Spielergebnisse 
Agrarkonzerne und Supermarktketten sind die Gewinner 
Großbauern schneiden besser ab als Kleinbauern 
Insb. Kleinbäuern und Kleinbäuerinnen in Entwicklungs-und 
Schwellenländern sind benachteiligt
Spielergebnisse spiegeln reale Tatsachen... 
Profiteure der globalen Landwirtschaft sind 
Agrarkonzernen, Lebensmittelindustrie 
und einige wenige Großbauern
Warum schneiden Agrarkonzerne und Großbauern 
im globalen Wettbewerb besser ab als die 
kleinbäuerliche Landwirtschaft? 
Agrarsubventionen der Industrieländer 
Gewinnverteilung entlang der Wertschöpfungskette
Was sind Agrarsubventionen? 
Finanzielle Förderung für die Landwirtschaft in Europa um: 
- die Produktivität der europäischen Landwirtschaft zu steigern 
- die Verbraucher mit erschwinglichen Lebensmitteln zu versorgen 
- die europäische Landwirtschaft im Welthandel wettbewerbsfähig 
zu machen
jährlich 56 Milliarden Euro 
EU-Agrarsubventionen
Agrarsubventionen 
Direktzahlungen 
An Fläche gebunden. Pro Jahr bekommt ein Landwirt 388 Euro pro 
Hektar. 
Folgt: Wer viel Fläche besitzt, bekommt viel Geld.
Beispielbetriebe aus dem Spiel 
23 ha Betrieb: 8.924 Euro pro Jahr 
200 ha Betrieb: 77.600 Euro pro Jahr
Wer hat, dem wird gegeben 
je größer der Betrieb, desto höher die Subventionen 
In Deutschland gehen über 80% der Direktzahlungen 
an nur 20% der Betriebe.
Vorsitzende des deutschen 
Bauernverbandes 
Präsident Joachim Rukwied 
Vizepräsidenten Werner Hilse und Udo Folgart 
Durchschnittsbetrieb
Nicht nur Landwirte bekommen 
Agrarsubventionen
Zusammenfassung 
Hohe Subventionen für industrielle Landwirtschaft in Europa 
und den USA 
Auch Agrarkonzerne und Handelsunternehmen bekommen 
Agrarsubventionen 
Keine Subventionen an Landwirte in Entwicklungs- und 
Schwellenländern
Auswirkungen 
der Agrarsubventionen auf den 
Weltmarkt
Wettbewe rbsvorteil 
Durch die Agrarsubventionen können Landwirte aus Europa und 
den USA können ihre Produkte sehr billig auf dem 
Weltmarkt verkaufen. 
Billigware aus Europa und den USA überflutet Märkte in 
Entwicklungsländern.
Landwirte aus Schwellen- und Entwicklungsländern können mit der 
subventionierten Landwirtschaft der USA und Europas nicht 
mithalten und müssen aufgeben.
Durch die Agrarpolitik der Industrieländer 
haben sich die Rollen umgekehrt
„Unsere gesamte Landwirtschaft – wie auch unsere gesamte Wirtschaft 
– steht mit dem Rücken zur Wand. Wir werden von Importen erdrückt, 
die unsere Produzenten ruinieren und allen Produktivitätsfortschritt 
zunichte machen. (…) 
Bei Getreide haben die Weizenimporte schon lange unsere 
Getreidearten (Sorghum und Hirse) ersetzt; das Weißbrot aus 
Weizenmehl, das zu 100% importiert wird, ist überall zu kaufen, auch 
im allerletzten Dorf.“ 
Landwirt aus Ghana 
Quelle: Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU 2013. Hrgs. Eed/Brot für die Welt. S.8
Entwicklungsländer abhängig von 
Lebensmittelimporten 
Steigen die Preise für Lebensmittel auf dem Weltmarkt, kann die 
ärmere Bevölkerungsschicht in Ländern des globalen Südens keine 
Nahrungsmittel mehr kaufen. 
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Spekulationen mit Nahrungsmitteln und 
schwankende Nahrungsmittelpreise
Wer bestimmt die Regeln des 
globalen Handels?
Gewinnverteilung entlang der 
Wertschöpfungskette
Keksbeispiel aus Spiel, 
wer verdient wie viel an einem Keks? 
Bauer: 2 Dollar (um einen Keks herzustellen, benötigt man 10 Getreideähren, Bauern 
bekommen 1 Dollar pro 5 Ähren) 
Agrarkonzern: 6 Dollar (Konzerne kaufen 10 Getreideähren für 
2 Dollar und verkaufen einen Keks im Anschluss für 8 Dollar) 
Supermarkt: 7 Dollar (die Supermärkte kaufen einen Keks für 
8 Dollar und verkaufen ihn im Anschluss für 15 Dollar)
Gewinnverteilung entlang der 
Wertschöpfungskette 
„1990 erhielt ein Farmer in den USA etwa 70% von 
jedem Dollar, der für Lebensmittel ausgegeben wurde, 
heute sind es nur noch 3-4%.“ 
„Der größte Teil der Gewinne geht an die transnationalen 
Agrarkonzerne und die Supermarktketten.“
Marktbeherrschung durch 
Agrarkonzerne und Lebensmittelketten 
Bauern und Bäuerinnen 
mehrere Millionen, die weltweit 
ca. 2.5 Milliarden Tonnen Getreide 
produzieren 
Agrarkonzerne 
4 Konzerne verarbeiten 75% des 
Mais, 64% des Weizens und 80% des 
Sojas weltweit 
Lebensmittelketten/ 
Einzelhandel 
1/3 der globalen Ernährung wird von ca. 
30 Lebensmittelketten vermarktet 
Konsument_innen 
ca. 7 Milliarden
Machtkonzentration der Agrarkonzerne 
„Wenn jemand Getreide verkaufen will, hat er keine andere 
Wahl, als zu uns zu kommen.“ Cargill
„Während die einen dick 
im Geschäft sind, 
verlieren die anderen 
ihre Lebensgrundlage“ 
José Bové
Alternativen ?
Alternativen
Alternativen 
Zahlung eines fairen Preises 
Sozialverträgliche 
Arbeitsbedingungen 
Gleichberechtigung von Frauen 
Umweltschutz fördern 
Keine Pestizide und 
Kunstdünger 
Fruchtfolge statt Monokultur 
Tierfutter wenn möglich vom 
eigenen Hof
Solidarische Landwirtschaft 
Direkter Bezug zwischen Konsumenten und 
Landwirten
Lokale Vermarktung 
Hofladen,Wochenmarkt
Nahrungsmittel selbst anbauen, produzieren, 
sammeln
Demos, Protestaktionen
Ernährungssouveränität 
statt 
Ernährungssicherheit
Spielauswertung powerpoint-final 1.0

Spielauswertung powerpoint-final 1.0

  • 2.
    Spielergebnisse Agrarkonzerne undSupermarktketten sind die Gewinner Großbauern schneiden besser ab als Kleinbauern Insb. Kleinbäuern und Kleinbäuerinnen in Entwicklungs-und Schwellenländern sind benachteiligt
  • 3.
    Spielergebnisse spiegeln realeTatsachen... Profiteure der globalen Landwirtschaft sind Agrarkonzernen, Lebensmittelindustrie und einige wenige Großbauern
  • 4.
    Warum schneiden Agrarkonzerneund Großbauern im globalen Wettbewerb besser ab als die kleinbäuerliche Landwirtschaft? Agrarsubventionen der Industrieländer Gewinnverteilung entlang der Wertschöpfungskette
  • 5.
    Was sind Agrarsubventionen? Finanzielle Förderung für die Landwirtschaft in Europa um: - die Produktivität der europäischen Landwirtschaft zu steigern - die Verbraucher mit erschwinglichen Lebensmitteln zu versorgen - die europäische Landwirtschaft im Welthandel wettbewerbsfähig zu machen
  • 6.
    jährlich 56 MilliardenEuro EU-Agrarsubventionen
  • 7.
    Agrarsubventionen Direktzahlungen AnFläche gebunden. Pro Jahr bekommt ein Landwirt 388 Euro pro Hektar. Folgt: Wer viel Fläche besitzt, bekommt viel Geld.
  • 8.
    Beispielbetriebe aus demSpiel 23 ha Betrieb: 8.924 Euro pro Jahr 200 ha Betrieb: 77.600 Euro pro Jahr
  • 9.
    Wer hat, demwird gegeben je größer der Betrieb, desto höher die Subventionen In Deutschland gehen über 80% der Direktzahlungen an nur 20% der Betriebe.
  • 10.
    Vorsitzende des deutschen Bauernverbandes Präsident Joachim Rukwied Vizepräsidenten Werner Hilse und Udo Folgart Durchschnittsbetrieb
  • 11.
    Nicht nur Landwirtebekommen Agrarsubventionen
  • 12.
    Zusammenfassung Hohe Subventionenfür industrielle Landwirtschaft in Europa und den USA Auch Agrarkonzerne und Handelsunternehmen bekommen Agrarsubventionen Keine Subventionen an Landwirte in Entwicklungs- und Schwellenländern
  • 13.
  • 14.
    Wettbewe rbsvorteil Durchdie Agrarsubventionen können Landwirte aus Europa und den USA können ihre Produkte sehr billig auf dem Weltmarkt verkaufen. Billigware aus Europa und den USA überflutet Märkte in Entwicklungsländern.
  • 15.
    Landwirte aus Schwellen-und Entwicklungsländern können mit der subventionierten Landwirtschaft der USA und Europas nicht mithalten und müssen aufgeben.
  • 16.
    Durch die Agrarpolitikder Industrieländer haben sich die Rollen umgekehrt
  • 17.
    „Unsere gesamte Landwirtschaft– wie auch unsere gesamte Wirtschaft – steht mit dem Rücken zur Wand. Wir werden von Importen erdrückt, die unsere Produzenten ruinieren und allen Produktivitätsfortschritt zunichte machen. (…) Bei Getreide haben die Weizenimporte schon lange unsere Getreidearten (Sorghum und Hirse) ersetzt; das Weißbrot aus Weizenmehl, das zu 100% importiert wird, ist überall zu kaufen, auch im allerletzten Dorf.“ Landwirt aus Ghana Quelle: Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU 2013. Hrgs. Eed/Brot für die Welt. S.8
  • 18.
    Entwicklungsländer abhängig von Lebensmittelimporten Steigen die Preise für Lebensmittel auf dem Weltmarkt, kann die ärmere Bevölkerungsschicht in Ländern des globalen Südens keine Nahrungsmittel mehr kaufen. ● ● ● ● ● ● ●
  • 19.
    Spekulationen mit Nahrungsmittelnund schwankende Nahrungsmittelpreise
  • 20.
    Wer bestimmt dieRegeln des globalen Handels?
  • 21.
    Gewinnverteilung entlang der Wertschöpfungskette
  • 22.
    Keksbeispiel aus Spiel, wer verdient wie viel an einem Keks? Bauer: 2 Dollar (um einen Keks herzustellen, benötigt man 10 Getreideähren, Bauern bekommen 1 Dollar pro 5 Ähren) Agrarkonzern: 6 Dollar (Konzerne kaufen 10 Getreideähren für 2 Dollar und verkaufen einen Keks im Anschluss für 8 Dollar) Supermarkt: 7 Dollar (die Supermärkte kaufen einen Keks für 8 Dollar und verkaufen ihn im Anschluss für 15 Dollar)
  • 23.
    Gewinnverteilung entlang der Wertschöpfungskette „1990 erhielt ein Farmer in den USA etwa 70% von jedem Dollar, der für Lebensmittel ausgegeben wurde, heute sind es nur noch 3-4%.“ „Der größte Teil der Gewinne geht an die transnationalen Agrarkonzerne und die Supermarktketten.“
  • 24.
    Marktbeherrschung durch Agrarkonzerneund Lebensmittelketten Bauern und Bäuerinnen mehrere Millionen, die weltweit ca. 2.5 Milliarden Tonnen Getreide produzieren Agrarkonzerne 4 Konzerne verarbeiten 75% des Mais, 64% des Weizens und 80% des Sojas weltweit Lebensmittelketten/ Einzelhandel 1/3 der globalen Ernährung wird von ca. 30 Lebensmittelketten vermarktet Konsument_innen ca. 7 Milliarden
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    Machtkonzentration der Agrarkonzerne „Wenn jemand Getreide verkaufen will, hat er keine andere Wahl, als zu uns zu kommen.“ Cargill
  • 26.
    „Während die einendick im Geschäft sind, verlieren die anderen ihre Lebensgrundlage“ José Bové
  • 27.
  • 28.
  • 29.
    Alternativen Zahlung einesfairen Preises Sozialverträgliche Arbeitsbedingungen Gleichberechtigung von Frauen Umweltschutz fördern Keine Pestizide und Kunstdünger Fruchtfolge statt Monokultur Tierfutter wenn möglich vom eigenen Hof
  • 30.
    Solidarische Landwirtschaft DirekterBezug zwischen Konsumenten und Landwirten
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    Nahrungsmittel selbst anbauen,produzieren, sammeln
  • 33.
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