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[12.11.2010] Traditionsreiche Branchen wie die Versicherungswirtschaft haben bisweilen ihre Not mit dem Web: Einerseits profitieren Anbieter längst von den schier grenzenlosen Marketing- und Verkaufsmöglichkeiten, doch bremsen auf der anderen Seite alte Strukturen und Papierfraktionen eine konsequente Internet-Nutzung. Ein großer Versicherer setzt nun auf eine einheitliche Web-Strategie, um Partner zügiger, effizienter und günstiger in die Unternehmensprozesse zu integrieren.

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Webstrategie für einfachere Anbindung von Vertriebspartnern über das Internet

  1. 1. Webstrategie für einfachere Anbindung von Vertriebspartnern über das InternetVersicherer steigern Marktchancen mit automatisierten Web-SchnittstellenTraditionsreiche Branchen wie die Versicherungswirtschaft haben bisweilen ihre Notmit dem Web: Einerseits profitieren Anbieter längst von den schier grenzenlosenMarketing- und Verkaufsmöglichkeiten, doch bremsen auf der anderen Seite alteStrukturen und Papierfraktionen eine konsequente Internet-Nutzung. Ein großerVersicherer setzt nun auf eine einheitliche Web-Strategie, um Partner zügiger,effizienter und günstiger in die Unternehmensprozesse zu integrieren.F ür Dienstleistungsbranchen wie Versicherungen bildet das Internet eine ideale Infrastruktur: Die Unternehmen erhalten darüber endlich einen direkten Zugang zum Kunden und können neue Vertriebswege beschreiten. Gleichzeitig profitieren auch dieklassischen Prozesse, indem beispielsweise Makler per Web direkt auf Tarif-, Antrags- undBestandsanwendungen zugreifen. Den Takt aber geben in der traditionsreichen Branche immernoch Brief und Fax vor – Konflikte mit dem Echtzeit-Medium Internet sind da vorprogrammiert.Regelmäßig sichtbar wird das, wenn Web-Unternehmen oder Vertriebspartner umKooperationen anfragen. Möchte beispielsweise ein Autoportal den Verkauf von KFZ-Policen alsZusatzservice anbieten, laufen solche Anfragen bei den großen Versicherern sehr oft ins Leere,weil die IT für die entsprechende Schnittstellen-Implementierungen Monate, benötigt. Das ist zulange für eine Branche, die in Tagen und Wochen denkt.Woran es bei vielen Versicherern hapert ist eine schlüssige Web-Strategie, wie nun auch eineaktuelle Studie des Münchner Software- und Beratungsunternehmens Metafinanz inZusammenarbeit mit der Hochschule München belegt. Die Untersuchung, an der sich 46deutsche Assekuranzunternehmen beteiligten, liefert einen Überblick über die aktuellenAktivitäten der Branche im Internet.Studie: Versicherer bei Services im Web noch zurückhaltendendDer Studie zufolge sind Online-Services für Versicherungspartner noch keineSelbstverständlichkeit. So bieten etwa 30 Prozent der Versicherer ihren Partnern noch gar keineMöglichkeit, um online Versicherungsangebote einzuholen. Von den 70 Prozent, die Diensteüber das Web bereitstellen, realisieren das 45 Prozent in Form von Web-Service-Schnittstellen.Den Zugriff per Webportal bieten 41 Prozent, während 2 Prozent ein Portlet alswiederverwendbares Oberflächenmodul für Webseiten einsetzen.Mit einem recht unterschiedlichen Angebotsportfolio präsentieren sich die Assekuranzen imWeb. Immerhin 91 Prozent stellen ihre Produktinformationen aus, 65 Prozent ermöglichenSchadensmeldungen über ein Browserformular, 54 Prozent erstellen Angebote, 45 Prozent einenVertragsabschluss und 43 Prozent bieten eine Tarifierung an.Befragt wurden die Unternehmen auch hinsichtlich der verwendeten Standards bei derAnbindung der Partneranwendungen an die Versicherungssysteme. GDV nimmt hier alsbranchenweit erster umfassender Standard mit 54 Prozent den Löwenanteil ein. Die Alternative
  2. 2. BiPRO, die eine kostenpflichtige Verbandsmitgliedschaft voraussetzt, wird von 24 Prozentverwendet. 26 Prozent entwickeln ihre Schnittstellen selbst –meist aus Gründen der höherenFlexibilität oder Implementierungsgeschwindigkeit. Ein klarer Trend zeichnet sich laut dieserStudie in Richtung Automatisierung und Standardisierung der Partneranbindung ab. 80 Prozentder Versicherer haben ein solches Projekt bereits realisiert oder sind in der Vorbereitungsphase.Mit der richtigen Webstrategie zur PartneranbindungUm das Ziel einer schnelleren Partneranbindung zu erreichen, empfiehlt sich ein strategischesVorgehen, das sowohl die fachlichen wie auch technischen Anforderungen berücksichtigt. ImFolgenden wird basierend auf den Erfahrungen eines Kundenprojekts zur einheitlichenVorgehensweise bei Partneranbindungen ein erfolgversprechender Ansatz dargestellt. Dabei giltes zunächst, vorab die zu erreichenden Ziele zu definieren. Die grundlegenden Anforderungenaus Sicht der potenziellen Kooperationspartner lauten wie folgt:  Unterstützung des Geschäftsprozesses  Produktanpassungen bei Bedarf  Lieferung der Schnittstelle  Umsetzung der Software  Partnerdokumentation  Erfüllung der SicherheitsanforderungenIn der Vergangenheit setzte die IT die Punkte 3 bis 5 jeweils kundenindividuell um, was nebendem hohen zeitlichen Aufwand auch immer wieder enorme Kosten verursachte. Im Zuge einerWeb-Strategie verringert sich der Aufwand deutlich, weil die Schnittstellendefinition und dieImplementierung der Software lediglich einmal pro Sparte, beim ersten Kooperationspartnerdurchzuführen ist. Alle weiteren Partneranbindungen bedürfen keiner weiteren Programmierung,sondern lediglich eines minimalen Konfigurationsaufwands. Die Software lässt sich somit injedem Projekt wiederverwenden und die Dokumentation muss lediglich partnerspezifischangepasst werden.Fachliche Anforderungen an Web-SchnittstellenIm Rahmen des Beispielprojekts wurden zunächst einige fachliche Anforderungen definiert.»Wiederverwendbarkeit« lässt sich beispielsweise in Form von Portlets realisieren, die alsWebseitenmodule vorgefertigt werden. Sie stehen dann als Funktionselemente in einemUnternehmens-Repository zur Verfügung, lassen sich mit wenig Aufwand anpassen und inbeliebige Partnersites integrieren. Beispiele dafür wären Portlets für Unfalltarifierung, KFZ-Tarifierung oder Haftpflicht-Antragsübernahme.Als weiterer zentraler Punkt steht »Komplettabdeckung« für eine breiteSchnittstellenimplementierung, die alle potenziellen Partner – vom Haftpflicht-Vergleichsportalbis zum Spezialmakler für Unfallversicherung – gleichermaßen adressiert. Vollständigkeitbezieht sich dabei auch auf die Gesamtheit der Versicherungssparten wie Sach, Kraft, Krankenund Leben sowie die Gesamtheit aller Geschäftsvorfälle wie Tarifierung, Antragsprüfung,Antragsübernahme und Vertragsanzeige.»Flexibilität« gehört ebenfalls zu den fachlichen Anliegen der Partner, die damit insbesondereeine schnelle Reaktion der Versicherer meinen. Um das zu erreichen, formulierte man dasPrinzip »Konfigurieren statt Implementieren«. Statt alle partnerspezifischen Funktionen in denProgrammcode zu implementieren, muss die Software so weit wie möglich konfigurierbarerstellt werden. Auf diese Weise sind sogar fachliche Anpassungen ohne Einbindung der IT-Abteilung möglich. Dasselbe gilt auch für die Backendsysteme, die im Sinne eines flexiblenÄnderungsprozesses ebenfalls gerüstet sein sollten für geänderte Anforderungen.Webservices oder PortletsDer Zugriff auf die Versicherungssysteme findet in der Praxis auf zwei Wegen statt: Entwederüber Webservice-Schnittstellen oder über eine Weboberfläche (Portlet). Fällt die Wahl aufWebservices, sollte gemäß der Webstrategie eine Schnittstelle nach dem gleichem Schema füralle Sparten geschaffen werden. Sie sollte zudem erweiterbar sein, um jederzeit neue Sparten,Geschäftsvorfälle Produktneuentwicklungen zu unterstützen. Die Schnittstelle darf dabei wedervon den bisherigen Backendsystemen noch von einzelnen Projektanforderungen an eineOberfläche abhängig sein. Auch anbieterspezifische Begriffe sollten weitgehend vermiedenwerden. Im Beispielprojekt adressierte die Webservice-Schnittstelle drei technische Szenarien:Entweder greift eine Clientanwendung auf die unternehmensweit einheitliche WS-Schnittstelle
  3. 3. zu, alternativ steht ein BiPRO- oder GDV-XML-Adapter dazwischen, falls es sich umentsprechend ausgelegte Partneranwendungen handelt.Eine weitere Zugriffsmöglichkeit für Partner sind Portlets. Da es sich um bereits vorgefertigteMini-Weboberflächen handelt, können Portlets sowohl in die Seiten des Versicherungsanbietersselbst als auch in externe Partnerseiten (als Remote-Portlet) eingebunden werden, soferninfrastrukturseitig die Voraussetzungen gegeben sind. Die Funktionalität dafür muss nur einmalimplementiert werden. Bei fachlichen Änderungen fällt damit nur ein einmaligerProgrammieraufwand an, weitere Anpassungen für jede neue Partneranbindung sindüberflüssig. Der Einfachheit halber sollten die Portlets so umgesetzt sein, dass sie sich überdokumentierte Textdateien oder datenbank-basierte Oberflächen konfigurieren lassen – alsoauch ohne Unterstützung der IT-Abteilung.Praktischer Einsatz von StandardschnittstellenIn zwei Projekten konnte Metafinanz in Zusammenarbeit mit einem großen Versicherer bereitsden Praxisnutzen der Webstrategie darlegen. Im ersten Fall handelt es sich um einSchnittstellenprojekt für eine Tierkrankenversicherung. Das Portlet für die Tarifberechnung undAntragsdatenerfassung wurde in einem auf Hundethemen spezialisierten Verlagsportal sowie inleicht modifizierter Form auf der Anbieterwebsite integriert. Die Backend-Anbindung erfolgt überden entsprechenden Tierkrankenversicherungs-Webservice. Im zweiten Projekt integrierte eineBank als Vertriebspartner einen Tarifrechner für eine spezielle Unfallversicherung mitgarantierter Beitragsrückzahlung (UBR). Für die Erfassung aller Antragsdaten kommt schließlichein Portlet zum Einsatz, das die aufgenommenen Daten über den UBR-Webservice in dieVersicherungs-Backends schickt.Martin Burbulla__________________________________________Martin Burbulla, Senior Consultant Web-Technologien, Metafinanz Informationssysteme GmbHPartner können auf verschiedene Arten mit den Backend-Systemen des VUszusammenarbeiten. Je vielfältiger die gebotenen Möglichkeiten sind, desto mehrPartner können angebunden werden.
  4. 4. Ein Portal ist eine Ansammlung von Portlets, die sich für den Benutzer als eineAnwendung darstellen. Die Web-Strategie sieht die Verwendung von Portlets ineigenen, sowie in Portalen von Partnern vor.Die Duplizierung von Code führt zu einem nicht kontrollierbaren Wildwuchs, der sehrschwer wartbar ist. Dies soll im Rahmen der Web-Strategie vermieden werden –stattdessen sollen alle Dienste konfigurierbar und somit für alle Partner verwendbarsein.

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