Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung..............................................................................................
1 Einleitung
„Kann
man
Menschenkenntnis
lernen?
Ja;
Mancher
kann
sie
lernen,
aber
nicht
durch
einen 

Lehrkurs,
sondern
'E...
Abb.
1:
Soziale
Kompetenz
und
Konfliktmanagement
als 

              Rahmenbedingungen
der
klientenzentrierten
Beratung,
Q...
das
Kritikgespräch
nicht
unter
dem
Aspekt
Schwächen
aufzuzeigen,
sondern
Möglichkeiten
für

Verbesserungen
zu
finden,
ist
...
3.1 Grundannahmen der klientenzentrierten Gesprächsführung
Im
Gegensatz
zu
Sigmund
Freud,
der
von
einer
Determiniertheit
d...
Abb.
4:
Persönlichkeitsmodell
nach
Carl
R.
Rogers,
Quelle:
Dominik
Neuffer
Ziel
der
klientenzentrierten
Gesprächsführung
i...
Abb.
5:
Lebenswelten
eines
Individuums
nach
Bolten
2007,
Quelle:

              Dominik
Neuffer




3.2 Prinzipien der kli...
Verhalten
ist
die
Trennung
der
eigenen
Empfindungen
des
Beraters
von
den
Empfindungen,
die

der
Klient
im
Berater
auslöst....
●    Zurückhalten
eigener
Einstellungen
und
Meinungen

     ●    Negativ
wertende
Kommentare
vermeiden

Diesen
Verhaltensw...
erfolgen.
Der
Klient
und
seine
Lage
wird
nicht
bewertet,
sondern
akzeptierend
angehört.
Dadurch

fühlt
sich
der
Klient
dar...
●    Taschentücher
und
Getränke

     ●    Stifte,
Notizblöcke,
etc.

Zusätzlich
sollte
Häufigkeit
und
Länge
der
Beratungs...
Abb.
6:
Mensch‐Computer‐Schnittstelle,
Quelle:
Stewart
(2008)




4 Zusammenfassung
        „Wenn
wir
den
Menschen
von
sei...
Quellenangaben
Bachmair,
S.;
Faber,
J.;
Hennig,
C.;
Kolb,
R.;
Willig,
W.
(1989):
Beraten
will
gelernt
sein,
8.
Aufl.,

Wei...
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Neuffer Besonderheiten Der Berater Klienten Beziehung10

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Hochschule Augsburg | University of Applied Sciences
Management-Consulting
Sommersemester 2009
Dominik Neuffer
Besonderheiten Der Berater Klienten Beziehung

Carl R. Rogers klientenzentrierte/ peronenzentrierte Beratung

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Neuffer Besonderheiten Der Berater Klienten Beziehung10

  1. 1. Inhaltsverzeichnis 1
Einleitung........................................................................................................................................2 2
Rahmenbedingungen
der
Berater‐Klienten‐Beziehung...................................................................2 2.1
Soziale
und
Interkulturelle
Kompetenz....................................................................................3 2.2
Konfliktmanagement..............................................................................................................3 3
Die
klientenzentrierte
Beratung.....................................................................................................4 3.1
Grundannahmen
der
klientenzentrierten
Gesprächsführung..................................................5 3.2
Prinzipien
der
klientenzentrierten
Gesprächsführung............................................................7 3.2.1
Kongruenz
–
Echtheit.......................................................................................................7 3.2.2
Akzeptanz
–
Positive
Wertschätzung..............................................................................8 3.2.3
Empathie
–
Einfühlendes
Verstehen...............................................................................9 3.3
Stufen
der
klientenzentrierten
Gesprächsführung..................................................................9 3.3.1
Verständnisvolles
Zuhören..............................................................................................9 3.3.2
Paraphrasieren..............................................................................................................10 3.3.3
Verbalisieren
emotionaler
Erlebnisinhalte....................................................................10 3.4
Rahmenbedingungen
der
klientenzentrierten
Gesprächsführung........................................10 3.5
Abgrenzung
und
Einsatzmöglichkeiten
der
klientenzentrierten
Beratung.............................11 4
Zusammenfassung........................................................................................................................12 Quellenangaben...............................................................................................................................13 Abbildungsverzeichnis Abb.
1:
Soziale
Kompetenz
und
Konfliktmanagement
als
Rahmenbedingungen
der
 klientenzentrierten
Beratung,
Quelle:
Dominik
Neuffer....................................................................3 Abb.
2:
Balanceakt
im
Kritikgespräch,
Quelle:
Benien
2003..............................................................4 Abb.
3:
Persönlichkeitsmodell
nach
Sigmund
Freud,
Quelle:
Wikipedia............................................5 Abb.
4:
Persönlichkeitsmodell
nach
Carl
R.
Rogers,
Quelle:
Dominik
Neuffer...................................6 Abb.
5:
Lebenswelten
eines
Individuums
nach
Bolten
2007,
Quelle:
Dominik
Neuffer......................7 Abb.
6:
Mensch‐Computer‐Schnittstelle,
Quelle:
Stewart
(2008)....................................................12 Hochschule
Augsburg
•
Management‐Consulting
2009‐04‐30
•
Besonderheiten
der
Berater‐Klienten‐Beziehung
 Erstellt
von
Dominik
Neuffer Seite
1/13
  2. 2. 1 Einleitung „Kann
man
Menschenkenntnis
lernen?
Ja;
Mancher
kann
sie
lernen,
aber
nicht
durch
einen 
 Lehrkurs,
sondern
'Erfahrung'.“ Ludwig
Wittgenstein
(Nothdurft
2007) Im
Themenfeld
der
Berater‐Klienten‐Beziehung
wird
häufig
vom
Berater
„Kompetenz“
erwartet.
 Hinterfragt
man
diesen
Begriff,
fällt
eine
genaue
Definition
meist
schwer.
Der
Begriff
'Kompetenz',
 der
in
vielen
unterschiedlichen
wissenschaftlichen
Disziplinen
Verwendung
findet,
wird
zum
einen
 als
Fähigkeit
zur
effizienten
Erledigung

von
Aufgabenstellungen
verstanden
und
zum
anderen
als
 das
Imstande
sein
eigene
Fähigkeiten
aufzubauen
und
weiter
zu
verbessern
definiert
(Cristante
et
 al.
2003). Im
betriebswirtschaftlichen
Umfeld,
wo
der
Begriff
„Kompetenz“
oft
unter
dem
Überbegriff
'Soft
 Skills'
eingeordnet
wird,
stellt
Kompetenz
eine
Schlüsselqualifikation
für
das
mittlere
Management
 und
Berater
dar
(Nothdurft
2007),
da
sie
unterschiedliche
Interessen
und
Gruppen
 zusammenführen
müssen. Neben
der
Eigenschaft
Konflikte
zu
erkennen
und
aufzulösen,
stellt
Kompetenz
eine
der
 Grundvoraussetzungen
–
insbesondere
bei
Beratungsgesprächen
–
dar. 2 Rahmenbedingungen der Berater-Klienten-Beziehung Bei
Betrachtung
der
Umgebungsfaktoren,
die
einem
Berater‐Klienten‐Gespräch
zu
Grunde
liegen,
 lassen
sich
auf
Seite
des
Beraters
zwei
wesentliche
Eigenschaften
–
Kompetenz
und
die
 Fähigkeiten
Konflikte
zu
erkennen,
zu
lösen
oder
zu
vermeiden
–
finden,
die
maßgeblich
die
 Beziehung
zwischen
Berater
und
Klient
prägen
und
letztlich
über
Erfolg
oder
Misserfolg
des
 Beraters
entscheiden.
(Abb.
1).
Um
eine
Vertrauensbasis
aufzubauen,
sind
sowohl
Wissen
über
 kulturelle/
soziale
Unterschiede
vorteilhaft,
sowie
das
notwendige
Fingerspitzengefühl
gegenüber
 dem
Klienten.
Eine
aufgeschlossene
Haltung
ermöglicht
es
dem
Berater
zudem
auf
 Unvorhergesehenes
schneller
zu
reagieren,
bzw.
Defizite
zu
kompensieren. Hochschule
Augsburg
•
Management‐Consulting
2009‐04‐30
•
Besonderheiten
der
Berater‐Klienten‐Beziehung
 Erstellt
von
Dominik
Neuffer Seite
2/13
  3. 3. Abb.
1:
Soziale
Kompetenz
und
Konfliktmanagement
als 
 Rahmenbedingungen
der
klientenzentrierten
Beratung,
Quelle:
 Dominik
Neuffer 2.1 Soziale und Interkulturelle Kompetenz Will
sich
der
Berater
auf
sein
Gegenüber
einstimmen,
sollte
er
davon
ausgehen,
dass
sein
 Wertsystem
nicht
zwangsläufig
dem
des
Klienten
entspricht.
Es
ist
daher
wichtig,
die
gleiche
 Gültigkeit
anderer
Wertvorstellungen,
sozialer
oder
kultureller
Natur,
zu
akzeptieren
und
ihnen
 nicht
gleichgültig
gegenüber
zu
stehen.
Ein
aufgeschlossener
Berater,
der
frei
von
festgefahrenen
 Konventionen
zu
denken
vermag,
kann
sich
leichter
Vorstellungen
anderer
Wertvorstellungen
 erarbeiten
und
in
seinen
Erfahrungsschatz
einfließen
lassen. 2.2 Konfliktmanagement Zielkonflikte
und
abweichende
Vorstellungen,
die
aus
anderen
Wertvorstellungen
resultieren,
 sollten
so
früh
wie
möglich
identifiziert
werden,
damit
Berater
und
Klient
eine
gemeinsame
 Richtung
einschlagen
können.
Des
weiteren
kann
ein
Berater,
der
eine
enge
Beziehung
zu
seinem
 Klienten
aufbauen
kann,
viel
früher
Probleme
erkennen
und
Bestrebungen
unternehmen,
um
 diese
zu
lösen.
Gerade
bei
konstruktiver
Kritik
ist
Feingefühl
vonnöten
und
oft
sind
es
die
 Zwischentöne,
die
über
den
Ausgang
eines
solchen
Drahtseilakts
entscheiden
(Abb.
2).
Sieht
man
 Hochschule
Augsburg
•
Management‐Consulting
2009‐04‐30
•
Besonderheiten
der
Berater‐Klienten‐Beziehung
 Erstellt
von
Dominik
Neuffer Seite
3/13
  4. 4. das
Kritikgespräch
nicht
unter
dem
Aspekt
Schwächen
aufzuzeigen,
sondern
Möglichkeiten
für
 Verbesserungen
zu
finden,
ist
eine
negative
Grundstimmung
von
vornherein
abgeschwächt
und
 eine
Basis
gemeinsamer
kooperativer
Zusammenarbeit
für
Optimierungsmaßnahmen
geschaffen. Abb.
2:
Balanceakt
im
Kritikgespräch,
Quelle:
Benien 
 2003 3 Die klientenzentrierte Beratung „Langsam
merkte
ich,
dass,
wenn
ich
es
nicht
nötig
hätte
meine
Cleverness
und
 Gelehrsamkeit
zu
demonstrieren,
ich
besser
daran
täte,
mich
auf
den
Klienten
zu
verlassen, 
 was
die
Richtung
des
Prozessablaufes
anging.“ Carl
R.
Rogers
(Gröning
2006) Richtet
sich
das
Hauptaugenmerk
des
Betrachters
auf
die
Beziehung
der
Berater
und
der
Klienten
 zu
einander,
finden
sich
in
der
Literatur
immer
wieder
die
Begriffe
nicht‐direktive
Beratung,
 klientenzentrierte
oder
personenzentrierte
Beratung.
In
diesem
Zusammenhang
wird
häufig
der
 Name
Carl
R.
Rogers
genannt,
der
diese
Begriffe
wie
kein
anderer
geprägt
hat
(Bachmair
et
al.
 1989;
Gröning
2006). Rogers
löste
das
Persönlichkeitsmodell
aus
dem
Umfeld
der
Psychoanalyse,
die
auf
medizinischen
 Grundsätzen
beruht,
heraus.
Das
vorherrschende
Modell
Freuds
ersetzte
Rogers
durch
sein
 eigenes,
das
er
sich
durch
seine
Therapeutentätigkeit
in
der
Humanistischen
Psychologie
durch
 eigene
Aufzeichnungen,
Auswertungen,
Hypothesen
und
deren
Verifizierung,
bzw.
Falsifizierung
 selbst
erarbeitete
(Gröning
2006). Hochschule
Augsburg
•
Management‐Consulting
2009‐04‐30
•
Besonderheiten
der
Berater‐Klienten‐Beziehung
 Erstellt
von
Dominik
Neuffer Seite
4/13
  5. 5. 3.1 Grundannahmen der klientenzentrierten Gesprächsführung Im
Gegensatz
zu
Sigmund
Freud,
der
von
einer
Determiniertheit
des
Menschen
ausgeht
und
 annimmt,
dass
Es
und
Über‐Ich
die
tragenden
Elemente
einer
Person
darstellen
und
der
das
Ich
in
 das
Zentrum
seiner
Überlegungen
stellt
(Abb.
3),
geht
Rogers
vom
Prinzip
der
„Fully
Functioning
 Person“
aus
(Gröning
2006;
Poser;
Rogers
1963). Abb.
3:
Persönlichkeitsmodell
nach
Sigmund
Freud,
Quelle:
Wikipedia Nach
Rogers
hat
jeder
Mensch
prinzipiell
die
Möglichkeit
der
freien
Wahl
und
der
Entscheidung
 für
ein
glückliches
und
zufriedenes
Leben.
Gehen
Freud
und
Verhaltensforscher
zu
Beginn
des
20.
 Jahrhunderts
davon
aus,
dass
menschliches
Verhalten
grundsätzlich
durch
äußerliche
Reize
 beeinflussbar
ist
(Abb.
3),
sind
nach
Rogers
die
Entscheidungen
eines
Individuums
immer
selbst
 bestimmt.
Freiheit
wird
als
ein
innerer
Zustand
verstanden,
der
unabhängig
von
der
Wahl
äußerer
 Alternativen
existiert
(Poser;
Rogers
1963).
Im
Gegensatz
zu
Freuds
deterministischem
Ansatz
ist
 Rogers'
Modell
(Abb.
4)
konstruktiv
(Gröning
2006). Hochschule
Augsburg
•
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2009‐04‐30
•
Besonderheiten
der
Berater‐Klienten‐Beziehung
 Erstellt
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Neuffer Seite
5/13
  6. 6. Abb.
4:
Persönlichkeitsmodell
nach
Carl
R.
Rogers,
Quelle:
Dominik
Neuffer Ziel
der
klientenzentrierten
Gesprächsführung
ist
es,
den
Klienten
bei
der
Entdeckung
seiner
 Individualität
und
persönlichen
Ressourcen
zu
unterstützen
(Poser).
Dadurch
findet
sich
das
 Individuum
besser
in
seinen
unterschiedlichen
Lebenswelten
(Abb.
5)
zurecht
und
ist
in
der
Lage
 Konflikte
zu
erkennen,
zu
vermeiden
und
aufzulösen
(Rogers
1963). Hochschule
Augsburg
•
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der
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Neuffer Seite
6/13
  7. 7. Abb.
5:
Lebenswelten
eines
Individuums
nach
Bolten
2007,
Quelle:
 Dominik
Neuffer 3.2 Prinzipien der klientenzentrierten Gesprächsführung Das
Konzept
der
klientenzentrierten
Gesprächsführung
beruht
nicht
allein
auf
theoretischen
 Annahmen.
Rogers
verstand
sich
als
Empiriker.
Er
protokollierte
seine
Gespräche
mit
seinen
 Klienten,
um
sie
im
Nachhinein
interpretieren
zu
können.
Seine
auf
der
Interpretation
der
 Gesprächsnotizen
basierenden
Theorien
halfen
ihm,
seine
Beobachtungen
zu
ordnen
und
 Hypothesen
aufzustellen.
Diese
wurden
dann
durch
seine
weiteren
Untersuchungen
entweder
 bestätigt
oder
falsifiziert
(Gröning
2006
;
Poser).
Gemäß
diesen
Untersuchungsergebnissen
 entfaltet
die
Klienten‐Berater‐Beziehung
dann
ihre
positive
Wirkung,
wenn
der
Berater
hinsichtlich
 seiner
Haltung
und
Handlungsweise
drei
Prinzipien
beachtet:
Kongruenz,
Akzeptanz
und
Empathie
 (Poser). 3.2.1 Kongruenz – Echtheit Kongruentes
Verhalten,
d.h.
die
Übereinstimmung
des
inneren
Denkens
und
Fühlens
mit
den
 äußeren
Handlungen,
ist
das
Wichtigste,
aber
gleichzeitig
auch
das
am
schwierigsten
zu
 realisierende
Prinzip
der
klientenzentrierten
Gesprächsführung.
Voraussetzung
für
kongruentes
 Hochschule
Augsburg
•
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Besonderheiten
der
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  8. 8. Verhalten
ist
die
Trennung
der
eigenen
Empfindungen
des
Beraters
von
den
Empfindungen,
die
 der
Klient
im
Berater
auslöst.
Das
bedeutet
aber
auch,
dass
der
Berater
damit
immer
etwas
von
 sich
selbst
freigibt,
wenn
er
die
Empfindungen,
die
in
ihm
ausgelöst
werden
wiedergibt.
Demnach
 existiert
aber
auch
kein
einheitliches
Beraterverhalten
(Poser). Da
bereits
das
Verhältnis
Berater
–
Klient
eine
Hierarchie
andeutet,
sollte
der
Berater
dem
 Klienten
stets
als
Person
auf
gleicher
Ebene
gegenübertreten
(Poser).
Jedes
Gängeln,
Dominieren,
 Expertokratisieren
und
Lenken
lehnt
Rogers
ab
(Gröning
2006).
Nach
Rogers
(1951)
hängt
der
 Erfolg
der
Beratung
nicht
von
der
Persönlichkeit
des
Beraters,
seinen
Techniken
und
seiner
Haltung
 ab,
sondern
wie
die
Situation
/
die
Person
/
das
Auftreten
des
Beraters
vom
Klienten
empfunden
 wird.
Der
Berater
sollte
dem
Klienten
gegenüber
Echtheit
demonstrieren. Echtheit
kann
in
folgenden
Verhaltensweisen
ausgedrückt
werden
(Poser): ● Augenblickliches
Erleben
in
Ich‐Botschaften
mitteilen ● Motive
offen
zeigen ● Spontanes
Verhalten
zulassen ● Grenzen
deutlich
machen Diesen
Verhaltensweisen
können
drei
intervenierende
Strategien
zugeordnet
werden
(Poser): ● Konfrontieren
–
auf
Widersprüche
aufmerksam
machen ● Beziehungen
klären ● Selbsteinbringen
–
sowohl
zu
Positivem
als
auch
Negativem
Stellung
beziehen 3.2.2 Akzeptanz – Positive Wertschätzung Akzeptanz
soll
dem
Klienten
das
Gefühl
vermitteln,
dass
er
nicht
nur
dann
angenommen
wird,
 wenn
er
ein
bestimmtes
Verhalten
zeigt
(RES
2008).
Hier
lässt
sich
eine
Verbindung
zur
s
ozialen
 und
zur
interkulturellen
Kompetenz
ziehen,
da
sich
z.B.
Barrieren,
die
sich
durch
das
 Zusammentreffen
verschiedener
Wertvorstellungen
ergeben,
durch
Akzeptanz
auflösen
lassen. Poser
nennt
folgende
Verhaltensweisen,
die
Akzeptanz
und
Wertschätzung
ausdrücken: ● Zuhören ● Interesse
an
den
Einstellungen
und
Meinungen
des
Klienten ● Respekt
vor
dem
Klienten Hochschule
Augsburg
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Besonderheiten
der
Berater‐Klienten‐Beziehung
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  9. 9. ● Zurückhalten
eigener
Einstellungen
und
Meinungen ● Negativ
wertende
Kommentare
vermeiden Diesen
Verhaltensweisen
lassen
sich
folgende
Grundtechniken
in
der
klientenzentrierten
Beratung
 zuordnen
(Poser): ● Bestätigen
–
dabei
muss
besonders
auf
die
Körpersprache
geachtet
werden ● Anerkennen
der
Interessen
des
Klienten ● Verbundenheit
zeigen 3.2.3 Empathie – Einfühlendes Verstehen Empathie
bedeutet:
Sich
in
die
Welt
eines
Anderen
hineinzuversetzen.
Dabei
sollte
der
Berater
 bemüht
ein,
die
Situation
des
Klienten
so
erleben,
als
ob
es
seine
eigene
wäre.
Zur
Empathie
 gehört
das
aktive
Zuhören,
das
bedeutet,
dass
der
Berater
das
wiederholt,
was
er
verstanden
zu
 haben
glaubt.
Ebenso
gibt
er
die
Empfindungen,
die
der
Klient
in
ihm
auslöst,
wieder.
Gröning
 (2006)
spricht
in
diesem
Zusammenhang
auch
vom
Spiegeln
der
Gefühle
des
Klienten.
Empathie
 und
einfühlendes
Verstehen
kann
sich
in
folgenden
Verhaltensweisen
ausdrücken
(Poser): ● Konzentrieren
auf
die
Gefühlsäußerungen
des
Klienten ● Einbeziehen
nicht
gesprochener
Informationen
(Körperhaltung,
Mimik,
etc.) ● Die
Wahrnehmungsäußerungen
sind
möglichst
präzise,
verständlich
und
knapp
gehalten ● Der
Berater
betont,
dass
seine
Rückmeldungen
letztlich
nur
Versuche
darstellen,
den
 Klienten
zu
verstehen ● Mitteilen,
welche
Gefühle
der
Klient
im
Berater
auslöst 3.3 Stufen der klientenzentrierten Gesprächsführung Die
klientenzentrierte
Gesprächsführung,
die
Meta‐Kommunikation,
gliedert
sich
in
drei
Stufen:
 Zuhören,
Paraphrasieren
und
Verbalisieren
(Poser). 3.3.1 Verständnisvolles Zuhören Der
Berater
zeigt
dem
Klienten
Bereitschaft
an,
auf
ihn
einzugehen
und
vermittelt
ihm
das
Gefühl
 verstanden
zu
werden.
Das
kann
beispielsweise
durch
Blickkontakt,
Nicken,
Laute
oder
Gesten
 Hochschule
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  10. 10. erfolgen.
Der
Klient
und
seine
Lage
wird
nicht
bewertet,
sondern
akzeptierend
angehört.
Dadurch
 fühlt
sich
der
Klient
darin
bestätigt,
dass
sein
Anliegen
ernst
genommen
wird. 3.3.2 Paraphrasieren Durch
das
Wiederholen
der
Aussagen
des
Klienten
durch
den
Berater
in
eigenen
Worten
ist
es
 dem
Klienten
möglich
seine
Gedanken
und
Gefühle
wahrzunehmen
und
zu
ordnen.
Des
weiteren
 lässt
sich
damit
klären,
ob
der
Berater
ihn
auch
verstanden
hat. Damit
werden
Schwerpunkte
gesetzt.
Einerseits
lassen
sich
auf
diese
Weise
Gefühle
und
 Gedanken
abgrenzen.
Andererseits
können
in
diesem
Zusammenhang
die
äußeren
Gegebenheiten
 und
Sachinhalte
ausformuliert
werden. 3.3.3 Verbalisieren emotionaler Erlebnisinhalte Der
Berater
spiegelt
nicht
die
gesamten
Ausführungen
des
Klienten,
sondern
teilt
möglichst
exakt
 mit,
welche
Gefühle
er
dabei
wahrnimmt.
Dadurch
wird
Wichtiges
von
weniger
Wichtigem
 unterschieden
und
die
anfangs
ausgearbeiteten
Schwerpunkte
können
weiter
konkretisiert
 werden. 3.4 Rahmenbedingungen der klientenzentrierten Gesprächsführung Zur
abschließenden
Auswertung
und
Kontrolle
sollten
die
Gespräche
festgehalten
werden.
 Erfolgen
Mitschriften,
ist
es
vorteilhaft,
wenn
der
Berater
bereits
vor
Beginn
des
Gesprächs
eine
 Struktur
entwirft,
nach
der
das
Gespräch
festgehalten
werden
kann. Im
Vergleich
zur
Beziehung
zwischen
Berater
und
Klient
spielt
die
zeitliche
und
räumliche
Situation
 eher
eine
untergeordnete
Rolle,
jedoch
sollten
die
Rahmenbedingungen
ansprechend
und
dem
 Beratungsprozess
förderlich
sein.
Einige
Beispiele
um
das
zu
erreichen
wären
(Poser): ● Ansprechende
Bilder
in
den
Räumen ● Bequeme
Sitzgelegenheiten,
die
sich
schnell,
je
nach
Situation
umstellen
lassen ● Angenehme
Beleuchtung ● Angenehme
Temperaturen ● Dekoration,
z.B.
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  11. 11. ● Taschentücher
und
Getränke ● Stifte,
Notizblöcke,
etc. Zusätzlich
sollte
Häufigkeit
und
Länge
der
Beratungstermine
sowie
Ausfallregeln
vereinbart
 werden.
Ein
ungestörter
Ablauf
des
Gesprächs
–
ohne
störende
Telefonate
–
sollte
gewährleistet
 werden. 3.5 Abgrenzung und Einsatzmöglichkeiten der klientenzentrierten Beratung Rogers'
Arbeit
ist
nicht
unumstritten.
Kritik
erntet
sein
Modell
darin,
dass
es
sich
auf
nur
ein
 Individuum
zentriert
und
soziale
Netzwerke,
Gemeinschaften
und
Gesellschaften
vollkommen
 außer
acht
lässt
(Gröning
2006). Einen
komplett
anderen
Ansatz
indes
verfolgt
Frank
Farelly
‐
Entwickler
der
Provokativen
Therapie
 ‐
mit
seinem
provokativen
Gesprächsstil.
Da
er
es
überdrüssig
wurde,
seine
Klienten
bis
zur
 nächsten
Sitzung
aufzubauen
und
zu
hoffen,
dass
dies
auch
anhält,
lockt
er
sie
mit
frechen,
 humorvollen
Fragen
aus
der
Reserve
(Heskell
2004;
RES
2008). Thomas
Gordon,
ehemaliger
Schüler
Rogers'
und
u.a.
Berater
im
Weißen
Haus,
befreite
Rogers'
 Ideen
vom
therapeutischen
Hintergrund
und
verwendete
sie
in
Bereichen
des
Managements
(RES
 2008;
Gordon).
Das
bedeutet,
dass
Rogers'
Idealmodell
durchaus
außerhalb
des
Kontexts
der
 Psychotherapie
mit
Erfolg
funktionieren
kann. Bei
Rogers
steht
immer
der
Klient
im
Mittelpunkt
(Rogers
1951).
Überträgt
man
diese
Haltung
auf
 Informationssysteme,
finden
sich
diese
unter
der
Bezeichnung
User
Experience
wieder.
Die
 Grundprinzipien
Konsistenz,
Akzeptanz
und
Empathie
lassen
sich
ebenso
auf
Anwendungen
und
 Systeme
anwenden.
Werden
diese
in
Belangen
der
Mensch‐Computer‐Interaktion
(Human‐ Computer‐Interaction,
HCI)
angewandt,
ist
bereits
ein
großer
Schritt
hinsichtlich
Usability
–
 Benutzerfreundlichkeit
getan
(Steward). Hochschule
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  12. 12. Abb.
6:
Mensch‐Computer‐Schnittstelle,
Quelle:
Stewart
(2008) 4 Zusammenfassung „Wenn
wir
den
Menschen
von
seinen
Abwehrmechanismen
befreien
können,
so
dass
er
dem
 breiten
Spektrum
seiner
Bedürfnisse
gegenüber
genauso
aufgeschlossen
ist,
wie
den 
 vielfältigen
Anforderungen
seiner
Umwelt
und
seiner
sozialen
Belange,
kann
man
darauf 
 vertrauen,
dass
seine
Handlungsweise
positiv,
zukunftsorientiert
und
konstruktiv
sein
wird.“ Carl
R.
Rogers
(Gröning
2006) Befolgt
man
Rogers'
Ratschläge,
tritt
folgendes
ein:
Der
Klient
wird
in
die
Lage
versetzt,
alle
seine
 Gefühle
zu
erforschen,
ohne
sich
davor
zu
scheuen
(Rogers
1963).
Dadurch,
dass
er
sich
öffnet
und
 das
Wesentliche
erkennt,
lassen
sich
Fehlentwicklungen
wie
Aggression,
Neid
oder
Rivalität
 vermeiden
oder
auflösen
(Gröning
2006).
Die
Natur
des
Menschen
ist
durch
Freiheit
begründet.
 Rogers'
Vertrauen
in
die
menschliche
Natur
und
sein
therapeutischer
Optimismus
sind
die
 herausragenden
Merkmale
seines
Menschenbildes
(Rogers
1963;
Gröning
2006). Hochschule
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