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Softwarelokalisierung
Was ist Softwarelokalisierung? Wer ist beteiligt?  Marktlage Was wird lokalisiert? Womit wird lokalisiert? Passolo Trados Tag Editor Inhalt:
Was ist Softwarelokalisierung? Begriffe:   Internationalisierung (I18N):   Anpassung von Software bei der Herstellung, damit sie besser übersetzt werden kann Lokalisierung (L10N):   Anpassung und Übersetzung von Software, um sie einem ausländischen Markt zugänglich zu machen  Übersetzung:   Übertragung einer Sprache in eine andere (Skopos, Funktionalismus)  Globalisierung (G11N):   I18N und L10N aus unternehmerischer Sicht („go global“)
Wer ist beteiligt? Softwareentwickler : I18N, Werkzeuge, Terminologie Tochterfirmen  bzw.  SW-Distributoren  im Ausland  Lokalisierungsunternehmen:   -  Single-language Vendors (SLV)  bzw.  - internat.  Multilingual Vendors (MLV)   Komplette Aufträge; beschäftigen: Testingenieure,  Terminologen, EDV-Fachleute etc. Lokalisierung durch: - Lokalisierungsfachleute, DTP-Spezialisten und  festangestellte Übersetzer  und/oder -  freiberufliche Übersetzer
Der Lokalisierungsmarkt Keine zentrale statistische Erfassungstelle Schwer abgrenzbare Tätigkeiten Bereits bei einem Projekt entstehen komplexe Zuliefererketten, die sich in mehrere Segmente aufteilen. Diese können nicht alle dem Lokalisierungsmarkt zugeordnet werden. „ Mit dem Markt für die Lokalisierung scheint es sich ein wenig so zu verhalten, wie mit dem Weltall – verlgiechsweise wenig ist zahlenmäßig erfasst und genau bekannt, aber allgemein akzeptierten Thesen zufolge wächst er stetig.“ Michael Kemmannn,  „ Einführung in die Softwarelokalisierung“  (S. 19)
Geschichte 80er Jahre: Vertrieb von Software im Ausland.  Fehlendes Know-How.  Spezialisierung auf L10N:  Inhouse;  Teambildung Softwarebranche wünschte kostengünstigere, beschleunigte Prozesse:  Entwicklung von Software zur Unterstützung der Lokalisierung  Deren Anwendung in den verschiedensten Branchen  zwang  die Übersetzer,  technisches Know-How und Ausstattung  zu erlangen.  Heute: PC-Kenntnisse selbstverständlich, L10N nötig aufgrund von Kundenwünschen, Gesetzen und Regulationen.
Zukunft Software kommt in immer mehr Branchen zum Einsatz, z.B. Automobilbau Vermehrte L10N-Aufträge, teilweise zulasten des „klassischen“ Übersetzungsmarkts. Aber auch das Gesamtvolumen wächst.  Zunehmender Preisdruck:  „Doing more with less“. „ Offshoring“ in Länder mit niedrigeren Produktionskosten Um wettbewerbsfähig zu bleiben: neue Technologien, intelligente „Workflows“. Schluss mit alten Denkmustern!  Durch diese Innovation wächst die Branche: L10N auch für kleinere Hersteller zunehmend realisierbar.
Was wird lokalisiert?
Software Lieferung: CD-ROM oder Internet Komprimierte Installationsdateien (Setup) Eine  Anwendung  besteht aus:     Programmdateien:  EXE, DLL,... diese enthalten Elemente der Benutzeroberfläche, wie:    Menüs, Dialogfelder und Strings  (z.B. Fehler- und Systemmeldungen)    Hilfedateien:  HLP, HTML,...    Readme-Dateien:  WRI, TXT, DOC...
Online-Hilfe:   Besteht meist aus sog.  Hypertext-Dokumenten HTML, CHM, HLP, etc. Zugriff innerhalb der Anwendung Dokumentation: Gedruckt:  Handbuch und Installationsanweisungen  Online:  meist PDF-Format, erleichtert Updates. Lokalisierung umfasst Aufarbeitung für den Druck (z.B. Inhaltsverzeichn., Index) Begleitmaterialien: Verpackungsaufschriften, CD-ROM-Etiketten, Garantiekarten, etc.
Allgemeine Aufgaben: Anpassung der... Kundendienst-  und  Kontaktadressen Adressfelder, Maßeinheiten, Papierformate Zeichensätze:  UNICODE, Basis für fast alle Zeichensätze Symbole:  kultur-/sprachspezifische Bedeutungsunterschiede Grafiken : kulturspezifische Situationen oder veränderte Eigenschaften eines Produkts Farben:  Westeuropa China Arab. Länder Rot Gefahr Freude, Fest Gelb Vorsicht, Feigheit Glück Weiß Reinheit, Tugend Tod, Trauer
Welche Texte werden lokalisiert? Quelltext  nicht kompiliert, als RC, DLG, TXT etc. in Programmiersprachen wie  C++ und Java verfasst kompiliert, als EXE, DLL etc. mithilfe von Software verfasst in einer Auszeichnungssprache wie HTML und XML Inhaltsverzeichnisse und Indexeinträge Text in Grafiken Fließtext
Einige Beispiele
Quelltexte in Programmiersprachen Quelldateien (RC, DLG, etc.)  auführbare Dateien (EXE, DLL etc.)
Quelltexte in Auszeichnungssprachen HTML, XML, etc.
Inhaltsverzeichnisse und Indexe CNT, HLP,...
Texte in Grafiken Screenshots Schaltflächen Verschiedenes
Fließtext Readme-Dateien: TXT, DOC (Online-)Dokumentation
Praktische Tipps
Worauf muss geachtet werden? Was genau muss übersetzt werden? (z.B. Kommentare) gutes Terminologiemanagement, Konsistenz Ausstattung mit allen erforderlichen Hardware- und Softwarekomponenten sowie Schriftarten (Fonts) Ein kompatibles Betriebssystem in der Ausgangssprache Zusatzinformationen (z.B. original Hilfedateien) ->   Verständnis von Optionen und Befehlen Übersetzung der Hilfe und Dokumentation erst, nachdem Software vollständig übersetzt wurde Die erste Übersetzung der Software sollte auch die letzte sein ->  Auswirkungen auf Hilfe und Dokumentation
Dateimanagement Zentrale Arbeitsordner  mit identischer Ordnerhierarchie: erleichtert  das   Auffinden und die Sicherung relevanter Daten , auch für Kollegen Ordner  nicht nach dem Projekt  benennen, es könnte bei der Installation der Anwendung überschrieben werden.
Womit wird lokalisiert? Texteditoren und -verarbeitungsprogramme (z.B. Notepad und MS Word) Translation Memory Systeme (z.B. Trados Workbench) Softwarelokalisierungswerkzeuge (z.B. Passolo) HTML-Editoren (z.B. Cats Cradle, Trados Tag Editor)
Es folgen Videos:  1. Programmdateien lokalisieren mit:  Passolo 2. HTML mit dem Trados Tag Editor
Quellen: Literatur: Bert Esselink:  A Practical Guide to Localization.   Benjamins, Amsterdam 2000,  ISBN 1-58811-006-0 Detlef Reineke, Klaus-Dirk Schmitz:  Einführung in die  Softwarelokalisierung . Gunter NarrVerlag, Tübingen  2005,  ISBN 3-8233-6156-2   Internetquellen s.:  www.siteworld.de/Softwarelokalisierung

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  • 2. Was ist Softwarelokalisierung? Wer ist beteiligt? Marktlage Was wird lokalisiert? Womit wird lokalisiert? Passolo Trados Tag Editor Inhalt:
  • 3. Was ist Softwarelokalisierung? Begriffe: Internationalisierung (I18N): Anpassung von Software bei der Herstellung, damit sie besser übersetzt werden kann Lokalisierung (L10N): Anpassung und Übersetzung von Software, um sie einem ausländischen Markt zugänglich zu machen Übersetzung: Übertragung einer Sprache in eine andere (Skopos, Funktionalismus) Globalisierung (G11N): I18N und L10N aus unternehmerischer Sicht („go global“)
  • 4. Wer ist beteiligt? Softwareentwickler : I18N, Werkzeuge, Terminologie Tochterfirmen bzw. SW-Distributoren im Ausland Lokalisierungsunternehmen: - Single-language Vendors (SLV) bzw. - internat. Multilingual Vendors (MLV) Komplette Aufträge; beschäftigen: Testingenieure, Terminologen, EDV-Fachleute etc. Lokalisierung durch: - Lokalisierungsfachleute, DTP-Spezialisten und festangestellte Übersetzer und/oder - freiberufliche Übersetzer
  • 5. Der Lokalisierungsmarkt Keine zentrale statistische Erfassungstelle Schwer abgrenzbare Tätigkeiten Bereits bei einem Projekt entstehen komplexe Zuliefererketten, die sich in mehrere Segmente aufteilen. Diese können nicht alle dem Lokalisierungsmarkt zugeordnet werden. „ Mit dem Markt für die Lokalisierung scheint es sich ein wenig so zu verhalten, wie mit dem Weltall – verlgiechsweise wenig ist zahlenmäßig erfasst und genau bekannt, aber allgemein akzeptierten Thesen zufolge wächst er stetig.“ Michael Kemmannn, „ Einführung in die Softwarelokalisierung“ (S. 19)
  • 6. Geschichte 80er Jahre: Vertrieb von Software im Ausland. Fehlendes Know-How. Spezialisierung auf L10N: Inhouse; Teambildung Softwarebranche wünschte kostengünstigere, beschleunigte Prozesse: Entwicklung von Software zur Unterstützung der Lokalisierung Deren Anwendung in den verschiedensten Branchen zwang die Übersetzer, technisches Know-How und Ausstattung zu erlangen. Heute: PC-Kenntnisse selbstverständlich, L10N nötig aufgrund von Kundenwünschen, Gesetzen und Regulationen.
  • 7. Zukunft Software kommt in immer mehr Branchen zum Einsatz, z.B. Automobilbau Vermehrte L10N-Aufträge, teilweise zulasten des „klassischen“ Übersetzungsmarkts. Aber auch das Gesamtvolumen wächst. Zunehmender Preisdruck: „Doing more with less“. „ Offshoring“ in Länder mit niedrigeren Produktionskosten Um wettbewerbsfähig zu bleiben: neue Technologien, intelligente „Workflows“. Schluss mit alten Denkmustern! Durch diese Innovation wächst die Branche: L10N auch für kleinere Hersteller zunehmend realisierbar.
  • 9. Software Lieferung: CD-ROM oder Internet Komprimierte Installationsdateien (Setup) Eine Anwendung besteht aus:  Programmdateien: EXE, DLL,... diese enthalten Elemente der Benutzeroberfläche, wie: Menüs, Dialogfelder und Strings (z.B. Fehler- und Systemmeldungen)  Hilfedateien: HLP, HTML,...  Readme-Dateien: WRI, TXT, DOC...
  • 10. Online-Hilfe: Besteht meist aus sog. Hypertext-Dokumenten HTML, CHM, HLP, etc. Zugriff innerhalb der Anwendung Dokumentation: Gedruckt: Handbuch und Installationsanweisungen Online: meist PDF-Format, erleichtert Updates. Lokalisierung umfasst Aufarbeitung für den Druck (z.B. Inhaltsverzeichn., Index) Begleitmaterialien: Verpackungsaufschriften, CD-ROM-Etiketten, Garantiekarten, etc.
  • 11. Allgemeine Aufgaben: Anpassung der... Kundendienst- und Kontaktadressen Adressfelder, Maßeinheiten, Papierformate Zeichensätze: UNICODE, Basis für fast alle Zeichensätze Symbole: kultur-/sprachspezifische Bedeutungsunterschiede Grafiken : kulturspezifische Situationen oder veränderte Eigenschaften eines Produkts Farben: Westeuropa China Arab. Länder Rot Gefahr Freude, Fest Gelb Vorsicht, Feigheit Glück Weiß Reinheit, Tugend Tod, Trauer
  • 12. Welche Texte werden lokalisiert? Quelltext nicht kompiliert, als RC, DLG, TXT etc. in Programmiersprachen wie C++ und Java verfasst kompiliert, als EXE, DLL etc. mithilfe von Software verfasst in einer Auszeichnungssprache wie HTML und XML Inhaltsverzeichnisse und Indexeinträge Text in Grafiken Fließtext
  • 14. Quelltexte in Programmiersprachen Quelldateien (RC, DLG, etc.) auführbare Dateien (EXE, DLL etc.)
  • 17. Texte in Grafiken Screenshots Schaltflächen Verschiedenes
  • 18. Fließtext Readme-Dateien: TXT, DOC (Online-)Dokumentation
  • 20. Worauf muss geachtet werden? Was genau muss übersetzt werden? (z.B. Kommentare) gutes Terminologiemanagement, Konsistenz Ausstattung mit allen erforderlichen Hardware- und Softwarekomponenten sowie Schriftarten (Fonts) Ein kompatibles Betriebssystem in der Ausgangssprache Zusatzinformationen (z.B. original Hilfedateien) -> Verständnis von Optionen und Befehlen Übersetzung der Hilfe und Dokumentation erst, nachdem Software vollständig übersetzt wurde Die erste Übersetzung der Software sollte auch die letzte sein -> Auswirkungen auf Hilfe und Dokumentation
  • 21. Dateimanagement Zentrale Arbeitsordner mit identischer Ordnerhierarchie: erleichtert das Auffinden und die Sicherung relevanter Daten , auch für Kollegen Ordner nicht nach dem Projekt benennen, es könnte bei der Installation der Anwendung überschrieben werden.
  • 22. Womit wird lokalisiert? Texteditoren und -verarbeitungsprogramme (z.B. Notepad und MS Word) Translation Memory Systeme (z.B. Trados Workbench) Softwarelokalisierungswerkzeuge (z.B. Passolo) HTML-Editoren (z.B. Cats Cradle, Trados Tag Editor)
  • 23. Es folgen Videos: 1. Programmdateien lokalisieren mit: Passolo 2. HTML mit dem Trados Tag Editor
  • 24. Quellen: Literatur: Bert Esselink: A Practical Guide to Localization. Benjamins, Amsterdam 2000, ISBN 1-58811-006-0 Detlef Reineke, Klaus-Dirk Schmitz: Einführung in die Softwarelokalisierung . Gunter NarrVerlag, Tübingen 2005, ISBN 3-8233-6156-2 Internetquellen s.: www.siteworld.de/Softwarelokalisierung