-
GEFÜHRTE STADTRUNDGÄNGE SIND DIE BESTE FORM, EINE STADT „KUNDIG“ ZU
ERLEBEN. NEBEN DEM KLASSIKER GIBT ES ABER AUCH SPEZIALANGEBOTE, DIE
AN ORTE FÜHREN, DIE MAN SONST KAUM ENTDECKEN WÜRDE.
Foto: Klaus Vyhnalek
ten, wie aus Großmutters Küche bis hin
zum köstlichen Dessert wird alles geboten.
Zusätzlich gibt es am Freitagabend die Va-
riante Bierrundgang.
Abendführung:
Im Dämmerlicht hat die Stadt ein beson-
deres Flair. Im Sommer gibt es daher einen
speziellen Abendrundgang, bei dem man
auch die Lichtsignale am Grazer Kunst-
haus bewundern kann.
 ANDERE STÄDTE, ANDERE TOUREN
Kopenhagen bietet eine Radtour an. 12 Kilo-
meter Geschichte und Kultur wären zu Fuß
auch kaum in einem Stück zu bewältigen.
London bietet eine Tour an, bei der es nur
um die spektakuläre Street-Art der britischen
Hauptstadt geht.
Eine etwas andere Tour in Amsterdam führt in
das Rotlichtviertel. Für Kinder ist sie eher nicht
geeignet.
Eine Besichtigung der Kanalisation gefällig?
Die gibt es in Paris und als 3. Mann Tour
(benannt nach dem gleichnamigen Film mit
Orson Welles in Wien).
Eine Tour in Trabis aus der ehemaligen DDR,
die dem Verlauf der Berliner Mauer folgt? Gibt
es – natürlich in Berlin.
Eine Nachtwächtertour, die in die dunklen
Winkel der Stadt führt, gibt es in München.
Der Guide trägt die historische Nachtwächter-
kleidung.
In Barcelona führen Obdachlose Touristen
durch ihre Welt.
„Beyond Budapest“ heißt eine Tour in der
ungarischen Hauptstadt. Besucht werden
ansonsten unzugängliche Hinterhöfe und
Privatgärten.
In Frankfurt am Main gibt es eine Führung auf
den Spuren der „Edelhure“ Rosemarie Nitri-
bitt, deren Leben und ungeklärte Ermordung
unter dem Titel „Das Mädchen Rosemarie“
verfilmt wurde.
/ STEFAN WILLENSDORFER /
Die markant gegliederte Alufassade behaup-
tet sich gut im Umfeld der imposanten Bau-
ten, wie etwa der Grazer Messe  Stadthalle,
und vermittelt schon von außen den Eindruck
von Großzügigkeit, Weiträumigkeit und Dy-
namik, der sich im Inneren durch ein inter-
essantes Farbkonzept und eine gelungene
Aufteilung der Räume fortsetzt. Außerdem
gibt es drei flexibel gestaltbare, ebenerdige
Seminarräume und das Restaurant „atelier“
mit internationaler Küche und einer Bar, die
24 Stunden geöffnet hat. Städte- und Busi-
nessreisenden bietet das Budget Design Ho-
tel neben dem extravaganten Ambiente auch
eine ausgezeichnete Lage und Verkehrsan-
bindung – in Graz direkt im Messequadran-
ten der Stadt. Die Anbindung zum Flughafen
befindet sich in der Nähe und die Altstadt ist
„nur einen Steinwurf“ entfernt.
Hoteldirektor Willensdorfer über Graz: „Mo-
dern,jungundbunt,aberauchehrwürdigund
geschichtsträchtig – Graz hat viele Gesichter:
So hat die UNESCO die Stadt an der Mur zur
„City of Design“ erhoben, ebenso wie sie die
Grazer Altstadt wegen des architektonisch
einzigartigen Stadtkerns in ihr Weltkulturer-
be aufgenommen hat. Graz ist der Kultur-
Hotspot im Südosten Österreichs! Hier die
spacige, schwimmende Murinsel und das
nicht minder futuristisch anmutende Grazer
Kunsthaus, dort der ehrwürdige Grazer Dom
mit seinem spätgotischen Hauptportal oder
die mittelalterliche Hofstätten-Anlage.“ Fest
steht: Graz lässt viel Raum für Kultur im All-
gemeinen und für modernes Design im Spe-
NACH DEM ROOMZ VIENNA WURDE DIE BUDGETHOTEL-GESCHICHTE IM JAHR 2012 MIT DER ERÖFFNUNG DES ROOMZ
GRAZ FORTGESETZT. INNOVATIVE ARCHITEKTUR UND MODERNES FLAIR VERBINDEN SICH BEI DEN ROOMZ HOTELS
MIT FUNKTIONALITÄT UND EINEM FÜR STÄDTE- SOWIE BUSINESSREISENDE HERAUSRAGENDEN PREISNIVEAU.
ROOMZ ENERGETISIERT
v.l.n.r. Stefan Willensdorfer, Dr. Thomas Schartel
Foto:
MQ Hotelbetriebs GmbH,
Dir. Willensdorfer
ziellen. Gäste des roomz graz haben neben
dem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis
auch den Vorteil, dass die gesamte Liegen-
schaft in der Bauphase entstört und energe-
tisiert wurde. STOP
mehr Informationen unter:
www.lifestylehotels.net/roomz-graz
mehr Informationen unter:
www.graztourismus.at
Schlossbergrundgang:
Das Wahrzeichen von Graz verdient eine
eigene Tour auf den Berg (es wird aber
gefahren): Uhrturm, Glockenturm  Co.
werden von außen und innen erkundet.
Individueller Rundgang:
Wer allein, aber nicht einsam durch die
Stadt spazieren will, erhält einen Audiogui-
de. Über die Geschwindigkeit kann man
dann selbst entscheiden.
Hofhalten:
Die Innenhöfe der Altstadt sind Legende.
Und wie viele davon es tatsächlich gibt,
überrascht selbst die Einheimischen!
Weitere Touren:
Nicht nur die Themen sind beliebig erwei-
terbar, auch die benützten Verkehrsmittel
können für Abwechslung sorgen. Zu Fuß,
per Fahrrad, per Segway, per Cabrio-Bus,
per Oldtimerstraßenbahn…STOP
Foto: Schiffer
⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 1312 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄		 / ISSUE NO
02 / 2015 /
/ GRAZER IN LINZ /
Linz hat in den letzten Jahren stark auf-
geholt. „Durch die Ernennung zur Kul-
turhauptstadt Europas im Jahr 2009 hat
sich das Stadtbild verändert. Statt grauer
Industriegebäude hat sich eine Metropole
für Kunst und Kultur entwickelt“, sagt Mat-
thias Iberer. Derzeit leben Menschen aus
140 Nationen in Linz – dementsprechend
breit ist auch das kulinarische Angebot.
Iberer: „An Linz liebe ich die Donau be-
sonders. Sie bringt Ruhe und Natur in die
Stadt – und bietet wunderbare Joggingrou-
ten.“ Außerdem an der Donaulände: Das
Lentos-Kunstmuseum, das Ars Electronica
Center – auch bekannt als das Museum
der Zukunft – und das Brucknerhaus, wo
jedes Jahr im Herbst das Brucknerfest,
neben den Wiener Festwochen und den
Salzburger Festspielen fixer Bestandteil der
österreichischen Hochkultur, stattfindet.
Was die Donau für Linz ist, ist die Mur für
Graz. Auch die Kulturhauptstadt des Jah-
res 2003 hat ihren Fluss mit der Murinsel
und dem Kunsthaus mitten in der Stadt.
„Das Besondere ist für mich jedoch der
historische Teil von Graz: die Altstadt und
der Schlossberg. Am meisten vermisse
ich, dort gemeinsam mit meiner Freundin
und unserem Sohn spazieren zu gehen
und die kulinarische Vielfalt zu genießen“,
erzählt Matthias Iberer. Seine Heimat be-
sucht er daher mehrere Male im Jahr, um
Freunde und Familie zu besuchen und sich
durch die steirische Küche zu kosten. Da-
für ist Graz, auch offizielle GenussHaupt-
stadt Österreichs, bestens geeignet: Vom
El Gaucho, über die Scherbe mit in- und
DER ÖSTERREICHISCHE EISHOCKEY-NATIONALSPIELER MATTHIAS IBERER
KENNT DIE WELT. UND ER KENNT GRAZ UND LINZ, WEIL ER IN BEIDEN STÄD-
TEN BEI DEN GRAZER 99ERS UND BEIM LINZER EHC, ALS PROFI GESPIELT HAT
BZW. SPIELT. DAHER KENNT ER AUCH DIE BEIDEN ÖSTERREICHISCHEN KULTUR-
HAUPTSTÄDTE.
VON EINER
KULTURHAUPTSTADT
IN DIE
NÄCHSTE
1. 	Foto: Lee Ann Jarrett Fotografie
2., 3. Foto: EHC Liwest Black Wings Linz/Eisenbauer
Foto: Getty Images
2.
 TEXT NICOLE SCHWAR
 STECKBRIEF MATTHIAS IBERER
29 Jahre alt
geboren in Graz, lebt derzeit in Linz
Stürmer beim EHC Liwest Linz
 SPORTLICHE ERFOLGE
- Teilnahme an den olympischen
Spielen in Sotchi 2014
- Wiederaufstieg in die A Gruppe
bei den Weltmeisterschaften der
Div. 1 in Südkorea 2014
 HOTELTIPPS IN GRAZ
- Roomz Graz
- Augartenhotel art  design
 HOTELTIPPS IN LINZ
- Spitz Hotel
- Hotel am Domplatz
ausländischen Spezialitäten bis hin zu Hau-
benlokalen, wie dem Eckstein am Mehl-
platz. Auch kulturell steht die Stadt an der
Mur jener an der Donau in nichts nach –
im Gegenteil: Mit der Diagonale im März,
der Styriarte im Juli und dem Steirischen
Herbst im selbigen sind die Grazer und ihre
Touristen gleichermaßen das ganze Jahr
über gut versorgt. STOP
1.
2.
DIE ZEIT, EIN AUTO GEHÖRIG ZU TESTEN, HABEN WENIGE MENSCHEN. SCHÖN,
DASS ES HOTELS GIBT, IN DENEN MAN GANZ NEBENBEI EIN TRAUMAUTO ZUR
PROBE ZU FAHREN KANN – VÖLLIG ENTSPANNT. GEHT DAS? –JA, DAS GEHT!
RELAX
AND DRIVE
Das Design-Hotel in Längenfeld (Tirol) ist
das erste Vollholz-Hotel in Österreich mit
„Verwöhnpension“. Diese beinhaltet neben
5-gängigen Genießermenüs und einem
wöchentlichen Galadinner auch ein großes
Wellness-Angebot. „Ideal um herunter-
zufahren und sich verwöhnen zu lassen“,
schwärmt ein zufriedener Gast auf der Web-
site. Mit herunterfahren ist hier zwar der per-
sönliche Stresspegel gemeint, seit kurzem
gibt es aber tatsächlich ein Service-Angebot
mit dem man fahren kann: Gäste haben die
Möglichkeit, einen BMW X5 auszuleihen, um
die Gegend zu erkunden. STOP
NATURHOTEL
WALDKLAUSE
Das Art  Ski-In Hotel Hinterhag in Saalbach
(Salzburg) steht für „Außergewöhnlichkeit“ –
damit ist nicht nur das Konzept aus Kunst
und Altholz gemeint, sondern auch der Ski-
Drive In: Eine eigene Skipiste führt direkt ins
Hotel. Die Freude am Fahren genießen die
Gäste nicht nur auf der Piste, sondern auch
auf der Straße: Der neueste BMW kann hier
den ganzen Tag lang geliehen werden. Ex-
quisite Kulinarik und erlesene Weine runden
die perfekte Erholung ab. STOP
ART  SKI-IN HOTEL
HINTERHAG
Das Kronthaler liegt auf rund 1.000 Höhen-
metern über den Dächern von Achenkirch
(Tirol). Der atemberaubende Panoramablick
des Vier-Sterne-Superior-Hotels wird vom
kristallklaren Achensee und der Bergketten
des Karwendel- und Rofangebirges be-
stimmt. Das Hotel liegt bewusst an diesem
Ort, an dem die Kräfte der Natur, das Kom-
men und Gehen von Urmeeren und Eiszei-
ten und die einzigartige Vielfalt spürbar und
erlebbar sind. Dank der Lage inmitten des
DAS
KRONTHALER
Wander- und Alpinsportgebiets und im Win-
ter direkt an der Skipiste ist Das Kronthaler
ein ideales Basislager für Aktivurlauber. Zu-
sätzlich haben die Gäste hier nun auch die
Möglichkeit, einen sportlichen und zugleich
eleganten BMW zu testen. Hoteldirektor
Günther Hlebaina: „Die Gäste empfinden es
als großen Mehrwert, dass sie den BMW bei
uns zur Probe fahren können. So kann die
alpine Erfahrung mit jener des Fahrvergnü-
gens kombiniert werden.“STOP
Foto: Hotel Waldklause
Foto: Das Kronthaler
Foto: Hotel Hinterhag
3.
⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 1514 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄		 / ISSUE NO
02 / 2015 /
/ CITIES OF DESIGN /
„Es ist ein ein reich bebildertes Lesebuch,
das so genannte harte Fakten mit persön-
lichen Eindrücken und subjektiven Sicht-
weisen kombiniert“, sagt Stocker über
das Buch, gleichsam eine andere Art von
Reiseführer. Nicht nur die bekannten Se-
henswürdigkeiten stehen im Mittelpunkt,
sondern oft verborgene, gleichzeitig über-
raschende Zugänge.
Natürlich ist Seouls der Dongdaemun De-
sign Plaza, kurz DDP, von Stararchitektin
Zaha Hadid, ein neofuturistisches Gesamt-
kunstwerk im Stadtteil Dongdaemun, die
Besucher dank ihrer spektakulären archi-
tektonischen Gestaltung in den Bann zieht,
ein Bestandteil. Aber auch eine Einrichtung
für Demenzkranke.
Palermo – nicht die Stadt auf Sizilien – son-
dern der Stadtteil in Buenos Aires, hat mitt-
lerweile auch Eingang in die Mainstream-
DER HISTORIKER, KULTURWISSENSCHAFTLER UND AUSSTELLUNGSREGIS-
SEUR KARL STOCKER (GRAZ, KASSEL, ISTANBUL, KREMS) HAT VIELE DER
CITIES OF DESIGN BEREIST UND AUS DIESEN RECHERCHEN EIN BUCH GE-
SCHRIEBEN: „THE POWER OF DESIGN“.
EINE NEUE
ART DES
LEBENS  TEXT MARTIN NOVAK
Reiseführer gefunden. Vor 15 Jahren war
Palermo aber noch ein sozialer Brennpunkt,
bevor die Bewohner die Sache selbst in die
Hand nahmen und den heruntergekomme-
nen, historischen Bezirk zu pulsierendem
Leben erweckten – mit Geschäften, Bars,
Galerien und Ateliers.
„Überall wird versucht, mit Design die
Stadtentwicklung zu dynamisieren und da-
mit auch – ich darf es hier, wissend, dass
es nicht immer so ist, dennoch optimistisch
formulieren – Rahmenbedingungen für eine
Verbesserung der Lebensbedingungen der
Bevölkerung zu schaffen“, sagt Karl Sto-
cker. Japanische Städte steigen mit Hilfe
von Design nach Naturkatastrophen wie
der Phönix aus der Asche.
Das alte Kobe, schon im 19. Jahrhundert
das Eingangstor zu Japan für die westliche
Welt, hat sich nach dem Erdbeben 1995
mit Hilfe der Kreativität seiner Bewohner
gleichsam neu erfunden, ohne seine Wur-
zeln zu kappen.
In jeder Stadt hat Stocker Design-affine
Menschen getroffen und mit ihnen ge-
sprochen, in Berlin etwa den Manager und
Design-Experten Jochen Sandig, der aus
dem beschaulichen Baden-Württemberg
in die deutsche Metropole kam. Er ist von
der Kraft des Designs überzeugt: „Heu-
te orientieren sich London und New York
mehr an Berlin als umgekehrt“, sagt er über
seine Stadt, „wir sind so etwas wie ein Zu-
kunftslabor“.
Oder Saint-Etienne, früher ein reines Indus-
triegebiet, das wirtschaftlich an Bedeutung
und Hoffnung verlor: „Design trägt zu einer
neuen Art des Lebens bei“, protokollierte
Karl Stocker dort die Worte der kommuna-
len Design-Managerin Nathalie Arnoud.
In Graz entdeckte Karl Stocker keines der
zeitgenössischen Bauten, wie etwa das
Kunsthaus, das für die Kulturhauptstadt
2003 errichtet wurde, als herausragendes
Design-Beispiel, sondern das in den Bo-
den der Innenstadt eingelassene Orientie-
rungssystem für Menschen mit Sehbeein-
trächtigung – das „Graz-T“.
Und in Shanghai fand er eine gebürtige
Österreicherin aus Schladming, Ulrike
Koller, die für das Berliner Architekturbüro
TRIAD an der Weltausstellung 2010 mitar-
beitete: „Eine City of Design soll eine hohe
Lebensqualität haben, die sich nicht nur
in der kulturellen Landschaft widerspie-
gelt, sondern auch in den Maßnahmen
für eine nachhaltige Stadtplanung und
kongeniale Architektur, genauso wie in
der Attraktivität der öffentlichen Räume
und einer funktionierenden Verkehrs-
infrastruktur“, formulierte sie ein allge-
meingültiges Design-Prinzip. STOP
Berlin und St. Etienne, Helsinki und Graz,
Buenos Aires und Turin haben etwas ge-
meinsam: Sie sind offizielle Cities of Design
im Creative Cities Network der UNESCO.
Der Programmkoordinator, der Grazer
Eberhard Schrempf, sieht in diesem Titel
einen „tollen Brand“, den jede Stadt für
sich nutzen kann, aber auch muss. Für
Metropolen, so Schrempf, sei die Bedeu-
tung eine andere als für „second cities“:
„Große Städte haben viele Identitäten“, da
sei „City of Design“ oft nur ein Randaspekt.
Für kleinere Städte entstehe aber eine gro-
ße Chance: „Sie können Vibrance Cities
werden, wo es brodelt.“
Außen und Innen
Für Schrempf ist es wichtig, dass Design
nicht als Oberflächenbehübschung und
Feuerwerk verstanden und inszeniert wird,
sondern einer „stetigen Entwicklung“ un-
terliegt: „Es geht um Inhalt und Verpackung
– wie viel Produktwahrheit produziere ich?“
Hier haben kleine Städte einen Vorteil.
Wenn unbefangene Besucher von außen
kommen und (nicht nur sich selbst) die
Frage stellen ‚wo ist das Design?‘, finden
sie sich in der Überschaubarkeit einer klei-
neren Stadt eher zurecht. Graz etwa bietet
geführte Design-Rundgänge an, die es in
Berlin nicht gibt. Wobei die Außenstehen-
den auch einen schärferen Blick haben und
Auffälligkeiten wie die Hallengestaltung des
Grazer Hauptbahnhofs oder die vom New
Yorker Künstler und Designer Vito Acconci
gestaltete, künstliche Insel in der Mur (dem
Fluss, der durch Graz führt), intensiver
wahrnehmen als die Bewohner selbst.
Katholisch und Protestantisch
Grundsätzlich geht es aber darum, Design
im genetischen Code einer Stadt zu veran-
kern. Welche Stufe der vierstufigen, euro-
päischen Designleiter, die von „no design“
über „styling“ und „Design als Prozess“ bis
zur höchsten Stufe „Design als Strategie
oder Innovation“ reicht, überhaupt erklom-
men werden kann, hängt auch vom kultu-
rellen Kontext ab: „Je katholischer, desto
oberflächlicher“ ist Schrempfs Theorie.
Während vorwiegend katholische Regi-
onen (vereinfacht: der Süden) durch „viel
Gold und Prunk“, durch „Hülle ohne Inhalt“
charakterisiert seien, dringe das Design in
den protestantischen Regionen des Nor-
dens eher in das tägliche Leben ein.
Weltweit gilt das aber nur bedingt: Das bra-
silianische Curitiba, mit 1,8 Millionen Ein-
/ CITIES OF DESIGN /
WELTWEIT DÜRFEN SICH 16 STÄDTE
ALS UNESCO CITY OF DESIGN
BEZEICHNEN. JEDE GEHT ANDERS
DAMIT UM.
JEDE STADT
IST ANDERS
 TEXT MARTIN NOVAK
				
 UNESCO
	 CITIES OF DESIGN:
	Beijing
	Berlin
	Bilbao
	 Buenos Aires (Bild links)
	Curitiba
	Dundee
	Graz
	Helsinki
	Kobe
	Montréal (Bild oben)
	Nagoya
	Saint-Etienne
	Seoul
	Shanghai
	Shenzhen
	Turin
 KARL STOCKER
The power of design.
A journey through
11 UNESCO Cities of Design.
Springer Verlag, Wien,
New York.
 EBERHARD SCHREMPF
Programmkoordinator des
internationalen UNESCO City of
Design-Netzwerkes: „Design im
genetischen Code verankern“
wohnern die siebentgrößte Stadt des Lan-
des und eine der jüngsten „Cities of Design“,
hat über die letzten Jahrzehnte ein völlig
neues Verkehrs-„Design“ entwickelt und
damit das Bild der Stadt völlig verändert.
Design-Tipp
Die Stadt Graz veranstaltet im Mai 2015
bereits zum siebenten Mal den „Design-
monat“. Das Thema Design durchzieht in
diesem Monat die gesamte Stadt. Mon-
tréal wird als Partner-„City of Design“
Gast sein. STOP
www.designmonat.at
Die Fußgängerbrücke Puente
de la Mujer in Buenos Aires
Foto: Shutterstock
Montréal: Die Partnerstadt des
Designmonat Graz 2015.
Foto: Shutterstock
⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 1716 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄	
Die Kreativität spiegelt sich im Inne-
ren des Hotels wider: Jedes Zimmer
erzählt seine eigene Geschichte – von
einer Hochzeit, einer Tanzstunde, ei-
nem Kinofilm, … – und lädt seine Gäste
ein, in diese einzutauchen. Entwickelt
wurde das Konzept von einer Gruppe
junger Künstler aus den Bereichen Fo-
tografie, Grafik und Design. Wichtige
Protagonisten der Geschichten sind
– die Stühle: der George G. Sowden-
Stuhl im Kino, der von Phillipe Starck
in der Tanzstunde oder der weiße von
Verner Panton bei der Hochzeit (natür-
lich in der Rolle der Braut) – Phantasie
ohne Grenzen.
„Design ist ein Teil unseres Lebens, es
soll uns inspirieren und kann – wenn es
richtig eingesetzt ist – ein einmaliges
Erlebnis schaffen“, so Edit Rozsos, Ho-
teldirektorin und Co-Gründerin. Sie war
von Anfang an mit dabei und hat auch
die Herausforderungen während der
Bauphase gemeistert: Ein Wasserturm
aus dem Mittelalter im Fundament – aus-
gegraben und renoviert – wurde in den
Bau integriert und stellt durch den Glas-
boden der Lobby sichtbar den erstaunli-
chen Kontrast zur modernen Architektur
des Hotels dar.
Was die Hoteldirektorin an Budapest
liebt? „Dass ich die Vergangenheit eben-
so spüre, wie die Gegenwart. Atemberau-
bende Gebäude aus früheren Epochen
neben moderner Architektur. Zwischen-
drin die Donau, die Budapest in zwei
Hälften teilt. Ich fahre morgens über eine
Brücke zur Arbeit. Durch die Morgenson-
ne erstrahlt der Fluss in bunten Farben und
die Wellen spiegeln sich an den Fenstern
unseres Hotels.“ STOP
/ LÁNCHÍD 19, BUDAPEST /
EIN LEUCHTTURM
AN DER DONAU
Die Überreste des mittelalterlichen
Wasserturms wurden in den modernen
Meetingraum integriert.
Foto:
Attila Szabó and Miklós Bémer
 EDIT ROZSOS LIEBLINGSPLÄTZE:
- Gozsdu: Entertainment, gastronomischer und
kultureller Hotspot
- Rudas: Ein neues Spa mit einer großartigen
Aussicht über die Stadt
 DIE BESTE REISEZEIT:
Von März bis November. Aufgrund des milden
Klimas kommen aber auch im Winter immer
mehr Touristen in die Stadt.
DAS LÁNCHÍD 19 VERSPRICHT EINE
ATEMBERAUBENDE AUSSICHT: VOM
HOTEL AUF DIE DONAU, ABER AUCH
VOM BUDA ROYAL CASTLE AUF
DER GEGENÜBERLIEGENDEN SEITE
ZURÜCK AUFS HOTEL. DENN DIE
AKKORDEONARTIGE GLASFASSADE
HOLT DAS SAGENHAFT SCHÖNE DO-
NAUUFER IN DIE ZIMMER.
Edit Rozsos, General Manager,
Lánchíd 19 Budapest
Woher kommen Ihre Nüsse?
Wir verwenden für unsere Produkte nur
Nüsse aus den dafür geeignetsten Her-
kunftsländern – sei es die berühmte austra-
lische Macadamia oder die spanische Man-
del. Diese hochwertigen Rohwaren werden
in traditioneller Handarbeit frisch zubereitet
und von Kunden in der Hotellerie, Gastrono-
mie und im Feinkostsegment sehr geschätzt.
Auch Firmen nutzen gerne diese Möglichkeit,
um ihren Mitarbeitern und Partnern eine klei-
ne Aufmerksamkeit anzubieten. Wer dort auf
den Geschmack gekommen ist, kann seinen
Nussvorrat natürlich auch als Endverbraucher
in unserem Online-Shop beziehen.
Frisch zubereitet?
Richtig – Nüsse von Kern gibt es nicht auf Lager.
Sie werden erst nach Eingang der Bestellung
bearbeitet. Das ist unsere Frische-Garantie.
Warum haben sich Nüsse in Hotelbars
eingebürgert?
Nüsse passen einfach gut zu jedem Getränk
und sind daher ein fester Bestandteil, wenn es
darum geht, seinen Gästen einen angenehmen
Abend zu bereiten.
Welche Nüsse eignen sich besonders gut
für Hotelbars?
Würzige und salzige Varianten. Gerne genom-
men werden dort etwa die Nussmischungen Sa-
fari, Marrakesch-Mix, V.I.P. Curry oder der klassi-
sche Bar-Mix.
Ihre liebste Hotelbar?
Es gibt so viele tolle Hotelbars, in denen ich gerne
einen angenehmen Abend verbringe – mit einem
Getränk und mit leckeren Nüssen! STOP
/ V8 HOTEL, STUTTGART /
FÜR OLDTIMER UND YOUNGTIMER
/ HAMBURG /
FRISCHE NÜSSE
FÜR COOLE BARS
In einem denkmalgeschützten Gebäude, in der
MOTORWORLD Region in Stuttgart, präsentiert sich in
Böblingen seit dem Jahr 2010 ein Themen- und Design-
hotel, das rund um das Automobil konzipiert wurde. Die
Gäste tauchen in eine für diesen Standort authentische
Umgebung ein, voll von geschichtlichem Charme in-
mitten von Oldtimern, Youngtimern, Sportwagen und
Architektur. Das Konzept beinhaltet unter anderem
zehn verschiedene Themenzimmer, wie die Werkstatt,
die Tankstelle oder das Autokino sowie einen halben
Liter Wasser bei der Abreise – ob dieser für das Fahr-
zeug oder den Fahrer selbst bestimmt ist, kann spon-
tan entschieden werden.
Einen guten Überblick über die Region und Stuttgart,
die Stadt „zwischen Wald und Reben“, lässt sich am
Killesbergturm gewinnen. Shopping-freudige kom-
men in der Königstrasse auf ihre Kosten.STOP
Foto: KERNenergie Denis Burghardt, Geschäftsführer
Simeon Schad,
Inhaber V8 Hotel
NÜSSE SIND IN HOTELBARS LÄNGST ZUR SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT GEWORDEN. BARKEEPER SERVIEREN SIE
GESCHÄFTSREISENDEN ZUM FEIERABEND-BIER UND URLAUBERN ZUM COCKTAIL NACH EINEM ANSTRENGEN-
DEN SIGHTSEEING-TAG. ABER WAS WISSEN WIR EIGENTLICH ÜBER DIESE NÜSSE? WO KOMMEN SIE HER? UND:
WIE FRISCH SIND SIE? DENIS BURGHARDT VON KERN ENERGIE WEIS DIE ANTWORTEN.
mehr Informationen unter:
www.lifestylehotels.net/lanchid-19
mehr Informationen unter:
www.lifestylehotels.net/v8-hotel
Foto: Frank Hoppe
mehr Informationen unter:
www.kern-energie.com
⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 1918 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄		 / ISSUE NO
02 / 2015 /
Das Entree
Im chinesischen Bad gibt es Kleidung
vor Ort, die Gäste erhalten Handtücher.
Zwischen Sträuchern und Palmen plau-
dern Damen mit Frottee-Turbanen bei
einer Tasse Tee – auf Wunsch rund um
die Uhr.
Der Heißraum
Neben Sauna und Dampfbad gibt es
verschiedene Sprudelbecken mit Mas-
sagedüsen, ein Rosenblütenbad, ein
Holzkohlebad oder ein duftendes chine-
sisches Kräuterbad. Nicht jedermanns
Sache ist das Ginsengbad: der gelbliche
Schaum kann abschrecken, ist jedoch
ein Qualitätszeichen – Synthetik-Zusätze
schäumen weiß oder gar nicht, echter
Ginseng hingegen gelb.
Die Behandlungen
Angeboten werden unterschiedliche Mas-
sagen und Beauty-Behandlungen. Das
rhythmische Klopfen der Hände der Mas-
seure begleitet den Gast von Beginn an.
Wer sich peelen lässt, darf nicht zimper-
lich sein: Das „Scrubbing“ kann mitunter
schmerzhaft sein, bis sich der Körper an
die raue Berührung gewöhnt.
Da in chinesischen Badehäusern die Ge-
schlechter strikt getrennt sind, gibt es auch
eigene Haar- und Hautpflegeräume für
Männer und Frauen: Es wird gekämmt, ge-
cremt, gebürstet und auch rasiert. STOP
ZWISCHEN
SEIFENSCHAUM
UND GINSENG
Das Entree
Im traditionellen türkischen Hamam wird
der Badegast in ein rot-weiß-kariertes
Baumwolltuch (Pestemal) gehüllt und in das
Herzstück des Bades geleitet: einen körper-
warmen Raum, in dessen Kuppel sternför-
mige Öffnungen eingelassen sind. Sie ahmt
das himmlische Firmament nach und lässt
ein wenig Licht einfallen. Hier wird das Wa-
schungsritual vollzogen: Warmes Wasser
wird mit Kupferschalen aus Marmorbecken
geschöpft und über den Körper geschüttet.
Der Heißraum
Danach geht’s weiter in das Schwitzbad:
Auf dem „Nabelstein“, einem Steinpodest,
lockern sich die Muskeln und die Hautporen
öffnen sich – kein Wunder, bei einer Tem-
peratur von 50 Grad Celsius und einer Luft-
feuchtigkeit von 60 Prozent.
Die Behandlungen
Nach dem Waschungsritual und dem
Schwitzbad macht sich der ausgebildete
Hamam-Meister bereit zum Körperpeeling:
Er streift sich Handschuhe über, die aus
Seide, Kokosfaser oder Ziegenhaar beste-
hen und bearbeitet sanft die Haut. So wird
das Bindegewebe gut durchblutet und der
Stoffwechsel angeregt.
Spektakulär ist auch die Seifenschaummas-
sage: Der „Masör“ taucht einen kleinen Sack
aus Leinen in eine Lauge aus Kernseife und
pustet hinein, um ihn aufzuschäumen: Gro-
ße Flocken senken sich auf den Badegast
– bis er völlig unter ihnen verschwindet. STOP
/ WELLNESS /
/ STYLE /
TEPPICHE ERZÄHLEN
GESCHICHTEN
EIN JUNGE IST FASZINIERT VON EINEM TEPPICH AN DER WAND. HEUTE, EIN PAAR JAHRZEHNTE SPÄTER, GLITZERN
SEINE AUGEN NOCH IMMER, WENN ER ÜBER DIESE „BEGEHBAREN BILDER“ SPRICHT. EIN BESUCH BEIM WELTEN-
BUMMLER HARALD GEBA – TEPPICHDESIGNER, -HERSTELLER UND -HÄNDLER AUS LEIDENSCHAFT.
 	 TEXT NICOLE SCHWAR
Leise klingt die Glocke beim Öffnen
der Tür. Unter den Füßen verleiht ein
Teppich ein behagliches Gefühl in die-
sem hohen Altbau mitten in der Innen-
stadt von Graz. Wie häufig der Teppich
wohl getauscht werden muss, wenn
ständig Menschen mit regennassen
Schuhen darauf treten? Der Gedanke
verfliegt, denn die positive Atmosphäre
lenkt ab: warme Beleuchtung, stilvolles
Interieur, eine freundliche Begrüßung
per Handschlag durch eine Mitarbeite-
rin. Der Eigentümer, Harald Geba, dis-
kutiert mit einer Dekorateurin über ein
neues Pult im Atelier: Darauf liegt ein
riesiger, rubinroter Teppich. Harald Geba
fragt, ob er nicht zu wuchtig wäre, direkt
hier im Eingangsbereich. Der Inhaber
hat ein außergewöhnliches Gespür für
Design. Und für Komfort. Ein paar Stu-
fen führen hinauf in das Büro des Chefs,
Kaffee wird gebracht – die Geschichte
beginnt…
Bereits als Kind hat Harald Geba sein In-
teresse für Teppiche entwickelt. Der Va-
ter eines Freundes handelte mit antiken
Waren, Geba hat sich als kleiner Junge
„in den Teppichen an den Wänden verlo-
ren“, wie er sagt. Mit 24 Jahren, bereits bei
einem Händler für orientalische Teppiche
angestellt, beschloss er, für ein halbes Jahr
nach London zu gehen – damals das Mek-
ka antiker Teppiche. Mit umgerechnet 300
Euro in der Tasche machte er sich auf den
Weg. Bereits nach einer Woche waren ein
Job, die Sprachschule und eine Wohnung
gefunden, denn „mit Leidenschaft und Op-
timismus erreicht man alles“.
An London denkt er gerne zurück, denn
das war die Stadt, in der er auf moderne
Malerei aufmerksam wurde. London hat ihn
inspiriert, Malerei als Motiv für Teppiche zu
verwenden. Mit ersten Designvorschlägen
kam er zurück nach Graz, schon packte ihn
wieder die Sehnsucht nach der Ferne. Das
nächste Ziel war die Türkei. In Zentralanato-
lien lernte er „Knüpfer-Familien“ kennen, die
in der Lage waren, seine Designs auch tat-
sächlich umzusetzen. Die Herausforderung
war, eine Balance zu finden zwischen der
eigenen Designvorstellung und der künstle-
rischen Freiheit der Knüpfer. Die Worte „In
sch¯a‘a ll¯ah“ hat Harald Geba zu dieser Zeit
sehr oft gehört: so Gott will – kommt der
Teppich wie bestellt.
Der Produktionsstandort hat sich mittler-
weile nach Nepal verlagert. Geba-Teppiche
werden ausschließlich im Gebirgswasser
gereinigt, in der Sonne getrocknet und von
Hand geknüpft. In Nepal besitzt Harald
Geba mittlerweile zwei Ateliers, die in auf-
wändigen Verfahren sogar Teppiche aus
Brennnesseln oder Hanf herstellen. Im Ge-
gensatz zu Schafwolle oder synthetischen
Fasern vertragen Allergiker diese Teppiche
auch. Hanfteppiche werden gerne in Hotels
verwendet – sie sind unverwüstlich und eig-
nen sich sogar für Spa-Bereiche mit hoher
Luftfeuchtigkeit. Somit ist auch die zu Be-
ginn gestellte Frage beantwortet: Der Tep-
pich im Eingangsbereich des Ateliers ist aus
Hanf. Vor rund 30 Jahren hat sich Harald
Foto: Geba
Harald Geba, Inhaber von Teppichgalerie Geba in Graz
Geba selbstständig gemacht und kann seit-
her seine unbändige Reiselust mit dem Be-
ruf verbinden: Von seinem Firmenstandort in
Graz bereist er regelmäßig Designmessen
auf der ganzen Welt.
Auf die Frage, welche Stadt ihn am meis-
ten in seinem Tun beeinflusst hat, antwor-
tet er: „Definitiv New York!“. Von dieser
Metropole war er so hingerissen, dass
aus der dort erlebten Vielfalt und dem
pulsierenden Leben eine eigene Design-
linie entstanden ist. „Jeder Teppich hat
eine Seele – genauso wie jede Stadt eine
Seele hat. Teppiche verändern den Ge-
mütszustand positiv, mit so manchem De-
sign kann man Menschen wieder auf den
Teppich zurückholen“, meint Harald Geba.
Die absolut schönste Stadt der Welt ist für
ihn dennoch Paris –zwei Besuche pro Jahr
ist das Minimum. Manchmal hat er das
Glück, bereits am frühen Morgen dort anzu-
kommen, wenn die Rollläden der Geschäf-
te noch geschlossen sind und die Stadt
schläft. Diese Stimmung zu erleben, ist sein
persönlicher Geheimtipp – neben dem Tou-
ristenmagneten Sacre Coeur.
Mit den Jahren haben sich nicht nur die An-
sprüche von Gebas Auftraggebern, sondern
auch diese selbst verändert. Mittlerweile
arbeitet er für Marken wie Emanuel Unga-
ro oder Hand in Hand mit namhaften Ar-
chitekten, wie Richard Meier aus New York
„Teppiche haben Geschichten zu erzählen. Wir wollen ihren
Erzählungen lauschen und mit ihnen auf Reisen gehen.“ Harald Geba
und Interior Designern. Gemeinsam werden
Designs entworfen, die Harald Geba auf die
Wünsche der Kunden abgestimmt produ-
ziert und in die ganze Welt liefert. Die „be-
gehbaren Bilder“, wie er seine Teppiche
liebevoll nennt, sind sowohl international als
auch regional zu bewundern – wie zum Bei-
spiel im Hotel Loisium in der Südsteiermark
(Österreich). STOP
 	 TEXT NICOLE SCHWAR
ZIEGENHAARMASSAGE ODER PEELING PER HAND? SCHAUMFLOCKE
ODER ROSENBLÜTE? ES GIBT ZAHLREICHE UNTERSCHIEDE IN DER
TÜRKISCHEN UND CHINESISCHEN BADEKULTUR. ABER AUCH VIELE
GEMEINSAMKEITEN…
KLINGELNDE HANDYS, MENSCHENMASSEN AUF DEN STRASEN UND BRUMMENDE MOTOREN BE-
GLEITEN UNS IN JEDER GRÖSSEREN STADT. ES IST ZEIT FÜR EINE FLUCHT AUS DER ALLTÄGLICHEN
TRETMÜHLE: TAUSCHEN WIR HEKTIK GEGEN RUHE – IM BADEHAUS! SCHUHE ABSTREIFEN, DIE
FEUCHTE WÄRME SPÜREN, IM HINTERGRUND NUR DAS LEISE SPRUDELN DES WASSERS.
 DAS RUNDHERUM
Hier liegen die wahrscheinlich größten Unterschiede:
Während in türkischen Bädern eine Philosophie der
Reinigung durch Ruhe und Entspannung herrscht, gibt
es in gehobenen chinesischen Bädern eigene Freizeit-
bereiche – Restaurants und Karaoke-Bars inklusive.
Foto: Shutterstock
⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 2120 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄		 / ISSUE NO
02 / 2015 /
THE STYLEMATE
DISA
The Last Conspiracy
Die letzte Verschwörung, entwickelt funktionelles Schuhwerk mit postmoder-
nem Vermächtnis. Jede Kollektion baut auf experimentelle Prämissen – neue
Produktionsverfahren und –prozesse sind willkommen. Beim DISA-Stiefel
heißt das Experiment Pferdeleder – es verleiht dem Schuh durch seine feinen
Fasern einen außergewöhnlichen Charakter und besitzt auch nach Jahren
eine überaus anmutige Eleganz. Verarbeitet ist der Stiefel im Goodyear-Ver-
fahren: Die Schuhe werden maschinell genäht, die Produktionsdauer ist hö-
her. Unternehmen trainieren ihre Mitarbeiter jahrelang, um dieses Wissen
weiterzugeben. Der Schuh hält 20 Jahre oder länger, wenn Sie ihn gut be-
handeln. www.secretroom.at STOP
LIFESTYLEHOTELS The Book 11TH EDITION
LIFESTYLEHOTELS The Book 11th
im neuen Format präsentiert auf
rund 500 Seiten einzigartige LIFESTYLEHOTELS, die in der moder-
nen Hotellerie als Synonym für einen individuellen Lebensstil ste-
hen. Das Buch stellt mit dem neu gestalteten Layout eine Inspirati-
on für designorientierte Reisende dar. Jedes Hotel wird auf vier
Seiten umfangreich mit detaillierter Beschreibung, Best Room und
großformatigen Bildern dargestellt.
www.lifestylehotels.net/shop STOP
GEBA
Ein Teppich ist mehr als ein Bodenbelag.
Er ist textiles Kunstwerk und Wohlfühlfaktor. Er strukturiert den Raum und schafft Oasen der Ruhe.
Er ist eine Spielwiese, auf der man sitzen, liegen, Musik hören, reden, lesen oder einfach entspan-
nen kann. So verändert ein Teppich die Art, wie Räume wahrgenommen und genutzt werden. Das
ist die Philosophie von Geba: In der Verbindung von traditioneller Handwerkskunst und zeitgemä-
ßem Design wollen die High-End-Design-Spezialisten Menschen für Teppiche begeistern. Die kre-
ativen Entwürfe in bester Fair-trade-Qualität schmücken private Domizile ebenso wie internationa-
le Hotels oder den Salzburger Dom. www.geba.cc STOP
WIRO
EASY TO HANDLE
Die Wiro, eine hippe Leuchte aus Draht, ist in den Farben Rost oder Schwarz erhältlich. Sie präsentiert sich
in einem zarten, nahezu transparenten Design, das Ihren Räumen einen avantgardistischen Touch verleiht.
Das warme Candle-Light Stimmungslicht (2200 K, 2700 K) und die einfache Dimmfunktion verwandeln Ihr
Zuhause oder Ihr Restaurant in eine einzigartige Location, die für diverse Anlässe unterschiedlich inszeniert
werden kann. Sie können feiern, romantisch dinieren oder einfach nur alleine den Sportteil lesen: Sie sind am
Drücker und Wiro liefert das passende Licht. www.weverducre.com STOP
KARL STOCKER, THE POWER OF DESIGN
„The Power of Design“ versteht sich als kompakte Einführung in die UNESCO Cities of Design. Vertiefend werden an kon-
kreten Fallbeispielen die unterschiedlichen Zugänge der einzelnen Städte, Design als Motor für ihre aktuelle und zukünftige
Entwicklung zu nutzen, beschrieben. Eine besondere Qualität erhält die Publikation durch Interviews, die der Autor im
Rahmen seiner Reise durch alle Städte mit DesignerInnen, AktivistInnen, Verantwortlichen und kritischen BeobachterInnen
durchgeführt hat. „The Power of Design“ zeigt, wie unterschiedlich und vielfältig der Begriff „Design“ über die Kontinente
hinweg interpretiert und verwendet wird. Entstanden ist ein abwechslungsreiches, reich bebildertes Lesebuch, das so
genannte harte Fakten mit persönlichen Eindrücken und subjektiven Sichtweisen kombiniert.
Taschenbuch (236 Seiten), Springer Verlag, ISBN-10: 3709115825 (englisch) STOP
11
TH
NEVILLE CLEAN  SHAVE
Das Clean  Shave spart Zeit beim Städteurlaub: Einfach
aufschäumen, Gesicht reinigen oder den Schaum für die Ra-
sur verwenden, danach wieder abwaschen. Feuchtigkeits-
spendende Zuckerrübenextrakte und Aloe Vera sorgen für
sanfte und weiche Haut (auch nach der Rasur). Für alle Haut-
typen geeignet. www.neville.co.uk STOP
MONCLER JACKET
Diese Jacket von Moncler ist der perfekte Reisebegleiter für
den urbanen Nomaden. Leicht und robust, elegant und
sportlich – es passt sich jeder Lage an und bleibt dennoch
ein eigenständiges Statement seines Trägers – in allen
Städten der Welt. www. knilli.at, www.moncler.com STOP
⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 2322 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄
NEW MEMBERS
BOUTIQUE-LUXUS-WOHNZIMMER
„Klein, fein, persönlich, anders, offen, lei-
denschaftlich … wir lieben Menschen, und
das sollte man auch spüren“, so beschreibt
Florian Gartner sein Haus. Das Hotel Gart-
ner wurde im Jahr 1961 gebaut und 2008
komplett umgebaut und renoviert. Die He-
rausforderung bestand darin, in Einklang
mit den Technikern gute Voraussetzungen
für die spätere tägliche Hotelarbeit und vor
allem für eine gästeorientierte private „Wohn-
zimmer-Atmosphäre“ zu schaffen. Die stark
künstlerische Ausrichtung ist überall im Ho-
tel spürbar: wunderbare Gemälde, riesige
Fotografien, zeitgenössische Skulpturen
/ HOTEL GARTNER, DORF TIROL BEI MERAN /
Foto: www.sportresidenz-zillertal.at
und flippige Möbel aus verschiedensten
Stil-Epochen. Die zweisprachige Kultur-
Landschaft wird am Einrichtungsmix von
Tiroler Bauernelementen mit mediterranem
Chic deutlich. Das Besondere am Dorf Tirol:
Die fantastische Lage über den Dächern von
Meran – mit direkter Anbindung an die Stadt
via Promenade oder Sessellift. Unbedingt
sehenswert sind die am Rand von Meran
gelegenen und über einen äußerst interes-
santen Spazierweg durch das Villenviertel
Obermais erreichbaren botanischen Gärten
von Trauttmansdorff.
BARFUSS DURCHS GRAS
Die Menschen zur Ruhe zu bringen, ist das
erklärte Ziel des La Casies in Südtirol. Unter-
stützt wird dies durch die Verbundenheit mit
der Natur, gesunde Entspannung, gezieltes
Essen und optimale Bewegung. Als Gast hat
man die Möglichkeit, mit dem Hausherren
Sepp auf eine Wanderung zu gehen, oder
einfach barfuß im Gras zu spazieren. Hier im
Gsiesertal kann man die Natur beobachten
und erleben. Auf der hauseigenen Mess-
nerhütte auf der Pidig-Alm wird frisches
Bauernbrot gebacken – selbst zubereitete
Butter inklusive. So gewinnen die Gäste gu-
ten Einblick in das bäuerliche Leben. Natür-
lich ist es aber auch möglich, einfach nur zu
/ LA CASIES, GSIESERTAL IN SÜDTIROL /
entspannen – zum Beispiel im hoteleigenen
Wellnessbereich. Das Konzept ist zugleich
die Philosophie des Hauses und lautet
„Mountain Living“. Durch die Ausstattung
des Hotels mit Naturprodukten, wie Schur-
wolle, Stein und Holz, spüren die Gäste die
Natur innerhalb und außerhalb des Hotels
gleichermaßen. Der Geheimtipp des Chefs
ist eine Wanderung zu den knapp 3.000
Metern hohen Drei Zinnen, die inmitten eines
Naturparks liegen, und seit dem Jahr 2009
UNESCO Weltnaturerbe sind.
Eröffnung: Mai 2015
FACETTENREICH
Nur wenige Kilometer von Ischgl entfernt, er-
wartet die Gäste im Zhero neben aufregen-
dem Design und eindrucksvoller Architektur,
eine außergewöhnliche Alpinlandschaft von
besonderer Ästhetik. Je nach Lust und Lau-
ne können die Gäste hier die Seele baumeln
lassen oder dem Wintersport frönen und das
reichhaltige Angebot an Aprés-Ski-Angebo-
ten auskosten. Das Hotel selbst ist ebenso
fantastisch wie die Landschaft und punktet
bei Designliebhabern mit vielen Facetten.
Die Architektur der atemberaubenden Fas-
sade ist aus Glas, Holz und Stein und fügt
sich durch diese natürlichen Materialien per-
fekt in die alpine Landschaft ein. Auch im
Inneren sorgen Oberflächen aus Holz, Stein
und Fell für ein harmonisches und stim-
mungsvolles Bild.
/ HOTEL ZHERO KAPPL, ISCHGL /
/ FASHION /
COLETTE
PARIS
Er ist so etwas wie die Mutter aller Concept-
Stores. Hier gibt es Mode für Frauen und
Männer, aber auch Schmuck und Acces-
soires von traditionellen, angesagten und
solchen Designern, die erst bekannt werden
müssen. Was sie aber rasch werden, wenn
Colette sie im Sortiment hat.
DARKROOM
LONDON
Darkroom ist eigentlich Darkrooms, denn es
gibt zwei davon in London. Darkroom hat
eine eigene Philosophie: Grafische Kontras-
te, geometrische Formen und die strukturel-
le Einfachheit modernen und postmodernen
Designs prägen das Angebot für Frauen und
Männer. Zusätzlich gibt es Wohnaccessoires.
BARBER  PARLOUR
LONDON
Schaut älter aus als andere ältere Shops.
Obwohl er erst 2014 gegründet wurde. Auf
drei Etagen findet man hier alles, von Le-
bensmitteln, über Mode, bis zum Schön-
heitssalon und zur Bar.
10CORSO COMO
MAILAND
Ebenfalls ein Klassiker mit Kultstatus in der
italienischen Einkaufsmetropole. Hier ist alles
ein wenig verspielt. Das beginnt bereits mit
dem Logo des amerikanischen Künstlers
Kris Ruhs. Die frühere Modejournalistin Car-
la Sozzani bietet hier an Lebensmitteln, Fa-
shion, Musik, Kunst und Lifestyle an, was ihr
gefällt. Wer es nicht nach Mailand schafft, hat
Alternativen. 10Corso Como gibt es auch in
Seoul, Shanghai und Peking.
HOT
SHOPS
 STEPHAN LANZER
Gemeinsam mit seiner Mutter leitet Stephan
Lanzer das 1948 gegründete Modehaus Knilli am
Grazer Joanneumring und führt Topmarken, wie
Dolce  Gabbana oder Etro. Im Rahmen des For-
mats „Design in the City“ präsentiert er in seiner
Lounge außerdem das Designlabel Fannymari,
das recycelte Möbel und kleine Gegenstände
charmant zu neuem Nutzen umwandelt.
www.knilli.at
„Kunst und
Design sind eine
gute Kombination
zur Mode“
URBAN OUTFITTERS
STOCKHOLM
Wie der Name schon sagt … hier gibt es
(nicht nur) nordisches Design, Fashion für
Frauen und Männer, Geschenke, Acces-
soires … auch Vintage-Liebhaber werden
hier das Passende finden.
MAXIMILIAN
BOZEN
Ein Spezialtipp von Stephan Lanzer: Seit 25
Jahren bietet Maximilian im eher konserva-
tiven Südtirol Mode für Frauen und Männer
von einer Vielzahl internationaler Designer –
Schuhe und Accessoires inklusive.
PATRICK ROGER CHOCOLATERIE
BRÜSSEL
Dieses Konzept ist einfach: Schokolade.
Ungewöhnlich ist aber, dass der Chocola-
tier kein Belgier, sondern Franzose ist. Auch
ungewöhnlich, dass er im Zentrum der EU-
Hauptstadt nicht nur Schokolade in der üb-
lichen Form anbietet, sondern regelrechte
Schokoladeskulpturen.
FLAGSHIP UND MONOLABEL STORES SIND ZWAR REPRÄSENTATIV, ABER SIE SIND ÜBERALL SEHR ÄHNLICH.
WER EINZIGARTIGKEIT SUCHT, MUSS MULTILABEL UND CONCEPT-STORES AUFSUCHEN. EINE GANZ KLEINE
AUSWAHL, ZUSAMMENGESTELLT VOM MODEPROFI STEPHAN LANZER.
TIPP
Alle hier angeführten Concept-Stores verkaufen
auch online. Allerdings: Das authentische Concept-
Store Erlebnis gibt es nur direkt im Shop. Leider.
Oder glücklicherweise.
Foto: Barber  Parlour
Foto: Schiffer
Foto: Hotel Gartner
Foto: La Casies
foto: Hotel Zhero Kappl
⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 2524 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄		 / ISSUE NO
02 / 2015 /
/ ARCHITEKTUR /
Klassiker der Moderne: Rotterdam
Zwei historische Ereignisse haben Rot-
terdams Entwicklung nachhaltig geprägt:
Da waren einmal die Bombardements im
zweiten Weltkrieg, die vor allem wegen der
ausgedehnten Brände schreckliche Zerstö-
rungen brachten, damit aber auch Raum für
Neues schufen. Und es war der Wandel zur
Container-Schifffahrt in den 60er-Jahren des
vorigen Jahrhunderts: Alte Hafengebäude
zur Lagerung der Waren wurden nicht mehr
benötigt, die Container brauchten nur mehr
Flächen – und die hatte Rotterdam (etwa im
Gegensatz zu Amsterdam) dann zu Genüge.
Der Architekt Michael Homann schwärmt
von Rotterdam: „Die Stadt ist einfach.“ Viel-
fach hat er sie bereist und ihr in seinem Buch
„global specific“ ein eigenes Kapitel „Transit-
stadt der späten Moderne“ gewidmet. Das
Zentrum von Rotterdam schmiegt sich an
die Nieuwe (neue) Maas, die früher die südli-
che Grenze der größten Hafenstadt Europas
(und nach Shanghai und Singapur der dritt-
größten der Welt) bildete. Sehenswert ist die
Lijnbaan, ein Geschäftsviertel, das von den
Architekten Van der Broek und Bakema im
Rahmen des Wiederaufbaus konzipiert wur-
de: Eine revolutionäre Ordnung durchdach-
ter Straßenräume für den Warentausch, ein
transitorischer Raum, eingeteilt in zuliefernde
und in wegkaufende Bereiche. Der älteste Teil
des neuen Rotterdam ist immer noch zeitge-
mäß, entspricht auch dem Lifestyle des 21.
Jahrhunderts. Nordwestlich davon liegt der
Schouburgplein (Theaterplatz) als kulturelles
Zentrum. Der Platz fungiert als städtische
Bühne und interaktiver Raum. Die Beleuch-
tungskörper des Platzes greifen das Bild der
alten Hafenkräne auf. Weiter südlich, als In-
sel in der neuen Maas, liegt Noordereiland,
und das ist wirklich alt. Früher lebten hier die
Schiffseigner. Als sie verschwanden, zog
das touristische Leben in die Hafenroman-
tik ein. Unmittelbar westlich davon führt
die Erasmusbrücke über die neue Maas:
Die weiße Schrägseilbrücke, ein Meister-
werk der Brückenbaukunst von Berkel 
Bos, verdankt ihre Entstehung der Ab-
neigung der Holländer gegen Brücken,
weiß Architekt Homann. Weil sie durch
Brücken den Lauf und den Eindruck des
Flusses gefährdet sahen, musste es eine
besonders schöne und durfte es ein sehr
teure sein. Diese Erasmusbrücke domi-
niert den Kop van Zuid (den Kopf des
Südens) als alten Teil des Hafens, der
nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr
verfiel und in den 90er-Jahren wachge-
küsst wurde. Einst der abstoßendste Teil
der Stadt ist er heute ein anspruchsvolles
Wohn- und Geschäftsviertel. Vom alten
Hafen ist kaum etwas übrig, bekannt
ist aber das „Hotel New York“, aus dem
früher die Emigranten nach Nordamerika
abreisten. Heute ist es in erster Linie ein
Restaurant. „Die Nutzung ändert sich“,
dieses Phänomen sei vor allem in leben-
digen Hafenstädten ganz besonders zu
beobachten. Und Rotterdam ist eine
der lebendigsten – „eine Stadt der offe-
nen Räume“, so Homann.
Alt  Quicklebendig: Amsterdam
Das größere Amsterdam, die Haupt-
stadt der Niederlande, ist auch Ha-
fenstadt. Aber hier war es kaum not-
wendig, Neues zu entwickeln, weil
Amsterdam das Glück hatte, im Zwei-
ten Weltkrieg weitgehend verschont
zu bleiben. Gleichzeitig konnte es sich
nicht, so wie Rotterdam, ausdehnen.
Daher bietet die historische Innenstadt
immer noch ein beeindruckendes En-
semble, insbesondere aus dem 17. Jahr-
hundert, dem „Goldenen Zeitalter“ der
Niederlande. Zu den klassischen Sehens-
würdigkeiten gehören der Dam (Stadt-
platz), der Königliche Palast und die Börse.
Moderne Interventionen sind das Rathaus
und die Oper von Wilhelm Holzbauer und
Cornelius Gregorius.
In der Hafenstadt gibt es auch (künstli-
che) Hafeninseln. Entstanden sind sie im
17. Jahrhundert. Die dort ansässigen Pro-
duktionsbetriebe haben bis zum Ende des
vorigen Jahrhunderts aber nahezu alle ihre
wirtschaftliche Bedeutung verloren. Aus
Wirtschaftsraum wurde Wohnraum für
mehr als 15.000 Menschen. Die ehemali-
gen Docks veränderten sich zu attraktiven,
jungen Wohngegenden mit experimenteller,
postmoderner Architektur. Ein herausra-
gendes Beispiel umgenutzter Architektur in
Amsterdam ist „The Bank“. Errichtet 1926
sollte die Solidität des Gebäudes die Sicher-
heit des hier veranlagten Kapitals symboli-
sieren. Aber die „Amsterdamschen Bank“
verlor durch Fusionen und Umgründungen
schließlich ihre Bedeutung. Nachdem das
Gebäude zu verfallen begann, wurde es nach
der Jahrtausendwende in ein spektakulären
Geschäfts- und Bürohaus verwandelt. Jetzt
kann man hier nicht mehr Geld an – man gibt
es aus – im Concept Store Marqt, in Restau-
rants und Cafés.
Neu ist alt: Kopenhagen
Ein Hafen ist auch die dänische Hauptstadt
Kopenhagen. Auch Kopenhagen blieb im
Krieg unversehrt, es war also auch kein Neu-
beginn nötig. Der Name Nyhafn (neuer Hafen)
führt daher in die Irre: Er ist mehrere Jahrhun-
derte alt und spielt auch nur mehr Hafen, seine
STÄDTE IM FLUSS
wirtschaftliche Bedeutung verlor er bereits im
19. Jahrhundert. Aber als Vergnügungsviertel
mit zahlreichen Restaurants und Bierstuben
bietet Nyhafn immer noch Hafenatmosphäre
im klassischen Sinn und ist daher einer der
größten touristischen Anziehungspunkte Ko-
penhagens.
Das hat auch mit seinem berühmtesten Be-
wohner zu tun: Der Märchendichter Hans
Christian Andersen hat hier viele Jahre im
Nyhafn gelebt und zahlreiche seiner Märchen
verfasst, auch die „Prinzessin auf der Erbse“.
An den Dichter erinnert auch die Skulptur der
„Kleinen Meerjungfrau“, die sich seit einigen
Jahren im Wortsinn im Hafen befindet: Um
die Statue vor Vandalen zu schützen, wurde
sie weit ins Wasser versetzt.
Noch mehr Andersen bietet das Andersen
Hotel in Kopenhagen. Die Kombination aus
buntem, trendigem Dekor und einem herz-
lichen Service im Entree – Sushi und eine
breite Auswahl internationaler Weine inklu-
sive – laden von Beginn an zum Wohlfühlen
ein. Die Nicht-Benützung des Lifts wird mit
köstlichen Leckereien belohnt: Auf jeder Eta-
ge stehen bis zum Rand gefüllte Schalen mit
Keksen und Bonbons. Ein weiteres Plus ist
die zentrale Lage im Stadtteil Vesterbro – die
Mikkeler Bierbrauerei und der Hauptbahnhof
befinden sich gleich ums Eck. Wer möchte,
kann die Gegend auch mit dem Rad erkun-
den – das kann man sich an der Rezeption
ausleihen.
www.weverducre.com
The soft, gentle light generated by WIRO and CORK makes them true romantics.
That is why the new LED luminaires from Wever  Ducré are ideal for the honeymoon
suite. These creative eye-catchers not only provide a perfect candlelight effect (2200K),
but also produce surprising room atmosphere. So it’s no wonder that they help create
the right mood at the city’s hottest bars and clubs.
Their secret? The combination of innovative design and an especially warm
colour temperature. Don’t let anyone tell you that you can’t turn on the romance
with the push of a button.
Right light – right mood.
HotelWiesler|Graz|Austria
 HOTELTIPP AMSTERDAM:
HOTEL SIR ALBERT
Herzlich willkommen im Zuhause des modernen Aristokraten „Sir Albert“, der auf
seinen Reisen unterschiedliche Kunstwerke und Artefakte gesammelt hat, um
sie in sein schmuckes Boutique-Hotel im Zentrum Amsterdams zu integrieren.
Von Architektur-Zeitschriften gefeiert, präsentiert sich das Haus – entstanden
in einer alten Diamantenfabrik – auch selbst als Diamant des 19. Jahrhunderts:
Hohe Räume, Artefakte im viktorianischen Design und 90 individuell designte
Zimmer, von denen viele einen außergewöhnlichen Blick auf das umgebende
Kanalsystem Amsterdams eröffnen. Laut Mark Smith vom „Daily Traveler“ ist
das Sir Albert das sexyeste Hotel in Amsterdam – kein Wunder dass Stars, wie
Lady Gaga hier ein und aus gehen.
mehr Informationen unter:
www.lifestylehotels.net/andersen-hotel
www.lifestylehotels.net/sir-albert
HAFENSTÄDTE VERWANDELN SICH RASCHER UND STETIGER, ALS ANDERE CITIES.
MIT DER NUTZUNG WANDELT SICH AUCH DIE ARCHITEKTUR. MEHR ODER WENIGER.
Hotel Sir Albert, Amsterdam
Erasmusbrücke, Rotterdam Andersen Hotel, Kopenhagen
Foto: Shutterstock
⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 27
 GRIECHENLAND
Kreta / Elounda Gulf Villas  Suites
 GROSSBRITANNIEN
London / Sanderson
London / St Martins Lane
 ITALIEN
Amalfi Küste / Casa Angelina
Dorf Tirol / Hotel Gartner
Gsieser Tal / La Casies
Kaltern am See / Gius La Residenza
Lombardei / Hotel Larice
Meran / Arosea Life Balance Hotel
Meran / Design Hotel Tyrol
Meran / Miramonti Boutique Hotel
Rabland / Design Hotel Tyrol
Rimini / i-Suite
Sardinien / Cala Caterina
Sardinien / La Coluccia Hotel
Venedig / Ca‘Sagredo Hotel
Venedig / Palazzina G
Venedig / Palazzo Barbarigo
 NIEDERLANDE
Amsterdam / Sir Albert
 PORTUGAL
Albufeira / Vila Joya  Joy Jung Spa
Lagos / Vila Valverde
Madeira / Quinta da Bela Vista
 SCHWEIZ
Grindelwald / Aspen Hotel
Orselina-Locarno / Villa Orselina
Zermatt / Hotel Firefly
Zürich / Hotel Plattenhof
 SPANIEN
Ibiza / Hard Rock Hotel Ibiza
Mallorca / Convent de la Missió
Mallorca / Font Santa Hotel Thermal Spa  Wellness
Mallorca / Hotel Can Simoneta
Mallorca / Hotel Tres
Mallorca / Hotel Zhero – Palma
 TÜRKEI
Bodrum / Doria Hotel Bodrum
Istanbul / Adahan Istanbul
Istanbul / The Sofa Hotel
 TSCHECHISCHE REPUBLIK
Prag / Hotel Yasmin
 UNGARN
Budapest / Lánchíd 19 Design Hotel
 ZYPERN
Limassol / Londa Hotel
 CHINA
Nanjing / Kayumanis Nanjing Private Villas  Spa
 MALAYSIA
Penang / G Hotel
 SRI LANKA
Dickwella South / UTMT - Underneath The Mango Tree
BOOKING BENEFITS
 handverlesene Hotelauswahl
 Bestpreis Garantie
 keine Buchungsgebühren
 einfaches Buchen
 Datenschutz
Booking information: +43 316 83 88 88 / reservation@lifestylehotels.net
www.lifestylehotels.net
HOTEL
DIRECTORY
 ÖSTERREICH
Achenkirch / Das Kronthaler
Bad Gastein / Hotel Miramonte
Ehrenhausen / Loisium Wine  Spa Resort Südsteiermark
Fiss / Alpslodge - life.style.hotel.fiss
Fiss / Hotel Gebhard
Fügen / Alpinahotel - family lifestyle
Gaschurn / Montafon Lodge Luxury Lodgehotel und Spa
Geinberg / Geinberg5
- Private Spa Villas
Graz / Augartenhotel art  design
Graz / Roomz Graz
Gumpoldskirchen / Landhaus Moserhof
Innsbruck / Hotel Maximilian Stadthaus Penz
Innsbruck / The Penz
Kals am Großglockner / Gradonna Mountain Resort
Kappl / Hotel Zhero - Kappl/Ischgl
Kaprun / Lederer‘s Living
Längenfeld / Naturhotel Waldklause
Lermoos / Mohr Life Resort
Linz / Spitz Hotel
Mayrhofen-Hippach / Life  Spa Hotel Stefanie
Mellau-Bregenzerwald / Sonne Lifestyle Resort
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  • 1. MOVING CITIES NEWS ABOUT LIFE, STYLE & HOTELS ISSUE NO 02/2015 AMSTERDAM BERLIN BOZEN BRÜSSEL BUDAPEST GRAZ HAMBURG ISTANBUL KOPENHAGEN LINZ LONDON MAILAND MÜNCHEN PARIS ROTTERDAM STOCKHOLM STUTTGART WIEN
  • 2. 2 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ / ISSUE NO 02 / 2015 / IMPRESSUM: Erscheinungsweise: 3 x jährlich, Medieninhaber und Verleger: Prime Time Touristik & Marketing GmbH, Sitz: Schmiedgasse 38/1, 8010 Graz, Herausgeber: Thomas Holzleithner & Hardy Egger, Chefredakteur: Martin Novak, Chefin vom Dienst: Astrid Gaber, Redakteurin: Nicole Schwar, Gestaltung: Tomislav Bobinec, Druck: Medienfabrik Graz, Erscheinungsort: Graz / IN THIS ISSUE / 2 / VORWORT, STYLEMATES DER AUSGABE / 3 / WIEN / NEUERÖFFNUNG HOTEL SCHANI 4 / BERLIN & MÜNCHEN / H‘OTELLO 5 / BEYOND CITIES / 6 / PARIS : LONDON / MOVING CITIES 10 / GRAZ / DIE STADT ERKUNDEN 11 / ROOMZ GRAZ / ENERGETISIERT 12 / GRAZER IN LINZ / MATTHIAS IBERER 13 / RELAX & DRIVE / 14 / CITIES OF DESIGN / 16 / LÁNCHÍD 19, BUDAPEST / LEUCHTTURM AN DER DONAU 17 / HAMBURG / FRISCHE NÜSSE 17 / V8 HOTEL, STUTTGART / FÜR OLDTIMER & YOUNGTIMER 18 / WELLNESS / BADEKULTUR ZWISCHEN SEIFENSCHAUM UND GINSENG 19 / TEPPICHE ERZÄHLEN GESCHICHTEN / 20 / STYLEMATE MUST HAVE / 22 / NEW MEMBERS / 23 / FASHION / HOT SHOPS 24 / ARCHITEKTUR / ROTTERDAM, KOPENHAGEN UND AMSTERDAM 26 / HOTEL DIRECTORY / THE STYLE MATES / NEUERÖFFNUNG / SMART PHONE ALS ZIMMER- SCHLÜSSEL 1. Mag. Benedikt Komarek, Geschäftsführender Gesellschafter Hotel Schani GmbH Foto: 1, 2, 3, Johannes Brunnbauer, Markus Wache Foto: Frank Praxmarer 1. 3. mehr Informationen unter: www.lifestylehotels.net/schani Welche ist Ihre Lieblingsstadt? Diese Frage haben wir uns selbst gestellt. Und den Menschen, die darin leben – Ihren Stylemates. In dieser Ausgabe widmen wir uns den Städten des Designs, den Städten der Vielfalt und den Kontrasten in der Stadt. Erkunden Sie mit uns die kulturellen Unterschiede, die Wellnessoasen, die geheimen Fashion-Hot Spots und die lukullischen Freuden… bis Sie am Ende – wie auch wir – nicht genau wissen, welche denn nun tatsächlich Ihre Lieblingsstadt ist – bis Sie selbst dort waren. Für alle empfehlen wir als erste Destination: www.lifestylehotels.net Viel Vergnügen! Thomas Holzleithner Hardy Egger Herausgeber / STYLEMATES DER AUSGABE / DAS QUARTIER BELVEDERE IST EIN 25.000 M² GROSSES NEUES STADTVIERTEL IN WIEN. NEBEN DEM HAUPTBAHNHOF, MODERNEN BÜROS UND WOHNUNGEN ENTSTEHT DAS ERSTE COWORKING-HOTEL. Wien: „Schani, trag den Garten hinaus“ – mit diesem Spruch aus dem Alt-Wiene- rischen forderte der Chef schon vor 200 Jahren den Lehrling auf, den ersten Tisch in den Schanigarten zu stellen um den Frühling einzuläuten. Ab April 2015 steht der erste Tisch im Schanigarten des Hotel Schani mitten im Quartier Belvedere. Nicht nur der Name verbindet die Tradition mit der Moder- ne: „Das typische Wiener Geflecht, auch Achteck- oder Wabengeflecht genannt, ziert die Fassade des Hotels und erinnert an den Schaukelstuhl von der Oma“, er- zählt Benedikt Komarek, Geschäftsführer des Hotel Schani. „In unserer Lobby wird ein vollwertiger Coworking Space ausge- führt, in dem sowohl Gäste, als auch lo- kale Unternehmer die Möglichkeit haben, gemeinsam zu arbeiten und sich auszu- tauschen. So können Netzwerke geknüpft oder Besprechungen abgehalten, aber ebenso Einzel-Arbeitsplätze gemietet und Ruhe-Oasen genossen, werden – wie im eigenen Wohnzimmer“, so Komarek. Die Philosophie basiert wiederum auf den fünf Grundwerten des Coworkings: Openness Offenheit gegenüber allen Kulturen, Ide- en und technischen Neuerungen. Typisch für die Stadt Wien, die neben der welt- berühmten klassischen Musik auch jede Menge Veranstaltungen abseits des Main- streams zu bieten hat. Einige Beispiele: Po- etry Slams, das Klezma Festival, der Gürtel Night Walk, das Donaukanaltreiben, das Balkan Fever Festival und die Design Week. Community Nicht nur zum Übernachten, auch für Ver- anstaltungen oder Ausstellungen von Wie- ner Start-ups und Künstlern wird das Hotel genutzt. Sustainability Nachhaltigkeit wird hier gelebt. Zum Bei- spiel bei der Klimatisierung des Hotels: Durch eine Induktionsanlage wird die Raumluft angesaugt und je nach Wunsch gekühlt oder erwärmt. Bereits in der Bau- phase erhielt das Haus die GreenBuilding- Auszeichnung der Europäischen Kommis- sion. Zusammenarbeit Der Coworking-Space, die Hotellobby, dient als öffentlicher Besprechungsraum oder als Platz zum Netzwerken. Es ste- hen 20 fixe Arbeitsplätze zur Verfügung, die bei Bedarf gemietet werden können. Zugänglichkeit Die Accessibility wird durch Barrierefrei- heit und Komfort erreicht. Das Smart- phone dient dabei als Zimmerschlüssel sowie zum Ein- und Auschecken. Für Gäste ohne Smartphone gibt es eine Backup-Lösung.STOP  GEHEIMTIPPS: 2. Bezirk, Praterstraße: Design auf hohem Niveau im Stilwerk 6. Bezirk, Mariahilfer Straße: Schafkäse-Eis beim Bioeisgeschäft Greissler 7. Bezirk, Lindengasse: Kleine Designerläden, Pop-up Stores und Feinkostläden 1. 2. 3. Benedikt Komarek Wien Britta Olbrich Berlin Matthias Iberer Linz, Graz Harald Geba Graz Denis Burghardt Hamburg Edit Rozsos Budapest Familie Gartner Meran Patrick Steger Gsiesertal Karl Stocker Graz Eberhard Schrempf UNESCO Cities of Design Philippe Vaurs Paris Dagmar D. Noe London Thomas Schartel Graz Stefan Willensdorfer Graz Stephan Lanzer Graz Simeon Schad Stuttgart
  • 3. Foto: www.sportresidenz-zillertal.at MIDWEEK SPECIAL jeder Tag ein neues Erlebnis • 4 Nächte | Small Suite Double M | Nature Living-Balkon • DAS KRONTHALER ALL-iN | tagsüber wechselnde Buffets | ideenreiche Gourmetmenüs | alkoholfreie Getränke vom Brunnen • 1 Glas Prosecco | Welcome • natur[e].spa.BOXX auf 2.500 m² | In- und Outdoorpool • 30 Verwöhnminuten wählbar aus speziellen Behandlungen • Dazu viel leidenschaftlicher Service ab € 599,– pro Person Buchbar von Sonntag bis Donnerstag | Montag bis Freitag, ganzjährig gültig nach Verfügbarkeit. NATURSCHÖN. WINTER-FASZINATION AM ACHENSEE. ASPEN ALPIN LIFESTYLE HOTEL / GRINDELWALD Fam. Grossniklaus / Aspen 1 / CH-3818 Grindelwald Tel.: +41 33 854 40 00 / info@hotel-aspen.ch www.hotel-aspen.ch Am Waldweg 105a | A-6215 Achenkirch | Tirol Tel.: +43 5246 6389 | welcome@daskronthaler.com www.daskronthaler.com Alle Angebote auf www.hotel-aspen.ch SKIIN OUT LUXURIÖS. TOPANGEBOTE ZUM FRÜHJAHRS-SKILAUF IN TIROL VOM 28.03. – 12.04.2015 A-6533 Fiss in Tirol Tel.: +43 5476 20 307 info@alpslodge.at www.alpslodge.at 3 Übernachtungen, Verwöhnhalbpension, SKYPASS oder SKIPASS, tägl. Aktivprogramm, Sky Spa Panorama Wellness auf 1.700 m² mit Indoor-Pool, Outdoor-Whirlpool, Saunalandschaft und vielem mehr. Inklusivleistungen: • 3 Übernachtungen in der Suite „Bergland“ • Verwöhnhalbpension • 2 Tagesskipass oder • SKYPASS • Teilmassagen à 25 min. • 2 Anwendungen auf der Magnetfeldmatte oder • 1 Körperpackung in der Wasserschwebeliege Beautiful Eyes (für Sie oder Ihn) Preise pro Person und Aufenthalt ab € 699 SKYPASS ODER SKIPASS MÄRZ – APRIL 2015 Dorfstraße 114 A-6450 Sölden, Ötztal Tel.: +43 (0)5254 2240 0 info@bergland-soelden.at www.bergland-soelden.at / BERLIN MÜNCHEN / SCHICK UND DURCHGESTYLT DAS ERFOLGSREZEPT DER H’OTELLO GRUPPE: COOLE LOUNGE-SOUNDS, SON- NENTERRASSEN UND DIE PERFEKTE LAGE – DIE HÄUSER IN BERLIN UND MÜN- CHEN BEFINDEN SICH AM PULS DER JEWEILIGEN STADT. WIE ABER UNTER- SCHEIDEN SICH DIE HOTELS? UND DIE STÄDTE?  TEXT NICOLE SCHWAR „Jeder Berliner Stadtteil hat seinen ganz eigenen Charme: Der kosmopolitische Savignyplatz verkörpert die Bohème der Metropole und beherbergt vor allem Men- schen aus der Kunst- und Kreativszene“, zeigt sich Britta Olbrich, Direktorin des Ber- liner H’Otello, erfreut. Kein Wunder – das K’80 liegt, gemäß Philosophie der Hotelket- te, mitten im Stadtzentrum im angesagten Lifestyle-Viertel. Praktisch für Gäste, die ihr „temporäres Zuhause“ als Ausgangspunkt für Shopping, Sightseeing und Entertain- ment nutzen wollen. Apropos Berlin… Es gibt wenige Städte, die gleichzeitig ihre Vergangenheit aufarbeiten, ihre vielfältige Gegenwart leben und mit einem Bein bereits in der Zukunft stehen – Berlin ist definitiv eine davon. Die deutsche Hauptstadt begeistert durch Sehenswürdigkeiten, wie das Bran- denburger Tor und den modernen Potsdamer Platz. Das Besondere: Es gibt nicht nur ein Zentrum, dafür viele interessante Szeneviertel – die „Kieze“. München für Alle Nicht nur mit der Anzahl der Viertel kann Mün- chen im Vergleich zu Berlin mithalten: Die Stadt zählt 25 Stadtbezirke, die sich wiederum auf 108 Bezirksteile gliedern. Neben dem berühm- ten Münchner Hofbräuhaus kommen Fußball- fans in der Allianz Arena und Autoliebhaber in der BMW Welt auf ihre Kosten. Kunstinteressier- te sollten mindestens einen Tag in den Pinako- theken einplanen – sie gehören zu den renom- miertesten Kunstsammlungen der Welt. Gibt es Unterschiede des H’Otello in Berlin im Vergleich zu den Häusern in München? Olbrich: „Auch wenn die Städte unterschiedlich sind – un- sere Leidenschaft, mit Leib und Seele Gastgeber zu sein, leben wir überall gleich.“ STOP Britta Olbrich, Direktorin des H’Otello K’80 Berlin Foto: H‘Otello mehr Informationen unter: www.lifestylehotels.net/hotello-k80 BERLIN Fläche 891,8 km² Einwohner Rd. 3,5 Mio. Anzahl der Museen 170 Bekannteste Shopping-Adresse Kurfürstendamm Kreativ- und Kunstviertel Savignyplatz Geheimtipp von Britta Olbrich Ein Besuch der Autorenbuch- handlungen unter den S-Bahnbögen des Savignyplatzes MÜNCHEN Fläche 310,4 km² Einwohner Rd. 1,4 Mio. Anzahl der Museen 16 Bekannteste Shopping-Adresse Kaufinger Straße Kreativ- und Kunstviertel Glockenbachviertel Geheimtipp von Britta Olbrich Teezeremonie im Japanischen Teehaus am Englischen Garten (an bestimmten Sonntagen, nur im Frühling)  BERLIN H’Otello K’80 am Savignyplatz  MÜNCHEN H’Otello F’22 in Schwabing H’Otello H’09 in Schwabing H’Otello B’01 am Gärtnerplatz
  • 4. 6 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ / ISSUE NO 02 / 2015 / London vs. Paris, das ist der ewige Kampf der europäischen Giganten um die touristi- sche Weltherrschaft, der wahrscheinlich nie entschieden sein wird. Objektive Quellen, wie der „Mastercard Global Destination In- dex“ haben London quantitativ vorne, aber nur knapp: 18,7 Millionen internationale Übernachtungsgäste konnte London und 15,6 Millionen Paris im Jahr 2014 verzeich- nen. Damit schlagen sie andere europäi- sche Großstädte wie Istanbul, Barcelona, Amsterdam, Mailand, Rom und Wien um Längen. „London ist ein Rätsel, Paris eine Erklä- rung“, hatte sich der englische (!) Dichter G. K. Chesterton in der ersten Hälfte des vori- gen Jahrhunderts aus der Affäre gezogen, einer der beiden Städte den Vorzug geben zu müssen. Der Schriftsteller der Beat Ge- neration, Jack Kerouac, wollte sich auch nicht festlegen, sah es aber anders: „Pa- ris ist eine Frau, London ein unabhängiger Mann, der im Pub seine Pfeife raucht.“ Was uns auch nicht weiterhilft, sondern eher den Blick vernebelt. Womit wir beim Wetter wären: Wenn das in Städten überhaupt eine Rolle spielen wür- de, entspräche Paris ein wenig mehr dem Klischee. Es ist etwas wärmer und auch sonniger. Aber – und hier stimmt das Kli- schee schon nicht mehr – es kann in Paris auch mehr regnen. Dass London die grünere Stadt ist, verdankt es vor allem den acht königlichen Parks. Der bei weitem größte davon ist der Richmond Park mit fast zehn Quadratkilometern, in dem sich Hundertschaften von Hirschen tummeln. Wesentlich berühmter sind aller- dings der Hyde Park und die unmittelbar anschließenden Kensington Gardens, sowie der St. James Park und der Green Park, die den königlichen Buckingham Palast an zwei Seiten umschließen. Da können die sehr viel kleineren Pariser Parks und Gärten einfach nicht mithalten. Selbst der berühmte Bois de Boulogne am westlichen Stadtrand von Paris gleicht die grüne Großzügigkeit Londons nur teils aus. Dafür ist der Eiffelturm das meistbesuchte Monument der Welt. Rund sieben Millionen Menschen pro Jahr nehmen stundenlan- ge Wartezeiten auf sich, um das ehemals höchste Bauwerk zu besuchen. Sehr viel einfacher ist es allerdings, vom Seine-Ufer aus am Quai Branly den Blick auf das Wahr- zeichen der modernen Architektur und über das Marsfeld zu genießen. Dabei sollte man nicht versäumen, die zahllosen Verkäufer von Mini-Eiffeltürmen abzuwehren oder ih- nen auch zu erliegen. Dagegen können Tower of London und Big Ben alias Elisabeth Tower (streng genommen heißt ja nur die Glocke im Turm Big Ben) bloß ihr weit höheres Alter ins Treffen führen … Fotos: 1, 2: Morgans Group, 3, 4: Elegancia Hotels Für Besucher, die nicht nur die großen, bekannten Sehenswürdigkeiten, Lou- vre und British Museum, Tate und Centre Pompidou, Arc de Triomphe und Trafalgar Square, erleben wollen, bieten beide Städ- te eine Fülle an Entdeckungsmöglichkeiten. Und immer kommt Neues hinzu, vieles fällt auch weg. Da schauen die klassischen Rei- seführer naturgemäß oft alt aus. Hier lohnt sich der Blick in aktuelle Stadtmagazine wie Time Out London oder à Paris, die immer die angesagtesten Events und die neuesten Trends aufspüren. Oder man verlässt sich auf die naturge- mäß subjektiven Tipps der Kenner. Dagmar Noe von der Hotelgruppe Morgans etwa empfiehlt die Pace Gallery in der Lexington Street, nicht allzu weit vom Piccadilly Cir- cus: „Sie verbindet das Feeling eines Lofts in New York mit der spannenden Londoner Konzeptkunst“, schwärmt Noe, „außerdem ist sie nur zehn Minuten vom Sanderson Ho- tel entfernt.“ Das gehört übrigens zur Mor- gans Gruppe (siehe Hoteltipp London). Etwas klassischer ist da Philippe Vaurs un- terwegs, der in Paris 13 Elegancia Hotels (Hoteltipp Paris) besitzt. Seine Lieblings- plätze: „Versteckte Alleen und Galerien. Sie liegen oft unbemerkt inmitten von Häuser- blöcken, Restaurants oder anderen Shops und haben meist eine bemerkenswerte Ar- chitektur.“ Für Bücherliebhaber und Samm-  TEXT MARTIN NOVAK „LONDON IST ZWEIFELLOS DIE GROSSARTIGSTE STADT DER WELT“, SAGT BORIS JOHNSON. ALS LONDONER BÜRGERMEIS- TER IST ER DA ABER VIELLEICHT NICHT GANZ OBJEKTIV. GENAUSO WENIG WIE SEINE PARISER KOLLEGIN ANNE HIDALGO, DIE LONDON NICHT SEHR CHARMANT „ALS VORSTADT VON PARIS“ BEZEICHNET HAT. HOTELTIPP LONDON: „Die Morgans Hotels sind eindringend und regelrecht umformend“, sagt Dagmar Noe, Gebietsleiterin von Morgans London. Für Morgans ist Design der Schlüssel, um beim Gast ein einmaliges Erlebnis zu erschaffen: „Gutes Design ist facettenreich, funktionell, innovativ, ästhetisch und inspirierend.“ Das Sanderson und St Martins Lane kreieren eine surreale Fantasie: Sie wirken stimulie- rend, charismatisch und kultig auf den Gast ein. Das Sanderson ist in der Nähe der Ox- ford Street und des bunten Multikulti-Viertels Soho beheimatet, das St Martins Lane liegt am Covent Garden. ler empfiehlt er die Passage Verdeau und für Gourmets die Passage des Panoramas mit ihren außergewöhnlichen Restaurants. Und die elegante Galerie Vivienne mit weit über zwei Dutzenden luxuriöser Boutiquen und wundervollen Bodenmosaiken. Der Modeprofi Stephan Lanzer (er hat in Pa- ris gearbeitet und führt einen Mode Store in Graz namens Knilli) rät dazu, die Vorstädte aufzusuchen, wo sich die echten „Geheim- tipps“ befinden. Und in Paris natürlich Colet- te, den ersten Concept Store der Welt. Und in London? „Harrods, natürlich.“ Das ist aber kein Geheimtipp … Und wer gewinnt nun das Match tatsäch- lich, Paris oder London? Da gibt es keine eindeutige Antwort, außer man ist Fußball- fan: Gegen Arsenal, Chelsea, Crystal Palace und Co. ist Paris SG nur zweiter Sieger. Für alle anderen gilt: Es bleibt beim Remis, man muss in beiden Metropolen gewesen sein, und das nicht nur einmal. STOP PARIS: LONDON / MOVING CITIES / HOTELTIPP PARIS Ganz und gar nicht versteckt – und zwar ganz in der Nähe des Triumphbogens – findet sich das Hidden Hotel von Philippe Vaurs (Elegancia Hotels). Ausgestattet mit naturbelassenen, noblen Materialien trumpft es mit seiner warmen Atmosphäre auf. „Je- des meiner Hotels erzählt seine eigene Ge- schichte. Das Design hilft ihm dabei“, erklärt Vaurs. Und diese Geschichte wurde beein- flusst von unterschiedlichen Designern, von Architekten und natürlich Vaurs selbst: „Wir alle hatten die Möglichkeit, unseren eigenen Stil einzubringen. Daraus entstanden sind lebendige Konzepte, die Emotionen beim Gast wecken.“ Als „pulsierend und schick“, beschreibt Vaurs sein neuestes Hotel La Parizienne. Elegancia Hotels sind Design- und Bouti- quehotels. Jedes Haus hat seinen individu- ellen Stil, jedoch verbindet alle eine gemein- same Leidenschaft, nämlich dem Gast ein einzigartiges Erlebnis zu bieten. STOP Morgans Hotels in London Sanderson St Martins Mondrian Elegancia Hotels in Paris Hotel Crayon Rouge Hotel Odyssey Hôtel Crayon Seven Hotel Das Five Hotel One by the Five Hôtel La Parizienne Legend Hotel Idol Hotel Hôtel WO Hôtel Félicien Hidden Hotel Hôtel Armoni mehr Informationen unter: www.lifestylehotels.net/london www.lifestylehotels.net/paris Philippe Vaurs Inhaber Elegancia Hotels Dagmar D. Noe Morgans Hotel Group 1. 2. 3. 4. Foto: Shuttertock
  • 5. ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 9 Kew Gardens sind ganz einfach ein Phänomen für sich. Knapp 45 Minu- ten mit der U-Bahn (District Line) vom Zentrum Londons entfernt, erstreckt sich ein Anwesen der Superlative: „Kew“ ist das pralle Leben – und wie dem Leben überhaupt kann man sich Kew Gardens von allen möglichen Per- spektiven aus genussvoll nähern: Ob akademisch gebildete BotanikerInnen sich in der Samendatenbank samt zu- gehörigem Know-how verlustieren, ob KunstliebhaberInnen angesichts tau- sender botanischer Gemälde und Zeich- nungen in höchster Qualität nicht mehr aus dem Schwärmen herauskommen, ob GartlerInnen in diesem Vatikan der Botanik ihre Glaubensbekenntnisse fort- während erneuern, ArchitektInnen Lust verspüren, etwas über historische und moderne Glashäuser vom Feinsten zu lernen, oder ob schlicht und einfach ge- stresste Normalsterbliche eine Kurzvisite im Paradies samt zugehöriger Regenera- tion nötig haben: Kew Gardens bringt’s. Allen und immer. Darauf können Sie sich verlassen. DAS PRALLE LEBEN Kew ist ein Park. Und zwar ein außergewöhnlich großer, historisch gewachsener mit extremer Ex- pertise weiterentwickelter, wunderschöner Landschaftsgarten, in dem es sich roman- tisch spazieren lässt – ob nun der Sinn nach „Wald“ – in Kew nennen sie das na- türlich Arboretum und er ist auch ein treff- liches – oder Wiesen mit Gartenbänken in den beschaulichsten Settings, nach einer einen Kilometer langen Palmenallee (sie ist 135 Jahre alt) oder nach formalen Gärten, nach einem Rosengarten oder nach Rho- dodendron (700 Exemplare), nach Bam- bus-, Flieder(!)- oder Azaleengärten steht: In Kew gibt es all das unmittelbar neben- einander. Kew ist eine Sammlung von Glashäusern. Das größte nach wie vor existierende und exzellent funktionierende viktorianische Palm House (1849) ist dort ebenso zu finden wie das Princes of Wales Conser- vatory (1987) mit gigantischen zehn Kli- mazonen, von der Wüste bis zum schwüls- ten Regenwald unter einem Dach – nein, tatsächlich sind es zig kühn verschränkte Dächer –, das kleine, aber im wahrsten Sin- ne des Wortes extrem steile Davies Alpine House (2006) oder Richard Turners Water- lily House (1852): Wem jedes Grün im Dau- men absolut abgeht, der kann sich in bau- liche Besonderheiten versenken – statisch, technisch, architektonisch, energietech- nisch, ökologisch. Oder sich ein kleines Work-out durch die Besteigung der histori- schen chinesischen Pagode verschaffen – offenbar war Augusta von Sachsen-Gotha- Altenburg (1719-1772), die den Ausbau von Kew Gardens von einem blanken „Lustgar- ten“ in die botanische Höchstform verant- wortete, ein Fan chinesischer „Accessoires im größeren Stil“. Kew ist ein botanischer Garten. Das bedeutet, dass Orchideen-Fans (Kew hat die weltweit größte Anzahl von Orchi- deen-ExpertInnen in einer Institution auf- zuweisen), LiebhaberInnen alpinen Pflan- zen, Pflanzen jedweder Regenwälder auf der Welt, Palmen, Wasserpflanzen usw. – buchstäblich von der hutzeligsten Flech- te bis zur großblütigsten Pflanze der Welt / KONTRAST LONDON /  TEXT JASMIN NOVAK Foto: Conclusio Foto: Hotel The Crystal 2. Foto: Shutterstock MAG SCHON STIMMEN: LONDON IST OFT GRAU UND NEBLIG – FEUCHT UND KÜHL SOWIESO. WEGEN DER KLIMATI- SCHEN QUALITÄTEN KÄMEN WOHL NUR BERUFSDEPRESSIVE AUF DIE IDEE, DIE METROPOLE DER BRITEN AUFZUSU- CHEN. VIELLEICHT WAR DAS AUCH FRÜHER SCHON SO. DENN DIE BRITEN HABEN SICH – NUR EIN PAAR KILOMETER VOM QUIRLIGEN, VERKEHRSCHAOTISCHEN ZENTRUM ENTFERNT – SCHON VOR MEHR ALS 200 JAHREN EINEN ORT GESCHAFFEN, IN DEM DAS PRALLE LEBEN SPRIEST – UND ZWAR 365 TAGE IM JAHR: DIE KEW GARDENS SIND IMMER IN BESTFORM – WIE DAS VON EINEM VERITABLEN PARADIES AUCH ZU ERWARTEN IST. KEW GARDENS DER FRIEDHOF DER LEBENDEN / KONTRAST PARIS / CIMETIERE PÈRE LACHAISE mehr Informationen unter: www.kew.org Das 20. Arrondissement ist nicht gerade der eleganteste Teil von Paris. Das Arbei- terviertel hat immer auch schon Einwan- derer angezogen – aus Italien, Polen, Spa- nien, China, Nord- und Schwarzafrika. Die kulturelle Mischung übt auch ihre Faszina- tion aus. Hier, in Belleville, wurde Edith Piaf geboren. Und hier kann ist sie immer noch zu finden, mehr als 50 Jahre nach ihrem Tod: Ihr Grab ist eines von vielen, die den Friedhof Père Lachaise zu einem besonde- ren Anziehungspunkt für Paris-Besucher machen. Mehr als drei Millionen Gäste spa- zieren jedes Jahr über den weitläufigen, 43 Hektar großen Friedhof – damit gehört er zu den größten Attraktionen von Paris, auch wenn er mit den sieben Millionen, die der Eiffelturm jährlich anzieht, nicht ganz mithalten kann. Vom Eiffelturm und anderen touristischen Highlights der Stadt unterscheidet ihn auch, dass an den fünf Eingangstoren kein Eintritt verlangt wird. Allerdings gibt es professionelle Führungen, eigene Fried- hofspläne mit den Gräbern der größten Berühmtheiten in mehreren Sprachen, sor- tiert nach Gruppen (Musiker, Schauspieler, Frauen …), und eine eigene Besucher- Website. Angelegt ist der 1804 gegründete Père Lachaise im Stil eines englischen Land- schaftsgartens, mit großen Bäumen und viel Grün. Und auch wenn viele Touristen durch das Wegenetz strömen, das den Friedhof durchzieht, ist es doch niemals laut. Der Atmosphäre eines Friedhofs kön- nen sich auch jene nicht entziehen, die nicht zum Trauern hergekommen sind, sondern zum Schauen und Fotografieren. Küsse am Grabstein Eines der meistbesuchten Gräber ist das des „Doors“-Sängers Jim Morrison. Das Grab ist eher schlicht. Zahllose Kerzen und Blumen, aber auch Graffitis, Schnapsfla- schen, ja sogar Unterwäsche, „verzieren“ die Pilgerstätte. Während der gesamten Öffnungszeit des Friedhofs ist sie von Fans regelrecht umlagert, die gelegentlich auch vor Ort ein Gelage veranstalten, um ihres Idols zu gedenken. Auch andere Gräber sind Anziehungs- punkte, wenngleich es dort etwas ruhiger zugeht. Da ist die Grabstätte des Carmen- Komponisten George Bizet oder die von Frédéric Chopin, der selbst als polnischer Einwanderer nach Paris kam. Der Grab- stein des Schriftstellers Oscar Wilde wurde 2011 von Lippenstiftspuren gereinigt, die küssende Fans dort hinterließen, seither steht er unter einem Glassturz. Die Liste der berühmten Toten ist lang und umfasst nicht nur Künstler. Auch der Au- tomobilkonstrukteur Ettore Bugatti, der Berühmtheiten im Père Lachaise Honoré de Balzac George Bizet Ettore Bugatti Maria Callas Claude Chabrol Frédéric Chopin Eugène Delacroix Max Ernst Samuel Hahnemann Jean de La Fontaine Jean-Baptiste Molière Jim Morrison Georges Moustaki Imre Nagy Edith Piaf Marcel Proust Gioacchino Rossini Simone Signoret und Yves Montand Getrude Stein Oscar Wilde Berühmte Gräber. Oben: Oscar Wilde, Rechts: Jim Morrison Foto: Shutterstock mehr Informationen unter: www.pere-lachaise.com voll auf ihre Rechnung kommen. Raritäten ohne Ende – die höchste Indoor-Palme steht ebenso in Kew wie die älteste (noch ganz, ganz vitale) Topfpflanze der Welt. Jahr für Jahr wird die größte Seerosen- Blüte der Welt (Durchmesser knapp über 1 Meter) natürlich hier gezogen – die kleinste (sie wäre ohne die hiesigen BotanikerIn- nen schon ausgestorben) aber auch. Auch wunderschön: „The old lion“ – ein 1762 ge- pflanzter Ginko – je nach Jahreszeit zeigt er die unglaublichsten Farben. Apropos Farben: Für HöhenphobikerInnen ein biss- chen heikel (aber sie sollten es dennoch versuchen, weil Exposition hilft – und in diesem Fall sind die Umstände besonders lohnend): In Kew gibt es einen Baumpfad, auf dem sich zwischen den Wipfel der Bäu- me spazieren lässt. Nicht nur, dass es „dort oben“ anders riecht als am Boden, die Bäume zeigen auch andere Farben – und die Landschaft sowieso. Kew ist ein Tiergarten. Was uns zum Endpunkt dieser Reise durch das Paradies bringt, und zwar zu den vielen Tieren, die in Kew Gardens le- ben: Damit sind nicht so sehr die unzähli- gen Vögel gemeint, die sich am Baumpfad trefflich beobachten lassen, sondern vor allem zigtausende wunder-, wunderschö- ne Schmetterlinge in den Glashäusern und – ZoologInnen jubeln vermutlich auf – die vielen Echsen, Geckos usw., die ebendort zuhause sind (man verzeihe die Kürze an dieser Stelle, die Autorin hat´s nicht so mit Reptilien…). Relax. Escape. Unwind. Damit wirbt Kew Gardens. Und genau das ist das Resultat einer Stippvisite im Para- dies. STOP deutsche Arzt und Entwickler der Homöo- pathie, Samuel Hahnemann, sowie der ehemalige ungarische Ministerpräsident Imre Nagy haben hier ihre Gräber. Für Letzteren, er wurde nach dem Ungarnauf- stand 1956 hingerichtet, dient der Cimeti- ere Père Lachaise allerdings nur als sym- bolische Erinnerungsstätte. Die Leiche des im Kommunismus in Ungnaden gefallenen Politikers wurde tatsächlich in einem Mas- sengrab – und nach seiner Rehabilitierung dann auf einem Friedhof in Budapest – be- stattet. Nach dem Besuch dieses stillen Ortes tut ein Sprung ins Zentrum der Stadt vielleicht ganz gut: Der Friedhof liegt zwar abseits der üblichen Touristenpfade, aber dank der Pariser Metro ist der Eiffelturm von dort in einer guten Dreiviertelstunde erreichbar – und damit das großzügige Stadtbild, das der Stadtplaner Georges-Eugène Hauss- mann Paris im 19. Jahrhundert verpasst hat. Und dort erinnert man sich vielleicht daran, gerade noch sein Grab in der Ave- nue Latérale du Nord auf einem der be- rühmtesten Friedhöfe der Welt gesehen zu haben. STOP 1. EIN FRIEDHOF ALS RÜCKZUGSORT FÜR LEBENDE? DAS KLINGT AUFS ERSTE ZIEMLICH MORBID. DER „CIMETIERE PÈRE LACHAISE“ IM MULTIKULTURELLEN 20. ARRONDISSEMENT IST GENAU DAS. DAS STILLE STÜCK NATUR IN DER FRANZÖSI- SCHEN KAPITALE BEHERBERGT DIE GRABSTÄTTEN ZAHLREICHER BERÜHMTHEITEN ALLER EPOCHEN, VON HONORÉ DE BALZAC ÜBER EDITH PIAF BIS JIM MORRISON. TEXT MARTIN NOVAK 8 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ / ISSUE NO 02 / 2015 /
  • 6. ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 1110 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ / ISSUE NO 02 / 2015 / 3. 4. 7. 9. Foto: Klaus Vyhnalek / GRAZ / DIE STADT ERKUNDEN Der Klassiker führt 1,5 Stunden durch das repräsentative Graz. Die engen Gassen der Altstadt gehören ebenso dazu, wie impo- sante Bauten und die moderne Architektur. Kulinarische Stadtrundgänge: Wer nicht nur schauen, sondern auch schmecken will und mehr Zeit hat, ist hier richtig. Die kulinarischen Stadtrundgänge am Samstag und Sonntag stehen unter dem Motto „schlemmen und schlendern“. Vom urigen Bauernmarkt, über den Bra- GEFÜHRTE STADTRUNDGÄNGE SIND DIE BESTE FORM, EINE STADT „KUNDIG“ ZU ERLEBEN. NEBEN DEM KLASSIKER GIBT ES ABER AUCH SPEZIALANGEBOTE, DIE AN ORTE FÜHREN, DIE MAN SONST KAUM ENTDECKEN WÜRDE. Foto: Klaus Vyhnalek ten, wie aus Großmutters Küche bis hin zum köstlichen Dessert wird alles geboten. Zusätzlich gibt es am Freitagabend die Va- riante Bierrundgang. Abendführung: Im Dämmerlicht hat die Stadt ein beson- deres Flair. Im Sommer gibt es daher einen speziellen Abendrundgang, bei dem man auch die Lichtsignale am Grazer Kunst- haus bewundern kann.  ANDERE STÄDTE, ANDERE TOUREN Kopenhagen bietet eine Radtour an. 12 Kilo- meter Geschichte und Kultur wären zu Fuß auch kaum in einem Stück zu bewältigen. London bietet eine Tour an, bei der es nur um die spektakuläre Street-Art der britischen Hauptstadt geht. Eine etwas andere Tour in Amsterdam führt in das Rotlichtviertel. Für Kinder ist sie eher nicht geeignet. Eine Besichtigung der Kanalisation gefällig? Die gibt es in Paris und als 3. Mann Tour (benannt nach dem gleichnamigen Film mit Orson Welles in Wien). Eine Tour in Trabis aus der ehemaligen DDR, die dem Verlauf der Berliner Mauer folgt? Gibt es – natürlich in Berlin. Eine Nachtwächtertour, die in die dunklen Winkel der Stadt führt, gibt es in München. Der Guide trägt die historische Nachtwächter- kleidung. In Barcelona führen Obdachlose Touristen durch ihre Welt. „Beyond Budapest“ heißt eine Tour in der ungarischen Hauptstadt. Besucht werden ansonsten unzugängliche Hinterhöfe und Privatgärten. In Frankfurt am Main gibt es eine Führung auf den Spuren der „Edelhure“ Rosemarie Nitri- bitt, deren Leben und ungeklärte Ermordung unter dem Titel „Das Mädchen Rosemarie“ verfilmt wurde. / STEFAN WILLENSDORFER / Die markant gegliederte Alufassade behaup- tet sich gut im Umfeld der imposanten Bau- ten, wie etwa der Grazer Messe Stadthalle, und vermittelt schon von außen den Eindruck von Großzügigkeit, Weiträumigkeit und Dy- namik, der sich im Inneren durch ein inter- essantes Farbkonzept und eine gelungene Aufteilung der Räume fortsetzt. Außerdem gibt es drei flexibel gestaltbare, ebenerdige Seminarräume und das Restaurant „atelier“ mit internationaler Küche und einer Bar, die 24 Stunden geöffnet hat. Städte- und Busi- nessreisenden bietet das Budget Design Ho- tel neben dem extravaganten Ambiente auch eine ausgezeichnete Lage und Verkehrsan- bindung – in Graz direkt im Messequadran- ten der Stadt. Die Anbindung zum Flughafen befindet sich in der Nähe und die Altstadt ist „nur einen Steinwurf“ entfernt. Hoteldirektor Willensdorfer über Graz: „Mo- dern,jungundbunt,aberauchehrwürdigund geschichtsträchtig – Graz hat viele Gesichter: So hat die UNESCO die Stadt an der Mur zur „City of Design“ erhoben, ebenso wie sie die Grazer Altstadt wegen des architektonisch einzigartigen Stadtkerns in ihr Weltkulturer- be aufgenommen hat. Graz ist der Kultur- Hotspot im Südosten Österreichs! Hier die spacige, schwimmende Murinsel und das nicht minder futuristisch anmutende Grazer Kunsthaus, dort der ehrwürdige Grazer Dom mit seinem spätgotischen Hauptportal oder die mittelalterliche Hofstätten-Anlage.“ Fest steht: Graz lässt viel Raum für Kultur im All- gemeinen und für modernes Design im Spe- NACH DEM ROOMZ VIENNA WURDE DIE BUDGETHOTEL-GESCHICHTE IM JAHR 2012 MIT DER ERÖFFNUNG DES ROOMZ GRAZ FORTGESETZT. INNOVATIVE ARCHITEKTUR UND MODERNES FLAIR VERBINDEN SICH BEI DEN ROOMZ HOTELS MIT FUNKTIONALITÄT UND EINEM FÜR STÄDTE- SOWIE BUSINESSREISENDE HERAUSRAGENDEN PREISNIVEAU. ROOMZ ENERGETISIERT v.l.n.r. Stefan Willensdorfer, Dr. Thomas Schartel Foto: MQ Hotelbetriebs GmbH, Dir. Willensdorfer ziellen. Gäste des roomz graz haben neben dem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis auch den Vorteil, dass die gesamte Liegen- schaft in der Bauphase entstört und energe- tisiert wurde. STOP mehr Informationen unter: www.lifestylehotels.net/roomz-graz mehr Informationen unter: www.graztourismus.at Schlossbergrundgang: Das Wahrzeichen von Graz verdient eine eigene Tour auf den Berg (es wird aber gefahren): Uhrturm, Glockenturm Co. werden von außen und innen erkundet. Individueller Rundgang: Wer allein, aber nicht einsam durch die Stadt spazieren will, erhält einen Audiogui- de. Über die Geschwindigkeit kann man dann selbst entscheiden. Hofhalten: Die Innenhöfe der Altstadt sind Legende. Und wie viele davon es tatsächlich gibt, überrascht selbst die Einheimischen! Weitere Touren: Nicht nur die Themen sind beliebig erwei- terbar, auch die benützten Verkehrsmittel können für Abwechslung sorgen. Zu Fuß, per Fahrrad, per Segway, per Cabrio-Bus, per Oldtimerstraßenbahn…STOP Foto: Schiffer
  • 7. ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 1312 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ / ISSUE NO 02 / 2015 / / GRAZER IN LINZ / Linz hat in den letzten Jahren stark auf- geholt. „Durch die Ernennung zur Kul- turhauptstadt Europas im Jahr 2009 hat sich das Stadtbild verändert. Statt grauer Industriegebäude hat sich eine Metropole für Kunst und Kultur entwickelt“, sagt Mat- thias Iberer. Derzeit leben Menschen aus 140 Nationen in Linz – dementsprechend breit ist auch das kulinarische Angebot. Iberer: „An Linz liebe ich die Donau be- sonders. Sie bringt Ruhe und Natur in die Stadt – und bietet wunderbare Joggingrou- ten.“ Außerdem an der Donaulände: Das Lentos-Kunstmuseum, das Ars Electronica Center – auch bekannt als das Museum der Zukunft – und das Brucknerhaus, wo jedes Jahr im Herbst das Brucknerfest, neben den Wiener Festwochen und den Salzburger Festspielen fixer Bestandteil der österreichischen Hochkultur, stattfindet. Was die Donau für Linz ist, ist die Mur für Graz. Auch die Kulturhauptstadt des Jah- res 2003 hat ihren Fluss mit der Murinsel und dem Kunsthaus mitten in der Stadt. „Das Besondere ist für mich jedoch der historische Teil von Graz: die Altstadt und der Schlossberg. Am meisten vermisse ich, dort gemeinsam mit meiner Freundin und unserem Sohn spazieren zu gehen und die kulinarische Vielfalt zu genießen“, erzählt Matthias Iberer. Seine Heimat be- sucht er daher mehrere Male im Jahr, um Freunde und Familie zu besuchen und sich durch die steirische Küche zu kosten. Da- für ist Graz, auch offizielle GenussHaupt- stadt Österreichs, bestens geeignet: Vom El Gaucho, über die Scherbe mit in- und DER ÖSTERREICHISCHE EISHOCKEY-NATIONALSPIELER MATTHIAS IBERER KENNT DIE WELT. UND ER KENNT GRAZ UND LINZ, WEIL ER IN BEIDEN STÄD- TEN BEI DEN GRAZER 99ERS UND BEIM LINZER EHC, ALS PROFI GESPIELT HAT BZW. SPIELT. DAHER KENNT ER AUCH DIE BEIDEN ÖSTERREICHISCHEN KULTUR- HAUPTSTÄDTE. VON EINER KULTURHAUPTSTADT IN DIE NÄCHSTE 1. Foto: Lee Ann Jarrett Fotografie 2., 3. Foto: EHC Liwest Black Wings Linz/Eisenbauer Foto: Getty Images 2.  TEXT NICOLE SCHWAR  STECKBRIEF MATTHIAS IBERER 29 Jahre alt geboren in Graz, lebt derzeit in Linz Stürmer beim EHC Liwest Linz  SPORTLICHE ERFOLGE - Teilnahme an den olympischen Spielen in Sotchi 2014 - Wiederaufstieg in die A Gruppe bei den Weltmeisterschaften der Div. 1 in Südkorea 2014  HOTELTIPPS IN GRAZ - Roomz Graz - Augartenhotel art design  HOTELTIPPS IN LINZ - Spitz Hotel - Hotel am Domplatz ausländischen Spezialitäten bis hin zu Hau- benlokalen, wie dem Eckstein am Mehl- platz. Auch kulturell steht die Stadt an der Mur jener an der Donau in nichts nach – im Gegenteil: Mit der Diagonale im März, der Styriarte im Juli und dem Steirischen Herbst im selbigen sind die Grazer und ihre Touristen gleichermaßen das ganze Jahr über gut versorgt. STOP 1. 2. DIE ZEIT, EIN AUTO GEHÖRIG ZU TESTEN, HABEN WENIGE MENSCHEN. SCHÖN, DASS ES HOTELS GIBT, IN DENEN MAN GANZ NEBENBEI EIN TRAUMAUTO ZUR PROBE ZU FAHREN KANN – VÖLLIG ENTSPANNT. GEHT DAS? –JA, DAS GEHT! RELAX AND DRIVE Das Design-Hotel in Längenfeld (Tirol) ist das erste Vollholz-Hotel in Österreich mit „Verwöhnpension“. Diese beinhaltet neben 5-gängigen Genießermenüs und einem wöchentlichen Galadinner auch ein großes Wellness-Angebot. „Ideal um herunter- zufahren und sich verwöhnen zu lassen“, schwärmt ein zufriedener Gast auf der Web- site. Mit herunterfahren ist hier zwar der per- sönliche Stresspegel gemeint, seit kurzem gibt es aber tatsächlich ein Service-Angebot mit dem man fahren kann: Gäste haben die Möglichkeit, einen BMW X5 auszuleihen, um die Gegend zu erkunden. STOP NATURHOTEL WALDKLAUSE Das Art Ski-In Hotel Hinterhag in Saalbach (Salzburg) steht für „Außergewöhnlichkeit“ – damit ist nicht nur das Konzept aus Kunst und Altholz gemeint, sondern auch der Ski- Drive In: Eine eigene Skipiste führt direkt ins Hotel. Die Freude am Fahren genießen die Gäste nicht nur auf der Piste, sondern auch auf der Straße: Der neueste BMW kann hier den ganzen Tag lang geliehen werden. Ex- quisite Kulinarik und erlesene Weine runden die perfekte Erholung ab. STOP ART SKI-IN HOTEL HINTERHAG Das Kronthaler liegt auf rund 1.000 Höhen- metern über den Dächern von Achenkirch (Tirol). Der atemberaubende Panoramablick des Vier-Sterne-Superior-Hotels wird vom kristallklaren Achensee und der Bergketten des Karwendel- und Rofangebirges be- stimmt. Das Hotel liegt bewusst an diesem Ort, an dem die Kräfte der Natur, das Kom- men und Gehen von Urmeeren und Eiszei- ten und die einzigartige Vielfalt spürbar und erlebbar sind. Dank der Lage inmitten des DAS KRONTHALER Wander- und Alpinsportgebiets und im Win- ter direkt an der Skipiste ist Das Kronthaler ein ideales Basislager für Aktivurlauber. Zu- sätzlich haben die Gäste hier nun auch die Möglichkeit, einen sportlichen und zugleich eleganten BMW zu testen. Hoteldirektor Günther Hlebaina: „Die Gäste empfinden es als großen Mehrwert, dass sie den BMW bei uns zur Probe fahren können. So kann die alpine Erfahrung mit jener des Fahrvergnü- gens kombiniert werden.“STOP Foto: Hotel Waldklause Foto: Das Kronthaler Foto: Hotel Hinterhag 3.
  • 8. ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 1514 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ / ISSUE NO 02 / 2015 / / CITIES OF DESIGN / „Es ist ein ein reich bebildertes Lesebuch, das so genannte harte Fakten mit persön- lichen Eindrücken und subjektiven Sicht- weisen kombiniert“, sagt Stocker über das Buch, gleichsam eine andere Art von Reiseführer. Nicht nur die bekannten Se- henswürdigkeiten stehen im Mittelpunkt, sondern oft verborgene, gleichzeitig über- raschende Zugänge. Natürlich ist Seouls der Dongdaemun De- sign Plaza, kurz DDP, von Stararchitektin Zaha Hadid, ein neofuturistisches Gesamt- kunstwerk im Stadtteil Dongdaemun, die Besucher dank ihrer spektakulären archi- tektonischen Gestaltung in den Bann zieht, ein Bestandteil. Aber auch eine Einrichtung für Demenzkranke. Palermo – nicht die Stadt auf Sizilien – son- dern der Stadtteil in Buenos Aires, hat mitt- lerweile auch Eingang in die Mainstream- DER HISTORIKER, KULTURWISSENSCHAFTLER UND AUSSTELLUNGSREGIS- SEUR KARL STOCKER (GRAZ, KASSEL, ISTANBUL, KREMS) HAT VIELE DER CITIES OF DESIGN BEREIST UND AUS DIESEN RECHERCHEN EIN BUCH GE- SCHRIEBEN: „THE POWER OF DESIGN“. EINE NEUE ART DES LEBENS  TEXT MARTIN NOVAK Reiseführer gefunden. Vor 15 Jahren war Palermo aber noch ein sozialer Brennpunkt, bevor die Bewohner die Sache selbst in die Hand nahmen und den heruntergekomme- nen, historischen Bezirk zu pulsierendem Leben erweckten – mit Geschäften, Bars, Galerien und Ateliers. „Überall wird versucht, mit Design die Stadtentwicklung zu dynamisieren und da- mit auch – ich darf es hier, wissend, dass es nicht immer so ist, dennoch optimistisch formulieren – Rahmenbedingungen für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung zu schaffen“, sagt Karl Sto- cker. Japanische Städte steigen mit Hilfe von Design nach Naturkatastrophen wie der Phönix aus der Asche. Das alte Kobe, schon im 19. Jahrhundert das Eingangstor zu Japan für die westliche Welt, hat sich nach dem Erdbeben 1995 mit Hilfe der Kreativität seiner Bewohner gleichsam neu erfunden, ohne seine Wur- zeln zu kappen. In jeder Stadt hat Stocker Design-affine Menschen getroffen und mit ihnen ge- sprochen, in Berlin etwa den Manager und Design-Experten Jochen Sandig, der aus dem beschaulichen Baden-Württemberg in die deutsche Metropole kam. Er ist von der Kraft des Designs überzeugt: „Heu- te orientieren sich London und New York mehr an Berlin als umgekehrt“, sagt er über seine Stadt, „wir sind so etwas wie ein Zu- kunftslabor“. Oder Saint-Etienne, früher ein reines Indus- triegebiet, das wirtschaftlich an Bedeutung und Hoffnung verlor: „Design trägt zu einer neuen Art des Lebens bei“, protokollierte Karl Stocker dort die Worte der kommuna- len Design-Managerin Nathalie Arnoud. In Graz entdeckte Karl Stocker keines der zeitgenössischen Bauten, wie etwa das Kunsthaus, das für die Kulturhauptstadt 2003 errichtet wurde, als herausragendes Design-Beispiel, sondern das in den Bo- den der Innenstadt eingelassene Orientie- rungssystem für Menschen mit Sehbeein- trächtigung – das „Graz-T“. Und in Shanghai fand er eine gebürtige Österreicherin aus Schladming, Ulrike Koller, die für das Berliner Architekturbüro TRIAD an der Weltausstellung 2010 mitar- beitete: „Eine City of Design soll eine hohe Lebensqualität haben, die sich nicht nur in der kulturellen Landschaft widerspie- gelt, sondern auch in den Maßnahmen für eine nachhaltige Stadtplanung und kongeniale Architektur, genauso wie in der Attraktivität der öffentlichen Räume und einer funktionierenden Verkehrs- infrastruktur“, formulierte sie ein allge- meingültiges Design-Prinzip. STOP Berlin und St. Etienne, Helsinki und Graz, Buenos Aires und Turin haben etwas ge- meinsam: Sie sind offizielle Cities of Design im Creative Cities Network der UNESCO. Der Programmkoordinator, der Grazer Eberhard Schrempf, sieht in diesem Titel einen „tollen Brand“, den jede Stadt für sich nutzen kann, aber auch muss. Für Metropolen, so Schrempf, sei die Bedeu- tung eine andere als für „second cities“: „Große Städte haben viele Identitäten“, da sei „City of Design“ oft nur ein Randaspekt. Für kleinere Städte entstehe aber eine gro- ße Chance: „Sie können Vibrance Cities werden, wo es brodelt.“ Außen und Innen Für Schrempf ist es wichtig, dass Design nicht als Oberflächenbehübschung und Feuerwerk verstanden und inszeniert wird, sondern einer „stetigen Entwicklung“ un- terliegt: „Es geht um Inhalt und Verpackung – wie viel Produktwahrheit produziere ich?“ Hier haben kleine Städte einen Vorteil. Wenn unbefangene Besucher von außen kommen und (nicht nur sich selbst) die Frage stellen ‚wo ist das Design?‘, finden sie sich in der Überschaubarkeit einer klei- neren Stadt eher zurecht. Graz etwa bietet geführte Design-Rundgänge an, die es in Berlin nicht gibt. Wobei die Außenstehen- den auch einen schärferen Blick haben und Auffälligkeiten wie die Hallengestaltung des Grazer Hauptbahnhofs oder die vom New Yorker Künstler und Designer Vito Acconci gestaltete, künstliche Insel in der Mur (dem Fluss, der durch Graz führt), intensiver wahrnehmen als die Bewohner selbst. Katholisch und Protestantisch Grundsätzlich geht es aber darum, Design im genetischen Code einer Stadt zu veran- kern. Welche Stufe der vierstufigen, euro- päischen Designleiter, die von „no design“ über „styling“ und „Design als Prozess“ bis zur höchsten Stufe „Design als Strategie oder Innovation“ reicht, überhaupt erklom- men werden kann, hängt auch vom kultu- rellen Kontext ab: „Je katholischer, desto oberflächlicher“ ist Schrempfs Theorie. Während vorwiegend katholische Regi- onen (vereinfacht: der Süden) durch „viel Gold und Prunk“, durch „Hülle ohne Inhalt“ charakterisiert seien, dringe das Design in den protestantischen Regionen des Nor- dens eher in das tägliche Leben ein. Weltweit gilt das aber nur bedingt: Das bra- silianische Curitiba, mit 1,8 Millionen Ein- / CITIES OF DESIGN / WELTWEIT DÜRFEN SICH 16 STÄDTE ALS UNESCO CITY OF DESIGN BEZEICHNEN. JEDE GEHT ANDERS DAMIT UM. JEDE STADT IST ANDERS  TEXT MARTIN NOVAK  UNESCO CITIES OF DESIGN: Beijing Berlin Bilbao Buenos Aires (Bild links) Curitiba Dundee Graz Helsinki Kobe Montréal (Bild oben) Nagoya Saint-Etienne Seoul Shanghai Shenzhen Turin  KARL STOCKER The power of design. A journey through 11 UNESCO Cities of Design. Springer Verlag, Wien, New York.  EBERHARD SCHREMPF Programmkoordinator des internationalen UNESCO City of Design-Netzwerkes: „Design im genetischen Code verankern“ wohnern die siebentgrößte Stadt des Lan- des und eine der jüngsten „Cities of Design“, hat über die letzten Jahrzehnte ein völlig neues Verkehrs-„Design“ entwickelt und damit das Bild der Stadt völlig verändert. Design-Tipp Die Stadt Graz veranstaltet im Mai 2015 bereits zum siebenten Mal den „Design- monat“. Das Thema Design durchzieht in diesem Monat die gesamte Stadt. Mon- tréal wird als Partner-„City of Design“ Gast sein. STOP www.designmonat.at Die Fußgängerbrücke Puente de la Mujer in Buenos Aires Foto: Shutterstock Montréal: Die Partnerstadt des Designmonat Graz 2015. Foto: Shutterstock
  • 9. ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 1716 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ Die Kreativität spiegelt sich im Inne- ren des Hotels wider: Jedes Zimmer erzählt seine eigene Geschichte – von einer Hochzeit, einer Tanzstunde, ei- nem Kinofilm, … – und lädt seine Gäste ein, in diese einzutauchen. Entwickelt wurde das Konzept von einer Gruppe junger Künstler aus den Bereichen Fo- tografie, Grafik und Design. Wichtige Protagonisten der Geschichten sind – die Stühle: der George G. Sowden- Stuhl im Kino, der von Phillipe Starck in der Tanzstunde oder der weiße von Verner Panton bei der Hochzeit (natür- lich in der Rolle der Braut) – Phantasie ohne Grenzen. „Design ist ein Teil unseres Lebens, es soll uns inspirieren und kann – wenn es richtig eingesetzt ist – ein einmaliges Erlebnis schaffen“, so Edit Rozsos, Ho- teldirektorin und Co-Gründerin. Sie war von Anfang an mit dabei und hat auch die Herausforderungen während der Bauphase gemeistert: Ein Wasserturm aus dem Mittelalter im Fundament – aus- gegraben und renoviert – wurde in den Bau integriert und stellt durch den Glas- boden der Lobby sichtbar den erstaunli- chen Kontrast zur modernen Architektur des Hotels dar. Was die Hoteldirektorin an Budapest liebt? „Dass ich die Vergangenheit eben- so spüre, wie die Gegenwart. Atemberau- bende Gebäude aus früheren Epochen neben moderner Architektur. Zwischen- drin die Donau, die Budapest in zwei Hälften teilt. Ich fahre morgens über eine Brücke zur Arbeit. Durch die Morgenson- ne erstrahlt der Fluss in bunten Farben und die Wellen spiegeln sich an den Fenstern unseres Hotels.“ STOP / LÁNCHÍD 19, BUDAPEST / EIN LEUCHTTURM AN DER DONAU Die Überreste des mittelalterlichen Wasserturms wurden in den modernen Meetingraum integriert. Foto: Attila Szabó and Miklós Bémer  EDIT ROZSOS LIEBLINGSPLÄTZE: - Gozsdu: Entertainment, gastronomischer und kultureller Hotspot - Rudas: Ein neues Spa mit einer großartigen Aussicht über die Stadt  DIE BESTE REISEZEIT: Von März bis November. Aufgrund des milden Klimas kommen aber auch im Winter immer mehr Touristen in die Stadt. DAS LÁNCHÍD 19 VERSPRICHT EINE ATEMBERAUBENDE AUSSICHT: VOM HOTEL AUF DIE DONAU, ABER AUCH VOM BUDA ROYAL CASTLE AUF DER GEGENÜBERLIEGENDEN SEITE ZURÜCK AUFS HOTEL. DENN DIE AKKORDEONARTIGE GLASFASSADE HOLT DAS SAGENHAFT SCHÖNE DO- NAUUFER IN DIE ZIMMER. Edit Rozsos, General Manager, Lánchíd 19 Budapest Woher kommen Ihre Nüsse? Wir verwenden für unsere Produkte nur Nüsse aus den dafür geeignetsten Her- kunftsländern – sei es die berühmte austra- lische Macadamia oder die spanische Man- del. Diese hochwertigen Rohwaren werden in traditioneller Handarbeit frisch zubereitet und von Kunden in der Hotellerie, Gastrono- mie und im Feinkostsegment sehr geschätzt. Auch Firmen nutzen gerne diese Möglichkeit, um ihren Mitarbeitern und Partnern eine klei- ne Aufmerksamkeit anzubieten. Wer dort auf den Geschmack gekommen ist, kann seinen Nussvorrat natürlich auch als Endverbraucher in unserem Online-Shop beziehen. Frisch zubereitet? Richtig – Nüsse von Kern gibt es nicht auf Lager. Sie werden erst nach Eingang der Bestellung bearbeitet. Das ist unsere Frische-Garantie. Warum haben sich Nüsse in Hotelbars eingebürgert? Nüsse passen einfach gut zu jedem Getränk und sind daher ein fester Bestandteil, wenn es darum geht, seinen Gästen einen angenehmen Abend zu bereiten. Welche Nüsse eignen sich besonders gut für Hotelbars? Würzige und salzige Varianten. Gerne genom- men werden dort etwa die Nussmischungen Sa- fari, Marrakesch-Mix, V.I.P. Curry oder der klassi- sche Bar-Mix. Ihre liebste Hotelbar? Es gibt so viele tolle Hotelbars, in denen ich gerne einen angenehmen Abend verbringe – mit einem Getränk und mit leckeren Nüssen! STOP / V8 HOTEL, STUTTGART / FÜR OLDTIMER UND YOUNGTIMER / HAMBURG / FRISCHE NÜSSE FÜR COOLE BARS In einem denkmalgeschützten Gebäude, in der MOTORWORLD Region in Stuttgart, präsentiert sich in Böblingen seit dem Jahr 2010 ein Themen- und Design- hotel, das rund um das Automobil konzipiert wurde. Die Gäste tauchen in eine für diesen Standort authentische Umgebung ein, voll von geschichtlichem Charme in- mitten von Oldtimern, Youngtimern, Sportwagen und Architektur. Das Konzept beinhaltet unter anderem zehn verschiedene Themenzimmer, wie die Werkstatt, die Tankstelle oder das Autokino sowie einen halben Liter Wasser bei der Abreise – ob dieser für das Fahr- zeug oder den Fahrer selbst bestimmt ist, kann spon- tan entschieden werden. Einen guten Überblick über die Region und Stuttgart, die Stadt „zwischen Wald und Reben“, lässt sich am Killesbergturm gewinnen. Shopping-freudige kom- men in der Königstrasse auf ihre Kosten.STOP Foto: KERNenergie Denis Burghardt, Geschäftsführer Simeon Schad, Inhaber V8 Hotel NÜSSE SIND IN HOTELBARS LÄNGST ZUR SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT GEWORDEN. BARKEEPER SERVIEREN SIE GESCHÄFTSREISENDEN ZUM FEIERABEND-BIER UND URLAUBERN ZUM COCKTAIL NACH EINEM ANSTRENGEN- DEN SIGHTSEEING-TAG. ABER WAS WISSEN WIR EIGENTLICH ÜBER DIESE NÜSSE? WO KOMMEN SIE HER? UND: WIE FRISCH SIND SIE? DENIS BURGHARDT VON KERN ENERGIE WEIS DIE ANTWORTEN. mehr Informationen unter: www.lifestylehotels.net/lanchid-19 mehr Informationen unter: www.lifestylehotels.net/v8-hotel Foto: Frank Hoppe mehr Informationen unter: www.kern-energie.com
  • 10. ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 1918 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ / ISSUE NO 02 / 2015 / Das Entree Im chinesischen Bad gibt es Kleidung vor Ort, die Gäste erhalten Handtücher. Zwischen Sträuchern und Palmen plau- dern Damen mit Frottee-Turbanen bei einer Tasse Tee – auf Wunsch rund um die Uhr. Der Heißraum Neben Sauna und Dampfbad gibt es verschiedene Sprudelbecken mit Mas- sagedüsen, ein Rosenblütenbad, ein Holzkohlebad oder ein duftendes chine- sisches Kräuterbad. Nicht jedermanns Sache ist das Ginsengbad: der gelbliche Schaum kann abschrecken, ist jedoch ein Qualitätszeichen – Synthetik-Zusätze schäumen weiß oder gar nicht, echter Ginseng hingegen gelb. Die Behandlungen Angeboten werden unterschiedliche Mas- sagen und Beauty-Behandlungen. Das rhythmische Klopfen der Hände der Mas- seure begleitet den Gast von Beginn an. Wer sich peelen lässt, darf nicht zimper- lich sein: Das „Scrubbing“ kann mitunter schmerzhaft sein, bis sich der Körper an die raue Berührung gewöhnt. Da in chinesischen Badehäusern die Ge- schlechter strikt getrennt sind, gibt es auch eigene Haar- und Hautpflegeräume für Männer und Frauen: Es wird gekämmt, ge- cremt, gebürstet und auch rasiert. STOP ZWISCHEN SEIFENSCHAUM UND GINSENG Das Entree Im traditionellen türkischen Hamam wird der Badegast in ein rot-weiß-kariertes Baumwolltuch (Pestemal) gehüllt und in das Herzstück des Bades geleitet: einen körper- warmen Raum, in dessen Kuppel sternför- mige Öffnungen eingelassen sind. Sie ahmt das himmlische Firmament nach und lässt ein wenig Licht einfallen. Hier wird das Wa- schungsritual vollzogen: Warmes Wasser wird mit Kupferschalen aus Marmorbecken geschöpft und über den Körper geschüttet. Der Heißraum Danach geht’s weiter in das Schwitzbad: Auf dem „Nabelstein“, einem Steinpodest, lockern sich die Muskeln und die Hautporen öffnen sich – kein Wunder, bei einer Tem- peratur von 50 Grad Celsius und einer Luft- feuchtigkeit von 60 Prozent. Die Behandlungen Nach dem Waschungsritual und dem Schwitzbad macht sich der ausgebildete Hamam-Meister bereit zum Körperpeeling: Er streift sich Handschuhe über, die aus Seide, Kokosfaser oder Ziegenhaar beste- hen und bearbeitet sanft die Haut. So wird das Bindegewebe gut durchblutet und der Stoffwechsel angeregt. Spektakulär ist auch die Seifenschaummas- sage: Der „Masör“ taucht einen kleinen Sack aus Leinen in eine Lauge aus Kernseife und pustet hinein, um ihn aufzuschäumen: Gro- ße Flocken senken sich auf den Badegast – bis er völlig unter ihnen verschwindet. STOP / WELLNESS / / STYLE / TEPPICHE ERZÄHLEN GESCHICHTEN EIN JUNGE IST FASZINIERT VON EINEM TEPPICH AN DER WAND. HEUTE, EIN PAAR JAHRZEHNTE SPÄTER, GLITZERN SEINE AUGEN NOCH IMMER, WENN ER ÜBER DIESE „BEGEHBAREN BILDER“ SPRICHT. EIN BESUCH BEIM WELTEN- BUMMLER HARALD GEBA – TEPPICHDESIGNER, -HERSTELLER UND -HÄNDLER AUS LEIDENSCHAFT.  TEXT NICOLE SCHWAR Leise klingt die Glocke beim Öffnen der Tür. Unter den Füßen verleiht ein Teppich ein behagliches Gefühl in die- sem hohen Altbau mitten in der Innen- stadt von Graz. Wie häufig der Teppich wohl getauscht werden muss, wenn ständig Menschen mit regennassen Schuhen darauf treten? Der Gedanke verfliegt, denn die positive Atmosphäre lenkt ab: warme Beleuchtung, stilvolles Interieur, eine freundliche Begrüßung per Handschlag durch eine Mitarbeite- rin. Der Eigentümer, Harald Geba, dis- kutiert mit einer Dekorateurin über ein neues Pult im Atelier: Darauf liegt ein riesiger, rubinroter Teppich. Harald Geba fragt, ob er nicht zu wuchtig wäre, direkt hier im Eingangsbereich. Der Inhaber hat ein außergewöhnliches Gespür für Design. Und für Komfort. Ein paar Stu- fen führen hinauf in das Büro des Chefs, Kaffee wird gebracht – die Geschichte beginnt… Bereits als Kind hat Harald Geba sein In- teresse für Teppiche entwickelt. Der Va- ter eines Freundes handelte mit antiken Waren, Geba hat sich als kleiner Junge „in den Teppichen an den Wänden verlo- ren“, wie er sagt. Mit 24 Jahren, bereits bei einem Händler für orientalische Teppiche angestellt, beschloss er, für ein halbes Jahr nach London zu gehen – damals das Mek- ka antiker Teppiche. Mit umgerechnet 300 Euro in der Tasche machte er sich auf den Weg. Bereits nach einer Woche waren ein Job, die Sprachschule und eine Wohnung gefunden, denn „mit Leidenschaft und Op- timismus erreicht man alles“. An London denkt er gerne zurück, denn das war die Stadt, in der er auf moderne Malerei aufmerksam wurde. London hat ihn inspiriert, Malerei als Motiv für Teppiche zu verwenden. Mit ersten Designvorschlägen kam er zurück nach Graz, schon packte ihn wieder die Sehnsucht nach der Ferne. Das nächste Ziel war die Türkei. In Zentralanato- lien lernte er „Knüpfer-Familien“ kennen, die in der Lage waren, seine Designs auch tat- sächlich umzusetzen. Die Herausforderung war, eine Balance zu finden zwischen der eigenen Designvorstellung und der künstle- rischen Freiheit der Knüpfer. Die Worte „In sch¯a‘a ll¯ah“ hat Harald Geba zu dieser Zeit sehr oft gehört: so Gott will – kommt der Teppich wie bestellt. Der Produktionsstandort hat sich mittler- weile nach Nepal verlagert. Geba-Teppiche werden ausschließlich im Gebirgswasser gereinigt, in der Sonne getrocknet und von Hand geknüpft. In Nepal besitzt Harald Geba mittlerweile zwei Ateliers, die in auf- wändigen Verfahren sogar Teppiche aus Brennnesseln oder Hanf herstellen. Im Ge- gensatz zu Schafwolle oder synthetischen Fasern vertragen Allergiker diese Teppiche auch. Hanfteppiche werden gerne in Hotels verwendet – sie sind unverwüstlich und eig- nen sich sogar für Spa-Bereiche mit hoher Luftfeuchtigkeit. Somit ist auch die zu Be- ginn gestellte Frage beantwortet: Der Tep- pich im Eingangsbereich des Ateliers ist aus Hanf. Vor rund 30 Jahren hat sich Harald Foto: Geba Harald Geba, Inhaber von Teppichgalerie Geba in Graz Geba selbstständig gemacht und kann seit- her seine unbändige Reiselust mit dem Be- ruf verbinden: Von seinem Firmenstandort in Graz bereist er regelmäßig Designmessen auf der ganzen Welt. Auf die Frage, welche Stadt ihn am meis- ten in seinem Tun beeinflusst hat, antwor- tet er: „Definitiv New York!“. Von dieser Metropole war er so hingerissen, dass aus der dort erlebten Vielfalt und dem pulsierenden Leben eine eigene Design- linie entstanden ist. „Jeder Teppich hat eine Seele – genauso wie jede Stadt eine Seele hat. Teppiche verändern den Ge- mütszustand positiv, mit so manchem De- sign kann man Menschen wieder auf den Teppich zurückholen“, meint Harald Geba. Die absolut schönste Stadt der Welt ist für ihn dennoch Paris –zwei Besuche pro Jahr ist das Minimum. Manchmal hat er das Glück, bereits am frühen Morgen dort anzu- kommen, wenn die Rollläden der Geschäf- te noch geschlossen sind und die Stadt schläft. Diese Stimmung zu erleben, ist sein persönlicher Geheimtipp – neben dem Tou- ristenmagneten Sacre Coeur. Mit den Jahren haben sich nicht nur die An- sprüche von Gebas Auftraggebern, sondern auch diese selbst verändert. Mittlerweile arbeitet er für Marken wie Emanuel Unga- ro oder Hand in Hand mit namhaften Ar- chitekten, wie Richard Meier aus New York „Teppiche haben Geschichten zu erzählen. Wir wollen ihren Erzählungen lauschen und mit ihnen auf Reisen gehen.“ Harald Geba und Interior Designern. Gemeinsam werden Designs entworfen, die Harald Geba auf die Wünsche der Kunden abgestimmt produ- ziert und in die ganze Welt liefert. Die „be- gehbaren Bilder“, wie er seine Teppiche liebevoll nennt, sind sowohl international als auch regional zu bewundern – wie zum Bei- spiel im Hotel Loisium in der Südsteiermark (Österreich). STOP  TEXT NICOLE SCHWAR ZIEGENHAARMASSAGE ODER PEELING PER HAND? SCHAUMFLOCKE ODER ROSENBLÜTE? ES GIBT ZAHLREICHE UNTERSCHIEDE IN DER TÜRKISCHEN UND CHINESISCHEN BADEKULTUR. ABER AUCH VIELE GEMEINSAMKEITEN… KLINGELNDE HANDYS, MENSCHENMASSEN AUF DEN STRASEN UND BRUMMENDE MOTOREN BE- GLEITEN UNS IN JEDER GRÖSSEREN STADT. ES IST ZEIT FÜR EINE FLUCHT AUS DER ALLTÄGLICHEN TRETMÜHLE: TAUSCHEN WIR HEKTIK GEGEN RUHE – IM BADEHAUS! SCHUHE ABSTREIFEN, DIE FEUCHTE WÄRME SPÜREN, IM HINTERGRUND NUR DAS LEISE SPRUDELN DES WASSERS.  DAS RUNDHERUM Hier liegen die wahrscheinlich größten Unterschiede: Während in türkischen Bädern eine Philosophie der Reinigung durch Ruhe und Entspannung herrscht, gibt es in gehobenen chinesischen Bädern eigene Freizeit- bereiche – Restaurants und Karaoke-Bars inklusive. Foto: Shutterstock
  • 11. ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 2120 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ / ISSUE NO 02 / 2015 / THE STYLEMATE DISA The Last Conspiracy Die letzte Verschwörung, entwickelt funktionelles Schuhwerk mit postmoder- nem Vermächtnis. Jede Kollektion baut auf experimentelle Prämissen – neue Produktionsverfahren und –prozesse sind willkommen. Beim DISA-Stiefel heißt das Experiment Pferdeleder – es verleiht dem Schuh durch seine feinen Fasern einen außergewöhnlichen Charakter und besitzt auch nach Jahren eine überaus anmutige Eleganz. Verarbeitet ist der Stiefel im Goodyear-Ver- fahren: Die Schuhe werden maschinell genäht, die Produktionsdauer ist hö- her. Unternehmen trainieren ihre Mitarbeiter jahrelang, um dieses Wissen weiterzugeben. Der Schuh hält 20 Jahre oder länger, wenn Sie ihn gut be- handeln. www.secretroom.at STOP LIFESTYLEHOTELS The Book 11TH EDITION LIFESTYLEHOTELS The Book 11th im neuen Format präsentiert auf rund 500 Seiten einzigartige LIFESTYLEHOTELS, die in der moder- nen Hotellerie als Synonym für einen individuellen Lebensstil ste- hen. Das Buch stellt mit dem neu gestalteten Layout eine Inspirati- on für designorientierte Reisende dar. Jedes Hotel wird auf vier Seiten umfangreich mit detaillierter Beschreibung, Best Room und großformatigen Bildern dargestellt. www.lifestylehotels.net/shop STOP GEBA Ein Teppich ist mehr als ein Bodenbelag. Er ist textiles Kunstwerk und Wohlfühlfaktor. Er strukturiert den Raum und schafft Oasen der Ruhe. Er ist eine Spielwiese, auf der man sitzen, liegen, Musik hören, reden, lesen oder einfach entspan- nen kann. So verändert ein Teppich die Art, wie Räume wahrgenommen und genutzt werden. Das ist die Philosophie von Geba: In der Verbindung von traditioneller Handwerkskunst und zeitgemä- ßem Design wollen die High-End-Design-Spezialisten Menschen für Teppiche begeistern. Die kre- ativen Entwürfe in bester Fair-trade-Qualität schmücken private Domizile ebenso wie internationa- le Hotels oder den Salzburger Dom. www.geba.cc STOP WIRO EASY TO HANDLE Die Wiro, eine hippe Leuchte aus Draht, ist in den Farben Rost oder Schwarz erhältlich. Sie präsentiert sich in einem zarten, nahezu transparenten Design, das Ihren Räumen einen avantgardistischen Touch verleiht. Das warme Candle-Light Stimmungslicht (2200 K, 2700 K) und die einfache Dimmfunktion verwandeln Ihr Zuhause oder Ihr Restaurant in eine einzigartige Location, die für diverse Anlässe unterschiedlich inszeniert werden kann. Sie können feiern, romantisch dinieren oder einfach nur alleine den Sportteil lesen: Sie sind am Drücker und Wiro liefert das passende Licht. www.weverducre.com STOP KARL STOCKER, THE POWER OF DESIGN „The Power of Design“ versteht sich als kompakte Einführung in die UNESCO Cities of Design. Vertiefend werden an kon- kreten Fallbeispielen die unterschiedlichen Zugänge der einzelnen Städte, Design als Motor für ihre aktuelle und zukünftige Entwicklung zu nutzen, beschrieben. Eine besondere Qualität erhält die Publikation durch Interviews, die der Autor im Rahmen seiner Reise durch alle Städte mit DesignerInnen, AktivistInnen, Verantwortlichen und kritischen BeobachterInnen durchgeführt hat. „The Power of Design“ zeigt, wie unterschiedlich und vielfältig der Begriff „Design“ über die Kontinente hinweg interpretiert und verwendet wird. Entstanden ist ein abwechslungsreiches, reich bebildertes Lesebuch, das so genannte harte Fakten mit persönlichen Eindrücken und subjektiven Sichtweisen kombiniert. Taschenbuch (236 Seiten), Springer Verlag, ISBN-10: 3709115825 (englisch) STOP 11 TH NEVILLE CLEAN SHAVE Das Clean Shave spart Zeit beim Städteurlaub: Einfach aufschäumen, Gesicht reinigen oder den Schaum für die Ra- sur verwenden, danach wieder abwaschen. Feuchtigkeits- spendende Zuckerrübenextrakte und Aloe Vera sorgen für sanfte und weiche Haut (auch nach der Rasur). Für alle Haut- typen geeignet. www.neville.co.uk STOP MONCLER JACKET Diese Jacket von Moncler ist der perfekte Reisebegleiter für den urbanen Nomaden. Leicht und robust, elegant und sportlich – es passt sich jeder Lage an und bleibt dennoch ein eigenständiges Statement seines Trägers – in allen Städten der Welt. www. knilli.at, www.moncler.com STOP
  • 12. ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 2322 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ NEW MEMBERS BOUTIQUE-LUXUS-WOHNZIMMER „Klein, fein, persönlich, anders, offen, lei- denschaftlich … wir lieben Menschen, und das sollte man auch spüren“, so beschreibt Florian Gartner sein Haus. Das Hotel Gart- ner wurde im Jahr 1961 gebaut und 2008 komplett umgebaut und renoviert. Die He- rausforderung bestand darin, in Einklang mit den Technikern gute Voraussetzungen für die spätere tägliche Hotelarbeit und vor allem für eine gästeorientierte private „Wohn- zimmer-Atmosphäre“ zu schaffen. Die stark künstlerische Ausrichtung ist überall im Ho- tel spürbar: wunderbare Gemälde, riesige Fotografien, zeitgenössische Skulpturen / HOTEL GARTNER, DORF TIROL BEI MERAN / Foto: www.sportresidenz-zillertal.at und flippige Möbel aus verschiedensten Stil-Epochen. Die zweisprachige Kultur- Landschaft wird am Einrichtungsmix von Tiroler Bauernelementen mit mediterranem Chic deutlich. Das Besondere am Dorf Tirol: Die fantastische Lage über den Dächern von Meran – mit direkter Anbindung an die Stadt via Promenade oder Sessellift. Unbedingt sehenswert sind die am Rand von Meran gelegenen und über einen äußerst interes- santen Spazierweg durch das Villenviertel Obermais erreichbaren botanischen Gärten von Trauttmansdorff. BARFUSS DURCHS GRAS Die Menschen zur Ruhe zu bringen, ist das erklärte Ziel des La Casies in Südtirol. Unter- stützt wird dies durch die Verbundenheit mit der Natur, gesunde Entspannung, gezieltes Essen und optimale Bewegung. Als Gast hat man die Möglichkeit, mit dem Hausherren Sepp auf eine Wanderung zu gehen, oder einfach barfuß im Gras zu spazieren. Hier im Gsiesertal kann man die Natur beobachten und erleben. Auf der hauseigenen Mess- nerhütte auf der Pidig-Alm wird frisches Bauernbrot gebacken – selbst zubereitete Butter inklusive. So gewinnen die Gäste gu- ten Einblick in das bäuerliche Leben. Natür- lich ist es aber auch möglich, einfach nur zu / LA CASIES, GSIESERTAL IN SÜDTIROL / entspannen – zum Beispiel im hoteleigenen Wellnessbereich. Das Konzept ist zugleich die Philosophie des Hauses und lautet „Mountain Living“. Durch die Ausstattung des Hotels mit Naturprodukten, wie Schur- wolle, Stein und Holz, spüren die Gäste die Natur innerhalb und außerhalb des Hotels gleichermaßen. Der Geheimtipp des Chefs ist eine Wanderung zu den knapp 3.000 Metern hohen Drei Zinnen, die inmitten eines Naturparks liegen, und seit dem Jahr 2009 UNESCO Weltnaturerbe sind. Eröffnung: Mai 2015 FACETTENREICH Nur wenige Kilometer von Ischgl entfernt, er- wartet die Gäste im Zhero neben aufregen- dem Design und eindrucksvoller Architektur, eine außergewöhnliche Alpinlandschaft von besonderer Ästhetik. Je nach Lust und Lau- ne können die Gäste hier die Seele baumeln lassen oder dem Wintersport frönen und das reichhaltige Angebot an Aprés-Ski-Angebo- ten auskosten. Das Hotel selbst ist ebenso fantastisch wie die Landschaft und punktet bei Designliebhabern mit vielen Facetten. Die Architektur der atemberaubenden Fas- sade ist aus Glas, Holz und Stein und fügt sich durch diese natürlichen Materialien per- fekt in die alpine Landschaft ein. Auch im Inneren sorgen Oberflächen aus Holz, Stein und Fell für ein harmonisches und stim- mungsvolles Bild. / HOTEL ZHERO KAPPL, ISCHGL / / FASHION / COLETTE PARIS Er ist so etwas wie die Mutter aller Concept- Stores. Hier gibt es Mode für Frauen und Männer, aber auch Schmuck und Acces- soires von traditionellen, angesagten und solchen Designern, die erst bekannt werden müssen. Was sie aber rasch werden, wenn Colette sie im Sortiment hat. DARKROOM LONDON Darkroom ist eigentlich Darkrooms, denn es gibt zwei davon in London. Darkroom hat eine eigene Philosophie: Grafische Kontras- te, geometrische Formen und die strukturel- le Einfachheit modernen und postmodernen Designs prägen das Angebot für Frauen und Männer. Zusätzlich gibt es Wohnaccessoires. BARBER PARLOUR LONDON Schaut älter aus als andere ältere Shops. Obwohl er erst 2014 gegründet wurde. Auf drei Etagen findet man hier alles, von Le- bensmitteln, über Mode, bis zum Schön- heitssalon und zur Bar. 10CORSO COMO MAILAND Ebenfalls ein Klassiker mit Kultstatus in der italienischen Einkaufsmetropole. Hier ist alles ein wenig verspielt. Das beginnt bereits mit dem Logo des amerikanischen Künstlers Kris Ruhs. Die frühere Modejournalistin Car- la Sozzani bietet hier an Lebensmitteln, Fa- shion, Musik, Kunst und Lifestyle an, was ihr gefällt. Wer es nicht nach Mailand schafft, hat Alternativen. 10Corso Como gibt es auch in Seoul, Shanghai und Peking. HOT SHOPS  STEPHAN LANZER Gemeinsam mit seiner Mutter leitet Stephan Lanzer das 1948 gegründete Modehaus Knilli am Grazer Joanneumring und führt Topmarken, wie Dolce Gabbana oder Etro. Im Rahmen des For- mats „Design in the City“ präsentiert er in seiner Lounge außerdem das Designlabel Fannymari, das recycelte Möbel und kleine Gegenstände charmant zu neuem Nutzen umwandelt. www.knilli.at „Kunst und Design sind eine gute Kombination zur Mode“ URBAN OUTFITTERS STOCKHOLM Wie der Name schon sagt … hier gibt es (nicht nur) nordisches Design, Fashion für Frauen und Männer, Geschenke, Acces- soires … auch Vintage-Liebhaber werden hier das Passende finden. MAXIMILIAN BOZEN Ein Spezialtipp von Stephan Lanzer: Seit 25 Jahren bietet Maximilian im eher konserva- tiven Südtirol Mode für Frauen und Männer von einer Vielzahl internationaler Designer – Schuhe und Accessoires inklusive. PATRICK ROGER CHOCOLATERIE BRÜSSEL Dieses Konzept ist einfach: Schokolade. Ungewöhnlich ist aber, dass der Chocola- tier kein Belgier, sondern Franzose ist. Auch ungewöhnlich, dass er im Zentrum der EU- Hauptstadt nicht nur Schokolade in der üb- lichen Form anbietet, sondern regelrechte Schokoladeskulpturen. FLAGSHIP UND MONOLABEL STORES SIND ZWAR REPRÄSENTATIV, ABER SIE SIND ÜBERALL SEHR ÄHNLICH. WER EINZIGARTIGKEIT SUCHT, MUSS MULTILABEL UND CONCEPT-STORES AUFSUCHEN. EINE GANZ KLEINE AUSWAHL, ZUSAMMENGESTELLT VOM MODEPROFI STEPHAN LANZER. TIPP Alle hier angeführten Concept-Stores verkaufen auch online. Allerdings: Das authentische Concept- Store Erlebnis gibt es nur direkt im Shop. Leider. Oder glücklicherweise. Foto: Barber Parlour Foto: Schiffer Foto: Hotel Gartner Foto: La Casies foto: Hotel Zhero Kappl
  • 13. ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 2524 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ / ISSUE NO 02 / 2015 / / ARCHITEKTUR / Klassiker der Moderne: Rotterdam Zwei historische Ereignisse haben Rot- terdams Entwicklung nachhaltig geprägt: Da waren einmal die Bombardements im zweiten Weltkrieg, die vor allem wegen der ausgedehnten Brände schreckliche Zerstö- rungen brachten, damit aber auch Raum für Neues schufen. Und es war der Wandel zur Container-Schifffahrt in den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts: Alte Hafengebäude zur Lagerung der Waren wurden nicht mehr benötigt, die Container brauchten nur mehr Flächen – und die hatte Rotterdam (etwa im Gegensatz zu Amsterdam) dann zu Genüge. Der Architekt Michael Homann schwärmt von Rotterdam: „Die Stadt ist einfach.“ Viel- fach hat er sie bereist und ihr in seinem Buch „global specific“ ein eigenes Kapitel „Transit- stadt der späten Moderne“ gewidmet. Das Zentrum von Rotterdam schmiegt sich an die Nieuwe (neue) Maas, die früher die südli- che Grenze der größten Hafenstadt Europas (und nach Shanghai und Singapur der dritt- größten der Welt) bildete. Sehenswert ist die Lijnbaan, ein Geschäftsviertel, das von den Architekten Van der Broek und Bakema im Rahmen des Wiederaufbaus konzipiert wur- de: Eine revolutionäre Ordnung durchdach- ter Straßenräume für den Warentausch, ein transitorischer Raum, eingeteilt in zuliefernde und in wegkaufende Bereiche. Der älteste Teil des neuen Rotterdam ist immer noch zeitge- mäß, entspricht auch dem Lifestyle des 21. Jahrhunderts. Nordwestlich davon liegt der Schouburgplein (Theaterplatz) als kulturelles Zentrum. Der Platz fungiert als städtische Bühne und interaktiver Raum. Die Beleuch- tungskörper des Platzes greifen das Bild der alten Hafenkräne auf. Weiter südlich, als In- sel in der neuen Maas, liegt Noordereiland, und das ist wirklich alt. Früher lebten hier die Schiffseigner. Als sie verschwanden, zog das touristische Leben in die Hafenroman- tik ein. Unmittelbar westlich davon führt die Erasmusbrücke über die neue Maas: Die weiße Schrägseilbrücke, ein Meister- werk der Brückenbaukunst von Berkel Bos, verdankt ihre Entstehung der Ab- neigung der Holländer gegen Brücken, weiß Architekt Homann. Weil sie durch Brücken den Lauf und den Eindruck des Flusses gefährdet sahen, musste es eine besonders schöne und durfte es ein sehr teure sein. Diese Erasmusbrücke domi- niert den Kop van Zuid (den Kopf des Südens) als alten Teil des Hafens, der nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr verfiel und in den 90er-Jahren wachge- küsst wurde. Einst der abstoßendste Teil der Stadt ist er heute ein anspruchsvolles Wohn- und Geschäftsviertel. Vom alten Hafen ist kaum etwas übrig, bekannt ist aber das „Hotel New York“, aus dem früher die Emigranten nach Nordamerika abreisten. Heute ist es in erster Linie ein Restaurant. „Die Nutzung ändert sich“, dieses Phänomen sei vor allem in leben- digen Hafenstädten ganz besonders zu beobachten. Und Rotterdam ist eine der lebendigsten – „eine Stadt der offe- nen Räume“, so Homann. Alt Quicklebendig: Amsterdam Das größere Amsterdam, die Haupt- stadt der Niederlande, ist auch Ha- fenstadt. Aber hier war es kaum not- wendig, Neues zu entwickeln, weil Amsterdam das Glück hatte, im Zwei- ten Weltkrieg weitgehend verschont zu bleiben. Gleichzeitig konnte es sich nicht, so wie Rotterdam, ausdehnen. Daher bietet die historische Innenstadt immer noch ein beeindruckendes En- semble, insbesondere aus dem 17. Jahr- hundert, dem „Goldenen Zeitalter“ der Niederlande. Zu den klassischen Sehens- würdigkeiten gehören der Dam (Stadt- platz), der Königliche Palast und die Börse. Moderne Interventionen sind das Rathaus und die Oper von Wilhelm Holzbauer und Cornelius Gregorius. In der Hafenstadt gibt es auch (künstli- che) Hafeninseln. Entstanden sind sie im 17. Jahrhundert. Die dort ansässigen Pro- duktionsbetriebe haben bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts aber nahezu alle ihre wirtschaftliche Bedeutung verloren. Aus Wirtschaftsraum wurde Wohnraum für mehr als 15.000 Menschen. Die ehemali- gen Docks veränderten sich zu attraktiven, jungen Wohngegenden mit experimenteller, postmoderner Architektur. Ein herausra- gendes Beispiel umgenutzter Architektur in Amsterdam ist „The Bank“. Errichtet 1926 sollte die Solidität des Gebäudes die Sicher- heit des hier veranlagten Kapitals symboli- sieren. Aber die „Amsterdamschen Bank“ verlor durch Fusionen und Umgründungen schließlich ihre Bedeutung. Nachdem das Gebäude zu verfallen begann, wurde es nach der Jahrtausendwende in ein spektakulären Geschäfts- und Bürohaus verwandelt. Jetzt kann man hier nicht mehr Geld an – man gibt es aus – im Concept Store Marqt, in Restau- rants und Cafés. Neu ist alt: Kopenhagen Ein Hafen ist auch die dänische Hauptstadt Kopenhagen. Auch Kopenhagen blieb im Krieg unversehrt, es war also auch kein Neu- beginn nötig. Der Name Nyhafn (neuer Hafen) führt daher in die Irre: Er ist mehrere Jahrhun- derte alt und spielt auch nur mehr Hafen, seine STÄDTE IM FLUSS wirtschaftliche Bedeutung verlor er bereits im 19. Jahrhundert. Aber als Vergnügungsviertel mit zahlreichen Restaurants und Bierstuben bietet Nyhafn immer noch Hafenatmosphäre im klassischen Sinn und ist daher einer der größten touristischen Anziehungspunkte Ko- penhagens. Das hat auch mit seinem berühmtesten Be- wohner zu tun: Der Märchendichter Hans Christian Andersen hat hier viele Jahre im Nyhafn gelebt und zahlreiche seiner Märchen verfasst, auch die „Prinzessin auf der Erbse“. An den Dichter erinnert auch die Skulptur der „Kleinen Meerjungfrau“, die sich seit einigen Jahren im Wortsinn im Hafen befindet: Um die Statue vor Vandalen zu schützen, wurde sie weit ins Wasser versetzt. Noch mehr Andersen bietet das Andersen Hotel in Kopenhagen. Die Kombination aus buntem, trendigem Dekor und einem herz- lichen Service im Entree – Sushi und eine breite Auswahl internationaler Weine inklu- sive – laden von Beginn an zum Wohlfühlen ein. Die Nicht-Benützung des Lifts wird mit köstlichen Leckereien belohnt: Auf jeder Eta- ge stehen bis zum Rand gefüllte Schalen mit Keksen und Bonbons. Ein weiteres Plus ist die zentrale Lage im Stadtteil Vesterbro – die Mikkeler Bierbrauerei und der Hauptbahnhof befinden sich gleich ums Eck. Wer möchte, kann die Gegend auch mit dem Rad erkun- den – das kann man sich an der Rezeption ausleihen. www.weverducre.com The soft, gentle light generated by WIRO and CORK makes them true romantics. That is why the new LED luminaires from Wever Ducré are ideal for the honeymoon suite. These creative eye-catchers not only provide a perfect candlelight effect (2200K), but also produce surprising room atmosphere. So it’s no wonder that they help create the right mood at the city’s hottest bars and clubs. Their secret? The combination of innovative design and an especially warm colour temperature. Don’t let anyone tell you that you can’t turn on the romance with the push of a button. Right light – right mood. HotelWiesler|Graz|Austria  HOTELTIPP AMSTERDAM: HOTEL SIR ALBERT Herzlich willkommen im Zuhause des modernen Aristokraten „Sir Albert“, der auf seinen Reisen unterschiedliche Kunstwerke und Artefakte gesammelt hat, um sie in sein schmuckes Boutique-Hotel im Zentrum Amsterdams zu integrieren. Von Architektur-Zeitschriften gefeiert, präsentiert sich das Haus – entstanden in einer alten Diamantenfabrik – auch selbst als Diamant des 19. Jahrhunderts: Hohe Räume, Artefakte im viktorianischen Design und 90 individuell designte Zimmer, von denen viele einen außergewöhnlichen Blick auf das umgebende Kanalsystem Amsterdams eröffnen. Laut Mark Smith vom „Daily Traveler“ ist das Sir Albert das sexyeste Hotel in Amsterdam – kein Wunder dass Stars, wie Lady Gaga hier ein und aus gehen. mehr Informationen unter: www.lifestylehotels.net/andersen-hotel www.lifestylehotels.net/sir-albert HAFENSTÄDTE VERWANDELN SICH RASCHER UND STETIGER, ALS ANDERE CITIES. MIT DER NUTZUNG WANDELT SICH AUCH DIE ARCHITEKTUR. MEHR ODER WENIGER. Hotel Sir Albert, Amsterdam Erasmusbrücke, Rotterdam Andersen Hotel, Kopenhagen Foto: Shutterstock
  • 14. ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ ⁄ 27  GRIECHENLAND Kreta / Elounda Gulf Villas Suites  GROSSBRITANNIEN London / Sanderson London / St Martins Lane  ITALIEN Amalfi Küste / Casa Angelina Dorf Tirol / Hotel Gartner Gsieser Tal / La Casies Kaltern am See / Gius La Residenza Lombardei / Hotel Larice Meran / Arosea Life Balance Hotel Meran / Design Hotel Tyrol Meran / Miramonti Boutique Hotel Rabland / Design Hotel Tyrol Rimini / i-Suite Sardinien / Cala Caterina Sardinien / La Coluccia Hotel Venedig / Ca‘Sagredo Hotel Venedig / Palazzina G Venedig / Palazzo Barbarigo  NIEDERLANDE Amsterdam / Sir Albert  PORTUGAL Albufeira / Vila Joya Joy Jung Spa Lagos / Vila Valverde Madeira / Quinta da Bela Vista  SCHWEIZ Grindelwald / Aspen Hotel Orselina-Locarno / Villa Orselina Zermatt / Hotel Firefly Zürich / Hotel Plattenhof  SPANIEN Ibiza / Hard Rock Hotel Ibiza Mallorca / Convent de la Missió Mallorca / Font Santa Hotel Thermal Spa Wellness Mallorca / Hotel Can Simoneta Mallorca / Hotel Tres Mallorca / Hotel Zhero – Palma  TÜRKEI Bodrum / Doria Hotel Bodrum Istanbul / Adahan Istanbul Istanbul / The Sofa Hotel  TSCHECHISCHE REPUBLIK Prag / Hotel Yasmin  UNGARN Budapest / Lánchíd 19 Design Hotel  ZYPERN Limassol / Londa Hotel  CHINA Nanjing / Kayumanis Nanjing Private Villas Spa  MALAYSIA Penang / G Hotel  SRI LANKA Dickwella South / UTMT - Underneath The Mango Tree BOOKING BENEFITS  handverlesene Hotelauswahl  Bestpreis Garantie  keine Buchungsgebühren  einfaches Buchen  Datenschutz Booking information: +43 316 83 88 88 / reservation@lifestylehotels.net www.lifestylehotels.net HOTEL DIRECTORY  ÖSTERREICH Achenkirch / Das Kronthaler Bad Gastein / Hotel Miramonte Ehrenhausen / Loisium Wine Spa Resort Südsteiermark Fiss / Alpslodge - life.style.hotel.fiss Fiss / Hotel Gebhard Fügen / Alpinahotel - family lifestyle Gaschurn / Montafon Lodge Luxury Lodgehotel und Spa Geinberg / Geinberg5 - Private Spa Villas Graz / Augartenhotel art design Graz / Roomz Graz Gumpoldskirchen / Landhaus Moserhof Innsbruck / Hotel Maximilian Stadthaus Penz Innsbruck / The Penz Kals am Großglockner / Gradonna Mountain Resort Kappl / Hotel Zhero - Kappl/Ischgl Kaprun / Lederer‘s Living Längenfeld / Naturhotel Waldklause Lermoos / Mohr Life Resort Linz / Spitz Hotel Mayrhofen-Hippach / Life Spa Hotel Stefanie Mellau-Bregenzerwald / Sonne Lifestyle Resort Mondsee / Iris Porsche Hotel Restaurant Mösern/Seefeld / For Friends Hotel Obergurgl / Hotel The Crystal Saalbach Hinterglemm / Alpin Juwel Saalbach Hinterglemm / Art Ski-In Hotel Hinterhag Salzburg Stadt / Hotel Villa Auersperg Salzburg Stadt / Hotel Villa Carlton Serfaus / Alfa Hotel Sölden / Bergland Sölden St. Anton am Arlberg / Anthony‘s Life Style Hotel St. Wolfgang / Cortisen am See Stegersbach / Falkensteiner Balance Resort Sulztal an der Weinstraße / Vincent Hotel Uderns / Sportresidenz Zillertal Wien / Das Tyrol Wien / Hollmann Beletage Wien / Hotel Schani Wien / Roomz Vienna Zell am Ziller / Tirolerhof  BELGIEN Brüssel / Hotel Bloom!  DÄNEMARK Kopenhagen / Andersen Hotel  DEUTSCHLAND Berlin / H‘Otello K‘80 Dresden / QF Hotel Garmisch-Partenkirchen / Das Graseck Husum an der Nordsee / Thomas Hotel Spa Lifestyle Langweiler / Klosterhotel Marienhöh München / Anna Hotel München / Cocoon Sendlinger Tor München / Cocoon Stachus Northeim / Hotel Freigeist Nürnberg / ArtBusiness Hotel Sankt Englmar / Berghotel Maibrunn St. Peter-Ording / Strandgut Resort Stuttgart / V8 Hotel Sylt / Hotel Strand am Königshafen Timmendorfer Strand / Sand Timmendorfer Strand / SeeHuus  FRANKREICH Paris / Hidden Hotel Paris / Hotel Félicien Paris / Hotel Odyssey Paris / Legend Paris / Seven Hotel Paris / The Five Hotel ITALIEN GSIESERTAL LA CASIES S. 22 UNGARN BUDAPEST LÁNCHÍD 19 S. 16 DEUTSCHLAND BERLIN MÜNCHEN H‘OTELLO GRUPPE S. 4 ITALIEN DORF TIROL BEI MERAN HOTEL GARTNER S. 22 FRANKREICH PARIS ELEGANCIA HOTELS S. 7 NIEDERLANDE AMSTERDAM SIR ALBERT S. 24 ÖSTERREICH SAALBACH HINTERGLEMM ART SKI-IN HOTEL HINTERHAG S. 13 ÖSTERREICH ACHENKIRCH DAS KRONTHALER S. 13 ÖSTERREICH LÄNGENFELD NATURHOTEL WALDKLAUSE S. 13 ÖSTERREICH GRAZ ROOMZ GRAZ S. 11 DEUTSCHLAND STUTTGART V8 HOTEL S. 17 ⁄ ALPINE ⁄ / HOTELS IN THIS ISSUE / ÖSTERREICH WIEN HOTEL SCHANI S. 3 GROSSBRITANNIEN LONDON MORGANS GROUP S. 7 ÖSTERREICH ISCHGL ZHERO KAPPL S. 22 26 ⁄ ⁄ LIFESTYLEHOTELS.NET ⁄ / ISSUE NO 02 / 2015 / DÄNEMARK KOPENHAGEN ANDERSEN HOTEL S. 24
  • 15. ES IST NICHT DER NEUSCHNEE, SONDERN SEIN KNIRSCHEN. Symbolfoto DER BMW 5er TOURING MIT xDRIVE. Der BMW 5er Touring besticht in seinem Auftritt durch höchste Eleganz und ist dabei an Vielseitigkeit kaum zu überbieten. Eine Vielzahl an innovativen Assistenzsystemen macht Ihre Fahrt dabei noch kom- fortabler und sicherer. BMW xDrive, das intelligente Allradsystem, garantiert optimale Spurstabilität und perfektes Kurvenverhalten. Von Beginn an ging es dabei nicht nur um das perfekte Fahrzeug. Vielmehr um ein Gefühl: Freude am Fahren. Denn was zählt, ist nicht das Ziel, sondern der Weg dorthin. BMW 5erTouring: von 140 kW (190 PS) bis 225 kW (306 PS), Kraftstoffverbrauch gesamt von 5,1l/100 km bis 8,1l/100 km, CO2-Emission von 133 g CO2/km bis 188g CO2/km. *Dieses Händlerangebot ist gültig für alle BMW X1, X3, 3er und 5er Limousine und Touring sowie 3er und 5er Gran Turismo Neuwagen und Vorführwagen mit xDrive Antrieb im Zeitraum 1. Jänner 2015 bis 31. März 2015 bzw. solange der Vorrat reicht. Erfahren Sie mehr unter DerWegDorthin.at BMW Partner Service: 0800 21 5555. Freude am Fahren BMW 5er Touring www.bmw.at/5er facebook.com/BMW.Austria #MeinWegDorthin JETZT 2.500EURO xDRIVE BONUS SICHERN.*