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Herausforderung Multipolarität

Außen- und Sicherheitspolitik I



                                  Spring Term 2010 | Manouchehr Shamsrizi, Felix Albus
Part 1
Eine kurze Geschichte der Polarität

Part 2
Globalisierung als neue Weltordnung

Part 3
Szenarios
Part 1
Eine kurze Geschichte der Polarität

Part 2
Globalisierung als neue Weltordnung

Part 3
Szenarios
Polarisierende Imperien




3000 v. Chr.                             21. Jhd.
Polarisierende Imperien
               um 2500 v. Chr.




                                 Altes Ägyptisches Reich




3000 v. Chr.                                                                         21. Jhd.
Polarisierende Imperien
               um 2500 v. Chr.




                                 Altes Ägyptisches Reich




3000 v. Chr.                                                                                                21. Jhd.
                                                                         Persisches Reich
                                           ca. 550 v. Chr. bis ca. 650
Polarisierende Imperien



                                                                                      1800 bis 1600 v. Chr.
                                                                                                              Babylonisches Reich
               um 2500 v. Chr.




                                 Altes Ägyptisches Reich




3000 v. Chr.                                                                                                                        21. Jhd.
                                                                         Persisches Reich
                                           ca. 550 v. Chr. bis ca. 650
Polarisierende Imperien



                                                                                      1800 bis 1600 v. Chr.
                                                                                                              Babylonisches Reich
               um 2500 v. Chr.




                                 Altes Ägyptisches Reich




3000 v. Chr.                                                                                                                                                             21. Jhd.
                                                                         Persisches Reich                                                              Römisches Reich
                                           ca. 550 v. Chr. bis ca. 650




                                                                                                                         ca. 250 v. Chr. bis ca. 500
Polarisierende Imperien



                                                                                      1800 bis 1600 v. Chr.
                                                                                                              Babylonisches Reich


                                                                                                                                                                                 Britisches Reich




                                                                                                                                                                 1607 bis 1980
               um 2500 v. Chr.




                                 Altes Ägyptisches Reich                                                                                                                         (Commomwealth)




3000 v. Chr.                                                                                                                                                                                        21. Jhd.
                                                                         Persisches Reich                                                              Römisches Reich
                                           ca. 550 v. Chr. bis ca. 650




                                                                                                                         ca. 250 v. Chr. bis ca. 500
Polarisierende Imperien



                                                                                      1800 bis 1600 v. Chr.
                                                                                                              Babylonisches Reich


                                                                                                                                                                                 Britisches Reich




                                                                                                                                                                 1607 bis 1980
               um 2500 v. Chr.




                                 Altes Ägyptisches Reich                                                                                                                         (Commomwealth)




3000 v. Chr.                                                                                                                                                                                                                         21. Jhd.
                                                                         Persisches Reich                                                              Römisches Reich                                     Bipolarität USA / UdSSR
                                           ca. 550 v. Chr. bis ca. 650




                                                                                                                                                                                           1945 bis 1991
                                                                                                                         ca. 250 v. Chr. bis ca. 500
Polarisierende Imperien



                                                                                      1800 bis 1600 v. Chr.
                                                                                                              Babylonisches Reich                                                                                                       Amerikanischer “Imperialismus”




                                                                                                                                                                                                                         1990er Jahre
                                                                                                                                                                                 Britisches Reich




                                                                                                                                                                 1607 bis 1980
               um 2500 v. Chr.




                                 Altes Ägyptisches Reich                                                                                                                         (Commomwealth)




3000 v. Chr.                                                                                                                                                                                                                                                             21. Jhd.
                                                                         Persisches Reich                                                              Römisches Reich                                     Bipolarität USA / UdSSR
                                           ca. 550 v. Chr. bis ca. 650




                                                                                                                                                                                           1945 bis 1991
                                                                                                                         ca. 250 v. Chr. bis ca. 500
Polarisierende Imperien



                                                                                      1800 bis 1600 v. Chr.
                                                                                                              Babylonisches Reich                                                                                                       Amerikanischer “Imperialismus”




                                                                                                                                                                                                                         1990er Jahre
                                                                                                                                                                                 Britisches Reich




                                                                                                                                                                 1607 bis 1980
               um 2500 v. Chr.




                                 Altes Ägyptisches Reich                                                                                                                         (Commomwealth)




3000 v. Chr.                                                                                                                                                                                                                                                                        21. Jhd.
                                                                         Persisches Reich                                                              Römisches Reich                                     Bipolarität USA / UdSSR                                  Tripolarität?
                                           ca. 550 v. Chr. bis ca. 650




                                                                                                                                                                                           1945 bis 1991
                                                                                                                         ca. 250 v. Chr. bis ca. 500




                                                                                                                                                                                                                                                            Heute
Ein Imperium ist ein System von
Wechselwirkungen zwischen zwei
politischen Gebilden, von denen das
eine, die beherrschende Metropole, die
politische Kontrolle über die Innen-
und Außenpolitik – die tatsächliche
Souveränität – des anderen in der
untergeordneten Peripherie ausübt.
         Michael Doyle - Professor für Amerikanische Außen- und Sicherheitspolitik an der Columbia University
Was ist ein Imperium?
Was ist ein Imperium?


‣ Ein Imperium übt Einfluss über Staaten und Kulturen hinaus aus.
Was ist ein Imperium?


‣ Ein Imperium übt Einfluss über Staaten und Kulturen hinaus aus.
‣ Geopolitische Relevanz entsteht durch globalisierten Einfluss auf die zweite Welt.
Was ist ein Imperium?


‣ Ein Imperium übt Einfluss über Staaten und Kulturen hinaus aus.
‣ Geopolitische Relevanz entsteht durch globalisierten Einfluss auf die zweite Welt.
‣ "Colonies were once conquered. Today countries are bought." (Khanna)
Was ist ein Imperium?


‣ Ein Imperium übt Einfluss über Staaten und Kulturen hinaus aus.
‣ Geopolitische Relevanz entsteht durch globalisierten Einfluss auf die zweite Welt.
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Geopolitik vs. Globalisierung
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‣ Geopolitik: Das Verhältnis zwischen Raum und Macht
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Gründe für den Aufstieg- und Fall von Imperien
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‣ Technologische Dominanz / Unterlegenheit
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‣ Demographie
Prinzipien zwischenstaatlicher Dynamik
            nach Professor Lord Robert Skidelsky
Prinzipien zwischenstaatlicher Dynamik
                            nach Professor Lord Robert Skidelsky




‣ Seit dem Fall des Komunismus ist die Zeit der Rivalität, des Krieges und der
Prinzipien zwischenstaatlicher Dynamik
                            nach Professor Lord Robert Skidelsky




‣ Seit dem Fall des Komunismus ist die Zeit der Rivalität, des Krieges und der
  Koexistenz zwischen verschiedenen Machtblöcken vorbei.
Prinzipien zwischenstaatlicher Dynamik
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‣ Seit dem Fall des Komunismus ist die Zeit der Rivalität, des Krieges und der
  Koexistenz zwischen verschiedenen Machtblöcken vorbei.

‣ Die USA waren in den vergangenen 20 Jahren ein wirtschaftliches und kulturelles
  Imperium.
Prinzipien zwischenstaatlicher Dynamik
                            nach Professor Lord Robert Skidelsky




‣ Seit dem Fall des Komunismus ist die Zeit der Rivalität, des Krieges und der
  Koexistenz zwischen verschiedenen Machtblöcken vorbei.

‣ Die USA waren in den vergangenen 20 Jahren ein wirtschaftliches und kulturelles
  Imperium.


‣ Im 21. Jahrhundert sind Staaten nicht mehr die einzigen Akteure innerhalb
  internationaler Beziehungen.
Prinzipien zwischenstaatlicher Dynamik
                                  nach Professor Lord Robert Skidelsky




‣ Seit dem Fall des Komunismus ist die Zeit der Rivalität, des Krieges und der
  Koexistenz zwischen verschiedenen Machtblöcken vorbei.

‣ Die USA waren in den vergangenen 20 Jahren ein wirtschaftliches und kulturelles
  Imperium.


‣ Im 21. Jahrhundert sind Staaten nicht mehr die einzigen Akteure innerhalb
  internationaler Beziehungen.



                            “Wie wird die neue Weltordnung aussehen?”

   “Welche Auswirkung hat die allmähliche Machtverschiebung von den USA zu anderen Akteuren auf
                            die globale Stabilität, auf Krieg und Frieden?”
Part 1
Eine kurze Geschichte der Polarität

Part 2
Globalisierung als neue Weltordnung

Part 3
Szenarios
Globalisierung als neue Weltordnung
Weder wird der Nationalstaat durch
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globalisierten Welt so ausgeübt werden
wie früher.



         Frei nach Patrick Keller - Koordinator Außen- und Sicherheitspolitik Konrad-Adenauer-Stiftung
Global Governance
Global Governance

‣ Die Rolle des Nationalstaats verändert sich dramatisch.
  Von der nationalen Industriegesellschaft zur unabhängigen und global verbundenen Wissensgesellschaft.
Global Governance

‣ Die Rolle des Nationalstaats verändert sich dramatisch.
  Von der nationalen Industriegesellschaft zur unabhängigen und global verbundenen Wissensgesellschaft.


‣ Demokratie auf internationaler Ebene ist unrealistisch.
  Internationale Institutionen funtionieren nicht auf demokratischer Basis (Bsp: UN Security Council).
Global Governance

‣ Die Rolle des Nationalstaats verändert sich dramatisch.
  Von der nationalen Industriegesellschaft zur unabhängigen und global verbundenen Wissensgesellschaft.


‣ Demokratie auf internationaler Ebene ist unrealistisch.
  Internationale Institutionen funtionieren nicht auf demokratischer Basis (Bsp: UN Security Council).
Global Governance

‣ Die Rolle des Nationalstaats verändert sich dramatisch.
  Von der nationalen Industriegesellschaft zur unabhängigen und global verbundenen Wissensgesellschaft.


‣ Demokratie auf internationaler Ebene ist unrealistisch.
  Internationale Institutionen funtionieren nicht auf demokratischer Basis (Bsp: UN Security Council).


‣ Institutionen werden wichtiger, aber möglicherweise nicht nur die heutigen.
  Wirtschaftsbündnisse, laterale Funktions- und Regelsysteme (Markt, Recht, Solidarität, Wissen).
Global Governance

‣ Die Rolle des Nationalstaats verändert sich dramatisch.
  Von der nationalen Industriegesellschaft zur unabhängigen und global verbundenen Wissensgesellschaft.


‣ Demokratie auf internationaler Ebene ist unrealistisch.
  Internationale Institutionen funtionieren nicht auf demokratischer Basis (Bsp: UN Security Council).


‣ Institutionen werden wichtiger, aber möglicherweise nicht nur die heutigen.
  Wirtschaftsbündnisse, laterale Funktions- und Regelsysteme (Markt, Recht, Solidarität, Wissen).


‣ Multipolarität wird bestimmt durch Multilateralismus.
Multipolarität
Part 1
Eine kurze Geschichte der Polarität

Part 2
Globalisierung als neue Weltordnung

Part 3
Szenarios
Multipolarität
Multipolarität
‣ Amerika wird auch weiterhin die mächtigste Nation bleiben.
  Aber die relative Macht gegenüber anderen Nationen wird abnehmen.
‣ Amerika wird auch weiterhin die mächtigste Nation bleiben.
  Aber die relative Macht gegenüber anderen Nationen wird abnehmen.



‣ In den letzten 500 Jahren gab es drei hauptsächliche Machtverschiebungen.
  Die Machtverlagerung in den Westen nach der Renaissance, die Hegemonialstellung der USA und nun die
  Entstehung neuer Mächte (China, Indien, NGOs)
‣ Amerika wird auch weiterhin die mächtigste Nation bleiben.
  Aber die relative Macht gegenüber anderen Nationen wird abnehmen.



‣ In den letzten 500 Jahren gab es drei hauptsächliche Machtverschiebungen.
  Die Machtverlagerung in den Westen nach der Renaissance, die Hegemonialstellung der USA und nun die
  Entstehung neuer Mächte (China, Indien, NGOs)



‣ China ist dauerhaft die zweit mächtigste Nation wird die USA aber in den
  nächten Jahrzehnten nicht einholen können.
Das Zeitalter der Nicht-Polarität
   nach Richard Haass - President of the US Council of Foreign Affairs
Das Zeitalter der Nicht-Polarität
                        nach Richard Haass - President of the US Council of Foreign Affairs




‣ Multilateralismus als Governance Ansatz
  Neben den Nationalstaaten spielen auch andere Akteure eine Rolle.
Das Zeitalter der Nicht-Polarität
                        nach Richard Haass - President of the US Council of Foreign Affairs




‣ Multilateralismus als Governance Ansatz
  Neben den Nationalstaaten spielen auch andere Akteure eine Rolle.


‣ Nicht-Polarität erschwert Diplomatie.
  Netzwerke an Stelle von Organisationen,
Das Zeitalter der Nicht-Polarität
                        nach Richard Haass - President of the US Council of Foreign Affairs




‣ Multilateralismus als Governance Ansatz
  Neben den Nationalstaaten spielen auch andere Akteure eine Rolle.


‣ Nicht-Polarität erschwert Diplomatie.
  Netzwerke an Stelle von Organisationen,
Das Zeitalter der Nicht-Polarität
                        nach Richard Haass - President of the US Council of Foreign Affairs




‣ Multilateralismus als Governance Ansatz
  Neben den Nationalstaaten spielen auch andere Akteure eine Rolle.


‣ Nicht-Polarität erschwert Diplomatie.
  Netzwerke an Stelle von Organisationen,


‣ Zwischenstaatliche Beziehungen werden selektiver und situativer.
  Kooperation bei manchen Angelegenheiten, Widerstand bei anderen.
Das Zeitalter der Nicht-Polarität
                        nach Richard Haass - President of the US Council of Foreign Affairs




‣ Multilateralismus als Governance Ansatz
  Neben den Nationalstaaten spielen auch andere Akteure eine Rolle.


‣ Nicht-Polarität erschwert Diplomatie.
  Netzwerke an Stelle von Organisationen,


‣ Zwischenstaatliche Beziehungen werden selektiver und situativer.
  Kooperation bei manchen Angelegenheiten, Widerstand bei anderen.



‣ Klassifizierung zwischen alliierten und feindlichen Ländern nicht mehr möglich.
We are on the cusp of a new new world
order a multipolar and multicivilizational
world of three distinct superpowers
competing on a planet of shrinking
resources.




          Parag Khanna - Direktor der Global Governance Initiative der New Amerika Foundation
Tripolarität
Tripolarität


‣ Koexistenz durch gegenseitige Abhängigkeit.
  Mehr Globalisierung führt zu weniger Krieg, aufgrund von Abhängigkeiten und Konvergenz
Tripolarität


‣ Koexistenz durch gegenseitige Abhängigkeit.
  Mehr Globalisierung führt zu weniger Krieg, aufgrund von Abhängigkeiten und Konvergenz



‣ Alle drei Pole sind im Besitz von Atomwaffen.
  Wirtschaftliche Macht wird wichtiger als miltärische Macht.
Tripolarität


‣ Koexistenz durch gegenseitige Abhängigkeit.
  Mehr Globalisierung führt zu weniger Krieg, aufgrund von Abhängigkeiten und Konvergenz



‣ Alle drei Pole sind im Besitz von Atomwaffen.
  Wirtschaftliche Macht wird wichtiger als miltärische Macht.



‣ Imperien nehmen kulturellen und wirtschaftlichen Einfluss auf andere Länder.
  “Race to win the Second World”
Tripolarität


‣ Koexistenz durch gegenseitige Abhängigkeit.
  Mehr Globalisierung führt zu weniger Krieg, aufgrund von Abhängigkeiten und Konvergenz



‣ Alle drei Pole sind im Besitz von Atomwaffen.
  Wirtschaftliche Macht wird wichtiger als miltärische Macht.



‣ Imperien nehmen kulturellen und wirtschaftlichen Einfluss auf andere Länder.
  “Race to win the Second World”



‣ Hauptauseinandersetzungen wird der Kampf um schwindende Ressourcen und
  der Klimawandel.
  Deideologisierung der Außenpolitik
Die USA als Machtpol


‣ Wirtschaftliche Macht und enormes IP
‣ Militärisch-industrieller Komplex




‣ Verwicklung in kostspielige Kriege (Afgahnistan und Irak)
‣ Öknonomische Unvernuft (Wirtschaftskrise und Außenhandelsdefizit)
‣ Diplomatischer Dienst nicht ausgebaut (Expertendefizit)
Die EU als Machtpol


‣ Größere Bevölkerung und Wirtschaft als die USA.
‣ Heterogenität
‣ Stabiles politisches Umfeld innerhalb und “soft power” außerhalb.


‣ Demographie
‣ Kompromisszwang und Ökonomische Stagnation.
‣ Keine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik.
China als Machtpol


‣ Demographie
‣ Rasantes Wirtschaftswachstum / “Radikalkapatilismus”
‣Effektive Vergabe von Entwicklungshilfe


‣ Menschenrechtsimplikationen
‣Schiere Größe bürgt die Gefahr des Auseinanderfalls
Backup
Thesen // Diskussionsfragen


1.	

 Politische Kooperation auf internationaler Ebene beruht auf vier Schlüsselfaktoren.
      Diese sind Rationalität, Partizipation, Transparenz und Verantwortlichkeit.


2.	

Von Landesgrenzen zu Wirtschaftsgrenzen - Staatliche Hoheitsgebiete werden
     immer unsichtbarer (Invisivle Maps Theory).


3.	

 Demokratie auf internationaler Ebene ist unmöglich.


4.	

 Kann suprastaatliche Kooperation ohne das Vorhandensein einer dominierenden
      Macht funktionieren?
Multipolarität
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  • 5. Polarisierende Imperien um 2500 v. Chr. Altes Ägyptisches Reich 3000 v. Chr. 21. Jhd.
  • 6. Polarisierende Imperien um 2500 v. Chr. Altes Ägyptisches Reich 3000 v. Chr. 21. Jhd. Persisches Reich ca. 550 v. Chr. bis ca. 650
  • 7. Polarisierende Imperien 1800 bis 1600 v. Chr. Babylonisches Reich um 2500 v. Chr. Altes Ägyptisches Reich 3000 v. Chr. 21. Jhd. Persisches Reich ca. 550 v. Chr. bis ca. 650
  • 8. Polarisierende Imperien 1800 bis 1600 v. Chr. Babylonisches Reich um 2500 v. Chr. Altes Ägyptisches Reich 3000 v. Chr. 21. Jhd. Persisches Reich Römisches Reich ca. 550 v. Chr. bis ca. 650 ca. 250 v. Chr. bis ca. 500
  • 9. Polarisierende Imperien 1800 bis 1600 v. Chr. Babylonisches Reich Britisches Reich 1607 bis 1980 um 2500 v. Chr. Altes Ägyptisches Reich (Commomwealth) 3000 v. Chr. 21. Jhd. Persisches Reich Römisches Reich ca. 550 v. Chr. bis ca. 650 ca. 250 v. Chr. bis ca. 500
  • 10. Polarisierende Imperien 1800 bis 1600 v. Chr. Babylonisches Reich Britisches Reich 1607 bis 1980 um 2500 v. Chr. Altes Ägyptisches Reich (Commomwealth) 3000 v. Chr. 21. Jhd. Persisches Reich Römisches Reich Bipolarität USA / UdSSR ca. 550 v. Chr. bis ca. 650 1945 bis 1991 ca. 250 v. Chr. bis ca. 500
  • 11. Polarisierende Imperien 1800 bis 1600 v. Chr. Babylonisches Reich Amerikanischer “Imperialismus” 1990er Jahre Britisches Reich 1607 bis 1980 um 2500 v. Chr. Altes Ägyptisches Reich (Commomwealth) 3000 v. Chr. 21. Jhd. Persisches Reich Römisches Reich Bipolarität USA / UdSSR ca. 550 v. Chr. bis ca. 650 1945 bis 1991 ca. 250 v. Chr. bis ca. 500
  • 12. Polarisierende Imperien 1800 bis 1600 v. Chr. Babylonisches Reich Amerikanischer “Imperialismus” 1990er Jahre Britisches Reich 1607 bis 1980 um 2500 v. Chr. Altes Ägyptisches Reich (Commomwealth) 3000 v. Chr. 21. Jhd. Persisches Reich Römisches Reich Bipolarität USA / UdSSR Tripolarität? ca. 550 v. Chr. bis ca. 650 1945 bis 1991 ca. 250 v. Chr. bis ca. 500 Heute
  • 13. Ein Imperium ist ein System von Wechselwirkungen zwischen zwei politischen Gebilden, von denen das eine, die beherrschende Metropole, die politische Kontrolle über die Innen- und Außenpolitik – die tatsächliche Souveränität – des anderen in der untergeordneten Peripherie ausübt. Michael Doyle - Professor für Amerikanische Außen- und Sicherheitspolitik an der Columbia University
  • 14. Was ist ein Imperium?
  • 15. Was ist ein Imperium? ‣ Ein Imperium übt Einfluss über Staaten und Kulturen hinaus aus.
  • 16. Was ist ein Imperium? ‣ Ein Imperium übt Einfluss über Staaten und Kulturen hinaus aus. ‣ Geopolitische Relevanz entsteht durch globalisierten Einfluss auf die zweite Welt.
  • 17. Was ist ein Imperium? ‣ Ein Imperium übt Einfluss über Staaten und Kulturen hinaus aus. ‣ Geopolitische Relevanz entsteht durch globalisierten Einfluss auf die zweite Welt. ‣ "Colonies were once conquered. Today countries are bought." (Khanna)
  • 18. Was ist ein Imperium? ‣ Ein Imperium übt Einfluss über Staaten und Kulturen hinaus aus. ‣ Geopolitische Relevanz entsteht durch globalisierten Einfluss auf die zweite Welt. ‣ "Colonies were once conquered. Today countries are bought." (Khanna) ‣ hard and soft power
  • 20. Geopolitik vs. Globalisierung ‣ Geopolitik: Das Verhältnis zwischen Raum und Macht
  • 21. Geopolitik vs. Globalisierung ‣ Geopolitik: Das Verhältnis zwischen Raum und Macht ‣ Globalisierung: Verflechtung, Interdependenz, und Kooperation
  • 22. Geopolitik vs. Globalisierung ‣ Geopolitik: Das Verhältnis zwischen Raum und Macht ‣ Globalisierung: Verflechtung, Interdependenz, und Kooperation ‣ Konklusion: Globalisierung als Mittel der Geopolitik?
  • 23. Gründe für den Aufstieg- und Fall von Imperien
  • 24. Gründe für den Aufstieg- und Fall von Imperien ‣ Technologische Dominanz / Unterlegenheit
  • 25. Gründe für den Aufstieg- und Fall von Imperien ‣ Technologische Dominanz / Unterlegenheit ‣ Ressourcen Reichtum / Schwund
  • 26. Gründe für den Aufstieg- und Fall von Imperien ‣ Technologische Dominanz / Unterlegenheit ‣ Ressourcen Reichtum / Schwund ‣ Militärische- und Wirtschaftliche Stärke / Größenwahn
  • 27. Gründe für den Aufstieg- und Fall von Imperien ‣ Technologische Dominanz / Unterlegenheit ‣ Ressourcen Reichtum / Schwund ‣ Militärische- und Wirtschaftliche Stärke / Größenwahn ‣ Demographie
  • 28. Prinzipien zwischenstaatlicher Dynamik nach Professor Lord Robert Skidelsky
  • 29. Prinzipien zwischenstaatlicher Dynamik nach Professor Lord Robert Skidelsky ‣ Seit dem Fall des Komunismus ist die Zeit der Rivalität, des Krieges und der
  • 30. Prinzipien zwischenstaatlicher Dynamik nach Professor Lord Robert Skidelsky ‣ Seit dem Fall des Komunismus ist die Zeit der Rivalität, des Krieges und der Koexistenz zwischen verschiedenen Machtblöcken vorbei.
  • 31. Prinzipien zwischenstaatlicher Dynamik nach Professor Lord Robert Skidelsky ‣ Seit dem Fall des Komunismus ist die Zeit der Rivalität, des Krieges und der Koexistenz zwischen verschiedenen Machtblöcken vorbei. ‣ Die USA waren in den vergangenen 20 Jahren ein wirtschaftliches und kulturelles Imperium.
  • 32. Prinzipien zwischenstaatlicher Dynamik nach Professor Lord Robert Skidelsky ‣ Seit dem Fall des Komunismus ist die Zeit der Rivalität, des Krieges und der Koexistenz zwischen verschiedenen Machtblöcken vorbei. ‣ Die USA waren in den vergangenen 20 Jahren ein wirtschaftliches und kulturelles Imperium. ‣ Im 21. Jahrhundert sind Staaten nicht mehr die einzigen Akteure innerhalb internationaler Beziehungen.
  • 33. Prinzipien zwischenstaatlicher Dynamik nach Professor Lord Robert Skidelsky ‣ Seit dem Fall des Komunismus ist die Zeit der Rivalität, des Krieges und der Koexistenz zwischen verschiedenen Machtblöcken vorbei. ‣ Die USA waren in den vergangenen 20 Jahren ein wirtschaftliches und kulturelles Imperium. ‣ Im 21. Jahrhundert sind Staaten nicht mehr die einzigen Akteure innerhalb internationaler Beziehungen. “Wie wird die neue Weltordnung aussehen?” “Welche Auswirkung hat die allmähliche Machtverschiebung von den USA zu anderen Akteuren auf die globale Stabilität, auf Krieg und Frieden?”
  • 34. Part 1 Eine kurze Geschichte der Polarität Part 2 Globalisierung als neue Weltordnung Part 3 Szenarios
  • 35. Globalisierung als neue Weltordnung
  • 36. Weder wird der Nationalstaat durch eine weltumspannende Social Media - Generation unnötig werden, noch kann Macht durch Nationalstaaten in einer globalisierten Welt so ausgeübt werden wie früher. Frei nach Patrick Keller - Koordinator Außen- und Sicherheitspolitik Konrad-Adenauer-Stiftung
  • 38. Global Governance ‣ Die Rolle des Nationalstaats verändert sich dramatisch. Von der nationalen Industriegesellschaft zur unabhängigen und global verbundenen Wissensgesellschaft.
  • 39. Global Governance ‣ Die Rolle des Nationalstaats verändert sich dramatisch. Von der nationalen Industriegesellschaft zur unabhängigen und global verbundenen Wissensgesellschaft. ‣ Demokratie auf internationaler Ebene ist unrealistisch. Internationale Institutionen funtionieren nicht auf demokratischer Basis (Bsp: UN Security Council).
  • 40. Global Governance ‣ Die Rolle des Nationalstaats verändert sich dramatisch. Von der nationalen Industriegesellschaft zur unabhängigen und global verbundenen Wissensgesellschaft. ‣ Demokratie auf internationaler Ebene ist unrealistisch. Internationale Institutionen funtionieren nicht auf demokratischer Basis (Bsp: UN Security Council).
  • 41. Global Governance ‣ Die Rolle des Nationalstaats verändert sich dramatisch. Von der nationalen Industriegesellschaft zur unabhängigen und global verbundenen Wissensgesellschaft. ‣ Demokratie auf internationaler Ebene ist unrealistisch. Internationale Institutionen funtionieren nicht auf demokratischer Basis (Bsp: UN Security Council). ‣ Institutionen werden wichtiger, aber möglicherweise nicht nur die heutigen. Wirtschaftsbündnisse, laterale Funktions- und Regelsysteme (Markt, Recht, Solidarität, Wissen).
  • 42. Global Governance ‣ Die Rolle des Nationalstaats verändert sich dramatisch. Von der nationalen Industriegesellschaft zur unabhängigen und global verbundenen Wissensgesellschaft. ‣ Demokratie auf internationaler Ebene ist unrealistisch. Internationale Institutionen funtionieren nicht auf demokratischer Basis (Bsp: UN Security Council). ‣ Institutionen werden wichtiger, aber möglicherweise nicht nur die heutigen. Wirtschaftsbündnisse, laterale Funktions- und Regelsysteme (Markt, Recht, Solidarität, Wissen). ‣ Multipolarität wird bestimmt durch Multilateralismus.
  • 44. Part 1 Eine kurze Geschichte der Polarität Part 2 Globalisierung als neue Weltordnung Part 3 Szenarios
  • 47. ‣ Amerika wird auch weiterhin die mächtigste Nation bleiben. Aber die relative Macht gegenüber anderen Nationen wird abnehmen.
  • 48. ‣ Amerika wird auch weiterhin die mächtigste Nation bleiben. Aber die relative Macht gegenüber anderen Nationen wird abnehmen. ‣ In den letzten 500 Jahren gab es drei hauptsächliche Machtverschiebungen. Die Machtverlagerung in den Westen nach der Renaissance, die Hegemonialstellung der USA und nun die Entstehung neuer Mächte (China, Indien, NGOs)
  • 49. ‣ Amerika wird auch weiterhin die mächtigste Nation bleiben. Aber die relative Macht gegenüber anderen Nationen wird abnehmen. ‣ In den letzten 500 Jahren gab es drei hauptsächliche Machtverschiebungen. Die Machtverlagerung in den Westen nach der Renaissance, die Hegemonialstellung der USA und nun die Entstehung neuer Mächte (China, Indien, NGOs) ‣ China ist dauerhaft die zweit mächtigste Nation wird die USA aber in den nächten Jahrzehnten nicht einholen können.
  • 50. Das Zeitalter der Nicht-Polarität nach Richard Haass - President of the US Council of Foreign Affairs
  • 51. Das Zeitalter der Nicht-Polarität nach Richard Haass - President of the US Council of Foreign Affairs ‣ Multilateralismus als Governance Ansatz Neben den Nationalstaaten spielen auch andere Akteure eine Rolle.
  • 52. Das Zeitalter der Nicht-Polarität nach Richard Haass - President of the US Council of Foreign Affairs ‣ Multilateralismus als Governance Ansatz Neben den Nationalstaaten spielen auch andere Akteure eine Rolle. ‣ Nicht-Polarität erschwert Diplomatie. Netzwerke an Stelle von Organisationen,
  • 53. Das Zeitalter der Nicht-Polarität nach Richard Haass - President of the US Council of Foreign Affairs ‣ Multilateralismus als Governance Ansatz Neben den Nationalstaaten spielen auch andere Akteure eine Rolle. ‣ Nicht-Polarität erschwert Diplomatie. Netzwerke an Stelle von Organisationen,
  • 54. Das Zeitalter der Nicht-Polarität nach Richard Haass - President of the US Council of Foreign Affairs ‣ Multilateralismus als Governance Ansatz Neben den Nationalstaaten spielen auch andere Akteure eine Rolle. ‣ Nicht-Polarität erschwert Diplomatie. Netzwerke an Stelle von Organisationen, ‣ Zwischenstaatliche Beziehungen werden selektiver und situativer. Kooperation bei manchen Angelegenheiten, Widerstand bei anderen.
  • 55. Das Zeitalter der Nicht-Polarität nach Richard Haass - President of the US Council of Foreign Affairs ‣ Multilateralismus als Governance Ansatz Neben den Nationalstaaten spielen auch andere Akteure eine Rolle. ‣ Nicht-Polarität erschwert Diplomatie. Netzwerke an Stelle von Organisationen, ‣ Zwischenstaatliche Beziehungen werden selektiver und situativer. Kooperation bei manchen Angelegenheiten, Widerstand bei anderen. ‣ Klassifizierung zwischen alliierten und feindlichen Ländern nicht mehr möglich.
  • 56. We are on the cusp of a new new world order a multipolar and multicivilizational world of three distinct superpowers competing on a planet of shrinking resources. Parag Khanna - Direktor der Global Governance Initiative der New Amerika Foundation
  • 58. Tripolarität ‣ Koexistenz durch gegenseitige Abhängigkeit. Mehr Globalisierung führt zu weniger Krieg, aufgrund von Abhängigkeiten und Konvergenz
  • 59. Tripolarität ‣ Koexistenz durch gegenseitige Abhängigkeit. Mehr Globalisierung führt zu weniger Krieg, aufgrund von Abhängigkeiten und Konvergenz ‣ Alle drei Pole sind im Besitz von Atomwaffen. Wirtschaftliche Macht wird wichtiger als miltärische Macht.
  • 60. Tripolarität ‣ Koexistenz durch gegenseitige Abhängigkeit. Mehr Globalisierung führt zu weniger Krieg, aufgrund von Abhängigkeiten und Konvergenz ‣ Alle drei Pole sind im Besitz von Atomwaffen. Wirtschaftliche Macht wird wichtiger als miltärische Macht. ‣ Imperien nehmen kulturellen und wirtschaftlichen Einfluss auf andere Länder. “Race to win the Second World”
  • 61. Tripolarität ‣ Koexistenz durch gegenseitige Abhängigkeit. Mehr Globalisierung führt zu weniger Krieg, aufgrund von Abhängigkeiten und Konvergenz ‣ Alle drei Pole sind im Besitz von Atomwaffen. Wirtschaftliche Macht wird wichtiger als miltärische Macht. ‣ Imperien nehmen kulturellen und wirtschaftlichen Einfluss auf andere Länder. “Race to win the Second World” ‣ Hauptauseinandersetzungen wird der Kampf um schwindende Ressourcen und der Klimawandel. Deideologisierung der Außenpolitik
  • 62. Die USA als Machtpol ‣ Wirtschaftliche Macht und enormes IP ‣ Militärisch-industrieller Komplex ‣ Verwicklung in kostspielige Kriege (Afgahnistan und Irak) ‣ Öknonomische Unvernuft (Wirtschaftskrise und Außenhandelsdefizit) ‣ Diplomatischer Dienst nicht ausgebaut (Expertendefizit)
  • 63. Die EU als Machtpol ‣ Größere Bevölkerung und Wirtschaft als die USA. ‣ Heterogenität ‣ Stabiles politisches Umfeld innerhalb und “soft power” außerhalb. ‣ Demographie ‣ Kompromisszwang und Ökonomische Stagnation. ‣ Keine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik.
  • 64. China als Machtpol ‣ Demographie ‣ Rasantes Wirtschaftswachstum / “Radikalkapatilismus” ‣Effektive Vergabe von Entwicklungshilfe ‣ Menschenrechtsimplikationen ‣Schiere Größe bürgt die Gefahr des Auseinanderfalls
  • 66. Thesen // Diskussionsfragen 1. Politische Kooperation auf internationaler Ebene beruht auf vier Schlüsselfaktoren. Diese sind Rationalität, Partizipation, Transparenz und Verantwortlichkeit. 2. Von Landesgrenzen zu Wirtschaftsgrenzen - Staatliche Hoheitsgebiete werden immer unsichtbarer (Invisivle Maps Theory). 3. Demokratie auf internationaler Ebene ist unmöglich. 4. Kann suprastaatliche Kooperation ohne das Vorhandensein einer dominierenden Macht funktionieren?