Aktuelle
Forschungsthemen
SoSe 2018
Referat, 25. Mai 2018
Rainer Kroisamer
Thema
„ELGA“
ELGA
Die Elektronische Gesundheitsakte
Bild: https://www.gesundheit.gv.at
ELGA Definition
„Die elektronische Gesundheitsakte – ELGA – ist ein Informationssystem
zur elektronischen Speicherung und Vernetzung von Daten aus dem
österreichischen Gesundheitssystem und zur Standardisierung der
elektronischen Kommunikation zwischen Gesundheitsdienstanbietern“.
[eigene Definition]
„ELGA soll allen TeilnehmerInnen zeit- und ortsunabhängigen Zugang zu
Gesundheitsdaten ermöglichen1, 2
[1]	https://www.elga.gv.at/faq/wissenswertes-zu-elga/index.html
[2] https://www.wgkk.at/portal27/wgkkversportal/content?contentid=10007.726207&viewmode=content
ELGA Gesundheitsdaten
• ärztliche und pflegerische Entlassungsbriefe der öffentlichen
Krankenhäuser
• Laborbefunde
• Befunde der bildgebenden Diagnostik (Radiologiebefunde),
• Medikationsdaten
• weiters geplant sind: Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten,
gesetzliche medizinische Register.
ELGA Teilnehmer
• ELGA-Systempartner:
o Bund (Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und
Konsumentenschutz)
o Länder
o Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger
• ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter (GDA):
o Spitäler
o Einrichtungen der (mobilen und stationären) Pflege
o ÄrztInnen
o ZahnärztInnen
o Apotheken
• PatientInnen
ELGA schematischer Aufbau
Quelle: Ströher, Honekamp, 2011
• Patienten-Index: ist notwendig, um alle gesammelten Informationen eindeutig einem Patienten zuordnen zu
können. Technische Basis ist hier die e-card.
• Gesundheitsdiensteanbieter-Index (GDA-I): notwendig, um vorhanden Dokumente einem Dienstleister
zuordnen zu können sowie dem Benutzer von ELGA ein Auffinden von Dienstleistern zu ermöglichen.
Herausforderung ist hier die Tagesaktualität.
• Dokumenten-Register: ist ein Inhaltsverzeichnis gespeicherter Daten (Text, Multimedia). Die Speicherung
der META-Daten (z.B.: Speicherort der Dokumente) erfolgt zentral, die eigentlichen Daten werden dezentral
gespeichert.
• Berechtigungsregelwerk: Wer darf wann, aufgrund welcher Berechtigung, Daten der Gesundheitsakte
einsehen. Alle Zugriffe werden protokolliert.
• Portal: ist die Zugangsstelle für den Bürger, um Informationen (medizinisch, politisch, wissenschaftlich) zum
Thema ELGA zu erhalten. Das Portal ist seit 2014 unter www.gesundheit.gv.at abrufbar.
ELGA Komponenten
Quelle: Ströher, Honekamp, 2011
• Elektronisches Gesundheitsakte-Gesetz (ELGA-G), in Kraft 1.1.2013
❖ Artikel 1 Gesundheitstelematikgesetz 2012
❖ 1. Abschnitt Allgemeine Bestimmungen
❖ 2. Abschnitt Datensicherheit bei der elektronischen Weitergabe von Gesundheitsdaten
❖ 3. Abschnitt: Informationsmanagement
❖ 4. Abschnitt: Elektronische Gesundheitsakte (ELGA)
❖ 5. Abschnitt: Schlussbestimmungen
• ELGA-Verordnung 2015 (Mai)
• ELGA-Verordnungsnovelle 2015 (November)
• ELGA-Verordnungsnovelle 2017
Rechtliche Grundlagen I
✦ EU Aktionsplan für elektronische Gesundheitsdienste 2004
und Neufassung für 2012 bis 2020
✦ Ziel: u.a. Austausch von Gesundheitsdaten aus nationalen Systemen
✦ Richtlinie zur Patientenmobilität 2011/24 EU
✦ eHealth, u.a. elektronisches Rezept
Rechtliche Grundlagen II
ELGA Portal
Startseite
Login über https://www.gesundheit.gv.at
Quelle: http://www.test.elga-online.gv.at
ELGA Portal
e-Befunde
Quelle: http://www.test.elga-online.gv.at
ELGA Portal
e-Medikation
Quelle: http://www.test.elga-online.gv.at
ELGA Portal
Protokoll
Quelle: http://www.test.elga-online.gv.at
ELGA Portal
Teilnahme
Quelle: http://www.test.elga-online.gv.at
Quelle: http://www.test.elga-online.gv.at
ELGA Portal
• ELGA-Portal seit 2014
• Start ELGA Dezember 2015 in öffentl. KH in Wien und Stmk.
• Weitere Bundesländer schrittweise folgend
ELGA Rollout
Quelle: https://www.elga.gv.at/fileadmin/user_upload/Dokumente_PDF_MP4/Infomaterialien/gestartete_ELGA-GDA.pdf
Krankenanstalten die bereits mit ELGA
arbeiten (OÖ, Auszug):
Stand: 24.4.2018
ELGA Rollout
ELGA Verordnungsnovelle 2017:
„§ 21a. (1) Gemäß § 27 Abs. 3 GTelG 2012 in Verbindung mit § 13 Abs. 3 Z 4 und 5 GTelG
2012 haben Apotheken gemäß § 1 des Apothekengesetzes, RGBl. Nr. 5/1907 und, sofern
sie in einemVertragsverhältnis zu einem Träger der gesetzlichen Sozialversicherung
stehen, freiberuflich tätige Ärztinnen und Ärzte gemäß § 3 des Ärztegesetzes 1998
(ÄrzteG 1998), BGBl. I Nr. 169/1998, sowie Gruppenpraxen und selbstständige
Ambulatorien gemäß § 3a KAKuG, deren Leistungsspektrum Aufgaben der ärztlichen
Berufe im Sinne des § 2 Z 10 GTelG 2012 umfasst, Medikationsdaten (§ 2 Z 9 lit. b GTelG
2012) zu speichern“
ELGA Rollout
ELGA Verordnungsnovelle 2017:
1. ab	dem	8.	März	2018	im	politischen	Bezirk	Deutschlandsberg;	
2. ab	dem	29.	März	2018	in	den	politischen	Bezirken	Hartberg-Fürstenfeld,	Leibnitz,	
Südoststeiermark	und	Weiz;	
3. ab	dem	19.	April	2018	in	den	politischen	Bezirken	Bruck-Mürzzuschlag,	Leoben,	Liezen,	
Murau,	Murtal	und	Voitsberg;	
4. ab	dem	10.	Mai	2018	in	den	politischen	Bezirken	Graz-Stadt	und	Graz-Umgebung;	
5. ab	dem	31.	Mai	2018	in	den	politischen	Bezirken	Klagenfurt,	Klagenfurt-Land,	St.	Veit	an	
der	Glan,	Völkermarkt	und	Wolfsberg;
…
12.ab	dem	31.	Jänner	2019	in	den	politischen	Bezirken	Braunau,	Ried,	Vöcklabruck,	Wels	
und	Wels-Land;	
13.ab	dem	14.	Februar	2019	in	den	politischen	Bezirken	Gmunden,	Kirchdorf,	Steyr	und	
SteyrLand;	
14.ab	dem	28.	Februar	2019	in	den	politischen	Bezirken	Linz	und	Linz-Land;
…
Patienteneinwilligung: Opt-in vs. Opt-out
Spezielle Aspekte I
Opt-in Opt-out
Belgien Österreich
Frankreich Estland
Italien Slowakei
Spanien Schottland
Island Schweden
Schweiz Polen
Ansätze zumeist aus nationalen Gesetzesbestimmungen abgeleitet
Datenspeicherung:
• zentral
• dezentral
• host-basiert
Spezielle Aspekte II
zentral dezentral host-basiert
Tschechien Belgien Frankreich
Finnland Spanien
Österreich
Ansätze zumeist aus nationalen Gesetzesbestimmungen abgeleitet
• Ströher, A., Honekamp, W., (2011):
• Nichtzweck und Nichtziele von ELGA:
• Forschung
• Statistische Auswertungen
• Informationen für Behörden, Versicherungen und Arbeitgeber
Spezielle Aspekte III
• Dokumentenmanagement durch Nutzer sinnvoll?
• Opt-out sinnvoll?
• Hohe Datensicherheit vs. lokal gespeicherter Daten, zB in
der Apotheke, beim Hausarzt?
Diskussion
• ELGA Widerspruch:
• https://www3.formularservice.gv.at/formularserver/user/formular.aspx?
pid=2ef1971439b34d3d854ca85c553de589&pn=B3cf820a9cfc84a70bff77fee6c5527af
• ELGA Ombudsstelle:
• https://www.gesundheit.gv.at/elga/elga-teilnahme/elga-ombudsstelle
Weiterführende Links zum Thema ELGA:
• https://www.gesundheit.gv.at
• https://www.help.gv.at/
• https://www.wgkk.at/
• https://collabor.idv.edu/WebSci/stories/52416/
• https://collabor.idv.edu/0555026/stories/52408/
• Donau Apotheke Linz
• ELGA Serviceline
• Ströher, A., Honekamp, W. (2011), ELGA - die elektronische Gesundheitsakte vor dem
Hintergrund von Datenschutz und Datensicherheit, Wiener Medizinische
Wochenzeitrschrift 161, S. 341-346., Spinger Verlag
Quellen:

Referat rainer kroisamer

  • 1.
  • 2.
  • 3.
  • 4.
    ELGA Definition „Die elektronischeGesundheitsakte – ELGA – ist ein Informationssystem zur elektronischen Speicherung und Vernetzung von Daten aus dem österreichischen Gesundheitssystem und zur Standardisierung der elektronischen Kommunikation zwischen Gesundheitsdienstanbietern“. [eigene Definition] „ELGA soll allen TeilnehmerInnen zeit- und ortsunabhängigen Zugang zu Gesundheitsdaten ermöglichen1, 2 [1] https://www.elga.gv.at/faq/wissenswertes-zu-elga/index.html [2] https://www.wgkk.at/portal27/wgkkversportal/content?contentid=10007.726207&viewmode=content
  • 5.
    ELGA Gesundheitsdaten • ärztlicheund pflegerische Entlassungsbriefe der öffentlichen Krankenhäuser • Laborbefunde • Befunde der bildgebenden Diagnostik (Radiologiebefunde), • Medikationsdaten • weiters geplant sind: Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten, gesetzliche medizinische Register.
  • 6.
    ELGA Teilnehmer • ELGA-Systempartner: oBund (Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz) o Länder o Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger • ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter (GDA): o Spitäler o Einrichtungen der (mobilen und stationären) Pflege o ÄrztInnen o ZahnärztInnen o Apotheken • PatientInnen
  • 7.
    ELGA schematischer Aufbau Quelle:Ströher, Honekamp, 2011
  • 8.
    • Patienten-Index: istnotwendig, um alle gesammelten Informationen eindeutig einem Patienten zuordnen zu können. Technische Basis ist hier die e-card. • Gesundheitsdiensteanbieter-Index (GDA-I): notwendig, um vorhanden Dokumente einem Dienstleister zuordnen zu können sowie dem Benutzer von ELGA ein Auffinden von Dienstleistern zu ermöglichen. Herausforderung ist hier die Tagesaktualität. • Dokumenten-Register: ist ein Inhaltsverzeichnis gespeicherter Daten (Text, Multimedia). Die Speicherung der META-Daten (z.B.: Speicherort der Dokumente) erfolgt zentral, die eigentlichen Daten werden dezentral gespeichert. • Berechtigungsregelwerk: Wer darf wann, aufgrund welcher Berechtigung, Daten der Gesundheitsakte einsehen. Alle Zugriffe werden protokolliert. • Portal: ist die Zugangsstelle für den Bürger, um Informationen (medizinisch, politisch, wissenschaftlich) zum Thema ELGA zu erhalten. Das Portal ist seit 2014 unter www.gesundheit.gv.at abrufbar. ELGA Komponenten Quelle: Ströher, Honekamp, 2011
  • 9.
    • Elektronisches Gesundheitsakte-Gesetz(ELGA-G), in Kraft 1.1.2013 ❖ Artikel 1 Gesundheitstelematikgesetz 2012 ❖ 1. Abschnitt Allgemeine Bestimmungen ❖ 2. Abschnitt Datensicherheit bei der elektronischen Weitergabe von Gesundheitsdaten ❖ 3. Abschnitt: Informationsmanagement ❖ 4. Abschnitt: Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) ❖ 5. Abschnitt: Schlussbestimmungen • ELGA-Verordnung 2015 (Mai) • ELGA-Verordnungsnovelle 2015 (November) • ELGA-Verordnungsnovelle 2017 Rechtliche Grundlagen I
  • 10.
    ✦ EU Aktionsplanfür elektronische Gesundheitsdienste 2004 und Neufassung für 2012 bis 2020 ✦ Ziel: u.a. Austausch von Gesundheitsdaten aus nationalen Systemen ✦ Richtlinie zur Patientenmobilität 2011/24 EU ✦ eHealth, u.a. elektronisches Rezept Rechtliche Grundlagen II
  • 11.
    ELGA Portal Startseite Login überhttps://www.gesundheit.gv.at Quelle: http://www.test.elga-online.gv.at
  • 12.
  • 13.
  • 14.
  • 15.
  • 16.
  • 17.
    • ELGA-Portal seit2014 • Start ELGA Dezember 2015 in öffentl. KH in Wien und Stmk. • Weitere Bundesländer schrittweise folgend ELGA Rollout
  • 18.
  • 19.
    ELGA Rollout ELGA Verordnungsnovelle2017: „§ 21a. (1) Gemäß § 27 Abs. 3 GTelG 2012 in Verbindung mit § 13 Abs. 3 Z 4 und 5 GTelG 2012 haben Apotheken gemäß § 1 des Apothekengesetzes, RGBl. Nr. 5/1907 und, sofern sie in einemVertragsverhältnis zu einem Träger der gesetzlichen Sozialversicherung stehen, freiberuflich tätige Ärztinnen und Ärzte gemäß § 3 des Ärztegesetzes 1998 (ÄrzteG 1998), BGBl. I Nr. 169/1998, sowie Gruppenpraxen und selbstständige Ambulatorien gemäß § 3a KAKuG, deren Leistungsspektrum Aufgaben der ärztlichen Berufe im Sinne des § 2 Z 10 GTelG 2012 umfasst, Medikationsdaten (§ 2 Z 9 lit. b GTelG 2012) zu speichern“
  • 20.
    ELGA Rollout ELGA Verordnungsnovelle2017: 1. ab dem 8. März 2018 im politischen Bezirk Deutschlandsberg; 2. ab dem 29. März 2018 in den politischen Bezirken Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz, Südoststeiermark und Weiz; 3. ab dem 19. April 2018 in den politischen Bezirken Bruck-Mürzzuschlag, Leoben, Liezen, Murau, Murtal und Voitsberg; 4. ab dem 10. Mai 2018 in den politischen Bezirken Graz-Stadt und Graz-Umgebung; 5. ab dem 31. Mai 2018 in den politischen Bezirken Klagenfurt, Klagenfurt-Land, St. Veit an der Glan, Völkermarkt und Wolfsberg; … 12.ab dem 31. Jänner 2019 in den politischen Bezirken Braunau, Ried, Vöcklabruck, Wels und Wels-Land; 13.ab dem 14. Februar 2019 in den politischen Bezirken Gmunden, Kirchdorf, Steyr und SteyrLand; 14.ab dem 28. Februar 2019 in den politischen Bezirken Linz und Linz-Land; …
  • 21.
    Patienteneinwilligung: Opt-in vs.Opt-out Spezielle Aspekte I Opt-in Opt-out Belgien Österreich Frankreich Estland Italien Slowakei Spanien Schottland Island Schweden Schweiz Polen Ansätze zumeist aus nationalen Gesetzesbestimmungen abgeleitet
  • 22.
    Datenspeicherung: • zentral • dezentral •host-basiert Spezielle Aspekte II zentral dezentral host-basiert Tschechien Belgien Frankreich Finnland Spanien Österreich Ansätze zumeist aus nationalen Gesetzesbestimmungen abgeleitet
  • 23.
    • Ströher, A.,Honekamp, W., (2011): • Nichtzweck und Nichtziele von ELGA: • Forschung • Statistische Auswertungen • Informationen für Behörden, Versicherungen und Arbeitgeber Spezielle Aspekte III
  • 24.
    • Dokumentenmanagement durchNutzer sinnvoll? • Opt-out sinnvoll? • Hohe Datensicherheit vs. lokal gespeicherter Daten, zB in der Apotheke, beim Hausarzt? Diskussion
  • 25.
    • ELGA Widerspruch: •https://www3.formularservice.gv.at/formularserver/user/formular.aspx? pid=2ef1971439b34d3d854ca85c553de589&pn=B3cf820a9cfc84a70bff77fee6c5527af • ELGA Ombudsstelle: • https://www.gesundheit.gv.at/elga/elga-teilnahme/elga-ombudsstelle Weiterführende Links zum Thema ELGA:
  • 26.
    • https://www.gesundheit.gv.at • https://www.help.gv.at/ •https://www.wgkk.at/ • https://collabor.idv.edu/WebSci/stories/52416/ • https://collabor.idv.edu/0555026/stories/52408/ • Donau Apotheke Linz • ELGA Serviceline • Ströher, A., Honekamp, W. (2011), ELGA - die elektronische Gesundheitsakte vor dem Hintergrund von Datenschutz und Datensicherheit, Wiener Medizinische Wochenzeitrschrift 161, S. 341-346., Spinger Verlag Quellen: