Neue Medien
Segen oder Fluch?
      Peter Bihr
     @thewavingcat
2 Punkte vorab
(1) “Neue Medien”?
      (nicht wirklich)
(2) “Segen oder Fluch”?
         (beides!)
Phänomene
(wovon reden wir hier?)
Beispiele
(Wie habe ich in den letzten 48h kommuniziert?)
Und Ihr?
(show of hands)
Always on!
 (keine Ausnahme)
Always on?
  (Auszeiten)
Neue Medien
(zurück zum Anfang: was heißt das?)
User-Generated
   Content
(Nutzer an Stelle von Redakteuren)
Echtzeit
 (ändert alles)
Flow
(alles lesen geht nicht)
Social Filtering
  (Viele-Augen-Prinzip)
Relevanzfilter
 (bye bye News-Kanon)
Broadcasting
    (implizit)
Data-driven
   (Bonus!)
Text
Click to play video




                 Quelle: Johannes Kleske / Igor Schwarzmann
Datenspuren
Quelle: Johannes Kleske
Quelle: Johannes Kleske / Igor Schwarzmann
Quelle: Johannes Kleske / Igor Schwarzmann
Play Urban Defender Video
 Play Urban Defender Video




                     Quelle: Johannes Kleske / Igor Schwarzmann
Datenblind?
(digitaler Analphabetismus)
Freak/Norm?
(wir stehen erst am Anfang)
Circle of trust
(“ich weiß was du letzten Sommer getan hast”)
Lifestreaming
Und jetzt?
 (es folgen: Fragen.)
Folgen?
(für jeden Einzelnen, für uns als Gesellschaft)
Probleme/Nutzen?
  (Entwicklung aktiv gestalten)
Vielen Dank
 (& viel Spaß heute)
Fragen?
       Gerne jederzeit:

Email: peter@thewavingcat.com
 Web: www.thewavingcat.com
   Twitter: @thewavingcat
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Keynote für FES-Stipendiaten, Bonn 2010.

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  • Klingt nach 1995, nach CD-ROM.
    Oder nach Jahrtausendwechsel.

    Neue Medien sind nicht mehr neu.
  • Ich verstehe die Frage nicht.
    Natürlich beides!
    Wie alles disruptive, alles neue, das die Regeln durcheinanderbringt.

    Und das tun sie, die “neuen medien”.

  • Email. Skype. Twitter. Chat. Foursquare.
    (Frage: Foursquare > bekannt?)

    Telefon? Eine handvoll Anrufe (Kunden, Familie).

    Ich hab versucht, das genau zu zählen, es ist aber etwas chaotisch.




  • Telefon?
    Email?
    Twitter?

    Foto per Handy hochgeladen?
  • Ich bin immer online. Per Telefon oder Laptop.

    Das ist kein falsch verstandenes Pflichtgefühl (“muss erreichbar sein!”), sondern einfach normal.

    Und bin damit nicht allein.


  • Erreichbarkeit ist die Norm > Das Default ist umgekehrt!

    Ausnahmen:
    Reisen (Roaming!) gezielte Pausen (wichtig!)
  • Neue Medien sind mehr als eine Website oder ein Blog.

    Wir sehen mehrere Paradigmenwechsel, deren Auswirkungen wir heute erst ansatzweise erahnen können.

  • Inhalte zunehmend nicht mehr von professionellen Journalisten
    sondern von Nutzern

    Das kann sein: Kommentar, Blogpost, Print-On-Demand-Buch, Videochannel.

    Was heißt das für den Journalismus? Werden Journalisten überflüssig? (Hoffentlich nicht.)
  • Informationen fließen permanent in Echtzeit.

    Produktionszyklen der traditionellen Medien (“News-Cycle”) verlieren an Bedeutung.
    > was heißt das für Medien, aber auch die Politik? Für unsere Umweltwahrnehmung?
  • Mehr Informationen > steter Strom an News

    > Unmöglich alles zu lesen (nicht wie bei einer Zeitung)

    Eintauchen in den Datenfluss. Umdenken!

    Was wichtig ist, kommt mehrmals vorbei.
  • “Vier Augen sehen mehr als zwei” > viele sehen noch mehr.

    Das soziale Umfeld hilft bei der Vorauswahl der Nachrichten.

    Relevanz: nicht Platzierung auf der Titelseite, sondern über Aufmerksamkeit der Freunde und Peers

    Wichtige Informationen finden DICH, dein Umfeld sucht für dich
  • Nicht mehr jeder liest die gleichen Nachrichten.

    “Fragmentierung des Diskurses” (negativ) oder “Relevanzfilter” (positiv): fest steht: die Regeln, die den minimalen Kanon des Diskurses bestimmen ändern sich. > wertneutral
  • zur expliziten Kommunikation kommt die IMPLIZITE hinzu:

    Wir senden automatisch durch unser Verhalten (anschlussfähige) Kommunikation in die Welt.

    Eine Art von Broadcasting. > ändert die Gruppendynamik
  • Ein Bonus: Nicht nur Menschen erstellen Inhalte und kommunizieren sie
    sondern zunehmend auch Maschinen (Sensoren etc.)

    sowie neue Informationen durch Verknüpfung vorhandener Daten

  • Diese Daten werden erst im Zeitverlauf interessant
    (Hinweis an mich: mal die vier üblichen Bezirke verlassen!)
  • Interessant besonders, wenn sie von ganzen Gruppen aggregiert werden.

    Wozu? Wer weiß, wir dürfen gespannt bleiben!

  • Wenn ich durch die Stadt laufe, sehe ich nicht nur Häuser und Menschen,
    sondern auch DATENSPUREN:


  • Checkings, Bewegungsprofile etc
    oder eben: Empfehlungen (Screenshot)

    > neue zeitliche & inhaltliche Dimension

  • und die Daten machen inzwischen auch den Sprung vom Netz in die materielle Welt > und zurück.

    Zwei Beispiele: stickybits (foto), Urban Defender (video)

  • umgekehrt > wie können Menschen heute noch “datenblind” durch die Stadt laufen?

    Neue digitale Spaltung?
  • diese Wahrnehmung ist nicht merkwürdig, sie wird die Norm

    (wir stehen am Anfang)

    Facebook hat diese Woche einen neuen Dienst namens PLACES gestartet.
    > Massenadaption.
    > nicht primär eine Generationen-, sondern Wertekluft
    auch: Stadt/Land Kluft
  • Was heißt das? Unsere Peer-Group (plus X) weiß meistens, wo wir sind.

    Und umgekehrt. > stärkt Vertrauen & Vertrautheit.
    Neue soziale Dynamik.

    (Stelle euch auf ein paar sozial merkwürdige Begegnungen ein: “ich hab gesehen, dass du dich nachts in der Bar eingecheckt hast”)
  • andere Namen:

    Continual Partial Attention (wir lagern Aufmerksamkeit an unser Netzwerk aus)
    Ambient Awareness (wir sind unserem Umfeld verbundener)
    > zwei Seiten derselben Medaille

    > das ändert wirklich alles, die Art wie wir mit unserer Umwelt interagieren.
  • ...auf die ich keine Antwort geben kann.

    ... die wir aber hoffentlich im Lauf des Tages diskutieren können.


  • Relevant für Medien, Demokratie, Wirtschaft...
  • Wie können wir die vielen potenziellen Probleme vermeiden...

    ...aber gleichzeitig den größten Nutzen aus den Potenzialen ziehen?

    >Balance finden!
    > Diese Frage sollte uns leiten, wenn wir die gesellschaftliche Entwicklung aktiv gestalten wollen.
    (Tipp: Aufhalten ist nicht die Lösung.)


  • FES Keynote "Neue Medien - Segen oder Fluch"

    1. 1. Neue Medien Segen oder Fluch? Peter Bihr @thewavingcat
    2. 2. 2 Punkte vorab
    3. 3. (1) “Neue Medien”? (nicht wirklich)
    4. 4. (2) “Segen oder Fluch”? (beides!)
    5. 5. Phänomene (wovon reden wir hier?)
    6. 6. Beispiele (Wie habe ich in den letzten 48h kommuniziert?)
    7. 7. Und Ihr? (show of hands)
    8. 8. Always on! (keine Ausnahme)
    9. 9. Always on? (Auszeiten)
    10. 10. Neue Medien (zurück zum Anfang: was heißt das?)
    11. 11. User-Generated Content (Nutzer an Stelle von Redakteuren)
    12. 12. Echtzeit (ändert alles)
    13. 13. Flow (alles lesen geht nicht)
    14. 14. Social Filtering (Viele-Augen-Prinzip)
    15. 15. Relevanzfilter (bye bye News-Kanon)
    16. 16. Broadcasting (implizit)
    17. 17. Data-driven (Bonus!)
    18. 18. Text Click to play video Quelle: Johannes Kleske / Igor Schwarzmann
    19. 19. Datenspuren
    20. 20. Quelle: Johannes Kleske
    21. 21. Quelle: Johannes Kleske / Igor Schwarzmann
    22. 22. Quelle: Johannes Kleske / Igor Schwarzmann
    23. 23. Play Urban Defender Video Play Urban Defender Video Quelle: Johannes Kleske / Igor Schwarzmann
    24. 24. Datenblind? (digitaler Analphabetismus)
    25. 25. Freak/Norm? (wir stehen erst am Anfang)
    26. 26. Circle of trust (“ich weiß was du letzten Sommer getan hast”)
    27. 27. Lifestreaming
    28. 28. Und jetzt? (es folgen: Fragen.)
    29. 29. Folgen? (für jeden Einzelnen, für uns als Gesellschaft)
    30. 30. Probleme/Nutzen? (Entwicklung aktiv gestalten)
    31. 31. Vielen Dank (& viel Spaß heute)
    32. 32. Fragen? Gerne jederzeit: Email: peter@thewavingcat.com Web: www.thewavingcat.com Twitter: @thewavingcat

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