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26 mep Ausgabe 2/2017
Nicht nur der Autor dieses
Berichtes hat Malta zahlrei-
che Male besucht, beruflich
wie privat. Dass der klei-
ne Staat im Mittelmeer, der
die drei bewohnten Inseln
Malta, Gozo und Comino
umfasst, etwas Besonderes
ist, zeigt bereits die Spra-
che. Wer weiß schon, was
„wiehed“ (eins), „tnejn“
(zwei) oder „te’ fit-tazza“
(Glas Tee) bedeuten? Das
macht aber nichts, denn je-
der versteht hier Englisch
und das ist ein großer Vor-
teil fürs internationale Ge-
schäft.
Wer Malta sagt, meint immer
auch die Landesmetropole
Valletta mit, die prächtige Fes-
tungsstadt, die im kommenden
Jahr sogar Europäische Kultur-
hauptstadt sein wird. Warum
das Gesamtmonument Val-
letta zum UNESCO Welterbe
zählt, versteht man bei einem
Spaziergang vor Ort und ei-
nem Blick auf die bewegte Ge-
schichte. Der Johanniterorden
siedelte sich Mitte des 16.
Jhdts. in Malta an, zunächst in
Mdina im Landesinnern, dann
in Küstennähe, von wo aus
man einen besseren Blick aufs
Meer hatte. Denn es war die
Zeit der Bedrohung durch die
Osmanen.
Die kamen auch, wurden aber
in der „Großen Belagerung“
(Great Siege) von 1565 be-
siegt. Die Johanniterritter aber,
die sich als rechte Hand des
Papstes (!) begriffen und un-
ter der Herrschaft eines Groß-
meisters standen, blieben. Ein
Jahr später, 1566, legte Groß-
meister Jean Parisot de Valet-
te den Grundstein für die am
massivsten befestigte Stadt
Europas und gab der neu-
en Hauptstadt des Landes ih-
ren Namen. Die Valletta um-
gebenden Festungsanlagen,
aber auch die zahlreichen Pa-
läste und Kirchen sind überaus
imposant.
Wie sich die Ritter weiland ver-
teidigt haben, lässt sich in der
Ausstellung „The Palace Ar-
mory“ im Großmeisterpalast
(bis 2016 Sitz des Parlaments,
heute Gelegenheit für Veran-
staltungen) am St. George’s
Square nachempfinden. Ei-
nen bedeutsamen Kunst-
schatz beherbergt die eins-
tige Konventskathedrale St.
John’s: Das Gemälde von der
Enthauptung des heiligen Jo-
hannes gilt wegen seiner rea-
listischen Anmutung als Meis-
terwerk Caravaggios aus dem
17. Jhdt. Ebenfalls einen Be-
such, besser noch eine Rund-
fahrt (auch als exklusives Pro-
gramm!) wert ist der Grand
Harbour. Weil dieser einer der
tiefsten Naturhäfen im Mittel-
meerraum ist, legen hier regel-
mäßig Supertanker und Kreuz-
fahrtschiffe an. Gegenüber
von Valletta befinden sich die
berühmten „Three Cities“ Vit-
toriosa, Senglea und Cospicua.
Der Johanniterorden, auch
Malteserorden genannt, spielt
übrigens immer noch eine ge-
wichtige Rolle: Heutzutage
widmet man sich karitativen
Tätigkeiten und hat natürlich
auch einen deutschen Zweig -
mit Rettungsdiensten über die
Bahnhofsmission bis hin zum
Hausnotruf!
www.valletta2018.org
Immer wieder gerne dort
© Bilder Holger Grosz – PeC Kontor für Kommunikation
DESTINATIONEN
Malta
mep Ausgabe 2/2017 27
Der kleine Inselstaat ist
in Sachen Meeting Indus-
try ein Großer – seit über
30 Jahren legt Malta einen
Fokus aufs MICE-Geschäft.
Neben fünf Konferenzzent-
ren, fünfzehn 5-Sterne-Ho-
tels, über 3.500 Zimmern
in Tagungshotels und zahl-
reichen Special Locations
sind die unkomplizierten
Prozesse und kurzen Wege
ein weiterer Vorteil. In der
Hauptstadt Valletta (knapp
10.000 Ew.) lassen sich die
Points of Interest bequem
zu Fuß erreichen.
Etwa das reizende „Manoel
Theater“, das 1732 unter dem
portugiesischen Großmeister
Manoel de Vilhena erbaut
wurde und damit das älteste
erhaltene Theater Europas ist,
in dem immer noch Auffüh-
rungen stattfinden (Vollbüh-
ne, 630 Plätze). Eine Besichti-
gung lohnt sich, auch wegen
der Nähe zur zentralen Ein-
kaufs- und Gastromeile Repu-
blic Street. Dort empfiehlt sich
eine Stippvisite in der „Casa
Rocca Piccola“, dem einzigen
Palazzo Vallettas in Privatbe-
sitz, mit Tradition bis ins 16.
Jhdt. Es wird sogar noch be-
wohnt und Besucher der tollen
Repräsentationsräume werden
zumeist lautstark begrüßt –
vom 5-jährigen Hauspapagei.
Garten-Empfänge auf Anfra-
ge möglich.
Exklusiv: Casino Maltese
Ebenfalls in der Republic
Street, nur wenige Meter vom
Präsidentenpalast entfernt, fin-
det sich eine ganz besonde-
re Location, die Mitte des 19.
Jhdts. erbaut wurde: „Omni-
bus idem“ (Allen das Gleiche)
lautet das Motto des sehr an-
gesehenen Casino Maltese,
das in seiner Geschichte auch
schon Grand Hotel und Kino
war und Wert auf gepflegte
Etikette legt. Dafür waren die
englische Königin und der ja-
panische Kaiser hier schon zu
Gast. Ein imposanter Aufgang
führt zu den vier stilvollen
Clubsälen, die Kapazitäten bis
300 Personen (Empfang) bzw.
180 Gäste (Bankett) haben.
MCC – geeignet für
Großformate
Im MCC Mediterranean Con-
ference Center (Bild) am Grand
Harbour in Valletta fand die
Eröffnungszeremonie zum
maltesischen EU-Vorsitz statt
– das sagt alles. Das ehemali-
Stichwort: Verdala Palace
Hoch über den Buskett Gardens, eine ca. halbstündige Auto-
fahrt von Valletta – quer durch die Hauptinsel – entfernt, er-
hebt sich ein prächtiger Palast, der im 16. Jhdt. großmeister-
lichen Jagdgesellschaften diente. Das herrschaftliche Verdala
Palace ist heute Sommerresidenz des maltesischen Staatspräsi-
denten und wird für Staatsempfänge genutzt. Deshalb ist die
Location üblicherweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich;
eine Nutzung kann im Ausnahmefall aber möglich sein.
Ideal für MICE-Anlässe diverser Art
ge Hospital der Johanniter ist
modern adaptiert und bietet
auf drei Etagen (EG + 2UG!)
u.a. das größte Theater Mal-
tas, eine sehr atmosphärische
Halle mit Kreuzgang und Ban-
kettmöglichkeiten für Grup-
pen bis 900 Personen (450 an
sog. „Long Tables“).
Eine Veranstaltung hier lässt
sich mit vielen neuen Sehens-
würdigkeiten der Hauptstadt
verbinden: Etwa die Valletta
Waterfront, deren zahlreiche
ehemalige Lagerhäuser zur
schicken Hafenpromenade mit
Einkehr-Flair umgebaut wur-
den. Unweit davon verbindet
der riesige „Barakka Lift“ den
Grand Harbour mit den rund
60 Meter höher gelegenen
„Upper Barakka Gardens“. Ein
zeitgemäßer Reiseführer zu al-
len und mehr ist die „Mal-
ta-App“, die vom Fremdenver-
kehrsamt bereit gestellt wird
(www.malta-app.com).
DESTINATIONEN
28 mep Ausgabe 2/2017
Die östliche Küste der Mal-
ta Hauptinsel ist die am
dichtesten besiedelte Re-
gion – in nordwestlicher
Richtung grenzt an Vallet-
ta das größere Sliema und
daran wiederum das quirli-
ge St. Julians. Hier befindet
sich auf einer 74.000 (!) qm
großen Halbinsel das impo-
sante Westin Dragonara,
das 340 Zimmer (davon 56
Suiten) mit WLAN und ein
Conference Center mit Ball-
room (500 qm) bereit hält.
Sogar ein eigenes Casino
gibt es.
Auch der „MICE PEAK Me-
diterran“ war jüngst im Feb-
ruar zu Gast – und wurde im
Westin Dragonara offiziell er-
öffnet. Das noch einen weite-
ren veranstaltungstechnischen
Vorteil hat: Die separate Pa-
villon Hall (400 qm) fällt nicht
nur durch ihre ungewöhnli-
che Rundarchitektur auf, son-
dern ermöglicht auch separate
Bankette, Präsentationen etc.
Fürs kulinarische Wohl sorgen
die beiden Restaurants Quadro
(Meeresfrüchte-Spezialitäten!)
und Palio’s. Außerdem hat sich
das Hotel dem CSR-Gedanken
verschrieben und ermöglicht
nachhaltige Veranstaltungen
(Sustainable Meetings). Be-
merkenswert ist dazu die Op-
tion, im Rahmen eines „Volun-
teer Programms“ mit lokalen,
gemeinnützigen Aktivitäten
das Teambuilding auf sozia-
le, sinnvolle Weise zu fördern
(www.westinmalta.com).
Hotel mit Peninsula-Feeling
Quelle: Westin Dragonara
Zuverlässiger DMC-Spezialist,
auch in Sachen CSR
Die AGL Alliance Group verfügt über
rund 30 Jahre DMC-Erfahrung, die
sich auf die gesamte Dienstleistungs-
kette von der Hotelbuchung über das
Location-Scouting und die Organisa-
tion bis hin zum Rahmenprogramm
erstreckt. Sogar Profiteams des Fuß-
balls wurden schon betreut. Auch im
CSR-Bereich verfügt die Agentur über
besondere Kompetenz.
Größte dies bezügliche Herausforde-
rung war bisher ein Corporate Kun-
de aus dem Pharma-Bereich mit nicht
weniger als 1.100 Teilnehmern. Dazu
wurden Arbeitsgruppen gebildet, de-
ren unterschiedliche Einsatzpläne Kin-
der- und Altenheime, Spielplätze und
Bibliotheken umfassten. Es wurde gema-
lert, gestrichen, aufgeräumt, Gärten ge-
pflegt und Produkte eines bekannten
schwedischen Möbelhauses aufgebaut.
Kleine Malta-Geschichte
• um 5.000 v. Chr.: älteste Mega-
lith-Tempel
• 1530: Kaiser Karl V. belehnt den Jo-
hanniterorden mit Malta
• 1566: Valletta wird Hauptstadt
• 1974: Malta wird Republik, Air Malta
startet (Frankfurt von Beginn an da-
bei)
• 2004: EU-Mitgliedschaft
• 2015: Valletta Summit mit Staatsgäs-
ten aus Europa und Afrika (Thema:
Migration)
• 1.1.-30.6.2017: Malta hat turnusge-
mäß den europäischen Ratsvorsitz
• 2018 Valletta wird Europäische Kul-
turhauptstadt
Quelle: AGL
Weitere Projekte folgten. Die AGL Alliance
Group ist mit dem Qualitätssiegel der
Malta Tourism Authority ausgezeichnet
(www.alliancemalta.com).
DESTINATIONEN
Malta
mep Ausgabe 2/2017 29
Die Destination Manage-
ment Company MPE –
Meeting Point Events war
beim diesjährigen MICE
PEAK Mediterran für die
gesamte Logistik zustän-
dig und das gleich fünf
Tage lang. Von der Disposi-
tion passender, gepflegter
Transport-Kapazitäten bis
zur pünktlichen Abholung
und Zubringung hat alles
prima geklappt. Für Juni
steht das nächste Großpro-
jekt bereits in den Startlö-
chern…
Für eine internationale Tagung
mit 900 Teilnehmern wurde MPE
für ein Full-Service-Arrangement
gebucht, das von der Online-Re-
gistrierung über die dreitägige
Veranstaltungskoordination bis
hin zum Transport reicht. Auch
das Referenten-Handling ein-
schließlich Biographien und In-
formationsmanagement obliegt
der Agentur. Dazu kommen
die Registrierung vor Ort sowie
wichtige Rahmenservices wie
die Bild- und Video-Dokumen-
tation, Give aways und weitere
Extras (www.mpe-dmc.com).
Stets in guter Hand – besonders auch logistisch
Im angesagten Küstenort St. Julians,
direkt am Portomaso-Yachthafen ge-
legen, ist das Hilton Malta Hotel eine
weitere angemessene Empfehlung.
Erst im vergangenen Jahr wurde wie-
dereröffnet; die 410 Zimmer sind
großzügig geschnitten und bieten ei-
nen herrlichen Blick auf die Marina
und das Meer. Dazu kommt professio-
nelle Tagungs-Infrastruktur im hausei-
genen Conference Center auf mehre-
ren Etagen.
Für kleinere Zusammenkünfte kann man
sich auch in die geschmackvoll eingerich-
tete Executive Lounge (Bild) zurückziehen
– samt Außenbalkon, was bei dem auf
Malta zumeist schönem Wetter ein ech-
ter Benefit ist. Auch kulinarisch ist man im
Hilton Malta gut aufgehoben. Das Früh-
stück sollte man nicht verpassen, denn es
fällt reichlich und hervorragend aus. Au-
ßerdem gibt es gleich drei Restaurants,
von denen zwei ganzjährig offen sind, ei-
nes zusätzlich im Sommer. Das Hilton Mal-
ta Hotel verfügt über eine der größten
Formate bis 1.300 Gäste
Maltas viele Vorteile
• freundliche Umgangskultur
• warmes Mittelmeerklima
• sehr kurze Distanzen
• Veranstaltungsmöglichkeiten bis
4.000 Teilnehmer
• reichhaltige Geschichte
• sicher
• gute Flugverbindungen zwischen
Europa und Dubai
Bequeme Anreise
Der Malta International Air-
port in Luqa wird regelmäßig
von Deutschland, Österreich
und der Schweiz aus ange-
flogen. Air Malta ist der hei-
mische Carrier, der täglich ab
München fliegt. Weitere Ver-
bindungen gibt es derzeit ab
Düsseldorf und Berlin sowie
Wien und Zürich.
Direkt angeflogen wird Mal-
ta auch von der Lufthansa
(Frankfurt/München) und von
Condor (Düsseldorf, Frankfurt,
Hamburg. Weitere Verbindun-
gen mit airBerlin und Ryanair.
In 2-3 Stunden in der Sonne zu
sein, ist immer ein gutes Argu-
ment. Air Malta hat seit 2003
ein Joint Venture mit Lufthan-
sa Technik Malta und bietet
auf Anfrage sogar PR-Mög-
lichkeiten in seinem neuen
Bordmagazin, wie der jüngste
„MICE PEAK“ (vgl. mep 1/17)
gezeigt hat. Die Fahrt vom Air-
port Luqa nach Valletta dauert
ca. eine halbe Stunde.
www.airmalta.com
Tagungskapazitäten des gesamten Insel-
staats. Zudem liegt es nur zwölf Kilome-
ter vom Flughafen und acht Kilometer von
Valletta entfernt – was für das benachbar-
te Westin Dragonara freilich ebenso gilt.
In Malta hat man den verfügbaren Platz
kompakt und gut genutzt. Dank des ho-
hen Büroturms lässt sich das Hilton schon
von Weitem orten.
www.hiltonmaltahotel.com© Bilder: Simone Florena / Roberto Mango
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Malta - immer wieder gerne

  • 1.
  • 2. 26 mep Ausgabe 2/2017 Nicht nur der Autor dieses Berichtes hat Malta zahlrei- che Male besucht, beruflich wie privat. Dass der klei- ne Staat im Mittelmeer, der die drei bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino umfasst, etwas Besonderes ist, zeigt bereits die Spra- che. Wer weiß schon, was „wiehed“ (eins), „tnejn“ (zwei) oder „te’ fit-tazza“ (Glas Tee) bedeuten? Das macht aber nichts, denn je- der versteht hier Englisch und das ist ein großer Vor- teil fürs internationale Ge- schäft. Wer Malta sagt, meint immer auch die Landesmetropole Valletta mit, die prächtige Fes- tungsstadt, die im kommenden Jahr sogar Europäische Kultur- hauptstadt sein wird. Warum das Gesamtmonument Val- letta zum UNESCO Welterbe zählt, versteht man bei einem Spaziergang vor Ort und ei- nem Blick auf die bewegte Ge- schichte. Der Johanniterorden siedelte sich Mitte des 16. Jhdts. in Malta an, zunächst in Mdina im Landesinnern, dann in Küstennähe, von wo aus man einen besseren Blick aufs Meer hatte. Denn es war die Zeit der Bedrohung durch die Osmanen. Die kamen auch, wurden aber in der „Großen Belagerung“ (Great Siege) von 1565 be- siegt. Die Johanniterritter aber, die sich als rechte Hand des Papstes (!) begriffen und un- ter der Herrschaft eines Groß- meisters standen, blieben. Ein Jahr später, 1566, legte Groß- meister Jean Parisot de Valet- te den Grundstein für die am massivsten befestigte Stadt Europas und gab der neu- en Hauptstadt des Landes ih- ren Namen. Die Valletta um- gebenden Festungsanlagen, aber auch die zahlreichen Pa- läste und Kirchen sind überaus imposant. Wie sich die Ritter weiland ver- teidigt haben, lässt sich in der Ausstellung „The Palace Ar- mory“ im Großmeisterpalast (bis 2016 Sitz des Parlaments, heute Gelegenheit für Veran- staltungen) am St. George’s Square nachempfinden. Ei- nen bedeutsamen Kunst- schatz beherbergt die eins- tige Konventskathedrale St. John’s: Das Gemälde von der Enthauptung des heiligen Jo- hannes gilt wegen seiner rea- listischen Anmutung als Meis- terwerk Caravaggios aus dem 17. Jhdt. Ebenfalls einen Be- such, besser noch eine Rund- fahrt (auch als exklusives Pro- gramm!) wert ist der Grand Harbour. Weil dieser einer der tiefsten Naturhäfen im Mittel- meerraum ist, legen hier regel- mäßig Supertanker und Kreuz- fahrtschiffe an. Gegenüber von Valletta befinden sich die berühmten „Three Cities“ Vit- toriosa, Senglea und Cospicua. Der Johanniterorden, auch Malteserorden genannt, spielt übrigens immer noch eine ge- wichtige Rolle: Heutzutage widmet man sich karitativen Tätigkeiten und hat natürlich auch einen deutschen Zweig - mit Rettungsdiensten über die Bahnhofsmission bis hin zum Hausnotruf! www.valletta2018.org Immer wieder gerne dort © Bilder Holger Grosz – PeC Kontor für Kommunikation DESTINATIONEN Malta
  • 3. mep Ausgabe 2/2017 27 Der kleine Inselstaat ist in Sachen Meeting Indus- try ein Großer – seit über 30 Jahren legt Malta einen Fokus aufs MICE-Geschäft. Neben fünf Konferenzzent- ren, fünfzehn 5-Sterne-Ho- tels, über 3.500 Zimmern in Tagungshotels und zahl- reichen Special Locations sind die unkomplizierten Prozesse und kurzen Wege ein weiterer Vorteil. In der Hauptstadt Valletta (knapp 10.000 Ew.) lassen sich die Points of Interest bequem zu Fuß erreichen. Etwa das reizende „Manoel Theater“, das 1732 unter dem portugiesischen Großmeister Manoel de Vilhena erbaut wurde und damit das älteste erhaltene Theater Europas ist, in dem immer noch Auffüh- rungen stattfinden (Vollbüh- ne, 630 Plätze). Eine Besichti- gung lohnt sich, auch wegen der Nähe zur zentralen Ein- kaufs- und Gastromeile Repu- blic Street. Dort empfiehlt sich eine Stippvisite in der „Casa Rocca Piccola“, dem einzigen Palazzo Vallettas in Privatbe- sitz, mit Tradition bis ins 16. Jhdt. Es wird sogar noch be- wohnt und Besucher der tollen Repräsentationsräume werden zumeist lautstark begrüßt – vom 5-jährigen Hauspapagei. Garten-Empfänge auf Anfra- ge möglich. Exklusiv: Casino Maltese Ebenfalls in der Republic Street, nur wenige Meter vom Präsidentenpalast entfernt, fin- det sich eine ganz besonde- re Location, die Mitte des 19. Jhdts. erbaut wurde: „Omni- bus idem“ (Allen das Gleiche) lautet das Motto des sehr an- gesehenen Casino Maltese, das in seiner Geschichte auch schon Grand Hotel und Kino war und Wert auf gepflegte Etikette legt. Dafür waren die englische Königin und der ja- panische Kaiser hier schon zu Gast. Ein imposanter Aufgang führt zu den vier stilvollen Clubsälen, die Kapazitäten bis 300 Personen (Empfang) bzw. 180 Gäste (Bankett) haben. MCC – geeignet für Großformate Im MCC Mediterranean Con- ference Center (Bild) am Grand Harbour in Valletta fand die Eröffnungszeremonie zum maltesischen EU-Vorsitz statt – das sagt alles. Das ehemali- Stichwort: Verdala Palace Hoch über den Buskett Gardens, eine ca. halbstündige Auto- fahrt von Valletta – quer durch die Hauptinsel – entfernt, er- hebt sich ein prächtiger Palast, der im 16. Jhdt. großmeister- lichen Jagdgesellschaften diente. Das herrschaftliche Verdala Palace ist heute Sommerresidenz des maltesischen Staatspräsi- denten und wird für Staatsempfänge genutzt. Deshalb ist die Location üblicherweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich; eine Nutzung kann im Ausnahmefall aber möglich sein. Ideal für MICE-Anlässe diverser Art ge Hospital der Johanniter ist modern adaptiert und bietet auf drei Etagen (EG + 2UG!) u.a. das größte Theater Mal- tas, eine sehr atmosphärische Halle mit Kreuzgang und Ban- kettmöglichkeiten für Grup- pen bis 900 Personen (450 an sog. „Long Tables“). Eine Veranstaltung hier lässt sich mit vielen neuen Sehens- würdigkeiten der Hauptstadt verbinden: Etwa die Valletta Waterfront, deren zahlreiche ehemalige Lagerhäuser zur schicken Hafenpromenade mit Einkehr-Flair umgebaut wur- den. Unweit davon verbindet der riesige „Barakka Lift“ den Grand Harbour mit den rund 60 Meter höher gelegenen „Upper Barakka Gardens“. Ein zeitgemäßer Reiseführer zu al- len und mehr ist die „Mal- ta-App“, die vom Fremdenver- kehrsamt bereit gestellt wird (www.malta-app.com). DESTINATIONEN
  • 4. 28 mep Ausgabe 2/2017 Die östliche Küste der Mal- ta Hauptinsel ist die am dichtesten besiedelte Re- gion – in nordwestlicher Richtung grenzt an Vallet- ta das größere Sliema und daran wiederum das quirli- ge St. Julians. Hier befindet sich auf einer 74.000 (!) qm großen Halbinsel das impo- sante Westin Dragonara, das 340 Zimmer (davon 56 Suiten) mit WLAN und ein Conference Center mit Ball- room (500 qm) bereit hält. Sogar ein eigenes Casino gibt es. Auch der „MICE PEAK Me- diterran“ war jüngst im Feb- ruar zu Gast – und wurde im Westin Dragonara offiziell er- öffnet. Das noch einen weite- ren veranstaltungstechnischen Vorteil hat: Die separate Pa- villon Hall (400 qm) fällt nicht nur durch ihre ungewöhnli- che Rundarchitektur auf, son- dern ermöglicht auch separate Bankette, Präsentationen etc. Fürs kulinarische Wohl sorgen die beiden Restaurants Quadro (Meeresfrüchte-Spezialitäten!) und Palio’s. Außerdem hat sich das Hotel dem CSR-Gedanken verschrieben und ermöglicht nachhaltige Veranstaltungen (Sustainable Meetings). Be- merkenswert ist dazu die Op- tion, im Rahmen eines „Volun- teer Programms“ mit lokalen, gemeinnützigen Aktivitäten das Teambuilding auf sozia- le, sinnvolle Weise zu fördern (www.westinmalta.com). Hotel mit Peninsula-Feeling Quelle: Westin Dragonara Zuverlässiger DMC-Spezialist, auch in Sachen CSR Die AGL Alliance Group verfügt über rund 30 Jahre DMC-Erfahrung, die sich auf die gesamte Dienstleistungs- kette von der Hotelbuchung über das Location-Scouting und die Organisa- tion bis hin zum Rahmenprogramm erstreckt. Sogar Profiteams des Fuß- balls wurden schon betreut. Auch im CSR-Bereich verfügt die Agentur über besondere Kompetenz. Größte dies bezügliche Herausforde- rung war bisher ein Corporate Kun- de aus dem Pharma-Bereich mit nicht weniger als 1.100 Teilnehmern. Dazu wurden Arbeitsgruppen gebildet, de- ren unterschiedliche Einsatzpläne Kin- der- und Altenheime, Spielplätze und Bibliotheken umfassten. Es wurde gema- lert, gestrichen, aufgeräumt, Gärten ge- pflegt und Produkte eines bekannten schwedischen Möbelhauses aufgebaut. Kleine Malta-Geschichte • um 5.000 v. Chr.: älteste Mega- lith-Tempel • 1530: Kaiser Karl V. belehnt den Jo- hanniterorden mit Malta • 1566: Valletta wird Hauptstadt • 1974: Malta wird Republik, Air Malta startet (Frankfurt von Beginn an da- bei) • 2004: EU-Mitgliedschaft • 2015: Valletta Summit mit Staatsgäs- ten aus Europa und Afrika (Thema: Migration) • 1.1.-30.6.2017: Malta hat turnusge- mäß den europäischen Ratsvorsitz • 2018 Valletta wird Europäische Kul- turhauptstadt Quelle: AGL Weitere Projekte folgten. Die AGL Alliance Group ist mit dem Qualitätssiegel der Malta Tourism Authority ausgezeichnet (www.alliancemalta.com). DESTINATIONEN Malta
  • 5. mep Ausgabe 2/2017 29 Die Destination Manage- ment Company MPE – Meeting Point Events war beim diesjährigen MICE PEAK Mediterran für die gesamte Logistik zustän- dig und das gleich fünf Tage lang. Von der Disposi- tion passender, gepflegter Transport-Kapazitäten bis zur pünktlichen Abholung und Zubringung hat alles prima geklappt. Für Juni steht das nächste Großpro- jekt bereits in den Startlö- chern… Für eine internationale Tagung mit 900 Teilnehmern wurde MPE für ein Full-Service-Arrangement gebucht, das von der Online-Re- gistrierung über die dreitägige Veranstaltungskoordination bis hin zum Transport reicht. Auch das Referenten-Handling ein- schließlich Biographien und In- formationsmanagement obliegt der Agentur. Dazu kommen die Registrierung vor Ort sowie wichtige Rahmenservices wie die Bild- und Video-Dokumen- tation, Give aways und weitere Extras (www.mpe-dmc.com). Stets in guter Hand – besonders auch logistisch Im angesagten Küstenort St. Julians, direkt am Portomaso-Yachthafen ge- legen, ist das Hilton Malta Hotel eine weitere angemessene Empfehlung. Erst im vergangenen Jahr wurde wie- dereröffnet; die 410 Zimmer sind großzügig geschnitten und bieten ei- nen herrlichen Blick auf die Marina und das Meer. Dazu kommt professio- nelle Tagungs-Infrastruktur im hausei- genen Conference Center auf mehre- ren Etagen. Für kleinere Zusammenkünfte kann man sich auch in die geschmackvoll eingerich- tete Executive Lounge (Bild) zurückziehen – samt Außenbalkon, was bei dem auf Malta zumeist schönem Wetter ein ech- ter Benefit ist. Auch kulinarisch ist man im Hilton Malta gut aufgehoben. Das Früh- stück sollte man nicht verpassen, denn es fällt reichlich und hervorragend aus. Au- ßerdem gibt es gleich drei Restaurants, von denen zwei ganzjährig offen sind, ei- nes zusätzlich im Sommer. Das Hilton Mal- ta Hotel verfügt über eine der größten Formate bis 1.300 Gäste Maltas viele Vorteile • freundliche Umgangskultur • warmes Mittelmeerklima • sehr kurze Distanzen • Veranstaltungsmöglichkeiten bis 4.000 Teilnehmer • reichhaltige Geschichte • sicher • gute Flugverbindungen zwischen Europa und Dubai Bequeme Anreise Der Malta International Air- port in Luqa wird regelmäßig von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus ange- flogen. Air Malta ist der hei- mische Carrier, der täglich ab München fliegt. Weitere Ver- bindungen gibt es derzeit ab Düsseldorf und Berlin sowie Wien und Zürich. Direkt angeflogen wird Mal- ta auch von der Lufthansa (Frankfurt/München) und von Condor (Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg. Weitere Verbindun- gen mit airBerlin und Ryanair. In 2-3 Stunden in der Sonne zu sein, ist immer ein gutes Argu- ment. Air Malta hat seit 2003 ein Joint Venture mit Lufthan- sa Technik Malta und bietet auf Anfrage sogar PR-Mög- lichkeiten in seinem neuen Bordmagazin, wie der jüngste „MICE PEAK“ (vgl. mep 1/17) gezeigt hat. Die Fahrt vom Air- port Luqa nach Valletta dauert ca. eine halbe Stunde. www.airmalta.com Tagungskapazitäten des gesamten Insel- staats. Zudem liegt es nur zwölf Kilome- ter vom Flughafen und acht Kilometer von Valletta entfernt – was für das benachbar- te Westin Dragonara freilich ebenso gilt. In Malta hat man den verfügbaren Platz kompakt und gut genutzt. Dank des ho- hen Büroturms lässt sich das Hilton schon von Weitem orten. www.hiltonmaltahotel.com© Bilder: Simone Florena / Roberto Mango DESTINATIONEN